Johnson Controls GmbHLiquidated

40880 Ratingen, DEU

Master Data

Registry
Register court Köln HRB 49198
Registered
6/5/2003
Industry
Manufacture of other parts and accessories for motor vehiclesManufacture of electrical and electronic equipment for motor vehiclesActivities of agents involved in the wholesale of motor vehicle parts and accessories
Purpose
Gegenstand des Unternehmens sind die Herstellung und der Vertrieb von Zubehör und Teilen sowie Dienstleistungen für die Automobilindustrie, die Beteiligung an Geschäftsführung und Verwaltung anderer Gesellschaften gleicher oder ähnlicher Art.

History

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Management

NameRole
Peter Schieser
since 1/24/2017
Managing Director
Jörg Reese
since 1/24/2017
Managing Director
Jean-Philippe De Waele
since 7/12/2016
Managing Director
Keith Ernest Wandell
since 4/30/2008
Managing Director

Holdings

NameOwnership
100.00%

Financial Report

Johnson Controls GmbH

Burscheid

Jahresabschluss zum 30. September 2015

Lagebericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

A. Geschäftsmodell der Gesellschaft

1. Organisation und rechtliche Struktur

Die Johnson Controls GmbH ist ein Unternehmen der Johnson Controls Inc., Milwaukee, Wisconsin/ USA, als Konzernobergesellschaft und der JCI Beteiligungs GmbH, Burscheid, sowie der Erste JCI Holding GmbH, Burscheid, als deutsche Zwischenholdinggesellschaften. Gesellschafter sind die Erste JCI Holding GmbH, Burscheid, mit einem Anteil von 94 % sowie die JCI Beteiligungs GmbH, Burscheid, mit einem Anteil von 6 %.

Der Johnson Controls GmbH, Burscheid, obliegt die Hauptverwaltung für die Gesellschaften des Bereiches Automotive der Johnson Controls-Gruppe für die Regionen Europa, Südafrika und Südamerika. Alle entstandenen Kosten im Zusammenhang mit erbrachten Management- und Dienstleistungen werden zuzüglich einer Marge an die verbundenen Unternehmen, welche die Leistungen bezogen haben, belastet.

2. Geschäftsbereiche

Unsere Gesellschaft erbringt ferner Entwicklungsleistungen sowohl für verbundene Unter-nehmen, als auch direkt für Automobilhersteller. Des Weiteren erbringen verschiedene Customer Business Units Dienstleistungen für verbundene Unternehmen. Auch diese Leistungen werden weiterbelastet. Zudem lässt die Gesellschaft im Contract Manufacturing Modell "TRIM" Teile fertigen, die überwiegend an verbundene Unternehmen verkauft werden. Bei diesem Modell werden im Rahmen einer Lohnfertigung, bei der das Material durch uns gestellt wird, Sitzbezüge hergestellt.

B. Forschung und Entwicklung

Für die Gesellschaft stellt der Bereich "Engineering" einen Teil der Geschäftstätigkeit dar. Dieses Feld ist entscheidend für das Erlangen von Produktionsaufträgen.

Der Großteil der Entwicklungsaufwendungen entfiel auf Projekte folgender Hersteller:

Daimler

Opel

Volkswagen - Gruppe

BMW

Beispielhaft wird durch den Einsatz von Naturfasermatten als Basismaterial für Türverkleidungen weiterhin an der Recyclingfähigkeit der eingesetzten Materialien sowie an der geforderten Gewichtsreduzierung gearbeitet.

II. Wirtschaftsbericht

A. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Da unser Geschäft im Wesentlichen auf international tätigen Kunden beruht, folgen anbei Ausführungen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Im Jahr 2015 expandierte die Weltproduktion schwächer als erwartet. Die starken Impulse der gesunkenen Ölpreise, die schon Ende 2014 die konjunkturelle Belebung gefördert haben, und die für die Exportwirtschaft günstigen Wechselkurse wurden durch die Auswirkungen der Wachstumsverlangsamung in China sowie durch die Belastung rohstoffexportierender Länder wie Russland und Brasilien durch die dauerhaft niedrigen Öl- und Rohstoffpreise abgeschwächt. 1 Im Jahr 2015 konnte die Weltproduktion um 2,4 % (im Vorjahr 2,6%) zulegen. 2 Für das Jahr 2016 wird ein Zuwachs um 3,4 % und für das Jahr 2017 um 3,6 % erwartet. 3

Das europäische Wirtschaftswachstum zog in 2015 an und betrug 1,9 % in der EU bzw. 1,6 % im Euroraum. Dieses Wachstum war neben den Einflüssen, die auch die Weltproduktion beeinflusst haben, durch die europäische Fiskalpolitik gestärkt worden. In 2016 wird mit der anhaltenden Beschleunigung des privaten Verbrauchs gerechnet und es soll wieder mehr investiert werden. 4 Die Wirtschaftstätigkeit in der EU und im Euroraum wird weiterhin ein mäßiges Wachstum aufweisen, das sich im Jahr 2017 weiter auf 2,0% in der EU bzw. 1,9 % im Euroraum beschleunigen wird. 5

Die deutsche Wirtschaft expandiert ebenfalls weiter. Besonders stark war die gesamtwirtschaftliche Expansion im zurückliegenden ersten Kalenderhalbjahr 2015. Während das dritte Quartal schwächer ausfiel, lag das Jahresschlussquartal wieder auf dem Niveau des ersten Halbjahres. 6 Auch wegen dieses starken Jahresauftaktes erhöht sich das Bruttoinlandsprodukt im Durchschnitt des laufenden Jahres um 1,7 % leicht über dem Vorjahresdurchschnitt von 1,6%. 7 Während Institute ihre Prognose für das Jahr 2015 im Vergleich zur Gemeinschaftsdiagnose vom Herbst 2014 merklich nach oben revidierten, erhöhte der IWF seine Prognose vom Januar 2016 im Vergleich zu der vom Oktober 2015 lediglich um 0,1% auf 1,7% für 2016 und um 0,2% ebenfalls auf 1,7% für 2017. 8 Es wird erwartet, dass die Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2016 real um 2% ansteigen und somit das Wirtschaftswachstum weiterhin unterstützen. 9

2. Bra n chenbezogene Rahmenbedingungen: Automobilkonjunktur

Die beiden großen Automobilmärkte USA und China erreichten im Kalenderjahr jeweils neue Höchststände, während Westeuropa das beste Niveau seit fünf Jahren erreichte. In Brasilien, Russland und Japan hingegen ging der Neuwagenabsatz zurück, wobei der Rückgang in Japan lediglich schwach war. 10

Die Zulassungszahlen in Europa (EU28) sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Oktober 2013 bis September 2014 in den Monaten Oktober 2014 bis September 2015, also im Geschäftsjahr der Gesellschaft, um fast 8 % von 12.413 Tsd. Einheiten auf 13.388 Tsd. Einheiten angestiegen. Damit ist insgesamt eine weitere Erholung des europäischen Marktes im Geschäftsjahr 2014/15 zu sehen. Auf allen Top-5-Märkten ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus zu verzeichnen: Deutschland erhöhte sein Neuzulassungsvolumen um fast 5 % von 3.017 Tsd. auf 3.163 Tsd. Fahrzeuge, in Frankreich ist ein Anstieg um über 3% von 1.818 Tsd. Einheiten auf 1.880 Tsd. Einheiten und in Italien um über 13 % von 1.333 Tsd. Einheiten auf 1.512 Tsd. Einheiten zu verzeichnen. In Großbritannien ergibt sich eine Zunahme um fast 8 % von 2.428 Tsd. Einheiten auf 2.615 Tsd. Einheiten. Spitzenreiter ist Spanien, wo eine Zunahme der Neuzulassungen im zweistelligen Bereich von über 22 % von 817 Tsd. auf 999 Tsd. Einheiten zu verzeichnen ist. Diese Entwicklung hielt auch im Zeitraum Oktober bis Dezember 2015 im Vergleich zum Oktober bis Dezember 2014 weiter an. 11

Nachdem sich der Pkw-Inlandsmarkt im Kalenderjahr 2014 sowie auch im Geschäftsjahr 2013/14 erwartungsgemäß positiv entwickelt hat, setzte sich der positive Trend auch im Zeitraum Oktober 2014 bis September 2015 fort, so dass im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein deutlicher Anstieg der Zulassungszahlen von annähernd 5 % zu verzeichnen ist. Die deutsche Automobilindustrie hat damit erneut ihre globale Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt und setzt ihre Stabilisierung weiter fort. 12

Im Geschäftsjahr 2014/15 ist in Deutschland sowohl bei den Exporten ein Anstieg um fast 2% von 4.314 Tsd. Einheiten auf 4.391 Tsd. Einheiten als auch bei der inländischen Produktion um annähernd 2 % von 5.597 Tsd. Einheiten auf 5.693 Tsd. Einheiten im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013/2014 zu verzeichnen. Die deutsche Automobilindustrie, deren Anteil am Welt-Pkw-Markt rund ein Fünftel beträgt, hat sich auf die Marktveränderungen eingestellt und hält Schritt mit der Entwicklung des Pkw-Weltmarktes, was sich deutlich an der derzeitigen positiven Entwicklung erkennen lässt. Der PKW-Inlandsmarkt, die Exporte sowie die Produktion sind somit weiter auf Wachstumskurs. Dies ist auch an den Ist-Zahlen für das letzte Quartal des Kalenderjahres 2015 zu erkennen. Die Anzahl der Neuzulassungen steigt um durchschnittlich 5,9%, die der Exporte um 2,9% und die der Produktion um 2,8%, wobei die Exporte und inländische Produktion im Dezember 2015 sogar unter Vorjahresniveau liegen. 13

Die aktuelle Entwicklung im Zusammenhang mit dem sogenannten Volkswagen-Abgasskandal können auf ihre künftige Wirkung momentan noch nicht abgeschätzt werden.

B. Personal

Die Anzahl der Arbeitnehmer zum 30. September 2015 hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 71 auf 790 reduziert. Die Gesellschaft beschäftigte zum 30. September 2015 fünf gewerbliche Arbeitnehmer und 785 Angestellte.

C. Umweltschutz

Die Johnson Controls-Gruppe wendet erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen auf, um Umwelt- und Arbeitsschutzgesetze einzuhalten, und führt Verfahren zur Förderung und Sicherung der Compliance durch. Umweltschutzaspekte sind Teil sämtlicher wichtigen Investitionsentscheidungen.

Durch diverse Recyclingprojekte werden erhöhte Anstrengungen unternommen, um Ausschussmaterial wieder in den Produktionsprozess zurückzuführen und dadurch Materialverbräuche zu reduzieren sowie Umweltbelastungen zu minimieren.

Entsprechend der Empfehlungen des Funktionsbereiches "Health, Safety and Environment" sowie der Risiko- und Kosteneinschätzung externer Gutachter wurde ein mögliches Verpflichtungspotential aus verschiedenen Sachverhalten geprüft. Wesentliche Umweltrisiken sind zum heutigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

D. Geschäftsverlauf

Die bedeutsamen zur internen Steuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sowie der Gesellschaft sind die "Sales" sowie das auf Grundlage US-amerikanischer Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) ermittelte "Segment Income" (SINC). Der wesentliche Effekt aus der Überleitung der nach US GAAP ermittelten "Sales" ergibt sich aus der Ausweisänderung der Piece Price Einnahmen. Das "Segment Income" ermittelt sich durch "Sales" abzüglich "Costs of Goods/ Service Sold". Von der sich so ergebenden "Gross Margin" werden die "SGA - Selling, General and Administrative Expenses" abgezogen. Dies ergibt dann das "Segment income". Dies entspricht grundsätzlich dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die wesentlichen Effekte stellen Ausweisänderungen im Bereich der Intercompany Weiterbelastungen wie u.a. Lizenzgebühren sowie Transferpreisanpassungen dar. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach HGB enthält zudem das Finanzergebnis. Zu den wesentlichen Bewertungsunterschieden zwischen HGB und US GAAP verweisen wir auf den Anhang.

Zum 30. September 2015 betrugen die Net Sales T€ 703.225 (Vorjahr: T€ 408.595) und das SINC T€ 204.532 (Vorjahr: T€ 42.621).

Wichtiger nicht finanzieller Leistungsindikator mit interner Steuerungsrelevanz ist die Arbeitssicherheit, welche zur Minimierung der Arbeitsunfälle in unseren Werken beiträgt und quantitativ durch Dokumentation der Anzahl an Arbeitsunfällen nachgehalten wird.

Die Johnson Controls GmbH, Burscheid, ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit im Rahmen von Service- und Dienstleistungsfunktionen allerdings nur zum Teil direkt von den Entwicklungen der Automobilindustrie betroffen. Dennoch muss das Management der Gesellschaft die Marktsituation in der Planung und Ausrichtung der Gesellschaft einbeziehen und Kostenreduzierungen durchführen, was sich auch in der Durchführung von Restrukturierungsmaßnahmen ausdrückt.

Die Umsätze für das Geschäftsjahr 2014/15 sind erwartungsgemäß gestiegen (T€ 1.305.047; Vorjahr T€ 1.119.471) und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (T€ 20.342; Vorjahr: T€ -78.496) ist positiv, da im Geschäftsjahr 2014/15 keine Aufwendungen für Verlustübernahmen anfielen. Diese Umsatzentwicklung entspricht einem prozentualen Anstieg von 16,6 % (Vorjahr: 11,7%).

Mit Wirkung zum 1. Mai 2015 wurde gemäß Kauf- und Übertragungsvertrag der Geschäftsbetrieb Interiors an die Johnson Controls Interiors Management Germany Ltd & Co. KG, Neuss (jetzt: Yanfeng Europe Automotive Interior Systems Management Limited & Co. KG, Neuss) veräußert. Die Mitarbeiter dieses Geschäftsbetriebs sind im Rahmen des Betriebsüberganges gemäß § 613a BGB auf das übernehmende Unternehmen übergegangen. Wesentliche Auswirkungen ergaben sich insbesondere im Bereich des Anlagevermögens sowie der sonstigen betrieblichen Erträge.

Im Zusammenhang mit der Finanzierung wurde aufgrund des Gesellschafterbeschlusses vom 30. Juli 2015 eine Entnahme aus der Kapitalrücklage gem. §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB der Johnson Controls Roth Frères INSITU Technologie GmbH, Waghäusel, in Höhe von EUR 42.818.466,00 vorgenommen und an unsere Gesellschaft ausgezahlt.

Mit Beschluss vom gleichen Datum wurden zudem Entnahmen aus der Kapitalrücklage gem. §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB unserer Gesellschaft beschlossen und erfolgten zum einen in Höhe von EUR 53.409.358,04 von der erste JCI Holding GmbH, Burscheid, sowie zum anderen in Höhe von EUR 3.409.107,96 von der JCI Beteiligungs GmbH, Burscheid.

Des Weiteren wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 22. Dezember 2014 eine Entnahme aus der Kapitalrücklage gem. §272 Abs. 2 Nr.4 HGB in Höhe von EUR 35.380.000,00 vorgenommen und an die erste JCI Holding GmbH, Burscheid, ausgezahlt.

Zu den hieraus resultierenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verweisen wir zudem auf die entsprechenden Ausführungen zur Lage der Gesellschaft im Abschnitt E.

E. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2014/15
T€
2013/14
T€
Umsatz 1.305.047 1.119.471
Bruttoergebnis vom Umsatz 25.394 1.748
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 20.342 -78.496

Die Umsatzerlöse resultieren aus Management-, Dienst- und Entwicklungsleistungen sowie aus dem Contract Manufacturing Modell. Die Management- und Dienstleistungen ergeben sich im Wesentlichen aus Leistungen an europäische Tochterunternehmen der Johnson Controls Inc. mit Sitz in Milwaukee, Wisconsin/ USA. Die Entwicklungsleistungen werden sowohl für verbundene Unternehmen als auch direkt für Automobilhersteller erbracht. Die Umsätze des Contract Manufacturing Modells werden überwiegend mit verbundenen Unternehmen im Business der Herstellung von Sitzbezügen (TRIM Business) erzielt.

Die Umsätze im Geschäftsjahr 2014/15 stiegen um T€ 185.576 auf T€ 1.305.047. Dies bedeutet eine Erhöhung des Umsatzes um 16,6 %. Die Herstellungskosten stiegen im Vergleichszeitraum um T€ 161.929 auf T€ 1.279.652 (+14,5 %).

Im Einzelnen stellt sich die Entwicklung der beiden Bereiche wie folgt dar:

Management- und Entwicklungsleistungen 2014/15
Mio. €
2013/14
Mio. €
Umsatz 687 735
Herstellungskosten 679 709
Bruttoergebnis vom Umsatz 8 26
Lohnfertigung 2014/15
Mio. €
2013/14
Mio. €
Umsatz 618 384
Herstellungskosten 600 409
Bruttoergebnis vom Umsatz 18 -25

Die Erhöhung der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus dem Bereich Contract Manufacturing in Höhe von T€ 617.713 (Vorjahr T€ 383.980). Die Umsatzerlöse im Bereich Management- und Entwicklungsleistungen für die Johnson Controls Gruppe bzw. die Automobilhersteller leicht gestiegen annähernd auf Vorjahresniveau.

Die Herstellungskosten für Unterstützungs- sowie Entwicklungsleistungen (T€ 679.250) entwickelten sich proportional zu den Umsatzerlösen.

Die Herstellungskosten für das Contract Manufacturing Modell beliefen sich im Geschäftsjahr auf T€ 600.402 und sind damit unterproportional zu den Umsätzen angestiegen. Insgesamt hat sich das Bruttoergebnis vom Umsatz um T€ 23.646 auf T€ 25.394 verbessert. Hierbei ist hervorzuheben, dass sich das originäre Geschäft der JC GmbH als Dienstleister für Management- und Entwicklungsleistungen für die europäischen Johnson Controls Gesellschaften im Vergleich zum Vorjahr leicht positiv entwickelt hat. Diese Entwicklung wird durch die positive Entwicklung im Bereich der Lohnfertigung verstärkt.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich von T€ -78.496 auf T€ 20.342. Diese positive Veränderung resultiert insbesondere aus um T€ 53.791 rückläufigen Aufwendungen aus der Verlustübernahme sowie durch den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, während die gestiegenen allgemeinen Verwaltungskosten diese Entwicklung gegenläufig kompensieren.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden keine Beteiligungen außerplanmäßig abgeschrieben.

Aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Johnson Controls Roth Frères INSITU Technologie GmbH, Waghäusel, ergeben sich Erträge aus der Gewinnabführung in Höhe von T€ 4.076 (Vorjahr: T€ 53.791 Aufwendungen aus der Verlustübernahme).

Die Vertriebskosten entwickelten sich überproportional zu den Umsatzerlösen aus dem Contract Manufacturing.

Die allgemeinen Verwaltungskosten sind um T€ 14.906 auf T€ 31.155 angestiegen. Dies ist im Wesentlichen Folge aus dem starken Anstieg der Aufwendungen für Konzernumlagen für empfangene Leistungen, insbesondere zurückzuführen auf die Umsatzerlöse der Werke in Piteşti und Ploieşti, Rumänien ("TRIM" Geschäft).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf Grund von positiven Fremdwährungseffekten, höheren Erträgen aus der Kostenweiterbelastungen und Erträgen aus dem Verkauf von Anlagengütern (insbesondere im Zusammenhang mit den Interiors-Aktivitäten) angestiegen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist wesentlich begründet durch gesunkene Restrukturierungsaufwendungen von T€ 4.630 (Vorjahr: T€ 11.833) sowie ausgebliebene Aufwendungen für Drohverlustrückstellungen (Vorjahr: T€ 13.951)

Das Zinsergebnis in Höhe von T€ -551 (Vorjahr: T€ 1.042) resultiert aus einem starken Rückgang der Zinserträge aus gewährten Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 11.161 (Vorjahr: T€ 14.785) und demgegenüber weniger stark gesunkenen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

2. Finanzlage

2015
T€
2014
T€
1. +/- Jahresüberschuss / -fehlbetrag vor Ergebnisabführung 20.110 -78.487
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 28.374 60.441
3. +/- Zunahme / Abnahme von Rückstellungen -17.712 -3.698
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 3.400 7.009
5. -/+ Gewinn / Verlust aus Anlageabgängen 5.984 2.603
6. +/- Abnahme / Zunahme der Vorräte, Forderungen und sonstigen Aktiva -417.363 69.728
7. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva 341.613 116.714
8. = Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -47.562 174.310
9. + Einzahlungen korrigiert um Gewinn und Verlust aus Anlagenabgang 10.959 -1.788
10. - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -4.579 -56.577
11. - Auszahlung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6.000 0
12. + Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 54.618 0
13. = Cash Flow der Investitionstätigkeit 54.998 -58.365
14. +/- Veränderung des Cash-Pool-Kontos 431.280 58.221
15. - Auszahlung aufgrund Entnahme aus Kapitalrücklage und Gewinnausschüttung -92.198 0
16. +/- Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -350.805 -169.062
17. = Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -11.723 -110.841
18. + zahlungswirksame Veränderungen der Finanzmittelbestände -4.287 5.104
19. Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 8.037 2.933
20. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 3.750 8.037

Der ausgewiesene Finanzmittelbestand am Ende der Periode spiegelt die Guthaben bei Kreditinstituten wieder. Bei der Beurteilung der Finanzlage ist zu berücksichtigen, dass die Gesellschaft als Cash-Pool-Führerin in das Cash-Management der Johnson Controls-Gruppe eingebunden ist und die Finanzierung der Konzerngesellschaften sicherstellt. Die Liquidität war zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr gefährdet.

Zur Verminderung des Währungsrisikos wurden Devisentermingeschäfte durch die JC GmbH abgeschlossen. Diese Geschäfte beziehen sich auf die Kurssicherung aller Zahlungsströme in Fremdwährung aus dem operativen Geschäft. Abgesichert wurden Fremdwährungsverbindlichkeiten sowie Fremdwährungsforderungen innerhalb der Johnson Controls-Gruppe. Die Absicherungen dienen ausschließlich der Reduzierung des durch die Transaktionen in fremder Währung hervorgerufenen Risikos. Die Kurssicherung betraf im Geschäftsjahr 2014/15 die Währungen US-Dollar, tschechische Kronen, britische Pfund, polnische Zloty, japanische Yen, rumänische Leu, ungarische Forint sowie schwedische Kronen. Die durchgeführten Transaktionen erfolgten zentral für alle Konzerngesellschaften stets in Abstimmung mit der Finanzmitteldisposition der Johnson Controls-Gruppe in Brüssel und haben Laufzeiten bis zu einem Jahr.

3. Vermögenslage

Die Vermögensstruktur nach Fristigkeiten stellt sich per 30. September 2015 wie folgt dar:

30.09.2015 30.09.2014 Veränderung zum Vorjahr
T€ in % T€ in % T€ in %
Langfristiges Vermögen 864.792 36,0 942.180 37,4 -77.388 -8,2
Kurzfristiges Vermögen 1.536.104 63,9 1.565.179 62,2 -29.075 -1,9
Rechnungsabgrenzungsposten 1.482 0,1 10.722 0,4 -9.240 -86,2
Gesamt 2.402.378 100,0 2.518.081 100,0 -115.703 -4,6

Die Bilanzsumme sinkt im Vergleich zum Vorjahr von T€ 2.518.081 um T€ 115.703 auf T€ 2.402.378. Die Veränderung resultiert insbesondere aus dem Rückgang des langfristigen Vermögens. Gleichzeitig haben sich das kurzfristige Vermögen und der Rechnungsabgrenzungsposten auch vermindert.

Der deutliche Rückgang des langfristigen Vermögens ist im Wesentlichen auf die basierend auf dem Gesellschafterbeschluss vom 30. Juli 2015 erfolgte Entnahme aus der Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB der Johnson Controls Roth Frères INSITU Technologie GmbH, Waghäusel, in Höhe von EUR 42.818.466 und den damit im Zusammenhang stehenden Rückgang des Beteiligungsansatzes der Gesellschaft zurückzuführen.

Zudem hat die Gesellschaft, wie bereits im Geschäftsverlauf dargestellt, im Geschäftsjahr 2014/15 das mit dem veräußerten "Interiors"-Geschäftsbetrieb im Zusammenhang stehende Anlagevermögen veräußert, was neben den laufenden Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände zu einem Rückgang des langfristigen Vermögens führt.

Die Rückgang des kurzfristigen Vermögens resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen und zwar insbesondere aufgrund der um T€ 62.357 auf T€ 1.112.398 (Vorjahr: T€ 1.174.755) gesunkenen Cash-Pool Forderungen. Gegenläufig sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 83.724 (Vorjahr: T€ 69.471) sowie die Forderungen gegen die Gesellschafterin aus dem Ergebnisabführungsvertrag um T€ 4.076 auf T€ 194.630 angestiegen. Die Reduzierung der Rechnungsabgrenzungsposten ist im Wesentlichen bedingt durch die im Vorjahr geleisteten Leasingvorauszahlungen für das bewegliche Anlagevermögen (Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung).

Die Kapitalstruktur nach Fristigkeiten stellt sich per 30. September 2015 wie folgt dar:

30.09.2015 30.09.2014 Veränderung zum Vorjahr
T€ in % T€ in % T€ in %
Eigenkapital 575.717 24,0 667.915 26,5 -92.198 -13,8
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 9.022 0,4 9.129 0,4 -106 -1,2
Kurzfristiges Fremdkapital 1.817.640 75,6 1.841.037 73,1 -23.398 -1,5
Gesamt 2.402.378 100,0 2.518.081 100,0 -115.703 -4,6

Die Eigenkapitalquote verschlechtert sich von 26,5% auf 24,0 %.

Der Rückgang ist durch den Rückgang des Eigenkapitals sowie des kurzfristigen Fremdkapitals begründet. Der Rückgang im Eigenkapital ergibt sich aufgrund der im Folgenden dargestellten Sachverhalte.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. Dezember 2014 wurde beschlossen, einen Betrag in Höhe von EUR 35.380.000,00 aus der Kapitalrücklage gem. §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB unserer Gesellschaft zu entnehmen und an die Gesellschafterin Erste JCI Holding GmbH ausgeschüttet. Mit Beschluss vom 30. Juli 2015 wurden zudem Entnahmen aus der Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB unserer Gesellschaft beschlossen und erfolgten zum einen in Höhe von EUR 53.409.358,04 von der erste JCI Holding GmbH, Burscheid, sowie zum anderen in Höhe von EUR 3.409.107,96 von der JCI Beteiligungs GmbH, Burscheid.

Das kurzfristige Fremdkapital sank im Vergleich zum Vorjahr um T€ 23.398 auf T€ 1.817.640. Dies ist insbesondere durch den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von T€ 881.775 auf T€ 530.970 aufgrund geringerer Inanspruchnahme von bestehenden Kreditlinien begründet. Die Steigerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen auf höhere Verpflichtungen aus dem Contract Manufacturing zurückzuführen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert insbesondere aus gestiegenen Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling gegenüber verbundenen Unternehmen. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Ergebnisabführungsvertrag um T€49.885 vermindert. Die Rückstellungen sind um T€ 14.312 auf T€ 62.152 gesunken, wobei die Pensionsrückstellungen angestiegen sind, während die sonstigen Rückstellungen zurückgegangen sind.

III. Nachtragsbericht

Am 24. Juli 2015 wurde von der Konzernmutter Johnson Controls Inc., Milwaukee/ USA, kommuniziert, dass geplant ist, die Automotive Sparte des Konzern zur eigenständigen Adient-Gruppe abzuspalten und im Geschäftsjahr 2016/17 an der New York Stock Exchange zu notieren (Spin-Off).

Mit dieser Entscheidung sind für die Gesellschaft Unsicherheiten und Risiken verbunden. Diese resultieren aus der zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung noch nicht vollständig ausgearbeiteten Struktur der Übertragung des Geschäfts auf Adient sowie aus gegebenenfalls hohen Kosten und deutlicher Belastung des Managements durch die Transaktion. Insgesamt könnten sich aus dem Spin-Off negative Konsequenzen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

Aus diesem Grund hat die Johnson Controls Holding Company Inc., Plymouth, Minnesota/ USA, am 8. April 2016 eine Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 31. Mai 2018 abgegeben. Danach ist die Johnson Controls Holding Company Inc., Plymouth, Minnesota/ USA, im Innenverhältnis verpflichtet, unsere Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese in der Lage ist, ihre Verpflichtungen während dieses Zeitraums jederzeit zu erfüllen.

Für den Geschäftsbereich Automotive insgesamt wird erwartet, dass dieser Spin-Off durch die Konzentration auf unser Kerngeschäft und die Verfügbarkeit von Mitteln für Investitionen in Neugeschäft mittel- und langfristig Chancen für eine positive Entwicklung bietet.

IV. Chancen- , Risiko- und Prognosebericht

A. Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestands-gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der Johnson Controls-Gruppe eingebunden. Darüber hinaus werden durch die Konzerngeschäftsleitung in periodischen Abständen aktuelle Einschätzungen über Risikopotentiale der Gesellschaft vorgenommen und ausgewertet.

Hinsichtlich des rechtzeitigen Erkennens von wesentlichen Risiken erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der kurz- und langfristigen Unternehmensplanung sowie die regelmäßige Überwachung und Aktualisierung unseres internen Kontrollsystems auch im Zusammenhang mit den Anforderungen der US-Börsenaufsicht.

Ein wesentlicher Teil unseres Risikomanagementsystems ist eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres. Die Planung wird im Rahmen von quartalsmäßigen Fortschreibungen ("Forecast") an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst. Ferner werden im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an die Sektor- bzw. Segmentleitung die Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Funktionsbereichen frühzeitig zu erkennen. Schließlich werden regelmäßige bereichsübergreifende Kostenmeetings durchgeführt. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Besprechungen werden dazu genutzt, die Kontrollen sowie die Effizienz in den Prozessabläufen zu verbessern.

2. Risiken

Auf Grundlage des dargestellten Risikomanagementsystems erfolgt dabei vor allem eine differenzierte Betrachtung der folgenden Risikokategorien:

Strategische Risiken

Markt- und Absatzrisiken

Finanzrisiken

Politische / rechtliche und gesellschaftliche Risiken

Die oben genannten Risikokategorien unterliegen weiterhin einer strengen Überwachung durch die verantwortlichen Organe unserer Gesellschaft. Grundsätzlich ist die Gesellschaft von der europäischen Automobilkonjunktur abhängig und indirekt sehr stark von der weiteren Entwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten. Risikoorientierte Handlungsszenarien wurden für alle Funktionsbereiche erarbeitet und in einen Maßnahmenkatalog der Johnson Controls-Gruppe eingearbeitet. Im Bedarfsfall können diese zielgerichtet eingesetzt werden.

Aufgrund des dargestellten Risikomanagementsystems wurden von uns im Einzelnen insbesondere folgende Risiken identifiziert:

Absatzrisiko mit den daraus resultierenden Auslastungsrisiken

Insolvenzrisiko bei Lieferanten

Marktrisiko mit dem daraus resultierenden Kostendruck durch die Kunden

Personalrisiken

Den Risikograd der identifizierten Risiken schätzen wir als gering ein, da hierauf wie folgt reagiert und diese somit wie dargestellt abgesichert werden.

Dem Absatzrisiko, das sich aus Volumenrückgängen sowie auch aus dem Auslaufen von bestehenden Aufträgen oder dem Verlust von Folgeaufträgen ergibt, mit den daraus resultierenden Auslastungsrisiken sowie dem Marktrisiko mit dem daraus resultierenden Kostendruck durch die Kunden wird mittels einer zeitnahen Produktionssteuerung und einer fortlaufenden Überwachung und Planung innerhalb der Johnson Controls-Gruppe entgegengewirkt. Zudem wird versucht, weitere Aufträge sowie insbesondere Folgeaufträge zu akquirieren, um dem Auslastungsrisiko entgegen zu wirken. In diesem Zusammenhang unterliegt auch das Risiko von Standortverlagerungen von Kunden ins Ausland einer genauen Überwachung.

Dem Insolvenzrisiko bei Lieferanten wird durch ein zeitnahes Lieferantenmanagement entgegengewirkt. Es wird versucht, der Abhängigkeit von Lieferanten durch Erweiterung des Lieferantenkreises entgegenzuwirken. Zudem unterliegt das Insolvenzrisiko bei Lieferanten einer gesonderten Überwachung durch das Management. Hier werden in ständiger Aktualisierung Handlungsszenarien erarbeitet.

Damit das Unternehmen fortbestehen und sich entwickeln kann, müssen wir hochqualifizierte Manager und Mitarbeiter einstellen, halten und weiterbilden. Nur mit diesen Führungsqualitäten und -kapazitäten und dem dazugehörigen Wissen und der Erfahrung können wir unsere Ziele erreichen und den strategischen Plan ausführen. Organisatorische Änderungen und Änderungen im Reporting können zu einer erhöhten Fluktuation führen. Zusätzlich kann eine erhöhte Fluktuation oder das Unvermögen, qualifizierte Mitarbeiter anzuwerben oder zu halten, einen negativen Effekt auf das operative Ergebnis haben. Personalrisiken aus der Fluktuation von Leistungsträgern begegnen wir durch umfangreiche Förderungsmaßnahmen und regelmäßig stattfindenden Performance-Reviews. Das Vergütungssystem wird durch externe Berater begutachtet.

Zu den potenziellen Risiken, die sich aus dem Spin-Off ergeben können, verweisen wir auf den "Nachtragsbericht".

In diesen aufgeführten Punkten sehen wir grundsätzlich ein inhärentes entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko, dem durch regelmäßige Kontrolle der kurz- und langfristigen Unternehmensplanung sowie durch die regelmäßige Überwachung durch uns Rechnung getragen wird.

Unter Vorbehalt der üblichen branchenbedingten Geschäftsrisiken, den vorgenannten Risiken sowie den aktuellen Entwicklungen sehen wir zur Zeit keine weiteren besonders hervorzuhebenden, insbesondere keine bestandsgefährdenden Risiken. Der Fortbestand des Unternehmens ist nicht gefährdet.

B. Chancenbericht

Durch die ausgeprägte Kundenorientierung der Johnson Controls-Gruppe und eine intensive Zusammenarbeit auf allen Ebenen wird weiter daran gearbeitet, die Voraussetzungen zu schaffen, neue Entwicklungsaufträge zu erzielen, und damit auch mittelbar das Geschäft der Johnson Controls GmbH zu stärken. Weiterhin wird durch permanente Kostensenkungsmaßnahmen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Gesellschaft verbessert. Weiterhin ist im derzeitigen Marktumfeld die hervorragende Kapitalausstattung der Johnson Controls-Gruppe ein Vorteil im Wettbewerb um zukünftige Aufträge. Hierdurch kann die Johnson Controls-Gruppe dem Kunden dauerhafte Lieferfähigkeit gewährleisten. Langfristig werden zudem Chancen aus dem Geschäftsfeld Contract Manufacturing gesehen.

Zu den potenziellen Chancen, die sich aus dem Spin-Off ergeben können, verweisen wir auf den "Nachtragsbericht".

Aktuell werden darüber hinaus weitere strategische Optionen vom Management geprüft.

C. Prognosebericht

Wie unter Abschnitt II. D. "Geschäftsverlauf" dargestellt sind die bedeutsamen zur internen Steuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sowie der Gesellschaft die "Sales" sowie das auf Grundlage US-amerikanischer Rechnungslegungs-vorschriften (US GAAP) ermittelte "Segment Income" (SINC). Dies entspricht grundsätzlich dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, jedoch ohne das darin enthaltene Finanzergebnis und die Restrukturierungsaufwendungen.

Die Johnson Controls GmbH als Europazentrale beschreitet weiter den Weg als Service- und Entwicklungszentrale für die europäischen Produktionsunternehmen der Johnson Controls- Gruppe. Durch die weitere Flexibilisierung der Fertigungsstruktur, Kostensenkungsmaßnahmen, Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität bzw. der Weiterführung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in allen Bereichen des Unternehmens die Erreichung der Unternehmensziele unterstützt.

Zu der Entscheidung des geplanten Spin-Offs verweisen wir auf den "Nachtragsbericht".

Im Zusammenhang mit dem Spin-Off ist für die JC GmbH eine rückwirkende Ausgliederung durch Aufnahme der Automotive Sparte auf die Johnson Controls Services GmbH, Burscheid zum 1. Oktober 2015 geplant. Die Mitarbeiter dieser Werke gehen im Rahmen des Betriebsüberganges gemäß § 613a BGB auf die Johnson Controls Services GmbH, Burscheid, über.

Unter Berücksichtigung der derzeitigen Planung und Auftragssituation, die den o.g. Spin-Off noch nicht berücksichtigt, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2015/16 höhere Net Sales, wobei sich die Erholung der Automobilindustrie auch positiv auf den Bereich Contract Manufacturing auswirken sollte. Wir erwarten aufgrund der prognostizierten positiven Umsatzentwicklung insgesamt für das Geschäftsjahr 2015/16 ein höheres SINC Ergebnis als im Geschäftsjahr 2014/15.

Für das Geschäftsjahr 2016/17 erwarten wir sinkende Net Sales sowie ein geringeres SINC als in 2014/15 und 2015/16.

Aktuell werden darüber hinaus weitere strategische Optionen sowie eventuelle Schließungs- und/oder Restrukturierungsmaßnahmen vom Management geprüft, sodass es eventuell zu weiteren kurzfristigen Maßnahmen kommen kann.

 

Burscheid, den 22. April 2016

Brian John Stief

Brian James Cadwallader

Dr. Reiner Spatke

1 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Schlaglichter der Wirtschaft, Monatsbericht 1/16 vom 18. Dezember 2015
2 Vgl. World Bank Group, Global Economic Prospects, Washington / USA, Januar 2016
3 Vgl. Internationaler Währungsfond, WEO Update January 2016
4 Vgl. Europäische Kommission Pressemitteilung 5. November 2015: Herbstprognose 2015: Moderate Erholung trotz angespannter Lage.
5 Vgl. European Commission, European Economic Forecast Winter 2016, February 2016
6 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Schlaglichter der Wirtschaft, Monatsbericht 1/16 vom 18. Dezember 2015
7 Vgl. Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Januar 2016
8 Vgl. Internationaler Währungsfond, WEO Update January 2016
9 Vgl. GFK, Pressemitteilung Privater Verbrauch auch weiterhin Stütze der Wirtschaft?, 3. Februar 2016
10 Vgl. VDA: Autojahr 2015: Dynamik in Westeuropa setzt sich fort, Pressemitteilung vom 15. Januar 2016
11 Vgl. VDA: Monatszahlen Oktober 2013 bis Dezember 2015.
12 Vgl. VDA: Monatszahlen Oktober 2013 bis September 2015.
13 Vgl. VDA: Monatszahlen Oktober 2013 bis Dezember 2015.

Bilanz

Aktiva

30.09.2015
30.09.2014
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.631.903,73 4.379.143,71
2. Geschäfts- oder Firmenwert 46.096.040,99 67.990.138,99
  49.727.944,72 72.369.282,70
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.856.311,26 21.524.401,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.683.142,00 9.792.472,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.457.203,01 2.629.457,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 7.844.802,50 10.023.236,11
  37.841.458,77 43.969.566,39
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 777.222.721,71 825.841.187,71
  864.792.125,20 942.180.036,80
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.904.547,07 25.358.798,89
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 113.497.915,42 128.512.186,56
3. Fertige Erzeugnisse 7.164.554,65 6.743.116,23
4. Erhaltene Anzahlungen -78.507.437,78 -89.173.134,79
  69.059.579,36 71.440.966,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.395.238,48 37.362.540,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.394.555.397,70 1.438.580.317,44
3. Sonstige Vermögensgegenstände 29.344.250,30 9.758.097,52
  1.463.294.886,48 1.485.700.955,17
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.749.649,62 8.036.911,88
  1.536.104.115,46 1.565.178.833,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.482.160,22 10.722.052,52
  2.402.378.400,88 2.518.080.923,26

Passiva

   
  30.09.2015
30.09.2014
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 575.467.156,34 667.665.622,34
III. Gewinnrücklage 223.866,29 223.866,29
  575.716.587,22 667.915.053,22
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.958.395,00 7.267.438,00
2. Steuerrückstellungen 245.580,36 245.580,26
3. Sonstige Rückstellungen 53.948.036,80 68.951.006,94
  62.152.012,16 76.464.025,20
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 530.969.995,00 881.775.391,92
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.040.164,80 64.984.924,40
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.147.845.798,59 825.105.238,57
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.653.843,11 1.836.289,95
(davon aus Steuern € 2.630.294,56; Vorjahr: € 1.791.272,61)    
  1.764.509.801,50 1.773.701.844,84
  2.402.378.400,88 2.518.080.923,26

Gewinn- und Verlustrechnung

2014/15
2013/14
1. Umsatzerlöse 1.305.046.567,71 1.119.470.926,62
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -1.279.652.129,76 -1.117.722.722,77
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 25.394.437,95 1.748.203,85
4. Vertriebskosten -4.650.436,44 -2.708.846,53
5. Allgemeine Verwaltungskosten -31.155.427,59 -16.249.264,01
6. Sonstige betriebliche Erträge 40.985.918,39 23.409.413,63
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.757.396,19 -29.366.446,31
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge    
(davon aus verbundenen Unternehmen € 11.139.026,61; Vorjahr: € 14.729.082,12) 11.160.931,69 14.784.761,22
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -2.579.667,83
10. Erträge aus Ergebnisabführung 4.075.824,24 0,00
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 -53.790.753,99
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.712.203,98 -13.742.917,67
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 20.341.648,07 -78.495.517,64
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -231.902,62 8.107,21
18. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 78.487.410,43
19. Aufwendungen aus Ergebnisergebnisabführungsvertrag -20.109.745,45 0,00
20. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Johnson Controls GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Er wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren (§ 275 Abs. 3 HGB) aufgestellt.

Zwischen der Johnson Controls GmbH und der Erste JCI Holding GmbH, Burscheid, als Organmutter besteht seit dem 22. September 2010 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Des Weiteren besteht zwischen der Johnson Controls GmbH als Organmutter und der Johnson Controls Roth Frères INSITU Technologie GmbH, Waghäusel, seit dem 16. Juli 2010 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Gesellschafter des Unternehmens

Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 26. Am 30. September 2015 werden die Anteile am Kapital der Gesellschaft von den folgenden Gesellschaftern gehalten:

T€ %
Erste JCI Holding GmbH, Burscheid 24 92
JCI Beteiligungs GmbH, Burscheid 2 8
  26 100

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Grundlagen für die Umrechnung von

Fremdwährungen

Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 150. Diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte beträgt 7 Jahre.

Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 7 Jahren ausgeschöpft.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für das bewegliche Anlagevermögen wurde die lineare Abschreibungsmethode gewählt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuzuordnenden Anschaffungsnebenkosten und die nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparatur- und Instandhaltungskosten werden sofort als Aufwand erfasst.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Sie werden beginnend im Jahr des Zugangs über 5 Jahre mit 20 % abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter € 150 werden direkt im Aufwand erfasst.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile und die Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Das Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Im Geschäftsjahr 2014/ 15 wird vom Wahlrecht nach § 268 Absatz 5 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf der Aktivseite offen von dem Posten "Vorräte" abzusetzen.

Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wird zum Nennbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat September 2015 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 4,06 % (Vorjahr: 4,70 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % (Vorjahr: 2,25 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) zugrunde gelegt.

Rückstellungen fürVerpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet und nach der Projected Unit Credit Methode (PUC) ermittelt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,34 % p.a. (Vorjahr: 3,06 %) und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Zur gesetzlich vorgeschriebenen Sicherung von Wertguthaben für Altersteilzeit nach dem Blockmodell der Altersteilzeit ist seit Juli 2004 zwischen der Erste JCI Holding GmbH, Burscheid, und der Commerzbank AG die Übernahme zur selbstschuldnerischen Bürgschaft für die Altersteilzeitansprüche der Arbeitnehmer der Konzerngesellschaften vertraglich geregelt worden.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen

Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum

beizulegenden Zeitwert.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die unterjährige Verbuchung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten).

Latente Steuern

Latente Steuern werden seit dem Geschäftsjahr 2010/11 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten in die Ermittlung der Organträgerin einbezogen. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die JCI Beteiligungs GmbH, Burscheid, als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Organträgerin erfasst. Somit wird auf den Anhang der JCI Beteiligungs GmbH als Organträgerin verwiesen.

II. Erläuterungen zu Bilanzposten

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:

Gesellschaft Sitz Kapitalanteil direkt und indirekt
%
Bilanzielles Eigenkapital
T€
Jahresüberschussfehlbetrag
T€
Letzter vorliegender Jahresabschluss
Johnson Controls GmbH & Co. KG 1) Espelkamp 100,0 609.119 -3.867 30.09.14
Johnson Controls Interiors GmbH & Co. KG Grefrath 100,0 166.314 -38.864 30.09.14
Johnson Controls Beteiligungs GmbH Espelkamp 100,0 335 8 30.09.14
Johnson Controls Objekt Zwickau GmbH & Co. KG 1) Zwickau 100,0 34.978 2.198 30.09.14
Johnson Controls Objekt Bochum GmbH & Co. KG 1) Bochum 100,0 6.269 -12.812 30.09.14
Johnson Controls Automotive Verwaltungs GmbH 2) Bochum 100,0 107 0,9 30.09.14
Johnson Controls Schwalbach GmbH Saarlouis 100,0 80 0 30.09.14
Johnson Controls Roth Frères INSITU Technologie GmbH Waghäusel 100,0 319.427 0 30.09.15
Johnson Controls INSITU Beteiligungsgesellschaft mbH Grefrath 100,0 34 -4 30.09.14
Johnson Controls Fibrit GmbH & Co. KG Grefrath 99,9 119.671 -4.724 30.09.14
Johnson Controls Headliner GmbH Überherrn 100,0 26.990 0 30.09.14
JC Automotive GmbH Grefrath 100,0 5.723 0 30.09.14
Salus Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH & Co. KG Düsseldorf 99,9 0 159 31.12.14
Johnson Controls Slovenj Gradec d.o.o. Slovenjdec, Slowenien 100,0 13.886 -494 30.09.14
Johnson Controls Peine GmbH Peine 89,6 0 -1.302 30.09.14

1) Kommanditistin

Der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen wurde durch Anwendung des Ertragswertverfahrens bestimmt.

Anteile an verbunden Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzten sich zum 30. September 2015 wie folgt zusammen:

Gesellschaft T€
Johnson Controls GmbH & Co. KG, Espelkamp 566.556
Johnson Controls Roth Frères INSITU Technologie GmbH, Waghäusel 193.956
Johnson Controls Objekt Zwickau GmbH & Co. KG, Zwickau 9.000
Johnson Controls Objekt Bochum GmbH & Co. KG, Bochum 7.274
Johnson Controls Beteiligungs GmbH, Espelkamp 412
Johnson Controls Automotive Verwaltungs GmbH, Bochum 25
  777.223

Im Zusammenhang mit der Finanzierung wurde aufgrund des Gesellschafterbeschlusses vom 30. Juli 2015 eine Entnahme aus der Kapitalrücklage gem. §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB der Johnson Controls Roth Frères INSITU Technologie GmbH, Waghäusel, in Höhe von EUR 42.818.466 vorgenommen und an unsere Gesellschaft ausgezahlt.

2. Vorräte

Die Vorräte belaufen sich auf T€ 69.060 (Vorjahr: T€ 71.441), wobei hiervon T€ 112.320 auf unfertige Entwicklungsleistungen entfallen (Vorjahr T€ 127.201).

Die den Vorräten einzeln zuordenbaren erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von T€ 78.507 wurden offen von den Vorräten abgesetzt.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf T€ 1.463.295 (Vorjahr: T€ 1.485.701), davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Kunden in Höhe von T€ 39.395 (Vorjahr: T€ 37.363). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.394.555 (Vorjahr: T€ 1.438.580) beinhalten Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 83.725 (Vorjahr: T€ 69.471) und Forderungen aufgrund der Tätigkeit als Cash-Pool-Führerin der deutschen Johnson Controls-Gruppe in Höhe von T€ 1.112.398 (Vorjahr: T€ 1.174.755), davon entfallen auf die Gesellschafterin die Erste JCI Holding GmbH, Burscheid Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von T€ 648.947 (Vorjahr: T€ 587.467). Zudem bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von T€ 190.554.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 29.344 (Vorjahr: T€ 9.758) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus ausländischer Vorsteuer in Höhe von T€ 9.104 (Vorjahr: T€ 4.912), debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 2.257 (Vorjahr: T€ 2.952) sowie Erstattungsansprüche aus Kapitalertragsteuer in Höhe von T€ 2.253 (Vorjahr: T€ 0).

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 1.482 (Vorjahr: T€ 10.722) beinhaltet ausschließlich im Voraus gezahlte Aufwendungen.

Die Reduzierung der Rechnungsabgrenzungsposten ist im Wesentlichen auf die in den Vorjahren geleisteten Lizenzgebühren zurückzuführen.

5. Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll einbezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.564,59. Zudem besteht eine zum Vorjahr um EUR 92.198.466 gesunkene Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 575.467.156,34 (Vorjahr: EUR 667.665.622,34) und eine zum Vorjahr unveränderte Gewinnrücklage in Höhe von EUR 223.866,29.

Mit Beschluss vom 30. Juli 2015 wurden zudem Entnahmen aus der Kapitalrücklage gem. §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB unserer Gesellschaft beschlossen und erfolgten zum einen in Höhe von EUR 53.409.358,04 von der erste JCI Holding GmbH, Burscheid, sowie zum anderen in Höhe von EUR 3.409.107,96 von der JCI Beteiligungs GmbH, Burscheid.

Des Weiteren wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 22. Dezember 2014 eine Entnahme aus der Kapitalrücklage gem. §272 Abs. 2 Nr.4 HGB in Höhe von EUR 35.380.000,00 vorgenommen und an die erste JCI Holding GmbH, Burscheid, ausgezahlt.

6. Rückstellungen für Pensionen und s onstige Rückstellungen

Die Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 30.09.2015
T€
Stand 30.09.2014
T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.958 7.267
Steuerrückstellungen 246 246
Sonstige Rückstellungen    
Verpflichtungen gegenüber Lieferanten 19.422 18.941
Rückstellungen für Personal 13.120 11.573
Verpflichtungen gegenüber Kunden 8.937 7.191
Restrukturierungsrückstellungen 2.867 1.050
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 975 14.760
Übrige 8.627 15.436
Summe Sonstige Rückstellungen 53.948 68.951
  62.152 76.464

7. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 15.857. Diese wurden mit Deckungsvermögen (T€ 7.921) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden folgende zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Vereinbarungen klassifiziert: Contractual Trust Agreement (CTA).

Verrechnete Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen)
Wertpapiere des Anlagevermögens
Historische Anschaffungskosten [T€] 7.900
Beizulegender Zeitwert [T€] 7.921
Ertrag aus dem Deckungsvermögen [T€] 21
Verrechnete Pensionsverpflichtungen
Erfüllungsbetrag [T€] 15.857
Aufwendungen in Form von Zinszuführungen    
zu den Altersversorgungsrückstellungen [T€] 692

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt.

8 . Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Gesamt 30.09.2015
TEUR
unter 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 530.970 530.970 0 0
(Vorjahr) (881.775) (881.775) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.040 83.040 0 0
(Vorjahr) (64.985) (64.985) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.147.846 1.147.846 0 0
(Vorjahr) (825.105) (825.105) (0) (0)
davon aus Cash-Pool 1.014.867 1.014.867 0 0
(Vorjahr) (645.823) (645.823) (0) (0)
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.137 52.137 0 0
(Vorjahr) (52.494) (52.494) (0) (0)
davon gegenüber Gesellschaftern 20.110 20.110 0 0
(Vorjahr) (7.663) (7.663) (0 (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.654 2.654 0 0
(Vorjahr) (1.836) (1.836) (0) (0)
Summe 1.764.510 1.764.510 0 0
(Vorjahr) (1.773.702) (1.773.702) (0) (0)

Pfandrechte und ähnliche Rechte bestehen nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Geschäftsjahr 2014/15 überwiegend Lohnsteuerverbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt i.H.v. T€ 1.974 (Vorjahr: T€ 1.783).

9 . Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften resultieren, die in USD, GBP, JPY, HUF, RON, CZK, PLN und SEK denominiert sind, schließen wir Devisentermingeschäfte ab. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen gehen wir aus, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben und strengen internen Kontrollen.

Zum 30. September 2015 handelt es sich bei den eingesetzten Finanzinstrumenten um Devisentermingeschäfte, deren Werte in der folgenden Übersicht dargestellt sind:

Beizul. Zeitwert 30.09.2015 Buchwert 30.09.2015
T€
Währung Umfang GuV-Effekte Aktiva Passiva
(Nominalvol.) Positive Negative
Kauf von Devisen USD 8.582 - 8.405 - 177
Kauf von Devisen GBP 5.493 - 5.260 - 233
Kauf von Devisen JPY 774 789 - - -
Verkauf von Devisen CZK 5.503 - 5.528 - 25
Verkauf von Devisen SEK 3.303 3.167 - - -
Verkauf von Devisen PLN 3.125 2.948 - - -
Verkauf von Devisen GBP 3.069 2.897 - - -
Verkauf von Devisen HUF 2.476 2.369 - - -
Verkauf von Devisen RON 2.212 2.152 - - -

Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen Devisentermingeschäfte. Die Ermittlung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte erfolgt auf Basis von Devisenterminkursen. Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um schwebende Geschäfte. Für die aus diesen schwebenden Geschäften bestehenden drohenden Verluste werden Drohverlustrückstellungen zum 30. September 2015 in Höhe von T€ 435 gebildet (Vorjahr: T€ 269).

Die Devisentermingeschäfte sind fällig zwischen dem 23. September 2015 und 23. September 2016. Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB bestehen nicht.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Neben den bereits dargestellten Auswirkungen auf die Bilanzpositionen ergeben sich aufgrund des Kaufes der "TRIM" Geschäftsaktivitäten (Contract Manufacturing Modell) zweier rumänischen Werke zum 1. September 2015 insbesondere Auswirkungen auf die nachfolgend dargestellten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

2014/15
T€
2013/14
T€
Management- und Dienstleistungen 489.463 478.134
Entwicklungsleistungen 197.871 257.357
Contract Manufacturing 617.713 383.980
Gesamt Umsatzerlöse 1. 305.047 1.1 19.471

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:

Umsatzerlöse nach Regionen 2014 /15
T€
2013/14
T€
Erlöse Inland 685.611 735.053
Erlöse Ausland 619.436 384.419
Gesamt Umsatzerlöse 1. 305.047 1.1 19.471

Die Gesellschaft belastet alle entstandenen Kosten, mit Ausnahme des Ergebnisses der Contract Manufacturing Werke, der Währungsgewinne bzw. -verluste sowie der Zinserträge bzw. -aufwendungen weiter. Die für die verbundenen Unternehmen entstandenen Vertriebs- und Marketingkosten werden auch weiterbelastet und daher unter den Herstellungskosten ausgewiesen.

2. Herstellungskosten

Bei der Gesellschaft handelt es sich nur zum Teil um ein Dienstleistungsunternehmen. Bei diesem Teil werden aufgrund der Geschäftstätigkeit des Unternehmens sämtliche Kosten, wie z. B. die Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge unter den Herstellungskosten ausgewiesen. Im Rahmen des Contract Manufacturing Modells sind Herstellungskosten in Höhe von T€ 578.085 (Vorjahr: T€ 408.800) entstanden.

3. Material- und Personalaufwendungen

Materialaufwand 2014 /15
T€
2013/14
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 548.305 326.259
Aufwendungen für bezogene Leistungen 635.583 648.251
Summe Materialaufwand 1.183.888 954.510
Personalaufwand    
Löhne und Gehälter 89.976 85.420
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 16.481 19.672
davon Altersversorgung -441 1.897
Summe Personalaufwand 106.458 105.092

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten neben Kosten für externe Dienstleister insbesondere solche aus Leistungserbringung und -verrechnung im Konzernverbund.

Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung für Pensionäre sind in Höhe von T€ -441 (Vorjahr: T€ 1.897) unter den Herstellungskosten ausgewiesen.

4. Vertriebskosten

Die Vertriebskosten betragen im Geschäftsjahr 2014/15 T€ 4.650 (Vorjahr: T€ 2.709) und betreffen Ausgangsfrachten für die Contract Manufacturing Werke.

5. Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten betragen im Geschäftsjahr 2014/15 T€ 31.155 (Vorjahr: T€ 16.249) und betreffen Management- und Serviceleistungen für die Contract Manufacturing Werke.

6. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2014/15 in Höhe von T€ 40.986 (Vorjahr: T€ 23.409) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 22.001 (Vorjahr: T€ 2.007), Erträge aus Kostenweiterbelastungen T€ 12.446 (Vorjahr: T€ 6.452), Erträge aus dem Verkauf von Anlagengütern in Höhe von T€ 6.042 (Vorjahr: T€ 0) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 497 (Vorjahr: T€ 6.088).

7. Sonstige betrieblichen Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2014/15 in Höhe von T€ 13.757 (Vorjahr: T€ 29.366) beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 9.065 (Vorjahr: T€ 2.801) sowie Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in unterschiedlichen Bereichen in Höhe von T€ 4.630 (Vorjahr: T€ 11.833). Im Geschäftsjahr 2013/14 waren Aufwendungen aus der Bildung einer Drohverlustrückstellung in Höhe von T€ 13.951 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung zum Stichtag in Höhe von T€ 3.570 (Vorjahr: T€ 889) enthalten.

8. Erträge aus der Ergebnisabführung

Hierbei handelt es sich um den Überschuss, der Johnson Controls Roth Freres INSITU Technologie GmbH in Höhe von T€ 4.076 (Vorjahr: T€ 0), Waghäusel, welcher aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages vereinnahmt.

9 . Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden Erträge im Geschäftsjahr 2014/15 betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 497 (Vorjahr: T€ 6.088).

10 . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von T€ 11.161 (Vorjahr: T€ 14.785) sind im Wesentlichen Zinserträge aus dem Cash-Pooling mit verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 11.139 (Vorjahr: T€ 14.729) sowie Zinserträge aus den positiven Banksalden bei der Bank Mendes Gans in Höhe von T€ 22 (Vorjahr: T€ 54) enthalten.

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 11.712 (Vorjahr: T€ 13.743) sind ausschließlich Zinsen gegenüber der Bank Mendes Gans enthalten.

12. Aufwendungen aus Verlustübernahme

Bei den Aufwendungen handelt es sich im Vorjahr um den Fehlbetrag in Höhe von T€ 53.791 der Johnson Controls Roth Frères INSITU Technologie GmbH, Waghäusel, der aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichen wurde.

13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Grundsätzlich fallen aufgrund der bestehenden gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin, Erste JCI Holding GmbH, keine Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag an.

14. Erträge aus Verlustübernahme

Beim Ertrag aus Verlustübernahme handelt es sich im Vorjahr um den Fehlbetrag in Höhe von T€ 78.487, welcher aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Gesellschafterin Erste JCI Holding GmbH, Burscheid ausgeglichen wurde.

15 . Ergebnisabführung

Gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 22. September 2010 wird der Überschuss der Gesellschaft in Höhe von T€ 20.110 an die Erste JCI Holding GmbH, Burscheid abgeführt.

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen zum Bilanzstichtag als Ersatz von Mietkautionen 95 Garantieverpflichtungen gegenüber den Vermietern in Höhe von T€ 5.340 (Vorjahr: T€ 1.340).

Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von der Gesellschaft bzw. Mitarbeitern nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverträge
Jahr 2016
T€
2017
T€
2018
T€
2019
T€
nach 2019
T€
Gebäude 2.556 2.097 570 540 1.091
Maschinen 103 103 96 96 174
Betriebsausstattung 86 87 88 88 89
Fahrzeuge 5.823 5.344 4.178 1.369 1.797
Total 8.569 7.631 4.930 2.093 3.151

Bei den Leasing- und Mietverträgen handelt es sich um sogenannte Operating Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Vermögensgegenstände führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

3. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2014/15 durch folgende Herren ausgeübt:

Dr. Reiner Spatke, Leiter strategische Planung und Entwicklung Automotive Interiors, JCI Beteiligungs GmbH, Burscheid

Jerome Dennis Okarma, Generalsekretär und Rechtsvorstand, Johnson Controls Inc., Milwaukee, Wisconsin/ USA (bis 1. Oktober 2014)

Robert Bruce McDonald, CFO, Johnson Controls Inc., Milwaukee, Wisconsin/ USA (bis 1. Dezember 2014)

Herr Brian James Cadwallader, Generalsekretär und Rechtsvorstand, Johnson Controls Inc., Milwaukee, Wisconsin /USA, wurde mit Beschluss vom 1. Oktober 2014 und Wirkung ab dem 1. Oktober 2014 sowie

Herr Brian John Stief, CFO, Johnson Controls Inc., Milwaukee, Wisconsin/ USA, mit Beschluss vom 1. Dezember 2014 und Wirkung zum gleichen Tag zum Geschäftsführer bestellt worden.

4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angaben zu den Organbezügen werden unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur ein Geschäftsführer Bezüge für die Ausübung seiner Tätigkeit erhält.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden Pensionen an ehemalige Geschäftsführer in Höhe von T€ 279 bezahlt. Die Rückstellungen für Pensionen für ehemalige Geschäftsführer betragen zum 30. September 2015 T€ 7.166 (Vorjahr: T€ 6.478)

5. Aktienorientierte Vergütung

Die Gesellschaft hat zum 30. September 2015 für Aufwendungen für "Stock appreciation rights" (SAR), die durch die Muttergesellschaft in den USA zugesagt wurden, Rückstellungen in Höhe von T€ 7.388 (Vorjahr: T€ 8.381) gebildet.

6. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2014/15 waren durchschnittlich 824 (Vorjahr: 951) Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer, Auszubildende und Dauerabwesende) bei der Gesellschaft beschäftigt. Diese unterteilten sich wie folgt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 5 (Vorjahr: 5)
Angestellte 819 (Vorjahr: 946)

7. Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr wurden folgende Aufwendungen des zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 30. September 2015 bestellten Abschlussprüfers erfasst (§ 285 Nr.17 HGB):

2014/15
T€
Abschlussprüfungsleistungen 176
Sonstige Leistungen und andere Bestätigungsleistungen 24

8. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug/Erbringung von Dienstleistungen

Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen

Finanzierungen (inkl. Cash-Pooling)

Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten

Abreden im Ein- oder Verkauf

Zusammenfassung der wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen nach Geschäftsarten:

Erbrachte Lieferungen und Leistungen und sonstige Erträge 2014/15
T€
2013/14
T€
Lieferungen 508.141 333.447
Leistungen 547.340 680.828
Zinsen und ähnliche Erträge 11.139 14.729
Gesamt 1.066.620 1.029.004
Empfangene Lieferungen und Leistungen und    
sonstige Aufwendungen    
Lieferungen 158.836 98.154
Leistungen 483.751 544.523
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0
Gesamt 642.587 642.677

9. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss unseres Unternehmens wird in den Konzernabschluss der Johnson Controls Inc., Milwaukee, Wisconsin / USA, einbezogen. Als verbundenes Unternehmen werden entsprechend der Definition des § 271 Abs. 2 HGB alle zum Konsolidierungskreis der Johnson Controls Inc. zu rechnenden Tochter- und Mutterunternehmen angesehen.

Der Konzernabschluss ist erhältlich bei:

 

Johnson Controls Inc., Attn.: Shareholder Services X-32, 5757 N. Green Bay Avenue, P.O. Box 591, Milwaukee, WI 53201 USA, Tel. 001-414-228-2362 oder -2135

Die Johnson Controls GmbH ist daher gemäß § 1 Konzernabschlussbefreiungsverordnung i.V.m. § 292 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und -lagebericht aufzustellen, befreit. Für den kleinsten Konsolidierungskreis auf Ebene der Johnson Controls Interiors GmbH & Co. KG, Grefrath, wird kein gesonderter Konzernabschluss aufgestellt.

Zusätzlich sind die Unterschiede zwischen deutscher und US-Rechnungslegung zu erläutern.

Grundsätzlich unterscheidet sich die Rechnungslegung nach US-Rechnungslegung (US-GAAP) von der nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) in der verfolgten Zielsetzung. Während US-GAAP in erster Linie auf die Versorgung der Investoren mit entscheidungsnützlichen Informationen abstellt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und Vorsichtsprinzips geprägt.

Vorräte

Die Vorräte werden entsprechend international üblichem Vorgehen nach den Vollkosten bewertet. Unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips orientiert sich die Vorratsbewertung nach US-GAAP stärker am Absatzmarkt als nach HGB. Dadurch ergeben sich im Vergleich zum HGB u.U. höhere Wertansätze.

Rückstellungen

Langfristige (>1 Jahr) Rückstellungen werden nach HGB unter Zugrundelegung eines von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes, nach US-GAAP unter Zugrundelegung eines marktüblichen Zinssatzes, bilanziert.

Leasing

Nach HGB ist das Leasingobjekt dem Leasingnehmer zuzuordnen, wenn der wirtschaftliche Charakter einem Ratenkauf unter Eigentumsvorbehalt entspricht. In der unkündbaren Grundmietzeit müssen mindestens die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten gedeckt sein. Nach US-GAAP hat der Leasingnehmer das Leasingobjekt zu bilanzieren, wenn der Leasingnehmer alle Chancen und Risiken am Leasingobjekt trägt. Es ermöglicht dem Leasinggeber den Rückfluss des investierten Kapitals einschließlich einer entsprechenden Verzinsung.

Derivative Finanzinstrumente

Nach HGB erfolgt die Bewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten-, Realisations- und Imparitätsprinzips. Im Gegensatz dazu sind nach US-GAAP alle originären und derivativen Finanzinstrumente stets mit dem Marktwert anzusetzen.

Latente Steuern

Latente Steuern nach HGB sind - mit Inkrafttreten des BilMoG - ab dem Geschäftsjahr 2010/11 für temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zu ermitteln (sog. Temporary-Konzept). Während für passive latente Steuern eine Ansatzpflicht besteht, sieht die Neuregelung weiterhin ein Aktivierungswahlrecht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB ) für aktive Steuerlatenzen vor. Des Weiteren können aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet werden, sofern deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre erwartet werden kann. Für Zwecke der Bewertung sind die unternehmensindividuellen Steuersätze anzuwenden, die wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen gültig sind. Sofern die individuellen Steuersätze im Zeitpunkt der Umkehrung nicht bekannt sind, sind die am Bilanzstichtag gültigen individuellen Steuersätze zu verwenden.

Nach US-GAAP besteht eine Ansatzpflicht für latente Steuern auf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen nach US-GAAP und nach Steuerrecht, (sogenanntes Temporary-Konzept). Daneben sind auch aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zu bilanzieren. Latente Steueransprüche und - schulden sind mit den Ertragsteuersätzen zu bewerten, die zum Zeitpunkt der Realisierung der temporären Differenz bzw. bei Nutzung des Verlustvortrags voraussichtlich Gültigkeit erlangen.

Der Buchwert eines latenten Steueranspruchs ist zu jedem Bilanzstichtag auf seine Werthaltigkeit zu überprüfen.

 

Burscheid, den 22. April 2016

Brian John Stief

Brian James Cadwallader

Dr. Reiner Spatke

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.10.2014
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
30.09.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.554.513,63 279.445,44 1.053.364,98 465.269,81 53.245.863,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 153.258.686,00 0,00 0,00 0,00 153.258.686,00
  206.813.199,63 279.445,44 1.053.364,98 465.269,81 206.504.549,90
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.792.814,58 410.078,16 2.015.731,34 582.784,28 45.769.945,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.989.842,35 1.998.997,08 2.246.984,86 1.885.578,50 15.627.433,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.138.670,65 800.012,20 1.996.557,14 115.653,76 11.057.779,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.023.236,11 1.090.019,32 219.166,58 -3.049.286,35 7.844.802,50
  82.944.563,69 4.299.106,76 6.478.439,92 -465.269,81 80.299.960,72
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.463.125.992,79 6.000.000,00 54.618.466,00 0,00 1.414.507.526,79
  1.752.883.756,11 10.578.552,20 62.150.270,90 0,00 1.701.312.037,41
Kumulierte Zu- und Abschreibungen
01.10.2014
Zugänge
Abgänge
Zuschreibungen
30.09.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.175.369,92 1.383.137,23 944.546,98 0,00 49.613.960,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 85.268.547,01 21.894.098,00 0,00 0,00 107.162.645,01
  134.443.916,93 23.277.235,23 944.546,98 0,00 156.776.605,18
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.268.413,32 2.045.888,44 400.667,34 0,00 26.913.634,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.197.370,35 2.154.109,58 407.188,86 0,00 5.944.291,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.509.213,63 896.475,97 805.113,14 0,00 9.600.576,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  38.974.997,30 5.096.473,99 1.612.969,34 0,00 42.458.501,95
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 637.284.805,08 0,00 0,00 0,00 637.284.805,08
  810.703.719,31 28.373.709,22 2.557.516,32 0,00 836.519.912,21
Restbuchwerte
30.09.2015
30.09.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.631.903,73 4.379.143,71
2. Geschäfts- oder Firmenwert 46.096.040,99 67.990.138,99
  49.727.944,72 72.369.282,70
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.856.311,26 21.524.401,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.683.142,00 9.792.472,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.457.203,01 2.629.457,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.844.802,50 10.023.236,11
  37.841.458,77 43.969.566,39
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 777.222.721,71 825.841.187,71
  864.792.125,20 942.180.036,80

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Johnson Controls GmbH, Burscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, den 22. April 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hans-Peter Kreibich, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss ist noch nicht festgestellt.

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