AemTec AcquiCo GmbH
Same addressActivities of holding companies
Basic information of the organization
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Robert Giertz since 7/10/2025 | Managing Director |
Stefan Schiml since 7/10/2025 | Procura |
Britta Schultz since 7/10/2025 | Procura |
Thomas John since 1/11/2019 | Managing Director |
René Schüler since 12/21/2011 | Procura |
Jan Trommershausen since 1/4/2010 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
AEMtec Holding GmbHSelf-held cycle | 47.86% |
| 40.65% | |
| 11.49% |
Company ownership structure and capital distribution
Official financial statements and annual reports
AEMtec GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016A. Darstellung des GeschäftsverlaufesGesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung Der globale Elektromarkt wird voraussichtlich nach einem Anstieg von 3,6 % in 2015 im Verlauf des Jahres 2016 erneut um rund 3,7% gewachsen sein und auch für 2017 wird ein Wachstum in der Größenordnung von rund 3,9% erwartet. Für den deutschen Elektromarkt mit einem Volumen von 116 Mrd. EUR in 2014 wird mit einem Wachstum von durchgehend 2% pro Jahr gerechnet. 1 Eine Aufteilung in die verschiedenen Teilmärkte ist in Tabelle 1 abgebildet: Tabelle 1: Weltmärkte und Prognosen nach Fachbereichen
Quelle: http://www.zvei.org/Verband/Publikationen: Die Globale Elektroindustrie - Zahlen, Daten, Fakten Der Outsourcing-Trend der Electronic-Manufacturing-Services- (EMS-) Branche ist weiterhin ungebrochen. Noch vor wenigen Jahren stand Asien, aufgrund der niedrigen Lohnkosten, fast ausschließlich im Mittelpunkt. Aktuell gehen die Überlegungen zunehmend in Richtung Outsourcing-Standorte mit lokaler Nähe, um unter anderem die Nachteile hoher Logistikkosten auszugleichen und eine gewisse Nähe zum Kunden und kurzfristige Reaktionsmöglichkeiten zu erhalten. Bei hochvolumigen Low-Cost-Produkten, wie PCs oder Handys, lohnt sich allerdings nach wie vor der weite Weg nach China. Argumente aus Sicht der Original Equipment Manufacturer (OEMs) sind, vor allem bei komplexen Low-Volume-Produkten, die dadurch erhöhte Konzentration auf Kernkompetenzen, eine stärkere Flexibilität, sowie der Zugriff auf neueste Technologien und Know-How. Für die AEMtec GmbH ist der EMS-Markt lediglich ein wichtiger Indikator für allgemeine zukünftige Marktentwicklungen. Durch die Spezialisierung auf komplexe Nischenprodukte in sehr verschiedenen Märkten hat sich AEMtec in den vergangenen Jahren meistens anders und mehr einzelprojektabhängig entwickelt als der zum Vergleich herangezogene globale Elektromarkt. Für dieses sehr spezifische Marktsegment liegen allerdings keine Vergleichszahlen vor. Anbieter werden in wettbewerbsintensiven Segmenten weiterhin starken Kostendruck spüren und müssen ihre Strategien den Erfolgsfaktoren, wie nachhaltige Weiterentwicklung und Professionalisierung, vor allem im Bereich Entwicklung sowie stärkere Berücksichtigung der Kundenanforderungen, gerade in Richtung Informationsmanagement und Problemlösungskompetenz, anpassen. Die Kunden erwarten ein produktionsnahes Co-Engineering sowie einen professionellen Umgang mit kritischen Themen wie Haftung, Traceability und Umweltaspekte. Unternehmensentwicklung Die AEMtec GmbH wurde zum 14.03.2000 gegründet und hat zum 01.07.2000 den Betriebsteil "Chip On Board" (COB) von der Infineon Technologies AG Fiber Optics Berlin übernommen. Die AEMtec GmbH mit Sitz in Berlin ist heute ein Full-Service-Dienstleister für die Elektronikfertigung hochkomplexer Baugruppen in der Medizintechnik, Optoelektronik, Kommunikation, Sensorik und Automotive. Als einer der führenden Anbieter von optischen und elektronischen Multichipmodulen (MCM) in Mischtechnologien hat sich die AEMtec GmbH in den vergangenen Jahren erfolgreich am Markt positioniert. Seit 2006 sind sämtliche Anteile des Grundkapitals der AEMtec GmbH im Eigentum der exceet Group AG (vormals AEM Technologies Holding AG), Rotkreuz, Schweiz, und die AEMtec GmbH wird in den Konzernabschluss von deren Muttergesellschaft exceet Group SE, Luxemburg, einbezogen. Die AEMtec GmbH bietet ihren Kunden den kompletten Electronic Service als Entwicklungs- und Produktionspartner. Auf leistungsfähigen Standardautomaten und kundenspezifischen Linien werden alle Chip-Level-Prozesse in Verbindung mit Microelectromechanical Systems (MEMS), Mikrooptik und klassischer Surface Mounted Technologie (SMT) eingesetzt. Für den Kunden bedeutet dies die Nutzung der Vorteile verschiedener Aufbautechnologien in einem System. In den ersten Jahren des Firmenbestehens war die AEMtec GmbH ausschließlich Zulieferer eines Großkunden. In den folgenden Jahren konnte die Gesellschaft sukzessive auf eine breitere Kundenbasis und andere Märkte ausgerichtet werden. Hierzu wurde in 2004 die Zertifizierung nach dem Automobilstandard ISO TS 16949 erlangt. Seit August 2006 ist die AEMtec GmbH zusätzlich nach der Umweltnorm ISO 14001, seit 2011 gemäß der medizintechnischen Norm ISO 13485 und seit Mai 2016 auch nach der Luft- und Raumfahrtnorm EN 9100 zertifiziert. In den vergangenen Jahren hat sich die AEMtec GmbH durch gezielte Konzentration auf wirtschaftlich ertragreiche Produkte, die in optimaler Weise mit den bestehenden Kernkompetenzen harmonieren, eine veränderte Marktpositionierung erarbeitet. Dadurch unterscheidet sich die AEMtec GmbH als E 2MS-Partner (Electronic Engineering and Manufacturing Services) inzwischen grundlegend von anderen Anbietern für EMS-Dienstleistungen und sicherte sich wichtige Alleinstellungsmerkmale mit breiter Technologiekompetenz. Auf dieser Grundlage hat die AEMtec GmbH auch in 2016 erneut überzeugende Umsätze erzielen können. Der leichte Rückgang im Vorjahr konnte ausgeglichen werden, da einerseits bestehende Großkunden wieder steigende Umsätze ermöglichten und andererseits einige mittelgroße Kunden ein deutliches Wachstum erreichten. Insbesondere der in der Vergangenheit als sehr zyklisch wahrgenommene Semiconductor-Markt hat in den vergangenen Jahren zu einer deutlich größeren Stabilität gefunden. Ursächlich sind hierfür die deutlich breiteren Einsatzfelder der Produkte aus dieser Industrie. Waren vormals große Schwankungen in den Absatzfeldern des Industrial und Private Computing zu verarbeiten, sind inzwischen weitere mächtige Teilmärkte wie Telefonie, Tablets und Internet of Things (IoT) hinzugekommen Besonders hervorzuheben sind das Wachstum mit einigen Kunden in den Segmenten Industrie und Datenkommunikation, die erfolgreich in die Serienfertigung überführt wurden. Umsatz- , Auftrags- und Rohertragsentwicklung Das Geschäftsjahr 2016 war durchgehend von Umsätzen im geplanten Umfang mit einer leichten Steigerung im 2. Halbjahr gekennzeichnet. Einige neue Produkte wurden in die Volumenfertigung überführt und die Auslastung in der Fertigung stieg deutlich an. Aufgrund der intensiven Vertriebsaktivitäten und der zunehmend im Markt bekannten Expertise der AEMtec GmbH im Bereich Miniaturisierung, Microplacement und Optoelektronik konnten erfreulicherweise erneut einige wichtige kundenbeauftragte Entwicklungsprojekte gewonnen werden. Diese werden nach erfolgreichem Abschluss und fallweise nach erfolgreicher Zulassung schrittweise zu weiteren Serienbelieferungen führen. Im Berichtsjahr 2016 wurde ein Rohertrag von EUR 17,3 Mio. gegenüber EUR 16,7 Mio. im Vorjahr erzielt (+3,5%). Durch die breitere Kundenbasis in verschiedenen Geschäftsfeldern wurde AEMtec GmbH in den vergangenen Jahren zunehmend unabhängig und erlangte eine gesunde Risikostreuung, wobei weiterhin einzelne Kunden für große Umsatzanteile verantwortlich sind. Der Auftragsbestand für das Geschäftsjahr 2017 betrug zum Bilanzstichtag EUR 32,7 Mio. was einer Steigerung von 20,7% gegenüber dem Vorjahr (27,1 Mio. EUR) entspricht. Mitarbeiter Das Unternehmen beschäftigte zum Stichtag 31. Dezember 2016 insgesamt 161 hoch-qualifizierte Mitarbeiter (Vorjahr: 148), davon 87 überwiegend spezialisierte Facharbeiter in der Produktion und 12 Auszubildende. Damit konnte die Gesellschaft den ansteigenden Personalbedarf in 2016 abbilden. Die Belegschaft hat durch ihre Bereitschaft zu Flexibilität, der Einarbeitung der neuen Kollegen sowie einer besonders guten Produktqualität einen wichtigen Beitrag zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2016 geleistet. Investitionen Im Geschäftsjahr 2016 lag der Schwerpunkt der Investitionsaktivitäten auf der Anschaffung der Fertigungsausrüstung für den neuen Geschäftsbereich Wafer-Backend. Einerseits wurde eine hochgenaue Ballinganlage inklusive einer Station für das Nachsetzen von Balls angeschafft und andererseits eine Lizenz- und Nutzungsvereinbarung mit dem Fraunhofer-Institut Berlin für den UBM-Prozess (Under Bump Metallisation) abgeschlossen. Außerdem wurden verschiedene Ersatzinvestitionen in Höhe von 551 TEUR beauftragt, welche teilweise erst in 2017 zur Auslieferung gelangen. Insgesamt wurden Investitionen in Höhe von 2.414 TEUR getätigt, davon entfielen 28 TEUR auf Bauten und Gebäudeeinrichtungen, 26 TEUR auf Software, 100 TEUR auf Lizenzen, 1.965 TEUR auf technische Anlagen und Maschinen und 295 TEUR auf allgemeine Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen erfolgten größtenteils aus dem operativen Cash Flow und in Einzelfällen aus Maschinen-Mietkauffinanzierungen. Umweltmanagement Die AEMtec GmbH drückt ihr Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt durch die Einhaltung der Forderungen der ISO 14001 aus. Ziel ist es, nicht nur die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, sondern darüber hinaus kontinuierliche Verbesserungen umzusetzen. Dabei wird besonderer Wert auf vorbeugende Maßnahmen gelegt. Die umweltbewusste Unternehmensführung beginnt bei der Entwicklung der Prozesse gemäß der bestverfügbaren Technik, geht weiter bei den Produktionsverfahren und dem Einsatz umweltverträglicher Materialien, der Logistik und endet mit der Entsorgung von Elektronikabfällen durch dafür spezialisierte und zertifizierte Unternehmen. Im Vordergrund steht insbesondere die Umstellung auf die Verarbeitung von bleifreien Einsatzmaterialien. Erhebliche Verbesserungen wurden durch den Bezug der neuen Betriebsstätte in 2013 erreicht, weil diese nach neuesten energetischen Standards errichtet wurde. Durch Wärmerückgewinnung wurde ein deutlicher Rückgang des Elektrizitätsbedarfs umgesetzt. Ein zusätzliches Energieeinsparungspotential wurde nach der Inbetriebnahme des neuen Standorts identifiziert und mittels einer Wärmepumpeninstallation genutzt Nach ersten Auswertungen sank der Primärenergiebedarf am neuen Standort mit ca. 30% größerer Fläche bei Strom um 36% und bei Wärme um 24%. Die AEMtec GmbH erhielt im Geschäftsjahr 2015 eine Bestätigung im Rahmen eines Aufrechterhaltungsaudits für die ISO 14001. In 2015 wurde erstmals ein Energieaudit gemäß EU-Energieeffizienz-Richtlinie 2012/27/EU durchgeführt. Hierbei wurde im Ergebnis festgestellt, dass die AEMtec derzeit alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung effizient nutzt. B. Darstellung der LageErtragslage Im Geschäftsjahr 2016 konnte nach einem umsatzschwächeren Vorjahr wieder ein steigender Umsatz bei einem leicht verbesserten Ergebnis erreicht werden. Ursächlich waren insbesondere Umsatzsteigerungen mit neuen Produkten.
Der Materialaufwand stieg aufgrund des höheren Umsatzes und einem geänderten Umsatzmix auf TEUR 24.977 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 20.798. Durch die gestiegene Mitarbeiterzahl und die Entwicklung der Löhne und Gehälter war ein leicht höherer Personalaufwand von TEUR 7.468 (Vorjahr: TEUR 7.367) zu verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 69 TEUR auf TEUR 2.779. Mit einem Ergebnis vor Steuern und Finanzlasten (EBIT) in Höhe von TEUR 5.407 konnte der Vorjahreswert um 4,4% übertroffen werden. Das erzielte Ergebnis ist unter Berücksichtigung des Umsatzmixes und einem zum Jahresende bestehenden Rückstand bei einigen Entwicklungsprojekten als gut zu bezeichnen. Auch im Branchenvergleich erzielte die Gesellschaft außergewöhnlich gute Ergebnisse. Die AEMtec GmbH arbeitet weiterhin mit einer strengen Kostenkontrolle und ist im Rahmen der Erhaltung einer flexiblen Kostenstruktur bemüht, schnell auf geänderte Marktbedingungen reagieren zu können. Finanzlage Im Berichtsjahr sank der Bestand an liquiden Mitteln um 2.707 TEUR, im Wesentlichen aufgrund der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2.000 TEUR und den Belastungen aus größeren Investitionen in Produktionsausrüstung in Höhe von 1.965 TEUR. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 3.786 TEUR. Außerdem steht nach Bezug des neuen Firmengebäudes in 2013 eine entsprechende Entlastung bei den Mietaufwendungen entgegen, welche für die Tilgung des Immobiliendarlehens verwendet wird. Die Finanzierung des Working Capital ist über freie Liquidität und Bankkreditlinien sichergestellt. Letztere waren zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Auch das Bestellobligo in Höhe von TEUR 477 für Investitionen die erst in 2017 ausgeliefert werden, ist durch den laufenden operativen Cash Flow abgesichert. Vermögenslage Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 2016 TEUR 22.163 (Vorjahr TEUR 20.466), das entspricht einer Eigenkapitalquote von 68% (Vorjahr 66%). Nicht-monetäre Einflussfaktoren Die Gesellschaft verfügt über einen treuen Kundenstamm und es kommen laufend neue Kunden hinzu. Befragungen der Kunden belegen eine große Zufriedenheit mit dem Leistungsportfolio der AEMtec GmbH. Darüber hinaus zeigen die geringe Fluktuation und die im 2-jährigen Rhythmus durchgeführten Mitarbeiterbefragungen eine stabile Verbundenheit der Mitarbeiter zur Gesellschaft. Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres Das Berichtsjahr 2016 war gekennzeichnet durch gute Umsätze mit einem Großkunden und rückläufigen Umsätzen mit einem weiteren Großkunden. Allerdings konnten in der Gruppe der mittelgroßen Kunden erfreuliche Umsatzsteigerungen erzielt werden. Weiterhin konnten hohe Umsatzvolumina bei Entwicklungsprojekten erreicht werden, was eine sehr gute Voraussetzung für die nächsten Jahre darstellt. Durch die damit verbundene gute Auslastung wurde durchgehend im 3-Schicht-Betrieb gefertigt. Die hierfür erforderlichen Personaleinstellungen und Mitarbeiterschulungen wurden erfolgreich umgesetzt. Vor dem Hintergrund des sich auch für 2017 abzeichnenden leicht steigenden Personalbedarfs wurde auf den Einsatz von Zeitarbeitskräften zu Gunsten von befristeten und unbefristeten Arbeitsverträgen verzichtet. Darüber hinaus machte der wachsende Arbeitsanfall in der Produkt- und Prozessentwicklung sowie der Aufbau des Geschäftsfelds Wafer-Backend die Einstellung einzelner zusätzlicher Ingenieur- und Technikerqualifikationen möglich. Dadurch konnte die AEMtec GmbH die Wissensbasis nochmals erweitern. Die gesammelten Erfahrungen mit neuen Präzisionsdieplacing-Maschinen unter höchsten Reinraumbedingungen führten in den Vorjahren zu konkreten Projekten in Marktsegmenten, die diese Technologie voraussetzen, wie zum Beispiel die Halbleiterindustrie, die Optoelektronik oder die Sensorik. Diese wurden erfolgreich in die Serienfertigung überführt. Die Absatzpotentiale haben sich in einigen Fällen als stark schwankend erwiesen, da diese teilweise in Consumermärkte geliefert werden und die Abnahmemengen für unsere Kunden schwerer vorhersehbar sind. Im Prozess der Kundengewinnung wurde das in den vergangenen Jahren begonnene Vorgehen zur strategischen Akquisition von Zielkunden weitergeführt (Strategic Account Management). Wesentlich ist hierbei, dass die Gesellschaft zukünftig Neukunden nicht nur aufgrund eingehender Anfragen sondern projektübergreifend durch gezielte Marktbearbeitung strategisch interessanter Kunden akquiriert. Nach dem erfolgreichen Aufbau eines Vertriebsteams in Frankreich, welcher gemeinsam mit Schwestergesellschaften umgesetzt wurde, hat AEMtec in den vergangenen Jahren in Skandinavien und den USA auf die Zusammenarbeit mit lokalen Vollzeitvertriebskräften gesetzt und es wurden erste Erfolge realisiert. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der technologischen Kompetenzen sowohl im Bereich der Aufbau und Verbindungstechnik als auch im Bereich der Messtechnik hat dazu geführt, dass mehrere neue Produktfamilien welche bei der Entwicklung von Motormanagementsystemen im Automobilbereich zum Einsatz kommen bei AEMtec gefertigt werden. Auch der weitere Know-How Aufbau für die Entwicklung und Fertigung Opto-elektronischer Systeme hat zu neuen Projekten in diesem Bereich geführt. Durch die Investition in neue Equipments konnte das Technologie Portfolio der AEMtec GmbH wesentlich erweitert werden. Die Investitionen in eine Wafersäge, eine UBM-Anlage und eine Balling-Anlage führte dazu, dass die angebotenen Dienstleistungen mit diesen zusätzlichen Prozessen ergänzt und damit die technologischen Fähigkeiten im Bereich elektronischer Packages weiter komplettiert werden. Die Erweiterung der Fertigungskapazität für hochgenaues Bestücken eröffnet die Möglichkeit deutlich höhere Stückzahlen vor allem im Bereich opto-elektronischer Datenübertragung zu einem konkurrenzfähigen Preis anbieten zu können. Hierdurch konnte bereits ein Projekt gewonnen werden, welches die Fertigung eines hochkomplexen Datenkommunikationsmoduls in großen Stückzahlen erfordert. Nach eigenen Marktuntersuchungen hat die Gesellschaft das Marktsegment im Bereich Wafer-Backend-Services in 2016 erstmalig aktiv beworben und es konnte eine ganze Reihe von Kunden identifiziert werden. Erste Qualifikationsaufträge befinden sich in der Umsetzung und in den folgenden Jahren werden sukzessiv steigende Umsätze erwartet. Prognose - Ist - Vergleich Prognostiziert waren für das Geschäftsjahr 2016 ein Umsatz in der Größenordnung von EUR 39,3 Mio. bei einem EBIT von EUR 5,2 Mio. Der tatsächliche Umsatz war mit EUR 41,4 Mio. leicht höher als erwartet und führte zu einem leicht höheren EBIT von EUR 5,4 Mio. Insofern wurden beide Erwartungen leicht übererfüllt. C. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und PrognoseRisikomanagement Durch den kontrollierten Umgang mit Risiken wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft überwacht und das Management in die Lage versetzt, ungünstige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, um schnellstmöglich gegensteuernde Maßnahmen ergreifen zu können. Das Risikomanagement der AEMtec GmbH basiert auf einem systematischen Prozess der Risikoerkennung und -bewertung und ist ein integraler Bestandteil des Berichts- und Planungssystems, in dem periodisch (täglich bis monatlich) insbesondere folgende Risiken bewertet werden:
Chancen der Unternehmensentwicklung Die im Berichtsjahr getätigten Umsatzvolumina haben das geplante Budget übertroffen, weil der Semiconductor-Markt deutliche Wachstumsimpulse verzeichnet hat und diese die Schwäche im Medizintechnikmarkt ausgeglichen haben. Für das Geschäftsjahr 2017 wird weiterhin mit leicht steigenden Umsätzen gerechnet, welche oberhalb der Vorjahreswerte erwartet werden. Wesentliche Ursachen sind insbesondere das Wachstum, welches die AEMtec bei einem wichtigen Kunden in 2016 erreichen konnte und ab dem zweiten Halbjahr erste Umsätze im Bereich Wafer-Backend-Services. Die für dieses Volumen erforderlichen Kapazitäten sind in der verfügbaren Infrastruktur vorhanden und können durch leichte Erhöhung der Personaldecke am Standort Berlin erreicht werden. Darüber hinausgehendes Wachstum ist mittels Verlagerung von Serienprodukten in europäische Nachbarländer mit günstigerer Kostenstruktur oder zu Schwestergesellschaften denkbar und es werden aktiv Projekte bearbeitet. Wachstum mit Produkten, welche nicht zwingend am eigenen Standort produziert werden müssen, bietet der Gesellschaft zudem die Chance der Konzentration auf wirtschaftlich attraktive Kernkompetenzen. Produkt- und Umweltschutzrisiken Produkt- und Umweltschutzrisiken trägt AEMtec GmbH durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung Rechnung. Hierzu gehört auch die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach internationalen Normen, wie ISO/TS 16949:2002 (Automotive), ISO 13485 (Medizintechnik) und des Umweltmanagements nach DIN ISO 14001. Die in diesem Zusammenhang in 2016 durchgeführten externen Audits wurde alle erfolgreich bestanden. Zur Erweiterung der Marktaktivitäten im Segment Luft- und Raumfahrt wurde in 2016 erstmalig die Zertifizierung gemäß EN 9100 durchgeführt. Für Haftungsrisiken und Schadensfälle wurden Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen Folgen von im Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen zu halten bzw. sie ganz auszuschließen. Der Umfang dieser Versicherungen wird laufend überprüft. Gesamtwirtschaftliches und Branchenrisiko Die Entwicklung des Geschäfts und der damit verbundenen finanzwirtschaftlichen Ziele hängt auch von der konjunkturellen Entwicklung der für das Geschäft relevanten Branchen ab. Umsatz und Ergebnis der AEMtec GmbH unterliegen der Volatilität und den Konjunkturzyklen seiner verschiedenen Abnehmerbranchen. Durch die breite Kundenbasis in verschiedenen Geschäftsfeldern wurde die AEMtec GmbH in den vergangenen Jahren zunehmend unabhängig und erlangte somit eine gesunde Risikostreuung, die auch für die Zukunft entscheidend ist und wirksam wird, sobald die begonnenen Projekte in die Volumenfertigung gehen. Die Zusammensetzung des Umsatzes nach Branchen weist inzwischen eine für die Gesellschaft vorteilhafte Mischung auf. Einerseits werden Märkte bedient, welche dem normalen Konjunkturzyklus vorauslaufen (Semiconductor), andererseits werden aber auch wichtige Umsätze in weniger zyklischen Märkten erzielt: Messtechnik und Medizintechnik. Insofern ist der Umsatzmix inzwischen recht homogen und trägt zu einer stabilen Marktpositionierung der Gesellschaft bei. Der zyklische Markt der Kommunikationstechnologie ist mit ca. 11 % vom Umsatzvolumen der AEMtec GmbH vertreten, das Geschäftsfeld Automotive beträgt ca. 12 %, Medizintechnik ca. 30 % und die Sensortechnik und sonstige Industrie inkl. Semiconductor ca. 47 % des Umsatzvolumens. Insgesamt ergibt sich aus der Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation, dass derzeit, trotz der Unsicherheiten in den internationalen Wirtschaftsräumen, keine Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Prognosebericht Für den Prognosebericht wurde ein Prognosezeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt. Die im abgelaufenen Jahr 2016 stabile Konjunktur und der Anlauf neuer Produkte lässt für das Geschäftsjahr 2017 weiterhin ein steigendes Umsatzvolumen erwarten. Die Fokussierung auf margenstärkere Umsatzpotentiale in den langfristig definierten Zielmärkten Medizintechnik, Sicherheitselektronik und Industrie/Automation führt in den kommenden Jahren zu einer geringeren Abhängigkeit von einzelnen der tradierten Bestandskunden. Neue Wachstumspotenziale werden sich aus dem neuen Geschäftsfeld Wafer-Backend-Services ergeben. Die Gesellschaft wird den eingeschlagenen Weg der Konzentration auf eine zielkundenorientierte Marktbearbeitung fortsetzen. Hierdurch erwartet die Gesellschaft die Verstärkung der Partnerschaften mit wichtigen Großkunden und aufgrund der wirtschaftlich weniger umsatzgetriebenen sondern zunehmend wertsteigernden Marktpositionierung weitere nachhaltige Ergebnisimpulse. Das Geschäftsjahr 2017 wurde mit einem guten Auftragsbestand begonnen. Stammkunden zeigen weiterhin starke Bestellaktivität. Neue Kunden aus erfolgreicher Entwicklungstätigkeit werden in 2017 Umsätze generieren. Die Umsatzerwartung für das kommende Geschäftsjahr ist aufgrund vorsichtiger Planungen und den neu hinzukommenden Absatzwegen gegenüber 2016 leicht gestiegen. Ergebnisseitig wird die Gesellschaft weiterhin stabile Erträge erwirtschaften können, welche nach heutigem Erkenntnisstand leicht höher als 2016 liegen werden. Insgesamt erwartet die Gesellschaft für das Jahr 2017 einen Rohertrag in der Größenordnung von EUR 19,4 Mio. bei einem EBIT von EUR 5,7 Mio. Die Risiken für die kommenden Geschäftsjahre sind in zwei Bereichen zu erkennen. Einerseits sind einzelne Kunden, und damit auch die Liefervolumina der AEMtec GmbH, im volatilen Semiconductor-Markt engagiert. Dieser Markt kann auch schnell wieder deutlich geringere Umsätze generieren, worauf die AEMtec GmbH jedoch angemessen vorbereitet ist. Andererseits ist die erfolgreiche Serienproduktion der bereits erwähnten neuen Produktgeneration eines weiteren Großkunden ein ganz wesentlicher Faktor für die Wirtschaftlichkeit, der für das kommende Geschäftsjahr errechneten Umsatz- und Ergebnisziele. Weiterhin verfolgt die AEMtec GmbH proaktiv den Lebenszyklus der Produkte unserer Kunden, um Markttrends bzw. End-of-Life-Situationen frühzeitig zu erkennen und das Angebot dementsprechend anzupassen. Die in den vergangenen Geschäftsjahren gestarteten und ausgebauten Aktivitäten zur Fokussierung auf strategische Kundenpartnerschaften mit deutlich höherem Wertschöpfungsbeitrag der AEMtec am Produktentwicklungs- und Herstellungsprozess werden die weitere Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig positiv bestimmen. Weitere Potenziale ergeben sich aus der Zusammenarbeit im Unternehmensverbund und den sich stark ergänzenden Alleinstellungsmerkmalen aller Unternehmen im Gruppenportfolio. Die konsequente Nutzung aller Synergiepotenziale, im Wesentlichen in Vertrieb, Einkauf und Technologie, führen zu zusätzlichen Wachstumspotentialen in der Gruppe. Die zunehmend breitere Kundenbasis, der Ausbau der Vertriebsstruktur wie zum Beispiel das Bilden eines gruppenübergreifenden Verkaufsteams für den französischen Markt, die Bearbeitung des skandinavischen und des US-Markts, die Kapazitätserweiterung im Bereich der Forschung und Entwicklung sowie die Erweiterung des Spektrums an verschiedenen Entwicklungsleistungen sind Grundlage für weiteres Wachstum. Mehrere Projekte mit neuen namhaften Kunden wurden bereits in die Volumenproduktion überführt und werden kontinuierlich ausgebaut. Daher wird die Perspektive der Gesellschaft für die kommenden beiden Jahre als gut bewertet.
Berlin, den 31. März 2017 AEMtec GmbH, Berlin Geschäftsführung Jan Trommershausen Dan Negrea
1 Quelle:
http://www.zvei.org/Publikationen/Faktenblatt-international-2016.pdf
Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2016Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des BilRUG aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens für die Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Das Gliederungsschema wurde um die Positionen "Forderungen gegen Gesellschafter" und "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Aufgrund der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des HGB i.d.F. des BilRUG ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr eingeschränkt. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgt nicht. Bei Anwendung des HGB i.d.F. des BilRUG im Vorjahr hätten sich folgende Beträge ergeben. Aus den sonstigen betrieblichen Erträgen würden 293.583,79 EUR den Umsatzerlösen zugeordnet werden. Außerdem sind aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt 63.810,71 EUR in die Materialkosten umzugliedern. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt regelmäßig 3 bis 5 Jahre. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear und die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden und Gebäudeeinrichtungen acht bis 33 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen drei bis sechs Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis vierzehn Jahre. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150,00 EUR im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 150,00 EUR, jedoch nicht mehr als 1.000,00 EUR betragen, wird ein Sammelposten (Abschreibungspool) gebildet, der linear über eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren aufgelöst wird. Im Zugangsjahr wird stets der volle Abschreibungssatz angewendet. Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Abwertungen wegen mangelnder Gängigkeit bzw. unzureichender Verwertbarkeit werden im notwendigen und angemessenen Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind mit ihrem Nennbetrag bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (PUC-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Für die Abzinsung wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Übrige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Für die Abzinsung der Jubiläumsrückstellungen wird seit dem 1. Januar 2010 von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Erläuterungen der Bilanz1 Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und deren Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagenspiegel, der als Anlage diesem Anhang beigefügt ist, dargestellt. Die Zugänge enthalten neben den Anschaffungskosten auch Anschaffungskostenminderungen durch gewährte Investitionszuschüsse. Im Jahr 2016 wurden bereits Bestellungen auf Anlagevermögen ausgelöst, die erst im Jahr 2017 zur Auslieferung kommen. Es handelt sich hierbei um einen Flying Probe Tester für 318 TEUR sowie eine 3D-Inline AOI für 118 TEUR. 2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt im Berichtsjahr 1.027 TEUR (Vorjahr: 1.009 TEUR). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 4,01 % (Vorjahr: 3,89 %) und einem Rententrend von 1,75 % pro Jahr. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2005). Der Gesetzgeber hat im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie beschlossen, für Pensionsrückstellungen ab 2016 einen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zugrunde zu legen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die gesetzliche Neuregelung ist zum 17.03.2016, dem Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft getreten. Bis zum 31.12.2015 wurde ein von der deutschen Bundesbank veröffentlichter 7-Jahresdurchschnittszinssatz verwendet. Auf Basis eines 7-Jahresdurchschnittszinssatzes (3,24%) ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 170 TEUR, der grundsätzlich ausschüttungsgesperrt ist. Zum 31.12.2016 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich des Gewinnvortrags jedoch diesen Unterschiedsbetrag, so dass kein ausschüttungsgesperrter Betrag besteht. 4 Sonstige Rückstellungen
5 Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten und deren Restlaufzeiten zum Stichtag sind im Verbindlichkeitsspiegel, der als Anlage diesem Anhang beigefügt ist, dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 130 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung1 Umsatzerlöse
2 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 54 TEUR enthalten. Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf 98 TEUR. 3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf 131 TEUR. 4 Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 44 TEUR (Vorjahr 44 TEUR). Sonstige Angaben1 Organe der Gesellschaft Geschäftsführung
Die Eintragungen im Handelsregister sind beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 77532 im Register B hinterlegt. Die Gesellschaft macht von den Erleichterungen gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 2 Pensionen für frühere Organmitglieder Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 31. Dezember 2016 beinhalten Rückstellungen für Pensionen für ehemalige Organmitglieder in Höhe von 243 TEUR. 3 Arbeitnehmer Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 142 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt :
4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
5 Name und Sitz des Mutterunternehmens Die exceet Group SE, Luxemburg, ist Mutterunternehmen der exceet Group AG, Risch/Schweiz. Diese wiederum hält 100 % der Anteile an der AEMtec GmbH, Berlin. Die exceet Group SE, Luxemburg, stellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen auf, in den die berichtende Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der exceet Group SE, Luxemburg, wird nach den Regeln der Frankfurter Wertpapierbörse veröffentlicht (entspricht dem kleinsten Konsolidierungskreis der KapGes). 6 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 29 TEUR und bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.
Berlin, den 31. März 2017 Jan Trommershausen, Geschäftsführer Dan Negrea, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AEMtec GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 31. März 2017 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer ppa. Johannes Häner, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde am 10.04.2017 festgestellt. |
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