simplitec GmbHLiquidated

01067 Dresden, DEU

Master Data

Registry
Register court Dresden HRB 35274
Registered
12/20/2011
Industry
Computer consultancy activitiesActivities of holding companiesOther information technology and computer service activities
Purpose
unmittelbare oder mittelbare Tätigkeit auf den Gebieten der Herstellung, Entwicklung und des Vertriebs von Software, Entwicklung und des Betriebs von Online-Diensten sowie sämtliche damit zusammenhängende und den Gesellschaftszweck fördernde Geschäfte.

History

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Management

NameRole
Jörg Stüber
since 6/8/2018
Procura
Klaus Dieter Schmidt
since 6/8/2018
Managing Director

Financial Report

MAGIX HoldCo GmbH

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018

KONZERNBILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2018

AKTIVA

30.9.2018
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.635
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.916
3. Geschäfts- oder Firmenwert 56.863
4. Kundenstamm 40.581
5. Marken 16.826
6. Geleistete Anzahlungen 98
  126.919
II. Sachanlagen  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 154
2. Technische Anlagen und Maschinen 10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 351
  515
III. Finanzanlagen  
1. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10
  10
  127.444
B. UMLAUFVERMÖGEN  
I. Vorräte  
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 405
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 589
  994
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.202
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 116
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 161
4. Sonstige Vermögensgegenstände 615
  9.094
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.473
  12.561
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 285
  140.290

PASSIVA

 
  30.9.2018
  TEUR
A. EIGENKAPITAL  
I. Gezeichnetes Kapital 100
II. Kapitalrücklage 31.030
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 38
IV. Jahresfehlbetrag -4.135
  27.033
B. RÜCKSTELLUNGEN  
1. Steuerrückstellungen 575
2. Sonstige Rückstellungen 2.649
  3.224
C. VERBINDLICHKEITEN  
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.310
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.717
4. Sonstige Verbindlichkeiten 33.087
  90.114
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 277
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 19.642
  140.290

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18

2017/18
TEUR
1. Umsatzerlöse 38.271
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -5.043
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 33.228
4. Forschungs- und Entwicklungskosten -7.731
5. Vertriebskosten -10.451
6. Allgemeine Verwaltungskosten -5.259
7. Sonstige betriebliche Erträge 573
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.631
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -951
11. Finanzergebnis -950
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.911
13. Ergebnis nach Steuern -4.132
14. Sonstige Steuern -3
15. Jahresfehlbetrag -4.135

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18

2017/2018
TEUR
Konzernjahresfehlbetrag -4.135
+ Abschreibungen 12.033
+/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen 2.650
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -25.587
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) 22.313
+ Zinsaufwendungen 951
+ Ertragsteueraufwand 3.721
- Ertragsteuerzahlungen -3.147
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 8.799
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.921
+ Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -329
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -10
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -88.970
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -93.230
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 100
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 87.717
- Gezahlte Zinsen -951
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 86.866
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 2.435
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 38
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.473

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR TEUR TEUR
Stand am 30. September 2017 0 0 0
Kapitalzuführung 100    
Einstellung in Rücklage   31.030  
Währungsumrechnung     38
Konzernjahresfehlbetrag      
Stand am 30. September 2018 100 31.030 38
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnvortrag/Verlustvortrag Konzernjahresfehlbetrag der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand am 30. September 2017 0 0 0
Kapitalzuführung     100
Einstellung in Rücklage     31.030
Währungsumrechnung     38
Konzernjahresfehlbetrag   -4.135 -4.135
Stand am 30. September 2018 0 -4.135 27.033

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18

I. Allgemeine Hinweise

Die MAGIX HoldCo GmbH mit Sitz in 10589 Berlin, Quedlinburger Straße 1, wird beim Amtsgericht Charlottenburg unter dem Registerblatt HRB 194039 geführt.

Als Geschäftsführer der MAGIX HoldCo GmbH sind bestellt: Herr Klaus Schmidt, Herr Jörg Stüber und Herr Aishvarya Agarwal. Die Gesellschaft wird gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten.

Alleinige Gesellschafterin der MAGIX HoldCo GmbH ist die MAGIX Beteiligungs-GmbH, Berlin (HRB 198153 B), mit einer Stammeinlage in Höhe von TEUR 100.

Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb, das Halten, das Verwalten und die Veräußerung von Kapitalbeteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere von Beteiligungen an Gesellschaften, die im Bereich der Herstellung, der Entwicklung und des Vertriebs von Software, Audio-, Foto- und Video-Inhalten sowie aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen tätig sind, im eigenen Namen, für eigene Rechnung und nicht für Dritte sowie die Erbringung von Management- und administrativen Leistungen an ihre Tochtergesellschaften.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 1 HGB.

Das Wirtschaftsjahr der MAGIX HoldCo GmbH endet jeweils zum 30. September des Kalenderjahres.

Die Gesellschaft hat am 09.04.2018 mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Oktober 2017 alle Anteile an der MAGIX Software GmbH und damit indirekt auch an deren Tochtergesellschaften erworben.

II. Angaben zu Bilanzierungs und Bewertungsmethoden

Im Folgenden werden die wesentlichen bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erörtert. Sofern nichts anderes angegeben ist, wurden die beschriebenen Methoden stetig auf die dargestellte Berichtsperiode angewandt.

1. Grundlagen der Abschlusserstellung

Die MAGIX HoldCo GmbH hat den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017/2018 gemäß §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstmalig aufgestellt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet.

Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt nach der Vorgabe des § 266 HGB. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

2. Konsolidierung

2.1 Konsolidierungsgrundsätze und -methoden

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der MAGIX HoldCo GmbH und ihrer Tochterunternehmen zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Das Realisations- sowie das Imparitätsprinzip wurden dabei beachtet.

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als "Geschäfts- oder Firmenwert" und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden gemäß §§ 303, 304 und 305 HGB in voller Höhe eliminiert.

2.2 Konsolidierungskreis

Tochtergesellschaften wurden zum Erwerbszeitpunkt, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.10.2017, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die folgenden Gesellschaften gehören zur MAGIX-Gruppe und wurden neben der MAGIX HoldCo GmbH in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesellschaft Sitz Anteil am Eigenkapital
MAGIX Software GmbH Berlin, Deutschland 100 %
MAGIX Computer Products International Corp. Reno, Nevada, USA 100 %
MAGIX Entertainment B.V. Huizen, Niederlande 100 %
simplitec GmbH Dresden, Deutschland 100 %

Über die Tochtergesellschaft MAGIX Software GmbH ist die MAGIX HoldCo GmbH an den folgenden Gesellschaften indirekt beteiligt:

MAGIX Computer Products International Corp., USA

MAGIX Entertainment B. V., Niederlande und

simplitec GmbH, Dresden, Deutschland.

Die MAGIX Beteiligungs-GmbH, Berlin stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Die Offenlegung erfolgt beim elektronischen Bundesanzeiger.

3. Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der MAGIX HoldCo GmbH und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum - am Tag des Geschäftsvorfalls - gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Konzerngewinn- und -verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen.

4. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über 5 Jahre abgeschrieben.

4.1 Geschäfts- und Firmenwert, Kundenstamm sowie Marken

Der Geschäfts- und Firmenwert, Kundenstamm sowie die Marken sind aus der Kaufpreisallokation des Anteilskaufs im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der MAGIX Software GmbH durch MAGIX HoldCo GmbH entstanden. Es wurden die handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Die Nutzungsdauern sind entsprechend der im Rahmen der Allokation verwendeten Dauer der Kundenbeziehungen auf 15 Jahre festgelegt worden; es wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet.

4.2 Software und Schutzrechte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich jeder kumulierten Abschreibung und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen.

4.3 Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögensgegenstand, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn die MAGIX-Gruppe die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögensgegenstands, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht, den immateriellen Vermögensgegenstand fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss der Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögensgegenstand, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögensgegenstands und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögensgegenstand während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen. Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögensgegenstand zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die aktivierten Beträge werden über die Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die zu Grunde gelegte Nutzungsdauer entspricht dem Zeitraum, über den die Erzielung von Umsätzen aus dem jeweiligen Projekt erwartet wird.

Die Software-Entwicklungskosten enthalten im Wesentlichen die Kosten für 7 Softwareplattformen sowie die im Rahmen von Unternehmenserwerben erlangten Softwareprodukte. Die technologische Reife dieser Plattformen kann durch die erfolgreiche Vermarktung in den vergangenen Jahren nachgewiesen werden. Die aktivierten Software-Entwicklungskosten werden basierend auf den Verkaufserfahrungen der Vergangenheit und den erwarteten Verkaufserlösen für die Zukunft über eine erwartete Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

5. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit mehr als EUR 150,00 bis zu EUR 1.000,00 Anschaffungskosten, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, werden jährlich in einem Sammelposten zusammengefasst. Dieser Sammelposten wird einheitlich über fünf Geschäftsjahre mit jeweils 20 % abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410,00, die ab dem 01.01.2010 angeschafft wurden, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im gleichen Geschäftsjahr als Abgang gezeigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von EUR 251,00 bis EUR 800,00, die ab dem 01.01.2018 angeschafft worden sind, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im gleichen Geschäftsjahr als Abgang gezeigt.

6. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie ferner angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung der ausgewiesenen Wirtschaftsgüter.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

7. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

8. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand

Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand werden zum Nominalwert bewertet.

9. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Retourenrückstellung wurde anhand von ermittelten Rücksendequoten aufgrund von Erfahrungswerten gebildet. Die Rückstellung betrifft insbesondere Retouren im Bereich B2C indirect (Retail-Geschäft). Die Umsatzrealisierung wird durch eine angemessene Rückstellung in Höhe der zu erwartenden Retouren angepasst. Die Rückstellungsbildung erfolgt nach der Bruttomethode, nach der neben dem Gewinnanteil der Retoure auch der Materialaufwand der zu erwartenden Retouren, zuzüglich zugehöriger Kosten, umsatzmindernd berücksichtigt wird.

10. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Entwicklung der einzelnen Positionen der immateriellen Vermögensgegenstände der MAGIX-Gruppe ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Posten "Geleistete Anzahlungen" unter den immateriellen Vermögensgegenständen beinhaltet auch in Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.977 aktiviert.

1.2. Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Sachanlagevermögens der MAGIX-Gruppe ist im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen sonstige Forderungen und entfallen auf Gesellschafter.

3. Eigenkapital

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Eigenkapitals der MAGIX-Gruppe ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Das gezeichnete Kapital der MAGIX-Gruppe entspricht zum 30. September 2018 dem gezeichneten Kapital der MAGIX HoldCo GmbH von TEUR 100.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personal (TEUR 802), Kundenboni (TEUR 392), Lizenzgebühren (TEUR 377), Retouren (TEUR 304), Marketingkosten (TEUR 304) sowie Zinsen (TEUR 275) gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Darüber hinaus bestehen keine Sicherheiten bei den Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR:

Restlaufzeit
bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr von mehr als fünf Jahren Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000 12.000 8.000 13.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.310 0 0 1.310
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 42.717 42.717 42.717
sonstige Verbindlichkeiten 1.087 32.000 32.000 33.087
- davon aus Steuern 808     808
- davon aus sozialer Sicherheit 6     6
Gesamtbetrag 3.397 86.717 82.717 90.114

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten sonstige Verbindlichkeiten und betreffen Gesellschafter.

6. Latente Steuern

Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen Positionen (Kundenstamm und Marke) sind mit passiven latenten Steuern belastet (EUR 12,2 Mio. und EUR 5,0 Mio.). Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich passive latente Steuern von EUR 18,4 Mio. (EUR 13,0 Mio. und EUR 5,4 Mio.). Die passiven latenten Steuern veränderten sich im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 1,2 Mio.

Weitere EUR 2,4 Mio. passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung der selbst entwickelten Software. Die Veränderung im Geschäftsjahr beläuft sich auf 2,4 Mio. EUR.

Der zugrunde gelegte Steuersatz beläuft sich auf 30 %.

7. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden Mietbürgschaften in Höhe von TEUR 311.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB

2018/2019 2019/2020 2020/2021 2021/2022 2022/2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Miete 930 919 919 919 919

9. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden zu denselben Konditionen wie mit fremden Dritten abgewickelt.

10. Ausschüttungssperre

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB aus Aktivierungen eine Gewinnausschüttungssperre:

TEUR
aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände 8.252

IV. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Regional gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2017/2018
TEUR
D/A/CH 15.218
Westeuropa 6.694
USA 11.583
Rest der Welt 4.776
  38.271

Nach Bereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2017/2018
TEUR
Indirect 10.884
Direct 24.246
B2B 2.979
sonstige 162
  38.271

2. Herstellungskosten

Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die mit der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Zusammenhang stehenden Abschreibungen auf Software, Schutzrechte, Software-Entwicklungskosten und sonstige Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 3.303 wurden auf Grund des gesonderten Ausweises der Forschungs- und Entwicklungskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht unter den Umsatzkosten, sondern unter den Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen.

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Gesamtkostenverfahren TEUR 12.500, davon entfallen auf Löhne und Gehälter TEUR 9.899, auf Sozialabgaben TEUR 2.083 und auf sonstige Personalkosten TEUR 518.

4. Forschungs- und Entwicklungskosten

Neben den Vertriebs- und Verwaltungskosten beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung eine gesonderte Position für Forschungs- und Entwicklungskosten. Dabei handelt es sich um Personalkosten, sonstige Aufwendungen sowie um Abschreibungen auf selbst erstellte Software-Entwicklungen. Durch den differenzierten Ausweis wird der herausragenden Bedeutung des F&E-Bereichs für die MAGIX-Gruppe Rechnung getragen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten neben den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.303 keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

5. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 170 sowie Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 375.

6. Periodenfremde Erträge

Im Geschäftsjahr 2017/2018 kam es zu periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 170.

7. Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag des Geschäftsjahres 2017/2018 sind Erträge aus Steuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 0 enthalten.

V. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 3.291, Zinsen wurden in Höhe von TEUR 628 bezahlt.

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks zusammen und unterliegt keinen Verfügungsbeschränkungen.

Die Investitionstätigkeit in immaterielle Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen aktivierte Eigenleistungen.

VI. Sonstige Angaben

1. Organe der MAGIX HoldCo GmbH

Der Geschäftsführung der MAGIX HoldCo GmbH gehörten zum 30. September 2018 an:

Herr Klaus Schmidt

Herr Jörg Stüber

Herr Aishvarya Agarwal

2. Mitarbeiter

Die Unternehmensgruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt 277 Angestellte und 52 Auszubildende.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden Honorare für die Konzernabschlussprüfung in Höhe von TEUR 10 erfasst.

4. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Für den Jahresabschluss zum 30. September 2018 wird die Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB für die folgenden Konzernunternehmen in Anspruch genommen:

MAGIX Software GmbH

simplitec GmbH

5. Ergebnisverwendung der MAGIX HoldCo GmbH (handelsrechtlicher Einzelabschluss)

Der handelsrechtliche Verlust der MAGIX HoldCo GmbH des Geschäftsjahres 2017/2018 in Höhe von TEUR -3.501 ist auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 30. November 2018

Klaus Schmidt, Geschäftsführer

Jörg Stüber, Geschäftsführer

Aishvarya Agarwal, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2017/18

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.10.2017 Zugang aus Erstkonsolidierung Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2018
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE            
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 18.178 3.914 0 63 22.155
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 34.203 7 3.256 0 30.954
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 60.927 0 0 0 60.927
4. Kundenstamm 0 43.480 0 0 0 43.480
5. Marken 0 18.028 0 0 0 18.028
6. Geleistete Anzahlungen 0 161 0 0 -63 98
  0 174.977 3.921 3.256 0 175.642
II. SACHANLAGEN            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 419 108 314 0 213
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 142 0 99 0 43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 2.964 221 2.073 1 1.113
  0 3.525 329 2.486 1 1.369
III. FINANZANLAGEN            
1. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 10 0 0 10
  0 0 10 0 0 10
  0 178.502 4.260 5.742 1 177.021
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01.10.2017 Zugang aus Erstkonsolidierung Zugänge Abgänge 30.09.2018
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 9.380 3.140 0 12.520
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 30.758 536 3.256 28.038
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 4.064 0 4.064
4. Kundenstamm 0 0 2.899 0 2.899
5. Marken 0 0 1.202 0 1.202
6. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
  0 40.138 11.841 3.256 48.723
II. SACHANLAGEN          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 357 16 314 59
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 129 3 99 33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 2.650 175 2.063 762
  0 3.136 194 2.476 854
III. FINANZANLAGEN          
1. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0
  0 43.274 12.035 5.732 49.577
NETTOBUCHWERTE
30.09.2018
TEUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE  
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.635
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.916
3. Geschäfts- oder Firmenwert 56.863
4. Kundenstamm 40.581
5. Marken 16.826
6. Geleistete Anzahlungen 98
  126.919
II. SACHANLAGEN  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 154
2. Technische Anlagen und Maschinen 10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 351
  515
III. FINANZANLAGEN  
1. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10
  10
  127.444

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18

1. Kurzüberblick über das Geschäftsjahr 2017/18

Die MAGIX HoldCo GmbH (kurz HoldCo oder Gesellschaft) ist zusammen mit ihren Tochtergesellschaften (MAGIX-Konzern, MAGIX-Gruppe oder kurz MAGIX) ein international tätiger Anbieter von Video-, Foto- und Musiksoftware für professionelle und semi-professionelle Anwender. Das Produktspektrum umfasst über den PC hinaus nahtlos integrierte Online- und Cloud-Dienste sowie digitale Inhalte.

Die MAGIX HoldCo GmbH hat - im Rahmen eines Management-Buy-Out unter Führung des Private Equity Investors capiton AG und unter Teilnahme der Bellevue Investments GmbH & Co. KGaA (im Folgenden kurz Transaktion) - mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Oktober 2017 alle Anteile an der MAGIX Software GmbH und damit indirekt auch an deren Tochtergesellschaften (MAGIX Computer Products International Corp., USA, MAGIX Entertainment B. V., Niederlande, und simplitec GmbH, Dresden, Deutschland) erworben. Im vorliegenden Konzernabschluss und -lagebericht für das vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 laufende Geschäftsjahr (Berichtszeitraum) können daher keine Vorjahresvergleichswerte angeben werden.

Die Steuerung des Konzerns erfolgt anhand wesentlicher Kennzahlen im Umsatz- und Kostenbereich, die geplant und deren Entwicklung im Geschäftsverlauf fortlaufend controlled werden. Dabei handelt es sich insbesondere um die Umsatzentwicklung je Geschäftsbereich, Region, und Produkt, die Konvertierungsraten im Onlinebereich (Käufe im Verhältnis zu Kontakten) sowie die Entwicklung von Bruttomarge, EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) und EBT (Ergebnis vor Steuern).

Im Geschäftsjahr 2017/2018 lag der Konzernumsatz bei EUR 38,3 Mio. Dabei entstanden Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in Höhe von EUR 5,0 Mio. Das Bruttoergebnis vom Umsatz belief sich auf EUR 33,2 Mio., was einer Bruttomarge von 86,8 % entspricht.

Die Betriebsaufwendungen (vor sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie Abschreibungen auf den Firmenwert) betrugen EUR 23,4 Mio. Davon entfielen EUR 3,9 Mio. auf Abschreibungen und EUR 19,6 Mio. auf operative Kosten. Der Konzern erzielte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von EUR 13,8 Mio. Die Abschreibungen auf den Firmenwert (Amortization) betrugen EUR 8,2 Mio. Damit belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von EUR 1,7 Mio. Die EBITDA- bzw. EBIT-Marge lag entsprechend bei 36,0 % bzw. 4,5 %.

Das Finanzergebnis betrug EUR -1,0 Mio. Somit erwirtschaftete der MAGIX-Konzern ein Vorsteuerergebnis in Höhe von EUR 0,8 Mio.

Angesichts der guten Entwicklung im Berichtsjahr und ersten Indikatoren im laufenden Geschäftsjahr 2018/2019 blickt MAGIX positiv auf den Geschäftsverlauf in 2018/2019 und 2019/2020. Sofern vom Umfeld keine außerordentlichen negativen Impulse ausgehen, wird für diese beiden Geschäftsjahre weiteres Umsatzwachstum erwartet.

Bei einer unverändert hohen Bruttomarge wird im Folgejahr mit steigenden operativen Kosten, insbesondere im Personalbereich und Marketing, gerechnet. Die Ergebnisentwicklung wird in höherem Maße als in den Vorjahren von den bestehenden wie den neuen Produkten im Segment für professionelle Kunden abhängig sein.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

2017/2018 setzte sich der Wachstumskurs der Weltwirtschaft fort. Nach einem Plus von 3,3 in 2016 und 3,7 % in 2017 sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2018 erneut einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,7 % voraus (Stand Oktober 2018).

Das Wirtschaftswachstum in den Industriestaaten (sog. advanced economies) blieb mit 1,7 in 2016, 2,3 % in 2017 und 2,4 % in 2018 unter dem Niveau der Weltwirtschaft. Dabei erreichten die USA Zuwächse in Höhe von 1,6 % (2016), 2,2 % (2017) und 2,9 % (2018). In Westeuropa und insbesondere in Deutschland entwickelte sich die Wirtschaftsleistung mit 1,8 % bzw. 2,2 % (2016), 2,3 % bzw. 2,5 % (2017) und 1,9 % bzw. 1,9 % (2018) zuletzt etwas schwächer.

Auch nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die deutsche Konjunktur zuletzt etwas an Schwung verloren. Im Vergleich zum jeweiligen Vorquartal lag das Wachstum bei 0,5 % im Schlussquartal 2017 und bei 0,4 % und 0,5 % in den ersten beiden Quartalen 2018; im darauffolgenden Quartal sank die Wirtschaftsleistung dagegen um 0,2 %.

Leicht positiv auf die deutsche Konjunktur wirkte die Entwicklung der privaten Konsumausgaben. Der Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stieg laut Statistischem Bundesamt im Zeitraum von Januar bis September 2018 real um 0,6 %. Während der Internet- und Versandhandel um 4,8 % wuchs, entwickelten sich die Geschäfte im sonstigen Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (z. B. Waren und Kaufhäuser) um 1,4 % schlechter als im Vorjahr.

2.2 Branchenentwicklung

Der globale IT-Markt hat sich 2018 weiter erholt, nachdem er 2017 bereits um 3,9 % zulegen konnte. Das Marktforschungsunternehmen Gartner geht von einem Wachstum der weltweiten IT-Umsätze in 2018 um 4,5 % aus. Für den deutschen IT-Markt berichtet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKÖM) ein abflauendes Wachstum von 3,9 % in 2017 auf 2,1 % in 2018. Dabei wird der hiesige Softwaremarkt mit einem Plus von jeweils 6,3 % in 2017 und 2018 stärker gesehen als der Gesamtmarkt.

Zu berücksichtigen ist, dass der Markt für Anwendungssoftware nur etwa 15 % des Softwaremarktes ausmacht. Der Markt für Multimediasoftware macht hiervon wiederum einen Teil aus und unterliegt speziellen Einflüssen.

3. Geschäftsverlauf

3.1 Ertragslage

Ertragslage des MAGIX-Konzerns im Überblick

1. Okt. 2017 bis 30.09.2018
TEUR
Umsatzerlöse 38.271
Bruttoergebnis 33.231
als % vom Umsatz 86,8 %
Ergebnis vor Zinsen, Steuern & Abschreibungen 13.761
als % vom Umsatz 36,0 %
Ergebnis vor Zinsen & Steuern 1.729
als % vom Umsatz 4,5 %
Ergebnis vor Steuern 779
als % vom Umsatz 2,0 %
Konzernjahresfehlbetrag -4.135
als % vom Umsatz -10,8 %

Ergebnisentwicklung

Der Konzern erzielte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von EUR 13,8 Mio. und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von EUR 1,7 Mio. Die EBITDA- bzw. EBIT-Marge lag entsprechend bei 36,0 % bzw. 4,5 %. Das Finanzergebnis betrug EUR -1,0 Mio. Somit erwirtschaftete der MAGIX-Konzern ein Vorsteuerergebnis in Höhe von EUR 0,8 Mio. Die EBT-Marge erreichte damit einen Wert von 2,0 %.

Umsatz

MAGIX erwirtschaftete einen Konzernumsatz von EUR 38,3 Mio. Davon entfielen EUR 10,5 Mio. auf das erste, EUR 9,4 Mio. auf das zweite, EUR 7,2 Mio. auf das dritte und EUR 11,2 Mio. auf das vierte Quartal. Der im Sommerhalbjahr geringere Umsatz resultiert im Wesentlichen aus dem Kaufverhalten der Kunden und dem darauf abgestimmten Veröffentlichungszyklus der MAGIX-Produkte.

Umsatz nach Geschäftsbereichen

1. Direct

Der Bereich Direct generiert seine Umsätze unmittelbar mit Anwendern über eigene Webseiten, wie www.magix.com oder www.vegascreativesoftware.com.

2. Indirect

Umsätze, die MAGIX mittelbar über die Einzelhändler (wie Media Markt oder bestbuy) sowie über Internethändler (wie Amazon oder Steam) erzielt, werden dem Bereich Indirect zugerechnet.

3. B2B

Im dritten Geschäftsbereich, dem B2B-Bereich, werden Umsätze mit sogenannten "Enterprise"-Geschäftskunden generiert. Hierzu gehören:

Hardwarehersteller (OEM), die ihre Produkte zusammen mit Software von MAGIX vertreiben,

Anwender, die z. B. Samplitude und Sequoia im Unternehmensverbund nutzen, z. B. der WDR oder NDR.

4. Sonstige

Hierunter fallen Umsätze, die keinem der oben genannten Geschäftsbereiche zuzuordnen sind.

Die Umsatzentwicklung im Hinblick auf die Geschäftsbereiche gestaltete sich folgendermaßen:

MAGIX HoldCo GmbH -

Konzernumsatz nach Geschäftsbereichen zum 30. September 2018

TEUR %
Indirect 10.884 28,4
Direct 24.246 63,4
B2B 2.979 7,8
sonstige 162 0,4
Gesamt 38.271 100,0

Im Bereich Indirect wurde ein Umsatz in Höhe von EUR 10,9 Mio. erwirtschaftet. Damit trug der Bereich 28,4 % zum Konzernumsatz bei. Die Region USA war dabei - gefolgt von der deutschsprachigen Region D/A/CH - am umsatzstärksten.

Mit 7,8 % am Konzernumsatz beteiligte sich der B2B-Bereich am Umsatz (EUR 3,0 Mio.). Hier erzielt die Region "Rest der Welt" mit mehr als zwei Dritteln den größten Anteil am Bereichsumsatz.

Einen Umsatzanteil von 63,4 % steuerte der Direct-Bereich zu (EUR 24,2 Mio.). Im Hinblick auf die Regionen hatte daran die D/A/CH-Region den größten Anteil - gefolgt von der US-Region, Westeuropa und der "Region Rest der Welt".

Umsatz nach Regionen

Die regionale Umsatzentwicklung gestaltete sich wie folgt:

MAGIX HoldCo GmbH -

Konzernumsatz nach Regionen zum 30. September 2018

TEUR %
D/A/CH 15.218 39,7
Westeuropa 6.694 17,5
USA 11.583 30,3
Rest der Welt 4.776 12,5
Gesamt 38.271 100,0

Den größten Umsatzanteil erzielte MAGIX mit 39,7 % in der deutschsprachigen Region (D/A/CH). Ihr folgten die Regionen USA mit 30,3 %, Westeuropa mit 17,5 % sowie der Rest der Welt mit 12,5 %. Dabei betrug der Umsatz der D/A/CH-Region EUR 15,2 Mio.

Bruttomarge

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen beliefen sich auf EUR 5,0 Mio. Das Bruttoergebnis vom Umsatz erreichte einen Wert von EUR 33,2 Mio. Damit lag die Bruttomarge bei 86,8 %.

Neben fremdbezogenen Hardwarekomponenten, die zusammen mit der Software von MAGIX in Produktpaketen enthalten sind, beinhalten die Umsatzkosten im Wesentlichen Materialkosten für die Verpackung sowie Drittlizenzen, insbesondere für sogenannte Codecs. Hierbei handelt es sich um Standardmedienformate wie beispielsweise das MPG-Format. Da es nicht sinnvoll ist, solche Standards selbst zu entwickeln, werden für deren Verwendung Lizenzgebühren entrichtet.

Kostenstruktur

Die Betriebsaufwendungen (vor sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie Abschreibungen auf den Firmenwert) betrugen EUR 23,4 Mio. Davon entfielen EUR 3,9 Mio. auf Abschreibungen und EUR 19,6 Mio. auf operative Kosten.

Die Entwicklung der operativen Kosten in den Bereichen Vertrieb, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung (F&E) stellt sich wie folgt dar:

MAGIX HoldCo GmbH -

Operative Kosten zum 30. September 2018

TEUR %
Vertriebskosten 9.927 50,7
Verwaltungskosten 5.219 26,7
F&E-Kosten 4.428 22,6
Gesamt 19.574 100,0

Die operativen Vertriebskosten, die 50,7 % der gesamten operativen Kosten ausmachten, beliefen sich auf EUR 9,9 Mio. Hierzu zählen Personalkosten für Vertriebsmitarbeiter, Marketingkosten sowie die sonstigen Vertriebskosten.

Im Verwaltungsbereich betrugen die operativen Kosten EUR 5,2 Mio. Hierzu zählen neben den Personalkosten des Bereichs auch Aufwendungen für Forderungsverluste sowie sonstige operative Verwaltungskosten. Der Anteil der operativen Verwaltungskosten lag bei 26,7 %.

Die operativen Kosten im F&E-Bereich betrugen EUR 4,4 Mio. Hierzu zählen neben Personalkosten des F&E-Bereichs auch sonstige operative Kosten. Der Anteil der operativen F&E-Kosten lag bei 22,6 %.

3.2 Finanz- und Vermögenslage

Bilanz

MAGIX HoldCo GmbH, Berlin

Konzernbilanz zum 30. September 2018 im Überblick

30. Sept. 2018 Anteil
TEUR %
Anlagevermögen 127.444 90,8
Umlaufvermögen 12.561 9,0
Rechnungsabgrenzungsposten 285 0,2
Summe Aktiva 140.290 100,0
Eigenkapital 27.033 19,3
Rückstellungen 3.224 2,3
Verbindlichkeiten 90.114 64,2
Rechnungsabgrenzungsposten 277 0,2
Passive latente Steuern 19.642 14,0
Summe Passiva 140.290 100,0

Die Bilanzsumme lag zum Bilanzstichtag bei EUR 140,3 Mio. Der Wert des bilanzierten Eigenkapitals betrug EUR 27,0 Mio., was einer Eigenkapitalquote von 19,3 % entspricht. Hierin enthalten ist der Jahresfehlbetrag aus der Berichtsperiode in Höhe von EUR -4,1 Mio.

Die Rückstellungen beliefen sich auf EUR 3,2 Mio. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Rückstellungen für Personal, Retouren, Lizenzgebühren, Kundenboni und Marketingkosten.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 90,1 Mio. sind überwiegend Darlehensverbindlichkeiten, die im Rahmen der Transaktion entstanden sind: Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von EUR 42,7 Mio. und gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 13,0 Mio. Des Weiteren ist in den EUR 33,1 Mio. sonstigen Verbindlichkeiten eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von EUR 32,0 Mio. enthalten. Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1,3 Mio.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrug EUR 0,3 Mio. Die passiven latenten Steuern, die aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet werden, beliefen sich auf EUR 19,6 Mio.

Der Wert des Anlagevermögens in Höhe von EUR 127,4 Mio. beruht im Wesentlichen auf dem Wert immaterieller Vermögensgegenstände von EUR 126,9 Mio. Hieran hat der Firmen- und Geschäftswert, der aus dem Erwerb der MAGIX Software GmbH und deren Tochtergesellschaften resultiert, mit EUR 56,9 Mio. wesentlichen Anteil. Des Weiteren bestehen immaterielle Vermögensgegenstände im Form von selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten für EUR 9,6 Mio., entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten für EUR 2,9 Mio. sowie Anzahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 0,1 Mio. Der Wert des Sachanlagevermögens in Höhe von EUR 0,5 Mio. resultiert aus Mietereinbauten für TEUR 154 sowie anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung für TEUR 351.

Das Umlaufvermögen in Höhe von EUR 12,6 Mio. setzt sich aus Vorräten im Wert von EUR 1,0 Mio., Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 8,3 Mio., Forderungen gegenüber beteiligten Unternehmen in Höhe von EUR 0,1 Mio., sonstigen Vermögensgegenständen im Wert von EUR 0,6 Mio. und liquiden Mitteln in Höhe von EUR 2,5 Mio. zusammen. Der Wert der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betrug EUR 0,3 Mio.

Cashflow

MAGIX HoldCo GmbH, Berlin

Konzernkapitalflussrechnung im Überblick

Okt. 2017 - Sept. 2018
TEUR
Cash Flow aus der laufenden Betriebstätigkeit 8.799
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -93.230
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 86.866
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 2.435
Währungskurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 38
Finanzmittelbestand zum Periodenbeginn 0
Finanzmittelbestand zum Periodenende 2.473

Der Cashflow aus der laufenden Betriebstätigkeit entwickelte sich aufgrund der hohen Abschreibungen im Gegensatz zum Konzernergebnis positiv und belief sich auf EUR 8,8 Mio.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag bei EUR -93,2 Mio. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf EUR 86,9 Mio.

Die Finanzierung der MAGIX-Gruppe ist durch Eigenmittel sichergestellt. MAGIX war im Geschäftsjahr 2017/2018 jederzeit in der Lage, bestehende finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen.

3.3 Forschung & Entwicklung

Die von MAGIX entwickelten Produkte decken in den Bereichen Musik, Video, Foto, Grafik und Web die komplette Bandbreite bis hin zu High-End-Lösungen für professionelle Anwender ab. Zuletzt zum Produktspektrum hinzugekommen sind: Systemtools zur Optimierung von Windows Betriebssystemen sowie Video- und Audio-Produkte für professionelle Anwendungen der übernommenen Produktlinien der Firma Sony Creative Software.

Die Entwicklungsschwerpunkte waren insbesondere:

Neuentwicklung von Virtual Reality-Komponenten zur Erstellung und Präsentation von interaktiven Umgebungen aus 360°-Fotos, -Videos sowie konventionellen Medien. Sowohl Projekterstellung als auch Präsentation sind für konventionelle Bedienung mit Bildschirm und Maus sowie für die Bedienung mit allen wichtigen Head Mounted Devices (VR-Brillen) optimiert.

Erweiterung der Photostory-Produktreihe durch Integration der VR-Komponenten um Photostory Premium VR, Photostory Premium VR Suite und Photostory Premium VR 365.

Neurelease von VEGAS VR Studio und VEGAS VRX Player auf Basis der vorgenannten VR-Komponenten mit erweitertem Funktionsumfang gegenüber Photostory Premium VR.

Release von VEGAS Pro 16. Nach den vorangegangenen ersten Veröffentlichungen unter eigenem Brand wurden erstmals signifikante innovative Produkterweiterungen neu entwickelt. Hervorzuheben sind die Arbeiten im Bereich Computer Vision für eine neuentwickelte Bildstabilisierung sowie Motion Tracking auf höchstem technologischen Niveau. Hierbei wurden auch Grundlagen für künftige Erweiterungen in den Bereichen Bildverbesserung und kreative Bildverarbeitung gelegt. Ebenso wurde die gesamte Verarbeitungskette in VEGAS für HDR-Video erweitert.

Release von ACID Pro 8. Der Entwicklungsschritt von Version 7 zu 8 ist signifikant. Hierfür wurden weitere technische Ressourcen von Sony Creative Software integriert, dedizierte Entwicklungsressourcen für die Weiterentwicklung aufgestellt sowie erstmals seit vielen Jahren signifikante Produkterweiterungen entwickelt. Man kann diese Veröffentlichung vom Aufwand her mit einem Neurelease vergleichen. Das ist eine wichtige Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung, zur Kundenbindung und Neukundengewinnung.

Release von SOUND FORGE Pro 12. Hier besteht eine ähnliche Situation wie bei ACID Pro 8. Gegenüber der Vorversion handelt es sich um das erste Release aus dem 2016 von Sony Creative Software erworbenen Quellcode mit erheblichen Funktionserweiterungen. Neben der Verbesserung der Kernfunktionalität ist eine auf Artitificial Intelligence (AI) basierende Funktion zur Erkennung und Markierung von Gesangsaktivität in Audioauf nahmen für eine verbesserte Navigation hervorzuheben. Dies ist das erste Resultat einer Investition in Al bei MAGIX.

Weitere Verbesserung der Bestandsprodukte mit besonderem Augenmerk auf ambitionierte und professionelle Zielgruppen. Insbesondere Fokus auf die Kernstories, z.B. Editing Workflows in den Videoprodukten, weitere Stabilisierung durch verbesserte Problemauswertung, Performance-Optimierung z.B. durch verstärkte Kooperation mit Partnern wie Intel und NVIDIA zur effektiven Nutzung neuer CPU- und GPU-Generationen (AVX-, OpenCL-Optimierungen).

Der in diverse Produkte eingebundene In-App-Shop wurde bedientechnisch optimiert.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 3,9 Mio. aktiviert. Auf die aktivierten Entwicklungskosten wurden im Berichtszeitraum EUR 3,1 Mio. Abschreibungen vorgenommen.

3.4 Mitarbeiter

Als kreativinnovatives Unternehmen setzt MAGIX auf Mitarbeiter, die neben fachlicher Kompetenz auch Leidenschaft für Foto, Musik, Video, Web und IT mitbringen. Das Team ist in einer sich immer schneller verändernden Umgebung der Garant dafür, dass MAGIX international nicht nur Schritt hält, sondern weiter als Trendsetter agiert.

Im Fokus der Personalstrategie steht deshalb die permanente Ausbildung der Mitarbeiter, die agile Arbeitsweise und das vernetzte Arbeiten. MAGIX unterstützt dies durch entsprechende Maßnahmen und den Einsatz modernster Technologie.

MAGIX ist gekennzeichnet durch ein hohes Engagement für die Berufsausbildung junger Menschen. Zum 30. September 2018 waren 49 Auszubildende im MAGIX Konzern beschäftigt. Insgesamt beschäftige MAGIX im Jahresdurchschnitt 277 Angestellte und 52 Auszubildende.

Die Mitarbeiterzahl zum Ende des Geschäftsjahres (hier und im Folgenden jeweils umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte) lag bei 303. Die Ausrichtung von MAGIX als Trendsetter und Innovator spiegelt sich in der Personalstruktur wider: Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter, 168 von 303, ist im Bereich Forschung & Entwicklung tätig und sorgt damit für die kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklung der führenden Software. Die Beschäftigtenzahl im Bereich Marketing & Vertrieb lag bei 90, im Bereich Verwaltung & Logistik beschäftigte MAGIX 45 Mitarbeiter.

Der Personalaufwand lag im Berichtsjahr bei EUR 12,5 Mio.

MAGIX HoldCo GmbH

Mitarbeiterübersicht für den Konzern (umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte)

30.09.2018 %
Vertrieb & Marketing 90 29,7
Verwaltung & Logistik 45 14,9
Forschung & Entwicklung 168 55,4
Gesamt 303 100,0

3.5 Konzernstruktur

Der Hauptsitz der MAGIX HoldCo GmbH ist in Berlin. Die Gesellschaft verfügt über Tochtergesellschaften in Deutschland, den USA und den Niederlanden. Die Forschungszentren befinden sich in Dresden sowie Madison, USA. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Tochtergesellschaften am 30. September 2018:

Gesellschaft Sitz Anteil am Eigenkapital
MAGIX Software GmbH Berlin, Deutschland 100%
MAGIX Computer Products International Corp. Reno, Nevada, USA 100%
MAGIX Entertainment B.V. Huizen, Niederlande 100%
simplitec GmbH Dresden, Deutschland 100%

Über die Tochtergesellschaft MAGIX Software GmbH verfügte die MAGIX HoldCo GmbH über folgende indirekte Beteiligungen:

MAGIX Computer Products International Corp., USA

MAGIX Entertainment B. V., Niederlande und

simplitec GmbH, Dresden, Deutschland.

4. Nachtragsbericht

Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts kam es zu keinen nennenswerten Ereignissen.

5. Chancen und Risikobericht

5.1 Risikomanagement

Die Märkte für Softwareprodukte sind einem raschen Wandel von Technologien unterworfen. Der Erfolg von MAGIX hängt daher davon ab, neue Trends und Entwicklungen vorauszusehen, die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken zu bewerten und darauf basierend, bestehende Produkte laufend zu verbessern und neue Produkte rechtzeitig zu entwickeln und einzuführen.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Es ist darauf ausgerichtet, Risiken systematisch zu erfassen, um geeignete Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Reduzierung der möglichen Risiken einzuleiten.

Die einzelnen Bereiche des Risikomanagementsystems werden auf Ebene der Geschäftsführer zusammengeführt und dort fortlaufend überwacht. Das System wird ständig überprüft, erweitert und an die Entwicklung des Unternehmens angepasst. Insbesondere werden regelmäßig die eingeleiteten Maßnahmen dahingehend überprüft, ob sie die entsprechenden Risiken kontrollieren bzw. vermeiden.

Innerhalb des Risikomanagements werden insbesondere folgende Maßnahmen bei strategischen Entscheidungsprozessen durchgeführt:

Das Controlling erstellt Soll-Ist-Vergleiche und Kurzfristplanungen, die mit den verantwortlichen Managern in regelmäßigen Abständen besprochen werden. Es definiert gemeinsam mit der Geschäftsführung wichtige Finanz- und sonstige Kennzahlen und überwacht ständig deren Einhaltung.

Die zuständigen Product Owner überwachen kontinuierlich auf 2-wöchiger Basis anhand der Storypoints, Epics und Sprints die Einhaltung der Sprintplanung und den Fortschritt der Entwicklung aller Produkte.

Die Geschäftsführung überwacht wöchentlich die Entwicklung der wesentlichen KPIs im Direct- wie Indirect-Geschäft.

Die zuständigen Projektmanager überwachen anhand von Meilensteinen kontinuierlich die Erreichung von Entwicklungsfortschritten und die Einhaltung von Projektplanungen.

Die Personalabteilung stellt in Absprache mit den Abteilungen die kontinuierliche Weiterbildung der Angestellten sowie die ausreichende Rekrutierung neuer Mitarbeiter mit erfolgskritischem Spezialwissen sicher.

Die IT-Abteilung hat Notfallprozeduren zur Gewährleistung eines hohen Maßes an Stabilität und Sicherheit für eine ständige Erreichbarkeit der Internetportale und der Onlinedienste abgestimmt und installiert.

Die Rechts- und IP-Abteilung überwacht kontinuierlich das geistige Eigentum sowie die Markenrechte des Unternehmens und überprüft Neuentwicklungen auf Verstöße gegen Schutzrechte am geistigen Eigentum Dritter.

5.2 Chancenmanagement

MAGIX agiert in einem dynamischen Marktumfeld, in welchem sich für die Unternehmensgruppe fortwährend neue Chancen ergeben. Diese systematisch zu erkennen, zu bewerten und zu nutzen und dabei Risiken zu vermeiden bzw. zu minimieren, ist ein wichtiger Faktor für das nachhaltige Unternehmenswachstum.

Um ein erfolgreiches Chancenmanagement zu ermöglichen, zieht die Geschäftsführung Markt und Wettbewerbsanalysen heran und befasst sich mit der Ausrichtung des Produktportfolios, den Kostentreibern sowie den kritischen Erfolgsfaktoren der Branche. Daraus werden konkrete Marktchancen und Initiativen abgeleitet, welches die Geschäftsführung regelmäßig mit den Anteilseignern abstimmt.

Im Hinblick auf konkrete Chancen, die sich MAGIX gegenwärtig bieten, sei auf die im Prognosebericht erörterte Strategie verwiesen.

5.3 Einzelrisiken

Risiken der Geschäftstätigkeit

Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist abhängig von der allgemeinen Entwicklung des Marktes, insbesondere für multimediale Anwendungssoftware für professionelle und semi-professionelle Anwender. Dessen Wachstum wird wesentlich von technologischen und wirtschaftlichen Faktoren gefördert, die sich einer Kontrolle durch das Unternehmen entziehen. Hinzu kommt, dass das Marktumfeld einer hohen Dynamik unterliegt.

MAGIX investiert kontinuierlich in neue Produkte und Dienste, ein breites Angebotsportfolio sowie in die Erschließung neuer Anwendergruppen und geographischer Märkte. Die Abhängigkeit von Entwicklungen in Teilbereichen des Marktes wird durch diese breit angelegten Aktivitäten in allen bestehenden Segmenten minimiert. Es ist zu erwarten, dass:

neben dem europäischen Markt insbesondere der US-Markt, Asien mit China, Japan, Südkorea, Australien sowie Brasilien

der stärkere Fokus auf professionelle Anwender

Entwicklungen im Bereich VR

der Vermarktung des eigenen Contents, sowie

die Ausweitung des Angebotes für den Education- und Academic-Markt

in den Geschäftsjahren 2018/2019 und 2019/2020 für Wachstum sorgen werden. Unabhängig davon hängt die Umsatz- und Ertragslage von MAGIX wesentlich vom Markterfolg der neuen Produkte, der Beherrschung sich neu entwickelnder Technologien, sowie den Personalkostensteigerungen ab.

Wettbewerbsrisiken

Der für MAGIX relevante Markt ist von globalem Wettbewerb geprägt. Einige der derzeitigen und potenziellen Wettbewerber der MAGIX Software GmbH verfügen dabei über umfangreichere finanzielle, technologische und personelle Ressourcen sowie eine größere Reichweite oder mehr Nutzer.

Rechtliche und Lizenzrisiken

MAGIX ist bei Entwicklung und Vertrieb von den jeweils geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen abhängig. Durch Einführung der EDSCHV wurde im Mai 2018 eine wesentliche Neuerung auch für MAGIX relevant. Bisher sind durch diese Änderung keine negativen Auswirkungen auf das Geschäft von MAGIX zu erkennen. Weitere Änderungen dieser oder anderer gesetzlicher Rahmenbedingungen können für MAGIX zu spürbaren Nachteilen führen. Derzeit ist eine solche Änderung für die Geschäftsführung nicht erkennbar.

Aufgrund des globalen Marktes besteht die Möglichkeit, dass die MAGIX-Gruppe mit ihren Entwicklungen unwissentlich das geistige Eigentum Dritter verletzt. Mit Hilfe einer umfangreichen Überprüfung der eigenen Produkte durch die Rechtsabteilung hat das Unternehmen die möglichen Schritte unternommen, um dieses Risiko weitestgehend zu minimieren.

Personelle Risiken

Die Produkte und Dienstleistungen von MAGIX erfordern entsprechend qualifizierte Mitarbeiter in den Bereichen F&E, Marketing und Vertrieb. Ohne einen entsprechenden Personalstamm können die strategischen und wirtschaftlichen Ziele von MAGIX möglicherweise nicht erreicht werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

MAGIX ist Ausfallrisiken bezogen auf Kundenforderungen sowie Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung von Ausfallrisiken hat die Gesellschaft eine Warenkreditversicherung abgeschlossen. Zur Absicherung von Währungsrisiken werden derzeit keine Sicherungsinstrumente eingesetzt. Zur Absicherung von Zinsrisiken aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde ein Zinsbegrenzungsgeschäft (Zinscap) abgeschlossen.

Gesamtrisiko

Der Ausbau und die Internationalisierung des Geschäfts führen unweigerlich zu einer Erhöhung der unternehmerischen Risiken. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass die Erweiterung des Geschäftsmodells das Unternehmen gestärkt hat. Letztlich minimiert eine breite Aufstellung die Abhängigkeit des Unternehmens von einzelnen Märkten und Produkten womit diese Aktivitäten zu einer Reduzierung des Gesamtrisikos beitragen.

Die Risikolage der Unternehmensgruppe ist stabil. Innerhalb des Berichtszeitraums haben die dargestellten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den festgelegten Schwellenwert eines bestandsgefährdenden Risikos erreicht.

6. Prognosebericht

6.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Geschäftsjahr 2017/2018 weiter fortgesetzt. Nach einem Plus von 3,3 % in 2016 und 3,7 % in 2017 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2018 ein Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung von erneut 3,7 %. Für die Folgejahre 2019 und 2020 wird ein unverändertes Wachsen der Weltwirtschaft um jeweils 3,7 % prognostiziert. Dabei werden die Wachstumsraten in den Schwellenländern weiterhin über denen der Industrienationen gesehen.

In Westeuropa rechnet der IWF mit einem Wachstum der Wirtschaft um 1,9 % in 2018, um 1,8 % in 2019 sowie um 1,6 % in 2020. Für die deutsche Wirtschaft sind die Wachstumsprognosen des IWF ähnlich mit 1,9 % in 2018 und 2019 sowie 1,6 % in 2020.

Dennoch ist aufgrund der derzeitigen Handelskriege zwischen Asien und USA, Europa und USA, politischen Risiken in den relevanten Absatzmärkten sowie des Brexit die Unsicherheit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nach Einschätzung der Geschäftsführung größer als in den Vorjahren.

Branche

Der globale IT-Markt hat sich in 2017 und 2018 erholt, nachdem er 2016 noch rückläufig war.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner geht für 2018 von einem Wachstum der weltweiten IT-Umsätze um 4,5 % aus. Für 2019 wird ein schwächeres Wachstum um 3,2 % erwartet.

Das Marktsegment Software wird dabei mit einem Wachstum von 9,9 % in 2018 und 8,3 % in 2019 stärker gesehen als der Gesamtmarkt.

Zu berücksichtigen ist, dass der von MAGIX adressierte Markt nur einen Teil des Gesamtsoftwaremarktes ausmacht und speziellen Einflüssen unterliegt. Ein wesentlicher Faktor ist die Entwicklung des PC-Markts mit dem Betriebssystem WINDOWS. Hier erwartet das Marktforschungsunternehmen Gartner ein Marktwachstum von 0,8 %.

6.2 Strategie der MAGIX-Gruppe

"MAGIX ist der weltweit führende Anbieter für Audio-, Video- und Fotoprodukte für professionelle und semiprofessionelle Anwender und festigt mit permanenten technologischen Fortschritt diese Position." MAGIX: "see.feel.hear.create"

Von dieser Vision und Strategie wird MAGIX auf klarem Kurs gehalten. Ziel ist es, für unsere Anwender eine Rundumlösung für digitale Inhalte aus einer Hand zur Verfügung zu stellen. Um die Bedürfnisse der Kunden antizipieren, wecken, ansprechen und letztlich befriedigen zu können, ist Innovation ein fest verankerter Bestandteil der Unternehmenskultur. Individuelle Neugierde, gemeinsamer Forscherdrang und eine für Neues offene Umgebung lassen MAGIX mit innovativen Produkten, Diensten und Prozessen immer wieder Maßstäbe setzen.

Semi-professionelle Anwender

Um dem Führungsanspruch in diesem Segment gerecht zu werden, werden die sich ändernden Kundenwünsche durch die konsequente Verbesserung bestehender und die Entwicklung neuer Produkte und Dienste berücksichtigt. Neuentwicklungen erfolgen anwender- und marktgetrieben. Hierfür liefern u.a. die Kundenforen www.vegascreative.info, www.magix.info und das Customer-Relation-Management-System kontinuierlich wichtige Informationen für neue Entwicklungsansätze.

Zur technischen Umsetzung wird die Software von MAGIX soweit wie möglich auf eine gemeinsame technologische Plattform gestellt - dies gilt bereichsübergreifend. Dadurch werden Innovationen schnell und universell verfügbar: Sie werden zeitnah und reibungslos von einem Produkt auf andere übertragbar. Videoprodukte können so z. B. von Neuerungen im Audiobereich profitieren und umgekehrt. Zugleich werden durch die Kombination innovativer Technologien gänzlich neue Produkte schnell zur Marktreife gebracht.

MAGIX spricht Kunden über die ,Funnel-Strategie` an. Hochqualitative Einstiegsprodukte führen Neukunden sukzessive an die spezialisierten Produkte für professionelle Anwender zielgerichtet heran. Entscheidend ist, Neukunden mit der für MAGIX üblichen Benutzeroberfläche vertraut zu machen, sie mit der einfachen Handhabung zu begeistern und sie mit den Arbeitsergebnissen zu verblüffen, um sie an die Marke MAGIX zu binden und dann im Rahmen der ,Funnel-Strategie` in die nächst höhere Version upzugraden.

Flankiert wird dies durch die Einbindung sämtlicher Produkte in das Portal magix.info. Hier erfolgt ein direkter Kontakt mit und zwischen Nutzern, die dort Fragen stellen oder Ergebnisse präsentieren können. Auf diesem Weg wird die Hemmschwelle für die Nutzung der Dienste und Produkte gesenkt und eine stärkere Kundenbindung erreicht.

Indirekter Vertriebskanal

Die Situation im stationären Einzelhandel ist als herausfordernd zu bewerten. Dies gilt in besonderem Maße für den europäischen Einzelhandel. Das Wachstumspotenzial ist begrenzt, wird jedoch durch neue innovative Vertriebskonzepte wie ,Attached Deals' und dem Ausbau des Education- und Academic-Bereichs vorangetrieben.

Die Produkt-, Vertriebs- und Servicestrategien werden entsprechend differenziert ausgerichtet und regelmäßig angepasst. Die hohe Markenbekanntheit der von Sony Creative Software Inc. hinzugekauften Produkte helfen insbesondere in den Märkten in Nord und Südamerika und Asien den Indirect-Channel zu stärken.

Zukünftig wird der stationäre Einzelhandel stärker durch Internethändler ergänzt. Hierzu gehören Internetplattformen wie der Windows Store von Microsoft, STEAM, Amazon ESD und weitere Applikation-Stores.

Direkter Vertriebskanal

Das Direktgeschäft hat sich über die letzten Jahre hinweg als stärkster Vertriebsbereich etabliert. Da die komplette Bandbreite der Software über die unternehmenseigenen Webseiten vertrieben wird, profitiert der Bereich von den Neu- und Weiterentwicklungen. Parallel dazu werden die Webseiten des Unternehmens informativer gestaltet, Power-User und Testimonials werden zunehmend eingebunden, der Markenauftritt an die zunehmend professionelle Kundschaft angepasst.

Neue Kunden werden dem Bereich durch forcierte Aktivitäten im Bereich der Onlinewerbung zugeführt. Hierfür werden neben der Suchmaschinenoptimierung innovative Online-Marketing-Kampagnen entwickelt. Ferner werden dem Bereich durch kostenlose mobile Applikationen neue Nutzer zugeführt.

Mit Produktschulungen, Workshops und zertifizierten Lehrgängen unterstützt die MAGIX Akademie aktiv den Direct-Channel. Sie dient der Verstärkung der Kundenbindung sowie der Vernetzung der Kunden untereinander und liefert zusätzliche Direktumsätze.

B2B/Professionelle Anwender

Seit der Unternehmensgründung stehen bei MAGIX Lösungen von Profis für Profis im Fokus. Die professionelle Digital Audio Workstation (DAW), Samplitude und SEQUIOA sind dabei quasi die Urzelle aller weiteren Entwicklungen von MAGIX. In den letzten Jahren wurde das Produktportfolio im Bereich professioneller Anwendungen erweitert. Heute steht MAGIX im Audiobereich wie auch in den Bereichen Video sowie Foto-, Grafik- und Desktoppublishing für innovative, hochperformante Software, die bei professionellen Kunden für höhere Effizienz und zählbaren Erfolg sorgt.

Im professionellen Audiobereich steht neben der Produktweiterentwicklung insbesondere die Verstärkung der Kundenbeziehungen im Vordergrund. In Deutschland hat MAGIX im Markt für DAW bei den Rundfunkanstalten einen sehr hohen Marktanteil und beabsichtigt, seine Position zu festigen.

Im Videobereich spricht MAGIX über die Videoschnittlösung VEGAS PRO die professionelle Video-Zielgruppe an. Da MAGIX mit den weiteren Produkten VR, SOUND FORGE PRO, ACID PRO sowie XARA PRO X die Zielgruppe der professionellen Anwender deutlich erweitert hat, werden geeignete Vermarktungsmaßnahmen weiterentwickelt und dabei einer regelmäßigen Erfolgskontrolle unterzogen sowie gegebenenfalls angepasst.

6.3 Erwartete Ertragslage

Mit der dargestellten strategischen Ausrichtung sowie einer gut gefüllten Produktpipeline sieht sich MAGIX gut aufgestellt. Die Erwartungen zum Geschäftsverlauf von MAGIX in 2018/2019 und 2019/2020 fallen damit positiv aus. Sofern vom Umfeld keine außerordentlich negativen Impulse ausgehen, wird für diese beiden Geschäftsjahre weiteres Umsatzwachstum erwartet.

Vom Bereich Indirect werden, insbesondere getrieben vom ESD-Geschäft, moderate Wachstumsimpulse erwartet. Dabei helfen werden innovative Vertriebskonzepte (Attached Deals), starke neue Brands sowie der Edu-Bereich. Deutlicheres Wachstum wird im B2B-Bereich gesehen - hierbei insbesondere mit Audio-Produkten und VR-Angeboten.

Im Direktgeschäft wird stärkeres Wachstum erwartet. Um dies zu erreichen, sollen mit forcierten Onlinemarketingaktivitäten neue Kunden und damit zusätzliche registrierte Nutzer gewonnen werden. Der Channel Direct fokussiert sich verstärkt auf die Zielgruppe der professionellen Anwender, wie Producer, Videoblogger und kleinere Unternehmen. Diese Märkte versprechen überproportionales Wachstumspotenzial.

Der stärkere Vertrieb von Software an professionelle Kunden geht tendenziell mit höheren Margen einher. Insgesamt wird im Hinblick auf die Kostensituation aber eine unverändert hohe prozentuale Bruttomarge prognostiziert. Die Personal und Marketingkosten werden signifikant steigend prognostiziert. Es wird aber davon ausgegangen, dass aufgrund der hohen Bruttomarge substantielles Ergebniswachstum generiert wird.

6.4 Erwartete Finanzlage

Die Finanzlage der Unternehmensgruppe ist als solide einzuschätzen. Zusätzliche externe Finanzierungsmaßnahmen zur Unterstützung des organischen Wachstums sind daher nicht vorgesehen.

Für den operativen Cashflow wird mittelfristig eine positive ergebnisabhängige Entwicklung vorhergesehen.

Nach dem Ausbau der technischen Infrastruktur, insbesondere am Standort Dresden und durch die Einführung von Cloud-Systemen für die eigenen Rechenzentren im Berichtszeitraum, werden stabile IT-Investitionen prognostiziert. Es sind weiterhin Investitionstätigkeiten für Softwareentwicklungen beabsichtigt, um MAGIX auch zukünftig in die Lage zu versetzen, die führende Rolle bei sich rasch ändernden Marktverhältnissen verteidigen bzw. ausbauen zu können.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die Finanzlage des Unternehmens positiv weiterentwickelt.

6.5 Gesamtaussage

Für die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen sieht sich MAGIX gut gerüstet. Das technologische Knowhow, die finanzielle Basis, gepaart mit dem profitablen Geschäft werden es MAGIX weiterhin ermöglichen, seine Position im Bereich der Multimedia-Anwendungen gegen den internationalen Wettbewerb zu festigen und auszubauen. Ferner zeichnen sich auf dem Markt weitere Gelegenheiten zu Firmenübernahmen ab, die zusätzliche außerordentliche Chancen ermöglichen.

 

Berlin, 30. November 2018

Klaus Schmidt, Geschäftsführer

Jörg Stüber, Geschäftsführer

Aishvarya Agarwal, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der MAGIX HoldCo GmbH aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzernkapitalflussrechnung und Konzerneigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bad Oeynhausen, 15. Januar 2019

AUDITAS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Nils Weinberger, Wirtschaftsprüfer

Wilhelm Bollmann, Wirtschaftsprüfer

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