Management activities of other holding companies
TSCNET Services GmbH
Weihenstephaner Straße 9, 81673 München, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Dieter Weiß since 11/13/2020 | Managing Director |
Uwe Zimmermann since 10/23/2017 | Managing Director |
Beneficial OwnersBeta
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (19)
| Name | Ownership |
|---|---|
Austrian Power Grid AG | 6.25% |
ČEPS, a.s. | 6.25% |
Eles, d.o.o., sistemki operater prenosnega elektroenergetskega omrežja Ljubljana | 6.25% |
Croatian Transmission System Operator, Plc. | 6.25% |
Swissgrid AG | 6.25% |
ShareholdersBeta
Company ownership and partner structure
16 shareholders
GmbH structure
5 of 16 shown
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
TSCNET Services GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 HGB werden in Anspruch genommen. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma TSCNET Services GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer B 214951 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 bis EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -Entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Mit Ausnahme einer Rückbauverpflichtung sind Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr nicht vorhanden. Die Rückstellung für Rückbauverpflichtung wurde mit einem Zinssatz von 1,37% (Vj.: 1,08 %) abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 446.289,30 (Vj.: EUR 1.165.241,53). Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen in voller Höhe wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen hauptsächlich aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen in Höhe von EUR 482.636,14 (Vj.: EUR 672.927,37) sowie gesperrten Bankkonten für Mietgarantien (Avalkredit) in Höhe von insgesamt EUR 602.216,52. (Vj.: EUR 681.704,52) Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Kapitalrücklage damit EUR 6.742.121,36 (Vj.: EUR 6.742.121,36). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Bonusrückstellungen, Urlaubsrückstellungen, Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen der gemieteten Büroräume, Rückstellungen für die gesetzliche Schwerbehindertenabgabe sowie bislang noch nicht in Rechnung gestellte Lieferantenrechnungen. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 0 (VJ.: EUR 730.775,58) entsprechen im Vorjahr in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Materialaufwand Die Materialaufwendungen im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf EUR -1.267.303,72 (Vj.: EUR-763.720,99). Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen in Höhe von EUR 3.676.460,17 sonstige finanzielle Verpflichtungen, welche aus Miet- und Leasingverträgen resultieren. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen verteilen sich wie folgt:
Geschäftsführung Geschäftsführer der TSCNET Services GmbH waren im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023:
Unter Anwendung der Schutzvorschrift des § 286 Abs 4 HGB wurde auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 96 Mitarbeiter (Vj.: 83). Die Mitarbeiter teilen sich in folgende Gruppen auf:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss ist nicht Teil eines Konzernabschlusses. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.393.569,11 auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 11. März 2024 Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Die TSCNET Services GmbH (TSCNET) wurde im Jahr 2014 als Servicegesellschaft für die Erbringung von Sicherheits- und Koordinierungsdienstleistungen für den überregionalen Betrieb von Übertragungsnetzen in Europa gegründet. Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wurden bereits vor der Gesellschaftsgründung durch die freiwillige Zusammenarbeit von einigen europäischen Übertragungsnetzbetreibern im Rahmen der TSO Security Cooperation (TSC) vorbereitet. Diese Schwerpunkte werden seit 2014 durch die Gesellschaft als Dienstleistungen für eine Vielzahl von Übertragungsnetzbetreibern in Zentral- und Osteuropa und fallweise auf pan-Europäischer Ebene erbracht. An TSCNET sind aktuell folgende europäische Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zu gleichen Teilen beteiligt: 50Hertz (Deutschland), Amprion (Deutschland), Austrian Power Grid (APG, Österreich), ČEPS (Tschechien), Creos (Luxemburg), ELES (Slowenien), HOPS (Kroatien), MAVIR (Ungarn), Polskie Sieci Elektroenergetyczne (PSE, Polen), Slovenská elektrizačná prenosová sústava (SEPS, Slowakei), Swissgrid (Schweiz), TenneT (Deutschland), TenneT (Niederlande), TransnetBW (Deutschland), National Power Grid Company Transelectrica (Rumänien) und Vorarlberger Übertragungsnetz (VUEN, Österreich). Die Gesamtzahl der zu gleichen Teilen an TSCNET beteiligten Gesellschafter liegt zum Ende des Geschäftsjahres 2023 somit bei sechzehn. Die Rechtsgrundlage und Aufgaben für die Gesellschaft als einen der größten Regional Coordination Center (RCC) findet sich in der Elektrizitätsbinnenmarktverordnung der EU 1 (EBVO). Hiernach ist ein RCC eine von den ÜNB kontrollierte Organisation, die die in Artikel 37 (1) EBVO aufgezählten Aufgaben im Zusammenhang mit der regionalen Koordination der ÜNB wahrnimmt. Dazu gehören neben Aufgaben, die den RCC durch die EBVO neu übertragen wurden, auch solche Aufgaben, die nach der früheren Rechtslage bereits auf der Grundlage der Europäischen Verordnung EC 714/2009 und den einschlägigen Netzkodizes den Coordinated Capacity Calculators (CCC) sowie den Regional Security Coordinators (RSC) zugewiesen waren. Die TSCNET nimmt diese regulatorischen Aufgaben wahr oder bereitet deren Wahrnehmung vor. Ferner nimmt TSCNET im Auftrag seiner Anteilseigner zusätzliche freiwillige Koordinierungsaufgaben wahr. Nachfolgend werden vereinfachend die Rollen des RCCs und CCCs unter dem Begriff RCC zusammengefasst. RCCs haben zum Ziel, die regionale Zusammenarbeit zwischen den ÜNB und die Sicherheitskoordination beim Netzbetrieb auf europäischer Ebene zu verstärken. RCCs sollen dazu beitragen, in der EU hohe Versorgungssicherheitsstandards für die Stromversorgung zu gewährleisten. Die ÜNB beauftragen die RCCs mit der Erbringung dieser gesetzlich definierten Aufgaben. TSCNET ist damit beauftragt, Koordinierungsaufgaben für die Kapazitätsberechnungsregionen (CCR) CORE, Italy North und Hansa zu erbringen. Die konkreten Aufgaben des RCC sind unter anderem im Aufgabenkatalog des Art. 37 EBVO definiert. Eine der Hauptaufgaben des RCC besteht in der koordinierten regionalen Bewertung der Betriebssicherheit. Die Ergebnisse dieser Bewertung des Übertragungsnetzes werden den ÜNB in der jeweiligen Region zur Verfügung gestellt. Ermittelt der RCC eine Einschränkung, empfiehlt er den betroffenen ÜNB die wirksamsten und wirtschaftlichsten Entlastungsmaßnahmen auf der Grundlage regulatorisch genehmigter Methoden und Verfahren. Weitere Beispiele von Aufgaben sind die Durchführung koordinierter kurzfristiger und langfristiger Kapazitätsberechnungen (Art. 27 Abs. 2 CACM GL und Art. 21 Abs. 3 FCA GL), die Durchführung regionaler Betriebssicherheitsanalysen zur Ermittlung von Unvereinbarkeiten bei der Nichtverfügbarkeitsplanung für Netzinfrastruktur (Art. 80 Abs. 4 SO GL), die Bewertung der regionalen Leistungsbilanz (Art. 81 Abs. 1 SO GL) und die Erstellung eines gemeinsamen Netzmodells (Art. 79 SO GL), des sogenannten Common Grid Model (CGM). Der Transformation zum RCC ging die formale Etablierung von TSCNET und Coreso als Regional Coordination Centers durch die ÜNB in der im Jahr 2021 durch die Europäische Agentur für die Zusammenarbeit der Regulierungsbehörden ACER definierten Central System Operation Region (SOR) voraus. Die Central SOR umfasst die Gebiete von Deutschland, Polen, Tschechische Republik, Slowakische Republik, Österreich, Niederlande, Belgien, Ungarn, Luxemburg, Frankreich, Norditalien, Kroatien, Slowenien und Rumänien und integriert die Tätigkeiten der bestehenden Kapazitätsberechnungsregionen Core und Italy North. TSCNET wurde gemeinsam mit Coreso SA (im Folgenden "Coreso") mit Sitz in Brüssel als RCC der Netzbetriebsregion Zentraleuropa bestimmt. In Europa gab es Ende 2023 sechs RCCs. Diese sind TSCNET mit Sitz in München, Deutschland, Coreso mit Sitz in Brüssel, Belgien, Security Coordination Centre Ltd. (SCC) mit Sitz in Belgrad, Serbien, Baltic RSC mit Sitz in Tallinn, Estland, Nordic RSC mit Sitz in Kopenhagen, Dänemark, und SEleNe CC mit Sitz in Thessaloniki, Griechenland. TSCNET ist regional primär für Zentral- und Osteuropa tätig. Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 96 Mitarbeiter. Am Jahresende 2023 waren 98 Mitarbeiter sowie zwei Geschäftsführer angestellt. Die Gesellschaft ist in die zwei Geschäftsbereiche Operations & Development sowie Organisation & Administration unterteilt. Die Geschäfts- und Funktionsbereiche gliedern sich jeweils in Service Operations, Service Development inklusive Applications, Service Quality & Agreements und Enterprise & Business Architecture sowie Information Technology, Finance & Projects, People & Culture, Information Security, Communications, Legal & Regulatory Affairs & Compliance sowie Co-Operation. Im Rahmen der Serviceentwicklung sowie zum Zwecke der Sicherstellung eines 24/7 Betriebs der Sicherheitsdienstleistungen arbeiten die Mitarbeiter der verschiedenen Organisationseinheiten eng miteinander zusammen. Die Gesellschaft arbeitet im Bereich Service Development und Applications auch in der IT-Entwicklung mit externen Experten und Dienstleistern zusammen. Neben den oben aufgeführten Anteilseignern erhalten im Rahmen der vorgenannten CCR auch die ÜNB Elia/Belgien, Terna/Italien, RTE/Frankreich, Energinet/Dänemark, Svenska Kraftnät/Schweden und Statnett/Norwegen regionale Servicedienstleistungen von TSCNET in ihrer Rolle als RCC. Zusätzlich erbringt TSCNET überregionale Servicedienstleistungen für den Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) und seine Mitglieder. Mit dem Beschluss des Ministerialrates der Energy Community, Wien, am 15.12.2022 haben sich die der Organisation angehörigen Nicht-EU-Staaten zur Umsetzung von EU-Energierecht auf nationaler Ebene verpflichtet. Mit dem Beschluss werden unter anderem je eine neue SOR und zugeordnete CCR in der Region Eastern Europe (Ukraine, Moldawien) und Shadow South-Eastern Europe (Albanien, Bosnien Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien) etabliert und die Einrichtung zugehöriger RCCs festgelegt. Die Gesellschafter haben TSCNET beauftragt, die Durchführung von Koordinierungsaufgaben in beiden Regionen vorzubereiten, insbesondere die Übernahme der RCC-Aufgabe für die Region Eastern Europe. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Als Dienstleister und Gemeinschaftsgesellschaft europäischer ÜNB ist die Gesellschaft fokussiert auf die Entwicklung und Erbringung von spezialisierten Netzsicherheitsanalysen, die vorrangig auf den individuellen Netzmodellen sowie weiteren Daten der Gesellschafter beruhen und an zentraler Stelle durchgeführt werden müssen. Das Geschäftsmodell basiert daher auf der Auslagerung von Aufgaben der ÜNB, ist sehr spezifisch und kann keiner allgemeinen Dienstleistungsbranche zugeordnet werden. Die Gesellschaft erbringt diese Dienstleistungen ausschließlich für ÜNB und arbeitet dabei eng mit dem Europäischen Verband der ÜNB, ENTSO-E mit Sitz in Brüssel, zusammen. Die Dienstleistungen werden im Rahmen von separat abgeschlossenen Dienstleistungsverträgen vergütet. Die Summe dieser Vergütungen ist nahezu identisch mit den Umsatzerlösen der Gesellschaft. Die Gesellschaft steht daher auch nicht in einem herkömmlichen Wettbewerbsverhältnis mit anderen RCCs in Europa, sondern kooperiert mit diesen im Rahmen der Serviceentwicklung und bei der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben aus den Europäischen Energiegesetzen und den daraus abgeleiteten Netzwerkcodizes. Im Berichtsjahr 2023 lag der Fokus der Aktivität auf der Weiterentwicklung und Stabilisierung der vorhandenen technischen IT-Plattformen sowie der Entwicklung von spezifischen Methoden und Prozessen zur Erbringung der gesetzlich geforderten Sicherheitsdienstleistungen auf Basis des dritten Europäischen Energiemarktpakets (EU-Richtlinie 714/2009). Zudem hat die Gesellschaft die Transition vom RSC zu einem RCC, basierend auf dem vierten Energiemarktpakets (EU-Richtlinie 2019/943), weiter umgesetzt. Seit 2022 haben die Gesellschafter der TSCNET einen Verwaltungsrat (Management Board) nach Vorgaben der europäischen Regulierung etabliert. Die Gremien der Gesellschaft werden seit dem Jahr 2023 durch ein Technical Advisory Panel (TAP) sowie ein Financial Advisory Panel (FAP) unterstützt und durch ein Personal Advisory Panel (PAP) ergänzt. 2. Entwicklung der TSCNET Services GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.1. Geschäftsverlauf und Lage Das Geschäftsjahr 2023 war durch ein weiteres starkes Wachstum der Mitarbeiterzahl geprägt, um die wachsenden Anforderungen an eine qualitativ hochwertige Erbringung der operativen Dienstleistungen im Bereich der Netzsicherheitsanalysen aber auch bei Entwicklung von weiteren Methoden, Prozessen und IT-Tools im Rahmen der europäischen Gesetzgebung aus dem dritten und vierten Energiemarktpaket und den relevanten europäischen Netzwerkcodes gewachsen zu sein. Im Rahmen der Entwicklungstätigkeiten lag der Schwerpunkt in den Bereichen der Netzmodelle (CGM Service), der koordinierten Netzsicherheitsanalyse (CSA Service) und den Kapazitätsberechnungsverfahren in den zwei wesentlichen Kapazitätsberechnungsregionen CORE und Italy North in Europa. Ferner wurde die Dienstleistungserbringung für die Kapazitätsberechnungsregion HANSA umgesetzt. Die vorgenannten Entwicklungstätigkeiten beinhalten auch die Umsetzung von Tools für die Unterstützung der Übertragungsnetzbetreiber bei der Einführung neuer Datenstandards, insbesondere im Rahmen der mittelfristig geplanten Migration auf den sogenannten Common Grid Model Exchange Standard (CGMES). Darüber hinaus wurde ein zusätzlicher Service gemäß Art. 37 (o) EBVO zur Berechnung der maximal zulässigen Auslandskapazität einer bestimmten Kapazitätsmarktgrenze eingeführt. Die operative Erbringung der sich im Regelbetrieb befindlichen Dienstleistungen erfolgte unterbrechungsfrei und entsprechend den einschlägigen Anforderungen. Neben der Entwicklung von IT-Standards und der Schaffung von organisatorischen Lösungen für die Gesellschaft sowie für die Einbindung externer Entwicklungspartner wurden weitere Verbesserungen in den Bereichen IT-Sicherheit sowie Betrieb von Softwaretools realisiert. Führungskräfte und Experten der Gesellschaft sind kontinuierlich in externen Steuerungs- und Expertengremien vertreten, um die Entwicklung und Harmonisierung von Lösungen aktiv zu begleiten. Wenngleich TSCNET kein ordentliches Mitglied des Branchenverbands der Europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) ist, ist die Gesellschaft in zahlreichen Fach- und Steuerungsgruppen vertreten und in der Lage, wertvolle Beiträge für die relevanten Entwicklungen zu leisten. So unterstützt TSCNET die durch den Anschluss der Übertragungsnetze der Ukraine und Moldawiens an das kontinentale Verbundnetz im März 2022 veränderten Sicherheitsbelange durch eine Erweiterung der Netzanalyseprozesse, und trägt damit zur Verbesserung der Betriebssicherheit in Osteuropa bei. Die Zusammenarbeit mit den anderen europäischen RCCs wurde auch im Jahr 2023 aktiv fortgesetzt, insbesondere im Rahmen eines Kooperations- und Kostenbeitragsabkommens (C&CCA), das von den Anteilseignern von Coreso und TSCNET genehmigt wurde. Die RCCs schreiten im Rahmen des C&CCA mit dem CorNet-Programm voran, um eine gemeinsame RCC-Serviceplattform zu entwerfen, zu entwickeln und zu implementieren, die die IT-Lösung und die Tools für die Koordinierungsdienste bereitstellen wird, beginnend mit dem CGM-Service im Jahr 2024. Im Jahr 2023 schlossen Coreso und TSCNET erfolgreich sechs EU-Ausschreibungsverfahren mit der Vergabe von Dienstleistern ab, die die RCC-Service-plattform konzipieren, entwickeln und unterstützen werden. Im Rahmen des RCC Working Table wurden gemeinsame Aktivitäten der beteiligten sechs RCCs identifiziert, geplant und gesteuert. Grundlage dieses informellen Austausches bildet der Wunsch nach Sicherstellung von konsistenten Lösungen und Verfahrensweisen im Rahmen der ENTSO-E und an den Grenzen von Kapazitätsberechnungsregionen sowie die effiziente Umsetzung des vierten Energiemarktpaketes. Im Berichtsjahr lag ein besonderer Fokus des operativen Betriebs weiterhin auf der Weiterentwicklung des Dienstleistungsportfolios und der Implementierung verschiedener Tools. Innerhalb der Gesellschaft wurden, insbesondere im Personal- sowie Einkaufsmanagement, im Berichtsjahr zahlreiche Prozesse überarbeitet und optimiert sowie entsprechende Anwendungstools eingeführt, um das weitere Wachstum der Gesellschaft zu begleiten sowie gestiegene Compliance Anforderungen umzusetzen. Um Letztere in der Einhaltung zu unterstützen, wurden im Rahmen des Compliance Management Systems zudem Richtlinien eingeführt und dementsprechende kontinuierliche Informationsveranstaltungen organisiert. 2.2. Ertragslage Die Gesellschaft erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 34.060, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.480 (+ 15,1 %) entspricht. Die gestiegenen Einnahmen sind wie im Vorjahr im Wesentlichen auf höhere Gebühren in den Dienstleistungsverträgen zurückzuführen, über die ein gestiegener Personal- und Allgemeinkostenbedarf aber auch Ausgaben in IT-Systeme abgedeckt werden. Der Großteil der Umsatzerlöse der TSCNET Services GmbH basiert auf Cost-Plus-Verrechnungen. Den gestiegenen Umsatzerlösen stehen dementsprechend höhere Gesamtkosten gegenüber, die sich vor allem in dem konstanten Personalwachstum der Gesellschaft sowie den Kosten für Weiterentwicklung von IT-Systemen begründen. So stiegen die Personalaufwendungen durch den weiteren Ausbau der Belegschaft von durchschnittlich 83 auf durchschnittlich 96 Mitarbeiter (exklusive 2 Geschäftsführer) im Geschäftsjahr um TEUR 1.316 (+ 13,1 %) auf TEUR 11.341. Die Abschreibungen erhöhten sich in Folge der weiterhin hohen Investitionstätigkeit um TEUR 221 (+ 8,8 %) auf TEUR 2.726. Sonstige betriebliche Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 14.966 auf TEUR 16.962 (+ 13,3 %), stark getrieben durch höhere IT Hardware Hosting sowie Lizenzkosten, die um TEUR 1.385 höhere IT-Kosten im Vergleich zum Vorjahr verursachten. Die im Jahr 2020 begonnene Kooperation mit Coreso trug mit Ausgaben von TEUR 1.674 in 2023 (Vj. TEUR 1.252) zur Kostensteigerung bei. 2.3. Vermögenslage
Der Anstieg des Anlagevermögens von TEUR 10.462 auf TEUR 15.179 (TEUR + 4.717) ist im Wesentlichen auf intensive Investitionen im Bereich Software (Zugang i.H.v. TEUR 7.263 in Immaterielle Vermögensgegenstände) zurückzuführen und wird durch die entsprechenden Abschreibungen in diesen Bereichen zu Teilen kompensiert (TEUR 2.726 zum 31.12.2023). Liquide Mittel erhöhten sich leicht von TEUR 1.473 auf TEUR 1.736 (+ 18 %). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern und Dritten verringerten sich von TEUR 2.701 auf TEUR 744 (TEUR - 1.956), wobei im Jahr 2022 die Verzögerung des Zahlungseingangs größtenteils mit der späten Finalisierung und somit Abrechnung des Core Operation Service Level Agreements (SLA) im letzten Quartal sowie deren Fälligkeit Anfang des Jahres 2023 zu erklären sind. Im Jahr 2023 fand die Abrechnung im letzten Quartal für die Mehrheit der SLAs dagegen frühzeitiger statt, sodass die Zahlungen der entsprechenden Rechnungsbeträge innerhalb von Dezember eingegangen sind. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von TEUR 3.758 auf TEUR 5.110 (TEUR + 1.352), einerseits bedingt durch einen hohen Rechnungseingang im Dezember 2023 mit Zahlungsziel 2024. Andererseits war ein größerer Anteil der Verbindlichkeiten mit einem wesentlichen längeren Zahlungsziel erst Anfang des Folgejahres fällig. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr um TEUR 3.134 (+ 19,3 %) auf TEUR 19.337. 2.4. Finanzlage Der Banksaldo beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.736 (Vj. TEUR 1.473). Aus den oben bereits genannten Gründen erwirtschaftet die Gesellschaft aus der laufenden Geschäftstätigkeit einen positiven Cashflow i.H.v. TEUR 263 (Vj. TEUR 125). Um die erhöhte Investitionsplanung, vor allem durch die zusätzlichen Aktivitäten im Rahmen des CorNet-Programms, zu finanzieren, hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 eine Kreditlinie von TEUR 8.000 mit einem externen Kreditinstitut vertraglich vereinbart. Im Geschäftsjahr bestand zum 31.12.2023 jedoch keine Notwendigkeit, diese in Anspruch zu nehmen. Bedingt durch die hohen Verbindlichkeiten zum Stichtag 31.12.2023 hat sich das Working Capital im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.323 reduziert. Die Reduktion der Eigenkapitalquote der Gesellschaft von 65 % im Vorjahr auf 62 % im Berichtsjahr erklärt sich im Wesentlichen durch die Erhöhungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.352. Durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss (TEUR 1.394) und dem damit verbundenen Anstieg des Eigenkapitals von TEUR 10.573 auf TEUR 11.966 (+ 13 %) erhöhte sich das anteilige Eigenkapital pro Gesellschafter im Vergleich zum Vorjahr um 13 % auf TEUR 748 mit insgesamt 16 externen Gesellschaftern zum Jahresende (Vj. TEUR 661). Vergleich der erwarteten mit der tatsächlichen Entwicklung Im Vergleich zur Jahresplanung fiel der Anstieg der Gesamtkosten aufgrund einer geringeren durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitern und den damit verbundenen niedrigeren Personalkosten sowie Projektverzögerungen deutlich geringer aus. Da diese aufgrund des Transferpreismodells der TSCNET Services GmbH und des von den Gesellschaftern gewählten Finanzierungsmodells den Umsatzerlösen unmittelbar gegenüberstehen, wurden die im Vorjahr prognostizierten Umsatzerlöse (TEUR 40.021) nicht vereinnahmt. Ferner konnte aufgrund der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt der angestrebte Personalaufbau von rund 116 Mitarbeitern (exklusive zwei Geschäftsführer) im Berichtsjahr nicht vollständig erreicht werden. III. Prognosebericht Durch weiter gestiegene Anforderungen an die gesetzlich geforderte Entwicklung und den Betrieb von Analyse- und Sicherheitskoordinationsdienstleistungen wird das Wachstum der Gesellschaft im Jahr 2024 weiter fortschreiten. Bis Ende des Jahres 2024 plant die Gesellschaft ca. 128 Mitarbeiterkapazitäten ("FTE") sowie zwei Geschäftsführer zu beschäftigen. Ein Anstieg der Umsatzerlöse auf ca. TEUR 44.060 ist vorgesehen, um höhere Kosten und Investitionen abzudecken. Knapp 60 % der Erlöse werden weiterhin durch einen Basis Dienstleistungsvertrag mit den Gesellschaftern von TSCNET abgedeckt. Ein weiterer großer Teil wird durch einen Dienstleistungsvertrag für den primären Sicherheitskoordinierungsservice (CSA) erwirtschaftet. IV. Chancen- und Risikobericht Die wesentlichen Risiken für die Gesellschaft ergeben sich durch komplexe und noch nicht vollständig definierte und umgesetzte Anforderungen an die Sicherheitskoordination in den vom Unternehmen verwalteten Kapazitätsberechnungsregionen in Europa, die von den nationalen und internationalen Regulierungsbehörden genehmigt werden müssen. Die regulatorischen Genehmigungsprozesse sind feste Meilensteine in den Projektplänen der Kapazitätsberechnungsregionen sowie der ENTSO-E. Verzögerungen bei der Genehmigung und Umsetzung können sich unmittelbar auf die Planumsetzung auswirken. Mit der Umsetzung des vierten Energiebinnenmarktpakets, insbesondere der EU-Verordnung 2019/943 (EBVO) sind die Anforderungen an die RCCs weiter gestiegen. Jedes RCC hat in diesem Zusammenhang zusätzliche Aufgaben übernommen, die zuvor überwiegend von den ÜNB wahrgenommen wurden. Die Umsetzung der in der EBVO festgelegten Anforderungen ist im Jahr 2023 weiter vorangeschritten und wird im Folgejahr weiter vorangetrieben. Aufgrund der besonderen rechtlichen Anforderungen für RCCs im kontinentalen Teil des europäischen Übertragungsnetzes ist die Zusammenarbeit zwischen den RCCs an die neue Rechtslage weiter anzupassen. Während die Zusammenarbeit mit dem RCC Coreso bereits im Rahmen einer Kooperations- und Kostenbeitragsvereinbarung (Cooperation and Cost Contribution Agreement (C&CCA)) definiert wurde, erwartet die Gesellschaft von den jeweiligen Gesellschaftern bzw. ÜNB-Entscheidungen über die Ausrichtung der Zusammenarbeit mit den ÜNB in der Central System Operation Region sowie mit SEleNe CC und SCC. Die vorgenannten Umstände bergen grundsätzlich Planungsrisiken mit Blick auf geplante Projekte sowie den tatsächlichen Ressourcen- und Finanzbedarf der Gesellschaft. Eine unmittelbare Steuerung der Einflussfaktoren durch die Gesellschaft selbst ist nicht bzw. nur sehr eingeschränkt möglich. Des Weiteren bestehen Risiken aufgrund von Verzögerungen im Rahmen der Erstellung von IT-Systemen, dem notwendigen Daten- und Informationsaustausch sowie der Umsetzung von Methoden und Prozessen, was erfolgskritisch für die Einhaltung von gesetzlichen Fristen sein kann. Alle potenziellen Risiken, die einen Einfluss auf das Geschäftsmodell und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben, werden im Rahmen eines etablierten Risikomanagementprozesses kontinuierlich analysiert und monatlich und quartalsweise an das Financial Advisory Panel sowie den Verwaltungsrat der Gesellschaft durch das Management berichtet. Risikominderungsmaßnahmen werden unverzüglich durch das Management initiiert und sind Bestandteil des monatlichen sowie quartalsweisen Berichtswesens der Gesellschaft. TSCNET hat im Jahr 2023 ein Compliance Management System etabliert, das im Berichtsjahr mit der Beauftragung eines Compliance-Verantwortlichen, der Einführung verschiedener Tools bezüglich Whistleblowing und Policy Management sowie der Durchführung von Compliance-Schulungen umgesetzt wurde und auch im Jahr 2024 weiterentwickelt wird. Ziel der Gesellschaft ist, bestehende Strukturen und Prozesse weiter zu definieren und bei Bedarf zu ergänzen, entsprechend Verantwortlichkeiten weiter zu präzisieren und das Bewusstsein für Compliance und die Werte des Unternehmens bei Mitarbeitern und Führungskräften weiter auszubauen. Die Erweiterung der Aufgaben für RCCs in Europa durch die neue Energiemarktregulierung bringt auch neue Chancen für die Gesellschaft TSCNET. Infolge der zu erwartenden Konkretisierung und Abgrenzung der Aufgaben der RCCs ist eine stärkere Spezialisierung der Gesellschaft auf ausgewählte Aufgaben und bessere Fokussierung auf bereits vorhandene Kernkompetenzen möglich. Die fortschreitende Standardisierung der Geschäftsprozesse zwischen RCCs sowie zwischen RCCs und ÜNBs eröffnet die Möglichkeit der Etablierung gemeinsam genutzter Infrastrukturplattformen, z. B. beim Betrieb von IT-Lösungen durch Generierung von Skaleneffekten, die Harmonisierung von Prozessen zwischen RCCs und ÜNB sowie eine Erhöhung der Effizienz bei der Entwicklung und Aufgabenerbringung innerhalb des gesamten Aufgabenportfolios. Hierdurch wird es ermöglicht, dass TSCNET seine Kernkompetenzen auch für weitere Regionen als bisher vorgesehen anbietet, hier insbesondere die neue Region Eastern Europe. Die gesetzlich verpflichtende Fokussierung der RCCs auf Regionen, insbesondere unter dem Eindruck der Entwicklung der System Operation Regions, lässt mittelfristig eine stärkere Gleichschaltung der Entwicklung der regionalen Sicherheitskoordination und damit verbesserte Planung durch direktere Einflussnahme der Gesellschaft als RCC erwarten. Ein entsprechender Nutzen wird im Zusammenhang mit den im Jahr 2023 begonnenen Aktivitäten zur Verschmelzung der Kapazitätsberechnungsregionen CORE und Italy North erwartet. Die Überlagerung aller Faktoren lässt insgesamt einen optimierten Personal- und Ressourceneinsatz bei erhöhter Prozess- und Kosteneffizienz erwarten. Die über den EU Green Deal formulierten Ziele zur Dekarbonisierung des Energiesektors und die hieraus durch die europäischen ÜNB im Rahmen von ENTSO-E abgeleiteten Maßnahmen lassen weiteren Bedarf zur regionalen und überregionalen Sicherheitskoordination und damit mittel bis langfristig einen weiteren Aufgabenaufwuchs bei den RCCs erwarten. Darüber hinaus trat die Gesellschaft in Geschäftsjahr 2023 in strukturierte Gespräche mit den Übertragungsnetzbetreibern Ukrenergo (Ukraine), sowie Moldelectrica (Moldawien) ein, um Dienstleistungen aus dem bestehenden Portfolio für diese Länder im Rahmen der zu etablierenden Kapazitätsberechnungsregion Eastern Europe anzubieten. Hierbei wurden u.a. die technischen, sicherheitsrelevanten und vertraglichen Voraussetzungen erläutert.
München, 11. März 2024 Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TSCNET Services GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TSCNET Services GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TSCNET Services GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 11. März 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer Olga Resnik, Wirtschaftsprüferin |
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