Master Data

Registry
Register court Offenbach am Main HRB 8642
Registered
1/25/1993
Industry
Construction of utility projects for electricity and telecommunicationsTrade of steam, hot water and cooled airActivities of brokers and agents for electric power and natural gas
Purpose
die öffentliche Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme; der Handel mit Strom, Gas und sonstiger Energie sowie die Personenbeförderung; Planung, Herstellung, Unterhaltung und Betrieb von Kommunikationsanlagen und -netzen sowie Dienstleistungen im Telekommunikationsbereich; Betrieb von Schwimmbädern und deren Bewirtschaftung.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Alexander Arras
since 7/31/2019
Procura
Kirk Reineke
since 6/12/2017
Managing Director
Hans-Ulrich Kimpel
since 10/24/2002
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€12,300,000
100.00%

Holdings

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH

Neu-Isenburg

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Im Berichtsjahr 2023 haben sich die organisatorischen und rechtlichen Strukturen der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH (SWNI) gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Einziger Gesellschafter der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH ist die Stadt Neu-Isenburg. Die Aufgaben der Stadtwerke sind die öffentliche Versorgung mi2t Strom, Gas, Wasser und Fernwärme sowie der Handel mit Strom, Gas und sonstiger Energie. Ferner obliegt den Stadtwerken der Betrieb des Stadtbusverkehrs und des Waldschwimmbades in Neu-Isenburg.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsverlauf

a) Wirtschaftliche Entwicklung

Der Energieverbrauch in Deutschland erreichte 2023 eine Höhe von 10.735 Petajoule (PJ) beziehungsweise 366,3 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Das entspricht einem Rückgang um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Energieverbrauch fiel damit laut den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) auf einen historischen Tiefststand.

Erhebliche Bedeutung für den Rückgang des Energieverbrauchs hatten das anhaltend hohe Energiepreisniveau und die schwache wirtschaftliche Entwicklung. Zwar sanken die Einfuhrpreise für die wichtigsten Importenergien im Jahresverlauf, dennoch lagen die Preise weiterhin deutlich über dem Niveau von 2021. Das hohe Preisniveau führte sowohl zu Investitionen in die Energieeffizienz und zu Energieträger-Substitutionen, war aber auch für Kürzungen energieintensiver Produktionen und damit für den Verbrauchsrückgang verantwortlich. Witterungsbereinigt hätte sich der Energieverbrauch 2023 nur um 7,4 Prozent vermindert.

Im Energiemix für das Jahr 2023 kam es erneut zu Verschiebungen. Wichtigster Energieträger blieb das Mineralöl mit einem Anteil von 35,6 Prozent (Vorjahr: 35,1 %), gefolgt vom Erdgas mit 24,7 Prozent (Vorjahr: 23,3 %). Auf die Steinkohle entfiel ein Anteil von 8,7 Prozent (Vorjahr 9,8 %). Die Braunkohle verminderte ihren Anteil auf 8,3 Prozent (Vorjahr: 10,0 %) . Der Beitrag der Kernenergie lag bei 0,7 Prozent (Vorjahr: 3,2 %). Die erneuerbaren Energien weiteten ihren Anteil am gesamten Energieverbrauch auf 19,6 Prozent (Vorjahr: 17,5 %) aus.

2023 war die Stromwirtschaft geprägt durch eine sich insgesamt abschwächende Konjunktur und eine milde Witterung, vor allem aber durch den Anstieg der Preise für Primärenergien und die Verfügbarkeit von Brennstoffen. Der Stromverbrauch (Bruttoinlandsstromverbrauch) nahm voraussichtlich um -4,2 Prozent auf 525,5 Mrd. kWh ab. Ein noch stärkeres Minus verzeichnete die Stromerzeugung (Bruttostromerzeugung) mit -11,1 Prozent. Der Stromaustauschsaldo Deutschlands drehte sich mit einem Importüberschuss von 11,8 Mrd. kWh erstmals nach vielen Jahren ins Plus, nachdem 2022 noch ein Exportüberschuss von 27,3 Mrd. kWh zu beobachten war.

Der Stromverbrauch ist bei Haushalten (-3,6 Prozent), Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (-1,9 Prozent), Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe (-7,1 Prozent) und im Umwandlungssektor (-12,7 Prozent) gesunken. Lediglich im Verkehrsbereich ist eine Zunahme um 8,7 Prozent zu verzeichnen.

Der Erdgasverbrauch fiel 2023 um 2,4 Prozent auf 2.655 PJ (90,6 Mio. t SKE). Er ist damit in etwa auf ein Verbrauchsniveau zurückgefallen, das zuletzt in der 1. Hälfte der 1990er-Jahre zu beobachten war. Der Anteil des Erdgases am gesamten Primärenergieverbrauch stieg von 23,3 auf 24,7 Prozent. In den privaten Haushalten ist der Gasverbrauch um 7,8 Prozent ggü. dem Vorjahr gesunken.

b) Umsatz- und Kostenentwicklung

Der Geschäftsbetrieb der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH wurde auch 2023 erheblich von der Energiepreiskrise und den Auswirkungen des Ukrainekonflikts auf die deutsche Wirtschaft beeinflusst. Der Anstieg der Marktpreise für Strom und Gas und die Umsetzung der Energiepreisbremsen haben zu erheblichem Aufwand im Bereich der Kundenkommunikation und bei der Anpassung des Abrechnungssystems geführt.

Obwohl das Geschäftsjahr für die SWNI erneut sehr herausfordernd war, ist es wieder sehr gut gelungen, die Aufgaben im Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge in Neu-Isenburg erfolgreich zu bewältigen und eine qualitativ und technisch einwandfreie Versorgung der Bürger und der Wirtschaft zu gewährleisten. Der Gewinn liegt mit 2.050 T€ auf dem Niveau des Vorjahresergebnisses (2022: 2.042 T€) aber deutlich über dem ursprünglichen Planansatz von 347 T€.

Die Situation auf den Gasmärkten (u. a. hohe Preise und drohende Gasmangellage) führte zu Einsparungen und Substitutionen und damit zu Absatzrückgängen in der Gas- und Wärmeversorgung. In der Stromversorgung ist der Rückgang der Absatzmenge auf leichte Kundenverluste aufgrund des im 2. HJ zunehmenden Wettbewerbs zurückzuführen.

Absatzentwicklung Sparte Einheit 2022 IST 2023 IST Veränderung
Stromversorgung MWh 77.677 76.153 -1.523 -2,0%
Erdgasversorgung MWh 173.089 162.347 -10.742 -6,2%
Wärmeversorgung MWh 9.603 8.544 -1.059 -11,0%
Wasserversorgung Tm 3 2.196 2.149 -47 -2,1%
Verkehrsbetrieb Beförderungsfahrten 242.156 111.249 -130.907 -54,1%
Bäderbetrieb Besucher 188.760 179.485 -9.275 -4,9%

Im Berichtsjahr sind Absatzrückgänge in den Sparten Erdgas- und Wärmeversorgung zu verzeichnen, was auf Energieeinsparungen aufgrund der Energiekrise zurückzuführen ist. In der Stromversorgung ist der Rückgang der Absatzmenge mit geringen Kundenverlusten aufgrund des im 2. HJ zunehmenden Wettbewerbs zu begründen. Das gute Ergebnis beruht vor allem auf unerwarteten einmaligen Sondereffekten aus der Strom- und Gasbeschaffung. Diese wirkten sich besonders positiv auf die Reduzierung der Bezugskosten als Teil des Materialaufwands aus, was zu einer deutlichen Verbesserung des Rohertrags führte. Der Wasserabsatz liegt nahezu auf dem Vorjahresniveau. Im Verkehrsbetrieb sind die Beförderungsfahrten auf Grund des im Vorjahr noch enthaltenen 9-Euro-Tickets um knapp 54 % gesunken. Im Waldschwimmbad konnten die Besucherzahlen des Vorjahres aufgrund eines durchwachsenen Sommers nicht ganz erreicht werden (-4,9%) und liegen noch immer unter dem Niveau vor der Corona-Krise.

Die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH hat dank wettbewerbsfähiger Tarife und attraktiver Serviceangebote im vergangenen Jahr ihre führende Marktposition behaupten können und im Vergleich zum Vorjahr nur sehr geringe Kundenverluste verzeichnet.

Zum Stichtag 31.12.2023 liegen die Marktanteile beim Stromvertrieb im Segment der Privatkunden bei 83,7 % und bei Gewerbekunden bei 75,1 %. Über alle Kundengruppen beträgt der Marktanteil im Netzgebiet Neu-Isenburg, gemessen an der Zahl der Lieferstellen 82,5 % (Vorjahr 82,9 %).

Auch beim Erdgasvertrieb hat es einen leichten Rückgang bei den Marktanteilen gegeben. Der Anteil bei den Privatkunden beträgt 79,5 % und bei den Gewerbekunden 69,5 %. Über alle Kundengruppen beträgt der Marktanteil im Netzgebiet Neu-Isenburg, gemessen an der Zahl der Lieferstellen 78,5 % (Vorjahr 80,8 %).

Insgesamt hat sich die Liefermenge an elektrischer Energie im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2,2 % (-1,7 GWh) auf 76,2 GWh reduziert. Dies ist insbesondere auf Energieeinsparmaßnahmen und dem leichten Kundenrückgang im Segment der Privatkunden zurückzuführen.

Die Liefermenge in externen Netzgebiete konnte mit ca. 2,9 GWh konstant gehalten werden. Der Anteil der Liefermenge in externe Netzgebiete am Gesamtabsatz lag im Berichtsjahr damit weiterhin bei knapp 4 %.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Erdgasverbrauch im Netzgebiet Neu-Isenburg überwiegend witterungsbedingt um 6 % bzw. um 10,7 GWh auf 162,3 GWh gesunken. Die Anzahl der Heiztage lag mit 221 Tagen um ca. 1 % niedriger als im Vorjahr (224 Tage).

Der Trinkwasserabsatz geht im Vergleich zum Vorjahreswert um -47 m 3 (-2,1 %) zurück.

Die Liefermenge Wärme ist im Vergleich zum Vorjahr um 11 % (-1,1 GWh) gesunken, was auf kundenseitige Energieeinsparungen aufgrund der Energiekrise zurückzuführen ist.

Im Bereich der Erneuerbaren Energien hat sich die Zahl der Photovoltaikanlagen im Versorgungsgebiet weiter erhöht auf nun insgesamt 405 Anlagen, mit einer installierten Leistung von 4.952 kWp. Das Leistungsspektrum der Anlagen erstreckt sich von Kleinstanlagen mit 0,6 kW (Balkonanlagen) bis zu Großanlagen mit über 1.000 kWp. Diese Anlagen haben im Jahr 2023 insgesamt knapp 2,5 Mio. kWh (ohne Selbstverbrauch) ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

Die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität konnte im Berichtsjahr ebenfalls weiter ausgebaut werden. In Neu-Isenburg werden zum Jahreswechsel 22 öffentlich zugängliche Ladepunkte durch die SWNI betrieben.

Zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Neu-Isenburg zählen auch 5 sog. Hypercharger/Schnelllader der SWNI mit insgesamt zehn Ladepunkten an sorgfältig ausgewählten Standorten und einer Ladeleistung von bis zu 150 kW. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 13.701 Ladevorgänge an den öffentlichen Ladesäulen registriert, was im Vergleich zum Vorjahr (7.721 Ladevorgänge) eine deutliche Steigerung um 77 % darstellt. Die verkaufte Strommenge hat sich von 187 MWh auf 380 MWh verdoppelt. Mit 2.814 Ladevorgängen (ca. 8 pro Tag) sticht der Hyper-Charger am Schwimmbad deutlich hervor. Mit Umsatzerlösen in Höhe von 208 T€ im Jahr 2023 konnte ein positives Betriebsergebnis von 57,8 T€ erwirtschaftet werden.

Neben den sieben Ladepunkten auf dem Stadtwerke-Betriebsgelände (Nutzung durch eigenen Fuhrpark und Laden am Arbeitsplatz) wurden auch im Bereich der privaten (13 Wallboxen) und gewerblichen (58 Ladepunkte) Ladeinfrastruktur erfolgreich zahlreiche Kunden-Projekte in den letzten zwei Jahren umgesetzt. Weitere ca. 100 Ladepunkte befinden sich in der Vorbereitung bzw. Umsetzung.

Im Bereich des Verkehrsbetriebs ist die Zahl der verkauften Fahrscheine im Vergleich zum Vorjahr um rund 2 Prozent gesunken. Am deutlichsten ist ein Rückgang bei den Monatskarten für Erwachsene zu verzeichnen (-30 Prozent), vermutlich auf Grund der guten Verkaufszahlen des Deutschlandtickets. Die Beförderungsfahrten sind ggü. 2022 (242.156) mit 111.249 um 54 Prozent gesunken. Diese Reduzierung ist auf die temporäre Einführung des 9€-Tickets in 2022 zurückzuführen.

Die Kosten für den Betrieb des Busverkehrs haben sich vor allem auf Grund der gestiegenen Personalkosten und dem Einsatz von Zusatzverstärkern im Schülerverkehr beim eingesetzten Verkehrsunternehmen auf 1.938 T€ erhöht. Darin ist eine Gutschrift für den Personalkostenanstieg (Hessenindexausgleich) in Höhe von 55 T€ enthalten.

Besucher Bäderbetrieb 2022 IST 2023 IST Veränderung
Hallenbad 53.612 28,4% 45.318 25,2% -8.294 -15,5%
Freibad 102.823 54,5% 95.944 53,5% -6.879 -6,7%
Schulen 10.520 5,6% 14.995 8,4% 4.475 +42,5%
Vereine 9.742 5,2% 11.291 6,3% 1.549 +15,9%
Kurse 3.001 1,6% 1.755 1,0% -1.246 -41,5%
Besucher Bad 179.698 95,2% 169.303 94,3% -10.395 -5,8%
Sauna 9.062 4,8% 10.182 5,7% 1.120 +12,4%
Besucher Bäderbetrieb 188.760 100,0% 179.485 100,0% -9.275 -4,9%

Im Bäderbetrieb wurden mit rund 179 Tsd. Besuchern im Vergleich zum Vorjahr ca. 5 % weniger Kunden gezählt. Dieser Rückgang der Besucherzahlen wirkt sich entsprechend negativ auf die Umsatzerlöse aus, welche nun 659 T€ betragen und damit um ca. 60 T€ geringer ausfallen als im Vorjahr.

Zusammen mit den angestiegenen internen Bezugs- und Personalkosten führt dies zu einer Verschlechterung des Betriebsergebnisses vor Steuern in Höhe von ca. 420 T€. Das Betriebsergebnis für 2023 beträgt somit -2.261 T€. Dies fällt jedoch gegenüber Plan 194 T€ besser aus (Plan -2.436 T€), da u.a. mit einem noch stärkeren Anstieg der Bezugskosten und des Materialaufwandes gerechnet wurde.

c) Investitionen

Die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH haben im Berichtsjahr 6.513 T€ (Vorjahr 6.188 T€) in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen investiert. Gemäß Investitionsplan wurden vor allem Anlagen zur Elektrizitäts-, Wärme- und Trinkwasserlieferung neu errichtet bzw. grundlegend modernisiert. Der leichte Anstieg des Investitionsvolumens gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf die Neugründung der Kooperationsgesellschaft zurückzuführen, welche sich im Finanzanlagevermögen bemerkbar macht und auf die Sparten Strom, Gas, Wasser und Wärme auswirkt.

Investitionen Werte
in T€
2022 IST 2023 IST Veränderung
Stromversorgung 2.447 1.996 -450 -18,4%
Erdgasversorgung 1.257 1.068 -189 -15,1%
Wasserversorgung 1.950 2.931 +980 +50,3%
Wärmeversorgung 213 134 -79 -37,1%
Dienstleistungen 291 142 -149 -51,3%
Verkehrsbetrieb 4 4 +0 +12,0%
Bäderbetrieb 26 238 +212 +815,5%
Investitionen 6.188 6.513 +325 +5,3%

Auch im Jahr 2023 wurden erhebliche Mittel für die Instandhaltung der Versorgungsinfrastruktur und der zugehörigen Betriebseinrichtungen aufgewendet.

In der Sparte Stromversorgung wurden ca. 1.200 T€ in das Stromnetz investiert (insbesondere die Verstärkung und Erneuerung der Mittel- und Niederspannungsnetze). Das ist ein weiterer Baustein für die laufende Netz-Optimierung und für die Vorbereitungen auf die erwarteten steigenden Bedarfe aus der Energiewende und der Erschließung des Stadtquartier-Süds.

Auch unter dem Einfluss von zunehmend stark schwankenden Abnahmeverhältnissen ist eine sichere und stabile Gasversorgung oberstes Ziel. Zur Sicherung dieses Ziels wurden in die Optimierung und Erneuerung der Gasdruckregeltechnik und- messanlagen ca. 220 T€ investiert. Dennoch sind die Investitionen um 544 T€ auf 714 T€ zurückgegangen. Zusätzlich konnten im Netzgebiet insgesamt 12 (Investitionsvolumen 41 T€) neue Anschlüsse akquiriert und zur Zufriedenheit der Kunden noch vor Beginn der Heizperiode erfolgreich in Betrieb genommen werden.

In der Sparte Wasserversorgung wurden im Rahmen des jährlichen Leitungssanierungsprogramms in 2023 größere Hauptleitungsabschnitte erneuert (ca. 1.864 T€). Gleichzeitig wurden für die verfahrenstechnische Optimierung der Wasseraufbereitung mit einem Volumen von etwa 519 T€ zentrale Komponenten durch effektive und zuverlässige Technik ersetzt sowie umfangreiche Sanierungen der Wasseraufbereitungsanlagen durchgeführt. Mit einem Investitionsvolumen von 2.931 T€ ist die Sparte der Wasserversorgung damit die wertmäßig größte Position in den Investitionen der Stadtwerke Neu-Isenburg.

Zudem wurde im Jahr 2023 die Erschließung (Fernwärme, Strom, Wasser) des Stadtquartier-Süd fortgesetzt. Dies umfasst die Planung einer Wärmezentrale, die zur Wärmeversorgung die Abwärme eines künftigen Rechenzentrums nutzen soll, und die Erneuerung der zentralen Schaltstation "B3" sowie weitere Verlegungen entsprechender Rohrleitungs- und Kabel-Trassen. Für die Wärmezentrale sind bereits Plankosten in Höhe von 163 T€ angefallen und für die Schaltstation B3 wurden im Jahr 2023 337 T€ aufgewendet.

Im Bereich der Energiedienstleistungen wurde zum Beispiel in der E-Mobilität eine Schnellladestationen im Stadtquartier Süd mit einem gesamten Investitionsvolumen von ca. 74 T€ errichtet.

Des Weiteren wurden 5 verpachtete PV-Anlagen mit einem Gesamtwert von fast 100 T€ in Betrieb genommen.

Im Rahmen des (gemäß Messstellenbetriebsgesetz) verpflichtenden Einbaus von sog. Modernen Messeinrichtungen wurden im Rahmen des eichrechtlichen Turnuswechsels im Jahr 2023 fast 1.700 digitale Stromzähler bei Stadtwerke-Kunden verbaut und dafür etwa 78 T€ aufgewendet. Der Roll-Out der sog. Intelligenten Messsysteme (SmartMeter) verschiebt sich aufgrund der sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen und den damit zusammenhängenden umfangreichen Maßnahmen im Bereich der IT-System-Unterstützung für die Beschaffung und den Einsatz dieser SmartMeter in das Jahr 2025.

Im Waldschwimmbad haben sich die Investitionen deutlich von 26 T€ im Vorjahr auf 238 T€ erhöht, da neben diversen kleineren Anschaffungen auch ein neues Kassensystem installiert wurde.

2.2 Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

Die Ertragslage der Stadtwerke Neu-Isenburg ist in 2023, von den nach wie vor deutlich über Vorkrisenniveau liegenden Energiepreisen (auf der Beschaffungs- und der Absatzseite), geprägt. Insgesamt kann in Bezug auf die Ertragslage deshalb nicht von einem Normaljahr gesprochen werden.

Die Umsatzerlöse liegen mit 60.840 T€ um 17.457 T€ bzw. 40,2 % deutlich über Vorjahresniveau.

Umsatzentwicklung Werte
in T€
2022 IST 2023 IST Veränderung
Stromversorgung 22.474 29.253 +6.779 +30,2%
Erdgasversorgung 13.318 23.127 +9.809 +73,7%
Wasserversorgung 4.171 4.137 -34 -0,8%
Wärmeversorgung 1.315 1.991 +675 +51,4%
Verkehrsbetrieb 991 735 -256 -25,8%
Bäderbetrieb 720 659 -60 -8,4%
Dienstleistungen 394 938 +544 +138,3%
Umsatzerlöse 43.382 60.840 +17.457 +40,2%

Die Umsatzerlöse aus der Stromversorgung liegen als Folge der Preissteigerungen mit 29.253 T€ (+30,2 %) deutlich über dem Vorjahresniveau.

In der Erdgasversorgung fällt der Anstieg (9.809 T€ bzw. +73,7 %) der Umsatzerlöse noch stärker aus, trotz eines Rückganges des Absatzes um 6,2 % und beträgt damit insgesamt 23.127 T€.

Der Rückgang des Umsatzes in der Wasserversorgung verläuft fast parallel zum Rückgang des Absatzes und fällt damit minimal geringer aus als im Vorjahr (-34 T€ bzw. -0,8 %). Der Umsatz beträgt also 4.137 T€.

Ein ähnlicher Effekt wie in der Gasversorgung trat auch in der Wärmeversorgung auf. Trotz eines Absatzrückganges stieg der Umsatz aufgrund von Preiserhöhungen auf 1.991 T€ (+675 T€ bzw. +51,4 %).

Im Verkehrsbetrieb konnten 2023 auf Grund der niedrigeren Einnahmenzuscheidung von der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) insgesamt 736 T€ durch Fahrkartenverkäufe erlöst werden (Vorjahr 991 T€). Darin enthalten sind auch die Einnahmen aus der Überdeckung der Buslinie OF-67 für das Jahr 2022 in Höhe von 95 T€ (Vorjahr 123 T€).

Als Ausgleich für einen Teil der erlittenen Umsatzerlösausfälle in 2023 wurde vom Land Hessen über die kvgOF eine Corona-Billigkeitsleistung in Höhe von rund 73 T€ gezahlt. Von den im Vorjahr erhaltenen 185 T€ wird anteilig etwas an die kvgOF zurückgezahlt werden müssen. Hintergrund sind geringere Verluste aus Fahrscheinverkäufen als ursprünglich für die Berechnung der Hilfen angenommen.

Zusätzlich zu den niedrigeren Erlösen für den Busbetrieb sind auch die Kosten für die Verkehrsleistungen erneut angestiegen. Damit fällt das negative Betriebsergebnis vor Steuern mit -1.432 T€ deutlich höher aus als im Vorjahr (2022: -1.000 T€).

Im Bäderbetrieb fielen die Umsatzerlöse leicht um 60 T€ auf 659 T€ (Vorjahr 720 T€). Dies lässt einhergehend mit dem leichten Rückgang der Besucherzahlen begründen.

Die Erlöse der Sparte Dienstleistungen betragen 938 T€ (Vorjahr: 394 T€) und beinhalten im Wesentlichen Erlöse, die aus technischer und vertrieblicher Sicht außerhalb der "klassischen" Versorgungssparten (Strom, Gas, Wasser und Wärme) abgebildet werden, z. B. die Vermietung der Betriebswohnungen sowie die Vermietung der freien Kapazitäten der vorhandenen Glasfaser-Netze (LWL) an die Entega MediaNet. Der starke Anstieg der Erlöse ist in diesem Jahr auf Einmaleffekte zurückzuführen, die im Rahmen der Neugründung der Kooperationsgesellschaft entstanden sind. So wurden Teile des Anlagevermögens (125 T€) und des Lagermaterials (462 T€) an die Kooperationsgesellschaft veräußert.

Aufwandsentwicklung Werte
in T€
2022 IST 2023 IST Veränderung
Materialaufwand 24.171 39.976 +15.805 +65,4%
Personalaufwand 8.389 8.564 +175 +2,1%
Abschreibungen 3.713 3.790 +77 +2,1%
Konzessionsabgabe 1.815 1.688 -127 -7,0%
Sonstiger Aufwand 3.412 4.790 +1.378 +40,4%

Die Erhöhung des Materialaufwands auf insgesamt 39.976 T€ (Vorjahr 24.171 T€) ist im Wesentlichen auf gestiegene Bezugskosten für Gas, aber auch für Strom zurückzuführen.

Die Kosten des Energie- und Trinkwasserbezugs (inklusive gesetzlicher Zuschläge) liegen 2023 mit 35.497 T€ vor allem preisbedingt um 72,2 % über den Vorjahreskosten (20.607 T€). Die Strombezugskosten (ohne Netzentgelte und inklusive gesetzlicher Zuschläge) liegen bei 11.440 T€ und haben sich aufgrund von Preiseffekten fast verdoppelt (Vorjahr 6.817 T€). Ähnlich sieht es bei den Bezugskosten für Gas aus, die mit einem Anstieg von 7.516 T€ auf 17.296 T€ sich sogar mehr als verdoppelt haben. Der Wasserbezug beim Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls erhöht und liegt bei 216 T€ (Vorjahr 192 T€).

Für die Wartung und Instandhaltung der Betriebseinrichtungen waren 1.657 T€ aufzuwenden (Vorjahr 1.404 T€).

Der Personalaufwand steigt aufgrund einer Tarifanpassung ab dem 01.06.2023 und der Zahlung der zweiten Tranche der Inflationsausgleichsprämie um 2,1 % auf 8.564 T€. Am 31. Dezember 2023 waren 114 Mitarbeiter/innen und damit vier Mitarbeiter mehr bei den Stadtwerken beschäftigt als im Vorjahr (inkl. befristet Beschäftigte, ohne Aushilfen, Geschäftsführer und Auszubildende).

Die Abschreibungen liegen investitionsbedingt weiterhin auf einem ähnlichen hohen Niveau wie im Vorjahr und betragen 3.790 T€ (+2,1 %).

Die gezahlte Konzessionsabgabe an die Stadt Neu-Isenburg liegt mengenbedingt unter dem Niveau des Vorjahres und beträgt 1.688 T€ (Vorjahr 1.815 T€).

Die sonstigen Aufwendungen in Höhe von 4.790 T€ sind im Jahr 2023 mit 40,4% deutlich gegenüber dem Vorjahr (3.412 T€) angestiegen. Dies ist u.a. auf einen enormen Anstieg der Wertberichtigungen in den Sparten Strom, Gas und Wasser zurückzuführen, die sich um 287% auf 658 T€ gegenüber der Vorjahreskosten (170 T€) erhöht haben. Des Weiteren umfasst der sonstige Aufwand den Abgang diverser Anlagen (126 T€) an die neugegründete Kooperationsgesellschaft. Hinzu kommen angestiegene IT-Kosten, die mit 1.387 T€ um 34 % zugenommen haben (Vorjahr 1.033 T€).

Die Fremdkapitalzinsen haben sich im aktuellen Geschäftsjahr aufgrund von Darlehensaufnahmen mit einem höheren Zinssatz auf 263 T€ erhöht (Vorjahr 86 T€). Aufgrund des Zinsanstiegs in den letzten beiden Jahren werden die Zinsaufwendungen zukünftig weiter steigen.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt 2.050 T€ (Vorjahr: 2.042 T€, Plan 2023: 347 T€).

b) Tätigkeitsabschluss

Mit der Aufstellung eines sogenannten "Tätigkeitabschlusses" erfüllen die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH die Berichtspflicht nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Gemäß dieser Vorschrift werden in der internen Rechnungslegung getrennte Konten / Profitcenter für "Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung", für "Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" und für "Andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" (hauptsächlich Wärme, Wasser, Verkehrsbetrieb und Dienstleistungen) geführt sowie die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie als "grundsätzlicher Messstellenbetreiber" erstellt.

Die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse der Elektrizitäts- und Gasverteilung werden von den Netzentgelterlösen sowie den Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung der Verteilungsanlagen und Netze bestimmt. Die Kosten für die Nutzung des vorgelagerten Stromnetzes der Energienetze Offenbach GmbH betrugen 3.160 T€ (Vorjahr 2.834 T€), die für die Nutzung des vorgelagerten Gasnetzes der NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH 1.101 T€ (Vorjahr 801 T€). Der Jahresfehlbetrag in der Stromnetzsparte beläuft sich auf 21 T€ (Vorjahr: Jahresüberschuss 333 T€); mit der Gasnetzsparte wurde ein Verlust von 35 T€ (Vorjahr 7 T€) erzielt. Die Tätigkeit als grundzuständiger Messstellenbetreiber konnte im Jahr 2023 mit einem Überschuss in Höhe von 60 T€ (Vorjahr 56 T€) abgeschlossen werden.

c) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist von 59.731 T€ auf 70.375 T€ gestiegen, davon sind 73,7 % Anlagevermögen. Das Eigenkapital ist angestiegen und beträgt zum Bilanzstichtag 37.810 T€ (Vorjahr 36.760 T€). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 53,7 % (Vorjahr 61,5 %). Das Anlagevermögen ist investitionsbedingt auf einen Wert von 51.901 T€ (Vorjahr 49.314 T€) gewachsen. Das Stammkapital beträgt zum 31.12.2023 unverändert 12.300 T€.

Die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH waren jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Finanzmittelbestand ist von 6.915 T€ im Vorjahr auf 10.991 T€ gestiegen.

Kapitalflussrechnung Werte
in T€
2022 IST 2023 IST
+ Jahresüberschuss / -fehlbetrag 2.042 2.050
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.713 3.790
- Auflösung empfangener Zuschüsse -258 -249
+/- Verlust / Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2 0
+/- Zunahme / Abnahme von Rückstellungen 325 789
+/- Abnahme / Zunahme der Vorräte, Forderungen und sonstigen Aktiva 2.528 -3.981
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sowie sonstige Passiva -404 6.247
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.943 8.647
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 11 137
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -6.187 -6.514
= Cash-Flow der Investitionstätigkeit -6.176 -6.377
+ Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen und Zuschüsse der Gesellschafter 29 0
- Auszahlungen an Gesellschafter (Gewinnausschüttung) 0 -2.000
+ Einzahlung aus der Aufnahme von Krediten 3.000 5.400
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -1.340 -1.766
+ Einzahlungen aus Investitionskostenzuschüssen 243 172
= Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 1.932 1.806
+ zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittelbestände 3.700 4.076
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 3.215 6.915
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode 6.915 10.991

3. Chancen- und Risikobericht

Bei der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH wird gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) ein Risikomanagementsystem praktiziert. Es soll frühzeitig Abweichungen vom geplanten Ergebnis sowie bestandsgefährdende Situationen erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Dazu gehört eine Risikoinventur, die regelmäßig durchgeführt wird.

Beschaffungsrisiken

Die stetigen Veränderungen auf den Energiemärkten haben einen hohen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH. So hat es negative Auswirkungen auf die Vertriebsmargen, wenn als Folge der Marktsituation steigende Beschaffungskosten nicht vollständig über die Absatzpreise an die Kunden weitergegeben werden können.

Auf den Energiehandelsmärkten kam es nach den Turbulenzen im Jahr 2022 zu einer Stabilisierung. Insgesamt zeigten sich bei den Erdgas- und bei den Strompreisen auf den Handelsmärkten nahezu identische Preisverläufe mit einer volatilen Seitwärtsbewegung und fallender Tendenz, die sich zum Jahresende noch einmal verstärkte. Die Preise der entfernteren Lieferjahre haben sich für beide Commodities deutlich aneinander angenähert und lagen zum Jahresende fast auf den gleichen Werten. Beim Erdgas schwankten die Preise für die Jahresprodukte zunächst um die Marke von 50 €/MWh, um dann bis zum Jahresende auf Werte von ca. 30 €/MWh zu sinken. Beim Stromhandel war die Tendenz sehr ähnlich. Nach durchschnittlichen Preisen von 100 €/MWh bis 140 €/MWh (Baseload) im Jahresverlauf, reduzierten sich die Preise zum Jahresende auf ca. 90 €/MWh.

Für die eigene Beschaffung konnten für das Frontjahr 2024 günstigere Preise erzielt werden als im Vorjahr. In der Sparte Erdgas reduzierte sich der Beschaffungspreis für das Gesamtportfolio deutlich von 82,7 €/MWh (in 2022 für 2023) auf 51,6 €/MWh (- 37,6%). Für Strom ergab sich eine Reduzierung von 134,7 €/MWh (in 2022 für 2023) auf 132,6 €/MWh (für 2024). Für die kommenden Jahre zeichnet sich aus heutiger Sicht ein weiterer spürbarer Rückgang bei den Beschaffungspreisen ab. Für das Jahr 2025 sind bereits ca. 75% der benötigten Menge Erdgas eingedeckt und beim Strom ca. 60%, so dass eventuell erneut auftretende Turbulenzen auf den Handelsmärkten zumindest preislich stark gedämpft werden könnten.

Eine langfristig angelegte Beschaffung (2-3 Jahre vor Lieferbeginn) reduziert einerseits deutlich die Auswirkung von kurzzeitigen deutlichen Preisausschlägen auf der Absatzseite, andererseits stellt die Art der Beschaffung bei kontinuierlich fallenden Preisen einen nicht unerheblichen Wettbewerbsnachteil dar, da Mitbewerber bei Neukundenangeboten deutlich günstigere Preise anbieten können.

Im Berichtsjahr hat sich neben der preislichen Situation auch die Verfügbarkeit von Erdgas und die Liquidität wieder deutlich verbessert. Nachdem es noch zum Jahresbeginn kaum möglich war, für die Lieferjahre ab 2025 Erdgasmengen zu beschaffen, hat sich die Lage im Lauf des Jahres normalisiert. Allerdings ist es weiterhin nicht möglich, Erdgasmengen mit einer Flexibilität zu kontrahieren, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Flexibilitäten auf eine "Bestellmenge" von +/- 20% waren durchaus üblich und preislich kaum erwähnenswert. Ähnlich wie bei der Strombeschaffung, kann Erdgas jetzt nur noch über eine (teil-)strukturierte Beschaffung organisiert werden. Mengenabweichungen zwischen der Langfrist- bzw. Kurzfristprognose und der tatsächlichen Liefermenge müssen kurzfristig über den Spotmarkthandel bzw. Ausgleichsenergie ausgeglichen werden.

Durch diese neuen Rahmenbedingungen kommt der Prognose- und Datengüte, sowie dem Bilanzkreismanagement zukünftig eine deutlich höhere Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund musste die Erdgasbeschaffung neu strukturiert werden, um den Übergang von einer Vollversorgung hin zu einer strukturierteren Beschaffung zu ermöglichen. Gemeinsam mit 11 anderen Stadtwerken aus dem Gesellschafterkreis der Dynega wurde daher zu Jahresbeginn ein entsprechendes Projekt gestartet. Mit Unterstützung des Beratungshauses BBH Consulting AG, München wurde unter der Federführung unseres Tochterunternehmens Dynega Energiehandel GmbH ein gemeinsames Anforderungsprofil erarbeitet und eine große Marktabfrage gestartet, um einen geeigneten Dienstleister für das Bilanzkreismanagement und die Beschaffung zu finden. Das Projekt wurde im November erfolgreich abgeschlossen und mit dem neuen Dienstleister, der Pfalzwerke AG, wurden entsprechende Verträge unterzeichnet und inzwischen bereits Erdgasmengen gehandelt.

Die Strombeschaffung wurde gemeinsam mit den Stadtwerken Langen als Einkaufsgemeinschaft mit dem Dienstleister EVO AG erfolgreich fortgesetzt.

Neben der Förderung von Grundwasser aus den elf eigenen Förderbrunnen beschafft die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH ca. 20% der Absatzmenge über den Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO). Der Bezug dieser Wassermengen ist bis Ende 2024 durch eine Übergangsvereinbarung gesichert. Beide Vertragsparteien haben nach wie das Ziel wieder einen langfristigen Vertrag zu schließen.

Absatzrisiken

Einen wesentlichen Einfluss auf die Absatzmengen und damit auf das Unternehmensergebnis haben traditionell die Witterungsverhältnisse. Außerdem wirken sich Energie- und Wassersparmaßnahmen der Kunden langfristig aus. Energieeffizientere Geräte und die Wärmedämmung von Gebäuden reduzieren ebenfalls dauerhaft die Absatzmengen. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland und die weiter hohen Energiepreise haben dazu geführt, dass die Verbraucher auch im Winter 2023/2024 Energie (vor allem Erdgas) eingespart gespart haben. Erst mit einer Erholung der Wirtschaft und signifikant niedrigeren Preisen oder einem kalten Winter kann mit einer Erholung des Erdgasabsatzes gerechnet werden. Zusätzlich muss beobachtet werden, wie schnell sich der Umstieg der Verbraucher auf alternative Heizsysteme (z. B. Wärmepumpe), der Zubau von Photovoltaikanlagen, Stromspeichern und Ladeinfrastruktur auf die Energieabsatzmengen auswirkt.

Bedingt durch den Umstand, dass Wettbewerber auf Grund der Entwicklung der Beschaffungspreise bei der Neukundenakquise einen erheblichen Wettbewerbsvorteil haben, mussten in der Sparte Strom und vor allem in der Sparte Erdgas deutliche Kundenverluste, vor allem zum Jahreswechsel, hingenommen werden. Ausgehend von 82,9% zum Vorjahresende (2022) sank der Marktanteil in der Sparte Strom bis zum Jahresende auf 82,5%. Über den Jahreswechsel hinaus liegt der Marktanteil aktuell mit 80,8% auf seinem bisher niedrigsten Wert. In der Sparte Erdgas sank der Marktanteil über alle Kundengruppen von 80,8% (Ende 2022) über 78,5% (Ende 2023) auf aktuell (April 2024) den ebenfalls niedrigsten Wert von nur noch 73,8%. Diese negative Entwicklung ist den Nachwirkungen einer extremen Marktsituation geschuldet. Mit vertrieblichen Aktivitäten (z. B.: "Preiswette") soll nun der Marktanteil sukzessive wieder gesteigert werden.

Gesetzliche Risiken

Bei den gesetzlichen Risiken dominieren neben der aktuellen Gesetzgebung zur Beschleunigung der Energiewende weiterhin die Festlegungen zur Anreizregulierung.

Die einseitige Fokussierung der Regulierungsbehörden auf Kostensenkungen, z. B. durch die Absenkung der Eigenkapitalverzinsung, erschwert es den Netzbetreibern erheblich, weiterhin dauerhaft eine hohe Versorgungsqualität zu gewährleisten.

Auch die Energie- und Klimawende und der damit verbunden Um- und Ausbau der Energienetze wird nur mit einem für die Netzbetreiber angemessenen Regulierungsrahmen gelingen.

Die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH investiert kontinuierlich in neue regenerative Erzeugungs- bzw. Photovoltaikanlagen. Investitionsentscheidungen im Bereich der erneuerbaren Energien, z. B. in PV-Anlagen zur Nutzung von Mieterstrom, setzen zuverlässige gesetzliche und politische Rahmenbedingungen voraus, welche weiterhin nicht ausreichend gegeben sind. Es wäre nach wie vor wünschenswert, dass der Begriff "Quartier" deutlich weiter gefasst wird, um Solarstrom vergünstigt über ganze Areale oder Stadtteile, auch bei Nutzung des öffentlichen Netzes, liefern zu können.

Weitere Verpflichtungen, Anforderungen und Kosten resultieren aus dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende sowie aus dem Messstellenbetriebsgesetz. So muss die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH als "grundzuständiger Messstellenbetreiber" beim "Smart-Meter-Rollout" bestimmte Einbauverpflichtungen erfüllen. Ausgehend davon werden die sog. Modernen Messeinrichtungen (mME) durch die SWNI seit 2019 bei allen Verbrauchern mit weniger als 6.000 kWh Jahresverbrauch regelmäßig eingebaut. In einer zweiten Stufe werden auch die Einbauverpflichtungen für die sog. Intelligenten Messsysteme (iMSys) zu erfüllen sein. Dafür werden bis Ende 2025 bei mind. 20% der Verbraucher mit einem Jahresverbrauch von 6.000 bis 100.000 kWh die intelligenten Messsysteme eingebaut.

Finanzierungsrisiken

Unter die Finanzierungsrisiken fallen u. a. Forderungs- und Liquiditätsrisiken. Da sich das allgemeine Preisniveau ggü. den Vorjahren spürbar erhöht hat, muss weiterhin mit einem Anstieg der Forderungsausfälle gerechnet werden. Als Risikovorsorge wird bei den umsatzstärksten Gewerbekunden die Bonität dauerhaft überwacht. Bei den übrigen Kunden wird durch ein konsequentes Forderungsmanagement und in letzter Konsequenz auch der Sperrung das Risiko soweit möglich minimiert.

Liquiditätsrisiken drohen für den Fall, dass die für die Bedienung der Zahlungsverpflichtungen erforderlichen Finanzmittel nicht zur Verfügung stehen. Dem begegnen die Stadtwerke Neu-Isenburg mit einem leistungsfähigen Liquiditätsmanagement und einer guten Eigenkapitalausstattung. Zusätzlich werden für die anstehenden Investitionen Kredite aufgenommen.

Für die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit im Unternehmen ist die Vorhaltung von liquiden Mitteln unerlässlich. Zur Deckung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen wurde eine bestehende Geldmarktlinie um eine zusätzliche Geldmarktlinie erhöht. Neue Kreditaufnahmen werden auf Grund der aktuellen Krisen und Unsicherheiten nur zu deutlich höheren Zinsen möglich sein als in der vergangenen Niedrigzinsphase. Außerdem werden zunehmend Nachhaltigkeitsthemen bei der Finanzierung von Projekten eine Rolle spielen.

Operative Risiken

Die Energiekrise sowie die Herausforderungen, die aus der Regulierung, der Beschleunigung der Klimawende und der demographischen Entwicklung resultieren, machen es weiter notwendig, die Organisation aller Betriebsteile der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH kontinuierlich auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls entsprechend anzupassen.

Die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH haben die Unternehmensstrategie und die Ziele an die aktuelle Situation angepasst sowie Maßnahmen erarbeitet, mit denen der wirtschaftliche Erfolg in den kommenden Jahren gesichert werden kann. Vor allem die Beschleunigung der Transformation zur Klimaneutralität und die demographische Entwicklung in Deutschland müssen stärker berücksichtigt werden.

Neben der Bereitstellung einer zuverlässigen und sicheren Energieinfrastruktur, ist es wichtig, dass die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH kontinuierlich daran arbeiten, sich als moderner Energiedienstleister mit großer Kunden- und Vertriebsorientierung zu etablieren. Umsatzsteigerungen und die Reduzierung von Kosten sind weiterhin die dringlichsten Aufgaben. Durch gezielte Weiterbildung müssen die Mitarbeitenden auf neue Aufgaben vorbereitet werden.

Zum 01.01.2024 wurde die Transformation auf ein neues SAP-Core-Template (S/4HANA) innerhalb der Systemlandschaft des SAP-Dienstleisters Gelsenwasser vollzogen. In einem weiteren Schritt soll auch das Abrechnungssystem SAP IS-U in SAP S/4HANA Utilities transformiert werden. Entsprechende Vorplanungen sind bereits angelaufen. Durch Festlegung von Systemstandards soll eine Vereinheitlichung der Prozesse und Strukturen bei den beteiligten Unternehmen erreicht werden. Änderungen am System sollen gemeinsam beschlossen und weiterentwickelt werden. Ziel ist die Vermeidung von Sonderlösungen und damit die Reduzierung des Pflegeaufwands und der Kosten. Die Umstellung soll in zwei Phasen, jeweils im April, im Jahr 2025 für den Netzmandant und im Jahr 2026 für den Vertriebsmandant erfolgen.

Nach dem erfolgreichen Start der neuen Servicegesellschaft "Stadtwerke-Netzdienste Dreieich und Neu-Isenburg GmbH" zum 01.01.2024 gilt es nun, die neuen organisatorischen und prozessualen Abläufe und dabei Insbesondere die Zusammenarbeit mit den beiden Mutterhäusern (Stadtwerke Dreieich GmbH und SWNI) zu etablieren. Mit der gemeinsamen Servicegesellschaft wird die Zukunftsfähigkeit beider Stadtwerke nachhaltig gesichert.

Eine Zusammenarbeit mit Partnern aus allen Branchen zur Nutzung von Synergien bietet sich außerdem bei Projekten zu neuen Geschäftsfeldern wie Smart Metering, Elektromobilität und weiterer Energiedienstleistungen an. Die Mitarbeit in der Innovationsplattform, einem Netzwerk mit 15 weiteren Stadtwerken und Regionalversorgern vorwiegend aus Hessen, bietet eine gute Grundlage für eine intensive Zusammenarbeit und Kostenteilung bei der Entwicklung und Besetzung von Zukunftsthemen wie z. B. der Digitalisierung.

Trotz sehr zuverlässiger Netze und regelmäßiger Instandhaltung sind Versorgungsunterbrechungen als Folge von technischen Störungen in den Anlagen der Wassergewinnung, der Wärmeerzeugung und der Netzinfrastruktur nie vollständig auszuschließen. Bei dem Wert für die Versorgungsunterbrechungsdauer je Kunde liegt die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Die Strom- und Gasversorgungsnetze der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH zählen zur sog. kritischen Infrastruktur und fallen damit in den Geltungsbereich des IT-Sicherheitsgesetzes, weil z. B. ein Hackerangriff auf die Netzleitsysteme zu flächendeckenden sowie langanhaltenden Ausfällen und somit zu erheblichen Schäden führen könnte. Zur Minderung bzw. Vermeidung dieses Risikos, hat die Gesellschaft ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) nach EN ISO 27001 installiert. Dieses Managementsystem wird regelmäßig im Rahmen von Audits überprüft und zertifiziert. Aufgrund dieser regelmäßig wiederkehrenden Audits und Zertifizierungsverfahren entstehen erhebliche Kosten und Zeitaufwendungen.

Auch bei unserer Office-IT-Infrastruktur, die unabhängig von den IT-Systemen des Netzbetriebes ist, steigt das Risiko einer erfolgreichen Cyber-Attacke, z. B. durch Phishing, Social Engineering oder dem Einschleusen von Schadprogrammen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird die Möglichkeiten für Hacking-Angriffe noch deutlich ausweiten. Daher werden jedes Jahr Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der IT-Sicherheit definiert und umgesetzt, was zu permanent steigenden Kosten führt. Der wichtigste Faktor zur Reduzierung des Risikos eines erfolgreichen Cyber-Angriffs ist jedoch der Mensch. Dem wird durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden Rechnung getragen. Trotz aller Anstrengung zur Verbesserung der IT-Sicherheit, können Cyber-Risiken aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Der stetig steigende Bedarf an elektrischer Energie in Neu-Isenburg infolge der Erschließung von Neubaugebieten, zusätzlicher Gewerbeansiedlung, dem erwarteten zunehmenden Ausbau der E-Ladeinfrastruktur sowie den Transformationsprozessen zur Klimaneutralität, bedingen eine bedarfsgerechte Netzausbaustrategie. Dafür wird mittelfristig eine datengestützte Netz-Planung und -Betriebsführung (Monitoring Netzzustand, SmartMeter-Rollout, Netzdienliches Steuern) erforderlich. Aktuell lassen sich die Planungen und Bedarfsanfragen aus den noch zur Verfügung stehenden Leistungskapazitäten bedienen.

Die Wasserförderung der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH erfolgt auf Basis eines Übergangswasserrechtes. Die Neuzuteilung eines langfristigen Wasserrechtes durch das Regierungspräsidium Darmstadt ist ein aufwändiges Verfahren, welches bereits im Jahr 2016 begonnen wurde. Aufgrund der Rahmenbedingungen (gleichgelagerte Parallelverfahren zur Erteilung von Förderrechten in der Region unter Berücksichtigung der Entwicklung der Grundwasserstände) gibt es nach wie vor Verzögerungen beim Ablauf des Genehmigungsverfahren.

Bei der Wasserförderung haben die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH und die angrenzenden Wasserversorger (Hessenwasser AG, Stadtwerke Dreieich GmbH, Stadtwerke Langen GmbH) behördliche Auflagen zu beachten. So ist in den Genehmigungsbescheiden unter anderem auch das Ergreifen von geeigneten Maßnahmen bei signifikanten Absenkungen der Grundwasserstände vorgegeben, um insbesondere das Naturschutzgebiet rund um den Gehspitzweiher vor einer negativen Beeinträchtigung zu bewahren. Die Wasserversorger haben gemeinsam eine Maßnahme zur Verbesserung der Verträglichkeit von Naturschutz und Wasserversorgung erarbeitet. Mit dem Regierungspräsidium Darmstadt befindet man sich nun in der Abstimmung, ob es auch aus Sicht der Behörde eine geeignete Lösung zur Beseitigung des Zielkonflikts ist und damit der Weg frei ist, für eine Genehmigung von langfristigen Wasserrechten.

Zur Absicherung des wirtschaftlichen Erfolges der Gesellschaft ist es grundsätzlich notwendig, kontinuierlich alle Möglichkeiten zur Kostensenkung oder zur Einnahmensteigerung zu prüfen. Die gilt insbesondere für die Bereiche Bäderbetrieb und Verkehrsbetrieb.

Im Waldschwimmbad ist neben dem Personalaufwand der Energieverbrauch die größte Kostenposition. Die hohen Energiekosten haben nach wie vor einen großen negativen Einfluss auf das Ergebnis des Bäderbetriebes. Die Verbesserung der Energieeffizienz im Waldschwimmbad ist deshalb eine Daueraufgabe.

Mit einer nachhaltigen Ausbildungstätigkeit und sehr guten Arbeitsbedingungen wird die Personalausstattung für den Betrieb der Bäder abgesichert.

Die Einnahmen im Verkehrsbetrieb sind auf Grund der Einführung des Deutschland-Tickets und der damit verbundenen Einnahmenausfällen bei Einzel- und Dauerkarten gesunken. Zusätzlich haben bleibende Veränderungen der Arbeitsbedingungen (Home-Office, Desk-Sharing) negative Auswirkungen auf die Anzahl der Beförderungsfahrten und damit auf die Umsatzerlöse.

Mit Einführung des "Hoppers", eines On-demand-Angebotes der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH (kvgOF) im Herbst 2023, wurde eine Optimierung der Stadtbuslinien zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 durchgeführt. Die Einsparungen, die durch eine Reduzierung des Angebotes in den Tagesrandzeiten, an Wochenenden und an Feiertagen entstehen, werden durch niedrigere Einnahmen aus den Fahrkartenverkäufen und den Preissteigerungen im Busbetrieb bereits nach kurzer Zeit wieder kompensiert. Im Jahr 2024 wurde deshalb eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Stadtverwaltung, kvgOF und den Stadtwerken ins Leben gerufen, damit ein Betrieb der Stadtbuslinien spätestens ab Ende 2027 durch die kvgOF organisiert wird. Die daraus resultierend Kostenentlastung ist ein wichtiger Baustein für die Finanzierung der Transformation der Wärmeversorgung in Neu-Isenburg durch den Aufbau einer Fernwärmeversorgung.

Die demographische Entwicklung (Renteneintritt von langjährigen Mitarbeitern) und der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften auf dem Arbeitsmarkt machen es deutlich schwieriger, offene Stellen zu besetzen. Mit der Übernahme von Auszubildenden, einer Stärkung der eigenen Arbeitgebermarke, neuen Formaten, um offene Stellen zu bewerben, sowie den Fortschritten bei der Digitalisierung in Verbindung mit der gezielten Weiterbildung und Förderung des vorhandenen Personals ist es aber gelungen zum einen die Attraktivität der Stadtwerke als Arbeitgeber zu steigern und zum anderen Arbeitsverdichtung zu vermeiden.

Insgesamt sind für die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH derzeit keine existenzgefährdenden Risiken erkennbar. Gleichwohl gibt es Fakten und Entwicklungen, die bei ungünstigem Verlauf erhebliche negative Einflüsse auf die Ertragskraft der Stadtwerke haben.

4. Prognosebericht

Die weiterhin andauernde Energie und Wirtschaftskrise in Deutschland hat massive Auswirkungen auf alle Geschäftsfelder der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH.

Die prognostizierten Unternehmensergebnisse im Planungszeitraum liegen deshalb auf einem niedrigeren Niveau als in den Jahren vor der Krise.

Die kommunale Verankerung der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH ist jedoch eine sehr gute Basis, um alle Herausforderungen bewältigen zu können, die aus der Energie- und Wirtschaftskrise, der demographischen Entwicklung sowie aus der aktuellen Beschleunigung der Transformationsprozesse zur Klimaneutralität resultieren.

Außerdem wirken sich die zentrale Lage Neu-Isenburgs im Rhein-Main-Gebiet und die Attraktivität als Wirtschaftsstandort positiv auf die weitere Unternehmensentwicklung der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH aus.

Trotzdem wird es für die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH immer schwieriger, stabile und nachhaltige Gewinne zu erwirtschaften. Deshalb muss die vertriebliche Ausrichtung des Unternehmens weiter gestärkt werden, damit auch zukünftig ausreichende Betriebsergebnisse realisiert werden können. Nur so sind der gesicherte Betrieb der Versorgungssparten und eine weitgehende Kostendeckung der Verlustsparten gewährleistet. Zusätzlich müssen die Kostenbelastungen des Unternehmens gesenkt werden. Die geplante Beendigung der Aktivitäten im ÖPNV-Bereich ist ein Weg in die richtige Richtung.

 

Neu-Isenburg, den 28. März 2024

STADTWERKE NEU-ISENBURG GMBH

Kirk Reineke

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 51.900.610,26 49.313.633,63
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.116.555,17 2.649.645,48
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.116.555,17 2.649.645,48
II. Sachanlagen 48.044.394,00 46.110.942,86
1. Grundstücke 1.289.624,53 1.319.077,19
2. Bauten 4.743.721,91 4.692.404,06
3. Rohrnetz 33.639.089,32 33.557.607,12
4. Maschinen und maschinelle Anlagen 4.606,04 5.718,23
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.046.776,12 3.404.609,87
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.320.576,08 3.131.526,39
III. Finanzanlagen 1.739.661,09 553.045,29
1. Beteiligungen 1.704.839,09 532.331,29
2. Sonstige Ausleihungen 4.822,00 10.664,00
3. Sonstige Finanzanlagen 30.000,00 10.050,00
B. Umlaufvermögen 18.322.862,50 10.353.533,12
I. Vorräte 184.192,11 735.046,37
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 606.561,89
2. Unfertige Leistungen 184.192,11 128.484,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.147.792,91 2.703.560,97
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.505.273,23 1.680.811,84
2. Forderungen gegen Gesellschafter 926.836,24 540.807,99
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 33.347,29 55.341,64
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.682.336,15 426.599,50
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.990.877,48 6.914.925,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 151.808,56 64.005,92
Bilanzsumme, Summe Aktiva 70.375.281,32 59.731.172,67

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 37.810.402,75 36.760.003,69
I. Gezeichnetes Kapital 12.300.000,00 12.300.000,00
II. Kapitalrücklage 4.906.195,24 4.906.195,24
III. Gewinnrücklagen 16.230.760,15 16.230.760,15
1. Andere Gewinnrücklagen 16.230.760,15 16.230.760,15
IV. Gewinnvortrag 2.323.048,30 1.280.892,09
V. Jahresüberschuss 2.050.399,06 2.042.156,21
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 5.008.530,74 5.086.196,39
C. Rückstellungen 3.839.498,58 3.050.042,78
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 112.599,00 109.541,00
2. Steuerrückstellungen 817.571,99 492.751,79
3. Sonstige Rückstellungen 2.909.327,59 2.447.749,99
D. Verbindlichkeiten 23.465.438,25 14.499.715,81
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.648.626,77 9.014.163,82
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.729.792,66 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.604.868,07 2.832.532,71
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 1.804.688,82
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.211.943,41 848.330,46
davon aus Steuern 1.594.475,55 375.253,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 10.816.811,48 5.485.551,99
E. Rechnungsabgrenzungsposten 251.411,00 335.214,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 70.375.281,32 59.731.172,67

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 20.208.395,92 18.471.169,19
2. Personalaufwand 8.564.326,03 8.388.934,55
a) Löhne und Gehälter 6.718.995,41 6.660.546,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.845.330,62 1.728.388,13
davon für Altersversorgung 530.187,50 492.425,16
3. Abschreibungen 3.789.967,10 3.712.548,51
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.789.967,10 3.712.548,51
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.789.699,81 3.412.054,29
5. Erträge aus Beteiligungen 33.347,29 55.341,64
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.654,61 -249,43
davon aus Aufzinsungen 1.416,62 -567,98
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 79.843,45 14.079,44
davon aus Abzinsung -1.837,00 8.404,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 262.787,14 86.819,30
davon aus Abzinsung 9.548,05 10.141,98
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 892.326,95 739.171,89
10. Ergebnis nach Steuern 2.024.134,24 2.200.812,30
11. sonstige Steuern -26.264,82 158.656,09
Jahresüberschuss 2.050.399,06 2.042.156,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum unternehmen

Die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH hat ihren Sitz in Neu-Isenburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Offenbach am Main unter HRB 8642 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der§§ 264, 267 III HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 1 2, 266 ff. HGB). Im Vorjahr wurde die Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen freiwillig beachtet. Die Bilanzposten, die das Sachanlagevermögen betreffen, wurden in der aktuellen Bilanz zum Teil zusammengefasst und das Sachanlagevermögen entsprechend neu zugeordnet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände, soweit entgeltlich erworben, und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 1 1, III HGB). Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € netto wurden analog § 6 II a EStG im Erwerbsjahr voll, solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250 € bis 1.000 € netto mit 20 % p.a. abgeschrieben.

Die Zähler in den Bereichen Strom, Gas und Wasser werden hinsichtlich der Eichdauer in einem Rhythmus von 6-8 Jahren gewechselt. Für Zähler mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 €, mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250 € bis 1.000 € sowie mit Anschaffungs oder Herstellungskosten über 1.000 € wird ab 01.01.2019 als Nutzungsdauer die Eichdauer der jeweiligen Zähler angesetzt

Die Abschreibungsdauer für Hausanschlüsse, Leitungsnetze, Regeltechnik und Schaltanlagen wurde in Anlehnung an die gesetzlichen Vorschriften GasNEV und StromNEV ab 01.01.2020 geändert, da aufgrund der Materialien von einer längeren Nutzungsdauer auszugehen ist als bisher.

Bei den Finanzanlagen werden die sonstigen Ausleihungen mit dem Barwert ausgewiesen. Im Übrigen erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten (§ 253 1 1 HGB).

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 IV HGB).

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten einschließlich notwendiger Gemeinkosten bewertet(§ 255 II HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt(§ 253 1 HGB).

Die ab dem Geschäftsjahr 2004 erhaltenen Baukostenzuschüsse werden als Sonderposten für Investitionszuschüsse behandelt und in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Der Sonderposten wird wirtschaftsgutbezogen gebildet und parallel zu den Abschreibungen des jeweiligen Anlagegutes zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.

Im Sonderposten für empfangene Ertragszuschüsse sind die nach den Allgemeinen Versorgungsbedingungen bis 2004 erhobenen Baukostenzuschüsse enthalten. Diese werden jährlich mit 5 % zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst, letztmalig für das 2022.

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 1 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre abgezinst (§ 253 II 2 HGB).

Für die mittelbare Versorgungsverpflichtung aus der Zusatzversorgung bei der Zusatzversorgungskasse der Gemeinden und Gemeindeverbände in Darmstadt wurde entsprechend der allgemeinen Bilanzierungspraxis und in Übereinstimmung mit Art. 28 Abs. 1 S. 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet. Durch die Mitgliedschaft erfüllt der Betrieb die tarif- und arbeitsvertragliche Verpflichtung zur zusätzlichen Versicherung seiner Beschäftigten. Der Umlagesatz betrug in 2023 6,2 %; davon sind 0,5 % als Nettolohnabzug vom Arbeitnehmer zu tragen. Hinzu kamen in 2023 2,3 % Sanierungsgeld. Die Summe der umlagepflichtigen Gehälter betrug in 2023 6.268 T€.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 1 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 1 2 HGB).

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gern. § 274 HGB. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 27,38 % (Vorjahr 27,90 %). Der Gewerbesteuer-Hebesatz betrug 330 %.

Steuerlatenzen
Werte
in T€
Wertansatz zum 31.12.2023
Aktivische Steuerlatenzen handelsrechtlich steuerlich Differenz
Finanzanlagen, Sonstige Ausleihungen, Abweichungen aufgrund einer Betriebsprüfung 6 5 -1
Sonderposten für Investitionszuschüsse, handelsrechtlich lineare Abschreibung steuerlich höhere degressive AfA 5.009 4.420 589
Empfangene Ertragszuschüsse, Zugänge des Jahres 2003 handelsrechtliche Abschreibung auf 20 Jahre, steuerlich sofortige Versteuerung 0 0 0
Pensionsrückstellungen, wegen Abzinsung und Trendannahmen 113 93 20
Sonstige Rückstellungen, Abzinsung, notwendiger Erfüllungsbetrag 1.356 847 509
Summe 1.117
Passivische Steuerlatenzen
Sachanlagen, handelsrechtlich lineare Abschreibung steuerlich höhere degressive AfA 36.686 35.866 -820
Summe 36.686 35.866 -820
Aktivüberhang (+) Passivüberhang (-) 297
Steuersatz (kombiniert) 27,38%
Aktive latente Steuer zum 31.12.2023 81

Gem. § 274 I 2 HGB wurden die aktiven latenten Steuern zum 31.12.2023 nicht bilanziert. Steuerliche Verlustvorträge lagen für die Berechnung nicht vor.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der beigefügten Anlage zum Anhang (Anlagennachweis zum 31.12.2023) dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 II HGB).

Die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH sind mit einem Anteil von 10 T€ (entspricht 6,67 %) am Stammkapital der Dynega Energiehandel GmbH (Dynega) mit Sitz in Frankfurt am Main beteiligt. Das von den insgesamt 13 Gesellschaftern gehaltene Stammkapital der Dynega Energiehandel GmbH beträgt aktuell 150 T€. Bei den Gesellschaftern handelt es sich ausnahmslos um mehrheitlich kommunal getragene Energieversorgungsunternehmen aus dem Kreise der Beteiligungen bzw. Gasweiterverteiler der Mainova Aktiengesellschaft in Frankfurt.

Gegenstand der Dynega ist die Beschaffung von Gas und Strom im eigenen Namen oder im Namen und auf Rechnung ihrer Gesellschafter sowie die Erbringung aller damit und mit dem Bezugsmanagement mittelbar oder unmittelbar verbundenen Dienstleistungen. Die Gesellschaft kann auch Handel mit Gas und/oder Strom auf eigene Rechnung betreiben.

Im Berichtsjahr konzentrierte sich die Aufgabenstellung des Unternehmens auf die Beschaffung on Gas und Strom im Namen und auf Rechnung ihrer Gesellschafter sowie die Erbringung ergänzender Dienstleistungen.

Seit 01.01.2010 stellt die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH einen der zwei nebenamtlichen Geschäftsführer der Dynega.

Die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH haben Kommanditanteile an der Mainova Gemeinschaftswindpark Hohenahr GmbH & Co. KG erworben. Der wirtschaftliche Übergang wurde zum 01.01.2013 vollzogen. Der Kaufpreis betrug für den erworbenen Geschäftsanteil 256 T€ und ist erstmalig im Geschäftsjahr 2013 als Beteiligung in die Bilanz der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH (unter Aktiva A. III. Finanzanlagen) eingeflossen. Der Gesellschaftsvertrag sieht einen Beteiligungsertrag von 2,5 % des Jahresüberschusses (Gewinn) vor.

Die Bestandsaufnahme der Vorräte erfolgte im Rahmen einer vorverlegten Stichtagsinventur vom 02. Bis 03. November 2023. Veränderungen der Lagerbestände zwischen Aufnahme- und Bilanzstichtag sind berücksichtigt. Für die Bewertung der Vorräte nach dem Niederstwertprinzip wurde eine Wertberichtigung gebildet.

Der Kapitalrücklage werden im Geschäftsjahr Zuwendungen zur Finanzierung des Erhalts und der Weiterentwicklung des lokalen Personennahverkehrs in Höhe von 0 T€ zugeführt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

- Pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren

- durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % (im Vorjahr: 1,78 %), der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde;

- Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G",

- Bewertungsmethode: Projected Unit Credit Methode,

- Rechenmethode: kollektiv,

- Rechnerisches Endalter: 65 Jahre,

- Rententrend: 0 %.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 1 T€. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Pensionsverpflichtung in Höhe von 112 T€ besteht für einen ausgeschiedenen Geschäftsführer.

Aufstellung im Anhang
Sonstige Rückstellungen
Werte
in T€
Rückstellung Wert
Ansprüche aus Wegfall der Preisanpassung 340
Jubiläumsansprüche 478
Personalansprüche (Urlaubs- und Gleitzeit- etc.) 273
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 217
CKW-Sanierungskosten 91
Übrige Verpflichtungen 1.510
Summe 2.909

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr.1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich im Berichtsjahr wie folgt:

Restlaufzeit der Verbindlichkeiten
Werte
in T€
Restlaufzeit davon Art und Form
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe gesichert der Sicherheit
gegenüber Kreditinstituten 1.730 6.488 4.431 12.649 1.549 Ausfallbürgschaften des Gesellschafters, Verbriefung
aus Lieferungen und Leistungen 5.605 0 0 5.605 9 Eigentumsvorbehalte, Vereinbarung
gegenüber dem Gesellschafter 0 0 0 0 0 keine
sonstige 5.212 0 0 5.212 0 keine
Summe 12.547 6.488 4.431 23.466 1.558

Die Restlaufzeiten ergaben sich im Vorjahr wie folgt:

Restlaufzeit der Verbindlichkeiten
Werte
in T€
Restlaufzeit davon Art und Form
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe gesichert der Sicherheit
gegenüber Kreditinstituten 1.344 4.573 3.097 9.014 2.063 Ausfallbürgschaften des Gesellschafters, Verbriefung
aus Lieferungen und Leistungen 2.833 0 0 2.833 15 Eigentumsvorbehalte, Vereinbarung
gegenüber dem Gesellschafter 1.805 0 0 1.805 0 keine
sonstige 848 0 0 848 0 keine
Summe 6.830 4.573 3.097 14.500 2.078

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen bei drei unterschiedlichen Kreditinstituten. Bei der Ermittlung der Restlaufzeit wurde unterstellt, dass die Restschuld nach Ablauf der Zinsbindungsfrist zur Rückzahlung fällig wird.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren. Im Übrigen sind zum Bilanzstichtag keine Sicherungen durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gegeben.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

Umsatzentwicklung Werte
in T€
2022 IST 2023 IST Veränderung
Stromversorgung 22.474 29.253 +6.779 +30,2%
Erdgasversorgung 13.318 23.127 +9.809 +73,7%
Wasserversorgung 4.171 4.137 -34 -0,8%
Wärmeversorgung 1.315 1.991 +675 +51,4%
Verkehrsbetrieb 991 735 -256 -25,8%
Bäderbetrieb 720 659 -60 -8,4%
Dienstleistungen 394 938 +544 +138,3%
Umsatzerlöse 43.382 60.840 +17.457 +40,2%

Die periodenfremden Erträge belaufen sich für das Geschäftsjahr 2023 auf 814 T€ (Vorjahr 1.023 T€). Den maßgeblichen Anteil daran stellen die Erträge aus Vorjahreserlösen mit 337 T€ (Vorjahr: 755 T€) dar.

Im Geschäftsjahr 2023 sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 323 T€ (Vorjahr: 172 T€) angefallen. Der maßgebliche Grund hierfür ist der Verlust aus Anlageabgängen von 130 T€ (Vorjahr 5 T€). Die Gutschriften an Kunden belaufen sich im GJ 2023 auf 123 T€ (Vorjahr: 6 T€).

Im Geschäftsjahr sind Ertragsteuern (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) in Höhe von 892 T€ angefallen (Vorjahr: 739 T€).

Sonstige Pflichtangaben

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt für Abschlussprüfungsleistungen 24 T€ sowie für sonstige Leistungen 2 T€.

Off-Balance Sheet Transactions, Derivate, Bewertungseinheiten

Zur Absicherung gegen kurzzeitige Preisschwankungen auf den Beschaffungsmärkten werden regelmäßig Forward-Geschäfte abgeschlossen, mit denen für einen Teil der voraussichtlich benötigten Bezugsmengen für Strom und Gas Liefermengen und -preise bereits bis zu drei Jahre im Voraus fixiert werden. Gleichermaßen werden auch einzelnen Kunden längerfristige Preisfixierungen offeriert.

So wurde mit der Energieversorgung Offenbach AG am 20.12.2022 ein Folge-Rahmenvertrag über die Belieferung mit Strom unterzeichnet, der auf unbestimmte Zeit geschlossen und jährlich kündbar ist (Vertragsbeginn 01.01.2023). Die Belieferung für das Jahr 2023 erfolgte über 85 einzelne Teilmengen-Transaktionen (83.648 MWh), die im Zeitraum vom 10.01.2020 bis 20.12.2022 kontrahiert wurden. Aus der zu erwartenden Liefermenge für das Jahr 2024 resultiert zum Stichtag 31.12.2023 gegenüber der Energieversorgung Offenbach eine finanzielle Verpflichtung von 6.983 T€. Aus bestehenden Lieferverträgen im Wesentlichen mit der DB Energie GmbH bestehen weitere Verpflichtungen aus bereits vertraglich abgesicherten Teilmengen für das Lieferjahr 2024 in Höhe von 3.732 T€. Aus den bereits kontrahierten Liefermengen für 2025 und 2026 ergeben sich in Summe zusätzliche Verpflichtungen von ca. 5.728 T€.

Der Gaseinkauf im Berichtsjahr erfolgte über den am 07./18.07.2011 mit der Mainova AG geschlossenen Rahmenvertrag (Modularer Portfoliobezug Gas) für ca. 80 % der voraussichtlichen Gesamtbezugsmenge sowie der zugehörigen preislichen Punktationen vom 22.09.2020 (2023) und 22.09.2020 (2024). Die Belieferung für das Jahr 2023 (Residuallastgang) erfolgte über 25 einzelne Teilmengen-Transaktionen (133.824 MWh), die im Zeitraum vom 29.01.2021 bis 28.11.2022 kontrahiert wurden. Aus bereits getätigten Transaktionen im Rahmen der Punktationen resultiert zum Stichtag 31.12.2023 eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von 6.460 T€.

Die restlichen ca. 20 % der benötigten Menge werden über die Dynega Energiehandel GmbH als Dienstleister in Form von Standardprodukten über die Handelsmarktzugänge VNG (Rahmenvertrag vom 21.04.2020) und Wingas GmbH / SEFE (27.04.2023). Für das Berichtsjahr erfolgte über diese Marktzugänge die Belieferung mit Standardhandelsprodukten (32.563 MWh) aus 9 Einzeltransaktionen die im Zeitraum vom 22.06.2022 bis 13.03.2023 kontrahiert wurden. Aus diesen Verträgen besteht zum Stichtag 31.12.2023 für 2024 in Summe eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von 1.842 T€ (davon VNG: 275 T€, Wingas/SEFE 1.567 T€).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem Pachtvertrag des Bäderbetriebes der Stadt Neu-Isenburg ergeben sich jährliche Verpflichtungen zur Zahlung eines Nutzungsentgeltes von 184 T€ zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer als Abschlagszahlung. Im darauffolgenden Jahr findet eine Endabrechnung unter Berücksichtigung der geleisteten Abschlagszahlungen statt

Der Wasserlieferungsvertrag mit dem Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach, Seligenstadt (ZWO) vom 01.01.2005 wurde vom ZWO im Dezember 2019 zum 31.12.2020 gekündigt. Für die Dauer der erforderlichen Vertragsverhandlungen wurde am 10.02.2021 die Wasserlieferung auf Basis einer Übergangsvereinbarung für die Jahre 2021/2022 gesichert. Eine weitere Übergangsvereinbarung wurde am 12.12.2022 für die Jahre 2023 und 2024 mit reduzierten Bezugsmengen vereinbart. Bei reduziertem Bezug und gestiegenen Bezugskosten (Pauschale für die Unterhaltung) beträgt die daraus resultierende finanzielle Verpflichtung für das Jahr 2023 und 2024 jeweils ca. 215 T€.

Die Konzessionsverträge mit der Stadt Neu-Isenburg haben eine Laufzeit vom 01.01.2013 bis 31.12.2032. Nach diesen Verträgen zahlt die Gesellschaft als Gegenleistung für die von der Stadt eingeräumten Wegenutzungsrechte die höchstzulässige Konzessionsabgabe nach der Konzessionsabgabenverordnung (Strom und Gas) bzw. der KAE (Wasser). Die hieraus zu erwartende finanzielle Verpflichtung beläuft sich auf der Basis der Plandaten auf insgesamt ca. 1.800 T€ für das Jahr 2022 und nach heutigem Stand auf ca. 18.000 T€ bis zum Ende der Vertragslaufzeit.

Zum 31.12.2023 bestand außerdem ein offenes Bestellobligo aus Investitionen in Höhe von ca. 1.116 T€.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

In der nachfolgenden Tabelle werden sämtliche wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen angegeben. Dabei wird keine Untergliederung in marktübliche und marktunübliche Geschäfte getroffen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Werte
in T€
Art des Geschäfts Art der Beziehung Verkäufe Käufe Erbringung von Dienstleistungen Bezug von Dienstleistungen Sonstige Verpflichtungen Summe
Trägerkörperschaft 2.097 646 167 3.289 6.199
Nahestehendes Unternehmen 3.809 3.809
Personen in Schlüsselpositionen 39 4 43
Summe 5.945 0 646 167 3.293 10.051

Mitarbeiterbestand

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betrug 123,5 , davon Vollzeit 94,5 und Teilzeit 22,50, 1 Geschäftsführer und 5,5 Auszubildende.

Geschäftsführung

Alleiniger Geschäftsführer im Jahr 2023 war Herr Diplom-Volkswirt Kirk Reineke.

Mitglieder des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat setzte sich im Jahr 2023 wie folgt zusammen:

Aufsichtsratsvorsitz

Stefan Schmitt, Erster Stadtrat

Für den Magistrat

Dirk Gene Hagelstein, Bürgermeister

Patrick Föhl, Business Administration, Stadtrat

Dirk Wölfing, Rentner, Stadtrat

Für die Stadtverordnetenversammlung

Bernd Beyer, Rechtsanwalt

Simon Corsano, Bürokaufmann

Rüdiger Gerlach, Wirtschaftsingenieur

Oliver Gröll, Vetriebscoach u. -berater

Dr. Oliver Hatzfeld, Leiter Supply Chain

Markus Munari, Grafikdesigner

Dr. Philip Sänger, Arzt

Christine Wagner, Stadtverordnetenvorsteherin, Sales Managerin

Für den Betriebsrat

Vladan Arsic, Elektromonteur, bis 31.12.2023

Thomas John, Sachbearbeiter

Andreas Kollosky, Sachbearbeiter

Aufwendungen für Aufsichtsrat und Geschäftsführung

Für den Aufsichtsrat wurden Vergütungen in Höhe von insgesamt 3 T€ gezahlt. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt mit Hinweis auf § 286 IV HGB.

Für ausgeschiedene Betriebsleiter bzw. deren Hinterbliebene sind Aufwendungen in Höhe von 18 T€ entstanden.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von € 2.050.399,06 eine Ausschüttung an den Gesellschafter in Höhe von € 1.100.000 vorzunehmen und den verbleibenden Betrag in Höhe von insgesamt € 950.399,06 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen, um die Investitionskraft des Unternehmens für die Transformation der Wärmeversorgung zu stärken.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag.

 

Neu-Isenburg, den 28. März 2024

STADTWERKE NEU-ISENBURG GMBH

Kirk Reineke

Geschäftsführung

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge 2023 Aufzinsung
Abgänge 2023
Umbuchungen Umgliederungen (UG)
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an Rechten und Werten 6.971.461,73 4.478,41 859.484,32 0,00 6.116.455,82
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I 6.971.461,73 4.478,41 859.484,32 0,00 6.116.455,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke 8.102.358,72 4.678,17 0,00 67.091,35 8.174.128,24
2. Bauten 15.574.087,13 371.956,76 2.331,42 97.974,14 16.041.686,61
3. Rohrnetz (Verteilungsanlagen, Messeinrichtungen) 130.341.001,02 1.845.221,76 5.604.137,86 569.840,38 127.151.925,30
4. Maschinen und maschinelle Anlagen 112.387,87 0,00 0,00 0,00 112.387,87
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.617.590,55 107.588,58 433.483,39 62.278,91 7.353.974,65
Summe II (1 - 8) 161.747.425,29 2.329.445,27 6.039.952,67 797.184,78 158.834.102,67
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.131.526,39 2.986.234,47 0,00 -797.184,78 5.320.576,08
Summe II (1 - 9) 164.878.951,68 5.315.679,74 6.039.952,67 0,00 164.154.678,75
Summe I und II 171.850.413,41 5.320.158,15 6.899.436,99 0,00 170.271.134,57
III: Finanzanlagen
1. Beteiligungen 532.331,29 1.172.507,80 0,00 0,00 1.704.839,09
2. Sonstige Ausleihungen 10.664,00 0,00 7.258,62 0,00 4.822,00
3. Sonstige Finanzanlagen 10.050,00 19.950,00 0,00 0,00 30.000,00
Summe III 553.045,29 1.192.457,80 7.258,62 0,00 1.739.661,09
Summe I, II und III 1.416,62
Anlagevermögen Gesamt 172.403.458,70 6.512.615,95 6.906.695,61 0,00 172.010.795,66
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Abschreibungen im Wirtschaftsjahr
Angesammelte Abschreibungen auf Abgänge
Abschreibungen VJ lt. BP
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an Rechten und Werten 4.321.816,25 483.209,57 805.125,17 0,00 3.999.900,65
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I 4.321.816,25 483.209,57 805.125,17 0,00 3.999.900,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke 6.783.281,53 101.222,18 0,00 0,00 6.884.503,71
2. Bauten 10.881.683,07 418.297,34 2.015,71 0,00 11.297.964,70
3. Rohrnetz (Verteilungsanlagen, Messeinrichtungen) 96.783.393,90 2.309.110,77 5.579.668,69 0,00 93.512.835,98
4. Maschinen und maschinelle Anlagen 106.669,64 1.112,19 0,00 0,00 107.781,83
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.212.980,68 477.015,05 382.797,20 0,00 4.307.198,53
Summe II (1 - 8) 118.768.008,82 3.306.757,53 5.964.481,60 0,00 116.110.284,75
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II (1 - 9) 118.768.008,82 3.306.757,53 5.964.481,60 0,00 116.110.284,75
Summe I und II 123.089.825,07 3.789.967,10 6.769.606,77 0,00 120.110.185,40
III: Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I, II und III
Anlagevermögen Gesamt 123.089.825,07 3.789.967,10 6.769.606,77 0,00 120.110.185,40
Restbuchwerte 31.12.2023
Restbuchwerte 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an Rechten und Werten 2.116.555,17 2.649.645,48
0,00 0,00
0,00 0,00
Summe I 2.116.555,17 2.649.645,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke 1.289.624,53 1.319.077,19
2. Bauten 4.743.721,91 4.692.404,06
3. Rohrnetz (Verteilungsanlagen, Messeinrichtungen) 33.639.089,32 33.557.607,12
4. Maschinen und maschinelle Anlagen 4.606,04 5.718,23
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.046.776,12 3.404.609,87
Summe II (1 - 8) 42.723.817,92 42.979.416,47
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.320.576,08 3.131.526,39
Summe II (1 - 9) 48.044.394,00 46.110.942,86
Summe I und II 50.160.949,17 48.760.588,34
III: Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.704.839,09 532.331,29
2. Sonstige Ausleihungen 4.822,00 10.664,00
3. Sonstige Finanzanlagen 30.000,00 10.050,00
Summe III 1.739.661,09 553.045,29
Summe I, II und III
Anlagevermögen Gesamt 51.900.610,26 49.313.633,63

Segmentberichterstattung

Tätigkeitsabschluss zum 31.12.2023 gem. § 6b EnWG

1. Definition der Unternehmenstätigkeiten

Die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH ist ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 3 Nr. 38 EnWG. Folglich werden zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung gem. § 6b Abs. 3 EnWG in der internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten und eigene Aufträge für die folgenden Tätigkeiten geführt:

Elektrizitätsverteilung

Die Elektrizitätsverteilung der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH beinhaltet den Transport von Elektrizität mit mittlerer und niederer Spannung über das Verteilnetz im Stadtgebiet, um die Versorgung der Kunden zu ermöglichen (§ 3 Nr. 37 EnWG) und unterteilt sich in die Tätigkeiten Strom-Netz und Strom-gMSB (grundzuständiger Messstellenbetreiber).

In der Tätigkeit Strom-Netz werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die durch die Unterhaltung und das Betreiben des örtlichen Verteilnetzes verursacht werden. In der Tätigkeit Strom-gMSB werden alle Tätigkeiten dargestellt, die mit dem Einbau und Betrieb von intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen zusammenhängen.

Nach § 7c Abs. 1 EnWG dürfen Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen weder Eigentümer von Ladepunkten für Elektromobile sein noch diese Ladepunkte entwickeln, verwalten oder betreiben. Nach unserer Auffassung kann mit diesem Verbot nicht das gesamte vollintegrierte (nicht rechtlich entflochtene) Stadtwerk gemeint sein, sondern die "Marktrolle" Netzbetrieb des Stadtwerks. Wir haben die öffentlichen Ladepunkte der Sparte Vertrieb zugeordnet und sind der Auffassung, dass das Betreiben der Ladepunkte eine sonstige Tätigkeit innerhalb des Elektrizitätssektors ist. Wir haben daher auf einen separaten Tätigkeitsabschluss für Ladepunkte verzichtet.

Gasverteilung

Die Gasverteilung der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH beinhaltet den Transport von Gas über das örtliche Leitungsnetz, um die Versorgung der Kunden zu ermöglichen (§ 3 Nr. 37 EnWG). In der Tätigkeit Gas-Netz werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die durch die Unterhaltung und das Betreiben des örtlichen Verteilnetzes verursacht werden.

Sonstige Tätigkeiten

Den sonstigen Tätigkeiten sind der Strom- und Gas-Vertrieb, die Wasser- und Wärmeversorgung, der Verkehrsbetrieb, der Bäderbetrieb sowie die Dienstleistungen zugeordnet.

2. Zuordnungsgrundsätze für die Tätigkeitsberichtserstattung

Aufgrund der Organisationsstruktur der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH werden auf der Grundlage von Einzelkonten die wesentlichen Aktiv- und Passivpositionen sowie Erträge und Aufwendungen den einzelnen Unternehmensbereichen direkt zugeordnet.

In den Fällen, in denen dies nicht möglich ist oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zurechnung in den Tätigkeitsbilanzen nach Schlüsseln. Die Position "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" wurde nach dem Umsatzschlüssel, die Position Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach dem Anlagenschlüssel den Bereichen zugeordnet. Das Stammkapital der GmbH sowie die Rücklagen werden in den einzelnen Tätigkeitsbereichen einzeln ausgewiesen. Über den Kapitalausgleichsposten werden im letzten Schritt die Aktiv- und Passiv-Salden der Tätigkeitsbilanzen ausgeglichen (Residualgröße).

Das Anlagevermögen wird mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die nach § 253 HGB erforderlichen Abschreibungen, ausgewiesen. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die Zuordnung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen zu den Bereichen erfolgt auf Basis der Kostenstellenauftragszuordnung im Anlagenstammsatz der einzelnen Anlage. Die gemeinsamen Anlagen werden über den Verteilungsschlüssel aus der Kostenrechnung auf die anderen Tätigkeitsbereiche verteilt.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich in den einzelnen Tätigkeitsbilanzen wie folgt:

Restlaufzeit der Verbindlichkeiten Strom-Netz
Werte
in T€
Restlaufzeit davon
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe gesichert Art und Form der Sicherheit
gegenüber Kreditinstituten 193 735 194 1.122 637 Ausfallbürgschaften des Gesellschafters; Verbriefung
(Vorjahr) 192 763 359 1.314 754
aus Lieferungen und Leistungen 2.161 0 0 2.161 0 Eigentumsvorbehalte, Vereinbarung
(Vorjahr) 1.933 0 0 1.933 0
gegenüber dem Gesellschafter 0 0 0 0 0 keine
(Vorjahr) 894 0 0 894 0
sonstige 591 0 0 591 0 keine
(Vorjahr) 96 0 0 96 0
Summe 2.945 735 194 3.874 637
(Summe Vorjahr) 3.115 763 359 4.237 754
Restlaufzeit der Verbindlichkeiten Gas-Netz
Werte
in T€
Restlaufzeit davon
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe gesichert Art und Form der Sicherheit
gegenüber Kreditinstituten 55 196 57 308 61 Ausfallbürgschaften des Gesellschafters; Verbriefung
(Vorjahr) 54 212 96 362 79
aus Lieferungen und Leistungen 2.024 0 0 2.024 0 Eigentumsvorbehalte, Vereinbarung
(Vorjahr) -4 0 0 -4 0
gegenüber dem Gesellschafter 0 0 0 0 0 keine
(Vorjahr) 329 0 0 329 0
sonstige 255 0 0 255 0 keine
(Vorjahr) 41 0 0 41 0
Summe 2.334 196 57 2.587 61
(Summe Vorjahr) 420 212 96 728 79
Restlaufzeit der Verbindlichkeiten Strom-gMSB
Werte
in T€
Restlaufzeit davon
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe gesichert Art und Form der Sicherheit
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 Ausfallbürgschaften des Gesellschafters; Verbriefung
(Vorjahr) 0 0 0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 0 Eigentumsvorbehalte, Vereinbarung
(Vorjahr) 3 0 0 3 3
gegenüber dem Gesellschafter 0 0 0 0 0 keine
(Vorjahr) 0 0 0 0 0
sonstige 4 0 0 4 1 keine
(Vorjahr) 1 0 0 1 1
Summe 4 0 0 4 1
(Summe Vorjahr) 4 0 0 4 4

Verteilungsrechnung im Rahmen der G&V - Spartenergebnisermittlung

Leistungsbeziehungen zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen werden durch folgende Vorgehensweisen abgebildet:

A.) Interne Leistungsverrechnung

Auf Basis einer gemessenen Leistung (z.B. Arbeitsstunden) belastet der Sender (Leistungserbringender Auftrag) den Empfänger (Leistungserhaltender Auftrag) der Leistung mit Kosten. Die Kosten ergeben sich anhand des berechneten Stundensatzes multipliziert mit der gemessenen Leistung. Der Stundensatz einer Kostenstelle ergibt sich auf Basis Vollkosten geteilt durch die Normalleistung.

B.) Verteilung

Die Buchungen der Profit-Center des gemeinsamen Bereiches werden durch die Verteilung auf die Profit-Center der restlichen / operativen Sparten verrechnet. Als Verrechnungsschlüssel sind die Anzahl der Zähler und die zugeordneten Mitarbeiter in den Sparten Elektrizitätsversorgung, Gasversorgung und Wasserversorgung zugrunde gelegt. Diese Verteilungsrechnung wird im Bereich des Controllings durch SAP, im Rahmen der Profit- Center-Rechnung, durchgeführt. Als Ergebnis der Verrechnung ist der Saldo aller Konten im gemeinsamen Bereich gleich Null. Die verrechneten Werte können auf der Empfängerseite über direkte und indirekte Buchungen eingesehen bzw. unterteilt werden.

Die Berechnung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfolgt grundsätzlich unter der Fiktion, dass die einzelnen Unternehmenssparten selbst Steuerschuldner sind. Negative Ergebnisse einer Sparte führen zu einer Steuergutschrift.

3. Tätigkeitsbilanzen, Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnungen

Nachfolgend werden die Tätigkeits-Bilanzen zum 31.12.2023 sowie die Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnungen für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 für die Tätigkeiten Strom- Netz und Gas-Netz sowie Strom-gMSB dargestellt.

Die Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnung wird anhand der bestehenden Profit-Center (PC) ermittelt. Jedes PC ist einer Sparte zugeordnet, bzw. ein oder mehrere PC ergeben eine Sparte. Somit kann innerhalb einer Sparte auch die jeweilige Tätigkeit (Netz oder Vertrieb) eindeutig dargestellt werden. Die Summe aller PC entspricht dem Gesamtergebnis aller Sparten bzw. dem Unternehmensergebnis.

Tätigkeitsbilanz Strom-Netz zum 31. Dezember 2023

Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH, Neu-Isenburg

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 384.851,59 564.889,26
384.851,59 564.889,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 558.575,79 562.764,20
2. Bauten auf fremden Grundstücken 10.512,02 13.239,58
3. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 12.141.696,76 12.635.257,18
4. Verteilungsanlagen 0,00 172,06
5. technische Anlagen und Maschinen 195.413,35 289.212,00
6. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.890.755,73 786.765,42
14.796.953,65 14.287.410,44
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 519.769,84 109.392,11
2. sonstige Ausleihungen 4.554,71 7.387,77
3. sonstige Finanzanlagen 7.739,05 19,28
532.063,60 116.799,16
15.713.868,84 14.969.098,86
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 384.405,08
0,00 384.405,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.351.468,82 648.042,15
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 451.387,63 1.401,32
3. sonstige Vermögensgegenstände 304.176,92 48.376,38
2.107.033,36 697.819,85
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.246.365,50 784.152,58
3.353.398,86 1.866.377,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.160,00 19.679,21
19.113.427,70 16.855.155,58

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. gezeichnetes Kapital 4.742.302,63 4.742.302,63
II. Kapitalrücklage 956.978,66 956.978,66
III. Gewinnrücklage 6.257.819,23 6.257.819,23
IV. Gewinnvortrag auf neue Rechnungen 895.658,38 493.851,86
V. Jahresüberschuss -20.620,22 333.476,28
VI. Kapitalausgleichsposten -113.329,56 -2.567.758,45
12.718.809,12 10.216.670,21
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.744.808,56 1.769.059,17
C. Sonderposten für Empfangene Ertragszuschüsse 0,00 0,00
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 43.412,89 42.233,87
2. Steuerrückstellungen 140.480,46 135.306,93
3. sonstige Rückstellungen 592.334,15 454.394,84
776.227,50 631.935,64
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.121.574,11 1.313.319,81
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.160.974,03 1.933.194,87
3. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 0,00 894.775,21
4. sonstige Verbindlichkeiten 591.034,38 96.200,67
(davon aus Steuern € 172.994,94 ; Vorjahr T€ 38) 3.873.582,53 4.237.490,56
19.113.427,70 16.855.155,58

Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH, Neu-Isenburg

Strom-Netz

Werte in €

Segmentbericht 2023 2022
a.) Umsatzerlöse 5.582.862,35 4.907.745,94
b.) Lieferung an Betriebszweige 6.972.923,64 7.488.896,29
1. Umsatzerlöse 12.555.785,99 12.396.642,23
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 0,00 0,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 181.860,26 150.957,46
4. Sonstige betriebliche Erträge 114.919,83 120.038,41
Sonstige Erträge 296.780,09 270.995,87
a.) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.857.280,10 5.133.636,15
b.) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.286.521,03 1.394.955,42
c.) Bezug von Betriebszweigen 854.723,61 1.011.082,48
5. Materialaufwand 7.998.524,74 7.539.674,05
a.) Löhne und Gehälter 1.953.259,07 1.951.287,89
b.) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 545.165,22 523.720,27
(davon für Altersversorgung) (157.241,61) (164.099,96)
6. Personalaufwand 2.498.424,29 2.475.008,16
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.198.846,88 1.164.038,86
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.195.869,61 1.030.703,93
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 862,05 -453,07
(davon aus Aufzinsungen) (687,19) -(678,65)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -610,92 4.084,46
(davon aus Abzinsungen) -(679,69) (3.109,48)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.954,71 13.157,88
(davon aus Aufzinsungen) (2.637,17) (2.981,16)
13. Ergebnis vor Steuern -52.803,02 448.686,61
außerordentliche Aufwendungen 0,00 0,00
außerordentliches Ergebnis 0,00 0,00
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.109,70 104.147,11
15. Ergebnis nach Steuern -56.912,72 344.539,50
16. Sonstige Steuern 10.469,25 13.500,84
17. Jahresüberschuss / -fehlbetrag vor Umlage -67.381,97 331.038,66
Interne Leistungsverrechnung / Umlage -46.761,75 -2.437,62
Zuführung zu Gewinnrücklagen 0,00 0,00
18. Jahresüberschuss -20.620,22 333.476,28

Tätigkeitsbilanz Gas-Netz zum 31. Dezember 2023

Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH, Neu-Isenburg

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 360.686,49 528.843,84
360.686,49 528.843,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 200.745,77 193.261,20
2. Bauten auf fremden Grundstücken 568.309,94 352.559,90
3. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 5.407.024,03 5.590.471,53
4. Verteilungsanlagen 0,00 161,17
5. technische Anlagen und Maschinen 187.014,54 287.703,75
6. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 347.545,56 866.723,26
6.710.639,84 7.290.880,81
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 519.769,83 109.392,10
2. Sonstige Ausleihungen 158,12 1.925,72
3. sonstige Finanzanlagen 7.253,11 18,06
527.181,06 111.335,88
7.598.507,39 7.931.060,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 55.637,70
0,00 55.637,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.265.972,79 607.045,99
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 31.996,44 1.312,67
3. sonstige Vermögensgegenstände 131.166,24 20.860,72
1.429.135,47 629.219,38
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 537.453,91 338.139,87
1.966.589,38 1.022.996,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 65.061,27 17.829,93
9.630.158,04 8.971.887,41

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. gezeichnetes Kapital 4.442.297,17 4.442.297,17
II. Kapitalrücklage 896.438,70 896.438,70
III. Gewinnrücklage 5.861.939,83 5.861.939,83
IV. Gewinnvortrag auf neue Rechnungen 838.997,63 462.610,02
V. Jahresüberschuss -34.780,92 6.840,25
VI. Kapitalausgleichsposten -6.729.310,53 -5.183.870,41
5.275.581,88 6.486.255,56
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.260.462,34 1.292.564,34
C. Sonderposten für Empfangene Ertragszuschüsse 0,00 0,00
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 40.666,52 39.562,09
2. Steuerrückstellungen 29.063,46 19.455,08
3. sonstige Rückstellungen 437.074,07 405.295,19
506.804,05 464.312,36
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 308.178,30 362.452,93
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.024.267,44 -4.404,34
3. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 0,00 329.223,20
4. sonstige Verbindlichkeiten 254.864,03 41.483,36
(davon aus Steuern € 71.542,65; Vorjahr T€ 14) 2.587.309,78 728.755,15
9.630.158,04 8.971.887,41

Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH, Neu-Isenburg

Gas-Netz

Werte in €

Segmentbericht 2023 2022
a.) Umsatzerlöse 2.812.289,95 2.107.803,96
b.) Lieferung an Betriebszweige 4.434.772,12 3.353.973,14
1. Umsatzerlöse 7.247.062,07 5.461.777,10
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 0,00 0,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 61.995,70 37.560,55
4. Sonstige betriebliche Erträge 82.355,94 89.225,81
Sonstige Erträge 144.351,64 126.786,36
a.) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.086.591,66 1.216.930,53
b.) Aufwendungen für bezogene Leistungen 197.323,25 240.022,74
c.) Bezug von Betriebszweigen 1.419.413,50 643.217,74
5. Materialaufwand 3.703.328,41 2.100.171,01
a.) Löhne und Gehälter 1.765.106,88 1.741.154,01
b.) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 494.073,64 466.160,26
(davon für Altersversorgung) (145.156,81) (156.661,00)
6. Personalaufwand 2.259.180,52 2.207.314,27
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 707.731,53 706.493,80
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 983.764,93 821.809,69
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 517,22 127,21
(davon aus Aufzinsungen) (477,00) (68,06)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -653,31 3.370,47
(davon aus Abzinsungen) -(642,95) (2.941,40)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.671,90 4.640,97
(davon aus Aufzinsungen) (2.784,02) (2.952,67)
13. Ergebnis vor Steuern -268.399,67 -248.368,60
außerordentliche Aufwendungen 0,00 0,00
außerordentliches Ergebnis 0,00 0,00
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16.926,70 -22.637,94
15. Ergebnis nach Steuern -285.326,37 -225.730,66
16. Sonstige Steuern 5.459,88 7.513,73
17. Jahresüberschuss / -fehlbetrag vor Umlage -290.786,25 -233.244,39
Interne Leistungsverrechnung / Umlage -256.005,33 -240.084,64
Zuführung zu Gewinnrücklagen 0,00 0,00
18. Jahresüberschuss -34.780,92 6.840,25

Tätigkeitsbilanz Strom-gMSB zum 31. Dezember 2023

Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH, Neu-Isenburg

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 0,00 0,00
2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 0,00 0,00
3. Verteilungsanlagen 224.791,84 347.334,20
4. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
5. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.391,74
6. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
224.791,84 348.725,94
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
3. sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00
0,00 0,00
224.791,84 348.725,94
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 0,00 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.877,64 298,62
1.877,64 298,62
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.693,61 4.840,45
9.571,25 5.139,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten
234.363,09 353.865,01

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. gezeichnetes Kapital 0,00 0,00
II. Kapitalrücklage 0,00 0,00
III. Gewinnrücklage 0,00 0,00
IV. Gewinnvortrag auf neue Rechnungen 0,00
V. Jahresüberschuss 60.327,59 56.051,32
VI. Kapitalausgleichsposten 165.918,14 282.427,34
226.245,73 338.478,66
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 4.468,99 11.207,74
3. sonstige Rückstellungen 0,00 0,00
4.468,99 11.207,74
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 3.584,78
3. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 0,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.648,36 593,83
(davon aus Steuern € 751,50; Vorjahr T€ 0) 3.648,36 4.178,61
234.363,09 353.865,01

Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Moderne Messsysteme (gMSB)

Werte in €

Segmentbericht 2023 2022
a.) Umsatzerlöse 15.897,11 29.367,83
b.) Lieferung an Betriebszweige 149.827,16 135.305,77
1. Umsatzerlöse 165.724,27 164.673,60
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 0,00 0,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.394,35 501,25
4. Sonstige betriebliche Erträge 0,00 0,00
Sonstige Erträge 1.394,35 501,25
a.) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 0,00
b.) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 0,00
c.) Bezug von Betriebszweigen 0,00 0,00
5. Materialaufwand 0,00 0,00
a.) Löhne und Gehälter 13.897,88 14.297,17
b.) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.995,53 4.051,49
(davon für Altersversorgung) (1.067,76) (1.083,31)
6. Personalaufwand 17.893,41 18.348,66
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 64.211.86 72.603,84
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 0,00
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13,74 70,77
(davon aus Abzinsungen) (0,00) (0,00)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -157,37
(davon aus Aufzinsungen) (0,00) (0,00)
13. Ergebnis vor Steuern 85.027,09 74.450,49
außerordentliche Aufwendungen 0,00 0,00
außerordentliches Ergebnis 0,00 0,00
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23.305,15 17.897,92
15. Ergebnis nach Steuern 61.721,94 56.552,57
16. Sonstige Steuern 0,00 0,00
17. Jahresüberschuss / -fehlbetrag vor Umlage 61.721,94 56.552,57
Interne Leistungsverrechnung / Umlage 1.394,35 501,25
Zuführung zu Gewinnrücklagen 0,00 0,00
18. Jahresüberschuss 60.327,59 56.051,32

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH hat die Geschäftsführung in der durch das Gesetz vorgeschriebenen Form überwacht. Er befasste sich in mehreren Sitzungen aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichte der Geschäftsführung mit der beabsichtigten Geschäftspolitik und Geschäftslage.

Die Gesellschafterversammlung bestellte in der Sitzung am 25.07.2023 die EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zum Abschlussprüfer. Der Prüfungsauftrag beinhaltete auch die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung entsprechend § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes geprüft worden und die Prüfungsgesellschaft erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat stimmt nach eingehender Prüfung dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2023 durch die Abschlussprüfer, sowie dem Lagebericht der Geschäftsführung zu. Er hat am heutigen Tage, nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung, keine Einwendungen erhoben und den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss gebilligt.

Der Aufsichtsrat empfiehlt gemäß seinem Beschluss vom 11.06.2024 die Verwendung des Bilanzgewinns.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit.

 

Neu-Isenburg, den 11. Juni 2024

Der Aufsichtsrat

Erster Stadtrat Stefan Schmitt, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 23.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

"

An die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Stromverteilung", "Gasverteilung" und "Messstellenbetrieb" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

- ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

- ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Stuttgart, den 14. Mai 2024

EversheimStuible Treuberater GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Schnäbele, Wirtschaftsprüfer

Hartmann, Wirtschaftsprüfer

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