BAT Werratal Verwaltungs GmbH
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Company ownership and partner structure
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Companies in which this organization holds a direct stake
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Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
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Official financial statements and annual reports
adolf präg verwaltungs-gmbhKempten (Allgäu)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Konzernbilanz zum 30. September 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die adolf präg verwaltungs-gmbh, Kempten (Allgäu), erstellt aufgrund der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB einen Konzernabschluss für die Unternehmen der PRÄG-Gruppe. Die Aufstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 erfolgte nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches. Die Muttergesellschaft adolf präg verwaltungs-gmbh, mit Sitz in Kempten (Allgäu), ist beim Amtsgericht Kempten (Allgäu) - Registergericht - unter der Nummer HRB 2690 eingetragen. II. Angaben zum Konsolidierungskreis Als Muttergesellschaft fungiert die adolf präg verwaltungs-gmbh, Kempten (Allgäu). In den Konzernabschluss wurden im Wege der Vollkonsolidierung neben dem Mutterunternehmen 24 (i. Vj. 21) Gesellschaften einbezogen (lfd. Nr. 1 bis 24). Der Konzernabschluss der adolf präg verwaltungs-gmbh, Kempten (Allgäu), bildet den kleinsten und größten Konsolidierungskreis. Die im Geschäftsjahr 2020/21 gemeinschaftlich gegründete BAT Werratal GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu) (Anteilsbesitz: 50 %, lfd. Nr. 25), wurde aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung sowie aufgrund des sich aus den tatsächlichen Stimmrechten ergebenden fehlenden beherrschenden Einflusses gemäß § 312 HGB at equity in den Konzernabschluss einbezogen; die Konsolidierung erfolgte auf den Zeitpunkt der Gründung der Gesellschaft. Von Einbeziehungswahlrechten (§ 296 HGB) wurde kein Gebrauch gemacht. Im Einzelnen:
Die Gesellschafter des Mutterunternehmens sind die alleinigen Kommanditisten der Adolf Präg GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu). Das Mutterunternehmen ist die alleinige Komplementärin der Adolf Präg GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu). Letzterer stehen die Anteile und Stimmrechte (mittelbar und unmittelbar) an lfd. Nrn. 2 bis 7, 13, 14 und 17 bis 24 zu jeweils 100 %, an lfd. Nrn. 8 und 9 zu jeweils 51 %, an lfd. Nrn. 10 und 11 zu jeweils 55 %, an lfd. Nr. 12 zu 62,2 % und an lfd. Nr. 25 zu 50 % zu. Die lfd. Nr. 12 hält Anteile und Stimmrechte an lfd. Nrn. 15 und 16 zu jeweils 51 %. Auf sonstige Beteiligungen (Anteilsbesitz jeweils kleiner 20 %) wird durch den Konzern kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergab sich im Berichtsjahr folgende Änderung im Konsolidierungskreis der PRÄG-Gruppe: Erstkonsolidierung der Energiehandel Süd GmbH & Co. KG, Babenhausen, der Energiehandel Süd Verwaltungs GmbH, Babenhausen und der Energiediscounter24 GmbH, Leutkirch (Allgäu) ("EHS-Gruppe") zum 01. Januar 2022. Aufgrund des erweiterten Konsolidierungskreises ist eine Vergleichbarkeit der Beträge der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung mit den Vorjahreswerten nicht gegeben. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit mit den Vorjahresbeträgen ist im Folgenden die Zwischenbilanz der "EHS-Gruppe" zum 01. Januar 2022 dargestellt:
Die "EHS-Gruppe" beeinflusst seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung den Konzernjahresüberschuss mit einem Jahresüberschuss von T€ 81 (nach Konsolidierungsbuchungen), welcher im wesentlichen aus einem Rohertrag von T€ 3.014, Personalaufwendungen in Höhe von T€ 1.220 sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Abschreibungen, Zinsen und Steuern in Höhe von in Höhe von T€ 1.713 resultiert. Bei der EHS-Gruppe ergaben sich vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum Bilanzstichtag Veränderungen der liquiden Mittel in Höhe von T€ 1.791, welche im Wesentlichen auf den Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit entfallen. Die adolf präg verwaltungs-gmbh, Kempten (Allgäu), ist persönlich haftende Gesellschafterin der Adolf Präg GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu). Die Präg Energie Verwaltungs GmbH, Kempten (Allgäu), ist persönlich haftende Gesellschafterin der Präg Energie GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu). Die BAT Auerswalde Nord Verwaltungs GmbH, Heidenau, ist persönlich haftende Gesellschafterin der BAT Auerswalde Nord GmbH & Co. KG, Heidenau. Die BAT Buckautal Verwaltungs GmbH, Heidenau, ist persönlich haftende Gesellschafterin der BAT Buckautal GmbH & Co. KG, Heidenau. Die Präg Strom & Gas Verwaltungs GmbH, Kempten (Allgäu), ist persönlich haftende Gesellschafterin der Präg Strom & Gas GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu), und der Präg Energiedienstleistungen GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu). Die KSA GmbH, Augsburg, ist persönlich haftende Gesellschafterin der KSI GmbH & Co. KG, Augsburg. Die ENV Lagerhaltung Verwaltungs GmbH, Kempten (Allgäu), ist persönlich haftende Gesellschafterin der ENV Lagerhaltung GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu). Die BAT Werratal Verwaltungs GmbH, Kempten (Allgäu), ist persönlich haftende Gesellschafterin der BAT Werratal GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu). Die Energiehandel Süd Verwaltungs GmbH, Babenhausen, ist persönlich haftende Gesellschafterin der Energiehandel Süd GmbH & Co. KG, Babenhausen. III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind mit Ausnahme der Augsburger Localbahn GmbH, Augsburg, der KSI GmbH & Co. KG, Augsburg, und der KSA GmbH, Augsburg, ausschließlich zum Konzernbilanzstichtag 30. September 2022 erstellt. Für die Unternehmen, deren Geschäftsjahre von dem der Muttergesellschaft abweichen, wurden Zwischenabschlüsse auf den 30. September 2022 aufgestellt. Bei der Kapitalkonsolidierung vollkonsolidierter Unternehmen kam bis einschließlich 30. September 2010 die Buchwertmethode zur Anwendung. Dabei wurden die Anschaffungswerte der Tochterunternehmen mit deren Eigenkapital zu dem Zeitpunkt verrechnet, zu dem die Anteile erworben wurden bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung. Ein sich daraus ergebender Unterschiedsbetrag wird bei den Vermögensgegenständen bzw. Passivposten entsprechend deren Zeitwert berücksichtigt und fortgeschrieben. Ein darüber hinaus verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen und planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2010/11 werden Erstkonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Im Rahmen der Neubewertung der EHS-Gruppe zum 01. Januar 2022 wurden stille Reserven identifiziert, die auf das Anlagevermögen sowie das Vorratsvermögen allokiert wurden. Die stillen Reserven werden über den Zeitraum ihrer voraussichtlichen Nutzung abgeschrieben. Zudem wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 3.088 aufgedeckt, der vor dem Hintergrund der Kundenstruktur und der Entwicklung der Branche über zehn Jahre linear abgeschrieben wird. Bei der at equity konsolidierten Beteiligung kommt die Neubewertungsmethode zur Anwendung. Die Konsolidierung erfolgte auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile. Der Unterschied des Buchwertes der at equity bilanzierten Gesellschaft zum anteiligen Eigenkapital beträgt TEUR 382. Im Unterschiedsbetrag ist kein Geschäfts- oder Firmenwert angegeben. Im Rahmen der Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb der vollkonsolidierten Unternehmen aufgerechnet. Gleichfalls wurden Ergebnisabführungen innerhalb der Konzernunternehmen eliminiert. Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen von Anlagegegenständen wurden - soweit wesentlich - eliminiert. Sofern Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen führen, die sich in späteren Jahren voraussichtlich wieder ausgleichen, wird eine sich hieraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer und eine sich ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in die Konzernbilanz übernommen. IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die auf den vorhergehenden Konzernabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angewendet. Bei der Übernahme der Werte aus den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen werden Anpassungen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Soweit die Bilanzen der Tochterunternehmen von der einheitlichen Methode abweichen, werden die betreffenden Aktiva und Passiva vor ihrer Einbeziehung in den Konzernabschluss neu bewertet und gegliedert. Die Umbewertungen führen auch zu einer Anpassung der Gewinn- und Verlustrechnung mit entsprechender Auswirkung auf das Jahresergebnis. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten bewertet und nach der linearen Methode über die erwartete Nutzungsdauer (3 bis 25 Jahre) abgeschrieben. Neben Software sowie dinglichen und obligatorischen Nutzungsrechten handelt es sich um Geschäfts- oder Firmenwerte, deren Abschreibung sich aufgrund der Stabilität in der Branche sowie in Abhängigkeit von der erwarteten Bestandsdauer über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren erstreckt. Sofern erforderlich, wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Es wird nach Maßgabe der Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich € 800,- netto werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich, wurden entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vorräte werden zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren) oder Herstellungskosten (sonstige Rechte, unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen) bzw. - sofern erforderlich - dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgte nach dem gewogenen Durchschnittsverfahren. In die Ermittlung der Herstellungskosten fließen nur die Pflichtbestandteile gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB ein. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit- und Zinsrisiko wurde durch einen pauschalen Abschlag Rechnung getragen. Mit unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst werden zum Stichtag abgegrenzte, noch nicht abgerechnete Verbrauchsmengen bestimmter Kunden. Die auf die Forderungsabgrenzung entfallenden erhaltenen Abschlagszahlungen wurden von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Kassen- und Bankguthaben sind mit ihren Nominalwerten ausgewiesen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Einlagen stiller Gesellschafter wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Da sie eigenkapitalähnliche Merkmale wie Nachrangigkeit der Einlagen, Erfolgsabhängigkeit der Vergütung sowie Langfristigkeit der Kapitalüberlassung aufweisen, werden sie als gesonderter Posten unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Der Ermittlung liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie ein Zinssatz von 1,79 % p. a. (i. Vj. 1,87 % p. a.) gemäß § 253 Abs. 2 HGB und ein Rententrend von 2,0 % p. a. (i. Vj. 2,0 % p. a.) zugrunde. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 5. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr oder frühere Geschäftsjahre betreffen. Sie bemessen sich nach dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag und berücksichtigen - sofern erforderlich - zukünftige Kosten- und Preissteigerungen. Die Konzernunternehmen haben entsprechend des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 3 EGHGB Rückstellungen gemäß § 249 Abs. 2 HGB a.F. (Rückstellungen für Instandhaltung) beibehalten. Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung gemäß § 256a HGB ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- und Imparitätsprinzips. Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und - soweit vorhanden - unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen ermittelt. Letztere werden berücksichtigt, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern betragen T€ 1.071. Diese ergeben sich zum einen durch aktive latente Steuern auf Zwischengewinneliminierungen, die mit passiven latenten Steuern aus der Kapitalkonsolidierung saldiert werden. Insgesamt haben sich die latenten Steuern wie folgt entwickelt:
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die für die jeweiligen Konzernunternehmen zum erwarteten Realisationszeitpunkt voraussichtlich gelten. Für die Körperschaftsteuer ermittelt sich ein Steuersatz von 15,8 %, für die Gewerbesteuer zwischen 12,8 % und 16,5 %. Zur Absicherung von Preis-, Wechselkurs- sowie Zinsänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente in Form von Waren- bzw. Devisenterminkontrakten sowie Zinsderivate (Zinsswaps, Zinscaps) eingesetzt. Hierbei werden Grund- und Sicherungsgeschäfte (Micro-Hedges) zu Bewertungseinheiten zusammengefasst; es kommt die Einfrierungsmethode zur Anwendung. Die Wirksamkeit der gebildeten Bewertungseinheiten (perfekte Sicherungsbeziehungen) wird nach der Critical Terms Match Methode beurteilt; dazu vergleicht die Gesellschaft alle bewertungsrelevanten Parameter von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument miteinander. Der Zeitraum, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument ausgleichen, variiert zwischen einem Monat und zehn Jahren (Restlaufzeit zum Bilanzstichtag: ein Monat bis 7,5 Jahre); Laufzeit von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument fallen zusammen. V. Angaben zur Konzernbilanz AKTIVA Die Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände im Geschäftsjahr 2021/22 ist in einer Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. Als Quotenverpflichteter ist ein Konzernunternehmen im Rahmen des § 37a BImschG dazu verpflichtet, dass die Treibhausgasemissionen der von ihm in Verkehr gebrachten fossilen Otto- und fossilen Dieselkraftstoffe zuzüglich der Treibhausgasemissionen der von ihm in Verkehr gebrachten Biokraftstoffe um einen festgelegten Prozentsatz gegenüber einem bestimmten Referenzwert gemindert werden. Die Gesellschaft übererfüllte die von ihr zu erzielende Treibhausgasminderungsmenge zum 30. September 2022 durch den Zukauf zu übertragender Quote. Das so entstandene, veräußerbare Recht wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Da das Recht innerhalb der nächsten 12 Monate genutzt wird, wird das Recht unter den Vorräten ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt T€ 49.014 (i. Vj. T€ 30.484) beinhalten Forderungsabgrenzungen in Höhe von T€ 3.852 (i. Vj. T€ 2.884), von denen erhaltene Kundenanzahlungen in Höhe von T€ 3.152 (i. Vj. T€ 2.787) abgesetzt wurden. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Ansprüche aus Steuererstattungen, kurzfristige Darlehen an Dritte sowie gestundete Forderungen gegenüber Dritten. Festgeldguthaben in Höhe von T€ 959 (i. Vj. T€ 821) waren zum Bilanzstichtag verpfändet. PASSIVA Als den Gesellschaftern zuzurechnende Kapitalanteile werden neben dem Stammkapital der adolf präg verwaltungs-gmbh, Kempten (Allgäu) (T€ 52, i. Vj. T€ 52), die Kommanditeinlagen (T€ 2.560, i. Vj. T€ 2.560) sowie die Rücklagen der Kommanditisten (T€ 16.570, i. Vj. T€ 14.325) der Adolf Präg GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu), erfasst, die zugleich alleinige Gesellschafter der adolf präg verwaltungs-gmbh, Kempten (Allgäu), sind. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem nach DRS 22 aufgestellten Konzerneigenkapitalspiegel. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Lohn- und Gehaltsbereich (T€ 1.298, i. Vj. T€ 1.101), unterlassene Instandhaltungsverpflichtungen (T€ 515, i. Vj. T€ 586), Rückforderungsansprüche (T€262, i. Vj. T€ 358), Rückbauverpflichtungen (T€ 4.887, i. Vj. T€ 1.725), Handelsvertreterausgleich (T€ 239, i. Vj. T€ 395) und Aufwandsabgrenzungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von T€ 11.265 (i. Vj. T€ 8.578) eine Laufzeit von über 5 Jahren und sind in Höhe von T€ 14.574 (i. Vj. T€ 15.263), im Wesentlichen in Form von Grundschulden, gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von T€ 21.110 (i. Vj. T€ 16.112) eine Laufzeit von 1 bis 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von T€ 1 (i. Vj. T€ 52) eine Laufzeit von 1 bis 5 Jahren. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten an andere Gesellschafter in Höhe von T€ 1.278 (i. Vj. T€ 1.201). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten kreditorische Debitoren aus Forderungsabgrenzungen in Höhe von T€ 2.426 (i. Vj. T€ 2.068), von denen erhaltene Kundenanzahlungen in Höhe von T€ 2.913 (i. Vj. T€ 2.149) abgesetzt wurden. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen erhaltene Zuschüsse zum Anlagevermögen sowie für Versorgungsverpflichtungen eines Konzernmunternehmens ausgewiesen. VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gegliedert. Aus Gründen einer besseren Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen der Mineralölbranche werden die (Kommissions-) Umsatzerlöse bzw. wird der (Kommissions-) Materialaufwand inkl. Energiesteuer mit Ausnahme der nachrangigen Erdgaskommissionen gesondert und unsaldiert ausgewiesen. Die Umsatzerlöse i. S. d. § 275 Abs. 2 Nr. 1 HGB setzen sich aus dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter Ziffer 3 ausgewiesenen Kommissionsertrag (T€ 24.342, i. Vj. T€ 25.865) sowie den unter Ziffer 4 ausgewiesenen Umsatzerlösen (T€ 611.639, i. Vj. T€ 283.561) zusammen. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
*) inklusive Augsburger Localbahn GmbH und KSI
GmbH & Co. KG
Die Umsätze entfallen nahezu ausschließlich auf das Inland. Der Steueraufwand beinhaltet für Personengesellschaften nur Gewerbesteuer, für Kapitalgesellschaften Körperschaft- und Gewerbesteuer. Mit T€ 315 (i. Vj. T€ 277) ist der Ertrag für die Veränderung der latenten Steuerabgrenzung enthalten. Konzerngesellschaften haften für von assoziierten Unternehmen in Anspruch genommene Avallinien. Zum Bilanzstichtag valutieren diese mit T€ 80. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der assoziierten Unternehmen wird mit einer Inanspruchnahme des Konzerns aus den Haftungsverhältnissen nicht gerechnet. VII. Sonstige Angaben Geschäftsführung Als Geschäftsführer des Mutterunternehmens waren im Geschäftsjahr 2021/22 bestellt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2021/22 waren durchschnittlich 219 Mitarbeitende (i. Vj. 186) und 8 Auszubildende (i. Vj. 7) in den vollkonsolidierten Unternehmen beschäftigt. Haftungsverhältnisse Ein Tochterunternehmen ist einer lebenslangen wertgesicherten Rentenzahlungsverpflichtung als Gesamtschuldner beigetreten. Zur Sicherung der vorgenannten Verpflichtung wurde von der Gesellschaft eine Reallast am Grundbesitz bestellt. Gründe für ein Risiko der Inanspruchnahme sind aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Hauptverpflichteten der Rentenzahlung nicht ersichtlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus abgeschlossenen und teils umsatz- bzw. absatzmengenabhängigen Miet-/Pachtzahlungen sowie Provisionen und sonstigen längerfristigen Mietverpflichtungen sind im Berichtszeitraum T€ 8.971 angefallen. Verpflichtungen aus Leasingverträgen bestehen insgesamt in Höhe von T€ 699. Davon sind T€ 404 innerhalb eines Jahres fällig. Verpflichtungen aus teilweise langfristigen Mietverträgen bestehen insgesamt in Höhe von T€ 1.634. Davon sind T€ 719 innerhalb eines Jahres fällig. Die Augsburger Localbahn GmbH, Augsburg, ist Trägerunternehmen der Localbahn- Pensionszuschusskasse Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Die finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt T€ 216, die bis zum Jahr 2031 in Jahresraten zu leisten sind. Die Gesellschaft ist darüber hinaus verpflichtet, die Pensionskasse entsprechend zu dotieren, damit diese ihre Pensionsverpflichtungen erfüllen kann. Aus bereits abgeschlossenen Heizöl- und Diesellieferverträgen bestehen bei einem Tochterunternehmen zum Stichtag Abnahmeverpflichtungen in Höhe von ca. € 54 Mio. Im Übrigen bestehen keine für die Beurteilung der Finanzlage wesentlichen finanziellen Verpflichtungen. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestehen in einzelnen Tochtergesellschaften die folgenden derivativen Finanzinstrumente: Zum Bilanzstichtag sind gegen Zinsänderungsrisiken abgesicherte Darlehen in Höhe von T€ 1.275 in Bewertungseinheiten einbezogen. Die Bewertung der Zinsderivate erfolgte nach der Mark-to-Market Methode (negative Zeitwerte: T€ 63). Warenbestände sind in Höhe von T€ 4.543 in Bewertungseinheiten einbezogen. Der Marktwert der mit einbezogenen Warentermingeschäfte lag bei insgesamt T€ 263 (davon negative Zeitwerte: T€ -11, positive Zeitwerte: T€ 274). Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Warentermingeschäften sind Devisentermingeschäfte von nominal T€ 5.167 (Umrechnung zum Stichtagskurs) in die Bewertungseinheiten einbezogen (negative Zeitwerte: T€ -146, positive Zeitwerte: T€ 0). Die Bewertung der Waren- bzw. Devisentermingeschäfte erfolgte nach der Mark-to-Market Methode. Darüber hinaus ist ein Stromvolumen von nominal T€ 13.068 (mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Stromlieferungen; Marktwert der Warentermingeschäfte zum Bilanzstichtag: T€ 21.971) sowie ein Erdgasvolumen von nominal T€ 24.050 (mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Erdgaslieferungen; Marktwert der Warentermingeschäfte zum Bilanzstichtag: T€ 44.746) in Bewertungseinheiten einbezogen. Die Bewertung dieser Warentermingeschäfte erfolgte anhand geschätzter Marktpreise. VIII. Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers Die Vergütung des Abschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB für Abschlussprüfungsleistungen (ohne Auslagen) betrug T€ 244, für andere Bestätigungsleistungen T€ 3 und für sonstige Beratungsleistungen T€ 80. IX. Befreiungen gemäß § 264b HGB Die Adolf Präg GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu), die Präg Energie GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu), die ENV Lagerhaltung GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu), die Präg Energiedienstleistungen GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu), die Energiehandel Süd GmbH & Co. KG, Babenhausen, sowie die Präg Strom & Gas GmbH & Co. KG, Kempten (Allgäu), sind gemäß § 264b HGB von der Verpflichtung befreit, Jahresabschluss und Lagebericht offenzulegen. X. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von T€ 2 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von T€ 48 auf neue Rechnung vorzutragen.
Kempten (Allgäu), 24. März 2023 Marc Deisenhofer Klaus-Rüdiger Bischoff Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022I. Grundlagen der PRÄG-Unternehmensgruppe Die PRÄG-Unternehmensgruppe mit ihrem Hauptsitz in Kempten (Allgäu), umfasst zum Berichtsstichtag 26 (i. Vj. 22) nationale Gesellschaften, die im Wesentlichen unter der einheitlichen Führung der Holding-Gesellschaft adolf präg verwaltungs-gmbh, Kempten (Allgäu), stehen. Für weitere Details zum Konsolidierungskreis im Einzelnen verweisen wir auf unsere weiterführenden Angaben im Konzernanhang. Im Berichtszeitraum konnten wir mit Erstkonsolidierung zum 01. Januar 2022 die Energiehandel Süd GmbH & Co. KG, Babenhausen, übernehmen. Dieses Familienunternehmen beliefert eine breite Kundenbasis in Bayerisch-Schwaben und Oberschwaben mit flüssigen Energieträgern, Strom, Gas und Holzpellets. Zudem konnten wir gleichzeitig die Energiediscounter24 GmbH, Leutkirch im Allgäu, übernehmen, die in der gleichen Region im Internetvertrieb aktiv ist. Die erworbenen Gesellschaften wurden unserem Geschäftsbereich "Energie" zugeordnet. Die PRÄG-Unternehmensgruppe unterteilt sich in ihrer internen Organisationstruktur in die drei Geschäftsbereiche Energie, Tankstellen und Logistik. Mit Vertriebsbüros in Kempten (Allgäu), Augsburg, Heidenau (bei Dresden), Schkeuditz (bei Leipzig) und Weimar sowie über die seit dem 01. Januar 2022 zu PRÄG gehörende Tochtergesellschaft Energiehandel Süd GmbH & Co. KG in Babenhausen (Bayern) und Leutkirch beliefert PRÄG im Geschäftsbereich Energie private und gewerbliche Kunden mit einer breiten Palette an Energieträgern und erbringt darüber hinaus verschiedene Energiedienstleistungen. Das Tankstellennetz des Geschäftsbereichs Tankstellen der PRÄG-Unternehmensgruppe umfasste zum Stichtag (30. September 2022) 104 Straßentankstellen, davon 78 unter der Marke ARAL (i. Vj. 81), 25 unter den PRÄG-Eigenmarken PINOIL/PIN (i. Vj. 25) sowie eine Tankstelle unter einer freien Marke, zwei Bundesautobahntankstellen (BAT), an der die PRÄG-Unternehmensgruppe Rechte zur Kraftstoffeinlieferung bzw. Kraftstoffvertriebsrechte besitzt und 5 BATs, an denen die PRÄG-Unternehmensgruppe bei 2 dieser BATs gesellschaftsrechtlich beteiligt ist. Im Geschäftsbereich Logistik betreibt die PRÄG-Gruppe an den Standorten Kempten (Allgäu), Augsburg und Heidenau Tanklager zur regionalen Versorgung mit Kraftstoffen und Heizölen sowie am Standort Augsburg ein Holzpelletlager. Neben diesen drei Geschäftsbereichen ist die PRÄG-Unternehmensgruppe als Mehrheitsgesellschafter der Augsburger Localbahn GmbH, Augsburg, im Bereich der Transportlogistik engagiert. II. Darstellung des Geschäftsverlaufes und allgemeine Angaben 1. Rahmenbedingungen Der Berichtszeitraum war von außerordentlichen Rahmenbedingungen geprägt. Vor allem die ersten Monate standen dabei immer noch unter dem Einfluss der Corona Pandemie. Im Laufe des Winters 2021/22 setzte sich die ansteckendere, aber regelmäßig mit milderen Krankheitsverläufen verbundene Omikron-Variante immer mehr durch. Der Höhepunkt der Inzidenzzahlen wurde in Deutschland Ende März 2022 erreicht. Im weiteren Verlauf des Frühjahrs 2022 gingen dann auch die Inzidenzzahlen deutlich zurück. Ende Februar 2022 sorgte der russische Angriff auf die Ukraine für schwerwiegende Auswirkungen auf die Energiemärkte. Der Preis für das Rohöl der Sorte Brent stieg im März 2022 bis auf ca. 130 USD/Barrel. Im 3. Kalenderquartal 2022 erklommen die deutschen Erdgas- und Strompreise im Börsen- und Großhandel ebenso wie die deutschen Holzpelletpreise Rekordhöhen. Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg beschloss die EU zahlreiche Sanktionen gegenüber Russland, unter anderem auch auf russisches Rohöl und russische Ölprodukte. Bereits vor der schweren Beschädigung der Nord Stream Erdgaspipelines infolge einer Explosion im September 2022, hatte Russland im Verlauf des Sommers 2022 seine Erdgaslieferungen nach Deutschland sukzessive reduziert. Die deutsche und europäische Politik reagierte auf die Entwicklungen auf dem Energiemarkt mit einem Bündel von Maßnahmen, die die Energieversorgungssicherheit gewährleisten und die privaten Verbraucher und die Wirtschaft vor hohen Energiekosten entlasten bzw. schützen sollen. Zur Gewährleistung einer stabilen Erdgasversorgung wurde in Deutschland der schnelle Aufbau von vier LNG Terminals vorangetrieben. Als erstes dieser vier Terminals nahm das Terminal in Wilhelmshaven im Januar 2023 den Regelbetrieb auf. Ebenso wurde durch ein Gesetz dem Transport von Kohle und Ölprodukten Vorrang innerhalb der deutschen Schienentransporte eingeräumt. Maßnahmen zur Energiekostensenkung in Deutschland waren u. a. der befristete Tankrabatt im Sommer 2022 und die nach dem Berichtszeitraum beschlossenen Gas- und Strompreisbremsen. Hinzu kam die Abschaffung der EEG-Umlage zum 01. Juli 2022, die bereits im Koalitionsvertrag der Ampelregierung vereinbart wurde. Im Verkehrssektor nahm der Bestand an E-Autos im Berichtszeitraum, sowohl der reinelektrischen als auch der Hybride, weiter zu. Zum 01. Oktober 2022 waren in Deutschland ca. 840.000 reinelektrische PKWs (BEVs) und ca. 750.000 Plug-in-Hybride zugelassen, was 1,7 % bzw. 1,5 % des gesamten deutschen PKW-Bestandes ausmachte. Der Anteil der reinelektrischen PKWs an allen Neuzulassungen betrug knapp 16 %. Im Bereich der Gebäudeheizungen beschleunigte sich das Wachstum bei den eingebauten Wärmepumpen. So wurden im Zeitraum Januar bis Oktober 2022 42 % mehr Wärmepumpen eingebaut als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bereits in 2021 war die Wärmepumpe mehr als in jedem zweiten neu fertiggestellten Wohngebäude die primäre Heizung. Aber auch der Pelletkesselabsatz legte im Zeitraum Januar bis Oktober 2022 um 21 % zu. Angesichts der Unsicherheiten rund um die Erdgasversorgung, verzeichnete in diesem Zeitraum auch die Ölheizung ein Absatzwachstum von 18 %. In absoluten Zahlen war allerdings immer noch die Erdgasheizung mit großem Abstand die meistverkaufte primäre Heizungsart in diesem Zeitraum. Die Anteile am gesamten Heizungsbestand ändern sich aber aufgrund der Größe des Marktes und der Produktions- und vor allem Handwerkerkapazitäten nur sehr langsam. Die Erdgasheizung macht hier nach wie vor fast die Hälfte alle Wohnraumheizungen aus. Der deutsche Kraftstoffkonsum - gemessen an den gesamten Inlandsablieferungen - stieg im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahreswert um 3,6 % (Dieselkraftstoff: + 2 %, Ottokraftstoff: + 7,1 %). Diese Zunahme ist wohl im Wesentlichen durch das Abflauen der Corona Pandemie zu erklären. Der deutsche Ottokraftstoff- und Dieselkonsum lag aber trotz der Zunahme im Berichtszeitraum unter dem Niveau vor Beginn der Covid Pandemie. Nachdem der Heizölkonsum im vorhergehenden Berichtszeitraum relativ niedrig war und die Nachfrage der Verbraucher vor allem nach Ausbruch des Ukraine-Krieges stark anstieg, verzeichneten die deutschen Heizöl-Inlandsablieferungen im Berichtszeitraum eine Zunahme um 16,8 % zum Vorjahreszeitraum. Zu dieser Steigerung trugen in einem gewissen Umfang auch sogenannte Fuel-Switches - d. h. der Einsatz von Heizöl statt Erdgas - in Industrie und Gewerbe bei. Vor dem Hintergrund der oben genannten besonderen Rahmenbedingungen war nach Angaben der AG Energiebilanzen e.V. der Erdgasverbrauch im Berichtszeitraum um 10,1 % rückläufig; der Stromverbrauch sank ebenfalls um insgesamt 0,2 % (jeweils zum Vorjahr). Das deutsche BIP stieg im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preisbereinigt leicht um 1,3 %. Die Inflation zog im Berichtszeitraum deutlich an. Im letzten Monat des Berichtszeitraums stieg der deutsche Verbraucherpreisindex um 8,6 % zum Vorjahresmonat. 2. Entwicklung der PRÄG-Unternehmensgruppe im Berichtszeitraum Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist in unserem Geschäft aufgrund der Volatilität der Energiepreise stark preisinduziert und aus diesem Grund für eine Beurteilung der Entwicklung der Unternehmensgruppe nur sehr bedingt aussagekräftig. Eine relevante und aussagekräftige Steuerungsgröße sind die abgesetzten Mengen eines Berichtszeitraums, auf die im Folgenden zur Darstellung der unternehmensspezifischen Entwicklung eingegangen wird. Im Handel mit flüssigen Energieträgern in den Geschäftsbereichen Energie und Tankstellen, lag der gruppenweite Absatz bei den drei Hauptprodukten in diesem Produktsegment (Ottokraftstoff, Dieselkraftstoff und Heizöl Extra Leicht) in der Berichtsperiode um insgesamt 9,3 % über demjenigen des Vorjahreszeitraums. Hierbei ist jedoch der Absatz des Tochterunternehmens enthalten, das im Zuge eines Zukaufs (share deal) zum 01. Januar 2022 Teil der PRÄG-Gruppe geworden ist (siehe oben). Aber auch ohne Berücksichtigung der Absätze dieses neuen Tochterunternehmens konnten wir den Absatz steigern. Das Absatzplus resultiert aus gestiegenen Absätzen im Geschäftsbereich Energie. Bei den leitungsgebundenen Energien wuchs unser Stromabsatz um 3,8 %, während der Gasabsatz um 3,2 % zurückging (jeweils zu den entsprechenden Werten im Vorjahreszeitraum und ohne Berücksichtigung der entsprechenden Absätze des erworbenen neuen Tochterunternehmens zum 01. Januar 2022). Damit entwickelten wir uns jeweils besser als der Gesamtmarkt. Im Berichtsjahr 2021/22 konnte erneut ein Konzernjahresüberschuss erzielt werden, der sowohl deutlich über dem im Vorjahr als auch dem auf Basis sehr konservativer und vorsichtiger Unternehmensplanungen prognostizierten Ergebnis liegt. 3. Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen Betrachtet man die Hauptgeschäftsbereiche der PRÄG-Unternehmensgruppe ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021/22 folgendes Bild: a) Geschäftsbereich Energie Im Berichtszeitraum konnten wir im Geschäftsbereich Energie unseren Absatz an flüssigen Energieträgern insgesamt deutlich steigern (+ 18,9 %). In dieser Zahl enthalten sind jedoch die Absätze des mit Wirkung zum 01. Januar 2022 zugekauften Tochterunternehmens (siehe oben). Aber auch ohne die Absätze dieses neuen Tochterunternehmens, konnte der Absatz an flüssigen Energieträgern im Geschäftsbereich Energie gesteigert werden. Beim Dieselkraftstoff konnten wir dabei deutlich besser als der Gesamtmarkt abschneiden, wohingegen der Zuwachs beim Heizölabsatz schwächer ausfiel als das Konsumwachstum im deutschen Gesamtmarkt. Letzteres erklärt sich jedoch zu einem großen Teil daraus, dass wir im Vorjahres-Berichtszeitraum deutlich weniger Heizölabsatzrückgang als der Gesamtmarkt zu verzeichnen hatten. Somit lag unsere Ausgangsbasis höher. Unsere Absatzplanung für die flüssigen Energieträger des Geschäftsbereichs Energie (ohne neu erworbene Gesellschaften) konnten wir im Berichtszeitraum deutlich übertreffen (+ 6,2 %), wozu die Absatzentwicklung sowohl bei Kraftstoffen wie auch Heizöl beitrugen. In unserer Prognose für den deutschen Heizölkonsum sind wir im vergangenen Jahr für den Berichtszeitraum von einer Steigerung ausgegangen, was auch eintraf. Allerdings fiel die Steigerung weit höher aus als erwartet. Das lag insbesondere zum einen daran, dass angesichts der gestiegenen Unsicherheit infolge des Russland-Ukraine-Krieges ein gewisser Teil der Kunden aus Vorsichtsgründen wohl zu umfangreicheren und/oder vorzeitigen Eindeckungen tendierten und zum anderen daran, dass manche Gewerbekunden angesichts der Erdgaspreisentwicklung zumindest temporär Heizöl anstelle von Erdgas einsetzten. Für Kraftstoffe hatten wir vor allem angesichts der "Verwerfungen" im Kraftstoffkonsum seit Ausbruch der Corona Pandemie im vergangenen Jahr keine Prognose für den deutschen Konsum abgegeben. Das Strom- und Gasgeschäft war von außergewöhnlichen Rahmenbedingungen geprägt (siehe Ziffer II.1.). Zogen die deutschen Erdgas- und Stromnotierungen im Börsen- und Großhandel bereits vor Ausbruch des Ukraine-Krieges an, verschärfte sich diese Entwicklung nach Kriegsausbruch in extremer Weise. Die deutschen Erdgas- und Strompreise im Börsen- und Großhandel erreichten im August 2022 mit historischen Höchstwerten ihren vorläufigen Höhepunkt. Aber nicht nur das Preisniveau war bemerkenswert, auch die Volatilität bei den Preisen war extrem. Angesichts dieser sehr herausfordernden Rahmenbedingungen haben wir uns relativ gut geschlagen, wozu vor allem unser kontinuierliches und konsequentes Risikomanagement beigetragen hat. Unser Strom- und Erdgasabsatz entwickelte sich jeweils besser als der deutsche Konsum (siehe Ziffer II.2.) und wir übertrafen auch bei beiden Produkten unsere Absatzplanung deutlich (Strom: + 11,3 %; Gas: + 6,5 %). Auch das Holzpelletgeschäft war im Berichtszeitraum von außergewöhnlichen Rahmenbedingungen geprägt. Die deutschen Holzpelletpreise erklommen nach Ausbruch des Ukraine-Krieges in den Monaten bis zum Spätsommer 2022 immer höhere Preisniveaus. Im Verlauf des Sommers und frühen Herbsts 2022 kam es in Deutschland zu Engpässen in der Pelletbereitstellung durch Produzenten und Großhändler. Das haben auch wir zu spüren bekommen. Uns gelang es im Berichtszeitraum leider nicht, bei Holzpellets den angesetzten Planabsatz zu erreichen. Im Geschäftsfeld Energiedienstleistungen sind unsere Angebote im Bereich der E-Mobilität, der erneuerbaren Energieerzeugung sowie der Energieeffizienzberatung gebündelt. Alle diese Themen sind aufgrund des Megatrends zur nachhaltigen, klimaschonenden Energieerzeugung und - nutzung durch ein starkes Nachfragewachstum bzw. eine hohe Zukunftsorientierung gekennzeichnet. Im Berichtszeitraum konnte, im Vergleich zum Vorjahr, die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte um 63 % erhöht werden. Trotz einiger erschwerender Rahmenparameter, beispielsweise zeitweiser Lieferengpässe bei Hardwarekomponenten sowie zeitlichen Verzögerungen und Terminüberschreitungen bei externen Auftragnehmern, schreitet der Ausbau unseres öffentlichen E-Ladenetzes weiterhin erfolgreich voran. Die hohen Volatilitäten, u. a. ausgelöst durch den Ukraine-Krieg, haben zusätzlich eine erhöhte Nachfrage an Autarkie und einen effizienten Umgang mit Energie zur Folge. Dies bestärkt weiterhin unsere Strategie, die Dienstleistung zur Energieberatung auszubauen. Daher wurden im Berichtsjahr auch die personellen Kapazitäten aufgestockt und das Produktportfolio der Energieberatung auf Privatkunden ausgedehnt. Im Bereich Photovoltaik konnten wir trotz erschwerter Rahmenbedingungen einen Zuwachs der umgesetzten Anlagen verzeichnen. Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten und starker Nachfrage konnten PV-Anlagen im Gewerbe- sowie Privatbereich gut verkauft werden. b) Geschäftsbereich "Tankstellen" Der kumulierte Absatz an Otto- und Dieselkraftstoffen an allen zum PRÄG-Tankstellennetz zählenden Stationen (Straßentankstellen und Bundesautobahntankstellen) lag im Berichtszeitraum mit - 3,6 % unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Dies ist unter anderem auf die erhöhte Preissensibilität bei den Kunden in Folge des allgemeinen Inflationsanstiegs vor allem im zweiten Teil des Geschäftsjahres zurückzuführen. Hierbei ist unsere spezifische Tankstellenstruktur zu berücksichtigen - nur knapp % unseres Netzes laufen unter den speziell für preisbewusste Kunden konzeptionieren Eigenmarken PIN/PINOIL. Zusätzlich wirkten sich der Verkauf von 2 Straßentankstellen, das Ende eines Belieferungsvertrages an einer Station sowie die Stilllegung einer Station absatzseitig negativ aus. Licht und Schatten zeigt die Absatzentwicklung an unseren Bundesautobahntankstellen. Zwar stiegen die Absätze um 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Da jedoch die Absätze im Vorjahr noch zum Teil unter einem besonderen Einfluss der Corona Pandemie standen, sollte der erfreuliche Absatzzuwachs über alle BATs jedoch nicht überbewertet werden. Betrachtet man alle unsere Absätze an Tankstellen (inkl. AdBlue und Gas) im Berichtszeitraum ergibt sich ein Minus von 3,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Entwicklung der Tankstellenmargen konnte den Kraftstoffabsatzverlust in diesem Geschäftsjahr ertragsseitig nicht kompensieren. Wie bereits in den Vorjahren haben wir neben der technischen Infrastruktur auch im Berichtszeitraum Shops und Waschanlagen erneuert und modernisiert. An vier Straßentankstellen wurden die Shops modernisiert (eine davon mit einem kompletten Gebäudeneubau), jeweils mit neuer ansprechender Optik, einem integrierten Backshop, Verweilbereich und Kaffeekonzept. Drei unserer Standorte wurden im Berichtszeitraum mit neuen Waschanlagen ausgestattet. Zudem wurde unsere PINOIL Station Neu-Ulm auf unsere Eigenmarke PIN umgestellt. Somit wurden seit 2018 insgesamt 14 unserer PINOIL-Stationen auf unsere neue Eigenmarke PIN umgestellt. Damit ist dieser Markenwechsel auch vorerst abgeschlossen. Die restlichen PINOIL-Stationen werden bis auf weiteres unter der Marke PINOIL weitergeführt. Unter der neu geschaffenen Eigenmarke "Glanzarena" haben wir im Oktober 2021 in direkter Nachbarschaft zu unserer Unternehmenszentrale in Kempten unser erstes Indoor-Waschcenter mit einer Indoor-Fläche von 1.800 qm in Betrieb genommen. Damit bieten wir auch erstmals Autowäschen außerhalb von Tankstellen an. Die für das erste Jahr im Businessplan angesetzte Anzahl an Autowäschen konnten wir erfreulicherweise übertreffen. Unsere Anstrengungen werden sich im laufenden Geschäftsjahr insbesondere auf eine Erweiterung der Kundenbasis fokussieren. Im Rahmen dessen als auch zur weiteren Erhöhung der Kundenzufriedenheit wollen wir das Dienstleistungsangebot punktuell ergänzen und optimieren. Ende Oktober 2021 startete das neu gegründete Joint-Venture BAT Werratal GmbH & Co. KG zusammen mit der Tank & Rast GmbH. Gegenstand der Tätigkeit ist die Belieferung und Abwicklung von Kraftstoffen an der Bundesautobahntankstelle Werratal Süd. Die Erfahrung des ersten Geschäftsjahres ist auf der Ertragsseite sehr positiv, wohingegen absatzseitig die Erwartungen nicht erfüllt werden konnten. Dies liegt an dem bereits beschrieben erhöhten Preisbewusstsein der Kunden, das sich auf den Absatz an Autobahntankstellen grundsätzlich eher negativ auswirkt. c) Geschäftsbereich "Logistik" Der Lagerumschlag an unseren drei Lagerstandorten war trotz des Abflauens der Pandemie im Verlauf des Geschäftsjahres insgesamt rückläufig. Die Ursache ist im Wesentlichen in den zahlreichen zumeist kurzfristigen Zugausfällen - vor allem in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres - bei der Versorgung der Lager zu sehen. Ursache hierfür waren angeblich vor allem Lokschäden, Mangel an Zugführern und Baustellen im deutschen Schienennetz. Der Planumschlag wurde dadurch verfehlt. 4. Entwicklung des Konzernunternehmens Augsburger Localbahn GmbH, Augsburg (kurz: AL) Die von der AL transportierte Tonnage nahm im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zu. Die Frachterlöse konnten sogar etwas stärker als die Tonnage gesteigert werden. Insgesamt konnte ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. 5. Geschäftsergebnis der PRÄG-Unternehmensgruppe Betriebsergebnis und Konzernjahresüberschuss haben sich gegenüber dem bereits guten Vorjahreszeitraum nochmals deutlich positiv entwickelt. Im Kontext der vorstehend beschriebenen Unsicherheiten und Entwicklungen der Märkte und den sich daraus ergebenden Veränderungen, z. B. im Kundenverhalten, konnte der Rohertrag insgesamt um 30,1 % erhöht werden. Während sich das Betriebsergebnis in Folge der guten Rohertragssituation gegenüber dem Vorjahr um 44,7 % erhöhte, konnte der Konzernjahresüberschuss, trotz höherer Steueraufwendungen, vor allem aufgrund eines positiven Ergebnisses aus assoziierten Unternehmen und verringerter sonstiger Ergebnisabführungen um 47,8 % gesteigert werden. Die Zugänge zum Konsolidierungskreis spielten bei den Steigerungen des Konzernbetriebsergebnisses und des Konzernjahresüberschusses lediglich eine untergeordnete Rolle. Damit lag der Konzernjahresüberschuss deutlich über unserer ursprünglichen Prognose, die jährlich auf Basis eines sehr konservativen und vorsichtigen Planansatzes erstellt wird. III. Darstellung der Lage der PRÄG-Unternehmensgruppe a) Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2021/22 hat sich die Bilanzsumme in Höhe von T€ 195.746 gegenüber dem Vorjahr um rund 38,1 % erhöht (i. Vj. T€ 141.788). Auf der Aktivseite haben sich gegenüber dem Vorjahr vor allem die liquiden Mittel um T€ 25.931, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 18.529 sowie die fertigen Erzeugnisse und Waren um T€ 9.715 erhöht. Auf der Kapitalseite sind im Wesentlichen das Eigenkapital um T€ 5.284, die sonstigen Rückstellungen um T€ 4.866, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 8.034, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 23.601 sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 10.339 angestiegen. Die Investitionstätigkeit der PRÄG-Unternehmensgruppe lag mit T€ 13.392 im Berichtszeitraum unter der des Vorjahres (T€ 14.176). Die Investitionen betreffen neben dem entgeltlichen Erwerb sonstiger Rechte und eines Geschäfts- oder Firmenwerts im Rahmen der vorstehend erwähnten Zugänge zum Konsolidierungskreis vor allem die Anschaffung eines Grundstückes, eines Pellet-Auslieferungsfahrzeugs sowie verschiedene technische Modernisierungen und Erneuerungen bestehender Betriebsanlagen und Baulichkeiten. Die Eigenmittelquote (Eigenkapital und Einlagen stiller Gesellschafter im Verhältnis zum Gesamtkapital) errechnet sich mit rund 20 % und liegt damit vor allem aufgrund der deutlich angestiegenen Bilanzsumme unter dem Niveau des Vorjahreswertes (i. Vj. 26 %). Absolut haben sich die Eigenmittel trotz der Rückzahlung von Einlagen an stille Gesellschafter in Höhe von T€ 2.000 auf T€ 39.666 (i. Vj. T€ 36.382) deutlich erhöht. b) Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit errechnet sich stichtagsbezogen mit T€ 38.079 (i. Vj. T€ 8.513) und verdeutlicht die weiterhin gute Innenfinanzierungskraft des Konzerns. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 38.188 (i. Vj. T€ 30.154). Neue Kredite wurden unter anderem zur Finanzierung des Neubaus der "Glanzarena" sowie der Zugänge zum Konsolidierungskreis aufgenommen. Hinsichtlich der Fälligkeitsstruktur verweisen wir auf den Anhang und die Bilanz. c) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021/22 erhöhte sich die Gesamt-Absatzmenge von flüssigen Energieträgern, Erd- und Autogas, AdBlue sowie Holzbrennstoffen um 9,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aufgrund des im Berichtsjahr zusätzlich stark angestiegenen Preisniveaus bei den von uns vertriebenen Energieträgern, haben sich die Umsatzerlöse (Umsatzerlöse zzgl. der Kommissionserträge) gegenüber dem Vorjahr um 105,5 % auf T€ 635.980 erhöht. Vor allem aufgrund höherer sonstiger betrieblicher Erträge und einer unterproportional gestiegenen Materialeinsatzquote, erhöhte sich der Rohertrag dabei um 30,1 % auf T€ 52.024. Das Betriebsergebnis in Höhe von T€ 23.208 entwickelte sich im Folgenden, trotz eines Anstiegs der Personalaufwendungen, der Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, mit 44,7 % deutlich positiv. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich im Berichtsjahr um 47,8 % auf T€ 17.197. d) Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vor dem Hintergrund der vorgenannten Ausführungen beurteilen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns weiterhin als sehr stabil und zufriedenstellend. IV. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Wichtige allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen sind aktuell neben den Auswirkungen und der weiteren Entwicklung des Ukraine-Krieges insbesondere die Entwicklung der Inflation und der Zinsen, weitere geopolitische Entwicklungen, die Entwicklungen auf dem Bankensektor sowie die Arbeitsmarktsituation. Für den Energiemarkt ist darüber hinaus vor allem auch die weitere Ausgestaltung und Entwicklung der Energiewende von außerordentlich großer Bedeutung. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sind vielfältig und zum Teil insbesondere im Hinblick auf die Energieversorgung tiefgreifend. Die deutschen Strom- und Gasgroßhandelspreise sind zwar in den letzten Wochen angesichts des milden Winters zurückgegangen, liegen aber immer noch deutlich über dem langjährigen Mittel der Jahre vor 2021. Mit der schnellen Errichtung von LNG Terminals in Deutschland scheint zumindest ein Teil der ausfallenden russischen Erdgaslieferungen künftig auf diesem Importweg substituierbar. Bei Rohöl und den Mineralölprodukten sind die EU-Sanktionen gegenüber Russland erst im Dezember 2022 bzw. Februar 2023 in Kraft getreten. Somit bleibt auch hier die Versorgungslage mit einigen Unsicherheiten versehen. Galt Erdgas bis zum Ausbruch des Ukraine-Krieges in der deutschen Energiepolitik als der wesentliche "Brückenenergieträger" bis zum Erreichen der CO 2 -Neutralität, steht dahinter nun ein gewisses Fragezeichen. Die Unsicherheiten beim Erdgas könnten unter Umständen dazu führen, dass der Kohleausstieg nicht so schnell vollzogen werden kann wie ursprünglich geplant - trotz der nun verstärken Anstrengungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien. War die Energiewende schon vor Ausbruch des Ukraine-Krieges in vielen Bereichen noch mit großen Baustellen und Fragezeichen versehen, gilt das nun umso mehr. Auf der anderen Seite ist der Druck zum Umbau der Energiewirtschaft durch die Ereignisse des letzten Jahres nochmals gestiegen. Auf die erhöhten Inflationsraten hat die EZB bereits mit Zinserhöhungen reagiert. Wie es hier weitergeht, bleibt abzuwarten. Die Inflation und die gestiegenen Zinsen verteuern Produkte und Dienstleistungen und führen in Teilbereichen zu Investitionszurückhaltung. In jüngster Zeit sorgten zudem auch Entwicklungen im Bankenmarkt für Verunsicherung. Viele Bereiche der deutschen Wirtschaft werden zudem durch einen Arbeitskräftemangel gebremst. Es gibt derzeit viele Anzeichen, dass der Einfluss der Geopolitik auf die Wirtschaft zunehmen könnte. Die Risiken, die im Hinblick auf geopolitische Sachverhalte und Entwicklungen bestehen, sind vielfältig. Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen ist die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in 2023 unsicher. Die Meinungen hierzu sind vielfältig. Die Bundesregierung rechnet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht für 2023 nicht mit einer Rezession - das BIP soll um 0,2 % wachsen. Wie beschrieben hat sich die Lage auf den für uns relevanten Energiemärkten zwar über die letzten Wochen etwas beruhigt. Es bleiben aber zahlreiche Unsicherheiten bestehen. So ist insbesondere derzeit noch nicht abzuschätzen, wie sich die EU-Sanktionen auf russisches Rohöl und russische Ölprodukte auf die Produktverfügbarkeit auswirken werden. Hinzu kommt, dass wir die Lage der deutschen Schienenlogistik aus verschiedenen Gründen als weiter angespannt ansehen. Dennoch sind wir Stand heute angesichts unser konservativen Beschaffungsstrategie und unserer langjährigen Partnerschaften mit internationalen Konzernen zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr nicht mit problematischen - d. h. in ihren Auswirkungen auf unser Geschäft gravierenden - Mengenengpässen bei Kraftstoffen und Heizöl konfrontiert sein werden. Bei Strom- und vor allem Erdgas bleibt die Marktsituation trotz der zwischenzeitlichen Beruhigung grundsätzlich nach wie vor angespannt und mit Unsicherheiten behaftet; sie sollte sich für das laufende Geschäftsjahr aber wohl als stabiler als in Q2 und Q3 2022 erweisen. Wichtig ist an dieser Stelle der Hinweis, dass die Einschätzungen in den beiden vorangehenden Absätzen u. a. unter der Prämisse stehen, dass sich die geopolitische Lage, insbesondere im Hinblick auf den Ukraine-Krieg aber auch im Hinblick auf China, nicht weiter verschärft bzw. nicht weiter verschlechtert. Bei Bau-, Wartungs- und Reparaturmaßnahmen sind wir mit allgemeinen Kostensteigerungen sowie teilweise auch mit zeitlichen Verzögerungen bei der Erbringung dieser Leistungen konfrontiert. Insgesamt setzt sich die Entwicklung zu erneuerbaren Energien, Energieeinsparung, Energieeffizienzsteigerung sowie CO 2 -Reduktion mit hohem Tempo fort. Dieser Trend wird zum Teil durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges nochmals beschleunigt. Der Verbrauch und der Einsatz fossiler Kraft- und Brennstoffe werden damit in Deutschland weiter zurückgehen. Gleichzeitig erfährt seit Ausbruch des Ukraine-Krieges aber auch die Energieversorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Energie mehr politische Aufmerksamkeit. Angesichts dessen, aber auch angesichts der Kosten und der Dringlichkeit des Klimaschutzes sowie angesichts des internationalen Wettbewerbs um die besten Lösungen zum Klimaschutz, ist nach unserer Einschätzung die Zukunftsfähigkeit einer regulatorischen technologischen Verengung bei den Lösungsansätzen für einen wirksamen Klimaschutz, zumindest mittel- und langfristig, fraglich. Wie bekannt, will die EU bis 2050, Deutschland bis 2045, klimaneutral sein. Nach vorläufigen Zahlen der AG Energiebilanzen e. V. lag der Anteil von Öl, Gas und Kohle am deutschen Primärenergieverbrauch in 2022 bei fast 80 %. Dieser Anteil ist im Vergleich zu 2021 durch den höheren Kohleeinsatz sogar wieder etwas angestiegen. Das unterstreicht die Dimension der Aufgabe und der Zielsetzung. Damit einher geht ein hohes Maß an Unsicherheit. Die Unsicherheiten sind vielfältig und bestehen insbesondere in regulatorischer, technologischer, aber auch in wirtschaftlicher, fiskalischer, sozialer und politischer Hinsicht. Die Bundesregierung möchte den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bei einem um 1/3 unterstellten höheren Stromverbrauch von derzeit ca. 50 % bis 2030 auf 80 % erhöhen. Im Verkehrssektor einigten sich im Oktober 2022 Europäischer Rat, EU-Kommission und EU- Parlament in einem sogenannten Trilogverfahren, dass im Rahmen der CO 2 -Flottenregulierung für PKW und leichte Nutzfahrzeuge ab 2035 nur noch Fahrzeuge neu zugelassen werden dürfen, die kein CO 2 emittieren. Die EU-Kommission wurde jedoch gebeten zu prüfen, ob und inwieweit klimafreundliche eFuels außerhalb dieser Flottenregulierung zur Anwendung kommen können. Zudem ist für 2026 eine Überprüfung dieser Flottenregulierung vereinbart worden. Bis dahin soll die Kommission auch einen Vorschlag zur Ermittlung der vollständigen CO 2 -Bilanz von Fahrzeugen vorlegen, bei dem nicht nur die CO 2 -Emissionen direkt am Auto betrachtet werden. Kurz vor der finalen Verabschiedung dieser neuen CO 2 -Flottenregulierung im Europäischen Rat haben jedoch einige EU-Länder - darunter auch Deutschland - darauf bestanden, dass die EU- Kommission vor Verabschiedung der Regulierung einen Vorschlag unterbreiten soll, wie gewährleistet werden kann, dass ausschließlich mit eFuels betriebene Fahrzeuge auch nach 2035 neu zugelassen werden können. Zwischenzeitlich hat die EU-Kommission Eckpunkte eines solchen Vorschlags vorgelegt. Somit sollte einer zeitnahen Verabschiedung der neuen CO 2 -Flottenregulierung von PKWs und leichten Nutzfahrzeugen wohl nichts mehr im Wege stehen. Allerdings ist der Ordnung halber an dieser Stelle in Bezug auf den vorgenannten Vorschlag der EU-Kommission darauf hinzuweisen, dass es sich bislang nur um Eckpunkte eines Vorschlags handelt, dessen gesetzgeberische Umsetzung, insbesondere mit Hinblick auf das EU-Parlament, noch nicht als gesichert gelten darf. In Deutschland wurde die Förderung für E-Autos ab 2023 geändert: Plug-in-Hybride erhalten keinen Umweltbonus mehr und die Fördersummen für die Anschaffung von BEVs (batterieelektrische Autos) wurde reduziert. Aufgrund der regulatorischen Rahmenbedingungen - u. a. der vorgenannten bevorstehenden EU- CO 2 -Flottenregulierung, dem weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur und der Modelloffensiven der Auto-Hersteller ist davon auszugehen, dass der Anteil elektrischer Autos am deutschen PKW-Bestand weiter wachsen wird. Wie schnell die Elektrifizierung des PKW-Bestands in Deutschland voranschreiten wird und damit auch wie schnell der Absatz an Kraftstoffen in Deutschland zurückgehen wird, bleibt abzuwarten. Ergänzend sei hier noch erwähnt, dass es nach unserer Einschätzung relativ unstrittig zu sein scheint, dass in Bereichen des Verkehrssektors, die auf absehbare Zeit wohl nur äußerst schwer bzw. nicht zu elektrifizieren sind, klimaneutralen flüssigen und gasförmigen Kraftstoffen künftig zum Teil eine große Bedeutung zukommen dürfte. Auch in den übrigen Bereichen des Verkehrssektors wird man wohl mindestens für die Bestandsflotte an mit Verbrennungsmotor betriebenen Verkehrsmitteln auch Lösungen zur Reduktion deren CO 2 -Ausstoßes benötigen, d. h. insbesondere flüssige CO 2 -reduzierte bzw. CO 2 -neutrale Kraftstoffe. Daher erwarten wir, dass deren Produktion in den nächsten Jahren ausgeweitet werden wird. Was man - Stand heute - trotz aller Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Entwicklungen wohl prognostizieren kann: der Konsum flüssiger Kraftstoffe wird in Deutschland tendenziell weiter zurückgehen. Im Wärmemarkt setzt die Bundesregierung insbesondere auf Wärmepumpen und Wärmenetzte. Dabei gibt es Pläne, dass im Rahmen einer Novelle des GEG (Gebäudeenergiegesetz) neu eingebaute Heizungen ab 2024 einen Anteil von mindestens 65 % erneuerbarer Energien vorweisen müssen. Zudem gibt es im Rahmen dieser Novelle u. a. auch Pläne für strengere Austauschpflichten alter Heizungen. Welche Auswirkungen sich aus der GEG-Novelle auf die einzelnen Heizungsarten und die Gebäudebeheizung ergeben könnten, hängt von den finalen Regelungen der Novelle ab. Da sich die Gesetzesnovelle noch im Entwurfsstadium befindet, bleibt die Entwicklung abzuwarten. Neben der vorgenannten GEG-Novelle wird wohl u. a. auch die noch für 2023 angekündigte Biomassestrategie der Bundesregierung und die anstehende Überarbeitung der EU Erneuerbaren Energien Richtlinie für die weitere Entwicklung bei der Pelletheizung eine große Rolle spielen. Im Bereich der Raumbeheizung und Wärmeerzeugung zeigen sich die unter Ziffer II. 1.beschriebenen Änderungen beim Absatz neuer Heizungsanlagen. Der gesamte Heizungsbestand verändert sich insbesondere aufgrund der schieren Größe des Marktes und der begrenzten Installationskapazitäten nur sehr langsam. Wie beschrieben sind derzeit für die künftige Entwicklung im Bereich der Gebäudeheizung wichtige Gesetzgebungsvorhaben noch ausstehend und daher abzuwarten. Stand heute ist aber davon auszugehen, dass die Wärmepumpe wohl weiter Marktanteile gewinnen wird. Ebenso wird vermutlich die Bedeutung von Nah- und Fernwärmenetzen bei der Gebäudebeheizung zunehmen. Außerdem dürften hybride Heizungssysteme, die verschiedene Arten der Wärmeerzeugung kombinieren, wohl verbreiteter werden. Es ist aus unserer Sicht des Weiteren davon auszugehen, dass es insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen im Immobilienbestand nicht die eine technische Zukunftslösung bei der Raumbeheizung geben wird. Auf lange Sicht werden in jedem Fall nur Heizsysteme zum Einsatz kommen, die klimaneutral arbeiten. Hier gibt es grundsätzlich verschiedenste technische Lösungsansätze. Der insgesamte Energieverbrauch für die Raumbeheizung sollte durch eine effizientere und sparsame Energienutzung dabei zurückgehen. Vor dem Hintergrund der vorgenannten Rahmenbedingungen und Entwicklungen bleiben wir bei unserer bisherigen Einschätzung, dass im Wärmemarkt in den nächsten Jahren der Konsum flüssiger Brennstoffe weiter zurückgehen wird. Für die weitere Entwicklung des Pelletmarktes bleibt insbesondere abzuwarten, welche Rolle die künftige deutsche und europäische Regulierung Holzpellets im Wärmemarkt einräumen wird. Der Erdgaskonsum ist wie unter Ziffer II.1 beschrieben im Berichtszeitraum deutlich zurückgegangen. Wie es hier kurzfristig weitergeht, hängt im Wesentlichen von der Erdgaspreisentwicklung und an der Wahrnehmung der Versorgungssituation durch die Verbraucher ab. Mittel- und langfristig wird wohl zur Erreichung der Klimaziele der Erdgasverbrauch im Wärmemarkt reduziert werden müssen. In der Stromerzeugung wird Erdgas unter Umständen noch eine Brückenfunktion hin zur CO 2 -neutralen Stromerzeugung spielen müssen. Da im Verkehrs- und Wärmebereich die Bedeutung von Strom zunehmen wird, dürfte der Stromverbrauch steigen. Dem erwarteten rückläufigen Kraftstoff- und Heizölkonsum begegnen wir vor allem mit einem konsequenten und engagierten Ausbau derjenigen Geschäftsfelder, in denen die Wachstums- und Zukunftsthemen - vor allem im Bereich Erneuerbare Energien, E-Mobilität und Energieeffizienz - gebündelt sind. An dieser Stelle sei dabei auch darauf hingewiesen, dass wir bei den erneuerbaren Energien auch unsere Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren flüssigen Energieträger weiter forcieren werden. Darüber hinaus verfolgen wir eine konsequente Fokussierung auf Wirtschaftlichkeit, Erhöhung der Kundenbindung und Stärkung von Neben- und Zusatzgeschäften. Um diesen geschilderten Ansatz weiter erfolgreich voranzutreiben, haben wir im Berichtszeitraum im Geschäftsbereich Energie eine neue interne Organisationsstruktur erfolgreich eingeführt und uns zudem in den Wachstumsfeldern weiter personell verstärkt. In diesem Rahmen hat auch eine neue Abteilung für Produktentwicklung und Produktmanagement ihre Arbeit aufgenommen, die unsere Innovationskraft, aber auch die Bündelung unserer Angebote kunden- und marktorientiert vorantreiben wird. Wir werden uns im M&A-Bereich weiter nach passenden Zukaufgelegenheiten umsehen. Das können Energiehandelsunternehmen sein, aber auch Akquisitionsobjekte zur Erweiterung, Abrundung und Forcierung unseres konsequenten Wandels zum Anbieter von klimaschonenden, effizienten und nachhaltigen Energielösungen. Durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten (Zinsswaps, Warentermingeschäfte, Devisentermingeschäfte) ist es uns möglich, Zins-, Währungs- und Preisrisiken zumindest teilweise abzusichern. Grund- und Sicherungsgeschäft werden jeweils in Bewertungseinheiten einbezogen. Es sei hierbei auf die Ausführungen im Anhang verwiesen. Die Entwicklung der Unternehmensgruppe ist insbesondere abhängig von der weiteren Entwicklung der internationalen und nationalen Energiemärkte, von der Konjunktur- und Inflationsentwicklung, der gesetzgeberischen, insbesondere energiepolitischen Regulierung, der Lage auf dem Arbeitsmarkt, von der Konsumentwicklung bei den vertriebenen Energieprodukten, den Absatzvolumina und erzielbaren Margen in unseren Geschäftsbereichen Energie und Tankstellen, der Entwicklung der Produktpreise sowie der Umsatzentwicklung bei den Nebengeschäften an den Tankstellen. V. Prognosebericht Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einer leicht sinkenden Kraftstoffnachfrage an unseren Tankstellen aus. Diese Planung beruht insbesondere auf der Annahme einer weiterhin hohen Preissensibilität bei der Kaufentscheidung der Kunden mit den bereits weiter oben genannten Auswirkungen auf die Absätze in unserem Tankstellennetz. Im Geschäftsbereich Energie sieht unsere Planung für das laufende Geschäftsjahr vor dem Hintergrund einer von uns angenommen leicht rückläufigen deutschen Inlandsnachfrage und der Unsicherheitsfaktoren bei der Produktversorgung (siehe Ziffer IV.) einen rückläufigen Heizölabsatz vor. Aufgrund der bestehenden Unsicherheitsfaktoren - insbesondere im Hinblick auf die Produktversorgung, die Preisentwicklung und die konjunkturelle Entwicklung - weist auch die Planung des Kraftstoffabsatzes im Geschäftsbereich Energie im laufenden Geschäftsjahr ein rückläufiges Absatzvolumen aus. In unserem Strom- und Erdgasgeschäft wollen wir die Kundenbasis weiter ausbauen. In unserem Pelletgeschäft sieht unsere Planung eine Absatzmenge auf Vorjahresniveau vor. Im Geschäftsfeld Energiedienstleistungen, in dem insbesondere Themen der E-Mobilität, Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz gebündelt sind, wollen wir den Umsatz weiter deutlich steigern. Im Geschäftsbereich "Logistik" sieht unsere Planung für das laufende Geschäftsjahr ein leicht rückläufiges Lagerumschlagsvolumen an unseren drei Lagerstandorten vor. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/23 haben wir in unserer Planung für dieses Geschäftsjahr, unter Zugrundelegung der vorgenannten Einschätzungen und eines erneut sehr konservativen und vorsichtigen Planansatzes, insbesondere hinsichtlich der Absätze und Margen im Geschäftsbereich Tankstellen, einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von € 2,4 Mio. angesetzt. Die Summe der Ergebnisse der Einzelgesellschaften per Ende Februar 2023 liegt stichtagsbezogen deutlich über diesem Planansatz, so dass wir sehr zuversichtlich sind, das Planergebnis zu übertreffen.
Kempten (Allgäu), 24. März 2023 Marc Deisenhofer Klaus-Rüdiger Bischoff Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die adolf präg verwaltungs-gmbh, Kempten (Allgäu) Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der adolf präg verwaltungs-gmbh, Kempten (Allgäu), und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der adolf präg verwaltungs-gmbh, Kempten (Allgäu), für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 28. Juni 2023 PSP
Peters Schönberger GmbH
Harald Dörfler, Wirtschaftsprüfer Stefan Spitz, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Angaben zur Billigung: Der Konzernabschluss wurde am 1. August 2023 gebilligt. Angaben zur Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens In der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens vom 28. März 2023 wurden folgende Beschlüsse gefasst:
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