Master Data

Registry
Register court München HRB 138351
Registered
7/31/2001
Industry
Institutions for factoring activitiesAgents involved in the sale of furnitureActivities of holding companies
Purpose
Factoring-Geschäft, insbesondere der Kauf von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen, betriebswirtschaftliche Beratung und Inkassowesen sowie alle Geschäfte, die damit im Zusammenhang stehen.

History

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Management

NameRole
Jens Hoter
since 1/8/2015
Board Member
Stefan Wagner
since 3/16/2009
Board Member
Peter Klaus
since 3/16/2009
Board Member
Roberto Weckop
since 7/26/2007
Procura

Holdings
Beta

NameOwnership
100.00%
100.00%

Financial Report

Berichtigung

Aufgrund eines technischen Versehens ist die Veröffentlichung vom 31.07.2014 fehlerhaft.

Eurofactor AG

Oberhaching

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Eurofactor, Oberhaching, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 19. Februar 2014

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bauer

Wirtschaftsprüfer

Then

Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
1. Barreserve        
a) Kassenbestand   2.223,04   1.849,21
2. Forderungen an Kreditinstitute        
a) täglich fällig 61.517.566,00   52.611.265,06  
b) täglich fällig gegen verbundene Unternehmen 0,00   0,00  
c) täglich fällig gegen Debitoren 967.118,48   1.062.570,13  
    62.484.684,48   53.673.835,19
3. Forderungen an Kunden   1.512.069.488,74   1.005.997.054,04
4. Beteiligungen   3.000,00   1.500,00
5. Anteile an verbundenen Unternehmen   26.000,00   52.001,00
darunter an Finanzdienstleistungsunternehmen EUR 26.000,00; Vj. EUR 52.001,00        
6. Immaterielle Anlagewerte        
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.959.516,04   3.479.905,67  
b) geleistete Anzahlungen 57.785,00   0,00  
    3.017.301,04   3.479.905,67
7. Sachanlagen   784.327,92   410.712,50
8. Sonstige Vermögensgegenstände        
a) sonstige Vermögensgegenstände 531.106,52   106.355,75  
b) Aktivwert Allianz AG Rückdeckungsversicherung 1.879.917,62   1.688.380,25  
    2.411.024,14   1.794.736,00
9. Rechnungsabgrenzungsposten   207.952,02   120.426,75
    1.581.006.001,38   1.065.532.020,36

Passiva

       
  31.12.2013 31.12.2012
  EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
a) täglich fällig 388.351,15   34.690,03  
b) täglich fällig gegenüber verbundenen Unternehmen 112.109.552,40   29.981.522,06  
c) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist gegenüber verbundenen Unternehmen 929.970.936,86   777.352.440,06  
    1.042.468.840,41   807.368.652,15
2. Verbindlichkeiten gegenüber Anschlußkunden   427.154.116,92   175.116.137,18
3. Sonstige Verbindlichkeiten   4.326.675,15   4.567.026,98
4. Rechnungsabgrenzungsposten   321.700,37   106.937,43
5. Rückstellungen        
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.435.251,00   2.241.613,00  
b) Steuerrückstellungen 188.827,26   84.000,00  
c) Andere Rückstellungen 3.782.032,63   2.489.449,91  
    6.406.110,89   4.815.062,91
6. Eigenkapital        
a) Gezeichnetes Kapital 34.500.000,00   34.500.000,00  
b) Kapitalrücklage 13.800.000,00      
c) Gewinnrücklagen        
ca) gesetzliche Rücklage 4.184.500,76   3.656.491,33  
cb) andere Gewinnrücklagen 35.401.712,38   23.581.040,01  
d) Bilanzgewinn 12.442.344,50   11.820.672,37  
    100.328.557,64   73.558.203,71
    1.581.006.001,38   1.065.532.020,36
1. Eventualverbindlichkeiten        
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   138.207.841,60   131.584.827,30
b) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   -   -

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013

31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus        
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   38.617.416,73   32.583.813,03
2. Zinsaufwendungen   -2.610.793,43   -4.814.925,41
3. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen   0,00   0,00
4. Provisionserträge   785.113,11   1.007.465,76
5. Provisionsaufwendungen   -1.511.277,36   -1.038.712,90
6. Sonstige betriebliche Erträge   1.305.344,54   1.545.087,11
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter -6.998.992,44   -5.438.497,17  
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung -1.725.559,79   -1.157.834,54  
darunter: für Altersvorsorge EUR 47.430,85 ; Vj. EUR 43.901,82        
b) Andere Verwaltungsaufwendungen -6.838.426,63 -15.562.978,86 -6.009.095,17 -12.605.426,88
8. Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen   -879.257,42   -801.290,14
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -117.266,56   -13.843,24
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft   -3.762.413,61   -2.626.650,84
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft   487.161,40   2.945.275,67
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme   -34.702,37   -137,38
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit   16.716.346,17   16.180.654,78
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -3.690.418,18   -4.281.705,01
15. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 9 ausgewiesen   -55.574,06   -39.637,80
16. Jahresüberschuss   12.970.353,93   11.859.311,97
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   11.820.672,37   24.135.366,01
18. Einstellungen in die Gewinnrücklagen        
a) in die gesetzliche Rücklage -528.009,43   -592.965,60  
b) in andere Gewinnrücklagen -11.820.672,37 -12.348.681,80 -23.581.040,01 -24.174.005,61
19. Bilanzgewinn   12.442.344,50   11.820.672,37

Entwicklung des Anlagevermögens 2013

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2013 Zugänge Verschmelzung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte            
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.533.538,69 564.118,65 161.864,91 95.443,31 0,00 5.164.078,94
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00   0,00 0,00 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00   147.965,35 207.305,27 117.124,92 57.785,00
  4.533.538,69 564.118,65 309.830,26 302.748,58 117.124,92 5.221.863,94
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 189.830,14 86.499,19 328.619,56 34.441,89 0,00 570.507,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.181.842,22 208.481,52 209.545,68 386.569,12 0,00 1.213.300,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.124,92   324.793,78 308.101,82 -117.124,92 16.691,96
  1.488.797,28 294.980,71 862.959,02 729.112,83 -117.124,92 1.800.499,26
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 52.001,00 0,00 13.800.000,00 13.826.001,00 0,00 26.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 1.500,00 1.500,00 0,00 0,00 0,00 3.000,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  53.501,00 1.500,00 13.800.000,00 13.826.001,00 0,00 29.000,00
  6.075.836,97 860.599,36 14.972.789,28 14.857.862,41 0,00 7.051.363,20
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2013 Zugänge Verschmelzung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte            
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.053.633,02 560.422,62 669.766,67 79.259,41 0,00 2.204.562,90
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00   0,00 0,00 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00   0,00 0,00 0,00 0,00
  1.053.633,02 560.422,62 669.766,67 79.259,41 0,00 2.204.562,90
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 167.126,27 16.424,20 37.319,59 34.441,89 0,00 186.428,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 910.958,51 132.465,92 172.171,16 386.569,12 716,70 829.743,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00   0,00 0,00 0,00 0,00
  1.078.084,78 148.890,12 209.490,75 421.011,01 716,70 1.016.171,34
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00   0,00 0,00 0,00 0,00
  2.131.717,80 709.312,74 879.257,42 500.270,42 716,70 3.220.734,24
Buchwerte
31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.959.516,04 3.479.905,67
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 57.785,00 0,00
  3.017.301,04 3.479.905,67
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 384.078,83 22.703,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 383.557,13 270.883,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.691,96 117.124,92
  784.327,92 410.712,50
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.000,00 52.001,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 3.000,00 1.500,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
  29.000,00 53.501,00
  3.830.628,96 3.944.119,17

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

der Eurofactor AG

A. Vorschriften zur Rechnungslegung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27. August 2012 wurde die Wisser Forderungsmanagement GmbH, Oberhaching am 30.09.2013 liquidiert. Die Anzeige der Liquidationsschlussbilanz im elektronischen Bundesanzeiger erfolgte am 30. Dezember 2013.

Die Eurofactor AG hält sämtliche Geschäftsanteile der Bavaria Commercial Finance GmbH, Oberhaching. Nach deren letztem vorliegenden Jahresabschluss per 31. Dezember 2013 beträgt das Eigenkapital TEUR 26. Die Bavaria Commercial Finance GmbH, Oberhaching, hat noch keine Geschäftstätigkeit aufgenommen. Die Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 9 KWG wurde in 2010 zurückgegeben.

In 2013 übernahm die Eurofactor AG vollständig die dem belgischen Recht unterliegende Gesellschaft EUROFACTOR N.V./S.A. mit Firmensitz in der Rue du Trône 60 in 1050 Brüssel, Belgien, welche bei der Banque Carrefour unter der Geschäftsnummer BE 0407.652.891 registriert war. Die EUROFACTOR N.V. / S.A. wurde am 02.07.2013 (rückwirkend zum 01.01.2013) auf die belgische Betriebsstätte der EUROFACTOR AG verschmolzen. Die neue Betriebstätte, EUROFACTOR Benelux, a Branch of EUROFACTOR AG hat den gleichen Firmensitz, und ist bei der Banque Carrefour unter der Geschäftsnummer BE 0525.889.359 registriert.

Darüber hinaus hält die Eurofactor AG Anteile in Höhe von TEUR 3 (entspricht 4,28% des Gesamtkapitals) an der International Factors Group, SCRL, mit Firmensitz in der Avenue R. Vandendriessche 18 in 1150 Brüssel, Belgien.

Alleiniger Aktionär der Eurofactor AG ist die Crédit Agricole Leasing & Factoring, S.A., 12 place des Etats-Unis, 92120 Montrouge, Frankreich. Die Eurofactor AG wird in den Konzernabschluss der Crédit Agricole S.A., 12 place des Etats-Unis, 92127 Montrouge, Frankreich, einbezogen. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Gesellschaft in Oberhaching, Bajuwarenring 3, erhältlich.

Das in der Konzerngliederung oberste Mutterunternehmen ist die Crédit Agricole S.A., 12 place des Etats-Unis, 92127 Montrouge, Frankreich.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Eurofactor AG bietet in Deutschland alle Formen des Factorings mit Delkredereschutz, in ihrer Niederlassung in Belgien zusätzlich auch ohne Delkredereschutz an. Auf der Aktivseite weist sie die von den Kunden abgetretenen Forderungen aus. Als Verbindlichkeiten zeigt sie die an die Kunden nicht finanzierten, also erst bei Zahlungseingang auszuzahlenden Beträge einschließlich der Sicherheitseinbehalte.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen und Abschreibungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Dabei werden die Grundsätze der Finanzverwaltung (Bundesministerium der Finanzen, BMF) zur steuerlichen Anerkennung von Pauschalwertberichtigungen gemäß BMF-Schreiben vom 10. Januar 1994 angewandt. Kassenbestände und Bankguthaben werden zum Nennwert bilanziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer, angesetzt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Die Pensionsrückstellungen werden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf Basis der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck berechnet. In den Berechnungen wurden gemäß den Regelungen im § 253 Abs. 2 HGB der zum Bilanzstichtag von der deutschen Bundesbank vorliegende Rechnungszins in Höhe von 4,89% (Stand November 2013) sowie Rententrend in Höhe von 1% und Entgelttrend in Höhe von 2% angesetzt.

Die anderen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie alle dem Grund nach bekannten, der Höhe nach ungewissen Verpflichtungen berücksichtigen. Bei der Bemessung wurde allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen.

In Fremdwährung bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Factoringgeschäft werden gem. § 340h HGB und § 256a HGB bewertet.

Gewinne sowie Verluste aus Kursänderungen werden vertragsgemäß den Anschlusskunden weiterbelastet. Die Gesellschaft trägt insoweit kein Kursrisiko aus diesen Positionen.

C. Wesentliche Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aktivseite

96% der Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 62.485 und Kunden in Höhe von TEUR 1.512.069 haben eine Restlaufzeit von weniger als 3 Monaten.

Fremdwährungsforderungen bestehen in Höhe von TEUR 99.911 und sind in den Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden enthalten.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber Kunden und Debitoren betragen zum Jahresende TEUR 6.889. Darin enthalten ist eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 795.

Die immateriellen Anlagewerte beinhalten im Wesentlichen das IT-System zur Abwicklung des Factoring-Geschäftes in Höhe von TEUR 2.792. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 310 als immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert.

Der Gesamtbetrag der Sachanlagen beträgt zum 31.12.2013 TEUR 784.

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der kumulierten Abschreibungen ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Zugänge durch die Verschmelzung stellen die Anschaffungskosten und kumulierte Abschreibungen der Eurofactor Benelux Branch dar.

In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 2.411 sind hauptsächlich Ansprüche gegen den Rückversicherer der Altersversorgungsverträge in Höhe von TEUR 1.880 enthalten.

In den Rechnungsabgrenzungsposten ist kein Disagio enthalten.

2. Passivseite

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 1.042.469 und bestehen hauptsächlich gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit resultieren aus der Refinanzierung des Factoringgeschäftes und gliedern sich wie folgt:

TEUR 2013 2012
Bis zu drei Monaten: 922.918 807.369
Mehr als drei Monate bis zu einem Jahr: 39.000 0
Mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren: 80.000 0
Mehr als fünf Jahre: 0 0
  1.041.918 807.369

Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.042.080 enthalten, in welchen Fremdwährungsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 70.228 bestehen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betragen TEUR 427.154, davon sind TEUR 17.711 in Fremdwährungen. Alle Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.327 beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 113.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betragen TEUR 322.

Für Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens entsprechend der handelsrechtlichen Regelungen nach BilMoG in Höhe von TEUR 2.435 gebildet.

Weiter bestehen Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von TEUR 738, für welche die Eurofactor AG in Höhe der Verpflichtungen Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen hat. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden diese Rückdeckungsversicherungen mit den Verpflichtungen saldiert. Die Erträge aus den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 45 wurden mit den Aufwendungen aus der Rückstellungszuführung saldiert. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt zum Stichtag TEUR 738.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 189 betreffen die Körperschaftsteuer für TEUR 84 und die "Fairness Tax" für EF Benelux in Höhe von TEUR 105.

Das gezeichnete Kapital (TEUR 34.500) ist voll einbezahlt. Die Einteilung des Grundkapitals erfolgte in 6.900.000 auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von EUR 5,00. Unter Berücksichtigung der Einzahlung der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 13.800, der anderen Gewinnrücklagen von TEUR 35.402 und des Jahresüberschusses von TEUR 12.970 erhöhte sich das bilanzielle Eigenkapital auf TEUR 100.329.

Gemäß § 150 AktG ist eine gesetzliche Rücklage zu bilden, welche im Geschäftsjahr 2013 mit TEUR 528 dotiert wurde.

Zum Jahresende 2013 bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 138.208 (Vorjahr: TEUR 131.585). Diese betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen, d.h. zum Bilanzstichtag zugesagte und rückgedeckte Delkredereübernahmen für abgetretene Forderungen gegenüber ausländischen Factoringgesellschaften im Rahmen des Import-Factoring, die jedoch zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen waren. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als sehr gering eingeschätzt.

3. Aufwand

Die Reduzierung der Zinsaufwendungen um TEUR 2.204 oder 46% auf TEUR 2.611 zur Refinanzierung des Factoringgeschäfts gegenüber dem Vorjahr (TEUR 4.815) resultiert im Wesentlichen aus den geringen Geldmarktzinsen und der Umschichtung von langfristigen Aufnahmen in den kurzfristigen Bereich in 2012.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind um TEUR 2.958 oder +25% auf TEUR 15.563 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 12.605) gestiegen. Hiervon entfallen TEUR 3.262 auf die neue Niederlassung Eurofactor Benelux.

Die Aufwendungen aus der Risikovorsorge lagen mit TEUR 890 im Berichtsjahr deutlich über dem Vorjahr (TEUR 619, +43%), gleichwohl im Rahmen der Erwartungen und unter Budgetansatz.

Die Kosten der Kreditversicherung sind im Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft ausgewiesen. Dieser Posten stieg im Geschäftsverlauf insgesamt um TEUR 1.136 oder 43% auf TEUR 3.762 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.627), davon entfallen TEUR 775 auf die Niederlassung Eurofactor Benelux.

4. Ertrag

Der Rohertrag aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis und sonstigen Erträgen liegt zum Jahresende bei TEUR 36.586 (Vorjahr: TEUR 29.283, +25%), wozu die Niederlassung Eurofactor Benelux TEUR 6.513 beiträgt.

Die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.034 gestiegenen Zinserträge resultieren aus der Einbeziehung der Aktivitäten der Niederlassung Eurofactor Benelux und dem allgemeinen Anstieg der Finanzierungen an Kunden.

Die Gebühreneinnahmen erhöhen sich aufgrund der gestiegenen Factoringumsätze sowie der Einbeziehung der Niederlassung Eurofactor Benelux.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.305 (Vorjahr: TEUR 1.545, -16%) beinhalten im Wesentlichen spezifische Gebühren und Einmalerträge.

5. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 3.690 (Vorjahr: TEUR 4.282, -14%) entfallen auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

D. Sonstige Angaben

1. Angaben zum Factoring-Geschäft

Auf die 20 größten Debitoren entfallen zum Jahresende TEUR 374.366 der Bruttoforderungen gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 1.512.069.

Kreditrahmenkontingente bestehen ausschließlich gegenüber Debitoren. Es handelt sich nicht um Kreditzusagen im Sinne des KWG sondern um freie Kreditversicherungslimite, die für den Forderungskauf genutzt werden können. Die Eurofactor AG ist jederzeit berechtigt Debitorenlimite zu streichen, auch unabhängig von ggf. weiterbestehenden Versicherungslimiten bei abgetretenen Versicherungen. Die Zusagen sind jederzeit widerruflich.

2. Angaben zu sonstigen Verträgen

Aus langfristigen Verträgen (Mietverträge, KFZ-Leasingverträge und "All-ln"-Vertrag für Drucker und Telefon) bestehen bei der Gesellschaft bis maximal 2023 finanzielle Verpflichtungen von TEUR 4.674.

3. Angaben zu Organen

Als Vorstand der Gesellschaft waren bestellt:

 

Herr Klaus Taube, Diplom-Ökonom, Oberhaching, Vorstandsvorsitzender

 

Herr Stefan Wagner, Bankkaufmann, Oberhausen, Vorstand Markt

 

Herr Peter Klaus, Rechtsanwalt, München, Vorstand Marktfolge

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Philippe Carayol General Manager,
Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. Montrouge
(Aufsichtsratsvorsitzender)
Hervé Varillon Deputy General Manager,
Crédit Agricole Leasing & Factoring, Montrouge
Bernard Muselet Deputy General Manager,
Crédit Agricole Leasing & Factoring, Montrouge
(seit 18.12.2012: Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)
Sylvia Seignette Senior Country Officer für Deutschland und Österreich
der Crédit Agricole S.A., Frankfurt am Main
Jan Wolfgang Wagner Vorstandsvorsitzender CreditPlus Bank AG, Stuttgart
Hubert Cunin Leiter Kundenbetreuung/Kundenbeziehungen
Crédit Agricole Leasing & Factoring, Montrouge
- seit 09.07.2012

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben für Ihre Tätigkeit im Berichtsjahr keine Bezüge erhalten.

Im Geschäftsjahr wurden ausschließlich Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt.

Die Gesamtbezüge des Vorstands in 2013 belaufen sich auf TEUR 783.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitarbeiter des Geschäftsführungsorgans und deren Hinterbliebene umfassen TEUR 369.

Im Jahresdurchschnitt wurden 117 Mitarbeiter beschäftigt, davon 3 Vorstände, 1 Generalbevollmächtigter und 113 Angestellte, davon im Durchschnitt 88 am Standort Oberhaching, 8 am Standort Oberhausen und 21 am Standort Brüssel.

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beträgt für die Abschlussprüfungsleistung netto TEUR 134 zuzüglich circa TEUR 10 für Spesen und Übersetzungskosten, davon entfallen TEUR 30 für die Prüfung 2013 der Belgischen Niederlassung.

 

Oberhaching, 19.02.2014

Klaus Taube

Vorstandsvorsitzender

Stefan Wagner

Vorstand

Peter Klaus

Vorstand

Lagebericht

Geschäft/Rahmenbedinqungen

Geschäftsaufstellung

Die Eurofactor AG ist einer der führenden Factoring-Anbieter in Deutschland. Die Eurofactor AG bietet ein vielfältiges Angebot an Leistungen, das sowohl die Bedürfnisse nach Forderungsausfallschutz und Finanzierung mittelständischer als auch börsennotierter Gesellschaften mit internationaler oder nationaler Ausrichtung bedient. Die Eurofactor AG praktiziert in Deutschland fast ausschließlich das sogenannte Non-Recourse-Factoring, bei dem der Factor das Delkredererisiko übernimmt, überwiegend in Form des InhouseFactoring, zum kleineren Teil in Form des Full-Factoring. Im Full-Factoring werden vom Factor zusätzliche Serviceleistungen erbracht. Darüber hinaus ist die Eurofactor AG der bedeutendste Anbieter in Deutschland für Importfactoring als Dienstleister für ausländische Factoringpartner und Banken. In der Niederlassung Belgien werden entsprechend der lokalen Usancen sowohl das Non-Recourse als auch das Recourse-Factoring praktiziert. Im Recourse-Factoring können nicht einbringliche Forderungen an den Forderungsverkäufer zurückzediert werden.

In 2013 wurde die im Benelux-Raum agierende Schwestergesellschaft Eurofactor SA/NV von der Muttergesellschaft erworben. Zur Kaufpreisfinanzierung hat die Eurofactor Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. die Rücklagen der Eurofactor AG gestärkt. Die belgische Gesellschaft wurde in einem Mergerprozess unter Beratung der KPMG in Deutschland und Belgien auf die Eurofactor AG verschmolzen. Seit Juli 2013 operiert die belgische Einheit als weitere Zweigniederlassung der Eurofactor AG. Der Integrationsprozess wurde in 2013 weitgehend realisiert (einheitliche schriftliche Ordnungen und Angleichung der Prozesse, angepasste Organisation, Neuausrichtung in Vertrieb und im Portfoliomanagement). Einen verbleibenden Schwerpunkt bildet in 2014 die vorgesehene Einbeziehung der Factoringabwicklung in Belgien in das bestehende IT-System in Deutschland. Dies erfolgt über ein separates Projekt.

Die Eurofactor AG ist in den Konzern der Crédit Agricole Gruppe eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in 2013 laufend über seine mittelfristige Geschäftsstrategie und die aktuelle Geschäftsentwicklung informiert. Frühzeitig wurde auf die schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert. Die hieraus abgeleiteten Maßnahmen wurden konsequent umgesetzt.

Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist in 2013 mit moderatem Tempo gewachsen. Der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) lag bei 0,4 %. Das außenwirtschaftliche Umfeld wirkt nach wie vor dämpfend; die Anpassungsprozesse zur Bewältigung der Finanzkrise im Euroraum dauern an und die Dynamik der Schwellenländer hat sich in 2013 deutlich abgeschwächt. Dagegen haben sich die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte in Deutschland weiter stabilisiert. Die weiterhin positive Entwicklung der Beschäftigung mit einem neuen Beschäftigungsrekord in 2013 stützt die privaten Konsumausgaben (diese stiegen um 0,9 % in 2013) und festigt so die konjunkturelle Entwicklung.

Die Eurozone verzeichnete nach anderthalbjähriger Rezession in der zweiten Jahreshälfte 2013 wieder ein leichtes Wachstum, für das ganze Jahr 2013 ergab sich nunmehr ein geringes Plus von 0,2 %. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem durch die Belebung in einigen Kernländern, insbesondere in Deutschland. Aber auch in Programmländern, die unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft sind, wie Irland (konnte den Rettungsschirm mittlerweile sogar verlassen), Portugal und Spanien nahm die Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte wieder leicht zu. Über das ganze Jahr 2013 gesehen, schaffte Frankreich einen leichten Anstieg im BIP von 0,4 %, Irland sogar einen Anstieg um 1,4%, demgegenüber verringerte sich das BIP in 2013 in Spanien (-1,3 %), Portugal (-1,0 %) und Italien (-0,7 %), Schlusslicht war Griechenland mit einem Rückgang um 4,0%.

Die konjunkturelle Belebung der deutschen Wirtschaft schreitet voran. Die deutsche Wirtschaft wuchs zwar in 2013 nur relativ moderat um 0,9 %, für 2014 wird aber von verschiedenen Instituten ein deutlich stärkeres Wachstum zwischen 1,7 % und 1,9 % prognostiziert, so dass Deutschland in 2014 wieder die Wachstumslokomotive im Euroraum sein dürfte. Auch in den Benelux-Ländern wuchs die Wirtschaft in 2013 moderat. In Belgien stieg das BIP um 0,3 %, in den Niederlanden um 0,4 % und in Luxemburg um 0,7 %.

Die Arbeitslosenquote der Europäischen Union liegt nach Veröffentlichungen des statistischen Amts der Europäischen Union im Dezember 2013 bei 10,7 %. Die Schlusslichter bilden dabei wie im Vorjahr mit Abstand Griechenland (27,7 % - Stand Oktober) und Spanien (25,8 %).

Die Erwerbstätigkeit in Deutschland nahm in 2013 weiter zu (im Jahresdurchschnitt 41,84 Mio. Personen). Damit stieg die Anzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 233.000 Erwerbstätige. Somit setzt sich der langjährige Aufwärtstrend fort, wenngleich weniger dynamisch als im ersten Halbjahr. Mit einer im Vergleich zu 2012 leicht reduzierten Arbeitslosenquote von 5,1 % (5,4 % in 2012) weist Deutschland mittlerweile hinter Österreich (4,9 %) die zweitniedrigste Arbeitslosenquote des Euroraums auf. Auch in den Benelux-Ländern ist die Arbeitslosenquote in 2013 vergleichsweise niedrig: in Belgien lag die Quote bei 8,4%, in den Niederlanden bei 7,0% und in Luxemburg bei 6,2%.

Laut Ifo-Wirtschaftsinstitut hatte Deutschland 2013 einen Überschuss in der Leistungsbilanz von 7,3 % der Wirtschaftsleistung oder umgerechnet 260 Mrd. US-Dollar. Damit ist Deutschland im letzten Jahr wieder Exportweltmeister, noch vor China. Die Aussichten für die deutsche Exportwirtschaft bleiben positiv. Hierauf deuten sowohl die zunehmenden Auslandsbestellungen in der deutschen Industrie als auch die nach wie vor hohen Exporterwartungen der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe hin. Die allmählich zunehmenden Impulse aus der Weltwirtschaft stärken die deutschen Warenexporte. Gemäß dem Bundesministerium für Wirtschaft zeigt nach einer weiteren leichten Zunahme im November 2013 (+0,3 %) der Ausfuhrtrend wieder verstärkt nach oben.

Gemäß den Angaben der Creditreform hat die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in 2013 abgenommen. Der Rückgang liegt bei 8,4 % im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund eines deutlichen Rückgangs der Insolvenzen in der zweiten Jahreshälfte. Insgesamt beläuft sich die Zahl der insolventen Unternehmen auf rund 26.300. Das ist der niedrigste Wert seit 14 Jahren.

Im ersten Halbjahr 2013 konnten die 23 Mitgliedsunternehmen des Deutschen Factoring Verbands den Factoring Umsatz von 77,64 Mrd. Euro um +4,2 % auf 80,88 Mrd. Euro steigern und erhöhten die Anzahl der betreuten Unternehmen von ca. 16.950 um knapp 3,0 % auf 17.450. Dieses kontinuierliche Wachstum zeigt, dass Factoring mittlerweile für immer mehr Unternehmen ein fester Bestandteil des Finanzierungsmixes ist. Auch das internationale Geschäft hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2012 leicht erholt. Das Importgeschäft stieg wieder um über 3,5 % auf 1,58 Mrd. Euro an (erstes Halbjahr 2012: 1,53 Mrd. Euro), ebenso das Exportgeschäft, welches um knapp 5,0 % auf 18,15 Mrd. Euro anstieg (erstes Halbjahr 2012: 17,30 Mrd. Euro).

Finanzwirtschaftliche Situation

Ertragslage

Die Eurofactor AG erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Factoringumsatz in Höhe von 14,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 12,2 Mrd. Euro, +21 %), woran die Benelux-Aktivitäten einen Anteil von 1,5 Mrd. Euro hatten.

Das Kundengeschäft in Deutschland (Inhouse und Full Factoring) trug zu dieser Entwicklung mit einem Umsatzanstieg von 10 % auf ca. 11,4 Mrd. Euro bei Dieses Wachstum bezieht sich auf das Neugeschäft vom Vorjahr, insbesondere im 2. Halbjahr 2012 sowie die in 2013 akquirierten Neukunden.

Vor dem Hintergrund der bereits geschilderten wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa stabilisierte sich der Import-Umsatz mit 1,8 Mrd. Euro, verbunden mit einer Ertragsverbesserung dank der Gewinnung einiger margenstarker Neuverträge, insbesondere im letzten Quartal. Nach wie vor zählt die Eurofactor AG zu den Marktführern im Importgeschäft in Europa sowie den führenden Import-Factoringgesellschaften weltweit. Bei der Auszeichnung für die beste Servicequalität als "Importfactor of the year" im Rahmen der Factor Chain International konnte die Eurofactor AG zum wiederholten Mal die Spitzenposition erobern.

Der Rohertrag beträgt 36.586 Tsd. Euro (Vorjahr: 29.283 Tsd. Euro, +25 %), wozu die Niederlassung Eurofactor Benelux 6.513 Tsd. Euro beiträgt. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Geldmarktzinsen reduzierten sich die Aufwendungen für die Kapitalbeschaffung im Vergleich zum Vorjahr um -46 % auf 2.611 Tsd. Euro (davon 594 Tsd. Euro für die Niederlassung Eurofactor Benelux).

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betragen 15.563 Tsd. Euro (Vorjahr 12.605 Tsd. Euro, +23 %). Hiervon entfallen 3.262 Tsd. Euro auf die Niederlassung Eurofactor Benelux. Im Wesentlichen ist die Steigerung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen auf den Anstieg der Personalaufwendungen zurückzuführen. Die Steigerung des Personalaufwands (8.725 Tsd. Euro vs. Vorjahr 6.596 Tsd. Euro) ergibt sich aus dem Anstieg der Mitarbeiterzahl, davon betreffen 1.577 Tsd. Euro die Niederlassung Eurofactor Benelux. Für alle ungewissen Verbindlichkeiten wurden ausreichende Rückstellungen gebildet. Im Wesentlichen handelt es sich um Rückstellungen für Rechtsrisiken sowie für Risiken auf Kundenforderungen sowie Vorsorgeaufwendungen, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen für Pensionsverpflichtungen berechnet wurden.

Im Berichtsjahr betragen die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -3.762 Tsd. Euro (davon -775 Tsd. Euro für die Niederlassung Eurofactor Benelux). Die Delkredererisiken entsprachen in 2013 den Erwartungen. Den Kundenrisiken wurde durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungsbewertung umfasst alle erkennbaren Risiken. Wertberichtigungen, sofern notwendig, wurden in ausreichender Höhe gebildet und von den Forderungen abgesetzt. Die durchschnittliche Forderungslaufzeit der Factoringforderungen lag im Full-Factoring bei 47 Tagen, im Inhouse bei 36 Tagen. Durch verschiedene Kreditversicherungen wird das Risiko bei Abnehmerforderungen ausreichend gewürdigt.

Das Jahresergebnis nach Steuern konnte im Vergleich zum Vorjahr um +9 % auf 12.970 Tsd. Euro erhöht werden (davon entfielen 2.445 Tsd. Euro auf die Niederlassung Eurofactor Benelux).

Trotz eines nach wie vor schwierigen Marktumfeldes wurde im Geschäftsjahr 2013 eine positive Geschäftsentwicklung erreicht. Sie entsprach weitgehend den Erwartungen. Die Gesellschaft stellt sich weiterhin solide dar.

Vermögenslage

Die Aktivseite der Bilanz spiegelt in ihrer Struktur das Kerngeschäft der Eurofactor AG wider. Die Forderungen gegenüber Kunden sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert und bilden ca. 96 % der Bilanzsumme ab.

Die Passivseite ist geprägt von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und den Verbindlichkeiten aus den Refinanzierungsmitteln gegenüber der Crédit Agricole S.A. Zusammen bilden sie ca. 93 % der Bilanzsumme ab. Im Berichtszeitraum wurde für das Geschäftsjahr 2012 keine Dividende ausgeschüttet, wodurch die Eigenkapitalbasis der Eurofactor AG entsprechend gestärkt wurde. Im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Februar 2013 wurde die Zuführung von 13.800 Tsd. Euro in die Kapitalrücklage der Eurofactor AG durch die Eurofactor Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. beschlossen. Dies wurde Ende März 2013 vollzogen.

Im Berichtsjahr 2013 wurde die Schwestergesellschaft Eurofactor SA/NV von der Eurofactor AG übernommen. Am 31.12.2012 entspricht die Eurofactor SA/NV einem Eigenkapital von 14 Mio. Euro und einem gesamten Bilanzwert von 170 Mio. Euro, davon bilden die Forderungen gegenüber Kunden ca. 95 % der Bilanzsumme auf der Aktivseite. Beide Firmen wurden danach am 02.07.2013 (rückwirkend zum 01.01.2013) verschmolzen. Hieraus entstand, nach Kapitalkonsolidierung, ein Verschmelzungsverlust in Höhe von 34.545 Euro. Die neue ausländische Betriebsstätte (Eurofactor Benelux, a branch of Eurofactor AG) bietet Factoring mit und ohne Delkredereschutz in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden an.

Die Liquiditätsversorgung der Eurofactor AG erfolgte auch im Geschäftsjahr 2013 durch die Crédit Agricole Gruppe. Es bestanden zu keinem Zeitpunkt Liquiditätsengpässe.

Die Eventualverbindlichkeiten liegen mit 138.208 Tsd. Euro auf dem Niveau vom Vorjahr (131.585 Tsd. Euro), die aus zugesagten Delkredereübernahmen gegenüber ausländischen Factoringgesellschaften im Rahmen des Import-Factoring resultieren, zum Bilanzstichtag jedoch nicht in Anspruch genommen waren. Die geringe Veränderung ergibt sich prinzipiell aus der Übernahme des Import-Factoring von Eurofactor Benelux durch die Eurofactor AG in Oberhaching.

Nicht-finanzwirtschafliche Informationen

In der Eurofactor AG arbeiten zum 31.12.2013 123 Mitarbeiter, davon 20 im Ausland. 52% der Mitarbeiter haben in 2013 an durchschnittlich 2 Trainingsmaßnahmen teilgenommen. Das Fortbildungsprogramm der Eurofactor AG umfasst interne Trainings wie auch die Teilnahme an externen Schulungsmaßnahmen. Schwerpunkte bildeten in 2013 Managementtrainings in wertorientierter Führung, fachliche Schulungen sowie Förderung der Fremdsprachen-Kenntnisse. Zugleich wurde das Gesundheitsmanagement gestärkt. Wir sprechen unseren Mitarbeitern an dieser Stelle unseren Dank für das überdurchschnittliche Engagement und die Einsatzbereitschaft aus.

Ein besonderer Dank gilt den Mitgliedern des Aufsichtsrates für ihren sachkundigen Rat und ihre Begleitung im Geschäftsjahr 2013.

Risiko- und Chancenbericht

Das Eingehen von Risiken ist eine Folge des Geschäftsbetriebs und der in diesem Zusammenhang getroffenen Entscheidungen. Die Entwicklung der Finanzmärkte hat auch im Berichtszeitraum gezeigt, dass eine professionelle Steuerung und Begrenzung von Risiken ein wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg darstellt. Dem wird durch Prüfung und Begrenzung der Einzelrisiken, Beobachtung von Länder- und Branchenrisiken und durch eine fortlaufende Überwachung der Entwicklung Rechnung getragen. Als Ergebnis der Beurteilung werden von der Eurofactor AG Risiken im Rahmen der Ausübung der Geschäftstätigkeit und der Ausnutzung von Marktchancen verantwortungsbewusst eingegangen.

Zukunftsgerichtete Aussagen zu den Geschäftsaktivitäten, der Entwicklung, Wirtschaftlichkeit und Risikobeurteilung sind von einer Vielzahl von Risiken, Unsicherheiten und anderen wichtigen Faktoren abhängig, welche dazu führen können, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Resultate von den zugrunde liegenden Annahmen und Aussagen abweichen.

Für Deutschland und die Niederlassung Belgien besteht seit der zweiten Hälfte 2013 ein einheitliches Risikomanagement. Innerhalb der Eurofactor AG sind die Verantwortlichkeiten für die Risikosteuerung und Risikoüberwachung durch eine klare Funktionstrennung im Sinne der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) festgelegt. Das Risikomanagement unterliegt einer steten Weiterentwicklung, um die internen und externen Anforderungen an das Risikomanagement anzupassen und die Früherkennung zu verbessern. Die Risikoberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Risikosteuerung der Eurofactor AG.

Die Eurofactor AG unterliegt den Adressenausfall-, Markt-, Liquiditäts-, Betriebs-, und Rechts- sowie sonstigen Risiken. Produktimmanent steht bei den Risiken die Übernahme der Ausfallrisiken für Debitoren im Vordergrund, zu deren Absicherung sich die Eurofactor AG über eigene oder kundenbezogene Kreditversicherungen sowie Garantien ausländischer Factoringgesellschaften rückversichert. Materielle oder rechtliche Einschränkungen der Werthaltigkeit verkaufter Forderungen im Falle der Insolvenz von Anschlusskunden im Factoring bestimmen maßgeblich das Veritäts(kunden)risiko.

Risikostrategie

In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand eine verbindliche Risikostrategie definiert. Sie wird jährlich neu überprüft unter Berücksichtigung der Art, Struktur und Volumina der Geschäfte sowie der Risikotragfähigkeit. In der Risikostrategie werden die Risikoarten in ihrer Relevanz für die Eurofactor AG dargestellt und entsprechende Managementmaßnahmen erläutert.

Die Risikostrategie beinhaltet neben der Limitierung der einzelnen Risikoarten insbesondere

Branchenlimite

Produktlimite

Größenlimite für Einzelverträge

Verteilung der Risikoklassen

Länderlimite

Vorgabe für Debitorenlimite und Konzentrationen

Limite hinsichtlich der Fristigkeiten der Refinanzierung

Fremdwährungslimite

Basierend auf dieser Risikostrategie wurde die Risikopolitik für einzelne Geschäftsfelder in Abstimmung mit den Gremien der Crédit Agricole Leasing & Factoring Gruppe definiert. Neue Formen von Risiken aus neuen Anwendungsformen des Factoring oder neuen Märkten und Prozessen durchlaufen einen festgelegten Bewertungs- und Genehmigungsprozess.

Die Risikostrategie wie auch die aus ihr abgeleiteten Richtlinien und Anweisungen sind in der Schriftlichen Ordnung zur Risikostrategie und im Risikohandbuch für alle Mitarbeiter einsehbar und werden regelmäßig aktualisiert. Dabei steht die Steuerung der Risiken vor dem Hintergrund ihrer Tragfähigkeit im Mittelpunkt von Ankaufsentscheidungen. Forderungen werden isoliert betrachtet und einzelfallbezogen grundsätzlich nur im Rahmen der Höchstentschädigung der Kreditversicherer angekauft. Der Vorstand und das zentrale Risikomanagement der Crédit Agricole Leasing & Factoring Gruppe erhalten mindestens vierteljährlich einen detaillierten Risikobericht über das Gesamtportfolio auf Basis definierter Kennzahlen für alle Kundenrisiken nach Größenklassen, Branchen, Rating und Risikokonzentrationen sowie für Debitorenrisiken nach Größenklassen und Risikokonzentrationen. Der Bericht wird durch den für Risikocontrolling/Permanente Kontrolle zuständigen Mitarbeiter erstellt und kommentiert.

Risikomanagementsystem

Zur Umsetzung ihrer Risikostrategie hat die Eurofactor AG gemäß § 25a Abs.1 KWG ein umfassendes Risikosteuerungssystem etabliert, welches geeignet ist, Entwicklungen, welche die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gefährden, frühzeitig zu erkennen. Das System umfasst ein Regelwerk vom Vorstand verabschiedeter Risikogrundsätze und Arbeitsanweisungen, Organisationsstrukturen sowie Prozesse der laufenden Risikobewertung und -überwachung. Wesentliche Aufgaben des Risikomanagements sind dabei die Identifikation möglicher Risiken, ihre Analyse und Quantifizierung sowie die daraus folgende Ableitung von Steuerungsmaßnahmen.

Der Risikosteuerung liegt als zentrales Element ein Risikohandbuch zugrunde. In ihm werden die Grundsätze des Risikomanagementsystems, die Zuständigkeiten für die Risikobewertung, das Konzept der Risikotragfähigkeit sowie die Risikosteuerung und das Reporting erläutert. Entscheidungen über das Eingehen von Risiken werden entsprechend der organisatorischen Trennung von Markt und Marktfolge im Rahmen erteilter Genehmigungskompetenzen getroffen. Darüber hinaus finden regelmäßig Portfolioreviews im Rahmen von Komitees statt.

Ein Kundenrisikofall in 2013 führte u. a. zu einer Überprüfung der Risikomanagementinstrumente und zu einer weiteren Stärkung des Risikomanagements insbesondere hinsichtlich des Frühwarnsystems durch Verbesserung des Reportings bzgl. Benutzerfreundlichkeit, Datenqualität und Aussagekraft.

Seitens der Konzernrevision, an die die Revisionstätigkeiten im Sinne einer den spezialisierten Anforderungen in einzelnen Fachbereichen gerecht werdenden Prüfung ab 2012 ausgelagert wurden, sind Prüfungen im Rahmen des Prüfungsplans 2013 durchgeführt worden. Zudem gab es einen regelmäßigen Informationsaustausch, zwei Sitzungen des Internen Kontroll-Komitee unter Einbeziehung der Konzernrevision und Nachschauprüfungen zur Beurteilung des Umsetzungsstands von Empfehlungen aus Vorprüfungen. Über die Ergebnisse wurde der Vorstand informiert und der Aufsichtsrat plangemäß unterrichtet. Der Risikobeauftragte der Eurofactor AG fungierte zugleich als Revisionsbeauftragter, der die ordnungsgemäße Durchführung der Revisionsaufgaben koordiniert und überwacht.

Darüber hinaus wurden in 2013 drei separate IT-Revisionen durch die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für das Kreditwesen mbH, Köln, durchgeführt, zwei davon bei der Eurofactor AG, eine weitere bei der Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. bezüglich der zentral vorgehaltenen IT-Infrastruktur in Frankreich, da es sich hier um eine wesentliche Auslagerung von Dienstleistungen handelt. Die Überprüfung beinhaltete auch die Nachschau von Feststellungen aus Vorberichten. Dabei wurde hinsichtlich des Umsetzungsstands der Empfehlungen aus Vorprüfungen bei der Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. festgehalten, dass die überwiegende Mehrheit offener Punkte im Wege der Aktualisierung des SLA und der Einführung angemessener Prozesse erledigt wurden; hinsichtlich zweier wesentlicher Feststellungen wurden bis zum Jahresende Fortschritte erzielt, eine vollständige Erledigung ist in 2014 geplant. Die Prüfungen bei der Eurofactor AG selbst ergaben keine wesentlichen Feststellungen.

Das Interne Kontroll-Komitee hat die Wirksamkeit des Kontrollsystems bestehend aus den Institutionen interne Revision, Risikocontrolling/Permanente Kontrolle, Compliance und Geldwäschebekämpfung sowie Betrugsbekämpfung überwacht und auf Basis des internen Kontrollreports besprochen.

Die organisatorische Trennung von Markt und Marktfolge im operativen Bereich, wie auch von Risikomanagement (verantwortlich Risikobeauftragter) und Risikocontrolling (verantwortlich CEO) ist sichergestellt.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat monatlich über die Risikosituation im Rahmen des Management-Informations-Reportings (MIR) und darüber hinaus vierteljährlich auf Basis des Risiko-Management-Reports im Hinblick auf die Risikotragfähigkeit. In den darüber hinaus mindestens halbjährlich stattfindenden Aufsichtsratssitzungen werden alle wesentlichen Einzelrisiken dokumentiert und ggf. besprochen.

Beurteilung der Risikotragfähigkeit

Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgen auf Basis der Risikotragfähigkeit. Diese ist gegeben, wenn die wesentlichen erwarteten und unerwarteten Risiken des Unternehmens durch die Risikodeckungsmasse laufend abgedeckt sind. Hierbei muss eine angemessene Überdeckung gewährleistet sein, um Vorsorge für "Stressverluste" und nicht explizit berücksichtigte Risiken zu treffen. Mit dem am Risikoprofil der Eurofactor AG ausgerichteten Konzept der Risikotragfähigkeit wird den Anforderungen der MaRisk Rechnung getragen. Hierzu wird vierteljährlich das zur Deckung der Risiken bestehende interne Kapital ermittelt. Ebenso werden die dagegen stehenden erwarteten und unerwarteten Risiken identifiziert und bewertet. Das Konzept der Risikotragfähigkeit wurde unter Berücksichtigung des Risikoprofils und historischer Eckwerte modifiziert. Ausweislich der Risiko-Management-Reports für die ersten drei Quartale war die Risikotragfähigkeit in 2013 zu jeder Zeit gegeben. Der Bericht per 31.12.2013 steht noch aus. Ein Verfahren zur regelmäßigen kritischen Bewertung der Unternehmensstrategie unter inversen Stresstest-Szenarien ist implementiert. Die Ergebnisse des inversen Stresstests wurden vom Vorstand validiert und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht.

Der Vorstand der Eurofactor AG legt jährlich die Unternehmensziele und -strategien unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit im Rahmen der Planungsprozesse fest. Die kalkulierten Risikokosten (Expected Losses) fließen in die Planung ein und sind in dem Planergebnis für das Folgejahr berücksichtigt.

Unterschieden werden folgende Risikokategorien:

Adressenausfallrisiken:

Das Adressenausfallrisiko besteht in der Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen seitens der Vertragspartner, z.B. durch Insolvenz.

Kunden/Veritätsrisiken:

Risiken bezogen auf den Forderungsverkäufer entstehen durch fehlende oder eingeschränkte Rechtsbeständigkeit der von unseren Kunden erworbenen Forderungen, z.B. durch Aufrechnungen, Mängeleinreden, Schadensersatzverpflichtungen und Boni sowie durch unterlassene Zahlungs- und Scheckweiterleitung. Diese Risiken werden schlagend, wenn der Vertragspartner nicht mehr gewillt oder in der Lage ist, seinen Verpflichtungen aus dem Factoring-Vertragsverhältnis nachzukommen. Zur Überwachung und Begrenzung dieser nicht versicherbaren Kundenrisiken (Veritätsrisiken) im Factoring-Bereich wurden von Eurofactor AG geeignete Vorkehrungen getroffen. Kunden-/Veritätsrisiken bestehen in gleicher Weise im Non-Recourse- wie auch im Recourse-Verfahren.

Adressenausfallrisiken werden eingegrenzt durch:

Ein limitabhängiges Genehmigungsverfahren auf Basis vom Vorstand eingeräumter Entscheidungskompetenzen. Über große und komplexe Engagements entscheidet der Vorstand,

Festlegung interner oder externer Finanzierungsobergrenzen,

Festlegung vertraglicher Covenants zur Bonität des Anschlusskunden,

Auflagen zu Abwicklungsprozessen und zu Aspekten des Debitorenportfolios,

die bonitätsorientierte Auswahl und Überwachung der Kunden unter Anwendung eines Risikoklassifizierungssystems. Dieses berücksichtigt quantitative und qualitative Faktoren. Neben Jahresabschlusskennzahlen auf Grundlage eines Bilanzanalysetools werden dabei auch das Branchenumfeld sowie spezifische Kriterien zur Bewertung der factoringtypischen Debitoren- und Verfahrensrisiken berücksichtigt. Die Risikoklassifizierung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung über die Einräumung und Prolongation von Factoring-Verträgen sowie die Preisfindung dar. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Entwicklung der Portfoliostruktur basierend auf Ratingklassen informiert,

die zeitnahe quartalsweise Auswertung von Zwischenzahlen der Unternehmen,

die Analyse des typischen Dilutionrisikos (Gutschriften, Boni etc.) unter Berücksichtigung von Lieferverträgen mit den wesentlichen Abnehmern,

die Festlegung von Sicherungseinbehalten und/oder Sicherheitenunterlegung für das Dilution-Risiko,

die Überprüfung der buchhalterischen Ordnungsmäßigkeit durch Vor-Ort Audits beim Kunden,

die standardisierte stichprobenartige Einholung von schriftlichen Rechnungs- und Saldenbestätigungen von Abnehmern um die Existenz der angekauften Forderungen zu überprüfen,

ggf. Veritätsgarantien der Gesellschafter/Geschäftsführer sowie gesamtschuldnerische Mithaftung von anderen Konzerngesellschaften,

einen besonderen Bewertungs- und Genehmigungsprozess für neue Produkte, Geschäftsfelder oder neue Märkte und

die Überwachung aller wesentlichen Prozessrisiken im Rahmen von regelmäßigen Portfolioreviews. Darüber hinaus erfolgt der Einsatz eines spezifischen Betrugswarnsystems.

Regelmäßig finden allgemeine Engagementbesprechungen statt, an denen fallweise der Vorstand teilnimmt. Kunden mit besonderem Risikopotential werden auf Basis von Watch-Lists regelmäßig besprochen. Besonders risikobehaftete Engagements, für die ein Ausstiegsbeschluss getroffen wurde, werden von einem "Work-Out-Manager" entsprechend hierzu ergangener Richtlinien geführt.

Erwartete Veritätsrisiken werden grundsätzlich durch Sicherungseinbehalte abgesichert. Gleichwohl treten im Einzelfall prozessual bedingte Wertverluste bei einer Insolvenz des Anschlusskunden auf. Im Rahmen einer vorsichtigen Risikopolitik werden diese auf Portfolioebene erwarteten Verluste in der Jahresplanung berücksichtigt. Sie werden abgeleitet aus der Risikoklassifizierung der Kunden in Verbindung mit einer Risikomatrix mit zugeordneten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Erwartete Ausfälle, die auf externen Betrug zurückzuführen sind, werden in der Risikotragfähigkeitsrechnung separat in der Kategorie operationelles Risiko ausgewiesen.

Die tatsächliche Risikovorsorge basiert auf einer risikoorientierten, einzelfallbezogenen Wertberichtigungspolitik.

Unerwartete Risiken werden im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes bewertet.

Bei den nicht versicherbaren Kundenrisiken (Veritätsrisiken) handelt es sich um wesentliche Risiken, welche insbesondere durch vorstehende vielfältige Maßnahmen begrenzt werden.

Abnehmerrisiken:

Hierbei handelt es sich um das Risiko von Forderungsverlusten aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit von Forderungsschuldnern. Im Rahmen des Non-Recourse- wie auch des Recourse-Verfahrens kauft die Eurofactor AG Forderungen gegen Dritte an. Beim NonRecourse-Verfahren übernimmt die Eurofactor AG damit das Ausfallrisiko, beim Recourse-Verfahren können nicht einbringliche Forderungen an den Forderungsverkäufer zurückzediert werden; nachfolgende Maßnahmen, welche im Wesentlichen auf das Non-Recourse-Verfahren ausgelegt sind, dienen daher in den Recourse-Anwendungsfällen als zusätzliche Sicherheit zu der Möglichkeit Rückgriff auf den Forderungsverkäufer zu nehmen.

Abnehmer-/Debitorenrisiken werden eingegrenzt durch:

Die Einräumung von Kreditlinien für jeden Abnehmer im Non Recourse-Verfahren. Nur für in diesem Rahmen angekaufte Forderungen besteht ein Ausfallrisiko für den Factor. Ankäufe im Recourse-Verfahren, bei dem im Falle eines Debitorenausfalls Rückgriff auf den Kunden genommen werden kann, sofern dieser selbst noch existiert, werden durch Fundinglimite eingegrenzt. Die Vergabe von Limiten erfolgt durch die Eurofactor AG grundsätzlich gestützt auf die Prüfungen und Deckungszusagen von Gesellschaften der Crédit Agricole Leasing & Factoring Gruppe, ausländischen Korrespondenzgesellschaften und Kreditversicherern. Bei der Erteilung von Limitzusagen werden, soweit vorhanden, Bonitätsratings gesondert berücksichtigt ebenso wie eigene Erfahrungen aus der Zahlungsabwicklung.

Die Rückversicherung der Abnehmerrisiken im Non Recourse-Verfahren und größtenteils auch im Recourse-Verfahren. Die Eurofactor AG hat hierzu eigene Kreditversicherungen abgeschlossen bzw. lässt sich von ihren Vertragspartnern, soweit vorhanden, Kreditversicherungsverträge abtreten. Die Eurofactor AG trägt insoweit bei Non Recourse-Verfahren das Risiko aus dem jeweils vereinbarten Selbstbehalt. Diese betragen bei eigenen Kreditversicherungen regelmäßig 10%, bei abgetretenen Kreditversicherungen in der Regel zwischen 10% und 35%. Hinzu kommen evtl. Franchisen und Entschädigungsvorrisiken. Bei Rückdeckung durch ausländische Korrespondenzpartner liegt die Deckungsquote in der Regel bei 100%. Im Recourse-Verfahren tragen die Anschluss-Kunden das Debitorenausfallrisiko, an die Eurofactor AG abgetretene Kreditversicherungen dienen der zusätzlichen Absicherung.

Entscheidungen über die Einräumung von Limiten auf insolvenzfeste öffentliche Debitoren ohne Rückversicherung liegen, abgesehen vom Recourse-Verfahren, beim Vorstand bzw. ggf. dem Aufsichtsrat.

Angekaufte Forderungen werden laufend überwacht und verfahrensabhängig stichprobenartig verifiziert.

Überfällige Forderungen der Abnehmer werden in regelmäßigen Abständen von der Eurofactor AG oder dem Vertragspartner schriftlich angemahnt. Ab einer bestimmten Überfälligkeit und Höhe des offenen Betrages werden die Limite gestrichen und an den Bereich Litigation zum individuellen Inkassoverfahren weitergegeben.

Bei von Kunden abgetretenen Kreditversicherungen wird die Einhaltung der Obliegenheiten aus der Kreditversicherung regelmäßig überprüft.

Bei der Steuerung der Debitorenrisiken auf Portfolioebene werden vorhandene Kundeninformationen, externe Ratings, einschränkende Limitzusagen der Kreditversicherer sowie Länder berücksichtigt. Die Eurofactor AG verfügt über ein Konzept für ein eigenständiges Risikoklassifizierungsverfahren für alle Debitoren, das in 2014 umgesetzt wird. Einem Ansteigen von Debitorenrisiken im ersten Halbjahr 2013 wurde mit risikomindernden Steuerungsmaßnahmen hinsichtlich bestimmter Länder-/ Branchenentwicklungen begegnet. Die Eurofactor AG arbeitet kontinuierlich an der weiteren Verbesserung der Datenqualität durch systematischen Abgleich der Stammdaten mit der Datenbasis eines externen Providers sowie Anreicherung der Stammdaten um Informationen, welche Gruppenbildungen und eine Konsolidierung auf die oberste Unternehmenseinheit weltweit und Gruppenbildungen ermöglichen. Damit wird auch den erhöhten Anforderungen des Geldwäsche-Gesetzes Rechnung getragen. Die erwarteten Verluste im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung basieren auf Erfahrungswerten und berücksichtigen die Entschädigungsbedingungen der Rückversicherer sowie des Ratings für nicht versicherte Debitorenrisiken. Die angesetzten Werte werden durch ein regelmäßig aktualisiertes Backtesting-Verfahren überprüft.

Die in der Risikotragfähigkeitsrechnung einbezogenen unerwarteten Verluste berücksichtigen Konzentrationsrisiken. Für den Worst-Case wird der höchstmögliche einzelne Großschaden unter Berücksichtigung der Höchstentschädigungsregelungen der Kreditversicherer angenommen. Die tatsächlich gebildete Risikovorsorge erfolgt auf Basis eines standardisierten Verfahrens.

Bei den Abnehmerrisiken handelt es sich um wesentliche Risiken, welche durch vorstehende Maßnahmen und insbesondere ihre Versicherung über Kreditversicherungen auf ein akzeptables Niveau begrenzt werden.

Kontrahenten /Korrespondentenrisiken:

Kontrahentenrisiken außerhalb der Crédit Agricole Gruppe ergeben sich vor allem aus der Geschäftsbeziehung zu unseren Rückversicherern Euler Hermes (S & P Rating AA-) und Atradius (S & P Rating BBB, Moody's A3), Korrespondentenrisiken aus der Übernahme von Zahlungsgarantien und Inkassoverpflichtungen im Export-Factoring. Die Kontrahentenrisiken stehen in einem angemessenen Verhältnis zum Eigenkapital der Eurofactor AG. Kontrahentenrisiken aus Anlagegeschäften bestehen bei der Eurofactor AG grundsätzlich nicht. Sie können sich lediglich aus kurzfristigen Guthaben bei Banken ergeben, über welche die geschäftlichen Transaktionen abgewickelt werden. Diese werden i. d. R. täglich transferiert. Kontrahentenrisiken werden im Rahmen des vierteljährlichen Financial-Komitee (Asset-Liability-Committee) auf Gruppenebene besprochen.

Zur Begrenzung der Risiken erfolgt eine bonitätsorientierte Auswahl und Überwachung unserer risikorelevanten Korrespondenzpartner. Auskünfte und Bilanzunterlagen werden hierbei ebenso berücksichtigt wie die Qualität der Abwicklung. Die Bonität der Kontrahenten wird jährlich überprüft und ein individuelles Limit eingeräumt, über das der Gesamtvorstand entscheidet. Davon ausgenommen sind Kreditversicherer und in 2013 nicht risikorelevante Exportfactoringgesellschaften.

Vorstehende Kontrahentenrisiken werden hinsichtlich der Kreditversicherungen als wesentlich, aber auf Grund deren Bonität als akzeptabel, ansonsten als gering eingestuft.

Länderrisiken:

Die Beurteilung und Steuerung von Länderrisiken stützt sich auf die von der Crédit Agricole Gruppe regelmäßig aktualisierten Länderbewertungen und ihre internationale Expertise. Da ein Großteil des Gesamtportfolios auf Debitoren in Deutschland und im europäischen Ausland entfällt, sind die Länderrisiken gering. Für einzelne Länder bestehen besondere Regelungen und Limitierungen, deren Einhaltung von der Organisationseinheit Risikocontrolling/Permanente Kontrolle überwacht wird. Die anhaltende Unsicherheit bei der Entwicklung der europäischen Staatsschulden führte insbesondere zur besonderen Betrachtung Griechenlands im Rahmen der Risikobeurteilung.

Die Länderrisiken werden als gering eingestuft.

Marktpreisrisiken:

Unter Marktpreisrisiken werden mögliche Ertragseinbußen verstanden, die sich aus der Veränderung von Marktpreisen für Wertpapiere, Devisen und Derivate sowie Änderung von Zinssätzen und Zinsstrukturen ergeben können.

Die Eurofactor AG tätigt keinen Handel oder sonstige Geschäfte mit Wertpapieren, Derivaten und Edelmetallen. Ein Handelsbuch wird nicht geführt.

Zinsänderungsrisiken resultieren aus nicht fristenkongruenter Refinanzierung. Diesen Risiken wird in der Regel durch vertraglich vereinbarte Anpassungsklauseln in den Kundenverträgen Rechnung getragen. Signifikante Risiken aus Fristentransformationen werden nicht eingegangen. Unerwartete Verluste werden auf Basis eines Rechenmodells, das eine sprunghafte Verschiebung der gesamten Zinskurve unterstellt, ermittelt und in der Risikotragfähigkeitsberechnung einbezogen.

Das Währungsrisiko wird grundsätzlich durch eine währungskongruente Refinanzierung vermieden. Darüber hinaus trägt gemäß den regelmäßig verwendeten Vertragsbedingungen im Factoring bei Fremdwährungsforderungen der Vertragspartner das Währungsrisiko. Abnehmerzahlungen in Fremdwährung werden über Devisenkassageschäfte konvertiert. Im Falle von Debitoreninsolvenzen kann es bei angekauften Fremdwährungsforderungen zu unerwarteten Verlusten kommen, wenn die Entschädigungsleistung des Kreditversicherers auf einer anderen Kursbasis erfolgt. Dies wird in der Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt.

Die Steuerung der Marktpreisrisiken erfolgt im Bereich Finanzen/Controlling in Abstimmung mit dem Vorstand.

Die Marktpreisrisiken werden als gering eingestuft.

Liquiditätsrisiken:

Das Liquiditätsrisiko umfasst insbesondere die Risiken, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können und bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können.

Das Liquiditätsmanagement der Eurofactor AG liegt in der Verantwortung des Bereichs Finanzen/Treasury. Die Zahlungsströme werden täglich ermittelt und der Refinanzierungsbedarf geplant. Der Vorstand der Eurofactor AG und die Crédit Agricole Leasing & Factoring werden regelmäßig über die Liquiditätssituation und die Auslastung unterrichtet.

Durch eine ausreichend bemessene Liquiditätsvorsorge sowie durch eine entsprechende Strukturierung der Aktiva und Passiva kann diesem Risiko begegnet werden. Die Eurofactor AG verfügt über eine stabile Refinanzierungsbasis. Neben Refinanzierungslinien innerhalb der Crédit Agricole Gruppe stehen der Eurofactor AG zwei Geldhandelslinien (bei der Commerzbank AG für Eurofactor AG in Deutschland und bei der Deutsche Bank AG für Eurofactor Benelux) zur Verfügung, die auf den Refinanzierungsbedarf gemäß Budget- und Finanzplanung abgestimmt sind. Zur Kompensation eines unerwartet kurzfristigen Liquiditätsbedarfs kann auf die Geldhandelslinie zurückgegriffen werden. Die Liquiditätsrisiken werden daher als nicht wesentlich beurteilt.

Die Einräumung von größeren Ankaufslimiten für Factoring-Kunden wird im Vorfeld mit dem Bereich Finanzen/Treasury der Crédit Agricole Leasing & Factoring abgestimmt. Liquiditätsengpässe waren im Berichtsjahr zu keinem Zeitpunkt vorhanden. Im Risiko-Management-Report werden Stressanalysen angestellt und Reaktionsmaßnahmen definiert.

Operationelle Risiken:

Hierunter wird gemäß Verständnis aus Basel II bzw. § 269 SolvV die Gefahr von Verlusten verstanden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten können. Einige dieser Risiken sind durch entsprechende Versicherungen gedeckt.

Die übergreifende Risikoverantwortung liegt beim Vorstand der Eurofactor AG. Das Risikomanagement verantwortet die Weiterentwicklung von Leitlinien, Verfahren, Methoden und Systemen zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation von operationellen Risiken. Ziel ist es, die Mitarbeiter für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und eine angemessene Risikokultur zu entwickeln.

Operationelle Risiken werden präventiv limitiert durch die sorgfältige Analyse von Gefahrenpotentialen und entsprechenden Maßnahmen:

Grundsätzliche Beachtung des "Vier-Augen-Prinzips".

Festlegung von Arbeitsanweisungen, Prozessleitfäden sowie von Kompetenzen.

Analyse von Störungen bei Prozessabläufen und deren Anpassung bzw. Optimierung.

Einstellung von qualifiziertem Personal und jährliche Prüfung des Qualifikationsniveaus im Rahmen des Beurteilungssystems.

Eine angemessene Personalausstattung. Zum Stichtag verfügte die Eurofactor AG über 123 festangestellte Mitarbeiter (einschließlich Geschäftsleitung), 103 in Deutschland sowie 20 in der belgischen Niederlassung. Es werden geeignete Instrumente eingesetzt, insbesondere strukturierte Zielvereinbarungen, regelmäßige - üblicherweise jährliche - Mitarbeiterbeurteilungen sowie mitarbeiterindividuelle lokale und internationale Schulungs- und Förderprogramme. In einem Personalhandbuch sind alle für Mitarbeiter gültigen Betriebsregelungen dargestellt. Die Teilnahme an internen und externen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wurde auch im Berichtsjahr gefördert. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter durch angemessene Abschlussvergütungen am Unternehmenserfolg beteiligt.

Projektbegleitung bei der Anschaffung und Veränderung von IT-Systemen.

Sorgfältige Analyse beim Eingehen von Geschäftsbeziehungen mit neuen Partnern.

Die Einbeziehung ausgelagerter Aktivitäten und Prozesse in das interne Kontrollverfahren. Hierbei wird durch Überprüfung der Partner hinsichtlich Bonität und Qualität der erbrachten Leistung sowie Dokumentation der Prozesse sichergestellt, dass die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsoperation nach § 25a Abs. 1 KWG nicht beeinträchtigt wird. Es besteht ein übergreifender Genehmigungsprozess für risikorelevante Outsourcing-Aktivitäten auf Basis einer eigenständigen Risikoanalyse. Von wesentlicher Bedeutung ist das zentral bei der Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. geführte EDV-System.

Die fortlaufende Erfassung Compliance-relevanter Betriebsrisiken auf Basis einer Risikoanalyse durch die Compliance-Beauftragte mit ihren Stellvertretern in Deutschland und Belgien, die an den Vorstand berichtet. Schulungen zur Geldwäsche und Terrorismus-Prävention werden regelmäßig durchgeführt.

Die systematische Überwachung von Betrugsrisiken durch den eigenständigen Bereich Betrugsbekämpfung anhand spezifischer Analysetools.

Eine Vertrauensschadensversicherung, die Diebstahl, vorsätzliche Sachbeschädigung, Betrug durch Vertrauenspersonen oder Vermögensschäden durch Eingriffe Dritter in die EDV abdeckt.

Die allgemeinen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme von Finanzdienstleistungsinstituten gemäß Institutsvergütungsverordnung werden beachtet. Die Eurofactor AG hat ihr Vergütungssystem im Internet veröffentlicht.

Sämtliche Mitarbeiter sind unter Ausschaltung der sonst gültigen Berichtswege zur Meldung des Verdachts auf operationelle Risiken an ein speziell beauftragtes Managementmitglied verpflichtet. Die Einhaltung der Anweisungen und Kompetenzen wird von den Vorgesetzten, der Stelle Risikocontrolling/Permanente Kontrolle der Eurofactor AG fortlaufend, sowie der internen Revision kontrolliert.

Eine regelmäßige Kontrolle der Kundenkalkulation, die kalkulatorische Risikokosten mit einschließt, bildet die Basis für ein effektives und risikoadäquates Ertragsmanagement. Regelmäßig werden Abweichungsanalysen erstellt und die Ursachen ermittelt. Im Rahmen der Forecast- und Budgeterstellung werden die Erkenntnisse laufend umgesetzt.

Die Datensicherheit für das zentrale Rechensystem und den Netzwerkbetrieb, insbesondere den Zugriff auf die Daten, ist durch verschiedene Vorkehrungen gewährleistet. Dokumentationen über sämtliche EDV-Systeme und Schnittstellen zu angrenzenden Systemen liegen vor. Es besteht ein aktualisierter Business-Continuity-Plan, ein Notfallhandbuch ist vorhanden. Die Eurofactor AG hält alle Daten redundant sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in einem ausreichend entfernten Notfallrechenzentrum. Auch werden Backup-Datenkopien auf Band zu einem externen Dienstleister ausgelagert. Notfallpläne des externen Dienstleisters (Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A.), an den der Betrieb des Factoring Systems ausgelagert ist, liegen vor und sind mit der Eurofactor AG abgestimmt. Es finden regelmäßig Notfallübungen und Tests auch auf Gruppenebene statt, um schnelle Reaktionszeiten bei Systemausfällen und Krisensituationen sicherstellen zu können. Ein Notfalltest wurde erfolgreich im Dezember 2013 durchgeführt. Im Bereich Internet-Sicherheit werden moderne Schutzsysteme wie Webfilter, Virenscanner, Firewalls, Spam-Filter etc. eingesetzt. Die Einhaltung aufsichtsrechtlicher und weiterer gesetzlicher Vorgaben an Entwicklung, Wartung und Betrieb der IT-Systeme wird im Rahmen des "internen Kontrollsystems" der Eurofactor AG überwacht und durch eine externe Revision überprüft.

Für das Risiko etwaiger Vermögensschäden wie Einbruch, Diebstahl, Feuer, Sturm bestehen Versicherungen.

Im Rahmen des internen Kontrollsystems erfolgt eine regelmäßige Inventur der operativen Risiken durch den für Risikocontrolling/Permanente Kontrolle zuständigen Mitarbeiter. Dabei werden potenzielle Risiken in Abstimmung mit den jeweiligen Prozesseigentümern identifiziert, sensible Prozesse erfasst und entsprechend der zu erwartenden Schadensintensität und Schadenshäufigkeit bewertet, in einem gruppeneinheitlichen Reporting berichtet und zentral analysiert. Die erwarteten Risiken in den einzelnen Ereigniskategorien (interner Betrug, externer Betrug etc.) werden auf finanzieller Ebene und nicht finanzieller Ebene betrachtet. Durch die erlassenen Arbeitsvorschriften und das etablierte Kontrollverfahren auf verschiedenen Ebenen werden diese Risiken gemindert. Ebenso werden die unerwarteten Risiken in Expertenbefragungen ermittelt und je nach identifiziertem Handlungsbedarf Maßnahmen abgeleitet, um die Risiken zu eliminieren, zu limitieren oder zu übertragen.

Die tatsächlich eintretenden Schadensfälle, welche den operationellen Risiken zuzuordnen sind, werden in einer internen Schadensfalldatenbank geführt. Alle Mitarbeiter sind aufgefordert auftretende Schadensfälle zeitnah und unaufgefordert zu melden.

Zur Ermittlung der unerwarteten Verluste im Rahmen der operationellen Risiken wird der Basisindikatoransatz gem. § 270 SolvV zugrunde gelegt, der das Gefährdungspotential mit 15 % der durchschnittlichen Bruttoerträge der letzten drei Jahre pauschaliert. Dieser Wert wird mit dem internen Bewertungsansatz abgeglichen, der sich aus den erwarteten Verlustpotentialen resultierend aus der Risikoinventur aufgrund Selbsteinschätzung ergibt. Der höhere Vergleichswert wird in die Risikotragfähigkeitsrechnung aufgenommen.

Bei den -zum Großteil- nicht versicherbaren operationellen Risiken handelt es sich um wesentliche Risiken, welche insbesondere durch vorstehende vielfältige Maßnahmen begrenzt werden.

Rechtsrisiken:

Diese Risiken können dadurch auftreten, dass Ansprüche gegenüber Vertragspartnern aus Rechtsgründen nicht durchgesetzt werden können oder der Gesellschaft ungewollt andere rechtliche Verpflichtungen entstehen.

Das Erkennen und die Begegnung von Rechtsrisiken stellt eine wesentliche Verantwortung des Leiters der Rechtsabteilung dar. Ihm obliegt die kontinuierliche Beobachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Überprüfung und Qualitätssicherung der Vertragswerke.

Für das Factoring werden in Deutschland grundsätzlich Standardverträge eingesetzt, die Empfehlungen des Deutschen Factoring Verbands für Deutschland berücksichtigen. Abweichungen von Standards werden grundsätzlich durch die Rechtsabteilung validiert. Für den Bereich Benelux sind die länderspezifischen Verträge von der örtlichen Leiterin Recht/Compliance in Zusammenarbeit mit externen Anwälten erarbeitet worden. Für 2014 ist eine Überarbeitung unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung und Strukturierung soweit als möglich analog Deutschland vorgesehen. Bei der Verlagerung von Dienstleistungen auf Dritte werden die vertraglich festgelegten Weisungsbefugnisse beachtet sowie die ausgelagerten Bereiche in die internen Kontrollverfahren einbezogen. Das Risikopotenzial aller "Auslagerungen" wird mindestens jährlich im Rahmen von Risikoanalysen bewertet. Die Kontrolle der Outsourcing-Partner von als wesentlich definierten Auslagerungen erfolgt durch die zuständigen Abteilungen der Eurofactor AG auf Basis von "Service-Level-Agreements" und festgelegter Kontrollverfahren. Die zuständigen Mitarbeiter berichten regelmäßig und ad hoc über den Status der Einhaltung der Auslagerungsverträge an den Vorstand.

Die Rechtsrisiken werden daher als gering eingestuft.

Für gerichtliche Prozesse wurde eine ausreichende Risikovorsorge gebildet.

Sonstige Risiken:

Sonstige Risiken können sich aus strategischen Fehlentscheidungen, Projekten und Reputationsschäden ergeben. Risiken aus Projekten werden durch ein regelmäßiges Projektcontrolling limitiert. Die Eurofactor AG verfügt über ein web-basiertes interaktives Beschwerdemanagement-System, um Reputationsrisiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Vorgenannte sonstige Risiken sind wesentlich; durch vielfältige Maßnahmen werden sie begrenzt.

Risikolimite

Für alle Risikoarten sind Limite festgelegt, die den Handlungsrahmen der Entscheidungsträger limitieren. Das Limitsystem sorgt methodisch und prozessual dafür, dass eingegangene Risiken mit Risikodeckungsmasse unterlegt werden. Die maximale Verlustobergrenze wird mit 80 % des Risikodeckungspotentials definiert.

Stresstests

Vor dem Hintergrund bestehender Marktinstabilitäten sowie der Gefahr unerwartet auftretender Risiken werden an der Gewinn- und Verlustrechnung orientierte Stresstests in verschiedenen Szenarien durchgeführt anhand derer ebenfalls die Risikotragfähigkeit geprüft wird.

Ebenso werden Liquiditätsstresstests durchgeführt.

Die Aufsichtsgremien werden über die Ergebnisse der Stresstests regelmäßig informiert.

Insgesamt ist derzeit keine Entwicklung zu erkennen, die die Vermögens- Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft nachhaltig und wesentlich beeinträchtigen könnte.

Zweigniederlassung

Die Eurofactor AG unterhält im Berichtsjahr eine inländische Zweigstelle in Oberhausen und eine ausländische Niederlassung in Brüssel. In dem Kundenzentrum in Oberhausen wurden durchschnittlich 8 Mitarbeiter/innen und in Brüssel 20 beschäftigt.

Aufgrund insbesondere derzeit noch unterschiedlicher IT Systeme entsprechen Prozesse und Abläufe der belgischen Niederlassung noch nicht den in Deutschland geübten Standards. Das lmplementierungsprojekt des Kern-IT-Systems der Eurofactor AG in Brüssel soll in der ersten Hälfte 2014 starten; es wird davon ausgegangen, dass der Abschluss in der ersten Hälfte 2015 erfolgt. Parallel wird an der weiteren Vereinheitlichung und Harmonisierung von Organisation, Prozessen und Berichtswesen gearbeitet.

Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Eurofactor AG war im Geschäftsjahr 2013 ein von der Eurofactor S.A., 92120 Montrouge, Frankreich abhängiges Unternehmen i. S. des § 312 AktG. Mit Wirkung zum 31.12.2013 wurde im Rahmen einer Verschmelzung die Eurofactor S.A. auf die Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A., 92120 Montrouge, Frankreich (übernehmende Gesellschaft) übertragen. Der Vorstand ist daher zur Erstellung eines Abhängigkeitsberichtes verpflichtet.

Im Berichtsjahr 2013 wurden keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der herrschenden und der mit ihnen verbundenen Unternehmen getroffen oder unterlassen. Der Vorstand stellt gemäß § 312 Abs. 3 AktG fest, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt.

Prognosebericht

Wir sehen im deutschen Factoring-Markt weiter Wachstumspotential. Die Marktdurchdringung für Factoring ist in Deutschland im internationalen Vergleich immer noch vergleichsweise niedrig. Wir gehen davon aus, dass wir als eine der führenden Factoringgesellschaften in Deutschland an diesem Trend teilhaben werden. Zum Jahresauftakt boten sich Chancen für neue Geschäftsabschlüsse im mittelständischen Firmenkundensegment. Wenngleich die Eurofactor AG national über kein exklusives Bankennetzwerk als Kanal für die Zuführung von Geschäften verfügt, wird erwartet, dass es uns gelingt, aufgrund unserer Reputation im Markt, der Zusammenarbeit mit Partnern, das Neugeschäft im Inlandsgeschäft in 2014 auf dem hohen Niveau von 2013 zu halten. Neue Impulse werden insbesondere aus der Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften der Crédit Agricole-Gruppe im benachbarten Ausland erwartet, wofür in 2013 ein "French desk" etabliert wurde sowie aus einem offensiven Marktauftritt in den Niederlanden über unsere Benelux-Niederlassung. Zugleich gehen wir davon aus, dass aufgrund der hohen Servicequalität, die sich auch in internationalen Auszeichnungen widerspiegelt, die außerordentlich hohe Bestandshaltungsquote von über 95% auch in 2014 beibehalten werden kann. Darüber hinaus erwarten wir Zuwächse auch aus der Konzentrierung des Importfactoringgeschäftes im Rahmen eines "Hub" für Westeuropa. Insgesamt erwarten wir eine Steigerung der Factoringumsätze um 6%.

Wir können auch in 2014 auf den starken Gesellschafterrückhalt bauen, der sich nicht nur in unserer im Zuge des Erwerbs der belgischen Schwestergesellschaft in 2013 weiter erhöhten Kapitalausstattung, sondern auch in einer verlässlichen Refinanzierung dokumentiert. Vor dem Hintergrund weiterhin bestehender Unsicherheiten an den Kapitalmärkten, bei denen zuletzt Emerging Markets (u.a. Türkei) in den Blickpunkt geraten sind sowie verstärkten regulatorischen Anforderungen gehen wir für das zweite Halbjahr von steigenden Refinanzierungskosten aus. Personal- und Verwaltungsauswendungen werden stabil bleiben. Daher erwarten wir für 2014 einen unveränderten Gesamtertrag.

Das Geschäftsmodell der Eurofactor AG hat sich in den letzten Jahren bewährt. Wir erwarten aus der Etablierung einer gemeinsamen Abwicklungsplattform mit unserer Niederlassung Belgien Kostensynergien. Demzufolge konzentrieren sich in 2014 unsere Neuinvestitionen in hohem Masse auf die technische Einbindung der Benelux-Niederlassung in das Factoring-Abwicklungssystem der Eurofactor AG. Darüber hinaus werden wir auch andere Maßnahmen zur Verbesserung der Prozesseffizienz weiter verstärken. Die Cost-income ratio wird sich hierdurch weiter verbessern, was sich auch in einem verbesserten operativen Ergebnis niederschlagen sollte.

Entstehende Risiken werden durch ein umfassendes Risikomanagement frühzeitig erkannt. Wir gehen davon aus, dass die im Risikobericht im einzelnen dargestellten Adressenausfall-, Markt-, Liquiditäts-, Betriebs-, Rechts- und sonstigen Risiken auch in 2014 für die Eurofactor AG maßgeblich bleiben. Aufgrund des erprobten Risikomanagementsystems und seiner qualifizierten Mitarbeiter im Risikomanagement sowie neu etablierter Steuerungsmodule sollte es uns gelingen auftretende Risiken auch in 2014 erfolgreich zu managen und die Risikokosten im Rahmen der Planung für 2014 zu halten.

Die Voraussetzungen für eine positive Weiterentwicklung der Eurofactor AG sind gegeben.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

Oberhaching, 19.2.2014

Klaus Taube

Vorstandsvorsitzender

Stefan Wagner

Vorstand Markt

Peter Klaus

Vorstand Marktfolge

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