Forterro Holding Germany GmbH
Same addressManagement activities of other holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Christopher Alexander Pistor since 1/30/2026 | Procura |
Christian Heinrich Ringeling since 8/6/2025 | Procura |
Martin Dr. Nussbaumer since 4/28/2025 | Procura |
Ronny Keil since 4/28/2025 | Procura |
Bernd Ludwig Hillbrands since 4/28/2025 | Procura |
Paul Smolinski since 4/28/2025 | Board Member |
Marcus Pannier since 4/28/2025 | Board Member |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
ORGADATA Software- Dienstleistungen AktiengesellschaftLeerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023der ORGADATA Software-Dienstleistungen Aktiengesellschaft LeerI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der ORGADATA Software-Dienstleistungen Aktiengesellschaft mit Sitz in Leer, Amtsgericht Aurich, Handelsregisternummer HRB 110929, wurde gemäß den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB, den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des Aktiengesetzes unter Berücksichtigung der Satzung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem bisher angewandten Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. In Anlehnung an § 265 Abs. 5 HGB wurde die Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten „Ergebnis vor Steuern" erweitert und gemäß § 265 Abs. 6 HGB wurde das „Ergebnis nach Steuern“ klarstellend zu „Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" erweitert. Der Ausweis bestimmter Intercompany-Erlöse und weiterbelasteter Messeaufwendungen erfolgt im Berichtsjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen anstatt unter den Umsatzerlösen, da es sich um Kostenweiterbelastungen ohne Leistungsaustausch handelt. Der Effekt besteht in Höhe von T€ 293,9 (Vorjahr: T€ 263,0). Des Weiteren wurden bestimmte Intercompany-Fremdleistungen, Messe- und Veranstaltungskosten vom Materialaufwand in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. Der Effekt besteht in Höhe von T€ 1.152,5 (Vorjahr: T€ 999,7). Ferner wurden bestimmte personalnahe Aufwendungen vom Personalaufwand in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. Der Effekt besteht in Höhe von T€ 543,3 (Vorjahr: T€ 431,3). Um unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein besseres den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertragslage zu vermitteln, wurden die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend angepasst. Aufgrund von Rundungen können sich im Jahresabschluss bei Summenbildung geringfügige Abweichungen ergeben. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer und orientiert sich an den amtlichen AfA-Tabellen. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen dauerhafter Wertminderung vorzunehmen waren. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet, soweit nicht Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen waren. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt worden. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Laufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Voraus bezahlte Aufwendungen für nachfolgende Geschäftsjahre sowie Aufwendungen für nachfolgende Geschäftsjahre, die sich aus der Umstellung der Verrechnungspreise zwischen der ORGADATA Software- Dienstleistungen Aktiengesellschaft und verschiedenen Tochtergesellschaften ergeben. Das gezeichnete Kapital ist gemäß § 272 HGB zum Nennwert angesetzt. Der Wertansatz der Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen zum notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 12 Monten wurden abgezinst. Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Voraus erhaltene Einnahmen, die einen Ertrag für nachfolgende Geschäftsjahre darstellen. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Zur Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel. Zinsen für Fremdkapital wurden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert. Im Anlagevermögen wurden Finanzanlagen i. H. v. T€ 302,8 (Vorjahr: T€ 0,0) außerplanmäßig abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind sonstige kurzfristige Forderungen gegen Gesellschafter, die zugleich Vorstände sind, in Höhe von T€ 10,5 (Vorjahr: T€ 10,0) enthalten. Die Kredite werden mit 4 % p. a. verzinst. 3. Eigenkapital Das Grundkapital wurde im Geschäftsjahr 2023 durch Erwerb von eigenen Aktien und anschließendem Einzug i. H. v. T€ 395,0 von T€ 2.000,0 auf T€ 1.605,0 herabgesetzt. Es ist eingeteilt in 321.000 Aktien im Nennbetrag von je € 5,00. Die Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr von T€ 948,0 um T€ 395,0 auf T€ 1.343,0 erhöht. Gemäß § 150 AktG hat die gesetzliche Rücklage bereits den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht. Die anderen Gewinnrücklagen reduzieren sich um T€ 5.800,0 auf T€ 1.990,0 aufgrund des Aktienkauf- und Übertragungsvertrages vom 16.10.2023. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargelegt:
Es bestehen für die Verbindlichkeiten branchenübliche oder kraft Gesetzes bestehende Sicherheiten. 6. Haftungsverhältnisse Bei der Beteiligung an der Orgadata Benelux B.V. besteht eine Beteiligung in Höhe von T€ 90,0, von denen bisher 20 % eingefordert und eingezahlt wurden. Da für die genannte Gesellschaft keine entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Risiken bestehen, wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering angesehen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige unregelmäßige Aufwendungen, die aus der Umstellung des Transfer-Price-Modells resultieren, in Höhe von T€ 209,9 enthalten. Die Auflösung erfolgt jährlich über den ARAP. 2. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 35,9 (Vorjahr: T€ 68,1) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 155,2 (Vorjahr: T€ 244,5) enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in folgender Form:
Die Verpflichtungen aus Mieten resultieren aus Verträgen für die Nutzung von Räumlichkeiten. 2. Beteiligungen an Gesellschaften Die ORGADATA Software-Dienstleistungen AG war zum Bilanzstichtag an folgenden Gesellschaften beteiligt:
*
Bei den Angaben zum Eigenkapital und zum Ergebnis des Geschäftsjahres handelt es
sich um vorläufige Zahlen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.669,3 (Vorjahr: T€ 1.904,1) realisiert. 3. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren - neben dem Vorstand und den Auszubildenden - im Durchschnitt 327 Mitarbeiter (Vorjahr: 302 Mitarbeiter) beschäftigt. Darin enthalten sind durchschnittlich 40 in Teilzeit beschäftigte Personen (Vorjahr: 34 Mitarbeiter). Die Ermittlung der durchschnittlichen Arbeitnehmer erfolgt im Geschäftsjahr 2023, wie im Vorjahr, nach der tatsächlichen Kopfzahl. 4. Organe Vorstände der Gesellschaft sind: Herr Bernd HillbrandsHerr Karsten TiemeyerHerr Markus Morschheuser (zum 31.10.2023 ausgeschieden)Hinsichtlich der Bezüge der Vorstände und der Aufsichtsratsmitglieder wird die Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Zum Aufsichtsrat sind bestellt: Fritz-Hannes van Beckum, Dipl. Bankbetriebswirt (BA), (Vorsitzender)Christian M. Schmahl, Kaufmann; zuvor: CFO/Mitglied des Vorstands der Aaeron AG in MainzJohann Hippen, Softwaretester der Orgadata AG5. Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung einstimmig vor, den Bilanzgewinn per 31.12.2023 in Höhe von € 959.967,83 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und € 7.746,53 auf neue Rechnung vorzutragen. Anlagenspiegel
Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wie in den Vorjahren ordnungsgemäß wahrgenommen. Er hat die Arbeit der Geschäftsleitung sorgfältig, gewissenhaft und regelmäßig überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich in Erfüllung seiner gesetzlichen Überwachungspflicht aufgrund der eingehenden Berichterstattung des Vorstandes und aus eigener Initiative über die Lage und Entwicklung der ORGADATA Software- Dienstleistungen Aktiengesellschaft fortlaufend und kontinuierlich informiert. Dabei wurden die wesentlichen Geschäftsvorfälle und Maßnahmen sowie grundsätzliche unternehmensstrategische Fragen umfassend mit dem Vorstand beraten. Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Geschäftsleitung Die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung war durch einen vertrauensvollen Austausch gekennzeichnet. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand beziehungsweise steht der Aufsichtsratsvorsitzende in Informationsaustausch mit dem kaufmännischen Leiter sowie dem Vorstandsvorsitzenden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat ausführlich und regelmäßig über alle relevanten Aspekte der Unternehmensstrategie, der Geschäftsplanung (einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung), der Geschäftsentwicklung, der Finanzlage sowie der Rentabilität des Unternehmens schriftlich und mündlich informiert. Dem Aufsichtsrat wurden insbesondere die Markt- und Absatzsituation des Unternehmens vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die finanzielle Lage der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften, deren Ertragsentwicklung sowie die Unternehmensplanung dargelegt. Außerdem wurden im Rahmen der monatlichen Berichtserstattung jeweils Umsatz und Ergebnis der ORGADATA Software- Dienstleistungen Aktiengesellschaft durch die monatlichen betrieblichen Auswertungen dargestellt und über Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planungen berichtet. Sitzungen des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2023 zu insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen sowie im Rahmen der Hauptversammlung zusammen. Das Themenspektrum, mit dem sich der Aufsichtsrat befasste, beinhaltete die jeweils aktuelle Geschäftslage. In den Sitzungen diskutierte der Aufsichtsrat ausführlich über die Berichte der Geschäftsleitung sowie über die aktuelle Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und strategische Fragestellungen. In der ersten Aufsichtsratssitzung am 20. März 2023 lag der Schwerpunkt auf der aktuellen Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2022 sowie der Markt- und Absatzsituation des Unternehmens und der Tochtergesellschaften. Des Weiteren wurde die erste Planung für das Geschäftsjahr 2023 ausgearbeitet. Außerdem wurden Ausführungen zum Gang der Geschäfte und zur Lage der Gesellschaft besprochen. Der Aufsichtsrat wurde zudem über die Produkteinführung des Produktes SimplyTag informiert. Am 06. April 2023 fand die zweite Aufsichtsratssitzung statt. Der Vorstand stellte dem Aufsichtsrat die geplante Übernahme der Firmengruppe Unilink vor. Der Aufsichtsrat hat seine Zustimmung zu dieser Übernahme erteilt. Am 17. August 2023 fand die dritte Aufsichtsratssitzung statt. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich mit dem Jahresabschluss 2022 dem Lagebericht, dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sowie dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns 2022. Es wurden seitens des Aufsichtsrats keine Einwendungen erhoben. Zudem informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über einen geplanten Aktienrückkauf sowie über das Ausscheiden des CFO Markus Morschheuser. Die Hauptversammlung fand am 25. August 2023 statt. Dort wurde der Jahresabschluss 2022 und Lagebericht gebilligt und festgestellt. Außerdem wurde dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns 2022 zugestimmt sowie die Wahl des Abschlussprüfers für das Berichtsjahr 2023 beschlossen und erteilte der BDO DPI AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Leer den Auftrag als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Des Weiteren wurden den Mitgliedern des Vorstands und den Mitgliedern des Aufsichtsrats Entlastung erteilt. Am 13. September 2023 wurde der Aufsichtsrat im Umlaufverfahren, unter Angabe der detaillierten Bedingungen, um Zustimmung gebeten, den bereits vorher angekündigten Aktienrückkauf zu genehmigen. Der Aufsichtsrat hat hierzu seine Zustimmung erteilt. Am 9. Oktober 2023 fand die fünfte Sitzung des Aufsichtsrats statt. In dieser Sitzung wurde der Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftslage ins Bild gesetzt sowie über die aktualisierte Planung für das Geschäftsjahr 2023. Zudem wurde der Aufsichtsrat darüber informiert, dass die ORGADATA AG zum 31.12.2023 die Geschäftstätigkeiten der ORGADATA Automation GmbH übernehmen wird. Zustimmungspflichtige Geschäfte Der Aufsichtsrat stimmt in der Sitzung am 20. März 2023 der Umsetzung eines neuen Corporate Designs zu. In dem Zuge wurde auch der Erstellung einer neuen Website zugestimmt. Weiterhin wurde der Beauftragung von Entwicklungsleistungen für einen Webshop zugestimmt. In der außerordentlichen Sitzung am 6. April 2023 hat der Aufsichtsrat der Übernahme der Firmengruppe Unilink zugestimmt. Am 13. September 2023 wurde der Aufsichtsrat im Umlaufverfahren, unter Angabe der detaillierten Bedingungen, um Zustimmung gebeten, den bereits vorher angekündigten Aktienrückkauf zu genehmigen. Der Aufsichtsrat hat hierzu seine Zustimmung erteilt. In der Sitzung am 9. Oktober 2023 stimmt der Aufsichtsrat der Gründung der ORGADATA Österreich GmbH, tatsächlich errichtet und eingetragen mit der Bezeichnung ORGADATA Austria GmbH, nebst Bestellung von Bernd Hillbrands als Geschäftsführer sowie der Gründung der ORGADATA South Africa (PTY) Ltd. zu. Ferner wurde auch der Beauftragung der SquareOne GmbH und von Stipp Coaching zugestimmt. Prüfung von Jahresabschluss Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der ORGADATA Software- Dienstleistungen Aktiengesellschaft zum 31.12.2022 sowie der zusammengefasste Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten und daraufhin durch den Aufsichtsrat beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der BDO DPI AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leer, geprüft worden. Der Jahresabschluss wurde mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach deutschen Prüfungsgrundsätzen versehen. Der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat gemäß § 170 AktG zur Prüfung vorgelegen. Die Vorlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 17. August 2023 in Gegenwart des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet hat, ausführlich erörtert und geprüft. Der Aufsichtsrat hat von den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Er hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 sowie des Lageberichts keine Einwendungen zu erheben und den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Die Darstellung und Beurteilung der Lage der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften, die die Geschäftsführung im Lagebericht abgibt, teilt der Aufsichtsrat. Den vorgelegten Gewinnverwendungsvorschlag hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft und stimmt diesem zu. Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand Im Aufsichtsrat der ORGADATA Software- Dienstleistungen Aktiengesellschaft gab es keine Veränderung im Jahr 2023. Vom Vorstand ist Herr Markus Morschheuser zum 31. Oktober 2023 ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz und für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit.
Leer, 05.08.2024 Der Aufsichtsrat Fritz - Hannes van Beckum, Vorsitzender des Aufsichtsrats BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ORGADATA Software- Dienstleistungen Aktiengesellschaft, Leer PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der ORGADATA Software- Dienstleistungen Aktiengesellschaft, Leer - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ORGADATA Software- Dienstleistungen Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leer, 4. Juli 2024 BDO DPI AG Jan Königshoven, Wirtschaftsprüfer Bodo Brouwer, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023der ORGADATA Software-Dienstleistungen AktiengesellschaftLeerAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023der ORGADATA Software-Dienstleistungen AktiengesellschaftLeer
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der ORGADATA Software- Dienstleistungen AktiengesellschaftI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die ORGADATA Software- Dienstleistungen Aktiengesellschaft (nachfolgend ORGADATA oder Gesellschaft) produziert eine Branchen-Software, die überwiegend Metallbauer weltweit für eine effiziente Planung, Kalkulation und Produktion von Fenstern, Türen und Fassaden nutzen. Unser Programm namens LogiKal liefert in allen Phasen verlässliche Hilfe. Es unterstützt die Anwender umfassend von der Projekterfassung über die Kalkulation, Angebotserstellung, Bestellung, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung bis hin zur intelligenten Ansteuerung von CNC-Maschinen. Die ORGADATA entwickelt die Software fast ausschließlich am Hauptsitz in Leer. Datenbanken oder auch Stammdaten genannt werden zu einem großen Teil am Hauptsitz in Leer erfasst und gepflegt. Unter den Stammdaten versteht man die kaufmännischen und technischen Daten der Profilsysteme, der Beschläge, der Gläser und der für den Bau von Fenstern benötigten Zubehöre. Darüber hinaus bieten wir Dienstleistungen rund um die Software an, ohne die das Produkt de facto kaum nutzbar wäre. Dazu zählt beispielsweise eine deutsch- und englischsprachige Hotline, die den Anwendern per Telefon mit Rat und Tat zur Seite steht und Fragen kompetent beantwortet. Auch Schulungen, Workshops, Webinare und Newsletter gehören zum Dienstleistungs-Portfolio, das die Software erst nutzbar macht. In der Regel vermietet ORGADATA die Software, was unter den Kunden großen Zuspruch findet. Schließlich fallen für sie keine hohen Investitionen an und sie gewinnen einen Bonitäts-Schub. Die Kunden zahlen für ihr Nutzungsrecht eine monatliche Miete, die sogenannte Lizenzgebühr. Durch die Zahlung erwerben die Kunden das Recht, die Software und die Daten zu nutzen. Darüber hinaus können sie Updates zur Software und zu den Datenbanken herunterladen und einspielen. Die Lizenzgebühren gelten für das gesamte Paket, das ORGADATA aus der reinen Software und den Datenbanken schnürt. Während sich die Geschäftstätigkeit einer Tochtergesellschaft (nachfolgend TG) im Regelfall ausschließlich rund um den Vertrieb und das technische Handling der Software LogiKal dreht, kann beim Händler der LogiKal-Vertrieb eines von zwei oder sogar mehreren Standbeinen des Unternehmens sein. Wir erwarten vom Händler-Unternehmen, dass sich zumindest eine Abteilung ausschließlich mit dem Logikal- Geschäftsfeld befasst. Die TG und Händler beziehen von ihren LogiKal-Kunden die Lizenz- und Hotlinegebühren und entrichten von diesem Nutzungsentgelt einen definierten Anteil an die ORGADATA. Unsere Preiskonzepte sind auf nachhaltiges Wirtschaften ausgelegt. Den hohen Investitionen im Anfangsstadium eines neuen Marktes steht ein deutliches Wachstum der Einnahmen zum späteren Zeitpunkt gegenüber. Die Zusammenarbeit zwischen der ORGADATA und den TG/Händlern ist nicht auf Vertrieb und Hotline begrenzt. Auch in der Entwicklung der Stammdaten entstehen bisweilen Kooperationen. Wie bereits erwähnt, entwickelt die ORGADATA das Gros dieser Datenbanken. Mit einigen Händlern und TG ist darüber hinaus vereinbart, dass diese Mitarbeiter stellen, die ebenfalls diese Stammdaten für die Software aufbereiten. Das geschieht vorwiegend auf direkten Auftrag der ORGADATA. Insgesamt hat sich unsere Vorgehensweise in der Vergangenheit als langfristig vorteilhaft erwiesen. Im zweiten Quartal 2023 wurde die Unilink Gruppe, bestehend aus den vier Gesellschaften Unilink bvba, Unilink Holding, Unilink LLC sowie der Unilink Poland sp. z o.o., erworben. Unilink produziert eine Software, die eine uneingeschränkte Verarbeitung von Daten aus Konstruktionsprogrammen aller Hersteller sowie die Ansteuerung von allen verfügbaren Maschinen ermöglicht. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2023 zwei Gesellschaften gegründet. Die Orgadata Austria GmbH mit Sitz in Österreich sowie die Orgadata SA (PTY) Ltd. mit Sitz in Südafrika. Beide Gesellschaften nehmen erst im Geschäftsjahr 2024 ihre operativen Tätigkeiten auf. 2. Forschung und Entwicklung LogiKal, die Software für die Planung, Konstruktion und Kalkulation vornehmlich im Metallbau, wird fortwährend weiterentwickelt, um unter anderem auch zukünftigen Marktanforderungen Rechnung tragen zu können, die auf Kundenseite etwa in der Erweiterung des Fertigungsspektrums liegen könnten. Die Software für die Steuerung der Produktion, LogiKal MES, bildet das Herzstück in der digitalen Transformation der Metallbau-Betriebe. Hierzu gehört auch die Digitalisierung der Produktionsdaten von verbauten Fenstern, Türen, etc. Insbesondere auf diese Bereiche konzentrieren sich derzeit die Aktivitäten des Unternehmens in Forschung und Entwicklung. Zur Nutzung des vielfältigen Know-hows im Unternehmen werden bereichsübergreifende Think Tanks installiert und die Zusammenarbeit wird in interdisziplinären und internationalen Teams gefördert. Um die Bedürfnisse der Kunden bestmöglich und frühzeitig in die Entwicklungsprozesse einfließen lassen zu können, ist geplant, Beta Testing zu betreiben und ein Forum einzurichten, in dem alle Stakeholder eine Plattform für den fachlichen Austausch erhalten. ORGADATA richtet seine Aktivitäten im Bereich F&E zudem auf Lösungen aus, die seine Kunden gezielt bei der Erfüllung der Anforderungen unterstützen, die sich für ihn aus wachsenden Dokumentationspflichten, einem zunehmenden Qualitätsdruck und der Notwendigkeit, den Grad der Automatisierung der einzelnen Fertigungsschritte zu erhöhen, ergeben. ORGADATA setzt seit jeher auf die zielgerichtete Einbindung seiner Partner. Wesentliche Faktoren für den Erfolg der Software sind die Möglichkeiten, den Maschinenpark der Kunden über LogiKal anzusteuern sowie die Schnittstellen zu anderen Programmen, wie etwa CAD- oder ERP-Software. Die Weiterentwicklung von Echtzeitschnittstellen ist insofern ein zentraler Bereich, auf den sich die Aktivitäten in Forschung und Entwicklung ebenfalls konzentrieren. Darüber hinaus wird in hohem Maß in die Erweiterung der Software um Datenbanken von Partnerunternehmen im In- und Ausland investiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2023 abgeschwächt. Das preisbereinigte BIP ging um 0,3 % zurück, weiterhin waren die Nachwirkungen des Angriffskrieges Russlands in der Ukraine noch spürbar. Die sich Anfang 2023 angedeutete Abschwächung der Preissteigerungsrate setze sich fort, belastet jedoch weiterhin die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (s. Graphik Entwicklung Verbraucherpreisindex). ![]() Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte im Zuge ihrer Geldpolitik weiterhin die Leitzinsen, was zur Erhöhung des (Baufinanzierungs-) Zinsniveaus führte. In der Folge sank die Anzahl der Baugenehmigungen. ![]() ![]() Die Auftragseingänge im Wirtschaftsbau lagen in Jahr 2023 um -2,5 % unter den Vorjahreswerten. (Quelle der nachfolgend vorgelegten Informationen ist die Studie für den Fenstermarkt, Ausgabe April 2024, Verband Fenster + Fassade, erstellt durch die Heinze GmbH, Celle) ![]() Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich der Fenstermarkt im Jahr 2023 weiter abgeschwächt hat. ![]() Die Verteilung der Materialien im Fensterbau zeigt sich im Jahr 2023 wie folgt: ![]() 2. Geschäftsverlauf und Lage Unter Berücksichtigung der Erwartungen eines gegenüber dem Vorjahr leicht steigenden Rohergebnisses sowie eines moderat rückläufigen Ergebnisses vor Steuern, konnten die selbst gesteckten Ziele bezogen auf das Ergebnis vor Steuern nicht eingehalten werden. In Summe stieg der Personalaufwand entgegen der Prognose nur leicht an. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im Geschäftsjahr 2023 zwar Neueinstellungen vorgenommen wurden, jedoch für das Geschäftsjahr 2023 keine bedeutsamen Sonderzahlungen, wie für das Geschäftsjahr 2022, zu berücksichtigen waren. Das Ergebnis vor Steuern entsprach im Geschäftsjahr 2023 nicht unserer Prognose. Ursächlich hierfür war zum einen der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und zum anderen das rückläufige Finanzergebnis. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren insbesondere deutliche Anstiege bei den Gebühren und Abgaben, den Werbe- und Reisekosten sowie den Kosten der Infrastruktur (Serverwechsel) zu verzeichnen, die Einsparungen bei anderen Positionen überkompensierten. Das Finanzergebnis liegt rd. T€ 700 unterhalb des Vorjahres, was zum einen auf geringere Beteiligungserträge als auch gestiegene Aufwendungen zurückzuführen ist. Die Finanzlage des Unternehmens kann als positiv charakterisiert werden. Im Berichtsjahr konnte, sofern gestattet, immer mit Skontoabzug gezahlt werden. Die Vermögenslage der ORGADATA AG ist als gut zu klassifizieren. Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr auf 37 % (Vorjahr: 77 %) gesunken, da die Gesellschaft im Rahmen eines Aktienrückkaufes Fremdkapital aufgenommen hat und die entsprechenden Aktien (19,75 %) eingezogen wurden. Des Weiteren verweisen wir auf die erläuternden Angaben des Anhangs sowie auf unsere finanziellen Leistungsindikatoren, mit denen wir das Unternehmen steuern. Die Leistungsindikatoren stellen sich im Mehrjahresüberblick wie folgt dar:
3. Gesamtaussage Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir weiterhin als gut ein. Das Ergebnis vor Steuern liegt zwar unterhalb unserer Prognose, dennoch sind wir mit dem erzielten Ergebnis vor dem Hintergrund der beschriebenen Faktoren zufrieden. Die Umsatzrendite sank im Vergleich zum Vorjahr von 8,5 % auf 3,2 % aufgrund des geringeren Ergebnisses vor Steuern. Die Eigenkapitalrendite beträgt 16,6 % (Vorjahr: 22,3 %) und ist unter Berücksichtigung der getätigten Aufwendungen als gut einzustufen. Unsere Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023 war positiv. Die Ergebnisentwicklung beurteilen wir vor dem Hintergrund der derzeitigen herausfordernden ökonomischen Faktoren als zufriedenstellend. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren, sofern uns Skonto gewährt wurde. 4. Prognosebericht Unsere geschäftliche Entwicklung schätzen wir anhand der Leistungsindikatoren wie folgt ein:
„Leicht“: bis 5 %, moderat: bis 10 %; stark: bis 20 %; sehr stark: über 20 %) Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts sind noch nicht alle wirtschaftlichen Folgen der weiteren Entwicklung des Zinsniveaus und der damit verbundenen Investitionsbereitschaft für Kunden von ORGADATA und somit für ORGADATA selbst konkret absehbar. Tendenziell ist davon auszugehen, dass es keine weitere Verschärfung der Zinspolitik der EZB geben wird. Allerdings wird davon ausgegangen, dass die Nachwirkungen der Zinspolitik sowie die wirtschaftliche Lage die Baubranche im Jahr 2024 weiterhin beschäftigen wird und somit auch den Markt von Orgadata beeinflusst. Derzeit erwarten wir, dass im Jahr 2024 das Rohergebnis stark steigt. Dies ist zurückzuführen auf die angekündigte Preiserhöhung ab 01. April 2024. Ferner planen wir für das Jahr 2024 eine weitere Aufstockung des Personals und rechnen mit moderaten Lohnerhöhungen im Vergleich zum Vorjahr. Die im Vorjahr begonnen Projekte u.a. in die Infrastruktur (Serverwechsel) werden im Jahr 2024 fertiggestellt und führen daher zu einer Kostenentlastung. Für das Jahr 2024 prognostizieren wir auf dem heutigen Stand der Informationen ein sehr stark steigendes Ergebnis vor Steuern. 5. Chancen- und Risikobericht Die Unwägbarkeiten, die sich aus der Markt- und Zinsentwicklung ergeben, sind von uns nur schwer einzuschätzen. Wir gehen weiterhin davon aus, dass sich der Angriffskrieg Russlands auf die ORGADATA AG sowie auf unsere Tochtergesellschaften negativ auswirken wird. Wir stellen heute fest, dass unsere Tochtergesellschaft Orgadata Russia immer wieder von den westlichen Sanktionen und russischen Gegensanktionen betroffen ist. Wie stark weitere Sanktionen und Gegensanktionen auf die Orgadata Russia und somit auf ORGADATA AG durchschlagen, ist für ORGADATA derzeit nicht voll umfänglich abschätzbar. Neben den Unwägbarkeiten, die sich aus der Marktentwicklung für uns ergeben, sind für uns nennenswerte Risiken die Entschlüsselung des Quellcodes, die Entwicklung gleichartiger Software sowie ein Hackerangriff. Wir schützen uns vor diesen Risiken durch mehrstufige Sicherheitstechnologien und weiterer besonderer Maßnahmen, die wir verständlicherweise nicht kommunizieren können. Durch die Struktur unserer Kunden sehen wir keine besonderen Risiken, die durch den Wegfall von Großkunden bzw. durch Zahlungsausfälle auftreten könnten. Die Bonität der Kunden erkennen wir durch die Einhaltung ihrer kurzen Zahlungsziele. Der Kreditvertrag mit einem Kreditinstitut, des im Zuge des Aktienrückkaufes aufgenommenen Fremdkapitals, enthält marktübliche Eigenkapital-Covenants. Im Falle einer Verletzung der Eigenkapital- Covenants steht dem Kreditgeber ein Sonderkündigungsrecht zu. Das Risiko einer Kündigung des Kreditvertrages erachten wir als gering. Der Kreditvertrag sieht des Weiteren, in Abhängigkeit des Nettoverschuldungsgrades und des EBITDA, eine Anpassung der Zinsmarge vor. Wir schätzen die finanziellen Auswirkungen einer möglichen Anpassung der Zinsmarge vor dem Hintergrund laufend erfolgter Tilgungen als überschaubar ein. Deutliche Chancen ergeben sich durch die Übernahme der belgischen Unilink-Gruppe im Frühjahr 2023, deren Softwaretechnologie das weitere Wachstum der Orgadata-Gruppe langfristig positiv beeinflussen wird. Insgesamt sind aus Sicht des Vorstands keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen, welche die Fortführung der ORGADATA negativ beeinflussen könnten. III. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als Vorstand der ORGADATA Software- Dienstleistungen Aktiengesellschaft, dass die Gesellschaft bei dem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde. |
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