KRAHN Ceramics GmbH
Same addressManufacture of ceramic household and ornamental articles
Basic information of the organization
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Markus Plaar since 2/9/2026 | Managing Director |
Christian Paul Schulte since 7/22/2025 | Procura |
Jens Rebenstorf since 5/15/2025 | Procura |
Daniel Höft since 5/15/2025 | Procura |
Luciana Wolfrum since 5/21/2024 | Procura |
Jan Thorsten Lösch since 4/10/2019 | Managing Director |
Thorsten Singer since 1/15/2019 | Procura |
Falk Slopek since 1/15/2019 | Procura |
Philip Otto Krahn since 11/19/2015 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Otto Krahn Holding GmbHSelf-held cycle | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Official financial statements and annual reports
ALBIS PLASTIC GmbHHamburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2012Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012der ALBIS PLASTIC GmbH, HamburgInhaltsverzeichnis
1 Grundlagen des UnternehmensDie ALBIS PLASTIC GmbH (nachfolgend: ALBIS PLASTIC) befasst sich international mit dem Vertrieb und der Veredelung von thermoplastischen Kunststoffrohstoffen. In der Distribution und Compoundierung technischer Kunststoffe zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern in Europa. Im Bereich der Distribution bestehen langjährige Vertriebspartnerschaften mit namhaften Produzenten thermoplastischer Kunststoffe. In der Compoundierung werden neben eigenen Produkten auch technische Kunststoffe von Polymerproduzenten in Lizenz und im Lohn gefertigt. Das Unternehmen entwickelt für die kunststoffverarbeitende Industrie maßgeschneiderte Kunststoffcompounds und bietet darüber hinaus zusätzliche Dienstleistungen wie anwendungstechnische Beratung, Logistik und Produktentwicklung an. Letztere umfasst die Modifikation bestehender Rezepturen und die Entwicklung neuer Rezepturen und Verfahrensmodifikationen, um die von den Abnehmern gewünschten Eigenschaften des von ihnen produzierten Kunststofffertigteils zu realisieren. ALBIS PLASTIC unterhält in Deutschland vier Verkaufsbüros und im Ausland achtzehn mittelbar und unmittelbar gehaltene Tochterfirmen. Eine Tochtergesellschaft in Canada, die seit 2002 nicht mehr operativ tätig war, wurde Anfang 2013 liquidiert. Compoundierstätten zur Veredelung thermoplastischer Kunststoffe befinden sich in Hamburg (D), Zülpich (D) und Knutsford (GB). Eine Compoundierstätte in Changshu (CN) befindet sich im Aufbau. 1.1 Branchenstruktur und Wettbewerbsumfeld Die ALBIS PLASTIC steht im Wettbewerb mit einer Vielzahl weiterer Anbieter thermoplastischer Rohstoffe. Hierzu zählen im engeren Sinne andere Kunststoffdistributeure und Kunststoffcompoundeure sowie vertraglich ungebundene Händler, und im weiteren Sinne auch Polymerhersteller. 1.1.1 Distribution Das Geschäftsmodell der Distribution basiert auf längerfristigen vertraglichen Vereinbarungen zwischen Rohstoffherstellern und Distributeuren, durch die der Rohstoffhersteller dem Distributeur Vermarktungs- und Vertriebsrechte für bestimmte Produkte, Regionen oder Abnehmersegmente einräumt. Die Kunststoffdistribution ist durch einen intensiven Wettbewerb der großen Distributionsunternehmen untereinander gekennzeichnet. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Distributeurs hängt zu einem wesentlichen Teil vom Umfang und der Attraktivität seines Produktportfolios ab. Nur ein umfangreiches Produktsortiment erlaubt es dem Distributeur, Größenvorteile (economies of scope) zu generieren, um auch Abnehmer mittlerer und kleinerer Unternehmensgröße optimal zu betreuen. Während auf der Lieferantenseite in der Regel oligopolistische Strukturen vorherrschen, sieht sich der Distributeur auf der Abnehmerseite in der Regel polypolistischen Strukturen gegenüber. Die von dem Distributeur vertriebenen Produkte finden dabei in einer Vielzahl von Abnehmerbranchen Anwendung. Die Branche der Kunststoffdistribution weist einen hohen Konsolidierungsgrad auf. Die vertraglichen Vereinbarungen zwischen Polymerproduzenten und Distributeuren stellen gewisse Barrieren für den Eintritt neuer Wettbewerber dar. Dieser ist aber nicht ausgeschlossen, wie die Entwicklung in den letzten Jahren zeigte. 1.1.2 Compoundierung Unter Compoundierung versteht man die Veredelung von polymeren Rohstoffen über die Additivierung und Pigmentierung zur Optimierung des Eigenschaftsprofils des aus dem polymeren Werkstoff herzustellenden Fertigteils. Die Kunststoffcompoundierung unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von der Branche der Kunststoffdistribution. Die Anzahl der Branchenmitglieder ist deutlich größer als in der Kunststoffdistribution. In einzelnen Produkt-Kunden-Segmenten ist der Wettbewerb aufgrund von Überkapazitäten sehr ausgeprägt. Die Ertragskraft von Compoundeuren beruht entweder auf Economies of Scale, also Betriebsgrößenersparnissen durch die Konzentration auf eine oder wenige Produktklassen, oder auf Spezialisierung auf bestimmte Anwendungsnischen. Eine Konsolidierung wie bei der Kunststoffdistribution hat in den letzten Jahren bisher nicht stattgefunden. Die Strategie einiger Kunststoffproduzenten, verstärkt auf dem Feld der Kunststoffspezialitäten tätig zu werden, kann in bestimmten Anwendungen zu einer verstärkten Konkurrenz zwischen Kunststoffproduzenten und Compoundeuren führen. 1.2 Forschung und Entwicklung ALBIS PLASTIC betreibt keine Forschung im Sinne der Gewinnung von Grundlagen für neue Erkenntnisse. An ihrem Standort in Hamburg betreibt ALBIS PLASTIC ein Produktentwicklungszentrum. Die Produktentwicklung umfasst die Modifikation bestehender Rezepturen und die Entwicklung neuer Rezepturen und Verfahrensweisen mit dem Ziel, die von den Abnehmern gewünschten Eigenschaften des von ihnen produzierten Kunststofffertigteils zu realisieren. Veränderte Produkteigenschaften können dabei zum Beispiel durch den gezielten Einsatz von Zusatzstoffen in der Rezeptur erreicht werden. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach dem rezessiven Konjunkturverlauf 2009 stand die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland in den Jahren 2010 und 2011 im Zeichen eines zum Teil rasanten Wiederaufholprozesses. Im Jahr 2012 hat sich die wirtschaftliche Entwicklung dagegen deutlich verlangsamt. Aktuell blickt die deutsche Wirtschaft auf ein Jahr zurück, in dem die wirtschaftliche Dynamik im Jahresverlauf kontinuierlich zurückgegangen ist. Mit +0,7 % gegenüber Vorjahr wuchs das reale Bruttoinlandprodukt 2012 insgesamt wesentlich langsamer als noch 2011 (+3 %). Im Quartalsverlauf nahm das Wachstum zudem von noch +0,5 % gegenüber dem Vorquartal in Q1, auf -0,6 % Quartal auf Quartal in Q4 ab. Die Gründe für diese Entwicklung lagen in den deutschen Ausrüstungsinvestitionen und beim Export. Bei den Investitionen wirkte noch die tiefe Verunsicherung der Marktteilnehmer in 2012 um den Erhalt des Euro nach und führte zu Verschiebungseffekten in die Zukunft und zur Bedienung von Nachfrage aus Lagerbeständen. Ende Q3 erklärte die EZB ihre unbedingte Unterstützung für die Gemeinschaftswährung. Es benötigte einige Wochen bis diese Erklärung in der Wirtschaft angekommen war, führt aber mit Beginn des Jahres 2013 bereits zu Nachholeffekten. Trotz positiver Wirtschaftsentwicklung in den Schwellenländern und der starken Exportorientierung der deutschen Wirtschaft auf diese Märkte waren die Ausfuhren im vierten Quartal insgesamt rückläufig. Sowohl in den USA als auch in der EU verlief die Wirtschaftsentwicklung des vierten Quartals enttäuschend. Unter dem Strich erweist sich die Binnennachfrage vor dem Hintergrund eines robusten Arbeitsmarktes und steigender Einkommen als vergleichsweise stabil und zeigt damit, dass Deutschland trotz krisenhafter Entwicklungen in der europäischen Finanz- und Schuldenthematik ein gefestigter Wirtschaftsstandort bleibt. Gemischte Zahlen kommen 2012 aus den übrigen Eurostaaten. Wichtige Handelspartner im Euroraum befinden sich weiterhin in einer tiefen Rezession. Das reale Bruttoinlandsprodukt der EU sinkt das dritte Quartal in Folge und wies im Schlussquartal 2012 einen Rückgang von -0,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf. Auch wenn sich die Situation auf den Finanzmärkten im zweiten Halbjahr entspannt hat, verbleibt eine nachhaltige Unsicherheit über den künftigen Konjunkturverlauf innerhalb der EU und über die Fortentwicklung der Europäischen Währungsunion. Frankreichs BIP ging im vierten Quartal mit vergleichsweise moderaten 0,3 % Quartal auf Quartal zurück. Die Neuverschuldung des Landes droht in 2012 aber bei über den europäisch vereinbarten 3 % der Wirtschaftsleistung zu liegen und wird damit aller Voraussicht nach restriktive Fiskalmaßnahmen nach sich ziehen. Düstere Zahlen melden auch Italien und Spanien. Hier schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 0,9 % bzw. um 0,7 % gegenüber Vorquartal Dass sich die weltweite Konjunktur zuletzt spürbar abkühlte, spiegelt sich vor allem im 4. Quartal 2012 wider. Die bedeutenden, exportorientierten Wirtschaftszweige in Deutschland, wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Elektroindustrie, drosselten ihre Produktion. Ganz anders dagegen zeigt sich die wirtschaftliche Entwicklung in der Türkei. Ein für die Kunststoffindustrie strategisch wichtiger Markt, auf dem die Branche für die wirtschaftliche Entwicklung des gesamten Landes eine bedeutende Rolle spielt. 2.2 Marktentwicklung Abnehmerbranchen in der Distribution und Compoundierung Die ALBIS PLASTIC liefert Kunststoffgranulate als Rohstoffe an die kunststoffverarbeitende Industrie. Hierbei handelt es sich zum allergrößten Teil um Verarbeitungsunternehmen, die im Spritzgussverfahren Kunststoffteile für eine Vielzahl von Branchen, wie beispielsweise die Automobilindustrie, den Verpackungsbereich, die Medizintechnik, die Elektro- und Elektronikindustrie, die Bau- und Möbelindustrie sowie Kosmetik und Sport- und Freizeitindustrie, produzieren. Um eine detailliertere Analyse unserer Kundenstruktur durchführen zu können, hat die ALBIS PLASTIC im Frühjahr 2012 begonnen, ihre Kundenaufträge einer Branche zuzuordnen. Auch wenn die Daten aufgrund des relativ kurzen Auswertungszeitraumes noch nicht repräsentativ sind, kann man doch erkennen, dass die Kunststoffverarbeiter, die über ALBIS Materialien beziehen, im Durchschnitt für mindestens zwei Abnehmerbranchen produzieren und somit die konjunkturelle Unabhängigkeit von einzelnen Branchen erhöht ist. Die Kunststoffindustrie zählt zu den frühzyklischen Branchen. Die ALBIS PLASTIC gehört als Zulieferer für die kunststoffverarbeitende Industrie somit zu den ersten Marktteilnehmern, die einen Abschwung, aber auch einen Aufschwung spüren. Die Konjunktur der deutschen Automobilindustrie als eine der Hauptabnehmerbranchen von Kunststoffprodukten behauptete sich 2012 in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld im Vergleich zu den meisten europäischen Märkten gut. Mit knapp 3,1 Millionen Neuzulassungen stützte die deutsche PKW-Nachfrage trotz eines leichten Rückgangs von drei Prozent den westeuropäischen Gesamtmarkt, der 2012 um acht Prozent zurückging. Der internationale Erfolg der deutschen Automobilindustrie ist durch die Exportstärke der heimischen Hersteller mit ihrem Fokus auf höherwertige Fahrzeuge und durch eigene Fertigungsstandorte in den globalen Wachstumsregionen, vor allem in Asien begründet. Der Umsatz der Branche erreichte 2012 einen neuen Rekordwert. Für 2013 erwartet der VDA insgesamt eine stabile Entwicklung der Inlandsproduktion. Das wirtschaftliche Umfeld der inländischen Nutzfahrzeugherstellung war 2012 dagegen durch eine höhere Unsicherheit beeinflusst. Geprägt von der europäischen Staatsschuldenkrise und der in der Folge eingeleiteten Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung ging der europäische Nutzfahrzeugmarkt im Jahr 2012 um 9 % zurück. Auch 2013 sieht die Branche ihre relevanten Märkte mit Unsicherheitsfaktoren belastet und geht daher von einem rückläufigen Investitionsverhalten ihrer Kunden aus. In der deutschen Elektroindustrie lagen die Bestellungen in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres acht Prozent unter dem Vorjahr. Dabei gingen die Aufträge aus dem Inland in einem wesentlich höheren Maße zurück als die aus dem Ausland. Abnehmer aus der Eurozone bestellten jedoch merklich weniger als noch im Vorjahr. Der Branchenumsatz ist zwischen Januar und November 2012 um zwei Prozent gegenüber Vorjahr gesunken. Die Branchenproduktion gab im gleichen Zeitraum ebenfalls um knapp zwei Prozent nach. Für 2013 ist der Branchenverband vorsichtig zuversichtlich, dass die Geschäftstätigkeit im Jahresverlauf anzieht und die Produktion auf den Wachstumspfad zurückführt. Die Verpackungsindustrie ist ebenfalls eine wichtige Abnehmerbranche für die ALBIS PLASTIC. Kunststoff findet sich in nahezu allen Konsumgüterverpackungen, insbesondere für Lebensmittel, aber auch im Kosmetik- und Pharmabereich. Für die Verpackungsindustrie verlief das Jahr 2012 je nach Marktsegment und Geschäftsbereich unterschiedlich. Einen anhaltenden Aufwärtstrend zeigte der Pharma- und Healthcaresektor, der auch im kommenden Jahr die Verpackungsindustrie beflügeln wird. Dabei liegen die Wachstumsmärkte in den Schwellenländern, vor allem in China, Brasilien und Indien. Die ungelösten Schuldenkrisen in der EU und den USA dagegen dämpften den Konjunkturverlauf eher ab. Im Jahr 2012 erwies sich für die Branche die Pharmaindustrie abermals als konjunkturunabhängiger Wachstumstreiber. Motor dieser Entwicklung ist im Wesentlichen die weltweite Zunahme chronischer Erkrankungen und ihrer Behandlungsmöglichkeiten. Zudem profitiert die Branche vom demographischen Wandel, dem wachsenden Wohlstand und dem Bevölkerungswachstum. Es werden immer mehr funktionale Verpackungsprodukte zur einfachen und sicheren Verwendung von Medikamenten benötigt, um diese dann eigenständig und mobil anzuwenden. 2.3 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage ALBIS PLASTIC startete gut in das Jahr 2012. Das hohe Preisniveau des Vorjahres setzte sich auch im Jahr 2012 weiter fort. Zu Beginn des zweiten Quartals setzte eine Kaufzurückhaltung bei unseren Kunden ein, die sowohl saisonbedingt, als auch durch nach wie vor bestehende Unsicherheiten über die weitere konjunkturelle Entwicklung begründet war. Der Auftragsbestand der ALBIS PLASTIC erreichte im Februar 2012 mit 81,8 Mio. EUR den Höchststand des laufenden Jahres und reduzierte sich zum Ende des Jahres auf 66,1 Mio. EUR. Entsprechend verringerten sich auch die offenen Produktionsaufträge von 10.548 Tonnen im Februar 2012 auf 6.634 Tonnen im Oktober 2012. Seit November 2012 verzeichnen die Produktionsstätten in Hamburg und Zülpich wieder steigende Auftragszahlen. Die ALBIS PLASTIC hat im Jahr 2012 insgesamt 174.324 Tonnen abgesetzt. Dies entspricht einem Rückgang um 2,6 % oder 4.727 Tonnen gegenüber dem Jahr 2011. Das anhaltend hohe Preisniveau spiegelt sich in vielen Aktivitäten der ALBIS PLASTIC wider. Der Umsatz der ALBIS PLASTIC sank gegenüber dem Vorjahr von TEUR 473.610 um 2,3 % oder TEUR 10.783 auf TEUR 462.827 und folgte damit nahezu der Absatzentwicklung. Das Phänomen der zeitlich versetzten Anhebung der Verkaufspreise hat im Vergleich zum Vorjahr in dem Berichtsjahr 2012 nicht mehr stattgefunden. Die Verkaufspreise an die Kunden der ALBIS PLASTIC standen in Einklang zu den Rohstoffpreisen, so dass das Margenniveau insgesamt auf Vorjahreshöhe gehalten werden konnte. Die Distribution von Thermoplasten namhafter Polymerhersteller sowie der freie Handel mit Kunststoffen, die nach wie vor den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Unternehmens bilden, konnten die Absatzmenge gegenüber Vorjahr nahezu halten. Mit einer abgesetzten Menge von 112.876 Tonnen wurde das Vorjahresniveau lediglich um 0,6 % oder 649 Tonnen unterschritten. Aufgrund eines gestiegenen Anteils von sogenannten Commodity und Standardprodukten an der Absatzmenge in der Distribution verringerte sich der Umsatz in dieser Aktivität von TEUR 339.153 im Vorjahr um 4,0 % oder TEUR 13.594 auf TEUR 325.559. Die Compoundiertätigkeit der ALBIS PLASTIC umfasst die Produktion eigener technischer Compounds und Spezialitäten sowie die Lizenz- und Lohncompoundierung. Aus diesen Bereichen zusammen wurden im Jahr 2012 61.447 Tonnen verkauft. Verglichen mit dem Jahr 2011 ist dies ein Rückgang um 6,2 % oder 4.079 Tonnen, wobei die einzelnen Aktivitäten zu dieser Entwicklung in unterschiedlichem Maße beigetragen haben. Der veränderte Aktivitäten-Mix in der Compoundierung führte dazu, dass der Umsatz hier von TEUR 139.821 im Vorjahr um 2,1 % oder TEUR 3.006 auf TEUR 142.827 stieg. Der Anteil eigener technischer Compounds und Spezialitäten, die in Ergänzung zum Distributionsportfolio produziert werden, erhöhte sich bezogen auf die abgesetzte Produktionsmenge auf 67 % (Vorjahr: 61 %). Diese Erhöhung ist das Ergebnis gestiegener Absatzmengen an eigenen Compounds und Spezialitäten und rückläufiger Absatzmengen sowohl aus der Lizenz-, als auch aus der Lohncompoundierung. Anpassungen in Bezug auf die Mindestauftragsgrößen bei Eigenproduktion eines Lizenzgebers führten zu den Rückgängen in der Lizenzcompoundierung. Der Anteil in Lizenz gefertigter Produkte an der gesamten abgesetzten Produktionsmenge verringerte sich deshalb von 15 % im Vorjahr auf 12 % im Jahr 2012. Im Zuge des Rückgangs der absoluten Menge in der Lohncompoundierung verringerte sich deren Anteil an der abgesetzten Produktionsmenge leicht von 23 % im Vorjahr auf 21 % im Jahr 2012. In der Lohncompoundierung dient die ALBIS PLASTIC GmbH als verlängerte Werkbank für Polymerproduzenten. Insofern sind die Lohnaufträge immer auch ein Spiegelbild der Auslastungssituation der Produzenten. Der Mengenrückgang 2012 bei der ALBIS PLASTIC GmbH ist insbesondere durch geringere Aufträge eines Produzentenpartners bedingt, dessen verringerte Lohnanfragen bereits Ende 2011 angekündigt wurden. Mit einer produzierten Menge von 64.012 Tonnen in den beiden deutschen Standorten lag das Produktionsvolumen um 0,6 % über dem Vorjahr, jedoch um 3,7 % unter dem Rekordjahr 2010. Mit Hilfe der Flexibilisierungsregelung konnten Auftragsspitzen und -dellen abgefedert werden. Entsprechend der schwächeren Konjunktur, aber auch als Folge eines veränderten Produktmixes sank mit Beginn des zweiten Quartals die durchschnittliche Auslastung zum Jahresende auf 74 %. Im Vorjahr lag die durchschnittliche Auslastung zum Jahresende bei 76 %. Bei der Verteilung der Umsatzanteile der ALBIS PLASTIC nach Regionen gab es im Vergleich zum Vorjahr leichte Veränderungen. Das Unternehmen erwirtschaftete in 2012 83,6 % (Vorjahr: 84,5 %) seines Gesamtumsatzes in Deutschland, 13,5 % (Vorjahr: 13,3 %) in Europa (ohne Deutschland) und 2,9 % (Vorjahr: 2,2 %) im Rest der Welt. Bei einem im Vergleich zum Umsatzrückgang zum Vorjahr nahezu konstanten Rohertrag von TEUR 95.325 (Vorjahr: TEUR 95.691) und gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % niedrigeren Aufwendungen (Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen) von TEUR 79.045 wird zum Ende des Geschäftsjahres 2012 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 22.577 ausgewiesen. Dies liegt um TEUR 1.876 oder 9,1 % über dem Wert des Jahres 2011 in Höhe von TEUR 20.701. Angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten über die konjunkturelle Entwicklung hat die ALBIS PLASTIC ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Zur Erläuterung der Ertragslage wird auf den weiter unten stehenden Abschnitt verwiesen. 2.4 Ertragslage der ALBIS PLASTIC Das Jahresergebnis 2012 setzt sich wie folgt zusammen: Kennzahlen zur Ertragslage
Der Rohertrag zum Ende des Geschäftsjahres blieb gegenüber dem Vorjahr von TEUR 95.691 mit einem leichten Rückgang um 0,4 % oder TEUR 366 nahezu stabil und beträgt TEUR 95.325. Bereinigt man die Rohertragsänderung um die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 1.659, ist der bereinigte Rohertrag um TEUR 2.026 oder 2,1 % gesunken. Damit hat sich der bereinigte Rohertrag proportional gleich zum Umsatz entwickelt. Dies drückt sich auch in der Entwicklung des Materialaufwands aus, der sich gleichlaufend zum Umsatz von TEUR 375.127 um TEUR 8.757 oder 2,3 % auf TEUR 366.369 reduzierte. Die Gesamtaufwendungen (Personalkosten, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen sowie Finanzergebnis vermindert um die betrieblichen Erträge) sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 79.019 auf TEUR 77.737 um TEUR 1.282 oder 1,6 % gesunken. Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, dass im Vorjahr einmalige, in dieser Höhe nicht wiederkehrende Aufwendungen in Höhe von 5,2 Mio. EUR enthalten waren. Bereinigt sind die betrieblichen Aufwendungen deshalb um ca. 3,9 Mio. EUR oder 5,3 % gestiegen. Ausgehend von TEUR 39.252 in 2011 verringerte sich der Personalaufwand um TEUR 659 oder 1,7 % auf TEUR 38.593. Bereinigt um einmalige Effekte des Vorjahres stieg der Personalaufwand um 2,5 Mio. EUR oder 7,0 %. Etwas mehr als die Hälfte dieser Steigerung beruht auf der leicht gegenüber Vorjahr gestiegenen Mitarbeiterzahl bei den Angestellten (423 Mitarbeiter gegenüber 418 Mitarbeiter im Vorjahr) und regulären Gehaltsanpassungen. Die übrigen Personalaufwandszuwächse resultieren aus einer erhöhten Zuführung zu Pensionsrückstellungen (um TEUR 427), erhöhten Gratifikationen (um TEUR 540) und gestiegenen Sozialaufwendungen (um TEUR 175). Die Abschreibungen verringerten sich von TEUR 6.290 im Vorjahr um TEUR 2.110 oder 33,5 % auf TEUR 4.180, wobei der Vorjahreswert Wertberichtigungen auf die Beteiligungen in der Türkei und in Kanada von insgesamt 2,0 Mio. EUR enthielt. Die restliche Abweichung resultiert aus gegenüber dem Vorjahr geringeren Investitionen in technische Anlagen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von TEUR 37.060 im Vorjahr um TEUR 790 oder 2,1 % auf TEUR 36.270. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen reduzierten sich von TEUR 334 im Vorjahr um TEUR 36 oder 10,8 % auf TEUR 298. Die Aufwendungen für Reparaturen, Reinigung und Bewachung reduzierten sich ausgehend von TEUR 7.786 zum Ende des Jahres 2011 auf TEUR 7.101 per Ende des Jahres 2012 und damit um TEUR 685 oder 8,8 %, nachdem Ende 2011 Renovierungsarbeiten am Verwaltungsgebäude in Hamburg abgeschlossen waren. Die Aufwendungen für Werbe- und Reisekosten in Höhe von TEUR 2.333 blieben gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.380 nahezu unverändert, ebenso die Versicherungskosten, die von TEUR 1.456 auf TEUR 1.473 leicht um 1,2 % oder TEUR 17 stiegen. Im Zuge der Leistungsverbesserung der datentechnischen Anbindung der Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft sind die Kosten für Fernsprechgebühren, Datenübermittlung und externe DV-Kosten von TEUR 1.059 im Vorjahr um TEUR 207 oder 19,5 % auf TEUR 1.266 gestiegen. Durch den vermehrten Einsatz von Leiharbeitern in der Compoundierung erhöhten sich die entsprechenden Aufwendungen von TEUR 676 um TEUR 167 oder 24,7 % auf TEUR 843. Im Vergleich zum Vorjahr wurden aus den Tochtergesellschaften im Ausland weniger Dividenden vereinnahmt, um die Kapitalbasis dieser teilweise noch im Aufbau befindlichen Gesellschaften weiter zu stärken. Die Erträge aus Beteiligungen sind infolgedessen von TEUR 6.027 im Vorjahr um TEUR 1.039 oder 17,2 % auf TEUR 4.988 gesunken. Der Netto-Finanzaufwand (Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen) reduzierte sich von TEUR 2.402 im Vorjahr um TEUR 55 auf TEUR 2.347 per Jahresende 2012. Der Finanzaufwand enthält Zinsaufwendungen für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.591 (Vorjahr: TEUR 2.547). Es wird ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 22.577 ausgewiesen. Dies liegt um TEUR 1.876 oder 9,1 % über dem Vorjahr von TEUR 20.701. Nach Abzug aller Steuern erzielte ALBIS PLASTIC im Geschäftsjahr 2012 einen Jahresüberschuss von TEUR 16.143. Dieser liegt ausgehend von einem im Jahr 2011 erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 14.772 um TEUR 1.371 oder 9,3 % über Vorjahr. Umsatzrentabilität und Return on Investment steigerten sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 bzw. um 0,3 Prozentpunkte. 2.5 Finanzlage Die Finanzlage hat sich ausgehend von einer soliden Situation im Vorjahr insgesamt nicht verändert. Kennzahlen zur Finanzlage der Gesellschaft
(Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in % vom Umsatz) Die Reduktion des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit gegenüber Vorjahr um TEUR 2.982 oder 10,3 % ist mit TEUR 1.175 auf gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, die insbesondere auf ein im Vergleich zum Vorjahr umsatzstärkeres 4. Quartal des Geschäftsjahres zurückzuführen sind. Weiterhin konnte der Vorratsbestand weiter reduziert werden, allerdings nicht im gleichen Umfang wie zum Jahresende 2011. Hieraus ergibt sich eine Reduktion des Cashflows gegenüber Vorjahr in Höhe von TEUR 1.692. Der im Geschäftsjahr erwirtschaftete Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde vollständig durch Investitionen in Anlagevermögen, im Konzernverbund gewährte Finanzdarlehen sowie Ausschüttungen an die Gesellschafter verwendet. Neben Investitionen in technische Anlagen wurden bei der ALBIS Türkei zur Stärkung der Eigenkapitalbasis und bei der ALBIS Far East zur Finanzierung der Gründung einer Enkelgesellschaft in China Eigenkapitalerhöhungen in Höhe von 3,5 Mio. EUR bei der ALBIS Türkei und von 3,6 Mio. EUR bei der ALBIS Far East vollzogen. Im Geschäftsjahr 2013 wird es zu einem geplanten Mittelabfluss in Höhe von EUR 7,9 Mio. kommen, bei dem es sich um eine Darlehensgewährung an das Mutterunternehmen OTTO KRAHN (GmbH & Co. KG) bzw. an Dritte handelt. Das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz hat sich von 15,6 % im Vorjahr auf 15,3 % verbessert. Ausschlaggebend hierfür sind die Reduktion des Vorratsbestandes (ohne geleistete Anzahlungen) von TEUR 50.346 in 2011 um TEUR 1.906 oder 3,8 % auf TEUR 48.440 sowie ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund günstigerer Zahlungsbedingungen von TEUR 13.822 um TEUR 3.601 oder 26,1 % auf TEUR 17.423, die die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 27.154 um TEUR 1.175 oder 4,3 % mehr als ausgleichen konnten. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2012 jederzeit gesichert. Dies gilt auch für die ersten Monate im laufenden Geschäftsjahr 2013. Über die Konzernmutter OTTO KRAHN (GmbH & Co.) KG stehen ausreichend Kreditlinien bei namhaften Banken zur Verfügung. Die Kreditlinien wurden von den Banken in vollem Umfang bestätigt und insgesamt erhöht. Da sich ALBIS PLASTIC in wesentlichen Teilen aus Eigenkapital und langfristigen Mitteln der Innenfinanzierung finanziert, wurden Bankdarlehen im abgelaufenen Geschäftsjahr wie im Vorjahr zur Finanzierung nicht genutzt. 2.5.1 Kapitalstruktur des Unternehmens Das Eigenkapital der ALBIS PLASTIC ist im Kalenderjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 87.643 um TEUR 4.458 oder 5,1 % auf TEUR 92.101 gestiegen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich leicht von 53,7 % im Vorjahr auf 53,4 %. Die Pensionsrückstellungen, die einen wesentlichen Anteil an den Fremdverpflichtungen des Unternehmens ausmachen, erhöhten sich aufgrund der Anpassungen durch das BilMoG und auf Basis aktueller Gutachten von TEUR 48.157 in 2011 um TEUR 1.875 oder 3,9 % auf TEUR 50.032. Aufgrund verbesserter Zahlungsbedingungen erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 13.822 im Vorjahr um TEUR 3.601 oder 26,1 % auf TEUR 17.423. Zum Abschlussstichtag 31.12.2012 weist die Bilanz eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 172.499 aus, die um TEUR 9.182 oder 5,6 % zum Vorjahreswert von TEUR 163.317 gestiegen ist. 2.6 Investitionen Der Schwerpunkt der Investitionen lag im Geschäftsjahr 2012 in den Bereichen Rationalisierung und Ersatz sowie in geringem Umfang in Sicherheitsinvestitionen, wobei sich die Investitionen im Produktionsbereich in nahezu gleichen Teilen auf die Werke Hamburg und Zülpich verteilen. Die Belastung des Cashflow durch Investitionstätigkeit ist ausgehend von dem Vorjahr in Höhe von TEUR 6.795 um TEUR 5.543 oder 81,6 % auf TEUR 12.338 gestiegen. Maßgeblich sind hierbei die bereits erwähnten bei der ALBIS Türkei und der ALBIS Far East vorgenommenen Eigenkapitalerhöhungen. Das Gesamtvolumen der Investitionen überschritt die Summe der Abschreibungen um TEUR 8.174. Die Investitionen des Jahres 2012 wurden vollständig aus dem laufenden Cashflow finanziert. 2.7 Vermögenslage Die Bilanzsumme der ALBIS PLASTIC erhöhte sich per Ende 2012 von TEUR 163.317 um TEUR 9.182 oder 5,6 % auf TEUR 172.499. Die immateriellen Vermögensgegenstände, die im Wesentlichen aus entgeltlich erworbenen Lizenzen für Software und Distributionsrechte bestehen, erhöhten sich aufgrund des Erwerbs neuer Vertriebsrechte von TEUR 744 um TEUR 638 oder 85,8 % auf TEUR 1.382. Der Buchwert der Sachanlagen der ALBIS PLASTIC erhöhte sich aufgrund von Anzahlungen für im Bau befindliche Betriebs- und Geschäftsausstattung an den Standorten in Hamburg und Zülpich von TEUR 22.623 in 2011 um TEUR 458 oder 2,0 % auf TEUR 23.081. Kennzahlen zur Vermögenslage
Das Verhältnis der Sachanlagen zur Bilanzsumme ist in 2012 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf 13,4 % zurückgegangen. Für die ALBIS PLASTIC GmbH spiegelt die Ausprägung dieser Kennzahl eine konstant niedrige Kapitalbindung mit geringem Fixkostenaufkommen wider. Insgesamt unterstützt der relativ geringe Anteil des Sachanlagevermögens am Gesamtvermögen die Flexibilität des Unternehmens. Das kurzfristig in Vorräte und Forderungen gebundene Vermögen erhöhte sich von TEUR 103.897 im Vorjahr leicht um TEUR 1.020 oder 1,0 % auf TEUR 104.917, entwickelte sich aber damit nicht proportional zum Umsatzrückgang von 2,3 %. Die Umschlaghäufigkeit der Forderungen hat sich in 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 auf den Faktor 11,5 reduziert. Die im Vergleich zum Vorjahr etwas reduzierte Rückflussgeschwindigkeit der in den Forderungen gebundenen liquiden Mittel zeigt sich, wenn auch geringfügig, ebenfalls in der Kapitalumschlagshäufigkeit. Die in Kassen und auf Bankkonten gehaltenen freien liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 21.168 mit TEUR 21.147 per Ende 2012 nur unwesentlich verändert. 2.8 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.8.1 Personal Der Mitarbeiterstand entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt: Anzahl Mitarbeiter
Die Beschäftigtenzahl der Gesellschaft lag Ende 2012 insgesamt bei 662 Mitarbeitern. In dieser Zahl sind nicht die Mitarbeiter eingerechnet, die unterjährig zum Aufbau der neuen Tochterfirma in Changshu nach China sowie in die Tochtergesellschaft Türkei entsandt wurden. Das Ausbildungsprogramm der ALBIS umfasst neben der Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann auch die Ausbildung zum Fachinformatiker, zum Industriemechaniker, zum Maschinen- und Anlagenführer sowie zum Fachlageristen. Auch im Jahr 2012 gehörten knapp 30 Auszubildende zur Belegschaft des Unternehmens. 2.8.2 Umweltmanagement Langfristige Orientierung und Nachhaltigkeit ist einer der Grundwerte unserer Firmengruppe. Dazu gehört, Wachstum nachhaltig zu gestalten und dabei wirtschaftliche Ziele mit Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz in Einklang zu bringen. Ziel des Unternehmens ist es, den steigenden Anforderungen in Fragen des Umweltmanagements zu entsprechen, wenn dies ökonomisch vertretbar ist. Gesetzliche Vorschriften werden vollständig beachtet. Die konsequente Berücksichtigung von Umwelt- und Klimaschutzaspekten bei laufenden und zukünftigen Bau- und Modernisierungsprojekten wird mit Nachdruck verfolgt. So betreibt die ALBIS PLASTIC seit 2009 eine in einem Forschungsprojekt entwickelte Nachverbrennungsanlage zur Reinigung organisch belasteter Produktionsabluft. Die ALBIS PLASTIC plant im laufenden Geschäftsjahr den Aufbau und die Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001. Das Energiemanagementsystem soll dazu dienen, Einsparmöglichkeiten bei Energieverbrauch kontinuierlich zu erfassen und zu realisieren sowie eine weitere Reduktion der Treibhausgasemissionen zu erreichen. 3 NachtragsberichtNach Abschluss des Berichtsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf oder die Lage der Gesellschaft haben. Risiken, welche die weitere Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. 4 PrognoseberichtDie Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung gehen davon aus, dass die Eurozone insgesamt in 2013 in der Rezession verbleiben wird. Aktuellen Analysen zufolge wird das BIP der Eurozone in 2013 um -0,3 % sinken. Deutschland wird sich weiter von der Entwicklung in der Eurozone abkoppeln. Hier wird ein BIP Wachstum von 0,3 % erwartet, gegenüber 0,7 % in 2012. Neben den bekannten Schwächen der Volkswirtschaften in Südeuropa wird auch die zukünftige Entwicklung in Frankreich kritisch gesehen. Für die deutsche Wirtschaft wird im Zuge einer Stabilisierung der Eurozone und einer Belebung in den sogenannten Emerging Markets eine Erholung vorausgesagt. In der Langfristprognose wird sich das BIP Wachstum in Deutschland in 2014 bei 1,5 % einstellen. Die ALBIS PLASTIC GmbH ist deutlich besser in das neue Geschäftsjahr 2013 gestartet, als das schwächere 4. Quartal 2012 erwarten ließ. Die ersten zwei Monate des Jahres 2013 zeigen eine stabile Nachfrage auf hohem Niveau; der gute Auftragseingang sowohl in der Distributions- und Handelsaktivität als auch in der Compoundierung liegt auf gleicher Höhe wie im Vorjahr. Im Zuge der stabilen Nachfrage wird für das laufende Geschäftsjahr ein moderates Mengen- und Umsatzwachstum gegenüber 2012 erwartet. Es wird im Vergleich zum Vorjahr mit konstanten Rohmargen gerechnet. Die Umsetzung der strategischen Wachstumsziele macht einen Aufbau von Ressourcen, Investitionen und strukturelle Anpassungen von bestimmten Geschäftsprozessen erforderlich. Dies wird im laufenden Geschäftsjahr zu gegenüber dem Vorjahr erhöhten Aufwendungen insbesondere bei den Personalkosten, in der Datenverarbeitung und bei den Abschreibungen führen. Insgesamt wird deshalb mit einem gegenüber 2012 rückläufigen Ergebnis für 2013 gerechnet. 5 Chancen-/Risikobericht5.1 Risikobericht Die ALBIS PLASTIC GmbH geht unternehmerische Risiken ein, wenn dadurch ein angemessener Beitrag zur Unternehmenswertsteigerung erwartet werden kann. Elementares Steuerungsinstrument dabei ist ein differenziertes Risikomanagementsystem, das sich aus einem Früherkennungssystem und der strategischen Unternehmensplanung zusammensetzt und langfristige Chancen und Risiken identifiziert, bewertet und in Beobachtung hält. Das laufende Berichtswesen der Gesellschaft liefert darüber hinaus aus allen Unternehmensebenen aktuelle Informationen zur Geschäftsentwicklung und stellt die Steuerung der betrieblichen Abläufe auf kurze Sicht sicher. Die globalen Ethikrichtlinien der Otto Krahn Gruppe unterstützen die Unternehmensführung zudem in ihrem Bestreben, allen internen und externen Unternehmensbeteiligten die herausragende Bedeutung zu vermitteln, die im Unternehmen der Beachtung gesetzlicher Bestimmungen beigemessen werden, und sollen zur Nachahmung motivieren. Verbunden mit dem Ziel, die Effizienz der gesamten betrieblichen Abläufe hinsichtlich ihrer Effektivität und Effizienz zu überprüfen, ist unter der Regie externer Beratungsleistung in 2012 ein unternehmensweites Projekt zur Prozessoptimierung angelaufen. Das Projekt ist in drei Phasen gegliedert und soll als Initiative zur Steigerung der Transparenz verstanden werden, nach Möglichkeit die Produktivität erhöhen, indem überzählige Schnittstellen in Handlungsabläufen reduziert werden, und somit nachhaltig die Kundenzufriedenheit steigern. Konjunkturelle Risiken Konjunkturschwankungen bilden sich in der Geschäftsentwicklung der ALBIS PLASTIC als Lieferant industrieller Rohstoffe verhältnismäßig früh ab. Insbesondere im Bereich Compoundierung führt eine sich abschwächende Konjunktur vielfach zu Minderauslastungen der vorhandenen Produktionskapazitäten. Die große Anwendungsbreite des ALBIS-Produktsortiments hat dem Unternehmen in der Vergangenheit einen nachhaltigen Zugang zu allen relevanten Abnehmerbranchen erschlossen. Über diese Diversifizierung kann die Wirkung einzelner Branchenzyklen auf das Unternehmen gepuffert werden. Branchenrisiken Der wirtschaftliche Erfolg eines Distributionsunternehmens in der Kunststoffindustrie wird nachhaltig durch die Vielfalt und Breite des angebotenen Produktsortiments bestimmt. Mit Produzenten von Kunststoffrohstoffen, die der Distributeur vertreibt, werden deshalb nach Möglichkeit längerfristige Verträge geschlossen, die den Vertrieb in bestimmten Absatzregionen und/oder Segmenten regeln. In Folge wesentlicher Strukturveränderungen der Markt- und Wettbewerbsverhältnisse seitens der Polymerhersteller besteht für Distribuiere grundsätzlich das Risiko, dass sich für sie die Parameter der Zusammenarbeit verändern, weil zum Beispiel nach Unternehmensübernahmen oder -verkäufen eine Neuordnung bestehender Distributionsverträge notwendig wird oder der Vertrieb der Produkte gänzlich neu aufgestellt wird. Durch ein professionelles Lieferantenmanagement konnte das Unternehmen in der Vergangenheit derartige Geschäftsverluste vermeiden. Im Gegenteil, durch die Pflege bestehender Lieferantenverbindungen und den Zugewinn neuer Lieferanten hat das Unternehmen von den Entwicklungen in der chemischen Industrie profitiert. Weiterhin birgt die zunehmende Verbreitung so genannter Beistellkonzepte ein gewisses Risiko für Absatzverluste der ALBIS PLASTIC. Beistellvereinbarungen zwischen Großabnehmern und Polymerherstellern zur Belieferung von Zulieferern können zur Ausschaltung der Handelsstufe führen und erfordern auf Herstellerseite komplexe und damit kostenintensive Logistikprozesse. Der Einfluss der EU-Chemikalienrichtlinie (REACH) auf die Geschäftsentwicklung der ALBIS PLASTIC GmbH ist nicht vollständig abzuschätzen. Bei der Akquise neuer Lieferantenpartner außerhalb der EU kann es eventuell zu Einschränkungen kommen, sofern diese keine Registrierung für ihre Produkte vorweisen können. 2013 wird zahlenmäßig der größte Anteil an Registrierungen anfallen. In einzelnen Fällen kann es durch sogenannte Auslistung von Produkten oder durch Verzicht überseeischer Lieferanten auf die Registrierung ihrer Produkte zu Absatzeinbußen kommen. Die Dokumentationsanforderungen, die im Rahmen der EU-Chemikalienrichtlinie einzuhalten und sukzessive umzusetzen sind, werden mit zusätzlichem bürokratischen Aufwand und Kosten verbunden sein, die kurzfristig zu einer Verschlechterung der Profitabilität führen können. Marktrisiken Grundsätzlich versucht die ALBIS PLASTIC über die kontinuierliche Beobachtung ihrer Märkte, durch eine sorgfältige Lieferantenauswahl und durch die Schaffung effizienter Rahmenbedingungen den Marktrisiken entgegenzuwirken. So gilt es die Verfügbarkeit und die Qualität der Rohstoffe und Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen für die Kunden der ALBIS zu sichern. Steigende Rohstoffpreise und ein erhöhter Kostendruck können dazu führen, dass sich Kunden verstärkt um alternative Lieferquellen bemühen. Dies führt zu einer steigenden Wettbewerbsintensität. Ein erhöhter Preiswettbewerb birgt das Risiko sinkender Margen. Diesem Risiko wirkt das Unternehmen durch die kontinuierliche Erweiterung der Produktpalette und der Neuentwicklung thermoplastischer Compounds entgegen. So wurde im Jahr 2012 die Einführung eines auf Polypropylen basierten Compounds forciert, welches durch innovative Rezepturen und Verfahrenstechniken die Lücke zwischen Massen- und technischen Kunststoffen schließt. Lieferantenseitig würden ein längerfristiger Produktionsausfall sowie ein insolvenzbedingter Wegfall von Produzenten negative Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe zur Folge haben, da ein Lieferant für ein definiertes Produktportfolio nicht unmittelbar ersetzt werden kann und weil bei bestimmten Produkten eine hohe Abhängigkeit von wenigen Lieferanten besteht. Kostenseitig besteht für die ALBIS PLASTIC das wesentliche Risiko in Preiserhöhungen für die gehandelten Produkte. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Preiserhöhungen nicht immer vollständig an den Absatzmarkt weiter gegeben werden können. Aufgrund der Personalintensität der Geschäftsprozesse des Unternehmens besteht ein weiteres Risiko in der Tarifentwicklung der eigenen Beschäftigten. Finanzielle Risiken Vor dem Hintergrund der europäischen Schulden- und Bankenkrise haben die Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken insgesamt zugenommen. Durch eine kontinuierliche Optimierung des Working Capital, einer breiten Bankenstreuung und eines zentralen Liquiditätsmanagements für die Firmengruppe wird diesem Risiko begegnet. Bestehende Kreditlinien der Banken wurden in vollem Umfang bestätigt und insgesamt erhöht. In Einzelfällen bestehen Coenens in Bezug auf die Erreichung einer bestimmten Eigenkapitalquote. Dieses Kriterium ist so fixiert, dass bei der derzeitig sehr guten Kennzahl das Risiko eines Unterschreitens des Coenens Limits sehr unwahrscheinlich ist. Das Unternehmen ist bei der Beschaffung von Rohstoffen und Handelswaren sowie bei der Veräußerung von Fertigerzeugnissen und Waren Wechselkursrisiken ausgesetzt. Der größte Teil der Wertschöpfung wird jedoch in der Eurozone erzielt. Wechselkursrisiken wird mit dem angemessenen Abschluss handelsüblicher Devisentermingeschäfte oder durch Anpassung der Finanzierungsstruktur zur Erreichung von sog. "neutral Helges" begegnet. Die Strategie dabei ist, Fremdwährungsrisiken möglichst gering zu halten. Ein weiteres Risiko liegt in einer möglichen Kundenzahlungsunfähigkeit. Das Kreditausfallrisiko wird konzernweit durch Kreditversicherungen begrenzt. Die ALBIS PLASTIC beobachtet sorgfältig die Entwicklung ihrer Außenstände und das Zahlungsverhalten, um das Risiko von Forderungsausfällen gering zu halten und plötzliche Ausfälle zu vermeiden. Die Geschäftsjahre 2003 bis einschließlich 2007 der inländischen Konzerngesellschaften waren im Geschäftsjahr 2009 Gegenstand einer steuerlichen Außenprüfung. Diese Prüfung ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Weitere Forderungen gegen die ALBIS PLASTIC GmbH könnten neben bereits vorgenommenen steuerlichen Korrekturen im Zusammenhang mit als Vermittlungsentgelt verbuchten Aufwendungen erhoben werden. Rechtliche Risiken Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit ist das Unternehmen auch in Rechtsstreitigkeiten involviert. Risiken, die sich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ergeben können, werden innerhalb des Unternehmens kontinuierlich identifiziert, bewertet und kommuniziert. Aus laufenden rechtlichen Auseinandersetzungen werden keine wesentlichen Beeinträchtigungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ALBIS PLASTIC GmbH erwartet. IT Risiken Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation der Gesellschaft basieren zunehmend auf Informationstechnologien. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall der globalen und regionalen IT-Systeme kann zu einem Datenverlust und einer ernsthaften Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. Um diese Risiken zu minimieren und die Systeme im notwendigen Maße abzusichern, erfolgt eine Einstufung der Systeme gemäß ihrer Relevanz für die Geschäftsprozesse. Basierend auf diesen mit den Geschäftsbereichen abgestimmten Verfügbarkeits- und Sicherheitsanforderungen und daraus resultierenden Service Level Agreements (SLAs) werden die Systeme des Unternehmens durch eine Vielzahl von Maßnahmen gegen Risiken wie Datenverlust, Ausfälle und Manipulationen geschützt. Neben den technischen Maßnahmen gelten unternehmensweite ITSicherheitsrichtlinien, die den Mitarbeitern IT Risiken aufzeigen und Handlungsanweisungen geben. Die Summe der technischen und organisatorischen Vorkehrungen reduzieren die unvermeidbaren IT Risiken auf das kleinste unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vertretbare Maß. Sonstige Risiken Besondere Umweltrisiken ergeben sich aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens nicht. Den sich aus dem demografischen Wandel und einem vermehrt spürbaren Mangel an Fachkräften ergebenden Risiken im Bereich Personal wirken wir durch personalstrategische Maßnahmen entgegen. Diese Maßnahmen richten sich zum einen an Mitarbeiter des Unternehmens und zum anderen an potentielle Mitarbeiter. Hierzu gehört insbesondere das Instrument des Leistungsbeurteilungsprozesses, der neben einem regelmäßigen Feedback zwischen Mitarbeiter und Führungskraft vor allem auch dazu dient, Schulungsbedarfe zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen umzusetzen, um das Fachwissen im Unternehmen auf einem aktuellen Stand zu halten. Ein weiteres wichtiges Ziel des Leistungsbeurteilungsprozesses ist es, Mitarbeiter im Rahmen eines Talent-Identifikations-Prozesses zu erkennen, die in besonders hohem Maße zum Unternehmenserfolg beitragen. Mit den im Rahmen der Beurteilung identifizierten Mitarbeitern werden - mit dem Ziel der Mitarbeiterbindung - individuelle Entwicklungspläne erarbeitet und umgesetzt. Darüber hinaus nimmt das Unternehmen regelmäßig an HR Messen teil, um die Arbeitgebermarke zu stärken und das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber im Markt für potentielle Mitarbeiter zu präsentieren. Weitere Risiken, welche die weitere Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen können, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. 5.2 Beurteilung der Gesamtrisikosituation Mittelfristig sind für die kommenden zwei Jahre keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlichen negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen könnten und damit als existenz- oder bestandsgefährdend einzustufen wären. Aufgrund der Kapitalausstattung und der zur Verfügung stehenden Finanzmittel ist die Fortführung des Unternehmens in den nächsten Jahren gesichert. 5.3 Chancenbericht In der Kunststoffdistribution und -compoundierung eröffnen sich auch weiterhin gute Möglichkeiten für Wachstum. Die ALBIS PLASTIC ist zusammen mit ihren ausländischen Tochtergesellschaften in den besetzten Marktsegmenten hierfür gut positioniert. Wachstumsmöglichkeiten ergeben sich jeweils sowohl aus einer Erweiterung und Optimierung des Produktportfolios als auch aus der Erschließung neuer Märkte im Ausland. In der Kunststoffdistribution in Europa besteht weiterhin die Tendenz, dass große Polymerhersteller mit möglichst wenigen Partnern in der Betreuung von kleinen und mittleren Abnehmern zusammenarbeiten. Infolgedessen hat sich die Branche der Kunststoffdistributeure konsolidiert. Die Wachstumsmöglichkeiten in der Distribution bestimmen sich nicht allein durch die allgemeine konjunkturelle Entwicklung, sondern insbesondere auch durch die Gestaltung der Zusammenarbeit von Polymerhersteller und Distributeur. So können Märkte, die für einen Produzenten aufgrund geringerer Wachstumsdynamiken von untergeordnetem Interesse sind, für einen Distributeur dennoch attraktiv sein. In solchen Märkten tendieren Produzenten dazu, einen größeren Geschäftsanteil an den Distributionspartner zu delegieren. Aufgrund dieser Tatsache und durch die Übernahme weiterer Vertretungsrechte in bisher nicht abgedeckten Regionen ergibt sich ausreichend Wachstumspotential, um ausgehend von der führenden Marktposition in Zentraleuropa in weiteren Ländern Europas eine führende Marktposition in der Kunststoffdistribution zu erlangen. Der ALBIS PLASTIC Gruppe wurden im Jahr 2012 neue Distributionsrechte übertragen und für das Jahr 2013 neue Rechte avisiert. So startete z.B. im Laufe des Jahres 2012 eine nicht exklusive Distribution für Bayer MaterialScience in der Türkei, für Lucite in Russland, für die Eastman Produkte in Slowenien sowie für Lyondell Basell in Slowenien und Bulgarien. Die Tatsache, dass Produzentenpartner kontinuierlich an die ALBIS PLASTIC GmbH mit der Übertragung von Vertriebsrechten herantreten, betrachtet das Unternehmen als eine Bestätigung, weil es als Zeichen für die verlässliche und stabile Zusammenarbeit der Vergangenheit und der Zukunft gedeutet werden kann. Im Bereich der Kunststoffcompoundierung führen Produktinnovationen zu der Erschließung neuer Anwendungsgebiete und regionale Expansion zu Geschäftsausweitung. Um diese Möglichkeiten umfassend auszuschöpfen, investiert das Unternehmen in Personal- und Produktentwicklungsressourcen und forciert seine globale Präsenz. Der chinesische Markt birgt für die Kunststoffindustrie ein großes Wachstumspotential. Der Verbrauch von technischen Kunststoffen in China hat sich in der Vergangenheit rasant entwickelt und wird nach Einschätzung des Branchenverbandes CEPIA auch zukünftig mit jährlichen Steigerungsraten von ca. 10 % wachsen. Motor dafür ist der wachsende Wohlstand im Lande, der mit zunehmender Nachfrage nach hochwertigen Gütern der Haushalts-, Elektronik- und Automobilindustrie sowie im Bauwesen verbunden ist. Gleichzeitig steigert der zunehmende Export aus China die Produktionsmengen vor Ort. Die heute in China bestehenden Produktionskapazitäten werden auf mittlere Sicht jedoch nicht ausreichen, die Importabhängigkeit bei technischen Thermoplasten spürbar herabzusetzen. Als führendes Industrieproduktionsland hat China großes Interesse daran, die inländischen Produktionskapazitäten für technische Kunststoffe zu stärken. In Folge ihrer weltweiten Neuausrichtung investiert die ALBIS PLASTIC zur Zeit in den Aufbau einer eigenen Compoundierstätte in Changshu, China, in der Nähe von Shanghai. In 2012 wurden zu diesem Zweck bereits erste Mitarbeiter vom Standort Hamburg nach Changshu entsandt, um sowohl den Produktionsbetrieb als auch den Aufbau einer leistungsfähigen Marketing- und Salesorganisation voran zu bringen. Die Aktivitäten der ALBIS PLASTIC auf dem chinesischen Markt, auf dem das Unternehmen bereits seit 1971 mit der Handelsniederlassung in Hongkong repräsentiert ist, erhalten durch die Errichtung einer Produktionsstätte eine neue Qualität und unterstreichen das strategische Ziel der Geschäftsführung, neben dem Ausbau des Kerngeschäftes in Europa insbesondere die Aktivitäten der Gesellschaft auf den globalen Wachstumsmärkten (BRICS-Staaten) zu intensivieren. Im US-amerikanischen Markt konnte die ALBIS PLASTIC in den letzten Jahren das Geschäft mit eigenen Kunststoffcompounds überdurchschnittlich steigern. Die Wachstumsmöglichkeiten sind hier bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Das Unternehmen baut deshalb seine Ressourcen in der technischen Beratung und dem Vertrieb in den USA und in Mexiko weiter aus. In weiteren Regionen bieten sich zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten sowohl für die Kunststoffdistribution, als auch für den Absatz eigen compoundierter Produkte an. Während die Konjunktur in der Europäischen Union unter den Belastungen der Schuldenkrise leidet, erfreut sich die Kunststoffindustrie in der Türkei anhaltend hoher Wachstumsraten. Es wird davon ausgegangen, dass der Gesamtverbrauch an polymeren Werkstoffen im kunstoffverarbeitenden Gewerbe des Landes von anhaltender Dynamik geprägt sein wird und in der europäischen Rangfolge dauerhaft auf den zweiten Platz vorrücken kann. Die Türkei profitiert dabei als Fertigungsstandort und als Handelsplatz im besonderen Maße von der vorteilhaften Lage zwischen dem Nahen Osten und den europäischen Märkten. Nach vorläufigen Zahlen des nationalen Verbandes der Kunststoffindustrie PADGER dürfte die türkische Kunststoffverarbeitung in 2012 einen Zuwachs um 9 % erreicht haben und damit im türkischen Branchenvergleich eine überdurchschnittliche Entwicklung aufweisen. Über die französische Tochtergesellschaft ALBIS France werden die Geschäftsaktivitäten in Nordafrika koordiniert. Trotz der unruhigen politischen Veränderungen in dieser Region sind die Maghreb-Staaten nach wie vor wirtschaftlich sehr interessante Länder für die ALBIS PLASTIC. Frankreich pflegt traditionell vielschichtige Verbindungen nach Nordafrika, so dass es nahe liegt, den Aufbau des Brückenkopfes in diese Region über Frankreich zu koordinieren und diese Aufgabe seit dem Sommer 2012 mit einer eigenen Beratungsgesellschaft ALBIS Tunisia zu steuern. Die ALBIS Gruppe verbindet das umfangreiche Produktangebot eines Distributeurs führender Produzenten mit der Flexibilität eines Compoundeurs, der Kunden auch bei kleinvolumigen Anwendungen individuelle Produktlösungen anbietet. Wegen dieses umfassenden Produktangebotes in Verbindung mit einer sehr breiten Aufstellung der ALBIS Gruppe im Markt und einer hohen Vertriebskompetenz bewertet die ALBIS PLASTIC die zukünftige Entwicklung als positiv.
Hamburg, 28. März 2013 Geschäftsführung Dr. Jörg Schottek Frank Kriebisch Hans-Jochen Lorenzen Carsten Wörner Bilanz zum 31. Dezember 2012der ALBIS PLASTIC GmbH, HamburgAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012der ALBIS PLASTIC GmbH, Hamburg
Anhang für das Geschäftsjahr 2012der ALBIS PLASTIC GmbH, Hamburg1. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss der ALBIS PLASTIC GmbH, Hamburg, wird entsprechend den Bestimmungen des dritten Buches des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Anlagevermögen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens (einschließlich entgeltlich erworbener immaterieller Anlagegüter) werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf die betrieblichen Erfahrungen abgestellt. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden in der Regel linear abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 410,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Aus Wesentlichkeitsgründen wird diese Vorgehensweise auch für den handelsrechtlichen Jahresabschluss übernommen (TEUR 216; Vj. TEUR 257). Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten - ggf. vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen - bewertet. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Dabei wird grundsätzlich die Methode des gewogenen Durchschnittspreises unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angewandt. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Prinzips der verlustfreien Bewertung angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen, sofern sie durch die Fertigung veranlasst sind. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Pensionsrückstellungen Der Wert der Pensionsverpflichtungen wurde mit dem Erfüllungsbetrag unter Zugrundelegung der aktuellen Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der versicherungsmathematischen "Projected-Unit-Credit-Method" auf Basis nachfolgender Parameter errechnet:
Bis auf die verbliebene Unterdeckung in Höhe von TEUR 2.272 aus der Neubewertung zum 1.1.2010 nach der Umstellung auf das BilMoG sind alle Verpflichtungen vollständig passiviert. Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen Für die Bewertung der Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen werden ebenfalls die Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der sich aus versicherungsmathematischen Gutachten ergibt. Altersteilzeitrückstellungen Zugrunde gelegt wird die Bewertungsmethode analog IDW RS HFA 3. Der Rechnungszinssatz beträgt 5,05 % p. a. Weitere Parameter sind:
Für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung bzw. für die Kranken- und Pflegeversicherung werden Beitragsbemessungsgrenzen von EUR 69.600,00 bzw. EUR 47.250,00 berücksichtigt. Jubiläumsrückstellungen Zugrunde gelegt wird die "Projected-Unit-Credit-Method".
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährung Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kursrisiken im Zusammenhang mit Forderungen aus Handelsgeschäften sowie der Vergabe von Fremdwährungsdarlehen an Tochtergesellschaften werden grundsätzlich durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Latente Steuern Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden latente Steuern gebildet. Soweit sich aus dem Saldo von passiven und aktiven latenten Steuern insgesamt ein Aktivüberhang ergibt, wird gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB auf den Ansatz von latenten Steuern verzichtet. 2. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 15.085 (Vj. TEUR 16.461) Tochtergesellschaften. Die Forderungen gegen ausländische Tochtergesellschaften betreffen in Höhe von TEUR 11.916 (Vj. TEUR 10.276) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren werden kurzfristige Darlehen einschließlich Zinsen in Höhe von TEUR 1.431 (Vj. TEUR 7.836) ausgewiesen. Auf diese Darlehen waren zum Stichtag 2012 keine Einzelwertberichtigungen vorgenommen (Vj. TEUR 6.176). Darüber hinaus sind Forderungen aus einem in 2011 etablierten Cashpooling in Höhe von TEUR 1.739 (Vj. TEUR 1.617) enthalten. Zum Bilanzstichtag werden keine Forderungen aus Dividenden ausgewiesen (Vj. TEUR 2.550). Auf die Rückzahlung des vollständig wertberichtigten Darlehens an die Albis Plastics Corp., Sugar Land/USA, wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 28.03.2012 verzichtet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 6.068 (Vj. TEUR 3.884) Forderungen gegen Gesellschafter, die in Höhe von TEUR 728 (Vj. TEUR 276) aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit dem Hauptgesellschafter resultieren, und mit bestehenden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 23) saldiert ausgewiesen werden. Des Weiteren beinhalten sie als Tagesgeld gewährte Mittel an den Hauptgesellschafter in Höhe von TEUR 5.340 (Vj. TEUR 3.608). Weiterhin bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 101 (Vj. TEUR 92) gegen die Schwestergesellschaft Krahn Chemie GmbH. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit TEUR 3.975 (Vj. TEUR 4.137) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Aktive latente Steuern Der für die Berechnung der latenten Steuern angewendete kombinierte Steuersatz beträgt 31,55 %. Dieser setzt sich aus dem Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag von 15,82 % und einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 15,73 % zusammen. Die Latenzen beruhten auf temporären Differenzen im Sach- und Finanzanlagevermögen, bei den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB wird Gebrauch gemacht und auf den Ausweis der sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern verzichtet. Bilanzgewinn Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 3 enthalten. Im Berichtsjahr wurden TEUR 3.085 in die sonstigen Gewinnrücklagen eingestellt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen gemäß BilMoG ergab sich zum 1. Januar 2010 ein zusätzlicher Rückstellungsbedarf von TEUR 5.339. Dieser Unterschiedsbetrag ist bis spätestens zum 31. Dezember 2024 mit mindestens TEUR 356 jährlich anzusammeln. Im Berichtsjahr wurden von dem Unterschiedsbetrag TEUR 356 den Pensionsrückstellungen als außerordentlicher Aufwand zugeführt, so dass zum Bilanzstichtag 2012 noch ein Fehlbetrag von TEUR 2.272 besteht. Die Anzahl der versorgungsberechtigten Personen betrug am Jahresende 593 (Vj. 593). Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen unterliegen dem üblichen Eigentumsvorbehalt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 5.350 (Vj. TEUR 5.387). Es handelt sich hauptsächlich um Finanzverbindlichkeiten, von denen TEUR 5.023 (Vj. 4.187) aus dem internationalen Cashpooling stammen. Eine kurzfristige Darlehensaufnahme existierte nicht (Vj. TEUR 1.200). Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 327 (Vj. TEUR 0). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Unter den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sind die zugunsten von ausländischen Tochtergesellschaften abgegebenen Bürgschaften und Patronatserklärungen mit TEUR 7.386 (Vj. TEUR 10.449) enthalten. Die Inanspruchnahme aus diesen überwiegend in Fremdwährungen gegebenen Bürgschaften und Patronatserklärungen ist auf rund EUR 24,7 Mio. (Vj. EUR 20,6 Mio.) beschränkt. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Patronatserklärungen sowie aus gesamtschuldnerischer Haftung wird aufgrund der Bonität und des Zahlungsverhaltens der Begünstigten in der Vergangenheit als sehr gering eingeschätzt. Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen derzeit nicht vor. Zusätzlich ergeben sich folgende finanzielle Verpflichtungen von insgesamt TEUR 3.631, die sich wie folgt aufteilen (in TEUR):
Am Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von TEUR 1.073 (Vj. TEUR 1.016). 3. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzzusammensetzung nach Sparten (in Mio. EUR)
Umsatzanteile nach Regionen (in Prozent)
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 359 (Vj. TEUR 193) ausgewiesen. Periodenfremde Aufwendungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden, fielen in Höhe von TEUR 221 (Vj. TEUR 244) an. Verbundene Unternehmen Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit TEUR 4.988 (Vj. TEUR 6.027) verbundene Unternehmen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 314 (Vj. TEUR 331) und die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit TEUR 32 (Vj. TEUR 88) verbundene Unternehmen. Kursgewinne und -verluste Den Aufwendungen aus Kursdifferenzen von TEUR 298 (Vj. TEUR 334) standen im Berichtsjahr Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 321) gegenüber. Auf- und Abzinsung von Rückstellungen Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 2.591 (Vj. TEUR 2.547) Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen. Außerordentliche Aufwendungen Aus der Zuführung von 1/15 des Unterschiedsbetrages aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen gemäß BilMoG im Jahr 2010 resultiert ein außerordentlicher Aufwand von TEUR 356 (Vj. TEUR 356). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Ausweis betrifft die Gewerbe- und Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) und entfällt mit TEUR 5.916 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2012. 4. Sonstige AngabenBeteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft ist am Stichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:
Personal Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl (einschließlich Teilzeitkräfte, auch wenn ihre Tätigkeit nur geringfügig ist) entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt:
Die Anzahl der Pensionsempfänger betrug am Bilanzstichtag 202 (Vj. 192). Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung in 2012 betrugen TEUR 1.710. Bezüglich der Darstellung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Vorjahr wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. An frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen geleistete Zahlungen betrugen TEUR 407. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.222 (Vj. TEUR 4.819). Bezüglich der Darstellung der an frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen geleisteten Zahlungen im Vorjahr wird ebenfalls von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft sichert sich gegen Wechselkursrisiken aus Absatz- bzw. Einkaufskontrakten durch den Abschluss von handelsüblichen Devisentermingeschäften ab. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Devisentermingeschäfte:
In Höhe des beizulegenden Werts der Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Forderungen aus Handelsgeschäften, die am Bilanzstichtag einen negativen Marktwert aufwiesen, wurden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von TEUR 12 passiviert. Für in Fremdwährung gewährte Finanzkredite an verbundene Unternehmen wurden zum Bilanzstichtag Bewertungseinheiten mit den zur Absicherung abgeschlossenen Devisentermingeschäften in Höhe von TRUB 60.000 gebildet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung zwischen den Fremdwährungsforderungen und den Devisentermingeschäften ist gegeben, weil die Geschäfte dem jeweils gleichen Fremdwährungsrisiko unterliegen und die Beträge von Grund- und Sicherungsgeschäft kongruent sind und sich vollständig ausgleichen. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten wird prospektiv dadurch sichergestellt, dass die Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen. Bei der Bilanzierung der Bewertungseinheiten wird die sogenannte "Durchbuchungsmethode" angewendet, wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko bilanziert werden. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung von Wechselkursrisiken in eine Bewertungseinheit einbezogen worden sind:
Konzernabschluss Die Muttergesellschaft der ALBIS PLASTIC GmbH, die Krahn Verwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg, stellt nach § 264 HGB i. V. m. § 290 HGB einen Konzernabschluss unter Einbeziehung der Albis-Gruppe auf und veröffentlicht diesen. Der Konzernabschluss der Krahn Verwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat gemäß § 291 Abs. 1 HGB befreiende Wirkung für die ALBIS PLASTIC GmbH. Der dennoch freiwillig aufgestellte Konzernabschluss der ALBIS PLASTIC GmbH beinhaltet den kleinsten Kreis von Unternehmen. Der von der Muttergesellschaft, Krahn Verwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, aufgestellte Konzernabschluss beinhaltet den größten Kreis von Unternehmen. Letzterer wird im amtlichen Unternehmensregister bekannt gemacht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Muttergesellschaft ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg (HRB 17162) eingetragen. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung besteht aus den Herren:
Aufsichtsrat Der unter den Voraussetzungen der §§ 76 - 77a BetrVG 1952 gebildete Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 72 (Vj. TEUR 72). Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers erfolgt im Konzernabschluss der Krahn Verwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung. 5. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn 2012 einen Betrag in Höhe von EUR 11.584.842,00 auszuschütten.
Hamburg, 28. März 2013 Dr. Jörg Schottek Frank Kriebisch Hans-Jochen Lorenzen Carsten Wörner Entwicklung des Anlagevermögens , im Geschäftsjahr 2012der ALBIS PLASTIC GmbH, Hamburg
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Albis Plastic GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 28. März 2013 Ebner
Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer Sven Metzger, Wirtschaftsprüfer Der vorliegende Jahresabschluss wurde am 14. Mai 2013 festgestellt. Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2012der ALBIS PLASTIC GmbH, HamburgDer Aufsichtsrat wurde unter der Voraussetzung der §§ 76 - 77 a BetrVG 1952 am 28. März 2012 bestellt. Die konstituierende Sitzung fand am 8. Juni 2012 statt. Der Aufsichtsrat hat sich seinen gesetzlichen Aufgaben entsprechend von der Geschäftsführung während des Geschäftsjahres über die allgemeine Geschäftsentwicklung und über wichtige Einzelvorgänge unterrichten lassen und in verschiedenen Aufsichtsratsitzungen erörtert. Die von der Gesellschafterversammlung am 08.06.2012 zum Abschlussprüfer bestellte und mit Schreiben vom 20.09.2012 von der Geschäftsführung beauftragte Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfergesellschaft, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2012 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Lagebericht und billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss.
Hamburg, 07.06.2013 Thorsten Albrecht, Vorsitzender |
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