Stockheim Verwaltung GmbH
Same addressManagement activities of other holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Monika Adler since 6/3/2022 | Managing Director |
Ali Bagheri since 6/3/2022 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Company ownership and partner structure
2 shareholders
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
BA Holding GmbHDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2024AKTIVA scroll
PASSIVA scroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24scroll
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023/2024A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung I. Registerdaten zum Unternehmen, Gliederung, Vorjahresbeträge Die BA Holding GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (Reg.Nr. HRB 97659). Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die zulässigerweise in der Konzernbilanz oder im Konzernanhang aufgeführt werden können, sind, soweit es der Klarheit dienlich ist, im Konzernanhang angegeben. II. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden neben der BA Holding GmbH, Düsseldorf, als Mutterunternehmen folgende Tochter- und Enkelunternehmen einbezogen: scroll
Auf die Einbeziehung der Snygg GmbH wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Folgende Unternehmen des Konzerns machen von der Befreiung gem. § 264 Abs.3 HGB Gebrauch:
III. Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung Die Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften wurde als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode entsprechend § 301 HGB durchgeführt. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft verrechnet. Das Eigenkapital der Tochterunternehmen wurde mit dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bewertet. Ein nach der Verrechnung der Anteile an dem verbundenen Unternehmen mit dem neu bewerteten Eigenkapital verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Dieser wird entsprechend der Nutzungsdauer der Marke über eine Dauer von 14 Jahren linear abgeschrieben. Sonstige Konsolidierungsgrundsätze Der Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse ist der 30. Juni 2024 und entspricht dem Abschlussstichtag der BA Holding GmbH, Düsseldorf. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden eliminiert. In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung sind Erlöse und sonstige Erträge aus konzerninternen Leistungsabrechnungen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Die Zwischenergebniseliminierung erfolgte entsprechend § 304 HGB. Da Ergebnisabführungsverträge vorliegen, wurden für die Konzerngesellschaften die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf Basis der Einzelabschlüsse berechnet und im Jahresabschluss des Mutterunternehmens gebildet. Die Berücksichtigung von latenten Steuern gemäß § 274 HGB erfolgte für unterschiedliche Wertansätze in der Handels und Steuerbilanz sowie Verlustvorträge. Darüber hinaus wurden latente Steuern gemäß § 306 HGB bei temporären Differenzen, die aus Konsolidierungsmaßnahmen resultieren, gebildet. Die Bewertung erfolgt mit dem zukünftig zu erwartenden unternehmensindividuellen Steuersatz. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Geschäfts- oder Firmenwerte sind als zeitlich begrenzt nutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens planmäßig und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abzuschreiben. Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von 14 Jahren. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen wurde in der Vergangenheit Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten. Die Abschreibung erfolgt linear über einen Zeitraum von 3 Jahren. Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Im Bereich der Maschinen wurde aufgrund des tatsächlichen wirtschaftlichen Verbrauchs die degressive AfA angewendet. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu 800 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden, werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Anschaffungskosten wurden anhand der Durchschnittswertmethode ermittelt. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB als Herstellungskosten wird kein Gebrauch gemacht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastungen aktiviert bzw. Steuerbelastungen passiviert. Eine Aktivierung der verrechneten latenten Steuern wurde vorgenommen in Ausübung des Ansatzwahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB und diese mit den passiven latenten Steuern verrechnet. Die Bewertung erfolgte mit dem Steuersatz von 34%. B. Weitere Angaben zur Bilanz I. Entwicklung der Posten des Anlagevermögens Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang verwiesen. II. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar: scroll
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 280,6 TEUR ausgewiesen III. Latente Steuern Die Veränderung der latenten Steuersalden im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar: Veränderungen latenter Steuern im Geschäftsjahr 2024 (Beträge in TEUR) scroll
Eine Passivierung der verrechneten latenten Steuern wurde vorgenommen in Ausübung des Ansatzwahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB. IV. Eigenkapital Das Stammkapital von 26,0 TEUR ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Entwicklung ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. V. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen (58,8 TEUR), Urlaubsverpflichtungen (89,4 TEUR) und Retouren (585,0 TEUR). VI. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt (in TEUR, Vorjahr in Klammern) scroll
Es bestehen sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 9.034 TEUR, davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 9.000 TEUR. Diese Verbindlichkeit ist aufgrund einer Rangrücktrittsvereinbarung subordiniert. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 100,7 TEUR durch Grundschulden und 188,5 TEUR durch Sicherungsübereignung bzw. -abtretung von Waren und Forderungen besichert. C. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Umsatzerlöse Nach Segmenten: scroll
Die Aufteilung der Umsatzerlöse gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB nach geografisch bestimmten Märkten unterbleibt, da diese nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Konzern einen erheblichen Nachteil zuzufügen. II. Sonstige betriebliche Erträge, sonstige betriebliche Aufwendungen Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge aus Währungsumrechnung i. H. von 950,1 TEUR bzw. Aufwendungen i. H. von 792,8 TEUR enthalten. D. Sonstige Angaben I. Anzahl Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 116 Mitarbeiter beschäftigt. scroll
II. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Geschäftsführer sind: Ali Bagheri, Köln Monika Adler, Köln Über die Bezüge der Geschäftsführung wird nicht Bericht erstattet, da man von der Schutzklausel nach § 286 (4) HGB Gebrauch macht. III. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse gliedern sich wie folgt: scroll
Aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten schätzen wir die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der vorgenannten Haftungsverhältnisse als gering ein. IV. Angaben zu Derivaten bzw. Bewertungseinheiten Das Unternehmen setzt nach Bedarf zur Absicherung von Zins-, Währungs- und Preisrisiken derivative Finanzinstrumente ein. Die eingesetzten Derivate werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und dienen der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme oder bestehender Grundgeschäfte gegen Marktpreisänderungen. V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB betragen scroll
VI. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen gliedert sich wie folgt auf: scroll
Bonn, den 10.04.2025 BA Holding GMBH All Bagheri, Geschäftsführer Monika Adler, Geschäftsführerin Anlagenspiegel zum 30. Juni 2024ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023/24scroll
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24scroll
Düsseldorf, den 10. April 2025 KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24scroll
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Düsseldorf, den 10. April 2025 KONZERNLAGEBERICHT 2023/2024BA Holding GmbH (im Folgenden Konzern oder benuta Gruppe)Im Folgenden wird ein ausführlicher Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 vorgelegt. Die Darstellung umfasst sämtliche relevanten Aspekte der BA Holding GmbH (Muttergesellschaft) und ihrer Tochterunternehmen, zu denen insbesondere die benuta GmbH und die BA Logistics GmbH zählen. Ergänzend wird auf die BA Solar GmbH eingegangen. Das Geschäftsjahr war gekennzeichnet durch zentrale strategische Weichenstellungen und signifikante Investition, zugleich wurde es von äußeren Rahmenbedingungen wie Inflation und Lieferkettenherausforderungen beeinflusst. 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell und Konzernstruktur Die benuta Gruppe mit ihrem Holdingdach, der 2022 gegründeten BA Holding GmbH in Düsseldorf, ist ein Direct-to-Consumer-(D2C)-Unternehmen, dessen Schwerpunkt auf designorientierten Teppichen und ausgesuchten Home-&-Living-Produkten liegt. Angetrieben von dem Ziel, inspirierende Markenwelten im Einrichtungssegment zu schaffen, adressiert die Gruppe eine urbane, stilbewusste Kundschaft, überwiegend im Alter von 30 bis 45 Jahren. Dabei verbindet sie modernes Design, nachhaltige Lieferketten und eine effiziente Online-Vertriebsstruktur zu einem vertikal integrierten Geschäftsmodell. Unterhalb der Holding agieren mehrere Tochtergesellschaften, die unterschiedliche Schwerpunkte übernehmen. Die benuta GmbH bildet dabei das operative Zentrum, indem sie die Produktentwicklung, Markenführung und den gesamten E-Commerce-Vertrieb in mittlerweile fünfzehn europäischen Ländern verantwortet. Parallel fungiert die BA Logistics GmbH (Tochterunternehmen der benuta GmbH) als logistisches Rückgrat im Fulfillment-Zentrum in Dormagen. Dort werden alle Prozesse von der Warenannahme über die Kommissionierung bis zum Versand gebündelt, was eine reibungslose Auftragsabwicklung und kurze Lieferzeiten ermöglicht. Hinzu kommt die BA Solar GmbH (Tochterunternehmen der BA Logistics GmbH), die am Standort Dormagen eine Photovoltaikanlage betreibt, um Teile des Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen zu decken und damit sowohl Kosten als auch den CO2 -Fußabdruck der Gruppe zu reduzieren. Der entscheidende Grundpfeiler des Geschäftsmodells der benuta-Gruppe ist die hohe Eigenmarkenquote, die im Berichtszeitraum weiter auf rund 100% des Produktportfolios ausgebaut wurde. Dies unterstreicht den Anspruch, mit eigener Designkompetenz und interner Produktentwicklung eine nachhaltige Differenzierung im Markt zu schaffen. Der Entwurfsprozess ist am Standort Bonn angesiedelt, wo das Kreativteam die konzeptionelle und visuelle Grundlage der einzelnen Kollektionen legt. Zur Fertigung arbeitet die benuta GmbH seit vielen Jahren mit bewährten Partnern in Belgien, Türkei, China, Indien, Ägypten und Bangladesch zusammen. Diese internationale Vernetzung bündelt traditionelles Handwerk, industrielle Produktionsverfahren und weltweite Materialkompetenz in einem diversifizierten Beschaffungsmodell. Zum Stichtag 30. Juni 2024 waren im gesamten Konzern 112 festangestellte Mitarbeitende in den Bereichen Produkt & Design, Marketing, Tech, Logistik und Administration beschäftigt. Die enge Verzahnung zwischen kreativen, kaufmännischen und IT-orientierten Funktionen ist dabei ein strategischer Eckpfeiler: Nur durch diese Integration gelingt es, zeitgemäße Sortimente, inspirierende Markenerlebnisse und effiziente Fulfillment-Prozesse nahtlos miteinander zu verbinden und kontinuierliche Innovationsschübe zu erzielen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Rahmenbedingungen und Marktumfeld Rahmenbedingungen Das Wirtschaftsjahr 2023/2024 war global von einem schwachen Wachstum gezeichnet, Inflation, Handelskonflikte, und Zinspolitik waren starke Einflussfaktoren. Das für den Welthandel sehr wichtige Rote Meer wurde im Jahresverlauf zunehmend unsicher, mit zahlreichen Angriffen auf Handelsschiffe. Da 30% vom globalen Containerhandel durch das Meer läuft werden Handelsschiffe häufig umgeleitet. Viele Reedereien umfahren seither das Kap der Guten Hoffnung, was zu höheren Lieferkosten und längeren Lieferzeiten führt. Obwohl sich die Hoffnung auf ein Friedensabkommen bislang nicht erfüllt hat, ist die Zahl der Angriffe deutlich zurückgegangen. Jüngste politische Entwicklungen deuten darauf hin, dass Bemühungen unternommen werden, um eine friedliche Lösung zu finden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in den letzten Monaten mehrfach die Leitzinsen gesenkt, zuletzt im März 2025 auf 2,65 %, um die Konjunktur im Euroraum zu unterstützen. Diese Zinssenkungen sollen Investitionen fördern und die Wirtschaft ankurbeln. Dennoch bleiben die Wachstumserwartungen für Deutschland und die Eurozone moderat. In Deutschland lag die Inflation im Jahr 2023 bei durchschnittlich 5,9%, während sie im Jahr 2024 auf 2,2% zurückging. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf fallende Energiepreise und eine stabilere wirtschaftliche Lage zurückzuführen. Nach den Bundestagswahlen im Februar 2025 ist die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland gemischt. Einerseits gibt es Hoffnung auf wirtschaftliche Impulse durch das von der neuen Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD verabschiedete Finanzpaket in Höhe von 500 Milliarden Euro, das insbesondere in die Infrastruktur investiert werden soll. Andererseits äußern Wirtschaftsverbände Bedenken hinsichtlich der aktuellen Standortbedingungen und warnen vor einer möglichen Abwanderung von Unternehmen ins Ausland. Marktumfeld Trotz der aufgeführten wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und Europa blieb der Home-&-Living-Sektor relativ robust, da viele Verbraucher:innen - auch unter dem Eindruck veränderter Lebensstile im Zuge der Pandemie - eine verstärkte Wertschätzung für ihr privates Wohnumfeld entwickelten. Der Trend zum Online-Shopping im Einrichtungsbereich hat sich zwar etwas abgeschwächt gegenüber den Rekordjahren, ist aber weiterhin spürbar. Designorientierte Marken, die hohen Wert auf Qualität, Ästhetik und eine gelungene User Experience legen, konnten im Berichtsjahr vergleichsweise gut abschneiden. Für die benuta Gruppe erwies sich dieser Markt als durchaus günstig, da das Unternehmen auf eine vertikal integrierte E-Commerce-Strategie setzt, die starke Eigenmarken, ein inspiriertes Kundenerlebnis und schnelle Lieferprozesse miteinander kombiniert. Auf der anderen Seite beeinflussten geopolitische Spannungen, verschärfte Transportbedingungen und steigende Einkaufspreise das Geschäftsumfeld. Als Risiko zeigte sich insbesondere die temporär eingeschränkte Verfügbarkeit von Frachtrouten und Containern, was zu Verzögerungen im Warennachschub führte. Nichtsdestotrotz gelang es, dank diversifizierter Beschaffungsstrukturen und wachsender Markenbekanntheit, eine leichte Umsatzsteigerung zu realisieren. 2.2 Geschäftsverlauf und Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023/2024 prägten vor allem zwei Aspekte das Geschehen: Zum einen investierte die benuta Gruppe in eine intensive TV-Werbekampagne, um die Markenbekanntheit substanziell zu steigern und sich langfristig noch stärker von reinem Performance-Marketing zu lösen. Rund 1.500 TEUR flossen in Produktion und Ausstrahlung eines neuen TV-Spots, der crossmedial begleitet wurde und die Zielgruppe für die benuta-Markenwelt sensibilisieren sollte. Kurzfristig belasteten diese Aufwendungen das Ergebnis, mittel- und langfristig wird jedoch eine signifikante Steigerung des Bekanntheitsgrades und damit eine verbesserte Conversion im Online-Vertrieb erwartet. Zum anderen kam es aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und teils eingeschränkter Frachtrouten zu Lieferkettenproblemen, die in einzelnen Fällen zu Out-of-Stock-Situationen führten. Gerade in umsatzstarken Monaten beeinträchtigten fehlende Bestände das Wachstums- und Ertragspotenzial. Gegen Geschäftsjahresende konnte jedoch durch engere Abstimmungen mit den Produzenten sowie höhere Vorräte und eine ausgeweitete Lagerkapazität in Dormagen gegengesteuert werden, sodass sich die Warenverfügbarkeit insgesamt stabilisierte. Darüber hinaus erfolgte eine massive Erweiterung des Logistikzentrums um circa 50% zusätzliche Lagerkapazität, um dem wachsenden Bestellvolumen und den saisonalen Spitzen besser gerecht zu werden. Dieses Projekt unterstreicht das Vertrauen des Managements in die Wachstumschancen des Unternehmens und sichert gleichzeitig eine schnellere Lieferperformance. Parallel investierte die benuta Gruppe stark in die Shop-Infrastruktur und das gesamte Tech-Stack. Um den Anforderungen an Skalierbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Personalisierung gerecht zu werden, wurde die Webshop-Landschaft auf moderne State-of-the- Art-Technologien migriert und umfangreich modernisiert. Dieser Prozess soll in den kommenden Geschäftsjahren weiter vorangetrieben werden und bildet die Basis für effiziente und kundenorientierte E-Commerce-Prozesse. a) Ertragslage scroll
Die unsaldierten Umsätze der einzelnen Konzern-Unternehmen betragen 75.241 TEUR. Im Hinblick auf die Konsolidierung ergibt sich der ausgewiesene Konzernumsatz in Höhe von 59.486 TEUR. Im Wesentlichen ergibt sich dieser Betrag aus den Außenumsätzen der benuta GmbH (ca. 58.651 TEUR), nach Elimination der Intercompany-Umsätze von 14.906 TEUR, die BA Logistics GmbH an benuta fakturiert. Das verdeutlicht die vertikale Integration des Konzerns, in der das Logistikunternehmen wesentliche Dienstleistungen intern erbringt. Zwar fiel das Wachstum moderater aus als in den Vorperioden, dennoch erwies es sich als stabil angesichts der vorübergehenden Lieferkettenprobleme. Besonders positiv wirkte sich die Sortimentsausweitung mit zahlreichen neuen Eigenmarken-Kollektionen aus, die auf unterschiedliche Stilpräferenzen zugeschnitten sind und neben klassischen Teppichen verstärkt auch ergänzende Home-&-Living-Produkte umfassen. Das Rohergebnis von 43.542 TEUR entspricht einer Rohmarge von 73,2%, die auf gutes Margenmanagement, gezielte Einkaufssteuerung und ein ausbalanciertes Rabattverhalten zurückführen ist. Das EBITDA belief sich jedoch auf -1.587 TEUR, was in erster Linie durch die einmaligen Aufwendungen von ca. 1.500 TEUR für die TV-Kampagne und gestiegenen Personalkosten in Höhe von 5.847 TEUR beeinflusst wurde. Die Abschreibungen in Höhe von 3.266 TEUR entfielen zu 2.686 TEUR auf die Kaufpreisallokation (PPA), konkret auf Markenwerte, Designs und den Goodwill, die durch den Wachstumskurs sowie die Integration in den Konzernabschluss angesetzt wurden. In Summe ergab sich ein Konzernergebnis von -3.869 TEUR. Das Management sieht in diesem negativen Ergebnis eine Konsequenz der bewusst getätigten Investitionen in Markenbildung und IT-Infrastruktur, von denen mittelfristig steigende Erträge erwartet werden. b) Finanz- und Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns wird in folgender verkürzter Bilanz dargestellt. scroll
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Zum 30. Juni 2024 weist die benuta Gruppe eine Bilanzsumme von 59.957 TEUR aus. Das Eigenkapital beträgt 32.115 TEUR, was einer Eigenkapitalquote von 53,6 % entspricht und die solide Kapitalausstattung unterstreicht. Auf der Aktivseite dominieren immaterielle Vermögenswerte (unter anderem die aktivierten Marken) sowie Sachanlagen, die das Logistikzentrum in Dormagen reflektieren. Ebenfalls bedeutsam ist das hohe Vorratsvermögen von 14.187 TEUR, das als Reaktion auf die zeitweiligen Engpässe bewusst hochgehalten wurde, um Out-of-Stock-Zeiten künftig zu minimieren. scroll
Beim Cashflow aus operativer Tätigkeit ergab sich ein Wert von -2.198 TEUR, der vor allem durch den erhöhten Warenbestand und das nicht um Einmaleffekte bereinigte negative Konzernergebnis beeinflusst ist. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei -95 TEUR und resultierte überwiegend aus den Investitionen in Sachanlagen und E-Commerce- Modernisierungen. Parallel standen im Finanzierungs-Cashflow (-459 TEUR) vor allem planmäßige Tilgungen und moderate Zinsaufwendungen. Die liquiden Mittel in Höhe von 3.549 TEUR bieten ausreichend Reserven, um den laufenden Geschäftsbetrieb zu sichern und geplante Wachstumsschritte zu realisieren. 3. Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft verwendet zur Analyse der finanziellen Leistungsfähigkeit folgende Kennziffern: scroll
Im Gegensatz zur Vorjahresprognose der benuta GmbH konnte der Konzern die Umsatzerlöse aus den zuvor genannten Gründen nicht wie geplant zwischen 10%-20% steigern. Die angestrebte Verbesserung der Profitabilität konnte ebenfalls nicht in der geplanten Form erreicht werden, da insbesondere die Probleme in der Lieferkette das dafür erforderliche Wachstum ausgebremst haben. 3.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung Nachhaltigkeit ist ein zentraler Treiber für den langfristigen Unternehmenserfolg der benuta Gruppe. Dabei geht es nicht nur um ökologische Aspekte, sondern ebenso um soziale Verantwortung in den Produktions- und Arbeitsprozessen. Beispielsweise versucht das Unternehmen kontinuierlich den Anteil nachhaltiger Materialien zu erhöhen, um natürliche Ressourcen zu schonen und Abfallmengen zu reduzieren. Der Anteil nachhaltiger Materialien (z.B. Wolle, Jute, Baumwolle, recyceltes PET) liegt aktuell bei ca. 40%. Der Anteil nachhaltiger Materialien soll kurzfristig konstant bei 40% bleiben und mittelfristig auf 70% erhöht werden. Gleichzeitig werden die Fertigungspartner regelmäßig auditiert, um soziale Standards in den Produktionsländern abzusichern. Besonders bedeutsam ist das Bildungsprojekt in Indien, wo die benuta GmbH den Bau einer Schule vollständig finanziert und die laufenden Betriebskosten trägt. Dieses Engagement in den Produktionsregionen unterstreicht den hohen Stellenwert sozialer Projekte. Des Weiteren ist die Gesellschaft bemüht, die beim Versand entstehenden CO2 e- Emissionen zu kompensieren. Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft ca. 234,8 t Treibhausgasemissionen ausgleichen, in dem Projekte finanziert werden, die Emissionen an anderer Stelle reduzieren (Kompensation durch Offsetting). Dieser Wert soll in Zukunft durch die enge Zusammenarbeit mit den Versanddienstleistern noch erhöht werden. Darüber hinaus deckt die BA Solar GmbH am Logistikstandort Dormagen einen wachsenden Teil des Energiebedarfs durch Photovoltaik, was die CO2 -Bilanz verbessert und ein klares Bekenntnis zu erneuerbaren Energien darstellt. Aus der PV-Anlage werden zukünftig schätzungsweise 170 t CO2 e vermieden. Insgesamt wird das Nachhaltigkeitskonzept fortlaufend professionalisiert, um den steigenden Anforderungen des Marktes, aber auch den eigenen Werten gerecht zu werden. Mitarbeitende und Organisation Das Unternehmen versteht seine Mitarbeitenden als Schlüsselressource für nachhaltiges Wachstum und Innovationskraft. Die Unternehmenskultur ist von Transparenz, Eigenverantwortung und kontinuierlicher Weiterentwicklung geprägt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde besonders im Performance Marketing, in der Logistik, im CRM-Bereich und in der Datenauswertung zusätzliches qualifiziertes Personal eingestellt. Ziel ist es, den steigenden Anforderungen im E-Commerce und in der Produktentwicklung gerecht zu werden. Die Fluktuationsquote im Berichtsjahr liegt bei knapp unter 10% und liegt damit im Marktdurchschnitt. Ziel ist es, die Fluktuationsquote stabil unter 10% zu halten. Flankiert wurde dieser personelle Ausbau durch interne Programme zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung. Neue Formate, wie ein OKR-basiertes Steuerungsmodell und regelmäßige All-Hands-Meetings, fördern den Wissenstransfer, stellen über Abteilungsgrenzen hinweg Transparenz her und steigern die Partizipation aller Beschäftigten. Die Fluktuation blieb erfreulich niedrig, was die Attraktivität der benuta Gruppe als Arbeitgeber spiegelt und die erfolgreiche Besetzung von Schlüsselpositionen erleichtert. Kundenfokus, Marke und Retention Die Stärkung der Eigenmarke hat für die benuta GmbH höchste strategische Priorität. Das Ziel besteht darin, nicht in erster Linie über Preisargumente oder Performance-Marketing (z. B. reine Rabattaktionen) aufzufallen, sondern ein inspirierendes Markenerlebnis über alle Kontaktpunkte hinweg zu schaffen. Dafür wurde im Berichtsjahr eine groß angelegte TV-Kampagne gefahren und die Social-Media-Kommunikation weiter ausgebaut. Begleitend erstellte das Unternehmen mehr Content-Formate wie Videoproduktionen oder Blogbeiträge, um Kunden emotional an die Marke zu binden und Kaufanreize über Storytelling zu setzen. Das zentrale Leitbild ist die Persona „,Lea", eine urbane Konsumentin mit hohen Designansprüchen und einem ausgeprägten Gespür für Ästhetik. benuta trägt ihren Wünschen Rechnung, indem das Sortiment kuratiert und inspirierend inszeniert wird, ein hochwertiger Service geboten wird und die gesamte Customer Journey - vom ersten Webshop-Kontakt bis zur Lieferung und eventuellen Rücksendung - möglichst reibungslos verläuft. Um die Bindung zu erhöhen, hat benuta seine CRM-Prozesse weiter automatisiert, Segmente verfeinert und ein Loyalty-Programm in Vorbereitung gebracht. Diese Maßnahmen schlagen sich in einer steigenden Wiederkaufsrate nieder. Zum Bilanzstichtag lag die Kundenzufriedenheit bei von 4,4 von 5 Sternen. Die hohe Kundenzufriedenheit spiegelt das erfolgreiche Zusammenspiel aus Produktqualität, Serviceorientierung und zuverlässiger Lieferung wider. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Prognosebericht Trotz anhaltender globaler Unsicherheiten (Inflation, geopolitische Konflikte, potenzielle Kaufzurückhaltung) plant die benuta Gruppe für das Geschäftsjahr 2024/2025 ein Umsatzwachstum von 15% bis 20 % sowie eine Rückkehr zu einem positiven EBITDA. Diese Einschätzung stützt sich auf eine Reihe von Faktoren: Zum einen soll die Warenverfügbarkeit dank diversifizierter Lieferanten und ausreichend hoher Bestände gesichert werden. Zum anderen wird die Effizienz in Marketing und Logistik weiter gesteigert, flankiert von einer intensivierten CRM-Skalierung, die auf höheren Wiederkaufraten und einer stärkeren Kundenloyalität fußt. Da der Bereich Tech-Stack des Webshops umfangreich modernisiert wurde, rechnet das Management zudem mit einer verbesserten Conversion im Online-Kanal und einer flexibleren Reaktion auf Lastspitzen. Darüber hinaus strebt die Gruppe an, den Umsatz bis zum Jahr 2028 stetig zu steigern. Hierfür soll das Geschäft sowohl in bestehende als auch neue Märkte hineinwachsen. Ein strategischer Fokus liegt künftig darauf, B2B-Kooperationen (z. B. mit Hotellerie, Architekten, Büroausstattern) voranzutreiben, um zusätzliche Absatzkanäle mit größeren Auftragsvolumina zu erschließen. Parallel will man das Thema Internationalisierung weiter forcieren. Die stetige Optimierung des Tech-Stacks und die Integration von Automatisierung, KI-basierter Personalisierung und datenorientierter Steuerung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg dienen als Fundament für dieses ambitionierte Wachstum. 4.2 Chancenbericht Die benuta Gruppe operiert in einem Umfeld, in dem das Einrichtungssegment weiterhin von einer zunehmenden Online-Verlagerung des Kaufverhaltens profitiert. Designorientierte Konsument:innen legen immer mehr Wert auf hochwertige Produkte, nachhaltige Herkunft und ein positives Einkaufserlebnis. Vor diesem Hintergrund eröffnen sich mehrere Wachstumsperspektiven: 1. Eine fortgesetzte Markendifferenzierung durch innovative Eigenmarken, inspirierende Visuals und emotionales Storytelling, was die Loyalität von Bestandskunden erhöht und gleichzeitig neue Käuferschichten anspricht. 2. Ein erheblicher Ausbau des CRM-Programms zur Steigerung der Wiederkaufraten und des Customer-Lifetime-Values, wodurch die Abhängigkeit von Performance-Marketing- Kanälen sinkt. 3. Die geplante Stärkung des B2B-Segments, etwa durch Hotel- und Objektgeschäfte, die höhere Transaktionsvolumina bedeuten und in vielen Fällen längerfristige Kundenbindungen ermöglichen. 4. Die bereits erwähnten IT- und Tech-Investitionen, die die Skalierbarkeit und Flexibilität im gesamten E-Commerce erhöhen und so ein schnelles Reagieren auf veränderte Marktanforderungen oder Trends erlauben. Da die benuta Gruppe ihre Logistik kapazitiv um circa 50 % erweitert hat, steht sie zudem deutlich besser da, um wachsende Absatzmengen zu bewältigen und den Kunden auch in Peak-Phasen kurze Lieferzeiten zu bieten. Der modernisierte Tech-Stack im Webshop wird darüber hinaus die Möglichkeiten für individualisierte Produktangebote und personalisierte Empfehlungen ausbauen und damit weitere Impulse für Umsatzwachstum setzen. 4.3 Risikobericht Die benuta Gruppe berücksichtigt eine Vielzahl von Risiken, die bei Umsetzung der strategischen Ziele das Potenzial haben, den Geschäftserfolg zu beeinträchtigen. Unter den makroökonomischen Risiken ist insbesondere das Konsumklima in Zeiten hoher Inflation und sich ändernder Zinspolitik zu nennen, was das Kaufverhalten im Segment Home & Living dämpfen könnte. Daneben bestehen Risiken in der globalen Lieferkette, da Transport- und Zollbedingungen, Rohstoffpreise oder politische Unsicherheiten zu Beschaffungsengpässen und Kostensteigerungen führen können. Ein weiterer bedeutender Aspekt ist die Wettbewerbsintensität im Online-Handel. Preisdruck, hohe Marketingbudgets der Konkurrenz und das Aufkommen neuer Geschäftsmodelle bedingen eine ständige Optimierung der eigenen Marketing- und Vertriebsstrategie. Bei zunehmender Digitalisierung gewinnen zudem IT- und Cyberrisiken an Relevanz. Ein Ausfall zentraler Systeme erfolgreiche Cyberangriffe oder massive Datenverluste könnten die Betriebsfähigkeit und Reputation des Unternehmens schwer beeinträchtigen. Um diesen Risiken zu begegnen, setzt benuta auf ein etabliertes Risikomanagement, IT-Sicherheitskonzepte, ein breites Lieferantennetz sowie die Stärkung eigener Kundenreichweiten durch CRM und Markenloyalität. Gegenwärtig sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. 4.4 Finanzinstrumente und Liquidität Zur Absicherung gegen Währungsrisiken kommen bei Bedarf Devisentermingeschäfte zum Einsatz, wobei das Unternehmen keine spekulativen Engagements eingeht. Die finanzielle Stabilität beruht auf einer Mischung aus Eigenkapital, Kreditlinien und Lieferantenkrediten, die genügend Spielraum bietet, sowohl kurzfristige Liquiditätsbedarfe als auch strategische Investitionen zu finanzieren. Der konservative Einsatz dieser Instrumente verhindert übermäßige Verschuldung und behält gleichzeitig ausreichende Flexibilität bei. Abschluss und Ausblick Das Geschäftsjahr 2023/2024 stand im Zeichen intensiver Markeninvestitionen, namentlich durch eine groß angelegte TV-Kampagne, die das Ergebnis einmalig belastete, aber den Markenbekanntheitsgrad steigern soll. Hinzu traten temporäre Lieferkettenstörungen, die das Umsatzwachstum limitierten. Dennoch bleibt die benuta Gruppe dank hoher Designkompetenz, einer starken Eigenmarkenstrategie und einer nun erheblich erweiterten Lager- und IT- Infrastruktur bestens positioniert, um die kommenden Jahre erfolgreich zu gestalten. Insbesondere die massive Vergrößerung der Logistikkapazität um etwa 50 % von ca. 22.000 qm auf 34.000 qm sowie das Upgrade des Webshop-Tech-Stacks schaffen die Voraussetzungen dafür, steigende Auftragsvolumina reibungslos abzuwickeln und neue Technologien zur Personalisierung und Prozessautomatisierung einzusetzen. Mit weiterem Fokus auf CRM- Programme und B2B-Ansätze soll die Abhängigkeit vom rein transaktionsgetriebenen Performance-Marketing weiter sinken. Die Geschäftsführung blickt zuversichtlich in das kommende Geschäftsjahr 2024/2025 und erwartet eine deutliche Verbesserung von Umsatz und Profitabilität. Bis 2030 ist das Ziel, die Marktführerschaft im Bereich E-commerce für Teppiche und ausgewählte Heimtextilien in Europa auszubauen. Dank dieser Strategie, kombiniert mit einer soliden Bilanz und einer kulturprägenden Innovationsbereitschaft, ist die benuta Gruppe darauf ausgerichtet, Nachhaltigkeit, Profitabilität und Marktanteile gleichermaßen zu steigern und ihre Position als designorientierter, vertikal integrierter D2C-Player im europäischen Einrichtungsmarkt nachhaltig auszubauen.
Düsseldorf, den 10.04.2025 BA Holding GmbH Ali Bagheri, Geschäftsführer Monika Adler, Geschäftsführerin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BA Holding GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der BA Holding GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2024, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BA Holding GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sankt Augustin, 10. April 2025 HKF Revision und Treuhand GmbH Dr. Stephan Kurka, Wirtschaftsprüfer Daniel Kurka, Wirtschaftsprüfer Befreiungsbeschlüsse TochtergesellschaftenProtokoll über die Gesellschafterversammlung vom 01.06.2024der BA Holding GmbHeingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 97659scroll
Das Stammkapital der BA Holding GmbH beträgt EUR 26.000 und ist vollständig vertreten. Die Gesellschafterversammlung ist damit beschlussfähig. Tagesordnung, Beschlussfassung 1. Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB Zu den einzelnen Tagesordnungspunkten wurden folgende Beschlüsse gefasst: 1. Die Gesellschafter stimmen gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB zu, dass die nachfolgenden Tochtergesellschaften der BA Holding GmbH von der Verpflichtung zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit werden:
2. Die Geschäftsführung wird angewiesen, alle zur Umsetzung der Befreiung erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, insbesondere die Offenlegung des Konzernabschlusses der BA Holding GmbH samt Befreiungserklärung im Bundesanzeiger.
Bonn, den 01.06.2024 Ali Bagheri Monika Adler Protokoll über die Gesellschafterversammlung vom 01.06.2024der benuta GmbHeingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn unter HRB 9948scroll
Das Stammkapital der benuta GmbH beträgt EUR 25.100 und ist vollständig vertreten. Die Gesellschafterversammlung ist damit beschlussfähig. Tagesordnung, Beschlussfassung 1. Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB Zu den einzelnen Tagesordnungspunkten wurden folgende Beschlüsse gefasst: 1.1 Die Gesellschafter stimmen gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB zu, dass die nachfolgende Tochtergesellschaft der benuta GmbH von der Verpflichtung zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit wird:
2. Die Geschäftsführung wird angewiesen, alle zur Umsetzung der Befreiung erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.
Bonn, den 01.06.2024 Ali Bagheri Monika Adler Erklärung zur VerpflichtungsübernahmeDie BA Holding GmbH, mit Sitz in Düsseldorf, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 97659, erklärt hiermit unwiderruflich gegenüber den Gläubigern der nachstehend genannten Gesellschaften:
dass sie im Rahmen des zwischen der BA Holding GmbH und der benuta GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages sowie des zwischen der benuta GmbH und der BA Logistics GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages gemäß § 302 AktG in Verbindung mit § 264 Abs. 3 Nr. 5 b) HGB verpflichtet ist, für die während der Dauer der Befreiung eingegangenen Verpflichtungen dieser Gesellschaften einzustehen. Die Verpflichtung erstreckt sich auf sämtliche Verbindlichkeiten der genannten Gesellschaften, die während der Dauer der Befreiung entstehen, soweit diese nicht erfüllt werden. Diese Erklärung wird beim Betreiber des Unternehmensregisters gemäß § 325 HGB offengelegt. Angabe zur Befreiung von der Konzernabschlusspflicht nach § 291 Abs. 2 HGBBefreiung von der Konzernabschlusspflicht nach § 291 Abs. 2 HGB Die Gesellschaft benuta GmbH nimmt für das Geschäftsjahr 2023/2024 die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 Abs. 1 HGB in Anspruch. Befreiender Konzernabschluss: Name des Mutterunternehmens: BA Holding GmbH Sitz des Mutterunternehmens: Düsseldorf, Deutschland Der befreiende Konzernabschluss und der Konzernlagebericht des Mutterunternehmens werden nach Maßgabe des § 264 Abs. 3 Nr. 5 lit. c und d HGB offengelegt. Die im befreienden Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden weichen nicht von den deutschen Vorschriften ab. |
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