EUROFORUM Deutschland GmbH
Same addressActivities of holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Sebastian Christensen since 7/7/2023 | Managing Director |
Christian Herp since 7/7/2023 | Procura |
Andrea Wasmuth since 8/28/2020 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH & Co. KG | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
DvH Medien GmbHStuttgartKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20221. Vorbemerkungen Gesetzliche Grundlage für den Konzernabschluss der DvH Medien GmbH, Stuttgart, zum 31. Dezember 2022 sind die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Die DvH Medien GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart und wird unter HRB 723356 beim Amtsgericht Stuttgart geführt. Das Konzerngeschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Konsolidierungskreis und Konzernabschlussstichtag Die Einbeziehung von Unternehmen in den Konsolidierungskreis erfolgte nach den Vorschriften der §§ 290 bis 296 HGB. Der Konzernabschluss umfasst die DvH Medien GmbH und diejenigen Tochterunternehmen, für die seitens der DvH Medien GmbH unmittelbar oder mittelbar die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Die Unternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes, die diesem Anhang als Anlage 3 beigefügt ist, mit Name, Sitz und Konzernanteil am Kapital aufgeführt. Aus dieser Aufstellung lassen sich auch die nicht konsolidierten Tochterunternehmen unter Nennung des Grundes der Nichteinbeziehung entnehmen. Nicht mehr einbezogen wird aufgrund konzerninterner Verschmelzung mit Rückwirkung zum 1. Januar 2022 die tempus corporate GmbH, Hamburg. Aus diesen konzerninternen Umstrukturierungen ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erstkonsolidierungen bis einschließlich 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Buchwerte der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Aktive Unterschiedsbeträge wurden teilweise mit den Konzernrücklagen verrechnet sowie nach Ansatz von bisher nicht aktivierten immateriellen Vermögenswerten und darauf entfallende latente Steuern verbleibende Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Passive Unterschiedsbeträge wurden als sogenannte technische Unterschiedsbeträge sofort zum 1. Juni 2009 den Rücklagen zugeschrieben. Für Erstkonsolidierungen ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden überwiegend über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer begründet sich damit, dass es sich bei den erworbenen Teilkonzernen um bereits seit mehreren Jahrzehnten am Markt erfolgreich tätige Unternehmensgruppen mit etablierten Marken handelt. Die Restnutzungsdauer der bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte beträgt im Wesentlichen 6,5 Jahre. Die Ermittlung des Wertansatzes der nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen erfolgte bei der Erstkonsolidierung bis 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung des Buchwerts der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Dabei aufgedeckte Geschäfts- oder Firmenwerte werden sogenannt one-line ausgewiesen sowie teilweise direkt mit den Rücklagen verrechnet. Zugänge ab dem 1. Januar 2010 werden nach der Neubewertungsmethode at Equity konsolidiert. Die Summe der Geschäfts- und Firmenwerte aus den Equity-Konsolidierungen beträgt zum 31. Dezember 2022 insgesamt TEUR 804. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden nur in wesentlichen Fällen eliminiert. Ansonsten werden keine Eliminierungen nach § 304 Abs. 2 HGB vorgenommen, da die Behandlung der Zwischenergebnisse für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden in 2022 grundsätzlich unverändert beibehalten, mit Ausnahme der bilanziellen Verrechnung von Rückdeckungsversicherungsansprüchen mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen: Die für die Pensionszusagen aufgrund von Entgeltumwandlungen abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen) wurden im Berichtsjahr 2022 gemäß des entsprechenden IDW-Rechnungslegungshinweises RH FAB 1.021 kongruent zu den wirtschaftlich korrespondierenden Teilen der Pensionsverpflichtung nach dem Passivprimat, das eine Schätzung der zukünftigen Überschussanteile der Rückdeckungsversicherung umfasst, ermittelt. Die Bewertungsdifferenz zwischen dem Zeitwert des Deckungsvermögens (TEUR 2.365) und dem gemäß des Passivprimats berücksichtigten Wertes (TEUR 2.636) beträgt TEUR 271. Die Bilanzierung und Bewertung im Konzern erfolgt grundsätzlich einheitlich nach den für die Muttergesellschaft geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen bei vermindert. Die Nutzungsdauern für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände liegen hierbei in einer Bandbreite von 2-10 Jahren. Die Nutzungsdauern für entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände liegen in einer Bandbreite von 2-15 Jahren. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten ohne Kosten der allgemeinen Verwaltung. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2022 betrug TEUR 9.415. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 9.415 aktiviert. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern für Grundstücke, grundstücksgleicher Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken liegen in einer Bandbreite von 3-20 Jahren, und die Nutzungsdauern für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2-23 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund dauerhafter Wertminderung erforderlich ist. Geringwertige Vermögensgegenstände (bis EUR 800,00) werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Die Wertansätze für Anteile an verbundenen Unternehmen, soweit diese nicht konsolidiert werden, und für Beteiligungen entsprechen den Anschaffungskosten, in Fällen voraussichtlich dauernder Wertminderung dem niedrigeren beizulegenden Wert. Ein niedrigerer Wertansatz aus früheren Jahren wird beibehalten, solange nicht Zuschreibungen vorzunehmen sind. Abschreibungen werden nur bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Die ausgewiesenen sonstigen Beteiligungen werden nicht nach der Equity-Methode bewertet, da entweder nach § 312 Abs. 2 HGB die Beteiligungen eine untergeordnete Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben oder weil kein maßgeblicher Einfluss gegeben ist. Ausleihungen des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu Rücknahmewerten bewertet; ein niedrigerer Wertansatz aus früheren Jahren wird beibehalten, solange nicht Zuschreibungen vorzunehmen sind. Wenn mit einer andauernden Unterschreitung dieser Werte nicht zu rechnen ist, werden die Anschaffungskosten oder Zwischenwerte angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung bleiben unberücksichtigt. Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen werden offen vom Posten Vorräte offen abgesetzt. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Kreditrisiken sowie das allgemeine Ausfallrisiko werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Bei Vorliegen von Aufrechnungslagen werden korrespondierende Forderungen und Verbindlichkeiten verrechnet bilanziert. Die liquiden Mittel (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit den Nominalbeträgen angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit-Verfahren) sowie der "Richttafeln 2018G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde abhängig von der Versorgungszusage pauschal der durchschnittliche Marktzins bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren bzw. 5 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Dabei wurde abhängig von den Versorgungszusagen ein Gehaltstrend von 0,0% bis zu 1,5%, ein Rententrend von 1,0% bis 2,0%, eine Fluktuationsrate von 0,0% sowie ein Zinssatz von 1,78% (Restlaufzeit von 15 Jahren) zugrunde gelegt ("10-Jahreszins"). Für die Berechnung des Unterschiedsbetrags gem. § 253 Abs. 6 HGB wurde ein Rechnungszins von 1,44% (Restlaufzeit von 15 Jahren) angesetzt ("7-Jahreszins"). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz unter Berücksichtigung der von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten Durchschnittszinssätzen abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Der Ansatz steuerlicher Verlustvorträge berücksichtigt verrechenbare passive latente Steuern sowie steuerliche Gewinne begrenzt auf die nach dem Bilanzstichtag des Berichtsjahres folgenden fünf Jahre. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Konzernanhang als Anlage 1 beigefügt ist. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 1.131 (Vj. TEUR 855) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene, aber nicht konsolidierte Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 834 (Vj. TEUR 455) vollständig aus sonstigen Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von TEUR 125 (Vj. TEUR 185) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 262 (Vj. TEUR 247) aus sonstigen Leistungen. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten beinhalten zu Absicherungszwecken gesperrte Beträge in Höhe von TEUR 26 (Vj. TEUR 431). Die Pensionsrückstellungen werden mit den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsansprüchen dienen, saldiert. Folgende Beträge wurden verrechnet:
Die für die Pensionszusagen aufgrund von Entgeltumwandlungen abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen) wurden im Geschäftsjahr gemäß dem entsprechenden IDW-Hinweis kongruent zu den wirtschaftlich korrespondierenden Teilen der Pensionsverpflichtung nach dem Passivprimat, das eine Schätzung der zukünftigen Überschussanteilen der Rückdeckungsversicherung umfasst, ermittelt. Die Bewertungsdifferenz zwischen dem Zeitwert des Deckungsvermögens (TEUR 2.365) und dem gemäß des Passivprimats berücksichtigten Wert (TEUR 2.636) beträgt TEUR 271. Im Vorjahr wurde das Deckungsvermögen zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Der sich aus der Verlängerung des Zeitraums zur Durchschnittszinssatz-Bildung gemäß § 253 Abs. 6 HGB ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.042. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs.1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Im Berichtsjahr beträgt der Zuführungsbetrag TEUR 412, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Gemäß Artikel 67 Abs.2 EGHGB beträgt der noch zuzuführende Betrag zum Bilanzstichtag TEUR 821. Die sonstigen Rückstellungen des Konzerns beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Personalaufwendungen, aus Anzeigenrabatten und -provisionen sowie ausstehenden Rechnungen, für Rechts- und Beratungsleistungen sowie für Rechtsrisiken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, aber nicht konsolidierten Unternehmen, resultieren im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 5) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie in Höhe von TEUR 388 (Vj. TEUR 374) aus sonstigen Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von TEUR 4.854 (Vj. TEUR 5.836) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie in Höhe von TEUR 3.736 (Vj. TEUR 2.853) aus sonstigen Leistungen. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 30.904 (Vj. TEUR 30.268) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 4.233 (Vj. TEUR 9.791) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 7 (Vj. TEUR 6). Die Laufzeiten der passivierten Verbindlichkeiten sind aus dem Verbindlichkeitenspiegel zum Anhang (Anlage 2) ersichtlich. Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Unterschieden zwischen den Wertansätzen von Marken-, Geschäfts- und Firmenwerten sowie selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen in der Konzern- und Steuerbilanz, welche zu passiven Latenzen führen, bzw. auf Geschäfts- und Firmenwerten aus Ergänzungsbilanzen und steuerlichen Verlustvorträgen sowie Pensionsrückstellungen, welche zu aktiven Latenzen führen. Letztere überwogen zum Konzernbilanzstichtag. Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein konzernindividueller Steuersatz von 15% für die Gewerbesteuer sowie 15% für die Körperschaftsteuer zugrunde gelegt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich am Abschlussstichtag auf insgesamt TEUR 158.869, davon sind TEUR 34.697 im Folgejahr 2023 fällig. Darin sind insbesondere Verpflichtungen aus Leasing-, Miet-, EDV-Dienstleistungs- und Druckverträgen enthalten. Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit vereinbarten Miet- und Leasingkonditionen. Eventuelle Risiken können sich aus den innerhalb der zeitraumbezogenen Vertragsbindung feststehenden künftigen Zahlungsabflüssen ergeben. 6. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von TEUR 9.714 (Vj. TEUR 8.198) periodenfremde Erträge, die im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen sowie die Auflösung von Wertberichtigungen zurückzuführen sind. Darüber hinaus enthalten sie außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 2.157, im Wesentlichen aus der Rückerstattung von Umsatzsteuer aus Vorjahren). Der Personalaufwand enthält mit TEUR 1.526 (Vj. TEUR 1.333) Aufwendungen für Altersversorgung. Darüber hinaus beinhaltet der Personalaufwand periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 473 (Vj. TEUR 384), die im Wesentlichen auf variable und ergebnisabhängige Gehaltsbestandteile zurückzuführen sind. Der Personalaufwand des Berichtsjahres enthält außergewöhnliche Aufwendungen für personelle Maßnahmen in Höhe von TEUR 5.183 (Vj. TEUR 7.047). Die Abschreibungen enthalten in Höhe von TEUR 1.948 (Vj. TEUR 2.988) außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 400) Abschreibungen auf Finanzanlagen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.402 (Vj. TEUR 3.918) enthalten, die im Wesentlichen aus Buchverlusten aus Anlagenabgängen sowie aus Wertberichtigungen auf Forderungen zurückzuführen sind. Die periodenfremden Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.461. Der sonstige betriebliche Aufwand des Berichtsjahres enthält weitere außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.885 (Vj. TEUR 2.949). Die außergewöhnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen auf Aufwendungen aus Verschrottung von Anlagen, Unterstützungsmaßnahmen für die Ukraine sowie für Rückstellungen aus Mietverhältnissen sowie auf die Zuführungen zu den Pensions-Rückstellungen gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB zurückzuführen. Aus der Auf- und Abzinsung von Rückstellungen sind TEUR 831 (Vj. TEUR 2.027) aufwandswirksam unter den Zinsaufwendungen sowie TEUR 92 (Vj. TEUR 0) unter den Zinserträgen ertragswirksam erfasst. Unter den Zinsaufwendungen sind solche gegenüber verbundenen Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden, in Hohe von TEUR 8 (Vj. TEUR 6) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus latenten Steuern des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von - TEUR 103 (Vj. TEUR 2.989) sowie den Steueraufwand des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 8.841 (Vj. TEUR 11.403). Die sonstigen Steuern beinhalten periodenfremde Belastungen in Höhe von TEUR 203 (Vj. TEUR 30). 7. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich ausschließlich aus Zahlungsmitteln des Kassenbestands sowie der Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Die Kapitalflussrechnung wurde unter Berücksichtigung des DRS 21 des DRSC aufgestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 20 abgegrenzte Zinsen. 8. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter im Konzern Im Jahresdurchschnitt 2022 waren im DvH-Konzern insgesamt 2.810 fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt. Diese teilen sich auf in 1.727 Mitarbeiter in Vollzeitanstellungen sowie 1.083 Mitarbeiter in Teilzeitanstellungen. Angabe der Abschlussprüferhonorare Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 294 und betrifft in vollem Umfang Abschlussprüfungsleistungen. Freistellung von der Finanzberichterstattung Von der Offenlegungspflicht der Rechnungslegung gemäß § 325 HGB sowie im Hinblick auf einzelne Rechnungslegungsvorschriften über § 264 Abs. 3 HGB bzw. über § 264 b HGB befreite Konzernunternehmen sind unter Angabe des Befreiungstatbestandes in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 3) gekennzeichnet. Organe Geschäftsführer der DvH Medien GmbH sind:
Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat Seit dem Frühjahr 2012 hat die Gesellschaft einen Aufsichtsrat, dem am Bilanzstichtag folgende Personen angehörten:
Im Geschäftsjahr 2022 wurden dem Aufsichtsrat für die Aufsichtsratstätigkeit Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 185 gewährt. Der Konzernabschluss der DvH Medien GmbH wird im Bundesanzeiger offengelegt. 9. Ereignisse nach dem Stichtag Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.
Stuttgart, den 24. Mai 2023 Oliver Finsterwalder Dr. Rainer Esser Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2022A. Geschäftsmodell des Konzerns Gegenstand der DvH Medien GmbH ist das Betreiben von Kommunikations- und Medienunternehmen. Die DvH Medien GmbH agiert als aktive Holding und übt diese Funktion neben dem Halten von Beteiligungen (Holding-Funktion) auch durch das gruppeninterne Erbringen von Dienstleistungen aus. Die Unternehmensgruppe der DvH Medien GmbH umfasst hierbei die operativen Teilkonzerne der Handelsblatt-Gruppe in Düsseldorf, der Tagesspiegel-Gruppe in Berlin sowie der ZEIT-Gruppe in Hamburg. Handelsblatt Media Group, Düsseldorf Die Handelsblatt Media Group mit Sitz in Düsseldorf ist Deutschlands führende innovative und dynamische Mediengruppe für Wirtschaft und Finanzen. Die Gruppe baut ihre Produkt-Angebote im Qualitätsjournalismus stetig aus - gedruckt, digital und live. Dies erfolgt mit einer Dachmarkenstrategie der beiden Kernmarken Handelsblatt und WirtschaftsWoche und mit dem strategischen Fokus "Subscription first". Über Print und Digital erreicht die Gruppe, insbesondere mit ihren starken Entscheider-Medien Handelsblatt und WirtschaftsWoche, täglich mehrere Millionen Leserinnen und Leser. Im Segment des Live-Journalismus wurden 2022 mehr als 200 Veranstaltungen (live, digital und hybrid) mit über 7.000 Teilnehmern umgesetzt. In ihrer Eigenschaft als der führende Leitmedien-Vermarkter in Deutschland ist die iq media marketing Gmbh als 100%ige Tochtergesellschaft der Handelsblatt Media Group ein weiterer Erfolgsgarant der Düsseldorfer Firmengruppe. iq media ist der führende Leitmedien-Vermarkter in Deutschland. Das Portfolio umfasst Qualitätsmedien wie Handelsblatt, WirtschaftsWoche, DIE ZEIT oder Tagesspiegel, die in einer schnelllebigen Welt für Vertrauenswürdigkeit und Orientierung stehen. iq media steht mit einer Reichweite von 4,0 Mio. Entscheidern und einer verkauften Auflage von 1,15 Mio. Exemplaren (Quelle: B4P 2022 II; IVW IV/22, Verlagsangabe) für intelligente und qualitativ hochwertige Markeninszenierung in allen relevanten Kanälen. Auf die Werbevermarktung von digitalen Formaten ist die iq digital media marketing gmbh spezialisiert, an welcher neben der iq media marketing gmbh als Mehrheitsgesellschafterin die Verlagsgruppen der Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT beteiligt sind. Die iq digital media marketing gmbh steht für Online- und Mobile-Werbung auf höchstem Niveau und ist der führende Vermarkter digitaler Qualitätssites und Leitmedien. Mit einer digitalen Gesamtreichweite von 27 Mio. UU [Quelle: AGOF daily digital facts Ø Reichweite November 2022)] ist iq digital einer der führenden Vermarkter für digitale Qualitätsmedien und Mediabrands und steht damit sowohl für hohe Reichweiten in den Bereichen News und Wirtschaft/Finanzen als auch für Special Interest Angebote zur Ansprache spitzer Zielgruppen. Im Jahr 2017 wurde von der Handelsblatt Media Group eine Mehrheitsbeteiligung von 81 Prozent an der Euroforum Deutschland GmbH, dem Marktführer für Konferenzen, Seminare und Jahrestagungen im deutschsprachigen Raum, erworben. Mit dieser Transaktion hat die Handelsblatt Media Group ihr drittes Standbein, neben Print und Digital, den Live-Journalismus gestärkt und Euroforum seitdem vertieft in die Handelsblatt-Gruppe integriert. Euroforum führt in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt vielfältige Veranstaltungen in klassischen und digitalen Formaten unterschiedlicher Ausrichtungen, auch für die Marken Handelsblatt und WirtschaftsWoche, durch. Im Jahr 2022 übernahm die Handelsblatt Media Group weitere 19 Prozent und ist damit 100 Prozent Gesellschafterin der Euroforum Deutschland GmbH. Tagesspiegel-Gruppe, Berlin Mit der Tagesspiegel-Gruppe ist die DvH Medien GmbH fest in der Hauptstadt Berlin verankert. Die wichtigste Publikation der Berliner Gruppe ist "Der Tagesspiegel", der sieben Mal pro Woche als digitales ePaper und als Print Zeitung erscheint. Außerdem betreibt die Tagesspiegel-Gruppe mit tagesspiegel.de das mit Abstand reichweitenstärkste Nachrichtenportal Berlins, das in seiner Reichweite auf Augenhöhe mit nationalen Qualitäts-Titeln wie FAZ.NET, Süddeutsche.de sowie ZEIT ONLINE liegt und einen Großteil der Zugriffe aus ganz Deutschland vorweisen kann. Der Tagesspiegel hat in 2022 insgesamt 15 Preise gewonnen, unter anderem den European Press Prize, den Deutschen Reporter:innenpreis und den European Digital Publishing Award. Im Jahresranking der meistzitierten Medien von Media Tenor einen hervorragenden neunten Platz belegt, u.a. vor ARD, FAZ, BBC (unter den Regionalzeitungen sogar Platz 2). Im Jahr 2022 hat die Tagesspiegel-Gruppe einen erfolgreichen Relaunch für Print und Online unternommen. Die digitalen Angebote wurden im September völlig neu aufgesetzt. Im Zentrum steht dabei tagesspiegel.de. Damit macht das Leitmedium aus der Hauptstadt einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer nationalen Medienmarke. Ziel des Relaunches von tagesspiegel.de war es, mehr Übersichtlichkeit auf die Seite zu bringen, ein modernes Design für alle Endgeräte zu entwickeln und die Möglichkeit zu schaffen, Themen stärker zu gewichten und zu unterscheiden. Neben einer ausgebauten Kommentarfunktion bekommen auch die datenjournalistischen Projekte des Tagesspiegels mehr direkte Sichtbarkeit auf der Startseite. In Print und ePaper erscheint Der Tagesspiegel seit Ende November im innovativen Tabloidformat mit zwei separaten Büchern, aus der Welt und aus der Weltstadt - zwei Zeitungen in einer. Das neue journalistische Konzept setzt auf eine Mischung aus eigener redaktioneller Kompetenz, hochwertigen Kooperationen (z.B. mit dem Handelsblatt) und einem eigens aufgebauten globalen Netzwerk voller Expertise. Neben dem Überregionalen liegt der Fokus auf einer erweiterten Berichterstattung aus der Hauptstadt und der Metropolregion. Die Ressorts Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Wissenschaft erhalten eigene Einheiten für die Berichterstattung aus Berlin. In der "Tagesspiegel-Gruppe" wird zudem mit der "POTSDAMER NEUESTE NACHRICHTEN" (PNN) eine weitere Qualitätszeitung in der Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam verlegt. Der strategische Fokus auf "Subscription First" wird konsequent umgesetzt, kontinuierlich verbessert und um hochqualitative journalistische Angebote wie Newsletter, Podcasts, SocialMedia, etc. erweitert. Die Tagesspiegel-Gruppe gibt auch die "Tagesspiegel Backgrounds" heraus. Das sind Entscheiderbriefings, die jeweils einzeln und hochpreisig im Markt der Entscheidungsträger und Politiker in den wichtigsten Regulationsbereichen in Deutschland etabliert sind. Seit dem Start im Jahr 2017 sind die "Tagesspiegel Backgrounds" von hoher Relevanz für die politischen und meinungsbildenden Entscheidungsträger Deutschlands. Neben den Angeboten für Leser und Anzeigenkunden der Zeitung weitet die Tagesspiegel-Gruppe seit Jahren ihr umfangreiches Angebot an ganzheitlichen crossmedialen Kommunikationskonzepten für Unternehmen, Verbände, Politik und Wissenschaft aus. Die Angebote reichen von der Ausrichtung von großen mehrtägigen Kongressen (digital und klassisch) über exklusive Experten-Round-Table-Veranstaltungen und Corporate Publishing-Konzepten bis hin zur Entwicklung von 360°-Kommunikationskonzepten für Zielgruppen auf diversen Feldern in Wissenschaft, Gesundheitswirtschaft und Politikmarkt. ZEIT-Verlagsgruppe, Hamburg Die Hamburger ZEIT-Verlagsgruppe ist geprägt von der international renommierten Wochenzeitung "DIE ZEIT". Mit einer Auflage von über 600.000 verkauften Exemplaren und einer Reichweite von mehr als 2 Millionen Leserinnen und Lesern ist die Wochenzeitung Deutschlands führende Zeitung. Daneben publiziert der ZEIT-Verlag eine breite Palette an weiteren redaktionell hochwertigen Produkten, wie das Wissenschaftsmagazin "ZEIT WISSEN", das Studentenmagazin "ZEIT CAMPUS", "ZEIT GESCHICHTE" als Magazin für Geschichtsinteressierte, "ZEIT STUDIENFÜHRER", das Kindermagazin "ZEIT LEO", das Magazin "ZEIT Verbrechen", "ZEIT MANN", "ZEIT für Unternehmer" sowie das Magazin "ZEIT Germany". Mit "ZEIT ONLINE" stellt die Hamburger Verlagsgruppe das führende Angebot für anspruchsvollen Online-Journalismus, aufwendige Datenvisualisierungen und digitales Storytelling. Die Angebote werden erfolgreich durch Podcasts ergänzt, mit mehr als 18 Millionen Streams und Downloads pro Monat zählt "ZEIT ONLINE" weiter zum größten deutschen Anbieter. Internationale Beachtung finden von ZEIT ONLINE initiierte Demokratie-Projekte wie "Deutschland spricht" und "Europe talks" oder das Jugendfestival "Z2X". Mit "ZEIT Reisen" werden den Lesern des Verlags aktuell auf Europa fokussierte organisierte Reisen mit exklusiven Inhalten und außergewöhnlichen Reisebegleitern angeboten. Über den "ZEIT Shop" sowie unter "ZEIT Editionen" werden in unterschiedlichen Kategorien insbesondere online Produktsortimente sowie publizistische ZEIT-Editionen erfolgreich angeboten. Mit Freunde der ZEIT wird ein eigenes Programm für Abonnentinnen und Abonnenten angeboten, das die Autorinnen und Autoren und Themen der ZEIT auch jenseits der Zeitung erlebbar macht. Mit academics hält der Verlag eine Mehrheitsbeteiligung am führenden Stellenmarkt und Karrierebegleiter für Stellenangebote an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, der über academics.com auch weltweit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anspricht, die im deutschsprachigen Raum arbeiten möchten. Ergänzt wird dies durch "e-fellows.net", einem mehrheitlich zur ZEIT-Gruppe zählendes Stipendiaten- und Karrierenetzwerk, das mit mehr als 400 Hochschulen und Unternehmen zusammenarbeitet und Online-Stipendien an die besten Nachwuchskräfte Deutschlands und des deutschsprachigen Raumes vergibt. Mit der zur ZEIT-Gruppe (100%) zählenden Studio ZX werden über 150 ZEIT Veranstaltungen jährlich durchgeführt sowie für den b2b-Bereich ZEIT KONFERENZEN angeboten. Mit positiver Resonanz auf Teilnehmerseite werden Veranstaltungen auch digital umgesetzt und werden darüber hinaus über ZEIT ONLINE teilweise auch live gestreamt. Durch Verschmelzung der TEMPUS CORPORATE GmbH in 2022 auf die Studio ZX sind auch die Kommunikationsdienstleistungen der ZEIT-Gruppe für Branded Content & Communities zur Gestaltung von Inhalten für Marken, Unternehmen und Institutionen bei Studio ZX verankert. Die kontinuierlich ausgebauten Aktivitäten der Hamburger Verlagsgruppe im Bildungsmarkt erfahren im Rahmen der ZEIT Akademie GmbH eine zusätzliche Stärkung der ZEIT als "Bildungshaus". Seit Anfang 2018 zählt auch ZEIT Sprachen zur ZEIT Verlagsgruppe und ergänzt mit seinen Sprachmagazinen und Sprachlernangeboten erfolgreich das Produktportfolio der Gruppe. Im Rahmen der laufenden Zusammenarbeit mit den anderen Bereichen und Tochtergesellschaften der ZEIT-Gruppe wird die Digitalisierung sowie Ausweitung der Produkte weiter vorangetrieben und damit die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die für die Unternehmensgruppe relevanten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gesetzt. Trotz des Krieges in der Ukraine und der Energiekrise hat sich die deutsche Wirtschaft im dritten Jahr der Corona-Pandemie erholt (Bericht Destatis 13. Januar 2023). Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt konnte ersten Berechnungen zufolge im Jahr 2022 um 1,9% gegenüber 2021 gesteigert werden. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,7% höher. Damit konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten, und das in einem Jahr, das vor allem durch die Folgen des Ukraine-Krieges, extremen Energiepreiserhöhungen sowie verschärften Material- und Lieferengpässen geprägt war. Bei einer durchschnittlichen Steigerung der Bruttowertschöpfung in Höhe von 1,8 % in 2022 zum Vorjahr konnten die höchsten Zuwächse in den Bereichen sonstiger Dienstleistungen (+6,3%, insbesondere Nachholeffekte nach der Aufhebung von Corona-Schutzmaßnahmen in der Kreativ- und Unterhaltungsbranche) sowie im Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0%) erzielt werden. Demgegenüber führten im Baugewerbe Material- und Fachkräftemangel und hohe Baukosten zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Der Arbeitsmarkt erreichte in 2022 mit einer Zunahme zum Vorjahr um 1,3 % bzw. 589.000 Personen einen Höchststand. So wurde die Wirtschaftsleistung von rd. 45,6 Mio. Erwerbstätigen erbracht - damit wurde der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2019 überschritten. Durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie einer steigenden Erwerbsbeteiligung von weiblichen und älteren Erwerbspersonen überwogen die positiven Effekte den dämpfenden Effekt des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau erfolgte hierbei fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen. Von Beschäftigungsverlusten betroffen waren im Jahr 2022 vor allem Selbstständige, deren Zahl wie schon im Vorjahr abnahm. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote reduzierte sich in 2022 auf 5,3% gegenüber 5,7% im Vorjahr 2021 (Statista März 2023). Trotz dieser positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes sowie auch gestiegenen Durchschnittslöhnen mussten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 2022 aufgrund der extrem hohen Inflation Reallohnverluste hinnehmen. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Neben der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland sind die branchenbezogenen Entwicklungen des Lesermarkts sowie des Werbemarkts von Bedeutung. Die Auflagenentwicklung von Tageszeitungen ist insgesamt seit mehreren Jahren durch die gegenläufige Entwicklung der Digitalauflagen und der Printauflagen, und im Jahr 2022 insbesondere von einem inflationsbedingten deutlichen Rückgang der Kioskverkäufe sowie einem kräftigen Anstieg der ePaper-Auflagen geprägt (IVW Pressemitteilung 25.1.2023). So ist die verkaufte Auflage der Tageszeitungen im 4. Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahresquartal um -9,4% weiter auf insgesamt 12,3 Mio. Exemplare gesunken (Quelle: IVW). Der größte Anteil an der verkauften Auflage wird weiterhin durch Abonnements realisiert. Diese haben einen Anteil von rd. 74,0% an der verkauften Auflage (4. Quartal 2021: rd. 74,3%). Während die Abonnement-Auflage zum Vorjahresquartal um insgesamt 9,8% auf 9,1 Mio. Exemplare zurückging, verlor der Einzelverkauf 15,3% auf nunmehr 1,8 Mio. Exemplare. Der Gesamtanteil des Einzelverkaufs an der verkauften Auflage liegt hierbei bei 14,5% (Vj.-Quartal 2021 15,5%). Weiterhin wachsen konnte die verkaufte Auflage von ePaper, die in den angeführten Auflagenzahlen enthalten sind und die Rückgänge teilweise kompensiert hat. So konnte die verkaufte Auflage der ePaper-Tageszeitungen im 4. Quartal 2022 um 4,7% auf 2,2 Mio. Exemplare gesteigert werden. Der Abonnement-Umfang beträgt hierbei 1,2 Mio. Exemplare. Wie auch im Vorjahresquartal werden weiterhin bedeutende ePaper-Umfänge mit konstant 0,9 Mio. Exemplaren (Vorjahresquartal 0,9 Mio. Exemplare) über den Sonstigen Verkauf realisiert. Die Publikumszeitschriften zeigen eine grundsätzlich ähnliche Entwicklung auf, wobei der Abonnement-Anteil mit rd. 45,7% (Vj.-Quartal 2021 43,9%) an der verkauften Auflage niedriger ist und der Einzelverkauf mit rd. 40,3% (Vj.-Quartal 2021 41,8%) einen deutlich größeren Anteil an der verkauften Auflage trägt. Im Bereich der Wochenzeitungen lag die verkaufte Auflage zum 4. Quartal 2022 bei 1,7 Mio. Exemplare und damit um 2,5% etwas über Vorjahresniveau. Der Anteil der Abonnements lag hierbei bei rd. 1,4 Mio. Exemplare. Nach einem positiven Auftakt des deutschen Werbemarktes konnte sich dieser Trend nicht für das Gesamtjahr durchsetzen (Quelle: Nielsen Januar 2023). Demnach verzeichnete der Gesamtmarkt ein Minus von -3,4% bei den Bruttowerbeausgaben auf insgesamt 36,7 Mrd. EUR. Der Rückgang betraf hierbei nahezu alle Mediengruppen. Das mit Abstand größte Medium ist weiterhin das Fernsehen mit einem Marktanteil in Höhe von 17,1 Mrd. EUR bzw. 46,6% und auch mit dem größten Rückgang zum Vorjahr um -5,5%. Mit deutlichem Abstand folgt weiterhin der Bereich Print mit einem Anteil von rd. 7,9 Mrd. EUR bzw. 21,5%. Der Rückgang zum Vorjahr betrug im Print -3,8%. Auch das Mediumsegment Online hat erstmals gegenüber dem Vorjahr nachgelassen (-3,9%) und kommt auf knapp 4,5 Mrd. EUR. Die Out-Of-Home-Medien liegen mit rd. 2,6 Mrd. EUR um 2,1% über dem Vorjahr und konnten damit ihr Auftragsvolumen gegenüber Vorjahr leicht steigern. Geschäftsverlauf Die wirtschaftliche Lage des Konzerns der DvH Medien GmbH wird ganz überwiegend durch die Entwicklung der operativen Einheiten der Handelsblatt Media Group, Düsseldorf, der Tagesspiegel-Gruppe, Berlin, sowie der ZEIT-Verlagsgruppe, Hamburg, geprägt. Hierbei war das Geschäftsjahr 2022 maßgeblich durch ein weiteres und nachhaltiges Wachstum der digitalen Abonnements in allen drei Teilkonzernen sowie einer Erholung des Veranstaltungsgeschäfts gegenüber dem Vorjahr gezeichnet. Die strategische Fokussierung auf "Subscriptions First und Digitalisierung" wurde in 2022 planmäßig in allen drei Teilkonzernen weiter vertieft und mit entsprechenden Investitionen weiter vorangetrieben. Hierdurch konnten einerseits dem Branchentrend folgende, rückläufige Printauflagen kompensiert werden. Insgesamt ist weiter ein signifikant und nachhaltig hoher Nutzerbedarf nach Content von Qualitätsmedien zu verzeichnen, der sich in einem nachhaltigen Anstieg der Nachfrage nach digitalen Informationsangeboten bemerkbar macht. In Summe konnten alle drei Teilkonzerne ihre Vertriebserlöse nachhaltig und deutlich ausbauen. Die Stellung der Kernmarken aller drei Teilkonzerne konnten hierbei deutlich gestärkt werden. Auch die Anzeigenerlöse lagen auf einem stabilen Niveau. Hierbei stützten auch weiterhin die Aktivitäten der "360-Grad"-Kommunikationsberatung die Entwicklung der Anzeigenerlöse in einem allgemein schwierigen Marktumfeld. Die sonstigen Erlöse sind in 2022 durch eine Zunahme im Veranstaltungsgeschäft geprägt. Während in den beiden Vorjahren aufgrund von mit der Corona-Pandemie einhergehenden Restriktionen deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren, nahm das Interesse an Live-Veranstaltungen in 2022 wieder deutlich zu. Das in Vorjahren entwickelte Konzept von Online- und Hybrid-Veranstaltungen wurde und wird hierbei jedoch weiter verfolgt. Auch im Geschäftsjahr 2022 wurde die unternehmerische Strategie weiter verfolgt, in strategische Wachstumsfelder zu investieren, hierbei aber auch weiterhin bestehende Geschäftsbereiche und Prozessabläufe zu analysieren und zu optimieren. Im Rahmen der Refokussierungen sind im Geschäftsjahr außergewöhnliche Aufwendungen für Personalmaßnahmen in Höhe von 5,2 Mio. EUR angefallen. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die wesentlichen im Unternehmen verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren stellen die Kennzahlengrößen Umsatz sowie das Betriebsergebnis in Form des operativen EBITDA sowie des EBIT dar. Die bedeutsamsten nichtfinanziellen Steuerungsgrößen ergeben sich aus den Anforderungen eines qualitativ hochwertigen Journalismus sowie der Unabhängigkeit. Darüber hinaus ist auch die Bindung der Kunden an die Kernmedienmarken der DvHM-Gruppe, insbesondere durch ein vielfältiges, mehrwertstiftendes Produkt-Angebot (auch in Form von Live-Veranstaltungen) von zentraler Bedeutung. Die Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 zeigt eine positive Entwicklung, die im Planansatz erwartet wurde. Die Gesamterlöse liegen über dem Vorjahr, konnten aber nicht ganz die Planwerte erreichen. Das operative EBIT liegt unter Herausrechnung außerplanmäßiger Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (1,9 Mio. EUR) bei 69,0 Mio. EUR und hiermit ebenfalls über Vorjahr sowie auch über dem Plan. Durch das Umsatzwachstum in digitalen Geschäftsfeldern sowie der steigenden Nachfrage nach Live-Veranstaltungen, begleitet von einer weiter stringenten Kostensteuerung konnte ein operatives EBITDA für 2022 über Plan und auf Vorjahresniveau erzielt werden. Das Geschäftsjahr 2022 ist wie bereits das Vorjahr insgesamt geprägt von einer unveränderten Fokussierung der Unternehmensgruppe auf die journalistischen Kernmarken und dem erfolgreichen Stärken bestehender Ertragssäulen sowie der Entwicklung neuer, nachhaltiger Erlössäulen im Umfeld dieser Kernmarken. Hierbei konnten die starken Stellungen der Kernmarken ZEIT, Handelsblatt und WirtschaftsWoche als überregionale Titel sowie des Tagesspiegels als Nr. 1-Qualitätsmedium in und aus Berlin mit zunehmend nationaler Bedeutung weiter ausgebaut werden. Der erfolgreiche Relaunch des Tagesspiegel in 2022 verdeutlicht diese Markenstrategie. Durch die konsequente Umsetzung und Verfolgung der "Subscription-First"-Strategie in allen drei Teilkonzernen konnten insbesondere digitale Abonnements nachhaltig ausgeweitet werden. Hierzu unterstützend erfolgten auch in 2022 die wesentlichen Entwicklungsarbeiten und Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände zur wesentlichen Erweiterung und fortlaufenden Verbesserung der Produkte, Webseiten sowie App-Anwendungen. Insgesamt entwickelte sich das Geschäftsjahr aus Sicht der Geschäftsführung weiter positiv für den Konzern. Mit den fortgeführten Investitionen in die Digitalisierung, begleitet von einer weiter stringenten Kostensteuerung, hat sich die Unternehmensgruppe deutlich gestärkt fortentwickelt und hat damit die Basis für eine weitere nachhaltig positive Entwicklung der Finanz- und Ertragslage weiter gestärkt. Lage des Konzerns Nachfolgend werden die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erläutert. Im Einzelnen zeigte sich im Konzernabschluss 2022 folgendes Bild zum 31. Dezember 2022: Vermögenslage Der Konzernabschluss zeigt die folgende Strukturbilanz: Aktiva
Passiva
Zu 1): inklusive aktiver Unterschiedsbetrag aus
Vermögensverrechnung und aktiven latente Steuern
Zu 2): Bilanzielles Eigenkapital zzgl.
Gesellschafterdarlehen
Wesentliche Anteile des Anlagevermögens betreffen die immateriellen Vermögensgegenstände des Konzerns in Form von Markenwerten (TEUR 20.346; Vj. TEUR 23.973) sowie Geschäfts- und Firmenwerten (TEUR 64.719; Vj. TEUR 71.818), die planmäßig abgeschrieben werden. Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände ist bei fortgesetzter Investitionstätigkeit im Rahmen der Digitalisierungsstrategie auf die planmäßigen Abschreibungen zurückzuführen, die in Summe über den Zugängen liegen. Darüber hinaus wurden im Rahmen regelmäßiger Bewertungen TEUR 1.948 an immateriellen Vermögensgegenständen außerplanmäßig abgeschrieben sowie (Vj. TEUR 2.998). Sachanlagen sind mit rd. 3,8% des Gesamtvermögens weiterhin von untergeordneter Bedeutung, auch weil der Druck der Verlagsprodukte unverändert auf Basis von Dienstleistungsverträgen durch Dritte erfolgt. Das Umlaufvermögen umfasst im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 59.998; Vj. TEUR 55.425), sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 15.434; Vj. TEUR 32.234) sowie die flüssigen Mittel (TEUR 112.783; Vj. TEUR 75.558). Der Anstieg des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf einen deutlich höheren Kassenbestand aus der positiven Entwicklung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie auf einen höheren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Das langfristig gebundene Vermögen in Form des Anlagevermögens ist durch Eigenkapital sowie das zur Verfügung stehende, langfristige Fremdkapital in Höhe von rd. 124,1% (Vj. rd. 112,6%) vollständig fristenadäquat finanziert. Das langfristige Fremdkapital beinhaltet längerfristig zur Verfügung stehende Darlehensverbindlichkeiten sowie Pensionsrückstellungen. Das langfristige Fremdkapital liegt in der Höhe und Zusammensetzung im Wesentlichen auf dem Vorjahres-Niveau. Der Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals ist auf Verpflichtungen aus Gewinnverwendungen sowie höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, die von unter Vorjahr liegenden sonstigen Rückstellungen teilweise kompensiert wurden. Die Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite betreffen nahezu vollständig abgegrenzte Abonnement-Vorauszahlungen, die weitgehend im Folgejahr und damit kurzfristig zur Auflösung kommen. Finanzlage Die aktuell bestehende Fremdfinanzierungsstruktur aus dem Jahr 2020 hat eine Laufzeit bis 2025 und sichert den bestehenden und auch zukünftigen Finanzierungsbedarf des Konzerns ab. Durch den deutlich positiven Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit konnte der Bestand an finanziellen Mitteln weiter erheblich gesteigert werden. Die Unternehmensgruppe ist mittel- und langfristig und äußerst solide durchfinanziert. Ertragslage Der Konzernabschluss weist für 2022 die folgende Struktur-GuV auf: Gewinn- und Verlustrechnung
Zu 1): : operatives EBITDA sowie EBIT ohne
Ergebnis aus Anlageabgängen sowie ohne
außergewöhnliche Posten
Die Umsatzerlöse des Jahres 2022 im Gesamtkonzern sind gegenüber dem Vorjahr um rd. 4% gestiegen und gliedern sich wie folgt auf:
Die Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 zeigt eine positive Entwicklung, die im Planansatz erwartet wurde. Die Gesamterlöse liegen über dem Vorjahr, konnten aber nicht ganz die Planwerte erreichen. Eine zentrale Säule der Umsatzentwicklung sind die Vertriebserlöse, die wesentlich durch die Digitalerlöse getragen werden und die die erwarteten Rückgänge der Printerlöse mehr als kompensieren konnten. Darüber hinaus zeigen auch die Anzeigenerlöse in einem allgemein schwierigen Marktumfeld eine erfreuliche Entwicklung. Die Entwicklung der Sonstigen Erlöse sind insbesondere von einer Zunahme des Veranstaltungsgeschäfts sowohl im Live-Format sowie in Hybrid-Konzepten gegenüber dem Vorjahr aufgrund des fortlaufenden Wegfalls coronabedingter Einschränkungen geprägt. Die Materialaufwandsquote liegt bei 17,1% der Umsatzerlöse und ist damit planmäßig über dem Vorjahresniveau. Dieser Entwicklung liegt im Wesentlichen ein deutlicher Anstieg der Papierpreise sowie aufgrund des wieder gestiegenen Umfangs an Live-Veranstaltungen und Leserreisen höhere bezogene Leistungen zugrunde. Teilweise kompensiert wurden diese Zunahmen durch rückläufige Druckkosten und einem geringeren Wareneinsatz für Handelswaren/Shopverkäufe. Im Geschäftsjahr 2022 waren im Konzern der DvH Medien GmbH 2.810 Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon entfielen 957 Mitarbeiter auf die Handelsblatt Media Group, 667 Mitarbeiter auf die Tagesspiegel-Gruppe, 1.174 Mitarbeiter auf die ZEIT-Verlagsgruppe sowie 12 Mitarbeiter auf die DvH Medien GmbH. Die im Durchschnitt beschäftigten Mitarbeiter liegen damit in Summe über dem Vorjahresniveau. Die Personalaufwendungen liegen aufgrund des Personalaufbaus insgesamt planmäßig über dem Vorjahresniveau. Hierbei wurde die Entwicklungsstrategie aus den Vorjahren fortgesetzt, wonach in zusätzliches Personal in einzelnen Geschäftsbereichen investiert wird, dem aber einmalige personelle Maßnahmen gegenüberstehen, die sich aus strategischen Refokussierungen in einzelnen Geschäftsbereichen ergeben und mit außergewöhnlichen Personalaufwendungen einhergehen. Insgesamt liegen diese außergewöhnlichen Personalaufwendungen mit rd. 5,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr rd. 7,0 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um 4,8% über dem Vorjahr, ihr relativer Anteil an den Erlösen ist jedoch aufgrund zum Vorjahr gestiegenen Erlösen mit 33,7% im Wesentlichen auf dem Vorjahresniveau. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch gestiegene Werbe- und Vertriebsaufwendungen sowie Lizenzaufwendungen für Softwareprodukte. Darüber hinaus sind außergewöhnliche Aufwendungen für Hilfsmaßnahmen zur Unterstützung der Ukraine in Höhe von 1,5 Mio. EUR verausgabt worden. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 enthalten rd. 1,9 Mio. EUR außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, die zur Überleitung auf das operative EBIT in der Darstellung der Ertragslage eliminiert wurden. Das operative EBITDA liegt, bereinigt um die außergewöhnlichen Posten sowie den Ergebnissen aus Anlageabgängen, über dem Vorjahr und dabei auch über dem Planansatz. Das operative EBIT liegt unter Herausrechnung außerplanmäßiger Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (1,9 Mio. EUR) bei 69,0 Mio. EUR und hiermit ebenfalls über Vorjahr sowie auch über dem Plan. Die weiter positive Ergebnisentwicklung zeigt, dass der in Vorjahren eingeschlagene Weg des fortlaufenden Ausbaus digitaler Produkte weiter erfolgreich verläuft und die Erlös- und Ergebnissteigerungen nachhaltig sind. Damit hat sich die Wachstums-Strategie als nachhaltig bestätigt. Die Anforderungen an den qualitativ hochwertigen Journalismus sowie die Bindung der Kunden an die Kernmedien der DvH-Gruppe als Kernelemente der strategischen Marken- und Produktentwicklungen stehen weiter im Fokus der Unternehmensentwicklung und waren damit auch in 2022 Basis für die erfolgreiche Entwicklung der Umsatzerlöse sowie insbesondere der Vertriebserlöse. Insgesamt sieht die Geschäftsführung auf eine erfolgreiche Ertrags- und Finanzlage 2022 zurück. C. Risikobericht Umfeldrisiken Aufgrund der Korrelation zwischen der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und den Werbebudgets besteht grundsätzlich die Gefahr von Erlösrückgängen im Anzeigenbereich bei einer negativen Entwicklung der Wirtschaft. Diese Erlösrückgänge können nicht in jedem Szenario in vollem Umfang kurzfristig durch Kosteneinsparungen kompensiert werden, sodass sich hieraus das grundsätzliche Risiko einer Ertragsentwicklung unter Plan ergeben kann. Diesem Risiko wird neben einer engen Steuerung der Kosten insbesondere durch eine Diversifizierung der Produkte sowie dem weiteren Ausbau digitaler Geschäftsmodelle begegnet, um neben den klassischen Bereichen der Anzeigen- und Vertriebserlöse sukzessive weitere starke Erlössäulen zu dominieren. Die Bedeutung der Anzeigenerlöse für die Finanz- und Ertragslage wird damit sukzessive weiter reduziert. Darüber hinaus bestehen grundsätzliche Risiken aus politischen Entwicklungen und damit einhergehenden Gesetzgebungen, wie es sich am Beispiel der Auswirkungen des Mindestlohns auf die Zustellbetriebe, der E-Privacy-Verordnung oder der Angebotspflicht von Corona-Tests für Mitarbeiter zeigt. Hieraus können sich zusätzliche Kosten ergeben, die zu negativen Ergebnisabweichungen führen können. Die nach wie vor noch nicht beschlossene E-Privacy-Verordnung zur datenschutzrechtlichen Regelung der elektronischen Kommunikation sowie des Trackings von Usern könnte negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Anzeigenerlöse mit sich bringen. Mit dem im Jahr 2022 eingetretenen Krieg in der Ukraine, der nach wie vor anhält, geht eine erhebliche Verteuerung von Energie sowie ein erhebliches Ansteigen der Inflation einher, die sich negativ auf die Kaufbereitschaft von Verbrauchern und damit einhergehend negativ auf den Werbemarkt und Anzeigen auswirken kann. Kürzungen von Budgetausgaben von werbenden Kunden können zu deutlichen Rückgängen in den betroffenen Umsatzerlösen aus Anzeigen führen. Branchenrisiken Die Medienlandschaft insgesamt und damit auch die Geschäftsfelder des Konzerns der DvH Medien GmbH befinden sich in einem sich weiter fortsetzenden Umbruch. Hiermit gehen grundsätzlich rückläufige Auflagen von Printmedien sowie eine Verschiebung der Werbebudgets vom Printbereich in digitale Medien einher, ohne dass steigende Erlöse der digitalen Medien die Rückgänge des Printbereichs zwingend immer vollständig kompensieren können. Zudem vereinnahmen große Internetplattformen wie Facebook, Google und Amazon weiter wesentliche Anteile der Werbebudgets auf ihren Werbeplattformen. Diesem Risiko wird insbesondere durch die Ausweitung der Produkte auf Basis der starken Kernmarken der Unternehmensgruppe, verbunden mit hochwertigem Qualitätsjournalismus sowie hochwertigen Zielgruppenzugängen, begegnet. Eine Abhängigkeit von konjunkturell volatilen Werbemärkten ist der größte Risikofaktor für Zeitungs- und Zeitschriftenverlage. Daher soll auch weiterhin der über Vertriebserlöse (print und digital) zu generierende Umsatzanteil durch geeignete Produktentwicklungen, neue Vermarktungsformen sowie eine Steigerung des Digitalvertriebs weiter ausgebaut werden. Hierzu werden Abonnenten exklusive Vorteile und Angebote gewährt, um die Haltedauer der Abonnements zu stärken. Darüber hinaus wird den Risiken durch (Vermarktungs-)Kooperationen wie zum Beispiel der "Quality Alliance" der Qualitätsmedien Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, ZEIT sowie Handelsblatt/WirtschaftsWoche begegnet. Beschaffungsrisiken bestehen grundsätzlich in Form volatiler Papierpreise, die aufgrund von verstärkter Nachfrage aus der Verpackungsindustrie durch zunehmenden Onlinehandel, steigender Energiepreise sowie Verknappung von Rohstoffen zu deutlichen Papierpreissteigerungen führen können. Ein ständiges Beobachten der Preisentwicklungen gewährleistet das notwendige Maß an Kalkulationssicherheit. Darüber hinaus werden diese Risiken durch eine fortlaufende Optimierung der Struktur der Druckauflagen sowie auch durch eine Zunahme der Digital-Abonnements kontinuierlich und systematisch vermindert. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken können sich grundsätzlich aus der Liquiditätsentwicklung in Abhängigkeit von der Erlösentwicklung der Gesellschaften sowie aus Zinsänderungsrisiken aufgrund vorhandener Finanzierungsstrukturen ergeben. Dem Liquiditätsrisiko wird durch längerfristige Finanzierungsvereinbarungen mit Finanzierungspartnern sowie durch Gesellschafterdarlehen begegnet, sodass die Fähigkeit, vorhandenen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, jederzeit sichergestellt ist. Darüber hinaus ist in der Unternehmensgruppe ein Cash-Pooling-System integriert, das die konzernweite Liquiditätssteuerung optimiert. Das Zinsänderungsrisiko wird durch die DvH Medien GmbH als finanzierende Holding der Gruppe fortlaufend durch Beobachtung der Zinsmärkte überwacht. Bei Bedarf können derivative Sicherungsinstrumente zur Absicherung abgeschlossen werden. Aktuell unter Abwägung von Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten vom Einsatz eines Sicherungsinstruments abgesehen. Sonstige Risiken Grundsätzlich kann es im Rahmen journalistischer Berichterstattungen zu Rechtsstreitigkeiten und damit einhergehenden Schadensersatzansprüchen sowie Unterlassensklagen kommen. Den damit einhergehenden Risiken wird durch einen entsprechenden Versicherungsschutz sowie durch Rückstellungen für Prozessrisiken begegnet. Die unternehmerische Tätigkeit der Unternehmensgruppe geht insbesondere auch aufgrund der zunehmenden Bedeutung digitaler Medien mit einer zunehmenden Abhängigkeit von IT-Systemen einher. Den mit dem Betrieb von IT-Systemen verbundenen Risiken insbesondere in Form von Systemausfällen und Datenverlusten wird durch redundant betriebene Systeme begegnet. Darüber hinaus werden externe Dienstleister für den IT-Betrieb zur weiteren Reduzierung der Risiken eingesetzt. Gesamtaussage zur Risikosituation Die Entwicklung der Unternehmensgruppe wird im Hinblick auf die Erreichung der individuellen Zielvorgaben sowie auch im Hinblick auf die Gesamtunternehmensziele des Konzerns durch vorgegebene Berichtsinhalte durch das jeweilige Gruppen-Controlling überwacht. Grundlagen hierfür sind Planung-, Informations- und Kontrollsysteme auf Ebene der drei Konzerngesellschaften der Unternehmensgruppe. Hierbei wird monatlich, und gegebenenfalls auch ad hoc, über die Entwicklung der Geschäftsbereiche und damit einhergehend über bestehende oder neu eintretende Risiken berichtet, um im Bedarfsfall notwendige Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten zu können. Die gesamte Risikolage kann als ausgewogen bezeichnet werden. Es bestehen aus Sicht der Teilkonzerngeschäftsführungen sowie auch aus Sicht der Gesamtkonzerngeschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Mit dem weiteren Verlauf der Inflation und damit einhergehend der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland ist jedoch damit zu rechnen, dass ein Zurückhalten von Werbebudgets zu Abweichungen vom geplanten Jahresergebnis führen können. D. Chancenbericht Umfeldbezogene Chancen Die Abhängigkeit der Werbebudgets insbesondere von der konjunkturellen Entwicklung bietet auch Chancen im Falle einer über den Erwartungen liegenden positiven Wirtschaftsentwicklung. Zunehmende Anzeigenaufträge und ein zunehmender Bedarf von Unternehmen und Verbänden für Kommunikationskonzepte werden sich positiv auf das Ergebnis des Konzerns auswirken. Die Ausrichtung unserer Medien auf hochwertige Zielgruppen, verbunden mit der hohen Vertrauenswürdigkeit unserer Marken, bietet die Basis für eine individualisiertere Ansprache durch Werbeinteressierte und damit für zusätzliche Anzeigenumsätze. Branchenbezogene Chancen Mit dem technischen Fortschritt sowie auch dem sich verändernden Mediennutzungsverhalten gehen auch Chancen einher. Ein erfolgreiches Partizipieren an den Chancen dieses Wandels besteht erwartungsgemäß in dem Entwickeln und Implementieren nachhaltig tragfähiger digitaler paid-Modelle für digitale redaktionelle Inhalte. Dies bleibt weiterhin eine der Voraussetzungen für die nachhaltige Stabilisierung der Branche insgesamt und für ein langfristiges Wachstum des Konzerns DvH Medien GmbH. Der mit der Corona-Pandemie einhergehende Digitalisierungstrend verdeutlicht dies nachhaltig. Die weiter steigenden Abschlüsse von digitalen Abonnements auch Verlauf des Jahres 2022 führen zu zusätzlichen nachhaltigen Vertriebserlösen und einer deutlichen Steigerung der Vertriebsmarge mit positiven Effekten auf das Unternehmensergebnis. Aus der Entwicklung neuer Vermarktungskonzepte und neuer Produkte sowie einer verstärkten Ausrichtung auf die Interessen einzelner Kundengruppen werden die Chancen gesehen, vorhandene Erlöse weiter abzusichern sowie auszubauen. Dies betrifft die zunehmende Fokussierung auf mittelständische Kunden sowie eine Fokussierung auch auf die Zielgruppen der Entscheider auf nationaler und internationaler Ebene. Auch der forcierte Ausbau digitaler sowie hybrider Veranstaltungs- und Kongressaktivitäten führt zu zusätzlichen Erlöschancen. Zusätzliche Chancen für eine positive Ertragsentwicklung werden in einer Ausweitung von Kooperationen mit Marktteilnehmern sowie einem weiteren Ausbau des Angebots im Bereich Corporate Publishing gesehen. Sonstige Chancen Die fortlaufende Entwicklung der bestehenden Produkte sowie die Entwicklung neuer Produkte der vorhandenen Kernmarken bieten zusätzliche Entwicklungschancen einzelner Unternehmensbereiche sowie zusätzliche Potentiale markt- und kostenseitiger Synergie-Effekte. Darüber hinaus können sich durch den weiteren, zielgerichteten Erwerb von Unternehmen weitere Wachstumsimpulse sowie Synergieeffekte für die bestehenden Geschäftsbereiche ergeben. Im Bereich der Fachinformationen kann sich durch laufende Gesetzesänderungen oder weitergehende Regulierungen, insbesondere in stark regulierten Branchen wie das Gesundheitswesen, die Energieversorgung oder auch die Agrarwirtschaft, ein zunehmender Bedarf an den herausgegebenen branchenbezogenen Fachinformationen ergeben. Auch die zunehmende Digitalisierung sowie die steigende Bedeutung der künstlichen Intelligenz in Wirtschaft und Arbeitsleben bieten zusätzliche Entwicklungschancen in den Bereichen der Fachinformationen sowie Veranstaltungen. E. Prognosebericht Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Unternehmensentwicklung werden insbesondere von der erwarteten Entwicklung in Deutschland gesetzt. Die Bundesregierung sieht in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2023, vom 25.1.2023, für 2023 für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ein Wachstum des BIP in Höhe von 0,2 % sowie eine weiter steigende Erwerbstätigkeit auf etwa 45,7 Millionen Erwerbstätige. Es werden jedoch weiterhin große Unsicherheiten aufgrund des Krieges in der Ukraine, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung sowie der hohen Energiepreise gesehen. Die Bundesregierung will daher mehrere Entlastungspakete in Milliardenhöhen zur Verfügung stellen, um die hohen Energie- und Verbraucherpreise abzumildern und die Einkommen zu stärken. Hieraus werden auch Belastungen für den deutschen Werbemarkt erwartet - dieser soll im Jahr 2023 mit -0,1% zum Vorjahr stagnieren (Dentsu Dezember 2022). Begründet wird dies mit der hohen Inflation und rasant steigenden Energiepreisen, die sich auf die Konsumstimmung niederschlagen und damit auch den Werbemarkt bestimmen. Vor diesem Hintergrund wird vor allem ein weiterer Rückgang im weiter größten Medium Fernsehen erwartet, wohingegen für Online-Medien ein Plus von 3% vorhergesagt wird (JOM Group Januar 2023). Unsere Planungen für 2023 gehen von einer positiven Fortführung der Geschäftsentwicklung, ausgehend von den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2022, aus. Für die Vertriebserlöse wird ein weiteres nachhaltiges Wachstum erwartet, das insbesondere durch die Entwicklung digitaler Vertriebserlöse getragen wird und erwartete Rückgänge im Print überkompensiert. Auch für den Bereich der Anzeigenerlöse wird mit einem Umsatzwachstum gerechnet. Für das Veranstaltungsgeschäft wird nach dem weitestgehenden Wegfall der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie ein weiteres Umsatzwachstum in 2023 gegenüber Vorjahr geplant. Aufgrund bestehender Unwägbarkeiten aus den Konjunkturprognosen wird auf der Kostenseite weiter restriktiv gesteuert, ohne hierbei jedoch notwendige Investitionen in die strategischen Wachstumsfelder zu tangieren. Für die Umsatzerlöse wird ein Wachstum im oberen einstelligen Prozentbereich geplant. Aufgrund von geplanten, weiteren Investitionen in die strategischen Geschäftsfelder wird ein Konzern-EBITDA sowie ein Konzern-EBIT für das Geschäftsjahr 2023 in der Größenordnung des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2022 erwartet. Grundlage der erfolgreichen Entwicklung werden auch in 2023 ein qualitativ hochwertiger Journalismus sowie die Bindung der Kunden an die Kernmarken der DvH Medien-Gruppe sein.
Stuttgart, den 24. Mai 2023 Oliver Finsterwalder Dr. Rainer Esser BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DvH Medien GmbH, Stuttgart PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der DvH Medien GmbH, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DvH Medien GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 24. Mai 2023 BDO
AG
Müller, Wirtschaftsprüfer Künkele, Wirtschaftsprüfer Konzernanlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022
VK = Vollkonsolidiert; EQ= at Equity bewertet; AC=Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Latest news articles and media mentions
Real-time check for insolvency notices from register courts
Check if there are any insolvency proceedings for this company
Real-time document download from the commercial register
Other companies registered at or near this business location
26 nearby organizations
Activities of holding companies
Media representation
Publishing of newspapers
Activities of holding companies
Activities of holding companies
Organisation of conventions and trade shows
Media representation
Wholesale of audio and video equipment
Management activities of other holding companies
Management activities of other holding companies
Engineering activities for technical building equipment
Activities of employment placement agencies
Activities of employment placement agencies
Engineering activities for technical building equipment
Management activities of other holding companies
Public relations and communication activities
Public relations and communication activities
Advertising agencies
Advertising agencies
Activities of holding companies
Management activities of other holding companies
Advertising agencies
Engineering activities for technical building equipment
Wholesale of electrical household appliances
Contract catering service activities and other food service activities
Management activities of other holding companies
Indicators extracted from public financial statements
Real-time document download from the commercial register
Real-time check for insolvency notices from register courts
Check if there are any insolvency proceedings for this company