ecodasa AktiengesellschaftLiquidated

Master Data

Registry
Register court Charlottenburg (Berlin) HRB 103928
Registered
9/29/2006
Industry
Activities of holding companiesActivities of brokers and agents for electric power and natural gasActivities of agents involved in the wholesale of motor vehicles
Purpose
Die Produktion und der Vertrieb von hochwertigem Marken-Biodiesel, die Beschaffung, die Verarbeitung und der Vertrieb von pflanzlichen Ölen, alle Tätigkeiten im Bereich regenerativer Energien, die nicht erlaubnispflichtig sind sowie die Erbringung aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen und Geschäfte sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an ähnlichen oder anderen Unternehmen.

History

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Financial Report

ecodasa AG

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Juli bis 31. Dezember 2006

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Rechtliche Struktur

Die Gesellschaft ist durch Verschmelzung der ecodasa GmbH (Gründung: 2000) und der ecotank GmbH (Gründung: 2006) aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 01. September 2006 als ecodasa AG mit Sitz in Berlin entstanden. Die Verschmelzung wurde durch Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 103928 B am 29. September 2006 wirksam.

Gründer der Gesellschaft sind die ecodasa GmbH und die ecotank GmbH (§ 36 Abs. 2 UmwG). Mit Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der Gesellschaft sind die ecodasa GmbH und die ecotank GmbH erloschen.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt am 01. Januar und endet am 31. Dezember eines Jahres. Das erste Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr, beginnend am 01. Juli 2006 (Verschmelzungsstichtag) und endend am 31. Dezember 2006.

Die Verschmelzung erfolgte mit Wirkung zum 01. Juli 2006. Ab diesem Stichtag gelten alle Geschäfte der ecodasa GmbH und der ecotank GmbH als für diese Gesellschaft ausgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung bezieht sich auf den Zeitraum vom 01. Juli 2006 bis zum 31. Dezember 2006.

1.2. Tätigkeit und Geschäftsfelder

Die ecodasa AG ist ein integrierter Anbieter im Bereich Biodiesel, der in den drei Geschäftsbereichen tätig ist:

 

Produktion von Premium-Biodiesel gemäß DIN EN 14214,

 

Beschaffung von Altspeiseölen,

 

Betrieb von SB-Biodieseltankstellen (ecotank).

Gegenwärtig verfügt der Geschäftsbereich Biodieselproduktion der ecodasa über eine Biodieselproduktionsanlage, die für eine jährliche Kapazität von 50.000 t ausgelegt ist. Neben Rohstoffen wie Raps- oder Sojaöl verarbeitet ecodasa auch Altspeiseöle, das heißt pflanzliche Öle und Fette aus den Bereichen Gastronomie und Lebensmittelindustrie, die zunächst als Speiseöle verwendet und nach ihrem Gebrauch für die Biodieselproduktion aufbereitet werden. Die Verarbeitung technischer Pflanzenöle zu normgerechtem Biodiesel erfordert neben den dazu geeigneten Anlagen ein besonderes Know-how, das die Gesellschaft seit 2001 aufgebaut hat.

Im Bereich der Produktion unterscheidet sich die Gesellschaft von ihren Wettbewerbern insbesondere durch ihr Know-how im Bereich der Verwertung von Altspeiseölen, die schwieriger zu verarbeiten sind, aber gerade deshalb wesentlich günstiger erworben werden können als das üblicherweise eingesetzte Raps- und Sojaöl.

Im Bereich Beschaffung von Altspeiseölen setzt die Gesellschaft insbesondere auf ihren Zugang zu gebrauchten Ölen und Fetten aus der Gastronomie und Lebensmittelindustrie als einem besonders günstigen Rohstoff. Diesen Zugang erhält die ecodasa über die Gerlicher GmbH, die unter der Marke "FATBACK" einen weitgehend geschlossenen Belieferungs- und Wiederverwertungskreislauf für Lebensmittelöle und -fette geschaffen hat. Die Gerlicher GmbH liefert hochwertige Speiseöle an Kunden aus Gastronomie und Industrie, um die Pflanzenöle nach Gebrauch beim Kunden wieder abzuholen und sie für die Weiterverwertung aufzubereiten. Durch die Zusammenarbeit mit Franchisenehmern ist dieses System im Zuge der weiteren Expansionsaktivitäten erheblich erweiterbar.

Seit Mitte des Jahres 2006 liefert die ecodasa reinen Biodiesel an große Endkunden im Geschäftsbereich SB-Biodieseltankstellen/ecotank auch über ein eigenes SB-Biodieseltankstellennetz. Das eigene SB-Tankstellennetz generiert für die ecodasa-Kunden an den viel frequentierten Logistikstandorten einen Mehrwert, so dass die ecotank-Tankstellen einen Biodiesel-Verkauf zu überdurchschnittlich hohen Absatzpreisen ermöglichen. Das ecotank-SB-Tankstellennetz verfügt derzeit über 12 vornehmlich gepachtete SB-Biodieseltankstellen an wichtigen logistischen Knotenpunkten, über die Biodiesel insbesondere an große Endkunden wie LKW-Flottenbetreiber abgesetzt wird.

Die folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die Entwicklung des Unternehmens:

1989 Gründung der Gerlicher GmbH
1993/1994 Einführung eines Recycling-Systems zur Belieferung gastronomischer Betriebe und der Lebensmittelindustrie mit Speiseölen und deren Entsorgung nach ihrem Gebrauch ("FATBACK-System")
2000 Gründung der ecodasa GmbH
2001 Inbetriebnahme einer ersten Versuchsanlage zur Produktion von Biodiesel aus technischen Pflanzenölen durch die ecodasa GmbH in Berlin
2003 Fertigstellung einer Multi-Feed-Stock-Anlage in Burg zur Produktion von Biodiesel mit einer Jahreskapazität von 25.000 t und Inbetriebnahme unter Nutzung von technischen Pflanzenölen
Beginn der Expansion der Geschäftstätigkeiten der Gerlicher GmbH nach Polen
2004/2005 Ausbau des Know-hows für eine effiziente Nutzung von technischen Pflanzenölen in der Biodieselproduktion
Erweiterungsinvestitionen in eine Anlage zur Aufbereitung technischer Pflanzenöle
2005/2006 Erweiterung der jährlichen (technischen) Produktionskapazität der Multi-Feed-Stock-Anlage in Burg auf 50.000 t Biodiesel pro Jahr
2006 Gründung der ecotank GmbH
Erweiterung der Betriebsgenehmigung zur Herstellung von bis zu 45.000 t Biodiesel pro Jahr am Standort Burg
Fertigstellung einer Raffinationseinheit und Beginn der Nutzung technischer Pflanzenöle zur Produktion von Biodiesel in industriellem Umfang
Gründung der ecodasa AG durch Verschmelzung der ecodasa GmbH und der ecotank GmbH
Einbringung der Geschäftsanteile an der Gerlicher GmbH in die ecodasa AG im Zuge einer Sachkapitalerhöhung
Beginn der Errichtung einer Rektifikationsanlage sowie einer Veresterungsstufe zur Glycerinaufbereitung
Errichtung der ersten 12 SB-Biodieseltankstellen der ecotank

1.3. Leitung und Kontrolle

Vorstandsmitglieder der ecodasa AG sind Markus Berendes, Bertram Berendes und Dr. Andreas Dalchow. Mitglieder des dreiköpfigen Aufsichtsrats der Gesellschaft sind Prof. Dr. Peter Fissenewert (Aufsichtsratsvorsitzender), Matthias Reichel (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) und Prof. Dr. Wolfgang Maennig. Herr Dr. Dalchow wurde am 26. November 2007 vom Aufsichtsrat als Vorstandsmitglied abberufen.

1.4. Produkte und Dienstleistungen

Das wesentliche Produkt der Gesellschaft ist Biodiesel nach DIN-Norm DIN EN 14214 ("Premium-Biodiesel"). Bei Biodiesel handelt es sich um einen Kraftstoff, der überwiegend aus organischen Substanzen hergestellt wird. Insbesondere nachwachsende Rohstoffe bzw. die daraus erzeugten Öle wie z.B. Raps- und Sojaöl finden Verwendung. Da Biodiesel nicht aus fossilen Energieträgern gewonnen wird, trägt er nicht in gleicher Weise wie mineralischer Diesel zum Treibhauseffekt bei.

Wesentliche Kundengruppen, die von der ecodasa mit Biodiesel bedient werden, sind vor allem die Betreiber von LKW-Flotten wie Spediteure und Logistikunternehmen und Mineralölhändler. Dieselfahrzeuge verschiedener Hersteller und nahezu alle modernen LKW verfügen über eine Freigabe, wonach sie mit reinem Biodiesel ("B100") betrieben werden dürfen. Darüber hinaus kann Biodiesel mineralischem Diesel beigemischt werden. Die Beimischung wird durch die Steuerbegünstigung von Biodiesel und die gesetzliche Pflichtbeimischung ab dem Jahr 2007 staatlich gefördert.

1.5. Regulatorisches Umfeld

Europäische Vorgaben und Ziele für die Biodieselherstellung

Die Europäische Union (EU) hat sich die Förderung Erneuerbarer Energien zum Ziel gesetzt und in diesem Zusammenhang eine Vielzahl von regulativen Maßnahmen ergriffen. Im Bereich regenerativer Kraftstoffe sind hier insbesondere die EU-Richtlinie zur Förderung von Biokraftstoffen (Richtlinie 2003/30/EG vom 08. Mai 2003, ABl. EG Nr. L 123 vom 17. Mai 2003, S. 42 ff.) sowie die Energiesteuerrichtlinie (Richtlinie 2003/96/EG vom 27. Oktober 2003, ABl. EG Nr. L 283 vom 31. Oktober 2003, S. 51 ff.) zu erwähnen. Diese verlangen von den Mitgliedsstaaten, Biokraftstoffe zu einem strategischen Element der Kraftstoffversorgung zu entwickeln. Sie gewähren den Mitgliedsstaaten dazu die Möglichkeit, Steuerbegünstigungen vorzusehen. Erklärtes Ziel der EU und der gegenwärtigen Bundesregierung ist es, den Biokraftstoffanteil bis zum Jahr 2010 (heizwertbereinigt) auf 5,75 % zu steigern (Quelle: Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 2003/30/EG vom 08. Mai 2003, ABl. EG Nr. L 123 vom 17. Mai 2003, S. 42 ff.; Koalitionsvertrag der CDU/CSU und SPD vom 11. November 2005, S. 52).

Auch die neue Agrarsubventionspolitik der EU (Verordnung Nr. 1782/2003/EU, ABl. EU Nr. L 270 vom 21. Oktober 2003, S. 1 ff.) ist für die weitere Entwicklung des europäischen Marktes für Biodiesel von Bedeutung. Sie verfolgt das Ziel, einen Gleichklang zwischen der Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft und der Förderung der ländlichen Entwicklung herzustellen. Auch soll sich die europäische Landwirtschaft künftig stärker am Markt orientieren, um auch international wettbewerbsfähig zu werden. Anreize hierzu sollen u.a. durch eine progressive Reduktion der Direktbeihilfen im Zeitraum 2005 bis 2012 gesetzt werden. Die Einführung einer besonderen Beihilfe für die Landwirtschaft soll hingegen Anreize setzen, Flächen zum Anbau von Energiepflanzen zu verwenden. Hiermit wird das klima- und energiepolitische Ziel verfolgt, Rohstoffe zur Erzeugung erneuerbarer Energien zu fördern. Die neue Agrarsubventionspolitik der EU dürfte sich nach Einschätzung der Gesellschaft daher positiv auf die zur Verfügung stehenden Kapazitäten an nachwachsenden Rohstoffen und insbesondere auch Raps auswirken.

Neben diesen rechtlichen Rahmenbedingungen sind die Grünbücher der Europäischen Kommission von Bedeutung, die zwar rechtlich nicht bindend sind, mit denen die Europäische Kommission aber Denkanstöße für eine künftige Entwicklung der gemeinsamen europäischen Politik geben will und zugleich den Rahmen der zukünftigen politischen Entwicklung erkennen lässt. Die Grünbücher der Europäische Kommission vom 22. Juni 2005 (KOM(2005)265) und vom 08. März 2006 (KOM(2006)105) zur Energieversorgung in der EU verfolgen das übergeordnete Ziel, die Abhängigkeit von ausländischen Energiemärkten zu verringern. Hierzu sollen die Möglichkeiten der Energieerzeugung in Europa ausgeschöpft und Maßnahmen zur Einsparung von Energie getroffen werden. Einer der Schwerpunkte ist dabei die Schaffung eines nachhaltigen, effizienten und vielfältigen Energiemixes. Zwar soll die Wahl der Energieträger weiter in der Verantwortung der Mitgliedstaaten bleiben. Die Kommission will aber gemeinsame Planungen in diesem Bereich anregen, um EU-weite Ziele für den Energiemix zu etablieren. Ferner sollen Treibhausgase weiter reduziert und die Entwicklung klimafreundlicher Energietechnologie gefördert werden. Auch wird vorgeschlagen, dass die EU einen neuen Fahrplan für erneuerbare Energiequellen in der EU mit möglichen Zielvorgaben bis 2020 und darüber hinaus ausarbeitet, um ein stabiles Investitionsklima für wettbewerbsfähige erneuerbare Energien in Europa zu schaffen.

Bundesrepublik Deutschland

Bereits mit Einführung der so genannten Ökosteuer im Jahr 2000, die mineralische Kraftstoffe in drei Schritten um je drei Cent pro Liter verteuerte, wurde eine verstärkte Nachfrage nach Biodiesel ausgelöst. Ein weiterer Nachfrageschub folgte mit der Änderung des Mineralölsteuergesetzes (MinStG) zum 01. Januar 2004. Dadurch wurde Biodiesel zunächst von der Erhebung der Mineralölsteuer von 47 Cent pro Liter befreit. Am 01. August 2006 wurde das MinStG durch das "Gesetz zur Neuregelung von Energieerzeugung und zur Änderung des Stromsteuergesetzes" abgelöst. Auf Biodiesel wird nunmehr eine Energiesteuer erhoben, die gegenwärtig rund EUR 0,38 pro Liter unter der auf mineralischen Diesel erhobenen Energiesteuer liegt. Allerdings beinhaltet die Neuregelung einen Anpassungsmechanismus, wonach sich die auf Biodiesel erhobene Energiesteuer zwischen 2008 und 2011 jeweils zum 01. Januar um EUR 0,06 pro Liter erhöht. Zum 01. Januar 2012 soll die Energiesteuer auf Biodiesel in einem letzten Schritt um weitere EUR 0,12 pro Liter angehoben werden und dann rund EUR 0,02 pro Liter unter dem Steuersatz für mineralischem Diesel liegen. Das Gesetz sieht vor, dass das Bundesministerium der Finanzen jährlich einen Bericht über die Markteinführung der Biokraftstoffe und die Entwicklung der Preise für Biorohstoffe und Rohöl sowie die Kraftstoffpreise vorzulegen hat. Im Falle einer Überkompensation von Biokraftstoffen ist vorgesehen, die vorstehend beschriebene Steuerbegünstigung anzupassen. Daneben fördert die Reform den Einsatz von Biodiesel im Agrarbereich, indem sie landwirtschaftlich genutzten Biodiesel im Vergleich zu mineralischem Diesel mit besonderen Steuervorteilen versieht. Gleiches gilt für Biodiesel, der für den öffentlichen Personennahverkehr und für die Schifffahrt eingesetzt wird.

Die Bundesregierung hat ferner am 26. Oktober 2006 das Biokraftstoffquotengesetz (BioKraftQuG) beschlossen, das am 01. Januar 2007 in Kraft trat und vorschreibt einen Mindestanteil von 5 % des Kraftstoffabsatzes in Form von Biokraftstoffen abzusetzen. Zugleich sieht das BioKraftQuG eine Erhöhung der Mineralölsteuer auf Biodiesel zur Beimischung auf den vollen Steuersatz von EUR 0,47 pro Liter von den seit 01. August 2006 geltenden EUR 0,15 pro Liter.

In Abhängigkeit von der Entwicklung der Preise für Rohöl und mineralischen Diesel ist es möglich, dass aufgrund steuerbedingter Preissteigerungen in Deutschland reiner Biodiesel (B100) für die LKW-Flotten zukünftig als weniger vorteilhaft eingestuft werden könnte.

Sonstige Europäische Länder

Von den übrigen Ländern der EU-25 fördern insbesondere Österreich, Frankreich und Spanien die Produktion und den Vertrieb von Biodiesel. Österreich hat bereits zum 01. Oktober 2005 eine Pflicht zur Beimischung von mindestens 2,5 % Biodiesel zu mineralischem Diesel eingeführt. Ab dem 01. Oktober 2007 steigt der Pflichtanteil auf 4,3 % und ab dem 01. Oktober 2008 weiter auf 5,75 %. Ähnliche Beimischungspflichten bestehen auch in den Niederlanden und Großbritannien, wobei die dortigen Beimischungsanteile niedriger sind. In Frankreich besteht lediglich die Möglichkeit, nicht aber eine Pflicht, mineralischem Diesel Biodiesel beizumischen. Zudem wird eine jährlich im voraus festgelegte Menge an Biodiesel mit Steuervorteilen bedacht. Steuervorteile für Biodiesel wurden ebenfalls von Spanien eingeführt, um Produktion und Absatz zu fördern. Italien hat ein Quotensystem eingeführt.

Insgesamt ist festzustellen, dass der für das Jahr 2005 von der EU vorgegebene europaweite Biokraftstoffanteil von 2 % (heizwertbereinigt) bislang noch nicht erreicht worden ist. Aufgrund der Zielsetzungen der Mitgliedstaaten hätte der Biokraftstoffanteil im Jahr 2005 im günstigsten Fall 1,4 % erreichen können. Die Europäische Kommission hat daher in sieben Fällen, in denen Mitgliedstaaten nach Einschätzung der Europäischen Kommission zu niedrige Ziele festgelegt hatten, Verstoßverfahren eingeleitet (Quelle: Kommission der Europäischen Gemeinschaften, "Eine EU-Strategie für Biokraftstoffe", KOM(2006)34 vom 08. Februar 2006). Die Gesellschaft geht daher davon aus, dass jedenfalls die betroffenen Mitgliedstaaten kurz- bis mittelfristig die Förderung von Biokraftstoffen verstärken werden.

2 Geschäftsverlauf

2.1 Branchenspezifische Entwicklung

Die Entwicklung der Biodieselbranche wird im Wesentlichen durch drei Einflussfaktoren beeinflusst:

 

Preisentwicklung der Pflanzenöle als Rohstoffe der Biodieselproduktion

 

Preisentwicklung des Rohöls, des mineralischen Diesels und des Biodiesels

 

Entwicklung des LKW-Flottenaufkommens und LKW-Verkehrs in Mittel- und Osteuropa

Im Berichtszeitraum sind die Rohstoffpreise weltweit angestiegen. Der Preis für eine Tonne Rapsöl etwa ist von ca. EUR 646 im August 2006 auf ca. EUR 711 im Dezember 2006 gestiegen.

Zugleich ist der Rohölpreis pro Barrel in diesem Zeitraum von seinem Höchststand von US-$ 78,46 im August 2006 auf US-$ 58,51 am 31. Dezember 2006 gesunken. Das Preisniveau für Biodiesel zwischen August und Dezember 2006 hat sich gleichsam von ca. EUR 759,23 auf ca. EUR 752,55 pro Tonne ermäßigt.

Bedingt durch das dynamische Wachstum vor allem Ost- und Südosteuropas steigt das LKW-Aufkommen sukzessive an. Die Straße ist und bleibt der wichtigste Transportweg in Europa. Die wirtschaftliche Entwicklung in dieser Region führt dabei zu einen höheren Transportaufkommen und zu einer stetigen Zunahme des LKW-Verkehrs bis zum Jahr 2020.

So kommt beispielsweise die acatech-Studie "Mobilität 2020", die von der BMW AG, DaimlerChrysler AG, Deutsche Bahn AG, Robert Bosch GmbH, Siemens AG, VW AG sowie verschiedenen Technischen Universitäten erstellt worden ist, zu dem Ergebnis, dass die Hauptzuwächse des Verkehrsaufkommens in Deutschland im Bereich des LKW-Verkehrs entstehen werden. Der Güterverkehr in Deutschland wird bis zum Jahr 2020 insgesamt um 55 Prozent ansteigen (Quelle: acatech-Studie "Mobilität 2020", Seite 8). Hieraus ergeben sich weitere Wachstumspotentiale in Mittel- und Osteuropa in dem wichtigen Segment LKW/Speditionen.

2.2 Rohstoffbeschaffung

ecodasa setzt für die Biodieselproduktion neben Raps- und Sojaölen Altspeiseöle aus der Gastronomie und Lebensindustrie ein. Die Altspeiseöle werden einerseits am Markt bezogen und andererseits direkt über das geschlossene Recycling-System "FATBACK" der Gerlicher GmbH beschafft. Mit dem FATBACK-System ist es ecodasa möglich, einen Rohstoff für die Biodieselproduktion zu deutlich kostengünstigeren Konditionen zu generieren. Der Einkaufspreis für Altspeiseöle, die von ecodasa außerhalb des FATBACK-Systems zusätzlich am Markt bezogen werden, hat sich im Zuge Preissteigerungen für pflanzliche Frischöle ebenfalls erhöht.

2.3 Produktion

Mit Beginn des Berichtszeitraums des Jahres 2006 hat ecodasa ihre Produktionsanlage am Standort Burg auf 50.000 Jahrestonnen ausgebaut. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 verfügt ecodasa damit über eine um 100 % erweiterte Jahres-Produktionskapazität.

Im Berichtszeitraum wurde zur weiteren Effizienzsteigerung der Biodieselanlage mit der Errichtung einer Rektifikationsanlage sowie einer Veresterungsstufe zur Glycerinaufbereitung begonnen.

2.4 Vermarktung

ecodasa konnte mit den gesteigerten Produktionskapazitäten im Berichtszeitraum rund 20.700 Tonnen Biodiesel absetzen. ecodasa produziert auf Basis ihrer Multi-Feed-Stock-Anlage und unter Einsatz von pflanzlichen Frischölen (beispielsweise Rapsöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl) und zugekauften Altspeiseölen und recycleten, aus dem FATBACK-System generierten Altspeiseölen ausschließlich Biodiesel, der den Kriterien des DIN EN 14214 entspricht. Mit Biodiesel dieses Qualitätsstandards werden die Anforderungen sämtlicher Biodieselverbraucher wie Speditionen, LKW-Flottenbetreiber, Logistikunternehmen, Mineralölhändler und der Mineralölindustrie erfüllt. ecodasa beliefert mit reinem Biodiesel sowohl den B-100-Markt wie auch für die Beimischung den B-5-Markt über Mineralölhändler.

Im B 100 verfolgt die Gesellschaft eine diversifizierte Vertriebsstrategie, wobei der Umsatzanteil der an den eigenen, ausgewählten Logistikstandorten etablierten SB-Biodieseltankstellen (ecotank) kontinuierlich zunimmt.

3 Ertragslage

Die ecodasa AG ist durch Verschmelzung der ecodasa GmbH und der ecotank GmbH aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 01. September 2006 entstanden. Die Verschmelzung wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. Juli 2006 durchgeführt. Die ecodasa AG verfügt deshalb über keinen Vorjahresabschluss.

Die Geschäftstätigkeit der heutigen ecodasa AG bis zum 31. Dezember 2006 entsprach im Wesentlichen den Geschäftsaktivitäten, die durch die ecodasa GmbH und die ecotank GmbH ausgeführt wurden.

3.1 Ergebnisentwicklung

Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 0,9 Mio. ausgewiesen. Der Jahresfehlbetrag ist insbesondere auf einmalige Sondereffekte in Höhe von EUR 0,8 Mio. aufgrund umfangreicher Vorbereitungen für einen ursprünglich im 4. Quartal 2006 geplanten Börsengang mit einer Notierungsaufnahme im Amtlichen Markt/Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zurückzuführen. Daneben wurde das Ergebnis aus den im Berichtszeitraum angestiegenen Frischölpreisen und den gefallenen Rohöl-, Diesel- und Biodieselpreisen an den Märkten negativ beeinflusst.

3.2 Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse der ecodasa AG betrugen im Berichtszeitraum rund EUR 17 Mio. und im Kalenderjahr 2006 rund EUR 29 Mio.

Aufgrund des Ausbaus ihrer Produktionskapazitäten und der Vertriebsstrukturen wurde die Kundenstruktur erweitert und erheblich diversifiziert, so dass die Geschäftsbeziehung mit Großhändlern im zweiten Halbjahr 2006 einen untergeordneten Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft hatte.

3.3 Wesentliche GuV-Positionen

Der Materialaufwand betrug im Berichtszeitraum rund EUR 16 Mio.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Biodieselproduktion in Burg erhöhte sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der ecodasa auf 33 zum 31. Dezember 2006. Der Personalaufwand der ecodasa beläuft sich auf rund EUR 0,5 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren überwiegend aufgrund des einmaligen Sondereffekts im Zuge der Vorbereitung des ursprünglich geplanten Börsengangs und der damit verbundenen IPO-Kosten im Jahr 2006 in Höhe von rund EUR 0,8 Mio. beeinflusst.

4 Finanzlage

4.1 Grundsätze des Finanzmanagements

Das Ziel des Finanzmanagement der ecodasa AG besteht aus der zeitgerechten Sicherstellung ausreichender finanzieller Mittel zur Gewährleistung des operativen Geschäftsbetriebs.

4.2 Finanzierungsanalyse

Das Eigenkapital der ecodasa AG belief sich nach der Verschmelzung zur Neugründung der ecodasa AG und der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zur Einbringung der Geschäftsanteile an der Gerlicher GmbH zum 31. Dezember 2006 auf EUR 6 Mio. Zum Ende des Berichtszeitraums beträgt die Eigenkapitalquote 36,4 %.

Zur Finanzierung von Investitionen in die Sachanlagen hat die Gesellschaft Finanzierungsmittel bei Banken, bankähnlichen Institutionen und Aktionären aufgenommen. Die geplante Refinanzierung von Teilen dieser Finanzierungsmittel im Rahmen des geplanten Börsengangs konnte nicht umgesetzt werden. Der Vorstand der Gesellschaft führt weitere Verhandlungen mit institutionellen und industriellen Investoren, die zu einer Restrukturierung der Fremdfinanzierung führen sollen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

4.3 Investitionsanalyse

Im Berichtszeitrum wurden Investitionen in Höhe von rund EUR 2,4 Mio. vorgenommen. Zu den wichtigen Investitionen zählen die Erweiterungsinvestitionen in die Biodieselanlagentechnologie und Anlagenbauten.

4.4 Vermögensstrukturanalyse

Die Bilanzsumme am Ende des Berichtszeitraums beträgt ca. EUR 14 Mio.

Wichtigste Position innerhalb der langfristigen Vermögenswerte sind die Sachanlagen (EUR 4,7 Mio.) sowie der im Zuge der Verschmelzung aktivierte Geschäfts- und Firmenwert (EUR 4,5 Mio.).

Die kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten insbesondere Vorräte (EUR 1,2 Mio.) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 2,1 Mio.).

4.5 Liquiditätsanalyse

Die ecodasa AG verfügte zum Stichtag 31. Dezember 2006 über einen Zahlungsmittelbestand von rund TEUR 399 und über in Anspruch genommene Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 835. ecodasa war zu jeder Zeit im Berichtszeitraum zahlungsfähig.

5 Nachtragsbericht

Die ecodasa AG hat im Berichtszeitraum einen Kaufvertrag über den Erwerb der biodiesel Saar GmbH & Co. KG geschlossen, der ein Industriegrundstück mit einer Größe von 41.558 m 2in Perl/Mosel gehört, sowie ihrer einzigen Komplementärin biodiesel Saar GmbH & Co. KG. Diese beiden Gesellschaften sind bislang nicht in wesentlichem Umfang operativ tätig. Der Kaufpreis für die Beteiligung in Höhe von EUR 1,9 Mio. wird im Wege einer monatlichen Ratenzahlung in Höhe von EUR 25.000 beglichen. Der Übergang der Beteiligung erfolgt mit Bezahlung der letzten Kaufpreisrate. Derzeit befindet sich die ecodasa AG in Verhandlungen über die Rückabwicklung des Kaufvertrages.

Für die Errichtung einer Biodieselanlage am Standort Magdeburg hat die Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2006 Anzahlungen in Höhe von TEUR 563 für die Entwicklung des Grundstücks, technische Planung und Engineering geleistet und in der Bilanz aktiviert. Im Geschäftsjahr 2007 hat die ecodasa AG beschlossen, die ursprüngliche Absicht zur Errichtung der Biodieselanlage in Magdeburg aufzugeben. Ferner wurden der Gesellschaft bislang öffentliche Förderungen in Höhe von ca. TEUR 136 für das Projekt gewährt.

6 Risikobericht

6.1 Markt- und Branchenrisiken

Für Biodiesel in Deutschland bestand bis 31. Juli 2006 eine vollständige Befreiung von der Mineralölsteuer. Seit 01. August 2006 wird reiner B100-Biodiesel mit EUR 0,09 pro Liter besteuert. Die steuerliche Begünstigung von Biodiesel soll nach gegenwärtiger Gesetzeslage in degressiv gestaffelten Schritten für einen Übergangszeitraum bis Ende 2011 beibehalten werden. Die Steuererhöhungen sind jeweils zum 01. Januar des Kalenderjahrs vorgesehen sind, so dass mit Beginn des Jahres 2012 der übliche Energiesteuersatz auf B100-Biodiesel erhoben werden soll.

Parallel mit der Reduktion der Steuerbegünstigung von B100-Biodiesel wurde zum 01. Januar 2007 das Biokraftstoffquotengesetz eingeführt. Dieses Gesetz verpflichtet Unternehmen, die Kraftstoffe handeln, einen bestimmten Mindestanteil des Kraftstoffabsatzes in Form von Biokraftstoffen abzusetzen. Für Diesel beträgt diese Quote seit 01. Januar 2007 bezogen auf den Energiegehalt 4,4 %.

Weiterhin vollständig steuerbefreit ist B100-Biodiesel in der Landwirtschaft.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich mit der Quotenregelung die Biokraftstoffverwendung im Jahr 2010 gegenüber dem Jahr 2005 mindestens verdoppeln wird.

Die Geschäftstätigkeit von ecodasa hängt im Wesentlichen von der Entwicklung der Biodieselpreise am Markt ab. Die reduzierte Steuerbegünstigung aufgrund der veränderten gesetzlichen Regelungen wirkt sich nachteilig auf den Preisfindungsprozess aus.

Weitere Risiken, denen ecodasa ausgesetzt ist, sind daneben die Entwicklung der Kraftstoffmärkte und der Rohstoffmärkte, von denen ecodasa abhängig ist. Fallende Rohölpreise haben beispielsweise grundsätzlich auch niedrigere Diesel- und Biodieselpreise zur Folge. Marktrisiken bestehen daneben in den volatilen Pflanzenölmärkten.

Darüber hinaus ist ecodasa einem intensiven Wettbewerb mit inländischen und ausländischen Biodieselproduzenten ausgesetzt.

6.2 Operative Risiken

Die Entwicklung des Biodieselmarktes und der Rohstoffmärkte erfordern umfassendes Know-how und Managementressourcen, insbesondere bezüglich des Managements von Einkaufspreisen und -mengen von Rohstoffen sowie Produktion und Verkaufspreisen und -mengen von Biodiesel.

Die Strategie der Gesellschaft, aus Altspeisefetten, also komplexeren Rohstoffen Biodiesel herzustellen, birgt besondere Risiken. Insbesondere können sich technologische Unzulänglichkeiten, höhere Ausbeuteverluste, erhöhte Kosten und ähnliche negative Folgen ergeben.

Ein Produktionsausfall bei der Biodieselanlage könnte sich nachteilig auf die ecodasa auswirken.

6.3 Weitere Risiken

Im Geschäftsjahr 2006 haben die Aktionäre der Gesellschaft verschiedene Maßnahmen veranlasst, die im Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang der ecodasa standen. Zu diesen Maßnahmen gehörten:

die Gründung der Gesellschaft durch Verschmelzung der ECODASA GmbH und der ECOTANK GmbH sowie der Einbringung der Beteiligung an der Gerlicher GmbH,

die Schaffung eines genehmigten Kapitals für die Aufnahme weiterer Aktionäre,

die Vorbereitung von weiteren Investitionsmaßnahmen, die im Rahmen einer eigenkapitalfinanzierten Expansionsstrategie geplant waren (Erwerb von Immobilien/ Beteiligungen),

die Einschaltung von rechtlichen, steuerlichen und sonstigen Beratern im Zusammenhang mit dem Zulassungsantrag für den Handel der Aktien zum Börsenhandel.

Der Vorstand der Gesellschaft geht davon aus, dass im Zusammenhang mit dem Gründungsvorgang sowie den weiteren eingeleiteten Maßnahmen zur Vorbereitung des Börsengangs keine Risiken bestehen, die zu zukünftigen Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft führen (Insbesondere sind alle Zahlungsverpflichtungen aus Maßnahmen im Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang vollständig im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 erfasst). Aus den im Zusammenhang mit der geplanten Expansionsstrategie vorgenommenen Investitionsmaßnahmen, resultieren mögliche Werthaltigkeitsrisiken, deren Eintreten jedoch von der finalen Einstellung dieser Investitionsmaßnahmen abhängt. Eine solche Einstellung der entsprechenden Investitionsmaßnahmen ist derzeit nicht geplant.

7 Prognosebericht und Ausblick

Die Wettbewerbsfähigkeit der ecodasa hängt von der weiteren Entwicklung der Rohöl- und Dieselpreisentwicklung, der Entwicklung der Rohstoffpreise ab. Die Preisentwicklung von Biodiesel wird gegenwärtig insbesondere auch durch die US-amerikanischen Mitbewerber beeinflusst, die staatlich subventionierten US-Biodiesel (B 99) auf dem deutschen Markt vertreiben.

Angesichts des nachhaltig großen und steigenden Bedarfs an mineralischem Rohöl weltweit und insbesondere Chinas und Indiens erwartet die Gesellschaft einen langfristig steigenden Preis für Rohöl. Die Gesellschaft erwartet, dass steigende Rohöl- und Dieselpreise zu höheren Biodieselpreisen führen. Rohölpreissteigerungen können daher die Ertragslage der Gesellschaft positiv beeinflussen.

Ecodasa ist aufgrund ihres besonderen technischen Know-hows in der Lage normgerechten Biodiesel gemäß DIN EN 14214 auch aus verarbeitungstechnisch anspruchsvolleren Rohstoffen, insbesondere Altspeiseölen ("Multi-Feed-Stock-Strategie") herzustellen, die deshalb am Markt günstiger eingekauft werden können. ecodasa baut diesen Ansatz weiter aus. ecodasa beabsichtigt durch die Erweiterung des Geschäftsbereichs Beschaffung von Altspeiseölen, den Zugang zu diesem hochwertigem Rohstoff zu sichern und auszubauen. Mit der Fokussierung auf Altspeiseöle wird es ecodasa ermöglicht, besonders wirtschaftlich zu produzieren und die Wettbewerbsposition zu sichern.

Im Geschäftsjahr 2007 haben sich die Preise in der Rohstoffbeschaffung auf ca. 900 EUR/Tonne für Rapsöl und ca. 800 EUR/Tonne für Sojaöl erhöht. Gleichzeitig ist im letzten Quartal 2007 der Preis für Biodiesel auf ca. 93 Cent/Liter gestiegen. Die Verarbeitungsmarge ist ab dem vierten Quartal trotz der gestiegenen Rohstoffpreise nahezu konstant. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2007 lagen die Tiefstpreise für Biodiesel bei 68 Cent/Liter. Entsprechend erzielte die Gesellschaft niedrige Verarbeitungsmargen. Für das Geschäftsjahr 2007 rechnet die Gesellschaft mit einem negativen operativen Ergebnis.

Zur Absicherung der lang- und kurzfristigen Finanzierung der Gesellschaft steht die Gesellschaft derzeit in Verhandlungen mit Kreditinstituten.

Im Geschäftsjahr 2007 konnten teilweise langfristige vertragliche Grundlagen zu Ein- und Verkaufsstrukturen geschaffen werden, die in der Zukunft zu positiven Zahlungsmittelströme führen werden.

 

Berlin, 11. Dezember 2007

Markus A. Berendes

Bertram H. Berendes

Bilanz zum 31. Dezember 2006

(für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Juli bis 31. Dezember 2006)

AKTIVA

EUR EUR 01.09.2006
TEUR
A. AUSSTEHENDE EINLAGEN AUF DAS GEZEICHNETE KAPITAL 0,00 5.975
davon eingefordert EUR 0,00 (Vj. TEUR 5.975)
B. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.537.372,72 0
2. Software 2.781,00 0
4.540.153,72 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 830.293,46 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.233.780,97 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.264,00 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 540.276,54 0
4.698.614,97 0
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 28
25.000,00 28
9.263.768,69 28
C. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 338.944,16 0
2. Unfertige Erzeugnisse 133.053,50 0
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 751.025,39 0
1.223.023,05 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.083.291,66 0
2. Forderungen gegen Gesellschafter 200.000,00 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 865.417,96 0
3.148.709,62 0
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 398.742,27 0
4.770.474,94 0
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 24.977,51 0
14.059.221,14 6.003

PASSIVA

EUR EUR 01.09.2006
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 6.000.000,00 5.975
II. Bilanzverlust - 879.184,14 - 25
5.120.815,86 5.950
B. ZUR DURCHFÜHRUNG EINER BESCHLOSSENEN KAPITALERHÖHUNG GELEISTETE EINLAGEN 0,00 25
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 400.178,51 0
2. Sonstige Rückstellungen 533.572,41 25
933.750,92 25
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.932.261,22 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.920.387,97 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 165.000,00 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 112.548,16 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.874.457,01 3
davon aus Steuern EUR 347.071,58 (Vj. TEUR 0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 301,37 (Vj. TEUR 0)
8.004.654,36 3
14.059.221,14 6,003

Hinweise

Sofern Davon-Vermerke in den Anhang integriert werden, was empfohlen wird, sollten sie in der Bilanz weggelassen werden.

Summationsstriche und Summenunterstreichungen sind nach folgender Regel gesetzt:

Bei Additionen (und entsprechend bei Subtraktionen) wird nur der letzte Summand unterstrichen (Summationsstrich). Zwischensummen werden mit einer gestrichelten Linie unterstrichen, es sei denn, sie stellen den ersten Summand einer nachfolgenden Additionsreihe dar. Ebenfalls mit einer gestrichelten Linie unterstrichen werden einfache Summanden, die zusammen mit gestrichelt unterstrichenen Zwischensummen eine weitere Zwischen- oder Gesamtsumme bilden. Die Endsumme wird doppelt unterstrichen.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Juli bis 31. Dezember 2006

EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.085.674,47
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 519.396,51
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.697,73
17.610.768,71
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 15.527.494,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 621.496,05
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 487.841,69
b) Soziale Abgaben 56.932,68
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 400.177,92
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.236.562,90
18.330.505,47
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.735,20
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 163.963,45
- 158.228,25
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 877.965,01
11. Sonstige Steuern 1.219,13
1.219,13
12. Jahresfehlbetrag - 879.184,14
13. Bilanzverlust - 879.184,14

Hinweise

Sofern Davon-Vermerke in den Anhang integriert werden, was empfohlen wird, sollten sie in der Bilanz weggelassen werden.

Summationsstriche und Summenunterstreichungen sind nach folgender Regel gesetzt:

Bei Additionen (und entsprechend bei Subtraktionen) wird nur der letzte Summand unterstrichen (Summationsstrich). Zwischensummen werden mit einer gestrichelten Linie unterstrichen, es sei denn, sie stellen den ersten Summand einer nachfolgenden Additionsreihe dar. Ebenfalls mit einer gestrichelten Linie unterstrichen werden einfache Summanden, die zusammen mit gestrichelt unterstrichenen Zwischensummen eine weitere Zwischen- oder Gesamtsumme bilden. Die Endsumme wird doppelt unterstrichen.

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Juli bis 31. Dezember 2006

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB und der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Gründung der Gesellschaft

Die Satzung der ecodasa AG wurde durch notarielle Urkunde vom 1. September 2006 aufgestellt. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlungen der ECODASA GmbH ("ecodasa") und der Ecotank GmbH ("ecotank") wurden durch Zustimmung zum Verschmelzungsvertrag zur Neugründung die ecodasa und die ecotank ebenfalls am 1. September 2006 rückwirkend zum 1. Juli 2006 auf die ecodasa AG verschmolzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Juli 2006 bis zum 31. Dezember 2006.

Die Eröffnungsbilanz der ecodasa AG wurde auf den 1. September 2006 aufgestellt, da die ecodasa AG zu diesem Stichtag mit Errichtung der Satzung ihr Handelsgewerbe aufgenommen hat.

Die Vermögensgegenstände und Schulden der ecodasa GmbH und der ecotank GmbH wurden unter teilweiser Aufdeckung von stillen Reserven in Höhe von TEUR 5.250, von denen TEUR 4.840 auf einen aktivierten Geschäfts- und Firmenwert entfallen, mit dem Ziel der Schaffung eines bilanziellen Eigenkapitals im Zeitpunkt der Verschmelzung in Höhe von TEUR 5.975, übernommen.

Im laufenden Rumpfgeschäftsjahr wurde eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage in Höhe von TEUR 25 durchgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Es waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

 

Die Zugänge zum Anlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert.

Das Anlagevermögen, soweit abnutzbar, wurde um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände bemessen und erfolgten überwiegend nach der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 410 Euro wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

Öffentliche Zuschüsse zum Anlagevermögen werden aktivisch von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der bezuschussten Anlagegegenstände abgesetzt.

Der im Zuge der Verschmelzung aktivierte Geschäfts- und Firmenwert wird über eine geschätzte Nutzungsdauer von 8 Jahren planmäßig abgeschrieben.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Dabei wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften Vermögensgegenstände zuerst verbraucht bzw. veräußert werden (FiFo-Verfahren). In die Ermittlung der Herstellungskosten werden die Kosten des Material- bzw. Wareneinsatzes sowie die direkt zurechenbaren Produktionskosten einbezogen (Einzelkosten). Darüber hinausgehende Kosten, insbesondere Verwaltungskosten, werden nicht berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet worden. Ausfallrisiken wurde angemessen Rechnung getragen.

Der Ansatz der Kassenbestände und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zu Nennwerten.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen wurden nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht gebildet und berücksichtigen sämtliche zum Bilanzstichtag erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt worden.

Der Ausweis der vereinnahmten bzw. abgeführten Energiesteuer erfolgt brachenüblich innerhalb der Umsatzerlöse bzw. Materialaufwendungen bzw. wird entsprechend § 250 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB aktiviert und innerhalb der Fertigerzeugnisse ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem auf Seite 7 des Anhangs beigefügten Anhang ersichtlich.

Die Gesellschaft ist zu 100 % an der Gerlicher GmbH, Berlin, beteiligt. Das Eigenkapital dieser Gesellschaft zum 31. Dezember 2006 betrug 408.018 Euro; der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2006 betrug 80.739 Euro.

Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände werden Forderungen auf Investitionszulage in Höhe von 539.477 Euro ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist in 6.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert eingeteilt. Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 29. September 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 2.750.000 Euro zu erhöhen.

Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2006 besteht ausschließlich aus dem im Rumpfgeschäftsjahr 2006 entstandenen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 879.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Rechts- und Beratungskosten (TEUR 372), Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 34, Verzugszinsen in Höhe von TEUR 33 sowie ausstehenden Urlaub in Höhe von TEUR 22 gebildet.

Die folgenden Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren:

gegenüber Kreditinstituten 1.269.668,25 Euro
Sonstige Verbindlichkeiten 1.000.000,00 Euro

Die folgenden Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren:

gegenüber Kreditinstituten 522.719,78 Euro
gegenüber Gesellschaftern 125.000,00 Euro
Sonstige Verbindlichkeiten 350.000,00 Euro

Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

Selbstschuldnerische Bürgschaften (TEUR 500) und damit zusammenhängende Abtretung von Ansprüchen:

 

aus Lebensversicherungen (TEUR 1.550)

 

Bestellung von Buchgrundschulden auf Grundstücke (TEUR 3.181)

 

Übereignung von Anlagevermögen (Biodieselanlagen)

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Beteiligungsvertrag zwischen der Gesellschaft (ursprünglich Ecodasa GmbH) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH, Magdeburg, ("mbg") über eine typische stillen Beteiligung. Die mbg leistet als stille Gesellschafterin eine Einlage von EUR 1,0 Mio. um die Finanzierung der Produktionsstätte zur Herstellung von Biodiesel in Burg sicherzustellen. Die Gesellschaft endet am 31. Januar 2011. Die Gesellschaft kann unter Einhaltung einer 12-monatigen Frist die stille Beteiligung vorzeitig vollständig oder teilweise kündigen. Die mbg kann die stille Gesellschaft aus wichtigem Grunde fristlos kündigen. Die mbg erhält ein jährliches Festentgelt von 7,5 % bzw. 8,0 % p. a. der geleisteten Einlage sowie eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 50 %, jedoch begrenzt auf 1,75 % bzw. 2,25 % p. a. der geleisteten Einlage.

Die Umsatzerlöse enthalten mit 225.000 Euro pro Halbjahr Erlöse aus Dienstleistungen gegenüber der Gerlicher GmbH sowie im Übrigen Erlöse aus dem Verkauf von Biodiesel.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren aus Rechts- und Beratungskosten (TEUR 806), Werbeaufwendungen (TEUR 143), Instandhaltung (TEUR 71) und Pachtaufwendungen (TEUR 46).

Sonstige Angaben

Während des abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahres setzte sich der Vorstand folgendermaßen zusammen:

 

Markus A. Berendes, Berlin, CEO und COO

 

Bertram H. Berendes, Berlin, CCO

 

Dr. Andreas Dalchow, Berlin, CFO

Herr Dr. Dalchow wurde am 26. November 2007 durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft als Vorstand abberufen.

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Herren an:

Prof. Dr. Peter Fissenewert (Vorsitzender) Rechtsanwalt
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Universitätsprofessor
Matthias Reichel (stellvertretender Vorsitzender) CFO DB Logistics

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2006 1.000 Euro; die des Vorstandes 232.000 Euro. Zum 31. Dezember 2006 waren Darlehen an Vorstände in Höhe von insgesamt EUR 50.000 ausgereicht. Die Darlehen werden mit 6 % p. a. verzinst und sind unbesichert.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 686.000 Euro, die vor allem aus Miet- und Leasingverpflichtungen für Kfz und Pachten für Tankstellen resultieren.

Ferner hat die ecodasa AG im Berichtszeitraum einen Kaufvertrag über den Erwerb der biodiesel Saar GmbH & Co. KG geschlossen, der ein Industriegrundstück mit einer Größe von 41.558 m 2 in Perl/Mosel gehört, sowie ihrer einzigen Komplementärin biodiesel Saar GmbH & Co. KG. Diese beiden Gesellschaften sind bislang nicht in wesentlichem Umfang operativ tätig. Der Kaufpreis für die Beteiligung in Höhe von EUR 1,9 Mio. wird im Wege einer monatlichen Ratenzahlung in Höhe von EUR 25.000 beglichen. Der Übergang der Beteiligung erfolgt mit Bezahlung der letzten Kaufpreisrate. Im Geschäftsjahr 2007 wurde die Rückabwicklung des o. g. Kaufvertrages beschlossen.

Darüber hinaus hat die ecodasa AG am 11. August 2006 einen Kaufvertrag über den Erwerb eines Industriegrundstücks im Magdeburger Hafen mit einer Größe von 31.488 m 2 geschlossen. Der Kaufpreis beträgt EUR 550.000. Ein Nutzen-Lastenübergang ist im Berichtszeitraum noch nicht erfolgt.

Weiterhin wurden bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 Aufträge zur Vorbereitung der Errichtung einer Biodieselanlage in Magdeburg erteilt. Im Geschäftsjahr 2007 wurde seitens der Gesellschaft beschlossen, die ursprüngliche Absicht zur Errichtung dieser Biodieselanlage aufzugeben. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 waren geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 563 in der Bilanz aktiviert.

Im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr wurden durchschnittlich 26 Mitarbeiter beschäftigt; davon 21 in den Bereichen Biodieselproduktion bzw. Ölaufbereitung sowie 5 in der Verwaltung.

Die Aufstellung eines Konzernabschlusses unterbleibt, weil die Gesellschaft von den größenwabhängigen Befreiungen gemäß § 293 HGB Gebrauch macht.

 

Berlin, 11. Dezember 2007

Markus A. Berendes

Bertram H. Berendes

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ecodasa Aktiengesellschaft, Berlin, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Berlin, 11. Dezember 2007

Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Glöckner, Wirtschaftsprüfer

Krüger, Wirtschaftsprüfer

Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Juli bis 31. Dezember 2006

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.07.2006
EUR
Zugänge aus Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2006
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 4.839.864,24 0,00 0,00 4.839.864,24
2. Software 0,00 0,00 3.230,00 0,00 3.230,00
0,00 4.839.864,24 3.230,00 0,00 4.843.094,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 778.716,68 68.859,15 0,00 847.575,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 879.263,12 915.811,63 1.501.724,14 3.296.798,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 62.830,78 48.370,33 0,00 111.201,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 670.002,60 1.371.998,08 - 1.501.724,14 540.276,54
0,00 2.390.813,18 2.405.039,19 0,00 4.795.852,37
0,00 0,00 25.000,00 0,00 25.000,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 25.000,00 0,00 25.000,00
0,00 7.230.677,42 2.433.269,19 0,00 9.663.946,61
Kumulierte Abschreibungen
01.07.2006
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2006
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 302.491,52 302.491,52
2. Software 0,00 449,00 449,00
0,00 302.940,52 302.940,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 17.282,37 17.282,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 63.017,92 63.017,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 16.937,11 16.937,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 97.237,40 97.237,40
0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 400.177,92 400.177,92
Buchwerte
31.12.2006
EUR
01.07.2006
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.537.372,72 0
2. Software 2.781,00 0
4.540.153,72 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 830.293,46 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.233.780,97 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.264,00 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 540.276,54 0
4.698.614,97 0
25.000,00 0
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0
9.263.768,69 0

Hinweise:

Ggf. ist die Darstellung um "Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs" zu ergänzen.

Summationsstriche und Summenunterstreichungen sind nach folgender Regel gesetzt:

Bei Additionen (und entsprechend bei Subtraktionen) wird nur der letzte Summand unterstrichen (Summationsstrich). Zwischensummen werden mit einer gestrichelten Linie unterstrichen, es sei denn, sie stellen den ersten Summand einer nachfolgenden Additionsreihe dar. Ebenfalls mit einer gestrichelten Linie unterstrichen werden einfache Summanden, die zusammen mit gestrichelt unterstrichenen Zwischensummen eine weitere Zwischen- oder Gesamtsumme bilden. Die Endsumme wird doppelt unterstrichen.

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