Master Data

Registry
Register court Traunstein HRB 13207
Previous
Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH
Registered
11/13/2000
Industry
Manufacture of hand toolsManufacture of metal forming machineryManufacture of testing machines
Purpose
Prototypenwerkzeugbau, Cubingtechnik, Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Prüf- und Messvorrichtungen sowie Modellund Formenbau.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Martin Redweik
since 1/22/2025
Managing Director
Blasius Gerg
since 4/4/2023
Managing Director
Maria Gerg
since 3/20/2002
Managing Director
Blasius Gerg
since 4/25/2001
Managing Director

Beneficial Owners

89.00% identified11.00% unresolved

Identified persons (1)

NameOwnership
Blasius GergGerg Holding GmbH
89.00%

Unresolved chains (1)

NameOwnership
11.00%

Shareholders

2 shareholders

GmbH structure

Germany
€178,000
89.00%
Germany
€22,000
11.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH

Tuntenhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH

Die Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH ist ein hochinnovatives Produktions- und Entwicklungsunternehmen in diversen technologischen Industriezweigen.

Das Unternehmen betreibt vorwiegend die Entwicklung und die technische Umsetzung von Spezialprojekten. Der Schwerpunkt der Entwicklungs- und Fertigungsleistung des Unternehmens hat sich verlagert und liegt mit 70% des Gesamtumsatzes im Absatzmarkt der Luft- und Raumfahrttechnik, Defence, so wie in den Bereichen der Telekommunikations- industrie und der Medizintechnik. Nach wie vor sind wir auch für Kleinserien im Bereich Automotiv und Motorsport tätig.

1.2. Aktivitäten zur Forschung und Entwicklung

Die Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH entwickelt laufend hochinnovative Fertigungs- und Bearbeitungsverfahren. Das dabei erworbene Fachwissen bildet die Grundlage der Akquisition komplexer Kundenaufträge und für eine nachhaltige Sicherung der Reputation eines kompetenten Ansprechpartners für qualitativ anspruchsvolle Aufgaben der Hochpräzisionsfertigung und Kleinstserien. Gerade in der Hochpräzisionsfertigung besteht die Chance, die Marktposition zu halten und zu sichern, aber auch neue Märkte zu erschließen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 wachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 Prozent.

In jeweiligen Preisen lag das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 mit 3.858 Milliarden Euro um 7,1 Prozent höher als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent und betrug im Jahr 2022 durchschnittlich 46.020 Euro.

Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Unter anderen profitierte das Gastgewerbe von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen und trug zum kräftigen Plus im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe bei (+4,0 Prozent). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war.

Im Baugewerbe führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 Prozent). Die steigenden Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe litt weiterhin unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Dies wird besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr.

Die Konsumausgaben des Staates stiegen im Jahr 2022 moderat (+1,1 Prozent). Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden.

Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 Prozent ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt 2,5 Prozent mehr investiert als im Vorjahr.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 Prozent zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2022 von 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

2.2. Branchenentwicklung

Die Branche ist geprägt durch einen steigenden und sehr harten Wettbewerbskampf, aus dem In- und Ausland. Dank unserer hohen Qualitätsansprüche und technischen Innovationen, gepaart mit einem modernen Maschinenpark und ausgesprochen flexibler und schneller Auftragsabwicklung können wir den durch den Wettbewerb entstandenen Preisdruck entgegenwirken. Aus diesem Grund liegt es nicht in unserer Firmenphilosophie, Kundenaufträge bzw. Umsätze über den Preis zu generieren.

2.3. Geschäftsverlauf

Rohergebnis und Betriebsergebnis werden als finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens verwendet. In dem herausfordernden Branchenumfeld ist es der Gesellschaft in 2022 gelungen eine positive Geschäftsentwicklung zu erreichen. Die Erwartungen wurden erfüllt.

2.4. Ertragslage

2.4.1. Ertragslage der Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH

2022 2021
TEUR in% TEUR in%
Rohhergebnis 23.532 100,0 25.147 100,0
Personalaufwendungen 13.185 56,0 12.085 48,0
Abschreibungen 2.880 12,2 3.236 12,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.536 19,3 5.017 20,0
Betriebsergebnis (EBIT) 2.931 12,5 4.803 19,1
Finanzergebnis -139 -0,6 -133 -0,5
Ergebnis vor Steuern 2.792 11,8 4.676 18,6
Steuern 739 3,1 1.257 5,0
Jahresüberschuss 2.053 8,7 3.419 13,6

2.4.2. Rohergebnis

Es gelang uns in 2022 nicht, das Rohergebnis von TEUR 23.532 auf dem Vorjahresniveau TEUR 25.147 zu halten, da im Vorjahr Erträge aus der Veräußerung von Immobilien in Höhe von TEUR 2.076 das Rohergebnis beeinflusst haben.

Die Auftragslage entwickelte sich in 2022 insgesamt positiv. Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.778 auf TEUR 29.976. Durch einen hohen Einsatz der Mitarbeiter konnten diese Aufträge auch zu einem hohen Anteil abgearbeitet und ausgeliefert werden. Zudem entwickelt sich der Anteil der Serienfertigung am Produktportfolio weiterhin positiv und trägt zur Geschäftsentwicklung positiv bei

Das Rohergebnis ermittelt sich aus den Umsatzerlösen TEUR 29.976 (Vorj. TEUR 28.197), der Minderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen TEUR 941 (Vorj. TEUR 393), der sonstigen betrieblichen Erträge TEUR 817 (Vorj. TEUR 3.147) und der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Leistungen TEUR 6.320 (Vorj. TEUR 5.804).

2.4.3. Betriebsergebnis

Aufgrund des gesunkenen Rohergebnisses um TEUR 1.615, der Erhöhung der Personalaufwendungen um TEUR 1.100 sowie der Minderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 481 und der Abschreibungen TEUR 356 konnte auch das Betriebsergebnis des Vorjahres nicht gehalten werden und beträgt TEUR 2.931 (Vorj. TEUR 4.809).

2.5. Vermögens- und Finanzlage

TEUR %
Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände 30.168 59,6
Eigenkapital 34.648 68,4
Umlaufvermögen 18.916 37,3
Fremdkapital 15.937 31,5

Die Anlagenintensität mit dem Verhältnis von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögensgegenständen zum Gesamtvermögen ist von 59,8 Prozent auf 59,6 Prozent gesunken.

Das Umlaufvermögen stieg von TEUR 17.254 im Jahr 2021 auf TEUR 18.916 im Jahr 2022. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 5.094 auf TEUR 4.668 gesunken, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 6.166 auf TEUR 7.883 sowie liquide Mittel von TEUR 4.923 auf TEUR 5.545 gestiegen. Den Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit nachgekommen werden.

Die Eigenkapitalquote beträgt per 31.12.2022 68,4% der Bilanzsumme. Kredite für Maschineninvestitionen werden in der Regel mit einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Kredite für Immobilienerweiterungen werden mit einer Zinsfestbindung von 10 Jahren abgeschlossen. Positiv hervorzuheben ist, dass das gesamte Sachanlagevermögen durch das Eigenkapital gedeckt ist. Lieferantenkredite werden nur für laufende Ausgaben (z.B. Wareneinkauf) innerhalb der Vereinbarungen in Anspruch genommen. Rückstellungen werden in erforderlicher Höhe gebildet.

2.5.1 Investitionen und Finanzierung

Investitionen werden grundsätzlich mit einem erheblichen Einsatz eigener Mittel finanziert. Die Investitionssumme in immaterielle Vermögensgegenstände in 2022 betrug TEUR 60. Die Investitionssumme des Sachanlagevermögens in 2022 betrug TEUR 3.834. Davon wurden Anzahlung auf Anlagen im Bau TEUR 3.298 geleistet. Der Eigenmitteleinsatz beträgt pro Finanzierung maximal 50% der Investitionssumme. Finanziert werden neben Immobilieninvestitionen nur größere technische Anlagen und Maschinen, d.h. Hochgeschwindigkeitsfräszentren, Bearbeitungszentren oder Messeinrichtungen. Alle anderen Investitionen werden aus dem laufenden Cash-Flow bezahlt.

2.6. Liquidität

Bankguthaben 5.544 TEUR
kurzfristige Bankverbindlichkeiten zum 31.12.2022 1.555 TEUR
Finanzmittelfonds zum 31.12.2022 3.989 TEUR

Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2022 betrug TEUR 3.989. Zum 31.12.2021 betrug der Finanzmittelfonds TEUR 3.337. Im Wesentlichen wird die Liquidität für Investitionen in Finanz- und Sachanlagen verwendet.

2.7. Personalaufwand und Mitarbeiter

Durch das hohe Engagement der Mitarbeiter ist es dem Unternehmen möglich, Termine zeitgerecht zu fertigen, ohne dabei auf unsere Qualitätsansprüche zu verzichten. Die Bereitschaft der Mitarbeiter, auch über die Regelarbeitszeit hinaus zu arbeiten ist vorhanden und hilft dem Unternehmen, den Wettbewerbsvorsprung zu halten bzw. auszubauen. Geprägt wird das Team durch den Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens. Der schwierigen Arbeitsmarktsituation im Facharbeiterbereich versuchen wir intern durch die Erweiterung unserer Ausbildungsplätze im technischen Bereich entgegenzuwirken.

3. Prognosebericht

Eine angespannte innerpolitische Lage und die vielen internationalen Krisenherde treiben die deutsche Wirtschaft in eine lethargische Position. Ein signifikanter Anstieg der Wirtschaftsleistung für das Jahr 2023 ist - wie erwartet - nicht eingetreten. Den Arbeitsmarkt belastet die geschwächte Konjunktur vorerst nur moderat.

Aufgrund der erheblichen Anstrengungen der letzten Jahre zur Diversifizierung von Fertigungsbereichen und Kunden hat sich die Firma aus der Abhängigkeit von der Automobilindustrie ein großes Stück befreit und kann eine positive Auftragsperspektive in unterschiedlichen Industriezweigen aufweisen.

Unter den zuvor genannten Berücksichtigung, rechnen wir mit einem schwierigen Marktumfeld, sehen jedoch für das Jahr 2023 der allgemeinen Auftragssituation positiv entgegen und rechnen, bei moderat steigenden Umsatzerlösen und betrieblichen Rohertrag, ein gleichbleibendes Betriebsergebnis. Und das, trotz weiterhin steigender Energie- und Personalkosten und den finanziellen Belastungen der hohen Investitionsausgaben.

4. Chancen- und Risikobericht

Grundsätzlich ist auch das Unternehmen Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH in seiner Tätigkeit unterschiedlichster Risiken ausgesetzt, welche jedoch jedem unternehmerischen Handeln immanent sind und sowohl die Vermögens- und Finanzlage als auch die Ertragslage des Unternehmens betreffen. Die prozessuale Steuerung der operativen Risiken wird durch das Controlling gestützt, was dem Management jederzeit einen aktuellen Überblick über den Status der Auftragsbearbeitung und der damit verbundenen Kostenentwicklung ermöglicht. Ein weiterer und wichtiger Bestandteil des unternehmerischen Erfolges ist die Firmenkultur, welche durch kurze Wege und flache Hierarchien geprägt ist. Mit diesen Instrumenten kann das Unternehmen auf potenziell entstehende Risiken unvorhersehbare Marktveränderungen mit entsprechenden Maßnahmen reagieren.

Die internationalen Krisensituationen beeinflussen die deutsche Wirtschaft ebenso stark, wie die angespannte innerpolitische Lage. Aufgrund der vagen Prognosen über die konjunkturellen Veränderungen und der dynamisch veränderten Krisensituationen, muss jedoch mit sehr relevanten wirtschaftlichen Auswirkungen gerechnet werden.

4.1. Marktrisiken

Aufgrund der erheblichen Investitionen in neue Fertigungsbereiche und modernste, innovative Technologien, welche in der jüngsten Vergangenheit getätigt wurden, konnte das Unternehmen nicht nur neue Märkte und Industriezweige erschließen und damit eine deutliche Diversifizierung der Auftragssituation erreichen, sondern sich auch aus der Abhängigkeit der Automobilindustrie lösen.

Die Geschäftsstrategie des Unternehmens sieht in der Halbleitertechnik, die Luft- und Raumfahrttechnik, Defence sowie Telekommunikations- und Medizintechnik ein großes Potential und will diese Märkte weiter ausbauen.

4.2. Finanzrisiken

Die finanzinterne Politik des Unternehmens setzt den Fokus stark auf die Sicherstellung der Firmenfinanzierung bei gleichzeitiger Minimierung der Finanzierungskosten. Dabei gilt es Risiken, die nicht aus der Geschäftstätigkeit resultieren, weitestgehend auszuschließen. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit und in einem ausreichenden Maße gegeben.

Bisher haben sich kaum wesentliche Fremdwährungsrisiken ergeben, da der Absatz- und Beschaffungsmarkt sich weitestgehend in der EURO-Zone befindet.

Das Risiko von Forderungsausfällen ist aufgrund des bonitätsstarken Kundenkreises vernachlässigbar.

Die Erfüllung der laufenden Verbindlichkeiten ist durch den Cash-Flow aus dem laufenden Geschäftsbetrieb gewährleistet. Dieser hohe Anteil an liquiden Mitteln hilft der Gesellschaft, unabhängig, flexibel und schnell auf Investitionsanforderungen oder Zahlungsverschiebungen zu reagieren. Liquiditätsengpässe sind zu keinem Zeitpunkt aufgetreten. Die Finanzierungen stehen unter keinem Vorbehalt bestimmter Rendite- oder Kapitalkennziffern.

4.3. Personalrisiken

Die Firmenphilosophie und die hohen qualitativen Anforderungen durch das Unternehmen selbst, kann nur mit entsprechend hochqualifiziertem und motiviertem Personal gelebt werden. Durch ein attraktives Arbeitsumfeld mit modernster Technik sowie eigenverantwortlichem Arbeiten an anspruchsvollsten Projekten ist es dem Unternehmen gelungen, qualifizierte Mitarbeiter zu beschäftigen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist zwischen den Jahren 2021 und 2022 von 203 Mitarbeitern auf 204 Mitarbeiter gestiegen. Personelle Vakanzen des Schlüsselpersonals in Führungsposition werden Inhouse so besetzt, dass auch ein langfristiger Ausfall die Geschäftsfähigkeit des Unternehmens nicht beeinträchtigt. Ein potenzielles Risiko für zukünftiges Wachstum des Unternehmens kann jedoch auch der sehr dünne Arbeitsmarkt für qualifizierte Beschäftigte im Bereich der Frästechnik gelten.

Das Unternehmen Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH sieht das gelebte Geschäftsmodell und das Angebot von anspruchsvollen Arbeitsinhalten bei modernster Arbeitsplatzgestaltung auch als Chance, hochqualifizierte Mitarbeiter am Markt zu gewinnen. Die Geschäftsführung vertritt zudem die Philosophie der Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit eines jeden Mitarbeiters in der Ausübung seiner Tätigkeit.

4.4. Entwicklungsrisiken

Die Gesellschaft versucht durch die Entwicklung hochinnovativer Fertigungsmethoden den gewonnenen Vorsprung am Markt weiter auszubauen. Ein unternehmerisches Risiko negativer Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, aufgrund der Entwicklungs- und Investitionsaufwände in der Halbleiterproduktion bleibt, jedoch erschließen sich aufgrund der infrastrukturellen Anpassung neue Chancen und Wettbewerbsvorteile.

5. Gesamteinschätzung

Eine Hochinnovatives und modernes Unternehmen, gepaart mit einer zeitgemäßen Firmenphilosophie und einem ausgeprägten Geschäftssinn, hat sich über vielen Jahre hinweg auf dem Markt gefestigt und sorgt mit entsprechenden Investitionen für die Erweiterung des Unternehmensportfolio und die Erschließung neuer Märkte und stellt somit den Wachstum des Unternehmens sicher.

Für die Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder sein könnten.

 

Hohenthann, 10. Januar 2024

Geschäftsführer

gez.

Blasius Gerg

Maria Gerg

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 31.567.547,90 31.484.567,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 61.329,00 22.160,00
II. Sachanlagen 30.168.144,20 29.220.894,40
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.820.335,57 16.292.337,07
2. technische Anlagen und Maschinen 9.447.313,00 11.474.452,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 459.294,00 311.194,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.441.201,63 1.142.911,33
III. Finanzanlagen 1.338.074,70 2.241.513,01
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 417.579,80 1.336.689,76
2. Sonstige Finanzanlagen 920.494,90 904.823,25
B. Umlaufvermögen 18.915.539,52 17.254.022,25
I. Vorräte 4.668.447,14 5.094.435,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.701.789,54 7.236.930,89
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.822,52 576.913,35
2. sonstige Vermögensgegenstände 8.636.967,02 6.660.017,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.545.302,84 4.922.656,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 170.107,16 168.500,36
Aktiva 50.653.194,58 48.907.090,02

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 34.647.719,74 32.594.774,28
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnrücklagen 85.657,25 85.657,25
III. Gewinnvortrag 32.309.117,03 28.889.951,69
IV. Jahresüberschuss 2.052.945,46 3.419.165,34
B. Rückstellungen 4.152.252,39 3.522.437,33
C. Verbindlichkeiten 11.784.452,45 12.711.178,41
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.634.917,33 9.326.282,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.554.863,70 1.571.699,43
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.080.053,63 7.754.582,97
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 430.979,05 506.829,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 430.979,05 506.829,56
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.718.556,07 2.878.066,45
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.718.556,07 2.878.066,45
D. Passive latente Steuern 68.770,00 78.700,00
Passiva 50.653.194,58 48.907.090,02

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 23.532.525,61 25.147.390,86
2. Personalaufwand 13.185.176,50 12.085.305,53
a) Löhne und Gehälter 10.856.980,04 9.990.708,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.328.196,46 2.094.596,97
davon für Altersversorgung 194.843,80 150.433,01
3. Abschreibungen 2.879.999,28 3.235.982,11
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.879.999,28 3.235.982,11
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.536.122,46 5.017.039,62
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 690,83
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 22.839,51 51.153,48
davon aus verbundenen Unternehmen 22.839,51 45.792,40
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.735,23 5.890,25
davon Erträge aus Abzinsung 374,83
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 3.931,75 9.018,96
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 3.931,75 9.018,96
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 169.921,32 181.154,77
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 386,25
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 720.055,33 1.237.635,09
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 9.930,00 29.420,00
10. Ergebnis nach Steuern 2.071.893,71 3.438.298,51
11. sonstige Steuern 18.948,25 19.133,17
12. Jahresüberschuss 2.052.945,46 3.419.165,34

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Tuntenhausen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Traunstein
Register-Nr.: 13207

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungszeitraum beträgt 1 bis 5 Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Folgebewertung des abnutzbaren Sachanlagevermögens ergibt sich aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Im Jahr des Zugangs erfolgt eine zeitanteilige Ermittlung der Abschreibung. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern pro Anlageklasse gliedern sich wie folgt:

Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken 9 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 21 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 20 Jahre

Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Soweit der nach den dargelegten Grundsätzen ermittelte Wert von immateriellen Vermögensgegenständen oder Gegenständen des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigen beizulegenden Wert angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Soweit erforderlich wurden Wertberichtigungen in angemessenem Umfang wegen technischer Alterung und geringer Umschlaghäufigkeit bzw. niedrigeren Tagespreisen zum Bilanzstichtag vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen des Anlagevermögens soweit durch die Fertigung veranlasst. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden zu angemessenen Anteilen aktiviert. Fremdkapitalkosten wurden nicht mit einbezogen. Wertberichtigungen für notwendige Verlustantizipationen werden in angemessener Höhe vorgenommen. Zudem erfolgt eine notwendige Verlustantizipation für zum Stichtag abgeschlossene und produzierte Aufträge (retrograde Ermittlung). Es werden erstmalig fertige Erzeugnisse ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde der entsprechende Vorjahresbetrag ebenfalls angepasst.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nennwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwendungen nach dem Stichtag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt. Die Darstellung und Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Pensionsrückstellung wird unter Zugrundelegung einer Gehaltsentwicklung von 0 %, einer Rentendynamik von 2 %, eines Rechnungszinses in Höhe von 1,78 % sowie biometrischer Annahmen - Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck - nach der sog. PUC-Methode berechnet. Ein versicherungsmathematisches Gutachten liegt vor. Der Wert entspricht dem Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 1 HGB.

Das bestehende Deckungsvermögen wurde aufgrund der Pfandrechte der Pensionsberechtigten in Verbindung mit den Pensionszusagen gem. den Bilanzierungsvorschriften des § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden TEUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 1.471,4
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 435,2
Zeitwert der verrechneten Vermögenwerte 435,2
verrechnete Aufwendungen 24,5
verrechnete Erträge 0,0

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 45,9 (Vorjahr TEUR 95,3)

welcher nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt ist.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode).

Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögen nach den einzelnen Bilanzpositionen ist im Anlagenspiegel auf der nachfolgenden Seite des Anhangs dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 766.997,22 60.200,00 43.502,51
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 766.997,22 60.200,00 43.502,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.249.568,75 47.804,01 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 40.953.559,06 179.417,85 548.319,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.866.251,71 308.897,92 105.980,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.142.911,33 3.298.290,30 0,00
Summe Sachanlagen 64.212.290,85 3.834.410,08 654.299,77
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.718.967,08 22.514,51 954.124,47
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 151.061,73 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 500.000,00 0,00 0,00
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 253.761,52 19.605,22 0,00
Summe Finanzanlagen 2.623.790,33 42.119,73 954.124,47
Summe Anlagevermögen 67.603.078,40 3.936.729,81 1.651.926,75
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 783.694,71
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 783.694,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 20.297.372,76
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 40.584.657,39
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.069.169,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.441.201,63
Summe Sachanlagen 0,00 67.392.401,16
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 787.357,12
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 151.061,73
3. sonstige Ausleihungen 0,00 500.000,00
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 273.366,74
Summe Finanzanlagen 0,00 1.711.785,59
Summe Anlagevermögen 0,00 69.887.881,46
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 744.837,22 16.255,00 38.726,51 0,00 722.365,71
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 744.837,22 16.255,00 38.726,51 0,00 722.365,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.957.231,68 519.805,51 0,00 0,00 4.477.037,19
2. technische Anlagen und Maschinen 29.479.107,06 2.183.160,85 524.923,52 0,00 31.137.344,39
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.555.057,71 160.777,92 105.960,25 0,00 1.609.875,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 34.991.396,45 2.863.744,28 630.883,77 0,00 37.224.256,96
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 382.277,32 0,00 0,00 0,00 382.277,32
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 3.933,57 0,00 0,00 3.933,57
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 382.277,32 3.933,57 0,00 0,00 386.210,89
Summe Anlagevermögen 36.118.510,99 2.883.932,85 669.610,28 0,00 38.332.833,56
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 61.329,00 22.160,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 61.329,00 22.160,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 15.820.335,57 16.292.337,07
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 9.447.313,00 11.474.452,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 459.294,00 311.194,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.441.201,63 1.142.911,33
Summe Sachanlagen 0,00 30.168.144,20 29.220.894,40
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.500,00 417.579,80 1.336.689,76
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 147.128,16 151.061,73
3. sonstige Ausleihungen 0,00 500.000,00 500.000,00
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 273.366,74 253.761,52
Summe Finanzanlagen 12.500,00 1.338.074,70 2.241.513,01
Summe Anlagevermögen 12.500,00 31.567.547,90 31.484.567,41

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 TEUR bis zu 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 7.882,5 7.882,5 0,0
gegen verbundene Unternehmen 64,8 64,8 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 754,4 754,4 0,0
Summe 8.701,7 8.701,7 0,0

3. Ausgleichsposten für latente Steuern

Aufgrund eines passiven Überhangs wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 69 (Vorj. TEUR 79) gebildet, die auf folgende Unterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz zurückzuführen sind.

Unterschiede HB zu SB
in TEUR
Anlagevermögen 480.150
Rückstellungen -218.891
261.259

Die Bewertung erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 26,3 %.

4. Rückstellungen

In die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Beträge für Urlaubs- und Überstundenguthaben, Tantiemeverpflichtungen, Gewährleistungsverpflichtungen sowie Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses eingestellt.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft weisen zum Stichtag folgende Fälligkeitsstruktur auf:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag
31.12.2022 (in TEUR)
2022 2021
1. gegenüber Kreditinstituten 8.643,90 9326,3
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 244,4 925,2
3. aus Lieferungen und Leistungen 1.900,00 1.600,00
4. gegenüber verbundene Unternehmen 431 506,8
5. Sonstige Verbindlichkeiten 574,2 352,8
Summe 11.784,50 12.711,10
davon mit bis zu einem Jahr davon mehr als ein Jahr davon mehr als fünf Jahre
2022 2021 2022 2021 2022 2021
1. gegenüber Kreditinstituten 1.554,90 1.571,70 5.141,90 5.532,00 1.938,10 1.938,10
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 244,4 925,2 0 0 0 0
3. aus Lieferungen und Leistungen 1.900,00 1.600,00 0 0 0 0
4. gegenüber verbundene 431 506,8 0 0 0 0
Unternehmen
5. Sonstige Verbindlichkeiten 574,2 352,8 0 0 0 0
Summe 4.704,50 4.956,50 5.141,90 5.532,00 1.938,10 1.938,10

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 431,0 (Vorj. TEUR 506,8) - davon gegenüber Gesellschafter TEUR 361,4 (Vorj. TEUR 484,5).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen und Grundschulden besichert.

Die Lieferungen und Leistungen sind, abgesehen von den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten, nicht weiter besichert.

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige Erträge

In den sonstigen Erträgen sind die Buchgewinne aus Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 7,0 (Vorj. TEUR 2.088,2, Ersatzleistungen von Versicherungen TEUR 336,1 (Vorj. TEUR 56,6 sowie Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 281 (Vorj. TEUR 545,3) enthalten.

Zudem enthalten die sonstigen Erträge periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4,7

(Vorj. TEUR 90,3), die aus nachträglichen Gutschriften und Rechnungsstornierungen resultieren.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 15,0 (Vorj. TEUR 15,2) enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich um Nebenkostennachzahlungen TEUR 11,4 (Vorj. TEUR 11,4, und Rechts- und Beratungskosten TEUR 2,3 (Vorj. TEUR 3,7) für vorangegangene Wirtschaftsjahre.

3. Finanzergebnis

Im Finanzergebnis sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 25,0 (Vorj. TEUR 28,0) enthalten.

Sonstige Pflichtangaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren keine Haftungen zu vermerken.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Verpflichtung aus Miet- und Pachtverträgen TEUR 407

Verpflichtung aus Leasing- und sonstigen Verträgen TEUR 352

Zu dem bestehen Bestellobligo im üblichen Rahmen.

Die Verpflichtungen aus Pachtverträgen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen und stellen gleichzeitig solche gegenüber Gesellschaftern dar.

2. Durchschnittliche Zahl des Geschäftsjahres beschäftigte Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 204 (Vorj. 203).

Angestellte 81 Personen
Arbeiter 117 Personen
Auszubildende 6 Personen

3. Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Blasius Gerg und Frau Maria Gerg geführt.

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt.

Die Angaben zu den Gesamtbezügen entfallen nach § 286 Abs. 4 HGB.

4. Angaben zum Honorar der Abschlussprüfer

Die Angaben hierzu entfallen nach § 288 Abs. 2 S. 3 HGB.

5. Nachtragsbericht

Aufgrund der Auswirkungen durch die geopolitischen Anspannungen rechnen wir weiterhin mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Darüberhinaus wird auf den Risiko- und Chancenbericht des Lageberichts verwiesen.

6. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.052.945,46 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hohenthann, den 10. Januar 2024

Geschäftsführer

Blasius Gerg

Maria Gerg

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.01.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH, Hohenthann

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH, Hohenthann, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Modell- und Formenbau Blasius Gerg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenlgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenlgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 10. Januar 2024

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Carsten Grill, Wirtschaftsprüfer

gez. Christian König, Wirtschaftsprüfer

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