Master Data

Registry
Register court Köln HRB 124104
Registered
12/15/2009
Industry
Television programming, broadcasting and video distribution activitiesMedia representationManufacture of consumer electronics
Purpose
Die Entwicklung, Herstellung, Vermarktung und Auswertung von Bewegtbildproduktionen für alle Medien, der diesen zugrunde liegenden Konzepten sowie der an diesen bestehenden Rechte und zum anderen die Erarbeitung und Realisierung von Konzepten für diverse Formate für verschiedene Medien.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Vittorio Valente
since 7/28/2025
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
All3Media Deutschland GmbH
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€100,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Tower Productions GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Tower Productions GmbH (nachstehend auch: TOP oder Gesellschaft) unter der Registernummer 67939, Köln, war bis zum Bilanzstichtag ein Joint Venture, an dem mit 50% die All3Media Deutschland GmbH, München, sowie mit 50% die BBC Studios Distribution Ltd. (vormals BBC Worldwide Ltd.), London, beteiligt sind. Am Bilanzstichtag wurde die All3Media Deutschland GmbH, München, durch Erwerb von 50% der Gesellschaftsanteile an der TOP von BBC Studios Distribution Ltd. zur alleinigen Anteilseignerin der TOP.

Für das Geschäft der TOP sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland relevant, da keine nennenswerten Erlöse im Ausland erzielt werden. Die TOP produziert ausschließlich Programme für die Sparte Unterhaltung, überwiegend für die privaten Fernsehsender in Deutschland.

Die TOP erzielte im Geschäftsjahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von 27,15 Millionen Euro (Vj. 21,96 Millionen Euro) und realisierte dabei einen Jahresüberschuss von 1,05 Millionen Euro (Vj. 0,97 Millionen Euro).

Hauptauftraggeber der TOP waren dabei überwiegend die Sender Sat.1, RTL und VOX.

Marktbeherrschendes Thema im Geschäftsjahr 2020 war seit März 2020 die Corona-Pandemie, die die TV- und Produktionsbranche wie viele andere Branchen vor ungekannte und große Herausforderungen gestellt hat. Hinzu kommt, dass im Hinblick auf die noch andauernde weltweite Transformation vom linearen, "traditionellen, Fernsehen" hin zum nicht-linearen "Intemetfernsehen" auch in 2020 von einem weiterhin schwierigen Marktumfeld im deutschen Fernsehmarkt gesprochen werden muss. Neben mittlerweile schon gut positionierten Playern wie Netflix oder Amazon, drängen nun mit Anbietern wie TVNOW (RTL) oder Joyn (ProSiebenSat.1 und Discovery), weitere sogenannte Streamingdienstleister auf den Markt, z. B. Disney+. Zudem bauen die öffentlich-rechtlichen Sendergruppen ihre Mediatheken Angebote technisch und inhaltlich aus. Grundsätzlich könnte daraus eine erhöhte Programmnachfrage abgeleitet werden, was aber bei genauerer Betrachtung nicht der Fall ist, weil die Programmbudgets in Summe eher nicht wachsen, sondern ggf. nur anders allokiert werden. Zudem erwarten die Auftraggeber weiterhin in vielen Fällen weitgehende Rechteübertragungen, um ihre linearen und nicht-linearen Angebote zu erweitern, ohne die Produzenten dafür adäquat zu vergüten. Dazu kommen hohe Investitionen, die Sender in die technische Infrastruktur für ihre nicht-linearen Angebote tätigen müssen.

Trotz dieser insgesamt sehr herausfordernden Marktbedingungen ist es der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 gelungen, sowohl bestehende Produktionen fortzusetzen als auch neue Formate zu entwickeln, zu verkaufen und zu produzieren bzw. an ihre Auftraggeber auszuliefern.

Zu den wiederkehrenden Produktionen zählten im Geschäftsjahr unter anderem verschiedene Formate aus der Reihe "Das Große Backen" (Sat.1), eine neue Staffel "Undercover Boss" (RTL) sowie eine Staffel "Lefs Dance" (RTL) - produziert in Zusammenarbeit mit Seapoint Productions GmbH & Co.KG. Alle Formate konnten bei ihrer Ausstrahlung erneut eine hohe bis sehr hohe Zuschauerakzeptanz verzeichnen.

Mit dem Format "112 Retter im Einsatz" - basierend auf dem BBC Studios Format "Paramedic" - wurde erstmals eine Produktion mit fünf Folgen für die ARD (SWR) verkauft und produziert. Darüber hinaus produzierte die Gesellschaft für Sat.1 die neue, eigenentwickelte Show "Mit Nagel und Köpfchen".

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die TOP hat das Ziel, den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern und auf Basis finanzieller sowie nicht-finanzieller Steuerungsgrößen zu messen und zu bewerten. Die verwendeten finanziellen Steuerungskennzahlen sind im Wesentlichen Umsatzerlöse, Kosten und das Jahresergebnis nach Steuern.

2.1 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von insgesamt 27,15 Millionen Euro (Vj. 21,96 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis (Umsatz +/- Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche Erträge abzgl. Filmherstellungsaufwand, Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen) betrug 1,59 Millionen Euro (Vj. 1,47 Millionen Euro). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 5,9% (Vj. 6,6%). Die Erhöhung des EBITDA im Berichtsjahr ggü. dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen daraus, dass es der Gesellschaft gelungen ist, die nicht projektbezogenen Kosten im Personalaufwand und den allgemeinen Betriebsausgaben zu senken.

Der gesamte Personalaufwand betrug 4,88 Millionen Euro, davon entfielen 4,57 Millionen Euro auf projektbezogenen Personalaufwand (Vj. Personalaufwand 4,67 Millionen Euro, davon projektbezogener Personalaufwand 4,30 Millionen Euro).

Die sonstigen betriebliche Aufwendungen betrugen 1,00 Millionen Euro (Vj. 1,05 Millionen Euro). Hiervon entfielen 0,46 Millionen Euro auf Dienstleistungen, die von verbundenen Unternehmen, insbesondere der All3Media Deutschland GmbH, in Anspruch genommen wurden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Berichtsjahr 0,33 Millionen Euro (Vj. 0,35 Millionen Euro). Wesentlicher Posten sind insbesondere Erträge aus Auflösung von Rückstellungen früherer Perioden in Höhe von 0,3 Millionen Euro.

Die TOP erwirtschaftete einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,05 Millionen Euro (Vj. 0,97 Millionen Euro). Die im Vorjahr getroffene Prognose eines leicht steigenden Jahresüberschusses konnte aufgrund der günstigen Umstände und trotz zusätzlicher corona-bedingter Mehrkosten eingehalten werden.

2.2 Erläuterungen zur Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich derzeit aus dem operativen Geschäftsbetrieb im Wesentlichen selbst. Die erhaltenen Anzahlungen reduzieren sich im Geschäftsjahr 2020 von 3,52 Millionen Euro um 1,64 Millionen Euro auf 1,88 Millionen Euro. Das hängt im Wesentlichen mit den jeweils vertraglich vereinbarten Zahlungskonditionen zusammen.

2.3 Erläuterungen zur Bilanz

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2020 beträgt 7,71 Millionen Euro (Vj. 7,58 Millionen Euro).

Die kurzfristigen Vermögenswerte belaufen sich zusammen auf 7,63 Millionen Euro (Vj. 7,5 Millionen Euro). Darin enthalten sind liquide Mittel in Höhe von 3,39 Millionen Euro (Vj. 0,98 Millionen Euro). Die unfertigen Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 3,70 Millionen Euro (Vj. 5,90 Millionen Euro). Grund dafür war u.a. ein höherer Anteil an Produktionen, in denen keine Teilabrechnungen möglich waren. Im Vergleich zum Vorjahr sind geringere Produktionskosten in den unfertigen Leistungen gebunden. Weiterhin weist die Gesellschaft erhaltene Anzahlungen in Höhe von 1,88 Millionen Euro aus (Vj. 3,52 Millionen Euro).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich im Vergleich zum Vorjahr von 0,28 Millionen Euro um 0,03 Millionen Euro auf 0,31 Millionen Euro.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Rückstellungen und Verbindlichkeiten von insgesamt 5,39 Millionen Euro aus (Vj. 6,31 Millionen Euro). Die Erhöhung der Sonstigen Rückstellungen um 0,82 Millionen Euro ist weitgehend auf gestiegene ausstehende Produktionsrechnungen zurückzuführen.

Bei den Verbindlichkeiten von zusammen 2,12 Millionen Euro (Vj. 3,81 Millionen Euro) handelt es sich im Wesentlichen um zum Bilanzstichtag erhaltene Anzahlungen aus noch nicht abrechenbaren Produktionen. Den Verbindlichkeiten stehen Bankguthaben in Höhe von 3,39 Millionen Euro gegenüber (Vj. 0,98 Millionen Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich von 0,10 Millionen Euro um 0,01 Millionen Euro auf 0,09 Millionen Euro. Darin enthalten sind 0,07 Millionen Euro Lizenzverbindlichkeiten gegenüber der All3Media International.

Das Working Capital (Definition: Umlaufvermögen abzgl. flüssige Mittel abzgl. kurzfristige, nicht-zinstragende Verbindlichkeiten) beläuft sich auf 2,12 Millionen Euro sowie kurzfristigen Rückstellungen und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 2,70 Millionen Euro. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen unterschreiten die kurzfristigen Vermögensgegenstände um 2,23 Millionen Euro. Die sogenannte Quick Ratio (Definition: Verhältnis von Geldvermögen zzgl. Wertpapiere zzgl. kurzfristige Forderungen dividiert durch kurzfristige Verbindlichkeiten) beträgt 1,85. Die kurzfristigen Vermögenswerte übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 5,52 Millionen Euro.

Der Gesellschaft ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 gelungen, jederzeit ihren vielfältigen Verpflichtungen, insbesondere gegenüber Arbeitnehmern, Banken und Steuerbehörden nachzukommen.

2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren 1

Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator fungiert für die Gesellschaft die Zuschauerakzeptanz der produzierten TV-Sendungen - gemessen in Einschaltquoten und Reichweiten. Diese Kennziffern geben in gewissem Umfang Aufschluss über die Chancen der Gesellschaft, für die jeweilige Produktion Folgeaufträge erlangen zu können. Die Gesellschaft profitiert davon, dass die von ihr langjährig produzierten Reihen "Das Große Backen" (Sat.1), "Undercover Boss" (RTL) oder auch "Lefs Dance" (RTL), die in der Regel eine hohe bis sehr hohe Zuschauerakzeptanz haben und somit wiederkehrend gute Chancen für die Gesellschaft bestehen, dass senderseitig weitere Staffeln der jeweiligen Sendereihen beauftragt werden. Unterstützend kommt hinzu, dass viele von der Gesellschaft produzierten Sendungen von der Kritik positiv bewertet werden.

1 Berechnung aller Quotenangaben der Formate erfolgte auf Grundlage von Daten der GfK / AGF / TV Scope; Senderquoten von quotenmeter.de

Typischerweise beauftragen die Sender für die jeweiligen Produktionen sog. Staffeln die aus mehreren einzelnen Folgen bzw. Episoden bestehen. Der Umfang dieser Staffeln - Anzahl der Episoden - wird mit dem jeweiligen Sender individuell verhandelt. Bedingt durch die Produktionszyklen erfolgt die Ausstrahlung einer Staffel in den meisten Fällen im gleichen Jahr wie die Durchführung der Produktion, so dass im Berichtsjahr die Einschaltquoten der jeweiligen Produktionen auch sofort messbar sind und analysiert werden können. Bei bestimmten Formaten besteht damit auch die Möglichkeit Erkenntnisse aus der Zuschauerakzeptanz in den Produktionsprozess von weiteren Episoden einfließen zu lassen.

2.5 Gesamtaussage

Es ist der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 erneut gelungen, einen positiven Jahresüberschuss zu erwirtschaften. Insbesondere die schon langlaufenden Staffeln einiger Produktionen liefern aufgrund von über Jahre hinweg gesammelten Erfahrungen stabile Margen. Ebenfalls trägt die schon seit Jahren schlanke Overheadstruktur dazu bei, dass es der Gesellschaft immer wieder möglich ist, in einem margenschwachen Markt mit hohem Preisdruck profitabel zu agieren.

Die Gesellschaft ist in der Lage wiederholt Produktionen mit hoher Zuschauer- und Kritikerakzeptanz herzustellen und konnte dadurch ihre Stellung als Produktionspartner für die privaten Sender und zunehmend auch für die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland weiter ausbauen.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Risiken der künftigen Entwicklung

Grundsätzlich unterliegt die TOP einer Reihe von internen und externen Risiken, die einzeln oder in der Summe bestandsgefährdend sein können. Durch Etablierung und Weiterentwicklung eines auf die Bedürfnisse der Branche angemessenen Risikomanagementsystems soll vermieden werden, dass Risiken nicht oder zu spät erkannt werden. Es ist hierbei zu bedenken, dass Programmentscheidungen, d. h. Beauftragungen deren Beendigung, ausschließlich von den TV-Sendern getroffen werden und spontane und unvorhersehbare Entscheidungen mit negativen Konsequenzen für den Auftragnehmer nicht auszuschließen sind.

Insgesamt herrscht im deutschen Fernsehmarkt ein intensiver Wettbewerb, sowohl zwischen den einzelnen Sendeanstalten als auch zwischen den Produzenten. Der geringen Anzahl von Sendern steht eine große Anzahl von Produktionsfirmen gegenüber. Darüber hinaus besteht bei einigen Sendern die Tendenz, Produktionsaufträge von ihren eigenen Tochtergesellschaften durchführen zu lassen. Unter Einbeziehung eines derzeit stagnierenden bis nur moderat wachsenden Gesamtmarktes unterliegt die Gesellschaft daher einem permanenten Wettbewerbsdruck. Die Gesellschaft stuft dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020 besteht eine Reihe von nicht-versicherbaren produktionsbezogenen Risiken im Zusammenhang mit der Pandemie, beispielsweise das Risiko, dass Mitarbeiter des Produktionsteam oder Darsteller sich infizieren und dadurch für die Dreharbeiten nicht zur Verfügung stehen. Daraus resultieren Ausfallkosten - entweder wegen eines kompletten Drehausfalles oder wegen einer Drehverschiebung. Zur Absicherung dieses Risikos haben einige Bundesländer und mehrere Fernsehsender den sog. Ausfallfonds II finanziert, der 90% der Schadenskosten übernimmt, 10% verbleiben als Selbstbehalt beim Produktionsunternehmen. Die erstattungsfähige Summe ist auf 800 TEUR je Produktion limitiert. Der Ausfallfonds II tritt rückwirkend zum 1. November 2020 in Kraft und deckt Schäden ab, die bis 30. September 2021 entstehen sollen. Zudem besteht das Risiko, dass erforderliche Kosten zum Infektionsschutz im Produktionsbetrieb nicht oder nicht vollständig vom auftraggebenden Sender übernommen werden und so als nicht refinanzierte Produktionskosten die Produktionsroherträge schmälern. Zwar ist es der Produktionsbranche seit Ausbruch der Pandemie gelungen, schnell effiziente Schutzkonzepte zu entwickeln und nach anfänglichen Unterbrechungen den Produktionsbetrieb weitgehend wieder aufzunehmen, es verbleibt jedoch ein nicht verlässlich einschätzbares Restrisiko, dass durch neue Entwicklungen der pandemischen Lage, z. B. durch Mutationen des Virus, Umstände eintreten, die den Produktionsbetrieb belasten, einschränken oder verhindern.

Für TV-Produktionsfirmen besteht das Risiko, dass Aufträge nicht verlängert werden bzw. neue Aufträge nicht oder nur zeitversetzt erteilt werden. Die Gesellschaft trägt durch eine verstärkte Entwicklungstätigkeit sowie durch eine regelmäßige Beobachtung des internationalen Formatmarktes dazu bei, frühzeitig neue Projekte zu generieren und somit einem modifizierten Nachfrageverhalten der TV-Sender mit einem entsprechenden Angebot begegnen zu können. Hier ist von einem mittleren Risiko auszugehen.

Die Auftragsproduktionen der TOP unterliegen einem Produktionsrisiko, da die Entwicklung und Produktion in der Regel sehr kostenintensiv sind. Die Verfügbarkeit von ausreichenden Finanzmitteln für die Entwicklung von Programmen und für deren Herstellung sowie die Fähigkeit, eine Produktion im Rahmen der zur Verfügung stehenden Finanzierung zu realisieren, ist existenziell. Die TOP verfügt über langjährig aufgebautes Know-How, um das Produktionsrisiko bei der Herstellung von Formaten, Serien und Fernsehfilmen kontrollieren zu können. In der Regel wird erreicht, dass das Finanzierungsrisiko vollständig auf den auftraggebenden Sender übergeht, so dass die Gesellschaft nur im begrenzten Rahmen in die Vorfinanzierung zu gehen hat. Hierfür stehen bisher ausreichende Projektkreditlinien seitens der Kreditinstitute zur Verfügung. Auch dieses Risiko ist als mittleres Risiko einzustufen.

Im Rahmen der Verträge, die die TOP mit Kunden, Dienstleistern und Mitwirkenden eingeht, bestehen die allgemeinen vertraglichen Risiken, wie z. B. das Vertragserfüllungsrisiko. Darüber hinaus müssen im Rahmen der Verträge eine Reihe von Urheber-, Leistungsschutz- und sonstigen Rechten von der Gesellschaft an die jeweiligen Sender und dementsprechend auch von den jeweiligen Rechteinhabern (z.B. Autoren, Moderatoren, Mitwirkende, Künstler etc.) an die TOP übertragen werden. Um die daraus entstehenden rechtlichen Risiken zu minimieren, nutzt die TOP die Rechtsabteilung der Gesellschafterin All3Media Deutschland GmbH. Dieses Risiko lässt sich als geringes Risiko einstufen.

Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft hängt in hohem Maße von den Leistungen einzelner Mitarbeiter ab. Der Erfolg der einzelnen Projekte hängt insbesondere auch von der Qualität der an der Entwicklung und Produktion beteiligten Personen, sowohl im kreativen als auch im organisatorischen Bereich, ab. Die Fähigkeit, qualifizierte Mitarbeiter zu halten, neu anzuwerben und langfristig zu binden, ist auch eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Entwicklung der Gesellschaft. Die Gesellschaft stuft dieses Risiko als gering ein.

Der Grad der Digitalisierung der TV- und Kommunikationslandschaft nimmt stetig zu. Aus Sicht der TOP ist diese Entwicklung zweiseitig zu beurteilen. Auf der einen Seite ist festzustellen, dass sich die Einnahmesituation der aktuellen Abnehmer (Free-TV-Sender) in naher Zukunft wohl nur unwesentlich verbessern wird. Hieraus wird für die Produzentenseite tendenziell eher der Preisdruck auf bestehende bzw. neue Programme weiter ansteigen. Die sich aus dieser voraussichtlichen Entwicklung ableitbare anhaltende Konsolidierungsbewegung auf Produzentenseite kann von der Gesellschaft aber auch zum Ausbau der Marktposition, z. B. mittels Akquisitionen oder Übernahme von Schlüsselpersonen genutzt werden. Zudem besteht grundsätzlich die Chance, dass die durch die Digitalisierung entstandenen neuen Marktteilnehmer (z. B. Netflix, Amazon, JOYN, TVNOW) zukünftig verstärkt als Auftraggeber für Produktionen im deutschen Markt auftreten und die Gesellschaft somit neue Kunden gewinnen kann. Derzeit halten sich Chancen und Risiken noch die Waage.

Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie durch ein zeitnahes Forderungsmanagement Rechnung getragen. Hierbei handelt es sich um ein geringes Risiko.

Die Sicherheit von Bankguthaben und die Verfügbarkeit von bestehenden Kreditlinien für Produktions- und allgemeine Betriebsfinanzierungen unterliegen im Rahmen der weltweiten Finanzmarktkrise auch der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der kreditgebenden Bankinstitute. Zur Streuung dieser Risiken strebt die TOP an, zukünftig in den Bereichen Geldanlage und Finanzierung mit zwei oder mehr voneinander unabhängigen Banken zusammenzuarbeiten. Auf Grund der bestehenden Diversifikation handelt es sich hierbei um ein geringes Risiko.

Insgesamt unterliegt die Gesellschaft, wie schon in den Vorjahren einem gleichbleibenden Risiko. Das Sehverhalten und die Zuschauerakzeptanz bestimmen das Risiko mit zunehmender Digitalisierung und Marktentwicklung durch Streamingdienste reduziert sich das Risiko aber über die nächsten Jahre.

3.2 Chancen der künftigen Entwicklung

Diesen Risiken stehen aber auch unverkennbare Chancen gegenüber. Neben etablierten Programmmarken wie den beliebten Sat.1 Produktionen "Das Große Backen" mit den Promi- und Profi-Spin-Offs und der RTL Produktion "Undercover Boss", ist es der Gesellschaft auch in 2020 gelungen, das Programmportfolio um neue Formate zu erweitern. Aufgrund der erfolgreichen Ausstrahlung des Formates "The Dementia Choir" aus dem BBC Studios-Katalog für das ZDF unter dem Titel "Unvergesslich - Unser Chor für Menschen mit Demenz" wurde die Zusammenarbeit mit dem ZDF weiter gefestigt. Mit der Beauftragung der Produktion von "Zweisam", einer Adaption eines internationalen Sitcom-Formats, für ZDFneo wurde dieser Weg in 2020 konsequent weitergegangen. Das Format wird im Geschäftsjahr 2021 hergestellt. Neben dem ZDF ist es der Gesellschaft aber auch gelungen, ihre Beziehung zur ARD weiter auszubauen. Die in 2019 für die ARD produzierte Reihe "112 Retter in der Not" wurde in 2020 mit einer 2. Staffel beauftragt und mit 5 Folgen abgeliefert. Des Weiteren konnte mit "Zwischen Leben und Tod" eine Serie mit 2 Folgen an RTLZWEI verkauft werden, Ausstrahlung wird in 2021 sein.

Diese Wieder- bzw. Neubeauftragungen, insbesondere das Interesse der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, unterstreichen das Vertrauen, das seitens der Sender in die produzentischen Fähigkeiten der TOP besteht. Die Chancen hieraus lassen sich als hoch bezeichnen.

Damit verfügt die Gesellschaft in einem projektorientierten Branchenumfeld über sehr verlässliche Produktionen, die sich sowohl seit vielen Jahren einer hohe Zuschauerakzeptanz erfreuen. Aber auch die neuen Produktionen konnten sich auf Anhieb im Wettbewerbsumfeld behaupten. Es ist Kern der Strategie der TOP genau diese Kernkompetenz konsequent am Markt weiter auszubauen. Die Gesellschaft bewertet diese Chancen als hoch.

Mit ihrer Gesellschafterin All3Media eröffnen sich der TOP darüber hinaus weitere spezielle Chancen. So hat die TOP exklusiven Zugang zu den neu entwickelten nicht-fiktionalen Formaten aus dem Katalog von All3Media International für den deutschen Markt. Darüber hinaus ergeben sich Chancen im Rahmen einer international koordinierten Programmentwicklung. Hierdurch erhöhen sich grundsätzlich die Chancen, einen Programmhit zu finden bzw. in der gruppenweiten Zusammenarbeit zu kreieren. Inwieweit auch der internationale Vertrieb verstärkt wird, hängt insbesondere davon ab, ob es der TOP zukünftig noch besser gelingt, bei eigenentwickelten Formaten Rechte für den Auslandsvertrieb zurückzubehalten. Derzeit stehen hier die tradierten Geschäftsbeziehungen in Deutschland zwischen Sender und Produzent noch weitgehend entgegen. Die Rechte am fertig gestellten Programm liegen zumeist beim auftraggebenden Sender. Diese Chancen sieht die Gesellschaft eher moderat.

Durch den Prozess der Digitalisierung und der Entwicklung des Marktes durch Streamingdienstleister, eröffnen sich immer mehr Chancen für die Gesellschaft.

3.3 Gesamtaussage der zukünftigen Entwicklung

Auch das laufende Geschäftsjahr 2021 ist pandemiebedingt mit Risiken behaftet. Der finanzielle Verlust bzw. das Risiko eines Totalausfalls einer Produktion wird zwar noch bis 30.09.2021 wie in Ziff. 3.1 beschrieben, durch den Ausfallfond II besichert, allerdings ist die Gesellschaft durch den vereinbarten Eigenanteil sowie durch Mehrkosten für den Infektionsschutz im Produktionsbetrieb weiterhin zusätzlich belastet. Zudem ist die weitere Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation und damit des Beauftragungsverhaltens der wesentlichen Auftraggeber der Gesellschaft weiterhin - trotz einer zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts einsetzenden Entspannung der Lage - nicht verlässlich einzuschätzen. Vorbehaltlich unvorhersehbarer Entwicklungen der Pandemie gibt die steigende Impfquote in Deutschland Anlass zur Hoffnung, dass der Einfluss pandemiebedingter Risiken auf Beauftragungen und den Produktionsbetrieb sukzessive sinkt.

4. Prognosebericht

Die Gesellschaft hat mit der beliebten Sat.1 Produktionen "Das Große Backen" sowie den Promi- und Profi-Spin-Offs ein sehr stabiles Basisgeschäft hinsichtlich Umsatz- und Ergebnisbeitrag. Aufgrund des Ausscheidens des Joint Venture Partner BBC Studios ist die Gesellschaft in die BBC-Lizenzproduktion "Let's Dance" ab 2021 nicht mehr involviert. Dadurch entfällt ein signifikanter Umsatz- und Ergebnisbeitrag. Entsprechend hat die Gesellschaft die Herausforderung, diesen Wegfall durch Neubeauftragungen zu kompensieren, um an die Ertragskraft der Vorjahre anknüpfen zu können.

Erste Schritte zur Erreichung dieses Ziels konnten durch die Beauftragung der Formate "Zweisam" und "Dog House" durch das ZDF erfolgreich gegangen werden. Weiterhin konnte sich die Gesellschaft einen Produktionsauftrag von RTL für das AII3Media "Snackmasters" sichern. Die Gesellschaft wird das Geschäftsjahr 2021 weiterhin dazu nutzen, neue Programme zu entwickeln und zu verkaufen. Gleichwohl geht die Tower nicht davon aus, dass es bereits 2021 gelingen wird, den durch Wegfall der Produktion "Let's Dance" entstandenen Umsatz- und Ergebnisrückgang vollständig zu kompensieren, so dass Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres erwartet werden. Jedoch geht die Geschäftsführung davon aus, dass es der Gesellschaft gelingen wird, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften.

Darüber hinaus plant die Gesellschaft ihre Ertragslage in den Folgejahren zu steigern.

 

Berlin, den 08. September 2021

Taco Rijssemus, Geschäftsführer

Dirk Koep, Geschäftsführer

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Bilanz zum 31.12.2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.892,00 3.215,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.017,00 3.508,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.483,00 72.610,00
74.392,00 79.333,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.696.162,16 5.896.832,33
3.696.162,16 5.896.832,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 308.898,18 280.913,60
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 9.713,65
davon gegen Gesellschafter 0,00 EUR (Vorjahr: 9.713,65 EUR)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 228.359,50 317.504,18
537.257,68 608.131,43
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.391.604,67 983.675,24
3.391.604,67 983.675,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.589,97 10.199,79
7.710.006,48 7.578.171,79

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 81.210,92 81.210,92
III. Gewinnvortrag 1.083.930,42 109.825,46
IV. Jahresüberschuss 1.053.518,48 974.104,96
2.318.659,82 1.265.141,34
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 537.776,00 590.594,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.734.280,81 1.912.023,14
3.272.056,81 2.502.617,14
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.883.900,00 3.519.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.781,88 45.888,09
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 85.962,52 102.487,95
davon gegenüber Gesellschaftern 12.875,55 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 144.645,45 143.037,27
davon aus Steuern 115.232,01 EUR (Vorjahr: 91.142,71 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 EUR (Vorjahr: 29.151,78 EUR)
2.119.289,85 3.810.413,31
7.710.006,48 7.578.171,79

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

01.01. - 31.12.2020
01.01. - 31.12.2019
1. Umsatzerlöse 27.149.395,00 21.955.015,28
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -2.200.670,17 3.468.386,13
3. Sonstige betriebliche Erträge 332.818,99 349.380,73
davon aus Währungsumrechnung EUR 75,09 (Vorjahr EUR - 4,62)
4. Filmaufwand 17.810.128,71 18.589.253,73
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.197.697,26 4.010.959,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 682.501,68 657.848,84
davon aus Altersversorgung EUR 54.005,22 (Vorjahr EUR 52.997,89) 4.880.198,94 4.668.807,85
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 35.723,71 38.962,25
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.004.213,14 1.049.248,62
davon aus Währungsumrechnung EUR 4,97 (Vorjahr EUR 158,98)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 2.247,24
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.571,77 6.156,97
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 1.891,12)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 491.189,07 448.495,00
11. Ergebnis nach Steuern 1.053.518,48 974.104,96
12. Jahresüberschuss 1.053.518,48 974.104,96

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

1. VORBEMERKUNG

Die Tower Productions GmbH, Köln, ist durch Ausgliederung von Vermögensteilen (Ausgliederung zur Neugründung gemäß §§123 Abs. 3 Nr. 2 UmwG) der IDTV Film und Fernsehproduktion GmbH, Köln, nach Maßgabe des Ausgliederungsplanes vom 3. Dezember 2009 und des Zustimmungsbeschlusses der Gesellschafterversammlung des übertragenden Rechtsträgers vom 3. Dezember 2009 mit Wirkung zum 1. September 2009 entstanden. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln erfolgte am 15. Dezember 2009.

Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in 50672 Köln, Hohenzollernring 22-24.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der Tower Productions GmbH, Köln, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die all3media Deutschland GmbH, München, hält zum Bilanzstichtag 100% der Anteile an der Tower Productions GmbH, Köln. Bis zum Stichtag hielten die all3media Deutschland GmbH, München, und BBC Studios Distribution Ltd. (vormals BBC Worldwide Ltd.), London, je 50% der Anteile. Am 2. Oktober 2015 erneuerten und erweiterten die Gesellschafter all3media Deutschland GmbH und die BBC Studios Distribution Ltd. ihre Zusammenarbeit im gemeinsamen Produktionsunternehmen Tower Productions GmbH. Im Zuge dieser Vereinbarung tritt die MME Me, Myself & Eye Entertainment GmbH, Berlin - HRB 95954 B, nicht mehr als Unternehmen im Markt auf. Der operative Geschäftsbetrieb der MME Me, Myself & Eye Entertainment GmbH, einschließlich der laufenden Produktionen und der Mitarbeiter in Berlin und Köln, wurde in die Tower Productions GmbH eingebracht.

Gemessen an den für Kapitalgesellschaften geltenden Größenklassen des § 267 HGB erfüllt die Gesellschaft die Kriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss enthält keine auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

2. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und um lineare planmäßige Abschreibungen über einen Zeitraum von 3 Jahren vermindert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer (3-10 Jahre) der Vermögensgegenstände vorgenommen. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung des Vorratsvermögens, unter das teilfertige Film- und Fernsehproduktionen fallen, erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen. Für bestehende Verwertungsrisiken werden die erforderlichen Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird gemäß § 272 HGB zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme. Die Höhe der Rückstellungen ergibt sich aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Der Ansatz erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, sobald sie realisiert sind. Als realisiert gelten Umsätze, wenn alle beauftragten Folgen an den Kunden ausgeliefert sind und mit keinen nennenswerten Änderungen mehr gerechnet wird.

Der sonst übliche Begriff Materialaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung durch den Begriff Filmaufwand ersetzt. Dieser beinhaltet alle Materialaufwendungen und Dienstleistungen, die zur Erstellung und Produktion der abgelieferten Folgen mittel- oder unmittelbar aufgewendet werden müssen.

3. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagegitter dargestellt.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf einen Betrag von EUR 65.988,02 (Kautionen) vor Ablauf eines Jahres fällig.

Zum Bilanzstichtag betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen (Gesellschafter) EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 9.713,65).

3.3 Eigenkapital

Bei Gründung betrug das Stammkapital der Gesellschaft EUR 51.000. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 11. Februar 2010 und Eintragung in das Handelsregister am 23. März 2010 wurde das Stammkapital um EUR 49.000 erhöht. Das Stammkapital zum Bilanzstichtag beträgt EUR 100.000.

3.4 Rückstellungen

3.4.1 Steuerrückstellungen

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Gewerbesteuer 361 294
Körperschaftssteuer 168 281
Solidaritätszuschlag auf Körperschaftssteuer 9 15
538 590

3.4.2 Sonstige Rückstellungen

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Rückstellung Produktionskosten 1.841 1.466
Abfindungen 340 0
Tantiemen und Prämien 196 243
Unverbrauchter Urlaubsanspruch 191 136
Berufsgenossenschaft 41 40
Abschluss- und Prüfungskosten 19 10
Sonstige 106 17
2.734 1.912

3.5 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Zum Bilanzstichtag betragen die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 102).

3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

< 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Mietverpflichtungen 175 371 0
Leasingverpflichtungen 14 3 0
Sonstige Verpflichtungen 407 5 0

4. SONSTIGE ANGABEN

4.1 Gesellschaftsorgane

Der Geschäftsführung gehörten während des Geschäftsjahres an:

Dietlinde Stroh, Fernsehproduzentin, Berlin (ab 01. Januar 2019 bis 06. August 2021)

Dirk Koep, Kaufmann, Berlin (ab 28. Januar 2021)

Taco Rijssemus, Fernsehproduzent, Köln (ab 01. September 2021)

4.2 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

4.3 Arbeitnehmer

Zum 31. Dezember 2020 waren in der Gesellschaft 70 Arbeitnehmer (Vorjahr: 67) beschäftigt.

2020 2019
Gewerbliche Arbeitnehmer 0 0
Leitende Angestellte 1 1
Angestellte 69 66

4.4 Mutterunternehmen, Konzern- und Beteiligungsverhältnisse

100% der Geschäftsanteile an der Gesellschaft werden von der all3media Deutschland GmbH, München, gehalten. Die Gesellschaft unter der Registernummer 168876 ist damit ein verbundenes Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB.

Die all3media Deutschland GmbH, München, erstellt keinen eigenen Konzernabschluss und wird selbst in den Konzernabschluss der DLG Acquisitions Limited, London, zum 31. Dezember 2020 einbezogen. Der Konzernabschluss der DLG Acquisition Limited wird im "Companies House" unter der Company Number 09023753 hinterlegt. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der Rechnungslegung nach IFRS ("International Financial Reporting Standards") aufgestellt.

Die BBC Studios Distribution Ltd. als Joint Venture Partner veräußerte mit Wirkung zum 31.12.2020 als Mitgesellschafterin ihre Anteile an die all3media Deutschland GmbH. Aussagen zu wirtschaftlichen Auswirkungen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer treffen.

4.5 Nachtragsbericht

Mit Beschluss vom 28.01.2021 wurde Herr Dirk Koep, Berlin, als weiterer Geschäftsführer bestellt.

Mit Beschluss vom 01.09.2021 wurde Herr Taco Rijssemus, Köln als weiterer Geschäftsführer bestellt.

 

Köln, 08. September 2021

Taco Rijssemus, Geschäftsführer

Dirk Koep, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.938 0 0 0 29.938
29.938 0 0 0 29.938
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 5.781 0 0 0 5.781
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.678 30.783 0 0 431.461
406.459 30.783 0 0 437.242
436.397 30.783 0 0 467.180
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibung
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.723 323 0 0 27.046
26.723 323 0 0 27.046
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.273 491 0 0 2.764
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 328.068 34.910 0 0 362.978
330.342 35.401 0 0 365.742
357.064 35.724 0 0 392.788
Buchwerte
31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.892 3.215
2.892 3.215
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.017 3.508
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.483 72.610
71.500 76.118
74.392 79.333

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tower Productions GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tower Productions GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tower Productions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 8. September 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Katharina Deni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ralph Jakobi, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 der Tower Productions GmbH wurde am 13. September 2021 festgestellt.

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