DNV Renewables Certification GmbH

Brooktorkai 18, 20457 Hamburg, DEU

Master Data

Registry
Register court Hamburg HRB 162631
Previous
KEMA Zertifizierungsgesellschaft mbHDNV GL Renewables Certification GmbH
Registered
8/11/2011
Industry
Production of electricity from renewable sources for distributionActivities of holding companiesManufacture of testing machines
Purpose
Gegenstand der Gesellschaft ist die Prüfung, Überwachung und Qualitätssicherung von Produkten, Systemen und Arbeitsabläufen, insbesondere im Bereich der Energieversorgung und des Umweltschutzes, sowie Forschung, Technologieentwicklung und Gutachtenerstellung im Bereich der Energieversorgung.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Mette Redanz Niordson
since 1/6/2026
Managing Director
Nicole Lichtenberg
since 2/1/2023
Procura
Pia Astrup
since 7/21/2022
Procura
Steffen Haupt
since 7/21/2022
Managing Director
Andreas Kamleitner
since 7/21/2022
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€2,000,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

DNV Renewables Certification GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

DNV Renewables Certification GmbH ist eine globale, unabhängige Geschäftseinheit innerhalb des Geschäftsbereichs DNV RENEWABLES CERTIFICATION (RC) des DNV Konzerns. Sie hat den Zweck, den starken Zertifizierungsmarkt zu verteidigen und auszubauen, durch Erweiterung des Umfangs und Optimierung der Bereitstellung der Zertifizierung:

Liefern von hoher Qualität unabhängig von Kunde, Ort und Person

Erweiterung des Projektzertifizierungsmarkt durch den Ausbau von Kompetenzsatelliten in neuen Märkten wie z.B. Norwegen, USA, Korea, Japan.

Steigerung unseres Marktanteils in Typenzertifizierungen (TC) und Komponentenzertifizierungen (CC) durch unsere große Erfahrung, Kundenorientierung, Digitalisierung, effiziente Prozesse und den Change of Mindset

Vergrößerung der Präsenz im Bereich Offshore-Wind

Erweiterung von X-BA- und X-BU-Zusammenarbeit, wo dies für bestehende und neue Dienste relevant ist, wie z.B. schwimmende Wind-, Wasserstoff- und Energieinseln

1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

DNV Renewables Certification GmbH (hier DNV RC) ist tätig in der akkreditierten Zertifizierung von Komponenten, Projekten, Prototypen und Typen aus allen Bereichen der Regenerativen Energien (On- und Offshore-Windeinrichtungen, Gezeitenkraftwerke und Solaranlagen) auf der Basis international anerkannter Standards.

1.2. Unternehmensziele und -strategien

DNV RC erbringt Zertifizierungen im Bereich erneuerbarer Energien. Das Unternehmen entwickelt eigene Richtlinien zur technischen Sicherheit von Windkraft-, Solar- und zugehörigen Anlagen und arbeitet bei der Entwicklung entsprechender internationaler Standards mit.

Die Kunden sind in der Regel Windanlagen-/Solaranlagenentwickler oder -hersteller, Entwickler von neuen Wind- oder Solarpark-Projekten oder Betreiber existierender Parks. Die Services von DNV RC lassen sich in drei Bereiche zusammenfassen:

1.

Zertifizierung von technischen Komponenten für Windkraftanlagen oder Solarparks

2.

Typenzertifizierung von Windturbinen oder Solar-Konvertern

3.

Projektzertifizierung von Kraftwerken für erneuerbare Energien

In der Zertifizierung wird geprüft, ob eine technische Anlage die Anforderungen eines gewählten technischen Standards erfüllt. Dies kann z.B. durch technische Parallel-Berechnungen oder Simulationen erfolgen.

Somit sollen Fehler bei Design, Herstellung, Transport oder Betrieb möglichst reduziert werden, um Sicherheit für mögliches Personal, einen reibungslosen Betrieb und somit die verlässliche Erzeugung erneuerbarer Energie sicherzustellen.

Unabhängige Zertifikate werden oft nachgefragt von Behörden, Finanzinvestoren, Großkunden, Versicherungsunternehmen oder den Herstellern von Wind-/Solaranlagen selbst.

Die Unabhängigkeit von DNV RC wird durch Akkreditierung durch die DAkkS (Deutsche AkkreditierungsStelle), CNAS (China National Accreditation Service for Conformity Assessment) und Anerkennung durch die IECRE bestätigt.

Bis 2025 ist es das Ziel von DNV RC, ihren Bekanntheitsgrad im weltweiten Markt der erneuerbaren Energien auszubauen, speziell in Korea, Japan und Polen.

1.3. Steuerungssystem (Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung)

Die DNV Group erfasst und analysiert auf Ebene des Konzerns die Umsatz- und Ergebnisentwicklung u. a. nach Geschäftsbereichen, Geschäftsfeldern und Regionen bzw. Ländern. Hierbei basieren die finanziellen Leistungsindikatoren auf den betrieblichen Ergebnissen der einzelnen Beteiligungsgesellschaften, Betriebsstätten und kleineren organisatorischen Einheiten wie Profit Center.

Die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abgegrenzten finanziellen Steuerungsgrößen umfassen auf Konzernebene u.a. die Gesamtleistung (Total Revenue) und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als Differenz zwischen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen zuzüglich des Beteiligungsergebnisses und des Finanzergebnisses, jedoch vor Steuern. Die finanziellen Leistungsindikatoren der DNV RC sind die Gesamtleistung (definiert als Summe von Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträgen) und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Die Gesamtleistung der DNV Group stieg in 2023 um 6,6 Mrd. NOK (0,59 Mrd. EUR) von 25,0 Mrd. NOK (2,48 Mrd. EUR) in 2022 auf 31,6 Mrd. NOK (2,82 Mrd. EUR). Neben bedeutendem organischen Wachstum trugen Akquisitionen in den strategischen Schwerpunktbereichen Cybersicherheit, Aquakultur und Energie mit 2,8% zum Wachstum von 26% im Jahr 2023 bei.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 1,2 Mrd. NOK (0,11 Mrd. EUR) von 4,2 Mrd. NOK (0,42 Mrd. EUR) im Jahr 2022 auf 5,4 Mrd. NOK (0,48 Mrd. EUR) im Jahr 2023. Das Betriebsergebnis (EBIT) für 2023 belief sich auf 4,3 Mrd. NOK (0,38 Mrd. EUR), ein Anstieg um 1,1 Mrd. NOK (0,1 Mrd. EUR) im Vergleich zu 3,2 Mrd. NOK (0,32 Mrd. EUR) im Jahr 2022. Organisches Wachstum war der wesentliche Treiber für das verbesserte EBITDA in 2023.

1.4. Geschäftsverlauf

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich im Vergleich der Geschäftsjahre 2023 und 2022 wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 101 0,5 80 0,5 21 26,3
Umlaufvermögen 17.987 99,4 16.292 99,4 1.695 10,4
Rechnungsabgrenzungsposten 14 0,1 20 0,1 -6 -30,0
Gesamtvermögen 18.102 100 16.392 100 1.710 10,4

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 21 erhöht. Die Veränderungen betreffen Zugänge in der Büro- und Geschäftsausstattung von TEUR 92 sowie gegenläufig planmäßige Abschreibung von TEUR 70.

Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.695 erhöht. Die Veränderungen betreffen im Wesentlichen eine Erhöhung der unfertigen Leistungen um TEUR 1.299 sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 729. Wesentliche Treiber sind dabei der Anstieg von Projekten mit vertraglich vereinbarten Abrechnungszeitpunkten unabhängig vom Fertigstellungsgrad. Gegenläufig haben sich die Forderungen gegen andere verbundene Unternehmen um TEUR 323 reduziert., was im Wesentlichen auf dem Rückgang des Cashpool beruht.

Die Kapitalstruktur sieht wie folgt aus:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 2.805 15,5 2.805 17,1 0 0,0
Rückstellungen 9.963 55,0 8.767 53,5 1.196 13,6
Verbindlichkeiten 5.334 29,5 4.820 29,4 514 10,8
Gesamtkapital 18.102 100 16.392 100 1.710 10,4

Das Eigenkapital ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages unverändert.

Die Rückstellungen haben sich um TEUR 1.196 erhöht. Dies resultiert aus einer Erhöhung im Bereich der Pensionsrückstellungen (um TEUR 623 auf TEUR 7.810) aufgrund der leichten Änderung des Rechnungszinssatzes sowie einer um TEUR 603 höheren Bonusrückstellung im Vergleich zum Vorjahr.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten um TEUR 514 resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 1.601 die ebenfalls durch den Anstieg von Projekten mit vertraglich vereinbarten Abrechnungszeitpunkten unabhängig vom Fertigstellungsgrad resultieren, sowie gegenläufig dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.068, durch die Verbesserung der DNV Abrechnungssoftware und damit einhergehender Optimierung des Zahlungsverkehrs.

Die Ertragslage hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Delta
TEUR
Umsatzerlöse 27.064 25.918 1.146
Bestandsveränderungen 1.299 1.003 296
Sonstige betriebliche Erträge 169 46 123
Materialaufwand -7.077 -7.383 306
Personalaufwand -14.829 -12.115 -2.714
Abschreibungen -70 -78 8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.485 -6.340 -1.145
Zinserträge / Zinsaufwendungen 190 -119 309
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung -739 932 -1.671

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betrugen TEUR 27.064 und waren damit um TEUR 1.146 höher als im Vorjahr. Ursächlich hierfür sind um TEUR 1.196 höhere Umsätze innerhalb der Gruppe.

Die Bestandsveränderung ist im Jahr 2023 um TEUR 296 auf TEUR 1.299 gestiegen, da es eine große Anzahl neuer Projekte im Offshore-Bereich gab, die nach Milestones und festen Daten und nicht nach Fertigstellungsgrad abgerechnet werden.

Damit beträgt die Gesamtleistung in 2023 TEUR 28.532 und ist damit um TEUR 1.565 höher als im Vorjahr 2022 von TEUR 26.967.

Die Materialaufwendungen betragen TEUR 7.077 und liegen damit um TEUR 306 niedriger als im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die geringeren im Konzern bezogenen Leistungen.

Der Personalaufwand ist im Jahr 2023 um TEUR 2.714 auf TEUR 14.829 gestiegen. Die Aufwandszunahme im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Mitarbeiterzahlen und damit verbunden höheren Gehaltskosten von TEUR 1.629 sowie der Zuführung bei den Aufwendungen für den Bonus in Höhe von TEUR 939.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.485 sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.145 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Konzernumlagen (+ TEUR 1.048), im Speziellen die der personenabhängigen Umlagen (+ TEUR 410) sowie höherer regionaler Umlagen anderer Regional Center (+ TEUR 581).

Aufgrund der Organschaft mit der DNV SE (vormals: DNV GL SE) als steuerlicher Organträgerin fällt bei der DNV RC in Deutschland kein eigener Ertragsteueraufwand an.

Das EBITDA beträgt TEUR -859 und ist um TEUR -1.988 niedriger als im Vorjahr (TEUR 1.129).

Im Jahr 2023 verringerte sich das Ergebnis nach Steuern von TEUR 932 um TEUR -1.671 auf TEUR -739.

Damit ergibt sich ein Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR -739 nach TEUR 932 Jahresergebnis vor Gewinnabführung im Vorjahr.

Die DNV RC ist der Überzeugung, dass ausreichend Flexibilität besteht, die Kapitalerfordernisse der operativen Geschäftstätigkeit zu decken. Die DNV RC ist in den Cash Pool ihrer Konzernmuttergesellschaft DNV Group AS, Høvik einbezogen worden. Die Liquiditätsausstattung ist durch die bestehende Kreditlinie bei der Konzernmuttergesellschaft mit einwandfreier Bonität gesichert.

1.5. Forschung, Entwicklung und Innovation

Die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte des Geschäftsbereichs RC sind charakterisiert durch Digitalisierung und Prozessoptimierung. Dies dient hauptsächlich der Sicherstellung unserer Prozesse für Business-to-Business Stakeholder und Entscheidungsträger beim Kunden und Organisationen, durch Verbesserungen unserer technologischen Plattformen und Betriebsprozesse.

Der RC-Bereich profitiert hierbei von den zentralen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der übergeordneten Business Area Energy Systems.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Makroökonomische Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Die Weltwirtschaft befindet sich in einer allmählichen Erholungsphase, in der sie die Auswirkungen der Pandemie, den Einmarsch Russlands in der Ukraine und die Herausforderungen durch die Inflation überwunden hat. Rückblickend hat sich die Weltwirtschaft als außergewöhnlich widerstandsfähig erwiesen. Der World Economic Outlook Update des IWF vom Januar 2024 prognostiziert für 2023 eine globale Wachstumsrate von 3,1%, was eine Verlangsamung gegenüber der globalen Wachstumsrate von 3,5% für 2022 bedeutet. Das Wachstumstempo bleibt langsam und ungleichmäßig und ist durch eine zunehmende Divergenz auf globaler Ebene gekennzeichnet. Dies ist niedriger als der historische Durchschnitt von 2000 bis 2019, der bei 3,8% lag. Die erhöhten Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation, die geringere fiskalische Unterstützung aufgrund der hohen Verschuldung und das gedämpfte zugrundeliegende Produktivitätswachstum haben die Wirtschaftstätigkeit belastet.

Im ersten Quartal (Q1) verzeichneten die Vereinigten Staaten ein Wachstum von 1,1 % und Europa nur einen marginalen Anstieg von 0,1 %. China hingegen setzte seinen rasanten Wachstumskurs fort und verzeichnete ein Wachstum von 8,9% gegenüber dem vierten Quartal 2022, nachdem die Wirtschaftstätigkeit Anfang 2023 nach der COVID-19-Pandemie wieder aufgenommen wurde.

Im Mai 2023 erklärte die Weltgesundheitsorganisation, dass COVID-19 nicht mehr als globaler Gesundheitsnotstand gilt. Trotz eines Anstiegs der Infektionen in bestimmten Regionen zu diesem Zeitpunkt, sind die Krankenhauseinweisungen relativ begrenzt geblieben. Die pandemiebedingten Unterbrechungen der Versorgungskette haben sich weitgehend normalisiert und wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht. Darüber hinaus haben sich die globalen Finanzbedingungen verbessert, da die schweizerischen und US-amerikanischen Behörden im März entschiedene Maßnahmen ergriffen haben, um die Turbulenzen im Bankensektor abzumildern.

Im zweiten Quartal (Q2) wuchs das BIP um 3,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies übertraf frühere Prognosen, einschließlich derer im Weltwirtschaftsausblick (WEO) vom April 2023. Die beobachtete Widerstandsfähigkeit kann auf den robusten Konsum in den Vereinigten Staaten zurückgeführt werden, der durch angespannte Arbeitsmärkte angetrieben wird. Darüber hinaus trugen Länder mit einem bedeutenden Reise- und Tourismussektor, wie Italien, Mexiko und Spanien, zu einer robusten Wirtschaftstätigkeit bei.

In 2023 wurde weiterhin damit gerechnet, dass sich das Wachstum in den Vereinigten Staaten in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 abschwächen wird, und die Arbeitslosenquote ab dem zweiten Quartal steigen wird. Dies entspricht einer allmählicheren und weicheren wirtschaftlichen Landung als noch Anfang 2023 für die US-Wirtschaft erwartet. In Europa gibt es unterdessen auch eine Divergenz bei den Wachstumsraten der großen Volkswirtschaften innerhalb der Eurozone im Jahr 2023. Insbesondere für Deutschland wurde im Laufe 2023 ein moderater wirtschaftlicher Rückgang in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 prognostiziert. Dieser Rückgang wird durch eine Schwäche in zinssensiblen Sektoren und eine Verlangsamung der Nachfrage von Handelspartnern beeinflusst werden. Darüber hinaus erwartet die Internationale Energieagentur einen Anstieg der Ölnachfrage um 2,2 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) auf 102,2 mb/d im Jahr 2023. Die Unsicherheit bleibt jedoch hoch.

Am Ende des Jahres 2023 lagen die Prognosen für das durch den Krieg in der Ukraine belastete globale Wachstum Berichtsjahr 2023 bei 3,1 %. Die treibenden Kräfte hinter diesem Wachstum waren die Schwellen- und Entwicklungsländer mit einer Wachstumsrate von 4,1 %, angeführt von Indien mit 6,7 %. In den Industrieländern wurde für das Berichtsjahr ein globales Wachstum von 1,6 % erwartet. Vor allem Spanien (2,4%), Japan (1,9%) und die Vereinigten Staaten (2,5%) trugen erheblich zu diesem Wachstum bei. Für die Eurozone als Ganzes wurde für 2023 ein Wachstum von 0,5% erwartet, während der Beitrag Deutschlands bei -0,3% lag.

Für die globale Gesamtinflation wird für das Jahr 2023 von einem Rückgang ausgegangen, von ihrem Höchststand von 8,7% im Jahr 2022 (Jahresdurchschnitt) auf 6,8% im Jahr 2023. Während die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung erste Ergebnisse zeigen, ist ein wichtiger Faktor, der zum erwarteten Rückgang der Gesamtinflation im Jahr 2023 beiträgt, der Rückgang der internationalen Rohstoffpreise. In fast drei Vierteln der Volkswirtschaften wird die Gesamtinflation im Jahr 2023 zurückgehen. Die Inflation ist aufgrund positiver Angebotstrends schneller gesunken als erwartet. Jüngste monatliche Daten deuten darauf hin, dass sowohl die Gesamtinflation als auch die zugrunde liegende Inflation (Kerninflation) jetzt in der Nähe des Niveaus liegen, das vor der Pandemie beobachtet wurde.

Nach Angaben des IWF belief sich das Wirtschaftswachstum in den USA im Berichtsjahr auf 2,5%. Es wird erwartet, dass der Leitzins der Federal Reserve auf dem derzeitigen Niveau von etwa 5,4% bleibt. Es wird jedoch erwartet, dass der Realzins unverändert bleibt, bis die Inflationsziele in Sichtweite sind.

China steht aufgrund seiner Immobilienkrise und des schwindenden Vertrauens vor wachsenden Herausforderungen. Die anhaltende finanzielle Belastung des Sektors stellt eine potenzielle Bedrohung für das globale Wirtschaftswachstum dar. Laut IWF liegt das Wirtschaftswachstum für China im Jahr 2023 bei 5,2%. Die Inflation in China liegt jedoch nahe bei Null und die Zentralbank hat die Geldpolitik bereits gelockert.

2.1.2 Branchenspezifische Entwicklungen

2023 war aus verschiedenen Gründen ein herausforderndes Jahr für die Erneuerbare Energien Industrie.

Verschiedene Berichte, z.B. von den Vereinten Nationen, weisen auf ein beschleunigtes Tempo des Klimawandels hin. Die globale Politik und andere Interessenträger weisen u.a. auf dem COP28 Gipfel (UN-Klimakonferenz 2023) in Dubai auf die Risiken des Klimawandels hin und fordern schnelles Handeln, z.B. den fokussierten Ausbau erneuerbarer Energien. Die deutsche Bundesregierung hat mit der Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG-Novelle 2023) mit Wirkung zum 1. Januar 2023 die entsprechenden Ziele für Deutschland inklusive der Ziele für Ausbau von Solar und Windenergie deutlich erhöht. Ähnliche Bemühungen sind auch in anderen Ländern sichtbar.

Im Jahr 2023 verzeichnete der Bereich der erneuerbaren Energien einen signifikanten Anstieg der Kapazitätserweiterungen. Global wurden fast 510 Gigawatt (GW) an erneuerbarer Kapazität hinzugefügt, was das schnellste Wachstum der letzten zwei Jahrzehnte darstellt. Während Europa, die Vereinigten Staaten und Brasilien Höchststände bei der erneuerbaren Kapazität verzeichneten, war die Beschleunigung in China außerordentlich hoch. In 2023 wurden in China so viele Solar-PV-Anlagen in Betrieb genommen wie weltweit im Jahr 2022 und auch die Windkapazität wuchs um 66 % im Vergleich zum Vorjahr.

Globale Solar-PV-Anlagen allein machten drei Viertel der weltweiten Kapazitätserweiterungen im Bereich der erneuerbaren Energien aus. Um das Ziel der COP28 zu erreichen, die globale erneuerbare Kapazität bis 2030 zu verdreifachen, ist nach Ansicht der Geschäftsführung jedoch eine konsequente Umsetzung von politischen Maßnahmen erforderlich. Die Internationale Energieagentur (IEA) forderte vor der COP28-Klimakonferenz in Dubai die Regierungen auf, fünf Säulen für Maßnahmen bis 2030 zu unterstützen, darunter das Ziel, die globale erneuerbare Stromkapazität zu verdreifachen.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1. Prognosebericht

3.1.1. Allgemeiner Marktausblick

Die jüngsten Prognosen bestätigen, dass sich die Weltwirtschaft auf einem stabilen Kurs befindet, mit konstanten Wachstumsraten und einem Rückgang der Inflation gegenüber dem Mehrjahrzehnthoch von 2022.

In seinem World Economic Outlook Update Januar 2024 prognostiziert das World Economic Forum (WEF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1% für 2024. Das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird derzeit voraussichtlich stabil bei 1,5% bleiben. Insbesondere im Euroraum (0,9%) und im Vereinigten Königreich (0,6%) sind die Erwartungen gedämpft. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum von 4,1% erwartet. Allerdings dürfte es hier starke regionale Unterschiede geben. Die Weltbank rechnet mit einem Rückgang des globalen Wachstums auf 2,4% im Jahr 2024, beeinflusst durch eine straffe Geldpolitik, eingeschränkte Kreditbedingungen und einen schleppenden globalen Handel und Investitionen.

Was die chinesische Wirtschaft betrifft, so beziffert das WEF seine Wirtschaftsprognose für 2024 auf 4,6% und damit 0,6% niedriger als im Vorjahr (2023: 5,2%).

In den Vereinigten Staaten wird ein Rückgang des Wachstums erwartet, der von 2,5 % im Jahr 2023 auf 2,1 % im Jahr 2024 zurückgeht. Dieser Trend wird auf die verzögerten Auswirkungen der strafferen Geldpolitik, allmähliche fiskalische Einschränkungen und einen schwächelnden Arbeitsmarkt zurückgeführt, die zusammen zu einer Verlangsamung der Gesamtnachfrage beitragen.

Das WEF erwartet, dass sich die globale Inflation auf 5,8% im Jahr 2024 abschwächen wird. Die Faktoren für die rückläufige Inflation sind von Land zu Land unterschiedlich, umfassen aber in der Regel einen Rückgang der Kerninflation aufgrund einer anhaltend straffen Geldpolitik, eine damit verbundene Aufweichung der Arbeitsmärkte und die Auswirkungen früherer und anhaltender Senkungen der relativen Energiepreise.

Das WEF erwartet einen Rückgang der Energiepreise und eine Fortsetzung der sinkenden Inflationsraten im Jahr 2024. Für die Industrieländer wird für 2024 eine durchschnittliche Inflationsrate von 2,6 % prognostiziert, während sie in den Entwicklungs- und Schwellenländern bei 8,1 % liegt. Wie im World Economic Outlook Update vom Januar 2024 dargelegt, wird durchweg mit einem deutlichen Rückgang der Ölpreise gerechnet. Das WEF rechnet mit einem Rückgang um 16% im Jahr 2023, gefolgt von einem Rückgang um 2,3% im Jahr 2024. In der Eurozone haben der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien und die verbesserte Verfügbarkeit von Kernenergie die Gaspreise nach unten getrieben. Der Erdgasverbrauch in Europa ging um 7% zurück und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 1995. Die Title Transfer Facility Month-Ahead-Preise gingen ab 2022 um fast 70% zurück und lagen 2023 bei durchschnittlich 13 USD/MBtu. Dies ist jedoch immer noch zweieinhalb Mal so hoch wie der Fünfjahresdurchschnitt zwischen 2016 und 2020.

Das Wachstum des Welthandelsvolumens dürfte mit 3,3% im Jahr 2024 hinter seinem historischen Durchschnitt von 4,9% zurückbleiben. Bemerkenswert ist, dass der Wert für 2023 bei bescheidenen 0,4% liegt. Das erwartete Anhalten der zunehmenden Handelsverzerrungen und der geoökonomischen Fragmentierung wird wahrscheinlich einen Abwärtsdruck auf das Gesamtvolumen des Welthandels ausüben.

Die globale Wirtschaftslandschaft bietet einen ausgewogenen Risikoausblick. Zu den Aufwärtsrisiken gehören das Potenzial für eine schnellere wirtschaftliche Erholung in China und die Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz (KI), die das Potenzial hat, sowohl die Produktivität als auch die Erträge zu steigern. Während eine schnellere Disinflation die finanziellen Bedingungen entspannt, bleiben mehrere Risiken bestehen. Geopolitische Schocks, anhaltende Inflation und Störungen in Schlüsselsektoren könnten die straffen monetären Bedingungen verlängern. Die politischen Entscheidungsträger stehen vor der unmittelbaren Aufgabe, den Abstieg der Inflation zum Ziel zu steuern, die Geldpolitik anzupassen und sich auf die Haushaltskonsolidierung zu konzentrieren. Gezielte Strukturreformen sind entscheidend für ein nachhaltiges Produktivitätswachstum und die Tragfähigkeit der Schulden. Eine wirksame multilaterale Koordinierung ist für die Bewältigung von Herausforderungen wie der Schuldenregulierung und der Eindämmung des Klimawandels unerlässlich. Die Bewältigung dieser Herausforderungen wird für die Förderung einer widerstandsfähigen und nachhaltigen globalen Wirtschaftsentwicklung von entscheidender Bedeutung sein.

3.1.2. Branchenspezifischer Ausblick

Insgesamt wird 2024 nach Ansicht der Geschäftsführung ein Jahr sein, in dem erneuerbare Energien sowohl Herausforderungen als auch Chancen erleben werden. Die Kombination aus staatlichen Investitionen und der Nachfrage nach Dekarbonisierung wird erwartungsgemäß die Entwicklung der Branche positiv beeinflussen. Die installierte Leistung für Onshore- und Offshore-Windenergieanlagen wird erwartungsgemäß in den kommenden Jahren weltweit weiterhin wachsen und auch die Nachfrage nach Zertifizierungsdienstleistungen wird erwartungsgemäß steigen aufgrund des steigenden Bedarfs nach Standardisierungen, wenn auch in geringerem Tempo. So haben Regierungsbehörden mehrerer Länder Tests und Inspektionszertifizierungen zur Pflicht gemacht. In Europa müssen Hersteller Qualitäts- und Sicherheitsstandards einhalten, wie die zur Klassifizierung und Kennzeichnung global harmonisierter Systeme.

Aufgrund von Fusionen, Übernahmen und (beinah) Insolvenzen von Turbinenherstellern erwarten wir in den kommenden Jahren weniger Turbinenplattformen oder Varianten, die zertifiziert werden müssen. Die überlebenden / verbleibenden Produzenten verfügen über umfangreiche Erfahrungen, so dass die Nachfrage nach Zertifizierungen externer Anbieter erwartungsgemäß stabil bleiben oder zurückgehen wird. Der allgemeine Trend zur gegenseitigen Anerkennung von Zertifikaten und Zertifizierungsdiensten, die in reifen Märkten als Standard wahrgenommen werden, kann nach der Einschätzung der Geschäftsführung zu einer geringeren Nachfrage nach hochwertigen (und teureren) Zertifizierungsstellen wie DNV führen.

Darüber hinaus entstehen schwimmende Offshore-Windparks, die in naher Zukunft voraussichtlich 5-10 % der Einnahmen für die Projektzertifizierung liefern werden, wenn auch mit einer moderateren Gewinnspanne.

Die gestiegene Nachfrage nach dem Ausbau erneuerbarer Energien betrifft aber auch den zugehörigen Arbeitsmarkt. Wir erwarten wachsende Herausforderungen bei der Besetzung offener Stellen bei gleichzeitiger Balance von gewünschten Gehältern/Kosten und am Markt realisierbaren Preisen.

Der aktuelle Kostendruck bei den Herstellern von Windturbinen kann mittelfristig auch auf die von uns im Rahmen der Typen- und Komponentenzertifizierung realisierbaren Preise durchschlagen.

3.1.3 Unternehmensleistung und -ergebnis

Im Jahr 2022 ist für das Berichtsjahr eine leichte Steigerung der Gesamtleistung sowie des EBITDA erwartet worden. Trotz der widrigen gesamtwirtschaftlichen Lage konnte die Gesamtleistung im Berichtsjahr wie erwartet um rund 6 % leicht gesteigert werden. Positiv war der Umsatzanstieg durch die Kunden der erneuerbaren Energien, die jedoch die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage nicht vollständig auffangen konnte, so dass kein höheres Wachstum der Gesamtleistung möglich war.

Unsere erwartete Aussicht auf die Gesamtleistung konnte zwar erreicht werden, aber das Ziel eines EBITDA leicht über dem des Jahres 2022 wurde aufgrund gestiegener Kosten für Personal und bezogene Leistungen von verbundenen Unternehmen nicht erreicht.

Das Marktumfeld im Geschäft der Erneuerbaren-Energien-Zertifizierung wird nach Einschätzung der Geschäftsführung auch im Jahr 2024 stark bleiben. Wir erwarten für das Jahr 2024 einen weiteren leichten Anstieg der Gesamtleistung und einen leichten Anstieg des EBITDA.

Unsere Erwartungen stützen sich auf die Einschätzung der Geschäftsführung, sowie der Bereichsleiter und des Gesamtbereichs Energy System, wie sie im DNV Energy Transition Outlook 2023 (A global and regional forecast to 2050) näher beschrieben sind: Nahezu alle ab 2024/25 neu hinzugefügten Kapazitäten für die Energiegewinnung, werden sich erwartungsgemäß aus Wind (10-fache Steigerung der Kapazität) und Solar (17-fache Steigerung der Kapazität) zusammensetzen.

3.2. Risikobericht

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der DNV-Gruppe integriert.

Risikomanagementsystem

Die Risikoidentifikation erfolgt durch die verantwortlichen Manager der Geschäftseinheiten. Die Einordnung der relevanten Risiken wird - unterstützt durch ein geschäftsbereichsübergreifendes Gremium (Risiko-Forum) - zentral vorgenommen. Zur Identifikation und Nachverfolgung der notwendigen Gegenmaßnahmen wurden Risiko-Verantwortliche für alle Risiken benannt. In halbjährlichen Risikoberichten wird die Geschäftsführung über die aktuelle Risikosituation unterrichtet. Sollte sich die Risikolage entscheidend ändern, werden signifikante Einzelrisiken mit Hilfe einer Ad-hoc-Berichterstattung aufgezeigt.

Risikobericht

Um der Gewichtung der im Risikobericht aufgeführten Risiken Sorge zu tragen, wurden die Aspekte nachstehend in absteigender Reihenfolge, beginnend mit dem größten Risiko, dargestellt.

Globalisierung

Der DNV RC bieten sich durch ihre internationale Aufstellung und ihr breites Leistungsangebot vielfältige wirtschaftliche Chancen, aber auch unternehmerische und branchenspezifische Risiken. Diese Risiken betreffen insbesondere externe Einflüsse, das Marktumfeld, aber auch operative Risiken, die aus Kern- und Unterstützungsprozessen resultieren können.

Einige für die DNV RC wichtige Kunden haben in 2023 ein schwieriges Marktumfeld vorgefunden und konnten nur Gewinne im einstelligen Bereich oder mussten sogar Verluste verzeichnen. Als Gründe werden Lieferkettenprobleme, Fertigungsherausforderungen oder Qualitätsprobleme genannt. Dadurch kann sich im Folgejahr die Auftragslage für die DNV RC als herausfordernd darstellen.

Compliance

Unter Compliance-Risiken werden u. a. rechtliche Risiken, Risiken aus Verstößen gegen Compliance-Vorschriften und Risiken aus Verstößen gegen anwendbares Recht betrachtet. Die DNV Group hat eine Compliance-Organisation eingerichtet, die durch ein Compliance-Programm für Mitarbeiter diesen Risiken begegnet. Das Compliance-Programm der DNV Group wird stetig weiterentwickelt und den sich ändernden Anforderungen angepasst. Der Group Compliance-Officer berichtet an den Group CEO, das Board of Directors der DNV Group AS sowie an den Aufsichtsrat der DNV SE über den Aufbau und die Weiterentwicklung des Compliance-Programms für die ganze Gruppe sowie über Non-Compliance Fälle und Maßnahmen der DNV AS, die zur Aufklärung, Prävention und gegebenenfalls Sanktionierung ergriffen wurden.

Wesentliche Compliance-Einzelrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

Personalrisiken

Durch Mitarbeiterfluktuation kann wichtiges Know-how verloren gehen. Daher binden wir unsere Fach- und Führungskräfte mit Fach- und Förderprogrammen, leistungsorientierten Vergütungssystemen und internationalen Entwicklungsperspektiven stärker an uns.

Risiken aus vorsätzlichen rechtswidrigen Handlungen einzelner Mitarbeiter sind nicht auszuschließen. Dem wird mit einer restriktiven Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip sowie dem konzernweit geltenden DNV Management System und dem Verhaltenskodex entgegengewirkt. Möglichem Fehlverhalten wird konsequent nachgegangen.

Wie schon im branchenspezifischen Ausblick hervorgehoben, wird die Besetzung offener Stellen durch die angespannte Lage und den Personalmangel ein höheres Risiko als in den Vorjahren darstellen. Auch wird der Einsatz von KI in Prozessen die Anforderungen an Mitarbeiter verändern. Von Nutzern wird zukünftig erwartet, dass sie generative KI-Tools nutzen, um über Entscheidungen, Prozesse, Konfigurationen und Community-Engagement für erneuerbare Projekte zu informieren und diese damit zu beschleunigen.

Informationstechnische Risiken

Laufend werden Vorkehrungen von hoher Priorität getroffen, die der Sicherheit der Informationssysteme dienen, um einen Systemausfall mit unter Umständen gravierenden Folgen für das gesamte Unternehmen zu vermeiden. Dieses Risiko wird durch diverse Sicherheitsmaßnahmen wie Zutrittskontrollsysteme, Notfallpläne und die unterbrechungsfreie Stromversorgung wichtiger Systeme sowie durch Datenspiegelungen minimiert. Gegen Datensicherheitsrisiken durch unberechtigte Zugriffe auf IT-Systeme werden u. a. Firewall Systeme und Virenscanner sowie sogenannte Penetration Tests eingesetzt. In 2019 wurde darauf aufbauend eine ISO 27001 Zertifizierung durchgeführt, die das Thema Informationssicherheit im erweiterten Sinne beleuchtet hat. Erforderliche Verbesserungen wurden implementiert.

Risiken aus Investitionen

Investitionsentscheidungen sind im Allgemeinen Entscheidungen unter Unsicherheit über Umweltfaktoren. Um diesem inhärenten Risiko zu begegnen, führt die DNV RC detaillierte Investitionsanalysen durch, bei denen Chancen und Risiken analysiert bzw. quantifiziert werden. Diese Quantifizierung erfolgt anhand von allgemein anerkannten Investitionsrechnungsverfahren wie Kapitalwert- oder Interner Zinsfußmethode.

Forschung und Entwicklungsrisiken

Die Ertragslage der RC kann durch neue Dienstleistungen und Produkte, die sich als nicht erfolgreich erweisen, negativ beeinflusst werden.

Die RC begegnet diesem Risiko, indem sie ihre Strategieumsetzung im Rahmen eines standardisierten Prozesses kontinuierlich überprüft. Daneben werden finanzielle und nicht-finanzielle Steuerungsgrößen laufend überwacht.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen detaillierte Richtlinien und Vorgaben. Im Geschäftsjahr wurden die bestehenden Konzernrichtlinien im Verbund mit der neuen Konzernmuttergesellschaft DNV Group AS Norwegen weiter angepasst. Der deutsche Teilkonzern DNV SE und seine Gruppengesellschaften verhalten sich in diesem Sinn als Teil des Gesamtkonzerns. Sämtliche Finanzprozesse im Treasury der DNV SE (und ihrer Tochtergesellschaften) wurden im Rahmen einer einheitlichen Konzernsteuerung in der Holdingfunktion "Group Treasury" an den Standorten Hamburg und Høvik organisiert.

Währungsrisiken bestehen insbesondere aus operativen Ein- und Auszahlungen, die in einer anderen als der funktionalen Währung der DNV Group-Konzerngesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei bilanziellen Fremdwährungspositionen. Diesen Risiken begegnet die DNV Group AS über den Abschluss von Derivaten zu Sicherungszwecken. Derivative Finanzinstrumente dürfen nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt werden. Geeignete Sicherungsgeschäfte (Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und Devisenswaps) werden durch die Abteilung Group Treasury der Konzernmuttergesellschaft DNV Group AS mit externen Kontrahenten gehandelt und überwacht. Konzerngesellschaften schließen keine derivativen Transaktionen mit externen Kontrahenten ab, sondern werden, falls notwendig, durch interne Finanztransaktionen mit der DNV SE oder DNV Group AS versorgt.

Die jederzeitige Liquidität und Finanzierung werden ebenfalls durch Group Treasury sichergestellt. Zum Teil bestehen Cash Pooling Strukturen mit Banken, die den Zugang zu Liquidität gewährleisten. Im DNV Konzern besteht ein konzernweites Finanzberichtssystems zur Abbildung der Liquiditätssituation aller Konzerngesellschaften inklusive der DNV SE Tochtergesellschaften. Kurz- oder mittelfristigen Liquiditätsengpässen der Tochtergesellschaften wird durch die Bereitstellung finanzieller Mittel aus dem konzernweiten Cashpool Rechnung getragen. Langfristige Finanzmittel werden den Konzerngesellschaften über interne Kreditvereinbarungen gewährt, die sich an dem Maßstab des Drittvergleichs orientieren.

Die Finanzierungspolitik des Konzerns ist auf eine langfristige Finanzplanung abgestimmt und wird zentral gesteuert. Ziel der Liquiditätssteuerung für alle Gesellschaften des Konzerns ist es, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und jederzeit zu gewährleisten.

Risiken aus Forderungsausfällen werden im Rahmen eines aktiven Forderungsmanagements gesteuert. Wesentliche Elemente hierbei sind sorgfältige Auswahl von Neukunden und eine Risikoeinschätzung des Kundenbestandes.

Haftungsrisiken

Rechtsstreitigkeiten, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung entstehen können, wird durch die frühzeitige Einbindung des Zentralbereichs "Group Legal" sowie externer lokaler Rechtsberater begegnet. Im Geschäftsbereich Renewables werden Verträge in der Regel auf der Grundlage von rechtlich geprüften Vertragsmustern von entsprechend geschultem Personal erstellt.

Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken aus den täglichen Geschäften werden Versicherungen abgeschlossen, wenn dies möglich ist. Im DNV Konzern bestehen unter anderem branchenübliche Haftpflicht- und Sachversicherungen. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Für mögliche finanzielle Belastungen aus rechtlichen Risiken wurden wie in den vergangenen Jahren Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rechtsstreitigkeiten

Etwaige Rechtsstreitigkeiten werden unmittelbar nach Kenntnis von der zentralen Rechtsabteilung "Group Legal" bearbeitet. Sich daraus ergebende Risiken sind im Jahresabschluss durch die Bildung von Rückstellungen angemessen berücksichtigt.

Derzeit bestehen bei der RC keine Rechtsstreitigkeiten, die von materieller Bedeutung sind.

Gesamtrisiko

Die Gesamtrisikosituation der DNV RC wird im Rahmen des Risikomanagements bewertet und gesteuert.

Die Unsicherheit aufgrund der nicht absehbaren Folgen der Kriegshandlungen in der Ukraine und der Sanktionen gegen Russland beeinflussen die DNV RC zwar nicht direkt, da die DNV RC weder Kunden noch laufende Projekte in den betroffenen Ländern hat oder geplant hat. Allerdings können andere geopolitischen Spannungen und Konflikte die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen.

Weitere Herausforderungen für die Branche ergeben sich auch aus den für die Kunden schwieriger gewordenen Finanzierungen (hohe Zinsen und hohe Kosten der Materialbeschaffung).

Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar sind.

Die Situation wird vom Management fortlaufend analysiert, um entsprechende Maßnahmen zum Schutze der Belegschaft, der Kunden und der Gesellschaft einleiten zu können. Dazu gehört etwa ein konsequent betriebenes Forderungsmanagement. Ergriffene Maßnahmen werden auch in 2023 fortgeführt bzw. an die aktuellen Entwicklungen angepasst.

Chancenbericht

Um der Gewichtung der im Chancenbericht aufgeführten Chancen Sorge zu tragen, wurden die Aspekte nachstehend in absteigender Reihenfolge, beginnend mit der größten Chance dargestellt.

Wir werden unsere starke Marktposition in Zukunft weiter ausbauen, indem wir unseren Anwendungsbereich erweitern und die Lieferstruktur der Zertifizierung optimieren:

Dazu gehört, dass wir unabhängig von Kunde, Standort und Person qualitativ hochwertige, akkreditierte Produkte liefern.

Wir folgen unseren Kunden und erweitern den Markt für Projektzertifizierungen, indem wir Kompetenzsatelliten in neuen Märkten aufbauen.

Nach hohen Einstellungszahlen in 2023 liegt in 2024 der Fokus auf der Erhöhung der Auslastung, z.B. durch Flexibilisierung der Einsatzmöglichkeiten von Experten für verschiedene technische Disziplinen.

Wir erhalten unseren Marktanteil bei der Typen- und Komponentenzertifizierung durch unsere Erfahrung, Kundenorientierung, Digitalisierung und durch die Entwicklung effizienter Prozesse.

Wir treiben eine erweiterte Zusammenarbeit zwischen X-BA (Cross Business Areas) und Einheiten voran, soweit dies für bestehende und neue Dienste wie Floating Wind, Wasserstoff-Erzeugung, P2X-Technologien (P2X beschreibt den Prozess der Umwandlung von Strom in eine andere Energieform, z.B. Power-to-Gas oder Power-to-Hydrogen, um Strom in anderen Energieformen speichern zu können) und Energieinseln relevant ist.

Durch gehäufte Qualitätsprobleme bei Windturbinen-Herstellern in 2023, die für betroffene Windturbinen oder Windturbinenkomponenten maßgeblich Zertifikate von Wettbewerbern von DNV eingeholt haben, erwarten wir eine Stärkung des Rufs von DNV. Eine genaue Aussage, ob sich dies in weitere Marktanteile im schwierigen preisgetriebenen Marktumfeld umsetzen lassen wird, ist zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht möglich.

 

Hamburg, 15. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Kim Sandgaard-Mørk

Steffen Haupt

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.301 79.893
101.301 79.893
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 3.022.920 1.723.973
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.186.536 2.457.925
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.773.417 12.096.369
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.898 14.963.852 13.649 14.567.944
17.986.772 16.291.916
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.725 19.833
18.101.798 16.391.643

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000 2.000.000
II. Kapitalrücklage 365.124 365.124
III. Gewinnvortrag 439.659 439.659
2.804.783 2.804.783
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 7.810.467 7.186.969
2. Sonstige Rückstellungen 2.152.140 1.579.442
9.962.607 8.766.411
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 3.406
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.012.723 2.411.852
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.528 121.974
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.067.248 2.135.367
5. Sonstige Verbindlichkeiten 240.910 147.849
5.334.408 4.820.448
18.101.798 16.391.643

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 27.063.882 25.917.754
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 1.298.948 1.003.312
3. Sonstige betriebliche Erträge 169.441 46.301
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 23.054 (i. Vj. EUR 2.631) -
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.077.034 7.382.989
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.012.700 9.448.714
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.816.163 14.828.863 2.666.519 12.115.233
- davon für Altersversorgung EUR 757.859 (i. Vj. EUR 1.166.690) -
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 70.384 77.876
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.485.184 6.339.957
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 82.282 (i. Vj. EUR 10.011) -
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 340.288 3.318
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 290.220 (i. Vj. EUR 3.318) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 150.249 122.771
- davon an verbundene Unternehmen EUR 40.385 (i. Vj. EUR 25.983) -
10. Ergebnis vor/nach Steuern -739.156 931.860
11. Sonstige Steuern (Aufwand; i. Vj. Ertrag) -215 12
12. Aufwand aus Gewinnabführung 0 -931.871
13. Erträge aus Verlustübernahme 739.371 0
14. Jahresüberschuss/Bilanzgewinn 0 0

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Sitz der DNV Renewables Certification GmbH ist Hamburg. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 162631 im Register des Amtsgerichts Hamburg eingetragen.

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs (§§ 242 ff. HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Liquiditätsausstattung erfolgt aktuell im Rahmen des konzernweiten Cash Managements. Ferner ist die Muttergesellschaft DNV SE, (bis 18. Dezember 2023 DNV GL SE), im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags zum Ausgleich eines entstehenden Jahresfehlbetrags verpflichtet.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in diesem Anhang gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden linear nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Wertminderungen und Wertaufholungen berücksichtigt.

Folgende Nutzungsdauer wird für die wesentliche Gruppe des Sachanlagevermögens zu Grunde gelegt:

Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10

Die Angemessenheit der gewählten Abschreibungsmethoden, wirtschaftlichen Nutzungsdauern und der angenommenen Restwerte wird jährlich überprüft.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten bis zum Auftragswert als Obergrenze bewertet. Das bestehende Wahlrecht hinsichtlich der Aktivierung von Verwaltungskosten wird ausgeübt, um den steuerlichen Vorschriften zu folgen. Vertriebs- und Forschungskosten sind nicht Teil der aktivierten Herstellungskosten. Soweit erforderlich, werden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den vereinbarten Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Fremdwährungsforderungen werden zum Mittelkurs am Tag der Entstehung angesetzt und am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden im Jahresabschluss 2023 unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes für eine Restlaufzeit von 10 Jahren von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) und der Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Pensionsrückstellungen wurden gem. der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) bewertet.

Folgende Parameter kommen zum Einsatz: Als Gehaltssteigerung wurde 2,7 % p. a. (i. Vj. 2,7 % p. a.), als Rentensteigerung 2,2 % p. a. (i. Vj. 2,2 % p. a.) angesetzt. Die angenommene Fluktuationsrate beträgt 4,0 % p. a. (i. Vj. 4,0 % p.a.). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 380), der gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt.

Die Jubiläumsrückstellungen wurden im Jahresabschluss 2023 unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) und der Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden gemäß der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode) bewertet. Als Gehaltssteigerung wurden 0,0 % p. a. (Vorjahr: 0,0 % p. a.) angesetzt. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellung findet sich im Zinsaufwand.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Mittelkurs am Tag der Entstehung angesetzt und am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Mindeststeuergesetz

Im Jahr 2021 veröffentlichte die OECD detaillierte Regeln zur Umsetzung der Reform des internationalen Steuersystems, die sicherstellen soll, dass multinationale Unternehmen einem Mindeststeuersatz von 15% unterliegen. Das Mindeststeuergesetz ist am 28.12.2023 in Kraft getreten. Die Mindeststeuern werden erstmalig für das Geschäftsjahr 2024 erhoben.

Die DNV Renewables Certification GmbH als deutsches Konzernunternehmen der DNV SE, wird eigenständig keine Mindeststeuern zahlen, da das Unternehmen Teil einer Mindeststeuergruppe in Deutschland ist. Für diese Mindeststeuergruppe werden mögliche Zusatzsteuern von der DNV SE als oberste Muttergesellschaft bzw. Gruppenträgerin im Sinne des Mindeststeuergesetzes geschuldet werden. Deutsche Konzernunternehmen, die keine oberste Muttergesellschaft oder im Teileigentum stehende Muttergesellschaft darstellen, können nach Inkrafttreten des deutschen Mindeststeuergesetzes von einer Mindeststeuer nur durch die Umlage einer etwaigen nationalen Ergänzungssteuer durch die DNV SE betroffen sein. Da die Mindeststeuern erstmalig für das Geschäftsjahr 2024 erhoben werden, unterliegt die DNV Renewables Certification GmbH keiner Steuerbe- oder -entlastung im Geschäftsjahr 2023.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird unter Angabe der Abschreibungen im Anlagenspiegel in der Anlage dieses Anhangs dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 11.773 (Vorjahr: TEUR 12.096) betreffen zum einen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.205 (Vorjahr: TEUR 3.819). Sie enthalten außerdem Forderungen gegenüber der DNV Group AS aus dem Cashpool in Höhe von TEUR 6.829 (Vorjahr: TEUR 8.277) und der Gesellschafterin aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 739 (Vorjahr: Verbindlichkeit aus Gewinnabführung von TEUR 932). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 756 (Vorjahr: TEUR 2.200) enthalten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 2.000 und ist voll eingezahlt. Die DNV SE, Hamburg, ist alleinige Gesellschafterin.

Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der DNV SE, mit Sitz in Hamburg, Amtsgericht Hamburg, HRB 115442.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.152 (Vorjahr: TEUR 1.579) beinhalten Rückstellungen für Urlaubs-, Gleitzeit-, Jubiläen und sonstige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern von TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 1.469) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 111).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 3
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.012 2.411
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14 122
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.067 2.135
Sonstige Verbindlichkeiten 241 148
davon aus Steuern 161 148
5.334 4.820

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.067 (Vorjahr: TEUR 1.203). Im Vorjahr waren zudem Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe TEUR 932 enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ferner Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 208 (Vorjahr: TEUR 932).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat nicht in der Bilanz enthaltene sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 176). Diese resultieren aus bestehenden langfristigen Mietverhältnissen in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 125) und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 51).

IV. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 132 Mitarbeiter (Vorjahr: 112), davon 105 Männer und 27 Frauen.

Geschäftsführer

Die bestellten Geschäftsführer der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres 2023:

Herr Dr. Kim Sandgaard-Mørk, PhD, Master of Science (MSc), Executive Vice President Renewables Certification, Hellerup/Dänemark,

Herr Steffen Haupt, Master of Computer Science, Master of Business Communication, Master of Economics, Head of Department Renewables Certification, Hamburg.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist die DNV SE, Hamburg.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Stiftelsen Det Norske Veritas, Hovik/‌‌Norwegen, einbezogen (Registernummer 911 177 781).

 

Hamburg, den 15. Juni 2024

DNV Renewables Certification GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Kim Sandgaard-Mørk

Steffen Haupt

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 133.893 91.791 0 225.684
133.893 91.791 0 225.684
Kumulierte Abschreibungen des Geschäftsjahres Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.999 70.384 124.383 101.301 79.893
53.999 70.384 124.383 101.301 79.893

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DNV Renewables Certification GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DNV Renewables Certification GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DNV Renewables Certification GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 28. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Brennecke, Wirtschaftsprüfer

Rienecker, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 / Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wird festgestellt und genehmigt.

Aufgrund des mit der DNV SE Hamburg, bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird das Ergebnis wie folgt verwendet:

Jahresergebnis vor Ergebnisausgleich: EUR -739.371
Zuzüglich Verlustausgleich: EUR 739.371
Jahresergebnis nach Ergebnisausgleich: EUR 0

 

Hamburg, 19. Juli 2024

DNV SE, Hamburg

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