AVANCE Personal Service GmbH

Stuttgarter Straße 1, 01189 Dresden, DEU

Master Data

Registry
Register court Dresden HRB 8225
Registered
9/6/1993
Industry
Activities of employment placement agenciesOther human resources provisionTemporary employment agency activities
Purpose
gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung, die Gesellschaft ist insbesondere auch berechtigt zur Personalberatung, Marketing und zur Vermittlung von gewerblichen Dienstleistungen. ferner: private Arbeitsvermittlung.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Irina Sander
since 11/1/2023
Procura
Stefan Guhl
since 11/1/2023
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

100.00% identified0.00% unresolved

Identified persons (2)

NameOwnership
60.00%
40.00%

Shareholders
Beta

2 shareholders

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
Irina Sander
Dresden
€15,450
60.00%
Hardtmuth Martin Kreutzer
Dresden
€10,300
40.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

AVANCE Personal Service GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

A) Bilanz

Aktiva

Bilanzposition Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte u. ähnl. Rechte 13.496,22 22.657,02
13.496,22 22.657,02
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.357,91 35.503,96
21.357,91 35.503,96
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 225.000,00 225.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 35.000,00 53.000,00
260.000,00 278.000,00
Anlagevermögen 294.854,13 336.160,98
B. Umlaufvermögen
1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.770.455,85 1.923.083,23
davon mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr 1.770.455,85 (1.923.083,23)
2. Sonstige Vermögensgegenstände 396.050,26 722.461,64
davon mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr 291.328,94 (559.697,32)
davon mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr 104.721,32 (162.764,32)
2.166.506,11 2.645.544,87
II. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 793.468,29 1.257.660,13
793.468,29 1.257.660,13
Umlaufvermögen 2.959.974,40 3.903.205,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.726,72 8.973,55
7.726,72 8.973,55
Aktiva 3.262.555,25 4.248.339,53

Passiva

Bilanzposition Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 25.750,00 25.750,00
25.750,00 25.750,00
II. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 123.451,26 123.451,26
123.451,26 123.451,26
III. Gewinnvortrag 147.792,07 87.551,76
IV. Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss -87.195,55 60.240,31
60.596,52 147.792,07
V. Einlage des stillen Gesellschafters 265.000,00 265.000,00
Summe Eigenkapital 474.797,78 561.993,33
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen u. a. Verpflichtungen 239.108,21 176.771,00
2. Steuerrückstellungen 5.910,00 147.509,46
3. Sonstige Rückstellungen 860.005,81 1.299.327,05
1.105.024,02 1.623.607,51
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 577.842,19 666.666,68
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 88.953,27 (88.888,88)
davon mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr 488.888,92 (577.777,80)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 93.972,27 99.801,37
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 93.972,27 (99.801,37)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.010.918,99 1.296.270,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 1.010.598,99 (1.295.950,64)
davon mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr 320,00 (320,00)
davon: aus Steuern 172.982,33 (420,30)
davon aus Steuern mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 172.982,33 (420,30)
davon: im Rahmen der sozialen Sicherheit 49.182,23 (4.909,99)
davon im Rahmen der sozialen Sicherh. RLZ bis 1 Jahr 49.182,23 (4.909,99)
1.682.733,45 2.062.738,69
Passiva 3.262.555,25 4.248.339,53

B) Gewinn und Verlustrechnung

Position Geschäftsjahr Vorjahr
1. Umsatzerlöse
a) Kontengruppe 44, Erlöse 16/19 % Umsatzsteuer 18.025.415,18 16.526.220,22
b) Erlösschmälerungen -2.182,60 -3.167,58
18.023.232,58 16.523.052,64
Gesamtleistung 18.023.232,58 16.523.052,64
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Sonstige ordentliche Erträge 851.890,10 914.634,34
b) Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 5.042,02 9.781,56
856.932,12 924.415,90
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren
- Erhaltene Nachlässe, Boni, Skonti und Rabatte 1.310,59 1.367,77
1.310,59 1.367,77
1.310,59 1.367,77
Rohergebnis 18.881.475,29 17.448.836,31
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.568.631,64 -11.408.092,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
- Soziale Abgaben ohne Altersversorgung -2.931.557,43 -2.618.997,73
- Altersversorgung -86.747,08 9.096,42
-3.018.304,51 -2.609.901,31
-15.586.936,15 -14.017.994,28
5. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -41.663,69 -30.827,27
-41.663,69 -30.827,27
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten und Grundstücksaufwendungen -202.479,68 -235.316,18
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben -93.844,94 -93.253,46
c) Reparaturen und Unterhaltung -84.078,65 -57.282,21
d) Fahrzeugkosten -89.948,14 -100.058,83
e) Vertriebskosten -832.059,68 -730.355,75
f) Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.995.289,60 -2.053.790,61
Sonstige betriebliche Aufwendungen (Summe) -3.297.700,69 -3.270.057,04
Betriebsergebnis -44.825,24 129.957,72
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ohne von verbundenen Unternehmen 31.167,91 48.461,70
31.167,91 48.461,70
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen ohne aus verbundenen Unternehmen -70.221,74 -40.462,50
- Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen -33.500,00
-70.221,74 -73.962,50
Finanzergebnis -39.053,83 -25.500,80
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.310,70 -33.738,71
10. Ergebnis nach Steuern -85.189,77 70.718,21
11. Sonstige Steuern -2.005,78 -10.477,90
12. Jahresfehlbetrag -87.195,55 60.240,31

C) Anhang

a) Allgemeine Angaben

Registerinformation

Die Gesellschaft ist unter der Firma Avance Personal-Service GmbH mit Sitz in Dresden im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HRB 8225 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach §§ 264 ff. HGB, sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

b) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses gelten unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Aufstellung erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (going concern).

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten, und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten größer €250,00 und bis €800,00 wurden im Zugangsjahr als geringwertige Wirtschaftsgüter vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis €250,00 werden im Jahr der Anschaffung grundsätzlich aufwandswirksam verbucht.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für transitorische Geschäftsvorfälle gebildet.

Der Ansatz der Pensionsrückstellung erfolgte auf Grundlage des versicherungsmathematischen Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG Berlin. Die Bewertung erfolgte nach der PUC-Methode unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinses der letzten 10 Jahre, sowie der Richttafeln (Sterbetafeln) Heubeck 2018 G.

Die sonstigen Rückstellungen tragen der erwarteten Inanspruchnahme Rechnung und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach der Rückabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst (§ 253 II HGB).

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

c) Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1 . In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind.

2 . Forderungenspiegel

Position Geschäftsjahr mit Restlaufzeit Vorjahr mit Restlaufzeit
<= Jahr > 1 Jahr Gesamt <= Jahr > 1 Jahr Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.770.455,85 0,00 1.770.455,85 1.923.083,23 0,00 1.923.083,23
Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 18.000,00 139.954,63 157.954,63
Sonstige Vermögensgegenstände 291.328,94 104.721,32 396.050,26 541.697,32 22..809,69 564.507,01
Summe 2.061.784,79 104.721,32 2.166.506,11 2.482.780,55 162.764,32 2.645.544,87

3 . Im Posten sonstige Vermögensgegenstände sind keine antizipativen Beträge größeren Umfangs enthalten.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital ist mit 25.750 € (Vorjahr 25.750 €) festgesetzt.

Der Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von 60.240,31 € wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Im Eigenkapital wird eine Stille Beteiligung ausgewiesen. Die stille Gesellschaft besteht länger als 5 Jahre und ist ergebnisabhängig vergütet.

Aufgrund der Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen von einem 7-jährigen Zinsdurchschnitt auf den 10-jährigen Zinsdurchschnitt gem. dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften ergibt sich eine Ausschüttungssperre von 4.697 €.

4. Sonstige Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen belaufen sich auf einen Betrag It. Gutachten von € 453.1800. Davon sind € 214.072 durch Rückdeckungsversicherung abgedeckt. Diese Beträge werden als Bewertungseinheit verrechnet mit € 239.108 unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Dabei kamen folgende Prämissen zum Ansatz:

Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck,

Ermittlung des maßgebenden Rechnungszinses auf der Basis der Vereinfachungsregelung gem. § 253 II S. 2 HGB: 10-Jahres-Durchschnitt zum Stichtag von 1,82% p.a.

Anwendung der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode)

Rentendynamik von 2%

Finanzierungsendalter von 65 Jahren

Fluktationsrate von 0%

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten, Jahresabschlusskosten, und Kosten im Zusammenhang mit der Archivierungsverpflichtung.

5. Verbindlichkeiten

1. In den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind:

Geschäftsjahr Vorjahr
23.228,80 € 24.609,20 €

2. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind:

Geschäftsjahr Vorjahr
29.900 € 213.500 €

Diese betreffen ausschließlich eine stille Beteiligung unter Nachrangvereinbarungen (§ 39 Abs. 2 InsO).

3. Verbindlichkeitenspiegel

in Euro Geschäftsjahr mit Restlaufzeit
<= Jahr > 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 88.953,27 355.555,52 133.333,40 677.842,19
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 93.972,27 0,00 0,00 93.972,27
Sonstige Verbindlichkeiten 1.010.598,99 320,00 0,00 1.010.918,99
Summe 1.193.524,53 355.875,52 133.333,40 1.682.733,45
in Euro Vorjahr mit Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr > 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 88.888,88 355.555,52 222.222,28 666.666,68
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 99.801,37 0,00 0,00 99.801,37
Sonstige Verbindlichkeiten 1.295.950,64 320,00 0,00 1.296.270,64
Summe 1.484.640,89 355.875,52 222.222,28 2.062.738,69

4. Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind keine antizipativen Beträge größeren Umfangs enthalten.

5. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden über die "Sonderunterstützungen Corona" in Anspruch genommen und bedürfen keiner zusätzlichen Sicherheiten.

Das Kontokorrent-Konto bei der Sparkasse ist wie folgt besichert:

Abtretung der Lebensversicherung Irina Sander

Grundpfandrecht für privates Grundstück von Irina Sander in Höhe von 75.000 €

betragsmäßig beschränkte Bürgschaft in Höhe von 64.000 € von Hardtmut Kreutzer

betragsmäßig beschränkte Bürgschaft in Höhe von 96.000 € von Irina Sander

Verpfändung des Guthabens des ZinsAktivKonto 1225168100 #12043

6. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 172.982,33€ und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von 49.182,23€ enthalten.

d) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus Weiterberechnungen und sonstige Serviceleistungen, sowie Zuschüsse und Versicherungsentschädigungen.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Raumkosten, Kfz- und Leasingaufwendungen, Aufwendungen für Vertriebskosten, Aufwendungen für Versicherungen, Beiträge und Abgaben sowie Aufwendungen für Fremdarbeiten bzw. Beratungskosten.

Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen und auf das Umlaufvermögen wegen zukünftiger Wertschwankungen vorgenommen.

e) Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag in Höhe der Miet- und Pachtaufwendungen mit jährlich rund 160 T€ sowie aus den laufenden Leasingverpflichtungen mit jährlich rund 35 T€.

2. Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach §251 HGB:

Verbindlichkeiten aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten:

Schuldbeitritt bis zu einer Höchstgrenze von 2.600.000 €

3. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren neben dem Geschäftsführer durchschnittlich 447 Arbeitnehmer (411 externe Leiharbeitnehmer,und 36 Fach- und Verwaltungskräfte) beschäftigt.

4. Nachtragsbericht

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres ereignet, von denen wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Avance Personal-Service GmbH erwartet werden.

f) Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag zum 31. Dezember 2023 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen.

g) Geschäftsführung

Als Geschäftsführerin war bis 01.11.2023 Frau Irina Sander bestellt. Seit 01.11.2023 ist Herr Stefan Guhl Geschäftsführer.

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde im Hinblick auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung Gebrauch gemacht.

 

Dresden, den 10.12.2024

Stefan Guhl, Geschäftsführer

Lagebericht zum Jahresabschluss 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die AVANCE Personal Service GmbH (nachfolgend auch Gesellschaft) ist ein Personaldienstleistungsunternehmen mit Tätigkeitsschwerpunkt in der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung. Das Dienstleistungsportfolio erstreckt sich darüber hinaus auch auf die Personalvermittlung, Master Vendor-Lösungen, das Projektmanagement, das OnSite- Management bis hin zu reinen Beratungs- und Serviceleistungen sowie die vermittlungsorientierte Zeitarbeit (temp to perm). Zum Kundenkreis zählen Unternehmen der Industrie, des Handwerks und der Dienstleistung.

Die Gesellschaft unterhielt im Berichtsjahr neben der Zentrale in Dresden Niederlassungen in Leipzig, Bautzen, Chemnitz, Hartha und Finsterwalde. Das Absatzgebiet der Gesellschaft erstreckt sich flächenmäßig auf den bundesdeutschen und teilweise auf den internationalen Markt.

Zur Rekrutierung geeigneter Arbeitnehmer, auch aus anderen EU-Ländern, wurden im Jahr 2023 externe Partnerschaften insbesondere in Osteuropa weiterhin aufrechterhalten

In Mittelsachsen betreibt unsere Gesellschaft mit einem weiteren Partner eine Schweißkursstätte, die fachliche Eignungstests, Weiterbildungen und Wiederholungsprüfungen für unsere Zeitarbeitnehmer sowie für Mitarbeiter unserer Kundenunternehmen in verschiedene Schweißverfahren durchführt.

2. Forschung und Entwicklung

Branchenbedingt betreibt die Gesellschaft keine Forschung oder Produktentwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Branchenbezogene und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr 2023 konnte sich die im Jahr 2022, nach dem tiefen Einbruch im Corona Jahr 2020, andeutende Erholung der deutschen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nicht stabilisieren und geriet im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt fiel im Berichtsjahr gegenüber 2022 um 0,3%.

Negative Einflussfaktoren auf die Konjunktur sind u.a. der andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine, das sehr hohe inflationsbedingte Preisniveau in allen Wirtschaftsbereichen, die ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und insgesamt eine geringere Produktnachfrage aus dem In- und Ausland.

Als weitere negative Einflussfaktoren sind die hohen Energiekosten zu nennen, die insbesondere dem produzierendem Gewerbe Probleme bereiten, einer Branche die bisher umfangreich auf Arbeitnehmerüberlassung zurückgegriffen hat.

Im Durchschnitt des Jahres 2023 lag die Anzahl der Zeitarbeitskräfte bei 796.133. Damit nur geringfügig über dem Corona Jahr 2020 mit 782.694 Beschäftigten und ca. 35.000 unter dem Durchschnitt im Jahr 2022.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 sind im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent gestiegen.

Die Aufwendungen stiegen inflationsbedingt in beinahe allen Bereichen. Die Personalkosten haben sich mit +11,2% (aufgrund höherer Nichteinsatzzeiten) überproportional zur Gesamtleistung entwickelt.

Die strategische Diversifizierung unserer Kundenstruktur konnte in 2023 weiter umgesetzt werden, ohne unsere langjährigen Kunden, die einen hohen Anteil ausmachen zu vernachlässigen. Wir konzentrieren uns in der Neukundenakquise speziell auf Branchen mit positiven langfristigen Wachstumsprognosen.

Der Geschäftsbereich der Personalvermittlung wurde weiterentwickelt.

Im Geschäftsjahr 2023 gab es, aufgrund unseres wirksamen Forderungsmanagements, keine Forderungsausfälle.

Kurzarbeit wurde durch die Gesellschaft in 2023 nicht in Anspruch genommen.

Insgesamt war die Nachfrage nach unserem Temporär-Personal, insbesondere im zweiten Halbjahr 2023, im Vergleich zum Jahr 2022 wesentlich verhaltener.

Die geringere Dynamik des deutschen Marktes hat sich in nahezu dem gesamten Kundensegment gezeigt.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 23,2% verringert. Dies ist auf der Aktivseite in erster Linie auf eine Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände sowie des Bestandes an liquiden Mitteln zurückzuführen.

Dem stehen auf der Passivseite eine Reduzierung der Rückstellungen und der Verbindlichkeiten gegenüber.

Das Unternehmen weist zum 31.Dezember.2023 ein Eigenkapital von 475 k€ (Vorjahr: 562 k€) aus. Die Eigenkapitalquote liegt bei 14,6%.

Die Gesellschaft ist hinreichend kapitalisiert und geht ohne Einschränkungen von einem Erhalt bzw. einer positiven Entwicklung der Vermögenslage aus.

Die o.g. überproportionale Entwicklung der Lohnkosten zum Umsatz ist ein wesentlicher Grund für das negative Betriebsergebnis und resultiert nahezu vollständig aus höheren Nichteinsatzzeiten unserer Mitarbeiter/Zeitarbeitnehmer und diese wiederum aus den aktuell negativen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der stark eingetrübten Konjunktur in Deutschland.

Die erheblich angestiegenen Tariflöhne konnten wir nahezu vollständig bei unseren Kunden umsetzen.

4. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt unverändert durch Eigenkapital, Leasingverpflichtungen sowie Einlagen stiller Gesellschafter.

Dem kurzfristig fälligen Fremdkapital am Bilanzstichtag steht ein höheres Umlaufvermögen gegenüber. Die Liquidität 2. Grades (und 3. Grades) weist mit 291,4% einen optimalen Wert aus.

Für Investitionen musste kein zusätzliches Fremdkapital in Anspruch genommen werden.

Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -200 k€ Dies konnte aus den hohen liquiden Beständen bestritten werden

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit und vollständig gesichert. Es bestanden zum 31.Dezember 2023 zugesagte, aber nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei Banken im Umfang von 160 k€.

5. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 18.000 € getätigt. Schwerpunkt dabei waren Lizenzen/Software, Büroausstattungen und sonstige technische Betriebsausstattung.

III. Ausblick sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die internationale und innenpolitische Lage, der russische Angriffskrieg, weitere Risiken im Nahen Osten, die erheblich gestiegenen Energiekosten, die hohe Inflation und Zinsentwicklung lassen nur bedingt tragfähige Prognosen zu. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren aufgrund der geopolitischen Spannungen und Krisen sowie der vorher geschilderten Kostenerhöhungen eine stagnierende bis rückläufige Wirtschaftsentwicklung, die sich erst ab 2025 ff erholen wird.

Trotz der Tendenz einer Rezession haben wir nach wie vor fast Vollbeschäftigung in Deutschland. Für das Dienstleistungsportfolio der Gesellschaft ist im Ausblick, auf Grund der nun wieder steigenden Nachfrage an Arbeitskräften, von besseren Erwartungswerten auszugehen.

Für die Gesellschaft bestehen Risiken in den Auftragsunterbrechungen bzw. verringerungen durch o.g. und weitere negative konjunkturelle Einflüsse bei unseren aktuellen und neuen Kundenunternehmen und daraus folgend dem verringerten Einsatz von Zeitarbeitskräften.

Als Frühindikator für Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen einzelner Branchen kann die Gesellschaft schnell reagieren, und durch eine den Gegebenheiten angepasste und diversifizierte Kundenstruktur die branchenspezifischen Einzelabhängigkeiten reduzieren.

Weitere Risiken

eine steigende Übernahmequote unserer Mitarbeiter durch unsere Kundenunternehmen

erfolgreiche Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter

Mitarbeiterfluktuation

Tariflohnerhöhungen oder/und wesentliche Tarifänderungen

weitere gesetzliche Regulierungen und bürokratischer Verwaltungsaufwand

Die Mitarbeiterübernahmen beruhen überwiegend auf einem steigendem langfristigen Personalbedarf im Einsatzunternehmen. Um jedoch die Flexibilität und die kurz bis mittelfristigen Kapazitätsengpässe weiterhin abdecken zu können wird meist flexibles Zeitarbeitspersonal direkt nachgeordert.

Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter stellt einen bedeutsamen Kernprozess der Gesellschaft dar, den wir EDV und Kl gestützt in einer für diesen Bereich spezialisierten Abteilung weiter optimieren. Dadurch ist die Gesellschaft in der Lage, auch unter Berücksichtigung des vorherrschenden Arbeitskräftemangels, die Mitarbeitergestellung an unsere Kunden zu gewährleisten.

Für die Rekrutierung ausländischer Mitarbeiter unterhalten wir ein Rekrutierungsbüro in Tschechien und sind Partnerschaften mit Personalvermittlern in Polen und Rumänien eingegangen. Die Akzeptanz ausländischer Mitarbeiter ist bei einem großen Teil unserer Kundenunternehmen erheblich gestiegen.

Die aktuellen tariflichen Regelungen in der Personaldienstleitungsbranche führen zu einer Preissteigerung bei unseren Kundenunternehmen. Nach unseren Prognosen und Erfahrungswerten wird diese Preissteigerung aufgrund des Arbeitskräftemangels und ebenfalls gestiegener Lohnkosten beim eigenen Stammpersonal angenommen und zu keiner Reduzierung der Personalanforderungen führen. Andererseits führen die zum Teil erheblichen Lohnsteigerungen und der große Abstand zum aktuellen Mindestlohn dazu, dass die Arbeit bei einem Personaldienstleister noch attraktiver wird und dem folgend das Recruiting erleichtert.

Einer hohen Mitarbeiterfluktuation wirken wir durch eine angemessene Entlohnung, qualifiziertem Onboarding und einem zur Qualifikation passendem Einsatz entgegen. Zur Evaluierung führen wir jährliche Mitarbeiterbefragungen durch.

Die Rahmenbedingungen für Zeitarbeitsunternehmen sind bereits in den vergangenen Jahren durch die zunehmende Regulierung und hinzugekommener bürokratischen Verwaltungsaufgaben herausfordernder geworden. Diesen Veränderungen begegnet die Gesellschaft mit Optimierung der Arbeitsprozesse durch weitere Digitalisierung und umfangreichen Kontroll-, Vorsorge- und Vermeidungsmaßnahmen.

Es besteht eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem größten Teil unserer Kundenunternehmen und darüber hinaus entsprechende Sicherungsmaßnahmen, daher sind Forderungsausfälle die Ausnahme. Die Bonität unserer Neukunden wird vor erster Überlassung geprüft und während der Zusammenarbeit überwacht. Des Weiteren sind unsere Kundenforderungen über eine Warenkreditversicherung abgesichert.

Die Gesellschaft verfügt über einen breit gefächerten soliden Kundenstamm. Bei den umsatzstärksten Vertragspartnern handelt es sich um namhafte Konzerne, deren Zuverlässigkeit aktuell noch außer Frage steht.

Mit Lieferanten und Dienstleistern besteht ein langjähriges partnerschaftliches Verhältnis. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Nutzung eventueller Skontoregelungen gezahlt.

Neben der laufenden digital unterstützten Kennzahlenprüfung und -auswertung nutzt die Gesellschaft in allen Bereichen Analysetools und verschiedene Kontrollmechanismen um sich verändernde Marktsituationen sowie zu erwartende Änderung von gesetzlichen oder tariflichen Regelungen früh zu erkennen und Vorbereitungen zu treffen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft auch weiterhin z.T. über Factoring.

Für die Gesellschaft bleibt das Kerngeschäft die Arbeitnehmerüberlassung als Hauptumsatzquelle. Die Personalvermittlung gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung.

Die Gesellschaft ist zuversichtlich, mit den getroffenen Maßnahmen und der strategischen Ausrichtung eine stabile Ertragssituation beizubehalten/zu erreichen.

Es bestehen nach unserer Einschätzung aus aktueller Sicht keine wesentlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit derzeitigen Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnten. Von dem Going-Concern Szenario ist auszugehen.

Wir wenden für unsere Mitarbeiter (Zeitarbeitnehmer) den BAP/DGB (neu GVP) Tarifvertrag an.

Das Qualitätsmanagement der Gesellschaft wird seit Jahren im Rahmen turnusmäßigen Audits überprüft. Die Gesellschaft wurde durchgängig nach DIN ISO 9001 zertifiziert. Sämtliche Prozesse der Gesellschaft werden laufend, entsprechend den steigenden Anforderungen, fortentwickelt. Der Außenauftritt der Gesellschaft wird kontinuierlich gemäß den fachlichen Ausrichtungen weiter angepasst.

Die Arbeitnehmerüberlassung wird noch auf lange Sicht ein wichtiges Flexibilisierungsinstrument in der deutschen Wirtschaft bleiben.

 

Dresden, 30.Oktober 2024

gez. Stefan H. Guhl, Geschäftsführer

5 BESTÄTIGUNGSVERMERK

Nach dem abschließenden Ergebnis meiner Prüfung habe ich dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlage 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 4) der AVANCE Personal Service GmbH, Dresden, folgenden uneingeschränkten, mit einem Zusatz versehenen Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AVANCE Personal Service GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AVANCE Personal Service GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AVANCE Personal Service GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Ich erstatte diesen Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450 n. F.).

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf meiner vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Dresden, den 3. Dezember 2024

Ulrich Paserat, Wirtschaftsprüfer

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