Operation of gambling dens and slot machines
Casino Roxos GmbHLiquidated
88630 Pfullendorf, DEUMaster Data
Basic information of the organization
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Marcus Häuptle since 9/11/2018 | Procura |
Daniel Olbrich since 9/11/2018 | Procura |
Martin Leo Georg Restle since 7/5/2016 | Managing Director |
Martin Moßbrucker since 7/5/2016 | Managing Director |
Financial Report
Official financial statements and annual reports
NOVOMATIC AGGumpoldskirchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVA
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2017
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8 bzw. IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8
Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das Geschäftsjahr 2017
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8
Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017(1) Angaben zum Unternehmen Der NOVOMATIC-Konzern besteht aus der NOVOMATIC AG und deren Tochterunternehmen. Die NOVOMATIC AG ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht und hat ihren Sitz in Gumpoldskirchen, Österreich. Die Anschrift lautet NOVOMATIC AG, Wiener Strasse 158,2352 Gumpoldskirchen. Die Gesellschaft ist beim Firmenbuchgericht Wiener Neustadt unter der Firmenbuchnummer FN 69548 b eingetragen. Der NOVOMATIC-Konzern ist ein global agierender, integrierter Glücksspieltechnologie- und Unterhaltungskonzern. Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Glücksspielprodukte, Lotterietechnologielösungen und vernetzte Systemlösungen für nationale und internationale Glücksspiel- und Wettmärkte. Der NOVOMATIC-Konzern ist weiters Betreiber von ca. 2.100 Spielstätten, welche Spielbanken, Spielhallen, Sportwetten-Outlets und Bingobetriebe umfassen. Neben der Entwicklung von Glücksspielequipment hat sich der NOVOMATIC-Konzern als Content Provider von Spielen für lizenzierte Online- und Offlineanbieter sowie als Betreiber von Online-Spielplattformen etabliert. Der NOVOMATIC-Konzern ist sich seiner hohen sozialen Verantwortung bewusst und entfaltet seine geschäftlichen Aktivitäten ausschließlich in Märkten, die über klar definierte rechtliche Rahmenbedingungen verfügen. (2) Grundlagen der Rechnungslegung Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Die zusätzlichen Angaben des § 245a Abs. 1 UGB wurden erfüllt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss 2017 einbezogenen vollkonsolidierten in- und ausländischen Gesellschaften wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit in Millionen Euro (Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rundungsdifferenzen kommen. (3) Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss beinhaltet die NOVOMATIC AG und die von ihr beherrschten Unternehmen. Die Beherrschung ist dann gegeben, wenn die NOVOMATIC AG entweder direkt oder indirekt Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Unternehmen, auf die keine Beherrschung, jedoch ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, sind nach der Equity Methode bilanziert. Bei gemeinschaftlich geführten Tätigkeiten werden die zuzurechnenden Vermögenswerte und Schulden erfasst. Verbundene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, werden nicht in den Vollkonsolidierungskreis miteinbezogen, sondern mit ihren Anschaffungskosten unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Der Konsolidierungskreis hat sich wie folgt entwickelt:
Eine Übersicht über vollkonsolidierte Tochterunternehmen, At Equity konsolidierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen befindet sich unter den sonstigen Angaben. Im Jahr 2017 wurden folgende Tochtergesellschaften erworben bzw. gegründet:
Zudem wurden zwei weitere Tochterunternehmen erworben und in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die Interseven Gaming Team S.L., Spanien, wurde mit Stichtag 31. Oktober 2017 von der gemeinschaftlichen Tätigkeit in den Vollkonsolidierungskreis aufgenommen. In Italien, Spanien und Polen wurden Verschmelzungen von Tochterunternehmen vorgenommen. (4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethode' Erstmalig anzuwendende Standards und Interpretationen im Geschäftsjahr 2017 Die nachfolgenden neuen bzw. überarbeiteten Standards und Interpretationen wurden von der EU in europäisches Recht übernommen und waren erstmals im Geschäftsjahr 2017 anzuwenden: Standard bzw. Interpretation
Aus der Anwendung der Änderungen ergaben sich keine nennenswerten Auswirkungen im Konzernabschluss. Bereits veröffentlichte Standards und Interpretationen, welche erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses zur Veröffentlichung waren die folgenden für den NOVOMATIC-Konzern relevanten Standards und Interpretationen bereits veröffentlicht, jedoch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet:
1) Bisher von der EU nicht in europäisches
Recht übernommen
Im NOVOMATIC-Konzern sind die Einführung und die Umsetzung der vorgenannten Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung unter Inanspruchnahme von möglichen Erleichterungsbestimmungen vorgesehen. Der neue IFRS 9 "Finanzinstrumente" befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz sowie der Bewertung und der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die neuen Regelungen stellen bei der Klassifizierung von Finanzinstrumenten auf das Geschäftsmodell und die vertraglichen Zahlungsströme ab. Ebenso wurde die Erfassung der Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten dahingehend neu geregelt, dass auf die erwarteten Kreditausfälle (expected loss modelt) abgestellt wird. Darüber hinaus wurden die Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung mit dem Ziel, die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser abzubilden und die Effektivitätsmessung zu vereinfachen, geändert. IFRS 9 fordert darüber hinaus umfangreiche neue Angaben und Änderungen in der Darstellung. Die neuen Regelungen zur Klassifizierung und Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben, da Erstansatz und Folgebewertung bei der überwiegenden Anzahl von Finanzinstrumenten nach mit bisherigen Bilanzierungsmethoden vergleichbaren Prinzipien erfolgen werden. Abweichungen gibt es zum einen bei gehaltenen Anteilen an Investmentfonds. Diese sind zukünftig über die GuV zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, weil sich die Zahlungen in Zusammenhang mit den Fonds nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen zusammensetzen. Weiters werden sich Auswirkungen vereinzelt bei der Bilanzierung von (sonstigen) Beteiligungen bzw. langfristig gehaltenen Anteilen ergeben, welche teilweise bislang zu Anschaffungskosten angesetzt waren und nunmehr mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Darüber hinaus wird der Konzern von der Möglichkeit Gebrauch machen, Eigenkapitalinstrumente, welche nach IFRS 9 grundsätzlich über die GuV zu bewerten wären, als FVTOCI zu klassifizieren. Dies wird zu einer geringeren Ergebnisvolatilität führen, weil zukünftig alle Bewertungs- und Abgangsergebnisse iZm. diesen Eigenkapitalinstrumenten im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Betreffend Wertminderungen sind im NOVOMATIC-Konzern von der entsprechenden Neu-Regelung insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen sowie Bank- und Termineinlagen betroffen. Expected-Credit-Loss-Berechnungen zum 31.12.2017 haben jedoch gezeigt, dass die neue Wertminderungslogik keine wesentlichen Abwertungsbeträge bzw. Abweichungen zu den bisherigen Wertminderungen mit sich gebracht hätte. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird der NOVOMATIC-Konzern dem Vorschlag in IFRS 9.B5.5.35 folgen und als Anwendungsvereinfachung eine "provision matris' zur Ermittlung des Wertminderungsbedarfs nutzen, welche auf historischen Ausfallsraten basiert, im Bedarfsfall angepasst um zukunftsgerichtete Informationen, und einer entsprechenden Risikogruppierung unterliegt. Zudem werden die erweiterten Anforderungen die Art und das Ausmaß der Angaben zu Finanzinstrumenten beeinflussen. Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 im NOVOMATIC-Konzern wird im Geschäftsjahr 2018 rückwirkend erfolgen, wobei eine Erfassung der kumulierten Anpassungsbeträge zum Erstanwendungszeitpunkt und somit keine Anpassung der Vergleichsinformationen erfolgen wird. Der neue IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" regelt die Erlösrealisierung und ersetzt künftig IAS 11, IAS 18, IFRIC 13, IFRIC 15, IFRIC 18 und SIC-31. Gemäß IFRS 15 sind Umsatzerlöse zu erfassen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus ihnen ziehen kann. Im Standard ist ein fünfstufiges Modell zur Erfassung von Erlösen vorgesehen. Zuerst sind der Vertrag/die Verträge mit Kunden und anschließend die eigenständigen Leistungsverpflichtungen zu identifizieren, um in weiterer Folge den Transaktionspreis zu bestimmen und auf die vertraglichen Leistungsverpflichtungen aufzuteilen. NOVOMATIC erzielt Umsatzerlöse im Wesentlichen in den folgenden Bereichen:
In betroffenen Bereichen der Erlöserfassung erfolgte bislang eine Orientierung an der Industriepraxis sowie den US-amerikanischen Regelungen zur Glücksspielbranche (wie z.B. die Behandlung von Erlösen aus dem Betrieb von Spielautomaten als Nettobetrag aus Einsatz der Kunden und Auszahlung an diese nach ASC 924). Für Zwecke des IFRS 15 wurde die Beibehaltung dieser Vorgehensweise analysiert, mit dem Ergebnis, dass in vielen Bereichen, so dem Betrieb von Spielhallen oder dem Wettgeschäft eine Fortsetzung der bisherigen Bilanzierungspraxis in keinem Widerspruch zu IFRS 15 steht. In diesem Zusammenhang wurde aufgrund der Ähnlichkeit der Regelungen des IFRS 15 mit jenen des US-amerikanischen ASC 606 ebenso vertiefende US-amerikanische Guidance herangezogen (so bspw. die Industrie-Guidance der AICPA für die Gaming-Branche). Schwerpunkt der weiteren Analyse von NOVOMATIC lag betreffend die Regelungen des IFRS 15 für die einzelnen oben angeführten Bereiche auf:
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen aus IFRS 15 auf die Bilanzierung der Erlöse im Konzern ergeben werden, aber vereinzelte Ausweisänderungen und erweiterte Anhangangaben sind vorzunehmen. Der neue IFRS 16 "Leasing" regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus den Leasingvereinbarungen grundsätzlich in der Bilanz zu erfassen sind. Die einzigen Ausnahmen bestehen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasing von geringwertigen Vermögensgegenständen. Der Leasinggeber unterscheidet hingegen weiterhin zwischen Finanzierungs- oder Operating Lease-Vereinbarungen. Der NOVOMATIC-Konzern befindet sich gerade in einer detaillierten Analyse der Auswirkungen des IFRS 16. NOVOMATIC tritt einerseits in großem Ausmaß als Leasingnehmer in Erscheinung, da ein Großteil der betriebenen Spielhallen angemietet ist, andererseits aber auch als Leasinggeber, da Spielgeräte neben der Möglichkeit des Verkaufs ebenso vermietet werden. Grundsätzlich ist eine verstärkte Bilanzierung von Nutzungsrechten und von Leasingverbindlichkeiten aus den bisher als Operating Leasing klassifizierten Verträgen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer agiert, zu erwarten. Der wesentlichste Effekt zeichnet sich im Bereich der betriebenen Spielhallen bzw. Standorte, welche überwiegend von Dritten angemietet werden, ab. Für die Leasinggeber bezogenen Mietgeschäfte werden grundsätzlich keine großen Auswirkungen erwartet, da hierbei im Wesentlichen die Kriterien des IAS 17 für die Beurteilung, ob ein Finance Lease oder Operating Lease vorliegt, im IFRS 16 fortgeführt wurden. IFRS 16 ist erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2019 beginnen, anzuwenden. NOVOMATIC plant keine frühzeitige Anwendung des neuen Standards. Aus der erstmaligen Anwendung der übrigen Standards und Interpretationen in der Zukunft rechnet der NOVOMATIC-Konzern mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Konsolidierungsmethoden Die Erstkonsolidierung für akquirierte Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der sich aus der Summe der zum Tauschzeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte und der von den früheren Eigentümern des erworbenen Unternehmens übernommenen Schulden im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens ergibt. Die bedingte Gegenleistung wird als Teil der übertragenen Gegenleistung behandelt und mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses wird der zuvor vom Konzern an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zu dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn bzw. Verlust in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Anschaffungsnebenkosten werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten, sofern hiervon keine Ausnahmen vorgesehen sind. Gemäß IFRS 3 werden für alle Unternehmenserwerbe die aktiven Unterschiedsbeträge als Firmenwert aktiviert. Ergeben sich negative Unterschiedsbeträge, werden diese nach einer erneuten Beurteilung der Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens erfolgswirksam erfasst. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden bei Zugang zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierbaren Nettovermögens bzw. zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In der Folgebewertung wird das Gesamtergebnis des Tochterunternehmens anteilig den nicht beherrschenden Gesellschaftern zugeordnet, und zwar selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen. Der Ausweis erfolgt innerhalb des Eigenkapitals getrennt von dem den Aktionären der NOVOMATIC AG zurechenbaren Anteil am Eigenkapital. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend ab dem effektiven Erwerbszeitpunkt oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen. Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über dieses Tochterunternehmen führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Ergebnisse sowie Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die um die Veränderung des Anteils des Konzerns am Reinvermögen nach dem Erwerbszeitpunkt sowie um den Verlust durch Wertminderungen angepasst werden. Verluste, die den Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst. Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten erfasst der Konzern seinen Anteil an den gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten, eingegangenen Schulden, Erlösen und Aufwendungen. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungstransaktionen werden in der funktionalen Währung, durch Anwendung des Wechselkurses zwischen funktionaler Währung und Fremdwährung zum Zeitpunkt der Transaktion, dargestellt. Wechselkursdifferenzen aus der Bezahlung von monetären Posten zu Umrechnungskursen, welche von den ursprünglich erfassten abweichen, werden sofort erfolgswirksam erfasst. Ausländische vollkonsolidierte Tochtergesellschaften werden als selbstständige Unternehmen angesehen, da sie finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch unabhängig sind. Ihre funktionalen Währungen sind in der Regel die jeweiligen Landeswährungen. Abgesehen von den Eigenkapitalpositionen werden zur Umrechnung in die Berichtswährung alle Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2017 umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen konsolidierten Unternehmen werden zu Durchschnittskursen der Periode umgerechnet. Differenzen aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdifferenzen in den Gewinn oder Verlust umgebucht. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten wichtigen Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:
Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder Vertragsdauer linear abgeschrieben. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit den Herstellungskosten aktiviert und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Markenrechte und Lizenzen können eine unbestimmte Nutzungsdauer aufweisen. Die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von unbestimmter zur begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich und bei Vorliegen von Indikatoren für Wertminderungen unterjährig ein Impairment-Test durchgeführt. Eine Wertminderung liegt vor, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus dem beizulegenden Zeitwert und Nutzungswert. Wertminderungen werden im Jahr des eintretenden wertmindernden Ereignisses erfasst. Bei Entfall der Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ein aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert aktiviert und zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gemäß den identifizierten Geschäftssegmenten, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss Nutzen ziehen. Die Wertansätze der Firmenwerte werden jährlich zum 30. September sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Impairment-Test unterzogen. Der Buchwert des Firmenwertes wird mit dem erzielbaren Betrag für die zugeordnete zahlungsmittelgenerierende Einheit verglichen. Eine Wertminderung wird sofort aufwandswirksam erfasst und in den nachfolgenden Perioden nicht aufgeholt. Die geschätzten Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte betragen:
Sachanlagen Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen bilanziert. Die Sachanlagen werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer ab dem Zeitpunkt der Nutzungsbereitschaft abgeschrieben. Bezüglich eines Wertminderungstests bei Vorliegen von Indikatoren wird auf die obigen Ausführungen verwiesen. Die geschätzten Nutzungsdauern für Sachanlagen betragen:
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen Grundstücke und Gebäude, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Gebäude werden über eine Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren linear abgeschrieben. Leasing Vereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle Risiken und Chancen innehat, die mit der Nutzung der Vermögenswerte verbunden sind, werden als Finanzierungsleasing behandelt. Die den Vereinbarungen zugrunde liegenden Gegenstände werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen zum Anschaffungszeitpunkt aktiviert und über die Nutzungsdauer bzw. die gegebenenfalls kürzere Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Den aktivierten Vermögenswerten steht jeweils der Barwert der Verbindlichkeit aus den noch offenen Leasingzahlungen zum Bilanzstichtag gegenüber. In Vereinbarungen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden die von Leasingnehmern fälligen Beträge aus Finanzierungsleasingverhältnissen als Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswertes aus den Leasingverhältnissen des Konzerns erfasst. Die überlassenen Gegenstände aller anderen Verträge werden als operatives Leasing behandelt. Die Mietzahlungen werden als Aufwand bzw. Ertrag verrechnet. Vorräte Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren. Fertige und unfertige Erzeugnisse beinhalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bei zu geringer Umschlagshäufigkeit bzw. absehbarer Nichtverwertbarkeit von Vorräten werden gegebenenfalls Abwertungen vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte stehen im Zusammenhang mit Vorauszahlungen für Warenlieferungen. Sonstige Vermögenswerte Edelmetalle (Gold) werden ergebniswirksam zum jeweiligen Marktwert bewertet. Aufgrund der hohen Liquidität und der Volatilität ist die Bewertung mit dem jeweiligen Marktwert marktüblich und wird als am besten passende Bewertungsmethode erachtet. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwertes und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Für den Fall, dass sich der Konzern einer Veräußerung verpflichtet hat, die mit einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen einhergeht, werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Nur wenn der Konzern Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird, ist dieses in der Bilanz anzusetzen. Die Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgt anhand der Zuordnung zu bestimmten, in IAS 39 definierten Kategorien. In der Bilanz des NOVOMATIC-Konzerns werden nachfolgende Finanzinstrumente ausgewiesen:
Kredite und Forderungen Unter dieser Kategorie werden nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, erfasst. Diese umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen, sonstige Forderungen und Zahlungsmittel. Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Fremdwährungsforderungen werden zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet und daraus resultierende Zu- und Abschreibungen im Gewinn oder Verlust erfasst. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Hierbei handelt es sich um nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als solche bestimmt wurden und keiner der anderen Kategorien gemäß IAS 39 zugeordnet sind. Diese setzen sich zusammen aus den Wertpapieren, Beteiligungen an verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen und den sonstigen Beteiligungen (inklusive Finanzbeteiligungen). Die Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Bei den Wertpapieren entspricht dieser dem Marktwert, welcher sich aus dem Börsepreis zum Bilanzstichtag ergibt. Bei Finanzbeteiligungen wird der Marktwert aus internen Unternehmensbewertungen abgeleitet. Wertänderungen, die aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwertes resultieren, werden im sonstigen Ergebnis als Veränderung der Rücklage IAS 39 erfasst. Bei Feststellung von Wertminderungen (Impairments) werden die bis dahin in der Rücklage angesammelten Werte in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Bei den Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen (ausgenommen Finanzbeteiligungen) ist der Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar. Sie werden daher zu deren fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Abschreibungen infolge von Wertminderungen angesetzt. Fallen die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, weg, wird eine Zuschreibung maximal bis zur Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen. Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten Finanzielle Verbindlichkeiten, welche insbesondere Anleihen, Bankverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten umfassen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst und der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfolgswirksam erfasst. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet und daraus resultierende Zu- und Abschreibungen im Gewinn oder Verlust erfasst. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Eine finanzielle Verbindlichkeit wird als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" eingestuft, wenn es sich um ein Derivat bzw. um bedingte Gegenleistungen handelt. Der Konzern verwendet Derivate, um sich gegen Zins- bzw. Währungsrisiken im operativen Geschäftsbetrieb abzusichern. Diese Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Derivate werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Für die erstmalige Bilanzierung der bedingten Gegenleistungen aus Unternehmenszusammenschlüssen werden alle verfügbaren Informationen über die Umstände zum Erwerbszeitpunkt herangezogen. Die Folgebewertung erfolgt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Absicherung von Zahlungsströmen - Cashflow Hedges Bei Derivaten und sonstigen Sicherungsinstrumenten, die zur Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme bestimmt sind, wird der effektive Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes der Sicherungsinstrumente im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital in der Rücklage aus Cashflow Hedges ausgewiesen. Der ineffektive Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes wird unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Der kumuliert im Eigenkapital erfasste Betrag verbleibt zunächst im sonstigen Ergebnis und wird in der gleichen Periode oder den gleichen Perioden in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, in der bzw. denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme oder das abgesicherte Grundgeschäft den Gewinn oder Verlust beeinflussen. Bei der Absicherung von nichtfinanziellen Posten wird ein sogenanntes Basis Adjustment vorgenommen. Wertminderung finanzieller Vermögenswerte Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten liegt dann vor, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eingetreten sind, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich künftig erwartete Cashflows negativ verändert haben. Verluste aus künftig erwarteten Ereignissen dürfen ungeachtet ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit nicht erfasst werden. Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit der Forderungen werden die Bonität der Kunden, vorhandene Sicherheiten, Änderungen im Zahlungsverhalten sowie Erfahrungswerte aus der Vergangenheit herangezogen. Die Wertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallsrisiken hinreichend Rechnung. Ansatz und Ausbuchung Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden dann in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Konzern Vertragspartner im Hinblick auf die vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Ansatz und Ausbuchung erfolgen zum Handelstag. Ein finanzieller Vermögenswert wird im Konzern nur dann ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder der finanzielle Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken auf einen Dritten übertragen werden. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird dann ausgebucht, wenn die entsprechende Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist. Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected-Unit-Credit-Method). Dabei werden die voraussichtlich zu erbringenden Versorgungsleistungen entsprechend der Aktivzeit der Mitarbeiter verteilt. Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen im sonstigen Ergebnis erfasst bzw. bei Jubiläumsgeldverpflichtungen ergebniswirksam dargestellt. Ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird zum Zeitpunkt der Anpassung des Plans als Aufwand angesetzt. Die Rückstellungen entsprechen jeweils dem Barwert der Verpflichtung (DBO). Die Rückstellungsbeträge werden von Aktuaren zum jeweiligen Abschlussstichtag in Form eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Andere Rückstellungen werden jeweils in Höhe der ungewissen Verpflichtungen gebildet, wobei die bestmögliche Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung erforderlich sind, angesetzt wird. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind gegenwärtige Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, bei denen ein Ressourcenabfluss jedoch als nicht wahrscheinlich eingeschätzt wird. Wenn in äußerst seltenen Fällen eine bestehende Schuld nicht in der Konzernbilanz als Rückstellung angesetzt werden kann, weil keine verlässliche Schätzung der Schuld möglich ist, liegt ebenfalls eine Eventualverbindlichkeit vor. Eventualverbindlichkeiten werden nicht in der Konzernbilanz erfasst, sondern im Konzernanhang angegeben. Ertrags- und Aufwandsrealisierung Der Konzern erzielt Erträge aus dem Verkauf und der Vermietung von Geldspielgeräten, dem Betreiben von Spielbanken und elektronischen Automatencasinos, dem Online Gaming sowie dem Wettgeschäft. Erträge aus dem Verkauf von Geldspielgeräten werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Vermietungserlöse werden bei Leistungserbringung realisiert; erhaltene Mietsonderzahlungen werden über den Leistungserbringungszeitraum (Grundmietzeit) linear abgegrenzt. Erträge aus dem Betreiben von Spielbanken und elektronischen Automatencasinos werden als Nettobetrag aus Einsatz der Kunden und Auszahlung an diese ausgewiesen und zum Zeitpunkt der Abrechnung realisiert. Sofern die Bereitstellung der Vernetzung und des Abrechnungssystems die Kerngeschäftstätigkeit darstellt, wird die erhaltene Vergütung als Erlös dargestellt. Erträge aus Online Gaming werden realisiert, sobald die zugrundeliegenden Spiele stattgefunden haben bzw. Dienstleistungen erbracht wurden. Wettumsätze werden nach Maßgabe der bis zum Bilanzstichtag erfolgten Spielereinsätze erfasst, sofern die zugrundeliegenden Wetten bereits stattgefunden haben. Erträge aus dem Wettgeschäft werden als Nettobetrag aus Wetteinsätzen und Auszahlungen aus dem Wettgeschäft dargestellt. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Finanzergebnis Die Zinsaufwendungen umfassen die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungsleasinggeschäfte angefallenen Zinsen. Die sonstigen Finanzaufwendungen betreffen Wertminderungen von Finanzanlagen, Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen sowie Aufwendungen aus Derivaten. Die Zinserträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln und der Investition in Finanzvermögen realisierten Zinsen. Die sonstigen Finanzerträge umfassen Dividenden und ähnliche Erträge, Gewinne aus der Veräußerung von Finanzvermögen sowie Erträge aus Derivaten. Aus konzerninternen Finanzierungen resultierende Fremdwährungseffekte werden im Finanzergebnis gesondert ausgewiesen, da diese mit der Finanzierungstätigkeit in engem Zusammenhang stehen. Steuern Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für die einzelnen Gesellschaften aus dem steuerpflichtigen Einkommen und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz errechnete Ertragsteuer ("tatsächliche Steuern") und die Veränderung der Steuerabgrenzungsposten. Die Ermittlung der Steuerabgrenzung erfolgt nach der Balance-Sheet-Liability-Method für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Bilanzposten im IFRS-Konzernabschluss und deren bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Weiters wird der wahrscheinlich zu realisierende Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld, sofern bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Die wichtigen durchschnittlichen Steuersätze bei den Konzernunternehmen sind:
Fair Value-Bewertung Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Im NOVOMATIC-Konzern wird folgende Hierarchie verwendet, um Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, welche entweder zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden oder bei denen der beizulegende Zeitwert anzugeben ist, einer Bewertungsmethode zuzuordnen: Stufe 1: Bewertung anhand von notierten (unangepassten) Preisen auf aktiven Märkten. Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die ausschließlich auf solchen Bewertungsparametern basieren, die am Markt beobachtbar sind. Stufe 3: Bewertung anhand von Parametern, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die dargestellten beizulegenden Zeitwerte nur als Indikator für tatsächlich am Markt realisierbare Werte angesehen werden. Schätzungen und Ermessensausübungen Bei der Erstellung des Abschlusses werden Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen können. Diese Annahmen können auch bei größter Sorgfalt von den tatsächlichen Verhältnissen abweichen. Bei nachfolgenden Sachverhalten sind die zum Bilanzstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung: Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge bei den Wertminderungstests werden mehrere Annahmen zu Grunde gelegt. Eine wesentliche Rolle spielen dabei vor allem künftige Cashflows und der Abzinsungssatz. Dabei liegen den Cashflows Prognosen zu Grunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Daneben sind auch Annahmen über das Vorliegen von Indikatoren notwendig, die auf eine Wertminderung oder Wertaufholung hindeuten. Bei Kaufpreisallokationen im Rahmen von Unternehmenserwerben werden Annahmen über die Existenz und die Bewertung von übernommenen Vermögenswerten (darunter insbesondere von immateriellem Vermögen), Verbindlichkeiten und Eventualschulden getroffen. Der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden mehrere Annahmen, vor allem über die künftigen Cashflows und den Abzinsungssatz, zu Grunde gelegt. Bei der Bewertung der bedingten Gegenleistungen sind Einschätzungen über die Erreichung von definierten Ergebniszielen zu treffen. Bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sind Einschätzungen über die Nutzungsdauer erforderlich. Aktive latente Steuern werden in dem Ausmaß bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis in den Folgeperioden vorhanden sein wird, um die temporären Differenzen bzw. Verlustvorträge auch tatsächlich zu nutzen. Der beizulegende Zeitwert bei Finanzanlagen (sofern verlässlich ermittelbar) sowie bei Derivaten wird auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen abgeleitet. Bei der Marktwertbewertung der Finanzbeteiligungen wird auf ein Multiplikator-Verfahren zurückgegriffen, da für diese kein aktiver Markt vorliegt. Die in der Bewertung angesetzten Parameter können mit Schätzunsicherheiten behaftet sein und auch die Auswahl der geeigneten Peer Group erfordert Annahmen über deren Vergleichbarkeit. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die angeführten Werte von den später realisierten Werten abweichen. Bei der Vorratsbewertung sind Einschätzungen über die Marktentwicklung und Verwertbarkeit erforderlich. Bei den Forderungen werden Einzelwertberichtigungen auf Basis der Annahmen über die Ausfallswahrscheinlichkeit vorgenommen. Weiters erfordert die Erstellung des Konzernabschlusses die Festlegung von künftigen Entwicklungen. Für die Bewertung der bestehenden Sozialkapitalverpflichtungen werden Annahmen für Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung und künftige Gehalts- und Pensionserhöhungen verwendet. Für bestehende Aufträge, bei denen erwartet wird, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird eine Vorsorge für Drohverluste gebildet. Bei der Ermittlung sind mehrere Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung (insbesondere hinsichtlich der Kostenstruktur) erforderlich. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung. Ausweisänderungen Aufgrund der Anwendung der Klassifizierungs-, Darstellungs- und Bewertungsvorschriften von IFRS 5 auf die I-NEW Gruppe im Konzernabschluss 2017 erfolgte eine Anpassung der Vergleichszahlen in der Gewinn- und Verlust-Rechnung für die Vorperiode. Bezüglich weiterer Erläuterungen wird auf die Erläuterung (8.15) verwiesen. (5a) Unternehmenserwerbe 2017 Deutschland Im März 2017 erwarb NOVOMATIC Gaming Industries GmbH 100% der Anteile an Casino Royal GmbH, Deutschland. Die erworbene Gesellschaft und ihre 10 Tochtergesellschaften betreiben insgesamt 126 Spielhallen mit regionalem Schwerpunkt auf Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Mit dieser Akquisition verstärkt der Konzern seine operative Tätigkeit als Betreiber am deutschen Glücksspielmarkt. Die Einbeziehung der konsolidierten Casino Royal Gesellschaften erfolgt auf Basis von finalen Zeitwerten für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden. Bei der Erwerbsbilanzierung wurden insbesondere Nutzungsrechte für den Betrieb von genehmigten Spielhallen (Lizenzen) identifiziert und bewertet. Die finalen beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:
Die Gegenleistung von 62,3 Mio. EUR besteht aus einem bereits in Zahlungsmitteln geleistetem Anteil von 58,9 Mio. EUR und einer bedingten Gegenleistung von 3,5 Mio. EUR, welche auf einem Treuhandkonto hinterlegt wurde. Der bedingte Kaufpreis ist abhängig von der zukünftigen Auslegung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Betreibergesellschaften. Die Rechtskosten für diesen Erwerb beliefen sich auf 0,7 Mio. EUR. Der aus dem Erwerb resultierende Firmenwert spiegelt die erwarteten, strategischen Vorteile durch den weiteren Ausbau der operativen Geschäftstätigkeit und ein weiteres Wachstumspotenzial durch Synergien für den Konzern wider. Die steuerliche Abzugsfähigkeit des Firmenwertes ist nicht gegeben. Seit dem Erwerbszeitpunkt belaufen sich die Umsatzerlöse auf 69,1 Mio. EUR und das Periodenergebnis auf -6,3 Mio. EUR. Spanien Die Konzerngesellschaft Admiral Operations Spain S.A. hat im Dezember 2016 einen Kaufvertrag über den Erwerb von 51% der Anteile an Basque Gaming S.L. abgeschlossen. Die Gesellschaft betreibt selbst insgesamt 13 Spielhallen im Baskenland. Basque Gaming S.L. verfügt weiters über die 100%ige Tochtergesellschaft Erreka Games S.L., welche ebenfalls eine Spielhalle im Baskenland betreibt. Für die restlichen 49 % nicht beherrschende Anteile wurden Call- und Put-Optionen vereinbart. Die aus der geschriebenen Put-Option resultierende Verpflichtung wurde als Verbindlichkeit bilanziert. Mit dieser Akquisition hat der Konzern seine operative Tätigkeit im Baskenland intensiviert und bestehende eigene Operations gebündelt. Der Erwerb von Basque Gaming stand unter der aufschiebenden Bedingung von diversen Genehmigungen durch die Baskische Regierung und lokalen Behörden, welche abschließend im März 2017 erfüllt wurden. Im März 2017 wurden weiters 60% der Anteile an Recreativos del Este S.L. erworben. Die Gesellschaft betreibt sechs Spielhallen in Valencia, wodurch der Konzern seine Aktivitäten in dieser Region erweitert hat. Für die restlichen 40 % nicht beherrschende Anteile wurden Call- und Put-Optionen vereinbart. Die aus der geschriebenen Put-Option resultierende Verpflichtung wurde als Verbindlichkeit bilanziert. Im August 2017 wurden 60% der Anteile an Decanomatic S.L. erworben, welche unmittelbar in eine bestehende spanische Gesellschaft verschmolzen wurde. Die erworbene Gesellschaft betreibt vier Spielhallen in Huelva.
Die Gegenleistung von 41,6 Mio. EUR (davon bedingte Gegenleistung 21,1 Mio. EUR) wurde bereits zur Gänze in Zahlungsmitteln geleistet. Der bedingte Kaufpreis war abhängig von unterjährigen Ergebnisgrößen. Die Rechtskosten für diesen Erwerb beliefen sich auf 2,1 Mio. EUR. Der aus dem Erwerb resultierende vorläufige Firmenwert spiegelt die erwarteten, strategischen Vorteile durch den weiteren Ausbau der operativen Geschäftstätigkeit und ein weiteres Wachstumspotenzial durch Synergien für den Konzern wider. Die steuerliche Abzugsfähigkeit des Firmenwertes ist für einen Betrag von 16,5 Mio. EUR gegeben. Seit dem Erwerbszeitpunkt belaufen sich die Umsatzerlöse auf 14,0 Mio. EUR und das Periodenergebnis auf 4,9 Mio. EUR. Weitere Unternehmenserwerbe Italien Im Jänner 2017 erwarb die neugegründete 70%ige Konzerngesellschaft ALP S.r.l. jeweils 100% der Anteile an CIV S.r.l. und an PDP S.r.l. in Italien, mit denen sie unmittelbar eine Verschmelzung durchgeführt hat. Die erworbenen Gesellschaften betreiben zusammen zwei Spielhallen in den Regionen Marken und Abruzzen mit 170 VLTs und fünf Roulette Tischen. Im Juli 2017 wurden 80% der Anteile an FEC S.p.A, einem Betreiber von sechs Spielhallen in den Regionen Lombardei, Piemont, Emilia-Romagna und Sardinien mit 245 AWPs und 258 VLTs, erworben. Weiters erfolgte der Erwerb von Mini Slotter Group (bestehend aus sieben Gesellschaften), welche sieben Spielhallen mit 91 AWPs und 106 VLTs in der Region Rom betreiben. Anschließend wurde die Mini Slotter Group mit einer bestehenden Gesellschaft verschmolzen. Der Erwerb von 100% Anteilen an Video Planet S.r.l. erfolgte im März 2017 bzw. an Orchidee 2001 S.r.l. im Juli 2017. Beide Gesellschaften, welche unmittelbar mit einer bestehenden Gesellschaft verschmolzen wurden, betreiben jeweils eine Bingo-halle in der Region Rom bzw. Turin. Weiters wurden 100% Anteile an Bingo Casilini S.r.l. , Bingo Italia S.r.l. und Bingo Net S.r.l., jeweils Betreiber von Bingohallen, erworben und anschließend deren Verschmelzung mit einer bestehenden Gesellschaft vollzogen. Darüber hinaus wurden mehrere Spielhallen im Rahmen von Asset Deals erworben. In den Spielhallen werden grundsätzlich AWP- und VLT-Geräte bzw. Bingo betrieben. Im Juli 2017 wurden 80% der Anteile an Capecod Gaming S.r.l. erworben. Die erworbene Gesellschaft entwickelt und vermarktet Online Spiele im B2B Bereich und eine Spieleplattform. Mit diesen Akquisitionen verstärkt der Konzern seine umfassenden Aktivitäten als Spielhallenbetreiber, als Bingohallenbetreiber, als Aufsteller im Gastrobereich sowie als Technologie-Anbieter am italienischen Markt in diversen Regionen. Niederlande Im März 2017 erfolgte der Erwerb von jeweils 100% der Anteile an Super Game B.V. und Biermann's Bingo B.V., Niederlande. Die beiden erworbenen Gesellschaften betreiben insgesamt sieben Spielhallen. Darüber hinaus erfolgte im Oktober 2017 der Erwerb von 100% der Anteile an Rio Vught B.V., einem Spielhallenbetreiber. Deutschland (weitere Erwerbe) Die Bilanzierung der einzelnen vorgenannten Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 in Italien, Niederlande und Deutschland (sonstige Erwerbe) ist bereits abgeschlossen. In der folgenden Übersicht sind die beizulegenden Zeitwerte für diese weiteren Unternehmenserwerbe (d.h. exklusive der einzeln ausgewiesenen Erwerbe in Deutschland, Spanien und Polen/Österreich) zusammengefasst dargestellt:
Die Gegenleistung von 79,2 Mio. EUR für die angeführten Erwerbe besteht mit 76,2 Mio. EUR aus in Zahlungsmitteln zu leistendem Anteil (davon 71,8 Mio. EUR bereits geleistet) und mit 3,0 Mio. EUR aus bedingten Gegenleistungen. Der bedingte Kaufpreis wurde abhängig von der erwarteten Entwicklung der zukünftigen Ergebnisgrößen ermittelt. Die anschaffungsbezogenen Rechtskosten von 0,5 Mio. EUR wurden aufwandswirksam erfasst. Die nicht beherrschenden Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierten Nettovermögens bewertet. Die aus den Erwerben resultierenden vorläufigen Firmenwerte spiegeln die erwarteten, strategischen Vorteile durch den weiteren Ausbau der operativen Geschäftstätigkeit und ein weiteres Wachstumspotenzial durch Synergien für den Konzern wider. Die steuerliche Abzugsfähigkeit der Firmenwerte ist nicht gegeben. Seit dem Erwerbszeitpunkt belaufen sich die Umsatzerlöse auf 16,8 Mio. EUR und das Periodenergebnis auf 0,1 Mio. EUR. Polen/Österreich Im Jänner 2017 erwarb NOVOMATIC Gaming Industries GmbH (NGI), ein Tochterunternehmen von NOVOMATIC AG, Mehrheitsbeteiligungen an vier polnischen Gesellschaften (inklusive zweier weiterer polnischer Tochtergesellschaften). Der Geschäftszweck der im Zuge dieser Transaktion erworbenen Gesellschaften ATSI S.A. und Fortress Gaming Technologies S.A. bestand schon vor der Anteilsübernahme in Entwicklungs- und Programmiertätigkeiten für NGI. Das Unternehmen ATT S.A. erzielt hauptsächlich Einkünfte aus dem Erwerb, der Generalüberholung und dem Wiederverkauf von gebrauchten Glücksspielgeräten. Das vierte erworbene Unternehmen Novo Poland Sp.z.o.o. ist eine Holdinggesellschaft, deren Tochtergesellschaft vier kleinere Casinos in Polen betreibt. Als Verkäuferin der Beteiligungen trat Gryphon Invest AG auf, ein der NOVOMATIC AG nahestehendes Unternehmen. Die Gegenleistung der gesamten Transaktion betrug 67,3 Mio. EUR. Im August 2017 erwarb NOVOMATIC Gaming Industries GmbH (NGI) weiters die Mehrheitsbeteiligung an einer österreichischen Gesellschaft (inklusive deren slowenische Tochtergesellschaft). Der Geschäftszweck der im Zuge dieser Transaktion erworbenen Gesellschaften umfasst die Herstellung und der Verkauf von Software. Als Verkäuferin der Beteiligungen trat ebenfalls Gryphon Invest AG auf, ein der NOVOMATIC AG nahestehendes Unternehmen. Die Gegenleistung der gesamten Transaktion betrug 9,5 Mio. EUR. Diese Erwerbe stellen einen Zusammenschluss von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung dar. Da dafür keine spezifischen Regeln in IFRS vorgesehen sind, erfolgt die Bilanzierung von derartigen Transaktionen nach einer konzerninternen Accounting Policy. Demnach werden für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden die jeweiligen Buchwerte angesetzt und die Ergebnisse und die Cash-Flows ab dem Erwerbszeitpunkt dargestellt. Die Einbeziehung der Gesellschaften erfolgte ohne retrospektive Anpassung. Der Unterschiedsbetrag von 34,8 Mio. EUR zwischen Kaufpreis und erworbenem Nettovermögen zu Buchwerten abzüglich Anteile nicht beherrschender Gesellschafter wird mit den Gewinnrücklagen im Konzern verrechnet. Die übernommenen Buchwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden stellen sich wie folgt dar:
Sonstige Anmerkungen zu den Erwerben Unter der Annahme, dass die Erwerbszeitpunkte für alle Unternehmenszusammenschlüsse am Anfang der Berichtsperiode läge, würden sich die im vorliegenden Konzernabschluss ausgewiesenen Umsatzerlöse auf 2.584,1 Mio. EUR und der Jahresüberschuss auf 70,0 Mio. EUR belaufen. (5b) Unternehmensverkäufe 2017 Peru Im Juli 2017 wurde aus konzernstrategischen Gründen entschieden, die peruanischen Tochtergesellschaften Inmobiliaria Rapid S.A.C. und Sierra Machines S.A.C. zu verkaufen. Der Geschäftsgegenstand beider Unternehmen bestand im Betrieb von Spielhallen. Die jeweiligen Buchwerte der abgegangenen Vermögenswerte und Schulden zum Verkaufszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:
Aus dem sonstigen Ergebnis wurden 2,2 Mio. EUR Währungsverluste in die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die erhaltene Gegenleistung beläuft sich auf 23,5 Mio. EUR (davon noch 14,8 Mio. EUR in Zahlungsmitteln zu leisten) für die Berichtsperiode. Im NOVOMATIC-Konzernabschluss ergibt sich aus der Veräußerung der 100 %-Anteile an beiden Gesellschaften für das Jahr 2017 ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 9,4 Mio. EUR (ausgewiesen im sonstigen betrieblichen Ertrag). Sonstige Anmerkungen zu Verkäufen Daneben wurden weitere Gesellschaften - in unwesentlichem Umfang - veräußert bzw. freiwillig aufgelassen. Aus Wesentlichkeitsgründen unterbleiben weitere Angaben zu diesen Abgängen. (6) Unternehmenserwerbe 2016 Die einzelnen Unternehmenserwerbe sind im Konzernabschluss der NOVOMATIC AG zum 31. Dezember 2016 beschrieben. Talarius Group, Großbritannien Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses 2016 erfolgte die Einbeziehung der Talarius Group auf Basis von vorläufigen Zeitwerten, da die Werte für die Eröffnungsbilanz noch nicht endgültig bestimmt und ebenso die Zuordnung des Gesamtkaufpreises auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden noch nicht abgeschlossen war. Die finalen Werte für diesen Unternehmenszusammenschluss liegen nunmehr vor und wurden rückwirkend berücksichtigt:
Der aus dem Erwerb resultierende Firmenwert spiegelt die erwarteten, strategischen Vorteile durch den Ausbau der operativen Geschäftstätigkeit und ein weiteres Wachstumspotenzial durch Synergien für den Konzern wider. Die steuerliche Abzugsfähigkeit des Firmenwertes ist nicht gegeben. Die übrigen Angaben aus 2016 sind unverändert geblieben. Weitere Unternehmenserwerbe Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses 2016 war die Bilanzierung diverser Unternehmenserwerbe in Spanien insbesondere im Bereich der immateriellen Vermögenswerte noch nicht abgeschlossen, sodass damals die vorläufigen Zeitwerte berücksichtigt wurden. Die finalen Werte für diese Unternehmenszusammenschlüsse liegen nunmehr vor und wurden rückwirkend berücksichtigt. In der folgenden Übersicht sind die finalen beizulegenden Zeitwerte für diese weiteren Unternehmenserwerbe (d.h. exklusive der einzeln ausgewiesenen Talarius Group) zusammengefasst dargestellt:
Die Gegenleistung von rund 119,4 Mio. EUR für die angeführten Erwerbe besteht mit 93,1 Mio. EUR aus einem bereits in Zahlungsmitteln geleisteten Anteil, mit 13,4 Mio. EUR aus bedingten Gegenleistungen sowie mit 13,0 Mio. EUR aus der Verrechnung mit Forderungen. Der bedingte Kaufpreis wurde abhängig von der Entwicklung der zugrundeliegenden Ergebnisgrößen des Jahres 2016 ermittelt. Die nicht beherrschenden Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierten Nettovermögens bewertet. Die aus den Erwerben resultierenden Firmenwerte spiegeln die erwarteten strategischen Vorteile für den Konzern durch den Ausbau der operativen Geschäftstätigkeit im jeweiligen Markt bzw. aus erwarteten Synergien wider. Nach Einschätzung ist die steuerliche Abzugsfähigkeit der Firmenwerte nicht gegeben. Die übrigen Angaben aus 2016 sind unverändert geblieben. (7) Erläuterungen zur Bilanz (7.1) Immaterielle Vermögenswerte In Mio. EUR
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Firmenwerte Die Firmenwerte sind folgenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Firmenwerte mit einem Einzelwert von jeweils unter 4,0 Mio. EUR sind unter Sonstige zusammengefasst. Immaterielles Vermögen mit unbestimmter Nutzungsdauer In den immateriellen Vermögenswerten sind Lizenzen in Höhe von 188,9 Mio. EUR (Vorjahr: 157,4 Mio. EUR) sowie Marken in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) mit unbestimmter Nutzungsdauer enthalten. Die Lizenzen und die Marken sind folgenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, wobei Einzelwerte von jeweils unter 4,0 Mio. EUR unter Sonstige zusammengefasst wurden: Lizenzen
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Marken
Diese angeführten immateriellen Vermögenswerte werden deshalb mit einer unbestimmten Nutzungsdauer versehen, da ein Ende der wirtschaftlichen Nutzung derzeit nicht abzusehen ist. Wertminderungen und Wertaufholungen Angaben zur Überprüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte sind unter Erläuterung (7.3) zu finden. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerte werden nur dann aktiviert, wenn die Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sind. Im Geschäftsjahr wurden nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten in Höhe von 115,0 Mio. EUR (Vorjahr: 95,0 Mio. EUR) aufwandswirksam in den Positionen "Personalaufwand", "Sonstiger Aufwand" und "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst. (7.2) Sachanlagen in Mio. EUR
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Unter den technischen Anlagen und Maschinen werden Geldspielgeräte für den Eigenbetrieb und Vermietung mit einem Gesamtbuchwert von 365,5 Mio. EUR (Vorjahr: 394,3 Mio. EUR) ausgewiesen. Zur Besicherung von Krediten wurden Pfandrechte auf Sachanlagen (insbesondere Liegenschaften) mit einem Betrag von 1,0 Mio. EUR (im Vorjahr: 1,7 Mio. EUR) begeben. Wertminderungen und Wertaufholungen Angaben zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Sachanlagen sind unter Erläuterung (7.3) zu finden. (7.3) Wertminderungen und Wertaufholungen 7.3.1 Berechnungsmodell und Grundlagen Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Soweit hier Ertragswertmethoden zur Anwendung kommen, werden Cashflow-Prognosen für einen Zeitraum von drei Jahren, die auf den von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen basieren, verwendet. Das detaillierte Budget für das folgende Geschäftsjahr und daraus abgeleitete Forecasts für die nachfolgenden zwei Jahre liegen den Cashflow-Prognosen zugrunde. Die wesentlichen Annahmen stützen sich auf das vorangegangene Geschäftsjahr, Erfahrungen von vergleichbaren Unternehmen und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Im Planungszeitraum werden diese Basiswerte um Entwicklungssteigerungen, die von der Unternehmensleitung aufgrund vergleichbarer Projekte, Marktpotentiale und Risiken geschätzt werden, angepasst. In begründeten Fällen werden die Cashflow-Prognosen auf bis zu fünf Jahre ausgedehnt. Die nach diesem Detailplanungszeitraum von drei bis fünf Jahren anfallenden Cashflows werden mit einer Wachstumsrate von 0,00 % bis 2,00 % fortgeschrieben und schließlich eine ewige Rente ohne Wachstumsrate berechnet. Die für die Cashflow-Prognosen verwendeten Abzinsungssätze sind bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Verkaufskosten Nachsteuerzinssätze, bei Berechnung des Nutzungswertes Vorsteuerzinssätze und berücksichtigen in beiden Fällen die jeweiligen länderspezifischen Risiken. Die angesetzten erzielbaren Beträge (der Gruppen) von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen somit der Bewertungshierarchie Stufe 3.
* Beizulegender Zeitwert abzüglich
Verkaufskosten
7.3.2 Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer Der Vergleich der Buchwerte mit den erzielbaren Beträgen (der Gruppen) von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) für Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, durchgeführt zum 30. September 2017, ergab einen Abwertungsbedarf von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR), da sich der Geschäftsverlauf nicht wie erwartet entwickelt hat. Die vorgenommenen Abwertungen betreffen vollständig die (Gruppe von) zahlungsmittelgenerierende Einheiten Gaming Technology - Lottery mit 3,8 Mio. EUR. Darin sind sämtliche Gesellschaften der NOVOMATIC Lottery-Gruppe enthalten. Die Wertminderung entfällt zur Gänze auf den aktivierten Firmenwert.
Die zu Grunde liegenden Cashflow-Prognosen basieren auf den von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen (detailliertes Budget für das folgende Geschäftsjahr und daraus abgeleitete Forecasts für die nachfolgenden vier Jahre). Im Vorjahr wurde keine Abwertung im Segment Gaming Technology vorgenommen. Im Segment Gaming Operations wurde keine Abwertung vorgenommen (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR). Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer durch Akquisitionen nach dem 30. September 2017 wurden zum Stichtag 31. Dezember 2017 geprüft. Hierbei wurde kein Abwertungsbedarf festgestellt. Die angesetzten erzielbaren Beträge (der Gruppen) von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen somit der Bewertungshierarchie Stufe 3. Bei (der Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gaming Operations - Spanien überstieg der erzielbare Betrag (beizulegender Zeitwert) den Buchwert um 9,9 Mio. EUR. Ein Anstieg des Abzinsungssatzes auf 10,48 % würde diesen übersteigenden Betrag aufzehren. Bei (der Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gaming Operations - Spanien Spielbank überstieg der erzielbare Betrag (Nutzungswert) den Buchwert um 2,2 Mio. EUR. Ein Anstieg des Abzinsungssatzes auf 15,50 % würde diesen übersteigenden Betrag aufzehren. 7.3.3 (Übrige) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Zusätzlich wird bei Vorliegen von Indikatoren (Triggering Events) ein anlassbezogener Impairment-Test für betroffene langfristige Vermögenswerte durchgeführt. Daraus ergaben sich Wertminderungen von 51,9 Mio. EUR (Vorjahr: 31,6 Mio. EUR) bzw. Wertaufholungen von 9,7 Mio. EUR (Vorjahr: 8,6 Mio. EUR). Die vorgenommenen Abwertungen (mit einem Einzelwert von über 4,0 Mio. EUR) betreffen die (Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gaming Technology - Österreich mit 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR), Gaming Technology - Lottery mit 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR), Gaming Technology - Spanien mit 5,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR), Gaming Operations - Österreich mit 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR) und Gaming Operations - Deutschland mit 21,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR). Von den Wertaufholungen (mit einem Einzelwert von über 4,0 Mio. EUR) sind die (Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gaming Operations - Italien mit 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) und Gaming Operations - Deutschland mit 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) erfasst. Im Folgenden wird auf ausgewählte Kernmärkte eingegangen: Gaming Operations/Technology - Deutschland In Deutschland trat mit 1. Juli 2012 der Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) in Kraft. Der Glücksspieländerungsstaatsvertrag beinhaltet im Wesentlichen die Etablierung von Abstandsregelungen zwischen Spielhallen und zu Jugendeinrichtungen. Weiters ist darin ein Verbot von Mehrfachkonzessionen und damit die Begrenzung eines Standortes auf die maximale Anzahl von 12 Glücksspielgeräten enthalten. Für die Umsetzung der einschränkenden Neuregelungen wurde eine (grundsätzliche) Übergangsfrist von fünf Jahren gewährt, somit waren die Bestimmungen mit 1. Juli 2017 erstmalig anzuwenden. Ergänzend verweist der GlüÄndStV auf die Ausführungsbestimmungen der Länder, welche in den Landesspielhallengesetzen geregelt sind. Die einzelnen Landesspielhallengesetze sind dabei sehr unterschiedlich ausgeprägt. So bestehen teils erhebliche Unterschiede bei Sperrzeitenregelungen, Abstandsregelungen, Werbeverboten und Ausweispflichten von Spielern. Als Folge der Umsetzung des Glücksspieländerungsstaatsvertrages und der begleitenden Landesspielhallengesetze ist seit dem Jahr 2017 im Spielhallenbereich eine spürbare Marktschrumpfung eingetreten. Zu verkleinernde oder zu schließende Spielhallen von Mietkunden wirken sich nun zwangsläufig negativ auf die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Glücksspielgeräten aus. Der Rückgang des Marktes verläuft jedoch aufgrund das starken juristischen Widerstandes gegen Spielhallenschließungen und Konzessionsreduktionen langsamer als vom Gesetzgeber vorgesehen. Im November 2014 wurde außerdem die Novellierung der Spielverordnung beschlossen. Diese Novellierung beinhaltet weitere Regelungen zu verbessertem Spieler- und Jugendschutz sowie zur Vermeidung von Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Die neue Spielverordnung sieht eine Übergangsfrist von vier Jahren vor. Dies hat zur Folge, dass die aktuell in Spielhallen installierten Glücksspielgeräte ihren Bestandsschutz nach vier Jahren verlieren und ab dem 11. November 2018 nur noch Geräte nach neuer Spielverordnung betrieben werden dürfen. Die deutschen Tochterunternehmen arbeiten bereits seit Längerem daran, attraktive Produkte zu entwickeln, die zeitnah mit dem Ablauf der Übergangsfrist der Spielverordnung den Kunden zur Verfügung gestellt werden können. Der Schwerpunkt der im Segment Gaming Technology tätigen deutschen Konzerngesellschaften LÖWEN Entertainment GmbH und Crown Technologies GmbH liegt im Bereich der Vermietung von Glücksspielgeräten. Angesichts der verschärften regulatorischen Rahmenbedingungen hat sich die Zahl der vermieteten Glücksspielgeräte in der Berichtsperiode um ca. 11.000 Glücksspielgeräte auf rund 102.000 Stück reduziert. In Summe erzielten die im Segment Gaming Technology tätigen deutschen Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 285,7 Mio. EUR gegenüber 317,5 Mio. EUR im Jahr 2016. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte im Segment Gaming Technology führte zu unwesentlichen Abwertungen. Im Segment Gaming Operations verfügte NOVOMATIC mit den deutschen Betreibergesellschaften Extra Games Entertainment GmbH, BPA Freizeit und Unterhaltungsbetriebe GmbH und Admiral Play GmbH schon bisher über eine starke Marktposition. Im März 2017 erwarb NOVOMATIC außerdem 100 % der Anteile an Casino Royal GmbH, Deutschland. Die erworbene Gesellschaft und ihre 10 Tochtergesellschaften betreiben insgesamt 126 Spielhallen mit regionalem Schwerpunkt auf Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Des Weiteren wurden seit dem letzten Jahr mehrere Zukäufe kleinerer Unternehmen durchgeführt. Zusammengefasst erhöhten sich die Umsätze der dem Bereich des gewerblichen Automatenspiels zugeordneten deutschen Konzerngesellschaften zum Vergleichszeitraum des Vorjahres von 266,7 Mio. EUR auf 356,4 Mio. EUR. Mit Auslaufen der Übergangsfrist zum 30. Juni 2017 stand für die Betreibergesellschaften die Klärung des Fortbestands der bestehenden Standorte im Vordergrund. Mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen (Stichtag 30. November 2017), sollte zum 1. Juli 2017 Gewissheit zur Erlaubnissituation bestehen. Durch das zögerliche Bearbeiten der Behörden waren zum Stichtag jedoch nach wie vor rund ein Drittel der Konzessionen noch nicht abschließend von den Erlaubnisbehörden beschieden und der Betrieb wird bis zur Bescheidung geduldet. In 248 Fällen liegt für die Konzessionen eine Neuerlaubnis vor und in 497 Fällen wurde für den Betrieb der Konzessionen ein Härtefall ausgesprochen, der einen befristeten Fortbetrieb einräumt. So hat sich als Folge der Umsetzung des Glücksspieländerungsstaatsvertrages und der begleitenden Landesspielhallengesetze seit dem Jahr 2017 im Spielhallenbereich eine spürbare Marktschrumpfung ergeben. Zu verkleinernde oder zu schließende Spielhallen der deutschen Betreibergesellschaften wirken sich nun zwangsläufig negativ auf die Umsatzerlöse aus. Jedoch zeigte sich bereits im Jahr 2017, dass die Reduktion von Glücksspielgeräten (durch geschlossene Spielhallen bzw. durch Konzessionsschließungen) zu einer höheren Geräteauslastung der verbleibenden Glücksspielgeräte und somit zu einem deutlichen Kompensationseffekt führt. Im Jahr 2017 wurde - wie schon in den Jahren davor - eine Neuevaluierung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte der deutschen Betreibergesellschaften durchgeführt. Der Impairment-Test umfasste alle Spielhallenstandorte der im gewerblichen Automatenspiel tätigen Betreibergesellschaften. Standorte mit finaler Bescheidung der Erlaubnisse wurden auf dieser Basis in den Werthaltigkeitstest einbezogen. Für alle anderen Standorte standen Szenarien zu Standort- und Konzessionsschließungen im Vordergrund, wobei die Untersuchung der Auswirkungen für die Spielstätten unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus dem Antragsverfahren in 2017 erfolgte. In Summe ergab sich ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 21,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR). Der betragsmäßig höchste Anteil fällt dabei auf die Wertminderung von Spielhallennutzungsrechten (unter Lizenzen im immateriellen Vermögen ausgewiesen) sowie die Wertminderung des Sachanlagevermögens (insbesondere Grundstücke und Bauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung). Im Rahmen der Neuevaluierung ergab sich bei einzelnen Spielstätten das Erfordernis einer Wertaufholung infolge einer geänderten Beurteilung der Auswirkungen für den jeweiligen Standort. In Summe ergab sich ein Wertaufholungsbedarf in Höhe von 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Die Werthaltigkeit der Vermögenswerte (insbesondere der Firmenwerte) wurde darüber hinaus auf der Cash Generating Unit Gaming Operations Deutschland durch einen Wertminderungstest überprüft und resultierte in einer deutlichen Überdeckung.
Auf das langfristige gebundene Vermögen im Segment Gaming Operations wurden Wertminderungen (abzüglich Wertaufholungen) von kumuliert 70,6 Mio. EUR (Vorjahr: 56,1 Mio. EUR) über die letzten Jahre vorgenommen. Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen beläuft sich auf 190,8 Mio. EUR (Vorjahr: 99,9 Mio. EUR) zum Bilanzstichtag. Vom genannten Buchwert entfallen 45,0 Mio. EUR auf Standorte ohne finale Bescheidung der Erlaubnisse per 31. Dezember 2017. Gaming Technology - Lottery Die NOVOMATIC Lottery Solutions-Gruppe (NLS) ist ein Full Service-Anbieter für internationale, staatlich konzessionierte Lotterieunternehmen. Die angebotenen Leistungen reichen von der Zurverfügungstellung von Lotterietechnologie, über kundenspezifische Entwicklungen, den operativen Systembetrieb, bis hin zum vollumfänglichen Service des täglichen Betriebs einer Lotterie. Die NOVOMATIC Lottery Solutions-Gruppe gliedert sich in das österreichische Unternehmen NOVOMATIC Lottery Solutions GmbH (zu 100% im Eigentum von NOVOMATIC AG) sowie sieben weitere Tochternehmen welche international tätig sind. Die Basis für die Entstehung der NLS-Gruppe wurde mit dem Erwerb des isländischen Unternehmens Betware Holding hf. (Betware) sowie der zugehörigen Tochtergesellschaften im Jahr 2013 gelegt. Im Jahr 2017 wurden Vertragsverhandlungen mit einem namhaften wesentlichen Kunden geführt. Die Zusammenarbeit mit diesem Kunden hätte einen signifikanten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der NLS-Gruppe gehabt. Im zweiten Halbjahr 2017 stellte sich jedoch heraus, dass die Zusammenarbeit mit dem Kunden nicht im erwarteten Maße zustande kommen wird. Auf Basis der neuen Erkenntnisse wurde die gesamte Geschäftsstrategie einer kritischen Prüfung unterzogen, wobei alle bestehenden Projekte neu evaluiert wurden und die den bestehenden Projekten zugrunde liegenden Finanzpläne überarbeitet werden mussten. Als Ergebnis dieser Maßnahme wurden die Cashflow-Prognosen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Gaming Technology - Lottery reduziert. Der Vergleich der Buchwerte mit den erzielbaren Beträgen (der Gruppen) von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) für Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, durchgeführt zum 30. September 2017, ergab einen Abwertungsbedarf von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Die Wertminderung entfällt zur Gänze auf den aktivierten Firmenwert.
Zusätzlich wurde im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung ein Abwertungsbedarf bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) und Sachanlagen in Höhe von 5,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) ermittelt. Weiters ist ergab sich im Zuge der verlustfreien Bewertung von Aufträgen das Erfordernis eine Drohverlustrückstellung für zukünftige Verluste zu bilden. Für die Ermittlung der Drohverlust-Rückstellung wurde jeweils das geplante EBITDA pro Projekt über die jeweilige Vertragslaufzeit herangezogen. Die Rückstellung beträgt in Summe 23,9 Mio. EUR. Sonstige - I-NEW Gruppe Die Ausführungen zum Impairment der I-NEW Gruppe werden zusammengefasst in Erläuterung (8.15) gegeben. (7.4) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen Grundstücke und Gebäude, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Die Bruttobuchwerte belaufen sich auf 36,4 Mio. EUR (Vorjahr: 35,8 Mio. EUR) sowie die kumulierten Abschreibungen auf 14,9 Mio. EUR (Vorjahr: 14,8 Mio. EUR). Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes wurden externe Gutachten von unabhängigen, lokalen Sachverständigen im jeweiligen Land im Geschäftsjahr 2015 eingeholt. Da sich die zugrundeliegenden Prämissen nicht wesentlich geändert haben, wurde eine Aktualisierung der Gutachten nicht vorgenommen. Die beizulegenden Zeitwerte (Fair Value Hierarchie - Stufe 3) belaufen sich auf 24,6 Mio. EUR (Vorjahr: 24,1 Mio. EUR). Erträge und Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind in unwesentlichem Umfang angefallen. (7.5) Anteile an assoziierten Unternehmen
Der Kreis, der nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, ist in der Beteiligungsübersicht dargestellt. Folgende Tabelle zeigt die Eckdaten aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der at-equity bilanzierten Unternehmen, wobei sich die Angaben auf 100 % und nicht auf den Anteil des NOVOMATIC-Konzerns an den assoziierten Unternehmen beziehen:
(7.6) Finanzanlagen
Der NOVOMATIC-Konzern hält indirekt 11,56% Anteile an der Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH (ÖLG) sowie direkte 17,19% Anteile an der Casinos Austria Aktiengesellschaft (CASAG). Diese beiden Finanzbeteiligungen werden mit einem beizulegenden Zeitwert von insgesamt 234,9 Mio. EUR unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen, da kein maßgeblicher Einfluss auf die beiden Gesellschaften ausgeübt werden kann. Die Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte befinden sich unter Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen (ausgenommen ÖLG und CASAG) ist der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar, so dass sie zu deren Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Abschreibungen infolge von Wertminderungen angesetzt sind. Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere umfassen im Wesentlichen Aktien und Schuldscheine. Sie unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. (7.7) Steuern Laufende Steuern:
Latente Steuern:
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse."
Die latenten Steueransprüche und -schulden resultieren aus folgenden zeitlich begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des IFRS-Abschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen.
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Direkt im Eigenkapital erfasste Ertragsteuern:
Die latenten Steuern sind mit -58,9 Mio. EUR (Vorjahr: -20,3 Mio. EUR) langfristig und mit 25,6 Mio. EUR (Vorjahr: 15,1 Mio. EUR) kurzfristig. Gemäß IAS 12 wurden latente Steueransprüche auf die vorhandenen Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 13,1 Mio. EUR) aktiviert, da diese mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können. Steuerforderungen werden mit Steuerverbindlichkeiten saldiert dargestellt, wenn sie gegenüber derselben Abgabenbehörde bestehen und wenn das Recht und die Absicht auf Aufrechnung bestehen. Im Jahr 2017 bestanden in Tochtergesellschaften, die im abgelaufenen Jahr oder in den Vorjahren Verluste erwirtschaftet haben, steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 375,7 Mio. EUR (Vorjahr: 237,2 Mio. EUR), die nicht als verwertbar angesehen werden. Von den nicht angesetzten latenten Steuern in Höhe von 91,2 Mio. EUR (Vorjahr: 57,7 Mio. EUR) für steuerliche Verluste verfallen 0,0 Mio. EUR im Jahr 2018 (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR im Jahr 2017) und 113,4 Mio. EUR in den Jahren 2019 ff (Vorjahr: 57,4 Mio. EUR in den Jahren 2018 ff). Auf temporäre Differenzen zwischen dem anteiligen IFRS-Eigenkapital und dem steuerlichen Buchwert der Tochterunternehmen in Höhe von 968,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1.001,4 Mio. EUR) wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da der Konzern in der Lage ist den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht auflösen werden. (7.8) Sonstiges langfristiges Vermögen
(7.9) Vorräte
In der Summe der Vorräte sind Wertberichtigungen in Höhe von 72,3 Mio. EUR (Vorjahr: 67,5 Mio. EUR) enthalten. (7.10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Die ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Wertberichtigungen in Höhe von 36,3 Mio. EUR (Vorjahr: 30,4 Mio. EUR). Die Wertminderungsaufwendungen der Berichtsperiode wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
Die oben dargestellten Forderungen beinhalten Beträge, die zum Bilanzstichtag überfällig sind, für welche der Konzern jedoch keine Wertminderung erfasst hat. Dies beruht darauf, dass die Bonität keinen wesentlichen Veränderungen unterlag und die Einbringlichkeit der ausstehenden Beträge weiterhin als gegeben angesehen wird. Die Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen enthalten mit 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 7,6 Mio. EUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Edelmetalle mit einem Buchwert von 52,1 Mio. EUR (Vorjahr: 35,3 Mio. EUR) werden zum jeweiligen gehandelten Marktwert (Fair Value Hierarchie - Stufe 2) ergebniswirksam bewertet. Die aus der Folgebewertung der Edelmetalle resultierende Wertänderung von - 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen erfasst. Die sonstigen kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Verrechnungen mit Zahlungsanbietern, geleistete Anzahlungen und sonstige Ertragsabgrenzungen. (7.11) Kurzfristiges Finanzvermögen
(7.12) Zahlungsmittel
Die ausgewiesenen Kassenbestände iHv 171,3 Mio. EUR (Vorjahr: 141,7 Mio. EUR) sind Großteils als Grundfüllungen der Glücksspielautomaten und Cash Reserven in den Glücksspielbetrieben gebunden. Bei den Bankguthaben zum 31. Dezember 2016 war ein Teilbetrag von 65,3 Mio. EUR für den potentiellen Erwerb von direkten und indirekten Anteilen an Casinos Austria Aktiengesellschaft hinterlegt. Diese Mittel wurden im Februar 2017 wieder frei disponierbar. Die Guthaben bei Kreditinstituten umfassen Fremdwährungen von 463,8 Mio. AUD (umgerechnet 301,4 Mio. EUR), welche für den Erwerb von rund 52% Anteilen an Ainsworth Game Technology Ltd. (Australien) im Jänner 2018 bestimmt waren. (7.13) Grundkapital Das Grundkapital in Höhe von 26,6 Mio. EUR (Vorjahr: 26,6 Mio. EUR) ist zur Gänze einbezahlt und verteilt sich auf 26.590.000 auf Namen lautende Stückaktien. Der auf eine Stückaktie entfallende anteilige Betrag am Grundkapital beträgt 1,0 EUR. (7.14) Kapitalrücklagen Die Kapitalrücklage in Höhe von 85,4 Mio. EUR (Vorjahr: 85,4 Mio. EUR) ist eine gebundene Rücklage. (7.15) Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen beinhalten das Konzernergebnis des laufenden Geschäftsjahres und die kumulierten Ergebnisse aus den Vorjahren. In den Gewinnrücklagen wird auch die Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungen mit -9,6 Mio. EUR (Vorjahr: -10,0 Mio. EUR) ausgewiesen, wobei die Veränderung von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: -2,1 Mio. EUR) im sonstigen Ergebnis erfasst wird. (7.16) Bewertungsrücklagen In der Bewertungsrücklage wird die Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten mit 35,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,2 Mio. EUR) ausgewiesen, wobei die Veränderung von 30,6 Mio. EUR (Vorjahr: 13,8 Mio. EUR) im sonstigen Ergebnis erfasst wird. Zudem wird auch das Ergebnis aus der Absicherung der Zahlungsströme (Cash Flow Hedge) mit -12,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) in den Bewertungsrücklagen dargestellt. Aus dem Bilanzgewinn der NOVOMATIC AG nach öUGB (österreichischem Unternehmensgesetzbuch) ist eine Ausschüttung von 20,0 Mio. EUR vorgesehen. (7.17) Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung Diese Position enthält Differenzen aus der Währungsumrechnung, die sich im Zuge der Konsolidierung ausländischer Tochtergesellschaften gegenüber Stichtagskursen ergeben und im Geschäftsjahr 2017 zu einer Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung von -14,3 Mio. EUR (Vorjahr: -28,5 Mio. EUR) im sonstigen Ergebnis führten. Die Endkonsolidierungen führten zu einer Umgliederung von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: -1,9 Mio. EUR) aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung. (7.18) Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen. Der den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnende Anteil aus der Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) wurde im sonstigen Ergebnis erfasst. Tochterunternehmen, an denen nicht beherrschende Anteile bestehen:
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Die Beteiligungsquote der nicht beherrschenden Anteile stimmt mit deren Stimmquote überein. Die zusammenfassenden Finanzinformationen (vor konzerninternen Eliminierungen) hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, sind nachfolgend angegeben:
Während des Geschäftsjahres 2017 hat der Konzern den Anteilsbesitz bei einigen Tochterunternehmen weiter aufgestockt. (7.19) Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Durch die NOVOMATIC AG wurden Anleihen zu folgenden Konditionen begeben:
Die Anleihen sind am geregelten Freiverkehr der Wiener Börse zugelassen. Der anteilige Buchwert von zurückgekauften eigenen Anleihen mit einem Nominale von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) wird von den Anleiheverbindlichkeiten in Abzug gebracht. Der beizulegende Zeitwert der Anleihen beträgt 989,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.145,0 Mio. EUR), davon 989,3 Mio. EUR (Vorjahr: 991,5 Mio. EUR) langfristiger Anteil und 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 153,5 Mio. EUR) kurzfristiger Anteil. Der beizulegende Zeitwert der Bankkredite und -darlehen beträgt 880,5 Mio. EUR (Vorjahr: 449,7 Mio. EUR). Bankkredite und -darlehen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren weisen einen Betrag in Höhe von 804,8 Mio. EUR (Vorjahr: 350,6 Mio. EUR) und über 5 Jahren in Höhe von 73,1 Mio. EUR (Vorjahr: 92,5 Mio. EUR) auf. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz beträgt 2,39 % (Vorjahr: 2,29 %). (7.20) Langfristige Rückstellungen
Rückstellung für Abfertigungen Abfertigungen sind Einmalzahlungen, welche im Wesentlichen Mitarbeitern in Österreich und Italien, aufgrund von gesetzlichen und kollektivvertraglichen Verpflichtungen im Kündigungsfall sowie bei Pensionsantritt zustehen. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge. Für diese künftigen Verpflichtungen werden Rückstellungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet. Die Bewertung erfolgte gemäß IAS 19 nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien mit einem Rechnungszinssatz von 1,30 % bis 1,89 % (Vorjahr: 1,31 % bis 1,58 %) und der Annahme einer Gehaltsentwicklung von 1,0 % bis 2,5 % (Vorjahr: 1,0 % bis 2,5 %). Als voraussichtlicher Pensionsantritt wurde der nach lokalen rechtlichen Bestimmungen frühestmögliche Zeitpunkt unterstellt. Abschläge auf Grund von Fluktuation oder sonstiger Umstände wurden nicht miteingerechnet. Im Personalaufwand enthaltene Aufwendungen für Abfertigungen:
In der Bilanz ausgewiesene Rückstellung für Abfertigungen:
Sensitivitätsanalyse für Abfertigung:
Zum 31. Dezember 2017 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsverpflichtungen länderabhängig zwischen 10 und 14 Jahre (Vorjahr: zwischen 10 und 15 Jahre). Für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern, dass Zahlungen von 5,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR) anfallen werden. Rückstellung für Pensionen Aufgrund von einzelvertraglichen Regelungen besteht für einige Konzernunternehmen die Verpflichtung, Mitgliedern des Vorstandes und Mitarbeitern ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Die Höhe dieser Pension bemisst sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach der Höhe der Bezüge zum Pensionierungszeitpunkt. Die Bewertung erfolgte gemäß IAS 19 nach dem laufenden Einmalprämienverfahren mit einem Rechnungszinssatz von 1,89 % bis 1,95 % (Vorjahr: 1,58 % bis 1,60 %) und einer Wertanpassung von 2,0 % bis 3,0 % (Vorjahr: 2,0 % bis 3,0 %). Im Personalaufwand enthaltene Aufwendungen für Pensionen:
In der Bilanz ausgewiesene Rückstellung für Pensionen:
Zum 31. Dezember 2017 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen länderabhängig zwischen 2 und 14 Jahre (Vorjahr: zwischen 3 und 15 Jahre). Für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern, dass Zahlungen von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) anfallen werden. Rückstellung für Jubiläumsgelder Mitarbeitern stehen bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder zu, die sich aufgrund von kollektivvertraglichen Regelungen ergeben. Die Bewertung der Jubiläumsgeldverpflichtung erfolgte unter der Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,55 % bis 1,95 % (Vorjahr: 1,58 % bis 1,70 %) und der Annahme einer Gehaltsentwicklung von 1,75 % bis 2,5 % (Vorjahr: 1,75 % bis 2,50 %). Ein Fluktuationsabschlag auf Grundlage der unternehmensinternen 3-jährigen Austrittsstatistik und unter Berücksichtigung der individuellen Verbleibewahrscheinlichkeit bis zum jeweiligen Jubiläumsgeldanfall wurde berücksichtigt. Im Personalaufwand enthaltene Aufwendungen für Jubiläumsgelder:
In der Bilanz ausgewiesene Rückstellung für Jubiläumsgelder:
Sonstige langfristige Rückstellungen Die übrigen langfristigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Vorsorgen für Rückbauverpflichtungen und Drohverlusten aus Aufträgen. Die Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
(7.21) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
Die Kaufpreisverpflichtungen umfassen bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenszusammenschlüssen sowie Verpflichtungen aus geschriebenen Put-Optionen über nicht beherrschende Anteile. (7.22) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
(7.23) Kurzfristige Rückstellungen
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Die anderen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Vorsorgen für Drohverluste aus Aufträgen und für Standorte zusammen. (7.24) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beruht im Wesentlichen auf der Abgrenzung der erhaltenen Mietsonderzahlungen für Geldspielgeräte sowie Treueboni für Kunden in Deutschland. Die Kaufpreisverpflichtungen umfassen bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenszusammenschlüssen sowie noch nicht fällige Kaufpreisbestandteile aus Unternehmenszusammenschlüssen bzw. Finanzinvestitionen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen erhaltene Kautionen, ausstehende Eingangsrechnungen, abgegrenzte Zinsen und Verbindlichkeiten aus offenen Spielen und Wetten. (8) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. (8.1) Umsatzerlöse
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8
(8.2) Glücksspielabgaben und Wettgebühren
(8.3) Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie aktivierte Eigenleistungen
Die aktivierten Eigenleistungen betreffen überwiegend die selbsterstellten elektronischen Glücksspielautomaten. (8.4) Sonstige betriebliche Erträge
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8
Die Erträge aus der Veräußerung von Unternehmen resultieren aus dem Verkauf von vollkonsolidierten Tochterunternehmen in der jeweiligen Berichtsperiode sowie Earn Out-Verrechnungen aus früheren Veräußerungen. Die übrigen betrieblichen Erträge umfassen insbesondere Transporte, Tronc, Versicherungen und sonstigen Nebenerlösen. (8.5) Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8
(8.6) Personalaufwand
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8
In den Aufwendungen für Abfertigungen sind 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) sowie in den Aufwendungen für Altersversorgung 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR) für beitragsorientierte Pläne enthalten. Der Anstieg des Personalaufwandes ist vor allem auf den Anstieg der Anzahl der Mitarbeiter im Konzern zurückzuführen. Der durchschnittliche Mitarbeiterstand entwickelte sich wie folgt:
(8.7) Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8
Die Aufgliederung der Jahresabschreibungen nach einzelnen Positionen ist unter den Erläuterungen (7.1), (7.2) und (7.3) ersichtlich. Die Wertminderungen betreffen mit 23,1 Mio. EUR (Vorjahr: 9,1 Mio. EUR) das Segment "Gaming Technology", mit 31,1 Mio. EUR (Vorjahr: 24,2 Mio. EUR) das Segment "Gaming Operations" und mit 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) "Other". Die Wertaufholungen verteilen sich mit 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) auf das Segment "Gaming Technology', mit 9,0 Mio. EUR (Vorjahr: 7,8 Mio. EUR) auf das Segment "Gaming Operations" und mit 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) auf das Segment "Other". (8.8) Sonstige betriebliche Aufwendungen
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8
Die ausgewiesenen Mietaufwendungen für Immobilien, Geldspielgeräte und sonstige Vermögenswerte resultieren aus Operating Lease Vereinbarungen. Bezüglich weiterer Details wird auf die Erläuterung (12) verwiesen. Die sonstigen Aufwendungen umfassen insbesondere Ausgangsfrachten, weiterverrechnete Kosten, diverse Dienstleistungen, Spesen des Geldverkehrs, Beiträge und Verwaltungskosten. (8.9) Zinserträge
(8.10) Sonstige Finanzerträge
Aus der Finanzinvestition in Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH (ÖLG) wurden Beteiligungserträge von 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR) erzielt. Die übrigen Beteiligungserträge resultieren mit rund 11,0 Mio. EUR aus Veranlagungen in Aktien von österreichischen Banken bzw. internationalen Unternehmen. (8.11) Zinsaufwendungen
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8
(8.12) Sonstige Finanzaufwendungen
(8.13) Währungsgewinne/-verluste aus konzerninternen Finanzierungen Aus konzerninternen Finanzierungen resultierende Fremdwährungseffekte werden gesondert unter diesem Posten ausgewiesen, da diese mit der Finanzierungstätigkeit in engem Zusammenhang stehen. Die Währungsgewinne/-verluste aus konzerninternen Finanzierungen belaufen sich auf -7,4 Mio. EUR (Vorjahr: -5,9 Mio. EUR). (8.14) Steueraufwendungen
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8
Die Überleitung der Ertragsteuerbelastung unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25 % (Vorjahr: 25 %) auf den effektiven Steuersatz des Geschäftsjahres 2017 stellt sich wie folgt dar:
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8
Im sonstigen Ergebnis erfasste Ertragsteuern:
(8.15) Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen Im Jahr 2013 erwarb NOVOMATIC AG ca. 76,8 % der Anteile an der I-New Gruppe. Das Unternehmen besteht aus der österreichischen I-New Unified Mobile Solutions AG mit Sitz in Mattersburg sowie ihren internationalen Tochtergesellschaften. Die I-New Gruppe ist einer der führenden globalen Anbieter von kombinierten BSS (Business Support Systems) und OSS (Operating Support Systems) Technologien, welche für Mobile Virtuelle Netzwerk Betreiber (MVNO - Mobile Virtual Network Operator) als auch MNOs (Mobile Network Operators) eingesetzt werden. Die Lösungen zielen auf den Massenmarkt als auch auf den Nischenmarkt ab. Das Unternehmen ist mit seinem Produktangebot mittlerweile auf allen Kontinenten präsent und erwirtschaftet ca. 80 % des Umsatzes außerhalb der Europäischen Union (im Wesentlichen in Lateinamerika und Asien). Im Geschäftsjahr 2017 stellte sich heraus, dass von Lieferanten verursachte Qualitätsmängel und Verzögerungen zu einer erheblich verspäteten Fertigstellung einer wesentlichen Ausbaustufe der von I-New angebotenen Technologielösung führen werden. Während die Umsätze aus mehrjährigen Geschäftsverträgen eine stabile Entwicklung aufwiesen (11,9 Mio. EUR in 2015,12,3 Mio. EUR in 2016 und 12,0 Mio. EUR in 2017), kam es aufgrund der genannten Verzögerung zu einem Umsatzeinbruch aus Projektneugeschäften in Höhe von ca. 80 % (7,6 Mio. EUR in 2016 gegenüber 1,3 Mio. EUR in 2017). Im Q4/2017 galt der Entwicklungsrückstand als überwunden. Bedingt durch den Verlust von Umsätzen aus geplanten Neuprojekten sah sich die I-New Gruppe im Q2/2017 mit einem unerwarteten Liquiditätsengpass konfrontiert, womit nicht nur die Einleitung eines umfassenden operativen Restrukturierungsprozesses, sondern auch die Durchführung eines Werthaltigkeitstests gem. IAS 36 im Rahmen der Halbjahresfinanzberichterstattung notwendig wurden. Letzterer führte zu einem Wertberichtigungsbedarf des Firmenwerts und anderer immaterieller Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 12,4 Mio. EUR. Das Geschäftsumfeld von I-New in Lateinamerika war geprägt durch zunehmenden Verdrängungswettbewerb unter MVNO-Kunden in Mexiko und Kolumbien sowie herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Peru. Die daraus resultierende Konsequenz war ein Forderungswertberichtigungsbedarf in Höhe von 5,8 Mio. EUR. Die Ursachen für diese Wertberichtigung lagen unter anderem in einer Vertragsneuverhandlung mit einem bestehenden Kunden und einem Forderungsverzicht infolge eines Eigentümerwechsels. Im November des Jahres 2017 wurde die strategische Entscheidung zugunsten einer Veräußerung der Mehrheitsanteile an der I-New Gruppe getroffen, in deren Folge ein strukturierter Verkaufsprozess gestartet wurde. Nach aktueller Einschätzung ist mit einem Signing des Anteilsverkaufes in der zweiten Jahreshälfte 2018 zu rechnen. Aufgrund des vorliegenden Sachverhalts waren die Klassifizierungs-, Darstellungs- und Bewertungsvorschriften von IFRS 5 anzuwenden womit die I-New Gruppe im Konzernabschluss des Jahres 2017 als Veräußerungsgruppe dargestellt wurde. Dementsprechend erfolgt ein separater Ausweis der Vermögenswerte bzw. Schulden in der Bilanz und des Ergebnisses aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich in der Gewinn- und-verlustrechnung. Vermögenswerte und Schulden einer zur Veräußerung gehaltenen Gruppe
Zur Besicherung von Krediten wurden Pfandrechte auf Sachanlagen (insbesondere Liegenschaften) mit einem Betrag von 1,3 Mio. EUR begeben. Gewinn/Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
Cash-Flow aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
(9) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Darstellung der Konzern-Kapitalflussrechnung erfolgt getrennt nach Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Für die Darstellung der Konzern-Kapitalflussrechnung wurde die indirekte Methode gewählt. Der Finanzmittelbestand entspricht dem Kassenbestand sowie den Bankguthaben. Der Konzern hat die folgenden nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten aufgenommen, die nicht in der Kapitalflussrechnung Niederschlag finden: Forderungen aus dem Verkauf von einbezogenen Unternehmen mit 35,0 Mio. EUR (Vorjahr: 10,8 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten bzw. Verrechnungen aus dem Erwerb von Unternehmen mit 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 27,8 Mio. EUR). (10) Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Der NOVOMATIC-Konzern wird vom Vorstand anhand von zwei Geschäftsbereichen gesteuert. Diese strategischen Bereiche bilden die Grundlage für die Segmentberichterstattung. Das Segment "Gaming Technology' beinhaltet die Produktion, den Verkauf und die Vermietung von Glücksspielgeräten und Unterhaltungsautomaten sowie das Online B2B-Geschäft. Das Segment "Gaming Operations" umfasst den Betrieb von Spielbanken und elektronischen Automatencasinos, das Wettgeschäft mit Sport- und Pferdewetten sowie das Online B2C-Geschäft. Die Wertansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den auf den IFRS-Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Jene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, welche nicht in direktem Zusammenhang zum Glücksspielbereich stehen, werden unter "Other" subsumiert. Die Überleitung umfasst konsolidierungsbedingte Anpassungen. Der intersegmentäre Leistungsaustausch betrifft Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Geschäftsbereichen. Die Verrechnung erfolgt zu marktüblichen Preisen. In der Überleitung der Segmentumsatzerlöse bzw. des Segmentergebnisses auf die Daten des Konzernabschlusses werden konzerninterne Aufwendungen und Erträge eliminiert. Das Segmentvermögen setzt sich im Wesentlichen aus dem immateriellen Anlagevermögen, den Sachanlagen, den Vorräten sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und dem Kassenguthaben zusammen. Die Segmentverbindlichkeiten bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen sowie passiven Rechnungsabgrenzungsposten. Bei der Überleitung des Segmentvermögens bzw. der Segmentschulden werden insbesondere konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Schuldenkonsolidierung entfernt. Nicht zugeordnetes Vermögen bzw. Schulden umfassen jene Posten der Bilanz, welche nicht in die Definition des Segmentvermögens bzw. der Segmentverbindlichkeiten fallen, und dienen der Überleitung auf die Konzernwerte. Im Rahmen des Konzernabschlusses der NOVOMATIC AG wurde in Abstimmung mit dem lokalen Management in Italien die aktuelle betriebliche Tätigkeit sowie die im Budgetzeitraum geplante betriebliche Tätigkeit von Admiral Gaming Network S.r.l. neu evaluiert. Admiral Gaming Network S.r.l. ist als einer von 13 italienischen Konzessionären für die Vernetzung von VLTs und AWPs verantwortlich. Die betriebliche Tätigkeit beschränkt sich somit auf die Bereitstellung der Lizenzen/Konzessionen für den Betrieb der Geldspielgeräte (AWP + VLT) am italienischen Markt. Aufgrund der Erkenntnisse aus dieser Neuevaluierung wurde beschlossen, die Gesellschaft dem Segment Gaming Technology statt dem Segment Gaming Operations zuzuordnen. Segmentumsatzerlöse 01 - 12/2017
01 - 12/2016
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8 bzw. IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Segmentergebnis 01 - 12/2017
01 - 12/2016
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8 bzw. IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Segmentvermögen und Segmentschulden 2017
2016
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8 bzw. IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Sonstige Segmentinformationen 2017
2016
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8 bzw. IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Geografische Informationen Die Umsatzerlöse und das Vermögen des Konzerns in den einzelnen Regionen stellen sich wie folgt dar: 01 - 12/2017
01 - 12/2016
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IAS 8 bzw. IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Die Zurechnung der Umsatzerlöse zu den Regionen folgt dem Sitzlandprinzip. Das geografische Segment Online enthält alle Gesellschaften, deren Geschäftstätigkeit hauptsächlich oder ausschließlich im Online-Bereich liegt. (11) Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten
1) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund
geänderter Darstellung
Bewertung von Finanzinstrumenten a) Beizulegender Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Einige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns werden für Zwecke der Finanzberichterstattung zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
Wertpapiere, klassifiziert als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, betreffen börsennotierte Eigenkapitalinstrumente wie zum Beispiel Aktien bzw. Schuldinstrumente wie zum Beispiel Anleihen. Bei der Bewertung wird auf die notierten Geldkurse an einem aktiven Markt zurückgegriffen. Die Finanzbeteiligungen umfassen die indirekt gehaltenen 11,56% Anteile an der Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH (ÖLG) sowie die direkten 17,19% Anteile an der Casinos Austria Aktiengesellschaft (CASAG). Für die Marktwertbewertung der beiden Finanzbeteiligungen wurden intern erstellte Unternehmensbewertungen unter Anwendung von anerkannten Multiplikator-Verfahren verwendet. Die Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH ist berechtigter Konzessionär des Bundes im Rahmen des Glücksspielmonopols für die Dauer bis 30. September 2027 und führt die Glücksspiele Lotto "6 aus 45", Euromillionen, Toto, Torwette, Zahlenlotto 1-90, das Zusatzspiel "Joker", die Brief- und Rubbellotterie, Elektronische Lotterien (Online-Glücksspiel) auf www.win2day.at und in Video Lotterie Terminal- Outlets, Keno, Klassenlotterie, Bingo und die Nummernlotterie "Toi Toi Toi" durch. Für die Marktwertbewertung wurde ein Branchenmultiplikator angewendet, welcher aus einer Vergleichsgruppe von sechs internationalen Lotterieunternehmen abgeleitet wurde. Der wesentliche Inputfaktor ist hierbei das Verhältnis des Enterprise Value zu EBITDA bzw. zu EBIT für die ausgewählte Peer Group, welcher auf den aktuell am Markt verfügbaren Finanzdaten beruht und die durchschnittliche Marktkapitalisierung zum Ausdruck bringt. Zum Zeitpunkt der Angebotslegung bzw. des Anteilserwerbes betrug der EV/EBITDA-Multiplikator 7,83 bzw. EV/EBIT-Multiplikator 8,89. Die aktualisierte Ermittlung der genannten Multiplikatoren führte zu einem EV/EBITDA-Multiplikator 7,89 bzw. EV/EBIT-Multiplikator 9,50 für das Geschäftsjahr 2017. Zunächst wurden die anteiligen EBITDAs bzw. EBITs der ÖLG und deren Tochter-/Enkelgesellschaften aus den zuletzt verfügbaren öffentlich zugänglichen Finanzinformationen mit diesen beiden Multiplikatoren hochgerechnet. Der so ermittelte Entity Value wurde um das Netto-Finanzvermögen erhöht bzw. die Netto-Finanzverbindlichkeiten reduziert und um den Sonderwert der Beteiligungen angepasst. Dieser Equity Value für 100% Anteile wurde unter Berücksichtigung eines unveränderten Aufschlages von 12,36% auf EBITDA-Basis bzw. 13,17% auf EBIT-Basis für die Anteilsübernahme angepasst und beträgt rund 996,0 Mio. EUR. Demnach ergab sich ein aktueller Marktwert für die 11,56% Beteiligung von 115,1 Mio. EUR zum Bilanzstichtag. Aus dieser Folgebewertung resultierte eine erfolgsneutrale Erfassung (Aufwertung) von 12,5 Mio. EUR im Eigenkapital. Eine Erhöhung des Multiplikators um 0,5x würde zu einem Anstieg des beizulegenden Zeitwertes um 5,9 Mio. EUR bzw. eine Erhöhung des zugrundeliegenden EBITDAs/EBITs des Bewertungsobjektes um 10% zu einem Anstieg des beizulegenden Zeitwertes um rund 10,2 Mio. EUR führen. Die Casinos Austria AG ist berechtigter Konzessionär des Bundes im Rahmen des Glücksspielmonopols für die Dauer bis zum 31. Dezember 2027 bzw. bis zum 31. Dezember 2030 und betreibt in Österreich zwölf Spielbanken mit Tages- und Abendspiel. Die Standorte sind Baden, Bregenz, Graz, Innsbruck, Kitzbühel, Kleinwalsertal, Linz, Salzburg, Seefeld, Velden, Wien und Zell am See. Die Casinos bieten unter anderem folgende Glücksspiele an: Roulette, verschiedene klassische Poker-Varianten, Baccara Chemin de fer, Black Jack, Double Hit, Einundvierzig, Seven Eleven, Glücksrad, Punto Banco, Red Dog, Sie Bo, Nevada, Tropical Stud Poker, Easy Poker, Easy Black Jack und Glücksspielautomaten. Für die Marktwertbewertung kam ein zweistufiger gewichteter Branchenmultiplikator zur Anwendung. Bei der Bewertung der CASAG Anteile wurden der Beitrag der ÖLG (68%ige Mehrheitsbeteiligung der CASAG) und der Beitrag der übrigen CA-SAG-Gesellschaften gesondert betrachtet. Zur Ermittlung des Branchenmultiplikators für die übrigen CASAG-Gesellschaften diente eine Vergleichsgruppe von 10 internationalen Casinounternehmen. Zum Zeitpunkt der Angebotslegung bzw. des Anteilserwerbes betrug der EV/EBITDA-Multiplikator 9,11 bzw. EV/EBIT-Multiplikator 13,35. Die aktualisierte Ermittlung der genannten Multiplikatoren führte zu einem EV/EBITDA-Multiplikator 10,29 bzw. EV/EBIT-Multiplikator 14,46 für das Geschäftsjahr 2017. Eine Gewichtung der Multiplikatoren aus ÖLG-Bewertung und übrige CASAG-Gesellschaften wurde entsprechend dem EBITDA- bzw. EBIT-Beitrag vorgenommen und führt zu einem durchschnittlichen EV/EBITDA-Multiplikator von 8,64 bzw. EV/EBIT-Multiplikator von 10,83 für das Geschäftsjahr 2017. Zunächst wurden EBITDA bzw. EBIT aus den zuletzt verfügbaren öffentlich zugänglichen Finanzinformationen der CASAG-Gruppe mit diesen beiden Multiplikatoren hochgerechnet. Der so ermittelte Entity Value wurde um das Netto-Finanzvermögen erhöht bzw. die Netto-Finanzverbindlichkeiten reduziert sowie um die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bereinigt. Der sich daraus ergebende Equity Value für 100% Anteile wurde unter Berücksichtigung eines unveränderten Abschlages von 24,4% auf EBIT-DA-Basis bzw. 18,2% auf EBIT-Basis für die Anteilsübernahme angepasst und beträgt rund 696,4 Mio. EUR. Demnach ergab sich ein aktueller Marktwert für die 17,2% Beteiligung von 119,8 Mio. EUR zum Bilanzstichtag. Aus dieser Folgebewertung resultierte eine erfolgsneutrale Erfassung (Aufwertung) von rund 25,7 Mio. EUR im Eigenkapital. Eine Erhöhung des Multiplikators um 0,5x würde zu einem Anstieg des beizulegenden Zeitwertes um 10,3 Mio. EUR bzw. eine Erhöhung des zugrundeliegenden EBITDAs/EBITs des Bewertungsobjektes um 10% zu einem Anstieg des beizulegenden Zeitwertes um 19,1 Mio. EUR führen. Die derivativen Finanzinstrumente umfassen grundsätzlich Zinsswaps, Zinsoptionen und Devisentermingeschäfte, deren Marktwert unter Anwendung des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens ermittelt wird. Dazu werden die am Bewertungstag ermittelten zukünftigen Cashflows mit den betreffenden laufzeitkonformen Diskontsätzen abgezinst (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag bzw. die letzten gültigen Zinskurven vor dem Bilanzstichtag (27. Dezember 2017)). Die Marktbewertungen der derivativen Finanzinstrumente erfolgen durch das eigene Treasury-Management-System sowie durch die involvierten Bankinstitute. Der Marktwert für Derivate entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung der Geschäfte am Bilanzstichtag rechnerisch erhalten würde oder zahlen müsste. Die Veränderung des Marktwertes wird ergebniswirksam erfasst soweit kein Hedge-Accounting angewendet wurde. Der NOVOMATIC-Konzern hat zur Absicherung von Finanzrisiken die folgenden Derivate abgeschlossen:
Der NOVOMATIC-Konzern hatte sich über eine Option das Recht zum Erwerb von Anteilen an einer nicht börsennotierten Gesellschaft zugesichert. Aufgrund der vereinbarten Überbindung der Option an einen unabhängigen Vertragspartner erfolgte die Bewertung mit 4,0 Mio. EUR im Vorjahr. In der aktuellen Berichtsperiode wurde die Übertragung erfolgreich vollzogen. Die Kaufpreisverpflichtungen bestehen aus bedingten Kaufpreisen sowie aus geschriebenen Put-Optionen über nicht beherrschende Anteile. Die bedingten Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben resultieren aus vertraglichen Verpflichtungen des erwerbenden Konzernunternehmens, wonach eine Kaufpreisnachbesserung an den Verkäufer bei Erreichen von vertraglich definierten Finanzkennzahlen (z.B. Umsatz- bzw. EBITDA-Ziele) innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens nach dem Closing zu leisten ist. Der Bewertung der Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisen werden aktualisierte Umsatzplanungen bzw. EBITDA-Prognosen zugrunde gelegt. Die bedingten Gegenleistungen werden mit 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten (Kaufpreisverpflichtungen) und mit 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 14,9 Mio. EUR) unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten (Kaufpreisverpflichtungen) in der Bilanz ausgewiesen. Die Veränderung bei den bedingten Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben um -11,9 Mio. EUR resultiert mit einem Zugang von 3,0 Mio. EUR aus Akquisitionen sowie mit einem Abgang von -14,9 Mio. EUR aus Erfüllung. Die Kaufpreisverpflichtungen haben eine Restlaufzeit von rund drei Jahren. Die aus den geschriebenen Put-Optionen über nicht beherrschende Anteile resultierenden Verpflichtungen werden als Verbindlichkeiten bilanziert. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt in Abhängigkeit von der zugrundeliegende Vereinbarung. Die Put-Optionen werden mit 41,2 Mio. EUR (Vorjahr: 14,6 Mio. EUR) unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten (Kaufpreisverpflichtungen) und mit 16,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,8 Mio. EUR) unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten (Kaufpreisverpflichtungen) in der Bilanz ausgewiesen. Die Veränderung um 38,0 Mio. EUR resultiert mit einem Zugang von 39,7 Mio. EUR aus Akquisitionen sowie mit einem Abgang von -1,7 Mio. EUR aus Entfall bzw. Wertanpassung. Die Put-Optionen sind jederzeit bzw. nach Ablauf einer bestimmten vertraglichen Laufzeit (maximal drei Jahre) ausübbar. Betreffend den erwarteten Unternehmenserwerb an Ainsworth Game Technology Ltd., welcher in AUD zu begleichen ist, wurden zur Absicherung des FX-Cashflow-Risikos aus der erwarteten Kaufpreiszahlung (Grundgeschäft) derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) und nicht-derivative Finanzinstrumente (Bankguthaben) als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges eingesetzt. Mit der Kaufpreiszahlung wurde für Beginn 2018 gerechnet. In diesem Zeitpunkt wird der effektive Teil der Sicherungsbeziehung im Rahmen des Basis Adjustments dem Firmenwert zugeordnet und führt somit erst bei entsprechender GuV-wirksamer Änderung des Firmenwerts zu einer GuV-Auswirkung. Zum 31.12.2017 sind Bankguthaben in Höhe von 300,2 Mio. EUR als Sicherungsinstrumente designiert. In 2017 wurden aus der Veränderung der Sicherungsinstrumente -12,5 Mio. EUR im sonstigen Ergebnis erfasst. b) Beizulegender Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bei denen der beizulegende Zeitwert aber anzugeben ist Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:
Für den Zeitwert der Anleihen wurde der Börsenkurs zum Bewertungsstichtag bzw. die letzten gültigen Börsenkurse vor dem Bilanzstichtag (27. Dezember 2017) herangezogen. Der Marktwert der Bank- und Leasingverbindlichkeiten wurde durch Diskontierung der zukünftigen, mit diesen Verbindlichkeiten verbundenen, fixen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz zum Abschlussstichtag ermittelt. Bei Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten entspricht der Fair Value in etwa dem Buchwert aufgrund der kurzfristigen Restlaufzeiten. Bei Ausleihungen, Darlehen, sonstigen langfristigen finanziellen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten wird von keiner wesentlichen Abweichung des Fair Values zum Buchwert ausgegangen und dem Ausfallsrisiko durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Nettoergebnis je Kategorie gemäß IAS 39
Kapitalrisikomanagement Das Ziel des Kapitalrisikomanagements ist die aktive Steuerung der Kapitalstruktur des Konzerns sowie die der Einzelgesellschaften. Durch die Gewährleistung einer angemessenen Eigenkapitalquote werden die Fremdkapitalkosten reduziert und die hohe Ertragskraft der einzelnen Konzernunternehmen und des Konzerns nachhaltig gesichert, sodass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Die Entwicklung der Kapitalstruktur wird anhand der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Nettoverschuldung im Verhältnis zu EBITDA überwacht. Diese Kennzahlen werden regelmäßig quantifiziert und halbjährlich an den Vorstand berichtet, welcher diese neben anderen Kennzahlen als Steuerungsgrößen für die weitere Unternehmensentwicklung heranzieht. Die Eigenkapitalquote berechnet sich aus dem Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme. Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem Grundkapital, den Kapital-, Gewinn- sowie Bewertungsrücklagen zuzüglich Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung sowie nicht beherrschende Anteile. Die Nettoverschuldung ergibt sich aus der Summe der langfristigen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Zahlungsmittel. Die Verschuldungskennzahl berechnet sich als Nettoverschuldung im Verhältnis zu Betriebserfolg zuzüglich Abschreibungen (EBITDA). Der NOVOMATIC-Konzern ist aufgrund seiner vertraglich vereinbarten Financial Covenants verpflichtet, eine Eigenkapitalquote von mindestens 20,0 % und eine Nettoverschuldung im Verhältnis zu EBITDA von höchstens 3,75x einzuhalten. Die Kennzahlen Eigenkapitalquote sowie Nettoverschuldung zu EBITDA zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016 ermitteln sich wie folgt:
Die NOVOMATIC AG wurde im Oktober 2015 erstmalig von der Ratingagentur Standard & Poors (S&P) bewertet und besitzt zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses ein BBB-Rating mit stabilem Ausblick. Finanzrisikomanagement Der NOVOMATIC-Konzern überwacht, steuert und begrenzt die mit den Geschäftsbereichen der Gruppe verbundenen Finanzrisiken. Die Steuerung finanzieller Risiken wird durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes Treasury-Management-System unterstützt. Für die Gruppe relevante Finanzrisiken werden durch ein laufendes Monitoring beobachtet und bei Bedarf mittels geeigneter Maßnahmen und Instrumente (z.B. derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps und Devisentermingeschäfte) abgesichert, um das aus dem Grundgeschäft resultierende finanzielle Risiko zu reduzieren. Die Identifizierung, Analyse und Bewertung der Finanzrisiken sowie die Entscheidung über den Einsatz von Absicherungsmaßnahmen und die Auswahl der betreffenden Absicherungsinstrumente erfolgt grundsätzlich durch das Konzern-Treasury. Jeglicher Einsatz von derivativen Instrumenten auf Ebene der Konzerngesellschaften wird gemäß Konzernrichtlinie vorab mit Konzern-Treasury abgestimmt. Liquiditätsrisiko Das Liquiditäts- bzw. Finanzierungsrisiko umfasst das Risiko, jederzeit über ausreichende Liquidität zu verfügen bzw. die Möglichkeit zu haben, erforderliche Finanzmittel mit marktüblichen Konditionen zeitgerecht von Investoren abzurufen, um fällige Verbindlichkeiten jederzeit fristgerecht zu bedienen oder für konzerninterne Zwecke Intercompany-Finanzierungen und -Haftungen bereitzustellen. Darüber hinaus ist der Bedarf an liquiden Mitteln in der Glücksspielbranche, insbesondere in den eigenen Glücksspielbetrieben durch gebundenes Bargeld, hoch. Ein Teil der ausgewiesenen liquiden Mittel umfasst die Grundfüllungen der Glücksspielautomaten und Barmittelreserven in den Glücksspielbetrieben. Unter Berücksichtigung der gewählten Konzernstrategie und -planungsprozesse erfolgt sowohl eine kurzfristige als auch langfristige rollierende Liquiditätsplanung, die ein aktuelles Bild der zu erwartenden Liquiditätsentwicklung auf Konzernebene bieten soll. Der mittel- und langfristige Liquiditäts- bzw. Finanzierungsbedarf des NOVOMATIC-Konzerns wird rollierend auf Basis der geplanten Zahlungsströme ermittelt. Aufgrund der konservativen Finanzierungs- und Verschuldungspolitik sowie der konservativen Veranlagungspolitik des Konzerns ist das Liquiditätsrisiko des NOVOMATIC-Konzerns begrenzt. Trotzdem räumt der NOVOMATIC-Konzern dem Liquiditätsrisiko und dessen Steuerung einen hohen Stellenwert ein. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität zu gewährleisten, wird eine Liquiditätsreserve in Form von revolvierend ausnutzbaren Kreditlinien und Bankguthaben gehalten. Im März 2017 wurde eine syndizierte revolvierend ausnutzbare Kreditlinie mit einer Laufzeit von fünf Jahren (inkl. zweimaliger Verlängerungsoption um ein Jahr) mit 13 Banken abgeschlossen. Die drei bestehenden revolvierend ausnutzbaren Kreditlinien in Höhe von EUR 440,0 Mio. wurden so in einer Kreditlinie gebündelt und durch diese refinanziert. Bei der Auswahl der Banken wurde darauf geachtet, dass die Investorenbasis geografisch diversifiziert bleibt. So beteiligten sich Kreditinstitute aus allen wesentlichen Krenmärkten an der Finanzierung. Per 31. Dezember 2017 war die Kreditlinie mit EUR 460 Mio. ausgenutzt. Die im Oktober 2010 emittierte Anleihe (ISIN AT0000A0KSM6) über 150,0 Mio. EUR wurde am 27. Oktober 2017 vereinbarungsgemäß zurückbezahlt. In der folgenden Tabelle werden alle zum Stichtag vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente dargestellt. Für derivative Finanzinstrumente wird der Marktwert angegeben, während für die übrigen Verpflichtungen die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre dargestellt werden:
Aufgrund des hohen Zahlungsmittelbestandes, den kurzfristig verfügbaren Veranlagungen sowie der revolvierend ausnutzbaren Kreditlinien ist die terminkonforme Zahlung der Verbindlichkeiten jederzeit gewährleistet. Kontrahentenrisiko Das Kontrahentenrisiko bezeichnet das Risiko des Zahlungsverzugs oder -ausfalls von jeglichen Vertragspartnern. Im Finanzbereich unterhält der NOVOMATIC-Konzern vorwiegend Geschäftsbeziehungen zu Banken und Versicherungen mit entsprechend guter Bonität (mindestens Investment Grade Rating von S&P, Moodys oder Fitch). Zur Überwachung des Ausfallsrisikos für Anlagen (Guthaben auf Bankkonten, Geldmarktveranlagungen, Kapitalmarktveranlagungen, Wertpapiere) und derivativen Finanzinstrumenten (positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) ist im NOVOMATIC-Konzern ein Limitwesen installiert, mit dem Ziel die Mittel ausgewogen zu verteilen und Klumpenrisiken zu vermeiden. Dabei werden jedem finanziellen Kontrahenten regelmäßig eine Bonitätsstufe (Ratingeinstufung, CDS-Spreads, Common Equity Tier 1 Ratio) zugeordnet und entsprechend der Bonitätsklasse ein Limit zugewiesen. In Ausnahmefällen, wo die Bündelung von Guthaben für größere Zahlungen notwendig ist (z.B. Kaufpreiszahlung im Rahmen von M&A Transaktionen), kann es zu einer kurzfristigen Überschreitung der Limits kommen. Im Falle einer Limit-Überschreitung werden zeitnahe Maßnahmen ergriffen, um die definierten Zielgrößen einzuhalten. Der NOVOMATIC-Konzern ist neben dem Finanzbereich auch im Vertriebsgeschäft einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt, weil Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht betragsgenau bzw. fristgerecht nachkommen.. Teilweise, insbesondere bei Neukunden, wird das Ausfallsrisiko durch zusätzlich geforderte Sicherheiten, wie z.B. erhaltene Kautionen und im Exportgeschäft mittels Dokumentenakkreditiv, reduziert. Des Weiteren wird durch vertraglich gesicherte Eigentumsvorbehalte, Anzahlung bzw. Vorauszahlung, Bankeinzug und Gewährung kurzer Zahlungsziele das Ausfallsrisiko des NOVOMATIC-Konzerns weiter reduziert. Aufgrund der Vielzahl von externen Kunden liegt derzeit keine wesentliche Konzentration von Ausfallsrisiken vor. Das maximale Ausfallsrisiko für Kundenforderungen gegenüber Dritten und Darlehen an Geschäftspartner ist mit dem Buchwert der Forderungen begrenzt. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmittel, zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente, sonstige Finanzinstrumente außer derivative Finanzinstrumente) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Finanzinstrumente. Bei derivativen Finanzinstrumenten besteht das maximale Kreditrisiko aus dem positiven Marktwert des Derivats zum Bewertungstag. Marktrisiko a) Zinsrisiko Im Rahmen der Finanzierungs- und Veranlagungsaktivitäten ist der NOVOMATIC-Konzern einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Veränderung der Zinssätze kann einen positiven oder negativen Einfluss einerseits auf den Wert von Finanzinstrumenten (Barwertrisiko), anderseits auf die aus den Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsströme (Cashflow-Risiko), haben. Aus risikopolitischen Überlegungen wird auf eine ausgewogene Zinsbindungsbilanz bzw. einen ausgewogenen Mix aus variabler und fixer Verzinsung mit kurz- und langfristigen Zinsenbindungen geachtet, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Zur Beschränkung von Zinsrisiken werden die aktuellen Zinsentwicklungen laufend beobachtet und bei Bedarf Absicherungen der Zinsrisiken mit geeigneten Maßnahmen, u. a. Derivative Instrumente wie z.B. Zinsswaps, vorgenommen. Aufgrund des hohen Anteils an fix verzinsten Verbindlichkeiten (ca. 70 %) im Finanzierungsportfolio des NOVOMATIC-Konzerns, ist das Cashflow-Risiko durch steigende Zinssätze begrenzt. Die variabel verzinsten Guthaben übersteigen die variabel verzinsten Finanzierungen, womit das Cashflow-Risiko aus steigenden Zinssätzen bei Finanzierungen "natürlich" abgesichert wird. Der Überschuss an variabel verzinsten Finanzanlagen über die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten führte im Berichtszeitraum in Verbindung mit dem vorherrschenden Niedrig-Zinsniveau und dem Umstand dass die meisten variabel verzinsten Finanzierungen einen vertraglichen "Floor" (Minimum-Referenzzinssatz von 0,0 %) beinhalten zu einer Erhöhung des Cashflow-Risikos auf der Anlageseite. Die Geschäftsbanken geben die negativen Einlagensätze der EZB auf Guthaben über bestimmten Schwellwerten weitgehend an ihre Geschäftskunden weiter, wodurch sich ein erhöhter Anspruch an das Cash Management und eine effiziente Steuerung der Liquiditätsreserven im NOVOMATIC-Konzern ergeben haben. Grundlage für den Einsatz von derivativen Sicherungsinstrumenten ist eine vom Vorstand definierte konzernweit geltende Richtlinie. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung finanzieller Risiken aus einem bereits bestehenden bzw. eines mit großer Eintrittswahrscheinlichkeit zukünftig abgeschlossenem Grundgeschäftes, wie zum Beispiel ein variabel verzinstes Darlehen, abgeschlossen und nicht aus spekulativen Überlegungen bzw. um einen Geschäftsbeitrag zu erwirtschaften. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen einer nach vernünftigem Ermessen potenziellen Zinsänderung (+/- 50 bzw. + 50/- 0 Basispunkte) auf das Ergebnis vor Steuern bzw. auf das Eigenkapital. Im Rahmen der Zinssensitivitätsanalyse werden die variabel verzinsten Bankverbindlichkeiten und Bankguthaben sowie die per Berichtsstichtag laufenden Derivativen Finanzinstrumente herangezogen. Bei der Berechnung wurden eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte für variabel verzinste Bankverbindlichkeiten, variabel verzinste Bankguthaben und Zahlungen aus Derivaten simuliert. Des Weiteren wurde bei der Berechnung der Auswirkungen einer potenziellen Zinssenkung um 50 Basispunkte nur die Auswirkungen auf variabel verzinste Bankguthaben simuliert, da die Mehrheit der variabel verzinsten Bankverbindlichkeiten einen vertraglichen "Floor" aufweisen und somit von einer weiteren Reduktion des Zinsniveaus nicht betroffen sind. Die Zahlungen aus per Berichtsstichtag laufenden Zinsderivaten werden in Summe ebenfalls nicht von einer Zinssenkung beeinflusst.
Der durchschnittlich gewichtete Referenzzinssatz bei variablen Finanzierungen betrug 2017 2,39% (2016: 2,29%) bzw. der durchschnittliche 3M-EURIBOR betrug 2017 -0,329% (2016 -0,265%). Zahlreiche Banken im Euro-Raum haben die Negativ-Zinssätze bzw. den negativen Einlagenzinssatz bei der EZB als "Negativ-Zinsen" auf Kundeneinlagen, die einen bestimmen Schwellwert übersteigen, an ihre Bankkunden weitergegeben. Eine weitere Reduktion des Zinssatzes von 0,5% ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes eher unrealistisch, vor allem weil die EZB die geldpolitischen Maßnahmen langsam "zurückfährt". Zum Beispiel wurd das Anleihekaufprogramm beginnend mit Jänner 2018 langsam reduziert. Erste mögliche Zinserhöhungsschritte der EZB werden gegenwärtig jedoch frühestens im Jahr 2019 von den Marktteilnehmern erwartet. Eine weiterhin zu niedrige Inflation in der EUR-Zone, ein weiteres Aufwerten des EUR ggü. dem USD und anderen wichtigen Währungen, negative Auswirkungen auf die Konjunktur im Euroraum sowie weiterer wirtschafts- und konjunkturpolitischer Aspekte könnte eine zukünftig erwartete Erhöhung des EZB-Leitzinses und in weiterer Folge der EUR-Kredit- und Einlagenzinssätze weiter in die Zukunft verschieben. Auch wenn die aktuellen Geldmarktzinssätze weiter deutlich im negativen Bereich verharren, so zeigen die Terminzinssätze für den kurzfristigen Bereich (FRA bis 1 Jahr) eine leicht steigende Tendenz. Die langfristigen Zinssätze (Swap-Sätze ab 1 Jahr bis 50 Jahre) zeigen bereits seit dem vierten Quartal 2017 eine steigende Tendenz. b) Fremdwährungsrisiko Das Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzpositionen (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten) und/oder Zahlungsströmen in Fremdwährung infolge von Wechselkursschwankungen ergibt, wird als Währungsrisiko (bzw. Wechselkursänderungsrisiko) bezeichnet. Dieses Risiko besteht insbesondere dort, wo Geschäftsvorfälle, wie zum Beispiel der Einkauf von Materialen, Handelswaren oder auch Kaufpreiszahlungen für Unternehmensakquisitionen, in einer anderen als der Bilanzierungswährung (Fremdwährung) einer Gesellschaft vorliegen (direktes Fremdwährungsrisiko) sowie dort, wo Preise für Produkte und Leistungen von einer anderen Währung als der Fakturierungswährung abhängig sind (indirektes Währungsrisiko). Beispielsweise werden Materialen und Handelswaren von Lieferanten in EUR oder USD fakturiert, obwohl die Preisbildung von einer dritten Währung indirekt abhängig ist. Zur Beschränkung von Fremdwährungsrisiken wird bei Geschäftsfällen, die in Fremdwährung getätigt werden bzw. deren Preis von Fremdwährungen abhängig sind, regelmäßig auf rollierender Basis das Risiko in den einzelnen Währungen ermittelt. Dabei wird eine Nettoposition aus Bestand an Fremdwährung zum Planungsbeginn, geplante Ein- und Auszahlungen in Fremdwährung und bestehende derivative Sicherungsinstrumente im Planungszeitraum ermittelt und ein relevantes Fremdwährungsrisiko mittels entsprechenden Sicherungsgeschäften abgesichert, um das Risiko aus Wechselkursveränderungen in den zukünftigen Berichtszeiträumen zu reduzieren. Eine Absicherung des Fremdwährungsrisikos ergibt sich zunächst auf Grund von natürlich geschlossenen Fremdwährungspositionen ("Natura) Hedge"), bei denen z.B. Einzahlungen aus Lieferungen und Leistungen in USD den Auszahlungen aus Lieferungen und Leistungen in USD gegenüberstehen. Für das verbleibende Netto-Fremdwährungsexposure werden idR Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos verwendet. Im Hinblick auf Wechselkursrisiken aus dem operativen Geschäft befindet sich der NOVOMATIC-Konzern aktuell und mittelfristig aufgrund der bezogenen Materialen und Handelswaren, welche in USD fakturiert werden, in einer USD-Nettozahlerposition. Im Berichtszeitraum 2017 wurden für das operative Geschäft USD-Devisentermingeschäfte mit einem Nettowert von rund 71 Mio. USD fällig. Für den Berichtsstichtag nachfolgende Perioden bestehen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes USD-Devisentermingeschäfte von rund 98 Mio. USD, wobei im Berichtszeitraum 2017 rund 62 Mio. USD neu kontrahiert wurden. Für die Kaufpreiszahlung aus dem erwarteten Unternehmenserwerb an Ainsworth Game Technology Ltd. wurden 463 Mio AUD über Devisentermingeschäfte abgesichert. Das Ergebnis aus der Veränderung der Sicherungsinstrumente wird, wie zuvor näher beschrieben, im sonstigen Ergebnis erfasst. Neben den oben erwähnten USD- und AUD-Devisentermingeschäften wurden im Berichtszeitraum 2017 im NOVOMATIC-Konzern keine weiteren derivativen Sicherungsinstrumente zur Reduzierung des Fremdwährungsrisikos kontrahiert. Die relevanten Fremdwährungen im NOVOMATIC-Konzern per Berichtsstichtag umfassen den USD, AUD und GBP. Wechselkursschwankungen dieser drei Fremdwährungen haben einen potenziellen Effekt auf die GuV und das Eigenkapital. Im Rahmen der Währungssensitivitätsanalyse werden pro relevanter Fremdwährung (USD, AUD, GBP) die Auswirkungen einer Änderung des Wechselkurses in Höhe von +/- 10 % auf die Banksalden in Fremdwährung ("FX"), veranlagte Termingelder in FX, erhaltene und gegebene Darlehen bzw. Kredite in FX per Berichtsstichtag sowie auf die Marktwerte. Nachfolgend wird der Einfluss, der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung des EUR/USD-Wechselkurses in Höhe von +/- 10 % auf das Ergebnis vor Steuern bzw. auf das Eigenkapital dargestellt:
Nachfolgend wird der Einfluss, der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung des EUR/AUD-Wechselkurses in Höhe von +/- 10 % auf das Eigenkapital dargestellt:
Nachfolgend wird der Einfluss, der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung des EUR/GBP-Wechselkurses in Höhe von +/- 10 % auf das Ergebnis vor Steuern bzw. auf das Eigenkapital dargestellt:
Im Berichtszeitraum bestanden die durchschnittlichen Finanzverbindlichkeiten im NOVOMATIC-Konzern überwiegend in EUR (rund 99 %) sowie teilweise in USD oder einer anderen Währung (rund 1 %). Konzerngesellschaften, bei denen die Finanzierungswährung von der Bilanzierungswährung abweicht, waren demnach einem Wechselkursänderungsrisiko gegenüber der Finanzierungswährung (mehrheitlich EUR und USD) ausgesetzt. c) Kapitalanlagen Die Risiken erstrecken sich hierbei im Wesentlichen auf Kurs- und Bewertungsrisiken bei Kapitalanlagen. Die vom NOVOMATIC-Konzern gehaltenen Kapitalanlagen umfassen vorwiegend Edelmetalle sowie börsengehandelte Aktien und waren im Geschäftsjahr dementsprechend von Kursschwankungen betroffen. Zwecks Diversifikation des Veranlagungsportfolios, vor allem vor dem Hintergrund von drohenden Negativzinsen, wurden in den Monaten Mai und Juni 2017 Aktien im Gesamtwert von rund 10 Mio. EUR erworben. Im November 2017 wurden Aktien im Gesamtwert von rund 14,7 Mio. EUR verkauft. Im August des Berichtsjahres 2017 wurde der Bestand an Edelmetallen um ein Drittel aufgestockt. Darüber hinaus gab es 2017 keine wesentlichen Vorgänge im Bereich der Kapitalanlagen. (12) Erläuterungen zu Leasing und Eventualverbindlichkeiten Finance Lease NOVOMATIC-Konzern als Leasingnehmer: Die Buchwerte auf Basis von Finanzierungsleasingverträgen gehaltenen immateriellen Vermögenswerten belaufen sich auf 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR Die Buchwerte auf Basis von Finanzierungsleasingverträgen gehaltenen Sachanlagen belaufen sich auf 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR). Bei den geleasten Sachanlagen handelt es sich um Maschinen und maschinelle Anlagen, Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge. Die Laufzeiten der Finanzierungsleasingverträge liegen zwischen 3 und 5 Jahren. Die Buchwerte auf Basis von Finanzierungsleasingverträgen als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien belaufen sich auf 9,5 Mio. EUR (Vorjahr: 10,0 Mio. EUR). Nach Ablauf der Vereinbarung gehen die Immobilien in das Eigentum des Konzerns über.
NOVOMATIC-Konzern als Leasinggeber: Der Konzern schließt Finanzierungsleasingvereinbarungen für Geldspielgeräte ab. Die Laufzeit der eingegangenen Finanzierungsleasingvereinbarungen beträgt 1 bis 5 Jahre.
Operating Lease NOVOMATIC-Konzern als Leasingnehmer: Der Konzern hat überwiegend Mietverträge zur Nutzung von Immobilien (Spielhallen) abgeschlossen. Es bestehen Verpflichtungen aus unkündbaren Vereinbarungen in folgendem Umfang:
NOVOMATIC-Konzern als Leasinggeber: Der Konzern hat Verträge zur Vermietung von Geldspielgeräten mit einer überwiegend unkündbaren Laufzeit von 12 bis 24 Monaten abgeschlossen. Der Ausweis dieser Geldspielgeräte erfolgt im Sachanlagevermögen unter der Position "Technische Anlagen und Maschinen". Die in der Berichtsperiode erfassten Mietzahlungen werden in den Umsatzerlösen unter der Position "Miet- und Managementerlöse" dargestellt. Von den erfassten Mietzahlungen betreffen 250,7 Mio. EUR (Vorjahr: 242,9 Mio. EUR) bedingte Mietzahlungen. Die Ansprüche auf künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen stellen sich wie folgt dar:
Eventualverbindlichkeiten
In Italien wurden Garantien gegenüber der Regulierungsbehörde ADM (vormals AAMS) in Höhe von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 7,5 Mio. EUR) gegeben. (13) Sonstige Angaben Aufwendungen Konzernabschlussprüfer Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des Netzwerkes im Sinne des § 271b UGB) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Aufwendungen für Leistungen der Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH betrugen im Jahr 2017 0,6 Mio. EUR für Konzern- und Jahresabschlussprüfung und 0,5 Mio. EUR für prüfungsnahe Leistungen. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Das Mutterunternehmen der NOVOMATIC AG ist die Novo Invest GmbH, Gumpoldskirchen. Der vorliegende Konzernabschluss der NOVOMATIC AG wird in den Konzernabschluss der Novo Invest GmbH, als oberste Konzernmutter, einbezogen und beim Landesgericht Wiener Neustadt unter der FN 381832v eingereicht. Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen zählen weiters die Mitglieder der Organe (Vorstand und Aufsichtsrat), nicht konsolidierte verbundene Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie Unternehmen, die von den Organen bzw. von den Gesellschaftern der NOVOMATIC AG beherrscht werden. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen für die betreffenden Geschäftsjahre ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Unter "Management" werden Aufsichtsrat und Vorstand der NOVOMATIC AG subsumiert. Vergütungen an das Management werden unter den Erläuterungen "Organe der Gesellschaft" dargestellt. Die Angaben unter "Sonstige" beziehen sich im Wesentlichen auf Unternehmen, die vom Management bzw. von den Gesellschaftern der NOVOMATIC AG beherrscht werden. Die Transaktionen resultieren aus Warenlieferungen, Dienstleistungen, Mietverrechnungen sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Die Außenstände sind unbesichert und werden in bar beglichen. Es wurden weder Garantien gegeben noch wurden solche erhalten. Der NOVOMATIC-Konzern hat von einem nahestehenden Unternehmen die Mehrheitsbeteiligungen an vier polnischen Gesellschaften sowie einer österreichischen Gesellschaft (samt deren slowenische Tochtergesellschaft) in 2017 erworben. Die erworbenen Unternehmen erbringen überwiegend Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Mit assoziierten Unternehmen gab es in beiden Geschäftsjahren keine Transaktionen. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Weiters hält der Konzern die Mehrheit der Anteile an vier weiteren konsolidierten Tochterunternehmen. Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen
Weiters hält der Konzern die Mehrheit der Anteile an einem weiteren nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. "At-Equity" konsolidierte Unternehmen
Befreiung von der Offenlegung für Konzernunternehmen Die folgenden deutschen Gesellschaften werden als vollkonsolidierte Unternehmen in den IFRS Konzernabschluss der NOVOMATIC AG einbezogen und machen gemäß § 264 Abs. 3 bzw. § 264 b deutsches HGB von der Möglichkeit der Befreiung von der Offenlegung ihrer Abschlüsse zum 31. Dezember 2017 Gebrauch: LÖWEN Entertainment GmbH, Bingen ADMIRAL Play GmbH, Düsseldorf Admiral Sportwetten GmbH, Rellingen Automaten Service Playtime GmbH, Pfullendorf Beku Automaten & Gastronomie Service GmbH, Pfullendorf BPA Freizeit- & Unterhaltungsbetriebe GmbH, München Casino Deluxe Beteiligungsgesellschaft mbH I, München Casino Deluxe Beteiligungsgesellschaft mbH III, München Casino Deluxe Beteiligungsgesellschaft mbH IV, München Casino Entertainment GmbH & Co. KG, Pfullendorf Casino Rixos GmbH, Pfullendorf City Freizeitanlagen GmbH, Pfullendorf Conrad Spielautomaten GmbH, Pfullendorf Crown Technologies GmbH, Rellingen Domino-Automaten-Betriebs-GmbH, Pfullendorf Extra Games Entertainment GmbH, Pfullendorf EZEA GmbH, Pfullendorf Hirscher Moneysystems GmbH, Walsrode HP Automatenbetriebs GmbH, Pfullendorf Ideal Entertainment GmbH, Pfullendorf Königstrasse Spielstätten und Automaten UG, Pfullendorf Moislinger Spielstätten und Automaten UG, Pfullendorf Mühlenstrasse Spielstätten und Automaten UG, Pfullendorf NWC Nord West Casino Beteiligungs GmbH, Pfullendorf Play-Point Spielhallen- u. Automatenbetriebsges.m.b.H., Pfullendorf Red Devil Spielothek GmbH, Pfullendorf Turhan Spielsalon GmbH, Pfullendorf ZS Casino Emsland GmbH, Pfullendorf (14) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Akquisitionen mit Closing Der im Jahr 2016 unterzeichnete Erwerb von ca. 52 % der Anteile an Ainsworth Game Technology Ltd. (Ainsworth), dessen Closing aufgrund formaler Zustimmungserfordernisse diverser internationaler Lizenzierungs- und Aufsichtsbehörden noch ausständig war, wurde im Januar des Jahres 2018 endgültig abgeschlossen. Die Akquisition stellt für NOVOMATIC einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte dar und ist von hoher strategischer Bedeutung, da sie den Zugang zum enorm wichtigen nordamerikanischen Markt, eine Region mit nahezu einer Million betriebener Glücksspielgeräte, ebnet. Ainsworth zählt außerdem zu den Marktführern im glücksspielaffinen Land Australien und verfügt über eine starke Präsenz im lateinamerikanischen Markt. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 473,3 Mio. AUD. Eine Absicherung der Zahlungsströme (Cash Flow Hedge) wurde für den überwiegenden Kaufpreisbestandteil vorgenommen. Aus dieser Sicherungsbeziehung resultierte ein Ergebnis von -12,5 Mio EUR, welche im sonstigen Ergebnis erfasst wurde. Die gesamte Gegenleistung - unter Berücksichtigung der Sicherungseffekte - beläuft sich auf rund 320,3 Mio. EUR für den Erwerb dieser Anteile. Die Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 ist zum Berichterstattungszeitpunkt noch nicht abgeschlossen, sodass die folgenden Angaben auf vorläufigen Werten basieren. Es wurden insbesondere Markenrechte, Technologie und Kundenstamm identifiziert, welche basierend auf öffentlich verfügbaren Informationen vorläufig bewertet wurden. Eine abschließende Bewertung dieser identifizierten immateriellen Vermögenswerte unter Berücksichtigung von internen Detailinformationen könnte zu anderen finalen Werten führen. Zudem wurden mögliche Fair Value Anpassungen insbesondere im Bereich der Sachanlagen und der Vorräte noch nicht berücksichtigt. Bezüglich der übrigen erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurde noch keine finale Analyse durchgeführt, aber es sind keine wesentlichen Anpassungen zu erwarten. Demnach sind die Werte der Eröffnungsbilanz noch nicht endgültig bestimmt und ebenso ist die Zuordnung des jeweiligen Gesamtkaufpreises auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie die Ermittlung des aufzudeckenden Firmenwertes noch nicht beendet worden. Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte stellen sich daher wie folgt dar:
Der aus dem Erwerb resultierende vorläufige Firmenwert spiegelt die erwarteten strategischen Vorteile für den Konzern durch den Zugang zum enorm wichtigen nordamerikanischen Markt wider. Nach vorläufiger Einschätzung ist die steuerliche Abzugsfähigkeit des Firmenwertes nicht gegeben. (15) Organe der Gesellschaft Als Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2017 und im Folgenden bestellt:
Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2017 und im Erstellungszeitraum aus folgenden Mitgliedern:
Die laufenden Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder der NOVOMATIC AG betrugen 5,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR). Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen entfielen 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) bzw. -0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) auf den Vorstand. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Kredite und Haftungen an Vorstände und Aufsichtsräte wurden im Geschäftsjahr 2017 nicht gewährt. Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 25. April 2018 vom Vorstand zur Prüfung durch den Aufsichtsrat, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben.
Gumpoldskirchen, 25. April 2018 NOVOMATIC AG Der Vorstand Mag. Harald Neumann, Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Widhalm, , Vorstandsvorsitzender -Stv., Vorstand Beteiligungen Dipl.-Ing. Ryszard Presch, Vorstand Operations Mag. Thomas Graf, Vorstand Technologie Mag. Peter Stein, Vorstand Finanzen BestätigungsvermerkBericht zum Konzernabschluss Prüfungsurteil Wir haben den Konzernabschluss der NOVOMATIC AG, Gumpoldskirchen, und ihrer Tochterunternehmen (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Konzernanhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS) und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards an Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Sachverhalt und Problemstellung Aufgrund des deutschen Glücksspieländerungsstaatsvertrags (GlüÄndStV) vom 1. Juli 2012 und den ergänzenden Ausführungsbestimmungen der Länder ergab sich nach Auslaufen der Übergangsbestimmungen seit 1. Juli 2017 eine Reduktion der Spielhallen bzw. der Konzessionen aufgrund behördlicher Entscheidungen. Die sich daraus ergebenden neuen Erkenntnisse sind in die Evaluierung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte eingeflossen. Für rd ein Drittel der Konzessionen lag zum Stichtag nach wie vor keine Entscheidung der Behörden vor und der Betrieb wird bis zur Bescheidung geduldet. Bei jenen Spielhallen, bei denen noch keine Entscheidungen seitens der Behörden vorliegen, erfolgte die Evaluierung der Werthaltigkeit der Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung der Erfahrungen bis Ende 2017. Die künftige Verwaltungspraxis kann dazu führen, dass für diese Spielhallen weitere Wertanpassungen vorzunehmen sind. Die Buchwerte der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens zum 31. Dezember 2017 bei jenen Spielhallen, bei denen noch eine behördliche Entscheidung ausstehend war, betrugen EUR 45,0 Mio. Für weitere Ausführungen wird auf das Kapitel 7.3 "Wertminderungen und Wertaufholungen" im Konzernanhang verwiesen. Prüferisches Vorgehen Wir haben die Dokumentation der Gesellschaft, hinsichtlich der Werthaltigkeit der Vermögenswerte der einzelnen Spielhallen durchgesehen und mit unternehmensinternen und -externen Daten, insbesondere den nun vorliegenden Bescheiden, abgestimmt. Bei jenen Spielhallen, bei denen noch keine Entscheidung über die Konzessionen vorliegt, haben wir die Angemessenheit der Annahmen hinsichtlich der Auswirkungen der gesetzlichen Änderungen kritisch gewürdigt.
Sachverhalt und Problemstellung Novomatic Lottery Solutions ist ein Full Service-Anbieter für internationale staatlich konzessionierte Lotterieunternehmen. Aufgrund geänderter wettbewerblicher Rahmenbedingungen in 2017 hat das Management die künftige Geschäftsentwicklung neu evaluiert. Dadurch ergaben sich geänderte Einschätzungen der Kosten- und Umsatzentwicklung bestehender Aufträge, die zu Verlusten in Höhe von EUR 23,9 Mio. führen, wofür eine Vorsorge in gleicher Höhe gebildet wurde. In diesem Zusammenhang wurde auch die Planung für die Werthaltigkeitsprüfung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen angepasst. Daraus resultierten außerplanmäßige Abschreibungen von EUR 10,5 Mio. Für weitere Ausführungen wird auf das Kapitel 7.3 "Wertminderungen und Wertaufholungen" im Konzernanhang verwiesen. Prüferisches Vorgehen Wir haben die zugrundeliegenden Planungsrechnungen für die verlustfreie Bewertung der Aufträge und für die Werthaltigkeitsprüfung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen kritisch gewürdigt. Dabei haben wir insbesondere die geplanten Umsätze mit den Kundenverträgen abgestimmt. Die Annahmen zu den geplanten Fertigstellungskosten sowie zu den künftigen Wartungs- und Servicekosten haben wir anhand vergangenheitsbezogener Informationen sowie der Ist-Kosten des 1. Quartals 2018 plausibilisiert. Weiters haben wir die Angemessenheit der Zuordnung der Kosten auf die einzelnen Kundenaufträge evaluiert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im konsolidierten nichtfinanziellen Bericht, den wir bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erhalten haben, sowie im Geschäftsbericht (ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk), der uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt wird. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt die sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab. Bezüglich der Informationen im Konzernlagebericht verweisen wir auf den Abschnitt "Bericht zum Konzernlagebericht". In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, die oben angeführten sonstigen Informationen zu lesen und dabei abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den Arbeiten, die wir zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erhaltenen sonstigen Informationen durchgeführt haben, zur Schlussfolgerung gelangen, dass diese sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten. Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns. Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Die Abschlussprüfung umfasst keine Zusicherung des künftigen Fortbestands des geprüften Konzerns oder der Wirtschaftlichkeit oder Wirksamkeit der bisherigen oder zukünftigen Geschäftsführung. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus. Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken. Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden. Bericht zum Konzernlagebericht Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt. Urteil Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss. Erklärung Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt. Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO Wir wurden von der Hauptversammlung am 18. Juli 2017 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2017 endende Geschäftsjahr gewählt und am 26. September 2017 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem am 31. Dezember 2004 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer des Konzerns. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art 5 Abs 1 der EU-VO erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von dem Konzern gewahrt haben.
Wien, am 25. April 2018 Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH Dr. Christoph Waldeck, Wirtschaftsprüfer Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten. Konzernlagebericht zum Einzel- und Konzernabschluss 2017NOVOMATIC AG, Gumpoldskirchen1. Geschäftsgegenstand und Strategie NOVOMATIC 1 ist ein global agierender, integrierter Glücksspieltechnologie- und Unterhaltungskonzern mit mehr als 35 Jahren Erfahrung als Produzent von innovativem Hightech Gaming Equipment. Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Glücksspielprodukte, Lotterietechnologielösungen und vernetzte Systemlösungen für nationale und internationale Glücksspiel- und Wettmärkte. NOVOMATIC ist weiters Betreiber von ca. 2.100 Spielstätten, welche Spielbanken, Spielhallen, Sportwetten-Outlets und Bingobetriebe umfassen. Neben der Entwicklung von Glücksspielequipment hat sich der NOVOMATIC-Konzern als Content Provider von Spielen für lizenzierte Online- und Offlineanbieter sowie als Betreiber von Online-Spielplattformen etabliert. Die integrierte Marktstrategie als Produzent hochmodernen Gaming Equipments einerseits und als Betreiber von Spielstätten andererseits hat in den Jahren seit der Gründung wesentlich zum Unternehmenserfolg beigetragen. Der Konzern kann durch diesen integrierten Ansatz sehr rasch neu entwickelte Produkte am Markt einführen, Rückschlüsse auf den potenziellen Erfolg gewinnen und in weiterer Folge zielgerichtet die Entwicklung neuer Produkte beeinflussen. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Wachstum der Weltwirtschaft begann sich Anfang des Jahres 2017 zu beschleunigen und gewann in den folgenden Quartalen zusätzliche Dynamik. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner aktuellen Analyse mit einem Wachstum von 3,7 % 2, nach 3,2 % im Jahr 2016. Der globale Aufschwung verlief regional wie auch strukturell betrachtet auf breiter Basis. Getragen wurde diese Entwicklung von einer Belebung der Investitionen und einem verstärkten Welthandel, bei nach wie vor günstigen Finanzierungsbedingungen. Nach mehreren Jahren rückläufiger Wachstumsraten konnten die meisten Schwellen- und Entwicklungsländer im Jahr 2017 einen deutlichen Anstieg beim Wirtschaftswachstum verzeichnen. Nach Berechnungen des IWF lag der Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) dieser Märkte bei 4,7 %, nach 4,4 % im Jahr 2016. Trotz verstärkter Bemühungen Chinas die hohe Kreditfinanzierung zu vermindern und damit ein schwächeres Wirtschaftswachstum in Kauf zu nehmen, verzeichnete die chinesische Volkswirtschaft einen Anstieg des BIP in Höhe von 6,8 %. Auch die meisten Schwellen- und Entwicklungsländer in Asien, Lateinamerika, Afrika und Osteuropa konnten deutlich am zuletzt kräftigen Wirtschaftswachstum in den USA und Europa partizipieren, wobei insbesondere Nationen wie Brasilien und Russland von der weiteren Erholung der Rohstoffmärkte profitieren konnten.
2 Gemäß World Economic Outlook des
Internationalen Währungsfonds (IWF)
Die USA konnten im Jahr 2017 mit einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 2,3 % einen soliden Anstieg vorweisen. Bislang gibt es kaum Anzeichen für eine Verlangsamung der Konjunktur in den USA da diese Entwicklung von einer Reihe positiver Rahmenbedingungen gestützt wird. Obwohl die U.S. Federal Reserve beginnend mit dem Jahr 2015 eine Politik der moderaten Zinserhöhungen eingeleitet hat, liegt die Fed Funds Rate nach wie vor auf einem historisch niedrigen Niveau. Durch den schwächeren US-Dollar konnten die Exporte gesteigert werden und die anhaltend lebhafte Konsumnachfrage wirkte ebenso stimulierend auf die US-Wirtschaft. Dazu trug auch die günstige Lage auf dem Arbeitsmarkt der USA bei. Die Arbeitslosenquote lag zum Jahresende 2017 bei 4,1% was dem niedrigsten Wert seit 15 Jahren entspricht. Das Wirtschaftswachstum im Euroraum hat die Erwartungen im Jahr 2017 deutlich übertroffen. Aus der konjunkturellen Erholung ist mehr und mehr ein Aufschwung geworden der alle Länder der Eurozone erfasst. Mit 2,4 % ist der Euroraum im Jahr 2017 so stark gewachsen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Bei unverändert niedrigen Leitzinsen hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Jahr 2017 das erweiterte Programm zum Ankauf von Vermögenswerten fortgesetzt, wobei eine graduelle Reduktion des Anleihekaufprogramms mit Jänner 2018 angekündigt wurde. Mit diesem Programm sollen Banken dazu bewogen werden, weniger in Anleihen zu investieren und stattdessen mehr Kredite zu vergeben. Vor dem Hintergrund weiterer Beschäftigungszuwächse, steigenden Lohnwachstums und zunehmender Kapazitätsauslastung gingen auch Impulse von der Binnennachfrage aus. Auch bei den Ausfuhren konnten Zuwächse im Gleichschritt mit der robusten Entwicklung der ausländischen Absatzmärkte verzeichnet werden. Großbritannien, das mit der EU derzeit seinen Austritt aus der Union verhandelt, konnte nach aktueller IWF-Einschätzung im Jahr 2017 nur ein Wachstum von 1,7% erzielen und lag damit um 0,3% unter dem Wert der noch im April 2017 erwartet wurde. Österreichs Wirtschaft ist 2017 nach Schätzung der EU-Kommission doppelt so rasch gewachsen wie 2016. Für 2017 rechnet die EU-Kommission mit einem BIP-Anstieg von 3,1 % gegenüber 1,5 % im Jahr davor. Nach Einschätzung der EU-Kommission hat Österreich klar vom verstärkten Welthandel und der zusätzlichen Nachfrage aus den Nachbarländern profitiert. Nach einem moderaten Wachstum der österreichischen Ausfuhren von 1,9 % im Jahr 2016, haben sich die Exporte 2017 um mehr als 5 % erhöht. Das Wachstum wurde aber auch von einer starken Inlandsnachfrage angetrieben, mit starken Investitionen, vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Infrastruktur und Bauwesen. Ebenso trug der private Konsum zu dieser positiven Entwicklung bei, der durch die im Jahr 2016 in Kraft getretene Steuerreform zusätzliche Impulse erhielt. Marktentwicklung im Glücksspiel Wie im Jahr 2016 sind die Glücksspielausgaben auch im Berichtsjahr gestiegen. Laut einer Studie 3 von GBGC (Global Betting and Gaming Consultants) erreichten die weltweiten Bruttospielerträge im Jahr 2017 einen Wert von 446 Mrd. USD. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 5,9 %. Die größten Zuwächse konnten der Casino- und der Lotteriesektor verzeichnen.
3 Global Gambling Report von GBGC
Der asiatisch-pazifische Raum hat sich vor allem seit dem Fall des Glücksspielmonopols von Macao im Jahr 2002 zum bedeutendsten Glücksspielmarkt der Welt entwickelt. Im Jahr 2015 kam es zu einem markanten Rückgang der Glücksspielumsätze, der vor allem durch eine vom chinesischen Mutterland betriebene Kampagne zur Bekämpfung von Korruption und Geldwäsche ausgelöst wurde. Dies führte dazu, dass die Bruttospielerträge der auf der Insel betriebenen Casinos im Jahr 2015 um 34,3 % einbrachen. Nach einer Phase der Stabilisierung im Jahr 2016 konnten die Glücksspielumsätze im asiatisch-pazifischen Raum im Jahr 2017 mit einem Plus von 9,0 % erheblich gesteigert werden. Der Glücksspielmarkt von Lateinamerika und der Karibik ist im Vergleich zu den drei anderen großen Märkten (Asien-Ozeanien, Nordamerika und Europa) nur von untergeordneter Bedeutung, diese Region weist jedoch mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 4,6 % die weltweit höchste Wachstumsdynamik auf. Gegenüber dem Jahr 2016 konnten die Glücksspielumsätze erneut gesteigert werden, wobei vor allem der Lotteriesektor mit einem Anstieg von 10,1 % deutlich zulegen konnte. Der nordamerikanische Glücksspielmarkt verzeichnete im Jahr 2017 Bruttospielerträge in Höhe von 130 Mrd. USD, dies entspricht einem Wachstum von 3,3 %. Der Casinosektor (inklusive der sogenannten Tribal Casinos, welche von den Ureinwohnern Amerikas betrieben werden) ist mit einem Anteil von 57,1 % der mit Abstand größte Bereich der nordamerikanischen Glücksspielindustrie und konnte im Berichtsjahr erneut einen Zuwachs von 3,5 % verzeichnen. Eine deutliche Steigerung konnte auch der Sektor der Glücksspielgeräte außerhalb von Casinos mit plus 3,5 % erzielen. Die Bruttospielerträge des zusammengefassten Glücksspielmarktes Europa/Afrika erreichten im Jahr 2017 einen Wert von 125 Mrd. USD. Die großteils dem staatsnahen Umfeld zurechenbaren Lotterieunternehmen stellten mit einem Anteil von 32,4 % den bedeutendsten Sektor der europäischen Glücksspielindustrie dar, gefolgt vom Bereich der Glücksspielgeräte außerhalb von Casinos (Video Lottery Terminals, Fixed Odds Betting Terminals und klassische AWP 4-Geräte) mit einem Anteil von 25,3 %. Gemäß einer Studie von GBGC wächst der europäische Glücksspielmarkt jährlich um 2,1 %, wobei der Casino-Sektor und der Bereich der Wetten (insbesondere Sportwetten) die stärksten Wachstumsraten erzielen. Gemäß einer Studie von GBGC erreichte der globale Online-Glücksspielumsatz im Jahr 2017 einen Wert von 45,1 Mrd. US-Dollar, gegenüber 44,8 Mrd. US-Dollar im Jahr davor. In den vergangenen Jahren konnten hohe Wachstumsraten in diesem Bereich erzielt werden, wodurch der Anteil des Online-Glücksspiels an den weltweiten Glücksspielumsätzen stetig erhöht werden konnte. Dieses Verhältnis zeigt seit dem Jahr 2015 jedoch einen Trend zur Stabilisierung auf einem Niveau von etwa 10%. Während die Bereiche Online Casinos und Online Wetten weiterhin Zuwächse vorweisen können, zeichnet sich im Bereich Online Poker ein rückläufiger Trend ab. 3. Geschäftsverlaut Allgemeine Geschäftsentwicklung in der Berichtsperiode Das Jahr 2017 stand für NOVOMATIC erneut im Zeichen einer Erweiterung der Geschäftstätigkeit. Durch organisches und akquisitorisches Wachstum erreichten die Umsatzerlöse (vor Glücksspielabgaben und Wettgebühren) den historischen Höchstwert von 2.527,3 Mio. EUR gegenüber 2.274,0 Mio. EUR im Jahr 2016. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus einer deutlichen Steigerung der von NOVOMATIC weltweit betriebenen Spielhallen. Gegenüber dem Verleichszeitraum des Vorjahres konnte die Zahl der selbst betriebenen Standorte (inklusive Spielbanken, Sportwetten-Outlets und Bingobetriebe) von ca. 1.900 auf knapp über 2.100 erhöht werden. Auch bei den betriebenen Glücksspielgeräten konnte ein neuer Höchstwert erzielt werden. Im Vergleich zum Jahr 2016 wurde eine Steigerung um ca. 5.000 Geräte auf rund 65.000 Geräte im Berichtszeitraum erreicht. In Deutschland, dem für NOVOMATIC bedeutsamsten Markt, führten verschärfte branchenbezogene Rahmenbedingungen (Glücksspieländerungsstaatsvertrag, begleitende Landesspielhallengesetze, Novellierung der Spielverordnung) zu einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft der deutschen Glücksspielindustrie. Aufgrund des daraus resultierenden Rückgangs der vermieteten Glücksspielgeräte in Deutschland, reduzierte sich der Vermietbestand auf Konzernebene gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um nahezu 10.000 Geräte auf ca. 191.000 Geräte zum Jahresende 2017. Der Gewinn vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) stabilisierte sich im Jahr 2017 mit 586,8 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Neben einer Erhöhung der Glücksspielsteuern in Italien und der Gebühren für Wett-Terminals in Österreich führten vor allem Sondereffekte zu einer deutlichen Reduktion des Betriebserfolgs (EBIT) von 265,3 Mio. EUR im Jahr 2016 auf 209,8 Mio. EUR in 2017. Die Vorarbeiten für die gesetzlich erforderliche Umstellung aller Glücksspielgeräte in Deutschland im Jahr 2018, führten im Jahr 2017 zu außerordentlichen Kosten in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrages. Belastend für das Ergebnis waren weiters negative Fremdwährungskurseffekte, unter anderem in Zusammenhang mit einer Abschwächung des US-Dollars. Ein weiterer bedeutsamer Rückgang im Ergebnis resultiert aus einer Verschlechterung der Ertragslage bei der NOVOMATIC Lottery Solutions-Gruppe sowie der damit in Zusammenhang stehenden Wertminderung gemäß IAS 36. Akquisitionen von Unternehmensanteilen und andere wichtige Ereignisse Die Zielsetzung bei Unternehmenszukäufen besteht einerseits darin, die Marktführerschaft in bestehenden Märkten zu erlangen beziehungsweise weiter zu festigen, andererseits wird mit Akquisitionen die Strategie verfolgt, neue Märkte und Technologien zu erschließen, um eine weitere Diversifikation des Konzerns zu erreichen und damit die Basis für ein nachhaltiges Wachstum in der Zukunft zu schaffen. Im Januar 2017 erwarb NOVOMATIC Mehrheitsbeteiligungen an vier polnischen Gesellschaften (inklusive zweier weiterer polnischer Tochtergesellschaften). Der Geschäftszweck der im Zuge dieser Transaktion erworbenen Gesellschaften ATSI S.A. und Fortress Gaming Technolgies S.A. bestand schon vor der Anteilsübernahme in Entwicklungs- und Programmiertätigkeiten für NGI. Das Unternehmen ATT S.A. erzielt hauptsächlich Einkünfte aus dem Erwerb, der Generalüberholung und dem Wiederverkauf von gebrauchten Glücksspielgeräten. Das vierte erworbene Unternehmen Novo Poland Sp.z.o.o. ist eine Holdinggesellschaft deren Tochtergesellschaft vier kleinere Casinos in Polen betreibt. Im März 2017 erwarb NOVOMATIC 100 % der Anteile an Casino Royal GmbH, Deutschland. Die erworbene Gesellschaft und ihre 10 Tochtergesellschaften betreiben insgesamt 126 Spielhallen mit regionalem Schwerpunkt auf Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Mit dieser Akquisition verstärkt der Konzern seine operative Tätigkeit als Betreiber am deutschen Glücksspielmarkt. NOVOMATIC hat im Dezember 2016 einen Kaufvertrag über den Erwerb von 51 % der Anteile an der spanischen Firma Basque Gaming S.L. abgeschlossen. Die Gesellschaft betreibt insgesamt 13 Spielhallen im Baskenland. Mit dieser Akquisition wird der Konzern seine operative Tätigkeit im Baskenland intensivieren und bestehende eigene Operations bündeln. Der Erwerb von Basque Gaming stand unter diversen aufschiebenden Bedingungen, welche abschließend im März 2017 erfüllt wurden. Der im Jahr 2016 unterzeichnete Erwerb von ca. 52 % der Anteile an Ainsworth Game Technology Ltd. (Ainsworth), dessen Closing aufgrund formaler Zustimmungserfordernisse diverser internationaler Lizenzierungs- und Aufsichtsbehörden noch ausständig war, wurde im Januar des Jahres 2018 endgültig abgeschlossen. Die Akquisition stellt für NOVOMATIC einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte dar und ist von hoher strategischer Bedeutung, da sie den Zugang zum enorm wichtigen nordamerikanischen Markt, eine Region mit nahezu einer Million betriebener Glücksspielgeräte, ebnet. Ainsworth zählt außerdem zu den Marktführern im glücksspielaffinen Land Australien und verfügt über eine starke Präsenz im lateinamerikanischen Markt. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 473,3 Mio. AUD. Des Weiteren wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2017 in den Ländern Italien, Niederlande und Spanien mehrere Zukäufe kleinerer Unternehmen durchgeführt, vornehmlich mit dem Geschäftsgegenstand Spielhallenbetrieb, Baraufstellung und Bingo. Mit diesen Akquisitionen soll die Marktposition des Konzerns in den europäischen Kernmärkten weiter ausgebaut werden. Im Jahr 2017 wurden die peruanischen Tochtergesellschaften Inmobiliaria Rapid S.A.C. und Sierra Machines S.A.C. veräußert. Der Geschäftsgegenstand beider Unternehmen besteht im Betrieb von Spielhallen. Im NOVOMATIC-Konzernabschluss ergibt sich aus der Veräußerung der 100 %-Anteile an beiden Gesellschaften für das Jahr 2017 ein Gewinn in Höhe von 9,4 Mio. EUR (ausgewiesen im sonstigen betrieblichen Ertrag). Die NOVOMATIC AG hat im März 2017 eine revolvierend ausnutzbare Kreditlinie in der Höhe von 1 Mrd. EUR mit einer Laufzeit von 5 Jahren (mit Verlängerungsoption von bis zu zwei Jahren) abgeschlossen. Diese Kreditlinie wurde mit einem Syndikat internationaler Banken abgeschlossen und dient einerseits zur Harmonisierung und Refinanzierung der bestehenden Kreditlinien, sowie andererseits zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung, unter anderem auch für Unternehmensakquisitionen. Weiters wurde eine im Jahr 2010 mit einem Emissionsvolumen von 150 Mio. EUR begebene Anleihe im Oktober 2017 rückgeführt. Konzernabschluss NOVOMATIC Der NOVOMATIC AG-Konzernabschluss wird nach den Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien des IFRS (International Financial Reporting Standards) erstellt. Gewinn- und Verlustrechnung Kurzfassung mit ausgewählten Positionen
Ertragslage Im Geschäftsjahr 2017 erreichten die Umsatzerlöse durch organisches und akquisitorisches Wachstum einen historischen Höchstwert von 2.527,3 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung von 11,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die größten Zuwächse in absoluten Zahlen finden sich im Bereich der Automatenerlöse, welche um 210,9 Mio. EUR auf 1.239,8 Mio. EUR gesteigert werden konnten. Neben der im Jahr 2017 erfolgten Akquisition von Casino Royal in Deutschland trugen vor allem die Betreibergesellschaften in Großbritannien, Spanien und Italien zu diesem Anstieg bei. Deutliche Umsatzsteigerungen wurden außerdem bei den E-Business-Erlösen mit plus 32,5 Mio. EUR und den Wetterlösen mit plus 23,6 Mio. EUR erzielt. Demgegenüber wurden Rückgänge bei den Mieterlösen mit minus 17,5 Mio. EUR (aufgrund der regulatorischen Änderungen in Deutschland) und den Verkaufserlösen (insbesondere in Italien und Großbritannien) mit minus 26,7 Mio. EUR verzeichnet. Die großteils vom Umsatz abhängigen Glücksspielabgaben und Wettgebühren erhöhten sich im Jahr 2017 auf 294,2 Mio. EUR, gegenüber 238,3 Mio. EUR im Vorjahr. Die Erhöhung der Position aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 38,4 Mio. EUR resultiert großteils aus dem Kernmarkt Deutschland. Ebenso ist die Erhöhung des Materialaufwandes in Höhe von 15,8 Mio. EUR zu einem wesentlichen Teil auf den Markt Deutschland zurückzuführen. Beide Positionen reflektieren die Vorproduktion von Glücksspielgeräten wieder, die im Zusammenhang mit der Novellierung der deutschen Spielverordnung erforderlich ist. Die regulatorischen Änderungen sehen vor, dass Glücksspielgeräte die der alten technischen Richtlinie 4.1 entsprechen, künftig nicht mehr betrieben werden dürfen. Ab dem 11. November 2018 können demnach nur noch Geräte die der neuen technischen Richtlinie 5.0 entsprechen, betrieben werden. Die Summe der sonstigen betrieblichen Erträge erhöhte sich von 107,9 Mio. EUR auf 134,9 Mio. EUR im Berichtsjahr. Diese Position beinhaltet auch die Veräußerung der 100 %-Anteile an den peruanischen Tochtergesellschaften Inmobiliaria Rapid S.A.C. und Sierra Machines SAC., in deren Zusammenhang ein Gewinn in Höhe von 9,4 Mio. EUR entstand. Zu dem Anstieg trugen außerdem höhere Earn Out-Verrechnungen aus früheren Veräußerungen bei. Der Personalaufwand im NOVOMATIC-Konzern betrug im Berichtsjahr 763,7 Mio. EUR gegenüber 668,4 Mio. EUR im Vorjahr. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf die zahlreichen Akquisitionen der jüngsten Vergangenheit zurückzuführen, wobei der Erwerb von Casino Royal GmbH in Deutschland im Jahr 2017 hervorzuheben ist. Steigerungen in den Personalkosten finden sich außerdem bei Löwen Entertainment GmbH in Deutschland. Aufgrund der Vorproduktion von Glücksspielgeräten im Zusammenhang mit der neuen technischen Richtlinie 5.0 wurde eine temporäre Erhöhung der Produktionskapazitäten erforderlich. Die Steigerung der Personalkosten im Konzern spiegelt auch die verstärkten Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung wieder. Insbesondere die neu erworbene polnische Gesellschaft ATSI S.A. ist auf konzerninterne Entwicklungs- und Programmiertätigkeiten spezialisiert. Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (exklusive Glücksspielabgaben) erhöhte sich auf 884,6 Mio. EUR gegenüber 748,3 Mio. EUR im Vorjahr. Die Steigerungen stehen mit der Erweiterung der Geschäftstätigkeit in Zusammenhang und resultieren zumeist aus jenen Ländern in denen eine starke Akquisitionstätigkeit (insbesondere von Spielhallenbetreibern) stattgefunden hat. Die größte Steigerung resultiert aus der Position Miet-, Pacht- und Betriebskostenaufwand mit plus 40,1 Mio. EUR Abweichung zum Vorjahr. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist jedoch auch auf zahlreiche Sondereffekte zurückzuführen, die im Jahr 2017 zu einer sehr starken Beeinträchtigung der Ergebnissituation beitrugen. Die Position Wechselkursverluste betrug im abgelaufenen Jahr 27,1 Mio. EUR, eine Steigerung zum Vorjahr in Höhe von 23,4 Mio. EUR. Die Kursverluste stehen im Zusammenhang mit einer Abschwächung des US-Dollars und betreffen insbesondere NOVOMATIC Gaming Industries (NGI) und resultieren aus dem operativen Geschäft und aus der Bewertung offener Termingeschäfte die der Währungsabsicherung dienen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist außerdem der Aufwand für die Bildung einer Drohverlust-Rückstellung für Aufträge der NOVOMATIC Lottery Solutions-Gruppe in Höhe von 23,9 Mio. EUR enthalten. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) beträgt 586,8 Mio. EUR gegenüber 586,4 Mio. EUR im Jahr 2016. Der Betriebserfolg (EBIT) verminderte sich aufgrund höherer planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen von 265,3 Mio. EUR im Jahr 2016 auf 209,8 Mio. EUR im Berichtsjahr. Der Anstieg der planmäßigen Abschreibungen von 296,4 Mio. EUR auf 331,0 Mio. EUR ist vor allem auf die zuletzt erworbenen Gesellschaften zurückzuführen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen erhöhten sich zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um 22,4 Mio. EUR auf 55,7 Mio. EUR. Neben Wertminderungen gemäß IAS36 bei den deutschen Gesellschaften aufgrund von Änderungen in den regulatorischen Rahmenbedingungen, wurde ein Wertminderungsbedarf bei einzelnen Unternehmen der NOVOMATIC Lottery Solutions-Gruppe ermittelt, der zu diesem Anstieg wesentlich beitrug.
EBITDA und EBIT stellen betriebswirtschaftliche Kennzahlen dar, die nicht in den International Financial Reporting Standards (IFRS) definiert sind. Sie dienen dem Management von NOVOMATIC als Mess- und Steuerungsgrößen für den wirtschaftlichen Erfolg und die Profitabilität des Konzerns. Die Kennzahl EBIT entspricht bei NOVOMATIC dem Betriebsergebnis, wie es in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt wird. Die Kennzahl EBITDA errechnet sich aus dem Betriebsergebnis (EBIT), bereinigt um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen und Zuschreibungen auf das Immaterielle Vermögen und das Sachanlagevermögen. Das Finanzergebnis liegt mit -21,5 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von -34,6 Mio. EUR. Die Steigerung resultiert vor allem aus höheren Erträgen aus Finanzbeteiligungen im Jahr 2017. Die Steueraufwendungen erhöhten sich von 75,0 Mio. EUR auf 102,1 Mio. EUR im Berichtsjahr. Wesentliche Gründe für diesen Anstieg sind höhere ungenutzte und nicht als latente Steueransprüche erfasste steuerliche Verluste (und Aufrechnungsmöglichkeiten) sowie die Erhöhung der Steuerzahlungen bei einer italienischen Tochtergesellschaft. Der Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen verminderte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 155,7 Mio. EUR auf 86,2 Mio. EUR im Jahr 2017. Das Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen verminderte sich von 0,7 Mio. EUR im Jahr 2016 auf -24,8 Mio. EUR im Berichtsjahr. Diese Position beinhaltet die I-New-Gruppe, welche im Konzernabschluss des Jahres 2017 als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (Veräußerungsgruppe) dargestellt wurde. Wesentliche Gründe für die Ergebnisverschlechterung finden sich in einem Umsatzrückgang bei Neuprojekten, Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Wertminderungen gemäß IAS 36. Der Jahresüberschuss des Konzerns verminderte sich von 156,4 Mio. EUR auf 61,4 Mio. EUR im Jahr 2017. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 413,8 Mio. EUR und betrug zum 31. Dezember 2017 4.099,7 Mio. EUR. Im Bereich des langfristigen Vermögens kam es zu einer Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte um 159,0 Mio. EUR auf 881,4 Mio. EUR. Der Anstieg betrifft zu einem wesentlichen Teil Lizenzen und Konzessionen (plus 109,3 Mio. EUR) und resultiert vor allem aus den neu erworbenen Gesellschaften in Deutschland (Casino Royal) und Spanien (Basque Gaming sowie weitere kleinere Unternehmen). Eine weitere Ursache für die Veränderung findet sich im Anstieg der Position Firmenwert (plus 88,9 Mio. EUR), der aus den kürzlich erworbenen Gesellschaften in den Märkten Deutschland, Spanien, Niederlande und Italien resultiert. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 953,3 Mio. EUR auf 1.041,7 Mio. EUR. Die Abweichung resultiert großteils aus der Position Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau, mit einem Plus von 83,7 Mio. EUR. Dieser Anstieg hat seinen Ursprung in den Investitionen etablierter deutscher Gesellschaften und reflektiert die Vorproduktion von Glücksspielgeräten für die im November 2018 erfolgende Umstellung aller Glücksspielgeräte auf die neue technische Richtlinie 5.0. Die Position Finanzanlagen umfasst im Wesentlichen Minderheitsbeteiligungen an Österreichischen Glücksspielunternehmen (Österreichische Lotterien GmbH und Casinos Austria AG). Im Berichtsjahr erhöhte sich diese Position von 237,8 Mio. EUR auf 271,2 Mio. EUR aufgrund einer (ergebnisneutralen) Aufwertung der Anteile. Im Bereich des kurzfristigen Vermögens erhöhten sich die Vorräte um 42,6 Mio. EUR auf 268,1 Mio. EUR, wobei der Anstieg vor allem aus den Märkten Deutschland und Spanien resultiert. Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 36,2 Mio. EUR auf 408,7 Mio. EUR. Die Position Zahlungsmittel erhöhte sich geringfügig von 877,8 Mio. EUR auf 899,7 Mio. EUR. Die Position Vermögenswerte einer zur Veräußerung gehaltenen eingestuften Gruppe beträgt 20,4 Mio. EUR und umfasst die I-New-Gruppe. Bilanz Kurzfassung
Das Eigenkapital verminderte sich im Berichtszeitraum um 47,3 Mio. EUR auf 1.328,9 Mio. EUR, wovon 91,4 Mio. EUR auf Anteile anderer Gesellschafter entfallen. Das Grundkapital der Gesellschaft zeigt sich unverändert mit 26,6 Mio. EUR. Das Gleiche gilt für die Kapitalrücklagen die 85,4 Mio. EUR betragen. Das Eigenkapital setzt sich weiters aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 1.169,0 Mio. EUR, der Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 in Höhe von 23,3 Mio. EUR sowie dem Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung in Höhe von -66,8 Mio. EUR zusammen. Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Position Bankkredite und Bankdarlehen zurückzuführen. Diese erhöhten sich im Geschäftsjahr um 435,0 Mio. EUR auf 878,1 Mio. Die NOVOMATIC AG hat im März 2017 eine revolvierend ausnutzbare Kreditlinie in der Höhe von 1 Mrd. EUR mit einer Laufzeit von 5 Jahren (mit Verlängerungsoption von bis zu zwei Jahren) abgeschlossen. Diese Kreditlinie wurde mit einem Syndikat internationaler Banken abgeschlossen und dient einerseits zur Harmonisierung und Refinanzierung der bestehenden Kreditlinien, sowie andererseits zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung, unter anderem auch für Unternehmensakquisitionen. Im Bereich der langfristigen Rückstellungen kam es zu einem Anstieg in Höhe von 17,7 Mio. EUR auf 83,8 Mio. EUR, wobei diese Entwicklung zu einem wesentlichen Teil auf die Bildung einer Drohverlust-Rückstellung für Aufträge der NOVOMATIC Lottery Solutions-Gruppe zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des deutlichen Rückgangs in der Position kurzfristige Finanzverbindlichkeiten die zum Ende des Berichtsjahres 70,7 Mio. EUR betrugen, gegenüber 210,8 Mio. EUR im Jahr 2016. Der wesentlichste Grund dieser Veränderung findet sich in einer im Jahr 2017 zurückgeführten Anleihe (Emissionsvolumen 150 Mio. EUR), die aufgrund der Fälligkeit im Oktober 2017 in der Bilanz des Jahres 2016 als kurzfristig auszuweisen war. Die Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 41,4 Mio. EUR auf 447,4 Mio. EUR. Darin enthalten ist auch die Position Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten welche 16,2 Mio. EUR beträgt und die I-New-Gruppe umfasst. Finanzlage Konzernweit ergab sich 2017 ein Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von 419,2 Mio. EUR im Vergleich zu 429,1 Mio. EUR im Vorjahr. Der geringfügige Rückgang des operativen Cash Flows, resultiert im Wesentlichen aus dem niedrigeren Betriebserfolg im Berichtsjahr. Gegenüber 2016 wurde der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit durch einen geringeren Mittelabfluss aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens positiv beeinflusst. Während eine Erhöhung der Vorräte den Cash Flow negativ beeinflusste, führten Erhöhungen von Verbindlichkeiten und Rückstellungen (unter anderem in Zusammenhang mit der NOVOMATIC Lottery Solutions-Gruppe) zu einer Verbesserung des operativen Cash Flows. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit verbesserte sich minimal im Berichtsjahr mit einem Wert von -516,7 Mio. EUR, während der Vergleichswert des Jahres 2016 bei -519,5 Mio. EUR lag. In der Position Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wurden höhere Mittelabflüsse verzeichnet, die insbesondere aus der Vorproduktion von Glücksspielgeräten im Markt Deutschland resultieren. Im Bereich der Akquisitionen gab es insgesamt keine signifikanten Abweichungen zum Vorjahr. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr 109,6 Mio. EUR und stellt somit einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 474,0 Mio. EUR dar. Im Vorjahr führten die Emission einer Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 500,0 Mio. EUR sowie eine Kapitalerhöhung in Höhe von 85 Mio. EUR zu einem deutlichen Zahlungsmittelanstieg. Im Jahr 2017 reduzierte sich der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit durch die Rückführung einer Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 150 Mio. EUR, während die Inanspruchnahme einer Kreditlinie den Cash Flow positiv beeinflusste. Free Cash Flow NOVOMATIC berichtet den Free Cash Flow vor Akquisitionen als eine ergänzende Liquiditätskennzahl zum Free Cash Flow nach Akquisitionen. Beide stellen eine betriebswirtschaftliche Kennzahl dar, die nicht in den International Financial Reporting Standards (IFRS) definiert ist. Sie dienen dem Management als Indikator zur Innenfinanzierungskraft und beschreiben die Fähigkeit des Unternehmens aus dem laufenden Mittelzufluss Dividenden auszuschütten, Fremdfinanzierungen rückzuführen und Investitionen zu tätigen. Der Free Cash Flow vor Akquisitionen ist definiert als Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit plus Mittelzuflüsse bzw. Mittelabflüsse aus dem Erwerb und dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Der Free Cash Flow nach Akquisitionen ist definiert als Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit plus Cash Flow aus der Investitionstätigkeit. Der Free Cash Flow vor Akquisitionen ist positiv und beträgt 53,0 Mio. EUR gegenüber 90,0 Mio. EUR im Jahr 2016. Der Free Cash Flow nach Akquisitionen verminderte sich geringfügig gegenüber dem Vorjahreswert von -90,5 Mio. EUR auf -97,5 Mio. EUR.
5 Umfasst die Positionen Erlöse aus dem
Verkauf von Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) (80,2
Mio. EUR in 2017) und Erwerb von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen (-446,4 Mio. EUR in
2017)
Investitionen in immaterielles Vermögen und Sachanlagevermögen Die Investitionen in immaterielles Vermögen und Sachanlagevermögen beliefen sich im Jahr 2017 auf insgesamt 446,4 Mio. EUR. Den größten Anteil an Investitionen in Sachanlagevermögen stellen Investitionen in zum Großteil selbst erstellte Glücksspielgeräte dar. Regional untergliedert entfielen die größten Investitionen mit 162,4 Mio. EUR auf den Markt Deutschland, gefolgt von der Region CEE mit 64,1 Mio. EUR.
Akquisitionen (strategisch & bolt-on) Die Akquisitionen beliefen sich im Jahr 2017 auf insgesamt 199,8 Mio. EUR. Die größten Akquisitionen entfielen mit 56,7 Mio. EUR auf den Markt Deutschland, insbesondere aufgrund von Casino Royal, gefolgt von den Regionen Italien mit 48,7 Mio. EUR und CEE mit 45,5 Mio. EUR.
Ausgewählte Konzern-Kennzahlen
4. Segmentanalyse Inhalt der Segmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung von NOVOMATIC folgt der integrierten Marktstrategie des Konzerns. Das Segment Gaming Technology umfasst jene Geschäftsbereiche, welche die Entwicklung, die Produktion, die Vermietung und den Verkauf von Glücksspielequipment, Glücksspielcontent und Glücksspieltechnologie betreffen. Das Segment Gaming Technology inkludiert auch Aktivitäten des Konzerns im Bereich Online und Mobile Gaming, Sportwetten und Lotterietechnologie soweit es den B2B-Bereich betrifft. Das Segment Gaming Operations beinhaltet die selbst betriebenen Standorte, welche Spielhallen, Spielbanken, Sportwetten-Outlets und Bingohallen umfassen. Das Segment Gaming Operations inkludiert auch Aktivitäten des Konzerns im Bereich Online und Mobile Gaming sowie Sportwetten soweit es den B2C-Bereich betrifft. Das Segment Sonstige umfasst alle nicht zu den Kerngeschäftsfeldern des Konzerns gehörenden Tätigkeiten. Dieses Segment beinhaltet vor allem die I-New-Gruppe sowie kleinere Holdinggesellschaften. Gaming Technology Die Außenumsätze aus dem Segment Gaming Technology betrugen im Berichtszeitraum 937,2 Mio. EUR und lagen damit geringfügig unter dem Wert des Jahres 2016 (947,3 Mio. EUR). Das Segmentergebnis (Betriebsergebnis) von Gaming Technology verminderte sich von 185,1 Mio. EUR auf 110,6 Mio. EUR. Der Rückgang resultiert aus mehreren Faktoren wobei neben der Reduktion der vermieteten Geräte in Deutschland, insbesondere die Verschlechterung der Ertragslage bei der NOVOMATIC Lottery Solutions-Gruppe und die Kursverluste im Zusammenhang mit einer Abschwächung des US-Dollars zu nennen sind. Deutschland In Deutschland, dem für NOVOMATIC bedeutsamsten Markt, trat mit 1. Juli 2012 der Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) in Kraft, welcher im Wesentlichen die Etablierung von Abstandsregelungen zwischen Spielhallen und zu Jugendeinrichtungen beinhaltet. Weiters ist darin ein Verbot von Mehrfachkonzessionen und damit die Begrenzung eines Standortes auf die maximale Anzahl von 12 Glücksspielgeräten enthalten. Für die Umsetzung der einschränkenden Neuregelungen wurde eine (grundsätzliche) Übergangsfrist von 5 Jahren gewährt, somit waren die Bestimmungen mit 1. Juli 2017 erstmalig anzuwenden. Als Folge der Umsetzung des Glücksspieländerungsstaatsvertrages und der begleitenden Landesspielhallengesetze ist seit dem Jahr 2017 im Spielhallenbereich eine spürbare Marktreduktion eingetreten. Zu verkleinernde oder zu schließende Spielhallen von Mietkunden wirken sich nun zwangsläufig negativ auf die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Glücksspielgeräten aus. Der Rückgang des Marktes verläuft jedoch aufgrund des starken juristischen Widerstandes gegen Spielhallenschließungen und Konzessionsreduktionen langsamer als vom Gesetzgeber vorgesehen. Ebenso zeigte sich bereits im Jahr 2017, dass die Reduktion von Glücksspielgeräten (durch geschlossene Spielhallen bzw. durch Konzessionsbegrenzung) zu einer höheren Geräteauslastung der verbleibenden Glücksspielgeräte und somit zu einem deutlichen Kompensationseffekt führt. Der Schwerpunkt der im Segment Gaming Technology tätigen deutschen Konzerngesellschaften liegt im Bereich der Vermietung von Glücksspielgeräten. Der NOVOMATIC-Konzern hält in Deutschland im Bereich der sogenannten gewerblichen Geldspielgeräte bereits seit Längerem einen Marktanteil von mehr als 50 %. Angesichts der verschärften regulatorischen Rahmenbedingungen hat sich die Zahl der vermieteten Glücksspielgeräte in der Berichtsperiode um ca. 11.000 Glücksspielgeräte auf rund 102.000 Stück reduziert. In Summe erzielten die im Segment Gaming Technology tätigen deutschen Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 285,7 Mio. EUR gegenüber 317,5 Mio. EUR im Jahr 2016. Die Änderungen in den regulatorischen Rahmenbedingungen umfassen auch die Novellierung der deutschen Spielverordnung. Diese sieht vor, dass Glücksspielgeräte, die der alten technischen Richtlinie 4.1 entsprechen, künftig nicht mehr betrieben werden dürfen. Ab dem 11. November 2018 können demnach nur noch Geräte die der neuen technischen Richtlinie 5.0 entsprechen, betrieben werden. Neben den dafür notwendigen Ersatzinvestitionen fielen aufgrund der Vorarbeiten für die gesetzlich erforderliche Umstellung aller Glücksspielgeräte in Deutschland außerordentliche Kosten in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrages im Jahr 2017 an. Italien Italien ist mit mehr als 400.000 betriebenen Glücksspielgeräten der größte Glücksspielmarkt Europas. NOVOMATIC ist eines von wenigen ausländischen Unternehmen, die es erfolgreich geschafft haben, in diesem hochkompetitiven Markt Fuß zu fassen und nachhaltig Marktanteile zu gewinnen. Das im Jahr 2016 von NOVOMATIC erworbene Unternehmen Electro System S.p.A., ein Entwickler und Hersteller von CPUs für Glücksspielgeräte profitierte im Vorjahr von einer Gesetzesänderung in Italien, welche einen Umbau bestimmter Glücksspielgeräte (Kategorie AWP) bedingte. Dadurch konnten im Jahr 2016 außerordentlich hohe Verkaufsumsätze mit CPU-Plattformen erzielt werden, die 2017 nicht mehr in dieser Höhe erzielt werden konnten. Der deswegen eingetretene Rückgang der Verkaufserlöse im Jahr 2017 konnte durch gestiegene Mieterlöse nur teilweise kompensiert werden. Die italienischen Unternehmen konnten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres die Anzahl der vermieteten Glücksspielgeräte um ca. 1.500 Geräte auf über 45.000 Stück erhöhen. Der Anstieg der Mieterlöse wurde jedoch durch eine erneute Erhöhung der glücksspielbezogenen Steuern in Italien gehemmt. Mit Mai 2017 wurde die Steuer für vernetzte Glücksspielgeräte (Kategorie VLT) von 5,5% auf 6,0% und für nicht vernetzte Glücksspielgeräte (Kategorie AWP) von 17,5% auf 19,0% des Spieleinsatzes erhöht. Von der italienischen Regierung wurde außerdem beschlossen, dass die Zahl aller am italienischen Markt betriebenen AWP-Geräte bis April 2018 um 35 % reduziert werden muss. Die gesetzliche Änderung wird von NOVOMATIC als nicht materiell erachtet, da dies in erster Linie jene Geräte betrifft, welche eine schwache Performance aufweisen, zu denen Glücksspielgeräte von NOVOMATIC grundsätzlich nicht zählen. Der Umsatz der italienischen Unternehmen die dem Segment Gaming Technology zugeordnet sind erreichte im Jahr 2017 einen Wert von 202,0 Mio. EUR, gegenüber 205,5 Mio. EUR im Vorjahr. Großbritannien Der britische Glücksspielmarkt zählt zu den größten europäischen Glücksspielmärkten und umfasst etwa 250.000 Glücksspielgeräte, die sich im Wesentlichen auf Pubs, Wettbüros (Licensed Betting Offices), Spielhallen und Bingo Center verteilen. Ein hohes Potential für einen weiteren Anstieg der betriebenen Glücksspielgeräte ist aufgrund der Reife des Marktes derzeit nicht gegeben, der Markt tendiert eher zu einer Konsolidierung. Insbesondere im Pub-Sektor war in den letzten Jahrzehnten ein deutlicher Trend von Pub-Schließungen beobachtbar, der auch zu einer Reduktion der traditionell in Pubs betriebenen Glücksspielgeräte führte. Der Pub-Sektor ist außerdem im Begriff sich zu wandeln. Analoge Glücksspielgeräte, wie sie von Bell-Fruit produziert werden, ein Konzernunternehmen von NOVOMATIC, werden zunehmend durch digitale Geräte ersetzt, wodurch die Verkaufserlöse in diesem Bereich ebenfalls rückläufig waren. Aus regulatorischer Sicht könnte der Pub-Sektor ebenso wie der Bereich der Adult Gaming Centers (ie. Spielhallen) vom derzeit laufenden Triennial Review profitieren. Hierbei handelt es sich um eine (grundsätzlich) alle drei Jahre stattfindende Evaluierung und Neufestlegung der maximalen Spieleinsätze und Gewinne unterschiedlicher Kategorien von Glücksspielgeräten durch den Gesetzgeber. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass Glücksspielgeräte im Pub-Sektor und in Spielhallen Nutznießer dieser regulatorischen Änderung werden, während Geräte die vornehmlich in sogenannten Licensed Betting Offices zum Einsatz kommen, schlechter gestellt werden. Der Umsatz jener Unternehmen in Großbritannien die dem Segment Gaming Technology zugeordnet sind erreichte im Jahr 2017 einen Wert von 115,9 Mio. EUR, gegenüber 136,1 Mio. EUR im Vorjahr. Spanien Der spanische Glücksspielmarkt ist ebenfalls einer der größten Glücksspielmärkte Europas und stellt somit einen wichtigen Zielmarkt für den NOVOMATIC-Konzern dar. Im Jahr 2017 wurde eine Evaluierung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte der spanischen Tochtergesellschaften durchgeführt. Dabei wurde für GIGAMES S.L., ein spanisches Produktions- und Vertriebsunternehmen das insbesondere im Bereich der Baraufstellung von Glücksspielgeräten tätig ist, ein Wertminderungsbedarf in der Höhe von ca. 5 Mio. EUR ermittelt. Die Wertminderung betrifft den Kundenstamm (im immateriellen Vermögen). Die Umsätze jener Unternehmen in Spanien die dem Segment Gaming Technology zugeordnet sind konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gesteigert werden und erreichten einen Wert von 53,3 Mio. EUR, gegenüber 45,4 Mio. EUR im Jahr 2016. CEE Im Rahmen einer auf 15 Jahre vereinbarten Partnerschaft mit Loteria Romana, in welcher NOVOMATIC in Rumänien hochentwickelte Video Lottery Terminals (VLTs) und das dafür notwendige Video Lottery-System (inklusive Jackpot System, Service, Ersatzteile, Logistik etc.) bereitstellt, hatte NOVOMATIC zum Ende des Jahres 2017 ca. 5.400 VLTs in Betrieb. Die Umsätze der dem Segment Gaming Technology zugeordneten Gesellschaften der Region CEE zeigten im Geschäftsjahr 2017 zusammengefasst eine positive Entwicklung und erreichten einen Wert von 65,9 Mio. EUR, gegenüber 56,5 Mio. EUR im Jahr 2016. Rest der Welt Die Umsätze der dem Segment Gaming Technology zugeordneten Gesellschaften der in der Region Rest der Welt tätigen Konzerngesellschaften zeigten im abgelaufenen Geschäftsjahr eine leicht positive Entwicklung. Aufgrund höherer Mieterlöse konnten die Umsätze von 68,7 Mio. EUR im Jahr 2016 auf 70,7 Mio. EUR im Berichtsjahr gesteigert werden. Online (B2B) Dieses Segment umfasst alle Unternehmen des NOVOMATIC-Konzerns, die dem Bereich Online und Mobile Gaming (B2B) zugeordnet sind. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die Greentube-Gruppe, einem international führenden Content-Provider von Online-Spielen, welche für lizenzierte Betreiber von Gaming-Plattformen sowohl als Social-Games (ohne Gewinnauszahlung) als auch als Cash-Games (reguläres Glücksspiel mit Gewinnauszahlung) angeboten werden. Darüber hinaus entwickelt die Greentube-Gruppe Systemlösungen und stellt diese für lizenzierte Online-Glücksspielunternehmen zur Verfügung, wobei das Angebot je nach Kundenwunsch skalierbar ist. Im Jahr 2017 konnte der Umsatz der dem B2B-Bereich zugeordneten Unternehmen des NOVOMATIC-Konzerns von 48,5 Mio. EUR auf 65,6 Mio. EUR gesteigert werden. Der Zuwachs bei den E-Business-Erlösen ist vor allem auf einen Anstieg der B2B-Kunden zurückzuführen. Im Dezember 2017 traf die Unternehmensführung die Entscheidung den Vertrieb von Spielen und Plattformlösungen aufgrund einer unklaren rechtlichen Situation in einem wichtigen Kernmarkt zu beenden. Als Konsequenz dieser Entscheidung und der damit erfolgten Auflösung von B2B-Verträgen mit Kunden ist mit einem deutlichen Umsatzrückgang im Jahr 2018 zu rechnen. Gaming Operations Die Außenumsätze aus dem Segment Gaming Operations betrugen im Berichtsjahr 1.587,2 Mio. EUR und konnten gegenüber dem Vorjahr (1.326,4 Mio. EUR) erneut gesteigert werden. Das Segmentergebnis (Betriebsergebnis) von Gaming Operations verminderte sich von 101,3 Mio. EUR auf 97,3 Mio. EUR. Der Rückgang resultiert aus erhöhten außerplanmäßigen Abschreibungen in Deutschland, Italien und Spanien. Als weiterer Grund sind gestiegene sonstige Aufwendungen (insbesondere Mietaufwand sowie Glücksspielabgaben und Wettgebühren) sowie deutlich höhere Abschreibungen durch Investitionen in neue Standorte zu nennen. Österreich Die Umsätze aller österreichischen Glücksspiel- und Wettbetriebe des NOVOMATIC-Konzerns erreichten im Jahr 2017 einen Wert von 257,7 Mio. EUR, gegenüber 230,6 Mio. EUR im Vorjahr. Der Anstieg ist sowohl auf höhere Automatenerlöse als auch auf höhere Wetterlöse zurückzuführen. Als negativer Faktor sind neu eingeführte Gebühren auf Wettterminals zu nennen, die in den Bundesländern Wien und Oberösterreich zu einem starken Anstieg der Wettgebühren führten. Bezüglich der bereits seit mehreren Jahren laufenden rechtlichen Diskussion, ob das österreichische Glücksspielgesetz und die korrespondierenden Regelungen unionskonform sind, haben nun alle drei Höchstgerichte in Österreich die Unionskonformität bestätigt. Aufgrund der endgültigen Klärung dieser Rechtsfrage besteht nun eine deutliche Verbesserung der Möglichkeiten für Behörden und Gerichte, gegen illegale Glücksspielbetreiber in Österreich vorzugehen. Mit der rechtskräftigen Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts Niederösterreich vom 21.07.2017 hat nun die Konzerngesellschaft Admiral Casinos & Entertainment AG dauerhaft ihren Betrieb in Niederösterreich abgesichert. Das Unternehmen kann in den niederösterreichischen Spielhallen 1.165 Glücksspielgeräte für eine Dauer von 15 Jahren, somit bis 21.07.2032, betreiben. Mit einer im Jahr 2017 zugestellten Einzelfallentscheidung befand der Oberste Gerichtshof (OGH), dass einzelne von NOVOMATIC im Bundesland Wien angebotene Spielvarianten nicht von der ausgestellten Konzession umfasst gewesen wären. Diese Entscheidung könnte zu weiteren Klagen von Kunden führen, welche für den entsprechenden Zeitraum ihre Spielverluste zurückfordern. Bezogen auf die laufenden anhängigen Verfahren wurde eine Vorsorge in mittlerer einstelliger Millionenhöhe gebildet. Deutschland Der NOVOMATIC-Konzern ist in Deutschland mit sieben Spielbanken vertreten. Mit der traditionsreichen Spielbank Berlin betreibt NOVOMATIC eines der umsatzstärksten Live Game-Casinos in Deutschland. Im Jahr 2017 konnten die deutschen Spielbanken von NOVOMATIC den Umsatz insgesamt von 72,7 Mio. EUR auf 80,3 Mio. EUR steigem. Der wesentlich größere Teil der Umsatzerlöse im deutschen Markt wird jedoch von den Betreibergesellschaften im Bereich des gewerblichen Automatenspiels erwirtschaftet. Mit den Spielhallenbetreibern Extra Games Entertainment GmbH, BPA Freizeit und Unterhaltungsbetriebe GmbH und Admiral Play GmbH verfügte NOVOMATIC schon bisher über eine starke Marktposition. Im März 2017 erwarb NOVOMATIC außerdem 100 % der Anteile an Casino Royal GmbH, Deutschland. Die erworbene Gesellschaft und ihre 10 Tochtergesellschaften betreiben insgesamt 126 Spielhallen mit regionalem Schwerpunkt auf Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Des Weiteren wurden seit dem letzten Jahr mehrere Zukäufe kleinerer Unternehmen durchgeführt. Zusammengefasst erhöhten sich die Umsätze der dem Bereich des gewerblichen Automatenspiels zugeordneten deutschen Konzerngesellschaften zum Vergleichszeitraum des Vorjahres von 266,7 Mio. EUR auf 356,4 Mio. EUR. Per 1. Juli 2012 trat der Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) in Kraft, welcher im Wesentlichen die Etablierung von Abstandsregelungen zwischen Spielhallen und zu Jugendeinrichtungen normiert. Weiters ist darin ein Verbot von Mehrfachkonzessionen und damit die Begrenzung der maximalen Anzahl von 12 Glücksspielgeräten pro Standort enthalten. Für die Umsetzung der einschränkenden Neuregelungen wurde eine (grundsätzliche) Übergangsfrist von 5 Jahren gewährt, somit waren die Bestimmungen mit 1. Juli 2017 erstmalig anzuwenden. Als Folge der Umsetzung des Glücksspieländerungsstaatsvertrages und der begleitenden Landesspielhallengesetze ist seit dem Jahr 2017 im Spielhallenbereich eine spürbare Marktreduktion eingetreten. Zu verkleinernde oder zu schließende Spielhallen der deutschen Betreibergesellschaften wirken sich nun zwangsläufig negativ auf die Umsatzerlöse aus. Der Rückgang des Marktes verläuft jedoch aufgrund des starken juristischen Widerstandes gegen Spielhallenschließungen und Konzessionsreduktionen langsamer als vom Gesetzgeber vorgesehen. Ebenso zeigte sich bereits im Jahr 2017, dass die Reduktion von Glücksspielgeräten (durch geschlossene Spielhallen bzw. durch Konzessionsbegrenzung) zu einer höheren Geräteauslastung der verbleibenden Glücksspielgeräte und somit zu einem deutlichen Kompensationseffekt führt. Im Jahr 2017 wurde - wie schon in den Jahren davor - eine Evaluierung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte der deutschen Betreibergesellschaften durchgeführt. Dabei wurde ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 14,5 Mio. EUR (Saldo aus Wertminderungen und Wertaufholungen) infolge der regulatorischen Änderungen identifiziert. Italien Italien ist, gemessen an der Anzahl der betriebenen Glücksspielgeräte, der größte Glücksspielmarkt Europas. NOVOMATIC setzt in diesem wichtigen europäischen Markt bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich die integrierte Marktstrategie als Produzent von Glücksspielprodukten und als Betreiber von Spielstätten um. Im Laufe der Geschäftsjahre 2016 und 2017 wurden in Italien mehrere Zukäufe kleinerer Unternehmen durchgeführt, vornehmlich mit dem Geschäftsgegenstand Spielhallenbetrieb und Bingobetrieb. Mit diesen Akquisitionen wurde die Marktposition des Konzerns in diesem wichtigen europäischen Kernmarkt weiter ausgebaut. Die Umsätze der dem Segment Gaming Operations zugeordneten italienischen Konzernunternehmen konnten sowohl durch organisches als auch akquisitorisches Wachstum erneut gesteigert werden und erreichten einen Wert von 150,5 Mio. EUR gegenüber 111,4 Mio EUR im Vorjahr. Großbritannien Nachdem NOVOMATIC mit der Übernahme von Luxury Leisure Unlimited und S.A.L. Leisure Limited im Juni 2014 der Einstieg in den britischen Markt für Spielhallen (Adult Gaming Centers oder AGC) gelang, erwarb der Konzern im Juni des Jahres 2016 100 % der Anteile an Talarius Ltd. (Talarius) sowie deren zugehöriger Tochtergesellschaften. Durch die Akquisition von Talarius wurden ca. 160 neue Standorte dem Konzernverbund hinzugefügt, die wesentlich dazu beitrugen, dass die dem Segment Gaming Operations zugeordneten britischen Unternehmen im Jahr 2017 eine Umsatzsteigerung um 30,7 Mio. EUR auf 149,1 Mio. EUR erzielen konnten. Spanien Der größte Teil der Umsatzerlöse im Segment Gaming Operations in Spanien wird von den Betreibergesellschaften im Spielhallenbereich erwirtschaftet. Seit dem Ende des Jahres 2015 weitete NOVOMATIC die Marktposition durch organisches Wachstum und durch Zukauf zahlreicher kleinerer Unternehmen mit dem Geschäftsgegenstand Spielhallenbetrieb sukzessive aus. Mit dem im Jahr 2017 abgeschlossenen Erwerb von 51 % der Anteile an Basque Gaming S.L., einer Gesellschaft die insgesamt 13 Spielhallen im Baskenland betreibt sowie mehreren Zukäufen kleinerer Spielhallenunternehmen, wurde diese Entwicklung fortgesetzt. Im Juli 2016 wurde von NOVOMATIC das nördlich von Gibraltar gelegene Gran Casino San Roque eröffnet. Nahezu zeitgleich erwarb NOVOMATIC mit dem in Sevilla gelegenen Gran Casino Aljarafe eine weitere Spielbank in Spanien. Die Umsätze aller dem Segment Gaming Operations zugeordneten spanischen Konzernunternehmen konnten infolge von organischem und akquisitorischem Wachstum erneut gesteigert werden und erreichten einen Wert von 73,1 Mio. EUR gegenüber 35,0 Mio EUR im Vorjahr. CEE Das geografische Segment CEE umfasst die Regionen Zentral- und Osteuropa sowie Südosteuropa. Die Entwicklung der dem Segment Gaming Operations zugeordneten Gesellschaften der Region CEE war im Geschäftsjahr 2017 erneut zufriedenstellend. Im Oktober 2017 erfolgte die Eröffnung des Grand Casinos ADMIRAL in Zagreb, Kroatien. Der Standort verfügt über 318 Glücksspielgeräte und mehr als 20 Live Game-Tische auf einer Gesamtfläche von rund 3.000 Quadratmetern. Neben einem Restaurant, einer Sportsbar mit modernster Technik und Seminarräumen bietet das Haus auch ein Vier-Sterne-Hotel. Zusammengefasst konnten die in diesem Segment enthaltenen Gesellschaften eine Umsatzsteigerung in Höhe von 33,4 Mio. EUR auf 330,4 Mio. EUR erzielen. Die Zuwächse resultieren großteils aus organischem Wachstum und wurden vor allem in den Märkten Lettland, Kroatien, Serbien und Mazedonien erzielt. Rest der Welt Die im geografischen Segment Rest der Welt erfassten niederländischen Unternehmen mit dem Geschäftsgegenstand Spielhallenbetrieb zeigten im Berichtsjahr eine positive Entwicklung. Im März 2017 erfolgte der Erwerb von jeweils 100% der Anteile an Super Game B.V. und Biermann's Bingo B.V., Niederlande. Die beiden erworbenen Gesellschaften betreiben insgesamt sieben Spielhallen und trugen wesentlich zum Umsatzanstieg in den Niederlanden bei. Insgesamt konnten die Umsätze der dem Segment Gaming Operations zugeordneten niederländischen Konzernunternehmen von 64,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 71,7 Mio. EUR im Jahr 2017 gesteigert werden. Im Jahr 2017 wurden die peruanischen Tochtergesellschaften Inmobiliaria Rapid S.A.C. und Sierra Machines S.A.C. aus strategischen Gründen verkauft. Der Geschäftsgegenstand beider Unternehmen besteht im Betrieb von Spielhallen. Im NOVOMATIC-Konzernabschluss ergibt sich ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 9,4 Mio. EUR, der im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen wird. Online (B2C) Der Online/Mobile B2C-Markt gliedert sich in die Bereiche Social (keine Auszahlung von Gewinnen) und Cash (reguläres Glücksspiel mit Gewinnauszahlung). Während im Bereich Social eine Konsolidierung im Markt stattfindet und kaum noch Zuwächse verzeichnet werden, zeigt der Bereich Cash nach wie vor eine positive Dynamik. Der Hauptgrund dafür liegt im vorherrschenden Trend zur Regulierung des Online Gamings in zahlreichen Ländern der Welt. Durch das erweiterte Angebot von B2C Cash-Produkten kommt es in den regulierten Märkten zu einer Verdrängung des Bereichs B2C Social. Zusätzlich besteht aktuell der Trend, dass Konsumenten vermehrt vom Web auf mobile Endgeräte (Smartphone, Tablets etc.) wechseln um dort Spiele zu nutzen. Die dem NOVOMATIC-Konzern zugehörige Greentube-Gruppe sowie weitere zum Konzernverbund zählende Unternehmen in Italien und Lettland konnten im Jahr 2017 die Umsätze im Segment Gaming Operations leicht auf 101,5 Mio. EUR steigern, gegenüber 100,3 Mio. EUR im Vorjahr. Vermögenswerte einer zur Veräußerung gehaltenen eingestuften Gruppe (I-New-Gruppe) Im Jahr 2013 erwarb NOVOMATIC AG ca. 76,8 % der Anteile an der I-New-Gruppe. Das Unternehmen besteht aus der österreichischen I-New Unified Mobile Solutions AG mit Sitz in Mattersburg sowie ihren internationalen Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr 2017 stellte sich heraus, dass von Lieferanten verursachte Qualitätsmängel und Verzögerungen zu einer erheblich verspäteten Fertigstellung einer wesentlichen Ausbaustufe der von I-New angebotenen Technologielösung führen werden. Während die Umsätze aus mehrjährigen Geschäftsverträgen eine stabile Entwicklung aufwiesen (11,9 Mio. EUR in 2015,12,3 Mio. EUR in 2016 und 12,0 Mio. EUR in 2017), kam es aufgrund der genannten Verzögerung zu einem Umsatzeinbruch aus Projektneugeschäften in Höhe von ca. 80 % (7,6 Mio. EUR in 2016 gegenüber 1,3 Mio. EUR in 2017). Im Q4/2017 galt der Entwicklungsrückstand als überwunden. Bedingt durch den Verlust von Umsätzen aus geplanten Neuprojekten sah sich die I-New-Gruppe im Q2/2017 mit einem unerwarteten Liquiditätsengpass konfrontiert, womit nicht nur die Einleitung eines umfassenden operativen Restrukturierungsprozesses, sondern auch die Durchführung eines Werthaltigkeitstests gem. IAS 36 im Rahmen der Halbjahresfinanzberichterstattung notwendig wurden. Letzterer führte zu einem Wertberichtigungsbedarf des Firmenwerts und anderer immaterieller Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 12,4 Mio. EUR. Das Geschäftsumfeld von I-New in Lateinamerika war geprägt durch zunehmenden Verdrängungswettbewerb unter MVNO-Kunden in Mexiko und Kolumbien sowie herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Peru. Die daraus resultierende Konsequenz war ein Forderungswertberichtigungsbedarf in Höhe von 5,8 Mio. EUR. Die Ursachen für diese Wertberichtigung lagen unter anderem in einer Vertragsneuverhandlung mit einem bestehenden Kunden und einem Forderungsverzicht infolge eines Eigentümerwechsels. Im November des Jahres 2017 wurde die strategische Entscheidung zugunsten einer Veräußerung der Mehrheitsanteile an der I-New-Gruppe getroffen, in deren Folge ein strukturierter Verkaufsprozess gestartet wurde. Nach aktueller Einschätzung ist mit einem Signing des Anteilsverkaufes in der zweiten Jahreshälfte 2018 zu rechnen. Aufgrund des vorliegenden Sachverhalts waren die Klassifizierungs-, Darstellungs- und Bewertungsvorschriften von IFRS 5 anzuwenden womit die I-New-Gruppe im Konzernabschluss des Jahres 2017 als Vermögenswerte einer zur Veräußerung gehaltenen eingestuften Gruppe dargestellt wurde. Wesentliche Kennzahlen Vermietete Glücksspielgeräte an Dritte (Anzahl zum Periodenende)
Selbst betriebene Glücksspielgeräte (Anzahl zum Periodenende)
Verkaufte Glücksspielgeräte an Dritte (während der Periode)
5. Einzelabschluss NOVOMATIC AG (Kurzfassung nach UGB) Ergänzend zur Berichterstattung über den NOVOMATIC-Konzern wird im Folgenden die Entwicklung der NOVOMATIC AG erläutert. Der Jahresabschluss (Einzelabschluss) der NOVOMATIC AG wird nach den Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien des österreichischen UGB aufgestellt. Entsprechend diesen Vorschriften sind die verbundenen Unternehmen im Rahmen des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Dadurch ergibt sich aus dem Einzelabschluss lediglich ein Ausschnitt der wirtschaftlichen Lage für die NOVOMATIC AG und ihrer verbundenen Unternehmen. NOVOMATIC AG ist das Holdingunternehmen des NOVOMATIC-Konzerns, das die Finanzierungs- und Steuerungsfunktion im Konzern übernimmt. Zusätzlich hält die NOVOMATIC AG den Großteil der Rechte am geistigen Eigentum des NOVOMATIC-Konzerns und ist Eigentümerin wesentlicher Teile des Immobilienbestandes des Konzerns in Österreich. Im Berichtszeitraum bestanden keine im Firmenbuch eingetragenen Zweigniederlassungen der NOVOMATIC AG. Ertragslage Die Umsatzerlöse der NOVOMATIC AG lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 78,5 Mio. EUR geringfügig über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Personalaufwand verminderte sich auf 5,3 Mio. EUR, gegenüber 7,4 Mio. EUR im Jahr 2016. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr von 74,2 Mio. EUR auf 82,4 Mio. EUR. Der Anstieg ist vorrangig auf eine Erhöhung der F&E-Kosten um 8,5 Mio. EUR im Jahr 2017 zurückzuführen. Die Abschreibungen verminderten sich im Geschäftsjahr 2017 von 25,0 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR, im Wesentlichen aufgrund niedrigerer außerplanmäßiger Abschreibungen sowie einer Reduktion der Abschreibungen für technische Software. Das EBIT 7 verbesserte sich von 40,5 Mio. EUR auf 67,9 Mio. EUR. Das EBITDA (die Summe von EBIT und Abschreibungen) erhöhte sich von 65,5 Mio. EUR auf 82,0 Mio. EUR im Jahr 2017. Das Finanzergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 28,9 Mio. EUR auf 43,8 Mio. EUR. Während die Erträge aus Beteiligungen deutlich anstiegen, erhöhten sich ebenso die Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens (insbesondere aufgrund der I-New-Gruppe und der NOVOMATIC Lottery Solutions-Gruppe). Nach Hinzurechnung der Steuern vom Einkommen in Höhe von 6,3 Mio. EUR unter Berücksichtigung der Gruppenbesteuerung, ergab sich ein Jahresüberschuss von 16,4 Mio. EUR, gegenüber 9,3 Mio. EUR im Jahr 2016. Vermögenslage Das Anlagevermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 1.430,6 Mio. EUR auf 1.474,0 Mio. EUR, wobei die Veränderung größtenteils auf Steigerungen im Bereich des Finanzanlagevermögens zurückzuführen ist. Das Umlaufvermögen verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 527,4 Mio. EUR auf 716,1 Mio. EUR, im Wesentlichen aufgrund gestiegener Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 26,6 Mio. EUR. Das Gleiche gilt für die Kapitalrücklagen in Höhe von 85,4 Mio. EUR. Unter Einbeziehung der Gewinnrücklagen in Höhe von 1,6 Mio. EUR und des Bilanzgewinnes von 77,5 Mio. EUR verminderte sich das Eigenkapital aufgrund einer Ausschüttung von 50 Mio. EUR auf 191,2 Mio. EUR, gegenüber 224,8 Mio. EUR im Jahr 2016. Der Eigenmittelanteil am Gesamtkapital beträgt nunmehr 8,7 %, gegenüber 11,4 % im Vorjahr. Während sich die Rückstellungen geringfügig von 16,3 Mio. EUR auf 22,6 Mio. EUR erhöhten, zeigten die Verbindlichkeiten einen signifikanten Anstieg. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen von 446,2 Mio. EUR auf 882,7 Mio. EUR. Einen Rückgang verzeichneten die Anleiheverbindlichkeiten aufgrund der Rückführung einer Anleihe (Emissionsvolumen von 150 Mio. EUR) im Oktober 2017. Die Bilanzsumme der NOVOMATIC AG erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 1.975,0 Mio. EUR auf 2.198,2 Mio. EUR. 6. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Bezüglich der Berichterstattung zur konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung wird auf den vom Konzernabschluss gesonderten, konsolidierten nichtfinanziellen Bericht der NOVOMATIC AG gemäß Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) verwiesen. 7. Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner aktuellen Analyse mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,9 % 8 für das Jahr 2018. Eine ähnliche Dynamik erwarten auch die Analysten von GBGC 9, die für das Jahr 2018 einen Anstieg der weltweiten Glücksspielausgaben in Höhe von 3,4 % prognostizieren. Für den zusammengefassten Glücksspielmarkt Europa/Afrika gehen die Experten von GBGC sogar von einem Anstieg in Höhe von 3,9 % für das Jahr 2018 aus.
8 Gemäß World Economic Outlook des
Internationalen Währungsfonds (IWF)
NOVOMATIC hat in den vergangenen Jahren eine Wachstumsstrategie verfolgt, deren Ziel darin bestand Marktführerpositionen in großen regulierten Glücksspielmärkten zu besetzen. Für das Geschäftsjahr 2018 ist geplant Erweiterungsinvestitionen und Akquisitionen in deutlich geringerem Umfang als zuletzt durchzuführen. Der Fokus wird verstärkt auf einer Konsoldierung des Wachstums und Steigerung der Synergien liegen. Trotz dieser Phase der Konsolidierung wird auch im Jahr 2018 ein erneuter Anstieg des Umsatzes erwartet. Der größte Anteil an dieser Entwicklung wird auf Ainsworth Game Technology Ltd. (Ainsworth) zurückzuführen sein. Der im Jahr 2016 unterzeichnete Erwerb von ca. 52 % der Anteile an Ainsworth, dessen Closing aufgrund von Zustimmungserfordernissen diverser internationaler Lizenzierungs- und Aufsichtsbehörden noch ausständig war, wurde im Januar des Jahres 2018 endgültig abgeschlossen. Die Akquisition stellt für NOVOMATIC einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte dar und ist von hoher strategischer Bedeutung, da sie den Zugang zum enorm wichtigen nordamerikanischen Markt, eine Region mit nahezu einer Million betriebener Glücksspielgeräte, ebnet. Ainsworth zählt außerdem zu den Marktführern in Australien und verfügt über eine starke Präsenz im lateinamerikanischen Markt. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 473,3 Mio. AUD. Änderungen der Glücksspielgesetze und der steuerlichen Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen der NOVOMATIC-Konzern tätig ist, hatten in den letzten Jahren einen bedeutenden Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von NOVOMATIC. Für die wesentlichen europäischen Glücksspielmärkte ist davon auszugehen, dass das regulatorische Umfeld auch in Zukunft herausfordernd bleiben wird. In Deutschland waren mit 1. Juli 2017 die Bestimmungen des Glücksspieländerungsstaatsvertrages und der begleitenden Landesspielhallengesetze erstmalig anzuwenden. Als Konsequenz daraus ist im Jahr 2017 im Spielhallenbereich eine spürbare Marktschrumpfung eingetreten. Zu verkleinernde oder zu schließende Spielhallen wirken sich nun zwangsläufig negativ auf die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Glücksspielgeräten bzw. aus dem Betrieb von Glücksspielgeräten aus. Der Rückgang des Marktes verläuft jedoch aufgrund des starken juristischen Widerstandes gegen Spielhallenschließungen und Konzessionsreduktionen langsamer als vom Gesetzgeber vorgesehen. Ebenso zeigte sich bereits im Jahr 2017, dass die Reduktion von Glücksspielgeräten (durch geschlossene Spielhallen bzw. durch Konzessionsbegrenzung) zu einer höheren Geräteauslastung der verbleibenden Glücksspielgeräte und somit zu einem deutlichen Kompensationseffekt führt. Für das Jahr 2018 wird mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung gerechnet. Die Änderungen in den regulatorischen Rahmenbedingungen umfassen auch die Novellierung der deutschen Spielverordnung. Diese sieht vor, dass Glücksspielgeräte, die der alten technischen Richtlinie 4.1 entsprechen, künftig nicht mehr betrieben werden dürfen. Ab dem 11. November 2018 können demnach nur noch Geräte die der neuen technischen Richtlinie 5.0 entsprechen, betrieben werden. Die deutschen Tochterunternehmen arbeiten bereits seit Längerem daran, attraktive Produkte zu entwickeln, die zeitnah mit dem Ablauf der Übergangsfrist der Spielverordnung den Kunden zur Verfügung gestellt werden können. Neben den dafür notwendigen Ersatzinvestitionen ist aufgrund der Vorarbeiten für die gesetzlich erforderliche Umstellung aller Glücksspielgeräte in Deutschland mit außerordentlichen Kosten in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrages im Jahr 2018 zu rechnen. Mit Stichtag 01.01.2018 wird die Verschmelzung der deutschen Produktionsunternehmen Crown Technologies GmbH und Hirscher Moneysystems GmbH in die Löwen Entertainment GmbH vollzogen. Durch die Integration dieser Unternehmen werden weitere Synergieeffekte im Hinblick auf Kosteneffizienz, Optimierung der Produktionsabläufe und Nutzung der Produktionskapazitäten erwartet. Im Kernmarkt Italien wird im Jahr 2018 mit einem erneuten Anstieg der Umsatzerlöse gerechnet. Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung haben vor allem die zuletzt erworbenen Spielhallenstandorte. In den großen europäischen Glücksspielmärkten Großbritannien und Spanien wird ein weiterer Anstieg der Umsatzerlöse erwartet der insbesondere in Spanien aus den zuletzt durchgeführten Akquisitionen resultiert. Der Anstieg ist in beiden Märkten vornehmlich auf das Segment Gaming Operations zurückzuführen. In der Region CEE, die Zentral- und Osteuropa sowie Südosteuropa umfasst, werden steigende Umsätze erwartet. Der Anstieg ist vornehmlich auf das Segment Gaming Operations zurückzuführen und wird von einer Vielzahl der in dieser Region enthaltenen Länder getragen. Für das Geschäftsjahr 2018 muss für die im Bereich des Online Gamings tätigen Unternehmen des NOVOMATIC-Konzerns von einem deutlichen Umsatzrückgang ausgegangen werden. Betroffen wird vor allem das Segment Gaming Technology (B2B) mit dem Vertrieb von Spielen und Plattformlösungen sein, da sich das Unternehmen aus einem wichtigen Kernmarkt aufgrund einer unklaren rechtlichen Situation zurückgezogen hat. In den anderen Bereichen kann von weiterem organischen Wachstum ausgegangen werden. Wachstumstreiber sind hier die laufende Erweiterung des Spieleportfolios, die Neuausrichtung des Social Casino-Segments und die Fortsetzung der geographischen Expansion. 8. Risikomanagement Der NOVOMATIC-Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Risikomanagement, wie es im NOVOMATIC-Konzern verstanden und angewendet wird, dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt damit für den Konzern einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Risikomanagementsystem NOVOMATIC betreibt ein umfangreiches Risikomanagement, in das alle wesentlichen Konzerngesellschaften einbezogen sind. Mit dem Risikomanagementsystem sollen materielle und bestandsgefährdende Risiken systematisch identifiziert, bewertet, gesteuert, überwacht und dokumentiert werden, um die Erreichung der Unternehmensziele sicherzustellen und das Risikobewusstsein im Konzern zu erhöhen. Alle systematisch erhobenen und analysierten Risiken und Chancen sind in einem professionellen, IT-gestützten Risikomanagementsystem erfasst, das eine permanente Beobachtung der Risiken, wie auch der zugeordneten Bewältigungsmaßnahmen und Kontrollmechanismen gewährleistet. Zur laufenden Beobachtung der Risiko- und Chancensituation und zur aktiven Steuerung werden die Risiken und Chancen den jeweils Verantwortlichen in den Geschäftsbereichen und Konzernunternehmen zugeordnet. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Maßnahmen zur Bewältigung der einzelnen Risiken beziehungsweise zur Nutzung von Chancen zu definieren und deren Umsetzung voranzutreiben, neu auftretende Risiken und Chancen zu dokumentieren sowie in definierten regelmäßigen Abständen eine Neubewertung der identifizierten Chancen und Risiken vorzunehmen. Das zentrale Risikomanagement steht den Bereichen beratend zur Seite und sorgt für die laufende Aktualisierung und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems. Das zentrale Konzernrisikomanagement, das der Internen Revision zugeordnet ist, überwacht die Umsetzung der festgelegten Gegensteuerungsmaßnahmen und berichtet dem Vorstand regelmäßig über die aktuelle Risikosituation. Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Das vorrangige Ziel des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) von NOVOMATIC ist, die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung im Sinne einer Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des Lageberichts mit allen einschlägigen Vorschriften sicherzustellen. Das IKS von NOVOMATIC orientiert sich dabei an dem umfassenden Enterprise Risk Management-Ansatz, der von COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) entwickelt wurde. Kontrollumfeld Die Verantwortung für die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt beim Vorstand der NOVOMATIC AG. Zur Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wurde die Interne Revision vom Vorstand beauftragt, laufend die wesentlichen Prozesse, die damit verbundenen Risiken sowie die vorhandenen Kontrollen zu analysieren und die Ergebnisse an das Management zu berichten. Im Bereich der Konzernrechnungslegung setzt sich die Aufbauorganisation aus den lokal in den Konzernunternehmen für das Rechnungswesen verantwortlichen Abteilungen sowie dem zentralen Konzernrechnungswesen der NOVOMATIC AG zusammen. Die Konzernunternehmen erstellen auf Gesellschaftsebene zeitgerecht vollständige und richtige IFRS-Einzelabschlüsse gemäß den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften. Die Erstellung des Konzernabschlusses obliegt dem Konzernrechnungswesen, dessen Aufgaben- und Verantwortungsbereiche im Wesentlichen die Analyse der gemeldeten Daten der Konzernunternehmen, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen sowie die entsprechende Erstellung von Finanzberichten umfassen. Risikobeurteilung Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen wurden mehrstufig aufgebaute Qualitätssicherungsmaßnahmen mit der Zielsetzung implementiert, dass die IFRS-Einzelabschlüsse für die Zwecke der Konsolidierung richtig erfasst sind. Diese Maßnahmen umfassen einerseits automatisierte Kontrollen in der Konsolidierungssoftware und andererseits manuelle Kontrollen der Mitarbeiter der Tochtergesellschaften sowie der Mitarbeiter des Konzernrechnungswesens. Ausgehend von den Abschlüssen der Konzernunternehmen führt das Konzernrechnungswesen in mehreren Stufen umfangreiche Plausibilitäts- und Datenqualitätschecks durch. Sie sollen sicherstellen, dass die Daten, welche die Transaktionen der Konzernunternehmen abbilden, für die Zwecke der Konsolidierung beziehungsweise der Erstellung des Konzernabschlusses richtig erfasst sind. Zusätzlich bedient sich das Konzernrechnungswesen bei einigen Themen, die Spezialkenntnisse erfordern, zum Beispiel der Bewertung von Pensionsverpflichtungen und Anwartschaften auf Abfertigung, der Unterstützung externer Dienstleister. Kontrollmaßnahmen Die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Konzernhandbuch zusammengefasst. IFRS-Neuerungen werden vom Konzernrechnungswesen laufend überwacht und einmal jährlich in das Konzernhandbuch aufgenommen, dessen aktualisierte Jahresversion daraufhin veröffentlicht wird. Die Einzelabschlüsse werden von den Konzernunternehmen überwiegend mittels Microsoft Dynamics NAV erstellt, weitere im Einsatz befindliche ERP-Systeme sind proAlpha und SAP. Die Daten werden elektronisch in einem einheitlichen Format übermittelt und vom Konzernrechnungswesen in die Konsolidierungssoftware (IDL Konsis) eingespielt. Für die rechnungslegungsbezogenen IT-Systeme sind Zugriffsberechtigungen definiert, um zu gewährleisten, dass sensible Daten vor nicht genehmigtem Zugriff, Verwendung und Veränderung geschützt sind. Information und Kommunikation Der Vorstand lässt sich durch ein regelmäßiges Reporting des Konzernfinanzwesens über die relevanten Entwicklungen der Konzernunternehmen informieren. Dieses beinhaltet vor allem die laufende Ertragsentwicklung und die dabei ermittelten wesentlichen Abweichungen vom genehmigten Jahresbudget, die Berechnung des Konzern-Cash Flows sowie die Kalkulation von ergebnis- und wertorientierten Kennzahlen. Der Vorstand selbst informiert quartalsweise den Aufsichtsrat über die Entwicklung der gesamten Unternehmensgruppe und der einzelnen Geschäftsbereiche. Überwachung Die Überwachung der Einhaltung der laufenden Rechnungslegungsprozesse (mit Ausnahme der Jahresabschlussarbeiten) erfolgt durch die Konzernrevision, welche direkt dem Gesamtvorstand unterstellt ist. Die Konzernrevision hat sämtliche Rechnungslegungsprozesse im Rahmen des IKS dokumentiert und überwacht in regelmäßigen Abständen die Einhaltung der definierten Kontrollen. Der Aufsichtsrat ist (gemäß URÄG 2008) durch den Prüfungsausschuss ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Die wesentlichen Aufgaben des Prüfungsausschusses umfassen die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, die Überwachung der Konzernabschlussprüfung sowie die kritische Würdigung des geprüften Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Compliance Zusätzlich zu den beschriebenen Risikoarten gibt es Bedrohungen, die die Reputation und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens als Ganzes betreffen. Als eines der Grundprinzipien des unternehmerischen Handelns achtet NOVOMATIC besonders darauf, dass gesetzliche und ethische Regeln eingehalten werden. Mit dem Begriff Compliance werden alle Maßnahmen bezeichnet, mit denen ein Unternehmen die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen Kodizes sicherstellt. Im Fokus der Compliance-Aktivitäten von NOVOMATIC stehen Maßnahmen die gewährleisten sollen, dass nationale und internationale Gesetze zur Unterbindung von kriminellen Handlungen, Marktmissbrauch, Geldwäsche oder Datenmissbrauch eingehalten werden. Das Compliance-System des Konzerns basiert auf dem NOVOMATIC-Code of Conduct, einem für alle Mitarbeiter und Geschäftsbereiche verbindlichen Verhaltenskodex. Im Code of Conduct finden die Mitarbeiter Leitlinien und Grundsätze für werte- und gesetzeskonformes Verhalten im geschäftlichen Alltag. Diese Verhaltensrichtlinie bildet auch die Grundlage für Schulungen zu Integrität und Compliance. Je nach Risiko und Zielgruppe werden Präsenzschulungen und webbasierte Trainings durchgeführt. Ein eLearning-Tool ermöglicht es, eine große Mitarbeiterzahl zu Themen wie Datenschutz, Schutzrechtsverletzungen und Kampf gegen Korruption zu schulen. Der Code of Conduct bildet die Grundlage für die konzernweite Compliance-Organisation. Im gesamten Konzern gibt es fixe Ansprechpartner für Fragen zu den im Code of Conduct genannten Themen. Zusätzlich zu dem in der NOVOMATIC AG eingerichteten Compliance Manager gibt es in den Konzerngesellschaften lokale Compliance-Verantwortliche, die laufend an den Konzern berichten und damit sicherstellen, dass integres und regelkonformes Verhalten nachhaltig im gesamten Unternehmen verankert wird. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten Im Folgenden werden die Risiken und Ungewissheiten näher beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation des NOVOMATIC-Konzerns haben können. Geschäfts- und Marktrisiken Das Geschäft des NOVOMATIC-Konzerns ist von allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig Es besteht das Risiko, dass eine Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Realeinkommen und erhöhte Volatilität auf den Kapitalmärkten einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des NOVOMATIC-Konzerns haben können. Die Expansion in neue Märkte oder in neue Produkt- und/oder Dienstleistungsbereiche könnte erfolglos sein, und der Erfolg der vom NOVOMATIC-Konzern geplanten Strategie ist unsicher Ein zentrales Element der Wachstumsstrategie des NOVOMATIC-Konzerns ist die geografische Diversifizierung seines Geschäfts durch den Eintritt in Märkte, die Wachstum versprechen. Es besteht das Risiko, dass NOVOMATIC aus verschiedenen Gründen, unter anderem aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen, eine solche Expansion künftig nicht oder nur eingeschränkt umsetzen oder das Produkt- und/oder Dienstleistungsangebot nicht erweitern kann. Der NOVOMATIC AG-Konzern ist Risiken in Zusammenhang mit abgeschlossenen, laufenden und zukünftigen Akquisitionen, Joint Ventures und Investitionen ausgesetzt Es besteht die Möglichkeit, dass nicht alle wesentlichen Risiken im Rahmen von Akquisitionen, Joint Ventures und Investitionen identifiziert werden, woraus ein wesentlicher negativer Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des NOVOMATIC-Konzerns resultieren könnte. Der wirtschaftliche Erfolg des NOVOMATIC-Konzerns ist von seinem Management und von Schlüsselmitarbeitern abhängig Der wirtschaftliche Erfolg von NOVOMATIC ist auf die vorhandenen Kenntnisse und die Expertise von Management und Mitarbeiterinnen zurückzuführen. Im Fall des Ausscheidens von einer oder mehreren Personen in Schlüsselpositionen besteht ein Risiko, dass es NOVOMATIC in einem angemessenen Zeitraum nicht gelingen wird, für die sich stellenden Herausforderungen qualifizierte Personen mit vergleichbarem Know-how anzuwerben. Der NOVOMATIC-Konzern ist von Technologiesystemen abhängig und verlässt sich auf Technologien und hochentwickelte informationstechnologische Systeme, die versagen, Störungen erleiden oder illegalen Angriffen und betrügerischen Aktivitäten unterliegen könnten NOVOMATIC ist in einem hochtechnologischen Geschäftsfeld tätig, in welchem in kurzen Innovationszyklen neue Technologien entwickelt oder genutzt werden. Es besteht das Risiko, dass innovative Technologien und Entwicklungen von NOVOMATIC nicht rechtzeitig erkannt werden. Die Integrität, Verlässlichkeit und operative Leistung der IT-Systeme des NOVOMATIC-Konzerns sind für das Geschäft unerlässlich. Die IT-Systeme können aufgrund höherer Belastung, menschlichen Versagens oder Naturkatastrophen beschädigt oder unterbrochen werden. Auch illegale Angriffe oder betrügerische Manipulation können die IT-Systeme beschädigen oder unterbrechen. Eine Beeinträchtigung der IT-Systeme könnte zu weitläufigen Geschäftsproblemen führen und NOVOMATIC zwingen, erhebliche finanzielle Mittel zu deren Behebung einzusetzen. Risiken im Zusammenhang mit pathologischem Glücksspiel und Spielerklagen Der NOVOMATIC-Konzern könnte im Rahmen seiner operativen Betriebe auf Rückzahlung geleisteter Spiel- und Wetteinsätze, etwa im Zusammenhang mit pathologischem Glücksspiel, geklagt werden, sofern daraus insbesondere Geschäftsunfähigkeit des Spielers resultiert. Darüber hinaus könnte NOVOMATIC im Zusammenhang mit dem Abschluss von Spiel- und Wettverträgen Rechtsstreitigkeiten, wie Schadenersatzansprüchen, ausgesetzt sein. Der NOVOMATIC-Konzern könnte aufgrund von technischen Fehlern, illegalen Angriffen oder betrügerischen Manipulationen Verluste erleiden Der Geschäftserfolg des NOVOMATIC-Konzerns ist stark von der Fähigkeit abhängig, betrügerische Manipulationen (inklusive Wettmanipulationen) oder illegale Angriffe auf Produkte und/oder Dienstleistungen festzustellen und zu verhindern. Sollte ein Produkt und/oder eine Dienstleistung aus dem NOVOMATIC-Konzern technischen Fehlern, betrügerischen Aktivitäten oder illegalen Angriffen unterliegen, so könnte das Ansehen von NOVOMATIC negativ beeinträchtigt werden. NOVOMATIC könnte dadurch Verluste erleiden, Schadenersatzansprüchen ausgesetzt sein, oder es könnte zum Entzug von Lizenzen durch die verantwortlichen Behörden kommen. Schadenersatzansprüche aufgrund technischer, organisatorischer oder programmbedingter Fehler sind teilweise versichert. Technische Fehler, illegale Angriffe oder betrügerische Aktivitäten könnten auch die Fähigkeit des NOVOMATIC-Konzerns, seine Produkte und/oder Dienstleistungen herzustellen bzw. anzubieten, stark beinträchtigen. Sollte NOVOMATIC aufgrund einer solchen Beeinträchtigung die Produktionsziele nicht einhalten und die Kunden nicht beliefern können, hätte dies eine erheblich negative Auswirkung auf die Reputation und den Umsatz des Unternehmens. NOVOMATIC ist auch dem Risiko zeitweiliger oder andauernder Betriebsunterbrechung aufgrund interner Manipulationen ausgesetzt. Fehlverhalten könnte NOVOMATIC dazu zwingen, bestimmte Geschäftsbereiche oder Geschäftsstätten zeitweilig oder andauernd aufgrund behördlicher Anordnung zu schließen. Der NOVOMATIC-Konzern ist dem Risiko eines Imageverlusts ausgesetzt Das Image des NOVOMATIC-Konzerns und seiner Marken wird maßgeblich von Geschäftspartnern und der Medienberichterstattung über die Glücksspielindustrie bestimmt. Fehlverhalten von Geschäftspartnern oder eine negative Medienberichterstattung könnte zu einem Imageverlust und in weiterer Folge zum Verlust von Finanzierungen durch Banken oder zum Entzug von Lizenzen führen. Risiken aufgrund von Produkthaftung oder Produktmängeln Der NOVOMATIC-Konzern könnte aufgrund anwendbarer Produkthaftungsbestimmungen für Schäden, die durch schadhafte Produkte verursacht werden, haftbar gemacht werden. Es besteht ferner das Risiko, dass Dritte aufgrund von unerwarteten Produktmängeln, Ansprüche gegenüber NOVOMATIC AG beziehungsweise einem mit ihr verbundenen Unternehmen stellen. Dieses Risiko ist weitgehend versichert. Wenn mangelhafte Produkte nicht oder nicht zeitgerecht ersetzt werden können, könnte dies ebenfalls zu Umsatzeinbußen im NOVOMATIC-Konzern führen. Die Produktion des NOVOMATIC-Konzerns ist von der Verfügbarkeit von hochqualitativen Rohmaterialien und Halbfertigprodukten einer begrenzten Anzahl an Zulieferern abhängig Die Produktion des NOVOMATIC-Konzerns ist von der Verfügbarkeit von hochqualitativen Rohmaterialien und Halbfertigprodukten abhängig. Eine Verknappung der Vorräte oder ein Anstieg der Nachfrage könnte zum Anstieg der Rohmaterialkosten sowie zu Produktionsproblemen oder -unterbrechungen und damit zu Lieferproblemen des NOVOMATIC-Konzerns führen. Zudem bezieht der NOVOMATIC-Konzern eine erhebliche Menge an Rohmaterialien und Halbfertigprodukten von einer begrenzten Anzahl an externen Zulieferern. Sollte einer dieser Zulieferer seine Ware nicht oder nicht rechtzeitig liefern können, wäre NOVOMATIC gezwungen, teurere Alternativen zu suchen beziehungsweise könnte dies die Produktionsfähigkeit von NOVOMATIC erheblich beeinträchtigen. Der NOVOMATIC-Konzern ist dem Risiko der zeitweiligen oder dauerhaften Produktions- oder Betriebsstörung aufgrund externer Ereignisse ausgesetzt Manche Betriebe des NOVOMATIC-Konzerns befinden sich in Teilen der Welt, in denen extreme Wetterbedingungen herrschen, die einem erhöhten Risiko von Naturkatastrophen ausgesetzt sind oder wo Terroranschläge vorkommen können. Diese Faktoren können dazu führen, dass das Geschäft von NOVOMATIC zeitweilig oder andauernd unterbrochen wird. Der NOVOMATIC-Konzern kann nicht gewährleisten, dass er sich gegen solche Risiken vollkommen versichern kann. Aus Effizienzgründen hat der NOVOMATIC-Konzern einen erheblichen Teil seiner Produktion in ein paar Produktionsstätten konzentriert. Die Produktion in diesen Produktionsstätten ist einer Vielzahl von operativen Risiken ausgesetzt, darunter Maschinenausfall, Arbeitskräfteknappheit, Unfälle, Naturkatastrophen und Stromausfall. Das Eintreten solcher Risiken könnte den Betrieb von NOVOMATIC beeinträchtigen und zu wirtschaftlichen Verlusten sowie rechtlichen Haftungen führen. Der NOVOMATIC-Konzern ist nicht gegen alle Risiken versichert und seine Versicherungen könnten zur Deckung mancher Verluste unzureichend sein Der operative Betrieb von NOVOMATIC ist vielschichtigen operativen Risiken ausgesetzt, wie zum Beispiel klimatische Bedingungen, politische Unruhen, terroristische oder ähnliche Aktivitäten, oder andere Ereignisse oder Unfälle in den Produktionsstätten des Konzerns. Derartige Risiken können zu Schäden an den Produktionsstätten von NOVOMATIC, Personenschäden, Todesfällen, Schäden an der Umwelt, zu Betriebsunterbrechungen und zu möglichen Haftungen führen. NOVOMATIC ist nicht gegen alle oben genannten Risiken versichert. Auch kann nicht garantiert werden, dass etwaige Zahlungen aus bestehenden Versicherungen zur Deckung aller möglicherweise auftretenden Schäden ausreichen werden. Sicherungsmechanismen der NOVOMATIC-Organisation könnten versagen Es besteht das Risiko, dass Sicherungsmechanismen der NOVOMATIC-Organisation (insbesondere das Compliance-System und das Interne Kontrollsystem betreffend) teilweise oder vollständig versagen. Als Konsequenz daraus könnten nationale und internationale Gesetze zur Vermeidung von kriminellen Handlungen, Marktmissbrauch, Geldwäsche, Korruption oder Datenmissbrauch verletzt werden. Das Eintreten solcher Risiken könnte die Reputation von NOVOMATIC beeinträchtigen, zu wirtschaftlichen Verlusten, rechtlichen Haftungen und dem Verlust von Lizenzen führen. Risiken im Zusammenhang mit Änderungen im Kundenverhalten Durch das vielfältige Freizeit- und Unterhaltungsangebot verändert sich das Kundenverhalten laufend. Um die Marktposition von NOVOMATIC auf den Zielmärkten zu behaupten sind Produkt- und/oder Dienstleistungsanpassungen und kontinuierliche Innovationen erforderlich. Es besteht das Risiko, dass Kunden- oder Konsumentenwünsche nicht oder nicht rechtzeitig erkannt werden. Darüber hinaus könnte eine weitere Verstärkung des Trends zu Online-Glücksspielen zu einem Rückgang der Besucheranzahl in den terrestrischen Glücksspielbetrieben führen. Der NOVOMATIC-Konzern ist einem Wettbewerbsrisiko ausgesetzt Einige Mitbewerber von NOVOMATIC verfügen über umfangreiche finanzielle, technische und sonstige Ressourcen. Es besteht das Risiko, dass die Anzahl der Wettbewerber - insbesondere auch der Online-Glücksspiel- und Wettanbieter - weiter zunehmen wird. Zudem besteht das Risiko, auf bisher profitablen Märkten mit höherem Wettbewerb konfrontiert zu werden, sollte NOVOMATIC keine innovativen, konkurrenzfähigen Produkte und/oder Dienstleistungen anbieten können, oder nicht die dafür erforderlichen Glücksspiellizenzen erhalten. Der NOVOMATIC-Konzern ist von bestimmten Märkten abhängig Der überwiegende Anteil des Umsatzes von NOVOMATIC wird in einer geringen Anzahl von Märkten erwirtschaftet. Da es sich dabei um verhältnismäßig entwickelte Märkte handelt, sind weitere Wachstumsmöglichkeiten eher gering. NOVOMATIC plant die Geschäftstätigkeit in anderen Märkten auszubauen, wofür erhebliche Ressourcen eingesetzt werden. Es besteht das Risiko, dass das antizipierte Wachstum in diesen Ländern und Regionen nicht realisiert wird oder der NOVOMATIC-Konzern seine Strategie dort nicht erfolgreich umsetzen kann. Risiken im Zusammenhang mit bestehenden Finanzverbindlichkeiten Das Unvermögen des Konzerns, ausreichende Cash Flows zur Tilgung oder Refinanzierung seiner Finanzverbindlichkeiten zu generieren oder Zugang zu Kapitalmärkten zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen zu erhalten, könnte die Geschäftstätigkeit einschränken, Herabstufungen von Ratings verursachen sowie generell einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation des NOVOMATIC-Konzerns nach sich ziehen. Rechtliche und geografische Risiken Das internationale Geschäft des NOVOMATIC-Konzerns führt zu wirtschaftlichen, politischen, rechtlichen und weiteren Risiken Der NOVOMATIC-Konzern betreibt sein Geschäft in mehr als 70 Ländern. Manche dieser Länder sind politisch oder wirtschaftlich instabil, was NOVOMATIC gewissen Risiken aussetzt. Soziale Unruhen oder Streiks könnten NOVOMATIC zu Unterbrechungen oder einem Stillstand der Geschäftstätigkeit zwingen. Die Glücksspielindustrie ist besonders häufigen und kurzfristigen Gesetzesänderungen ausgesetzt, die das Geschäft erheblich erschweren, oder gänzlich verbieten können. Auch können unzureichende rechtliche oder administrative Rahmenbedingungen in manchen Ländern den Schutz des geistigen Eigentums oder anderer Rechte des NOVOMATIC-Konzerns unzureichend gewährleisten. In manchen dieser Länder ist Kriminalität und Korruption weit verbreitet, was sich negativ auf das Geschäft des NOVOMATIC-Konzerns auswirken könnte. Risiken aufgrund möglicher Änderungen der Glücksspielgesetze oder der steuerlichen Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen der NOVOMATIC-Konzern tätig ist Der NOVOMATIC-Konzern operiert auf Grundlage der derzeit geltenden politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen. NOVOMATIC ist dem Risiko von Veränderungen der gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Auch bereits beschlossene Änderungen insbesondere im Zusammenhang mit dem Deutschen Glücksspielstaatsvertrag, der deutschen Spielverordnung, dem Österreichischen Glücksspielgesetz oder dem Ende des landesgesetzlich geregelten Glücksspiels in Wien, Änderungen der Verwaltungspraxis oder auch mögliche zusätzliche Verbote von Automatenglücksspielen oder sonstige Einschränkungen in anderen Jurisdiktionen, beeinflussen die Geschäftstätigkeit von NOVOMATIC nachhaltig. International stellt zum Beispiel die Erhöhung der Glücksspielsteuer in Italien ein Risiko für den NOVOMATIC-Konzern dar. Schließlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in einzelnen Jurisdiktionen zur Verschärfung von Wettgesetzen aus Spielerschutzerwägungen kommen kann. Risiken aufgrund der Abhängigkeit von nationalen Lizenzen, wettbewerbsrechtlichen Regelungen und Gesetzesnormen zum Betrieb von Glücksspiel- und Wetteinrichtungen sowie Risiken aufgrund der Abhängigkeit von Produktions-, Vertriebs- und Produktlizenzen Das Betreiben von Glücksspiel- und Wetteinrichtungen bedarf in jenen Ländern, in denen NOVOMATIC tätig ist, einer Lizenz, Konzession oder sonstiger behördlicher Genehmigung durch die jeweils zuständige Behörde. Solche Lizenzen/Konzessionen werden meist befristet erteilt oder in Form von befristeten Lizenzverträgen abgeschlossen. Sofern keine Verlängerungsoption vorgesehen ist, oder eine Verlängerung nur zu wirtschaftlich unzumutbaren oder unvertretbaren Bedingungen oder Auflagen erfolgen könnte, müsste NOVOMATIC neue Ausschreibungsverfahren zur Wiedererlangung einer entsprechenden Lizenz/Konzession durchlaufen. Weiters bedarf der Vertrieb von Glücksspielgeräten oder anderen Glücksspielprodukten und Dienstleistungen in den Ländern, in denen NOVOMATIC tätig ist, häufig der Genehmigung durch eine staatliche Glücksspielaufsichtsbehörde. Sowohl Hersteller- als auch Vertriebslizenzen werden, vorbehaltlich einer Prüfung durch zuständige Prüfstellen und Zertifizierung, im Allgemeinen für einen befristeten Zeitraum gewährt. Erteilte Lizenzen werden meistens automatisch verlängert, solange keine Verstöße gegen die Lizenzauflagen stattfinden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass trotz größtmöglicher Sorgfalt, im NOVOMATIC-Konzern gesetzliche Vorgaben, behördliche Auflagen, technische Standards oder Lizenzauflagen nicht eingehalten werden, wodurch ein teilweiser oder vollständiger Lizenzentzug eintreten könnte, wettbewerbsrechtliche Verstöße festgestellt werden oder in sonstiger Weise die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation des NOVOMATIC-Konzerns beeinträchtigt werden könnte. Risiken in Zusammenhang mit Gerichtsverfahren und Schiedsgerichtsverfahren Der NOVOMATIC-Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit an Rechtsstreitigkeiten oder Verwaltungsverfahren beteiligt, oder von Rechtsstreitigkeiten oder Verwaltungsverfahren bedroht, die sich aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben. Risiken aufgrund einer möglichen Verschärfung ordnungspolitischer Maßnahmen Gegenwärtig ist das Glücksspielgeschäft, insbesondere auch die Online-Glücksspielgesetzgebung, auf EU-Ebene nicht harmonisiert. Der jeweilige rechtliche Rahmen in den Mitgliedsstaaten der EU ist teilweise bei Glücksspielrechtsexperten umstritten. Es besteht das Risiko, dass es künftig zu Beschränkungen im Glücksspiel- und Wettbereich auf nationaler Ebene kommen könnte. Darüber hinaus könnten ordnungspolitische Maßnahmen wie z.B. Zutrittsbeschränkungen, verschärfte Spielerschutzmaßnahmen, Nichtraucherschutzbestimmungen, technische Auflagen, Werbeverbote oder Standortbestimmungen eingeführt werden. Derartige Maßnahmen könnten einen Besucher- und Umsatzrückgang zur Folge haben. Die sich noch weiter entwickelnden Rechtsordnungen und Steuersysteme, insbesondere in Staaten von Zentral-, Ost- und Südosteuropa und Lateinamerika, könnten einen erheblich nachteiligen Einfluss auf den NOVOMATIC-Konzern haben Die Rechtsordnungen insbesondere der Staaten von Zentral-, Ost- und Südosteuropa und Lateinamerika wurden in den vergangenen Jahren einer tiefgreifenden Umgestaltung unterzogen. In manchen dieser Staaten befinden sich die Rechtsordnungen und -systeme noch in einem frühen Entwicklungsstadium, was zu einer inkonsistenten Anwendung und Auslegung von Rechtsnormen führt. Es fehlt daher an Erfahrungswerten, Präzedenzfällen oder sonstigen, die Rechtsanwender bindenden und leitenden Auslegungsbehelfen. NOVOMATIC ist insbesondere einer Vielzahl von steuerlichen Normen ausgesetzt, die teilweise erst seit Kurzem in Kraft sind, wobei die administrative Praxis bei deren Vollziehung oft nicht vorhersehbar ist. Oft müssen Steuerzahler, wie NOVOMATIC, gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen, um ihre Position gegenüber den Steuerbehörden zu verteidigen. Daher besteht das Risiko, dass NOVOMATIC einer unvorhersehbaren und belastenden Besteuerung unterworfen wird. Der NOVOMATIC-Konzern ist Risiken im Zusammenhang mit geistigem Eigentum ausgesetzt Der NOVOMATIC-Konzern entwickelt, produziert und vertreibt hochtechnologische Glücksspielausstattungen und Systeme, die zu einem wesentlichen Teil mittels gewerblichen Schutzrechten, wie Markenschutz-, Patent- und Musterschutzrechten, sowie durch das Urheberrecht geschützt sind. Es besteht das Risiko von Eingriffen durch Dritte in gewerbliche Schutzrechte oder Urheberrechte des NOVOMATIC-Konzerns sowie von Eingriffen von NOVOMATIC in fremde gewerbliche Schutzrechte oder Urheberrechte. Insbesondere besteht das Risiko, dass Entwicklungen von NOVOMATIC von Dritten kopiert und unrechtmäßig genutzt oder auf den Markt gebracht werden. NOVOMATIC ist auch dem Risiko ausgesetzt, dass Komponenten Dritter, die in eigenen Produkten eingesetzt werden, gegen gewisse geistige Eigentumsrechte verstoßen. In solchen Fällen könnte NOVOMATIC verpflichtet werden, die geistigen Eigentumsrechte entweder nicht zu benützen, oder erhebliche Lizenzgebühren an Dritte zu zahlen. NOVOMATIC ist auch dem Risiko ausgesetzt, dass dritte Parteien gezielt Patente oder sonstiges geistiges Eigentum erwerben, um damit Schadensersatzklagen etc. einzuleiten. Die Glücksspielindustrie ist gekennzeichnet von schneller technologischer Entwicklung, was den NOVOMATIC-Konzern dazu zwingt, kontinuierlich neue Produkte zu entwickeln und in neue Märkte vorzudringen. Der Erfolg des NOVOMATIC-Konzerns ist daher abhängig von seiner Fähigkeit seine Produkte und Systeme ständig weiterzuentwickeln, um neue Technologien zu integrieren und in die durch neue Technologien entstandenen neuen Märkte zu expandieren. Sollten gewisse Technologien von geistigen Eigentumsrechten Dritter, einschließlich der Konkurrenten, geschützt sein, könnte NOVOMATIC möglicherweise bestimmte Produkte nicht anbieten und die Expansion in bestimmte Märkte nicht vornehmen. Der NOVOMATIC-Konzern ist dem Risiko ausgesetzt, seine Kundendaten nicht ausreichend schützen zu können Der NOVOMATIC-Konzern verfügt teilweise über vertrauliche Informationen seiner Kunden (Name, Adresse, Alter, Bankinformation und Spieltendenzen) und muss die strengen Datenschutzregeln der EU und anderer Jurisdiktionen befolgen. Trotz der Sicherheitssysteme von NOVOMATIC besteht das Risiko, dass Kundendaten rechtswidrig aufgerufen und/oder verwendet werden, entweder von Angestellten, von Kunden oder von Dritten. Es besteht auch das Risiko, dass Kundendaten unwillkürlich und zuwider der Datenschutzregeln gelöscht, offengelegt oder bearbeitet werden. Sollte NOVOMATIC oder einer ihrer externen Dienstleister Kundendaten ohne ausreichenden Schutz übermitteln oder sollten die vertraulichen Kundendaten auf sonstige Weise verloren gehen, könnte NOVOMATIC unter Datenschutzrechten strafbar gemacht werden, was auch der Reputation schaden würde. Risiken aufgrund der Verschärfung internationaler Geldwäscheprävention (Financial Action Task Force) Der Betrieb von Glücksspieleinrichtungen wie z.B. Spielbanken unterliegt in den Ländern, in denen NOVOMATIC operativ tätig ist, zahlreichen und immer strenger werdenden gesetzlichen und ordnungspolitischen Vorschriften betreffend Geldwäsche. Auf internationaler Ebene werden durch Organisationen wie der Financial Action Task Force und der EU die Regelungen und Standards im Zusammenhang mit Geldwäschevorschriften kontinuierlich adaptiert und verschärft. Eine weitere Verschärfung dieser Standards und Regelungen könnte zu zusätzlichen organisatorischen Maßnahmen und finanziellen Mehraufwendungen für den Geschäftsbetrieb von NOVOMATIC führen. Risiken aufgrund von Prüfungen durch Steuerbehörden Der NOVOMATIC-Konzern könnte im Zuge von Steuerprüfungsverfahren von den zuständigen Steuerbehörden verpflichtet werden, zusätzliche Steuern oder Abgaben nachträglich abzuführen. Sollten solche nachzuzahlenden Steuern oder Abgaben insgesamt einen wesentlichen Betrag ausmachen, könnte sich dies negativ auf die Liquidität und die Ertragslage des NOVOMATIC-Konzerns auswirken. Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze können die Berichterstattung über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinflussen Änderungen in den International Financial Reporting Standards ("IFRS") oder in deren Interpretation können das berichtete konsolidierte Ergebnis des Konzerns sowie die konsolidierte Bilanz des NOVOMATIC-Konzerns erheblich oder volatil beeinflussen, ohne dass sich eine vergleichbare Veränderung des Cash Flows aus dem operativen Geschäft ergibt. Finanzwirtschaftliche Risiken und Verwendung von Finanzinstrumenten Der NOVOMATIC-Konzern ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Kapitalrisiken, Finanzrisiken, Liquiditätsrisiken, Kontrahentenrisiken, Zinsrisiken, Währungsrisiken und Risiken in Zusammenhang mit Kapitalanlagen ausgesetzt. Zur Beschränkung dieser Risiken werden von NOVOMATIC bei Bedarf Finanzinstrumente eingesetzt. Ausführliche Beschreibungen zu den einzelnen Risiken, einschließlich der Methoden zur Absicherung der oben genannten Risiken, finden sich im Konzernanhang. 9. Forschung und Entwicklung Der NOVOMATIC-Konzern ist dank der zahlreichen Technologiezentren federführend bei der Entwicklung innovativer Produkte und Systemlösungen im Glücksspielbereich. Der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit liegt einerseits im Bereich "Distributed Gaming Solutions" und andererseits im Bereich Spiele-Content und Applikationssoftware. Die entwickelten Softwaresystemlösungen inkludieren insbesondere Managementinformationssysteme, Ticketing- und Smartcardsysteme, Zutrittssysteme, Video Lottery-Systeme, biometrische Spielererkennung, Vernetzung mit staatlichen Aufsichtsbehörden, Spielerschutzprogramme, "Gaming as a Service", Online und Mobile Gaming-Systemlösungen, Jackpot-Systeme, Multiplayer- und Community Gaming-Systeme und Turniersysteme. Sowohl die modulare Softwarearchitektur als auch die Interoperabilität der unterschiedlichen Entwicklungen sind von essenzieller Bedeutung. Sowohl für homogene Märkte als auch für Marktnischen mit hohem Spezialisierungsgrad soll gleichermaßen effizient entwickelt werden können, was durch eine offene Plattformarchitektur und auf Teilmärkte spezialisierte Entwicklungsteams gewährleistet wird. Die offene Plattformstruktur ermöglicht auch die Integration von Drittanbietern und deren Spieleapplikationen, um Marktbedürfnisse besser und schneller befriedigen zu können. Industrial Design spielt eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung der neuesten Generation von Gehäusevarianten und -modellen, die neue Branchentrends setzen. Innovationen im Hardwarebereich inkludieren neue, ergonomische Gehäusedesigns für Casino-, Video-Lotterie- und AWP-Glücksspielmärkte mit Ansteuerung von bis zu fünf Monitoren, skillbasierte Rouletteanlagen mit innovativem Kugelausschussmechanismus, das neue GAMINATOR TM Scorpion Gehäuse, VIP-Terminals mit Giant-Screen-Technologie sowie dynamische Lichteffekte mittels LED-Technologie. Auch im Bereich der Datensicherheit wird verstärkt auf physikalische Zufallszahlengeneratoren unter Verwendung von Quantenmechanik gesetzt. Stand Alone Progressive Jackpots - kurz SAP Jackpots - erweitern das Spieleangebot zusätzlich, ebenso wie ein neuer Ägypten-Jackpot namens "Kingdom of Ra". NOVOMATIC ist auch im Bereich der Branded Games vertreten und zwar durch Lizenzen für Filme wie From Dusk Till Dawn, Batman, Austin Powers and Sherlock Holmes. Unterstützt wird die Entwicklung durch konzerneigene und dem Konzern nahestehende Hardware- und Softwareentwicklungsteams in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Island, den Niederlanden, Spanien, Russland, Argentinien, Kanada und Polen sowie über Exklusivpartnerschaften mit Entwicklern in Slowenien, Griechenland, den USA und Australien. Der Schutz des geistigen Eigentums gewinnt zunehmend an globaler Bedeutung. Mit rund 4.000 registrierten IP-Schutzrechten und mehr als 100 Anmeldungen jährlich wird dieser Tatsache besonders Rechnung getragen. Der Konzern entwickelt kontinuierlich neue Produkte und Produktvariationen, wobei sich dieser Umstand in über 200 neuen Spielevarianten jährlich manifestiert. Mit Hilfe des Software Development Kits (SDK) ist es möglich, Spiele von Drittfirmen - welche mit diesem SDK erstellt wurden - umgehend dem Portfolio hinzuzufügen. Die Innovationskraft von NOVOMATIC findet laufend durch Auszeichnungen auch öffentliche Anerkennung. 10. Dank Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des NOVOMATIC-Konzerns für ihr großes Engagement, mit dem sie wesentlich zur Weiterentwicklung und dem Erfolg des Unternehmens beigetragen haben. Unser besonderer Dank gilt auch dem Eigentümer, Herrn Prof. Johann F. Graf, sowie dem Aufsichtsrat unter der Führung von Dr. Bernd Oswald, sie tragen einen bedeutenden Anteil an der positiven Entwicklung des NOVOMATIC-Konzerns bei. Darüber hinaus möchten wir das gute Verhältnis zu unseren Kapitalgebern und Geschäftspartnern hervorheben, das von einer stets angenehmen Zusammenarbeit gekennzeichnet war.
Gumpoldskirchen, am 25. April 2018 Mag. Harald Neumann, Vorstandsvorsitzender, CEO Dr. Christian Widhalm, , Vorstandsvorsitzender -Stv., Vorstand Beteiligungen, CIO Dipl.-Ing. Ryszard Presch, Vorstand Operations, COO Mag. Thomas Graf, Vorstand Technologie, CTO Mag. Peter Stein, Vorstand Finanzen, CFO |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
News & Media Coverage
Latest news articles and media mentions
Insolvency Notices
Real-time check for insolvency notices from register courts
Current insolvency proceedings
Check if there are any insolvency proceedings for this company
Commercial Register Documents
Real-time document download from the commercial register
Organizations at this Address
Other companies registered at or near this business location
33 nearby organizations
Gelsenautomaten Verwaltungsgesellschaft mbH
Same addressActivities of holding companies
Red Devil Spielothek GmbH
Same addressRenting and operating of own or leased non-residential real estate
Operation of gambling dens and slot machines
Power Play Spielhallenbetriebsgesellschaft mbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
EXTRABET GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Operation of gambling dens and slot machines
Admiral Play GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Automaten Service Playtime GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Domino-Automaten-Betriebs-GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Casino Entertainment Verwaltungs-GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Operation of gambling dens and slot machines
ADMIRAL Entertainment Holding Germany GmbH
Same addressActivities of holding companies
Operation of gambling dens and slot machines
NWC NORD WEST CASINO GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
City Freizeitanlagen GmbH
Same addressRenting and operating of own or leased non-residential real estate
BeKu Automaten & Gastronomie Service GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Ideal Entertainment GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
HGV Automatenaufstell- und Spielhallen GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Operation of gambling dens and slot machines
HP Automatenbetriebs GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Neulin GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
ADMIRAL ENTERTAINMENT GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Spieloase GeBo GmbH & Co. KG
Same addressSpiellounge Entertainment GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
ADMIRAL Gastronomieaufstellung GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Casino Macau GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Spieloase Herne GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Turhan Spielsalon GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
BPA Freizeit- & Unterhaltungsbetriebe GmbH
Same addressRenting and operating of own or leased non-residential real estate
WGV Entertainment GmbH
Same addressRenting and operating of own or leased non-residential real estate
Casino Royal GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
ZS Casino Emsland GmbH
Same addressOperation of gambling dens and slot machines
Commercial Register Documents
Real-time document download from the commercial register
Insolvency Notices
Real-time check for insolvency notices from register courts
Current insolvency proceedings
Check if there are any insolvency proceedings for this company