MicroDoc Computersysteme GmbH

Elektrastraße 6A, 81925 München, DEU

Master Data

Registry
Register court München HRB 95622
Registered
7/9/1991
Industry
Wholesale of computers, computer peripheral equipment and softwareComputer consultancy activitiesRetail sale of computers, peripheral units and software
Purpose
Entwicklung und Herstellung von Computersystemen und Computersoftware sowie von computergestützten Apparaten für technische, wissenschaftliche und kommerzielle Anwendungen, Beratungsleistungen in diesen Bereichen sowie Groß- und Einzelhandel mit Computersystemen, Software und Computerperipheriegeräten

Financial Overview

History

No events found for this filter

Management

NameRole
Nicola Puchelt
since 6/17/2025
Managing Director
Christian Dr. Kuka
since 9/3/2019
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Akkodis Group AGCHE
100.00%

Shareholders
Beta

Name
Location
Share
Data Respons GmbH
Germany
100.00%

Holdings
Beta

NameOwnership
No data available

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

MicroDoc Computersysteme GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

Unternehmen

MicroDoc Computersysteme GmbH ist ein 1991 gegründetes Software-Haus, das sich schwerpunktmäßig auf die Entwicklung von technischen Softwarelösungen für Embedded Systems und Unternehmens-EDV im B2B Umfeld spezialisiert hat.

Alle Geschäftsanteile der MicroDoc Computersysteme GmbH hält seit 2016 die norwegische Data Respons AS. Alle Geschäftsanteile der Data Respons AS werden von der in Belgien ansässigen AKKA Technologies SE gehalten. AKKA ist eine an der Pariser Börse gehandelte Aktiengesellschaft.

Geschäftsführer sind Dr. Christian Kuka und Florian Öhlschlegel.

Neben der Erstellung, Wartung und Qualitätssicherung von Individual-Software-Komponenten im Kundenauftrag bietet das Unternehmen Lizenzen für kundenspezifisch hergestellte Laufzeitumgebungen (Virtual Machines) für verschiedene Programmiersprachen und Anwendungsszenarios.

MicroDoc bedient aktuell insbesondere Kunden aus der Finanzdienstleistungs-Branche, dem Automobilsektor, und entwickelt "Internet of Things" Lösungen für Energieversorger (Smart Home/Smart Grid). Darüber hinaus investiert MicroDoc in die Entwicklung und Weiterentwicklung verschiedener "Virtual Machine" Technologien für Embedded Systems und auch für Desktop und Server Anwendungen.

MicroDoc beschäftigt rund 58 Software-Ingenieurinnen und -Ingenieure an drei Standorten in Deutschland.

Als ein Anbieter für embedded Java Runtime Produkte verfügt MicroDoc über eine internationale Kundenbasis, die überwiegend aus Großunternehmen und großen Mittelständlern besteht.

MicroDoc Computersysteme GmbH hält 100 % der Geschäftsanteile an der MicroDoc Software GmbH, München. Während sich das Lizenzgeschäft der MicroDoc Computersysteme hauptsächlich auf IP (IntellectualProperty) von IBM stützt, wurde die MicroDoc Software GmbH gegründet, um analoge Entwicklungen auf der Basis von IP der Firma Oracle zu realisieren. Nachdem IBM die Weiterentwicklung der VMs im Wesentlichen auf den Open Source Bereich verlagert hat, wird die MicroDoc Software GmbH in Zukunft neu ausgerichtet und generell auf die Unterstützung von Open Source Produkten spezialisiert, während das Geschäft für kommerzielle Produkte generell in die MicroDoc Computersysteme GmbH verlagert wird.

Wirtschaftlicher Rahmen und Geschäftsentwicklung

Laut statistischem Bundesamt ist das Wirtschaftswachstum in Deutschland preisbereinigt um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die durch den russischen Angriffskrieg, und die damit verbundene Steigerung der Engergiekosten haben sich im Jahr 2022 in unseren Kundenbranchen bemerkbar gemacht. Dies führte zu deutlich weniger Investitionen in neue Projekte und einer höheren Preissensitivität bei unseren Kunden.

MicroDoc hat sich in den vergangenen Jahren als verlässlicher Partner für spezielle, technisch komplexe Software-Komponenten etabliert (MicroDoc wurde u. a. von IBM 2017 als weltweit bester Partner für "Collaboration Solutions" ausgezeichnet) und rechnet grundsätzlich neben der Fortsetzung langfristiger Geschäftsbeziehungen mit großen Kunden mit erweiterter Nachfrage für Software für das "Internet of Things" (IoT) und den Sektor KI (Künstliche Intelligenz).

Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung von Prozessen und Produkten werden zunehmend Hardware-Lösungen von Software Solutions abgelöst. Durch eine Erweiterung des Angebotsportfolios um sogenannte DevOps Projekte konnte trotz der schwierigen Gesamtlage im Bereich Automotive ein positiver Trend verzeichnet werden. Dadurch und durch die Aufholung verschobener Investitionen aus dem Vorjahr, konnte die Firma MicroDoc im Jahr 2022 eine Steigerung der Erlöse verzeichnen.

MicroDoc wurde 2022 zum wiederholten Mal in das Java Community Process Exceutive Commitee (JCP EC: Leitendes Standardisierungsgremium für das JAVA - Eco - System) gewählt und vertritt in diesem Gremium auch im Jahr 2023 vor allem die Interessen von Embedded Systems Usern.

Durch die weitere Integration von quelloffener Software in das Angebotsportfolio wurden neue Kunden und Kundenprojekte für die kommenden Jahre gewonnen, so dass MicroDoc seine Position als führender Anbieter im embedded runtime Markt trotz des zunehmenden Wettbewerbs kurz- und mittelfristig absichern und ausbauen kann.

Die in den Vorjahren begonnene Adaption neuer, generischer VM Technologie (GraalVM) wurde erfolgreich fortgesetzt. MicroDoc wurde im Jahr 2020 in das GraalVM Advisory Board berufen und konnte als erster und einziger Europäischer Partner eine OEM Vereinbarung über die Lizenzierung der GraalVM Technologie von Oracle erhalten.

Das erfolgreiche Lizenzgeschäft mit Runtime Technologie von IBM hat die Plateauphase überschritten. Rückläufige Lizenzumsätze in diesem Sektor können aktuell noch nicht durch hochvolumige Verträge für neue Technologien ausgeglichen werden. Dementsprechend wurden die Investitionen in die Technologie erhöht um die Marktposition im embedded Segment zu stabilisieren und wieder auszubauen.

Der von weiten Teilen der deutschen Wirtschaft beklagte Fachkräftemangel schlägt sich in der Informationstechnologie weiterhin besonders schmerzhaft nieder.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

2022 2021 Differenz
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 10.761,9 85,17 12.529,1 106,39 -1.767,2
Bestandsveränderung unfertige Leistungen 1.667,9 13,20 -869,6 -7,38 2.537,5
Sonstige betriebliche Erträge 206,7 1,64 117,3 1,00 89,4
Summe Erlöse 12.636,5 100,00 11.776,8 100,00 859,7
Materialaufwand -3.268,7 -25,87 -2.424,5 -20,59 -844,2
Rohergebnis 9.367,8 74,13 9.352,3 79,41 15,5
Personalaufwand -5.702,1 -45,12 -5.402,0 -45,87 -300,1
Abschreibungen -60,2 -0,48 -64,0 -0,54 3,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.222,9 -9,68 -992,1 -8,42 -230,8
Finanzergebnis 17,2 0,14 11,3 0,10 5,9
Ergebnis vor Steuern 2.399,8 18,99 2.905,5 24,67 -505,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -537,3 -4,25 -769,6 -6,53 232,3
Sonstige Steuern -1,5 -0,01 0,0 0,00 -1,5
Jahresüberschuss 1.861,0 14,73 2.135,9 18,14 -274,9

In 2022 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 1.861 erzielt

Die Summe der Erlöse ist trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen um 7,3 % gestiegen. Das Segment der Softwareentwicklung für den Bereich Embedded Systems ist im Verhältnis zum Vorjahr um 5,8 % gestiegen, der Geschäftsbereich Lizenzen ist im gleichen Betrachtungszeitraum um 16,4 % gestiegen.

Die Umsatzrentabilität ist im Jahr 2022 gesunken, da durch den Fachkräftemangel die Kosten für die Fremdarbeiter gestiegen sind

. Die Fremdleistungen sind um 39,73 % gestiegen. Dies war kurzfristig nötig, um weiterhin die hohe Qualität in den Projekten zu gewährleisten. In den Folgejahren werden die Fremdleistungen durch neue interne Mitarbeiter wieder reduziert.

Die Personalkosten sind im Verhältnis zum Umsatzwachstum weniger stark gestiegen und haben somit zur Ergebnisverbesserung beigetragen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beruhen auf der zur Handelsbilanz abweichenden Steuerbilanz und beinhalten zudem Steuererstattungen aus der Betriebsprüfung.

b) Finanzlage

Durch die Konzernvorgabe, den Bestand an liquiden Mitteln zum Jahresende im Mutterkonzern zu bündeln, sind die liquiden Mittel am Ende der Periode um TEUR 478,5 auf TEUR 106,6 zurückgegangen. Bis zur vollständigen Implementierung der Cashpooling-Konten werden diese als Forderungen gegen verbundene Unternehmen gezeigt und sind zum Stichtag um TEUR 2.996,3 auf TEUR 4.428,6 angestiegen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist in 2022 von TEUR 1.896,4 auf TEUR 2.577,6 gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an den gestiegenen erhaltenen Anzahlungen, die den Rückgang im Vorratsvermögen kompensiert haben. Zum Stichtag bestand ein negativer Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 59,7 und ein ebenfalls negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 2.996,3, die durch den um TEUR 681,2 gestiegenen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit teilweise kompensiert werden konnten. Ausschüttungen wurden aufgrund der Cashpooling-Vereinbarung nicht beschlossen.

Es bestehen Dauerschuldverhältnisse in Form von Leasing- und Mietverträgen, die dem üblichen Geschäftsverkehr entsprechen. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente werden nicht genutzt. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände übersteigen den Bestand an Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Dementsprechend bestehen keine Liquiditätsengpässe für die Gesellschaft.

c) Vermögenslage

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021 Differenz
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 4,1 0,04 5,7 0,09 -1,6
Sachanlagen 110,6 1,11 109,6 1,77 1,0
Finanzanlagen 275,0 2,75 275,0 4,44 0,0
Unfertige Leistungen 1.931,4 19,34 263,5 4,25 1.667,9
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.383,4 73,94 4.823,2 77,80 2.560,2
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 106,7 1,07 585,2 9,44 -478,5
Rechnungsabgrenzungsposten 174,2 1,74 137,3 2,21 36,9
SUMME Aktiva 9.985,4 100,00 6.199,5 100,00 3.785,9

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021 Differenz
TEUR % TEUR % TEUR
Eigenkapital 5.912,3 59,21 4.051,2 65,35 1.861,1
Rückstellungen 1.135,7 11,37 944,8 15,24 190,9
Verbindlichkeiten 2.892,4 28,97 1.181,6 19,06 1.710,8
Rechnungsabgrenzungsposten 45,0 0,45 21,9 0,35 23,1
SUMME Passiva 9.985,4 100,00 6.199,5 100,00 3.785,9

Die Bilanzsumme ist um TEUR 3.785 angestiegen. Einerseits haben sich die Forderungen stark um TEUR 2.560,2 erhöht. Von dem Anstieg der Forderungen entfällt ein Großteil (TEUR 1.4322.996,3) auf Forderungen aus cashpooling, der unter anderem durch den Abbau von Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 504,7) kompensiert wurde.

Aufgrund von zum Stichtag noch nicht abgeschlossenen Gewerken war weiterhin war eine starke Zunahme von unfertigen Leistungen zu verzeichnen.

Korrespondierend haben sich auch die erhaltenen Anzahlungen um TEUR 1.705,5 und damit die Verbindlichkeiten insgesamt erhöht.

Risikomanagement bezüglich der Finanzinstrumente

Die Gesellschaft pflegt langfristige Geschäftsbeziehungen hauptsächlich mit solventen Großunternehmen. Entsprechend waren im Forderungsbereich keine klassischen Risikomanagement-Maßnahmen wie Kreditlimit-Vergaben, Kreditversicherungen oder der Abschluss von Sicherungsgeschäften erforderlich.

Die Finanzierung der Entwicklungsleistungen erfolgt weitgehend über Anzahlungen oder monatliche Abrechnungen, so dass die Gesellschaft derzeit nur einem geringen Liquiditätsrisiko ausgesetzt ist.

Der Einkauf von Lizenzen erfolgt in US-Dollar. Da alle wesentlichen Lizenzkunden ebenso in US-Dollar zahlen, werden keine gesonderten Instrumente für die Absicherungen von Währungsrisiken eingesetzt.

Chancen- und Risikobericht

MicroDoc entwickelt technische Software Infrastruktur, welche in den Kern-Wertschöpfungsprozessen der MicroDoc Kunden zum Einsatz kommt. Langfristige, stabile Geschäftsbeziehungen sind die Folge. Selbst in der Corona Krise wurde kein einziges Projekt vollständig eingestellt oder endgültig abgebrochen. Wie überall in der IT besteht bei den Produktivsystemen der Kunden von MicroDoc ein permanenter Bedarf an technologischer Innovation. MicroDoc kann hier als bereits gut integrierter Dienstleister mit spezifischem Wissen über interne Systeme der Kunden kompetitiv anbieten und durch technologogische Impulse neue Projekte generieren.

Andererseits führt die Fokussierung auf spezielle technische Projekte zu relativ geringeren Wachstumschancen, da die Projektergebnisse stark kundenspezifisch sind und kaum direkt in anderen Szenarien eingesetzt werden können. Wachstum im Servicegeschäft ist so nur durch Aufstockung des hochqualifizierten Personalbestands möglich.

Die Projektrisiken im Beratungs- und Entwicklungsgeschäft sind branchenüblich und, soweit möglich, durch entsprechende Haftpflichtversicherungen abgedeckt.

Der Erfolg bei den Lizenzerträgen hängt stark von der Geschäftsentwicklung bei den Lizenzkunden ab, welche momentan hauptsächlich aus der Automobilindustrie stammen. Absatzschwankungen im PKW-Bereich wirken sich unmittelbar auf Umsatz und Ertrag aus. Die aktuelle Technologiegeneration befindet sich absatzmäßig in einer Ramp-Down-Phase, die sich 2023 fortsetzen wird. MicroDoc arbeitet fokussiert daran ihren Kunden die Adaption neuer Technologien zu ermöglichen. Insbesondere die GraalVM hat sich durch die Geschäftspolitik von Oracle von einer Nischen Technologie zu einem Mainstream Produkt gewandelt. Insbesondere die von MicroDoc umgesetzte Unterstützung von leistungsschwächeren 32Bit Plattformen, welche durch das Originalprodukt nicht vorgesehen ist, öffnet ein bisher ungenutztes Marktsegment am hochvolumigen IoT Geräten.

MicroDoc hat 2022 zum wiederholten Male ein DevOps Projekt mit einer 24/7/365 Unterstützung für den Kunden gewonnen. Die Verlängerung des Projektes über 2022 hinaus ist wahrscheinlich. Die damit verbundene organisatorische Umstrukturierung der Arbeitsprozesse für einen 24/7 Schichtbetrieb konnten weitgehend problemlos umgesetzt werden. Die Möglichkeit Kunden rund um die Uhr zu unterstützen und neben der Entwicklung von Software auch deren Wartung und den Produktionsbetrieb anzubieten eröffnet MicroDoc ein neues Geschäftsfeld. DevOps Projekte sind geeignet langfristigen Bindung zu Kunden zu etablieren und passen somit perfekt in MicroDoc Strategie.

Auch wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit von Haftungsfällen im Lizenzgeschäft gering ist, können im Schadensfall erhebliche Ansprüche entstehen, die teilweise auch nicht versicherbar sind. Seit vielen Jahren sind jedoch im produktiven Betrieb unsere Lizenz-Software keine Probleme aufgetreten die Ansprüche von Kunden an MicroDoc zur Folge gehabt hätten.

Das Java Eco-System wird weiterhin durch strategische Entscheidungen bei Oracle und IBM nachhaltig beeinflusst. Im Desktop und Server Bereich sehen sich die Kunden durch ein neues Lizenz- und Supportmodell von Oracle unter Druck. Viele Anwender untersuchen verstärkt den Einsatz von Open Source Software oder den Umstieg auf andere Technologien. Da MicroDoc sowohl quelloffene als auch zukunftsweisende kommerzielle Java Runtimes im Angebot hat, kann potenziell jeder Java-Kunde bedient werden.

Ob die durch die langfristige Vertragsgestaltung mit Oracle eingegangen finanziellen Verpflichtungen dauerhaft rentabel sind, hängt von der technischen und strategischen Entwicklung des Java Eco-Systems als Ganzes ab.

Die MicroDoc-Muttergesellschaft Data Respons wurde im Jahr 2020 vollständig vom AKKA Konzern übernommen, welche wiederum von der Adecco-Gruppe gekauft wurde. Die flexible Struktur von Data Respons als Dachgesellschaft von kleineren leistungsfähigen Firmen mit spezialisiertem Know-How wurde durch die Übernahme nicht geändert. Die Einbindung von MicroDoc in den AKKODIS Konzern bietet Chancen insbesondere bei der Gewinnung von Neukunden, da AKKODIS im Automobilsektor stark präsent ist. Das spezialisierte Know-How von MicroDoc kann hier komplementär zu den Stärken von AKKODIS eingesetzt werden.

Prognosebericht

Aufgrund des Kriegs in der Ukraine und der damit verbundenen Auswirkungen, z.B. einer höheren Inflation, enthält unsere Prognose Unsicherheiten, wobei wir nicht erwarten, dass dies unsere Geschäftstätigkeit einschränkt.

Aufgrund vertretbarer Risiken und einer konservativen Personal- und Geschäftsplanung erwartet MicroDoc ein im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr positives Wachstum von Umsatz und Ertrag im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

 

München, den 26.04.2023

gez. Florian Öhlschlegel, Geschäftsführer

gez. Dr. Christian Kuka, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 389.695,03 390.292,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.141,03 5.670,03
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 4.141,03 5.669,03
II. Sachanlagen 110.554,00 109.622,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 110.554,00 109.622,00
III. Finanzanlagen 275.000,00 275.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 275.000,00 275.000,00
B. Umlaufvermögen 9.421.486,03 5.671.832,18
I. Vorräte 1.931.400,00 263.496,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.383.434,15 4.823.153,07
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.543.224,99 2.051.578,89
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 1.432.237,41
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.840.209,16 2.771.574,18
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 120.891,06 135.604,78
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 106.651,88 585.182,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 174.203,78 137.349,27
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.985.384,84 6.199.473,48

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 5.912.252,17 4.051.231,60
I. gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Gewinnvortrag 3.999.231,60 1.863.292,67
III. Jahresüberschuss 1.861.020,57 2.135.938,93
B. Rückstellungen 1.135.724,62 944.818,82
C. Verbindlichkeiten 2.892.414,72 1.181.496,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.201,28 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 32.201,28 0,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.860.213,44 1.181.496,33
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.860.213,44 1.181.496,33
D. Rechnungsabgrenzungsposten 44.993,33 21.926,73
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.985.384,84 6.199.473,48

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 9.367.812,42 9.352.421,64
2. Personalaufwand 5.702.126,31 5.402.004,86
a) Löhne und Gehälter 4.823.158,22 4.550.632,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 878.968,09 851.372,85
davon für Altersversorgung 12.864,34 10.905,02
3. Abschreibungen 60.243,86 64.002,83
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 60.243,86 64.002,83
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.222.940,74 992.157,21
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 120.932,33 21.471,89
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.468,26 13.101,18
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 12.956,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.184,27 1.792,78
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 537.251,31 769.626,21
8. Ergebnis nach Steuern 1.862.534,19 2.135.938,93
9. sonstige Steuern 1.513,62 0,00
Jahresüberschuss 1.861.020,57 2.135.938,93

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firmenname laut Registergericht: MicroDoc Computersysteme GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: 95622

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sind entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige, lineare Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer vermindert.

In der Regel werden für die Anlagengruppe folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten: 1-5 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-15 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu EUR 800,00 wurden vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten, die auf Basis eines Tagessatzes inkl. Gemeinkostenaufschlag und der für einzelne Projekte geleisteten Stunden ermittelt wurden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bilanziert. Abschreibungen wegen allgemeiner und besonderer Risiken wurden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit den notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 4.428.582,22 (i Vj. 1.432.237,41) ausgewiesen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 120.891,06 (Vj. EUR 135.604,78) ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital beträgt am 31. Dezember 2022 EUR 52.000,00. Es ist voll eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Lizenzabrechnungen (TEUR 12), ausstehende Abrechnungen für Subunternehmer (TEUR 71), Prämien für Mitarbeiter (TEUR 423), Resturlaub und Überstundenausgleich (TEUR 368), Jahresabschluss- Steuerberatungs- und Prüfungskosten (TEUR 85), Gewährleistungen und Kulanzleistungen (TEUR 57), Archivierungskosten (TEUR 13) sowie Wiederherstellungsverpflichtungen (TEUR 28).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eine Besicherung der Verbindlichkeiten erfolgte nicht.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 2.259 und betrifft Mietverträge. Ein Betrag in Höhe von TEUR 408 wird im Jahr 2023 fällig. Vom verbleibenden Gesamtbetrag haben TEUR 212 eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuererstattungen in Höhe von insgesamt EUR 231.807,47 enthalten, die im Wesentlichen aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2018 resultieren.

Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 58 (Vj.: 58) Angestellte beschäftigt:

München 35
Berlin 17
Stuttgart 6

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Florian Öhlschlegel hauptberuflicher Geschäftsführer
Herr Dr. Christian Kuka hauptberuflicher Geschäftsführer

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB zum 31.12.2022:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
MicroDoc Software GmbH, München 100 % 359.858,64 727.280,47

Die MicroDoc Computersysteme GmbH wird in den Konzernabschluss der Adecco Group AG, Zürich, Switzerland, einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite der Adecco Group AG unter folgendem Link erhältlich:

https://www.adeccogroup.com/investors/results-and-reports/

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind nicht zu verzeichnen.

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 26. April 2023

gez.

Florian Öhlschlegel

Dr. Christian Kuka

Anlagespiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.525,44 0,00 53.086,75 9.438,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 110.000,00 0,00 110.000,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 172.525,44 0,00 163.086,75 9.438,69
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 514.502,40 59.817,86 286.817,50 287.502,76
Summe Sachanlagen 514.502,40 59.817,86 286.817,50 287.502,76
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 275.000,00 0,00 0,00 275.000,00
Summe Finanzanlagen 275.000,00 0,00 0,00 275.000,00
Summe Anlagevermögen 962.027,84 59.817,86 449.904,25 571.941,45
kumulierte Abschreibungen 01.01.2022
EUR
Abschreibungen Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.856,41 1.499,00 53.057,75 5.297,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert 109.999,00 0,00 109.999,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 166.855,41 1.499,00 163.056,75 5.297,66
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 404.880,40 58.744,86 286.676,50 176.948,76
Summe Sachanlagen 404.880,40 58.744,86 286.676,50 176.948,76
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 571.735,81 60.243,86 449.733,25 182.246,42
Buchwert 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.141,03 5.669,03
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.141,03 5.670,03
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 110.554,00 109.622,00
Summe Sachanlagen 110.554,00 109.622,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 275.000,00 275.000,00
Summe Finanzanlagen 275.000,00 275.000,00
Summe Anlagevermögen 389.695,03 390.292,03

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.11.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERS

An die MicroDoc Computersystem GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MicroDoc Computersysteme GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MicroDoc Computersysteme GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 26. April 2023

ALR Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Denk, Wirtschaftsprüfer

Uhl, Wirtschaftsprüfer

Es wurde von den Offenlegungserleichterungen nach §§ 326 f. HGB Gebrauch gemacht. Der wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

News & Media Coverage

Insolvency Notices

Current insolvency proceedings

Check if there are any insolvency proceedings for this company

Commercial Register Documents

Shareholder List
Current Print (Aktueller Abdruck)
Chronological Print (Chronologischer Abdruck)

Organizations at this Address

49 nearby organizations

List of companies and organizations located at or near this business address. Data includes company names, addresses, registration details, and industry classifications.
The information on this page is sourced from public sources, official registries, or provided by third-party providers. Fusionbase does not guarantee the accuracy, completeness, or timeliness of the data. If you have any questions or suggestions, feel free to contact us via the contact form.