Pylos Beacon Warehouse GmbH
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Michael Josef Koch since 6/6/2024 | Managing Director |
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Official financial statements and annual reports
OASE Living Water GmbHHörstelKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022I. Grundlagen der GruppeDie OASE Gruppe mit Hauptsitz in Hörstel (Nordrhein-Westfalen), Produktionsstätten in Deutschland, Italien, Niederlanden, China, Großbritannien, USA und dem Competence Center für Professional Fountain Design in Singapur ist in zwei Geschäftsfeldern aktiv:
Die zentralen Leistungsindikatoren (KPI) für die OASE Gruppe sind Umsatzerlöse (vgl. hierzu Abschnitt II.2.). und das um Sondereffekte bereinigte EBITDA sowie die sich daraus ergebende EBITDA-Marge (vgl. hierzu Abschnitt III.1.). II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Lage und Entwicklung der Branche a) Gesamtwirtschaftliche Lage Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer Unsicherheit in der Grundtendenz abgeschwächt. Bremsend wirkt inzwischen auch die Geldpolitik, die angesichts eines auf breiter Front hohen Inflationsdrucks ausgesprochen rasch gestrafft wird. Die Produktion blieb bis in den Herbst hinein insgesamt zwar weiter aufwärtsgerichtet, wobei Impulse von nachlassenden Lieferengpässen und der weiter fortschreitenden Normalisierung der Aktivität in den von der Corona-Pandemie besonders getroffenen Wirtschaftsbereichen ausgingen. Zum Jahresende hin hat sich die wirtschaftliche Dynamik aber wohl nochmals merklich verringert. Vor allem die großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften stehen derzeit trotz erheblicher fiskalischer Stützungsmaßnahmen vor einer Phase schwacher Konjunktur. Gleichzeitig bleiben die Probleme für die chinesische Wirtschaft groß. Während die Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) mit 3,2 Prozent in diesem Jahr um 0,3 Prozentpunkte stärker zulegen dürfte als im September prognostiziert, erwarten wir für das nächste Jahr unverändert einen Anstieg um nur 2,2 Prozent. Für das Jahr 2024 hat sich unsere Erwartung mit 3,2 Prozent sogar leicht reduziert, vor allem weil wir eine Erholung der US-Konjunktur erst für den späteren Verlauf des Jahres 2024 erwarten. Die Inflation dürfte zwar ihren Höhepunkt überschritten haben und im Prognosezeitraum dank niedrigerer Rohstoffpreise und abnehmender konjunktureller Anspannungen deutlich zurückgehen. Der zugrunde liegende Preisauftrieb dürfte aber allenfalls gegen Ende des Prognosezeitraum wieder in die Nähe der Zielmarken sinken. Der Anstieg der Weltproduktion hat sich nach schwachem erstem Halbjahr im dritten Quartal vorübergehend verstärkt. Die weltwirtschaftliche Aktivität erhöhte sich im Verlauf des Jahres 2022 insgesamt in moderatem Tempo. Dabei wurde die konjunkturelle Grundtendenz durch Sonderfaktoren überlagert. Im dritten Quartal entfielen dämpfende Einflüsse wie ein zeitweise kräftiger Lagerabbau in den Vereinigten Staaten und die Auswirkungen umfangreicher pandemiebedingter Lockdowns in China, und die Produktion zog spürbar, mit einer Rate von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, an (Abbildung 1). Der vom IfW Kiel auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnete Indikator für das wirtschaftliche Klima gab indes weiter nach und deutet auf eine gegen Jahresende wieder verringerte wirtschaftliche Expansion hin. Die Industrieproduktion zog im Sommer bei nachlassenden Lieferengpässen an. Die globale Industrieproduktion nahm im dritten Quartal mit 1,3 Prozent recht schwungvoll zu. Zum einen erholte sich die Produktion in China, die im Frühjahr unter den Corona-Beschränkungen gelitten hatte. Zum anderen konnten Aufträge, die in den Monaten zuvor aufgelaufen waren, abgearbeitet werden, weil die Anspannungen in den Logistiknetzwerken weltweit spürbar nachließen. So verringerten sich die Container-Frachtraten im Seeverkehr erheblich und lagen auch auf den Routen von Asien nach Europa und nach Nordamerika zuletzt nicht mehr massiv höher als vor der Corona-Krise. Gleichzeitig ging auch die Zahl der Schiffe, die vor Häfen im Stau steckt, stark zurück und hat inzwischen nahezu wieder Normalniveau erreicht. Der Welthandel legte bis zum Herbst weiter spürbar zu, hat zuletzt aber offenbar deutlich an Schwung verloren. Der globale Warenaustausch nahm im Einklang mit der Industrieproduktion im dritten Quartal weiter recht kräftig zu; das Niveau ein Jahr zuvor wurde im September (bis dahin liegen die Zahlen des niederländischen CPB vor) um 5,3 Prozent überschritten. Im Herbst hat der Welthandel aber wohl deutlich an Schwung verloren. Für den November ist nach den Ergebnissen des Kiel Trade Indicator sogar mit einem kräftigen Minus zu rechen. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat sich die Konjunktur in der Grundtendenz weiter abgeschwächt. Im dritten Quartal nahm die gesamtwirtschaftliche Produktion in der Gruppe der fortgeschrittenen Volkswirtschaften zwar mit knapp 0,5 Prozent etwas kräftiger zu als in den beiden Quartalen zuvor. Die Expansion der inländischen Verwendung schwächte sich aber weiter ab. Zum einen verlor die Expansion des privaten Konsums an Fahrt. In den Vereinigten Staaten gingen zudem die Bauinvestitionen kräftig zurück. So dürfte die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,7 Prozent, die dort verzeichnet wurde, die dortige konjunkturelle Grundtendenz deutlich überzeichnen. Im Euroraum verlangsamte sich der Anstieg auf 0,3 Prozent, im Vereinigten Königreich und in Japan nahm die gesamtwirtschaftliche Produktion sogar um jeweils 0,2 Prozent ab. In den Schwellenländern zeigt sich die Konjunktur robust. In China wurde die wirtschaftliche Lage zwar weiterhin durch Corona und Probleme im Immobiliensektor belastet. Im dritten Quartal erholte sich die Wirtschaft aber von dem im Frühjahr verzeichneten, durch massive Lockdowns verursachten Produktionseinbruch. Auch in Indien, wo die gesamtwirtschaftliche Produktion unter einer historischen Hitzewelle gelitten hatte, legte das Bruttoinlandsprodukt im Sommer kräftig zu. In den übrigen asiatischen Schwellenländern stieg die Produktion ebenfalls zumeist recht kräftig. Auch in Lateinamerika blieb die Konjunktur fast überall aufwärtsgerichtet. Ausgeprägte Bremsspuren der weltweiten geldpolitischen Straffung, die angesichts zeitweise starker Kapitalabflüsse aus den Schwellenländern befürchtet worden waren, sind bislang nicht erkennbar. Ausgeprägte Finanzierungsprobleme blieben bislang auf einzelne Entwicklungsländer und wenige besonders exponierte Schwellenländer wie Pakistan, Ecuador oder Ghana beschränkt. Die Inflation in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat ihren Höhepunkt wohl überschritten. Der Preisauftrieb hat im Verlauf des Jahres 2022 historische Höhen erreicht und war im Sommer und Herbst in vielen Ländern so hoch wie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr. In den G7-Ländern lag sie im Oktober bei 8,4 Prozent. Im November dürfte der Anstieg der Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr erstmals seit Beginn des Inflationsschubs Anfang 2021 wieder merklich zurückgegangen sein. Sowohl in den Vereinigten Staaten, wo die Inflationsrate bereits seit einigen Monaten in der Tendenz rückläufig ist, als auch in Europa zeigen die Statistiken für November einen verringerten Preisauftrieb. Maßgeblich hierfür ist, dass die Energiepreise, ausgehend von den zum Teil extrem hohen Niveaus im Sommer, zuletzt wieder spürbar gesunken sind. Dies zeigt sich nicht zuletzt auch in der Entwicklung der Erzeugerpreise, deren zeitweise sehr hohe Zuwachsraten zuletzt deutlich zurückgegangen sind. Die Kernrate der Inflation, bei der Energie- und Nahrungsmittelpreise ausgeblendet werden, ist hingegen nur wenig gesunken und nach wie vor weitaus höher als von den Notenbanken angestrebt. Die Rohstoffpreise haben zuletzt nachgegeben und dürften im Prognosezeitraum weiter langsam sinken. Die Lage an den Rohstoffmärkten hat sich seit dem Frühjahr nach und nach entspannt. Zunächst begannen die Preise für Industrierohstoffe unter dem Eindruck gedämpfter Nachfrage aus China und allgemein verdüsterter Konjunkturerwartungen zu sinken. Der Preis für Kupfer etwa war zeitweise kaum noch höher als in den Jahren vor Ausbruch der Corona-Krise. Deutlich erhöht sind allerdings immer noch die Preise vieler Nahrungsmittel, wenngleich sich auch hier die im Frühjahr verzeichneten Preisspitzen nicht gehalten haben. Der Ölpreis ist seit Juni tendenziell rückläufig. Auch eine Kürzung der Förderquoten durch die OPEC im Oktober hat diesen Trend nicht gebrochen. Zuletzt war der Preis für Öl der Sorte Brent mit etwa 80 Dollar kaum noch höher als im Durchschnitt des Jahres 2021. Der Markt scheint gegenwärtig gut versorgt, so dass auch der Beginn des EU-Embargos für den Großteil des bislang noch importierten russischen Rohöls und die Einführung eines Ölpreisdeckels für international gehandeltes russisches Öl nicht zu deutlichen Preisreaktionen geführt haben. Wir rechnen im Einklang mit den Finanzmärkten damit, dass Rohöl im Prognosezeitraum weiter allmählich billiger wird. Im Herbst ist schließlich auch das Preisniveau am europäischen Gasmarkt wieder deutlich gesunken, wenngleich es nach wie vor um ein Vielfaches über dem bis Anfang 2021 vorherrschenden Niveau liegt. Für dieses und das nächste Jahr sind derzeit angesichts weiterhin eng begrenzter Verfügbarkeit von Flüssiggas lediglich moderate weitere Rückgänge zu erwarten, danach könnte sich die Situation aber deutlich entspannen. 1 Der Stichtagskurs des Euro/USD hat sich im Vorberichtsvergleich von 1,158 auf 0,975 verändert. Das Jahreshoch im Berichtszeitraum 2022 erreichte der Euro Ende Oktober 2021, als er bei über 1,1682 US-Dollar notierte. Der Stichtagskurs des Euro/GBP veränderte sich von 0,8595 GBP per Ende September 2021 auf 0,8770 GBP per 30. September 2022. b) Entwicklung der Branche Consumer Business Nach neun Monaten im Jahr 2022 weisen die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland ein Plus von +10,5 Prozent (auf gleicher Fläche von +9,8 Prozent) aus, dies bei einem Umsatz von 17,02 Mrd. Euro. Diese Steigerung ist allerdings auch dem Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum zuzuschreiben, in dem die ersten vier Monate von Gesamt- bzw. Teil-Lockdowns betroffen waren. Aussagekräftiger scheint da die Gegenüberstellung der 3. Quartale: Hier wächst die Branche in Deutschland um +2,3 Prozent, auf gleicher Fläche um +1,6 Prozent. Nicht unähnlich sieht es derzeit in Österreich aus: Zum Dreivierteljahr stehen dort Umsätze von 2,45 Mrd. Euro zu Buche, was einer Steigerung von +2,5 Prozent entspricht. Eher atypische Werte weisen auch die Schweizer Branchenmärkte auf. Bei einem Gesamtumsatz von 2,86 Mrd. CHF sinken die Werte um -6,6 Prozent (auf gleicher Fläche um -5,0 Prozent). Dies sind ebenfalls Auswirkungen von Lockdown-Phasen, die dem Schweizer Einzelhandel allerdings in 2021 enorme Zuwächse bescherten, also - da zeitversetzt - umgekehrte Effekte bewirken. Der Blick auf die Sortimente spiegelt diesen Eindruck wider: Im messbar rückläufigen Bereich finden sich in Deutschland mit Gartenmöbeln (-3,8%), Holz (-3,2%) und Gartenausstattung (-0,1%) aber lediglich drei Sortimentsbereiche. Mit Automotive (+46,9%, enthält Produkte wie Treibstoffe, -aufbewahrung, Schmiermittel, Öle aber auch Autopflegeprodukte etc.) und Heizung/Sanitär (+34,4%) als "Ausreißer nach oben" wird deutlich, dass sich die Menschen im Angesicht der Preisentwicklung dementsprechend eindecken. Auch die Sortimente rund ums Renovieren (Stichwort Energetisches Sanieren) entwickeln sich zweistellig positiv. Ein Trend, der sich übrigens auch in Österreich (+17,4% bei Sanitär/ Heizung) ähnlich abbildet. 2 Auch unsere DIY-Kunden etwa in den USA verzeichneten ein stabiles bis leicht wachsendes Geschäft, was sich auch in unserem Umsatz widerspiegelte. 3 Zusätzliche positive Impuls lieferte der Absatzweg über Landscaper/ Contractor, so dass sich unser Consumer Business in den USA erfreulich darstellte. Das mittelbare und unmittelbare Geschäft im Online-Bereich entwickelte sich uneinheitlich. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Onlineshops in UK und USA überarbeitet beziehungsweise gestartet. Nach wie vor wird der deutlich größere Umsatzanteil über den stationären Handel abgewickelt. OASE geht davon aus, dass dies auch für einen heute absehbaren Zeitraum so bleiben wird und richtet sich entsprechend für alle relevanten Absatzkanäle aus. Professional Business Der internationale Fontänenmarkt litt stark unter den Folgen der Corona-Pandemie. Bereits als Auftrag erhaltene Projekte konnten wegen testpositivbedingt stillgelegter Baustellen nicht abgewickelt werden. Einige Branchen, die grundsätzlich als Kunden in Frage kommen, wie etwa Amusement Parks oder Cruiseliner, verschoben ihre geplanten Investitionen aufgrund mangelnder aktueller Einkünfte in die Zukunft. Gleichwohl gab es keinerlei Anzeichen dafür, dass Projekte grundsätzlich gestrichen werden. Dieser Projektstau löste sich in 2022 und das Fontänengeschäft wuchs signifikant mit zweistelligem Prozentsatz. Gleichzeitig sicherte ein starker Auftragseingang den hohen Auftragsbestand ab und ermöglicht einen guten Auftakt im kommenden Geschäftsjahr. Der europäische Markt besteht weiterhin aus eher kleinen Projekten privater Investoren. Die in der Vergangenheit sehr dynamische Marktentwicklung in der Türkei ist aufgrund der politischen Situation mehr oder weniger zum Erliegen gekommen. Dennoch gelang es uns, ein größeres Projekt zu akquirieren und kurzfristig umzusetzen. Nach einem verhaltenen Wachstum in den vorangegangenen Jahren war in Nordamerika eine spürbare Marktbelebung zu erkennen. Der starke Auftragseingang resultierte bereits in 2022 in entsprechenden Umsätzen. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass die hohe Nachfrage nach unseren Professional Produkten dort anhalten wird. Daher haben wir unserer Ressourcen dort insbesondere personell aufgestockt. Insgesamt ist in der Branche eine Entwicklung hin zur Nachhaltigkeit der Investition und Wartungsgedanken zu erkennen. Die nachgefragten Systemlösungen haben zunehmend einen "One Supplier" Ansatz mit technischer Planungs- und Beratungskompetenz und die Realisierungszeitspannen werden zunehmend kürzer. Im Jahr 2022 konnten wir den Umsatz im Bereich Water Technology auf dem in 2021 stark gestiegenen Niveau halten. Die überaus positiven Perspektiven in diesem Bereich werden wir durch gezielte Investitionen in Personal und Marketing erschließen. In 2022 gelang es uns, eine Reihe interessanter Projekte in Angriff zu nehmen. Wir gehen davon aus, im Jahr 2023 einige davon erfolgreich abschließen zu können. Mit der ersten (und erfolgreichen) Applikation von CyanoClear wurde ein sehr wirksames Mittel gegen giftige Blaualgen im Markt angewendet. Die entsprechenden Publikationen dazu fanden großes Interesse und wir erwarten für das Jahr 2023 eine steigende Zahl an Anwendungen. 2. Geschäftsverlauf a) Allgemein Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt durch die anhaltenden Herausforderungen am Beschaffungs- und Logistikmarkt, somit die Fortführung der Auswirkungen der Corona-Krise, die bereits im Frühsommer 2020 begannen und sich im Geschäftsjahr 2021 in der Logistik und Materialbeschaffung bestimmter Rohwaren verschärft haben. Stark steigende Kosten für Material, aber auch um ein Vielfaches (im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit) höhere Transportkosten, insbesondere für den Bezug von Waren aus Asien, erforderten erhebliche Preissteigerungen zum Markt hin. Die Geschäftsführung hatte den Bruttoumsatz für das Geschäftsjahr 2022 im Bereich Consumer mit einer rund 2%-igen Wachstumsrate konservativ geplant, als Resultat der anhaltenden Unsicherheiten aus der Corona-Krise. Die Planung basierte auf Produktinnovationen, Sortimentsoptimierung sowie dem Ausbau der Distribution in Nordamerika, China sowie sämtlichen europäischen Tochtergesellschaften, dieses zudem über die wichtigen Segmente Wassergarten und Aquaristik, aber auch der Annahme, dass die durchweg positive Entwicklung im Jahr 2021 im Bereich Consumer auf dem Niveau gehalten werden würde. Das Professional Business plante aufgrund der Projekt-Pipeline sowie der erfolgreichen Neuausrichtung vom Generalunternehmer zum vorwiegenden System- und Komponentenlieferanten ein deutliches Umsatzwachstum von rund 50%. Das Consumer Business startete mit einem auf dem hohen Vorjahresniveau liegenden Frühbezugsgeschäft im Segment Wassergarten. Damit zeigte sich einmal mehr das Vertrauen des Handels in die Marke OASE als Innovations- und Qualitätsführer der Branche, die damit verbundene hohe Akzeptanz der Neuprodukte, aber auch Zuversicht in die Marktentwicklung. Grundsätzlich stand aber auch das Consumer Business unter dem Einfluss der Beschaffungskrise. Die Turbulenzen in den Lieferketten aus 2020 zogen sich noch durch das gesamte Jahr 2021 und prägten die Erwartungen des Marktes für das Jahr 2022. Auslöser waren Rohstoffengpässe und mangelnder Frachtraum aufgrund des weltweit gestiegenen Bedarfs, aber auch COVID-bedingte Schließungen von Häfen oder Lieferanten. Auch die Verzögerungen durch die Havarie des Containerschiffs Evergiven im Suez-Kanal hat die globalen Lieferketten vor große Herausforderungen gestellt. Hinsichtlich der Kostenentwicklung führte insbesondere die genannte Verknappung des Frachtraums zu stark gestiegenen Kosten im Bereich der Seefracht-Container. Aber auch im Bereich Luftfracht stiegen die Kosten aufgrund des fehlenden Passagierverkehrs signifikant. Diese Kosten-Effekte sind allerdings globale und nicht OASE-spezifische Effekte. Während die Auftragseingänge bis zum Frühjahr hin auf hohem Niveau blieben, ließ der späte Saisonstart (bis in den Mai hinein gab es Nachtfröste) die Nachfrage zurückbleiben. Die makroökomischen Effekte einer Mischung aus hoher Inflation, hohen Energiepreisen sowie des russischen Angriffskrieges führten in Europa, das rund Zweidrittel unseres Geschäftes beeinflusst, zu spürbarer Zurückhaltung der Verbraucher. Unsere direkten Kunden reagierten daraufhin mit teilweise massivem Abbau von Lagerbeständen und einer darauffolgenden Abstinenz bei Nachbestellungen. In unserer Wahrnehmung war der Abverkauf unserer Produkte zum Endkunden hin besser als der Hineinverkauf zu unseren Absatzmittlern. In Summe lag unser Consumer Geschäft damit unter den Ergebnissen des Vorjahres. Professional Business Im Professional Business hat die zunehmende Fokussierung auf das Servicemanagement und die Systemlösungen in einer noch intensiveren und engeren Zusammenarbeit mit lokalen Partnern resultiert. Das sehr stabile Netzwerk in den lokalen Märkten führt zu einer guten Marktpenetration und Markenbekanntheit bei den Investoren. OASE ist dabei als System- und Komponentenlieferant tätig und wird mit dieser Positionierung als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen. Durch die Fokussierung auf das Servicemanagement und dem über Jahre konsequent aktiv entwickelten Kompetenzprofil der lokalen Partner sind diese in der Lage, die Projekte in den lokalen Märkten unter Nutzung der herausragenden Systemtechnik von OASE weitestgehend selbständig einzusetzen. Die Verbundenheit mit der Marke OASE konnte weiter gesteigert werden. Auch wenn sich für OASE das Fontänengeschäft bewusst mehr und mehr zum Liefergeschäft entwickelt, ist es für die lokalen Partner ein klassisches Projektgeschäft mit typischen projektspezifischen Herausforderungen. Selbst größere Auftragsvolumen wurden mit Flexibilität und dem weltweit agierenden OASE Team sowie dem internationalen Partnernetzwerk auf der Lieferantenseite hoch professionell bearbeitet. Das Geschäftsjahr 2022 lag dann zwar unter der ambitionierten ursprünglichen Planung, aber dennoch deutlich über dem Jahr 2021. Der Bereich Wassertechnologie stabilisierte den Umsatz auf dem stark gestiegenen Wert des Vorjahres. In diesen Bereich wird OASE weiter investieren und durch zusätzliches Vertriebspersonal bzw. entsprechende Marketingmaßnahmen die Vermarktungsintensität verstärken. Zusätzlich positiv festzuhalten ist, dass sich generell die Struktur und Qualität des Auftragseingangs weiter verbessert haben. Dabei zielen wir in erster Linie auf Projekte kleinerer und mittlerer Größenordnung ab. So reduzieren wir Klumpenrisiken und optimieren gleichzeitig den Deckungsbeitrag einzelner Projekte. b) Umsatzentwicklung Die Umsätze des Konzerns setzen sich nach geographischen Märkten und strategischen Geschäftsfeldern wie folgt zusammen:
Das ursprünglich für 2022 geplante Umsatzvolumen wurde im Consumer und im Professional Business nicht erreicht, während sich das Professional Geschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr über dem Vorjahresumsatz entwickelt hat. Der Nettoumsatz beläuft sich in Summe auf rd. Mio. € 189,6 bei einer lt. Management-Anpassungen in etwa konstanten bereinigten EBITDA Marge.
c) Produktion und Logistik Das abgelaufene Geschäftsjahr kann aus Sicht Produktion und Logistik in zwei Bereiche gegliedert werden. Das erste Quartal fand mit der Produktion auf Basis der Frühbezugsplanung auf Niveau des Vorjahres statt. Seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs und in der Folge daraus der Energiekrise einhergehend mit starker Inflation, musste die Produktionskapazität mangels Nachfrage auf dem Markt stark gedrosselt werden. Darüber hinaus wurden die Werke weiter unter COVID-19 Bedingungen aufrechterhalten. Werksschließungen durch COVID-19 waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht von Nöten. Die hohe Flexibilität der Mitarbeiter, aber auch die optimierten Produktionsprozesse, hat es der OASE-Gruppe erlaubt, jederzeit auf die Markterfordernisse reagieren zu können. Bei allen Kapazitätsanpassungen wurde stets höchster Wert auf die Sicherheit der Mitarbeiter gelegt. Die Weiterentwicklung des Logistik-Centers in Ohio hat wie geplant stattgefunden, so dass nun alle logistischen Geschäftsprozesse digital abgebildet sind. Als Gegenmaßnahme zu den gegenseitigen wirtschaftlichen Sanktionen zwischen USA und China und den damit einhergehenden Importzöllen wurde in enger Zusammenarbeit mit OASE durch einen bestehenden Lieferanten ein Werk in Mexiko aufgebaut. Damit können wettbewerbsfähige Produkte marktnah produziert werden, was auch weitere Vorteile im Kontext kurzfristiger Bedarfsschwankungen mit sich bringt. Der Standort wurde im abgelaufenen Jahr erweitert und weitere Produktlinien aus Asien nach Mexiko verlagert und aufgrund der hohen Logistik-Kosten im Bereich Seefracht auch im vergangenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut. Da sich im Zuge des Brexits die Laufzeiten aus dem Zentrallager in Deutschland ins Vereinigte Königreich durch die aufwändigen Verzollungsprozesse, einhergehend mit Personalengpässen bei den Zollbehörden Großbritanniens, deutlich verlängert haben, wurde die Entscheidung getroffen, den Markt aus einem lokalen Logistik-Center heraus zu beliefern. Der Standort Norwich, aus dem bis dato die TOP-Artikel geliefert wurden, hat hierfür nicht die notwendigen Kapazitäten. Daher wurde der Standort dem vor dem Brexit definierten Produktionszweck zugeführt und die temporär genutzten logistischen Flächen für ein optimiertes Produktionslayout genutzt. Im Zuge weiterhin bestehender Unsicherheiten, als Folgen des Brexits, gilt es weiterhin kritisch zu prüfen, welche Standortvorteile produktions- und logistikseitig für die OASE Gruppe genutzt werden können. Nach der Verlagerung des Standorts im Geschäftsjahr 2021 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls Optimierungen des Produktionslayouts auch im Zuge der Neueinführung eines Produktes durchgeführt. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres mussten die Produktionskapazitäten am Standort Italien im Kontext des rückläufigen Bedarfs angepasst werden. Die Produktion in Deutschland hat auch in der Saison 2022 von ihrer lokalen Netzwerkstruktur und der damit verbundenen hohen Flexibilität profitiert. Auf starke Bedarfsschwankungen sowie Schwankungen aufgrund der schwierigen Versorgungssituation in der gesamten Lieferkette, konnte gerade in dieser Saison adäquat reagiert werden. OASE konzentriert sich am Standort Hörstel auf die hochwertigen und wissensgesteuerten Prozesse des Produktions- und Qualitätsmanagements. Das bestehende Produktionsprinzip wurde weiterentwickelt und mittels Material- und Informationsflussanalysen konnten weitere Verbesserungen erzielt werden. Dabei wurden auch die logistischen Prozesse überprüft, um die Bestandsreichweiten an den Fertigungslinien auf die Kundenbedarfe abzustimmen. In diesem Zusammenhang kommen nun auch Routenzüge zum Einsatz, um die logistischen Prozesse an die Variabilität der Produktion anzupassen. Ziel ist, das wirtschaftliche Herstellen kleiner Losgrößen, um flexibel auf die Kundenanforderungen reagieren zu können. Die Neugestaltung der Produktionsbereiche führt zu einer Flächenoptimierung im Werk, die künftig für neue Projekte oder Insourcing zur Verfügung stehen. Die erarbeiteten Grundprinzipien des "OASE Production System" werden in die Abläufe der anderen Standorte integriert. Für einfache Tätigkeiten wurden - wie bereits in der Vergangenheit - lokale Partner in die Produktions- und Logistikabläufe integriert. Das Kanban-Konzept in der Produktion gewährleistet einen gleichmäßigeren Materialfluss und trägt zur Verbesserung der Prozesse bei. Weiter ausgebaut wurde im vergangenen Geschäftsjahr die datengestützte Analyse und Steuerung komplexer Geschäftsprozesse entlang der gesamten globalen Lieferkette mittels Business Intelligence (BI). Die über die letzten 3 Jahre zu leistenden Entgelterhöhungen am Standort Hörstel konnten teilweise durch Beschaffungsprojekte und Kostenmanagement ausgeglichen werden. Durch die Kombination der unterschiedlichen Fähigkeiten der Werke, kann OASE sowohl preissensible als auch technologieintensive Massenprodukte in eigener Regie herstellen. Am Standort in China wurde zudem die Automatisierung von Produktionsabläufen vorangetrieben. d) Beschaffung Analog zu den Herausforderungen in den Bereichen Produktion und Logistik war auch der Bereich Beschaffung im vergangenen Jahr weiterhin stark von der Pandemie geprägt. Lieferketten aus Asien waren seit Beginn der Pandemie schwer kalkulierbar, was zur Etablierung alternativer Lieferwege führte. Die hohe Flexibilität der Mitarbeiter gepaart mit datengestützten Analysen erlaubte eine konsequente Steuerung der sich täglich ändernden Lage. Die Einkaufspreise waren weltweit im vergangenen Geschäftsjahr von Inflation und Energiekrise stark geprägt. Dieses erforderte Preisanpassungen während des Geschäftsjahres und nicht wie üblich mit Beginn der Saison. Zudem stiegen die Kosten für See- und Luftfracht in 2022 deutlich über dem Niveau von 2021 und stabilisierten sich im Laufe des Geschäftsjahres auf sehr hohem Niveau, welches auch durch die Preisanpassungen nicht kompensiert werden konnten. Zudem waren Verspätungen, Schiffsausfälle, Entladeprobleme durch Schließungen von Häfen nicht ohne Auswirkung auf die Verfügbarkeit von Laderaum und die damit verbundenen zusätzlich außerordentlichen Kosten. Das Management der weltweit steigenden Rohstoffpreise sowie der Verfügbarkeit von Komponenten wird in den kommenden Monaten weiterhin hohe Aufmerksamkeit erfordern. Das Management der Lagerbestände stellte in diesem Jahr aufgrund des volatilen Beschaffungsmarktes erneut eine besondere Herausforderung dar. Dieses Geschäftsjahr war weiterhin durch eine hohe Unsicherheit durch die Pandemie und auch den Brexit getrieben. Kurzfristige Lieferverzögerungen einzelner Komponenten der Stücklisten führte zu Umplanungen in den Werken, aber auch zu höheren Bestandswerten aufgrund dieser kurzfristig verzögerten Einzelkomponenten. In Summe war das vergangene Jahr aus Sicht der Beschaffung eines der herausforderndsten Jahre und äußerst anspruchsvoll. Die sich täglich ändernden Rahmenbedingungen und Lieferverzögerungen durch COVID-bedingte Schließungen von Grenzen oder Firmen wurden versiert und mit hohem personellem Aufwand gemanaged. Die Komplexität der Herausforderungen zur Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit hat im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zugenommen und betrifft ausnahmslos alle Warengruppen. Der direkte Dialog und das gute partnerschaftliche Verhältnis zu allen Lieferanten, aber auch das reaktionsschnelle Identifizieren und Qualifizieren von alternativen Lieferquellen führte weitestgehend zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit in der Firmengruppe. e) Investitionen, Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Investitionspolitik in der abgelaufenen Saison lag wieder in der Entwicklung innovativer Produkte, wie etwa dem Launch einer Nachfolgeversion des sehr erfolgreichen Druckfilters FiltoClear, dem neuen Flaggschiff in der Pumpenrange AquaMax Eco Titanium 81000, des Aquarienfilters BioStyle sowie den neuen ScaperLine-Aquarien. Ein weiterer wesentlicher Investitionsschwerpunkt lag und liegt in der Vernetzung unserer Produkte mit OASE CONTROL, z.B. die zentrale Steuerung wichtiger Funktionen im und am Teich bzw. im Garten über das Heimnetzwerk zentral gesteuert, mit einer App mit Hilfe der OASE Cloud. Dieses wird auch für das Aquaristik- und Terraristiksegment aufgebaut. Dabei forcieren wir den Aufbau eigenen Knowhows und investieren in eigene personelle Kapazitäten. Speziell das ebenfalls neu für die Terraristik entwickelte biOrb EARTH vereint das gebündelte Kompetenz-Set von OASE, weil alle tropischen Umwelt-Szenarien für das Wohlbefinden der Tiere voreingestellt per App wählbar und individuell anzupassen sind. Zudem verstärkt OASE seine Performance im Portfolio der Consumables, unterstützt durch seinen Standort in Hof und die Kompetenzen der Tochter-Firma Söll. In dieser Kooperation entstanden sowohl ein neues, hochklassiges Fischfutter für Gartenteiche, Dynamix, als auch eine 360°-Range für die Rundumpflege in der Aquaristik, OASE AquariumActiv. Darüber hinaus baut die Gruppe ihre Laborkompetenz im Wasser-Technologie-Sortiment konsequent aus. Mit dem effektiven Blaualgenvernichter CyanoClear, der erfolgreich in internationalem Gewässer getestet wurde, bis zur Wasseraufbereitung durch die OASE WaterBox, mit der unter anderem Uranrückstände aus Trinkwasser filtriert werden können. Die jahrzehntelange Erfahrung, in Engineering und Vermarktung innovativer Pumpen- und Wassertechnik bilden die Grundlage für die Erschließung dieser wachsenden Bereiche. Die Reduzierung des Energieverbrauches, Langlebigkeit sowie Nachhaltigkeit der Produkte wird weiterhin im Fokus der Entwicklungstätigkeit stehen. Dies geht einher mit den gesellschaftlichen Erwartungen an Produkte dieser Art. Wie bereits im vergangenen Jahr wird überdies mit hoher Ressourcenbindung in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung, dem Marketing und dem Produktmanagement in die Geschäftsfelder OASE Indoor Aquaristik am Standort in Italien und in Produkte zur biOrb-Range investiert. Die Investitionen bei den immateriellen Vermögensgegenständen wurden dominiert von Entwicklungsaufwendungen für Innovationen wie der OASE Control App sowie Online-Media und beliefen sich im Berichtszeitraum auf T€ 6.327. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände betrugen im Berichtszeitraum T€ 11.717; davon entfielen auf die Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwerte T€ 2.787. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen lagen im Berichtszeitraum bei T€ 2.728. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr T€ 3.426. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bzw. Konstruktionen betrug im Geschäftsjahr T€ 6.652. Hiervon entfielen T€ 4.056 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens. Die auf den Konzernumsatz bezogene F&E Quote betrug 3,5 %. f) Finanzierungsmaßnahmen Mit Übernahme der OASE Gruppe durch Argand Partners konnte eine bis in das Jahr 2024 reichende Finanzierung mit Hayfin Funds als Arranger aufgesetzt werden. Die langfristigen Senior Fazilitäten über insgesamt € 148 Mio. teilen sich in einen 7-jährigen Term Loan und eine Betriebsmittel- und eine revolvierende Saisonkreditlinie mit jeweils 6 Jahren Laufzeit auf. Der Kreditvertrag wurde am 30. Oktober 2017 unterschrieben. Die OASE Living Water GmbH als neue Muttergesellschaft wurde zum Erwerbszeitpunkt mit einem Eigenkapital in Höhe von € 63 Mio. sowie einem Gesellschafterdarlehen von € 10 Mio. ausgestattet und mit den getätigten Akquisitionen in 2019 erfolgte eine Erhöhung der Kapitalrücklage auf € 67,7 Mio. Dieses Gesellschafterdarlehen ist mit einem Rangrücktritt belegt, was somit in einem wirtschaftlichen Eigenkapital von € 78 Mio. resultiert. Die bestehenden Kreditlinien (Betriebsmittelkredite und Saisonkreditlinie) von insgesamt € 35 Mio. zeigten sich im Verlauf des Jahres jederzeit mehr als ausreichend. Im Geschäftsjahr wurde die Clean Down Periode entsprechend des Bankenvertrags für die Betriebsmittellinie zu Beginn sowie zum Ende des Geschäftsjahres erfüllt. Im Geschäftsjahr erfolgte die Kredittilgungen für ein Darlehen der Söll GmbH in Höhe von T € 26 , welche Anfang Januar 2022 komplett zurückgeführt wurde. Weitere Finanzierungsmaßname ist ein Gesellschafterdarlehen der Pylos Beacon, Luxemburg an eine deutsche Holdinggesellschaft. Im Winter 2022/23 wurden Verhandlungen mit der Bank bzw. dem Debt Funds, über die Verlängerung der Kontokorrentlinie und der Saisonlinie, sowie über eine Anpassung der Covenants vor dem Hintergrund einer Akquisition in Australien erfolgreich abgeschlossen. g) Personal und Aus- und Weiterbildung OASE verfolgt das Ziel, qualifiziertes Personal langfristig an sich zu binden und bei Bedarf gut ausgebildete Fachkräfte zu rekrutieren. Im Geschäftsjahr wurden in der OASE Gruppe durchschnittlich rund 950 Mitarbeiter incl. Zeitarbeiter beschäftigt. Um auch langfristig den Nachwuchs zu sichern und sich als attraktiver Arbeitgeber in der Region zu präsentieren, nimmt OASE in Deutschland seit Jahren an Firmenkontaktmessen sowie Job- und Berufswahlmessen teil. Durch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen und Abschlussarbeiten verschafft sich OASE die Möglichkeit, kompetente und den Anforderungen des Unternehmens entsprechende Jungakademiker - insbesondere Ingenieure - zu gewinnen. In der Berufsausbildung setzt OASE seit langem auf die Ausbildung von Industriekaufleuten, bildet aber auch Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und Mediengestalter Digital & Print aus. Darüber hinaus ist das Unternehmen bereits seit 2008 Kooperationspartner des Instituts für duale Studiengänge der Hochschule Osnabrück und bildet Ingenieurnachwuchs im dualen Studiengang Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen aus. Auch die Weiterbildung der Mitarbeiter genießt bei OASE einen hohen Stellenwert und setzt dabei auf einen Mix aus kollektiven und individuellen Maßnahmen. Während sich Kommunikationstrainings in deutscher und englischer Sprache an die gesamte Belegschaft richten, basiert die Fach- und Führungskräfteentwicklung bei OASE auf gezielten individuellen Maßnahmen. Dass OASE die Herausforderungen des Marktes und hier besonders die Rahmenbedingungen innerhalb der Corona-Krise bislang gemeistert hat, verdankt das Unternehmen insbesondere dem gut ausgebildeten und engagierten Personal. Die Schlagkraft und Motivation der Belegschaft auf Dauer zu erhalten, ist eine vorrangige strategische Aufgabe, die aufgrund der demografischen Entwicklung immer weiter an Bedeutung gewinnt. Der mit Wirkung vom 1. April 2022 zwischen den Tarifpartnern für den Standort Hörstel implementierte Haustarifvertrag , hat eine Laufzeit bis 31. März 2024. Dieser orientiert sich an den wirtschaftlichen Gegebenheiten der OASE Gruppe. Im Frühjahr 2024 werden Gespräche mit IG Metall und Betriebsrat geführt werden, um einen neuen Haustarifvertrag abzuschließen. h) Umweltschutz OASE ist dem Umweltschutz schon durch seinen Geschäftszweck verpflichtet. Der Gartenteich als Biotop spielt eine außerordentlich wichtige Rolle für die Tier- und Pflanzenwelt. Mit unserem Anspruch als technologisch führender Anbieter trägt OASE mit innovativen Lösungen zur Ressourcenschonung bei. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung energieeffizienter Produkte wie z.B. die Teichpumpen AquaMax ECO oder Einsatz von LED-Technologie. Höchste Qualität unserer Produkte sichert den Einsatz über viele Jahre und ist damit ein wertvoller Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die Umweltrisiken in den Fertigungsstätten der OASE Gruppe sind von untergeordneter Bedeutung. Die Verwertung bzw. Beseitigung von Abfällen ist vertraglich geregelt, bei der Beschaffung von Gütern wird explizit auf die Umweltverträglichkeit geachtet. Soweit möglich werden Werbematerialien klimaneutral auf FSC-zertifiziertes Papier gedruckt. Der Paketversand wurde innerhalb Europas auf klimaneutralen Versand und, wo möglich auf Versandpackung aus Biopolymeren oder Recyclingmaterial umgestellt. Die Werke in Europa wurden mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt, im Werk in Italien partiell durch Photovoltaik selbst erzeugt. 3. Darstellung der Lage a) Ertragslage Nachfolgend werden zum Einblick in die Ertragslage die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung in zusammengefasster Form und nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen gegliedert und im Vergleich den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Die im Geschäftsjahr erzielte Gesamtleistung beläuft sich auf Mio. € 194,9. Der Umsatz an sich entfiel dabei auf den Bereich Consumer mit Mio. € 165,6 und mit Mio. € 24 auf das Professional-Geschäft. Ertragslage auf Basis des internen Berichtswesen des Managements
Rohergebnis vor Anpassungen internes Berichtswesen
Die OASE Gruppe hat die Verkaufspreise im abgelaufenen Geschäftsjahr zweimal aufgrund von massiv gestiegenen Rohstoff- bzw. Transportpreisen erhöht. Die Kostenerhöhungen im Geschäftsjahr 2022 lagen deutlich über den ursprünglich erwarteten und somit geplanten Werten. Die Verkaufspreiserhöhung konnten jedoch nur mit zeitlichem Versatz und damit verspätet an den Markt bzw. auf Basis von bestehenden Verträgen, gar nicht durchgesetzt werden. Dieses führte dazu, dass sich die Materialaufwandsquote ( vor Anpassungen internes Berichtswesen) erhöht hat. Gleichzeitig wurde ein zum Vorjahr gesunkenes Rohergebnis von T€ 104.753 erzielt. Das niedrigere Rohergebnis ist unter anderem Resultat der Kaufzurückhaltung ab März 2022, der dadurch bedingten, aktiveren Reduzierung der Warenbestände bei unseren Kunden, sowie einer fehlenden Versorgung mit EPDM Folien am Weltmarkt. Diese stellen eine Basiskomponente insbesondere für den Bau hochwertiger Teiche dar. Die Erhöhung der Materialaufwandsquote ist geprägt durch die exorbitanten Eingangsfrachten, die in 2022 noch einmal deutlich gegenüber 2021 gestiegen sind, sowie zweistelligen Kostensteigerungen bei Rohmaterial (Platinen, Magneten, Anschlusskabeln, Druckerzeugnissen, Kartonagen, etc.) und somit ein weiterer deutlicher Anstieg der Rohstoffpreise gegenüber Preissteigerungen im Geschäftsjahr 2021. Die Personalaufwendungen haben sich um T€ 836 gegenüber dem Vorjahr erhöht, eine Anpassung von 1,9 %. Wichtiges externes Know-How wurde in den vergangenen Jahren in der Gruppe aufgebaut. Im Bereich Entwicklung wird die App Programmierung für unsere Produkte inhouse getätigt. Die Elektronikentwicklung wird nun ebenfalls in Eigenregie vorgenommen und beim externen Lieferanten deutlich reduziert. Mit eigenem Personal erfolgt die Programmierung im SAP Umfeld, Inhouse IT Projekt Manager, Programmierer für den Ausbau der Digital Plattform, E-Commerce Manager sowie Investitionen in Personal im Bereich Marketing und Produkt Management für die Wachstumsfelder Indoor Aquatics und Water Technology vervollständigen das Bild. Weiterhin wurde die interne Logistikdienstleistung in den USA am Standort in Ohio final ausgebaut (Insourcing). Die Erhöhung der Abschreibungen ist ein Resultat gestiegener Innovationen und der Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes (Mio. € 2,8) geschuldet. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (nach Management Anpassungen) ist getrieben durch die Verlagerung der Vertriebslogistik UK zu einem externen Dienstleister. Sonstige betriebliche Aufwendungen vor Anpassungen internes Berichtswesen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ( vor Anpassungen internes Berichtswesen) sind geprägt durch Investitionen in die Wachstumsstrategie zur Erschließung neuer Länder, dem neuen Markenauftritt, der strategischen Bewertung der fortgeführten Wachstumsstrategie und den intensiven Investitionen in weltweiten Referenzprojekten für das Segment Wassertechnologie. Neben der Erhöhung der Rohstoffpreise, der Explosion von Eingangsfrachten, haben sich auch die direkten Energiekosten der OASE Gruppe sowie die Ausgangsfrachten mit den weltweiten Treibstoffzuschlägen deutlich erhöht. Schwerpunkt bei der Organisationoptimierung war das finale Insourcing eines Logistikdienstleisters, als finaler Schritt einer Akquisition in den USA. Das neutrale Ergebnis bzw. Anpassungen aus dem internen Berichtswesen stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:
Das Geschäftsjahr wird mit einem Konzernjahresfehlbetrag von Mio. € -10,4 (Vorjahr: Mio. +€ 0,4) abgeschlossen. Das - auf Basis der Anpassungen im internen Berichtswesen - bereinigte EBITDA/die EBITDA-Marge der Gruppe, welche/s nachstehend detailliert dargestellt wird, beträgt Mio. € 31,1 Mio. /16,4% (Vorjahr Mio. € 31,7 Mio. /15,6%). Das adj. EBITDA (interenes Berichtswesen der Gruppe) resultiert auf Basis der Definition im gültigen Finanzierungsvertrag, definiert als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, bereinigt um einmalige, außerordentliche, periodenfremde Aufwendungen und Erträge sowie Kosten, die mit der angestrebten Wachstumsstrategie bzw. strategischen Initiativen und Geschäftsoptimierungen einhergehen. Weiterhin haben Veränderungen bei den latenten Steuern das Ergebnis mit Mio. € 1,1 entlastet.
Die in der EBITDA Brücke dargestellten einmaligen Effekte resultieren im Wesentlichen aus einmaligen Kosten im Bereich der periodenfremden Aufwendungen (T€ 58), Aufwendungen der Betriebsprüfungsergebnisse (T€ 58), strategischen Kosten zur konsequenten Weiterführung der Wachstumsstrategie Länder und Segmente (T€ 1.672), strategische Kosten zur Evaluierung der OASE Gruppe (T€ 1.821). Aufwendungen für die Optimierung der Organisation (T€ 321). Zudem einmalig, außerordentlich hohen externen Aufwendungen aufgrund der COVID19 Krise mit Schwerpunkten Eingangslogistik (T€ 4.545), den deutlich gestiegenen Energiekosten (T€ 307), incl. Zuschlägen bei den Ausgangsfrachten (T€ 1.447), sowie die oben beschriebenen Herausforderungen am internationalen Beschaffungsmarkt (T€ 5.388) und Aufwendungen als Konsequenz der immer wieder erfolgten Lockdowns (T€ 168). Die strategisch wichtige Weiterentwicklung der Digitalisierung der Gruppe (€T 185) und sonstigen außerordentlichen Personalthemen (T€ 559). b) Finanzlage Die Entwicklung der Finanz- und Liquiditätslage wird anhand der folgenden, aus der Bewegungsbilanz abgeleiteten, indirekt ermittelten, verkürzten Kapitalflussrechnung dargestellt. Sie basiert auf der Finanzmittelfondsrechnung, wobei der Finanzmittelfonds als Bestand liquider Mittel definiert ist. Die ausführliche Kapitalflussrechnung ist Bestandteil des Konzernabschlusses.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt T€ 8.491 nach T€ 16.576 im Vorjahr. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf Änderungen in den Vorratsbeständen zurückzuführen, sowie der Logistikkosten und Materialpreisexplosion, die nicht 1:1 an den Handel weitergeben werden konnten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus dem Revolver in Höhe von T€ 2.653 sowie Zinszahlungen in Höhe von T€ 6.784 und der Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von T€ 1.132. Der Finanzmittelbestand hat sich somit zum 30. September 2022 um T€ -3.997 von T€ 13.073 im Vorjahr auf T€ 9.076 reduziert. c) Vermögenslage Nachfolgend haben wir zum Einblick in die Vermögenslage die Bilanz zum 30. September 2022 nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten (Bindung des Vermögens sowie Fristigkeit der Fremdmittel) aufbereitet und den Vergleichszahlen des Vorberichts gegenübergestellt:
Auf der Aktivseite hat sich das immaterielle Anlagevermögen aufgrund der Investitionen überschreitende Abschreibungen um T€ 3.762 auf T€ 129.586 reduziert. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen entfallen vor allem auf Investitionen in selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 4.056. Die Vorräte liegen über den Beständen des Vorjahres, diese Erhöhung um € 6 Mio. resultiert mit € 2,5 Mio. aus dem stichtagsbezogenen Umrechnungskurs sowie der Bilanzierung von Eingangsfrachten aufgrund der signifikant gestiegenen Eingangsfrachten +€ 3,1 Mio. zum Vorjahr. Der Rückgang der liquiden Mittel ist auf die Veränderung des Working Capitals zurückzuführen.
Die Gesellschafterdarlehen (mit Rangrücktritt belegt) zusammen mit dem Eigenkapital ergeben eine substanzielle Eigenmittelquote von 26,5 %. Die langfristigen Fremdmittel entfallen im Wesentlichen auf Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Debt Funds (T€ 113.702) und Gesellschaftern (T€ 13.267). Die Finanzierung erfolgt über Debt Funds, so dass die Darlehensverbindlichkeiten aus der Finanzierung unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden, die sich ergebende Differenz im Debt Funds, resultiert ausschließlich aus der stichtagsbezogenen Umrechnung des USD Debt Funds (T€ 3.161). Die Veränderung bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch die komplette Rückführung von T€ 26 der Söll GmbH sowie der Ziehung unter dem Revolver bzw. Kontokorrentlinie. Die Reduzierung der kurzfristigen Rückstellungen ist inclusive höherer Steuerrückstellungen im Wesentlichen auf die niedrigere Bonusrückstellungen für Kunden, niedrigere Rückstellungen im Personalbereich für Urlaub, Mehrarbeit, EBITDA Bonus sowie ausstehende Rechnungen von Lieferanten zum Stichtag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt T€ 636 unter den Verbindlichkeiten zum 30. September 2021. Die Lieferanten wurden im Rahmen der Zahlungsziele unter Inanspruchnahme von Skonto bezahlt. Die Reduzierung ein Resultat der reduzierten Materialbeschaffung gegen Ende der Saison. Die passiven latenten Steuern vermindern sich entsprechend der Abschreibungen auf Step-Ups im Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Zu den Details verweisen wir auf die entsprechenden Angaben im Anhang. d) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der Lage Die ursprüngliche Prognose, dass sich Umsatz und korrelierendes EBITDA gegenüber dem Vorjahr positiv entwickeln würde, hat sich nicht materialisiert, sprich Umsatz und Ergebnis konnten nicht gleichermaßen weiterentwickelt werden. Tatsächlich wurde der Vorjahresumsatz um 13,2 % unterschritten. Es ist gelungen, das bereinigte EBITDA (internes Berichtswesen) und die EBITDA - Marge des Vorjahres zu übertreffen. Insgesamt stellt sich daher die Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der oben dargestellten Entwicklungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwar grundsätzlich als herausfordernd, aber in Summe positiv dar. III. NachtragsberichtDie OASE Gruppe wurde Ende Oktober 2022 Opfer einer Cyberattacke. Eine Ransomware-Gruppe hat im Rahmen des Angriffes Daten gestohlen und verschiedene Serversysteme verschlüsselt. Den Angriff hat die OASE Gruppe zeitnah entdeckt und durch direkte Gegenmaßnahmen alle Produktions- und Logistikstandorte unmittelbar vom Internet getrennt. Gleichzeitig wurden die betroffenen Systeme heruntergefahren, um weiteres Gefahrenpotenzial auszuschließen. Die Polizei und Cybersicherheitsbehörden wurden umgehend informiert und gemeinsam mit Spezialisten für Cyberabwehr die Systeme vollständig überprüft. Umgehend war der OASE interne Krisenstab implementiert, um die entsprechende Notfallpläne umzusetzen. Die Spezialisten arbeiteten mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Systemlandschaft. Das führende ERP Programm SAP konnte nach nur knapp einer Woche mit einem unversehrten Datenstand neu aufgesetzt werden. Zum Ende des Kalenderjahres 2022 zeichnete OASE einen Kaufvertrag mit dem australischen Unternehmen AQUATEC Equipment, die Übernahme erfolgte Anfang Mai 2023 mit dem Closing. Das Zielunternehmen war bis zu diesem Zeitpunkt nicht nur der Distributor für OASE in Australien, sondern auch für weitere eigene und dritte Marken. Mit dieser Akquisition stärkt die Gruppe Ihren Asiatisch-Pazifischen Teil des Geschäfts und balanciert ihre Geschäftsfelder durch den im Vergleich zur Nordhalbkugel azyklischen Saisonverlauf besser aus. Die Finanzierung sowie eine neue Covenants Struktur wurden mit der Commerzbank bis Ende 2024 neu verhandelt und abgeschlossen. IV. PrognoseberichtUnverändert gilt aus unserer Sicht, dass sich der Handel nur mit der Listung von OASE als kompetenter Anbieter für Teichtechnik positionieren kann. OASE ist die unumstrittene "must have" Marke für den Wassergarten. Gleichzeitig entwickelt OASE die relativ neuen Geschäftsfelder Aquaristik und Wassertechnologie aktiv weiter und setzt weiter zunehmend Akzente. Angesichts der weiter oben dargestellten sich aufhellenden wirtschaftlichen Aussichten und der damit einhergehenden Verbesserung des Konsumklimas, geht die Geschäftsführung von einem insgesamt günstigen Marktumfeld sowohl für das Consumer als auch das Professional Business aus. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Konjunktureinschätzung, bestehender Risiken und Einschätzung der Marktposition hat die Geschäftsführung in den Monaten Juli bis September 2022 ihre Planung aufgestellt und für 2023 Umsatzwachstum geplant. Im Consumer Business begründet sich die Erwartung auf
Für das Professional Business erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 eine wachsende Geschäftsentwicklung, die mindestens auf das Vorkrisenniveau zurückführen soll. Diese Erwartung stützt sich auf die Fortsetzung der positiven Entwicklung im Komponenten- und Systemgeschäft aufgrund der einzigartigen und führenden Systemtechnik und dem globalen Netzwerk von Distributionspartnern. Gestützt wird diese Einschätzung durch die vielversprechende Order-Pipeline. Zusätzlich erwartet das Management den weiteren Ausbau der Ergebnisse im Bereich Wassertechnologie, da wir dort immer mehr neue Fachpartner gewinnen können. Die Geschäftsführung setzt weiterhin auf eine positive Margenverbesserung durch Skaleneffekte sowie kontinuierliche Entwicklung von Produkt-, System- und Prozessinnovation. Laut der ursprünglichen Planung erwartet die Geschäftsführung für das aktuelle Geschäftsjahr (Oktober 2022 bis September 2023) steigende Umsatzerlöse mit unterschiedlicher Ausprägung in den einzelnen Segmenten. Das bereinigte EBITDA wurde über dem Wert des Vorjahres und die bereinigte EBITDA-Marge (abgeleitet aus der Definition des Kreditvertrages auf dem Vorjahreswert prognostiziert. Der militärische Konflikt zwischen Ukraine mit Russland stellt für die Volkswirtschaften weiterhin ein unplanbares Ereignis dar und hat schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Folgen in der Region. Inwieweit die Wirtschaftstätigkeit sich in Europa in den kommenden Monaten entwickelt, hängt unter anderem von der Länge des Konflikts ab. Das OASE Geschäft in den beiden Ländern belief sich zuletzt für das Geschäftsjahr 2021 kumuliert auf ca. 0,7% des weltweiten Umsatzes. Mit Ausbruch der Krise wurde mit einer internen Task Force, Risikoanalysen in den Bereichen Supply Chain, Logistik und Cyber Security durchgeführt und bewertet. Dieser Prozess zur Risikobewertung wurde fest installiert, um erforderliche Maßnahmen zur Risikominimierung für die OASE zu implementieren. Chancen- und RisikoberichtDas Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung von OASE. Die OASE Gruppe verfügt über verschiedene Systeme und Reports zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken . Aufgabe des Risikomanagements ist es, eine valide Abschätzung der mit der Planung und Ausführung unserer Geschäftsstrategie verbundenen Chancen und Risiken durch das verantwortliche Management sicherzustellen. Zur Minimierung von Risiken hat OASE ein Risikomanagementsystem aufgebaut, dessen Elemente darauf ausgelegt sind, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und effizient gegenzusteuern. Dieses System wird permanent an neue interne und externe Veränderungen angepasst. Hierdurch gewährleisten wir, dass das verantwortliche Management frühzeitig über mögliche Risiken informiert ist und dass unmittelbar eventuell notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Ein wesentliches Element zur laufenden Überwachung der wirtschaftlichen Risiken stellt dabei das Berichtswesen dar, mit dem neben den externen Daten monatlich detaillierte, interne Berichte und Auswertungen -hinsichtlich der KPIs sowie z.B. zum Net Working Capital, Reichweitenanalysen, Auftragseingang, Leistungserstellung, Cashflow - erstellt werden. Laufend werden Abweichungen von Budgets, die Erfüllbarkeit von Prognosen sowie das Auftreten neuer monetärer und nichtmonetärer Risiken untersucht. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich möglicher Verbesserungspotenziale für ein effizientes und wirksames Risikomanagement werden zeitnah umgesetzt. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die OASE Gruppe Risiken ausgesetzt, die negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Im Folgenden werden wesentliche Risikofelder beschrieben, die Einfluss auf das Geschäftsergebnis der OASE Gruppe haben könnten. Den allgemeinen Risiken stehen auch Chancen gegenüber. Sie ergeben sich im Besonderen bei einer sich belebenden Konjunktur und der damit einhergehenden Neigung der Verbraucher zu erhöhten privaten Konsumausgaben. Weitere Chancen ergeben sich aus der Erschließung neuer Märkte durch den Ausbau der Distribution in den USA und mit der Gründung einer eigenen Niederlassung in Indien in Neu Delhi sowie der Fortführung der Entwicklung neuer innovativer Produkte im Bereich Water Technology und Water Treatment durch die Söll GmbH sowie aus der generellen OASE Position im Markt. Konjunkturverlauf und Nachfrageschwankungen Wesentliche externe Risiken für die OASE Gruppe sind der saisonale Konjunkturverlauf in Abhängigkeit vom Wetter in den Ländern und die damit verbundenen Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Märkten. Durch eine systematische Analyse der Stimmungslage und der Auftragseingänge in den jeweiligen Absatzmärkten versucht OASE, ihre Strategie und Aktivitäten möglichst frühzeitig an künftigen Veränderungen auszurichten und insbesondere Leerkosten zu vermeiden. Die aktuelle Konfrontation zwischen Russland und der Ukraine birgt weiterhin ein signifikantes Risiko. Die aktuellen, militärischen Aktionen beider Seiten, sowie fortgeführte Waffenlieferungen der EU in die Ukraine, können zu einer erweiterten Gegenreaktion von Russland führen und somit einen Eintritt der NATO nach sich ziehen. Der Krieg vor der Haustür Europas hat bereits in Verbindung mit den deutlich gestiegen Energiepreisen massive negative wirtschaftliche Auswirkungen. Zudem birgt der noch immer andauernde Handelskrieg zwischen China und den USA und der Brexit noch Risiken, die weiterhin zu beobachten sind. Die zunehmenden Spannungen zwischen China und Taiwan würden allerdings die bisher zu beobachtenden geopolitischen Unwägbarkeiten auf ein neues seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gekanntes Niveau heben. Die Situation bzgl. des Coronavirus SARS-CoV-2 wurde nun durch die sich verschärfende Energiepreiserhöhung abgelöst und hat weiterhin weltweite Konsequenzen auf die Konjunktur. Das hieraus resultierende Risiko lässt sich aktuell für 2023 noch nicht abschließend bewerten. Die für uns wichtigen Märkte und Regionen haben wir täglich im Blick, um uns den aktuellen lokalen Anforderungen zu stellen und weiter handlungsfähig zu bleiben. Die bereits im Jahr 2020 begonnene, sich verschärfende Entwicklung bei der Materialbeschaffung und Eingangslogistik von China nach Europa und in die USA, blieb weiterhin eine Herausforderung in der ganzen Saison, die sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Jahr 2022 weiter verschärft hatte. Mit Herbst / Winter 2022/23 sind die Herausforderungen bei fehlender Verfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten, aber auch fehlende Entladekapazitäten an den Zielhäfen insbesondere in UK und USA rückläufig. Die bereits im Geschäftsjahr 2020 implementierten Maßnahmen u.a. zum Schutz der Mitarbeiter, zur Sicherung der Liquidität, der Lieferketten und -Beziehungen, der Sicherstellung der Produktion und der notwendigen Infrastruktur sowie umfangreiche Kostensenkungen werden fortgeführt und laufend überwacht. Die Geschäftsführung wird, wenn erforderlich, wie auch im Jahr 2020, mit dem Betriebsrat am Hauptstandort in Hörstel eine Betriebsvereinbarung zur Einführung von Kurzarbeit abschließen, um dann auf Auslastungsschwankungen in der Produktion und in der Verwaltung reagieren zu können. Unsere hohen Investitionen den vergangenen Jahren sowie deren Fortführung im abgelaufenen Geschäftsjahr in digitale Infrastruktur ermöglichen es uns weiterhin, positiv auf die Herausforderungen in Folge des Coronavirus SARS-CoV-2 und der deutlich gestiegenen Heizkosten zu reagieren. Unseren Mitarbeitern in Verwaltung, Forschung & Entwicklung, Vertrieb sowie produktions- und vertriebsnahen Abteilungen ist dadurch Arbeit im Home-Office möglich und dieses an fast allen Standorten weltweit. 2 Finanzierungsrisiken Die von einem Konsortium derzeit und auch in Zukunft gewährten Darlehen und eingeräumten Kreditlinien hängen von der Erfüllung bestimmter Finanzkennzahlen in der Gruppe ab. Sollte sich die Unternehmensplanung nicht wie erwartet realisieren lassen, besteht das Risiko, dass Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden und somit eine Verletzung des Kreditvertrages vorliegt. In diesem Fall hätten die Kreditgeber das Recht, die Kreditvereinbarung zu kündigen und die Rückzahlung der bestehenden Darlehen zu verlangen. Die 2018 vereinbarten Bank Covenants haben gegen Ende des Geschäftsjahres 2022 nicht den sich stark verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen standgehalten und wurden deshalb mit den finanzierenden Banken und Debt Fonds adjustiert und die Laufzeit der Revolverlinien bis Ende 2024 verlängert. Gespräche hierzu wurden bereits im frühen Sommer 2022 aufgenommen. In den ersten Quartalen wurden die gültigen Bank Covenants mit Headroom eingehalten. Am Standort in Hörstel erstellen wir seit 2009 wöchentlich einen 13-Wochen Cash Forecast, der aus den Plänen der jeweiligen Niederlassungen konsolidiert wird, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Dieser wird dem Hauptgesellschafter wöchentlich kommuniziert. Auf Basis der aktuellen, konsolidierten Cash Forecasts unserer internationalen Niederlassungen sehen wir im Moment keinen Engpass in der Liquidität, vorausgesetzt, dass das Zahlungsverhalten unserer Kunden sich nicht wesentlich verschlechtert. Auf Basis des Anfang Mai 2023 vorliegenden Cash Flow Plans für das Geschäftsjahr ist die Liquidität per Ende September gewährleistet, der Cash Flow Forecast per Anfang Mai 2023 sowie die zur Verfügung stehende Betriebsmittellinie geben aktuell keinen Hinweis, dass die Liquidität in den nächsten 12 Monaten nicht gesichert sei. Materialpreise und Herstellkosten Risiken für das operative Ergebnis der OASE Gruppe entstehen aus weiterhin möglichen weltweiten Preissteigerungen vorwiegend auf dem Energie- und Rohstoff- und Transportmarkt. Zusätzlicher Einflussfaktor ist die Entwicklung der Währung USD und RMB. Hier werden lokal Kurssicherungen in RMB und GBP getätigt. Weitere Konsequenzen aus der Corona-Pandemie und dem angespannten Energiemarkt ergeben sich durch die hohe Nachfrage unter anderem in den Warengruppen Elektronik, Kunststoff und Papier und daraus resultierende Verfügbarkeitsengpässe bzw. deutliche Kostensteigerungen bei den Materialpreise und den Logistikkosten. Der zwischenzeitlich erstarkte US-Dollar, sowie RMB und GBP Kurs bergen Beschaffungsrisiken gegenüber dem Euro und haben somit direkten und indirekten Einfluss auf das Geschäft der OASE Gruppe. Bedingt durch unsere internationalen Produktionsstandorte ist es uns gelungen, das FX Exposure (USD/GBP/RMB) für die Gruppe zu reduzieren. Mehrkosten muss OASE durch weitere Einkaufsoptimierung kompensieren, Preiserhöhungen konnten im Geschäftsjahr 2022 jedoch nur mit einer zeitlichen Verzögerung in der Preisanpassung an unsere Kunden im Markt umgesetzt werden. Zudem stehen weiterhin nicht-strategischen Kosten sowie die fortlaufende Überprüfung von effizienten Prozessen in der Garantie- und Kulanzabwicklung im Focus. Ferner ist der konsequente Ausbau eines kosteneffizienten Lieferantennetzwerkes, unter Beibehaltung der Flexibilität, die im saisonalen Geschäft benötigt wird, von immanenter Bedeutung. Auswirkung auf die Ertragslage zeigt auch der übliche Preisdruck auf den Märkten, in denen OASE aktiv ist. Zudem ist die Entwicklung bei den Logistikkosten sprich Containerpreise kaum einschätzbar. Auf die volatilen Preise kann nicht adäquat reagiert werden, auch auf Basis bestehender Verträge mit wichtigen Ketten und Einkaufsorganisationen. Das Management begegnet diesem Risiko durch umfangreiche Prozessoptimierung (z.B. Produktionsverlagerung von Asien nach Mittelamerika) und weitere Kostenreduzierung. Somit wird durch die Fortführung des Arbeitszeitmodells (40-Stunden- statt 35-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich) in der Serienfertigung am Standort Hörstel ein Einspareffekt erzielt. Risiken der Auftragsabwicklung Im Geschäftsfeld Professional ist die Oase Gruppe bei der Auftragsabwicklung operativen Risiken ausgesetzt. Hierunter fallen typischerweise unerwartete technische und kaufmännische Schwierigkeiten oder auch Störungen in der Wertschöpfungskette durch Probleme bei unseren Partnern bzw. Subunternehmen. Wir begegnen diesen Risiken durch ein systematisches und umfassendes Projektmanagement / Projektcontrolling. Unsere weltweiten Lieferanten müssen strenge Qualitätsprüfungen durchlaufen und ihre Bonität wird umfassend und laufend durch uns überprüft. Im Rahmen der Business Continuity Plans haben wir als Reaktion auf die Folgen aus der Ausbreitung von Coronavirus Maßnahmen zur Überwachung und Sicherung unserer Lieferketten- und -beziehungen implementiert. Investitionsrisiko Investitionsentscheidungen sind aufgrund ihrer langfristigen Tragweite und ihres Volumens mit Risiken verbunden. Daher werden Investitionen erst nach Durchführung eines einheitlichen Genehmigungsverfahrens, das eine sorgfältige Prüfung der Annahmen und der Wirtschaftlichkeit umfasst, getätigt. Die Hierarchie der erforderlichen Genehmigungen richtet sich nach der Höhe der Investitionssumme und damit nach ihrer Bedeutung für das Unternehmen. Auch der Beirat ist im Rahmen der Budgetdiskussion in die Investitionsplanung eingebunden. Zins- und Währungsrisiken sowie Berichterstattung zu Finanzinstrumenten Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren Liefer- und Zahlungsströme in unterschiedlicher Währung. Daraus entsteht ein Verlustrisiko, weil Vermögensgegenstände, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, an Wert verlieren. Gleichzeitig werden Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs teurer. Das Netto-Exposure wird regelmäßig erfasst, bewertet und anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen werden diese Wechselkursrisiken gegebenenfalls mit geeigneten Finanzinstrumenten (Forwards) abgesichert. Zu den Auswirkungen des Euro-Dollar Wechselkurses vgl. auch Abschnitt 2. Soweit für unsere Verbindlichkeiten variable Zinssätze vereinbart sind, besteht neben der Chance sinkender auch das Risiko steigender Zinsen. Diese Risiken werden im Rahmen des Zinsmanagements bewertet, eingeschätzt und gesteuert. Im Rahmen des Finanzcontrollings werden die Zahlungsüberschüsse oder -unterdeckungen in den einzelnen Währungen auf Basis einer regelmäßigen Liquiditätsvorschau permanent überwacht. Das Forderungsausfallrisiko wird durch Prüfung der Bonität von Kunden sowie durch ein leistungsfähiges Mahnwesen wirksam begrenzt. Für Geschäfte in als riskant eingestuften Ländern gilt zudem die Vorgabe, diese Forderungen durch übliche Ausfuhr-Sicherungsinstrumente, wie beispielsweise Letter of Credit, abzusichern. IT-Risiken In einer zentralisierten und standardisierten IT-Umgebung besteht das Risiko der Abhängigkeit von Systemen oder Rechenzentren. Gegen Datensicherheitsrisiken durch Zugriff auf die IT-Systeme setzen wir u.a. Firewall-Systeme und Virenscanner ein. Ein interner Datenschutzbeauftragter außerhalb von Geschäftsleitung und IT-Organisation ist bestellt. Im Geschäftsjahr 2020 wurde zudem das Informations-Sicherheitsteam (IST) gegründet und mit internen und externen Ressourcen besetzt, um Risiken schnell und effizient zu bewerten und unmittelbar Maßnahmen abzuleiten. Prozesse wie "Data Breach" und "Major Incident" wurden global definiert und ausgerollt. Zudem wurde neben dem Datenschutzbeauftragten ein Informationssicherheitsbeauftragter (ISB) benannt, der die Geschäftsleitung in der Weiterentwicklung der Thematik Informationssicherheit unterstützt. Durch externe Experten durchgeführte "Penetration-Tests" wurden durchgeführt, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und abzustellen. Der IT Security Score unserer eingesetzten Cloud-Applikationen ist über dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmensgrößen, was die umgesetzten Maßnahmen bestätigt. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens im Kontext Cyber Sicherheit nach der Richtlinie VDS10000 wurde konsequent weiter fortgeführt und wird in jedem Geschäftsprozess Einzug halten. Technologische Führerschaft ist ohne hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht denkbar. Bestqualifizierte MitarbeiterInnen für die OASE zu gewinnen, zu halten und zu integrieren ist daher eine der zentralen Aufgaben aller Führungskräfte. Ausblick und Gesamtbild der Risikolage Wesentliche Risiken für die Geschäftsentwicklung von OASE können sich aus der Veränderung im wirtschaftlichen Umfeld, insbesondere aus den Auswirkungen des Ukrainekonfliktes auf die weltwirtschaftliche Lage, in der Wettbewerbssituation und der Akzeptanz neuer Produkte und Produktfelder in den Märkten ergeben. Zu beachten ist, dass die No Covid Strategie in China Auswirkungen weitestgehend auf Beschaffungs-, Transport- und Absatzmärkte zu einer negativen Abweichung von Prognosen des Unternehmens führen können. Auch eine Verschärfung des Ukrainekonflikts, einhergehend mit Energierestriktionen, können das Konsumentenverhalten weiter negativ beeinflussen. Soweit die Risiken absehbar sind, werden diese im Planungsprozess und in der Bilanzierung berücksichtigt. Mit einer wachsenden internationalen Ausrichtung des operativen Geschäftes ist OASE vermehrt Veränderungen von Währungsparitäten ausgesetzt. Das Währungsrisiko wird durch den Einsatz derivativer Finanzierungsinstrumente minimiert. Hinzu kommt ein Zinsrisiko. Zusammenfassend muss man feststellen, dass sich die Chancen- und Risikolage im Vergleich zum Vorjahr durch die Beschaffungssituation, Materialknappheit, Logistik- und Energiekosten wie im Vorjahr nicht entspannt hat und auf vergleichbar Risikolevel bleibt.
Hörstel, den 14. Juni 2023 OASE Living Water GmbH Thorsten Muck Michael vom Brocke
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https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/-ifw/Konjunktur/Prognosetexte/deutsch/2022/KKB_97_2022-Q4_Welt.pdf
Konzernbilanz zum 30. September 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022I. Allgemeine AngabenDie OASE Living Water GmbH ist beim Handelsregister Steinfurt, HRB 11933, gemeldet. Der Konzernabschluss der OASE Living Water GmbH zum 30. September 2022 wurde gemäß §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. II. Konsolidierungskreis und KonzernstichtagDer Konsolidierungskreis besteht neben der OASE Living Water GmbH aus 10 deutschen und 29 ausländischen Gesellschaften. In den Konzernabschluss einbezogen werden die folgenden Unternehmen, an denen die OASE Living Water GmbH unmittelbar oder mittelbar 100 % der Anteile hält:
Neu im Konsolidierungskreis ist die OASE India Private Limited. Aus der Erstkonsolidierung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage. Im Berichtsjahr ist der Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der 30. September. Bei zwei Unternehmen mit abweichenden Stichtagen wurden Zwischenabschlüsse aufgestellt. III. KonsolidierungsgrundsätzeDie Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie die Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach dem Recht der OASE Living Water GmbH vollständig aufgenommen und einheitlich bewertet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HBG durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Anteile der Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapitalanteil zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Erstkonsolidierung erfolgte mit Datum zum 30. Oktober 2017. Der bei Verrechnung von Beteiligungsbuchwert und Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften entstehende Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben und beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 37.834. Die planmäßige, lineare Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes über einen Zeitraum von 20 Jahren basiert insbesondere auf der Einschätzung über die Stabilität und die voraussichtliche Bestandsdauer der Branche und der Geschäftsbeziehungen der OASE Gruppe. Die Erstkonsolidierung der Söll GmbH, der Aquacheck GmbH, der T.P.S.-TOP Product Services GmbH, die Lavaris Lake GmbH, der Immobilis Partizipis GmbH sowie der 1. MB Mittelstandsbeteiligung UG (haftungsbeschränkt), alle Hof, wurde zum 1. März 2019 vorgenommen. Der bei Verrechnung von Beteiligungsbuchwert und Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften entstandene Betrag von T€ 751 wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 653. Die Erstkonsolidierung der Meridienne International Inc. d/b/a Atlantic Water Gardens, Mantua, Ohio/USA, erfolgte zum 1. Oktober 2018. Der bei Verrechnung von Beteiligungsbuchwert und Eigenkapital entstandene Betrag von T$ 8.554 wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum Geschäftsjahresende T$ 7.271. Die planmäßige, lineare Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes über einen Zeitraum von 20 Jahren basiert insbesondere auf der Einschätzung über die Stabilität und die voraussichtliche Bestandsdauer der Branche. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten sind, soweit erforderlich, konsolidiert worden. Eine Zwischengewinneliminierung wird gemäß § 304 Abs. 1 HGB für konzerninterne Lieferungen und Leistungen aus Absatzgeschäften vorgenommen. Sämtliche Aufwendungen und Erträge zwischen in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden entsprechend § 305 Abs. 1 HGB eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen werden Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht und soweit es sich nicht um einen nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrag handelt. Steuerbe- und -entlastungen werden saldiert ausgewiesen. IV. WährungsumrechnungBei der Umrechnung der auf Fremdwährungen lautenden Jahresabschlüsse einbezogener ausländischer Unternehmen wurden die Kapitalpositionen der einbezogenen Unternehmen mit historischen Kursen und die anderen Posten der Bilanz mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Das in der Bilanz ausgewiesene Jahresergebnis ergibt sich als Saldo der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung. Umrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral in einen Ausgleichsposten im Eigenkapital eingestellt. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung entstehende währungskursbedingte Aufrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in den Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Für die Umrechnung von Währungen derjenigen Länder, die nicht der europäischen Währungsunion angehören, wurden folgende Wechselkurse angewendet:
V. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenSelbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die Wahlbestandteile nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB werden in die Herstellungskosten mit einbezogen, diese sind in den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung enthalten. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei selbsterstellter Software beträgt die Nutzungsdauer 3 Jahre und bei den sonstigen selbsterstellten immateriellen Wirtschaftsgütern 5 Jahre. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über den voraussichtlichen Werteverzehr. Die Nutzungsdauer der Software beträgt 3 bis 7 Jahre, für die Marken zwischen 10 und 30 Jahren und für den Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung 20 Jahre (vgl. Abschnitt III). Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden zur Berücksichtigung voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorgenommen. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Die Nutzungsdauer für Gebäude beträgt 15-33 Jahre, für die technischen Anlagen und Maschinen 2 bis 15 Jahre sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 15 Jahre. Anlagegegenstände werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von € 150,00 bis € 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst, der gewinnmindernd über fünf Jahre aufgelöst wird. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 150,00 werden im Jahr der Anschaffung direkt als Aufwand gebucht. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit den Konzernherstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Konzernherstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von einem Jahr werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit ihrem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Den erkennbaren Risiken im Forderungsbestand wird durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfallrisiko der Forderungen wird durch angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Entsprechendes gilt für geleistete Anzahlungen, die in den sonstigen Forderungen mit Ihrem Nennwert enthalten sind. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden bei in Euro lautenden Beträgen mit dem Nominalwert angesetzt. Beträge in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Latente Steuern wurden nach §§ 274 und 306 HGB gebildet. Sie enthalten künftige Steuerminder- oder Steuermehrbelastungen, die sich aus temporären Differenzen zwischen der Konzernbilanz, den Einzelbilanzen und den Steuerbilanzen ergeben. Latente Steuern werden unter Verwendung des Steuersatzes berechnet, der nach gegenwärtiger Rechtslage zum voraussichtlichen Ausgleichszeitpunkt der temporären Differenzen maßgebend sein wird. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Versorgungsanwartschaften wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck verwendet. Die Einkommensdynamik war nicht zu berücksichtigen und die Rentendynamik wurde mit 1,00 % angenommen. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (1,98 %) zugrunde gelegt. Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergebende, ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum 30. September 2022 T€ 294. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Darüber hinaus wurden diese Ansprüche und die Pensionsverpflichtung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Rückstellungen für Altersteilzeit werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Gehaltssteigerungen wurden entsprechend berücksichtigt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ausgegebenen Marktzinssatz entsprechend der restlichen Laufzeit abgezinst. Die Verpflichtungen werden gemäß §246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zum Stichtag zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank ausgegebenen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung eingebucht und gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. VI. Erläuterungen zur KonzernbilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens der OASE-Gruppe ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert hat sich wie folgt entwickelt:
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bzw. Konstruktionen betragen im Geschäftsjahr Mio. € 6,65. Hiervon entfallen T€ 4.056 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens. Die auf den Konzernumsatz bezogene F&E Quote beträgt 3,5 %. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. In der Konzernbilanz sind latente Steuern in Höhe von T€ 22.778 passiviert, die sich wie folgt zusammensetzen:
Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden unter Verwendung eines Steuersatzes von 30%, 30,35 %, 27 % oder 19 % berechnet, der nach gegenwärtiger Rechtslage zum voraussichtlichen Ausgleichszeitpunkt der temporären Differenzen maßgebend sein wird. Latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden unter Verwendung von Steuersätzen von 25 %, 27% und 30,35 % ermittelt. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde eine Saldierung der Pensionsrückstellungen mit dem Deckungsvermögen vorgenommen. Der Zeitwert des mit der Rückstellung verrechneten Deckungsvermögens entspricht dem Aktivwert und beträgt T€ 1.880. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt zum Stichtag T€ 3.862. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 58) wurden mit den Zinsaufwendungen (T€ 172) gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von T€ 114 ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde eine Saldierung der Altersteilzeitrückstellung mit dem Deckungsvermögen vorgenommen. Der Zeitwert des mit der Rückstellung verrechneten Deckungsvermögens entspricht dem Aktivwert und beträgt T€ 82. Der Erfüllungsrückstand der Rückstellungen für Altersteilzeit beträgt zum Stichtag T€ 229. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Für Verpflichtungen aus abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarungen wurden folgende Sicherheiten gewährt:
Zum Bilanzstichtag betrug der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus dieser Finanzierungsvereinbarung € 113,7 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 2.653 sind durch Grundpfandrechte in gleicher Höhe abgesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen in Höhe von T€ 13.267 auf Verbindlichkeiten aus Darlehen und Zinsen. VII. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich nach strategischen Geschäftsfeldern und geographischen Märkten wie folgt zusammen:
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von T€ 212 enthalten. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen aus periodenfremden Steuern in Höhe von T€ 1.965 enthalten. Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten Abschreibungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von T€ 2.787. VIII. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden die folgenden Haftungsverhältnisse aus Avalen:
Wir gehen davon aus, dass wir die Verpflichtungen gegenüber den Kunden/Lieferanten vollständig erfüllen werden, so dass die eventuelle Rückgriffsanspruche aus Avalen nicht zu passivieren waren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Leasingverpflichtungen und Mietverträgen und betragen insgesamt T€ 5.919. Davon sind innerhalb eines Jahres T€ 1.580 und innerhalb von zwei bis fünf Jahren T€ 4.339 zu leisten. Zweck der Leasinggeschäfte ist die Fremdfinanzierung des Anlagevermögens. Vorteile der Leasinggeschäfte sind im Wesentlichen in der geringeren Kapitalbindung zu sehen. Potenzielle Risiken bestehen aufgrund der langfristigen Vertragsbindung. Die Risiken und Vorteile aus Leasingverhältnissen sind für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns unwesentlich. Eine wesentliche und außerhalb des normalen Geschäftsbetriebs wahrscheinliche Inanspruchnahme besteht nicht. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage des Konzerns von Bedeutung wären. Beschäftigte Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten MitarbeiterInnen betrug:
Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar für das Geschäftsjahr 2022 schlüsselt sich wie folgt auf:
Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften Für die Tochterunternehmen OASE Parent GmbH, OASE Management GmbH, OASE Holding GmbH, OASE GmbH, OASE FT GmbH, OASE International Holding GmbH, PfG GmbH und Aquanique GmbH wird für das Geschäftsjahr 2021/2022 die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen und der Jahresabschluss nicht offengelegt. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der OASE Living Water GmbH sind bestellt:
Auf die Angabe von Geschäftsführerbezügen nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird unter Berücksichtigung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Die OASE Gruppe wurde Ende Oktober 2022 Opfer einer Cyberattacke. Eine Ransomware-Gruppe hat im Rahmen des Angriffes Daten gestohlen und verschiedene Serversysteme verschlüsselt. Den Angriff habt die OASE Gruppe zeitnah entdeckt und durch direkte Gegenmaßnahmen alle Produktions- und Logistikstandorte unmittelbar vom Internet getrennt. Gleichzeitig wurden die betroffenen Systeme heruntergefahren, um weiteres Gefahrenpotenzial auszuschließen. Die Polizei und Cybersicherheitsbehörden wurden umgehend informiert und gemeinsam mit Spezialisten für Cyberabwehr die Systeme vollständig überprüft. Umgehend war der OASE interne Krisenstab implementiert, um die entsprechende Notfallpläne umzusetzen. Die Spezialisten arbeiteten mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Systemlandschaft. Das führende ERP Programm SAP konnte nach nur knapp einer Woche mit einem unversehrten Datenstand neu aufgesetzt werden.
Hörstel, den 14. Juni 2023 Thorsten Muck Michael vom Brocke Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 30. September 2022
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
* sind als Sicherheiten an Kreditgeber verpfändet Eigenkapitalspiegel zum 30. September 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die OASE Living Water GmbH, Hörstel Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der OASE Living Water GmbH, Hörstel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der OASE Living Water GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 15. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Tobias Kruse Schmidt, Wirtschaftsprüfer ppa. Melanie Wedi, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss zum 30. September 2022 wurde am 12. Juni 2023 gebilligt. |
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