Master Data

Registry
Register court Freiburg HRB 721650
Registered
5/15/2018
Industry
Manufacture of plastic packing goodsManufacture of builders’ ware of plasticWholesale of chemical products
Purpose
Die Herstellung, die Verwertung und der Vertrieb von Erzeugnissen der chemischen Industrie aller Art, insbesondere von Polyamiden, sowie die Erbringung von Dienstleistungen, die damit im Zusammenhang stehen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Procura
Domnik Florian Bayer
since 11/3/2021
Managing Director
Florian Fischer
since 11/3/2021
Procura

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
BASF Handels- und Exportgesellschaft mit beschränkter Haftung
100.00%

Shareholders
Beta

1 shareholder

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
BASF Handels- und Exportgesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
€26,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Performance Polyamides GmbH

Freiburg im Breisgau (vormals: Hannover)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Feststellung des Jahresabschlusses der Performance Polyamides GmbH vom 09.09.2021

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 der Performance Polyamides GmbH wurde am 09. September 2021 festgestellt.

 

Ludwigshafen, den 09.09.2021

BASF Handels- und Exportgesellschaft mbH

gez. Rödder

gez. Franzmann

HRB 721650

Angabe im Falle von Liquidation und Abwicklung (Angabe nach § 264 (1a) HGB)

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.295,00 182.622,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 278.500,00 226.932,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.938.097,00 1.945.485,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.202,00 152.702,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 210.860,21 2.542.659,21 190.281,48 2.515.400,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 74.577,00
2.664.954,21 2.772.599,48
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.103.062,29 1.793.719,97
2. Unfertige Erzeugnisse 2.000,39 1.818,07
3. Fertige Erzeugnisse, Waren 1.230.089,73 3.335.152,41 1.247.052,64 3.042.590,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.858.663,57 2.622.982,57
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.102.377,89 5.961.041,46 451.454,66 3.074.437,23
9.296.193,87 6.117.027,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.663,06 15.009,39
12.016.811,14 8.904.636,78

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 259.516,20 1.699.645,60
III. Jahresüberschuss 1.463.331,61 1.466.248,62
1.748.847,81 3.191.894,22
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.694.179,00 1.569.233,00
2. Steuerrückstellungen 346.789,27 310.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 638.027,45 625.598,82
2.678.995,72 2.504.831,82
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.153.887,11 1.469.957,55
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.501.715,94 1.132.309,05
3. Sonstige Verbindlichkeiten 933.364,56 605.644,14
7.588.967,61 3.207.910,74
12.016.811,14 8.904.636,78

 

Freiburg, den 31.03.2021

Die Geschäftsführung

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 65.926.889,28 86.255.699,45
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 38.404,89 68.052,66
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.793.201,39 11.982,67
4. Materialaufwand 55.314.291,69 72.975.799,08
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.151.466,48 3.212.124,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 766.477,62 3.917.944,10 848.927,71 4.061.052,27
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 443.869,91 701.132,64
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.574.994,39 6.414.247,70
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,71
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 44.063,86 43.505,18
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 673.750,00
11. Jahresüberschuss 1.463.331,61 1.466.248,62

ANHANG zum 31. Dezember 2020

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft ist am 31.01.2020 im Rahmen der Akquisition des Solvay Polyamides-Geschäfts durch die BASF erworben worden. Die Gesellschaft ist seither eine 100%ige Tochtergesellschaft der BASF Handels- und Exportgesellschaft mbH, Ludwigshafen, die wie die Performance Polyamides GmbH in den Konzernabschluss der BASF SE, Ludwigshafen, einbezogen wird. Die BASF SE stellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen nach den für die von der EU übernommenen IFRS-Richtlinien und einen Konzernlagebericht auf. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

Die Performance Polyamides GmbH, Hannover, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist am 27. Februar 2018 als Tochter der Solvay P&S GmbH, Hannover, gegründet worden. Nach der Akquisition durch BASF verlegte die Performance Polyamides GmbH ihren Sitz von Hannover nach Freiburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HR B 721650 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Abschlusses

Der Abschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- oder Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 HGB) des Abschlusses wurden in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Im Interesse der Klarheit der Darstellung sind nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einige Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und stattdessen im Anhang gesondert ausgewiesen.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu € 800,00 wurden im Geschäftsjahr voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnittspreis) oder unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bewertung der eigenen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die die handelsrechtliche Untergrenze darstellen und keine Fremdkapitalzinsen enthalten. Die Bestandsrisiken, welche sich insbesondere aus einer zu langen Lagerdauer und einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden bei der Vorratsbewertung durch angemessene Abschläge berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Wertberichtigungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Es bestehen keine Forderungen in ausländischen Währungen.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur im Rahmen der Bestimmungen des § 250 HGB gebildet.

Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G modifiziert 2019" von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen und Rentenanpassungen. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen weisen eine Laufzeit von bis zu einem Jahr auf. Auf eine Abzinsung wurde daher verzichtet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung bestehen nicht

Latente Steuern werden für temporär abweichende Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz gebildet. Vom Aktivierungswahlrecht des § 274 HGB über den Ansatz aktiver latenter Steuern wird, soweit sich ein aktiver latenter Steuerüberhang ergibt, kein Gebrauch gemacht.

D. Erläuterungen zur Bilanz

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entwicklung 2020 (T€) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2020 310 310
Zugänge (-) (-)
Abgänge (-) (-)
Umbuchungen (-) (-)
Stand am 31.12.2020 310 310
Abschreibungen
Stand am 01.01.2020 128 128
Zugänge 60 60
Abgänge (-) (-)
Umbuchungen (-) (-)
Zuschreibungen (-) (-)
Stand am 31.12.2020 188 188
Nettobuchwert 31.12.2020 122 122
Nettobuchwert 31.12.2019 183 183

2. Sachanlagen

Entwicklung 2020 (T€) Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2020 270 9.555 355 190 10.370
Zugänge 82 114 10 211 417
Abgänge (-) -17 (-) (-) -17
Umbuchungen (-) 189 (-) -190 -1
Stand am 31.12.2020 352 9.842 365 211 10.770
Abschreibungen
Stand am 01.01.2020 43 7.610 202 (-) 7.855
Zugänge 31 305 48 (-) 384
Abgänge (-) -11 (-) (-) -11
Umbuchungen (-) (-) (-) (-) 0
Zuschreibungen (-) (-) (-) (-) 0
Stand am 31.12.2020 74 7.904 250 (-) 8.228
Nettobuchwert 31.12.2020 278 1.938 115 211 2.542
Nettobuchwert 31.12.2019 227 1.945 153 190 2.515

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.859 (Vj.: T€ 2.623) resultieren aus Forderungen gegen die französische Schwestergesellschaft Performance Polyamides SAS mit einem Betrag von T€ 2.472 (Vj.: T€ 0) und sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus einem Cashpooling-Vertrag mit der BASF SE in Höhe von 2.387 T€ (Vj.: T€ 0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Erstattung von Stromsteuer (T€ 267) und Ertragsteuern (T€ 120) sowie einer Ausgleichszahlung resultierend aus der Beendigung des Cashpoolvertrags mit Solvay aufgrund der Übernahme durch BASF (726 T€).

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Eigenkapital und Ergebnisverwendung

Das gezeichnete Kapital (T€ 26) ist in voller Höhe eingezahlt. Muttergesellschaft ist die BASF Handels- und Exportgesellschaft mbH, Ludwigshafen.

Die Kapitalrücklage (T€ 260) ist in voller Höhe eine Kapitalrücklage aus anderen Zuzahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Im Januar 2020 erfolgte eine Auflösung der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 1.456 sowie die Zahlung einer Abschlagsdividende in Höhe von T€ 1.450 an die damalige Gesellschafterin Solvay P&S GmbH. Eine Ausschüttung des ausschüttungsfähigen Gewinns für das Geschäftsjahres 2020 (T€ 1.463) ist nicht vorgesehen.

Einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB aus dem Unterschiedsbetrag zwischen 10- und 7-Jahres-Durchschnittszins aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung unterliegt ein Betrag in Höhe von T€ 243 (V.: T€ 243).

5. Rückstellungen

Basierend auf den bestehenden Zusagen an aktive und passive Mitarbeiter/Rentner sowie ausgeschiedenen Mitarbeitern mit unverfallbaren Anwartschaften wurden diesen von Performance Polyamides GmbH Direktzusagen erteilt, resultierend in einer Erhöhung der Pensionsrückstellung auf T€ 1.694 (Vj.: T€ 1.569).

Die Bewertung der Pensionen basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

in Prozent 2020 2019
Rententrend 1,50 1,75
Gehaltstrend 2,50 2,75
Zinssatz (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) 2,30 2,71

Es besteht ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von T€ 243 (Vj.: T€ 243).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für Gratifikationen in Höhe von T€ 70, noch nicht in Anspruch genommene Urlaubstage in Höhe von T€ 228, Jubiläumsrückstellungen in Höhe von T€ 51, sowie für ausstehende Rechnungen (T€ 364).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 5.502 (Vj.: T€ 1.132) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 933 entfallen wie im Vorjahr vollständig auf Steuern.

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten T€
bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.154 (-) (-)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.502 (-) (-)
Sonstige Verbindlichkeiten 933 (-) (-)

Im Vorjahr hatten die Verbindlichkeiten ebenfalls eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 3.189. Wie im Vorjahr entfällt davon nichts auf verbundene Unternehmen oder Altersversorgung. Es bestanden keine Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und sonstigen Haftungsverhältnissen.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen Betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit einem Wert von T€52 (Vj.: T€ 15). Zudem sind Erträge in Höhe von T€ 1.741 aus dem Verkauf der Anteile an der PolyTechnyl Germany GmbH enthalten.

2. Personalaufwand

Der Personalaufwand in Höhe von T€ 3.918 enthält Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von T€ 95 (im Vorjahr T€ 211).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die wesentlichen Komponenten der Sonstigen Betrieblichen Aufwendungen sind mit T€ 3.400 (Vj.: T€ 3.221) in Anspruch genommene Dienstleistungen sowohl aus dem Konzernverbund als auch von externen Dienstleistern. Weiter sind Ausgangsfrachten mit T€ 2.263 (Vj.: T€ 2.435) und Instandhaltungskosten mit T€ 566 (Vj.: T€ 392) enthalten.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 44 resultieren aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und Jubiläen (Vj.: T€ 43).

F. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung und Bezüge

Günter Bekemeier

Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern und gemäß § 251 HGB wurden nicht eingegangen. Unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf entsprechende Angaben der Bezüge verzichtet.

2. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr durchschnittlich 51 Arbeitnehmer beschäftigt. Im Vorjahr waren es durchschnittlich 52 Arbeiternehmer. Die Gruppe der Arbeiter betrug 38, die Gruppe der Angestellten betrug 13 Arbeitnehmer.

3. Wesentliche Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, sind nicht bekannt.

 

Freiburg im Breisgau, den 31. März 2021

Die Geschäftsführung

Lagebericht 2020

Grundlagen des Unternehmens

Unternehmensstruktur

Die Performance Polyamides GmbH, Freiburg im Breisgau, wurde am 27. Februar 2018 gegründet. Die Geschäftsanteile der Gesellschaft wurden am 31. Januar 2020 von Solvay an BASF verkauft. Die Gesellschaft ist seither eine 100%ige Tochtergesellschaft der BASF Handels- und Exportgesellschaft mbH, Ludwigshafen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, die Verwendung und der Vertrieb von Erzeugnissen der chemischen Industrie aller Art, insbesondere von Polyamiden, sowie die Erbringung von Dienstleistungen, die damit im Zusammenhang stehen. Die Gesellschaft stellt Nylon Polymere in Form von Granulat her, welches nur innerhalb der BASF-Gruppe veräußert wird. Es besteht keine eigene Vertriebsabteilung und keine Einkaufsorganisation.

Forschung und Entwicklung

Die Performance Polyamides GmbH selbst betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In der am 16. Dezember 2020 vom Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) veröffentlichten Presseinformationen bezeichnet der Verband 2020 als ein schwieriges Jahr im Kampf gegen die Coronakrise. Das Jahr war für die chemisch-pharmazeutische Industrie von einem kräftigen Auf und Ab in den vier Quartalen geprägt. Die globale Coronakrise belastete viele Unternehmen stark: Der Umsatz in Deutschlands drittgrößter Branche ging insgesamt um 6,0 Prozent auf 186,4 Milliarden Euro zurück, auch wenn die Branche insgesamt weniger hart getroffen war als andere Wirtschaftszweige.

Unter dem coronabedingten Auftragsmangel litt das Auslandsgeschäft in nahezu allen Exportmärkten (-6,5 %) ebenso wie der Umsatz im Inland (-5,5 %). Infolge der schwächeren Nachfrage ging die Produktion 2020 insgesamt um 3,0 Prozent zurück. Dabei mussten sämtliche Sparten Einbußen hinnehmen. Die Spannweite reichte von einem nur geringen Produktionsrückgang bei Pharma (-0,5 %) bis zu einem Minus von 6,5 Prozent bei Polymeren. Trotz der schwachen Chemiekonjunktur blieb die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stabil bei 464.000 Personen.

Lage

Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatzerlöse und Jahresergebnis die für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Steuerungsrelevante nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden durch die Performance Polyamides GmbH nicht verfolgt.

Ertragslage

in T€ 2020 2019
Umsatzerlöse 65.927 86.256
Sonstige betriebliche Erträge 1.793 12
Zinsergebnis -44 -44
Ertragsteuern 0 -674
Jahresüberschuss 1.463 1.466

Sowohl der Erwerb des Rohstoffes AH-Salz vom Schwesterwerk in Frankreich als auch der Verkauf der gesamten Produktion an die Schwestergesellschaft Performance Polyamides S.A.S. in Frankreich erfolgt zu auf dem Return on Capital Employed (ROCE) basierenden Preisen. Der coronabedingte Produktionsmengenrückgang führte zu einem Umsatzrückgang von -12,0 %. Der Umsatzrückgang verstärkte sich durch geringe Verkaufspreise auf 23,6 %. Aufgrund der zuvor erläuterten vertraglichen Situation reduzierte sich der Materialaufwand nahezu gleichermaßen um 24,2 %. Neben dem coronabedingten Produktionsrückgang beeinflussten insbesondere einmalige Integrationskosten im Zuge des Erwerbs der Gesellschaft durch die BASF das Ergebnis der Gesellschaft negativ. Demgegenüber stehen sonstige betriebliche Erträge aus dem Verkauf der Anteile an der Tochtergesellschaft Polytechnyl Germany GmbH. Insgesamt wurde daher ein Jahresüberschuss auf Vorjahreshöhe erzielt.

Vermögenslage

Die Bilanz zum 31. Dezember 2020 weist eine Deckung des Anlagevermögens durch das Eigenkapital in Höhe von 65,6 Prozent aus. Im Vorjahr lag die Kennziffer noch bei 115,1 Prozent. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2020 14,6 Prozent. Der vergleichbare Wert am Ende des Vorjahres lag bei 35,8 Prozent. Die Entwicklung basiert auf einer signifikanten Zunahme der Verbindlichkeiten bei gleichzeitigem Rückgang des Eigenkapitals. Der Rückgang des Eigenkapitals ist auf eine Auflösung der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 1.456 sowie die Zahlung einer Abschlagsdividende in Höhe von T€ 1.450 an die damalige Gesellschafterin Solvay P&S GmbH zurückzuführen. Dem gegenüber steht ein positives Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von T€ 1.463.

Finanzlage

Die Performance Polyamides GmbH wurde bis zum Verkauf der Gesellschaft an die BASF in den Cash-Pool der Solvay S.A. Treasury Department integriert. Nach einer organisatorisch bedingten Übergangsfrist von einigen Monaten ist die Gesellschaft vollständig in das Cash-Poolsystem der BASF-Gruppe integriert worden. Sämtliche Liquiditätsbedarfe beziehungsweise -anlagen werden über diesen Cash-Pool abgewickelt.

Investitionen

Die Zugänge des Sachanlagevermögens des Jahres 2020 fielen mit T€ 417 etwas höher aus als im Vorjahr (T€ 332). Sie setzten sich insbesondere aus mehreren kleinen Ersatz- und Optimierungsprojekten zusammen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Im Geschäftsjahr 2020 wurde die in 2019 erreichte Rekordproduktionsmenge von 41.418 to mit einer Menge von 36.465 to insbesondere aufgrund der Corona-Pande- mie nicht erreicht. Der Geschäftsverlauf liegt aufgrund der coronabedingten Entwicklungen unter den Erwartungen.

Unsere Liquidität ist durch den Verbund mit der BASF-Gruppe jederzeit sichergestellt. Die Finanzlage ist daher genau wie die Vermögenslage als stabil zu betrachten.

Unternehmensrelevante Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden 51 Arbeitnehmer beschäftigt.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen die Ziele der neuen "Way Forward"- Strategie der BASF um. Die Performance Polyamides GmbH möchte Talente für ihr Unternehmen gewinnen, sie halten und dabei unterstützen, sich weiterzuentwickeln. Dazu wird eine Arbeitsumgebung geschaffen, die inspiriert und miteinander verbindet. Die Basis dafür ist eine offene Führungskultur, die auf gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Leistungsbereitschaft beruht.

Die Vergütungen aller Mitarbeiter richten sich in Abhängigkeit von der geforderten Qualifikation für den jeweiligen Arbeitsplatz nach dem jeweils gültigen Manteltarifvertrag und nach übertariflichen Einstufungen. Mit variablen Entgeltbestandteilen beteiligt die Performance Polyamides GmbH ihre Beschäftigten am Unternehmenserfolg und belohnt persönliche Leistungen.

Fortbildungsmaßnahmen wurden in 2020 digital vorgenommen.

Umwelt und Sicherheit

Das QSGU-konforme (Qualität, Sicherheit, Gesundheit und Umwelt) Produzieren steht gleichermaßen und immer im Fokus. Unsere etablierten Werkzeuge und Methoden werden in allen vier Bereichen (QSGU) angewandt. Dabei gilt immer: "Keine Kompromisse bei der Sicherheit!" Deshalb müssen Professionalität und Achtsamkeit ständige Wegbegleiter jedes einzelnen Mitarbeiters sein.

Sollten dennoch Ereignisse auftreten, besteht ein bewährtes Vorgehen für den sofortigen Umgang mit Ereignissen, der Ereignismeldung, der Ursachenanalyse und Kommunikation der nächsten Schritte, Ergebnisse und Erfahrungen, welche zur Vermeidung von Ereignissen beitragen.

Im Jahr 2020 ereigneten sich bei der Performance Polyamides keine Arbeitsunfälle. Gleiches gilt für die Rate der Arbeitsunfälle bei Kontraktoren. Wir haben uns auch für 2021 bei der Arbeitssicherheit das Ziel gesetzt, eine Rate von 0 Ereignissen mit Ausfalltagen sowohl bei der Performance Polyamides GmbH als auch bei Kontraktoren zu erreichen.

Die Performance Polyamides fördert die Gesundheit ihrer Mitarbeiter umfassend. Neben den obligatorischen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen werden standortweite Gesundheitsaktionen und individuelle gesundheitliche Beratung angeboten.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

In der am 16. Dezember 2020 vom VCI veröffentlichten Presseinformation prognostiziert der Verband für 2021 eine Zunahme der Produktion in der chemisch-pharmazeutischen Industrie von 1,5 Prozent. Dieses Wachstum basiert im Wesentlichen auf der trotz des Einbruches in 2019 erwarteten Zunahme in der Pharmasparte um 2,0 Prozent. Bei den Umsätzen geht der Verband von einem Wachstum von 2,5 Prozent aus. Bei der Beschäftigung rechnet der VCI dagegen mit einem leichten Rückgang um 1,0 Prozent, bedingt durch den Strukturwandel in der Branche, der durch die Coronakrise beschleunigt wird.

In der am 16. März 2021 vom VCI veröffentlichten Presseinformation hat der Verband seine Prognose für 2021 bereits nach oben korrigiert. Man geht nunmehr von einem Wachstum der Chemieproduktion von 3,0 Prozent aus.

Erfreulicherweise ist die Nachfrage von der Corona-Krise praktisch nicht mehr betroffen. Für das Jahr 2021 war ursprünglich eine Produktions- und somit Absatzmenge von 43.000 to geplant. Dieses Ziel wird allerdings nicht erreichbar sein. Ursache sind die Auswirkungen eines weltweiten Rohstoffversorgungsengpasses in vielen Kunststoffbereichen, von der auch die Freiburger PA66 Anlage nicht verschont bleibt. Daher wird aktuell mit der Größenordnung des Vorjahres (36.465 to) gerechnet. Dies gilt auch für Umsatz (T€ 65.927) und Jahresergebnis (T€ 1.463).

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Seit dem Erwerb ist die Gesellschaft in das Risikomanagement-System der BASF eingebunden. Der Risikomanagementprozess der BASF-Gruppe orientiert sich am internationalen Risikomanagementstandard COSO II Enterprise Risk Management - Integrated Framework (2004) und weist die folgenden Merkmale auf.

Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei der BASF beim Vorstand. Er definiert zudem die Prozesse zur Genehmigung von Investitionen, Akquisitionen und Devestitionen. Der Vorstand wird durch die Einheiten Finance, Corporate Development und Legal, Taxes, Insurance & Intellectual Property sowie durch den Chief Compliance Officer unterstützt. Diese Einheiten koordinieren den Risikomanagementprozess auf Gruppenebene, betrachten finanzielle und nachhaltigkeitsbezogene Chancen und Risiken und stellen Struktur und geeignete Technik bereit. So ist das Chancen- und Risikomanagement in die Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozesse integriert.

Ein Netzwerk von Risikomanagern in den Geschäfts-, Funktions- und Zentraleinheiten sowie in den Regionen und Verbundstandorten treibt die Implementierung geeigneter Risikomanagementpraktiken im Tagesgeschäft voran. Das Management konkreter Chancen und Risiken ist zu überwiegenden Teil an die Unternehmens- und Funktionsbereiche sowie die Regionen delegiert und wird regional oder lokal gesteuert.

Der BASF Chief Compliance Officer (CCO) steuert die Umsetzung unseres Compliance-Management-Systems und wird dabei weltweit von weiteren Compliance-Beauftragten unterstützt. Er berichtet regelmäßig an den Vorstand über den Stand der Umsetzung sowie wesentliche Ergebnisse.

Der Internen Revision (Corporate Audit) obliegt die regelmäßige Prüfung des vom Vorstand nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz eingerichteten Risikomanagementsystems. Darüber hinaus befasst sich der Aufsichtsrat im Rahmen der Überwachung des Vorstands mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems.

Eine gruppenweit gültige Richtlinie, die Risk Management Policy, bildet den Rahmen für das Risikomanagement und wird von den Unternehmens- und Funktionsbereichen sowie den Regionen hinsichtlich der spezifischen Gegebenheiten konkretisiert. Ein Katalog mit Chancen- und Risikokategorien dient einer möglichst vollständigen Identifikation aller relevanten finanziellen und nachhaltigkeitsbezogenen Chancen und Risiken. Für die Erfassung und Bewertung von Risiken werden standardisierte Bewertungs- und Berichtsmethoden genutzt. Die Aggregation von Chancen, Risiken und Sensitivitäten auf Unternehmensbereichs- und Konzernebene mittels Monte-Carlo-Simulation hilft, gruppenweite Auswirkungen und Trends zu erkennen. Mit den für BASF relevanten nachhaltigkeitsbezogenen Themen befassen sich die betreffenden Unternehmens- und Funktionsbereiche sowie die Regionen und bewerten als relevant identifizierte Risiken nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit.

Durch den Einsatz moderner Hard- und Software, Backup-Systeme, Viren- und Zugangsschutzinstrumente sowie über integrierte und einheitliche IT-Infrastrukturen, verbunden mit einem regelmäßigen Berichtswesen, werden die potenziellen Risiken im IT-Bereich minimiert. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags- und Liquiditätslage haben, bestehen bei der Performance Polyamides GmbH nicht.

Risiken

Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden nicht identifiziert. Einzig in dem im Prognosebericht erläuterte Rohstoffengpass kann ein potenzieller, nicht bestandsgefährdender Einfluss auf die Ertragslage gesehen werden. Erkennbaren Risiken wurde durch Abschreibungen, Bildung von Wertberichtigungen sowie Rückstellungen Rechnung getragen.

Chancenbericht

Wie bereits im Prognosebericht beschrieben, ergibt sich das Ergebnis der Gesellschaft aus der im Tollingvertrag festgelegten, ROCE-basierten Formel und ist somit relativ schwankungsfrei.

Ursprünglich war die für 2021 geplante Produktion auf Niveau des Vorjahres angesetzt. Aktuell ergibt sich folgende neue Einschätzung für 2021:

Die beiden Hauptmärkte sind die europäische Textil- und Automobilindustrie. Beide haben die Produktion nach coronabedingter Drosselung im Vorjahr wieder deutlich hochgefahren. Aufgrund des im Prognosebericht erläuterten Rohstoffengpasses kann die Nachfrage aktuell nicht vollständig bedient werden. Es wird jedoch von einer relativen Entspannung in den kommenden Jahren ausgegangen.

 

Freiburg, den 31. März 2021

Performance Polyamides GmbH

Die Geschäftsführung

Günter Bekemeier

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Performance Polyamides GmbH, Freiburg im Breisgau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Performance Polyamides GmbH, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Performance Polyamides GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Performance Polyamides GmbH sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 6. Juli 2021

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stollenwerk, Wirtschaftsprüferin

Gall, Wirtschaftsprüfer

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