UP42
GmbH
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
2.058.769,00 |
649.775,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
1.927.881,00 |
480.324,00 |
| II.
Sachanlagen |
130.888,00 |
169.451,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
3.849.345,48 |
1.531.554,56 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
3.849.345,48 |
1.531.554,56 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
277.162,16 |
103.176,48 |
| D.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
|
202.649,87 |
| Aktiva |
6.185.276,64 |
2.487.155,91 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
2.361.777,81 |
0,00 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
200.000,00 |
200.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
44.800.000,00 |
31.300.000,00 |
| III.
Verlustvortrag |
31.702.649,87 |
20.592.313,76 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
10.935.572,32 |
11.110.336,11 |
| V.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
|
202.649,87 |
| B.
Rückstellungen |
1.768.748,26 |
1.076.710,49 |
| C.
Verbindlichkeiten |
865.297,72 |
440.078,16 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
865.297,72 |
440.078,16 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
1.189.452,85 |
970.367,26 |
| Passiva |
6.185.276,64 |
2.487.155,91 |
Anhang der UP42 GmbH, Berlin,
für das Geschäftsjahr 2023
A. Rechnungslegungsgrundsätze
Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im
Jahresabschluss der UP 42 GmbH, Berlin (Registergericht
Berlin Charlottenburg, 204574), die Vorschriften des HGB
für kleine Kapitalgesellschaften angewandt worden.
Nach den in § 267 Abs. 1 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine
Kapitalgesellschaft.
Der Anhang ist (teilweise) unter
Berücksichtigung größenabhängiger
Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 HGB
erstellt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Das gezeichnete Kapital von EUR 200.000,00 ist zum
Nennbetrag angesetzt.
Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr
weiterhin hohe Anlaufverluste in der Start-Up Phase
verbunden mit einem wesentlichen Abfluss an liquiden
Mitteln aus. Sie befindet sich hierdurch in einer
angespannten Liquiditätslage.
Trotz geplanter weiterer Verluste in der anstehenden
Aufbauphase unter Berücksichtigung von
Marktunsicherheiten, geht die Gesellschaft davon aus, dass
die UP42 GmbH ihre Geschäftstätigkeit fortsetzen
wird. Diese Annahme stützt sich insbesondere auf eine
von der Konzernobergesellschaft Airbus SE im Rahmen eines
"Liquidity Confirmation Letters" bestätigte
Kreditlinie von TEUR 31.000 basierend auf der
Liquiditätsplanung der Gesellschaft für die
nächsten zwei Jahre und eine im Dezember 2023
geleistete Kapitalerhöhung in Höhe von EUR
13.500.000,000.
Die Fortführung der Geschäftstätigkeit
hängt somit insbesondere davon ab, dass die
gemäß Liquiditätsplanung budgetierten
Umsätze erreicht und Kosten eingehalten werden.
Aufgrund der Ramp-Up Phase bestehen wesentliche
Unsicherheiten im Hinblick auf das Eintreffen der
erwarteten kommerziellen Produkt- und
Marktentwicklungserfolge. Diese deuten auf das Bestehen
einer wesentlichen Unsicherheit im Hinblick auf die
Fähigkeit des Unternehmens seine
Geschäftstätigkeit fortzuführen, hin. Dies
stellt ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des
§322 Abs. 2 Satz 3 HGB dar. Die
Geschäftsführung ist der Ansicht, dass die
Annahmen der vorliegenden Liquiditätsplanung erreicht
werden und hat dementsprechend den Jahresabschluss auf der
Grundlage der Unternehmensfortführung erstellt.
Die
entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände wurden zu
Anschaffungskosten erfasst, vermindert um
planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen
werden linear über die Nutzungsdauer von drei Jahren
vorgenommen.
In Ausübung des Wahlrechts nach §248 Abs. 2
HGB werden
selbst geschaffene immateriellen
Vermögensgegenstände aktiviert. Die Bewertung
erfolgte zu Herstellungskosten, vermindert um
planmäßig Abschreibungen. Die Herstellungskosten
umfassen Fertigungseinzelkosten. Die Abschreibungen
erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche
Nutzungsdauer, die zwischen drei und fünf Jahren
liegt.
Das
Sachanlagevermögenist mit den
aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und um
planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer liegt hier
zwischen drei und dreizehn Jahren.
Bei Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten von
mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 pro Anlagegut (jeweils
ohne Umsatzsteuer) wurde im Berichtsjahr von der
steuerlichen Regelung des § 6 Abs. 2 EStG
Gebrauch gemacht und das Anlagegut wurde im Jahr der
Anschaffung vollständig abgeschrieben.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenständewerden zu Nennwerten
angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der
Bewertung berücksichtigt.
Als
aktive
Rechnungsabgrenzungspostensind Ausgaben vor dem
Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für
eine bestimmte Zeit danach darstellen.
Die übrigen
Rückstellungen berücksichtigen im
Wesentlichen alle erkennbaren Risiken und ungewissen
Verpflichtungen und sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.
Die
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag
bilanziert.
Als
passive Rechnungsabgrenzungsposten sind vor dem
Abschlussstichtag erhaltene Einnahmen aus nicht
eingelösten Guthaben für Satellitendaten
angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit
danach darstellen.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Die
Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren
Laufzeit nicht mehr als 1 Jahr beträgt, werden mit dem
Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Die gesondert dargestellte Entwicklung des
Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des
Anhangs. In den selbst geschaffenen immateriellen
Vermögensgegenständen des Anlagevermögens
sind in Entwicklung befindliche
Vermögensgegenstände in Höhe von EUR
378.144,00 (i. V. EUR 0,0) enthalten.
2. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
In den
Forderungen gegen verbundene Unternehmen von EUR
2.583.232,12 (i. V. EUR 1.076.187,40) ist ein Betrag
in Höhe von EUR 2.571.332,12 (i. V. EUR 1.037.626,12)
als Cashpool Forderung und in Höhe von EUR 11.900,00
(i.V. EUR 38.561,28) aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Gesellschaftern enthalten.
3. Sonstige Rückstellungen
Die
sonstigen Rückstellungen beinhalten
Rückstellungen für Verpflichtungen aus
Personalkosten in Höhe von EUR 452.544,27 (i.V. EUR
812.736,88), Abschluss- und Prüfungskosten in
Höhe von EUR 75.000,00 (i.V. EUR 61.000,00) sowie
ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 1.241.203,99
(i. V. EUR 202.973,61).
4. Verbindlichkeiten
Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis
einem Jahr.
Bei den
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
handelt es sich um Verbindlichkeiten aus
Kreditkartenabrechnungen in Höhe von EUR 16.030,72 (i.
V. EUR 17.402,48).
Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betragen EUR 267.379,64 (i. V.
EUR 88.974,83) und stellen in voller Höhe
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.
5. Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt
zusammen:
|
2023
|
2022
|
|
EUR
|
EUR
|
Verbindlichkeiten aus
Steuern
|
163,478.38
|
190,466.64
|
Verbindlichkeiten im
Rahmen der sozialen Sicherheit
|
7,966.59
|
8,368.00
|
|
171,444.97
|
198,834.64
|
II. Gewinn- und Verlustrechnung
1. Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen
Die Erträge aus der Währungsumrechnung
betragen EUR 14.505,22 (i. V. EUR 5.772,56) und die
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen EUR
10.122,29 (i. V. EUR 23.253,89).
2. Finanzergebnis
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge
betreffen mit EUR 4.684,77 (i. V. EUR 0,00) verbundene
Unternehmen.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen
mit EUR 200.031,15 (i. V. EUR 104.599,19)
verbundene Unternehmen.
C. Sonstige Angaben
1. Personal
Bei der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr
durchschnittlich 93 Arbeitnehmer (i. V. 83 Arbeitnehmer)
beschäftigt.
2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB
bestehen nicht.
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im
Rahmen von üblichen Mietverträgen.
3. Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Bilanzverlust von EUR 42.638.222,19, welcher sich aus der
Verrechnung des Jahresfehlbetrags in Höhe von EUR
10.935.572,32 und dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in
Höhe von EUR 31.702.649,87 ergeben hat, auf neue
Rechnung vorzutragen.
4. Konzernzugehörigkeit
Alleinige Gesellschafterin der UP42 GmbH ist die
Airbus Defence and Space GmbH, Taufkirchen, eine
Tochtergesellschaft der Airbus SE, Amsterdam, die für
den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen
einen Konzernabschluss aufstellt.
5. Nachtragsbericht
Die Gesellschafterin hat am 28. August 2024 ein
Memorandum of Understanding mit einem potenziellen Investor
unterschrieben. Zum Abschlusserstellungszeitpunkt war die
Transaktion nicht abgeschlossen.
6. Unterschrift der Geschäftsführung
Mit der Unterschrift des Geschäftsführers
wird die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben
bestätigt.
Berlin, 24. Oktober 2024
UP42 GmbH
Geschäftsführung
Sean Wiid
(Betriebswirt)
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 17.12.2024
festgestellt.
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