YIBA UG (haftungsbeschränkt)
Same addressFreight transport by road
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Diego Falsini since 4/8/2022 | Managing Director |
Tobias Pfeifer since 4/8/2022 | Procura |
Marion Knipp since 12/29/2020 | Procura |
Thomas Wünsch since 7/23/2014 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Ariston Holding N.V. | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
ELCO GmbHMörfelden-WalldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Marktentwicklung Die Sanitär-Heizung-Klima-Branche in Deutschland hat, einer Prognose zufolge, 2023 einen Umsatz von rund 63,0 Mrd. € erzielt, der somit 8,3 Mrd. € über dem Vorjahr lag. Dies entspricht unter anderem 1.308.500 (Vj. 980.000) installierten Wärmeerzeugern und rund 1,0 Mio. (Vj. 1,0 Mio.) eingebauten Bädern im deutschen Markt. Gemäß Kurzanalyse des Instituts für technische Gebäudeausrüstung Dresden zur Einsparung von Treibhausgas-Emission durch Austausch von Wärmeerzeugern, gingen 2023 ca. 92 % (Vj. 89%) der in den Markt gebrachten Wärmeerzeuger in die Bestandssanierung. Dadurch werden zukünftig ca. 3,0 Mio. Tonnen CO 2 pro Jahr eingespart. Die 2023 gültigen Förderprogramme der Bundesregierung für die Modernisierung alter Heizungsanlagen zeigten somit über das Jahr hinweg betrachtet Wirkung, wenn auch mit einem unterschiedlichen Verlauf, bezogen auf die beiden Halbjahre, was vor allem auf die entstandenen Unsicherheiten aufgrund der Debatte um die Novelle des Gebäude-energiegesetzes (GEG) und die künftige Förderkulisse zurückzuführen ist. Damit hat die Branche einen positiven Beitrag zur Wirtschaftskraft in Deutschland geleistet. Das Bruttoinlandsprodukts 2023 belief sich auf -0,3 % (Vj. +1,8 %). Der Absatz an Wärmeerzeugern im deutschen Heizungsmarkt stieg 2023 um 34 % (Vj. 5 %) auf 1.308.500 Wärmeerzeuger. Die Heizungsindustrie blickt somit auf ein Rekordjahr zurück, aber es gilt zu berücksichtigen, dass der Absatz 2023 Sondereffekte und Vorzieheffekte enthält und nicht die komplette Anzahl der Wärmeerzeuger auch beim Endkunden eingebaut wurden. Bezogen auf die Energieträger setzte sich im ersten Halbjahr der Trend hin zu erneuerbarer Energie, getrieben durch die Verunsicherung der Verbraucher bezüglich der Gasversorgung und Gaspreisen seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine in 2022, fort. Die Diskussionen um die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der zukünftigen Förderung haben diesen Trend im zweiten Halbjahr ausgebremst und der Schwerpunkt lag bei der Modernisierung von fossilen Anlagen, vornehmlich auf Öl basierend. Somit lag für das Gesamtjahr der prozentuale Anteil der regenerativen Wärmeerzeuger 2,2 % unter dem Vorjahr. Vor dem Hintergrund der obigen Erläuterungen ging die Gasbrennwerttechnik um 1 % gegenüber Vorjahr (Vj. 8 %) zurück. Wärmeerzeuger auf Öl-Basis verzeichneten in 2023 erneut einen Zuwachs von 3 % (Vj. 25 %). Biomasse, vor allem aufgrund fehlender Förderprogramme, hatte einen Absatzrückgang von 5 % (Vj. +17,0 %). Die Wärmepumpen erzielten ein Plus von 3 % (Vj. 53 %). Innerhalb der Wärmepumpen stieg der Anteil der Hybrid-Lösungen um 12 % (Vj. 102 %). Die Zuwächse der Heizungsindustrie basierten 2023 weniger auf dem Neubaugeschäft, welches stark rückläufig war, sondern auf dem Anstieg im Austauschgeschäft. Die durchschnittliche Heizung im privaten Bereich in Deutschland weist ein Alter von ca. 14 Jahren auf und somit drei Jahre jünger als 2019. Dennoch ist über ein Drittel des Bestandes älter als 20 Jahre. Mit den seit 2020 bereitgestellten Förderungen wurden auch Modernisierungen von Heizungen in den Fokus gerückt. Dieser Anreiz wurde gut angenommen. Die freiwillige Bereitschaft beim Austausch auch den Energieträger zu wechseln, vor allem in Richtung erneuerbare Energien, ist seitdem gestiegen. Bei Neubau und Bestand waren bei der Anschaffung im Jahr 2023 Wärmeerzeuger auf Erdgasbasis mit 60 % Marktanteil (Vj. 61 %) die am häufigsten gewählte Heizungslösung. Der Anteil von Produkten mit Erdöl als Energieträger ist um 3 % gegenüber Vorjahr auf 9 % gestiegen. Bezüglich der Technologie besteht die Tendenz im fossilen Bereich unverändert fort, dass kondensierende Heizsysteme die Systeme mit konventioneller Heiztechnik ablösen, vor allem getrieben durch die EnEV (Energieeinsparverordnung)- und ErP-Richtlinien (Energy related Products). Hinzu kommt die Digitalisierung der Heizungstechnik. Die Wärmepumpen festigten ihren zweiten Rang, nach Gas, bezüglich der Wärmeerzeugungstechnologie und haben mit 356.000 in den Markt gebrachten Wärmeerzeugen einen Anteil am Gesamtmarkt von 27 % erreicht. Das ist ein Anstieg um 3 % gegenüber Vorjahr (Vj. 8 %). Bei Wärmepumpen für Heizlösungen ging der Absatz im Bereich der erdgekoppelten Wärmepumpen um 1 % gegenüber Vorjahr zurück. Im Bereich der Luft/Wasser-Wärmepumpen erzielten die Split-Geräte gegenüber Vorjahr ein Plus von 15 % und die Monoblockgeräte legten um 78 % zu. Biomasse musste 2023 einen Rückgang am Jahres-Absatz um 5 % auf 4 % hinnehmen (Vj. 9 %). Der Absatz im Bereich der Solarprodukte lag 2023 47 % unter dem Vorjahr (Vj. +11 %). Der Grund für den drastischen Rückgang lag vor allem in den 2023 geänderten Förderprogrammen, die den Einbau von Solarlösungen gegenüber den möglichen Alternativen nicht attraktiv machten. Der Absatz von Speichern lag mit 18 % über 2022 (Vj. +6 %). Grundsätzlich steht der Absatz von Speichern weitgehend im Zusammenhang mit der Entwicklung bei den Heizsystemen. Die Verfügbarkeit von Speichern, insbesondere bei regenerativen Heizlösungen, hat sich im Laufe von 2023 normalisiert. Im Bereich Brenner (als Einzel-Produkt) über alle Leistungsklassen gab es gegenüber Vorjahr einen weiteren leichten Rückgang von 2 % (Vj. -7 %). Grundsätzlich wird die Entscheidung des Betreibers, ob eine Heizungsanlage teilmodernisiert (zum Beispiel durch den Austausch des Brenners) oder durch eine Neuanlage ersetzt wird, zum einem von der Entwicklung des Öl- und Gaspreises und zum anderen (vornehmlich im kleinen und mittleren Leistungssegment) von den angebotenen Förderprogrammen für einen Heizungstausch beeinflusst. In Deutschland besteht in der industriellen Wärmeversorgung ein großes Potential an energetischem Modernisierungsbedarf, nur ein Bruchteil der Anlagen entspricht dem Stand der Technik. Das Marktvolumen an Brennern im mittleren und großen Leistungsbereich weist aber im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von ca. 9 % (Vj. +19 %) aus. Dies lag vornehmlich daran, dass es aus genannten Gründen bis in das Jahr 2023 hinein Verzögerung bei der Lieferung von Komponenten, hauptsächlich bei Metall- und Elektronikkomponenten, gab. In Folge gab es Verzögerungen im Brenner-Projektgeschäft und die Nachfrage nach industriellen Feuerungsanlagen konnte auch 2023 nicht vollständig bzw. nicht termingerecht bedient werden. Zudem führten Unsicherheiten bei den Auftraggebern bezüglich der Frage des richtigen, zukünftigen Energieträgers samt technischer Lösung zur industriellen Wärmegewinnung in Verbindung mit den weiter gestiegenen Preisen auch in 2023 dazu, dass statt neuer Anlagen vorzugsweise Bestandsanlagen auf die zusätzliche Option der Verbrennung mit Heizöl umgerüstet wurden, um kurzfristig auf mögliche Engpässe in der Gasversorgung reagieren zu können. Dies zeigt sich unter anderem anhand des stabil hohen Marktvolumens an Zweistoff-Brenner mit einem leichten weiteren Wachstum von 1 % gegenüber Vorjahr nach dem starken Anstieg in 2022 um 381 %. Daneben ging im Großbrennerbereich über 2 MW Leistung der Absatz bei reinen Gasbrennern um 22 % (Vj. -23 %) zurück, während der Absatz an Ölbrennern um 336 % (Vj. -3 %) gestiegen ist. Unternehmen und Geschäftsverlauf Die Gesellschaft ist der beschriebenen Marktentwicklung unterschiedlich gefolgt. Das Volumen im Bereich der wandhängenden Geräte auf Basis Gas und Brennwert-Standgeräten auf Basis Gas und Öl in den kleinen Leistungsbereichen lag spürbar über dem Vorjahr. Vor allem bei den Standgeräten auf Öl-Basis, gab es einen starken Zuwachs, welcher auch im Kontext mit der schwierigen Verfügbarkeit 2022 stand. Der Absatz bei den wandhängenden Gas-Brennwert-Geräten im mittleren Leistungsbereich lag über Vorjahr, aber unter der Marktentwicklung. Bei den Standgeräten des mittleren Leistungsbereiches lag der Absatz deutlich über dem Vorjahr und dem Gesamtmarkt. Im Segment Heizungswärmepumpen verzeichnete die Gesellschaft erneut einen hohen Zuwachs gegenüber Vorjahr, lag aber unter Markttrend 2023. Bei den Brauchwasserwärmepumpen lag der Absatz 30 % über dem Vorjahr, der Zuwachs im Markt betrug 81 %. Bei den Solo-Brennern im kleinen Leistungsbereich lag der Absatz der Gesellschaft bei 4 % über dem Vorjahr, während der Gesamtmarkt für Kleinbrenner einen Rückgang von 1 % gegenüber 2022 verzeichnete. Im Geschäftsbereich Industrie lag das reine Absatzvolumen über alle Leistungsklassen 2 % unter Vorjahr. Im Segment der Kleinbrenner gab es eine leichte Verbesserung gegenüber Vorjahr. Der Absatz im Bereich der mittleren und großen Brenner lag unter 2022, welcher von starken Zuwächsen bei Öl- und Zweistoffbrennern geprägt war, aber auch deutlich unter dem Markt. Der Umsatz für den Industriebereich lag 4 % unter Vorjahr. Bezogen auf die Marktentwicklung konnte die Gesellschaft 2023 in geringem Umfang Marktanteile dazugewinnen. Insgesamt war die Ergebnisentwicklung und der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der obigen Ausführungen sehr zufriedenstellend. Finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens werden die folgenden Größen verwendet:
Aus rechentechnischen Gründen können in der Tabelle Rundungsdifferenzen in Höhe +/- einer Einheit (€) auftreten Daneben gelten die eingeführten Investitions- und Kostenausgabenkontrollen als grundsätzliches Steuerungsinstrument. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Bereich der Arbeitnehmerbelange ist die breite Palette interner und externer Weiterbildungsmöglichkeiten zu erwähnen sowie die Entwicklungs- und Einsatzmöglichkeiten bei Konzerngesellschaften im In- und Ausland. Wir setzen uns aktiv für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter ein, um Unfälle und Berufskrankheiten zu verhindern. Im Bereich der Umweltbelange ist anzuführen, dass die Produktpalette hinsichtlich Energieeinsparung und Wiederverwertbarkeit der verwendeten Materialien permanent weiterentwickelt wird. Die Produkte leisten einen Beitrag zur Nutzung regenerativer Energien und der Schonung von Ressourcen. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden regelmäßig überwacht, berichtet und weiterentwickelt, jedoch nicht zur Unternehmenssteuerung eingesetzt. Die Effizienz im Bereich Service-Performance sowie fixe Kosten der Vertriebs- und Serviceorganisation stehen unverändert im Fokus. Vorgabe für die Fixkosten ist generell eine Reduzierung bezogen auf den prozentualen Anteil zum Umsatz. Im Fokus waren Personal, Marketing und Fremddienstleistungen, hier wurden die geplanten Ziele eingehalten, beziehungsweise wurden unterjährig im Zusammenhang mit der gestiegenen Nachfrage und Umsatzrealisierung, soweit notwendig, angepasst. Im Bereich Service lagen die meisten Leistungskennzahlen über Vorjahres-Niveau. Das Einsatzvolumen lag leicht unter Vorjahr und Budget, vornehmlich begründet durch mehr Unproduktivzeiten und teilweise längeren Einsatzzeiten. In der Serviceorganisation gab es planmäßige Ausgaben für Kosten und Investitionen im Bereich der Technikerausstattung und Weiterentwicklung bzw. teilweiser Ablösung der eingesetzten IT-Anwendungen. Die weitere Optimierung der Effizienz im Bereich der Einsatzsteuerung und Auftragsabwicklung im Geschäftsbereich Service wird durch einen dazu abgestimmten mehrjährigen Projektplan und zielgerichtete Maßnahmen abgesichert. Im Bereich Logistik und Transport wurde auch 2023 zusammen mit dem Dienstleister für das Hauptlager an der kontinuierlichen Verbesserung der bestehenden Prozesse und Schnittstellen gearbeitet. 2023 gab es in diesem Bereich keine nennenswerten Engpässe, weder in der Lagerhaltung noch im Transportbereich trotz eines spürbar höheren Volumens welches abgewickelt wurde. Die Lagerflächen wurden an das gestiegene Volumen flexibel angepasst. Im Bereich der Transportdienstleistungen, wie auch der Mautabgaben gab es weitere hohe Preissteigerungen. Die Garantiekosten sind, vornehmlich basierend auf den gestiegenen Volumen und dem geänderten Produktmix, gestiegen. Die Garantie-Rückstellung wurde entsprechend angepasst. Daneben gab es 2023 im Vergleich zum Vorjahr steigende bzw. zusätzliche Ausgaben vor allem in den Bereichen Personalbeschaffung und -schulung, Mitarbeiterausstattung, Beratung, Forderungsabsicherung und -bewertung sowie für Reiseaktivitäten und Veranstaltungen. Die weitere Ausgestaltung der Geschäftsfelder gemäß der ELCO-Strategie und andere mittel- und langfristige Projekte der Vertriebs- und in der Serviceorganisation wurden weitgehend planmäßig fortgeführt beziehungsweise begonnen sowie teilweise auch vorgezogen. Der Beschaffungsbereich stand weiter unter dem Einfluss der Volatilität und der Entwicklung der Rohstoff- und Energiemärkte sowie z. T. der Entwicklung am Finanzmarkt. Bei den Materialkosten war das Unternehmen auch 2023 mit weiteren Preissteigerungen konfrontiert. Es wurde angestrebt dies mit entsprechenden Anpassungen Verkaufspreise auszugleichen. Eine Verbesserung der Materialverfügbarkeit in Verbindung mit der gestiegenen Nachfrage wurde durch eine vorbeugende Lagerhaltung von kritischen Komponenten und Produkten angestrebt. Dies hat 2023 zu einem weiteren Anstieg der Vorräte geführt. Die Verfügbarkeiten auf den verschiedenen Lagerebenen werden mittels der eingeführten Nachschub-/ Rückholprozesse abgesichert. Mittels Abschlusses neuer Einkaufskontrakte oder Nachverhandlungen von Einkaufskonditionen wurde versucht, Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite abzumildern, ohne die Materialverfügbarkeit zu gefährden. Ebenso wurden die Materialkosten für einen Teil der Produkte durch Materialanalysen oder mittels Einkaufsverbund mit anderen Konzernunternehmen teilweise optimiert. Teile des Rechnungswesens werden durch das Buchhaltungszentrum der Ariston Thermo Group in Rumänien erbracht. Die mittelfristig angelegte Gestaltung der Vertriebs- und Serviceorganisation wurde auch 2023 fortgeführt. Das Ergebnis wird auch künftig vor allem aufgrund des vorhandenen starken Wettbewerbs auf dem deutschen Markt, mit neuen zusätzlichen internationalen Wettbewerbern, die im Rahmen der Energiewende auf den Markt drängen, den Marktprognosen und des erwarteten Konsumentenverhaltens wie in den Vorjahren unverändert unter Druck sein. Mittels Fortsetzung des Kundenmanagements auf Grundlage der ELCO-Strategie, gezieltem Einsatz der Rabattpolitik, Einführung von Neu-/Nachfolgeprodukten in den strategischen Marktfeldern, begegnen wir diesem Wettbewerbsdruck. Wirtschaftsbericht Ertragslage Die Planwerte für das Geschäftsjahr 2023 im Drittgeschäft wurden bezogen auf den Umsatz übertroffen. Der Geschäftsbereich Domestic/Commercial lag im Vertrieb basierend auf hohen Nachfrage, über dem Plan. Im Service wurde das Umsatzziel knapp verfehlt, vornehmlich wegen weniger erbrachten Leistungen in Verbindung mit weniger Kapazität als geplant. Im Vertrieb wurden auch die gesetzten Ziele bezüglich Neukundengewinnung erreicht, ursächlich aufgrund der allgemein starken Nachfrage im Markt verbunden mit einer guten Verfügbarkeit des Produktportfolios, aber auch aufgrund von Nachbesetzungen beziehungsweise Anpassung von Kapazitäten in der Vertriebsorganisation. Der Geschäftsbereich Industrie hat das geplante Umsatzziel 2023 nicht erreicht, vor allem durch der Groß- und Mittelbrennerbereich blieb unter den Erwartungen. Die Gesellschaft erzielte in 2023 einen Umsatz von Mio. EUR 144,0 und lag somit Mio. EUR 17,8 über dem Vorjahr. Davon wurden im Geschäftsbereich Domestic/Commercial Mio. EUR 110,0, im Geschäftsbereich Industrie Mio. EUR 13,6 und im Geschäftsbereich Produkte und Dienstleistungen an IC Mio. EUR 20,4 Umsatz erzielt. Es wurde ein EBIT von Mio. EUR 9,0 erreicht (Vj. Mio. EUR 7,9). Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 2023 fiel mit Mio. EUR 10,0 positiv aus und liegt über dem Vorjahr (Vj. Mio. EUR 7,8). Bei einem gestiegenen Umsatz von Mio. EUR 17,8 (davon Mio. EUR +24,8 Domestic/Commercial mit Vertrieb und Service, Mio. EUR -0,5 Industrie und Mio. EUR -6,5 IC Produkte und Dienstleistungen) sind vor allem Kostensteigerungen durch Inflation, bei der Materialbeschaffung, in der Logistik und gestiegene Aufwendungen im Garantiebereich anzuführen, welche das Ergebnis neben Verbesserungen der eingesetzten IT-Lösungen im Geschäftsbereich Service, Anpassungen der Organisationsstruktur sowie Anpassungen der Verkaufspreise, Produktmix und Optimierungen bei sonstigen Dienstleistungen maßgeblich beeinflusst haben. Die Entwicklung der Einkaufspreise für Material und der Produktmix-Effekt zeigen sich teilweise anhand der Materialaufwandsquote. Diese veränderte sich von 46,4 % in 2022 auf 48,8 % in 2023 (bezogen auf den Gesamtumsatz). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2023 betrug 564 (darin enthalten 2 Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und 9 Auszubildende) und liegt somit auf Vorjahresniveau. Die Gesellschaft hat am 20. Dezember 2017 mit Wirkung zum 1. Januar 2017 mit der ELCO International GmbH, Hechingen, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Der Vertrag wurde mit Wirkung zum 01. Januar 2024 gekündigt. Finanz- und Vermögenslage Die Zahlungsfähigkeit war und ist durch eine entsprechende Konzernfinanzierung (Cash Pool) zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Unsere liquiden Mittel spiegeln sich auf Grund des 2005 eingeführten Cash Pools jetzt in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wider. Das Cashpool-Guthaben zum Jahresende betrug Mio. EUR 27,5 (Vj. Mio. EUR 24,8). Die Liquiditätslage ist daher sehr zufriedenstellend. Das temporäre Bankguthaben betrug Mio. EUR 0,4 (Vj. Mio. EUR 0,2). Der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren belief sich unter Berücksichtigung der notwendigen Materialverfügbarkeit (Lieferfähigkeit) für die relevanten Märkte auf Mio. EUR 24,8 (Vj. Mio. EUR 21,5). Der prozentuale Anteil der gesamten Vorräte am Aktivvermögen beträgt 33,3 % (Vj. 25,9 %). Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Stand zum Jahresanfang um Mio. EUR 9,3 auf Mio. EUR 71,7 verringert, dies insbesondere durch einen Rückgang der Forderungen gegenüber IC. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten (vornehmlich aus Lieferungen und Leistungen) erhöhten sich gegenüber dem Stand zum Jahresanfang um Mio. EUR 4,8 auf Mio. EUR 49,9. Der Anstieg resultiert vornehmlich aus Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung. Investitionen (Gesamtvolumen Mio. EUR 1,3) wurden vor allem die Errichtung eines Trainingscenters, Erweiterung des Prüflabors, die Ausstattung der Servicetechniker, IT-Lösungen, den Ausstattungsbedarf für Training und Ausstellung sowie für die Neugestaltung von regionalen Standorten getätigt. Die Eigenkapitalquote von 5,9 % liegt 16,2 %-Punkte unter dem Vorjahr, vor allem bedingt durch eine Teilrückzahlung der Kapitalrücklage an die Gesellschafterin, höhere Verbindlichkeiten gegenüber Dritten aus Lieferungen und Leistungen, höheren IC-Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung sowie einem gestiegenen passiven Rechnungsabgrenzungsposten des Kundenbindungsprogrammes, bezogen auf eine Bilanzsumme von Mio. EUR 74,4, welche Mio. EUR 8,7 unter dem Vorjahr liegt. Der Cash-Flow im abgelaufenen Wirtschaftsjahr betrug Mio. EUR 3,0 und wurde vereinbarungsgemäß in den Cash Pool verrechnet. Das Nettoumlaufvermögen belief sich auf Mio. EUR 13,6 (Vj. Mio. EUR 28,2). Forschung und Entwicklung Entsprechend den Anforderungen der überwiegend europäischen Märkte wurden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durch die ELCO GmbH gestaltet und in verschiedenen Projekten realisiert. Ende 2009 wurde die Aufgabenstellung dieses Bereiches im Hinblick auf die Marktanforderungen neu definiert und mit der Aufgabenstellung des Solution Centers harmonisiert und in einer Organisationseinheit zusammengeführt. Im Jahr 2023 waren in diesem Bereich durchschnittlich 6,6 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtausgaben für diesen Bereich betrugen im Geschäftsjahr TEUR 813. Im Bereich der Industriebrenner sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Werk Pirna, ELCO Burners GmbH, angesiedelt. Risikomanagementziele und -methoden Das Risikomanagement der Gesellschaft ist auf eine Risikominimierung ausgerichtet. Hierzu werden Mittelfrist- und Jahresplanungen aufgestellt, die mit den monatlich/quartalsweise erstellten Abschlüssen abgeglichen werden. Zudem ist das Risikomanagement integral mit dem Planungs-, Reporting- und Überprüfungsprozess des Konzerns verknüpft. Daraus abgeleitet werden die notwendigen Maßnahmen mit entsprechender Priorität umgesetzt. Produkt-, Umwelt- und sonstige Risiken werden, soweit irgend möglich wirtschaftlich vertretbar, durch Abschluss von Versicherungen abgedeckt. Als wesentliche Risiken sieht die Geschäftsführung daneben die Folgenden: Absatzrisiken: Die Geschäftsaktivität ist weitgehend auf den deutschen Markt beschränkt und hängt mit von der Konjunkturentwicklung ab. Unsere Mittel, um Schwankungen auszugleichen oder zu minimieren sind eine breite Produktpalette sowie eine mehrschichtige Kundenstruktur. Das Risiko wird als mittelgroß bewertet und könnte ggf. bei Eintritt einen Rückgang des Geschäftsvolumens sowie eine Belastung der Ertragslage zur Konsequenz haben. Beschaffungsrisiken: Die Einkaufspreise für Produkte aus den Komponenten Rohstoffe und Energie können je nach Marktsituation stärker schwanken. Dem Risiko wird durch Aufbau alternativer Beschaffungsquellen und Gruppenkontrakte entgegengewirkt. Das Risiko wird unter Berücksichtigung der Entwicklung in 2023 und der aktuellen Lage als mittelgroß eingestuft und könnte sich bei Eintritt als Belastung für die Rohertragsmarge erweisen. Finanzwirtschaftliche Risiken: Dem Ausfallrisiko der Außenstände im Liefer- und Leistungsgeschäft wird durch wirksames Debitorenmanagement, dem Einsatz von Kreditlimits, Warenkreditversicherungen und Überwachung der Bonität entgegengewirkt. Das Liquiditätsrisiko ist durch die Einbindung in das konzernweite Cash-Pooling, und somit die bedarfsgerechte Zuordnung der Mittel, abgedeckt. Währungsrisiken bestehen aufgrund der fast ausschließlichen Abwicklung aller Einkaufs- und Verkaufs-Aktivitäten in Euro im Wesentlichen nicht. Die Risiken werden als gering eingestuft. Die Risiken des Unternehmens sind aus heutiger Sicht begrenzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der jeweiligen Risiken wird grundsätzlich als gering-mittel eingestuft. Risiken, welche den Bestand gefährden, sehen wir aktuell nicht. Situation Mitarbeiter Mit dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" vom 24. April 2015 wurden die betroffenen Unternehmen verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in der Geschäftsführung sowie in den beiden darunterliegenden Führungsebenen festzulegen. Die aktuelle Frauenquote in der Geschäftsführung beträgt zurzeit 0 %. Die Zielquote von 0% wurde zum 31. Dezember 2023 erreicht. Wir gehen aufgrund wirtschaftlicher Gesichtspunkte nicht davon aus, dass sich die Zahl der Geschäftsführer in absehbarer Zeit verändert. Somit wird die Zielquote für den 31. Dezember 2024 basierend auf dem aktuellen Stand auf 0 % festgesetzt. Die Geschäftsführung der ELCO GmbH hat entsprechend dem Gesetz die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung anhand der Berichtslinie definiert. Auch für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung gilt neben dem Vorrang der Qualifikation bei der Besetzung die Maxime, Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Die erste Führungsebene in der Berichtslinie direkt unterhalb der Geschäftsführung enthält eine Frauenquote von aktuell 40,0 %. Die Zielquote von 40,0 % wurde zum 31. Dezember 2023 erreicht. Aus den vorgenannten Gründen (keine Aufstockung, langfristige Mitarbeiterbindung) ist es unwahrscheinlich, dass diese Quote sich in den nächsten Jahren ändern wird. Die Geschäftsführung hat daher für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung die Zielquote für den Frauenanteil bis zum 31. Dezember 2024 auf 40,0 % festgelegt. Die zweite Führungsebene in der Berichtslinie unterhalb der Geschäftsführung enthält einen Frauenanteil von 0 %. Die Zielquote von 0% wurde zum 31. Dezember 2023 erreicht. Aus den vorgenannten Gründen (keine Aufstockung, langfristige Mitarbeiterbindung) ist es unwahrscheinlich, dass diese Quote sich in den nächsten Jahren ändern wird. Die Geschäftsführung hat daher für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung die Zielquote für den Frauenanteil bis zum 31. Dezember 2024 auf 0,0 % festgelegt. Bei allen Neubesetzungen stehen Qualifikation und Eignung im Vordergrund. Gesetzliche Vorschriften werden uneingeschränkt berücksichtigt. Die ELCO GmbH achtet bei der Besetzung von Führungsteams auf Diversität. Prognosebericht Die Ende 2023 für die Gesellschaft getroffenen Entwicklungsprognosen für den Absatz von Wärmeerzeuger in 2024 liegen deutlich unter dem Rekordjahr 2023, welches von Vorzieh- und Sondereffekten geprägt war. Es wird ein Volumen erwartet, welches sich am Jahr 2021 orientiert. Der Gesamttrend des Marktes wird, wie in den Vorjahren, von saisonalen Schwankungen begleitet. Das Marktumfeld wird weiter volatil bleiben, beeinflusst von der Entwicklung der Rohstoffpreise, Materialverfügbarkeiten, Stabilität der Lieferketten sowie Veränderungen am Zinsmarkt. Auch die weitere Entwicklung der angespannten politischen Lage in Osteuropa aufgrund des russisch-ukrainischen Krieges wird, vor allem in Bezug auf die Energiepreise, ein Einflussfaktor bleiben. Basierend auf diesen Prognosen für 2024 wird in den für uns relevanten Produktsegmente erwartet, dass es einen stark rückläufigen Trend (> 30 %) für Wärmeerzeuger auf fossiler Basis gibt, sowohl im wandhängenden, als auch im bodenstehenden Bereich. Für Hybrid-Systeme, welche hocheffiziente Brennwerttechnik mit erneuerbaren Energien kombinieren, wird für 2024 ein weiteres leichtes Wachstum gegenüber Vorjahr erwartet. Für Heizsysteme auf Basis rein erneuerbarer Energieträger wird 2024 von einem Rückgang gegenüber Vorjahr ausgegangen (< 5 %). Insbesondere für die Wärmepumpen wird nach einem verhaltenen Marktstart in der ersten Jahreshälfte erwartet, dass die Nachfrage ab Mitte des Jahres ansteigt. Die Prognose liegt für den Gesamtmarkt bei einem Absatz von ca. 340.000 - 350.000 Wärmepumpen. Dies basiert im Wesentlichen darauf, dass die Förderbedingungen des GebäudeEnergieGesetz (GEG), welches ab 01. November 2020 die EnEV, das EnEG und das EEWärmeG abgelöst hat und der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zum Jahresende 2023 hin fixiert wurden, so dass nun Konsument und Investoren Klarheit haben und die Phase der diesbezüglichen Unsicherheiten beendet sein sollte. Bei der Förderung von Heizanlagen steht jetzt alleinig die Modernisierung im Mittelpunkt. Der Neubau wird seit 2021 anderweitig gefördert. Dies steht im Einklang mit den europäischen und nationalen Klima- und Energiezielen. Den Gebäudebestand mit effizienten und klimafreundlichen Technologien und Energieträgern zu versorgen ist ein wichtiger Fokus. Die Reform der europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) hat hierzu Ende 2023 die nächste Hürde genommen. Das EU-Parlament hat den geplanten Sanierungsvorgaben zugestimmt. Als nächster Schritt steht nun die nationale Umsetzung an. Somit wird die begonnene Dekarbonisierung resp. Elektrifizierung des Gebäudesektors in 2024 und den Folgejahren fortgesetzt. Um die Ziele im Rahmen der Wärmewende bis 2030 für den Gebäudesektor zu erreichen, sind seitens der deutschen Heizungsindustrie folgende Kernthemen zusammengestellt worden:
Auch der Einsatz von klimaneutralen Energieträgern führt zu einer hohen Reduktion des CO 2 -Ausstoßes durch Gebäudeheizungen, 11% Anteil bis 2030 würden mit ausreichen, um das Klimaziel 2030 von maximal 67 Mio. t CO 2 , bezogen auf den Gebäudesektor, zu erreichen. Die Dekarbonisierung geht einher mit der Digitalisierung und Vernetzung von Heizsystemen, die seit 2017 Fahrt aufgenommen hat. Intelligente Energiemanagementsysteme, welche die Energieflüsse steuern, werden sich rasch weiterentwickeln und stehen mit im Fokus bei den Heizungsherstellern. Der Bereich Industrie geht davon aus, dass trotz der Überwindung der durch den Ukraine-Krieg hervorgerufenen Gaskrise noch weitere Umstellungen von Gas- auf Zweistofffeuerung erfolgen werden, allerdings in weitaus geringerer Anzahl. Aus demselben Grund und wegen des erneut in den Vordergrund tretenden Klimawandels kommen auch Alternativ-Brennstoffe zunehmend in den Blick. Mangels ausreichender Versorgung mit erneuerbaren Brennstoffen (Green Gas und Green Fuel) handelt es sich jedoch zunächst um einzelne Sonderprojekte, wobei viele Kundenanfragen eine zukünftige Einbindung CO 2 -neutraler Brennstoffe vorsehen. Die Umstellung auf klimaneutrale Energieträger wird also auch in der industriellen Feuerung ein zentrales zukunftsnahes Thema sein. Im industriellen Projektgeschäft besteht daher, trotz der durch den Krieg bedingten, neuerlichen Investitionszurückhaltung, aktuell eine mittelfristig zufriedenstellende Auftragslage mit guten Aussichten, diese beibehalten und sogar ausbauen zu können. Der kurzfristige Ausblick des Teilbereiches Industrie beinhaltet zunächst aber einen geplanten Umsatzrückgang 2024 gegenüber dem Vorjahr. Für die darauffolgenden Jahre bestehen gute Wachstumschancen aufgrund der vorgenannten Umstände. Der Geschäftsbereich für den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen an verbundene Unternehmen hat sich den Markterfordernissen und dem Bedarf der abnehmenden IC- Marktgesellschaften, unter Berücksichtigung deren Entwicklungen, anzupassen. Dies bedeutet auch für 2024 eine Fortführung der Optimierung der Dienstleistungen. Im Fokus stehen unverändert die Bereiche Produktmanagement, Logistik und Bestandsmanagement sowie administrative Funktionen. Wir gehen bei der beschriebenen Wirtschaftsentwicklung von einem Umsatz in 2024 aus, der unter dem Vorjahr liegen wird, sowie einer geringen Steigerung des Marktanteils bei den Wärmeerzeugern. Die Ergebniserwartung für das Jahr 2024 bezogen auf das Jahresergebnis liegt bei ca. Mio. EUR +4,8 bis +5,3, bezogen auf das EBIT bei ca. Mio. EUR +4,4 bis +4,9 und liegt somit unter jeweils dem Niveau der Ergebnisse 2023 unter anderem begründet mit der Einschätzung der Marktentwicklung mit einem schwierigen ersten Halbjahr sowie einem 2023 erfolgten Aufbau der Organisation und hohen Lohnanpassungen. Hinzukommen Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite in Verbindung mit gegebenenfalls erforderlichen zusätzlichen Preisnachlässen auf der Verkaufsseite aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks. Chancen Für Heizlösungen im mittleren Leistungsbereich mit kondensierenden Gas-Wand-Geräten sowie Wärmepumpen erwarten wir aufgrund der strategischen Ausrichtung, Komplettierung der Organisation und dem vorhandenen Potential für 2024 ein leichtes Wachstum. Die Förderbedingungen im Rahmen der Wärmewende für den kleinen und mittleren Leistungsbereich wurde Ende 2023 definiert und geben den Verbrauchern nun die erforderliche Klarheit. Im Segment der industriellen Wärmeversorgung liegt der Fokus mit dem gut ausgebauten Produktsortiment an Brennerlösungen unverändert auf dem Kundensegment industrielle Großkunden. Das Auslaufen einer Übergangsfrist zum 31.12.2024 in der 44.BImSchV wird zu einer verstärkten Modernisierung von Feuerungsanlagen im industriellen Bereich führen, welche mit gezielten Vertriebsaktionen adressiert wird. Die Auswirkungen werden sich voraussichtlich bis zum Jahr 2026 fortsetzen, da der abzusehende Bedarf die im Markt vorhandenen Kapazitäten, vor allem auf Seiten des Anlagenbaus, weit überschreitet. Der Kohleausstieg eröffnet zusätzlich neue Chancen in der Umrüstung von Kraftwerken auf Gasfeuerung. Aufgrund der Unsicherheiten bezüglich der Gasversorgung im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine bleibt die Nachfrage nach Zweistoffbrennern, welche sowohl mit Gas als auch mit Öl betrieben werden können, höher als in den Jahren davor. Neue Produkte im Segment Großfeuerungen und neue Technologien zur weiteren Emissionsminderung beziehungsweise zur Nutzung klimaschonender Brennstoffe eröffnen weitere Möglichkeiten zur Belebung und zum Ausbau des Geschäfts im Industriebereich. Die Anwendungssysteme für den Service auf Basis der ELCO-Strategie wurde im Bereich der Einsatzsteuerung und -durchführung 2022 neu aufgestellt und stellen zusammen mit zukünftigen Geschäftsprozess- und Informationsoptimierungen mittelfristig die Plattform für Wachstum und Verbesserung der Produktivität im Bereich Service dar. Daneben gewinnt die Rolle der Serviceorganisation zur Unterstützung des Vertriebs bei der Gestaltung der Wärmewende zunehmend an Bedeutung. Die Einführung von Lösungen im Bereich der digitalen Steuerung von Heizsystemen wird fortgeführt und ausgeweitet, ebenso der Ausbau von strategischen Partnerschaften zur Marktbearbeitung. Im Geschäftsbereich IC-Produkte und -Dienstleistungen bestehen bezüglich künftigen Entwicklungen keine wesentlichen Chancen, da die Gesellschaft gemäß ihrer Aufgabenstellung innerhalb des Konzerns ihre Dienstleistungen ausschließlich an den definierten Kreis an verbundenen Unternehmen im weitgehend festgelegten Umfang erbringt. Risiken Als Risiken werden grundsätzlich der vorhandene starke Wettbewerb, welcher im Bereich der Wärmepumpen auch eine Erweiterung durch neue, große Wettbewerber aus dem asiatischen Raum erfährt, die unsichere Entwicklung auf den Rohstoffmärkten, das auch 2024 nur schwer prognostizierbare Konsumentenverhalten sowie die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Fortgang des Krieges in der Ukraine gesehen. Die Marktentwicklung 2024 wird, nach dem Rekordjahr 2023, rückläufig eingeschätzt, auch in dem für ELCO relevanten Modernisierungsmarkt. Unter anderem aufgrund der Vorzieheffekte in 2023 basierend auf der Verunsicherung der Verbraucher, zuerst zum Thema Gasversorgung und später zum Thema Förderungen. Hinzu kommt die eingebrochene Neubautätigkeit. Vor allem das Zukunftssegment Wärmepumpen blieb so hinter den Erwartungen. Die Anzahl der Förderanträge ging 2023 stark zurück und hat sich noch nicht erholt. Diese Faktoren werden vornehmlich die Ertragskraft unserer Geschäftsbereiche Domestic und Commercial belasten. Daneben können Materialpreissteigerungen und teilweise besonders lange Beschaffungs-zeiten von Komponenten für Sonderlösungen bei Großbrennern im langfristig angelegten Projektgeschäft, verbunden mit den oft langen Realisierungszeiten, besondere Risiken mit sich bringen und die Ertragslage belasten. Die Inflationsrate wird für 2024 aktuell auf 2,3 % (Vj. 5,9 %) prognostiziert. Die ab Januar 2020 geschaffenen und seit Ende 2023 nochmals modifizierten Förderungen zielen nun auch auf den Heizungsmarkt ab und nicht wie in den Zeiträumen davor überwiegend auf andere energetische Sanierungsmaßnahmen. Aber neben diesen Anreizprogrammen für die Investition selbst bedarf es parallel einer Senkung beziehungsweise Entlastung und flexiblerer Gestaltung des Strompreises, um so die Attraktivität und die Rentabilität vor allem für die privaten Haushalte zu steigern Dies wird mit als eines der größten Hindernisse in der Wärmewende von Wissenschaft, Kohlekommission und Industrieverbänden gesehen. Insgesamt gesehen müssen die Anschaffungs- wie auch die Betriebskosten für die Haushalte bezahlbar sein, um die Klimaneutralität im deutschen Gebäudesektor zu erreichen. Hinzu kommt, dass das Handwerk in der Sanitär-Heizung-Klima-Branche sich, wie etliche handwerkliche Branchen, mit Herausforderungen im Bereich Fachkräfte-Kapazität und Nachwuchs konfrontiert sieht. Dem gegenüber steht ein ständig wachsender Fachkräftebedarf, verbunden mit der Herausforderung der Qualifizierung auf die neuen Technologien. Dieser Kapazitätsmangel wird als ein weiteres Risiko für die Wärmewende und die damit verbundene Erwartung die Zahl der Heizungsmodernisierungen pro Jahr zu steigern. Der brancheninterne Wettbewerb um Fachkräfte ist in vollem Gange. Für ELCO stellt dies nicht nur einen kritischen Aspekt bezüglich des Absatzes von Produkten an Fachpartner dar, sondern auch eine Herausforderung für Stabilität und Umfang der eigenen Service-Organisation. Ergänzend kommen die Anforderungen an Ausbildung und Investitionen für den Aufbau von Knowhow und Qualifizierung bezüglich der neuen Technologien dazu. Der Verdrängungswettbewerb und Fusionstrend werden sich fortsetzen. Im Zuge der Transformation des Marktes sind schnelle Umsetzungen und Anpassungen von Technologien erforderlich und Entwicklungen von Lösungen gefragt, in der die Heiztechnik in das gesamte Energiemanagementsystem des Gebäudes eingebunden wird. Hierfür müssen die Anforderungen mit der notwendigen Priorität an die verantwortlichen Bereiche adressiert, Partnerschaften hierzu ausgebaut und die technische Kompetenz in der Vertriebs- und Serviceorganisation weiterentwickelt und angepasst werden. Für den Geschäftsbereich IC-Produkte und -Dienstleistungen bestehen aktuell keine signifikanten Risiken bezüglich der künftigen Entwicklung, da die Gesellschaft den hierfür definierten Teil ihrer Kosten an verbundene Unternehmen weiterbelasten kann. Zu beachten ist jedoch die Abhängigkeit bezüglich der Abnahme von Dienstleistungen ausschließlich von verbundenen Unternehmen und somit von deren Geschäftsentwicklung. Die im Bereich Service-Einsatzsteuerung 2016 implementierte IT-Lösung erforderte in den Vorjahren in hohem Maße Anpassungen und Neugestaltungen von Datenstrukturen und Prozessen. 2022 wurde die alte Plattform durch eine neue Anwendungslösung ersetzt. 2023 erfolgten plangemäß weitere Optimierung und Erweiterungen. Es kann ein Risiko darin bestehen, dass die Anpassungen nicht so schnell wie erwartet, bzw. nicht im dem geplanten Umfang die Verbesserungen erreichen, wie in der Projekt-Planung angenommen, bzw. der Maßgabe Rechnung getragen werden muss, dass die Stabilität des Systems zu jedem Zeitpunkt vorrangig gewährleistet sein muss. Die ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 beurteilt die Stimmung bei Unternehmen und Haushalten als schlecht und die Unsicherheiten als hoch. Sie sieht die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 23/24 in einer Rezession und erwartet erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Erholung der Industriekonjunktur. Die Prognose 2024 für das Bruttoinlandsprodukt liegt bei 0,2 % (Vj. -0,3 %). Wie stark sich diese Prognose und deren zukünftige Entwicklung 2024 auf den Markt für Wärmeerzeugungssysteme auswirkt, kann nicht zuverlässig prognostiziert werden. Insbesondere, da durch die angestrebte Wärmwende eine eigene Dynamik, getrieben von den Energiepreisen und der Förderkulisse in Kontext mit den Klimazielen, besteht. Wenngleich Konsens darüber vorhanden ist, dass es im ersten Quartal 2024 einen Abriss der Nachfrage gibt und die vorsichtigen Erwartungen einen Anstieg frühestens zum zweiten Halbjahr 2024 sehen. Die erst Ende 2023 letztlich verabschiedete und ab Januar 2024 gültige Reform des GebäudeEnergieGesetzes (GEG) sieht unter anderen vor, dass ab 2024 neue Heizungen mit mindestens 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden. Dies ist jedoch für den Gebäudebestand an kommunale Wärmeplanungen gebunden, welche mit Übergangsfristen bis Mitte 2026 (Gemeinden >100.000 Einwohner) bzw. 2028 (<100.000 Einwohner) erstellt werden müssen. Da viele, vor allem kleinere Gemeinden hierfür über zu wenig Ressourcen und teilweise auch zu wenig Fachwissen verfügen, ist abzusehen, dass die Fristen voll ausgeschöpft werden. Die Komplexität der Vorschriften im GEG und in Folge bei der Antragstellung für die Förderung tun ein Übriges dazu, weiterhin für Verunsicherung bei den Millionen von betroffenen Hausbesitzern zu sorgen. Vor diesem Hintergrund fordern Fachverbände die Politik dazu auf, durch eine Kommunikationsoffensive zu den heiztechnischen Lösungen und den gültigen Förderungen, das verspielte Vertrauen im Rahmen der Wärmewende zurückzugewinnen. Denn um nachhaltig, ressourcenschonend, aber mit Erhaltung der Wirtschaftskraft, die Dekarbonisierung und somit die klimaneutrale Wärmeversorgung umzusetzen, werden neben einem breiten Technologiemix, kommunalen Wärmeplänen und integrierten Versorgungsinfrastrukturen auch ein sinnvoller Zeitrahmen und zielgerichtete, aufklärende Kommunikation zwingende Voraussetzungen sein.
Mörfelden, den 19. April 2024 ELCO GmbH Diego Falsini, Geschäftsführer Thomas Wünsch, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. ALLGEMEINE ANGABEN Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften §§ 242 ff. und 264 ff. des HGB erstellt. Ergänzend dazu waren die Bestimmungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Bilanz wurde gemäß den Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß den Gliederungsvorschriften des § 275 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma ELCO GmbH mit Sitz in Mörfelden im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter der Nummer HRB 55014 eingetragen. 2. BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Abschreibungsmethode. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen. Das bewegliche Anlagevermögen wird nach den geltenden steuerrechtlichen Höchstsätzen für Anschaffungen bis 2007 degressiv abgeschrieben. Ein Übergang auf Abschreibungen in gleichen Jahresraten erfolgt, sobald sich hieraus höhere Abschreibungsbeträge ergeben. Die Abschreibungen werden seit dem Geschäftsjahr 2008 linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungsdauern belaufen sich zwischen 3 und 50 Jahren. Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert bis EUR 250 werden sofort als Aufwand erfasst. Zugänge ab einem Wert von EUR 250 bis EUR 1.000 werden auch handelsrechtlich aus Vereinfachungsgründen in einem steuerlichen Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Gebrauchtes Anlagevermögen, das im Rahmen der Einbringung erworben wurde, wird über die Restnutzungsdauer linear abgeschrieben. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Wurden in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungs- bzw. Verkaufspreisen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen auf diese Forderungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten gemäß den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,00 % (Vj. 2,00 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,5 % (Vj. 1,5 %) unterstellt. Die Rückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember veröffentlichten, nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung zum Jahresende hochgerechneten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre berechnet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % (Vj. 1,78 %). Der für die Vergleichsberechnung gem. § 253 Abs.6 HGB anzusetzende durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf die gleiche Weise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,74 % (Vj. 1,44 %). Die Steuerrückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden grundsätzlich auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aufgrund der Kündigung des Ergebnis-abführungsvertrags mit Wirkung zum 01.01.2024 wäre ein Ansatz der Latenten Steuern im laufenden Geschäftsjahr möglich gewesen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) bei Zugrundelegung eines effektiven Steuersatzes von 29,88% ein Aktivüberhang der latenten Steuern von TEUR 6.326 (Vj.: TEUR 0). Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. 3. ANGABEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang) ersichtlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 37.133 (Vj. TEUR 49.623) beinhalten im Wesentlichen Cashpool-Forderungen von TEUR 27.530 (Vj. TEUR 24.768). Die Forderungen aus der Ergebnisabführung an ELCO International GmbH betragen zum 31.12.2023 TEUR 0 (Vj. TEUR 12.767). Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 9.603 betrifft im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschaftern von TEUR 0 (Vj. TEUR 12.767). Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene, voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 50.000,00 (Vj. TEUR 50). Die Kapitalrücklage ist um TEUR 14.000 auf TEUR 4.037 auf Grund einer Teilrückzahlung an die Gesellschafterin gesunken. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 2.269. Die Gesellschaft machte von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (TEUR 2.269) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 151 als Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf TEUR 151. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 125 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für pauschale Gewährleistung in Höhe von TEUR 2.939 (Vj. TEUR 2.678), Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern von TEUR 2.026 (Vj. TEUR 1.939), Jubiläen von TEUR 962 (Vj. TEUR 942), Urlaubs- und Gleitzeitansprüche von TEUR 820 (Vj. TEUR 909) sowie ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.316 (Vj. TEUR 1.147). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr ausschließlich Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 13.693 (Vj. TEUR 6.922). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 33.199 (Vj. TEUR 31.710) beinhalten Umsatzsteuerverbindlichkeiten von TEUR 3.581 (Vj. TEUR 3.675) sowie Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin ELCO International GmbH von TEUR 10.035 (Vj. TEUR 3.170). Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 19.583 betrifft wie im Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 4. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 144.023 können wie folgt dargestellt werden:
74 % der Umsatzerlöse entfallen auf den Bereich Verkauf, 26 % auf den Bereich Dienstleistungen. Die Umsätze entfallen im Wesentlichen auf das Inland. Die regionale Gliederung ist wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 389 enthalten. Der Betrag betrifft im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen des Vorjahres. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Zuge der BilMoG-Umstellung machte die Gesellschaft von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen (Umstellungsbetrag) über einen Zeitraum von max. 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 151 (Vj. TEUR 151) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus dem Zinsanteil der Pensions- und Altersteilzeitrückstellung in Höhe von TEUR 213 (Vj. TEUR 218) und betreffend die Garantierückstellung in Höhe von TEUR -16 (Vj. TEUR -5) enthalten. GewinnverwendungsbeschlussDie Gesellschaft hat am 20. Dezember 2017 mit Wirkung zum 1. Januar 2017 mit der ELCO International GmbH, Hechingen, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Gewinne werden an die ELCO International GmbH abgeführt. Jahresfehlbeträge werden von der ELCO International GmbH ausgeglichen. Der Vertrag wurde mit Wirkung zum 01.01.2024 gekündigt. 5. SONSTIGE ANGABEN Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr
In Bezug auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, weil sich anhand dieser Angabe die Bezüge eines Mitglieds dieses Organs feststellen lassen. Für ehemalige Geschäftsführer sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.750 gebildet. Beirat Im Geschäftsjahr waren als Beirat bestellt:
Haftungsverhältnisse
Es liegen derzeit keine Vorgänge, welche zu einer Inanspruchnahme führen könnten, vor. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird daher als gering eingeschätzt. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft hat einen Teil ihrer Geschäftsräume gemietet, sowie diverse Pkw geleast. Die Gesellschaft hat die Buchhaltung in Teilen auf das in Bukarest/Rumänien, angesiedelte Shared Service Center des Konzerns ausgelagert, wodurch konzernweite Synergien entstehen. Darüber hinaus haben wir unsere Lagerverwaltung und Logistik an die Friedrich Zufall GmbH Co. KG, Hünfeld ausgelagert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von TEUR 6.954, davon TEUR 154 gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Die Gesellschaft kauft Vorräte und Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen ein und verkauft zu einem nennenswerten Teil Waren und Dienstleistungen innerhalb des Konzernverbunds. Es liegen keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen vor. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 37. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 554 Mitarbeiter beschäftigt, davon 276 Arbeiter und 278 Angestellte. Mutterunternehmen Die Anteile der Gesellschaft wurden 2023 zu 100 % von der ELCO International GmbH, Hechingen, gehalten. Die Gesellschafterin gehört zum Konzernverbund der Ariston Holding N.V., Amsterdam, Niederlande. Konzernabschluss Die Ariston Holding N.V., Amsterdam, Niederlande, erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis, in den dieser Abschluss einbezogen wird. Die konsolidierten Jahresabschlüsse werden in Amsterdam, Niederlande, hinterlegt und können dort angefordert werden.
Mörfelden, den 19. April 2024 ELCO GmbH Diego Falsini, Geschäftsführer Thomas Wünsch, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ELCO GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ELCO GmbH, Mörfelden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ELCO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Situation Mitarbeiter" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 19. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Fleck, Wirtschaftsprüfer Storz, Wirtschaftsprüfer |
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