Bäcker GmbH
Tillystraße 17, 30459 Hannover, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Marc Heß since 12/23/2024 | Procura |
Christian Tomasch since 3/2/2021 | Managing Director |
Franky de Grave since 3/2/2021 | Managing Director |
Sigrid Rosa Anna Roth since 7/15/2015 | Procura |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Identified persons (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
Martin BraunM.B.S. Verwaltungsgesellschaft mbH+1 | 100.00% |
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
Martin Braun Backmittel und Essenzen KGSelf-held cycle | 0.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Geschwister Oetker Beteiligungen KGBielefeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 2022I. Unternehmen und Konzernstruktur Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe ist eine international tätige Unternehmensgruppe im Eigentum der Gesellschafter Alfred, Ferdinand und Julia Oetker. Sie ist im November 2021 aus der Teilung der bisherigen Oetker-Gruppe hervorgegangen und umfasst 144 Einzelunternehmen in 35 Ländern. Zu den Geschäftsbereichen der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe gehören:
Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG dient dieser vielfältigen Unternehmensgruppe als Holdinggesellschaft. Sie gewährleistet zentrale Dienstleistungen für die Gruppenunternehmen, darunter die Koordination von Finanzen und Steuern, Recht und Revision, Compliance und Nachhaltigkeit. Sie gewährt und erwartet dezentrales Unternehmertum auf Basis zentral verabschiedeter strategischer Leitlinien und gibt Raum für eine kontinuierliche Wert- und Werteorientierung, innerhalb derer sich Menschen und Unternehmen entwickeln. Außerdem fördert die Holding den Austausch mit und zwischen den Gruppenunternehmen über themen- und fachbezogene Communitys, zum Beispiel in Form einer Arbeitsgruppe zur Digitalisierung. Auch wenn die Geschwister Oetker Beteiligungen KG im rechtlichen Sinne ein junges Unternehmen ist, führt es über 130 Jahre erfolgreicher Unternehmertradition fort. Die Verantwortung als Familienunternehmen und die gelebten und vertrauten Werte sind und bleiben weiterhin die Richtschnur des unternehmerischen Handelns. Dieser Konzernabschluss und -lagebericht umfasst handelsrechtlich das Kalenderjahr 2022. Das Vorjahr 2021 umfasst nur den Zeitraum vom 01.11.2021 bis zum 31.12.2021, da alle Tochterunternehmen der Geschwister Oetker Beteiligungen KG erst seit dem 01.11.2021 zu ihrem Konsolidierungskreis gehören. 1 Aus diesem Grund ist ein Vorjahresvergleich in Teilen wenig aussagekräftig, da eine zwölfmonatige Berichtsperiode einer zweimonatigen Berichtsperiode gegenübersteht. Das Geschäftsjahr 2022 ist geprägt von den operativen Ergebnissen aus den Geschäftsbereichen sowie von Folgekonsolidierungseffekten aus der Aufdeckung stiller Reserven, die im Rahmen der Trennung durch eine gesetzlich geforderte Neubewertung entstanden sind. II. Führungs- und Eigentümerstruktur Gesellschafter und alleinige Eigentümer der Geschwister Oetker Beteiligungen KG sind die drei Kinder aus der dritten Ehe von Rudolf-August Oetker: Dr. Alfred, Carl Ferdinand und Julia Johanna Oetker. Die Gesellschafter Dr. Alfred und Carl Ferdinand Oetker leiten die neue Holding jeweils als Co-CEO zusammen mit Dr. Harald Schaub als CFO. Das insgesamt siebenköpfige Management-Team besteht zusätzlich aus den CEOs der größten Gruppenunternehmen:
III. Geschäftsbereiche Sekt, Wein und Spirituosen Henkell Freixenet ist der beim Umsatz weltweit führende Hersteller von Schaumwein und entspricht dem Geschäftsbereich "Sekt, Wein und Spirituosen". Das Unternehmen ist in 33 Ländern mit eigenen Produktions- sowie Vertriebsstandorten aktiv. Es exportiert Schaumwein, Wein und Spirituosen in rund 150 Länder. Neben dem traditionellen Vertrieb über den Groß- und Einzelhandel sowie die Gastronomie wurden in den letzten Jahren die direkte und indirekte Vermarktung der Produkte über E-Commerce sowie das Direktgeschäft an den Standorten (Direct-to-Consumer) weiter ausgebaut. Henkell Freixenet bietet alle Schaumweingattungen aus eigener Produktion an, darunter Freixenet als weltweit führenden Cava, Mionetto als weltweit meistverkauften Prosecco und Henkell als größte Exportmarke für deutschen Sekt in Bezug auf das Absatzvolumen. Das Produktportfolio wird ergänzt durch etablierte Champagner-, Cava-, Cremant- und Sektmarken aus Frankreich, Spanien, den USA, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Rumänien und der Slowakei. Eine zunehmend größere Bedeutung nehmen die Stillweine im Sortiment von Henkell Freixenet ein. Freixenet ist beim Umsatz die stärkste Importmarke für spanische Weine in Deutschland. Schloss Johannisberg steht für erlesene, weltbekannte Riesling-Weine, und mit den Weingütern in Tschechien, der Slowakei und Ungarn zählt die Gruppe in Zentraleuropa zu den absatztechnisch führenden Qualitätswein-Anbietern. Das Unternehmen ist mit renommierten Weingütern in Kalifornien und Mexiko vertreten. Die Marke i heart WINES gehört beim Umsatz zu den am schnellsten wachsenden Weinmarken Englands. Henkell Freixenet steht auch für ein breites Portfolio an Spirituosen, das nahezu alle relevanten Gattungen von Wodka über Korn, Gin, Creme- und Bitterliköre bis zu Aperitifs abdeckt. Im Spirituosenmarkt ist die Gruppe beim Umsatz mit Wodka Gorbatschow Marktführer in Deutschland, bei Gin in Polen und bei Weinbrand in der Slowakei. Nahrungsmittel Den Bereich Nahrungsmittel bildet die Martin Braun-Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Hannover ab. Sie entwickelt, produziert und vertreibt ein Vollsortiment an Convenience-Produkten für die Backbranche, Süßwarenindustrie und Gastronomie und liefert ihre Produkte weltweit in über 100 Länder an den Groß- und Einzelhandel, an Bäckereien, Konditoreien und Food-Service- sowie Industrieunternehmen. Mit ihrer Produktvielfalt ist die international agierende Martin Braun-Gruppe in vielen Exportländern in allen relevanten Absatzkanälen vertreten. Der Fokus liegt auf dem Bereich "Großverbraucher Backen": Das Portfolio umfasst unter anderem Aromen, Füllungen, Sahnestandmittel, Glasuren, Rohmassen, Dekorartikel, Fertig- und Vormischungen für Backwaren, Biohefe, Gelier- und Bindemittel, Eisprodukte, Toppings, Konzentrate für Getränke und Fruchtpürees. Das umfangreiche Sortiment bietet Zutaten für süße Produkte unter der Marke Braun, Zutaten für Brot und Brötchen unter der Marke Agrano, Fruchtpürees unter der Marke Capfruit sowie Zutaten für Speiseeis unter der Marke Cresco Italia. Zudem produziert die Gruppe Premium-Tiefkühlbackwaren unter den Marken Wolf ButterBack und Diversi Foods mit einem Vollsortiment an Brot und Brötchen, Croissants sowie süßen und herzhaften Snackprodukten. Durch eine ganzheitliche Produktbetrachtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette sichert die Gruppe ein kundenorientiertes Angebot an gelingsicheren Backzutaten und Premium-Tiefkühlback- waren. Spezialchemie Das international aufgestellte mittelständische Unternehmen Budenheim nimmt sich der Lösung anspruchsvoller Herausforderungen in der Spezialchemie an. Sein Produkt- und Serviceportfolio verteilt sich auf die zwei operativen Divisionen Life Science und Material Science. Die ihnen angeschlossenen marktorientierten Cluster fokussieren sich auf nachhaltige Lösungen für vielfältige Anwendungen. In enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden entwickelt der Chemiespezialist Lösungen für ein besseres Leben und setzt sich aktiv für Innovationen im Bereich Ernährung, Gesundheit, Sicherheit und Ressourcenschonung ein. Budenheim hat seinen Ursprung in der gleichnamigen Gemeinde in Rheinhessen. Das Unternehmen produziert sowohl am deutschen Standort als auch in den USA, in Mexiko, Spanien, den Niederlanden und China. Mit seinem Netzwerk aus zahlreichen Handelspartnern und Vertriebsstätten auf dem amerikanischen, europäischen und asiatischen Kontinent ist Budenheim in den Märkten und bei seinen Kunden präsent. Hotelmanagement und Hotels Zur Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe gehören die internationalen Grandhotels Le Bristol Paris und Château Saint-Martin & Spa in Vence, Frankreich. Daneben managt die Oetker Hotel Management Company acht weitere einzigartige Masterpiece-Hotels, die gemeinsam mit den eigenen Häusern unter dem Markendach der Oetker Collection zusammengefasst sind. Für zwei weitere Luxushotels wurden Managementverträge unterzeichnet. Diese werden das Portfolio der Gruppe in den kommenden zwei Jahren ergänzen. Innerhalb der Oetker Collection profitieren die Hotels von abgestimmten Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie von einer zentralen Bereitstellung von Ressourcen und Führungskompetenz in den Bereichen Finanzen, Personal, IT, Projektmanagement und Nachhaltigkeit. Weitere Interessen Der Geschäftsbereich Weitere Interessen fasst mehrere Unternehmen der Geschwister Oetker Beteiligungen KG aus unterschiedlichen Branchen zusammen. Hierzu gehören unter anderem das US-Immobilien-Portfolio Columbus Properties, Inc., die schweizerische Atlantic Forfaitierungs AG sowie die Bel- vini.de GmbH, ein Online-Retailer für ausgesuchte Weine und andere Spezialitäten. Die Columbus Properties, Inc. mit Sitz in New York verwaltet ein Portfolio von Gewerbeimmobilien in den USA. Neben den eigenen Immobilien bietet Columbus Properties, Inc. über ihre Tochtergesellschaft Colonnade Management, Corp. Dienstleistungen in den Bereichen Immobilienverwaltung, Vermietung, Entwicklung und Akquisitionsanalyse an. Die Atlantic Forfaitierungs AG mit Sitz in Zürich, Schweiz, ist ein auf Export- und Handelsfinanzierungen spezialisierter Dienstleister. In über 60 Jahren hat sich das Unternehmen in diesem Spezialmarkt als feste Größe etabliert und ein hohes Vertrauen bei Exportkunden und Banken erworben. Ein wichtiger Teil seiner Geschäftstätigkeit liegt auf der Übernahme von Handelsförderungen ohne Rückgriff auf den Verkäufer. Außerdem umfasst das Portfolio Importfinanzierungen und Kredite in Schwellenländern sowie die Absicherung von Exportförderungen. Die Belvini.de GmbH ist in ihrem Segment eine der führenden E-Commerce-Plattformen, die Weine, Schaumweine und Spirituosen sowie Feinkostartikel an Endkunden vertreibt. Der Schwerpunkt des Produktportfolios, das aus Handelsware besteht, liegt bei Weinen und Schaumweinen aus Italien, Deutschland und Frankreich. Während Belvini online an Endkonsumenten im deutschen Markt vertreibt, fokussiert sich die 100%ige Tochtergesellschaft ViNOCOMMERCE GmbH auf den Vertrieb an Gewerbekunden aus dem Einzelhandel, Fachhandel, aus Hotellerie und Gastronomie. IV. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Allgemein Das weltweite Wirtschaftsgeschehen im Jahr 2022 war geprägt von geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten, dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, steigenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie einer hohen Inflation. Die Weltkonjunktur verlangsamte sich stärker als erwartet und die Inflation war so hoch wie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. Das globale Wachstum hat sich von 6,2 % im Jahr 2021 auf 3,4 % im Jahr 2022 abgeschwächt. Für 2023 wird ein weiterhin abschwächendes Wachstum von 2,8 % erwartet. 2 Die globale Inflation ist von 4,7 % im Jahr 2021 auf 8,8 % im Jahr 2022 angestiegen. Im Euroraum lag das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bei 3,5 %. Die Entwicklung der einzelnen Volkswirtschaften erfolgte in unterschiedlicher Stärke. Die deutsche Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr 2022 nur um 1,9 %. Ursächlich hierfür waren insbesondere die hohen Energiepreise, die die Kaufkraft der privaten Haushalte belasteten und den privaten Konsum dämpften. 3 Die weltweiten Auswirkungen der Corona-Beschränkungen ließen im Vergleich zum Vorjahr spürbar nach. Die Störungen der globalen Lieferketten und die Anspannungen in den Logistiknetzwerken wurden zu einem Großteil aufgelöst und der Seeverkehr normalisierte sich. Die Inflation erreichte im Verlauf des Jahres 2022 einen im historischen Vergleich hohen Stand. Zeitweise sehr hohe Wachstumsraten zeigten sich auch bei den Rohstoffpreisen, wobei die Preisentwicklung sehr unterschiedlich ausfiel und sich die Situation teilweise zum Jahresende wieder deutlich entspannte. Als Gegenmaßnahme reagierten die Zentralbanken in den USA und in Europa mit einer Anhebung der Leitzinsen. Die Finanzpolitik bemühte sich, die Auswirkungen der Energiekrise zu begrenzen, und wirkte stützend für die Konjunktur.
2 Statista, Wachstum des weltweiten realen
Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1980 bis 2024, April 2023,
online unter:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoin-landsprodukts/
Das internationale Geschäft der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe wird vom Wechselkurs des Euros zu zahlreichen Währungen beeinflusst. Die Entwicklung der wichtigen Währungen gegenüber dem Euro stellt die nachfolgende Tabelle dar:
1 Euro-Referenzkurse der EZB und Bundesbank vom
31.12.2022.
Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen Sekt, Wein und Spirituosen Das Jahr 2022 war erneut von außergewöhnlichen Herausforderungen gekennzeichnet. Die Märkte haben die anhaltende geopolitische Krise durch den Krieg in der Ukraine in der ersten Jahreshälfte noch recht gut verkraften können. In der zweiten Jahreshälfte zeichneten hingegen Preis- und Kostensteigerungen das Bild. Die daraus folgenden Realeinkommensverluste haben die Verbraucher getroffen und sie haben ihren Konsum entsprechend eingeschränkt. Auch die Versorgungsseite war 2022 von großen Herausforderungen in der Lieferkette und signifikant steigenden Preisen gekennzeichnet, vor allem bei Flaschen, Etiketten, Kartonagen, Energie und Logistik. Zudem zogen die Weinpreise weiter an. Derzeit ist ein Ende der Kostensteigerungen nach wie vor nicht absehbar, auch wenn die Inflation den Höhepunkt hinter sich gelassen haben mag. Preiserhöhungen werden daher auch weiterhin teilweise notwendig sein, ebenso wie Maßnahmen zur Optimierung unserer Prozesse und Strukturen. Die Preiserhöhungen treffen jedoch in den Märkten auf wahrscheinlich kurz- bis mittelfristig sinkende Realeinkommen, was zu Absatzrückgängen führen kann. Erste Anzeichen ließen sich bereits in vielen Märkten im letzten Quartal erkennen. Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen Nahrungsmittel Die leichte Erholung des Marktes von der Corona-Pandemie wurde Anfang 2022 durch die Herausforderungen des Ukraine-Krieges überschattet. Unmittelbar nach Ausbruch des Krieges begannen die Preise für wichtige Rohstoffe im Nahrungsmittelsektor stark und anhaltend zu steigen. Insbesondere traf das auf Weizen, Butter, Sonnenblumenöl und andere Rohstoffe wie Sonnenblumenlecithin zu. Zeitweise war zudem die Verfügbarkeit von Rohstoffen stark eingeschränkt. Das stellte alle Marktteilnehmer vor große Herausforderungen in Bezug auf die Lieferfähigkeit. Auf Herstellerseite wurden einige Preiserhöhungen vorgenommen. Die oben genannten Rohstoffe sind zugleich Basisrohstoffe für viele große und kleine Bäckereien, die in der Folge mit Erhöhungen sowohl bei Basisrohstoffen als auch bei den wichtigsten Convenience-Produkten konfrontiert waren. Bereits in dieser Phase wurde die Liquidität vieler Bäckereibetriebe überstrapaziert. Als nächste Stufe begannen die Energiepreise europaweit anzusteigen. Dies führte zu einer weiteren Belastung aller Marktteilnehmer von der Convenience-Industrie bis hin zu Kleinstbäckereien und LEH. Insbesondere Betriebe im Kernmarkt der handwerklichen Bäckereien in der DACH-Region standen vor großen Hürden. Aufgrund der steigenden Inflation erhöhte sich zudem der Druck des Handels auf die Lieferanten im Backwarenbereich, da weitere Preiserhöhungen vermieden werden sollten. Der Tourismussektor sowie der Bereich Out-of-Home konnten sich erholen, sind aber 2022 noch nicht zur alten Stärke der Vor-Corona-Zeit zurückgekehrt. Die anhaltende Arbeit im Homeoffice und der Fachkräftemangel in der Gastronomie sind als Gründe für diese Entwicklung anzuführen. Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen Spezialchemie Das Jahr 2022 startete insbesondere in der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie mit einem Umsatzzuwachs aufgrund der kräftig gestiegenen Preise. 4 Dieses Umsatzplus hielt auch im zweiten Quartal an. Zugleich wurden bereits erste Einbußen in der Produktionsmenge verzeichnet. Im dritten Quartal stiegen die Kosten in Deutschland schließlich stärker als die Verkaufspreise und der Gesamtumsatz der Chemie- und Pharmaindustrie sank um 1,6 %. Dieser Abwärtstrend setze sich im vierten Quartal fort. Die Chemieproduktion in Deutschland ging im Vergleich zum Vorjahr um 14 % zurück; auch die Kapazitätsauslastung lag im gesamten Jahr unter der Normalauslastung und sank zum Jahresende auf 76,5 %. 5 Betrachtet man die Menge der weltweiten Produktion chemischer Erzeugnisse, so stagnierte diese. Aufgrund der sich abschwächenden Weltwirtschaft ist auch die Nachfrage nach Chemieprodukten gesunken. Insbesondere am Jahresende war dieser Rückgang zu spüren. Im Vergleich zum Vorjahr lag die weltweite Chemieproduktion im Monat Dezember bei -0,7 %. Auf das gesamte Jahr bezogen erreichte die Chemie noch einen geringen Produktionszuwachs von 1,6 %. 6 Dagegen ist die weltweite Produktion von Arzneimitteln weiterhin stark gewachsen. Die Nachfrage blieb stabil und die Produktion wurde nicht so stark von der Energiekrise getroffen wie die Chemieproduktion. Im Jahresvergleich 2022 zu 2021 zeichnet sich ein deutlicher Zuwachs von 5,0 % für die Produktion von Pharmaerzeugnissen ab. Beide Branchen zusammen erreichen noch einen leichten Zuwachs von 2,8 %. 7 Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen Hotelmanagement und Hotels Nachdem die Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 katastrophale Auswirkungen auf die Branche der Hotellerie hatte, zeigte sich 2022 eine starke Aufholbewegung. Gleichzeitig blieben die Reisebewegungen über alle globalen Märkte hinweg trotz des starken Wachstums gegenüber 2021 noch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2019. Die Zahl der Ankünfte international Reisender, die vor Corona auf 1,47 Mrd. gestiegen und zwischenzeitlich auf 407 Mio. (2020) bzw. 456 Mio. (2021) eingebrochen war, verdoppelte sich 2022 auf 963 Mio. 8 Die verschiedenen Regionen der Erde entwickelten sich hierbei nicht einheitlich: Während sich die internationalen Reisebewegung nach und innerhalb Europas bis auf ca. 80 % des Vorkrisenniveaus erholen konnten, liegt der vergleichbare Wert in Asien im Jahr 2022 auf nur 28 % des Niveaus von 2019. 9 Das bedeutet, dass eine vollständige Egalisierung des Corona-Schocks noch nicht zu verzeichnen ist.
4 Verband der Chemischen Industrie e. V.,
Quartalsbericht 1.2022, Mai 2022, online unter:
https://www.vci.de/ergaenzende-downloads/qb-1-2022.pdf.
Daneben konnten einige ausgewählte Bereiche der internationalen Hotellerie im Berichtsjahr von einer starken Sonderkonjunktur profitieren. Dies galt insbesondere für das Luxussegment des Marktes sowie für Destinationen, die sich traditionell einer starken Nachfrage von Reisenden aus Nordamerika erfreuen. Obwohl die gute Buchungsdynamik in vielen Regionen erst im zweiten Quartal des Jahres einsetzte, konnten die Umsätze in einer Kombination von guter Auslastung und sehr guter Ratenentwicklung zum Teil sogar das Vorkrisenniveau übertreffen. Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen Weitere Interessen Als Spezialist für die Vermarktung von Büroimmobilien in den USA sah sich die Columbus Properties, Inc. nach wie vor mit dem Trend zum Homeoffice konfrontiert. Die Belegung der Büroflächen hat sich nach dem Wegfall der Corona-bedingten Beschränkungen zwar wieder erhöht, erreichte jedoch auch im Geschäftsjahr 2022 nicht das Niveau vor der Corona-Pandemie. Stattdessen zeichnet sich ein Trend zur Flexibilisierung des Arbeitsortes ab. Infolgedessen zogen sich die Unternehmen teilweise aus langfristigen Immobilienplänen zurück und planten insgesamt mit geringeren Flächenbedarfen. In den Zielmärkten der Atlantic Forfaitierungs AG, den Schwellen- und weniger entwickelten Ländern, führten die vielfältigen Herausforderungen des Geschäftsjahres 2022 zu gestiegenen finanziellen Belastungen. Bereits die Corona-Pandemie löste verbreitet einen Anstieg der Staatsverschuldung aus. Die weltweit angestiegenen Kosten für Energierohstoffe und Grundnahrungsmittel, die die Inflation weiter anfachten, haben diesen Trend noch verstärkt. Darüber hinaus bewirkten die im Nachgang der gestiegenen Inflation in rascher Kadenz erfolgten Zinserhöhungen und sich ausweitenden Risikoprämien, dass für eine Vielzahl von schwächeren Ländern eine Refinanzierung ihrer Kredite nur mit Unterstützung des IMF und anderer multilateraler Kreditgeber möglich war. Für die Belvini.de GmbH, wie für das E-Commerce-Geschäft generell, hat die Post-COVID-Zeit zu einer sinkenden Nachfrage geführt. Das Kaufverhalten, das während Corona auf den Online-Kauf angewiesen war, hat sich erwartungsgemäß wieder vermehrt den anderen Kanälen zugewandt. Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel fiel der Bruttoumsatz mit Waren im E-Commerce im Gesamtjahr nominal, also ohne Inflationsbereinigung, um 8,8% auf 90,4 Mrd. Euro nach 99,1 Mrd. Euro im Vorjahr. 10
9 Statista Research Department, Number of
international tourist arrivals worldwide 2005-2022, by
region, Februar 2023, online unter:
https://www.statista.com/statistics/186743/international-tourist-arrivals-worldwide-by-region-since-2010/.
V. Ertragslage und Geschäftsverlauf Allgemein Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe existiert seit November 2021. Das Geschäftsjahr 2022 beinhaltet zwölf Monate, wohingegen das Vorjahr nur auf den zwei Monaten November und Dezember 2021 basiert. Aus diesem Grund ist ein Vorjahresvergleich von Kennzahlen auf Konzernebene nur sehr bedingt aussagekräftig. Zudem werden einige Geschäftsbereiche und die regionale Umsatzverteilung erheblich durch saisonale Effekte beeinflusst, so dass die Monate November und Dezember nicht repräsentativ für das gesamte Kalenderjahr stehen können.
Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in Höhe von 2.474,4 Mio. Euro erwirtschaftet und hat damit die Erwartungen wesentlich übertroffen. Im Vorjahr, das die Monate November und Dezember 2021 beinhaltet, konnte die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 484,3 Mio. Euro erzielen. Der größte Umsatzbeitrag wurde dabei von der Sparte Sekt, Wein und Spirituosen erzielt, die traditionell ein starkes Jahresendgeschäft aufweist. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 164 Mio. Euro wurden insbesondere in den Geschäftsbereichen Spezialchemie, Nahrungsmittel sowie Sekt, Wein und Spirituosen getätigt. Insgesamt waren in der Unternehmensgruppe im Durchschnitt 8.101 Mitarbeitende tätig. Die Anzahl der Mitarbeitenden ist im Berichtszeitraum von zwölf Monaten um 361 Mitarbeitende angestiegen. Im Zuge der Erstkonsolidierung im Vorjahr wurden entsprechend der handelsrechtlichen Vorschriften die Vermögensgegenstände der einbezogenen Tochtergesellschaften zum Zeitwert angesetzt. Eine Fortführung der Buchwerte war handelsrechtlich im Konzernabschluss nicht möglich. Dies führte zur Aufdeckung stiller Reserven in Höhe von 1.577 Mio. Euro. Der danach verbleibende aktivische Unterschiedsbetrag von 1.882 Mio. Euro wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und wird über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben. Die Fortschreibungen der stillen Reserven und des Firmenwerts belasten das Jahresergebnis und damit das Eigenkapital des aktuellen Geschäftsjahres in Höhe von 612 Mio. Euro.
Die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf in den jeweiligen Geschäftsbereichen beziehen sich nachfolgend jeweils auf das zwölfmonatige Kalenderjahr 2021. Geschäftsverlauf Sekt, Wein und Spirituosen Dank erneut starker Marken legte der Umsatz 2022 um 8,5 % auf 1.181 Mio. Euro (1.088 Mio. Euro inkl. Sekt- und Branntweinsteuer) zu, nachdem er bereits im Jahr 2021 um 11,9 % wachsen konnte. Henkell Freixenet setzt damit sein Wachstum in einem herausfordernden Jahr 2022 mit einem erneuten Umsatzhoch fort und bestätigt seine Position als weltweiter Schaumwein-Marktführer. Auf die Monate November und Dezember des Vorjahres 2021 entfielen 298 Mio. Euro. Die Investitionen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 39 Mio. Euro. Die Schwerpunkte lagen hierbei auf der Standortentwicklung in Italien, dessen neues Besucherzentrum noch in diesem Jahr fertiggestellt wird. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten stieg mit 3.564 gegenüber dem Vorjahr um 65 Beschäftigte bzw. +1,9 %. Henkell Freixenet legt seinen Fokus weiterhin auf langfristiges Wachstum und Markenbildung mit dem Ziel, die Marktposition der Fokus-Marken ("House of Brands") weiter zu stärken. Mit einem Umsatzanteil von knapp 70 % trugen die Fokus-Marken maßgeblich zum Wachstum bei. So konnten die "Global Icons" Freixenet, Mionetto und Henkell um 9,7% zulegen, die "Global Stars" i heart Wines und Mangaroca Batida wuchsen um 4,8 %. Die "International Prestige Brands" Champagne Alfred Gratien, Gratien & Meyer Cremant, Cava Segura Viudas, Gloria Ferrer sowie Schloss Johannisberg wuchsen um 15,6%- nahezu alle Marken haben hierzu mit einem zweistelligen Wachstum beigetragen. Ebenso haben die "Local Icons" Törley Sekt, Hubert Sekt, allen voran Wodka Gorbatschow, um 2,4 % zugelegt. Der deutsche Premiumsekt Fürst von Metternich musste dagegen nach mehreren Jahren zweistelligen Wachstums aufgrund einer preiserhöhungsbedingten Lieferunterbrechung Absatzverluste hinnehmen. Die Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) zeigt in einem extrem kompetitiven Umfeld insgesamt eine gute Performance und ist mit 318 Mio. Euro die zweitstärkste Region bei einem Umsatzwachstum von 3,4 % im Jahr 2022 zum Vorjahr. Dazu beigetragen haben insbesondere Mionetto Prosecco und Wodka Gorbatschow in Deutschland, Kupferberg Gold und Henkell in Österreich und Freixenet sowie Mionetto in der Schweiz. Ein Wachstumstreiber 2022 war zudem die Region Westeuropa, trotz einer starken Vergleichsbasis im Vorjahr. Mit einem Umsatz von 385 Mio. Euro legte sie um 4,3 % zu. Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien profitierten von der Wiedereröffnung der Gastronomie ebenso wie von der starken Performance von Mionetto und Freixenet. Die Region Osteuropa bildet seit Jahren einen soliden Teil des Geschäfts. Der Umsatz in Osteuropa wuchs 2022 um 9,2 % auf 210 Mio. Euro. Unter anderem konnten Landesgesellschaften mit ihren lokalen Marken wie Bohemia in Tschechien, Törley in Ungarn und Hubert in der Slowakei erfolgreich Innovationen wie Bohemia Ice Rose und Hubert Ice auf dem Markt einführen. Ihren bisher höchsten Umsatz erreichte die Region Americas 2022. Dieser wuchs in Nord- und Südamerika mit 28,7 % zum Vorjahr auf 216 Mio. Euro. Unter anderem konnte Mionetto in den USA deutlich zulegen. In Brasilien und Mexiko ist Freixenet der Wachstumstreiber. In der Region Americas sehen wir heute und in der Zukunft eine der besten Wachstumschancen. Die Region Asien-Pazifik erzielte im Jahr 2022 einen Umsatz von 39 Mio. Euro und lag damit exakt auf dem Niveau von 2021. Das Geschäft wird zunehmend schwerer durch günstige Parallelimporte und Preiswettbewerb mit lokalen Produkten. Der Bereich "Rest der Welt" vereint das Geschäft der Division Global Export in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens sowie in Afrika. Der Umsatz entwickelte sich im Jahr 2022 mit 12 Mio. Euro mit 3,8 % über Vorjahr. Geschäftsverlauf Nahrungsmittel Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete die Martin Braun-Gruppe einen Umsatz von 626,5 Mio. Euro gegenüber 523,2 Mio. Euro im Kalenderjahr 2021. 94,9 Mio. Euro davon entfielen auf die Monate November und Dezember 2021. Somit konnte die Martin Braun-Gruppe im Vergleich zum Kalenderjahr 2021 einen Umsatzzuwachs von 19,7 % erzielen. Trotz weiterhin zahlreicher Herausforderungen in vielen Märkten, insbesondere im Bereich des veränderten Konsumverhaltens aufgrund des inflationsbedingten Preisanstiegs, bewies die Martin Braun-Gruppe eine starke Resilienz und konnte über alle Länder- und Sortimentsgrenzen hinweg deutlich wachsen - einschließlich des Joint Ventures Polen Gida in der Türkei. Länderübergreifend erhöhte sich der Umsatzanteil am wichtigen Lebensmitteleinzelhandel deutlich. Dies ist nicht zuletzt auf ein umfassendes Maßnahmenpaket einschließlich der Hebung von Cross-Selling-Potenzialen zurückzuführen. Darüber hinaus haben auch verschiedene Innovationen zum organischen Wachstum beigetragen, wie Clean-Label-Produkte und auf Fermentation basierende Produkte in der Bakery Ingredients Division. In der Frozen Bakery Division waren es zum Beispiel eine salzreduzierte Käseschnecke, neue Pizzabrote, neue Legendbrote und weißer Mohnkuchen. Die Bakery Ingredients Division der Martin Braun-Gruppe wuchs 2022 im Umsatz um 13,0 % zum Kalenderjahr 2021, geprägt durch eine sehr gute Performance in der Türkei sowie in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien. Der Umsatz der Frozen Bakery Division übertraf das Kalenderjahr 2021 um 22,1 %. In Deutschland konnte ein Zuwachs bei klassischen Bäckerkunden und dem Lebensmitteleinzelhandel erzielt werden. Darüber hinaus verzeichnen die Regionen UK, Benelux und Polen deutliches Wachstum. Geschäftsverlauf Spezialchemie Das Geschäftsjahr 2022 war für Budenheim, trotz aller Unsicherheiten und Schwierigkeiten, ein herausragendes Jahr. Es zeichnete sich erneut durch eine gute Nachfrage auf Kundenseite aus. Im Geschäftsjahr 2022 erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 519,9 Mio. Euro. Dabei entfielen 67 % auf die Division Life Science und 33 % auf die Division Material Science. Der Umsatz des Chemiespezialisten stieg um 37,5 % im Vergleich zum Kalenderjahr 2021. Diese Entwicklung ist unter anderem auf eine den Herausforderungen angepasste Preispolitik sowie positive Wechselkurseffekte zurückzuführen. Zugleich spiegelt sie eine Kombination aus anhaltend hoher Nachfrage, gezielten Kosteneinsparungen und einer Optimierung der Lieferkettenprozesse wider. Auch günstige Bilanzeffekte sowie ein höheres Beteiligungsergebnis am Joint Venture Emaphos hatten einen positiven Einfluss auf das Jahresergebnis, sodass davon auszugehen ist, dass sich ein derart erfolgreiches Geschäftsjahr nicht vergleichbar wiederholen lässt. Das Wachstum konnte trotz der noch schwierigen Lage Anfang des Jahres erreicht werden. Insbesondere der deutsche Standort von Budenheim sah sich zwischenzeitlich durch geringe Verfügbarkeit von Rohstoffen einem potenziellen Versorgungsrisiko ausgesetzt. Zeitweise gingen die Schätzungen für Erdgaspreise ins Unermessliche und die Versorgungslage war angespannt. Durch geeignete Pläne im Hinblick auf verschiedene Szenarien, wie unmittelbare Umschichtungen von Produktionslinien, wurden rechtzeitig Präventivmaßnahmen ergriffen. So konnte Budenheim die Lieferfähigkeit zu jeder Zeit sicherstellen. Budenheim weitete darüber hinaus seine Kapazitäten im vergangenen Jahr weiter aus. Der Schwerpunkt lag erneut auf Investitionen in den deutschen Standort, der 2022 mit einem neuen Produktionsgebäude aufwarten konnte. Seine Entwicklung in Deutschland hin zu einem Lifesciences-Standort treibt Budenheim mit dem kontinuierlichen und intensiven Neubau des "House of Nutrition" voran. Dessen Fertigstellung stand vor einigen Hürden aufgrund der angespannten Situation in der Baubranche - den starken Preisanstiegen sowie geringen Verfügbarkeiten von Materialien, aber auch von Personal. Dennoch ist die Inbetriebnahme erster Produktionslinien für Produkte zur Mineralstoffanreicherung bereits für Ende 2023 avisiert. Geschäftsverlauf Hotelmanagement und Hotels Im Geschäftsbereich Hotels konnten im Geschäftsjahr 2022 alle Berichtseinheiten ihre Umsätze gegenüber dem Kalenderjahr 2021 wesentlich steigern und auch die entsprechenden Jahresplanungen in erheblichem Maße übertreffen. Die im Eigentum der Unternehmensgruppe befindlichen Hotels Le Bristol Paris und Château Saint-Martin & Spa profitierten dabei insbesondere von einer starken Entwicklung der Durchschnittsraten bei zudem über Plan liegenden Auslastungszahlen. Besonders hervorzuheben ist hierbei das Ergebnis des Standortes Paris, in dem das erste Quartal 2022 pandemiebedingt noch sehr schwach ausgefallen war. Ab dem zweiten Quartal zeigten sich aber die Aufholeffekte, vor allem durch eine starke Nachfrage und eine geringere Preissensibilität. Von einer ähnlichen Entwicklung profitierten auch die anderen Hotels der Oetker Collection, was wiederum zu einer starken Zunahme der Umsätze aufseiten der Oetker Hotel Management Company führte. Die starken Einschränkungen während der Corona-Pandemie führten zu einem deutlichen Nachholbedarf nach Reisen und Hotelaufenthalten, die die Erwartungen sogar übertrafen. Geschäftsverlauf Weitere Interessen Die Columbus Properties, Inc. erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 8,9 Mio. Euro im Vergleich zu 6,5 Mio. Euro im Kalenderjahr 2021. Im gleichen Zeitraum wurden 3,4 Mio. Euro in die Immobilien der Columbus Properties, Inc. investiert. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 zwölf Mitarbeitende. Die Atlantic Forfaitierungs AG konnte im Geschäftsjahr 2022 einen Bruttoertrag in Höhe von 7,4 Mio. Euro (2021 Rumpfgeschäftsjahr mit den Monaten November und Dezember 1,2 Mio. Euro) erwirtschaften. Dieser besteht größtenteils aus Zinsüberschüssen und in geringerem Umfang aus Provisions- und Handelserträgen. Investitionen wurden in dem Zeitraum keine getätigt. Die Atlantic Forfaitierungs AG beschäftigte im Berichtsjahr sieben Mitarbeitende. Belvini hat im Jahr 2022 mit seinen 65 Mitarbeitenden einen Umsatz in Höhe von 15,0 Mio. Euro (-54 %) erwirtschaftet. Der Umsatzrückgang geht einher mit den negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Online-Anbieter in der Zeit nach Corona. In diesem sich zunehmend konsolidierenden Wettbewerbsumfeld führen Belvini und Henkell Freixenet ihre Online-Aktivitäten zum 01.05.2023 zusammen und schaffen eine deutlich optimierte Basis für die Weiterentwicklung ihrer Online-Vertriebsplattformen. Damit wird das Online-Know-how in der Gruppe fokussiert und eine solide Basis für die Weiterentwicklung des Online-Geschäfts geschaffen. VI. Vermögens- und Finanzlage Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe beendet das Geschäftsjahr mit einer Bilanzsumme in Höhe von 7.067 Mio. Euro. Die wesentlichen Bilanzpositionen des Geschäftsjahres 2022 sind im Folgenden aufgeführt.
Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 52,8 %. Im Geschäftsjahr 2022 wurden laufende Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 164 Mio. Euro getätigt. Auf den Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen entfallen 24 % des Gesamtinvestitionsvolumens, 29 % auf Spezialchemie, 29 % auf Nahrungsmittel, 15 % auf den Geschäftsbereich Hotels und 3 % auf Weitere Interessen und die Holding. Die Abschreibungen auf das immaterielle Anlagevermögen, das Sachanlagevermögen, die Firmenwerte und das Umlaufvermögen betrugen insgesamt 579 Mio. Euro. Darin enthalten sind Abschreibungen auf stille Reserven und auf den Firmenwert aus der Erstkonsolidierung im Vorjahr in Höhe von 499 Mio. Euro. Von den verbleibenden Abschreibungen entfallen 35 % auf den Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen, 38 % auf den Geschäftsbereich Nahrungsmittel, 14 % auf den Geschäftsbereich Spezialchemie, 11 % auf den Geschäftsbereich Hotels und 2 % auf die übrigen Geschäftsbereiche. Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine wesentlichen außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Der Buchwert der Vorräte beträgt 736 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 843 Mio. Euro. Davon entfallen 564 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 6 Mio. Euro auf Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 273 Mio. Euro. Insgesamt verfügt die Unternehmensgruppe am Bilanzstichtag über Finanzmittel in Höhe von 1.736 Mio. Euro. Diese setzen sich zusammen aus flüssigen Mitteln in Höhe von 240 Mio. Euro und Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 1.496 Mio. Euro. Das Eigenkapital beläuft sich auf 5.315 Mio. Euro. Davon entfallen 4.902 Mio. Euro auf Rücklagen und 17 Mio. Euro auf die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung. Die Eigenkapitalquote beträgt 75 %. Die Rückstellungen enthalten Pensionsrückstellungen in Höhe von 115 Mio. Euro. Der Buchwert aller Verbindlichkeiten beträgt 1.098 Mio. Euro. Die darin enthaltenen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 152 Mio. Euro sind im Geschäftsjahr 2022 um 6 Mio. Euro gesunken. VII. Geschäftsprozesse und Nachhaltigkeit Allgemein Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG übernimmt sukzessive zentrale Funktionen für die Spartengesellschaften der Gruppe. Die hierfür notwendigen Strukturen und Prozesse werden weiterentwickelt und etabliert. Ziel ist eine schlanke und effiziente Organisation, die für zentrale Funktionen innerhalb der Gruppe Skaleneffekte realisiert. Geschäftsprozesse und Nachhaltigkeit Sekt, Wein und Spirituosen Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg hat Henkell Freixenet weiterhin Absatz-, Synergie- und Effizienzpotenziale in allen Funktionsbereichen der Gruppe erschlossen. Die Herausforderungen in der Supply Chain wurden zudem erfolgreich gemeistert, sodass trotz anhaltender Logistik- und Versorgungsprobleme Engpässe im Geschäftsjahr 2022 weitgehend vermieden werden konnten. Der wichtigste Erfolgsfaktor für das Geschäft von Henkell Freixenet sind die Marken. Um das vielfältige Markenportfolio effizient und erfolgreich managen zu können, wurde mit den Fokusmarken - dem "House of Brands" - ein strategischer Rahmen und ein gewichtiges Instrument geschaffen, mit dem Maßnahmen priorisiert werden können, um eine maximale Wertschöpfung zu generieren. Ein besonderer Schwerpunkt lag 2022 zudem auf der Standortentwicklung von Mionetto in Valdobbiadene mit einem neuen Besucherzentrum zur Stärkung der Markenkommunikation und des Direct-to-Consumer-Geschäfts sowie einer neuen Kellerei, um die steigende Nachfrage bedienen zu können. Neben den Marken sind die Mitarbeitenden der größte Erfolgsfaktor. Die Fluktuation bei Henkell Freixenet ist gering. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten beträgt 3.564. Das Wichtigste ist dabei eine Anpassung an die geänderten Anforderungen der modernen Arbeitswelt und des Arbeitsmarktes. Gleichzeitig wurde mit der Entwicklung eines umfassenden Programms zum Employer Branding begonnen. Zur Gewinnung junger Talente initiierte Henkell Freixenet ein Studienprogramm mit der Frankfurt School of Finance, das mit der Hochschule Geisenheim University im technisch-önologischen Bereich fortgesetzt wird. Die bestehende Belegschaft wird mit einem wettbewerbsfähigen Gehaltspaket ausgestattet. Maßnahmen wie die Unterstützung bei der Kinderbetreuung sowie hybrides Arbeiten tragen dazu bei, ein langfristig attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Eine Priorität liegt zudem in der Digitalisierung der Kernprozesse und dem Datenmanagement, um repetitive Prozesse zu ersetzen und komplexe Prozesse schneller, einfacher und besser zu managen. Beispielsweise nutzt das Unternehmen "PIM" als "Single Source of Truth" für Produktinformationen oder "Blackbird" als Instrument zur Verbesserung der Anlagenleistungen. Nachhaltigkeit ist für Henkell Freixenet gelebte Realität. Das aktuelle Nachhaltigkeitsmanagement wird im Unternehmen mit Respekt als eine positive Herausforderung betrachtet. Es werden Vorbereitungen getroffen, die im Gesetz beschriebenen Vorgaben vor der kommenden europäischen Richtlinie umzusetzen. Gute Arbeitsbedingungen, gelebte Diversität, Toleranz und Gleichbehandlung sind als Grundwerte der sozialen Verantwortung etabliert. Darüber hinaus ist Henkell Freixenet ein wichtiger Teil der Initiative der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe zur Einhaltung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes. Um dem Klimawandel aktiv entgegenzuwirken, wurden ein eigenes Nachhaltigkeitsmanagement auf Gruppen- und Unternehmensebene sowie entsprechende Programme zur Reduzierung der Emission von Treibhausgasen, zum schonenden Umgang mit Ressourcen, zur Vermeidung von Plastikabfällen und zur Förderung der Kreislaufwirtschaft geschaffen. Basis hierfür sind messbare Fakten und Ergebnisse, die mithilfe einer eigens dafür angelegten Datenbank ermittelt und belastbar nachgehalten werden. Mit Investitionsmaßnahmen werden die Aktivitäten des Unternehmens unterstützt und beschleunigt, um zukünftigen Anforderungen nachzukommen und auch vorzugreifen. Henkell Freixenet investiert jedes Jahr in die Bereiche Excellence, Digitalisierung, Kapazitätserweiterung und Nachhaltigkeit und schafft hier solide Fortschritte. Geschäftsprozesse und Nachhaltigkeit Nahrungsmittel Im ersten Quartal gab es einen umfassenden Relaunch der Corporate Website der Martin Braun- Gruppe. Erstmals werden alle Marken und das gesamte Produktportfolio auf Produktkategorieebene auf einer Website dargestellt. Ein Stellenportal zeigt alle offenen Stellen in der Gruppe. Die in der Corona-Pandemie entstandene digitale Infrastruktur für Webinare wurde zudem weiter ausgebaut. Diese ergänzen weiterhin das Serviceangebot der Martin Braun-Gruppe. Nach dreijähriger Pause nahm die Martin Braun-Gruppe weltweit wieder an zahlreichen Branchenmessen als Aussteller teil. Zur Stärkung der Markenstrategie der sechs globalen Marken haben verschiedene Gruppengesellschaften an der Markenrestrukturierung gearbeitet. So werden zum Beispiel bei der Agrano AG in der Schweiz alle süßen Backzutaten wieder unter der Marke Braun vertrieben, die zuvor unter der Marke Agrano angeboten wurden. Im Bereich Brot- und Brötchen-Zutaten hat die Martin Braun-Gruppe im Herbst das innovative Agrano-Konzept Breadley gelauncht: Durch das Eintourieren von farbigen Schichten ergibt sich eine interessante Optik der Backwaren. In der Frozen Bakery Division wurde mit der Käseschnecke der Marke Wolf ButterBack das länderübergreifende Cross-Selling-Potenzial besonders gut ausgeschöpft. Die Produkteinführung des französischen Croissant Royal 80 g ist insbesondere im Bäckermarkt Deutschland sehr erfolgreich gewesen. Diversi Foods hat sein Sortiment um die traditionellen Steinofenbrote "Legend" erweitert und bietet seinen Kundinnen und Kunden 15 rustikale Brote, Baguettes und Brötchen an. Um das Wachstum weiter zu beschleunigen, wurden Kategorieempfehlungen an Einzelhändler gegeben und maßgeschneiderte Steinofenprodukte für Großkunden im Einzelhandel und im Foodservice in den Beneluxländern und in ganz Europa entwickelt. Das Holzfäller-Brot, das von einem der führenden Markeneinzelhändler in Belgien gelistet wurde, war der größte Erfolg unter allen Einführungen. Zur strategischen Neuausrichtung in Asien wurde zum Ende 2022 der Vertriebsstandort Singapur geschlossen. Die Marken werden zukünftig von der Martin Braun-Gruppe Hong Kong Ltd vertreten und in Singapur wird mit einem kraftvollen Vertriebspartner zusammengearbeitet. Auch Nachhaltigkeit war im vergangenen Jahr ein Fokusthema. Mit der Agrano-Vormischung Ackerbohnenbrot wurde ein Produkt eingeführt, das positive Klima- und Ökologie-Effekte mit Aspekten einer körperbewussten Ernährung kombiniert. Vegane Ernährung und der Verzicht auf Palmöl haben das Geschäftsjahr 2022 geprägt. Unter der Marke Braun wurde eine vegane "My Green Bakery"-Produktrange entwickelt, die ein spezielles Sortiment an süßen Backzutaten zur Herstellung unterschiedlichster veganer Gebäcke umfasst. Zusätzlich wurden bereits im Sortiment befindliche vegane Produkte in den Fokus gestellt. Zahlreiche bestehende Rezepturen wurden geprüft und auf "ohne Palm" (ohne Palmfett) umgestellt. Im Dezember 2022 produzierte Wolf ButterBack erstmals alle Blätterteige mit pflanzlicher Margarine anstatt mit Butter. Darauf aufbauend können zukünftig vegane Produkte entwickelt werden. Die eingesetzte pflanzliche Margarine enthält außerdem weder Palmöl noch gehärtete Fette. Die Teige für Croissants sowie süße und herzhafte Plundergebäcke sind davon unberührt und werden weiterhin mit Butter hergestellt. Die Marke Braun hat sich 2022 der Initiative Rainforest Alliance angeschlossen und kaufte ausgewählte Rohstoffe in Rainforest-Alliance-Procure-Qualität ein. Der Anteil der Rainforest-Alliance-zertifizierten Rohstoffe soll in Zukunft weiter steigen. Die Agrano KG hat die Kartonagen der Frischhefen auf Graspapier umgestellt und damit begonnen, stufenweise die Verpackungen der Flüssigprodukte von Kanister auf Bag in Box umzustellen. An mehreren Produktionsstandorten hat die Martin Braun-Gruppe Nachhaltigkeitsprojekte insbesondere im Bereich der Energieeinsparung durch-geführt. Zum Beispiel wurden an Standorten in Spanien und Belgien Fotovoltaikanlagen installiert. Geschäftsprozesse und Nachhaltigkeit Spezialchemie Um den aktuellen und zukünftigen Entwicklungen noch besser begegnen zu können und widerstandsfähiger zu werden, hat Budenheim im ersten Quartal des Geschäftsjahres seine interne Organisationsstruktur an die Märkte angepasst. Die bereits etablierte, aber dynamische Clusterstruktur hat über die zwei neuen Divisionen "Material Science" und "Life Science" eine neue Dachstruktur erhalten. Beide werden von marktgesteuerten Innovationen mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit angetrieben. Die Division "Life Science" legt dabei noch einen zusätzlichen Schwerpunkt auf Gesundheit, Reinheit und den besonderen Nährwert der von ihr angebotenen Ingredients und Nutrients. Im Vergleich dazu setzt die Division "Material Science" mit ihren Spezialadditiven verstärkt auf die Aspekte Sicherheit, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit und übertrifft die ursprünglichen Funktionalitätsgrenzen ihrer Produkte. Das Cluster Nutrition hat sich im Geschäftsjahr 2022 auf einen neuen Wachstumsmarkt konzentriert: Stabilisatoren, die in veganen, pflanzlichen Getränken verwendet werden. Die Nachfrage nach Produkten aus den Clustern Nutrition und Pharmaceutical and Medical Products ist anhaltend hoch. Neue Produktionsanlagen, insbesondere am deutschen Standort, werden zu einer verbesserten Angebotslage führen. Um seine kunden- und marktgetriebenen Projekte in Asien besser vorantreiben zu können, hat das Cluster Savory Solutions 2022 ein erstes "Innovation & Application Development Center" in Singapur eröffnet. Das Cluster Baking sah sich mit seinem bisherigen Produktportfolio besonders stark den Preisschwankungen bei Rohstoffen ausgesetzt und hat deshalb im Geschäftsjahr 2022 einige Portfolioanpassungen vorgenommen. Auch Kapazitätserweiterungen mit dem Ziel der Flexibilitätserhöhung haben im Hinblick auf Produktionslinien, die das Cluster Baking betreffen, stattgefunden. Das Cluster Polymers baute seine Kompetenzen als "grüner Masterbatcher" weiter aus, was bedeutet, dass das Unternehmen mehr Lösungen auf Basis von Bio-Polymeren verwendet. Die innovative Produktlinie der "Black Masterbatches" ermöglicht dem Unternehmen hochwertige Masterbatches, um ihre Polymerbasis zu verbreitern und darüber einen höheren Anteil an recycelten Polymeren als Ausgangsmaterial zu verarbeiten. Um auch hier Kapazitätsengpässen aufgrund hoher Nachfrage entgegenzuwirken, sind international Projekte zur Ausweitung der Kapazitäten technischer Additive gestartet. Im Juni letzten Jahres haben sich die beiden ehemaligen Cluster Paints und Construction Industry zusammengeschlossen, um mit vereinten Kräften auf die veränderten Marktbedürfnisse einzugehen, die sich aus der zunehmenden Urbanisierung in Verbindung mit einem neuen Verständnis der nachhaltigen Nutzung von Baumaterialien ergeben. Das so entstandene Cluster Building & Construction richtet seine Innovationsfelder in diese Richtung neu aus und erweitert sein Portfolio um Lösungen im Hinblick auf nachhaltiges Bauen und Konstruieren. Eine Produktionslinie, deren Produkte die Grundlage für das Clustergeschäft bilden, ist 2022 bereits aufgebaut worden und geht 2023 in Produktion. Der Bereich Metal Treatment hat seine Lösungen rund um die Schmierung nahtloser Rohre um die zur Verhinderung von Zunder und die Verarbeitung von Aluminium ergänzt. Das Cluster Ceramics Solutions hat 2022 damit begonnen, über eine interne Innovationsplattform, genannt "EnCeram", Lösungen für neue Technologien in technischer Keramik aufzubauen. Budenheim kann damit bereits 2023 erste Marktbedürfnisse an hochtechnischen und hochreinen Ausgangsmaterialien für den Keramikspritzguss abdecken. Erstmals in der Geschichte von Budenheim hat sich das Unternehmen zudem ein klares Ziel für Klimaneutralität gesetzt. Der Chemiespezialist will bis 2050 klimaneutral sein. Als Zwischenschritt plant das Unternehmen bis 2030 mindestens 30 % seiner direkten und indirekten Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2020 reduzieren. Um seine übergreifenden Pläne in Bezug auf Nachhaltigkeit besser vorantreiben zu können, hat das Unternehmen seine internen Strukturen angepasst. Bestehende Teams wurden zusammengeführt, Verantwortlichkeiten ergänzt und eine neue Unternehmensfunktion mit der Bezeichnung "Sustainable Innovation" geschaffen. In diesem Zuge hat Budenheim auch eine neue zentrale Verantwortlichkeit mit Fokus auf Organisationsentwicklung und einem regulatorischen Ordnungsrahmen etabliert. Geschäftsprozesse und Nachhaltigkeit Hotel-Management und Weitere Interessen Die Geschäftsprozesse bei der Oetker Hotel Management Company, Atlantic Forfaitierungs AG, Belvini und Columbus Properties, Inc. sind aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl funktional und werden bei Bedarf schnell und flexibel auf sich ändernde Gegebenheiten angepasst. Mit einem Sortiment von über 16.000 Weinen von mehr als 2.000 deutschen und internationalen Winzern hat Belvini eines der größten Weinportfolios in Deutschland. Aufgrund der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung wurde im Berichtsjahr eine strategische Neuausrichtung beschlossen, wonach der Fokus auf ausgewählte Weine gerichtet und das Portfolio reduziert wurde. Zum 01.05.2023 führen Belvini und Henkell Freixenet zudem ihre Online-Aktivitäten zusammen, mit dem Ziel, ihre Online-Vertriebsplattformen zu fokussieren und gemeinsam weiterzuentwickeln. Im Hinblick auf das Nachhaltigkeitsmanagement hat sich die Oetker Hotel Management Company GmbH im Jahr 2022 mit der Besetzung der Position eines Senior Head of Sustainability neu aufgestellt. Dieser berichtet direkt an den CEO. Die Maßnahme steht im Zeichen der global steigenden Anforderungen an verantwortungsbewusstes Management, die insbesondere auch die Reisebranche betreffen. Der Senior Head of Sustainability wird weiterführende Maßnahmen in den einzelnen Hotels mitentwickeln sowie die globale Nachhaltigkeitsstrategie überarbeiten, um zusätzliche gruppenweite Initiativen ins Leben zu rufen. Das Unternehmen fokussiert sich weiterhin auf die Reduktion von CO 2 -Ausstoß an den einzelnen Standorten und wird auch in den kommenden Jahren Nachhaltigkeitsberichte als Mitglied von UN Global Compact veröffentlichen, die die Ziele und Fortschritte der Oetker Collection darlegen. VIII. Prognosebericht Allgemein Der IWF hat seine Prognose für die Jahre 2023 und 2024 im April 2023 leicht nach unten korrigiert und erwartet ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,8 und 3,0 %. Angesichts der Turbulenzen im Finanzsektor, der hohen Inflation, der anhaltenden Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und von drei Jahren Corona-Pandemie seien die Aussichten mit hoher Unsicherheit verbunden. Der fortdauernde Krieg in der Ukraine wirkt sich dabei vor allem auf die wirtschaftliche Erholung in den Industriestaaten aus, während die Aussichten für Indien und China positiver ausfallen. Für die USA prognostiziert der IWF für die Jahre 2023 und 2024 ein Wachstum von 1,6 bzw. 1,1 %, für die Eurozone wird ein Anstieg um 0,8 und 1,4 % erwartet. Für Deutschland erwartet der IWF dagegen ein Minus von 0,1 % für 2023 und erst im Jahr 2024 wieder ein Wachstum von 1,1 %. Als wesentliche Gründe für die nur langsame Erholung der Wirtschaft sieht der IWF die starken Zinserhöhungen zur Bekämpfung der hohen Inflation seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. Die Inflation wird nach Einschätzung des IWF im Jahr 2023 weltweit bei 7,0 % liegen und erst 2024 auf 4,9 % sinken. Für die Industriestaaten erwartet der IWF Inflationsraten von 4,7 und 2,6 %. 11 Auch das ifo Institut prognostiziert in seinem Frühjahrsgutachten eine Stagnation der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 (Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,1 %) und einen Anstieg um 1,7 % im Jahr 2024. Die Inflationsrate wird nach Einschätzung des ifo Instituts 2023 mit durchschnittlich 6,2 % nur wenig niedriger liegen als im Vorjahr (6,9 %). Erst für 2024 wird ein Rückgang auf 2,2 % erwartet. Das ifo Institut weist allerdings auf vielfältige Risiken für die Prognose hin. Kurzfristig könnte sich das verarbeitende Gewerbe kräftiger erholen, wenn sich die angebotsseitigen Engpässe schneller auflösen als erwartet. Zudem besteht in den energieintensiven Bereichen, deren Produktion Ende 2022 um 17 % niedriger lag als noch ein Jahr zuvor, enormes Aufholpotenzial. Andererseits könnte die hohe Inflation die Binnenkonjunktur stärker dämpfen als in der vorliegenden Prognose unterstellt. Unklar ist vor allem, wie die privaten Haushalte auf die hohen Preisanstiege und die damit einhergehenden Liquiditätsengpässe reagieren. So ist durchaus vorstellbar, dass sie ihre Sparneigung erhöhen und einen zunehmenden Anteil ihres Einkommens, möglicherweise aus einem Vorsichtsmotiv heraus, beiseitelegen. Dies würde den privaten Konsum stärker beeinträchtigen. Auch könnte sich die heimische Preisdynamik langsamer abschwächen als erwartet, etwa weil Tariflohnanstiege oder Gewinnausweitungen höher ausfallen. 12 Etwas optimistischer äußert sich der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Frühjahrsgutachten. Die Wirtschaftsweisen sehen eine Aufhellung der Aussichten und haben die Prognose für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland auf +0,2 % erhöht. Allerdings sehen auch die Wirtschaftsweisen in der erwarteten Inflation von 6,6 % eine Belastung für die Konjunktur in Deutschland. Erst 2024 erwarten sie einen deutlichen Rückgang der Inflation auf 3,0 % und ein Wirtschaftswachstum von 1,3 %. 13 Das Geschäftsumfeld im Jahr 2023 ist weiterhin geprägt von politischen Unsicherheiten, sich verschärfenden klimatischen Bedingungen, dynamischen Preisentwicklungen und einem Kaufkraftverlust bei Konsumentinnen und Konsumenten. Dennoch erwartet die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe gemäß der im Dezember 2022 erstellten Planung ein leichtes Umsatzwachstum.
11 Internationaler Währungsfonds, World
Economic Outlook, April 2023, online unter:
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/04/11/world-economic-outlook-april-2023.
Prognose Sekt, Wein und Spirituosen Die größte Herausforderung ist angesichts der Lieferengpässe und der Störungen der Lieferketten das Beherrschen des gesamten Prozesses vom Einkauf von Trauben-, Wein-, Hüll- und Packgut bis hin zur Auslieferung an die weltweiten Kunden. Dies geht einher mit dynamischen Preisentwicklungen insbesondere für Energie, Glas und Papier. Die Ursachen sind vielfältig: von weiter anhaltenden wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine über die politische Krise mit China bis hin zu den sich weiter verschärfenden klimatischen Bedingungen. In Summe sorgen sie für eine anhaltende Verunsicherung von Kunden, Lieferanten sowie Konsumentinnen und Konsumenten, sodass die Rahmenbedingungen für das laufende Jahr 2023 sehr anspruchsvoll bleiben werden. Als Familienunternehmen sieht sich Henkell Freixenet gleichwohl gut aufgestellt. Trotz der bekannten Unsicherheiten ist für 2023 ein leichtes Umsatzwachstum geplant, um die anhaltenden Preis-steigerungen vor allem bei den Rohstoffen, aber auch in der Logistik auszugleichen. Prognose Nahrungsmittel Die Martin Braun-Gruppe erwartet im Jahr 2023 ein weiterhin schwieriges Marktumfeld, das durch eine fortdauernd hohe Inflationsrate und die damit verbundenen Kaufkraftverluste zu einem anhaltenden Preisdruck in den beiden Divisionen Frozen Bakery und Bakery Ingredients führen wird. Ein Andauern des Ukraine-Krieges kann den strukturellen Wandel der Backbranche noch weiter verschärfen. Für die Frozen Bakery Division stellt der Fachkräftemangel mit den negativen Auswirkungen auf die Kernzielgruppe der Handwerksbäcker eine schwierige Herausforderung dar, während der zunehmende Kauf von Backwaren im Lebensmitteleinzelhandel auch als Chance wahrgenommen wird. Die abnehmende Zahl der Handwerkskunden und ein vermehrt zentral organisierter Einkauf als Folge immer größerer Kunden erweist sich für die Bakery Ingredients Division zunehmend als Herausforderung. Dennoch gibt die Martin Braun-Gruppe für alle Regionen eine positive Umsatzprognose für 2023 ab und erwartet insgesamt einen leichten Anstieg bei den Umsatzerlösen. Insbesondere die Auslandsregionen werden ihren Umsatz weiter steigern. Zahlreiche operative Maßnahmen, wie die europaweit immer stärkere Fokussierung der Projekte im Lebensmitteleinzelhandel, die Ausschöpfung des Cross- Selling-Potenzials und der Ausbau neuer Zielgruppen ermöglichen dieses organische Wachstum. Dabei ist ein kontinuierlicher Innovationsprozess als Wachstumsmotor entscheidend. Die Investitionen im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung werden sich erst mit Verzögerung rentieren, bilden aber zugleich die Basis für ein stabiles und nachhaltiges Wachstum in den Folgejahren bei zunehmender Konsolidierung auf dem europäischen Backwarenmarkt. Prognose Spezialchemie Trotz eines zunehmenden Optimismus in der Branche sieht der Verband der Chemischen Industrie e. V. keine nachhaltige Veränderung in Absatz und Umsatz für das Geschäftsjahr 2023. Die noch aus dem Geschäftsjahr 2022 übergeleitete schwache Nachfrage in den globalen Absatzmärkten führt in der Prognose zu einem weiteren moderaten Rückgang der Produktionsmengen. Das parallel dazu nachgebende Preisniveau lässt den Branchenumsatz deutlich sinken. Die wirtschaftlichen Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 bleiben bei unverändert bestehenden Risiken im Hinblick auf eine Erholung der Weltwirtschaft sehr unsicher. 14 Die berichteten Absatzschwächen in den Kundenindustrien und der Rückgang der Absatzmengen spiegeln sich auch im Jahresausblick von Budenheim wider. Gut gefüllte Lager bei Distributionspartnern und Direktkunden verändern das Bestellverhalten von "langfristig vorausschauend" zu "kurzfristig opportunistisch". Es wird erwartet, dass sinkende Rohstoffpreise auf Erzeugerpreise drücken, die Absatzmengen werden - wie die Produktionsmengen - deutlich hinter dem Jahr 2022 zurückbleiben. Das im Kalenderjahr 2022 erreichte durchschnittliche Preisniveau wird im Laufe des Kalenderjahres 2023 sinken. Mit einer Erholung der Absatzmengen rechnet Budenheim branchenkonform im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2023. Erhöhte Wettbewerbsaktivität insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum wird zu einer kurz- bis mittelfristigen Verschiebung der Umsatzanteile zugunsten des nordamerikanischen und europäischen Raums führen. Ob und wieweit sich diese Verschiebung auf die Logistikketten auswirken wird, ist derzeit nur schwer vorhersehbar. Im europäischen Umfeld bleibt die Verfügbarkeit des Hauptenergieträgers Erdgas ein Risikofaktor. Trotz der im Kalenderjahr 2022 durchgeführten Korrekturen in der nationalen Versorgung in Deutschland bleibt die Zuteilung im Falle einer generellen Gasknappheit in den Wintermonaten 2023 für den größten Produktionsstandort von Budenheim ein im Laufe der zweiten Jahreshälfte zu beachtender Faktor. Die Diversifikation in verschiedene Geschäftsbereiche und in unterschiedliche regionale Märkte stabilisiert, trotz Verschiebungen in den Portfolios, das Geschäftsergebnis von Budenheim. Prognose Hotelmanagement und Hotels Auf der Grundlage der vorausschauenden Szenarien der World Tourism Organization (UNWTO) für 2023 könnten die Reisebewegungen, gemessen anhand der Ankünfte international Reisender, in diesem Jahr 80 % bis 95 % des Niveaus vor der Pandemie erreichen. 15 Das Ausmaß der Erholung wird dabei besonders von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den führenden Industrienationen, der Erholung des Reiseverkehrs in der Region Asien/Pazifik und der weiteren Entwicklung des Krieges in der Ukraine abhängen. Die Region Europa könnte 2023 das Niveau vor der Pandemie bereits wieder übertreffen. Insbesondere im Luxussegment scheint der Nachholbedarf an Reisen, der in den Pandemiejahren entstanden ist, noch nicht befriedigt. Die Buchungslage zeigt eine anhaltend positive Dynamik in den Bereichen der Auslastung und des Preisniveaus. Folglich blicken auch die Hotels der Oetker Collection optimistisch nach vorne. Nach dem unerwartet starken Wachstum im Jahr 2022 rechnen die im Eigentum der Gruppe befindlichen Hotels Le Bristol Paris und Château Saint-Martin & Spa für das Jahr 2023 allerdings nur mit leichten Umsatzsteigerungen. Gleiches gilt für die Aktivitäten der Oetker Hotel Management Company. Prognose Weitere Interessen Die Columbus Properties, Inc. geht davon aus, dass es im US-Vermietermarkt auch 2023 nur wenig Bewegung geben wird und sich das für die Vermieter seit der Pandemie schwierige Marktumfeld nur langsam ändert. Die Mietnachfrage und die Wirtschaft in Washington, D. C., erholen sich insgesamt nur zögerlich. Die Biden-Administration hat die Mitarbeitenden der Regierung zwar aufgefordert, wieder in die Büros zurückzukehren, ohne dies jedoch bis 2025 verbindlich vorzuschreiben. Vor diesem Hintergrund erwartet die Columbus Properties, Inc. für 2023 ein nach wie vor schwieriges Marktumfeld, geht jedoch aufgrund des Vertragsabschlusses mit einem neuen Ankermieter für ein Objekt in New York von einer wesentlichen Verbesserung des Ergebnisses im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 aus. Für das laufende Jahr verfolgt die Atlantic Forfaitierungs AG unter dem Eindruck der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten eine eher zurückhaltende Anlage- und Risikopolitik. Die deutlich gestiegenen Zinsen haben für die Atlantic auf der einen Seite höhere Zinserträge, auf der anderen Seite aber auch höhere Aufwendungen zur Folge. In der Summe sollte der Bruttoertrag im laufenden Jahr in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Für die Folgejahre wird - eine Stabilisierung des wirtschaftlichen Umfeldes und damit eine neuerliche Ausweitung des Anlagevolumens vorausgesetzt - mit einer entsprechenden deutlichen Steigerung der Erträge gerechnet. Belvini ist mit einer fortschreitenden Konsolidierung des Wein-E-Commerce-Marktes konfrontiert. Zukünftig wird das Geschäft daher unter dem Henkell Freixenet-Dach zusammengeführt, um vor dem Hintergrund des rückläufigen Marktes eine Optimierung des dann gemeinsamen Geschäfts zu erzielen. Das Jahr 2023 wird somit ein Jahr des Übergangs und der Konsolidierung sein. IX. Chancen- und Risikobericht Allgemein Die Aktivitäten der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe bieten eine Vielzahl von Chancen. Grund dafür ist die hohe Diversifikation der Gruppe durch die einzelnen Unternehmen, die in verschiedenen Branchen und Märkten agieren. Ziel der Holding ist es, für ein vorteilhaftes Chancen-Risiken-Verhältnis zu sorgen. Für die Gruppe relevante Trends werden kontinuierlich beobachtet. Innovative Produkte, die ein Bedürfnis der Konsumentinnen und Konsumenten abdecken, sind der Schlüssel für Wachstum und Steigerung des Marktanteils. Regelmäßige Markt- und Wettbewerbs-Benchmarks helfen dabei, die kritischen Erfolgsfaktoren für die jeweiligen Märkte zu definieren und zu monitoren. Ein langfristiger Trend, den die Geschwister Oetker Beteiligungen KG beobachtet, ist das zunehmende Interesse an nachhaltig produzierten Gütern sowie ein gestiegenes Qualitätsbewusstsein. Der Geschwister Oetker Beteiligungen KG obliegt das Managen von Risiken auf Holdingebene, wie die Entwicklung von Rohstoff- und Energiepreisen oder Währungsrisiken. Im Rahmen ihrer sowohl nach Branchen als auch nach Regionen diversifizierten Struktur ist die Unternehmensgruppe aber auch differenzierten Risiken ausgesetzt. Hierbei handelt es sich vor allem um konjunkturelle Risiken, um Rohstoffpreisrisiken sowie in geringerem Umfang um Währungsrisiken. Der Umgang mit diesen Geschäftsrisiken ist wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Führung der Gruppe. Ein diversifiziertes Produktportfolio hilft dabei, die Risiken innerhalb der jeweiligen Branchen und Industrien zu managen. Es sind keine Risiken erkennbar, die zu einer Beeinträchtigung der Existenz der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe führen könnten. Die solide Eigenkapitalausstattung bei geringer Fremd-verschuldung, verbunden mit einer Stärkung der strategischen Position, sind die wirksamsten Maßnahmen, um aus heutiger Sicht mögliche Risikotreiber zu beherrschen. Geopolitische Risiken Geopolitische Spannungen und Unsicherheiten sowie der anhaltende Krieg in der Ukraine haben das Jahr 2022 geprägt. Die daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen stellen weiterhin das größte Risiko für die Ergebnisentwicklung der Gruppe dar. Der Krieg in der Ukraine überschattet weiterhin andere Territorialkonflikte, eine Entspannung der geopolitischen Situation insgesamt ist jedoch nicht zu beobachten. Die sich abzeichnende Auseinandersetzung zwischen den Wirtschaftsräumen China und USA wird langfristig die politische Agenda bestimmen. Kurz- und mittelfristig wird die Fakturierung von Nahrungsmitteln in stark importabhängigen Schwellenländern die politischen Spannungen erheblich erhöhen. Beschaffungsmarktchancen und -risiken Die klimatischen Bedingungen haben im letzten Jahr zu Knappheit und daraus resultierend steigenden Rohstoffpreisen geführt. In der Folge sind Versorgungsprobleme nicht auszuschließen, die situativ gemeistert werden müssen. Nicht nur durch das Klima, sondern auch durch weitere Einflüsse wie die Corona-Krise und den Ukraine-Krieg haben sich die Beschaffungsmärkte zunehmend verschärft. Sollte sich die Energiesituation negativ verändern oder die weltpolitische Lage verhärten, vor allem im Ukraine-Krieg und im sich anbahnenden Handelskrieg mit China, so wären weitere Preissteigerungen und Versorgungsengpässe die Folge. Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie profitieren nach wie vor vom globalen Wachstum - sowohl durch Exporte als auch durch Produktion vor Ort. Zugleich stellen viele Unternehmen ihre Globalisierungsstrategie auf den Prüfstand. Abhängigkeiten von Vorprodukten aus Ländern mit hohem Risikopotenzial werden reduziert und Lieferketten global diversifiziert. 16 Umfeld- und branchenbezogene Chancen und Risiken Extreme Preissteigerungen einzelner Rohstoffgruppen sowie begrenzte Verfügbarkeiten von Rohstoffen haben den Einkauf im Jahr 2022 schwer belastet. Auch 2023 bleiben die Märkte angespannt. Ein Verharren der Inflationsrate auf hohem Niveau und die damit verbundenen Kaufkraftverluste führen zu einem weiteren Preisdruck. Für alle Unternehmensbereiche, die sich mit Konsumgütern beschäftigen, ist das Konsumklima von entscheidender Bedeutung. Auf Verbraucherseite ist weltweit ein Trend zu bewussterem, qualitativ höherwertigem Konsum zu beobachten. Das bietet Chancen für den Bereich Sekt, Wein und Spirituosen mit seinen "Icon Brands", der qualitativen Aufwertung des nationalen und internationalen Angebots sowie der aktiven Vermarktung alkoholreduzierter und -freier Produkte. Der Bereich Nahrungsmittel profitiert zudem vom steigenden Bedarf an Convenience-Produkten und dem Interesse an veganer, zucker- oder salzreduzierter Ernährung. Bereits vor der Corona-Pandemie gab es einen starken Trend im Luxusbereich: Der Kauf von Luxusgütern wird zunehmend abgelöst durch das Streben nach besonderen Erfahrungen und Erlebnissen. Die Corona-Pandemie scheint das verstärkt zu haben. In dieser Hinsicht kann die Branche der Luxushotellerie langfristig auf eine hohe Dynamik der Nachfrage hoffen. 17 Die wirtschaftliche Lage in der globalen Chemie wies bereits zum Jahresende 2022 einen deutlichen Abschwung auf. Der Auftragsmangel nahm zu und das Risiko, dass sich dieser Trend auch 2023 fortsetzt, ist allzu immanent. Hohe Kosten bei gleichzeitig abnehmender Nachfrage lassen die Industrieproduktion in der Chemie spürbar zurückgehen. Deutlich gesunkene Energie- und Rohstoffpreise der vergangenen Monate haben die Situation zwar etwas stabilisiert, doch die Lage, insbesondere am deutschen Chemie- und Pharmastandort, bleibt schwierig. 18
16 Verband der Chemischen Industrie e. V.,
Quartalsbericht 4.2022, März 2023, online unter:
https://www.vci.de/ergaenzende-downloads/qb-4-2022.pdf.
Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Angesichts der soliden Ertragsstruktur und Finanzlage der Unternehmensgruppe sowie einer geringen Fremdkapitalquote bei gleichzeitig langfristigen Verbindungen zu verschiedenen Kreditinstituten wird das Liquiditäts- und Zinsrisiko als gering erachtet. Freie liquide Mittel sind in einem breit diversifizierten Dachfonds konservativ angelegt. Rechtliche und regulatorische Risiken Als weltweit tätiges Unternehmen hat die Unternehmensgruppe eine Vielzahl rechtlicher und regulatorischer Vorgaben zu beachten. Zu ihrer Umsetzung dienen interne Standards, Leitlinien und Verhaltensanweisungen, die regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Eine gruppenweite Compliance-Organisation ist etabliert. Diese achtet auf alle relevanten rechtlichen und regulatorischen Anforderungen sowie die Einhaltung des geltenden Verhaltenskodex. Daneben wurden branchenübliche Versicherungen zur Abdeckung bestimmter rechtlicher Risiken abgeschlossen. Chancen und Risiken im Bereich IT/Digitalisierung Die Digitalisierung innerhalb der Unternehmensgruppe hat nicht zuletzt durch die Corona-Krise einen starken Aufschwung erfahren. In allen Unternehmen wurden moderne Arbeitsplätze eingeführt, die nach neuesten Standards integriert und gesichert sind. Das ermöglicht es den Mitarbeitenden, über Standorte und Zeitzonen hinweg besser untereinander sowie mit Kundinnen und Kunden zu kommunizieren. Das Risiko einer Cyberattacke nimmt stetig zu. Diese und andere Informations- und datenschutztechnische Risiken werden durch eine sorgfältige Auswahl der Sicherheitsarchitektur und Investitionen in diese minimiert. Eine Datenschutzorganisation ist implementiert. Personalchancen und -risiken Der wirtschaftliche Erfolg der Unternehmensgruppe der Geschwister Oetker Beteiligungen KG wird wesentlich durch die Leistungsbereitschaft und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden bestimmt. Der anhaltende Fachkräftemangel stellt die Unternehmen jedoch vor große Herausforderungen. Insbesondere der Bereich Hotellerie und Gastronomie leidet unter dem Fehlen von Arbeitskräften, eine kurzfristige Trendwende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Um qualifiziertes Personal einstellen und langfristig halten zu können, setzt die Unternehmensgruppe auf optimierte Recruiting-Ansätze, Employer Branding, Maßnahmen zur Mitarbeitenden-Förderung sowie auf leistungsabhängige Anreizsysteme. In den letzten Jahren haben psychische Erkrankungen in Deutschland zugenommen. 19 Ein Rückgang dieses Trends ist unter anderem aufgrund des anhaltend schwierigen Umfeldes nicht abzusehen. Ein Schwerpunkt der Personalarbeit liegt daher auf dem Gesundheitsmanagement und der Mitarbeiten- den-Beratung in verschiedenen Lebensphasen.
18 Verband der Chemischen Industrie e. V.,
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Umwelt- und Sicherheitsaspekte Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe hat sich dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und hohen Umwelt- und Sozialstandards verschrieben. Mit Aktivitäten an zahlreichen Standorten weltweit werden Maßstäbe im Bereich Umwelt, Sicherheit, Gesundheit und Soziales gesetzt. Höchste Maßstäbe in den Bereichen Umwelt und Sicherheit, aber auch Zertifizierungen, Auditierungen, Beratungen und Schulungen der Mitarbeitenden sind die besten Maßnahmen, um möglichen Risiken, die sich aus regulatorischen Aktivitäten ergeben können, zu begegnen. Das Gleiche gilt für die hohen produktionstechnischen Anforderungen, die die effektivste Absicherung vor möglichen Umwelt- und Sicherheitsrisiken darstellen. Außergewöhnliche Wetterphänomene, die bedingt durch die globale Erwärmung immer häufiger auftreten, wie Hitzeperioden, Wassermangel oder Starkregenereignisse, können sich negativ auf Ernteerträge und damit auf die Beschaffung der Rohwaren sowie auf die Standorte der Gruppenunternehmen und das Konsumentenverhalten auswirken. Die Energiekrise hat Chancen für eine beschleunigte nachhaltige Transformation aufgetan. Zunehmende Investitionen im Bereich regenerativer Energien und energieeffizienter Produktionsverfahren führen zu mehr Energieunabhängigkeit. Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage In der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe bestehen in den Geschäftsbereichen eine Reihe von Chancen und Risiken. Die diversifizierten Aktivitäten in verschiedenen Märkten wirken sich hierbei risikomindernd aus. Nur eine dramatische Ausweitung des russischen Krieges in der Ukraine würde unabsehbare Risiken mit sich bringen. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden könnten.
Geschwister Oetker Beteiligungen KG Dr. Alfred Oetker Geschäftsführung GmbH Persönlich haftende Gesellschafterin Carl Ferdinand Oetker, Persönlich haftender Gesellschafter Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Geschwister Oetker Beteiligungen KGAKTIVA
PASSIVA
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Anwendung der handelsrechtlichen Vorschriften Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG mit Sitz in Bielefeld, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter HRA 16997, ist als Personenhandelsgesellschaft nach den Vorschriften des zweiten Abschnitts des Publizitätsgesetzes (PublG) verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen und offenzulegen. Dieser Konzernabschluss und Konzernlagebericht, erstellt nach § 13 PublG i. V. m. §§ 294 bis 315 Handelsgesetzbuch (HGB), haben für die in der Anteilsbesitzliste gemäß § 313 HGB gekennzeichneten Unternehmen befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 4 HGB, § 264 b HGB beziehungsweise § 5 Abs. 6 PublG. Dieser Anhang entspricht den Regelungen des § 13 PublG i. V. m. §§ 294 bis 314 HGB. Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe ist aus der Teilung der Oetker-Gruppe im November 2021 hervorgegangen. Im Zuge dessen wurde die Erstkonsolidierung aller Vermögensgegenstände der Gruppe zum 1. November 2021 vorgenommen. Die Aufwendungen und Erträge des Vorjahres berücksichtigen die Aufwendungen und Erträge der zum 1. November einbezogenen Tochterunternehmen für den Zeitraum vom 1. November bis zum 31. Dezember 2021. Insofern sind die Zahlen des Berichtsjahres mit denen des Vorjahres nur bedingt vergleichbar. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, auf die die Geschwister Oetker Beteiligungen KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Der Konsolidierungskreis umfasste zum Bilanzstichtag insgesamt 137 (i. Vj. 138) Unternehmen, davon wie im Vorjahr 42 deutsche und 95 (i. Vj. 96) ausländische Unternehmen. Wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung wurden drei (i. Vj. sieben) Unternehmen nicht vollkonsolidiert. Daneben werden vier (i. Vj. fünf) Unternehmen at equity bewertet. Im Konsolidierungskreis sind die folgenden nennenswerten Veränderungen eingetreten: Die Bolney Wine Estate Limited, Bolney/Großbritannien, und die Titus Development S.r.l., Montebelluna/Italien, werden im Geschäftsjahr 2022 erstmals in den Konzernabschluss der Geschwister Oetker Beteiligungen KG einbezogen. Die Anteile an der Realizaciones y Diseno Gràfico S.A., Barcelona/Spanien, wurden im Geschäftsjahr 2022 verkauft und die Sunnycliff Investments Ltd., Melbourne/Australien, wurde liquidiert. Die Anteilsbesitzliste ist als Bestandteil des Konzernanhangs als Anlage beigefügt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden In den für Konsolidierungszwecke erstellten Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird nach einheitlichen Kriterien nach den Bestimmungen des Publizitätsgesetzes (PublG) und des Handelsgesetzbuchs (HGB) auf Grundlage der Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinie der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe bilanziert und bewertet (Handelsbilanz II). Die Abschlüsse der at equity einbezogenen Unternehmen sind nicht an die konzerneinheitlichen Richtlinien angepasst. Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Anlagewerte sind nach Maßgabe des § 253 HGB bewertet. Von dem in § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB geregelten Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird innerhalb der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe kein Gebrauch gemacht. Geschäfts- oder Firmenwerte werden aufgrund des durchschnittlichen Innovationszyklus über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die Bewertungsobergrenze bei den Herstellungskosten bilden die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB. Investitionszuschüsse werden anschaffungskostenmindernd berücksichtigt. Planmäßig abgeschrieben wird nach der linearen Methode, im Inland unter weitgehender Verwendung der von der deutschen Finanzverwaltung anerkannten Nutzungsdauern. Im Inland werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 Euro im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Im Ausland wird bei vergleichbaren Sachverhalten ähnlich vorgegangen. Teilweise wird für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut 150 Euro, aber nicht 1.000 Euro übersteigen, ein jahrgangsbezogener Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre gleichmäßig gewinnmindernd abgeschrieben wird. Finanzanlagen werden höchstens zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht niedrigere Wertansätze geboten sind. Dauernde Wertminderungen im Anlagevermögen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Der Bewertung des Umlaufvermögens liegen die Vorschriften des § 253 HGB und des § 256 HGB zugrunde. Die Herstellungskosten der Vorräte enthalten angemessene Fertigungsgemeinkosten unter Beachtung der Herstellungskostengrenze der Finanzverwaltung; Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Erkennbaren Risiken der Vorratshaltung wird durch verlustfreie Bewertung Rechnung getragen. Ausreichende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen decken die Risiken im Forderungsbestand. Fremdwährungsvorgänge werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet, aus Vereinfachungsgründen teilweise auch mit Monatsdurchschnittskursen. Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden nach den Regeln des Teilwertverfahrens unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Hierbei wird die Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angewendet und mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssatz für 15-jährige Restlaufzeiten mit dem Stand vom 30. November 2022 und prognostiziert auf den 31. Dezember 2022 gerechnet (1,77 %; i. Vj. 1,87 %); daneben werden eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 3,5 % (i. Vj. 2,7 %) und eine erwartete Rentensteigerung von 2,4 % (i. Vj. 1,4 %) zugrunde gelegt. Die Pensionsverpflichtungen der ausländischen Unternehmen werden nach den jeweiligen nationalen Vorschriften bewertet und sind von untergeordneter Bedeutung. Die Differenz gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 4,4 Mio. Euro (i. Vj. 6,2 Mio. Euro). Ergebniseffekte aus der Änderung des Zinssatzes werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Bei den Jubiläumsrückstellungen wird dieselbe Lohn- und Gehaltssteigerung wie bei den Pensionsrückstellungen unterstellt. Der Zinssatz wird analog wie dort ermittelt, allerdings auf der Basis des Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren; er beträgt 1,44 % (i. Vj. 1,34 %). Bei den sonstigen Rückstellungen werden erwartete Preissteigerungen von 3,5 % (i. Vj. 1,4 %) berücksichtigt. Vermögensgegenstände im Sinne von §246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden in Höhe von 40 Tsd. Euro mit entsprechenden Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Aufgrund eines Aktivüberhangs bei den latenten Steuern aus Einzelabschlüssen werden die latenten Steuern ausschließlich nach Maßgabe des § 306 HGB gebildet. Aktive und passive latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen werden miteinander verrechnet, wobei ein Passivüberhang in Höhe von 286 Mio. Euro (i. Vj. 379 Mio. Euro) verbleibt. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird von den nach derzeitiger Rechtslage geltenden Steuersätzen zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung ausgegangen. Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen werden im Jahr der Gesetzesänderung ergebniswirksam berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2022 beträgt dieser Steuersatz für inländische Personengesellschaften 15 % und für inländische Kapitalgesellschaften 30 %. Für ausländische Gesellschaften wird im Falle wesentlicher Steuerlatenzen der jeweilige landesspezifische Steuersatz zugrunde gelegt. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung von Fremdwährungsposten in den Bilanzen der einbezogenen Unternehmen richtet sich nach §256a HGB. Die Bilanzen der ausländischen Tochterunternehmen, sofern nicht bereits in Euro aufgestellt, werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode des §308a HGB umgerechnet. Für zwei Tochterunternehmen mit Sitz in der Türkei wurden im Geschäftsjahr 2022 erstmals die Regelungen zur Währungsumrechnung in Hochinflationsländern angewendet. Die Inflationsbereinigung erfolgt durch Indexierung der auf dem Anschaffungskosten-/Nominalwertprinzip beruhenden und in der Landeswährung aufgestellten Jahresabschlüsse. Die Bewegungen im Konzernanlagenspiegel sind zum Durchschnittskurs umgerechnet. Konsolidierungsmethoden Die Jahresabschlüsse aller Tochterunternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Bei der Kapitalkonsolidierung werden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt die Anschaffungskosten nach den Grundsätzen der Neubewertungsmethode gegen das anteilige Eigenkapital verrechnet. Die Erstkonsolidierung wird zu dem Zeitpunkt durchgeführt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wurde. Dabei wird der Zeitwert der erworbenen Vermögensgegenstände, übernommenen Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten möglichst aus Marktpreisen im Rahmen vergleichbarer Transaktionen abgeleitet. Die verbleibenden aktivischen Unterschiedsbeträge sind als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und werden in den Folgejahren gemäß § 309 Abs. 1 HGB ergebniswirksam abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt linear, die Nutzungsdauer beträgt fünf Jahre. Analoges gilt für die at equity einbezogenen Unternehmen. Eine Gesellschaft, die im Konzernabschluss at equity bewertet wird, stellt ihren Jahresabschluss zum 30. September auf. Vorgänge von besonderer Bedeutung sind bis zum Konzernabschlussstichtag nicht eingetreten. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die beiden Gesellschaften Bolney Wine Estate Limited, Bolney, und Titus Development S.r.l., Montebelluna, erstmals in den Konzernabschluss der Geschwister Oetker Beteiligungen KG einbezogen. Im Rahmen dieser Erstkonsolidierungen ist ein Geschäfts- oder Firmenwert von 1 Mio. Euro entstanden, der über die Restnutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wird. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen und gemäß § 309 Abs. 2 HGB behandelt. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen sind aufgerechnet, aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen stammende Zwischenergebnisse sind eliminiert, ebenso Aufwendungen und Erträge zwischen einbezogenen Unternehmen. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen sind für Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, latente Steuern berücksichtigt. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit at equity einbezogenen Unternehmen werden nicht eliminiert. Sonstige Angaben Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 3 Mio. Euro (i. Vj. 3 Mio. Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 26 Mio. Euro (i. Vj. 29 Mio. Euro) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten betragen 1.098 Mio. Euro (i. Vj. 1.104 Mio. Euro). Nach Restlaufzeiten sind die einzelnen Posten wie folgt zu gliedern:
Es wurden keine angabepflichtigen Sicherheiten für diese Verbindlichkeiten eingeräumt. Die passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2022 betreffen weit überwiegend Abweichungen aufgrund der Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden im Rahmen der Erstkonsolidierung im Vorjahr. Diese Abweichungen betreffen folgende Vermögensgegenstände:
Die passiven latenten Steuern sind im Geschäftsjahr 2022 um 93 Mio. Euro auf 286 Mio. Euro zurückgegangen. Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB:
Risiken aus der Inanspruchnahme bei den Haftungsverhältnissen werden aufgrund der Bonität der jeweiligen Schuldner nicht erwartet. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß §314 Abs. 1 Nr. 2a HGB betragen insgesamt 275 Mio. Euro, davon für das nächste Jahr 19 Mio. Euro. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten insbesondere eine mögliche Inanspruchnahme aus einer Put-/ Call-Option für Unternehmensanteile sowie Miet- und Leasingverpflichtungen. Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen als international operierende Unternehmen Zins-, Preis- und Währungsrisiken. Um diese Risiken zu begrenzen, haben vor allem die Geschwister Oetker Beteiligungen KG und eine US-amerikanische Tochtergesellschaft derivative Finanzinstrumente (Termingeschäfte, Swaps und Optionen) abgeschlossen. Am Bilanzstichtag bestanden Devisenterminkäufe/ -verkäufe mit einem Transaktionsvolumen von 87 Mio. Euro. Diese Devisenterminkäufe/ -verkäufe weisen zum Bilanzstichtag positive Marktwerte von 0,7 Mio. Euro und negative Marktwerte von 0,8 Mio. Euro auf. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zu Marktwerten. Der durchschnittliche Personalbestand der zum Konsolidierungskreis der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe zählenden Unternehmen beläuft sich umgerechnet in Vollzeitäquivalente auf 7.902 (Personalbestand zum 31. Dezember 2021 7.423) Beschäftigte. Aufgeteilt auf die Geschäftsbereiche ergibt dies: Sekt, Wein und Spirituosen 3.417 (i. Vj. 3.260) Beschäftigte, Nahrungsmittel 2.411 (i. Vj. 2.121) Beschäftigte, Spezialchemie 1.319 (am 31. Dezember 2021 1.259) Beschäftigte, Hotels 654 (am 31. Dezember 2021 656) Beschäftigte und Weitere Interessen 101 (am 31. Dezember 2021 127) Beschäftigte. Die Differenz zwischen den entsprechenden Buchwerten und dem anteiligen Eigenkapital aller einbezogenen assoziierten Unternehmen beträgt 48,3 Mio. Euro (i. Vj. 67,3 Mio. Euro). Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich auf 66,1 Mio. Euro (i. Vj. 67,3 Mio. Euro). Im Rahmen des Erwerbs weiterer Anteile an einem assoziierten Unternehmen ist im Geschäftsjahr 2022 ein Geschäfts- oder Firmenwert von 8,2 Mio. Euro entstanden, der über die erwartete Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wird. Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers gemäß §314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beläuft sich auf 856 Tsd. Euro (i. Vj. 525 Tsd. Euro). Davon entfallen 652 Tsd. Euro auf Abschlussprüfungsleistungen, 23 Tsd. Euro auf andere Bestätigungsleistungen, 140 Tsd. Euro auf Steuerberatungsleistungen und 41 Tsd. Euro auf sonstige Leistungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß §314 Abs. 1 Nr. 13 HGB wurden nur in unwesentlichem Umfang abgeschlossen. Gewinn- und Verlustrechnung Eine Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG nicht veröffentlicht. In analoger Anwendung des PublG für den Lagebericht werden dort ebenfalls keine Aussagen zur Ertragslage und zu finanziellen Leistungsindikatoren, mit Ausnahme der Umsatzerlöse, getroffen. Folgende erforderliche Angaben nach § 5 Abs. 5 Satz 3 PublG werden in einer Anlage publiziert:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten und Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe haben.
Bielefeld, 26. Mai 2023 Geschwister Oetker Beteiligungen KG Dr. Alfred Oetker Geschäftsführung GmbH Persönlich haftende Gesellschafterin Carl Ferdinand Oetker, Persönlich haftender Gesellschafter
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DEN VOLLSTÄNDIGEN KONZERNABSCHLUSSBei dem vorstehenden Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht handelt es sich um die nach § 9 PublG für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die Geschwister Oetker Beteiligungen KG, Bielefeld Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Geschwister Oetker Beteiligungen KG, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Geschwister Oetker Beteiligungen KG, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PubIG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 26. Mai 2023 Deloitte
GmbH
Heiko Engelhardt, Wirtschaftsprüfer Jörg Wegner, Wirtschaftsprüfer Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2022Geschwister Oetker Beteiligungen KG
Die Werte in den Spalten Anpassung Anfangsbestand betreffen überwiegend die Umstellung auf die Vorschriften zur Währungsumrechnung im Falle von Hochinflation für zwei türkische Tochtergesellschaften. |
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