Master Data

Registry
Register court Hamm HRB 4748
Previous
Bulten Automotive GmbHFinnveden Bulten GmbH
Registered
1/30/1995
Industry
Manufacture of fasteners and screw machine productsWholesale of tools, metal locks, screws, nails etc.Manufacture of power-driven hand tools
Purpose
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Schrauben und Muttern, insbesondere für die Fahrzeugindustrie und deren Zulieferer.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Tobias Strecker
since 2/1/2023
Procura
Managing Director
Heiko Dickheiwer
since 4/26/2018
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Buften Fasteners ABSWE
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Buften Fasteners AB
Sweden
€2,557,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Bulten GmbH

Bergkamen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen

1. Branchenentwicklung

Die Bulten GmbH operiert als internationaler Zulieferer für Automobilhersteller sowie Automobilzulieferer und ist somit stark abhängig von der Branchenentwicklung. Der Inlands-Umsatzanteil unserer Hauptkunden in Deutschland beträgt 30,3 % (VJ. 32 %).

Die Weltautomobilproduktion der PKW stellt sich wie folgt dar:

Stückzahl
in Tsd.
2023 2022 Veränd.
in %
PKW Europa 14.843 13.299 +12
PKW außerhalb Europas 64.679 58.798 +10
Summe PKW 79.522 72.097 +10

(Quelle: VDA - Automobilproduktion, Stand Mai 2024)

Nahezu in allen wichtigen Produktionsländern hat es im letzten Jahr ein deutliches Wachstum gegeben. Die höchsten Zuwächse verzeichnen die asiatischen Standorte. Allen voran Japan mit einem Plus von 18 Prozent auf 7,8 Mio. PKW. Auch in Europa kam es mit 12 Prozent zu einem deutlichen Produktionsplus. Das gilt auch für Deutschland, das mit 4,1 Mio. Einheiten (Nr. 5 weltweit) gegenüber dem Vorjahr die Produktion um 12 Prozent steigern konnte.

Die Veränderung der Weltautomobilproduktion stellt sich wie folgt dar:

Die Entwicklung der globalen Automobilproduktion im letzten Jahr war geprägt von einem Bündel von Faktoren. Die Materialengpässe, die insbesondere im Bereich der Halbleiter die Produktion nach der Coronapandemie behindert hatten, treten langsam etwas in den Hintergrund. Dafür hat der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine für dauerhaft hohe Energiepreise und damit zu einer seit den Siebzigerjahren nicht dagewesenen Inflation geführt. Damit hat sich die globale Automobilnachfrage schwächer als möglich entwickelt und konnte die Weltautomobilproduktion nur eingeschränkt beflügeln. Die insbesondere in Europa und China, aber auch in den USA hochlaufende Produktion von E-Autos profitierte von den günstigen staatlichen Rahmenbedingungen; politisch vorgegebene strenge CO 2 -Grenzwerte, um die Transformation hin zum klimaneutralen Elektroantrieb zu bewerkstelligen, verfehlen ihre Wirkung nicht. Die positive Fertigungsentwicklung 2023 ist zu einem guten Teil dem E-Hochlauf geschuldet. Diese Umstände haben dazu geführt, dass es wie schon im Vorjahr zu einem weltweiten Produktionsplus von 10 Prozent auf nun 77,9 Mio. Pkw gekommen ist. Damit wurde erstmals wieder das 2019er Vorkrisenniveau von 76,7 Mio. Stück übertroffen.

Die Automobilindustrie in Deutschland erzielte folgende Umsätze:

Umsatz in M rd .
2023 2022 Veränd.
in %
Inlandsumsatz 171,2 153,7 +11
Auslandsumsatz 393,1 352,4 +11
Summe Umsatz 558,1 506,1 +11

(Quelle: VDA - Umsatzdaten, Stand Mai 2024)

Die Exportquote der PKW ist leicht von 76,1 % auf 75,7 % gesunken.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz der Bulten GmbH stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 25,8 % auf 89,5 Mio. €.

Nahezu in allen wichtigen Produktionsländern hat es letztes Jahr ein deutliches Wachstum gegeben. Die höchsten Zuwächse verzeichneten die asiatischen Standorte.

Auch in Europa kam es zu einem deutlichen Produktionsplus. Man liegt jedoch immer noch um ein Fünftel unter dem 2019er Produktionsvolumen. Das liegt nicht nur an Russland, dessen Produktion sich gedrittelt hat und über eine Millionen Einheiten verloren hat. Insgesamt ist der europäische Markt gesättigt und die Bestandsflotte erneuert sich nur langsam, das Durchschnittsalter steigt an.

Die Umsatzentwicklung nach Regionen stellt sich wie folgt dar:

Region Veränderung
in %
Deutschland -2,5
Schweden +15,3
UK -62,8
Übriges Europa/Rest der Welt +185,3
SUMME +25,8

Umsätze nach Tätigkeitsbereichen:

Markt 2023
T€
2022
T€
Veränd.
T€
Automobilhersteller Direkt 35.653 29.875 +5.778
Automobilzulieferer Direkt 9.630 7.041 +2.598
Verbundene Unternehmen 31.207 31.662 -455
Sonstige 12.986 2.557 +10.429
SUMME 89.476 71.135 +18.341

Die Zusammenarbeit mit unserem größten Kunden Ford im Bereich Engineering trägt zur guten Geschäftsbeziehung bei. Gleichzeitig blieb der Umsatz aufgrund eines verzögerten Modellwechsels von Verbrenner auf Elektro in einem der Kundenwerke hinter den Erwartungen zurück.

Die Kundenstruktur ist weitgehend gegenüber dem Vorjahr unverändert, jedoch nimmt Tesla einen steigenden, wenn auch schwankenden Anteil ein. Darüber hinaus wurden aus einem abgewickelten Schwesterstandort mehrere Kundenprojekte aus dem Non-automotive-Bereich übernommen, die sich aber erst nach Anlauf in den Folgejahren umsatzseitig auswirken werden.

Eine Bestimmung der Marktstellung der Bulten GmbH ist wegen der Vielzahl der Wettbewerber und Kunden sowie der Definition des Produktspektrums nicht möglich. Der Anteil des Umsatzes mit verbundenen Unternehmen am Gesamtumsatz beträgt 44,2 % und liegt somit leicht unter dem Vorjahresniveau (45 %).

Die Bulten GmbH hat in 2023 folgende Neuauftragsvolumen erhalten:

Region Umsatz p.a.
Schweden 1.540 T€
Deutschland 88 T€
Polen 391 T€
Großbritannien 35 T€
Sonstiger Export EU 2.251 T€
Sonstiger Export Nicht EU 600 T€
SUMME 4.905 T€

Diese Umsätze stellen ein Jahresvolumen dar und sind in 2023 voll umsatzwirksam.

Auftragseingänge von 2020 bis 2023:

Zeitraum Auftragseingang
2020 45.287 T€
2021 45.076 T€
2022 64.976 T€
2023 80.734 T€

Die Bulten Gruppe hat Neuverträge mit Automobilherstellern und Non-Automotive-Kunden abschließen können. Weiterhin sind bestehende Verträge erneuert worden, die den Umsatz für weitere Jahre, abhängig von Modellreihen, sicherstellen.

3. Produktion

Folgende Tabelle zeigt die Produktionszahlen in Tonnen:

Zeitraum 2023 2022 2021 2020 2019
1. Quartal 2.144 1.688 2.100 1.821 2.614
2. Quartal 1.786 1.415 1.613 399 1.945
3. Quartal 2.181 1.553 1.396 1.481 2.379
4. Quartal 1.989 1.603 918 1.991 1.774
SUMME 8.100 6.259 6.028 5.691 8.712

Die produzierte Tonnage konnte aufgrund der verbesserten Auftragslage deutlich gesteigert werden.

4. Beschaffung

Das Einkaufsportfolio der Bulten GmbH für Rohstoffe der eigenproduzierten Waren setzt sich aus einigen wenigen Rohstofflieferanten aus Europa, im Wesentlichen aus Österreich, Spanien, den Niederlanden und Deutschland zusammen. Die marktübliche Beschaffungszeit von 6-8 Wochen für Walzdraht hat sich nach den unsicheren Jahren der Pandemieausbreitung hinsichtlich Liefer- und Transportzeiten wieder deutlich entspannt und ein planbares Niveau erreicht. Bei der Auftragsverteilung an Lieferanten wurde dies zeitnah berücksichtigt.

Die Einkaufsmengen der Drahtcoils entsprechen in etwa den produzierten Tonnagen der Halb- bzw. Fertigteile. Sie beliefen sich auf 6.259 Tonnen in 2022 und auf 8.100 Tonnen in 2023.

Die Preise für Walzdraht waren im Durchschnitt um 9% niedriger als im Jahr 2022. Eine deutliche Verringerung ergab sich im 2. Halbjahr 2023 und basierte zu dem Zeitpunkt auf einer stabilen Marktlage. Einflüsse aus der zuvor hohen Preisentwicklung auf dem Energiemarkt haben sich nahezu normalisiert.

Für 2024 zeigt die Entwicklung des ersten Quartals wieder leicht steigende Stahlpreise mit stabilerer Aussicht auf das gesamte Jahr 2024. Gründe liegen in der weiterhin beruhigten Energiebeschaffung und einer Kostenstabilisierung bei den Erzeugern. Kapazitätsengpässe in den Stahlwerken sind derzeitig nicht erkennbar.

5. Investitionen

Die Investitionen bei den Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2023 2.285 T€. Die Investitionen bei den immateriellen Vermögensgegenständen für Software betrug 4 T€.

Die Investitionen bei den Sachanlagen teilen sich wie folgt auf:

Art T€
Maschinen 154
Betriebs- und Geschäftsausstattung 745
Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.386
SUMME 2.285

Bei den Anzahlungen und Anlagen im Bau handelt es sich um Erweiterungsinvestition in den Maschinenpark und in Solarenergie.

II. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

1. Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Belegschaftsstärke ohne geringfügig Beschäftigte betrug 171 Personen (VJ. 169).

In die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter wurden im Geschäftsjahr auf stabilem Niveau investiert.

2. Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagement

Das Qualitätsmanagement ist zertifiziert gemäß Richtlinie IATF16949 und ISO 9001. Das Umweltmanagementsystem entspricht den Anforderungen der ISO14001. Die Elemente Gesundheit und Arbeitssicherheit sind gemäß ISO 45001 zertifiziert. Entsprechende Überwachungsaudits wurden durchgeführt.

III. Wirtschaftsbericht

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz, das Betriebsergebnis und das EBIT. Alle drei Ergebnisse liegen über dem Niveau des Vorjahres, sind aber aufgrund der weiterhin hohen vorherrschenden Inflation bei gleichzeitig anhaltendem Preisdruck der Automobil-OEMS nicht zufriedenstellend.

1. Ertragslage

Das Ergebnis nach Steuern ist um 449 T€ auf 2.042 T€ gestiegen. So ergibt sich folgendes Bild:

G u V Veränd. zu 2022
T€
Veränd.
in %
Umsatzerlöse +18.341 +25,8
Bestandsveränd. unf. u. fertig E. -2.108 -893,5
Gesamtleistung +16.233 +22,7
Materialaufwand +10.762 +23,1
Personalaufwand +789 +7,5
Deckungsbeitrag +4.682 +32,8

Die Gesamtleistung liegt aufgrund der gesteigerten Produktionszahlen mit +16 Mio. € deutlich über den Vorjahren. Der Anstieg resultiert vor allem aus unserem externen Umsatz mit Automobilherstellern und -zulieferern.

Der Deckungsbeitrag konnte durch die gestiegene Gesamtleistung um 32,8 % erhöht werden.

Die Abschreibungen sind bedingt durch gesteigerte Investitionstätigkeit um 82 T€ höher als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 3.661 T€ erhöht.

G u V Veränd. zu 2022
T€
Deckungsbeitrag +4.682
Abschreibungen +82
Sonst. betriebl. Aufwand +3.662
Betriebsergebnis +938

Der höhere Deckungsbeitrag abzüglich der Abschreibung und des erhöhten betrieblichen Aufwands, auf Grund von gestiegenen inflationsbedingten Kosten wie z. B. Frachtkosten, führt zu einem um 938 T€ höherem Betriebsergebnis, was der Prognose aus dem Vorjahr entspricht (VJ. +858 T€).

Die Entwicklung des Betriebsergebnisses stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 2021 2020
Betriebsergebnis in T€ 2.710 1.772 914 1.367
In Prozent der Gesamtleistung 3,09 2,48 1,57 2,44

Die o.g. Effekte auf das Betriebsergebnis und die höheren Umsätze führen zu einem höheren Ergebnis vor Steuern.

G u V Veränd. zu 2022
T€
Betriebsergebnis +938
Sonstige betriebliche Erträge -201
Zinsen und sonstiges -49
Ergebnis vor Steuern +688

Das Ergebnis vor Steuern führt somit zu einem um 449 T€ höherem Jahresüberschuss gegenüber 2022.

Das EBIT beträgt +3.060 T€ und ist damit um +737 T€ höher als im Geschäftsjahr 2022, was der Prognose aus dem Vorjahr entspricht (VJ. +496 T€). Die Umsatzrenditen betragen:

Umsatzrendite 2023 2022 2021 2020
Basis Jahresüberschuss +2,28% +2,24% + 2,12% + 2,51%
Basis EBIT 3,42% +3,27% + 3,20% + 3,15%

2. Vermögenslage

Das Vermögen der Bulten GmbH stellt sich wie folgt dar:

Bilanz 2023 2022 Veränd.
T€
Anlagevermögen 9.697 8.605 +1.092
Umlaufvermögen 37.216 30.060 +7.156
aRAP 101 95 +6
Bilanzsumme 47.014 38.760 +8.254

Das Anlagevermögen erhöhte sich vor allem im Bereich Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Erhöhung des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf den Aufbau der Fertigerzeugnisse sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Kapital 2023 2022 Veränd.
T€
Eigenkapital 29.686 27.644 +2.042
Rückstellungen 2.769 1.867 +902
Verbindlichkeiten 14.559 9.249 +5.310
Bilanzsumme 47.014 38.760 +8.254

Das Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuss. Die Rückstellungen erhöhten sich im Bereich der Steuerrückstellungen aufgrund des höheren Jahresüberschusses. Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 71,32 % zum Vorjahresstichtag auf 63,14 % zum Bilanzstichtag.

Die Kapitalrenditen entwickelten sich wie folgt:

Kapitalrendite 2023 2022 2021 2020
Eigenkapitalrendite 10,42 8,70 % +7,32 % +7,60 %
Gesamtkapitalrendite 6,58% 6,21 % +5,59 % +5,47 %

Basis: Ergebnis vor Steuern

3. Finanzlage

Die Finanzlage zum 31.12.2023 kann nach wie vor als solide und gut bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Durch vorhandene Bankkreditlinien bestände allerdings zusätzlich die Möglichkeit, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Die Kreditlinie ist im Geschäftsjahr 2023 nicht in Anspruch genommen worden.

Die Bulten GmbH nimmt unverändert am Gruppen Cashpooling teil. Die Forderungen aus dem Cashpool tendieren gegen null (VJ. 5.395 T€).

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Grundzüge des Risikomanagement

Der Risikomanagement-Prozess der Gesellschaft ist ein integraler Bestandteil des Controlling- und Managementüberwachungssystems. Dabei liegt der Fokus sowohl in der Ergreifung sich bietender Chancen als auch in der Identifikation und Bewertung potentieller Risiken. Die frühzeitige Erkennung von Risiken und die Veränderungen der internationalen Märkte sind für die gesamte Bulten Gruppe von besonderer Bedeutung, um darauf aufbauend notwendige strategische Entscheidungen einleiten zu können. Es finden deshalb in verschiedenen, regelmäßig durchgeführten Managementmeetings Besprechungen über die rechtzeitige Erfassung und Bewertung von Risiken statt, um gegebenenfalls zeitnah gegensteuern zu können. Gleichzeitig werden Chancen analysiert und Umsetzungsmöglichkeiten geprüft. Es ist Ziel, flexibel und situativ auf Risiken zu reagieren bzw. diesen von vorneherein vorzubeugen. Mögliche Risiken werden quantifiziert, indem potentielle Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt werden.

2. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Aus der engen Bindung an unseren großen Bestandskunden und der Projektierung zur Belieferung weiterer Fertigungsstandorte und Modellpaletten mit dem Konzept eines Full Service Providers wird das größte Wachstum für die nächsten Jahre dort erwartet. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg sind die Qualität der geleisteten Entwicklungsarbeit und die Akzeptanz der neuen Automodelle am Markt. Parallel dazu erfolgt eine Anpassung und Flexibilisierung der Fertigungskapazitäten und -fähigkeiten, um eine Erweiterung des Produktspektrums (z.B. auch verstärkt auf Non-Automotive-Anwendungen) zu ermöglichen.

Die Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung liegen in der Entwicklung der deutschen, europäischen und asiatischen Automobilindustrie auf Grund der gegebenen Abhängigkeit als Automobilzulieferer. Die Transformation der gesamten Automobilbranche hin zur E-Mobilität birgt sowohl Risiken (durch geringere Teilevolumen pro Fahrzeug im Vergleich zum Verbrenner) als auch Chancen für die Bulten Gruppe und Bulten GmbH.

Chancen sehen wir in der Hinzugewinnung neuer Kunden (Automotive und Non-Automotive, auch durch die kürzlich verhängten Importzölle für Waren aus China) und in der Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren großen bestehenden Kunden.

Auslastungsrisiken auf Grund von branchenweiten Produktionsausfällen, wie während der Coronapandemie, und Supply-Chain-Unterbrechungen (z.B. Halbleiter) haben sich deutlich reduziert, der Planungshorizont ist allerdings wesentlich kürzer verglichen mit der Vor-Corona-Zeit, weswegen auch Bestandsrisiken entstehen können. Ggf. auch durch Nachholeffekte ist die Nachfrage anhaltend hoch, jedoch besteht ein inflationsbedingt höheres Risiko von temporären Nachfragerückgängen. Allerdings erwarten wir hier eine Stabilisierung bzw. Verbesserung deckungsgleich mit der Inflationsentwicklung für das zweite Halbjahr. Diesen Risiken wirken wir entgegen, in dem wir Projekte zum Ausbau unserer Produktionstiefe und -breite intensiv verfolgen und umsetzen sowie das Abrufverhalten unserer Kunden detailliert analysieren und Prognosen ableiten.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos, das wir eher als gering ansehen und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis der Finanzdisposition dient.

Zusätzlich besteht ein Cashpooling zur Liquiditätssicherung im Konzernverbund.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen.

Ebenfalls zu berücksichtigen sind die Preisentwicklungen bei Stahl, Energie, Logistikdienstleistungen sowie über das gesamte weitere Einkaufsspektrum. Bulten konnte in der Vergangenheit jedoch Stahlpreiserhöhungen weitgehend an die Endkunden weitergeben, so dass wir auch bzgl. Preissteigerungen in weiteren Bereichen keinen deutlich negativen Ergebniseffekt erwarten zumal in allen Kategorien mittlerweile eine Normalisierung bzw. sogar erste Rückgänge zu verzeichnen sind.

Aktivitäten im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit der Bulten Vertriebsorganisationen zeigen Potentiale nicht nur zur Belieferung weiterer deutscher Premiumfahrzeughersteller sondern auch zahlreicher Non-Automotive-Kunden auf, auch speziell vor dem Hintergrund des in der Firmenpolitik verankerten Nachhaltigkeitseffektes und eines hohen Umsetzungsgrades.

Wesentliche operative Risiken sowie bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

V. Prognosebericht

Projekte, die in der Vergangenheit begonnen wurden, erzielten gute Ergebnisse und werden in Zukunft weiter intensiviert, um eine Umsatzausweitung und Profitabilitätsverbesserung in Zukunft sicherzustellen. Die Bulten Gruppe ist mit Automobilherstellern im Premiumsektor und Non-Automotive-Kunden in Kontakt, um die Geschäftsbeziehung auszuweiten oder neu aufzunehmen.

Aus bestehenden Verträgen und vorbereiteten Projekten erwarten wir eine Stabilisierung der Umsatz- und Profitabilitätssituation, die auch die Auswirkungen etwaiger Nachfrageschwankungen kompensieren sollte.

Nach einem herausforderndem Geschäftsjahr 2023 erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen einstelligen prozentualen Anstieg des Umsatzes über Vorjahresniveau. Die schwankende und schwächelnde Nachfrage durch obige Einflussfaktoren kann aber in der Regel durch Neugeschäft oder Übernahme von Aufträgen aus Schwesterwerken (über)kompensiert werden.

Die Gesamteinschätzung für das Geschäftsjahr 2024 wird erst nach einer nachhaltigen Trendumkehr bei der Inflationsentwicklung möglich sein. Auf Grund der o.g. Entwicklungen gehen wir allerdings von einem einstelligen prozentualen Anstieg von Umsatz, Betriebsergebnis und EBIT gegenüber dem Vorjahr aus.

Die Gefahr von Unterbrechungen unserer Lieferketten auf Grund des im Februar 2022 ausgebrochenen Ukrainekrieges sehen und erwarten wir weiterhin nicht. Der Tendenz zur Energiekostensteigerung haben wir durch Eigengewinnung, weiteren geplanten Verbrauchsreduzierungen und einem geänderten Einkaufsverhalten entgegengewirkt. Momentan stellt sich hier an breiter Front eine Beruhigung und Stabilisierung der Preise ein.

Insgesamt werden die negativen Auswirkungen auf das Ergebnis und die Liquidität nicht vollständig zu kompensieren sein, jedoch durch die bereits eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen soweit wie möglich reduziert.

Unter der Voraussetzung, dass sich die Entwicklung der Automobilbranche nach einem weiteren schwierigen Jahr 2023 und den Nachfrageunsicherheiten durch Handelszölle und den Technologiewandel Verbrenner-Elektro wieder normalisiert, erwarten wir auch für unsere Gesellschaft wieder leicht ansteigende Umsätze und eine entsprechend positive Entwicklung des Betriebsergebnisses und EBIT.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

 

Bergkamen, 22. Januar 2025

Bulten GmbH

Die Geschäftsführung

Johannes Hammer, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen sowie Lizenzen 119.402,75 162.975,58
119.402,75 162.975,58
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.957.652,76 4.992.750,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.070.986,54 2.483.692,23
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.548.692,51 965.378,71
9.577.331,81 8.441.820,96
Summe Anlagevermögen 9.696.734,56 8.604.796,54
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.003.036,37 1.063.317,58
2. Unfertige Erzeugnisse 2.387.226,78 2.413.832,28
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.265.748,90 5.140.682,47
11.656.012,05 8.617.832,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.068.336,06 5.282.696,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.519.754,67 13.972.647,83
3. Sonstige Vermögensgegenstände 418.823,82 223.514,68
23.006.914,55 19.478.858,88
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.553.703,49 1.963.428,81
Summe Umlaufvermögen 37.216.630,09 30.060.120,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 101.041,70 94.680,95
Summe Aktiva 47.014.406,35 38.759.597,51

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.557.000,00 2.557.000,00
II. Kapitalrücklage 5.317.435,56 5.317.435,56
III. Gewinnvortrag 19.769.327,24 18.176.459,01
IV. Jahresüberschuss 2.042.169,20 1.592.868,23
Summe Eigenkapital 29.685.932,00 27.643.762,80
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 26.513,20 25.481,20
2. Steuerrückstellungen 1.183.415,67 787.523,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.559.590,22 1.054.070,91
Summe Rückstellungen 2.769.519,09 1.867.075,11
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.584.709,33 6.293.770,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.642.673,24 2.863.583,92
davon aus Lieferungen und Leistungen 4.642.673,24 2.863.583,92
3. Sonstige Verbindlichkeiten 331.572,69 91.404,93
davon aus Steuern 106.155,97 98.576,72
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit -17,61 -6.817,16
Summe Verbindlichkeiten 14.558.955,26 9.248.759,60
Summe Passiva 47.014.406,35 38.759.597,51

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 89.475.684,51 71.134.626,82
2. Veränderung des Bestandes
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.872.152,16 235.926,32
3. sonstige betriebliche Erträge 350.323,91 551.444,94
- davon Erträge aus Fremdwährungsumrechnung 189.271,47 26.044,71
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-,Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -53.628.740,17 -43.633.200,30
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.763.408,01 -2.996.914,84
-57.392.148,18 -46.630.115,14
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.411.405,49 -8.800.716,86
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, -1.850.137,03 -1.671.758,43
- davon für Altersversorgung -1.032,00 3.930,00
-11.261.542,52 -10.472.475,29
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.155.068,83 -1.072.652,82
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -15.084.649,23 -11.423.334,18
- davon Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung -218.762,78 -28.732,60
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.074,17 81.957,25
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 0,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.048.525,55 -809.595,54
11. Ergebnis nach Steuern 2.044.996,12 1.595.782,36
12. sonstige Steuern -2.826,92 -2.914,13
13. Jahresüberschuss 2.042.169,20 1.592.868,23

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wurde am 19. Januar 1995 gegründet. Seit dem 27.09.2004 ist sie eingetragen beim Amtsgericht Hamm unter HRB 4748. Der Sitz der Gesellschaft ist Bergkamen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Aufgrund der Größenmerkmale gemäß § 267 Abs. 3 HGB gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro erstellt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des HGB und der rechtsformspezifischen Vorschriften aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr wurden die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 1-5 Jahren, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten oder zu Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern für technische Anlagen und Maschinen werden mit 8-15 Jahren, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 1-25 Jahren angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich € 250 im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Für Werkzeuge wurde ein Festwert gebildet.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit ihrem Nennbetrag bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten nach der Verbrauchsfolge LIFO oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse sind unter Beachtung des Fertigstellungsgrades zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB einbeziehbaren Kosten.

Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird im Bedarfsfall durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen gegen Kunden, bei denen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, werden grundsätzlich einzelwertberichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% des Forderungsbestandes nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet.

Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % p.a. (VJ. 1,78 % p.a.) bewertet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Weiterhin wird wie im Vorjahr eine dynamische Entwicklung der Löhne und Gehälter von 2,4 % p.a. und der Renten von 2,1 % p.a. zugrunde gelegt sowie eine Fluktuationswahrscheinlichkeit angenommen.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, der sich aus dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte, beträgt 185 € (VJ. 1.008 €). Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2023 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IDW RS HFA 3 nach dem Entlohnungscharakter gebildet. Die Bewertung erfolgte auf der Basis von laufzeitabhängigen Rechnungszinssätzen in Höhe von 1,07 % p.a. bis 1,18 % p.a. (VJ. 0,59 % - 0,75 % p.a.), wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB für Restlaufzeiten von 3-5 Jahren veröffentlicht sind. Ferner wurde wie im Vorjahr ein Gehaltstrend in Höhe von 2,4 % p.a. angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken und sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit Erfüllungsbeträgen passiviert.

In Fremdwährungen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr findet das Anschaffungskostenprinzip sowie das Realisations- und Imparitätsprinzip Anwendung.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagespiegel.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Höhe von 12.516 T€ (VJ. 8.578 T€) und Forderungen aus dem Cash Pool in Höhe von 4 T€ (VJ. 5.395 T€). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen den Gesellschafter Bulten Fasteners AB, Schweden, von 4.867 T€ (VJ. 4.035 T€) enthalten.

4. Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag bestehen ausschließlich aktive Steuerlatenzen in Höhe von 6 T€ (VJ. 14 T€). Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen im Bereich der Pensions- und sonstigen Rückstellungen. Der zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 32,63 % (VJ. 32,63 %). Vom Ansatz der aktiven Steuerlatenz wurde gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB abgesehen.

5. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt 2.557 T€ und die Kapitalrücklage beläuft sich auf 5.317 T€.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

Bezeichnung 2023
T€
2022
T€
Veränd.
T€
Rückstellung für Altersteilzeit 38 76 -38
Übrige Personalrückstellungen 397 400 -3
Ausstehende Eingangsrechnungen 1124 579 545
Sonstige 0 0 0
Summe 1.559 1.054 505

Einem Teil der Verpflichtungen aus Altersteilzeit stehen Vermögensgegenstände aus kongruenten Rückdeckungsversicherungen gegenüber. Das zweckgebundene, verpfändete und insolvenzgesicherte Deckungsvermögen wurde gemäß § 255 Abs. 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert, der dem Marktwert zum 31. Dezember 2023 entspricht, bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung ist am Abschlussstichtag aus der Bestätigung der Versicherungsunternehmen abgeleitet und entspricht gleichzeitig den fortgeführten Anschaffungskosten sowie dem Aktivwert. Auf Grund des Saldierungsgebots nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Rückstellungen für Altersteilzeit mit dem Deckungsvermögen aus der Rückdeckungsversicherung verrechnet, soweit diese verpfändet sind. Der in der Bilanz auf der Passivseite ausgewiesene Betrag setzt sich zusammen aus Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von 117 T€ (VJ. 118 T€) und der Rückstellung für Altersteilzeit 155 T€ (VJ. 194 T€).

7. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Geschäftsjahr 2023 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin Bulten Fasteners AB in Höhe von 264 T€ (VJ. 114 T€).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Umsätze nach Tätigkeitsbereichen:

2023
T€
2022
T€
Veränd.
T€
Automobilhersteller Direkt 35.653 29.875 5.778
Automobilzulieferer Direkt 9.630 7.041 2.589
Verbundene Unternehmen 31.207 31.662 -455
Sonstige 12.986 2.557 10.429
SUMME 89.476 71.135 18.341

Umsätze nach Regionen:

Region 2023
T€
2022
T€
Veränd.
T€
Deutschland 25.531 26.174 -643
Schweden 15.899 13.791 2.108
UK 6.131 16.476 -10.345
Übriges Europa 30.875 12.275 18.600
Rest der Welt 11.040 2.419 8.621
SUMME 89.476 71.135 18.341

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Erträge in Höhe von 17 T€, welche aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen resultieren.

Weiterhin sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 189 T€ (VJ. 26 T€) enthalten.

3. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen sind insbesondere aufgrund einer höheren Mitarbeiteranzahl im Verhältnis zum Vorjahr gestiegen.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine periodenfremden oder außergewöhnlichen Aufwendungen.

Weiterhin sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 219 T€ (VJ. 29 T€) enthalten.

5. Zinsergebnis

Erträge (inkl. Zu- oder Abschreibungen) aus Deckungsvermögen in Höhe von 1,1 T€ wurden mit Aufzinsungen/Abzinsungen auf Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 0,8 T€ saldiert.

Ebenso wurden Erträge (inkl. Zu- oder Abschreibungen) aus Deckungsvermögen in Höhe von 1 T€ mit Aufzinsungen/Abzinsungen auf Pensionsrückstellungen in Höhe von 1,2 T€ saldiert.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern umfassen vor allem Körperschaftsteuer einschließlich anrechenbarer Kapitalertragsteuer mit 461 T€, Gewerbesteuer mit 559 T€ und Solidaritätszuschlag mit 25 T€ für das laufende Geschäftsjahr.

7. Jahresüberschuss / Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von 2.042.169,20 € (VJ. 1.592.868,23 €) auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen mit folgenden Fälligkeiten:

T€
im Jahr 2023 2.011
2024 bis 2027 4.520
nach 2026 800
insgesamt 6.531

2. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt:

2023 Vorjahr
Angestellte 80 71
Gewerbliche Arbeitnehmer 88 95
168 166
Dav. Geringfügig Beschäftigte 3 3
Insgesamt 171 169

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Abs. 17 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Abschlussprüfungsleistungen 42 T€
Steuerberatungsleistungen 18 T€

4. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen

Im Rahmen der normalen Geschäfte unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Zusammenfassung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen nach Geschäftsarten:

Bezeichnung Direktes sowie alle übergeordneten MU
T€
Verbundene Unternehmen
T€
Erbrachte Lieferungen und Leistungen und sonstige Erträge 7.326 37.132
Empfangene Lieferungen und Leistungen und sonstige Aufwendungen 1.443 25.389
Forderungen zum 31. Dezember 2023 4.867 7.649
Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 264 4.358

Die Geschäfte erfolgten zu marktüblichen Preisen.

5. Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

6. Geschäftsführung

Nach dem Austritt von Herrn Fredrik Bäckström aus der Geschäftsführung vertritt Herr Johannes Hammer die Gesellschaft ab dem 1. Februar 2023 als alleiniger Geschäftsführer.

Herr Fredrik Bäckström hat von der Gesellschaft im Berichtsjahr keine Bezüge erhalten.

7. Konzernverhältnis

Alleinige Gesellschafterin (Muttergesellschaft) ist die Bulten Fasteners AB mit Sitz in Göteborg (Schweden). Diese ist Tochtergesellschaft der Bulten AB mit Sitz in Göteborg (Schweden) und wird in den Konzernabschluss der Bulten AB, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Bulten AB (publ), reg no 556668-2141, ist erhältlich beim Patent- och Registreringsverket, Bolagsavdelningen, S-851 81 Sundsvall, Schweden, sowie bei den genannten Gesellschaften.

 

Bergkamen, den 22. Januar 2025

Bulten GmbH

Die Geschäftsführung

Johannes Hammer, Geschäftsführer

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen sowie Lizenzen 775.287,16 4.167,00 0,00 0,00 779.454,16
II. Sachanlagen:
1. Technische Anlagen und Maschinen 18.272.994,77 153.705,10 0,00 480.056,54 18.906.756,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.297.581,81 745.009,39 63.629,88 323.367,78 10.302.329,10
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 965.378,71 1.386.738,12 0,00 -803.424,32 1.548.692,51
28.535.955,29 2.285.452,61 63.629,88 0,00 30.757.778,02
Summe 29.311.242,45 2.289.619,61 63.629,88 0,00 31.537.232,18
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen sowie Lizenzen 612.311,58 47.739,83 0,00 660.051,41
II. Sachanlagen:
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.280.244,75 668.858,90 0,00 13.949.103,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.813.889,58 438.470,10 21.017,12 7.231.342,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
20.094.134,33 1.107.329,00 21.017,12 21.180.446,21
Summe 20.706.445,91 1.155.068,83 21.017,12 21.840.497,62
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen sowie Lizenzen 162.975,58 119.402,75
II. Sachanlagen:
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.992.750,02 4.957.652,76
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.483.692,23 3.070.986,54
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 965.378,71 1.548.692,51
8.441.820,96 9.577.331,81
Summe 8.604.796,54 9.696.734,56

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bulten GmbH, Bergkamen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bulten GmbH, Bergkamen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bulten GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 22. Januar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Herting, Wirtschaftsprüfer

ppa. Detmar Lentz, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 29. April 2025 festgestellt.

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