Management activities of other holding companies
Medical One AGLiquidated
82031 Grünwald, DEUMaster Data
Basic information of the organization
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Heidi, geb. Zinser Niemöller since 6/10/2016 | Board Member |
Ulrike Klüppelberg since 1/2/2014 | Procura |
Bettina Vogel since 1/2/2014 | Procura |
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Medical One AGGrünwaldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014A. Allgemeine Angaben1) Die Medical One AG, Grünwald, beschäftigte im Jahr 2014 durchschnittlich 187 (Vorjahr 180) Mitarbeiter. 2) Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften ist zum Teil Gebrauch gemacht worden. 3) Die Medical One AG, Grünwald, hat diesen Jahresabschluss nach den Vorschriften des HGB, des AktG und der Satzung aufgestellt. 4) Der Jahresabschluss wurde nach dem Going-Concern-Prinzip aufgestellt. 5) Die mittelbare Mehrheitsaktionärin Kundim Holding AG, Baar/Schweiz, beabsichtigt, wie im Vorjahr, den Jahresabschluss der Medical One AG, Grünwald, in den von ihr zum 31.12.2014 aufzustellenden Konzernabschluss einzubeziehen. 6) Soweit Wahlrechte bestehen, Angaben statt in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang zu machen, wird hiervon zum Teil Gebrauch gemacht. 7) Der Jahresabschluss wurde bis zum Geschäftsjahr 2006 zunächst unter der Annahme erstellt, dass die Leistungen nach § 4 Nr. 14 UStG steuerbefreit sind. Gegen die Umsatzsteuerbescheide, die aufgrund einer Umsatzsteuer-Sonderprüfung ergangen sind, hatte die Gesellschaft Einspruch eingelegt und die Aussetzung der Vollziehung beantragt. Die Aussetzung der Vollziehung wurde vom Finanzgericht Düsseldorf mit Beschluss vom 27.04.2004 (AZ: 5 V 1251/04 A (U)) gewährt. In der Verhandlung vom 23.04.2007 mit dem Finanzamt Essen-Ost hatte man sich darauf geeinigt, dass die Medical One AG, Grünwald, einen Anteil von 70 % an den Nettoerlösen aus Schönheitsoperationen für die Geschäftsjahre 2001 - 2004 zur Umsatzsteuerberechnung heranziehen muss; äquivalent wurde die Vorsteuer in einen abziehbaren und einen nicht abziehbaren Teil aufgeteilt. Dieser Aufteilungsmaßstab wurde durch die Finanzbehörde analog auch für die Jahre 2005 und 2006 angewandt. In den Geschäftsjahren 2007 und 2008 wurden die Nettoerlöse aus Schönheitsoperationen zunächst zu 100 % zur Umsatzsteuerberechnung herangezogen und die so ermittelte Umsatzsteuerzahllast monatlich an das Finanzamt abgeführt. In den Geschäftsjahren 2009 - 2014 wurden die Nettoerlöse aus Schönheitsoperationen zu 70 % zur Umsatzsteuerberechnung herangezogen; äquivalent wurde die Vorsteuer in einen abziehbaren und einen nicht abziehbaren Teil aufgeteilt und die so ermittelte Umsatzsteuerzahllast monatlich an das Finanzamt abgeführt. Die Gesellschaft und ihre Organträgerin standen in Verhandlung mit dem Finanzamt Essen-Süd, den bis Ende 2006 angewandten Aufteilungsmaßstab (70:30) auch für die nach 2006 folgenden Jahre anwenden zu können. Die Umsatzsteuererklärungen für die Geschäftsjahre 2007 - 2013 wurden bereits auf Basis dieser Quotenregelung erstellt. Die im Jahr 2012 abgeschlossene Betriebsprüfung für die Jahre 2005 - 2007 ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ab 2007 die Nettoerlöse aus Schönheitsoperationen zu 100 % steuerpflichtig sind. Die Gesellschaft hat gegen diese Entscheidung Einspruch eingelegt. B. Erläuterungen und Angaben zur BilanzAnlagevermögen 8) Eine detaillierte Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der Bestandteil des Jahresabschlusses ist. 9) Das Anlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und der im Geschäftsjahr 2014 planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet worden. 10) Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwert 11) Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden am Tag des Erwerbs dar. Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen 12) Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Bauten auf fremden Grundstücken werden über zehn Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung über drei bis zehn Jahre abgeschrieben. Grundsätzlich werden Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten bis € 150,00 im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, deren Netto-Anschaffungskosten über € 150,00 bis € 1.000,00 betragen, werden über einen Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13) Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14) Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. 15) Wertberichtigungen sind im erforderlichen Umfang vorgenommen worden. Eigenkapital 16) Das Grundkapital beträgt T€ 1.395 und ist eingeteilt in 1.395.000 Aktien zum Nennbetrag von je € 1,00. Die Aktien lauten auf den Namen. 17) Das Eigenkapital der Gesellschaft entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt (in T€):
18) Ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag besteht in Höhe von T€ 8.660. Rückstellungen 19) Die Rückstellungen werden jeweils in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet, um erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft abzudecken. Verbindlichkeiten 20) Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen. 21) Die Verbindlichkeiten betreffen die Medical One Holding GmbH, Essen, in Höhe von T€ 532. 22) Das Darlehen der Medical One Holding GmbH, Essen, wird mit 1,7 % p.a. verzinst. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 23) Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Medical One AG, Grünwald, belaufen sich auf (in T€):
Rechte aus Besserungsscheinen 24) Der nunmehr nur noch mittelbare Mehrheitsaktionär hat in 2003, 2006 und 2007 auf seine Forderungen in Höhe von insgesamt T€ 20.130 zuzüglich Zinsen bedingt verzichtet. Das Besserungsrecht wurde von ihm in die Medical One Holding GmbH, Essen, eingebracht. In 2014 hat zudem die mittelbare Mehrheitsaktionärin auf Forderungen in Höhe von insgesamt T€ 4.100 zuzüglich Zinsen bedingt verzichtet. Die gesamte Betriebs- und Geschäftsausstattung der Gesellschaft diente einem Teil dieser Darlehen sowie den in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 bei der mittelbaren Mehrheitsaktionärin neu aufgenommenen Darlehen als Sicherheit. C. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung25) Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. In Fortführung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 158 Abs. 1 AktG ergibt sich folgender Bilanzverlust für das Jahr 2014:
Außerordentliche Erträge 26) Die außerordentlichen Erträge betragen im Geschäftsjahr 2014 T€ 4.549 und resultieren aus dem Forderungsverzicht mit Besserungsabrede der mittelbaren Mehrheitsaktionärin. D. Sonstige Angaben27) Zum Vorstand der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2014 bestellt:
28) Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2014 bestellt:
29) Die Gesellschaft hat einem ausgeschiedenen Mitarbeiter eine Pensionszusage gegeben. Die Pensionszusage sieht bei einer Laufzeit bis zum 01.07.2013 ein Garantiekapital von T€ 141 vor und wurde Anfang 2014 ausbezahlt. Die Pensionszusage wurde in eine überbetriebliche Unterstützungskasse eingebracht, die eine Rückdeckungsversicherung beinhaltet. 30) Die bei der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, bestehenden Guthaben sind mit einem durch die AGB begründeten Pfandrecht behaftet.
Grünwald, den 11.06.2015 Der Vorstand Philipp Morsbach Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014Das Unternehmen Unternehmenszweck ist der Besitz, der Betrieb und die Verwaltung mehrerer Privatkliniken gemäß § 30 GewO und Beratungszentren oder sonstiger medizinischer Praxen oder Einrichtungen zur Erbringung medizinischer Dienstleistungen, insbesondere auf dem Gebiet der plastisch-ästhetischen und rekonstruktiven Medizin und aller sonstigen medizinischen Aufgabenfelder sowie aller übrigen, dem Gesellschaftszweck dienenden Tätigkeiten inklusive der Unterstützung der Verbreitung der medizinischen Dienstleistungen über Werbeagenturleistungen und Marketing. Die Vision des Unternehmens ist es, als marktführender Anbieter für ästhetische Medizin in Deutschland und dem angrenzenden deutschsprachigen Ausland Qualitätsmaßstäbe in der Behandlung und dem Patientenmanagement zu setzen, um somit der Anbieter der Wahl für Patienten im Bereich der ästhetischen Medizin zu sein. Die Medical One AG, Grünwald, hat den Anspruch, in allen Geschäftsbereichen, in denen das Unternehmen tätig wird, jeweils Marktführerschaft zu erlangen. Geschäftsentwicklung Im Geschäftsjahr wurde ein Umsatz in Höhe von T€ 18.451 erzielt. Dies entspricht einem Wachstum von 13,4 % ggü. dem Vorjahr. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 924 abgeschlossen. Im Vorjahr wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 6.271 erzielt. Wirtschaftliches Umfeld Das wirtschaftliche Umfeld hat sich im Verlauf des Jahrs 2014 in der Europäischen Union im Allgemeinen und in Deutschland im Speziellen deutlich aufgehellt. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen sich nun für die deutsche Wirtschaft deutlich positiver dar als noch in den vorangegangenen Jahren. Davon profitiert auch die Lifestyle- und Beautybranche, sodass von einem konjunkturell unterstützten Nachfrageimpuls im Jahr 2014 sowie den Folgejahren auszugehen ist. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass dieser Nachfrageimpuls der Konjunktur mit einer zeitlichen Verzögerung wirksam wird, da sich die Entscheidungszyklen der Patienten über einige Jahre erstrecken. Belastbare Zahlen über die Konjunkturabhängigkeit sowie die Marktentwicklung liegen leider nicht vor, da es keine zentrale Erfassung der Marktzahlen gibt. Bedroht werden die positiven Wachstumsszenarien der Wirtschaftsinstitute für Deutschland u.a. durch eine weitere Eskalation der Ukraine-Krise, eine weitere Eskalation der Griechenland-Krise sowie eine früher als erwartete Verschärfung der US-Zinspolitik. Der Geschäftsbereich Hair profitiert weiterhin von der grundlegenden Änderung der Marktmechanismen aufgrund der öffentlichen Bekenntnisse einiger prominenter Persönlichkeiten in den vergangenen Jahren. Die durch den "Klopp-Effekt" eingeleitete Marktöffnung erscheint somit dauerhaft etabliert zu sein. Generelle Unternehmensentwicklung Das Jahr 2014 war gekennzeichnet durch die Fortsetzung der Umstrukturierungen in der Konzern- und Unternehmensstruktur. Die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft nach dem Umsatzrückgang durch die negative mediale Berichterstattung im Jahr 2011/12 hat umfassende Repositionierungsmaßnahmen notwendig gemacht. So erfolgte auf Konzernebene die Trennung von der Bodenseeklinik und dem Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Dr. Mang. Zusätzlich wurde aus Kostengründen die Zentrale aus Essen in Leerflächen in der Klinik Grünwald umgezogen und gleichzeitig durch eine umfassende Reorganisation der Aufgaben in der Zentrale die Zahl der Verwaltungsmitarbeiter reduziert. Zum Aufbau der Marke "Medical One" wurde in großem Umfang TV-Werbung geschaltet, um die Negativ-Effekte des Wegfalls des Markenbestandteils "Mang" zu kompensieren. Diese Maßnahmen sind zu über 75 % in 2013 abgeschlossen worden, sodass diese im Jahr 2014 spürbar wurden. Zudem wurde mit dem Partnerschaftsmodell ein neues Geschäftsmodell im Geschäftsbereich Ästhetik etabliert, das eine schnelle, fixkostenarme Expansion in die Fläche ermöglicht. Diese Expansion in die Fläche hilft bei der Steigerung der Marketingeffizienz, insbesondere der TV-Werbung, und soll dazu beitragen, den angestrebten Turn-Around im Jahr 2016 zu erreichen. Absatzentwicklung Im Jahr 2014 wurden in Kliniken der Medical One AG, Grünwald, 8.503 Behandlungen durchgeführt (Vorjahr: 7.486). Die Anzahl der Behandlungen stieg somit gegenüber 2013 um 13,6 %. Die Absatzzahlen setzen sich zusammen aus 7.122 Behandlungen im Geschäftsbereich Aesthetic (Vorjahr: 6.396), davon 2.772 Behandlungen im Leistungsbereich Surgical (Vorjahr: 2.387) und 4.350 Behandlungen im Leistungsbereich Non-Surgical (Vorjahr: 4.009), 740 Behandlungen im Geschäftsbereich Hair (Vorjahr: 543), 601 Behandlungen im Geschäftsbereich Weight (Vorjahr: 547) und mit 39 Behandlungen in dem neu geschaffenen Geschäftsbereich Venen. Umsatzentwicklung Mit einem Gesamtumsatz netto von T€ 18.451 lag der Umsatz um 13,4 % über dem Vorjahr (T€ 16.269). Der Umsatz (netto ohne Anästhesie) im Geschäftsbereich Aesthetic stieg um 9,2 % auf T€ 12.461 (Vorjahr: T€ 11.416). Dabei entfielen T€ 10.923 auf den Leistungsbereich Surgical (+8,7 % ggü. Vorjahr) und T€ 1.538 auf den Leistungsbereich Non-Surgical (+12,3 % ggü. Vorjahr). Der Umsatzanteil der Surgicals im Geschäftsbereich Aesthetic beträgt 87,7 %. Der Durchschnittsumsatz pro Behandlung im Bereich Aesthetic der Kliniken der Medical One AG, Grünwald, verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 % auf € 1.750 (Vorjahr: € 1.785). Davon entfällt ein Durchschnittsumsatz pro Behandlung von € 3.940 (Vorjahr: € 4.209) auf den Surgical-Bereich. Für den Bereich der Non-Surgicals stieg der Durchschnittsumsatz pro Behandlung auf € 353 (Vorjahr: € 341). Im Geschäftsbereich Hair stiegen die Umsätze deutlich um 40,1 % auf T€ 3.224 (Vorjahr: T€ 2.301). Für den Geschäftsbereich stieg der Durchschnittsumsatz pro Behandlung von € 4.238 im Vorjahr auf € 4.357 im Geschäftsjahr 2014. Der Umsatz im Geschäftsbereich Weight hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6 % auf T€ 1.522 erhöht. Für den Geschäftsbereich fiel der Durchschnittsumsatz pro Behandlung von € 2.635 im Vorjahr auf € 2.533 im Geschäftsjahr 2014. Der Umsatz im neu geschaffenen Geschäftsbereich Venen liegt bei T€ 20. Der Durchschnittsumsatz pro Behandlung lag im Geschäftsjahr 2014 bei € 510. Der Umsatz im Geschäftsbereich Cosmetics in Höhe von T€ 148 lag auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 148). Ergebnisentwicklung Die Medical One AG, Grünwald, weist für das Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 924 aus im Vergleich zum Vorjahresverlust in Höhe von T€ 6.271. Ursächlich für den Jahresüberschuss war insbesondere der im Geschäftsjahr 2014 berücksichtigte Forderungsverzicht der mittelbaren Mehrheitsaktionärin auf Darlehensforderungen inkl. aufgelaufener Zinsen in Höhe von T€ 4.549. I. Lage der GesellschaftFinanzlage Zur Sicherstellung der Liquidität und aus Vorsichtsgründen hat die mittelbare Mehrheitsaktionärin im Geschäftsjahr weitere Abrufdarlehen über T€ 2.000 bzw. T€ 4.500 bereit gestellt, welche vollständig bzw. mit einem Betrag in Höhe von T€ 3.600 bis zum 31. Dezember 2014 in Anspruch genommen wurden. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag verringerte sich zum Ende des Berichtsjahrs auf T€ 8.660 (Vorjahr: T€ 9.584). Insgesamt ist die Finanzlage der Gesellschaft weiterhin angespannt und abhängig von der Finanzierung durch die mittelbare Mehrheitsaktionärin. Abschreibungen Im Jahr 2014 erfolgten Abschreibungen in Höhe von insgesamt T€ 624. Investitionen Die Klinik Stuttgart wurde durch die Investition in eine Klimatisierung mit Reinluft-technik zukunftssicher gemacht. In Düsseldorf wurde der Umzug in neue Praxisräumlichkeiten vollzogen. Hier wird nun mit dem der Praxis angegliederten Operationszentrum PRADUS zusammengearbeitet, sodass die alte Klinik aufgegeben werden konnte. Der Einzug erfolgte im Juli 2014. Liquiditätslage Der operative Cashflow war im Geschäftsjahr 2014 mit T€ 3.162 negativ (Vorjahr: T€ -2.817). Die Liquidität wurde durch die Inanspruchnahme der in 2014 genehmigten Darlehen sichergestellt. II. MitarbeiterIm Jahr 2014 beschäftigte die Medical One AG, Grünwald, durchschnittlich 187 Mitarbeiter (Vorjahr: 180). Als Vorstand war im Berichtsjahr bestellt:
III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des GeschäftsjahrsVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs 2014 sind eingeleitet. So wird insbesondere das negative Eigenkapital der Medical One AG, Grünwald, durch eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von rund 11,3 Mio. € beseitigt. IV. RisikoberichtRisikomanagement Das Unternehmen verfügt über ein Risikomanagementsystem. Es basiert im Wesentlichen auf vier Instrumenten: Die Sicherstellung der Qualitätsanforderungen erfolgt durch ein unternehmensweites Qualitätsmanagementsystem. Dieses wurde und wird vom TÜV Süd nach ISO 9001 regelmäßig auditiert und rezertifiziert. In diesem Zusammenhang erfolgt ebenso eine regelmäßige Bewertung der externen Lieferanten. Alle strategischen und operativen Prozesse (kaufmännisch und organisatorisch) werden vom Vorstand im regelmäßigen Rhythmus durch strukturierte bereichsbezogene Konferenzen überwacht. Die Konferenzen dienen dem Vorstand als Führungsinstrument und zur regelmäßigen Erkennung von Risikopotenzialen sowie der frühzeitigen Einleitung von gegensteuernden Maßnahmen. Das Berichtswesen umfasst die zeitnahe Erstellung von Monatsabschlüssen mit Plan-Ist-Vergleichen, einem nach Standorten differenzierten wöchentlichen Absatz-und Umsatz-Forecast sowie eine permanente Liquiditätsplanung. Ein Managementinformationssystem ermöglicht darüber hinaus tagesaktuelle Analysen sämtlicher vertriebsrelevanter Parameter, wie die Entwicklung der Umsatzpipeline, Kontakt- und Beratungsterminzahlen. Es ist somit ein wichtiges Instrument zur Früherkennung und Beseitigung potenzieller Fehlentwicklungen. Externe Risiken Der Wettbewerbsdruck auf die Medical One AG, Grünwald, wird im Jahr 2015 voraussichtlich nicht steigen, da nicht mit dem Eintritt eines in der Struktur vergleichbaren Wettbewerbers zu rechnen ist. Lokale Wettbewerber an den Klinikstandorten der Medical One AG, Grünwald, stellen weiterhin die wesentlichen Wettbewerbsrisiken dar. Da sich in den letzten Jahren eine Vielzahl von neuen lokalen Anbietern zu etablieren versucht, ist ein deutlicher Preisdruck spürbar, auf den die Medical One AG, Grünwald, mit zeitlich befristeten Preisaktionen reagiert hat. Die Ereignisse der Jahre 2011 bis 2013 zeigen, dass die Marke Medical One anfällig gegen negative Berichterstattung über die Gesellschaft oder den medizinischen Hauptakteur Prof. Dr. Dr. Mang war. Auch nach der Umfirmierung und der Trennung von Prof. Dr. Dr. Mang bleibt die Marke anfällig gegen Angriffe auf die Marke, ist allerdings nicht mehr so personenabhängig wie noch zuvor, sodass hier eine deutliche Risikoreduzierung stattgefunden hat. Durch die bundesweite Präsenz der Marke muss die Medical One AG, Grünwald, besonderes Augenmerk auf die medizinische Qualität ihrer Leistungen legen. Denn ein Schadensfall, ob er nun schicksalhaft oder auf einen Behandlungsfehler zurückzuführen ist, würde immer die Marke und damit die gesamte Gesellschaft treffen. Ein besonderes Augenmerk wird demzufolge auf das QM-System gelegt. Bei vorsichtiger Planung sieht der Vorstand ein mittleres Risiko, die Umsatzplanzahlen um bis zu 20 % gegenüber der Businessplanung zu verfehlen. Die Businessplanung sieht die Zuführung liquider Mittel vor. Diese belaufen sich auf bis zu 1,1 Mio. € für die laufende Geschäftstätigkeit, die durch entsprechende Darlehenszusagen sowie eine Eigenkapitalzuführung seitens der (mittelbaren) Hauptaktionärin gesichert sind. Bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts musste im neuen Geschäftsjahr 2015 Liquidität in Höhe von T€ 1.140 für die laufende Geschäftstätigkeit abgerufen werden. Interne Risiken Die internen Risiken sieht der Vorstand auch weiterhin in der Qualität der erbrachten Leistungen, der Personalfluktuation in Schlüsselpositionen sowie den finanzwirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen (Fixkosten/Liquidität/IT-System) des Unternehmens. Spezifische interne Risiken werden im Umzug der Klinik Düsseldorf in eine neue Immobilie gesehen verbunden mit einem Wechsel von einer § 30 GewO-Klinik zu einem Belegklinikkonzept. Da hier eine gewisse Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit der Belegklinik besteht, wurden die Umsätze konservativ geschätzt und mit der Klinik in Dortmund noch eine fall-back-Lösung erhalten, falls es zu einem Totalausfall des Partners kommen sollte. Zur Sicherung der Qualität der ärztlichen Tätigkeit beschäftigt die Gesellschaft im Kerngeschäftsfeld Medical One Aesthetic im Wesentlichen Fachärzte für Plastische Chirurgie und examiniertes pflegerisches Personal, die an regelmäßigen berufsspezifischen Weiterbildungen teilnehmen. Ergänzend wurde im Jahr 2010 mit der Medical One Academy ein internes Aus- und Weiterbildungsprogramm ins Leben gerufen. Darüber hinaus sichert das vom TÜV regelmäßig überprüfte und rezertifizierte Qualitätsmanagementsystem einen gleichmäßig hohen Prozessstandard in allen Kliniken der Medical One AG, Grünwald. Kenngrößen wie Patientenzufriedenheit und Komplikationsraten liegen im Branchenvergleich auf einem exzellenten Niveau. Der Fluktuation von Personal begegnet die Gesellschaft mit einer aktiven Personalentwicklung und marktgerechten Vergütungssystemen. Eine klare Strategieformulierung und die organisatorische Stabilisierung werden mittelfristig dazu beitragen, die Personalfluktuation zu reduzieren. Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden unternehmensweit kontinuierlich beobachtet. Einige Bereiche, wie langfristige, inadäquate Mietverträge, Marketingausgaben oder die im aktuellen Geschäftsmodell verankerten hohen fixen Kosten, sind Gegenstand der mittelfristigen Planung und Reorganisation. Zusammenfassend besteht vor dem Hintergrund der dargestellten Risiken ein moderates Risiko, dass die in der Businessplanung festgelegten Ertragsziele nicht erreicht werden. Da die Gesellschaft im Jahr 2015 von der Finanzierung durch die mittelbare Mehrheitsaktionärin abhängig sein wird, besteht ein signifikantes Risiko für das Fortbestehen der Gesellschaft, sollte diese Kapitalgeberin ihr Engagement nicht fortsetzen. V. AusblickDie Medical One AG, Grünwald, wird weiterhin Chancen wahrnehmen, bei vertretbaren Risiken die Marktpräsenz zu erhöhen, um Wachstumschancen im Markt zu realisieren. Im Jahr 2015 wird das neue Partnerschaftsmodell ausgeweitet, das die lokale Reichweite erhöhen und die Kapazitäten ausweiten wird, ohne zusätzliche Fixkosten zu schaffen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand auf der Basis der Businessplanung mit einer Gesamtleistung in Höhe von T€ 21.842 und einem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 1.232. In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahrs 2015 konnte eine Gesamtleistung in Höhe von T€ 7.134 realisiert werden, die 1,5 % unter der Businessplanung liegt (T€ 7.242). Im selben Zeitraum wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 728 erwirtschaftet, der um 59,9 % höher liegt als geplant (T€ 455). VI. Wiedergabe der Schlusserklärung zum AbhängigkeitsberichtDie Gesellschaft hat bei allen im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2014, nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, eine angemessene Gegenleistung erhalten. In dem vorbezeichneten Zeitraum wurden außer den genannten Rechtsgeschäften keine durch Beziehungen zu verbundenen Unternehmen veranlassten Maßnahmen getroffen oder unterlassen.
Grünwald, den 11.06.2015 Der Vorstand Philipp Morsbach Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Medical One AG, Grünwald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW), Düsseldorf, festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung zutreffend dar.
Duisburg, den 12. Juni 2015 PKF
FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB
K. Schöneberger, Wirtschaftsprüfer Th. Pannenbäcker, Wirtschaftsprüfer Feststellungsbeschluss und Bericht des Aufsichtsrats der Medical One AG, Grünwald, zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich kontinuierlich über die Entwicklung des Unternehmens informiert. In drei gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand und aufgrund zahlreicher schriftlicher, fernmündlicher und mündlicher Berichte des Vorstands hat er sich eingehend mit der Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf sowie der Geschäftspolitik befasst und darüber mit dem Vorstand beraten. Darüber hinaus pflegte der Aufsichtsratsvorsitzende einen intensiven Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Mitglieder des Aufsichtsrats der Medical One AG waren im Geschäftsjahr 2014 Frau Benita-Angelica Hahm (stellvertretende Vorsitzende ab 29.08.2013); Herr Dr. Lars Schuhmacher (ab 06.03.2014) und Herr Erwin V. Conradi, Vorsitzender (seit 29.01.2003). Der von der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von Herrn Thomas Pannenbäcker, WP/StB/CPA, und Herrn Kai Schöneberger, WP/RA/StB, PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft m bB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte, Duisburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand der Gesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2014 erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis der Prüfung schriftlich berichtet und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Sitzung den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen des Vorstands unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte und in Anwesenheit des Abschlussprüfers geprüft und einstimmig gebilligt. Er hat keinerlei Einwendungen erhoben. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Ebenfalls hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erhoben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Medical One AG für ihren engagierten Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr und wünscht für die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen und die Wahrnehmung der derzeitigen Chancen weiterhin viel Erfolg.
München, den 22.06.2015 Der Aufsichtsrat Erwin V. Conradi, Vorsitzender |
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