Solventum Real Estate GP GmbH
Same addressManagement of non-residential real estate on a fee or contract basis
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Stefanie Siebels since 6/16/2025 | Managing Director |
Nicole Dey since 7/26/2024 | Managing Director |
Jörg Karthaus since 7/26/2024 | Managing Director |
Yannick Alexander Frost since 7/26/2024 | Procura |
Andreas Karsch since 7/26/2024 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Solventum International Holdings Limited | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Solventum Germany GmbH (vormals: 3M Healthcare Germany GmbH)Kamen (vormals: Neuss)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis des Lageberichts 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Organisation und Unternehmensstruktur 1.2. Geschäftstätigkeit 1.3. Standorte 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2.2. Geschäftsentwicklung 2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren 2.4. Ertragslage 2.5. Finanzlage 2.6. Vermögenslage 2.7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht 3.2. Risikobericht 3.3. Chancenbericht 4. Erklärung zur Unternehmensführung (Frauenquote) 1. Grundlagen des Unternehmens1.1. Organisation und Unternehmensstruktur Die Solventum Corporation („Corporation“) ist am 1. April 2024 durch die Abspaltung von der 3M Company entstanden und wurde in diesem Zuge als unabhängiges, börsennotiertes Unternehmen an der New Yorker Börse (NYSE) unter dem Kürzel „SOLV“ gelistet. Der Hauptsitz der Solventum Corporation befindet sich in Maplewood, Minnesota, USA. Im Rahmen der konzernweiten Umstrukturierung wurde bereits im Jahr 2023 in Deutschland eine entsprechende gesellschaftsrechtliche Neuausrichtung vorgenommen. Die vormals eigenständige TOP-Service für Lingualtechnik GmbH in Bad Essen, ein Unternehmen innerhalb des 3M Deutschland Konzerns mit Fokus auf kieferorthopädische Produkte, diente als rechtliche Basis für die zukünftige Gesellschaft. In der Gesellschafterversammlung vom 9. Juni 2023 wurde die Umfirmierung der TOP-Service für Lingualtechnik GmbH in 3M Healthcare Germany GmbH und die Sitzverlegung nach Neuss beschlossen. Basierend auf dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag vom 30. August 2023 übernahm die 3M Healthcare Germany GmbH den Healthcare-Geschäftsbereich der 3M Deutschland GmbH im Wege der Abspaltung gemäß den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes. Die Übertragung erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2023 im Rahmen einer Gesamtrechtsnachfolge und umfasste den betreffenden Vermögensteil als funktionale Einheit. Mit Wirkung zum 1. April 2024 spaltete sich der konzernweite Healthcare-Bereich, einschließlich der deutschen Gesellschaft, vollständig von der 3M Company ab und wurde in die Solventum Corporation überführt. Im Zuge dieser Abspaltung erfolgte am 26. Juli 2024 die Umfirmierung der 3M Healthcare Germany GmbH in Solventum Germany GmbH („Unternehmen“, „Gesellschaft“, „wir“, „unser“), sowie die Verlegung des Firmensitzes von Neuss nach Kamen. Die Solventum Germany GmbH ist in die globalen Strukturen der Solventum Corporation (bis 31. März 2024 der 3M Company) eingebunden. Sie ist Teil eines internationalen Netzwerks für Forschung, Entwicklung und Produktion. In enger Abstimmung mit medizinischen Fachkräften sowie institutionellen Partnern erfolgt die Entwicklung und Bereitstellung von Produkten, die sich auf die spezifischen Anforderungen des Gesundheitswesens ausrichten. Die Unternehmensstruktur orientiert sich an den globalen Geschäftsbereichen der Solventum Corporation (bis 31. März 2024 der 3M Company). Die operative Verantwortung in Deutschland liegt bei der Geschäftsführung der Solventum Germany GmbH. Die strategische Steuerung erfolgt im Einklang mit den Vorgaben der Konzernzentrale in den USA. 1.2. Geschäftstätigkeit Geschäftsmodell Die Solventum Germany GmbH konzentriert sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Hierunter fallen die Bereiche Wundversorgung, Infektionsprävention, chirurgische Lösungen, orale Gesundheit sowie Filtrations- und Sterilisationstechnologien. Ziel ist es, innovative Lösungen bereitzustellen, die zur Verbesserung der Patientenversorgung und medizinischen Effizienz beitragen. Als Teil der globalen Solventum Corporation, die durch die Abspaltung des Gesundheitsbereichs der 3M Company entstanden ist, bedient das Unternehmen sowohl nationale als auch internationale Märkte. Das Portfolio der Solventum Germany GmbH umfasst Lösungen in den folgenden Kernbereichen:
Die Solventum Germany GmbH bedient eine vielfältige Kundschaft im Gesundheitswesen. Zu den Hauptkundengruppen zählen:
Das Unternehmen entwickelt Medizinprodukte auf Basis technologischer Entwicklungen und arbeitet dabei mit medizinischen Fachkräften zusammen. Nachhaltigkeitsaspekte sowie Anforderungen an Effizienz und Prozessgestaltung werden im Rahmen der Produktentwicklung und Produktion berücksichtigt. Die internationale Vernetzung sowie die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kundengruppen ermöglichen es der Solventum Germany GmbH, Produkte bereitzustellen, die für den Einsatz in medizinischen Einrichtungen vorgesehen sind. Konzerninterne Leistungsverrechnung Die Solventum Germany GmbH agiert als Produktionsunternehmen für die Solventum International Holdings Ltd., Dublin, Irland, und verkauft Konzernprodukte und Dienstleistungen an externe Kunden. Innerhalb des Konzerns übernimmt sie zudem Forschungs- und Entwicklungs- sowie Logistikleistungen. Die vertraglichen Grundlagen dieses Funktionsprofils bestehen mit der Solventum International Holdings Ltd., Dublin, Irland. Zur Regelung der Leistungsbeziehungen wurden die zwischen der 3M Deutschland GmbH und der 3M EMEA GmbH, Langenthal, Schweiz, bestehenden vertraglichen Vereinbarungen für den Bereich Healthcare zum 1. November 2023 auf die Solventum Germany GmbH und die Solventum International Holdings Ltd., Dublin, Irland, als neue Vertragspartner übertragen. Aus der Übertragung ergeben sich keine Änderungen gegenüber den bisherigen Rechten und Pflichten der alten Vertragspartner. Die im Rahmen dieser Vereinbarungen erbrachten Leistungen werden auf Basis marktüblicher Verrechnungspreise vergütet. 1.3. Standorte Die Solventum Germany GmbH unterhält neben dem Hauptsitz in Kamen keine weiteren Zweigniederlassungen. Neben dem Standort Kamen, welcher sich auf die Herstellung von medizinischen Produkten fokussiert, hat die Gesellschaft auch weitere Standorte mit operativen und administrativen Funktionen, sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. In Seefeld und Landsberg befinden sich weitere bedeutende Standorte, die historisch mit der Dentalbranche verbunden und unter dem Namen 3M ESPE bekannt sind. Hier werden Produkte für die Zahnheilkunde entwickelt und produziert. Der Standort Wuppertal spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Produktion von Membranen und Wasserfiltrationslösungen, die in verschiedenen Bereichen Anwendung finden. An dem Standort Bad Essen werden insbesondere kieferorthopädische Produkte hergestellt. An den Standorten Neuss, Seefeld und Wuppertal betreibt Solventum weiterhin Aktivitäten in der Forschung und Entwicklung. Der Fokus liegt dort auf der Entwicklung innovativer medizinischer Produkte und Technologien für den lokalen und internationalen Gesundheitsmarkt. Der Bereich Health Information Systems ist an den Standorten Berlin und München angesiedelt. In Düsseldorf und Wiesbaden befinden sich weitere Verwaltungs- und Vertriebsstandorte. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das globale Wirtschaftswachstum hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr weiter verlangsamt. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) lediglich um 3,1 % zugenommen. In den Industrieländern wuchs das BIP im Durchschnitt um 1,6 %, in den Schwellen- und Entwicklungsländern um durchschnittlich 4,1 %. Im Jahr 2023 war die europäische Wirtschaft von moderatem Wachstum und hoher Unsicherheit (u.a. geopolitische Spannungen, Ukraine-Krieg mit erheblichen Auswirkungen auf Energiepreise und Lieferketten) geprägt. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte ihre BIP-Prognose für den Euroraum und hob den Leitzins im Rahmen ihrer restriktiven Geldpolitik auf 4 % an, um der Inflation zu begegnen. Die Inflation sank deutlich - von 9,2 % im Dezember 2022 auf 2,9 % im Dezember 2023 - und wirkte stabilisierend auf die Kosten im Gesundheitswesen. In Deutschland verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt 2023 einen Rückgang von 0,3 %. Der Gesundheitsbereich im Ausland entwickelte sich regional sehr unterschiedlich. Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich auf 495 Mrd. EUR, was einem leichten Rückgang von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, während die Zahl der stationären Krankenhausbehandlungen um 2,4 % auf 17 Mio. Fälle anstieg. Aufgrund dieser Entwicklungen standen viele Krankenhäuser vor finanziellen Herausforderungen. Zahlreiche Einrichtungen im Gesundheitswesen befanden sich in einer angespannten wirtschaftlichen Lage und standen vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen. Der anhaltende Investitionsstau, die hohe Inflation sowie steigende Kosten verschärften die Situation zusätzlich. Besonders betroffen war der Krankenhaussektor, in dem es auch im Jahr 2023 zu weiteren Insolvenzen kam. Vor allem kommunale und freigemeinnützige Kliniken kämpften mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Für das Jahr 2023 meldete die Deutsche Krankenhausgesellschaft ein Gesamtdefizit von rund 9 Mrd. Euro. Laut dem Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) verzeichneten 61 % der Krankenhäuser im Jahr 2023 ein negatives Jahresergebnis. Die Aufwendungen für zahnärztliche Behandlungen und Zahnersatz entwickelten sich moderat. Die Vergütungsanstiege für zahnärztliche Behandlungen unterlagen im Jahr 2023 noch begrenzenden Regelungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes. Die Digitalisierung wurde durch politische Maßnahmen, etwa zur elektronischen Patientenakte (ePA), weiter forciert. Gleichzeitig nahm die Zahl der Cyberangriffe auf Gesundheitseinrichtungen zu, was zu verstärkten Investitionen in IT-Sicherheit führte. Zudem rückten ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) stärker in den Fokus - auch durch regulatorische Anforderungen im Gesundheitswesen. Unternehmen, die frühzeitig in nachhaltige Produktion und digitale Lösungen investieren, sichern sich unseres Erachtens langfristige Vorteile. Trotz dieser Belastungen bleibt der Gesundheitssektor ein Wachstumsmarkt, bedingt durch den demografischen Wandel und steigenden Versorgungsbedarf, aufgrund der weltweit wachsenden und alternden Bevölkerung. Die Solventum Germany GmbH konnte sich unseres Erachtens im Jahr 2023 in diesem herausfordernden Umfeld behaupten. 2.2. Geschäftsentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 zeigte der Gesundheitsbereich in einem herausfordernden Umfeld weiterhin Stabilität, da der Markt für medizinische Produkte und Gesundheitslösungen widerstandsfähiger gegenüber wirtschaftlichen Schwankungen ist. Das Jahr war geprägt von vorbereitenden organisatorischen Maßnahmen zur Trennung des Gesundheitsbereichs vom Mutterkonzern 3M Company sowie dem geplanten Übergang in die neue Konzernstruktur der Solventum Corporation in 2024. Die Solventum Germany GmbH operierte im Berichtsjahr erstmals als eigenständige Gesellschaft. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 987 MEUR. Das operative Ergebnis (EBIT - Ergebnis vor Steuern und Zinsen) lag bei 51 MEUR, was einer EBIT-Marge von 4,9 % entspricht. Die Entwicklung in den Geschäftsbereichen war heterogen. Während MedSurg (+17,3%), HIS (+10,9%) und Dental (+1,1%) solide wuchsen, entwickelte sich Purification and Filtration (-1,8%) rückläufig. Strategische Weichenstellung 2023 war ein entscheidendes Jahr für den Gesundheitsbereich der 3M Company, da der Konzern die geplante Abspaltung der Solventum Corporation vorbereitete. Ziel dieser Umstrukturierung war es, eine eigenständige, fokussierte Organisation zu schaffen, die gezielt auf die Bedürfnisse des Gesundheitsmarktes eingehen kann. Im Rahmen der globalen Neuausrichtung des Gesundheitsgeschäfts wurde der Healthcare-Geschäftsbereich zum 1. Januar 2023 von der 3M Deutschland GmbH abgespalten und auf die rechtlich eigenständige Einheit Solventum Germany GmbH übertragen. Operative Veränderungen Parallel zur Abspaltung erfolgten umfangreiche vorbereitende operative Umstellungsmaßnahmen. Dazu zählten die Anpassungen im Berichtswesen, die Umstellung von Kunden und Lieferanten, sowie die Umsetzung eigenständiger Governance-Strukturen. Darüber hinaus wurden interne Prozesse zur Steuerung von Qualität, Compliance und Risiken neu strukturiert. Zusammenfassend war das Geschäftsjahr 2023 für die Solventum Germany GmbH geprägt von organisatorischen Veränderungen, strategischen Vorbereitungen für die Abspaltung und einer stabilen Geschäftsentwicklung in einem herausfordernden Marktumfeld. Die Entwicklungen des Jahres 2023 legten den Grundstein für die Eigenständigkeit der Solventum Corporation und ihrer Tochtergesellschaften. 2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der Geschäftsentwicklung verwendet die Solventum Germany GmbH wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren. Die zentralen Steuerungsgrößen sind der Umsatz sowie die EBIT-Marge (operatives Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz).
Die Entwicklung wird im folgenden Abschnitt „Ertragslage“ dargestellt. Für das Geschäftsjahr 2022 lagen keine auf den Geschäftsbereich Healthcare bezogenen Prognosezahlen der Solventum Germany GmbH vor. 2.4. Ertragslage
(Bei der Darstellung der Beträge kann es aufgrund von kaufmännischer Rundung zu geringfügigen Rundungsdifferenzen kommen.) Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Solventum Germany GmbH einen Umsatz in Höhe von 987 MEUR, was einem Anstieg von 5,3 % gegenüber dem Vorjahr (937 MEUR) entspricht. Die Umsatzentwicklung wurde im Wesentlichen beeinflusst durch Volumenwachstum im Bereich MedSurg (+52 MEUR). Der Materialaufwand belief sich auf 625 MEUR (Vorjahr: 534 MEUR) und nahm um 91 MEUR oder 17,0% zu, was im Wesentlichen auf höhere Absatzmengen und gestiegene Rohstoffpreise, zurückzuführen ist. Die gegenüber dem Vorjahr verminderten Personalaufwendungen von 217 MEUR (Vorjahr: 230 MEUR) ergeben sich insbesondere aus reduzierten Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sowie aus Veränderungen in der Mitarbeiterstruktur und dem tatsächlichen Wechsel der Mitarbeiter von der 3M Deutschland GmbH auf die Solventum Germany GmbH im Geschäftsjahr 2023. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich auf insgesamt 37 MEUR (Vorjahr: 38 MEUR) und sind nahezu unverändert zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abzüglich sonstiger betrieblicher Erträge lagen bei 109 MEUR (Vorjahr: 98 MEUR), was eine Veränderung von 11 MEUR oder 11,2% darstellt. Der Anstieg reflektiert im Wesentlichen gestiegene Aufwendungen im Zusammenhang mit dem ausgeweiteten Geschäftsvolumen. Die Forschungs- und Entwicklungs-Aufwendungen betragen 47 MEUR im Geschäftsjahr 2023 und entsprechen damit etwa 4,8% des Umsatzes. Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf 51 MEUR (Vorjahr: 37 MEUR), was einer EBIT-Marge von 4,9% (Vorjahr: 3,9%) entspricht. Die Zinserträge beliefen sich auf 8 MEUR und resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus dem Deckungsvermögen (17 MEUR), die mit Zinszuführungen von 9 MEUR saldiert wurden. Entsprechend der Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit den jeweiligen Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird bei der Saldierung der zugehörigen Aufwendungen und Erträge verfahren. Im Vorjahr hatte sich hier ein per Saldo ein Zinsaufwand von 46 MEUR ergeben. 2.5. Finanzlage Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über konzerninterne Mittel und Strukturen der Solventum Corporation (bis 31. März 2024 der 3M Company). Zum Bilanzstichtag bestand eine Verbindlichkeit in Höhe von 31 MEUR gegenüber dem konzerninternen Cashpool-Halter, der zugleich die Muttergesellschaft der Solventum Germany GmbH ist und resultiert aus der Teilnahme am konzernweiten Cashpool-System. Dieses wird zentral durch das Treasury der Solventum Corporation (bis 31. März 2024 der 3M Company) gesteuert. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. Externe Finanzverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die Kapitalstruktur ist aktuell durch eine Eigenkapitalquote von 8,9% geprägt. Dies ist im Wesentlichen auf die gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung der Solventum Germany GmbH im Zuge der Abspaltung zurückzuführen. Die Veränderungen im Eigenkapital sind auf die gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung der Solventum Germany GmbH im Zuge der Abspaltung sowie auf das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 zurückzuführen. Die weitere Kapitalausstattung und Finanzierung erfolgt auf Basis des zentralen Treasury- und Liquiditätsmanagements der Solventum Corporation (bis 31. März 2024 der 3M Company). Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wurden durch konzerninterne Mittel gedeckt. Die Liquiditätssteuerung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Mutterkonzern. Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen Risiken in Bezug auf die Finanzlage oder die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft. 2.6. Vermögenslage
(Bei der Darstellung der Beträge kann es aufgrund von kaufmännischer Rundung zu geringfügigen Rundungsdifferenzen kommen.) Zum Bilanzstichtag weist die Solventum Germany GmbH eine Bilanzsumme in Höhe von 527 MEUR aus (Vorjahr: 395 MEUR). Auf der Aktivseite macht das Anlagevermögen 65,1% der Bilanzsumme aus. Hiervon entfallen 298 MEUR (56,5%) auf die Sachanlagen. Unter dem Umlaufvermögen machen Forderungen gegen verbundene Unternehmen 53 MEUR (10,1%) und Vorräte 80 MEUR (15,2%) der Bilanzsumme aus. Auf der Passivseite entfallen 248 MEUR (47,1%) auf Rückstellungen für Pensionen, 99 MEUR (18,8%) auf sonstige Rückstellungen und 75 MEUR (14,2%) auf Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften. Die Veränderung in der Vermögensstruktur im Berichtsjahr in Höhe von 32 MEUR (+12,0%) resultiert insbesondere aus Investitionen in Sachanlagen im Rahmen von Ersatzinvestitionen und Erweiterungen am Standort Kamen sowie Forderungen aus Lieferung und Leistung (+50 MEUR; +100%) und Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften (+44 MEUR; +100%). Der Anstieg der Forderungen resultiert aus der vertraglichen Gestaltung der Abspaltung, bei der vereinbart wurde, keine Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen oder Dritten zu übertragen. Diese Vorgehensweise wurde im Jahr 2022 entsprechend berücksichtigt. Die bestehenden Salden im Jahr 2022 ergeben sich aus dem Ergebnis der TOP-Service für Lingualtechnik GmbH, die im 3M Deutschland Konzern als eigenständige Gesellschaft geführt wurde. Die Vermögenswerte der Gesellschaft gelten als vollumfänglich werthaltig. Es bestehen keine Hinweise auf bilanzielle Überbewertungen oder erforderliche außerplanmäßige Wertberichtigungen. Die Veränderungen der Finanzierungsstruktur ergibt sich einerseits durch eine Verringerung des Eigenkapitals um 26 MEUR (-35,6%), die im Wesentlichen auf die gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung der Solventum Germany GmbH im Zuge der Abspaltung zurückzuführen ist. Weiterhin resultiert der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften (+75 MEUR; +100%) und der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (+35 MEUR; +100%) aus der vertraglichen Gestaltung der Abspaltung, bei der vereinbart wurde, keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Dritten zu übertragen. Das zum Bilanzstichtag ausgewiesene Eigenkapital in Höhe von 47 MEUR setzt sich aus dem gezeichneten Kapital und dem Jahresüberschuss 2023 zusammen. Die Abspaltung des Geschäftsbereichs Healthcare von der 3M Deutschland GmbH hat zu einer Verminderung des Eigenkapitals geführt und ist im Anhang unter den Erläuterungen zum Eigenkapital ausführlich dargestellt. 2.7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Kennzahlen spielen nichtfinanzielle Leistungsindikatoren eine zentrale Rolle für die nachhaltige Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Solventum Germany GmbH. Besonders im Fokus stehen dabei die Bereiche Forschung und Entwicklung, Mitarbeiter sowie Arbeitssicherheit und Umweltmanagement. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Im Jahr 2023 investierte Solventum weltweit weiterhin in den Bereich Forschung und Entwicklung. An den Standorten Neuss, Seefeld und Wuppertal verfügt Solventum zudem über Forschungseinrichtungen, die einen bedeutenden Anteil an den entsprechenden weltweiten Investitionen haben. Weitere Entwicklungsaktivitäten finden an den Standorten Berlin und München für die HIS-Produkte statt. Ziel der Entwicklungsarbeit ist es, innovative, praxisorientierte und regulativ konforme Lösungen zu schaffen, die den steigenden Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht werden. Neben der klassischen Produktentwicklung liegt ein besonderer Fokus auf digitalen Anwendungen, Softwarelösungen und der kontinuierlichen Verbesserung von bestehenden Produktgenerationen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden eng mit der globalen Innovationsstrategie der Solventum Corporation abgestimmt. Die durch die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte bestätigte Innovationskraft bleibt ein Schlüsselfaktor für das organische Wachstum bei Solventum. Ein wesentliches Element ist dabei die enge Verzahnung zwischen den Forschungseinrichtungen, den Kunden als auch den operativen Geschäftsbereichen. Diese Vorgehensweise ist ein integraler Bestandteil der Unternehmenskultur bei der Solventum Germany GmbH. Im Bereich Dental Solutions wurde im Geschäftsjahr 2023 an der Entwicklung neuer Produkte gearbeitet, welche im Jahr 2024 in Europa in den Markt eingeführt wurden. Solventum wurde außerdem vom Dental Advisor mit dem "Top Product Award 2023“ für die folgenden Produkte ausgezeichnet: Dental Advisor Top Award 2023
Dental Advisor Research Award 2023
Dental Advisor Preferred Product 2023
Im Bereich MedSurg Product Engineering lag der Schwerpunkt auf der Umsetzung regulatorischer Anforderungen im Rahmen der neuen EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) sowie auf der Qualifikation von Produkten und Halbfertigwaren auf neu in Betrieb genommene Produktionsanlagen am Standort Kamen. Die Solventum Germany GmbH bleibt weiterhin bestrebt, sich auch im künftigen Wettbewerb mit den besten Produkten und Dienstleistungen zu positionieren. Mitarbeiter Solventum steht für Werte, Vielfalt und gegenseitigen Respekt. Eine diverse Belegschaft ist unseres Erachtens entscheidend, um wirksame Lösungen für die gesundheitlichen Herausforderungen der Gesellschaft zu entwickeln. Ziel der Personalpolitik ist es, attraktive Arbeitsplätze zu schaffen, diese optimal zu besetzen und die Mitarbeitenden als Menschen wertzuschätzen. Das seit 2013 bei 3M etablierte Langzeitkonten-Modell ist auch fester Bestandteil von Solventums Personalpolitik und ermöglicht eine flexible Gestaltung der Lebensarbeitszeit - beispielsweise für ein Sabbatical oder zur Pflege von Angehörigen. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist das lebenslange Lernen. Ziel ist, dass jeder Mitarbeitende einen individuellen Entwicklungsplan mit der Führungskraft vereinbart. Entwicklungsmaßnahmen umfassen formelles Lernen (Schulungen, Zertifizierungen), informelles Lernen (Webinare, Fachliteratur) sowie soziales Lernen im Austausch mit Kollegen und Kolleginnen. Mit dem Learning Management System „Solventum Learn“ werden weltweit flexible, mehrsprachige Lerninhalte bereitgestellt - intern wie auch von Drittanbietern. Es unterstützt individuelles Lernen entlang des gesamten Mitarbeiterlebenszyklus. Zur Förderung der Work-Life-Balance bietet Solventum neben dem Programm „Work Your Way“ ein umfassendes Employee Assistance Program an - mit vertraulicher Beratung, Stress-Coaching, Unterstützungsangeboten für Eltern und pflegende Angehörige sowie flexiblen Arbeitsvereinbarungen. Arbeitssicherheit und Umweltmanagement Die Solventum Germany GmbH verwendet zur Steuerung sicherheits- und umweltrelevanter Risiken die konzernweit etablierten Kennzahlen SIE („Significant Injuries and Events“) und pSIE („potential Significant Injuries and Events“). SIE umfasst tatsächliche Ereignisse mit erheblicher Auswirkung, wie z. B. schwere Arbeitsunfälle, Brände, größere Sach- oder Umweltschäden sowie Bußgelder, die gemäß interner Kategorisierung eine Schweregradbewertung von „ernst, „schwerwiegend“ oder „katastrophal“ aufweisen. pSIE bezieht sich auf potenzielle oder beinahe eingetretene Vorfälle mit vergleichbar hohem Risikopotenzial, die durch eine Risikoanalyse entsprechend eingestuft werden. Die Kennzahlen dienen der Identifikation und Prävention systemischer Risiken in sicherheitskritischen Prozessen. Sie werden monatlich auf Basis des Ereignisdatums erfasst und zentral ausgewertet. Aufgrund der Abspaltung von der 3M Company lagen für das Jahr 2022 keine ausschließlich auf den Geschäftsbereich Healthcare bezogenen Vergleichszahlen sowie Prognosezahlen vor. Eine konsolidierte Datenerhebung wurde im Konzernkontext erst mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2023 vollständig implementiert. Im Jahr 2023 wurde ein SIE-Wert von 8 Fällen sowie ein pSIE-Wert von 5 Fällen erfasst. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1. Prognosebericht Der Prognosebericht schließt das Geschäftsjahr 2024 auf Basis vorläufiger Zahlen ein. Darüber hinaus werden Angaben zur erwarteten Entwicklung für das Geschäftsjahr 2025 gemacht. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 basiert auf internen Planungen sowie aktuellen Einschätzungen zur Marktentwicklung im Gesundheitssektor. Dabei werden wesentliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Solventum Germany GmbH betrachtet. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Im Jahr 2024 verzeichnete die deutsche Wirtschaft eine leichte Schrumpfung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch einen Rückgang der Produktion und Wertschöpfung in der Industrie beeinflusst. Trotz dieser gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen zeigte der Gesundheitssektor eine gewisse Stabilität. Die Gesundheitsausgaben stiegen um knapp 23,3 Mrd. EUR, wobei Krankenhausbehandlungen, die um 8 Mrd. EUR stiegen (+8,7%), einen erheblichen Anteil hatten. Dennoch standen viele Krankenhäuser vor finanziellen Schwierigkeiten; 80 % der Einrichtungen erwarteten für 2024 ein negatives Jahresergebnis, während zwei Drittel davon ausgehen, dass sich ihre Lage 2025 weiter verschlechtert. Moderates Wachstum zeigte sich bei Aufwendungen für zahnärztliche Behandlungen (+418 MEUR; +3,1%) und Zahnersatz (+151 MEUR; +3,8 %). Die Vergütungsanstiege für zahnärztliche Behandlungen unterlagen im Jahr 2024 noch begrenzenden Regelungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes. Für das kommende Geschäftsjahr wird eine weiterhin volatile wirtschaftliche Entwicklung erwartet, geprägt durch geopolitische Unsicherheiten, Veränderungen im Zinsumfeld sowie regulatorische Entwicklungen im Gesundheitswesen. Trotz dieser Rahmenbedingungen bleibt die Nachfrage nach medizinischen Produkten und digitalen Gesundheitslösungen voraussichtlich stabil. Für 2025 wird ein moderates Wirtschaftswachstum von 0,7% (in 2024 von 1,3%) im Euro Raum prognostiziert. Allerdings gehen zwei Drittel der Krankenhäuser von einer weiteren Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage aus. Ein bedeutender Trend im Gesundheitswesen ist die fortschreitende Digitalisierung. Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) und der TI-Messenger (TI-M) sollen die interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessern und den Zugriff auf Patientendaten erleichtern. Zudem gewinnt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Diagnostik und Therapie an Bedeutung, was zu effizienteren Abläufen und personalisierten Behandlungsplänen führen kann. Insgesamt steht das deutsche Gesundheitswesen vor der Aufgabe, wirtschaftliche Stabilität zu sichern, digitale Innovationen voranzutreiben und demografischen Veränderungen sowie dem Fachkräftemangel zu begegnen. Umsatzentwicklung Für das Geschäftsjahr 2024 beläuft sich der vorläufige Umsatz auf 945 MEUR. Dies spiegelt einen Rückgang von 41 MEUR (-4,2%) zum Vorjahr wider. Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 935 MEUR. Dies entspricht einem -1,0%-Rückgang gegenüber dem vorläufigen Umsatz 2024. Wesentlicher Treiber sind der geplante Verkauf des Filtrationsgeschäfts sowie die Einstellung des kieferorthopädischen Vertriebs und der Produktion in Bad Essen. Die geplante Veräußerung des Filtrationsgeschäfts an Thermo Fisher Scientific, die voraussichtlich Ende des Jahres 2025 abgeschlossen wird, stellt einen bedeutenden strukturellen Einschnitt dar. Das Filtrationsgeschäft, das derzeit am Standort Wuppertal angesiedelt ist, trägt etwa ein Drittel zum Gesamtumsatz der Solventum Germany GmbH bei. Mit dem Vollzug der Transaktion wird sich die Umsatz- und Ergebnisstruktur des Unternehmens wesentlich verändern. Für die verbleibenden Geschäftsbereiche ergeben sich daraus neue Fokussierungsmöglichkeiten sowie die Chance, operative Ressourcen gezielter auf wachstumsstarke Segmente auszurichten. Die erwarteten finanziellen Auswirkungen auf den zukünftigen Umsatz belaufen sich auf rund einem Drittel der Gesamtumsätze. EBIT-Marge Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine vergleichbare EBIT-Marge wie für das Geschäftsjahr 2023 erzielt, die voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2025 zwischen 4,5% und 6,5% liegen wird. Arbeitssicherheit und Umweltmanagement Die Solventum Germany GmbH arbeitet konsequent an der Weiterentwicklung ihres Sicherheits- und Umweltmanagements. Für das Geschäftsjahr 2024 konnten SIE-Ereignisse auf 3 reduziert werden, während pSIE-Ereignisse auf 6 anstiegen. Für das Geschäftsjahr 2025 ist ein Zielwert von 2 für SIE vorgesehen. Zielwerte für pSIE werden nicht festgelegt, um potentielle Meldungen weiterhin zu fördern. Der Fokus der Solventum Germany GmbH liegt weiterhin auf der Reduktion von Risiken durch präventive Maßnahmen, Schulungen und systematisches Reporting. 3.2. Risikobericht Internes Kontrollsystem und Risikomanagement Die Solventum Germany GmbH verfügt über ein internes Kontrollsystem (IKS) sowie ein Risikomanagementsystem, die darauf ausgerichtet sind, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Ziel ist es, wesentliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Berichterstattung beeinträchtigen könnten, frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Das interne Kontrollsystem im Rechnungslegungsprozess umfasst insbesondere:
Die Wirksamkeit des IKS wird regelmäßig durch interne Prüfungen sowie externe Audits überprüft und bei Bedarf angepasst. Trotz angemessener und wirksamer Kontrollen kann ein vollständiger Schutz vor Fehlentwicklungen oder vorsätzlichen Verstößen nicht mit letzter Sicherheit gewährleistet werden. Die Systeme sind jedoch so ausgestaltet, dass sie mit vertretbarem Aufwand ein hohes Maß an Sicherheit für die Verlässlichkeit der finanziellen Berichterstattung bieten. Die Solventum Germany GmbH betrachtet ihr Risikomanagement als integralen Bestandteil der Geschäftsführung. Das Risikomanagementsystem basiert auf den konzernweit etablierten Organisations-, Berichts- und Führungsstrukturen der Solventum Corporation (bis 31. März 2024 der 3M Company) und wird durch spezifische lokale Elemente ergänzt, um eine wirksame und regelkonforme Steuerung auf Ebene der Gesellschaft sicherzustellen. Darstellung wesentlicher Risiken Im Rahmen des Risikomanagementsystems wurden die für die Solventum Germany GmbH relevanten Risiken systematisch identifiziert, bewertet und dokumentiert. Im Folgenden werden die wesentlichen identifizierten Risikofelder für den Prognosezeitraum der Geschäftsjahre 2024 und 2025 dargestellt. Markt- und Konjunkturrisiken Wirtschaftliche Unsicherheiten, steigende Zinsen und hohe Energiepreise belasten insbesondere Investitionsentscheidungen im Gesundheitswesen. Budgetkürzungen bei öffentlichen Trägern oder verzögerte Investitionsfreigaben in Kliniken und Praxen könnten die Absatzentwicklung in Bereichen wie Wundversorgung und Dental negativ beeinflussen. Wettbewerbsrisiken Solventum ist einem intensiven nationalen und internationalen Wettbewerb ausgesetzt. Insbesondere in den Bereichen Infektionsprävention, Wundversorgung und chirurgische Produkte stehen wir im direkten Wettbewerb mit globalen Medizintechnikunternehmen sowie spezialisierten Nischenanbietern. In bestimmten Produktgruppen entsteht zusätzlicher Druck durch preisaggressive Wettbewerber aus Niedrigkostenländern. Ein wesentliches Risiko besteht in steigendem Preis- und Margendruck, insbesondere im Rahmen von Ausschreibungen großer Krankenhausverbünde und Einkaufsgemeinschaften. Der Trend zu zentralisierten Beschaffungsprozessen erhöht die Vergleichbarkeit von Angeboten und begünstigt Anbieter mit schlanken Kostenstrukturen oder lokaler Fertigung. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass Wettbewerber technologische Entwicklungen - etwa in den Bereichen vernetzte Medizintechnik, digitale Patientenlösungen oder automatisierte OP-Prozesse - schneller als Solventum zur Marktreife bringen. In dynamischen Segmenten mit kurzen Innovationszyklen kann dies zu Marktanteilsverlusten oder Substitution bestehender Produktlinien führen. Auch regulatorische Veränderungen, insbesondere vereinfachte Zulassungsverfahren in bestimmten Ländern, können Wettbewerbern einen beschleunigten Markteintritt ermöglichen, während Solventum gleichzeitig mit steigenden Compliance-Anforderungen in Kernmärkten konfrontiert ist. Solventum Germany GmbH begegnet diesen Risiken durch kontinuierliche Markt- und Wettbewerbsanalysen, gezielte Investitionen in Forschung & Entwicklung mit klinischem Fokus sowie durch den Ausbau strategischer Partnerschaften. Zusätzlich wird die Kundenbindung durch Schulungsprogramme, digitale Services und individuelle Versorgungskonzepte gestärkt. Regulatorische Risiken Solventum Germany GmbH unterliegt - insbesondere an den Produktionsstandorten Kamen, Wuppertal und Seefeld - strengen regulatorischen Anforderungen (z. B. Medizinprodukteverordnung, Produkthaftung, Medizinproduktegesetz). Änderungen gesetzlicher Vorgaben oder Verzögerungen in Zulassungsverfahren können Marktzugänge erschweren und zusätzliche Aufwände verursachen - besonders im Bereich der Dentalprodukte und digitalen Gesundheitslösungen (HIS). Lieferketten- und Produktionsrisiken Globale Rohstoffengpässe, geopolitische Entwicklungen sowie Störungen in internationalen Lieferketten stellen ein wesentliches Risiko für die Solventum Germany GmbH dar. Besonders betroffen sind dabei die Produktionsstandorte Kamen, Wuppertal und Seefeld. In Kamen (medizinische Einmalprodukte), Wuppertal (Membranprodukte) und Seefeld (Dentalmaterialien) können Lieferengpässe, technische Ausfälle oder Qualitätsprobleme entlang der Lieferkette zu temporären Beeinträchtigungen der Produktions- und Lieferfähigkeit führen. Dies könnte sich negativ auf die Kundenzufriedenheit sowie die Umsatzentwicklung auswirken - insbesondere bei Produkten mit hoher Liefersensitivität. Das Risiko von Produktionsausfällen infolge von Umweltkatastrophen, Feuer oder ähnlichen Ereignissen wird jährlich im Rahmen eines konzernweiten Standortrisikobewertungsprozesses analysiert und dokumentiert. Darüber hinaus existiert für alle relevanten Standorte ein detaillierter Business Recovery Plan, der im Störungsfall eine strukturierte und zeitnahe Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs sicherstellt. Zur Risikominimierung setzt Solventum auf mehrstufige Lieferketten, präventive Wartungskonzepte und ein enges Monitoring kritischer Betriebsprozesse. Trotz dieser Maßnahmen bleiben externe und standortbezogene Einflüsse ein relevanter Risikofaktor, der laufend beobachtet wird. Die Solventum Germany GmbH begegnet diesen Risiken durch konzernweite Beschaffungsstrategien, Mehrquellenkonzepte und vorausschauende Lagerhaltung, jedoch bleiben externe Einflüsse ein relevanter Risikofaktor. Finanzielle Risiken Die Solventum Germany GmbH ist vollständig in die konzernweite Finanzierungsstruktur der Solventum Corporation (bis 31. März 2024 der 3M Company) eingebunden und wird bei Bedarf zentral finanziert. Aufgrund dieser Einbindung bestehen aus heutiger Sicht keine wesentlichen finanziellen Risiken im Hinblick auf Liquidität, Finanzierung oder Zinsänderungen auf Gesellschaftsebene. Operative finanzielle Risiken ergeben sich in begrenztem Umfang durch Wechselkursschwankungen bei internationalen Transaktionen, insbesondere im Filtrationsgeschäft. Diese Währungsrisiken werden zentral durch die Treasury-Funktion der Solventum Corporation (bis 31. März 2024 der 3M Company) gesteuert und abgesichert. Forderungsausfallrisiken im Tagesgeschäft werden durch etablierte Kreditprüfungsprozesse und aktives Forderungsmanagement begrenzt. Darüber hinaus bestehen Bewertungsrisiken im Zusammenhang mit dem zweckgebundenen Pensionsvermögen, insbesondere aufgrund von Marktwertschwankungen infolge volatiler Kapitalmärkte. Die Solventum Germany GmbH begegnet diesen Risiken durch eine langfristig ausgerichtete, breit diversifizierte Anlagestrategie. Insgesamt ergibt sich aus heutiger Sicht kein wesentliches finanzielles Risiko, das den Fortbestand oder die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft gefährden würde. IT- und Cyberrisiken Die zunehmende Digitalisierung - insbesondere im HIS-Geschäft - erhöht die Anforderungen an Datensicherheit und Systemstabilität. Cyberangriffe oder Systemausfälle könnten die Verfügbarkeit kritischer Anwendungen beeinträchtigen oder zu Datenschutzvorfällen führen. Die kontinuierliche Absicherung und Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur bleibt daher ein zentrales Handlungsfeld. Personalrisiken und Fachkräftemangel Insbesondere in der Produktion, IT und im regulatorischen Bereich besteht ein anhaltend hoher Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Engpässe in der Rekrutierung oder hohe Fluktuation können Innovationsprojekte verzögern oder die operative Leistungsfähigkeit einschränken - etwa bei technischen Spezialisten im Filtrationsgeschäft in Wuppertal oder bei Softwareentwicklern im Bereich HIS. Umweltrisiken Die Solventum Germany GmbH betreibt mehrere Produktionsstandorte in Deutschland und unterliegt dabei unterschiedlichen umweltrechtlichen Vorschriften auf nationaler und europäischer Ebene. Dazu zählen insbesondere Regelungen zum Umgang mit Gefahrstoffen, zur Abfallentsorgung, zu Emissionen sowie zu chemikalienrechtlichen Anforderungen. Diese Vorschriften werden regelmäßig angepasst und zum Teil verschärft, was sowohl laufende Überwachungspflichten als auch technische und organisatorische Anpassungen zur Folge haben kann. Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, dass neue Umweltanforderungen zu zusätzlichem Umsetzungsaufwand führen können. Die Erfüllung gesetzlicher Umweltstandards wird durch interne Prozesse sowie im Rahmen der konzernweiten EHS-Strukturen (Environment, Health & Safety) sichergestellt. Eine regelmäßige Abstimmung mit den zuständigen Behörden findet an allen betroffenen Standorten statt. Risiken aus dem Umgang mit Per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) bestehen nach aktueller Einschätzung nicht. Darüber hinaus sind keine besonderen umweltbezogenen Einzelrisiken bekannt, die den Fortbestand oder die wesentliche Geschäftstätigkeit der Gesellschaft gefährden könnten. Reputations- und ESG-Risiken Als Anbieter medizinischer Produkte und Lösungen ist die Solventum Germany GmbH in besonderem Maße auf das Vertrauen von Kunden, Partnern und Aufsichtsbehörden angewiesen. Reputationsrisiken können durch Produktbeanstandungen, regulatorische Verstöße oder öffentliche Kritik entstehen. Ein unangemessener Umgang mit ESG-Anforderungen - etwa zu CO2-Emissionen, Arbeitsstandards oder Lieferkettentransparenz - kann zusätzlich das Ansehen und die Geschäftsbeziehungen negativ beeinflussen. Zur Begrenzung dieser Risiken setzt Solventum auf zertifizierte Qualitäts- und Compliance-Prozesse sowie konzernweite Steuerungssysteme. Aus heutiger Sicht bestehen keine konkreten Reputations- oder ESG-Risiken mit bestandsgefährdender Wirkung. Transformations- und Integrationsrisiken Die Abspaltung von der 3M Company und die vollständige Etablierung der neuen Konzernstruktur der Solventum Corporation stellen weiterhin erhöhte Anforderungen an Prozesse, IT-Systeme und Governance-Strukturen. Temporäre Ineffizienzen, z. B. durch Umstellungen in globalen Steuerungs- und Berichtssystemen, sind im Übergang nicht ausgeschlossen. Darüber hinaus befindet sich das Filtrationsgeschäft, am Standort Wuppertal, derzeit in einem strukturierten Veräußerungsprozess. Der Übergang an einen neuen Eigentümer ist mit operativen und personellen Unsicherheiten verbunden. Temporäre Ineffizienzen während des Übergangs können nicht ausgeschlossen werden. Die Solventum Germany GmbH begegnet diesen Risiken mit einem engen Projekt- und Kommunikationsmanagement auf lokaler und globaler Ebene. Risikobedeutung der Einzelrisiken Die abschließende Bewertung der Risiken erfolgt anhand einer standardisierten Risikomatrix, welche die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit und die potenzielle Auswirkung auf die Geschäftsziele kombiniert. Die resultierenden Risikoausprägungen werden in einem numerischen Bewertungsraster von 1 bis 25 abgebildet. Auf dieser Grundlage werden die identifizierten Risiken - nach Berücksichtigung vorhandener Risikosteuerungs- und Minderungsmaßnahmen - einer von drei Risikokategorien - „niedrig“, „mittel“, „hoch“ - zugeordnet: Diese Bewertungssystematik ermöglicht eine einheitliche Priorisierung und Überwachung aller wesentlichen Risiken im Rahmen des Risikomanagementsystems der Solventum Germany GmbH.
Die numerischen Risikowerte aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung werden zur Einordnung in die Kategorien „niedrig“ (1-8), „mittel“ (9-16) und „hoch“ (20-25) verwendet. Die Risikoklassifizierung erfolgt stets unter Berücksichtigung der bereits implementierten Maßnahmen zur Risikominderung (Residualrisiko). Diese Systematik ermöglicht eine priorisierte Überwachung und Entscheidungsgrundlage für weitere Maßnahmen. Die Risikosituation ist im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr unter Berücksichtigung der Risiken des übernommenen Healthcare-Geschäftsbereiches.
Gesamtbeurteilung der Risikosituation Nach aktueller Einschätzung bestehen weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Berichtserstellung bestandsgefährdende Risiken für die Solventum Germany GmbH. Auch im Verlauf des Berichtszeitraums wurden keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand der Gesellschaft wesentlich gefährden könnten. Die bestehende Risikosituation wird fortlaufend überwacht und regelmäßig im Rahmen des konzernweiten Risikomanagementsystems bewertet. 3.3. Chancenbericht Die Solventum Germany GmbH operiert in mehreren Geschäftsfeldern innerhalb des Gesundheitswesens. Daraus ergeben sich in den Bereichen Wundversorgung, Health Information Systems und Dentalprodukte mögliche Ansatzpunkte für weiteres Wachstum, technologische Weiterentwicklung und die Ausweitung des Leistungsangebots. Die im Folgenden beschriebenen Chancen umfassen den Prognosezeitraum der Geschäftsjahre 2024 und 2025. Stabile Nachfrage im Bereich Wundversorgung und OP-Produkte Angesichts des demografischen Wandels, der Zunahme chronischer Erkrankungen und steigender medizinischer Standards besteht eine anhaltend hohe Nachfrage nach effektiven Lösungen zur Wundbehandlung, Infektionsprävention und chirurgischen Versorgung. Die Produkte im Bereich Wundversorgung und OP-Bedarf umfassen auch spezialisierte Anwendungen. Vor dem Hintergrund einer stabilen bis steigenden Nachfrage in diesem Segment kann dies zur weiteren Nutzung bestehender Marktpotenziale beitragen. Digitale Chancen im Bereich Health Information Systems (HIS) Der Ausbau digitaler Gesundheitsinfrastrukturen - u. a. durch gesetzliche Vorgaben zur elektronischen Patientenakte, interoperablen Systemen und digitaler Abrechnung - bietet Wachstumschancen im Bereich HIS. Die Lösungen der Solventum Germany GmbH tragen unseres Erachtens zur Prozessoptimierung in Kliniken und Praxen bei, um die Marktposition im digitalen Segment zu stärken. Dentalgeschäft als Innovationstreiber Der Standort Seefeld (ehemals 3M ESPE) zählt unseres Erachtens zu den traditionsreichsten Produktions- und Entwicklungsstätten für dentale Materialien in Europa. Dort werden Lösungen für Prothetik, Füllungstherapie und Prävention entwickelt - darunter vielfach eingesetzte Markenprodukte, die weltweit vertrieben werden. Die Materialkompetenz, die Zusammenarbeit mit zahnmedizinischen Fachkreisen sowie die internationale Bekanntheit der Produktmarken stellen aus Sicht des Unternehmens Faktoren dar, die für die Weiterentwicklung des Dentalsegments genutzt werden können. Der Bedarf an Dentalmaterialien nimmt insbesondere in alternden Bevölkerungen weiter zu, was sich auf die Nachfrage in diesem Segment auswirken kann. Nachhaltigkeit als strategisches Differenzierungsmerkmal Mit der wachsenden Bedeutung von ESG-Kriterien ergeben sich Chancen zur Profilierung durch nachhaltige Produktion, ressourcenschonende Verpackung und umweltfreundliche Materialien. Kundenorientierte Nachhaltigkeitsinitiativen können unseres Erachtens neue Marktsegmente erschließen und das Vertrauen von Stakeholdern stärken. Globale Konzernanbindung Als Teil der Solventum Corporation profitiert die Gesellschaft von einem internationalen Netzwerk, einer skalierbaren Innovationsplattform und konzernübergreifendem Wissenstransfer. Wir sind der festen Überzeugung, dass uns dies ermöglicht, die Entwicklungen frühzeitig zu adaptieren und globale Trends in Produktentwicklung und Lieferketten effizient umzusetzen. 4. Erklärung zur Unternehmensführung (Frauenquote)Die Solventum Germany GmbH bekennt sich zu den Grundwerten der Gleichstellung von Frauen und Männern sowie zur Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit. Dieses Selbstverständnis steht im Einklang mit dem Verhaltenskodex der Solventum Corporation sowie den Anforderungen des Zweiten Führungspositionen-Gesetzes (FüPoG II). Als Unternehmen mit Sitz in Deutschland ist die Solventum Germany GmbH gemäß § 36 und § 52 GmbHG verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Geschäftsführung sowie auf den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung zu definieren. Im Zusammenhang mit der Übertragung des Healthcare-Geschäftsbereichs auf die Gesellschaft wurden erstmals folgende Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat (Beschluss des Aufsichtsrats vom 28.11.2024) sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung (Beschluss der Geschäftsführung vom 29.10.2024) definiert. Der Bezugszeitraum für die Erreichung dieser Zielgrößen endet am 31. Dezember 2028. Aufsichtsrat: Zum Zeitpunkt der Festlegung lag der Frauenanteil bei 33 % (4 von 12 Mitgliedern). Als Zielgröße wurde ein Anteil von 33 % beschlossen. Der Aufsichtsrat hat festgelegt, diesen Anteil künftig nicht zu unterschreiten. Geschäftsführung: Bei Festlegung der Zielgröße war eine Frau in der Geschäftsführung vertreten, was einem Anteil von 33 % entspricht. Ziel ist es, diesen Anteil bis zum 31. Dezember 2028 beizubehalten. Erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung: Hier wurde eine Zielgröße von 19 % definiert. Zum Zeitpunkt der Feststellung entsprach dies dem Ist-Zustand, da 8 Frauen in dieser Ebene tätig waren (19 %). Zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung: Für diese Ebene wurde eine Zielgröße von 26 % festgelegt. Zum Zeitpunkt der Feststellung entsprach dies dem Ist-Zustand, da 76 Frauen in dieser Ebene tätig waren (26 %). Mit der Festlegung dieser Zielgrößen bekennt sich die Solventum Germany GmbH ausdrücklich zur systematischen Förderung von Frauen in Führungspositionen und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Gleichstellung innerhalb des Unternehmens.
Kamen, den 26. Mai 2025 Die Geschäftsführer Stefanie Siebels Nicole Dey Jörg Karthaus Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Allgemeine HinweiseDer Jahresabschluss der Solventum Germany GmbH (vormals: 3M Healthcare Germany GmbH, vormals: TOP-Service für Lingualtechnik GmbH), Kamen, im Folgenden kurz "Solventum Germany GmbH", zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und dem GmbH-Gesetz (GmbHG) aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2023 hat die 3M Healthcare Germany GmbH, Neuss, als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Abspaltungs- und Übernahmevertrags vom 30. August 2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 30. August 2023 und der Gesellschafterversammlung des übertragenden Rechtsträgers vom 30. August 2023 Teile des Vermögens (sogenannter "Healthcare-Geschäftsbereich") der 3M Deutschland GmbH mit Sitz in Neuss (Amtsgericht Neuss, HRB 1878) als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Abspaltung zum 1. Januar 2023 übernommen. Durch die Abspaltung erfüllt die Gesellschaft als übernehmender Rechtsträger die Größenklasse einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 (4) Satz 2 HGB i.V.m. § 267 (3) HGB) zum 31. Dezember 2023. Am 9. Juni 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung die Änderung der Firma von TOP-Service für Lingualtechnik GmbH in 3M Healthcare Germany GmbH beschlossen. Die Änderung wurde am 14. Juni 2023 im Handelsregister Osnabrück eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft wurde mit Registereintragung vom 3. Juli 2023 nach Neuss verlegt (Amtsgericht Neuss 23227). Am 11. Juni 2024 wurde von der Gesellschafterversammlung die Änderung der Firma von 3M Healthcare Germany GmbH in Solventum Germany GmbH beschlossen und der Sitz der Gesellschaft nach Kamen verlegt. Die Änderung wurde am 2. August 2024 im Handelsregister Neuss eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft wurde mit der Registereintragung am 26. Juli 2024 nach Kamen verlegt (Amtsgericht Hamm 11565). Für die Lesbarkeit wird im Weiteren die Gesellschaft nur noch als Solventum Germany GmbH benannt. Die Vorjahreswerte im Jahresabschluss beziehen sich auf den Jahresabschluss der Solventum Germany GmbH zum 31. Dezember 2022 und sind mit den laufenden Beträgen nicht vergleichbar. Die wesentlichen Auswirkungen der Abspaltung werden in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung mit einer Drei-Spalten-Lösung dargestellt. Dabei werden in den ersten beiden Spalten das laufende Geschäftsjahr sowie das Vorjahr der Solventum Germany GmbH dargestellt. In der dritten Spalte wird das Pro-Forma konsolidierte Vorjahr unter Berücksichtigung der Abspaltung, die aus der Buchhaltung der 3M Deutschland GmbH abgeleitet wurde, dargestellt. Die Abspaltung des Healthcare Geschäftsbetriebes der 3M Deutschland GmbH auf die Solventum Germany GmbH erfolgte ohne Kapitalerhöhung und zu Buchwerten. Es handelt sich hierbei um eine Abspaltung gem. § 123 Abs. 2 Nr. 1 Umwandlungsgesetz (UmwG) zu Buchwerten durch Aufnahme entsprechender Aktiva und Passiva. Die Auswirkungen der Abspaltung auf das Anlagevermögen sind im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt, wobei die Übernahme der Buchwerte zum Bruttoausweis erfolgte. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unter Beachtung der allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB sowie auch der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für große Kapitalgesellschaften angewendet. Das Geschäftsjahr begann am 1. Januar 2023 und endete am 31. Dezember 2023. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach den Bestimmungen des § 275 (1) und (2) HGB erstellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungen der Zugänge zum immateriellen Anlagevermögen und zum Sachanlagevermögen erfolgen im Anschaffungsjahr pro rata temporis. Zugänge mit Anschaffungskosten bis zu 250 EUR (geringwertige Anlagegüter) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für alle abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens über 250 EUR, deren Wert jedoch 1.000 EUR nicht übersteigt, wird ein Sammelposten gebildet, der über den Zeitraum auf gesamt 5 Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben wird. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung beträgt für entgeltlich erworbene Software 3 bis 7 Jahre und für Geschäfts- oder Firmenwerte sowie für Kundenstämme 15 bzw. 17 Jahre. Das Sachanlagevermögen wird planmäßig und linear entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer 1 bis 20 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durchgeführt. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Bei den Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Verpackungsmaterialien erfolgt anhand der sogenannten FIFO-Methode (first in - first out). Ferner wird den vorhersehbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken sowie des allgemeinen Forderungsrisikos bewertet. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Vorauszahlungen bzw. Einnahmen für künftige Zeiträume, die zeitanteilig abgegrenzt werden. Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter der Ausnutzung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren nahezu ausschließlich aus temporären Differenzen im Bereich Pensionsrückstellungen und Altersvorsorge sowie aus Abschreibungsdifferenzen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 30 %. Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus der Altersversorgung werden mit dem zu Zeitwerten bewerteten zweckgebundenen Deckungsvermögen verrechnet, soweit dieses ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dient. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zum 31. Dezember 2023 und einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Der Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 % (Vorjahr: 3,00 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,75 % sowie 2,25 % / 1,00 % (Vorjahr: 2,25 % / 1,00 %) zugrunde gelegt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser ermittelt sich aus dem Markpreis der Finanzanlagen zum Bilanzstichtag. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt durch die projizierte Einmalbetragsmethode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Die Rückstellung wird mit dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 31. Dezember 2023 und einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Der Zinssatz beträgt 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %). Bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 % (Vorjahr: 3,00 %) p.a. unterstellt. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden ebenfalls zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz - AktivpostenAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenständen beinhalten im Wesentlichen einen im Zuge eines Asset Deals im Geschäftsjahr 2015 übernommenen Kundenstamm (Restbuchwert zum 31. Dezember 2023). Die übernommenen Kundenstämme werden über den Zeitraum der voraussichtlichen Ausschöpfung der Ertragspotentiale von 17 Jahren linear abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 belaufen sich die Restbuchwerte der entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte auf 7.934 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung: 9.124 TEUR). Die voraussichtliche Nutzungsdauer des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäftswerte. Diese repräsentieren insbesondere das 'Know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), das im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurde. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft. Finanzanlagen Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) setzen sich wie folgt zusammen:
* Angaben zum Rumpfgeschäftsjahr vom 23. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Die Solventum Real Estate GP GmbH (vormals: 3M Healthcare Real Estate GP GmbH) ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Solventum Operational Real Estate GmbH & Co. KG Vorräte In den Vorräten enthaltene Risiken infolge von Ungängigkeit, Schwund und sonstigen Bestandsdifferenzen wurden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit 0 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung 6.460 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung 6.460 TEUR) aus konzerninternen Finanzierungen, sowie mit 53.306 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung 8.711 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung 8.711 TEUR) aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie wurden, soweit zulässig, um Verbindlichkeiten gleicher Art gekürzt. Gegen die Gesellschafterin Solventum International Holdings Limited (vormals: 3M Healthcare Foreign Holdings 2 Limited), Dublin, Irland, bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 0 TEUR. Forderungen gegen die alleinigen Gesellschafterin bestanden im Vorjahr vor Abspaltung in Höhe von 1.646 TEUR sowie im Vorjahr nach Abspaltung in Höhe von 1.646 TEUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche und Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen. Rechnungsabgrenzungsposten Die hier ausgewiesenen Beträge betreffen im Wesentlichen Versicherungsbeiträge soweit sie Folgejahre betreffen. Erläuterungen zur Bilanz - PassivpostenErläuterungen zur Bilanz (PASSIVA) Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beläuft sich auf 25.565 EUR. Die Solventum International Holdings Limited (vormals: 3M Healthcare Foreign Holdings 2 Limited), Dublin, Irland, besitzt 100,0 % der Anteile. Die Abspaltung des Geschäftsbereichs Healthcare der 3M Deutschland GmbH auf die Solventum Germany GmbH ist in den allgemeinen Hinweisen ausführlich dargestellt. Die Vermögensübertragung bzw. die Aufnahme der Aktiva und Passiva bei der Solventum Germany GmbH erfolgte buchhalterisch zum 1. Januar 2023 und führte zu einer Einstellung in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 61.277 TEUR. Tag der Eintragung im Handelsregister bei der 3M Deutschland GmbH und damit Vollzugsdatum (Übergang des rechtlichen und wirtschaftlichen Eigentums) war der 2. November 2023. Gemäß dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag werden bestimmte Aktiva und Passiva nicht übertragen. Hierzu gehören Kassenbestände, Bankguthaben, Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mit Ausnahme von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Verpflichtungen, die nach dem Vollzugsdatum entstehen und sich ausschließlich auf den Healthcare-Geschäftsbereich beziehen. Nicht zu den zu übertragenden Aktiva und Passiva gehören weiterhin Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die rechtlich und/oder wirtschaftlich dem Healthcare-Geschäftsbereich zugeordnet werden und die vor dem Vollzugsdatum entstanden sind. Das Zurückbehalten der aufgeführten Vermögensgegenstände und Schulden führt zum Vollzugdatum aufgrund der der 3M Deutschland GmbH zuzuordnenden Vermögensgegenstände und Schulden zu einer Vermögensentnahme in Höhe von 72.778 TEUR. Dadurch verminderte sich die Kapitalrücklage um 68.075 TEUR. Nach der Verrechnung mit dem Gewinnvortrag (4.582 TEUR) zum 1. Januar 2023 steht kein weiteres freies Eigenkapital zur Verfügung. Der verbleibende Abspaltungsverlust in Höhe von 121 TEUR wurde daher aufwandswirksam als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die Entwicklung ist nachfolgend tabellarisch dargestellt:
Bilanzgewinn Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Versorgungsansprüche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen in Einzel- und Kollektivzusagen der Solventum Germany GmbH aufgrund von unterschiedlichen Versorgungszusagen. Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen in Höhe von 498.443 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung: 492.649 TEUR). Diese liegen um 8.457 TEUR unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung eines Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Dieser Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 8.457 TEUR unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Die rückstellungspflichtigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 498.443 TEUR wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von 249.767 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung: 232.978 TEUR) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden die folgenden zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Vereinbarungen klassifiziert: Contractual Trust Agreement. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 232.978 TEUR. Nach Verrechnung mit dem jeweiligen Deckungsvermögen ergeben sich zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 248.676 TEUR. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Der Unterschiedsbetrag zwischen den historischen Anschaffungskosten und dem Zeitwert des Deckungsvermögens zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 16.789 TEUR unterliegt einer Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB. Entsprechend der Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit den jeweiligen Deckungsvermögen wird bei der Saldierung der Aufwendungen und Erträge gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verfahren. Die verrechneten Erträge aus dem Deckungsvermögen 16.744 TEUR und die Zinszuführungen von 8.707 TEUR (per Saldo ein Ertrag von 8.037 TEUR, Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung: Zinsaufwand 46.200 TEUR) sind im Finanzergebnis unter dem Posten " Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten Rückstellungen für Gewerbesteuer von 5.814 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:
Die Solventum Germany GmbH hat für ihre unbefristet beschäftigten Arbeitnehmer eine Gesamtbetriebsvereinbarung über ein Langzeitkontenprogramm abgeschlossen, um den Arbeitnehmern eine befristete Freistellung oder Reduzierung der individuellen Arbeitszeit während des aktiven Beschäftigungsverhältnisses oder unmittelbar vor Bezug der Altersrente zu ermöglichen. Aus dem Langzeitkontenprogramm resultieren Verbindlichkeiten der Solventum aus den auf den Langzeitkonten angesammelten Ansprüchen der am Programm teilnehmenden Mitarbeiter, zu deren Absicherung Solventum entsprechend hohes Vermögen auf einen Treuhänder überträgt, der dieses Vermögen in Investmentfondsanteile anlegt. Da die Fondsanteile dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus den Langzeitkonten dienen, stellt der beizulegende Zeitwert (55.940 TEUR) der Investmentfondsanteile Deckungsvermögen dar und wird mit den Schulden aus den Langzeitkonten (93.268 TEUR) verrechnet (37.328 TEUR). Bei den an die Kursentwicklung der Investmentfonds gebundenen Guthaben auf den Langzeitkonten erfolgt keine Abzinsung der Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen, weil auf aktiven Wertpapiermärkten stets auch Barwertüberlegungen in die Kursentwicklung eingehen. Die Aufstockungsbeträge in Höhe von 40 % des Arbeitsentgelts im Zusammenhang mit Altersteilzeitarbeit wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 31. Dezember 2023 und einer pauschalen Restlaufzeit von 5 Jahren abgezinst. Der Zinssatz beträgt 1,18% (Vorjahr 0,75%). Der sich ergebende Zinsertrag in Höhe von 93 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 15 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung: 15 TEUR) wurde unter den Zinserträgen ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergeben sich aus den nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegeln:
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit 31.090 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung: 0 TEUR) aus konzerninternen Finanzierungen sowie in Höhe von 43.636 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung: 0 TEUR) aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie wurden, soweit zulässig, um Forderungen gleicher Art gekürzt. Es bestehen gegenüber der Gesellschafterin zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von 31.090 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung: 0 TEUR). Sonstige Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 7.881 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung: 0 TEUR) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 2.552 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 64 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung: 64 TEUR) enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung der Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 30.313 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 45 TEUR, Vorjahr nach Abspaltung: 1.500 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen in Höhe von 29.385 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR, Vorjahr nach Abspaltung: 0 TEUR) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 911 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR, Vorjahr nach Abspaltung: 913 TEUR). Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind 1.998 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR, Vorjahr nach Abspaltung: 26.225 TEUR) für die Altersversorgung enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 139.415 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 2.180 TEUR, Vorjahr nach Abspaltung: 99.766 TEUR) handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen externer Dienstleistungen in Höhe von 29.708 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 15 TEUR; Vorjahr nach Abspaltung: 30.264 TEUR), Aufwendungen aus Mieten, Pachten und Leasing in Höhe von 15.621 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR, Vorjahr nach Abspaltung: 17.035 TEUR). Zudem sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 600 TEUR (Vorjahr vor Abspaltung: 0 TEUR, Vorjahr nach Abspaltung: 1.172 TEUR) enthalten.
Sonstige AngabenDurchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren durchschnittlich während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Organe der Gesellschaft Mitglieder des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat wurde mit konstituierender Sitzung am 28. November 2024 gegründet.
Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen für das aktuelle Geschäftsjahr 98 TEUR und die des Aufsichtsrates 0 TEUR. Der Aufsichtsrat wurde erst in 2024 gegründet. An frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden keine Bezüge entrichtet bzw. es bestehen keine Pensionsverpflichtungen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar betrug 405 TEUR. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen 390 TEUR, auf Steuerberatungsleistungen 0 TEUR und andere Bestätigungsleistungen 15 TEUR. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Miet-, Pacht- und Leasingverträge für Bürogebäude, Läger, Fuhrpark und Büro- und IT-Ausstattungen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Das Bestellobligo aus der Beschaffung von Anlagevermögen beläuft sich auf 19.031 TEUR (Vorjahr 25.656 TEUR). Gesamtbezüge des Aufsichtsrats [Beirats] Ausschüttungssperre Zum Abschlussstichtag unterliegen 25.246 TEUR der Ausschüttungssperre. Davon entfallen 16.789 TEUR aus der Zeitwertbilanzierung des Deckungsvermögens (Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB) und 8.457 TEUR auf den Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aufgrund des geänderten Zeitraums (Verlängerung von sieben auf zehn Jahre, Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB) ergibt. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine ausweispflichtigen Haftungsverhältnisse nach § 268 Abs. 7 HGB. Konzernverhältnisse Der Kreis der verbundenen Unternehmen der Solventum Germany GmbH umfasst das oberste Mutterunternehmen, die 3M Company, St. Paul, Minnesota, USA, und sämtliche ihrer Tochterunternehmen. Die Solventum Germany GmbH wird in den weltweiten Konzernabschluss (größter und kleinster Konsolidierungskreis) der 3M Company, St. Paul, Minnesota, USA, mit einbezogen, dieser Konzernabschluss ist am Sitz der 3M Company erhältlich bzw. bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) einsehbar (www.sec.gov). Mindestbesteuerung Die von der OECD veröffentlichten Modellregeln zur Globalen Mindestbesteuerung (Säule 2) wurden in bestimmten Ländern, in denen die Solventum Germany GmbH tätig ist, erlassen oder im Wesentlichen erlassen. Die Gesetzgebung in Deutschland tritt für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr der Solventum Germany GmbH in Kraft. Die Gesellschaft fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder im Wesentlichen erlassenen Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung des potenziellen Risikos der Gesellschaft in Bezug auf die Globale Mindeststeuer vorgenommen. Auswirkungen auf die Solventum Germany GmbH sind nicht gegeben. Nachtragsbericht Die Solventum Corporation ist am 1. April 2024 durch die Abspaltung des Healthcare-Business der 3M Company entstanden. Das oberste Mutterunternehmen wechselt zum selben Zeitpunkt von der 3M Company, St. Paul, Minnesota, USA, zur Solventum Corporation, Maplewood, Minnesota, USA. Solventum hat im Februar 2025 den Verkauf seines Geschäftsbereichs „Purification & Filtration“ an Thermo Fisher Scientific Inc. bekannt gegeben. Die Gesellschaft erwartet im Jahr 2025 mit einem Wegfall dieses Umsatzgeschäfts von rund einem Drittel der Gesamtumsätze mit Vollzug des Verkaufs in 2025. Entsprechend wird sich die verminderte Geschäftstätigkeit auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Die Gesellschaft schließt die Produktion am Standort Bad Essen zum 31. August 2025. Die Schließung des Standortes ist mit einem Wegfall des Umsatzes in Höhe von 6 Mio. EUR und 58 Mitarbeitern verbunden. Mit Gesellschafterbeschluss vom 28. Februar 2024 beschließt die Gesellschaft eine Erhöhung ihres Eigenkapitals wie folgt:
Ergebnisverwendungsvorschlag der Solventum Germany GmbHDie Geschäftsführung der Solventum Germany GmbH schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung bzw. Vorstand
Kamen, den 26. Mai 2025 Die Geschäftsführer Stefanie Siebels Nicole Dey Jörg Karthaus Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Solventum Germany GmbH (vormals: 3M Healthcare Germany GmbH, vormals: TOP-Service für Lingualtechnik GmbH), Kamen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Solventum Germany GmbH (vormals: 3M Healthcare Germany GmbH, vormals: TOP-Service für Lingualtechnik GmbH), Kamen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Solventum Germany GmbH (vormals: 3M Healthcare Germany GmbH, vormals: TOP-Service für Lingualtechnik GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 17. Juni 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Harald Wimmer, Wirtschaftsprüfer ppa. Gerd Tolls, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 09.07.2025 festgestellt. |
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