Master Data

Registry
Register court Traunstein HRB 14858
Previous
RM 2289 Vermögensverwaltungs GmbHFossil Distribution GmbHFossil European Services Company GmbH
Registered
11/14/2002
Industry
Logistics service activitiesActivities of holding companiesWholesale of textiles
Purpose
Gegenstand des Unternehmens ist die logistische Abwicklung des Vertriebs von Waren aller Art, insbesondere von Accessoires sowie Verwaltung eigenen Vermögens.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Guido Buchheister
since 2/7/2023
Procura
Josef Otter
since 6/17/2008
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Fossil Europe B.V.NLD
100.00%

Shareholders
Beta

1 shareholder

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
Fossil Europe B.V.
Netherlands
€25,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

FESCO GmbH

Eggstätt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verbessert. Die Belastungsfaktoren wie weiterhin hohe Energiepreise und eine hohe Inflation, sowie Lieferkettenprobleme in Folge kriegerischer Auseinandersetzungen haben sich im Berichtsjahr zwar etwas entspannt, belasten aber nach wir vor die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Mit Ausnahme des ersten Quartals 2023 (+0,3%) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in den Folgequartalen um -0,4% bis 0,7% geschrumpft. 1 Im Gesamtjahr ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um -0,3% im Vergleich zum Vorjahr zurück. 2

Eine ähnliche Situation zeigt die konjunkturelle Lage der Europäischen Union (EU). Laut Eurostat konnte das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten zwei Quartalen des vergangenen Jahres noch geringfügig zulegen (jeweils +0,1%), während das BIP im dritten und vierten Quartal stagnierte 3.

Laut Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024 des Statistischen Bundesamtes erholten sich die privaten Konsumausgaben im Laufe des Jahres etwas nach dem starken Rückgang des Winterhalbjahres 2022/2023. Jedoch sanken die privaten Konsumausgaben im 4 Quartal 2023 preisbereinigt um 0,6%.

Der von der GfK ermittelte Konsumklimaindex lag im abgelaufenen Geschäftsjahr zwischen Januar und Dezember 2023 zwischen -37,6 und -24,2. Laut der GfK-Konsumklimastudie verbesserte sich der Indikator für die Einkommenserwartung, die Indikatoren für die Konjunkturerwartung und für die Anschaffungsneigung jedoch moderat gegenüber 2022.

Erstmals seit 2019 war die Reallohnentwicklung in 2023 wieder leicht positiv aufgrund eines starken Anstiegs des Nominallohnindex in Deutschland um 6,0% gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 5,9% 4. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreichte im 4. Quartal 2023 einen neuen Höchststand. 5

Bezüglich der Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine wie auch der Spannungen im Nahen Osten auf die volkswirtschaftliche Entwicklung bzw. auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft verweisen wir auf die Erläuterungen im Rahmen des Risiko- und Prognoseberichts.

2. Forschung und Entwicklung

Eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden von der Gesellschaft nicht betrieben.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_038_811.html
2 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html
3 https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/NAMQ_10_GDP__custom_7680558/bookmark/table?lang=de&book-markId=a4ce6a9d-7ef1-48f1-a5bf-e23a717fcf75
4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_076_62321.html
5 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html

3. Darstellung des Geschäftsmodells, des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft ergeben sich im Wesentlichen auf der Grundlage eines Vertrages vom 2. August 2004 (Shared Services Agreement), welcher mit der Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz (kurz: FGE) geschlossen wurde. In diesem Vertrag wurde vereinbart, dass die FESCO GmbH Dienstleistungen in den Bereichen Logistik, Vertrieb, Lagerhaltung und Reparaturen für die FGE erbringt. Die mit der Erbringung der genannten Dienstleistungen verbundenen Aufwendungen werden der FESCO GmbH mit einem Aufschlag von 5% (Kostenaufschlagsmethode) von der FGE ertrags- und liquiditätswirksam erstattet (Cost plus 5%).

Der Umfang der Dienstleistungen, welche die Gesellschaft an die FGE erbringt, hängt dabei indirekt von der Umsatzentwicklung und dem wirtschaftlichen Erfolg der in EMEA 6 tätigen Fossil-Vertriebsgesellschaften 7 ab. Ein indirekter Zusammenhang ergibt sich aus dem Umstand, dass diese Fossil-EMEA-Vertriebsgesellschaften ihre Produkt- bzw. Wareneinkäufe ausschließlich bei der FGE vornehmen, die sich zu deren Abwicklung wiederum der FESCO GmbH bedient.

Aufgrund des bestehenden Shared Services Agreements steht die Höhe der Umsatzerlöse der FESCO GmbH in direktem Zusammenhang mit der Höhe der für die Erbringung der oben genannten Dienstleistungen anfallenden Aufwendungen sowie der Kostenentwicklung in der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist bestrebt, insbesondere die Abläufe im Bereich Logistik stetig zu verbessern, um Effizienzsteigerungen, sowie eine Verbesserung der Durchlaufzeiten der Warenbestände zu erreichen.

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.903 bzw. -9,2% auf TEUR 18.801 zurückgegangen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 hat sich die negative Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre auf Ebene der Fossil EMEA Vertriebsgesellschaften fortgesetzt. Der damit einhergegangene Rückgang der Nachfrage nach den Logistikdienstleistungen der Gesellschaft, hat auch die Umsatzentwicklung der FESCO GmbH im Geschäftsjahr 2023 erneut negativ beeinflusst und die Höhe der im Gesamtjahr realisierten Umsatzerlöse fiel geringer aus als geplant. Insbesondere sind dabei im abgelaufenen Geschäftsjahr die weiterzubelastenden Aufwendungen für Fremdarbeiten gesunken. Der im Vorjahr genannte Prognosewert für die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von Mio. EUR 19,0 wurde mit Ist-Umsatzerlösen von Mio. EUR 18,8 um Mio. EUR 0,2 bzw. 1,1% leicht verfehlt.

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 31 bzw. 3,6% auf TEUR 897.

4. Steuerungsgrößen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Unternehmen wird primär über den finanziellen Leistungsindikator Personalaufwand gesteuert. Daneben definiert das Unternehmen als relevante finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Finanzielle Leistungsindikatoren der Vermögens- und Finanzlage bestehen nicht, da das Finanz- und Vermögensmanagement zentral im Konzernverbund erfolgt.

6 Als EMEA-Raum wird der Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika verstanden. Dies entspricht auch dem Wirtschaftsraum Europa-Arabien-Afrika.
7 Ein indirekter Zusammenhang ergibt sich aus der Tatsache, dass diese Fossil-EMEA-Vertriebsgesellschaften ihre Produkt- bzw. Wareneinkäufe ausschließlich bei der FGE vornehmen.

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Bilanzsumme um TEUR 6.508 auf insgesamt TEUR 19.036 gesunken. Dies entspricht einem prozentualen Rückgang um circa 26%. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang des Anlagevermögens sowie auf den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie des Bestandes an liquiden Mitteln zurückzuführen. Bezüglich der Gründe für den Rückgang der einzelnen o.g. Positionen verweisen wir auf die weiteren Ausführungen zur Vermögenslage.

Das Anlagevermögen verringerte sich um TEUR 1.536 auf TEUR 6.951 (Vorjahr: TEUR 8.487), hauptsächlich bedingt durch die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, gesunken auf TEUR 5.442 (Vorjahr: TEUR 8.197), betreffen dabei im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche mehrheitlich aus der Abrechnung der durch die Gesellschaft erbrachten Dienstleistungen an die Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz, (FGE) resultieren.

Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um insgesamt TEUR 2.755 gegenüber dem Vorjahr ist - neben dem Rückgang des abzurechnenden Volumens erbrachter Dienstleitungen in Folge der negative Umsatzentwicklung auf Ebene der Fossil EMEA Vertriebsgesellschaften - auch darauf zurückzuführen, dass die Forderungen der Gesellschaft gegen die Fossil Group Europe GmbH aus der Erstattung der für die FGE verauslagten Einfuhrumsatzsteuer und Zollabgaben, in Folge der Umsatzrückgänge der Fossil-EMEA-Vertriebsgesellschaften in Q3 und Q4 2023 im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresquartalen, niedriger waren als im Vorjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich gegenüber dem Vorjahr leicht um TEUR 115 auf TEUR 1.143 (Vorjahr: TEUR 1.258). Diese Entwicklung ist auf eine Umgliederung von gegenüber dem Vorjahr betragsmäßig höheren debitorischen Kreditoren zurückzuführen.

Der Bestand an liquiden Mitteln ist um TEUR 2.042 auf TEUR 5.273 (Vorjahr: TEUR 7.315) gesunken. Bezüglich der Gründe für den Rückgang verweisen wir auf die weiteren Ausführungen zur Finanzlage.

Das Eigenkapital sank aufgrund einer im Geschäftsjahr erfolgten Gewinnausschüttung für Vorjahre in Höhe von TEUR 5.000. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund des geringeren Rückgangs des Eigenkapitals im Vergleich zum Rückgang der Bilanzsumme auf 78% (Vorjahr: 74%).

Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 1.007 um TEUR 184 auf TEUR 1.191 gestiegen. Diese betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe TEUR 489 (Vorjahr: TEUR 165) sowie Rückstellungen für personalbezogene Verpflichtungen in Höhe von TEUR 703 (Vorjahr: TEUR 843).

Der Anstieg der Rückstellung für ausstehende Rechnungen gegenüber dem Vorjahr ist u.a. auf den Anstieg der Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen für den Einsatz von Zeitarbeitskräften (TEUR 148; Vorjahr: TEUR 0) zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind leicht von TEUR 200 um TEUR 68 auf TEUR 268 im Geschäftsjahr gestiegen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um TEUR 2.621 auf TEUR 2.768 (Vorjahr TEUR 5.389) im Geschäftsjahr gesunken. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber dem Hauptzollamt aus der Verauslagung von Einfuhrumsatzsteuer und Zollabgaben für die Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz, in Folge der Umsatzrückgänge der Fossil-EMEA-Vertriebsgesellschaften in Q3 und Q4 2023, im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresquartalen, zum Bilanzstichtag niedriger waren als im Vorjahr.

Finanzlage

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr ein positiver Cashflow in Höhe von TEUR 3.141 (Vorjahr: TEUR 2.643) erzielt. Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR +3.141 ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 2.911 zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist negativ und betrug TEUR -183. Die Auszahlungen betrafen Investitionen in Lagertechnik.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist negativ betrug TEUR -5.000 und ist auf eine Gewinnausschüttung an die Fossil Europe B.V., Niederlande zurückzuführen.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit konnte durch die positiven Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit nur teilweise gedeckt werden. Im Ergebnis ergibt sich eine Minderung des Finanzmittelfonds um TEUR -2.042. Dieser umfasst ausschließlich den Bestand an liquiden Mitteln.

Die Gesellschaft sichert ihren Liquiditätsbedarf im Wesentlichen zunächst durch die Erwirtschaftung eigener positiver Cashflows. Ein darüberhinausgehender Liquiditätsbedarf kann durch die Teilnahme am konzernweiten Cashpool System der Fossil Europe B.V., Niederlande, gedeckt werden.

Ertragslage

Umsatzerlöse und Erträge

Die FESCO GmbH erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 18.801 nach TEUR 20.704 im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um -9,2% bzw. TEUR -1.903. Der Planwert für die Umsatzerlöse von TEUR 19.000 konnte damit nicht erreicht werden.

Im Berichtsjahr hat sich die negative Umsatzentwicklung der Fossil EMEA Vertriebsgesellschaften der vergangenen Jahre fortgesetzt. Der damit einhergegangene Rückgang der Nachfrage nach den Logistikdienstleistungen der Gesellschaft, hat auch die Umsatzentwicklung der FESCO GmbH im Geschäftsjahr 2023 erneut negativ beeinflusst und die Höhe, der im Geschäftsjahr 2023 realisierten Umsatzerlöse fiel, geringer aus als geplant. Der im Vorjahr genannte Prognosewert für die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von Mio. EUR 19,0 wurde mit Ist-Umsatzerlösen von Mio. EUR 18,8 um Mio. EUR 0,2 bzw. 1,1% verfehlt.

Während das prozessierte Volumen (und damit auch die darauf verwendeten Arbeitsstunden) für den Bereich Fossil - eigener Onlinehandel der Fossil EMEA Vertriebsgesellschaften noch einen leichten Zuwachs verzeichnen konnte, ist das Volumen der Auslieferungen für den Bereich Wholesale (stationärer Einzelhandel/Großhandel) gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Die weitere Verschiebung der prozessierten Stückzahlen (inklusive Retouren) hin zum Bereich Onlinehandel hat zur Folge, dass die Kosten je prozessierte Stück ansteigen, da dieser Prozess kleinteiliger, arbeitsintensiver und daher insgesamt aufwendiger ist und einen höheren Personalbedarf erfordert.

Die Zinserträge aus den Bankguthaben der Gesellschaft lagen mit TEUR 236 um TEUR 219 über dem Vorjahr. Im Jahr 2023 hat die Europäische Zentralbank (EZB) eine Reihe von Erhöhungen des Leitzinses vorgenommen, was zu einem Anstieg der Zinserträge geführt hat. Diese Erhöhungen des Leitzinses hat dazu geführt, dass Banken höhere Zinsen für die Bankguthaben der FESCO GmbH gewährt haben. Dies hat zu einer Erhöhung der Zinserträge geführt. 8

8 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201216/umfrage/ezb-zinssatz-fuer-das-hauptrefinanzierungsgeschaeft-seit-1999/

Aufwendungen

Die Personalaufwendungen, welche rund 68% der gesamten betrieblichen Aufwendungen ausmachen, sind leicht um TEUR -164 (-1,3%) auf TEUR 12.091 (Vorjahr: TEUR 12.255) gesunken. Ursächlich hierfür war der Rückgang der Anzahl an Mitarbeitern um im Jahresdurchschnitt 26 Personen gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: 322 Mitarbeiter). Gegenläufig wirkte sich die im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährte Lohnerhöhung von durchschnittlich 6% aus. In der Prognose des Vorjahres ging die Gesellschaft von gleichbleibenden Personalaufwendungen aus. Diese Prognose ist im Geschäftsjahr im Wesentlichen so eingetreten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt von TEUR 5.316 im Vorjahr um TEUR -1.315 bzw. um -24,7% auf TEUR 4.001 gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den verminderten Einsatz von Zeitarbeitskräften zurückzuführen.

Die Aufwendungen für den Einsatz von Zeitarbeitskräften sind dabei im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.169 zurückgegangen. Dies ist maßgeblich durch die weiterhin negative Umsatzentwicklung der Fossil EMEA Vertriebsgesellschaften bedingt. Durch deren negative Umsatzentwicklung sank auch der Bedarf nach den Logistikdienstleistungen der FESCO GmbH, für welche die Gesellschaft neben eigenem Personal auch Zeitarbeitskräfte einsetzt.

Trotz genereller Preissteigerungen, insbesondere auch für Verpackungsmaterialien sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen - ohne Berücksichtigung des Effekts aus dem verminderten Einsatz von Zeitarbeitskräften- um TEUR 146.

Da im Vorjahr und im Berichtsjahr keine wesentlichen Investitionen getätigt wurden, gingen die Abschreibungen auf TEUR 1.716 zurück (Vorjahr TEUR 1.988).

Im Wesentlichen in Folge der gestiegenen Zinserträge ist der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um TEUR 31 bzw. 3,6% auf TEUR 897 (Vorjahr: TEUR 867) angestiegen. Damit übertraf die Gesellschaft die obere Bandbreite des Prognoseziels von Mio. EUR 0,8.

6. Zusammenfassung der Lage der Gesellschaft

Hinsichtlich des Geschäftsverlaufs und der Lage hat die Gesellschaft ein herausforderndes Jahr 2023 in einem schwierigen Markt- und Branchenumfeld bewältigt, welches vor allem durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der geopolitischen Konflikte wie des Ukraine-Krieges gekennzeichnet war. Des Weiteren waren im abgelaufenen Geschäftsjahr die Energiekosten auf einem weiterhin hohen Niveau und das Geschäftsjahr war von anhaltend hohen Inflationsraten in EMEA gekennzeichnet. Insbesondere wirkte sich die fortdauernde negative Umsatzentwicklung der Fossil EMEA Vertriebsgesellschaften aus. Der damit einhergegangene Rückgang der Nachfrage nach den Logistikdienstleistungen der Gesellschaft, hat die Umsatzentwicklung der FESCO GmbH auch im Geschäftsjahr 2023 negativ beeinflusst.

Allerdings ist die Gesellschaft mit dem leichten Wachstum im Bereich Onlinehandel (Fossil eigene Webshops) bezogen auf die ausgelieferten Stückzahlen zufrieden. Um dem Wachstum und den Anforderungen des Onlinehandels an eine schnelle und kundengerechte Logistik gerecht zu werden, hat die Gesellschaft ihre Anstrengungen in diesem Bereich weiter erhöht. Die Gesellschaft konnte durch Anpassungen in den Prozessen sowohl bei den Lieferzeiten als auch bei den Auslieferkapazitäten Verbesserungen erreichen.

Vor diesem Hintergrund die Geschäftsführung das Planziel für den bestehenden finanziellen Leistungsindikator Umsatzerlöse leicht verfehlt. Das Planungsziel für den finanziellen Leistungsindikator Jahresüberschuss konnte übertroffen werden, dies ist maßgeblich durch den Anstieg der Zinserträge bedingt. Der Prognosewert für die Personalaufwendungen wurde leicht unterschritten. Die Geschäftsführung ist insgesamt, insbesondere aufgrund der Umsatzentwicklung, mit den im Berichtsjahr erreichten Ergebnissen nur bedingt zufrieden.

7. Chancen- und Risikobericht

Operative Risiken

Risiken in Folge der Auswirkungen von möglichen Pandemien

Unvorhergesehene Ereignisse wie z.B. der Ausbruch von Epidemien, schwerwiegende politische Verwerfungen, Störungen wichtiger Infrastrukturnetze wie Elektrizität und Kommunikation, können kurzfristig zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen. Damit können Einschränkungen beim Personen- und Warenverkehr ebenso verbunden sein wie Einschränkungen der Geschäfts- und Produktionstätigkeit. Ebenso geht damit ein hohes konjunkturelles Risiko einher.

Die Gesellschaft sieht unterschiedlich starke Auswirkungen eines eingeschränkten öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens infolge eines Pandemiegeschehens auf die verschiedenen Vertriebswege der Fossil EMEA-Vertriebsgesellschaften und damit in der Folge auf die Nachfrage nach den durch die Gesellschaft erbrachten Logistikdienstleistungen. Der stationäre Einzelhandel wäre von erneuten Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens auch zukünftig am stärksten betroffen, was zu einem Rückgang des Auslieferungsvolumen der FESCO GmbH führen kann.

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft hat zur Folge, dass die FESCO GmbH in wirtschaftlicher Hinsicht im Wesentlichen mittelbar von den wirtschaftlichen Auswirkungen eines Pandemiegeschehens betroffen ist. Für uns als Dienstleistungsunternehmen, insbesondere im Bereich der Logistik, besteht das Risiko im Sinken der Nachfrage nach den entsprechenden Dienstleistungen aufgrund eines pandemisch-bedingten Rückganges der Handelsumsätze in den entsprechenden Fossil EMEA-Vertriebsgesellschaften.

Dies kann dazu führen, dass die Auslieferungsmengen an die Fossil-Vertriebsgesellschaften in EMEA sowie die entsprechenden Liefermengen, welche von Fossil-Schwestergesellschaften in Asien bezogen werden, sinken können. Es besteht auch das Risiko, dass die Lieferkette aus Asien kurzfristig unterbrochen wird und die Anlieferung von Handelsware weniger planbar oder nicht zeitgerecht stattfindet.

Die Geschäftsführung stellt dabei jedoch aufgrund der genannten Risiken zunächst keine unmittelbaren Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft fest, da die Aufwendungen der Gesellschaft weiterhin mit einem entsprechenden Aufschlag (cost plus 5%) an die Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz (FGE), weiterbelastet werden können. Diese Einschätzung beruht allerdings auf der Prämisse der fortbestehenden Zahlungsfähigkeit der FGE, der Fossil Europe B.V. als Cash Pool-Führer in EMEA sowie des Fossil-Gesamtkonzerns.

Daneben besteht für die Gesellschaft das direkte Risiko der Erkrankung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aufgrund von möglichen Pandemien was Auswirkungen auf die Möglichkeiten der Leistungserbringung haben könnte. Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, wurden Dienstreisen und Besuche von Externen abgesagt und die Belegschaft in voneinander getrennten Gruppen unterteilt. Die Gesellschaft unterstützt, wo immer es möglich ist, mobiles Arbeiten von zu Hause, um Ansteckungsgefahren zu minimieren. Des Weiteren werden Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Einzelfallentscheidungen vorsorglich beurlaubt. Das Erkrankungsrisiko am Arbeitsplatz wird aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen von der Geschäftsführung als niedrig eingestuft.

Unter Berücksichtigung aller oben genannten möglichen weiteren Auswirkungen eines Pandemiegeschehens auf die Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Geschäftslage der Gesellschaft beurteilt das Management das Risiko negativer Auswirkungen unter Berücksichtigung der Erkenntnismöglichkeiten zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses abweichend zum Vorjahr nicht länger als hoch, sondern als mittelhoch.

Risiken in Folge der Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine wie auch der Spannungen im Nahen Osten

Durch kriegerische Auseinandersetzungen können schwerwiegende Verwerfungen in den Lieferketten, Rohstoff- und Energiemärkten sowie auf Absatzmärkten auftreten.

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft hat zur Folge, dass die FESCO GmbH in wirtschaftlicher Hinsicht mittelbar von den wirtschaftlichen Auswirkungen des russisch-ukrainischen Krieges hinsichtlich des Wegfalls von Absatzmärkten bzw. der Veränderungen des Konsumverhaltens betroffen ist. Für ein Dienstleistungsunternehmen, insbesondere im Bereich der Logistik, besteht das Risiko im Rückgang der Nachfrage nach den entsprechenden Dienstleistungen, da die Handelsumsätze in den entsprechenden Fossil EMEA-Vertriebsgesellschaften abnehmen könnten. Dies kann dazu führen, dass die Auslieferungsmengen an die Fossil-Vertriebsgesellschaften in EMEA sowie die entsprechenden Liefermengen, welche von Fossil-Schwestergesellschaften in Asien bezogen werden, sinken können. Es besteht auch das Risiko, dass aufgrund von Unterbrechungen der Lieferketten die Anlieferung und Auslieferung von Handelsware weniger planbar oder nicht zeitgerecht stattfindet.

Die Gesellschaft sieht unterschiedlich starke wirtschaftliche Auswirkungen des russisch-ukrainischen Krieges hinsichtlich des Wegfalls von Absatzmärkten für die Fossil EMEA-Vertriebsgesellschaften und in der Folge für sich selbst, bezüglich der Nachfrage nach den durch die Gesellschaft erbrachten Logistikdienstleistungen. Sollte sich die kriegerische Auseinandersetzung auf weitere angrenzende Regionen ausweiten, kann das weitere Umsatzausfälle für die Fossil EMEA-Vertriebsgesellschaften und in der Folge für die FESCO selbst zur Folge haben. Ebenso könnten die infolge des Krieges in der Ukraine und der Spannungen im Nahen Osten gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise einen weiteren Anstieg bzw. eine länger andauernde höhere Inflation in grundsätzlich allen Absatzmärkten der Fossil EMEA-Vertriebsgesellschaften zur Folge haben, die den privaten Konsum negativ beeinflussen würde. Dies könnte weitere Umsatzausfälle der Fossil EMEA-Vertriebsgesellschaften und für die FESCO selbst zur Folge haben.

Unmittelbar ist die Gesellschaft von den, insbesondere auch in Folge des Krieges und der Spannungen im Nahen Osten auftretenden, Verwerfungen auf den Rohstoff- und Energiemärkten betroffen. Auch wenn die massiv gestiegenen Energiepreise den Höhepunkt überschritten haben, bleiben die Energiepreise allgemein aber auf einem höheren Niveau als vor dem Beginn des Ukraine Kriegs. Aufgrund des Bestehens langfristiger Lieferverträge für Strom und Gas wird erwartet, dass die an den Märkten eingetretenen Preisänderungen die Gesellschaft erst mit zeitlicher Verzögerung betreffen werden.

Die Gesellschaft rechnet jedoch damit, dass die Logistikkosten aufgrund der Preissteigerungen bei Strom, Gas, Treibstoffen sowie Verpackungsmaterial auch zukünftig im mittleren einstelligen Bereich steigen dürften. Aufgrund des bestehenden Cost-Plus-Modelles führt der Anstieg der Aufwendungen jedoch nicht zu einer negativen Auswirkung auf die Ertrags- oder Finanzlage der Gesellschaft, da die Geschäftsführung davon ausgeht, die etwaigen erhöhten Aufwendungen gemäß dem bestehenden Cost-Plus Agreement weiterbelasten zu können und dass diese zahlungswirksam ausgeglichen werden.

Unter der Berücksichtigung der oben genannten möglichen weiteren Auswirkungen des russisch-ukrainischen Krieges auf die Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Geschäftslage der Fossil EMEA-Vertriebsgesellschaften und in der Folge für die FESCO selbst beurteilt das Management das Risiko negativer Auswirkungen unter Berücksichtigung der Erkenntnismöglichkeiten zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses insgesamt als hoch.

Absatzrisiken

Da die Gesellschaft aufgrund ihres Geschäftsmodells ausschließlich ein verbundenes Unternehmen des Fossil- Konzerns (FGE, Schwestergesellschaft) als unmittelbaren Vertragspartner und als direkten Kunden hat, bestehen insoweit keine unmittelbaren Absatzrisiken aus Transaktionen mit konzernfremden Dritten. Dem Risiko des Wegfalls des unmittelbaren Leistungsempfängers der Gesellschaft wird durch ein langfristig bestehendes Vertragsverhältnis innerhalb des Konzerns entgegengewirkt. Das bestehende Vertragsverhältnis ist nicht gekündigt und die Geschäftsführung hat auch keine Kenntnis davon, dass dessen Beendigung vorgesehen wäre. Insoweit wird das Risiko des Wegfalls des unmittelbaren Leistungsempfängers der Gesellschaft als niedrig eingeschätzt.

Jedoch besteht aufgrund der Konzern- bzw. Teilkonzernstruktur und der konzerninternen Verflechtungen hinsichtlich Auftragslage und Finanzierung (Cashpool) eine mittelbare Abhängigkeit von der Umsatz- und Ergebnisentwicklung anderer Fossil-Konzerngesellschaften über den unmittelbaren Leistungsempfänger hinaus, da insbesondere ein Rückgang der Umsatzerlöse der Fossil-Vertriebsgesellschaften in EMEA eine negative Auswirkung auf deren Nachfrage nach Logistikleistungen der FESCO GmbH haben kann. Dieser Umsatzrückgang kann sich - in der Regel mit einer leichten zeitlichen Verzögerung - negativ auf die notwendige Personalausstattung der Gesellschaft und damit auf die Höhe und Entwicklung der an die FGE verrechenbaren Aufwendungen auswirken. Aufgrund des bestehenden Cost-plus-Modells hätte dies auch einen Rückgang der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses der Gesellschaft zur Folge.

Um das Risiko der unmittelbaren und mittelbaren Abhängigkeit von Konzernkunden zu reduzieren, sind die Gebäude und logistischen Einbauten der Gesellschaft so konzipiert, dass in den Gebäuden wie auch mithilfe der logistischen Einbauten Fossilprodukte sehr effizient abgewickelt werden können. Es wäre aber jederzeit auch möglich, Geschäfte mit anderen Branchen wie z.B. die Ersatzteilabwicklung im Automotive-Bereich oder die Bedienung von Händlern im Lebensmittelbereich logistisch und wirtschaftlich darzustellen.

Aufgrund der Abhängigkeit der eigenen Umsatzentwicklung von der Umsatzentwicklung anderer Fossil-Konzerngesellschaften in EMEA, welche wiederum von der weiteren Entwicklung bzw. den Nachwirkungen der Pandemie und des russisch-ukrainischen Krieges und deren Folgen abhängen, wird das Absatzrisiko insgesamt als hoch eingeschätzt.

Finanzielle Risiken

Fremdwährungsrisiken

Fremdwährungsrisiken werden ausschließlich auf Konzernebene gesteuert. Die ergebniswirksamen Auswirkungen aus Fremdwährungsumrechnungen sieht die Gesellschaft als nicht materiell an, da die funktionale Währung Euro ist und nahezu keine Transaktionen in Fremdwährung stattfinden.

Forderungsausfallrisiken

Das Risiko des Forderungsausfalls ist aufgrund des Geschäftsmodells der FESCO GmbH mit dem Risiko der Zahlungsfähigkeit der FGE, als unmittelbarer Empfänger der Leistungen der Gesellschaft, der Fossil Europe B.V. als Cashpool-Führer in EMEA sowie des Fossil-Gesamtkonzerns insgesamt verknüpft. Die Geschäftsführung sieht trotz der Auswirkungen des russisch-ukrainischen Krieges wie auch der Spannungen im Nahen Osten auf das Geschäftsvolumen und die Geschäftsmöglichkeiten von Fossil in EMEA sowie des Gesamtkonzerns die Zahlungsfähigkeit der FGE und des Fossil-Konzerns im Ergebnis insgesamt als nicht gefährdet an. Dies beruht insbesondere auf der erfolgten zusätzlichen externen Aufnahme finanzieller Mittel durch den Konzern im Vorjahr welche bezüglich der Verwendung bzw. Nutzung anteilig Fossil EMEA zugeordnet worden sind, sowie auf der positiven Fortführungsprognose des Gesamtkonzerns.

Aufgrund der mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage und geopolitischen Konflikten jedoch grundsätzlich verbundenen Prognoseunsicherheit, in denen Fossil in EMEA bzw. der Fossil-Konzern insgesamt tätig ist, sowie aufgrund der damit verbundenen potentiellen Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit einzelner Konzerngesellschaften oder des Konzerns insgesamt wird das Forderungsausfallrisiko weiterhin als mittel bis hoch eingestuft.

Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft finanziert sich zunächst durch die Erwirtschaftung eigener positiver Cashflows aus der Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere im Bereich der Logistik. Ein darüberhinausgehender kurzfristiger Liquiditätsbedarf kann grundsätzlich durch die Teilnahme am teilkonzernweiten Cashpool-System der Fossil Europe B.V. gedeckt werden. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Darlehensverpflichtungen oder Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Liquiditätsplanung der Gesellschaft für 2024 und 2025 ergibt - unter der Prämisse der fortbestehenden Zahlungsfähigkeit der FGE, der Fossil Europe B.V. (Cashpool-Führer) sowie des Gesamtkonzerns - keine Hinweise auf eine unzureichende Liquiditätsausstattung bzw. unzureichende Refinanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft. Aufgrund der mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage, den geopolitischen Konflikten, jedoch grundsätzlich verbundenen Prognoseunsicherheit und der unterschiedlichen Auswirkungen und Folgen von Pandemien auf einzelne Länder bzw. Regionen, in denen Fossil in EMEA bzw. der Fossil-Konzern insgesamt tätig ist, sowie aufgrund der damit verbundenen potentiellen Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit einzelner Konzerngesellschaften, des Cashpool-Führers sowie des Konzerns insgesamt wird das Liquiditätsrisiko als mittel bis hoch eingeschätzt.

Rechtliche Risiken

Risiken bestehen im Wesentlichen aufgrund der Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsverkehr und ergeben sich im Steuer-, Sozialversicherungs- und Arbeitsrecht. Die damit verbundenen Risiken werden von der Gesellschaft als niedrig eingestuft.

Cyberrisiken

Auch in der Folge des Krieges in der Ukraine ist das allgemeine Risiko von Cyberangriffen angestiegen. Die Sicherheit und der Schutz unserer Daten haben für uns höchste Priorität. Vor diesem Hintergrund begegnet der Fossil Konzern dem Risiko des Datendiebstahls durch ein Sicherheitskonzept, zu dem regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen gehören. Hierdurch sehen wir uns grds. angemessen aufgestellt, um Cyberrisiken zu begegnen. Die Risiken werden von der Gesellschaft als mittehoch eingestuft.

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft ist die Chancenlage der FESCO GmbH eng mit der Gesamtchancenlage der Fossil-Vertriebsgesellschaften in EMEA verknüpft, da die Möglichkeiten zur Steigerung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen im Wesentlichen von der Umsatzlage und den Umsatz-/Geschäftsaussichten der EMEA-Vertriebsgesellschaften des Fossil-Konzerns abhängig sind.

Daher sieht die Geschäftsführung Chancen für die Gesellschaft darin, durch eine effiziente und kostengünstige Organisation der Logistikdienstleistungen in EMEA die Vertriebsgesellschaften optimal zu unterstützen und einen jederzeit wettbewerbsfähigen kosteneffizienten Service, auch im Vergleich mit externen Angeboten, bereitzustellen, um auch die zukünftige generelle konzerninterne Beauftragung zu sichern.

Daneben stellt die Geschäftsführung fest, dass die Veränderungen der Vertriebswege der Fossil-Vertriebsgesellschaften in EMEA hin zu einer zunehmenden Anzahl an zu prozessierenden Waren inklusive Retouren im Bereich Onlinehandel und der damit verbundenen steigenden Anzahl an Arbeitsstunden eine weitere Chance für die FESCO GmbH darstellen können. Durch eigene Web-Shops in Europa können die EMEA - Vertriebsgesellschaften zudem Produkte direkt an den Endkonsumenten vertreiben. Dadurch besteht für die FESCO GmbH insgesamt die Möglichkeit, Volumenrückgänge im regulären Wholesale-Geschäft (stationärer Einzelhandel/Großhandel) durch Zuwächse hinsichtlich der ausgelieferten Stückzahlen im Onlinehandel zumindest teilweise zu kompensieren.

Den Onlinehandel insgesamt sieht die Gesellschaft als einen der wichtigsten zukünftigen Vertriebswege für die Fossil-Vertriebsgesellschaften an, wobei der Onlinehandel an dieser Stelle sowohl die Handelsplattformen der Kunden der Fossil-Vertriebsgesellschaften als auch den oben genannten eigenen Fossil-Webshop-Vertrieb beinhaltet.

Durch die Zusammenarbeit mit großen Online-Handelsplattformen kann sowohl Fossil insgesamt als auch die Gesellschaft von den Wachstumschancen in diesem Kundensegment profitieren, da sich die Nachfrage nach Logistikdienstleistungen der Gesellschaft hierdurch erhöhen bzw. den Rückgang nach diesen Leistungen aus den traditionellen Vertriebskanälen der Vertriebsgesellschaften abmindern kann.

Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage

Die Einschätzung der Gesamtrisiko- und Chancenlage ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Chancen und Risiken der Gesellschaft sowie der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Für die FESCO GmbH ist die Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr als unverändert mittelhoch bis hoch anzusehen. Um die beschriebenen sowie unvorhersehbaren Risiken beherrschen zu können, hat die Gesellschaft sowie der Konzern jeweils ein Risikomanagementsystem geschaffen.

Die derzeit bestehenden Risiken werden grundsätzlich als beherrschbar angesehen, können sich aber - ähnlich wie die Chancen - bei Eintritt auf die der Steuerung der Gesellschaft zugrundeliegenden bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren auswirken, die infolgedessen von deren Prognosewerten abweichen können. Daneben sind Auswirkungen auf die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie des Jahresergebnisses möglich. Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft ist unter der Prämisse der fortbestehenden Zahlungsfähigkeit der FGE, der Fossil B.V. als Cashpool-Führer in EMEA sowie des Gesamtkonzerns grundsätzlich als angemessen anzusehen. Der Liquiditätsbedarf ist gegenwärtig durch vorhandene eigene Liquidität sowie im Falle eines kurzfristigen zusätzlichen Liquiditätsbedarfs grundsätzlich durch das bestehende Cashpool-System des Teilkonzerns bzw. Konzerns gedeckt. Die Geschäftsführung sieht daher zum Beurteilungszeitpunkt den Bestand des Unternehmens als nicht gefährdet an.

8. Prognosebericht

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 basiert auf einer internen Top-Down sowie einer Bottom-Up-Analyse. Dabei wird ausgehend von einer Gesamtumsatzplanung für die Fossil-Vertriebsgesellschaften in EMEA eine Planung für die FESCO GmbH erstellt. Diese Planung wird ebenfalls unter zusätzlicher Berücksichtigung der erwarteten konjunkturellen gesamtwirtschaftlichen Lage und insbesondere, aufgrund des Geschäftsmodells der FESCO, unter Berücksichtigung der geplanten Personalaufwendungen, zu einer Gesamtprognose verdichtet.

Hierbei hat die Geschäftsführung der Gesellschaft im Rahmen der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 die nachfolgenden Annahmen getroffen und die unten genannten Punkte ergänzend berücksichtigt

i.

Die Geschäftsführung rechnet entsprechend der letzten vorliegenden Prognose des Ifo-Instituts (Stand März 2024) für das Jahr 2024 mit einer wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland, (Wachstum von 0,2%). Hierbei wird von einer Inflationsrate von bis zu 2,3% ausgegangen. 9

ii.

Die Geschäftsführung hat die jüngsten Prognosen der Bundesregierung (Stand Ende März 2024) berücksichtigt, welche mit einer ähnlichen Wirtschaftsentwicklung rechnet. Wie aus der Frühjahresprognose hervorgeht, geht die Bundesregierung von einem Wachstum von 0,2 % in diesem Jahr und 1,0 % im kommenden Jahr (2025) aus. Die Erholung werde sich im Jahresverlauf festigen, so das Wirtschaftsministerium. 10

iii.

Die Geschäftsführung geht in Bezug auf die Nachfrage der Fossil EMEA Vertriebsgesellschaften im Detail davon aus, dass die zu prozessierenden Volumina für den Bereich Onlinehandel, aufgrund der erwarteten und zu bearbeitenden Volumina an Retouren, weniger stark zurückgehen werden (ca. -10% bis -15%), als die Volumina im Bereich des traditionellen stationären Einzelhandels/Großhandels (ca. -20% bis -25%).

iv.

Die Geschäftsführung hat bei der Ableitung der Prognose für das Gesamtjahr 2024 die erzielten Ergebnisse der ersten vier Monate des Geschäftsjahres 2024 berücksichtigt.

v.

V. Die Geschäftsführung prognostiziert wegen sinkender Ausliefervolumina und einem Rückgang der zu leistenden Arbeitsstunden auch einen Rückgang der Personalaufwendungen in Höhe von etwa 7.5% - 17.5% gegenüber dem Geschäftsjahr 2023.

vi.

Im Geschäftsjahr 2024 soll das Grundstück in Eggstätt nebst aufstehendem Gebäude an einen fremden Dritten verkauft werden. Die Geschäftsführung rechnet aufgrund des Verkaufs mit sonstigen betrieblichen Erträgen (Veräußerungsgewinn) von etwa MEUR 15. Die Planung sieht dabei vor, das Gebäude nach dem Verkauf zurückzumieten (Sale-and-lease-back). Die jährlichen Aufwendungen aus der Anmietung sollen sich auf ca. Mio. Euro 1,7 belaufen, diese sind anteilig in der Planung für 2024 berücksichtigt. Daneben werden perspektivisch weitere Optionen erwogen.

vii.

Es wird davon ausgegangen, dass im Geschäftsjahr 2024 keine Lockdown-Maßnahmen aufgrund einer Pandemie getroffen werden müssen.

viii.

Es wird davon ausgegangen, dass sich die geopolitischen Konflikte und die Höhe Inflation in Europa sich gegenüber dem Stand April 2024 nicht weiter verschärfen bzw. erhöhen und insbesondere eine ausreichende gesamtwirtschaftliche Energieversorgung gewährleistet bleibt.

ix.

Die aktuell bekannten Veränderungen im deutschen Kauf- und Warenhausbereich wurden berücksichtigt

9 https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt
10 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/04-jahresprojektion-der-bundesregierung.html

Sofern sich aus der weiteren Konjunkturentwicklung und in Folge geopolitischer Entwicklungen keine neuen negativen Effekte ergeben, rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 - basierend auf den oben genannten Annahmen - mit einem Umsatzrückgang gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von etwa - 16% auf etwa MEUR 15,8.

Zudem prognostiziert die Gesellschaft einen Rückgang des Personalaufwands von ca. 7.5% - 17.5%. Dabei wird von einer absolut sinkenden Anzahl von Mitarbeitern in einer Bandbreite von 10% - 20% in Folge einer entsprechend hohen altersbedingten Fluktuationsrate sowie aufgrund von Maßnahmen zum aktiven Management des Personalbestandes ausgegangen, wobei die in der Folge frei werdenden Stellen nicht nachbesetzt werden sollen.

Durch den Verkauf des Gebäudes in Eggstätt erwartet die Gesellschaft sonstige betriebliche Erträge (Veräußerungsgewinn) von in etwa MEUR 15. Dieser Ertrag wirkt sich unmittelbar - positiv - auf die Höhe des Jahresüberschuss der Gesellschaft auf. Die Gesellschaft rechnet, insbesondere aufgrund des Veräußerungserlös - unter Berücksichtigung der Mietaufwendungen und des Steueraufwandes - mit einem Jahresüberschuss von ca. MEUR 11,07 bis MEUR 11,09. Ohne Berücksichtigung des Veräußerungsertrages von MEUR 15 rechnet die Geschäftsführung mit einem Jahresüberschuss in einer Bandbreite von ca. MEUR 0,7 bis MEUR 0,8.

Die Prognose insgesamt unterliegt jedoch aufgrund der aktuellen dynamischen politischen, wirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklungen einer hohen Volatilität. Sollte insbesondere das Weihnachtsgeschäft der Fossil EMEA Vertriebsgesellschaften oberhalb von deren jetziger Prognose liegen, könnte zum Beispiel die geplante Reduktion von Aufwendungen, insbesondere für Personal, nicht zu verwirklichen sein.

Die bislang im Geschäftsjahr 2024 erzielten Umsatzerlöse, Aufwendungen und Ergebnisse liegen im Rahmen der Planungen der Geschäftsführung.

Für 2025 erwartet das Ifo-Institut für Deutschland eine Erholung des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,5% und einen Rückgang der Inflation auf 1,6% 11. Sollten diese Prognosen eintreten, so rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2025 mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Dabei soll ein Jahresüberschuss in einer Bandbreite von ca. MEUR 0,7 bis MEUR 0,8 erzielt werden. Zudem erwartet die Gesellschaft in Vergleich zu 2024 einen leichten prozentualen Anstieg - im unteren einstelligen Bereich - der Personalaufwendungen.

 

Eggstätt, den 27. Mai 2024

FESCO GmbH

Josef Otter, Geschäftsführer

Guido Buchheister, Prokurist

11 https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134.206,00 259
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.900.420,25 4.579
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.627.136,80 3.229
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 281.753,00 411
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.681,40 8
6.816.991,45 8.228
6.951.197,45 8.487
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 124.000,00 189
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 38.700,00 79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.441.880,46 8.197
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.142.697,44 1.258
6.623.277,90 9.534
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.273.419,31 7.315
12.020.697,21 17.038
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.529,19 19
19.036.423,85 25.544

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 9.100.000,00 9.100
III. Gewinnvortrag 4.784.196,90 8.918
IV. Jahresüberschuss 897.415,22 867
14.806.612,12 18.909
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 38
2. Sonstige Rückstellungen 1.191.389,20 1.007
1.191.389,20 1.045
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 268.544,93 201
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.670,22 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.768.207,38 5.389
davon aus Steuern: EUR 2.682.059,57 (Vorjahr: TEUR 5.263)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
3.038.422,53 5.590
19.036.423,85 25.544

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 18.800.725,86 20.704
2. Sonstige betriebliche Erträge 30.827,70 56
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.128.922,71 -10.278
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.962.099,23 -1.977
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
-12.091.021,94 -12.255
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.715.872,77 -1.988
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.000.653,90 -5.316
1.024.004,95 1.201
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 235.703,39 17
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.500,07 -2
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
234.203,32 15
8. Ergebnis vor Steuern 1.258.208,27 1.216
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -328.756,72 -317
10. Ergebnis nach Steuern 929.451,55 899
11. Sonstige Steuern -32.036,33 -32
12. Jahresüberschuss 897.415,22 867

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die FESCO GmbH, Gewerbegebiet Natzing 2, 83125 Eggstätt, ist im Amtsgericht Traunstein unter HRB 14858 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff und §§ 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des HGB sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft ergeben sich im Wesentlichen auf der Grundlage eines Vertrages vom 2. August 2004 (Shared Services Agreement), welcher mit der Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz (kurz: FGE) geschlossen wurde. In diesem Vertrag wurde vereinbart, dass die FESCO GmbH Dienstleistungen in den Bereichen Logistik, Vertrieb, Lagerhaltung und Reparaturen für die FGE erbringt. Die mit der Erbringung der genannten Dienstleistungen verbundenen Aufwendungen werden der FESCO GmbH mit einem Aufschlag von 5% (Kostenaufschlagsmethode) von der FGE ertrags- und liquiditätswirksam erstattet (Cost plus 5%). Der Vertrag hat eine unbestimmte Laufzeit und verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern dieser nicht gekündigt wird.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, welche im Vergleich zum Vorjahr unverändert sind. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden ausschließlich nach der linearen Methode gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die im Wirtschaftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter werden analog zu den steuerlichen Vorschriften (§ 6 Abs. 2a EStG) in einen Sammelposten eingestellt, der über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben wird.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen wie folgt:

Anlagepositionen Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände Linear 2-10 Jahre
Gebäude, Gebäude- und Grundstückseinrichtungen Linear 10-33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen Linear 5-20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Linear 2-20 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwert Linear 3 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten.

Anlagenzugänge in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Das Vorratsvermögen ist zu Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Es wird mit einer gleichbleibenden Menge und einem gleichbleibenden Wert angesetzt (Festwertverfahren), da es regelmäßig ersetzt wird, sein Gesamtwert für die Gesellschaft von nachrangiger Bedeutung ist und der Bestand in seiner Größe, seinem Wert und seiner Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bzw. zu Nominalwerten angesetzt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird das Temporary Konzept angewendet. Latente Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen im Falle eines Überhangs an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der Gesellschaft. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen und dem Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren zuzuordnende Aufwendungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen sind berücksichtigt. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Langfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung liegen, wie im Vorjahr, nicht vor.

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. In diesen Fällen wird gemäß § 256a Satz 2 HGB das Imparitätsprinzip nicht beachtet.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Umsatzerlöse werden unter Beachtung des Realisationsprinzips realisiert und ausgewiesen, wenn bei Lieferungen der Gefahrenübergang erfolgt ist. Bei Dienstleistungen erfolgt die Umsatzrealisation im Zeitpunkt der Leistungserbringung. Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung periodengerecht erfasst.

II. Bilanzerläuterungen

1. Angaben zu Aktiva

Anlagevermögen

Eine von den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist - unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie einschließlich der kumulierten Abschreibung - im Anlagespiegel - als Anlage zum Anhang dargestellt.

Umlaufvermögen

Das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 189) betrifft in voller Höhe den nach dem Festwertverfahren ermittelten Wert für Verpackungsmaterialien. Die bei der Gesellschaft gelagerten Warenbestände befinden sich im Eigentum der Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz und werden nicht durch die Gesellschaft bilanziert.

Die gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 79) und die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.143, Vorjahr: TEUR 1.258) haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.143 (Vorjahr TEUR 1.258) beinhalten insbesondere bei Kreditinstituten hinterlegte Sicherheiten in Höhe von TEUR 843 (Vorjahr: TEUR 843) - zur Absicherung von Verbindlichkeiten der Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz, gegenüber den deutschen Zollbehörden aus der Einfuhr von Waren. Deren Restlaufzeit beträgt - wie im Vorjahr - mehr als ein Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 5.442; Vorjahr: TEUR 8.197) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche aus der Abrechnung der durch die Gesellschaft erbrachten Dienstleistungen an die Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz, als Leistungsempfänger resultieren.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus dem unterschiedlichen Ansatz der Urlaubsrückstellung in der Handelsbilanz gegenüber den Ansätzen in der Steuerbilanz.

Passive latente Steuern ergaben sich im Geschäftsjahr nicht.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierte Ertragssteuersatz von 30 %.

Insgesamt ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach §274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 19) besteht im Wesentlichen aus im Voraus bezahlten Aufwendungen für Fremdleistungen.

2. Angaben zu Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 25. Die Kapitalrücklage beläuft sich gegenüber dem Vorjahr unverändert auf TEUR 9.100. Aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres von TEUR 867 sowie dem Gewinnvortrag des Vorjahres von TEUR 8.918 erfolgte im Geschäftsjahr eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 5.000. Der verbleibende Gewinnvortrag beläuft sich zum 31.12.2023 auf TEUR 4.785.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 1.007 um TEUR 184 auf TEUR 1.191 angestiegen und enthalten neben der Rückstellung für Beitragsverpflichtungen gegenüber der Berufsgenossenschaft (TEUR 69; Vorjahr: TEUR 71), der Rückstellung für Bonusverpflichtungen (TEUR 162; Vorjahr: TEUR 167), der Rückstellung für Überstunden (TEUR 335; Vorjahr; TEUR 300), der Urlaubsrückstellung (TEUR 284; Vorjahr: TEUR 305) eine Rückstellung für sonstige ausstehende Rechnungen (TEUR 336; Vorjahr: TEUR 165).

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die gesamten Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 2.682 (Vorjahr: TEUR 5.263) enthalten.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Erlösen aus der Erbringung von Logistikdienstleistungen (TEUR 18.700, Vorjahr: TEUR 20.512) auf Grundlage des mit der Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz bestehenden Shared Services Agreement.

Des Weiteren resultieren Umsatzerlöse aus der Vermietung und Verpachtung von Büroflächen an die Schwestergesellschaft Fossil Shared Services GmbH, Eggstätt, Deutschland (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 100) sowie aus der Vermietung und Verpachtung an Dritte (TEUR 49, Vorjahr: TEUR 48).

Daneben werden sonstige Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen für die Schwestergesellschaft Fossil (Europe) GmbH (TEUR 52, Vorjahr: TEUR 44) generiert.

Alle Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erbracht.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 36), um Erträge aus erstatteten Personalkosten (TEUR 7; Vorjahr: TEUR 11) und um Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 1; Vorjahr: TEUR 1). Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Erträge aus der Währungsumrechnung setzen sich wie folgt zusammen:

Realisierte Kursgewinne: TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1)
Unrealisierte Kursgewinne: TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)

Unter dem Personalaufwand der sich auf TEUR 12.091 (Vorjahr: TEUR 12.255) beläuft, sind wie im Vorjahr keine Erstattungsleistungen für Kurzarbeitergeld inklusive der Erstattung der pauschalierten Sozialversicherungsbeiträge enthalten, da diese auch im Geschäftsjahr 2023 nicht angefallen sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Verpackungsmaterial (TEUR 1.177; Vorjahr: TEUR 1.404), Aufwendungen für Fremdarbeiten (TEUR 1.124; Vorjahr: TEUR 2.293), Aufwendungen für den Bezug externer Logistikdienstleistungen (TEUR 82; Vorjahr: TEUR 105), Raumnebenkosten (TEUR 274; Vorjahr: TEUR 263), Telefonkosten (TEUR 100; Vorjahr: TEUR 134), sowie Portokosten (TEUR 36; Vorjahr: TEUR 6) Währungskursverluste sind in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung setzen sich wie folgt zusammen:

Realisierte Kursverluste: TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 1)
Unrealisierte Kursverluste: TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3)

Bei den Zinsaufwendungen handelt es sich um Zinsen gegenüber Kreditinstituten (TEUR 2; Vorjahr: TEUR 2).

Die Ertragssteuern betreffen Aufwendungen für Körperschaftssteuer (TEUR 184; Vorjahr: TEUR 178), Gewerbesteuer (TEUR 135; Vorjahr: TEUR 130) und Solidaritätszuschlag (TEUR 10; Vorjahr: TEUR 10) des laufenden Geschäftsjahres.

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse resultieren aus der Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von TEUR 843 beim deutschen Zoll für Verbindlichkeiten der Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz, aus der Einfuhr von Waren. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als gering anzusehen, da die Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz über ausreichenden Zugang zu den erforderlichen finanziellen Mittel verfügt, um die entsprechenden Verbindlichkeiten jeweils zu begleichen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen/nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 80) ist wie folgt fällig:

Fällig 2024 TEUR 24
2025 TEUR 1
2026 TEUR 0
2027 TEUR 0
2028 TEUR 0
ab 2029 TEUR 0

Die Leasing- und Mietvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen.

Transaktionen mit nahestehenden Personen

Art des Geschäfts Erlöse aus Dienstleistungen Erlöse aus Vermietung und Verpachtung Aufwendungen für Dienstleistungen Aufwendungen aus Kostenweiterbelastungen
Art der Beziehung TEUR TEUR TEUR TEUR
Schwesterunternehmen 18.752 0 7 0

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 296 Mitarbeiter (Vorjahr: 322) beschäftigt, davon 285 (Vorjahr: 313) im Bereich Logistik Services. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers (Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München) wurden im Geschäftsjahr 2023 Honorare von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 35) für Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4) für Steuerberatungsleistungen erfasst.

Gesellschafter und Organe der Gesellschaft

Die Höhe des Stammkapitals beträgt EUR 25.000 und ist im Handelsregister eingetragen. Das Stammkapital wird zu 100 % von der die Fossil Europe B.V., Doetinchem, Niederlande, gehalten.

Zum Geschäftsführer war im Geschäftsjahr bestellt:

Geschäftsführer: Otter, Josef, Managing Director, Logistic

Der Geschäftsführer ist gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder Prokuristen vertretungsberechtigt. Ist kein weiterer Geschäftsführer oder Prokurist bestellt, vertritt der Geschäftsführer die Gesellschaft allein. Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Konzernverhältnisse, Mutterunternehmen sowie kleinster und größter Konsolidierungskreis

Alleinige Gesellschafterin der FESCO GmbH ist zum 31. Dezember 2023 die Fossil Europe B.V., Doetinchem, Niederlande, die wiederum eine 100 %-ige Tochter der Fossil Inc., Dallas, USA, ist und in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird.

Die Fossil Inc., Dallas, USA, stellt den Konzernabschluss nach US GAAP und sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis der einbezogenen Unternehmen auf (Weltkonzernabschluss). Der Konzernabschluss kann bei der US-Wert- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) unter der Commission File Number 0-19848 eingesehen werden.

Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB

Basierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen der Fossil Konzern tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland. Der Fossil Konzern bzw. die Fossil Inc. (Dallas) fällt ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich dieser Regeln.

Wir erfassen keine latenten Steueransprüche und -schulden im Zusammenhang mit Ertragsteuern aus den "Pillar Two" Regeln. Zum 31. Dezember 2023 ist zudem kein laufender Steueraufwand aufgrund der "Pillar Two" Regeln angefallen, da diese erstmals im folgenden Geschäftsjahr anwendbar sind. Die Gesellschaft sowie der Fossil Konzern bewerten derzeit die Auswirkungen der "Pillar Two" Regeln auf ihre jeweilige Steuerposition. Basierend auf einer vorläufigen Bewertung der Anwendbarkeit von zeitlich befristeten "Safe Harbor" Regeln auf Grundlage tatsächlicher Finanzinformationen sowie nominaler Steuersätze in den Ländern, in denen der Fossil Konzern tätig ist, sehen wir es als vernünftige Schätzung an, dass aufgrund der aktuellen Struktur des Konzerns, der Verteilung seiner Tätigkeiten und des derzeitigen Verrechnungspreissystems keine Ergänzungssteuern auf Ebene unserer Gesellschaft anfallen werden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres / Nachtragsbericht

Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung der Liquiditätsplanung und -steuerung der Fossil-Gruppe ist für Fossil EMEA eine Umstellung des teilkonzernweiten Cash-Pooling Systems geplant. Diese zielt darauf ab, die Liquiditätssteuerung der einzelnen Fossil Gesellschaften zu verbessern wie auch die finanzielle Flexibilität innerhalb des Fossil Konzerns zu erhöhen. Im Zuge der Neuausrichtung wurden ein Teil der liquiden Mittel der Gesellschaft ab dem 01. Februar 2024 an den Cash-Pool-Führer (Fossil B.V.) - den EMEA - Teilkonzern - übertragen. Durch entsprechende vertragliche Vereinbarung soll der Gesellschaft ein variabler Kreditrahmen eingeräumt werden, um sicherzustellen, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Zudem soll ein vertraglich bestimmter Bestand an liquiden Mittel auch zukünftig in der Gesellschaft verbleiben. Dieser Bestand soll nach bisherigen Erwägungen betragsmäßig so bemessen sein, dass die Gesellschaft aus diesem ihren Verbindlichkeiten innerhalb eines Zeitraums von 60 Tage jederzeit nachkommen kann.

Daneben sind keine weiteren wesentlichen berichtspflichtigen Vorgänge nach Ende des Geschäftsjahres eingetreten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 897.415,22 sowie den Gewinnvortrag von EUR 4.784.196,90 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Eggstätt, den 27. Mai 2024

FESCO GmbH

Josef Otter, Geschäftsführer

Guido Buchheister, Prokurist

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023 Zugang Transfer Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.809.115,15 53.758,45 0,00 0,00 1.862.873,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.062.722,12 0,00 0,00 -105.716,75 17.957.005,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.723.910,41 97.064,47 0,00 -20.577,00 14.800.397,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.842.395,27 51.115,15 0,00 -115.053,77 1.778.456,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.681,40 0,00 0,00 0,00 7.681,40
34.636.709,20 148.179,62 0,00 -241.347,52 34.543.541,30
36.445.824,35 201.938,07 0,00 -241.347,52 36.406.414,90
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -1.549.781,15 -178.886,45 0,00 -1.728.667,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -13.483.239,37 -660.417,50 87.071,75 -14.056.585,12
2. Technische Anlagen und Maschinen -11.494.786,41 -699.051,67 20.577,00 -12.173.261,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.431.084,27 -177.517,15 111.897,77 -1.496.703,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
-26.409.110,05 -1.536.986,32 219.546,52 -27.726.549,85
-27.958.891,20 -1.715.872,77 219.546,52 -29.455.217,45
Buchwerte
31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134.206,00 259.334,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.900.420,25 4.579.482,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.627.136,80 3.229.124,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 281.753,00 411.311,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.681,40 7.681,40
6.816.991,45 8.227.599,15
6.951.197,45 8.486.933,15

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FESCO GmbH, Eggstätt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FESCO GmbH, Eggstätt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FESCO GmbH, Eggstätt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten könne

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 27. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jan Lehnhardt, Wirtschaftsprüfer

Christopher Gruber, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterversammlung: Am 13.11.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 897.415,22 festgestellt, sowie die Geschäftsführung entlastet. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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