Sumitomo Electric Industries, Ltd. German Branch
Same addressConstruction of utility projects for electricity and telecommunications
Basic information of the organization
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Doris Ernestus since 3/19/2015 | Procura |
Andreas Edling since 3/19/2015 | Procura |
| Managing Director | |
Jennifer Margaret Onslow since 5/26/2014 | Managing Director |
Holm Braun since 2/2/2012 | Procura |
Nicholas Paul Seaton, gen. Nick Bray since 9/20/2011 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Sophos Limited | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Official financial statements and annual reports
SOPHOS GmbHWiesbadenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2014 bis zum 31.03.2015Bilanz zum 31. März 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. April 2014 bis 31. März 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2014/2015I. Allgemeine AngabenDie Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die SOPHOS GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die von der SOPHOS GmbH mit Wirkung zum 19. August 2013 übernommenen Vertriebs- und Marketingaktivitäten von der Astaro GmbH & Co. KG, Karlsruhe, fließen erstmalig für ein komplettes Geschäftsjahr in die Berichterstattung der SOPHOS GmbH ein. Aufgrund dieser Veränderungen werden Umsätze aus dem Netzwerksicherheitsbereich zusätzlich bei der SOPHOS GmbH realisiert und es fallen, bedingt durch die Übernahme von 71 Vertriebs- und Marketingmitarbeitern, höhere Personal- und sonstige betriebliche Kosten an, so dass die Zahlen des Geschäftsjahres nur eingeschränkt mit denen des Vorjahres vergleichbar sind. Zusätzlich ist der Abschluss einmalig durch die geplante Schließung der Niederlassung in München zum 31. Oktober 2015 belastet. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über den Zeitraum bis zur Einstellung des Bereiches Data Protection zum 31. Dezember 2014 über 27 Monate linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich. Die Gegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten - vermindert um Boni und Skonti sowie um planmäßige lineare Abschreibungen - angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit Nominalwerten angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Zusätzlich wurde eine Einzelwertberichtigung über T€ 5 gebildet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden in dem Geschäftsjahr 2014/2015 erstmals mit den Verbindlichkeiten gegenüber den entsprechenden Unternehmen verrechnet. Die Beträge des Vorjahres wurden entsprechend angepasst. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für die Pensionsrückstellungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem Teilwertverfahren vorgenommen. Es wurde eine Dynamisierung der Bezugsgrößen zur korrekten Abbildung des handelsrechtlichen Erfüllungsrückstandes vorgenommen. Dies erfolgte durch die Einbeziehung erwarteter Lohn- und Gehaltssteigerungen und die Berücksichtigung sonstiger zu erwartender Anpassungen der für die Zusage relevanten Größen (z.B. Beitragsbemessungsgrenze) sowie einer jährlichen Rentenanpassung von 2 %. Für das Finanzierungsalter wurde die frühestmögliche Inanspruchnahme der gesetzlichen Rente gemäß RVAGAnpG 2007 angenommen. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB verwendet, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 4,40 %. Zudem wurden die Sterbetafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die zugrunde gelegte Fluktuationswahrscheinlichkeit beträgt 0 % und ist unternehmensindividuell aus den Erfahrungen der Vergangenheit abgeleitet. Die Verbindlichkeiten werden mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden in dem Geschäftsjahr 2014/2015 erstmals mit den Forderungen gegen die entsprechenden Unternehmen verrechnet. Die Umsatzerlöse aus der Gewährung von Lizenzen an Kunden werden im Jahr der Lieferung zu 100 % als Umsatzerlöse gebucht. Korrespondierend hierzu werden die Aufwendungen für bezogene Leistungen (Lizenzgewährung von Sophos Ltd., Abingdon, Großbritannien) ausgewiesen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten über einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Transaktionskurs, aufgrund der Kursentwicklung notwendige Anpassungen werden zum Bilanzstichtag entsprechend dem Niederstwertprinzip (Passivseite: Höchstwertprinzip) vorgenommen. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens mit Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben ausnahmslos eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 389 (Vorjahr: T€ 389) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Das Stammkapital beträgt € 25.564,59 (DM 50.000,00). Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 1.999 wurde gemäß dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag an die Sophos Holdings GmbH, Wiesbaden, abgeführt. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag wurde am 16. August 2012 abgeschlossen und die Gesellschafter der SOPHOS GmbH haben diesem auf der Gesellschafterversammlung vom 7. August 2012 zugestimmt. Am 4. September 2012 erfolgte die Eintragung ins Handelsregister. Die Pensionsrückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 58 (Vorjahr T€ 52). Darüber hinaus bestehen weitere direkte Pensionszusagen für die zur Sicherung Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen wurden, die verpfändet worden sind und somit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Schulden mit den korrespondierenden Vermögensgegenständen sowie die entsprechenden Aufwendungen und Erträge verrechnet. Die Rückdeckungsversicherung wurde mit dem versicherungsmathematischen geschäftsplanmäßigen Deckungskapital (T€192, im Vorjahr T€ 186) angesetzt, das sowohl dem Zeitwert als auch den Anschaffungskosten entspricht. Der gesamte Erfüllungsbetrag der direkten Pensionszusagen vor Saldierung mit dem Deckungsvermögen beträgt T€ 192. Aus der Aufzinsung sind T€ 6 im Personalaufwand enthalten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Resturlaub, Boni, Provisionen, Abfindungen, ausstehende Rechnungen und Jahresabschlusskosten. Zusätzlich wurden Rückstellungen über T€ 3.999 für Aufwendungen im Rahmen der geplanten Schließung der Betriebsstätte München im Geschäftsjahr 2015/2016 sowie eine Drohverlustrückstellung für nicht genutzte angemietete Büroflächen in Wiesbaden über T€ 549 gebildet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeit gegenüber der Sophos Holdings GmbH in Höhe der Ergebnisabführung (T€ 1.999). Sie enthalten weiterhin Verbindlichkeiten gegenüber der Sophos Ltd., Abingdon, Großbritannien, in Höhe von T€ 292 (Vorjahr: T€ 8.499). Für den laufenden Geschäftsbetrieb nicht benötigte liquide Mittel wurden zur Rückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber der Sophos Ltd. verwendet. Dadurch wurden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich reduziert. Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr ausnahmslos eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die SOPHOS GmbH ist seit dem Geschäftsjahr 2013/14 eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. 2.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden, wie im Vorjahr, nahezu ausschließlich im Inland erzielt und setzten sich wie folgt zusammen:
2.2 Sonstige betriebliche Erträge Die folgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge:
2.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die folgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen:
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich im Wesentlichen aus der geplanten Schließung der Niederlassung München sowie einem dem gesteigerten Umsatz geschuldeten Anstieg der Vertriebs- und Marketingkosten. 2.5 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand in Höhe von T€ 192 (Vorjahr: T€ 172) enthält im Wesentlichen Beträge für die Bildung von Rückstellungen für Körperschaftsteuern der österreichischen Betriebsstätte in Linz. IV. Sonstige Angaben1. Mitarbeiter Zum 31.03.2015 waren Mitarbeiter der SOPHOS GmbH an folgenden Betriebsstätten beschäftigt:
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft neben den Geschäftsführern 262 Angestellte (Vorjahr: 245). 2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB stellen sich wie folgt dar. Aus laufenden Miet- und Leasingverträgen resultieren die folgenden Verpflichtungen:
3. Geschäftsführung
Herr Nicholas Paul Seaton Bray, Frau Jennifer Onslow und Herr Wolfgang Hilpert waren im Berichtsjahr nicht bei der SOPHOS GmbH angestellt und haben keine Bezüge erhalten. Auf die Angabe der Gehälter wird somit gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge erhalten haben. 4. Gesellschafter Alleinige Gesellschafterin ist die Sophos Holdings GmbH, Wiesbaden. Die SOPHOS GmbH wird in den Konsolidierungskreis der Shield Midco Ltd.-Gruppe einbezogen und wird im Konzernabschluss der Shield Midco Ltd., Abingdon, Großbritannien, zum 31. März 2015 vollkonsolidiert. Der Konzernabschluss kann am Sitz der Shield Midco Ltd. in Abingdon, Großbritannien, eingesehen werden. Eine Übersetzung des Konzernabschlusses wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Oberstes Mutterunternehmen ist die Pentagon Holdings S.à.r.l. in Luxemburg (Luxemburg). 5. Leistungen des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2014/2015 sind für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers folgende Honorare angefallen:
6. GewinnverwendungDer Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ 1.999 wurde aufgrund des am 16. August 2012 mit der Sophos Holdings GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die Sophos Holdings GmbH abgeführt.
Wiesbaden, 24. August 2015 SOPHOS GmbH Nicholas Bray Rupert Maria Andreas Ekart von Kienlin Wolfgang Hilpert Jennifer Onslow Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014/2015
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014/2015Grundlagen des UnternehmensGeschäftsmodell Die Sophos-Gruppe bietet umfassende, zertifizierte Sicherheitslösungen für Endpoints, Netzwerke und mobile Geräte sowie Verschlüsselungslösungen zum Management der Security-Umgebung an. Das Angebot wird von einem weltweiten Netzwerk eigener Analysezentren, den SophosLabs, unterstützt. Top-Analysten wie IDC und Gärtner Inc. zählen Sophos in der Entwicklung von Security- Produkten zu den marktführenden Herstellern der IT-Security-Branche. Als Hersteller mit 30 Jahren Erfahrung wird Sophos als feste Größe im IT-Security-Markt wahrgenommen. Die Produkte von Sophos erhalten in Analysten-Rankings sehr gute Ergebnisse: Gärtner, Forrester und Infotech stufen IT-Security-Produkte von Sophos als marktführend und innovativ ein. In den Bewertungen für Next Generation Firewalll, UTM (Unified Threat Management), Endpoint Protection, Mobile Data Protection und Endpoint Antimalware nimmt Sophos eine Position im marktführenden Quadranten der Analysten ein. Mehr als 220.000 Kunden und mehr als 100 Millionen Anwender weltweit verlassen sich auf IT-Security- Lösungen von Sophos zum Schutz ihrer IT-Infrastruktur und deren Enduser im Unternehmen. Bereits im Jahr 2011 erweiterte die Sophos-Gruppe ihr Leistungsspektrum um Netzwerksicherheitslösungen durch die Übernahme der Netzwerksicherheitsspezialisten Astaro- Gruppe, Karlsruhe, und im April 2012 wurde die Dialogs Software GmbH, Dortmund, die auf die Sicherheit und Effektivität in der mobilen Datenkommunikation spezialisiert ist, in den Konzern integriert. Nach der erfolgreichen Eingliederung der Astaro-Gruppe (Karlsruhe) und der Übernahme des Vertriebs der Dialogs Software GmbH (Dortmund) in 2012 in den Konzern hat die Gesellschaft zum 19. August 2013 die Vertriebs- und Marketingaufgaben des Netzwerkspezialisten Astaro GmbH & Co. KG übernommen, die mit Eintragung im Handelsregister am 2. September 2013 auf die Sophos Technology GmbH, Karlsruhe, verschmolzen wurde. Seit dem 19. August 2013 werden die Umsätze aus dem Netzwerksicherheitsbereich bei der SOPHOS GmbH realisiert, da diese die Vertriebsaktivitäten übernommen hat. Es besteht mit der Sophos Holdings GmbH, Wiesbaden, mit Wirkung zum 1. April 2012 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der am 16. August 2012 abgeschlossen wurde und wonach das Jahresergebnis der SOPHOS GmbH an die Sophos Holdings GmbH abgeführt wird. WirtschaftsberichtBranchenbezogene Rahmenbedingungen Der IT-Security-Markt wächst weltweit durchschnittlich um 6,1 % im Hardware-Bereich (Firewall/UTM/Web & E-Mail) und 5,9 % im Software-Segment (Endpoint, Encryption). 1 Die Umsätze von Sophos in entsprechenden Segmenten wuchsen im weltweiten Vergleich dazu im vergangenen Jahr um 20 % im UTM-Bereich und um 10 % im Endpoint-Geschäft. Aufgrund der großen Wirtschaftskraft wird erwartet, dass Deutschland auch im kommenden Jahr zu den bevorzugten Angriffszielen cyberkrimineller Aktivitäten zählt. Der extrem sicherheitsbewusste deutsche Markt wird mit einem Wachstum von 6,1 % im Hardware-Markt bewertet. 2 Sophos zeigt hier ein Wachstum von 23 % in Deutschland. Im IT-Security-Hardware-Markt liegt Sophos im Wettbewerb mit den Konkurrenten Checkpoint und Cisco. Das traditionelle IT-Security-Geschäft unterliegt zunehmend neuen Trends, wie Cloud, Mobile und BIG Data, die traditionelle Geschäftsansätze unterwandern und Sophos als ganzheitlichem IT-Security-Anbieter im Hardware- wie Software-Bereich besondere Chancen einräumen. Die grundsätzliche Orientierung in der Produktentwicklung und im Vertriebsmodell auf den investitionsstarken Mittelstand bedeutet außerdem eine Minderung der Abhängigkeit von großen Einzelprojekten und damit eine Minderung des vertrieblichen Umsatzrisikos. Wirtschaftskriminalität, Cyberspionage und zunehmende Aktivität der sogenannten Hackerszene lassen den IT-Security-Markt im Unternehmensumfeld weiterhin unverändert stark wachsen. Eine zunehmende Professionalisierung der Angriffe veranlasst Unternehmen dazu, IT-Security zu einem strategischen Thema im Unternehmen zu machen und ständig neu zu überprüfen. Dabei geht es nicht nur darum, Schwachstellen zu erkennen und zu vermeiden, sondern auch um die Verzahnung der IT-Lösungen der verschiedenen infrastrukturellen Ebenen der IT, also der Enduser- und Netzwerkebene, um Einfallsrisiken über alle Ebenen hinweg zu minimieren. Dies lässt laut den Analysten den IT-Security-Markt in Deutschland durchschnittlich um 5,9 % anwachsen. Die Geschäftsentwicklung der SOPHOS GmbH in Deutschland spiegelt diesen Trend bereits im vergangenen Jahr wider und lässt auch für vorausliegende Jahre gleiches oder größeres Wachstum erwarten. Die Produkte der bisher akquirierten Unternehmen Utimaco, Astaro und Dialogs wurden im vergangenen Jahr auch in eine neue, dem gesamten Lösungsportfolio angepasste Struktur der Vertriebsorganisation überführt, die mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2015/2016 zum 1. April 2015 wirksam wurde. Im nächsten Schritt wird ein neues Partner-Programm definiert, das die vormals geltenden verschiedenen Partner-Programme der Vorgängerunternehmen synchronisiert und dem zu 99 % indirekten, über Vertriebspartner abgebildeten Vertrieb des Unternehmens zusätzliche, positive Impulse geben wird.
1 Quelle: IDC Managing risk on the 3rd Platform,
Mai 2014.
Zweigniederlassungen Neben den Hauptniederlassungen in Wiesbaden und Karlsruhe ist die SOPHOS GmbH mit je 2 weiteren Geschäftsstellen in Deutschland (Dortmund und München) sowie in Österreich (Linz und Brunn am Gebirge) vertreten. Die Geschäftsführung hat den Beschluss gefasst, die Zweigniederlassung in München zum 31.10.2015 zu schließen. Absehbare Aufwendungen aus der Betriebsschließung wurden in voller Höhe als Rückstellung im Geschäftsjahr erfasst. Geschäftsverlauf Die SOPHOS GmbH blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2014/2015 zurück, in dem der Umsatz erwartungsgemäß überdurchschnittlich im Vergleich zum Wachstum des Gesamtmarktes gesteigert werden konnte. Hohe Produktqualität und ausgezeichneter Service führten im Berichtsjahr zu einer hohen Kundenzufriedenheit, was sich positiv auf das Bestands- und Neukundengeschäft auswirkte, so dass die Prognosen des Vorjahres bei weitem übertroffen wurden. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Zur Ertragslage Die Umsatzerlöse stiegen um 41 % auf T€ 75.385 (Vorjahr: T€ 53.431). Nahezu alle Produktgruppen trugen zum Umsatzwachstum bei. Darüber hinaus wirkte sich auch die Übernahme der Vertriebsaktivitäten von der Astaro GmbH & Co. KG zum 20. August 2013 positiv aus, da im Geschäftsjahr 2014/2015 erstmals die Umsätze vollständig für ein ganzes Jahr bei der SOPHOS GmbH erfasst wurden. Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 22.057 auf T€ 17.564 resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der weiterbelasteten Kosten an die Sophos Ltd. sowie dem Wegfall der Weiterbelastung von Marketing- und Personalkosten an die ehemalige Schwester Utimaco AG (die zum 30.09.2013 veräußert wurde). Aufgrund der Gesamtkostendegression ist der Materialaufwand unterproportional zu der Erhöhung der Umsätze gestiegen (T€ 55.188, im Vorjahr T€ 42.898). Hierin enthalten sind Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von T€ 11.161 (Vorjahr: T€ 5.813) für den Vertrieb der UTM-Appliance-Produkte, die erstmalig für 12 Monate (Vorjahr: 7 Monate) in der Erfolgsrechnung enthalten sind. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen Belastungen der Sophos Ltd. Die Steigerung der Löhne und Gehälter auf T€ 21.556 (Vorjahr: T€ 19.824) und der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung auf T€ 2.972 (Vorjahr: T€ 2.806) ist bedingt durch den Anstieg der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter von 245 auf 262. Außerdem sind in dem Personalaufwand Abfindungszahlungen in Höhe von T€ 3.679 (Vorjahr: T€ 2.519) enthalten, die aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen zurückgestellt wurden. Die Abschreibungen liegen mit T€ 1.769 unter dem Vorjahr (T€ 2.439), bedingt durch angefallene Aufwendungen für die Übernahme von Produkten der Utimaco Safeware AG im Vorjahr. Mit dem Auslaufen des Business Lease Agreement zum 31.12.2014 wurden die restlichen von der Utimaco übernommenen immateriellen Anlagegüter vollständig planmäßig abgeschrieben. Die Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf T€ 9.251 (Vorjahr: T€ 6.522) resultiert aus der Übernahme der Vertriebs- und Marketingaktivitäten von der Astaro GmbH & Co. KG zur Mitte des Vorjahres und dem hierauf entfallenden Mehraufwand, den Rückstellungen für nicht genutzte Büroflächen (T€ 549) sowie Zuführungen zu Rückstellungen für die Schließung der Niederlassung in München(T€ 506). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt T€ 2.201 (Vorjahr: T€ 1.000) oder 2,9 % vom Umsatz (Vorjahr: 1,9 %). Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung beträgt T€ 1.999 (Vorjahr: T€ 819), der Bilanzgewinn bleibt wegen der Gewinnabführung unverändert bei T€ 2.832. Zur Vermögenslage Die Verminderung der immateriellen Vermögensgegenstände auf T€ 30 (Vorjahr: T€ 2.135) beruht im Wesentlichen auf den Abschreibungen und dem Abgang übernommener Produkte von der Utimaco Safeware AG zum 30. September 2013, da mit dem Auslaufen des Business Lease Agreements zum 31.12.2014 keine weitere Erträge fließen. Die Produkte wurden durch Weiterentwicklungen der Sophos Ltd. ersetzt, so dass wir keine Umsatzeinbußen erwarten. Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 3.545 oder 29,0 %) ergibt sich im Wesentlichen aus dem gestiegenen Umsatzvolumen (41,1 %). Durch die Gewinnabführung bedingt hat sich der Bilanzgewinn (T€ 2.832) gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr mit T€ 6.286 unverändert. Bedingt durch die gesunkene Bilanzsumme (T€ 21.886 gegenüber T€ 23.199 im Vorjahr) ist die Eigenkapitalquote auf 28,7 % angestiegen (Vorjahr: 27,1 %). Die Steigerung der sonstigen Rückstellungen von T€ 3.761 auf T€ 8.125 lässt sich im Wesentlichen mit der Bildung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von T€ 3.999 wegen der Schließung der Zweigniederlassung München und der Bildung einer Drohverlustrückstellung für nicht genutzte angemietete Büroflächen über T€ 549 erklären. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 500 auf T€ 1.070 lässt sich im Wesentlichen mit dem Anstieg der Forderungen gegen die Schwestergesellschaften Sophos Hong Kong LTD und Sophos Singapur LTD erklären. Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 10.324 auf T€ 4.628 wurde im Wesentlichen durch die Verwendung von frei verfügbaren Bankguthaben zur Tilgung kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber der Sophos Ltd. erzielt. Zur Finanzlage Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von - T€ 2.459 (Vorjahr: +T€ 6.098) und der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von - T€ 1.999 (Vorjahr: - T€ 819) konnten nur teilweise durch den positiven Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ 472 (Vorjahr: - T€ 330) kompensiert werden, so dass sich insgesamt ein Mittelabfluss von T€ 3.986 ergab. Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergab sich aus dem Verkauf von immateriellen Vermögensgegenständen an die Sophos Ltd. NachtragsberichtErgebnisse nach dem Bilanzstichtag, welche insbesondere bestandsgefährdende Risiken in sich tragen, sind nicht eingetreten und auch nicht bekannt. Wir gehen deshalb weiterhin von einer stabilen, den Planungen entsprechenden Geschäftsentwicklung aus. Chancen- und RisikoberichtDie Sophos Gruppe positioniert sich als einer der wenigen Hersteller, die Enduser-, Netzwerk-, Management- und Verschlüsselungsprodukte sowie die besonders für mittelständische Unternehmen attraktive IT-Security-Lösung aus der Cloud heraus anbieten, sehr wettbewerbsstark. Aktuell arbeitet das Unternehmen daran, diese verschiedenen Ebenen der IT-Security in der Erkennung auffälliger Verhaltensmuster miteinander zu verzahnen, d. h. in eine proaktive Kommunikation treten zu lassen. Kunden von Sophos werden dadurch noch besser über alle Infrastruktur-Ebenen hinweg vor Cyber-Attacken geschützt sein. Für die Vertriebspartner von Sophos ergeben sich dadurch ausgezeichnete Möglichkeiten, eigene Services beim Kunden zu platzieren und somit ihren Umsatz zu steigern. Sophos wird als Hersteller dadurch immer attraktiver für seine Vertriebspartner werden und rechnet mit einem Zuwachs an Vertriebspartnern, insbesondere für den Vertrieb der Sophos-Cloud-Lösungen. Als Beweis dieser positiven Marktresonanz im Channel ist die Bewertung von Sophos als zweitbester Hersteller hinter Cisco in der Umfrage der Channel Partner (IDG, Januar 2015) zu sehen. Insgesamt ist das Unternehmen auf gesundem, nachhaltigem Wachstumskurs. Nach strategischen Akquisitionen und der Ausrichtung in der Produktentwicklung auf Alleinstellungsbereiche wird innerhalb des Konzerns auch größeres Gewicht auf Markenwahrnehmung, Marketing und Vertrieb gelegt. Ein mögliches Risiko für die positive Entwicklung des Unternehmens besteht in der Produktqualität. Ein im vergangenen Jahr auf den Markt gebrachtes Produkt im Bereich Netzwerksicherheit wies nicht die erforderliche Marktreife auf und führte zu erhöhtem Supportaufkommen, das auch durch das ausgezeichnete Partner-Netzwerk, das den First- Level-Support für die Sophos-Produkte übernimmt, nicht abgefedert werden konnte. Ein zu zögerliches Verhalten in der Nachbesetzung vorhandener offener Positionen im Support auf weltweiter Ebene verschärfte die Situation, so dass einige Kunden Beeinträchtigungen zu verzeichnen hatten, auch in Deutschland. Das Unternehmen hat die Risiken durch ungenügend geprüfte Produkteinführungen erkannt, auch die personelle Situation im weltweiten und deutschsprachigen Support ist bereits entschärft und wird durch weitere Einstellungen verbessert. Kunden wie Vertriebspartnern gegenüber hat das Unternehmen zu den Vorfällen Stellung bezogen und kommunikativ für Transparenz über die Entwicklung im Support sowie in der Produkteinführung gesorgt. Als reine Vertriebsgesellschaft unterliegt die SOPHOS GmbH nur geringen unternehmerischen Risiken. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass die Gesellschaft von der Entwicklung der Muttergesellschaft Sophos Ltd. und somit auch von deren Risiken abhängig ist. Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement der Sophos-Gruppe eingebunden. Durch regelmäßige Management-Berichte und eingeführte Eskalationswege innerhalb der Gruppe werden mögliche Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Die SOPHOS GmbH sieht aktuell und für die Zukunft keine substantiellen Risiken. PrognoseberichtSophos hat sich im starken Wachstumsfeld der IT-Security sehr gut positioniert. Durch die kontinuierliche Erweiterung des Produktportfolios der SOPHOS GmbH um Netzwerksicherheitslösungen sowie den konsequenten Ausbau der Vertriebskanäle über Partner und Distributoren ist geplant, Umsatz und Jahresergebnis vor Gewinnabführung im Geschäftsjahr 2015/2016 und darüber hinaus deutlich zu steigern. Für das neue Geschäftsjahr rechnet die Geschäftsleitung mit einer Steigerung der Umsätze und des Jahresüberschusses von 15 %. Die Prognose und andere Kapitel des Lageberichts enthalten Aussagen über zukünftige Entwicklungen. Diese Aussagen sind, ebenso wie jedes unternehmerische Handeln, stets mit Unsicherheiten verbunden. Unseren Angaben liegen Überzeugungen und Annahmen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen beruhen.
Wiesbaden, 24. August 2015 SOPHOS GmbH Nicholas Bray Rupert Maria Andreas Ekart von Kienlin Wolfgang Hilpert Jennifer Onslow Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SOPHOS GmbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SOPHOS GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
Frankfurt am Main, 24. August 2015 KPMG
AG
Rackwitz, Wirtschaftsprüfer Jelen, Wirtschaftsprüferin |
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