PROVESA
AG
Berlin
Jahresabschluss zum 31.12.2006
Lagebericht
Lagebericht der PROVESA AG für den Berichtszeitraum
2006
1. Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen
2. Geschäftsverlauf
2.1. Eigenkapital
2.2. Investition
2.3. Kosten
2.4. Liquidität
2.5. Vertrieb
3. Risikobericht
4. Ausblick
1. Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld 2006/7 in
Deutschland gibt nunmehr positive Signale für
Leistungen, wie sie von der PROVESA AG angeboten werden.
Positiv im Sinne der Unternehmensidee ist anzumerken,
dass die Möglichkeit des Erwerbs preiswerter
Immobilien (u. a. durch die große Zahl von
Insolvenzen in Deutschland verfügbar), als
hervorragendes Instrument zur Vermögensbildung mehr
den je gegeben ist. Ein Indiz dafür ist die
große Zahl solventer ausländischer Fonds und
anderer Anleger, die den Markt in Deutschland nach
Anlagemöglichkeiten durchforsten.
Die anziehende Konjunktur schafft den finanziellen
Spielraum für Firmen und Privatanleger zu investieren
und somit den Markt zu beleben. Dabei ist die lange
konjunkturelle Durststrecke für Unternehmen und
private Anlieger in Deutschland ein Anlaß gewesen
zukünftig stärker auf die Verbesserung der
Eigenkapitalbasis zu orientieren um bei der nächsten
Konjunkturschwäche besser gerüstet zu sein. Dies
gilt um so mehr für die AG, als diese eine
ausschließlich auf Eigenkapital basierende
Vermögensbildung durchführt.
Das und ein weiteres Projekt - Immobilienschutz vor
Insolvenzfolgen - ist auch der Grund für die
Kaufabsicht eines großen Maklerhauses. Die bisherigen
Verzögerungen dabei sind mit internen Vorgängen
beim Käufer begründet. Dieser hält aber an
dem Kauf fest.
2. Geschäftsverlauf
2.1. Eigenkapital
Entsprechend dem Geschäftsmodell der PROVESA AG
ist deren Eigenkapitalausstattung sehr gut. Zu
begründen ist dies zum einen mit der
eigenkapitalersetzenden Rangrücktrittserklärung
der atypisch stillen Gesellschafter und zum anderen mit dem
geringfügigen Verzehr des Grundkapitals der PROVESA
AG. Die eigenkapitalgleichen Einlagen der atypisch stillen
Gesellschafter betragen Euro 161.000,00. Somit ist eine
Gefahr für das Unternehmen durch Verzehr des
Eigenkapitals im Berichtszeitraum nicht eingetreten.
2.2. Investition
Investitionen wurden im Berichtszeitraum nicht
getätigt. Dies erklärt sich aus der Tatsache das
Investitionen gemäß Vorstandsvorgabe erst ab
einer Größenordnung von ca. Euro 200.000
getätigt werden sollen. Bis zum Jahresende 2006 ist
noch keine ausreichende Kapitalbildung erfolgt. Ursache
dafür ist die Struktur der atypisch stillen
Gesellschafterverträge. Bis auf einen Vertrag sind
alle Verträge Ratenzahlverträge, deren
Einzahlungen sich erst im Laufe der Zeit zu einem
nennenswerten Betrag addieren. Die eingezahlten Einlagen
wurden daher auf der Bank deponiert.
2.3. Kosten
Da die Zahl der atypisch still Beteiligten bisher
wesentlich geringer als geplant ausgefallen ist, wurden
erhebliche, die Kosten reduzierende Maßnahmen
ergriffen. Zum einen hat der Vorstand sich keine
Vergütung ausgezahlt und zum anderen sind
sämtliche Fahr-, Miet- und Telefonkosten von der
Gesellschafterin, der GeTeMa GmbH getragen worden. Das
gleiche gilt für Teile der Prospektkosten. Weiterhin
wurden von den 12% Marketingkosten, die der GeTeMa GmbH
gemäß Prospekt zustehen, nur 8% zur Deckung der
Vertriebskosten ausgekehrt. Auch hier sind die Kosten auf
ein Minimum reduziert worden.
2.4. Liquidität
Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist auf
Grund der unter Punkt 2.3 Kosten dargestellten
Maßnahmen als gut zu bezeichnen, denn die
Anlaufverluste sind, wie ebenda dargestellt, auf ein
Minimum reduziert worden und umfassen im Wesentlichen die
Jahresabschlusskosten 2003, 2004,2005 und 2006 sowie die
reinen Gründungskosten.
2.5. Vertrieb
Die Leistungen des Vertriebes sind für das Jahr
2004 als nicht befriedigend zu bezeichnen. Der
ursprüngliche Ansatz, eine eigene Vertriebsstruktur
aufzubauen, ist deshalb in Auswertung der Erfahrungen
abgebrochen worden. Dies erfolgte zu Gunsten eines neuen,
qualitativ hochwertigen Vertriebes über Makler und
Einzelverträge. Im Jahr 2005 wurde aus den bereits
dargestellten Gründen der Vertrieb des Produktes der
PROVESA AG eingestellt.
Die in geringerer Zahl als geplant abgeschlossenen
atypisch stillen Gesellschafterverträge erklären
sich außerdem daraus, dass die gesetzgeberischen
Vorgänge (zum Teil gültig ab 2007) vom Vorstand
aus kaufmännischer Vorsicht abgewartet wurden, um eine
unnötige Kostenbelastung aus Anpassungen zu vermeiden.
Dieser neue Vertriebsansatz ist mit der Aufnahme von
Verhandlungen mit einem neuen, exzellenten und dem Produkt
entsprechenden Vertrieb begonnen worden. Es ist geplant,
die Verhandlungen dazu im vierten Quartal des Jahres 2007
abzuschließen.
3. Risikobericht
Die im Punkt 10 des Prospektes dargestellten Risiken
haben nach wie vor Geltung. Die unter "weitere Risiken"
dargestellte mögliche Veränderung der
Steuergesetze und der Rechtslage wird auf ihre Auswirkungen
geprüft. Die vom Vorstand durchgeführte
Kostenreduzierung ist als vorläufige und adäquate
Vorsorgemaßnahme dazu anzusehen. Darüber
hinausgehende Risiken sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu
erkennen.
4. Ausblick
Der im Punkt 2.5 dargestellte neu aufzubauende
Vertrieb wird zwar eine zeitliche Verzögerung der
Umsatzerwartungen zur Folge haben, aber im Weiteren eine um
so bessere Unternehmensentwicklung ermöglichen. Diese
geänderte Vertriebstrategie ist der Garant für
eine seriöse und stetige Entwicklung der Gesellschaft.
Der Ansatz, Vermögensbildung mit Immobilien
ausschließlich auf der Basis von Eigenkapital zu
betreiben, ist angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung
und des Verhaltens von Banken und anderen Kapitalgebern im
Falle von Zahlungsengpässen bei Unternehmen auch
weiterhin ein erfolgversprechender Weg - insbesondere vor
dem Hintergrund der oben genannten Entwicklung bei
Immobilien aus Insolvenzen.
Berlin, den 27. Juni 2007
PROVESA AG
Rita Schmiele (Vorstand)
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2006
EUR |
31.12.2005
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
149.070,92 |
151.070,92 |
| I.
Finanzanlagen |
149.070,92 |
151.070,92 |
| B.
Umlaufvermögen |
73.087,81 |
71.830,53 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
57.730,64 |
56.010,90 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
15.357,17 |
15.819,63 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
222.158,73 |
222.901,45 |
Passiva
|
|
31.12.2006
EUR |
31.12.2005
EUR |
| A.
Eigenkapital |
54.116,33 |
54.859,05 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
50.000,00 |
50.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
2.880,00 |
2.880,00 |
| III.
Verlustvortrag |
6.452,56 |
5.709,84 |
| IV.
Bilanzgewinn |
7.688,89 |
7.688,89 |
| B.
Einlagen stiller Gesellschafter |
161.000,00 |
161.000,00 |
| C.
Rückstellungen |
3.550,00 |
3.550,00 |
| D.
Verbindlichkeiten |
3.492,40 |
3.492,40 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
222.158,73 |
222.901,45 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 wurde
unter Berücksichtigung der Vorschriften des
Handelsgesetzbuches (HGB) - insbesondere der Vorschriften
des Dritten Buches (§§ 238 ff.) und den
ergänzenden Bestimmungen für
Kapitalgesellschaften im zweiten Abschnitt (§§
264 ff.) - sowie den Grundsätzen
ordnungsmäßiger Bilanzierung erstellt.
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft
im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB.
Angaben, die zum besseren Verständnis bestimmter
Bilanzpositionen oder Gewinn- und Verlustpositionen
beitragen, geben wir zusätzlich zu den gesetzlichen
Pflichtangaben.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren gemäß
§ 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das
Kalenderjahr.
II. Allgemeine Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze
Die PROVESA AG verfügt nicht über
Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens und
des Sachanlagevermögens. Insoweit wurde auf die
Erstellung eines Anlagenspiegels verzichtet.
Solche Posten werden zukünftig zu
Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger
Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden dann
entsprechend der aufgrund steuerlicher Vorschriften
festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear
über einen Zeitraum von 1 bis 25 Jahren vorgenommen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert
abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt.
Für ungewisse Verbindlichkeiten werden
Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Aktiva
Die sonstigen Vermögensgegenstände
betreffen ein Darlehen an die CME Energie und Beteiligungs
GmbH.
Passiva
Das Grundkapital der PROVESA AG ist eingeteilt in 500
nennwertlose Stückaktien, die auf den Namen lauten.
Für die Kosten der Erstellung des
Jahresabschlusses sowie für die
Aufsichtsratvergütungen wurde eine Rückstellung
gebildet.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten vom
Vorstand verauslagte Zahlungen.
Forderungen und Verbindlichkeiten haben eine
Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
IV. Rechtliche Verhältnisse
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Firma: PROVESA AG
Sitz: Berlin
Gründung: Die Gründung erfolgte durch
notarielle Beurkundung des Notars Dr. Rüdiger Boergen,
Berlin, am 7. August 2003
Handelsregister Die AG wurde erstmals am
7. Oktober 2003 im Handelsregister beim
Amtsgericht Charlottenburg unter der Nr. HR B 90322
eingetragen.
Grundkapital: Das vollständig eingezahlte
Grundkapital in Höhe von EUR 50.000,00 ist
eingeteilt in 500 nennwertlose Stückaktien, die auf
den Namen lauten.
Geschäftsjahr: Geschäftsjahr ist das
Kalenderjahr.
Gesellschaftsvertrag: Es gilt die Satzung in der
Fassung vom 16. Oktober 2003.
Gegenstand der Gesellschaft: Zweck der PROVESA AG ist
der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung
von Immobilien, die aus Eigenkapital finanziert werden
sowie der Erwerb, die Veräußerung und die
Verwaltung von Beteiligungen, deren Geschäftszweck der
Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von
eigenkapitalfinanzierten Immobilien ist..
Aufsichtsrat: Herr Klaus Heidkamp (Vorsitzender),
Herr Wolfgang Schmiele und Frau Catharina Schmiele.
Vorstand: Frau Rita Schmiele. Sie ist von den
Beschränkungen des § 181 BGB
(Selbstkontrahierungsverbot) befreit.
V. Sonstige Angaben
Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006
zugrunde liegenden Unterlagen und erteilten Auskünfte
sind richtig und vollständig.
Vermögensgegenstände und Schuldposten sowie alle
buchungspflichtigen Geschäftsvorfälle sind
vollständig erfasst und alle erkennbaren Risiken
wurden berücksichtigt. In der Zeit zwischen dem
Bilanzstichtag und der Erstellung des Jahresabschlusses
sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung
eingetreten, über die zu berichten wäre.
Die Verwaltung schlägt vor, den Bilanzgewinn in
Höhe von EUR 7.688,89 auf neue Rechnung
vorzutragen.
Berlin, den 27. Juni 2007
PROVESA AG
Rita Schmiele (Vorstand)
Aufgliederung von aus Gründen der Klarheit in Bilanz
und GuV zusammengefassten Posten
1.1.2006 -
31.12.2006
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr beträgt 3.492,40 EUR.
1.1.2005 -
31.12.2005
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr beträgt 3.492,40 EUR.
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