emsa aalen GmbH
Same addressManagement activities of other holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Ernst Wolfgang Schepp since 11/9/2018 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 70.00% |
| Name | Ownership |
|---|---|
SFO-N GmbHSelf-held cycle | 30.00% |
Company ownership and partner structure
2 shareholders
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 94.27% | |
| 89.80% | |
| 75.00% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
SFO-N GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die SFO-N GmbH hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung und aufgrund der erfolgten Finanzierungsmaßnahmen sieht die Geschäftsführung die Liquidität für die Jahre 2024 und 2025 als gesichert an. Der Konzernabschluss wurde entsprechend unter den Bewertungsprämissen der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt. Die SFO-N GmbH, München, wurde am 23. November 2016 gegründet. Am 27. Juni 2017 übernahm die SFO-N GmbH 50 % der Anteile der Nayak-LM GmbH, Düsseldorf, und am 28. November 2018 weitere Anteile. Zum Stichtag liegen 70,36 % der Anteile an der Nayak-LM GmbH bei der SFO-N GmbH. Seit dem 1. Juli 2019 ist die SFO-N GmbH durch den Zukauf weiterer Anteile mit 89,8 % Mehrheitsgesellschafterin der SHW Werkzeugmaschinen Holding GmbH, Hamburg. Darüber hinaus übernahm die SFO-N GmbH am 26. Mai 2020 85 % der Anteile der Piller Entgrattechnik GmbH, Ditzingen. Der Konzernabschlussstichtag entspricht dem Abschlussstichtag der SFO-N GmbH, München, sowie aller einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewandt. II. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der SFO-N GmbH sind im Wege der Vollkonsolidierung neben der SFO-N GmbH, München, die Nayak-LM GmbH, Düsseldorf, sowie zwölf in- und ausländische Gesellschaften, bei denen der Nayak-LM GmbH, Düsseldorf, die unmittelbare oder mittelbare Mehrheit der Stimmrechte zusteht, die SHW Werkzeugmaschinen Holding GmbH, Hamburg, sowie vier inländische Gesellschaften, bei denen die SHW Werkzeugmaschinen Holding GmbH, Hamburg, die unmittelbare oder mittelbare Mehrheit der Stimmrechte zusteht, die Piller Entgrattechnik GmbH, Ditzingen, sowie zwei in- und ausländische Gesellschaften, bei denen der Piller Entgrattechnik GmbH, Ditzingen, die unmittelbare oder mittelbare Mehrheit der Stimmrechte zusteht, einbezogen worden (vgl. Anlage 2 zum Anhang). Die Alte Schmiede Immobilien Aalen GmbH & Co. KG, München, wird mittels der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss miteinbezogen. Für die in den Konzernabschluss einbezogene Nayak-LM GmbH, Düsseldorf, und deren verbundene Unternehmen, SHW Werkzeugmaschinen Holding GmbH, Hamburg, und deren verbundene Unternehmen, sowie Piller Entgrattechnik GmbH, Ditzingen, und deren verbundene Unternehmen werden jeweils Teil-Konzernabschlüsse erstellt, die in den Konzernabschluss der SFO-N GmbH, München, einbezogen werden. III. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurde gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB im Wege der Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Für die Erstkonsolidierung wurden das Kapital, die Rücklagen, der Gewinnvortrag, die Verlustvortragskonten und das jeweilige Jahresergebnis der einbezogenen Unternehmen bzw. des Teil-Konzernabschlusses mit den jeweiligen korrespondierenden Beteiligungswertansätzen verrechnet. Die Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2018 erworbenen Tochtergesellschaften erfolgte jeweils in Übereinstimmung mit § 301 Abs. 2 HGB und dem DRS 23 Tz. 14 auf Grundlage der Wertverhältnisse zum Zeitpunkt des erstmaligen Einbezugs der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss zum Beginn des Geschäftsjahres 2019. Im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung entstanden aktivische Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 3.950 bei der Nayak-LM GmbH. Der Unterschiedsbetrag wird unter den Immateriellen Vermögensgegenständen als Geschäfts- oder Firmenwert zusätzlich zu den in den Einzelabschlüssen bestehenden Geschäfts- und Firmenwerten ausgewiesen. Da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, erfolgt die planmäßige Abschreibung über 10 Jahre. Bei der Erstkonsolidierung der SHW Werkzeugmaschinen Holding GmbH zum 1. Juli 2019 ist ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 160 entstanden, welcher aufgrund des Vorliegens eines sog. "Lucky-Buys" über 7 Jahren erfolgswirksam aufgelöst wird. Die Alte Schmiede Immobilen Aalen GmbH & Co. KG, München, wurde nach der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der Schuldenkonsolidierung gem. § 303 Abs. 1 HGB wurden alle gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 Abs. 1 HGB sind die aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr der einbezogenen Unternehmen stammenden Aufwendungen und Erträge eliminiert worden. Eine Zwischenergebniseliminierung wurde unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten nicht durchgeführt. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres wurden Steuerabgrenzungen gemäß § 274 Abs. 1 und Abs. 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB für passive latente Steuern vorgenommen, die sich aus echten Bewertungsunterschieden im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben, welche mit bestehenden passiven latenten Steuern saldiert wurden. Zur Bewertung der latenten Steuern wurde jeweils der Steuersatz angewendet, der voraussichtlich zum Zeitpunkt der Auflösung der betreffenden steuerlichen Differenzen gilt. Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses wenden wir grundsätzlich die vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) herausgegebenen Deutschen Rechnungslegungsstands (DRS) an. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie zur Währungsumrechnung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Konzernunternehmen sind nach den für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Die von den ausländischen Konzernunternehmen im Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der SFO-N GmbH angepasst. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Es handelt sich um Standardsoftware, die über zwei bis maximal fünf Jahre abgeschrieben wird. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über einen Zeitraum von 10 Jahren, aufgrund fehlender abweichender Begründung, abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Aktivierte Ein- und Umbauten in angemieteten Räumen werden über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Bei den technischen Anlagen und Maschinen beträgt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer 5 bis 10 Jahre. Bei den Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer 5 bis 15 Jahre, bei den Gegenständen des Fuhrparks 3 bis 10 Jahre und bei den Werkzeugen 3 bis 5 Jahre. Selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten mehr als EUR 250,00 betragen, jedoch einen Betrag von EUR 1.000,00 nicht übersteigen, werden grundsätzlich einem Sammelposten zugeführt, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils einem Fünftel aufgelöst wird. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Durchschnittspreisen oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert (Niederstwertprinzip) unter Berücksichtigung von Eingangsfrachten. Unfertige Erzeugnisse sind zu den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden in Anwendung von § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Die geleisteten Anzahlungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind zum Nominalwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen bewertet. Liquide Mittel sind mit dem Nominalbetrag des Kassenbestandes und der Bankguthaben angesetzt. Durch aktive Posten der Rechnungsabgrenzung werden Aufwendungen und Erträge periodengerecht zugeordnet. Die Rückstellungen für Pensionen sind gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB bilanziert worden. Die Bewertung erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kauf-männischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Berechnung des notwendigen Erfüllungsbetrages ist nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method i. S. d. IAS 19) vorgenommen worden. Über die grundlegenden Annahmen wird gemäß § 285 Nr. 24 HGB nachfolgend berichtet:
Unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Zinssatzes der vergangenen zehn und sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 6.316,00 für den eine Ausschüttungssperre besteht. Die Steuerrückstellungen resultieren aus dem Ergebnis der Konzerngeschäftsjahre 2022 bis 2023. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen für Leistungen im Folgejahr. Aufgrund unterschiedlicher steuer- und handelsrechtlicher Wertansätze wurden im Vorjahr passive latente Steuern in Höhe der sich voraussichtlich ergebenden Steuerbelastung gebildet. 2. Währungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden gemäß § 256a HGB bewertet. Die Umrechnung von Vermögensposten erfolgt nach Maßgabe des Briefkurses und die Umrechnung von Verbindlichkeiten nach Maßgabe des Geldkurses zum Entstehungstag. Zum Bilanzstichtag werden Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sowie Fremdwährungsguthaben mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet (§ 256a HGB). V. Angaben zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind dem beigefügten Konzernanlagenspiegel (vgl. Anlage I) zu entnehmen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Mit Ausnahme der in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Kautionen (TEUR 738, Vorjahr TEUR 919) haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital Das Gesellschaftskapital des Konzerns umfasst das gezeichnete Kapital der SFO-N GmbH, München. Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die entsprechende Darstellung in der Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 12.812, Vorjahr TEUR 10.922) beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 6.956, Vorjahr TEUR 6.170), mögliche Rückzahlungsverpflichtungen für staatliche Unterstützungen (TEUR 1.866, Vorjahr TEUR 1.973) und für ausstehende Rechnungen (TEUR 2.395, Vorjahr TEUR 1.564). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich unter anderem um drei Förderdarlehen im Rahmen der Corona-Hilfe. Die Darlehen haben Laufzeiten von fünf bzw. sechs Jahren und sind nach zwölf tilgungsfreien Monaten in 48 bzw. 60 gleichen Raten zurückzuzahlen. Bei allen Darlehen setzte die Tilgung zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr 2021 ein. Bei den Gesellschafterverbindlichkeiten handelt es sich um Darlehen. VI. Angaben zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren aus Leistungen, die im Rahmen des Line-Maintenance-Geschäfts üblicherweise zu erbringen sind, Umsätze aus dem Verkauf von Maschinen (Maschinenbau), Kundenservice und Lohnarbeiten im Bereich Fräsen und Entgraten sowie aus dem Teileverkauf. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Vorjahr TEUR 1.627 wegen der späten Bescheidung periodenfremd vereinnahmte Zuschüsse staatlicher Institutionen zur Abmilderung der negativen Auswirkungen der Corona-Krise von außergewöhnlicher Größenordnung. Im Geschäftsjahr sind periodenfremde Erträge von TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 385) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 194) aus Buchgewinnen aus dem Verkauf von Anlagevermögen angefallen. 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen erfolgen planmäßig linear entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagegüter. 4. Personalaufwand Der Anteil für Altersversorgung im Rahmen der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung im Rahmen des Personalaufwandes beträgt TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 178). Im Personalaufwand wurden die Erstattungsbeträge gegenüber der Bundesagentur für Arbeit (Deutschland) sowie vergleichbarer Behörden im Ausland für vom Arbeitgeber getragene Löhne und Gehälter sowie Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von insgesamt TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 527) saldiert. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 524 (Vorjahr: TEUR 615), insbesondere aufgrund der Ausbuchung von Forderungen sowie aus der Zuführung von Wertberichtigungen. VII. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden 1.257 (Vorjahr: 1.220) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon waren im 148 (Vorjahr: 158) gewerbliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 18.607 (Vorjahr: TEUR 22.157). Die Verpflichtungen entfallen fast ausschließlich auf die Anmietung von Betriebs- und Geschäftsräumen sowie auf Miet- und Leasingraten für Geschäftsfahrzeuge und Einrichtungen. Der Konzern hat zwei Factoring-Verträge über den Ankauf von Kundenforderungen abgeschlossen. Gründe für das Factoring liegen darin, die generellen Vorteile von Factoring in Anspruch zu nehmen. Aufgrund der täglichen Regulierung von Zahlungen belief sich die Summe der am Bilanzstichtag verkauften, offenen Posten auf TEUR 2.422 (Vorjahr: TEUR 2.789). Risiken aus den außerbilanziellen Geschäften ergeben sich für die Gesellschaft nicht, da das Delkredererisiko auf Seiten des Factors bzw. das Ausfallrisiko durch eine Versicherung abgedeckt ist. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinslichen Darlehen hat der Konzern eine Zinsswapvereinbarung über ursprünglich TEUR 1.050 abgeschlossen. Der Marktwert der Vereinbarung beträgt zum 31.12.2023 TEUR -29 und wurde anhand einer Bewertung des emittierenden Kreditinstituts ermittelt. Es besteht eine Bewertungseinheit im Sinne von § 254 HGB, für die keine Rückstellung zu bilden ist. Da sich die Ausstattungsmerkmale von Grund- und Sicherungsgeschäft entsprechen (critical term match-Methode), liegt prospektive Effektivität vollumfänglich vor. 3. Konzernabschluss Der Konzernabschluss der SFO-N GmbH, München, ist der Konzernabschluss, der für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird. 4. Prüfungshonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 217, hiervon entfallen TEUR 215 auf die Prüfung des Konzernabschlusses einschließlich der Prüfung der Tochtergesellschaften und TEUR 2 auf sonstige Bestätigungsleistungen. 5. Bezüge der Geschäftsführung Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung ist von der Befreiung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht worden. 6. Organe Als Geschäftsführer der SFO-N GmbH ist bestellt:
7. Ereignisse nach dem Stichtag Im November 2023 wurde mit einem Private Equity Unternehmen ein Anteilskaufvertrag über die Veräußerung der Anteile an der Nayak-Gruppe unterzeichnet. Dieser wurde im ersten Quartal 2024 mit entsprechenden Auswirkungen für die wirtschaftliche Lage des Konzerns wirksam.
München, den 09. Oktober 2024 Gez. Wolfgang Schepp, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2023SFO-N GmbH, München
VERZEICHNIS DER EINBEZOGENEN UNTERNEHMEN DES KONZERNS SOWIE DES ANTEILBESITZES ZUM 31. DEZEMBER 2023der SFO-N GmbH, München
* Hundertprozentige Tochter der Nayak-LM GmbH
** Hundertprozentige Tochter der SHW
Werkzeugmaschinen Holding GmbH
*** Hundertprozentige Tochter der SFO-S3 GmbH
**** Hundertprozentige Tochter der Piller
Entgrattechnik GmbH
***** Wird nicht in den Konzernabschluss
einbezogen
****** Tochter der Nayak-LM Spain S.L.U.
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftsmodell und Strategie Die SFO-N GmbH bündelt die Private Equity Aktivitäten eines süddeutschen Family Offices mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatungsgesellschaft Investitionsaktivitäten im Bereich kleiner und mittlerer Unternehmen fokussiert durchzuführen. Investitionen erfolgen vorrangig aus eigenen Mitteln. Ziel ist die erfolgreiche Restrukturierung bzw. Weiterentwicklung von erworbenen Unternehmen. Der Fokus liegt hierbei grundsätzlich auf der nachhaltigen Entwicklung und zukunftsfähigen Ausrichtung der Unternehmen. Im Jahr 2023 umfasste das Konzern Portfolio wie im Vorjahr den Bereich der Wartung von Luftfahrzeugen (Nayak) und den Maschinenbau (SHW und Piller). Das im Wege eines Asset Deals erworbene Geschäft der Nayak Unternehmensgruppe, Düsseldorf, wurde durch die Übertragung der Anteile an der Nayak-LM GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 16. Januar 2024 an einen anderen Investor veräußert. Im Jahr 2024 verbleiben somit im SFO-N Konzern die Maschinenbau-Aktivitäten der SHW Werkzeugmaschinen Unternehmensgruppe, Aalen, sowie der Piller Entgrattechnik GmbH in Ditzingen. Nayak-Unternehmensgruppe Die Nayak-Unternehmensgruppe ("Nayak") umfasst über Tochterkapitalgesellschaften in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Österreich das Geschäft der Wartung (sogen. Line und Base Maintenance) von Luftfahrzeugen sowie angegliederte Dienstleistungen. Als großes Airline-unabhängiges Wartungsunternehmen betreut Nayak in Europa mehr als 200 Kunden in 16 europäischen Ländern an insgesamt 55 Stationen und mit rund 1.000 auf Luftfahrttechnik spezialisierten Technikern. Der wesentliche Anteil der Wartungs- und Reparaturleistungen wird an den Flughäfen Düsseldorf (Deutschland), Amsterdam (Niederlande), Mailand (Italien) und Barcelona (Spanien) durchgeführt. Wesentliche Leistungsindikatoren und Determinanten des finanziellen Erfolgs sind daher der Umsatz sowie die Mitarbeiteranzahl als auch der Einsatz von Fremdarbeitern zur Abdeckung zusätzlicher Aufträge und Auftragsspitzen, welche insbesondere in den Kennzahlen Umsatz und EBIT (Earnings Before Interest and Tax) je Mitarbeiter sowie der Personalaufwandsquote gemessen werden. Die Nayak positioniert sich als airline-unabhängiger Anbieter, der im europäischen Markt aktiv ist. Im Verbund der operativen Gesellschaften kann Nayak seinen Kunden in allen wichtigen europäischen Ländern Wartungsdienstleistungen unter der einheitlichen Marke "Nayak" anbieten. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt unter Beteiligung der Geschäftsführer der nationalen Gesellschaften, wodurch für die Kunden Synergiepotentiale geschaffen werden können. SHW-Unternehmensgruppe Die SHW-Unternehmensgruppe ("SHW") ist einer der weltweit tätigen Hersteller von Fahrständermaschinen, Portalmaschinen sowie Bearbeitungszentren und bündelt Maschinen-, Prozess- und Werkstoffkompetenz zum Nutzen seiner Kunden. Die SHW-Maschinen fertigen u. a. Großteile für den Maschinen- und Anlagenbau, für Großdieselmotoren, Turbinen und Umwelttechnik. Die Kunden erhalten stets ein Gesamtpaket aus Maschine, Service und Prozess Know-how aus einer Hand. Die Fertigung erfolgt am Stammsitz in Aalen-Wasseralfingen, Deutschland. Die Kunden kommen vornehmlich aus den Branchen Land- und Baumaschinen, Maschinenbau, Luftfahrt, Verteidigung und Eisenbahnindustrie. Absatzmärkte sind neben Deutschland und Europa vor allem Nordamerika und Asien. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft arbeitet SHW auch Gebrauchtmaschinen auf, um diese mit kundenspezifischen Ergänzungen oder Erweiterungen zu vermarkten ("Retrofit"). Lohnfertigungsaufträge werden ebenfalls in der SHW umgesetzt. Piller Entgrattechnik GmbH Die Piller Entgrattechnik GmbH ("Piller") ist ein weltweit tätiger Spezialist für die industrielle Teilereinigung sowie das Entgraten, Entspänen und die hoch präzise Bauteilereinigung im Bereich der industriellen Hochdruckstrahltechnik. Die Absatzmärkte sind neben Deutschland und Europa Asien sowie Nordamerika. Die Kunden gehören der Automotive-, der Hydraulik- und der Pneumatikindustrie an. Das Anlagenkonzept von Piller ist permanent weiterentwickelt worden, sodass sich das Unternehmen in seinem Marktumfeld zu einem festen Bestandteil der Automotive-Elektromobilität entwickelt hat. Piller liefert im Automobilbereich bereits 80 % seiner Anlagen für Anwendungen der Elektromobilität. Neue Geschäftsbereiche mit deutlichem Wachstumspotential sind die Elektronikindustrie (5G-Technik) sowie Großteile in den Bereichen Truck und non-road. Neben dem Bereich Neumaschinen gehören die Geschäftsbereiche "Lohnentgraten" sowie der "Field Service" und "Retrofit" (Aufarbeitung von Gebrauchtmaschinen mit kundenspezifischen Anpassungen) zum Angebot des Unternehmens. II. III. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Weltkonjunktur Das Weltwirtschaftswachstum verlangsamte sich 2023. Die Wachstumsrate lag bei 2,7 %, nachdem sie im Vorjahr noch 3,1 % betragen hatte. Asien/Pazifik ist die Weltregion, die mit einem Wachstum von 4,5 % die höchste Wachstumsrate aufwies (Vorjahr: 3,3 %). In Europa wuchs die Wirtschaft um 0,6 % (Vorjahr: 3,7 %). In Deutschland sank die Wirtschaftsleistung um 0,2 % (Vorjahr: +1,9 %; Quelle: Global Insight World Overview vom 15.01.2024). b) Branchenentwicklungen Entwicklung des Luftverkehrs Die globale Luftfahrtindustrie verzeichnete im Jahr 2023 deutliche Anstiege im Passagierverkehr und konnte ihren Absatz somit steigern. Vor allem die steigende Nachfrage nach Flugreisen, insbesondere zu touristischen Urlaubsdestinationen, führte zu einem weiteren Ausbau der Kapazitäten im globalen Passagierverkehr. Im Vorjahr war die Entwicklung zu Jahresbeginn noch durch die Auswirkungen der Omikron-Variante des Corona-Virus und im Sommer durch die temporäre Überlastung des Luftfahrtsystems beeinflusst. Letztere wirkte sich auch auf die Entwicklung im Berichtsjahr aus, wenn auch in geringerem Ausmaß. Insgesamt stieg der weltweite Absatz (verkaufte Passagierkilometer) im Berichtsjahr gemäß Berechnungen der International Air Transport Association (IATA) gegenüber dem Vorjahr um 38 % (Vorjahr: 65 %). Fluggesellschaften aus Europa erzielten im Vorjahresvergleich einen Zuwachs von 22 % (Vorjahr: 102 %); gegenüber dem Vorkrisenniveau lag der Rückgang für Fluggesellschaften aus Europa nur noch bei 5 %. (Quelle: IATA Global Outlook for Air Transport (12/2023)) Der Markt für Wartungs-, Reparatur- und Überholungsdienstleistungen für Flugzeuge (MRO - Maintenance, Repair and Overhaul) entwickelte sich weltweit im Berichtsjahr so positiv, dass das Vorkrisenniveau leicht übertroffen wurde. Insbesondere die vollständige Aufhebung der Corona-Restriktionen in China trug erheblich zu einem Anstieg der Flugstunden und somit auch der Nachfrage nach Wartungsleistungen bei. Auch in der Region EMEA und Amerika war ungeachtet der immer noch hohen Inflation eine sehr starke Nachfrage zu verzeichnen. (Quelle: ICF International Inc., USA/Lufthansa Geschäftsbericht 2023, Seite 36) Entwicklung im Maschinenbau Gemäß Angaben des Maschinenbauverbandes VDMA hat sich die Wachstumsdynamik im EU-Maschinenbau seit Ende 2022 sukzessive abgeschwächt. Während die ersten beiden Quartale 2023 positiv verliefen (Q1: +6,2 %, Q2: 2,5 %), schrumpfte die Maschinenproduktion ab dem dritten Quartal. Dem Minus von 1,1 % in Q3 folgte in Q4 ein Rückgang um 4,2 %. In 2023 lag das EU-Produktionsvolumen preisbereinigt um 0,7 % über dem Vorjahresniveau. Gemäß Statistiken des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) entwickelte sich der Umsatz der Werkzeugmaschinenhersteller in 2023 mit einem nominalen Zuwachs von 10 % aufgrund der gut gefüllten Auftragsbücher positiv. Im vierten Quartal fiel das Plus mit 3 % jedoch wesentlich geringer aus als in den Vorquartalen. Zudem sank im vierten Quartal 2023 der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 %. Dabei fielen die Bestellungen aus dem Inland um 20 %, die Auslandsorders nahmen um 15 % ab. 2023 ging die Nachfrage insgesamt nominal um 11 % zurück. Das Inland verlor 14 %, das Ausland 9 %. Real betrug der Nachfragerückgang für das Gesamtjahr 16 %. 2. Geschäftsverlauf SFO-N Die Entwicklung bei der Holdinggesellschaft war maßgeblich geprägt von den Zinsaufwendungen für Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung der Beteiligungsstruktur. Nayak-Unternehmensgruppe Die Nayak verzeichnete im Berichtsjahr einen durchgehend positiven Geschäftsverlauf. Die steigende Nachfrage nach Flugreisen insbesondere in den Sommermonaten führte zu einer steigenden Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen, was sich wiederum positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirkte. Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 25,2 % auf TEUR 126.265 (Vorjahr: TEUR 100.823) und der Umsatz je Mitarbeiter um rund 21 % auf 126 TEUR (Vorjahr: 110 TEUR). Dementsprechend nahm das EBIT je Mitarbeiter um 67 % auf knapp TEUR 16 zu und die Personalaufwandsquote (bezogen auf den Umsatz) verbesserte sich von 60,2 % auf 53,7 %. Durch den gezielten Einsatz von zusätzlichen Fremdarbeitern konnte die Mehrarbeit bewerkstelligt und im Berichtszeitraum ein überaus positives Ergebnis von TEUR 10.517 (Vorjahr: TEUR 6.282) erzielt werden. Das EBIT im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt TEUR 14.863 (Vorjahr: TEUR 8.641) und verbesserte sich damit um TEUR 6.222. Die liquiden Mittel am Ende des Geschäftsjahres betrugen TEUR 13.320 (Vorjahr: TEUR 9.029) und spiegeln den Erfolg des Geschäftsjahres auch in der Liquidität deutlich wider. SHW-Unternehmensgruppe Die Umsatzentwicklung im Segment Maschinenbau wurde durch einen hohen Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres begünstigt. Der Auftragseingang in 2023 für Neumaschinen blieb deutlich hinter 2022 zurück und konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Das Rohergebnis (§ 276 HGB) nahm leistungsbedingt um TEUR 907 zu. Diese Entwicklung ist bei einer Bereinigung des Vorjahresbetrages um einen Effekt aus der Vereinnahmung von Überbrückungshilfen (TEUR 1.349) umso positiver einzuschätzen. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung) hat sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahreswert um 4,3 % bzw. TEUR 1.733 weiter erhöht. Der spürbare Anstieg der Gesamtleistung zeigt sich im überproportionalen Wachstum des Umsatzes aus Kundendienst um deutlich mehr als ein Drittel. Der Gebrauchtmaschinenabsatz halbierte sich hingegen nahezu. Die Verbesserung der Rohertragsmarge geht ebenfalls in hohem Umfang auf den höheren Anteil an Serviceumsätzen zurück, die nur einen geringen Materialeinsatz bedingen. Im Maschinenbau wirkte sich der Umstand der Abschwächung von preislichen Verwerfungen am Beschaffungsmarkt in 2023 begünstigend aus, aber sehr maßgeblich auch die Tatsache, dass - anders als im Vorjahr (hoher Bestandsaufbau) - eine größere Anzahl an Maschinen als Umsatz realisiert werden konnte mit einem entsprechenden Deckungsbeitrag. Der positive Effekt beim Rohergebnis wurde durch höhere Kosten bei Personal- sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen eliminiert, so dass sich das EBITDA mit TEUR 1.465 knapp unter dem Vorjahreswert von TEUR 1.538 bewegt. Da der Vorjahreswert jedoch Ergebniseffekte von TEUR 675 aus Überbrückungshilfe beinhaltet, konnte die operative Ergebnissituation im Berichtsjahr deutlich gesteigert werden. Piller Entgrattechnik Im für die Gesellschaft besonders relevanten Bereich Automotive war das Jahr 2023 durch eine große Unsicherheit hinsichtlich der Ausrichtung Verbrenner vs. eMobilität geprägt. Dies führte zu einer deutlichen Investitionszurückhaltung der Kunden im Neumaschinengeschäft. Insgesamt hat sich das Niveau der Auftragseingänge im Neumaschinengeschäft in 2023 im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert. Deutlich erfreulicher entwickelte sich das Servicegeschäft (inkl. Aufarbeitung und Vermarktung gebrauchter Anlagen) und der Bereich des Lohnentgratens. Beide Segmente konnten ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um über 15 % steigern. Im Kontext mit einem deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 2.172 durch den erheblichen Einsatz von Leiharbeitskräften zur Bewerkstelligung einzelner Großprojekte wurde ein Fehlbetrag von TEUR 1.645 erwirtschaftet. 3. Umsatz- und Ergebnisentwicklung Das absolute Wachstum der Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen) war bei Nayak mit TEUR 29.566 (entspricht 18 %) am höchsten. Im Maschinenbausegment wurden Zuwächse von 106 % bei Piller und von 3,5 % bei SHW erzielt, so dass sich ein Wachstum der Gesamtleistung im Konzern von TEUR 29.566 bzw. 17,9 % ergeben hat. Die negative Bestandsveränderung (Vorjahr: Bestandserhöhung) betrifft den Maschinenbau und bringt die im Vorjahresvergleich verstärkte Umsatzrealisierung zum Ausdruck. Die Verbesserung der Rohertragsmarge (Gesamtleistung abzüglich Material-aufwand/Gesamtleistung) von 76,0 % auf 78,4 % ist maßgeblich dem Wachstum der materialextensiven Nayak-Umsätze geschuldet. Der hieraus resultierende absolute Anstieg des Rohertrages um TEUR 27.200 ist die Basis für die Steigerung des Konzernjahresüberschusses um 56,2 % auf TEUR 8.807. Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR -2.080) betrifft vor allem das Auslaufen staatlicher Unterstützungsleistungen in der Corona-Krise. Der Anstieg der Personalaufwendungen um TEUR 8.245 geht vornehmlich auf die wesentlich höhere Geschäftstätigkeit insbesondere bei Nayak zurück. Der Anteil der Personalaufwendungen am Rohertrag (58,3 %, Vorjahr 64,4 %) geht einher mit der effektiveren Dienstleistungserbringung im Luftfahrtbereich, aber auch mit dem verstärkten Fremdarbeitereinsatz. Dementsprechend haben die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR + 11.651) durch die Ausweitung der Beschäftigung von Fremdarbeitern bei Nayak, aber auch bei Piller, zugenommen. Hinzu kommt der Anstieg weiterer variabler Aufwendungen für Be- und Vertrieb analog zur Entwicklung der Gesamtleistung. Das Zinsergebnis (Saldo aus Zinsaufwand und -ertrag) ist mit TEUR -1.503 kaum verändert. Die Steuerquote (Ertragsteuern und sonstige Steuern im Verhältnis zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) liegt u.a. wegen der geringeren Verrechnung von Verlustvorträgen bei rund 31 % (Vorjahr: rund 26 %), der Gesamtsteueraufwand fällt damit um TEUR 1.997 höher aus. 4. Vermögenslage Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bilanzsumme des Konzerns um TEUR 3.940 erhöht. Die Erhöhung beruht auf der Aktivseite vor allem auf erhöhten Kundenforderungen (TEUR 3.156) sowie einem Anstieg der liquiden Mittel (TEUR +1.716) als Ergebnis der positiven Geschäftsentwicklung bei der Nayak (TEUR +4.291). Die Struktur des Vorratsvermögens, das im Wesentlichen den Maschinenbau betrifft, hat sich dahingehend verändert, dass der Nettobestand an halbfertigen und fertigen Erzeugnissen von TEUR 5.614 auf TEUR 3.403 (einschließlich Anzahlungen) wegen der verstärkten Abrechnung vor dem Stichtag rückläufig ist. Hieraus ergibt sich ein Anstieg des Forderungsvolumens im Maschinenbaubereich um TEUR 3.593. In den Forderungen nicht enthalten ist der an ein Factoringunternehmen verkaufte Forderungsbestand, für den der Factor das Delkredererisiko trägt. Beim Anlagevermögen entsprechen die Investitionen nahezu der Summe aus Abschreibungen und Abgängen; auf den Anlagenspiegel wird verwiesen. Der Bilanzsummenanstieg verteilt sich auf der Passivseite im Wesentlichen auf das um TEUR 8.807 ergebnisbedingt verbesserte Eigenkapital und die um TEUR 2.308 höheren Rückstellungen. Dies betrifft maßgeblich den ergebnisbedingten Anstieg der Steuerrückstellungen (TEUR +411) und die durch das erhöhte Geschäftsvolumen generierte Zunahme der sonstigen Rückstellungen um TEUR 1.891, insbesondere aus Personalverpflichtungen. Demgegenüber konnten die Verbindlichkeiten vermindert werden (TEUR -7.164), vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR -6.139) durch Tilgungen (bei Nayak TEUR - 2.752) und Rückführungen kurzfristiger Bankdarlehen (TEUR -2.416) bei der SHW. Die Eigenkapitalquote ist durch den Gewinn des Geschäftsjahres zum Bilanzstichtag von 11,2 % auf 21,9 % angestiegen. Unter Einbezug der Gesellschafterverbindlichkeiten ist das daraus ableitbare wirtschaftliche Eigenkapital von 27,3 % auf 36,3 % gestiegen. 5. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 zeigt einen um TEUR 1.696 über dem Vorjahr liegenden positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 9.011. Verantwortlich hierfür war hauptsächlich das Konzernjahresergebnis vor Abschreibungen und Zinsen sowie Mittelzuflüsse aus der Erhöhung der Rückstellungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist wegen der Abflüsse für Investitionen in das Anlagevermögen (TEUR 3.659) mit TEUR -2.331 negativ (Vorjahr: TEUR -1.742). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im abgelaufenen Konzerngeschäftsjahr mit TEUR -8.223 (Vorjahr: TEUR -447) negativ, was hauptsächlich die Mittelabflüsse aus der Tilgung von Finanzkrediten (TEUR - 9.418) betrifft. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte die Mittelabflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit nicht vollständig decken, so dass sich der Bestand des Finanzmittelfonds um insgesamt TEUR 1.542 auf TEUR 14.925 vermindert hat. Der Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 6. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2023 des Konzerns Die im letztjährigen Lagebericht geäußerten Prognosen einer Umsatzausweitung von mehr als 14 % und einer überproportionalen Ergebnisausweitung sind für die Nayak vollumfänglich eingetreten bzw. deutlich übertroffen worden. Die wirtschaftliche Situation wird als gut eingeschätzt. Bei SHW sind hingegen die im Vorjahresbericht definierten ambitionierten Ziele hinsichtlich Gesamtleistung (+10 %) und deutlich verbessertem EBITDA verfehlt worden. Allerdings konnten die operativen Ertragsbestandteile im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert werden. SHW befindet sich in einer robusten wirtschaftlichen Lage. Auch bei Piller konnten die ambitionierten Wachstumsziele hinsichtlich der Gesamtleistung nicht vollständig erreicht werden, da die Umsetzung einzelner eMobility Großprojekte sich zeitlich, aber auch kostenseitig nicht planmäßig realisieren lassen hat. Daher wurden auch die Ergebnisziele der Gesellschaft deutlich verfehlt. Zudem sind nachlaufende Kosten aus diesen Projekten in 2023 zurückgestellt worden. Daher ist die wirtschaftliche Lage bei Piller als herausfordernd einzuschätzen. Die Konzernleitung sieht auf der dargestellten Grundlage die wirtschaftliche Lage des Konzerns insgesamt als gut an. IV. Chancen- und Risikoberichterstattung Wegen des Ausscheidens der Nayak-Unternehmensgruppe zum 16. Januar 2024 aus dem Konzernverbund wird auf eine Darstellung von Risken und Chancen für Nayak verzichtet. 1. Risiken aus Rahmenbedingungen Für das Jahr 2024 wird gemäß den Daten von Global Insight ein globales Wirtschaftswachstum von 2,3 % prognostiziert, während im Vorjahr ein Wachstum von 2,7 % erzielt wurde. Für die europäische Wirtschaft wird mit einem Wachstum von 0,7 % (Vorjahr: 0,6 %) gerechnet. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 wird davon abhängen, inwieweit die ersten Erfolge bei der Inflationsbekämpfung zu Zinssenkungen führen und wie sich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und der Nahost-Konflikt weiterentwickeln (Quelle: Global Insight World Overview per 15.01.2024). Es besteht das Risiko, dass die wirtschaftlichen Wachstumsprognosen für Europa nicht eintreten mit negativen Konsequenzen auf die Nachfrage. Im Maschinenbausegment können Handelshemmnisse, wie der weltweit zunehmende Protektionismus, aber auch Sanktionen und Handelskonflikte zu wesentlichen Absatzrisiken führen und einen Prozess der De-Globalisierung einläuten. Hinzu kommt, dass die chinesische Regierung immer stärker eine technologische Autarkie bei Schlüsseltechnologien anstrebt, während die USA an ihrer "America first"-Politik festhält. Als Folge der hohen Inflation könnte eine Lohn-Preis-Spirale losgetreten werden, die die Rentabilität der Marktteilnehmer gefährden könnte. Im Maschinenbau wird ein weiterhin intensiver Wettbewerb in den für den Konzern relevanten Märkten erwartet. 2. Cyber- und IT-Risiken Die Geschäftsprozesse des Konzerns werden in nahezu allen Bereichen durch IT-Komponenten unterstützt. Mit dem IT-Einsatz gehen zwangsläufig Risiken für die Stabilität der Geschäftsprozesse sowie für die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen und Daten einher, die letztlich nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Grundsätzlich ist Vorsorge getroffen worden durch regelmäßige Backups, Sicherheits-, Zugangs- und Benutzerkontrollen sowie die Nutzung von ERP-Systemen. Hinzu kommen "Cyber-Risiken" aus potenziellen zielgerichteten Angriffen auf Daten- oder IT-Systeme unter Ausnutzung von Informations- und Kommunikationstechnik, wie bspw. das Ausspähen von Geschäftsgeheimnissen, Erpressung und Datenverluste durch Ransomware oder die Unterbrechung der IT-Systeme durch Angriffe. Um diese Risiken zu begrenzen legt der Konzern Wert auf eine sichere IT-Infrastruktur, stets aktuelle Zugriffsberechtigungen, eine regelmäßige Überprüfung der IT-Sicherheit und eine Schärfung des Bewusstseins für den richtigen Umgang mit Cyber-Risiken durch interne Schulungen. 3. Schlussabrechnung der Überbrückungshilfe In Anbetracht der durch die Pandemie hervorgerufenen schwierigen wirtschaftlichen Situation des Konzerns im Jahr 2021 wurde im Oktober 2021 ein Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt. Für die in 2022 vereinnahmte Überbrückungshilfe wurden Rückstellungen in Höhe von der Hälfte gebildet, um ein mögliches Rückzahlungsrisiko abzubilden. Da kein abschließender Bescheid des Zuschussgebers, wurden diese gebildeten Rückstellungen im Konzernabschluss 2023 unverändert gelassen. 4. Finanzierungs-, Zinsänderungs- und Währungsrisiken Die langfristige Finanzierung des Konzerns erfolgt primär durch Gesellschafterdarlehen mit fester Zinsbindung, aber auch durch Bankkredite. Hieraus ergibt sich ein Zinsänderungsrisiko. Um Währungsrisiken auszuschließen, werden die Lieferverträge grundsätzlich in Euro fakturiert. Zudem erfolgt der Warenbezug ebenfalls in Euro. Zu den im Konzern bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen in üblichem Umfang und werden unter anderem durch die Anwendung des strengen Niederstwertprinzips berücksichtigt. 5. Kundenrisiken Der Konzern verfügt über ein breites Kundenportfolio. Ein besonderes bedeutsames Risiko für das kommende Geschäftsjahr ergibt sich hieraus nicht. Ausstehende Forderungen werden regelmäßig auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Mahnungen erfolgen zeitnah. Notwendige Maßnahmen werden in Abhängigkeit der Kundenbonität ergriffen. 6. Beschaffungs- und Verwendungsrisiken Die Erfahrung der Vergangenheit versetzt den Konzern in die Lage, auf ein breit gefächertes Lieferantenportfolio zurückgreifen zu können. Im Segment Maschinenbau bei SHW und Piller führen die Lieferengpässe zu einer weiter steigenden Materialbevorratung. Beschaffungsmarkt- und Einkaufsrisiken können sich im Bereich von Schlüsselgütern aufgrund von Rohstoffpreiserhöhungen, gestiegenen Transportkosten und möglichen Lieferengpässen aufgrund des weltweit zu beobachtenden Protektionismus, aber auch im Hinblick auf Sanktionen und Handelskonflikte ergeben. Hier zeigt sich für alle Wirtschaftsteilnehmer das Risiko eines knappen Angebots an Rohstoffen und Materialien, das einer stark steigenden Nachfrage gegenübersteht. Etwaige knappe Logistikkapazitäten können die Produktion beeinträchtigen und zu Stillständen führen. Zudem sind vor dem Hintergrund des andauernden Ukraine-Konfliktes weitere Turbulenzen am Markt für Öl, Gas und Strom nicht auszuschließen. 7. Mitarbeiterrisiken Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Konzern 1.257 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es ist das Ziel, die Mitarbeiter permanent fortzubilden und deren Befähigungen für Line Maintenance Tätigkeiten an Luftfahrzeugen bzw. Kompetenzen im Maschinenbau zu erhalten bzw. auszubauen. Der vorhandene, erfahrene Personalstamm ist Grundvoraussetzung für die weitere Erbringung qualifizierter Leistungen auf einem engen Personalmarkt. Auf der Grundlage der bestehenden ausgewogenen Personalstruktur, der vorhandenen Mitarbeiteridentifikation und marktgerechter Entgelte sieht die Konzernleitung kein erhöhtes Risiko für eine Entwicklungsbeeinträchtigung durch Personalfluktuation. Unabhängig davon sind auftragsbedingte Anpassungsmaßnahmen im Personalbereich. 8. Liquiditätsrisiken Der Konzern betreibt ein strenges Liquiditätscontrolling, um die Liquidität jederzeit aufrecht erhalten zu können. Er hat im Rahmen des Risikomanagements organisatorische Vorkehrungen getroffen, die ihn in die Lage versetzen, rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. 9. Rechtliche Risiken Diese können sich insbesondere durch Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten und Behörden sowie möglichen Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen ergeben, die sich auch durch das ISO 9001 zertifizierte Projekt- und Qualitätsmanagement nicht vollständig verhindern lassen. Um diese Risiken kalkulierbar zu halten, werden Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen im Umfang und in ihrer Zeitdauer vertraglich grundsätzlich begrenzt. Soweit wirtschaftlich angemessen, werden wesentliche Risiken durch ein wirkungsvolles Versicherungsmanagement abgesichert. 10. Maschinenabsatz Die mögliche Entkoppelung von Wirtschaftsräumen könnte zu einer anziehenden Nachfrage nach Werkzeugmaschinen in den europäischen Märkten führen. Zudem werden der Ausbau der Verteidigungsetats in den Nato-Ländern sowie Investitionen in erneuerbare Energien weiter an Geschwindigkeit aufnehmen. Dies bietet die Möglichkeit, in diesen Marktsegmenten zu wachsen. Die im Automobilsektor anhaltenden Diskussionen rund um eMobility könnten zu einer Sonderkonjunktur für Anwendungen für Verbrennermotoren führen. Hiervon könnte insbesondere der Bereich Lohnentgraten überproportional profitieren. Zudem gibt es erste Anzeichen, dass sich die Konjunktur in Deutschland schneller erholen könnte. 11. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Das Ausscheiden der Nayak-Unternehmensgruppe aus dem Konzern geht zu Lasten der Diversifizierung, der Schwerpunkt liegt nunmehr ausschließlich auf dem Maschinenbau. Im Maschinenbausegment beruht eine positive wirtschaftliche Entwicklung auf einer auskömmlichen Nachfrage. Diese ist teilweise schwankend und insbesondere im Kundensegment Automotive aufgrund struktureller Veränderungen volatil, da sie von geopolitischen Entwicklungen und Krisen beeinflusst wird, wodurch eine nicht unerhebliche Unsicherheit besteht. Bei Angebotsengpässen besteht das Risiko von Preissteigerungen, die ggfs. nicht vollständig weitergegeben werden können. Die Konzernleitung geht zusammenfassend davon aus, dass der Bestand des Konzerns nicht gefährdet ist. V. Prognosebericht für das Konzerngeschäftsjahr 2024 Wegen des Ausscheidens der Nayak-Unternehmensgruppe zum 16. Januar 2024 aus dem Konzernverbund wird auf eine Darstellung der operativen Prognosen für Nayak nachfolgend verzichtet. 1. Künftige Rahmenbedingungen Die aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind in Abschnitt III.1 dargestellt. Maschinenbau Der Maschinenbauverband VDMA hat (vgl. Pressemitteilung aus September 2024) hat seine Prognose im September 2024 für die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland nach einem realen Minus von -6,8 % in den ersten 7 Monaten deutlich gesenkt. Die aktuelle Erwartung für das laufende Jahr 2024 liegt nunmehr bei -4 bis -8 % gegenüber 2023. Die Auslastung der Maschinenkapazitäten lag im Juli 2024 mit 79,4 % deutlich unter der mittleren Bandbreite von 84,4 bis 89,1 %. Unternehmen mit zu großen Personalkapazitäten kompensieren dies durch den Abbau von Arbeitszeitkonten sowie verstärkte Kurzarbeit. Fast die Hälfte der Unternehmen klagt über Produktionsbehinderungen durch Auftragsmangel. Mit einer spürbaren Besserung ist laut VDMA aktuell wegen der unsicheren globalen Situation mit Kriegen und Handelsdisputen nicht zu rechnen. Die hartnäckige Inflation führt zu langsamer als erwartet eintretenden Zinssenkungen. Die Maschinenexporte in dem wichtigen Exportmarkt USA sanken im ersten Halbjahr 2024 um 4,8 % nominal. Für 2025 besteht die berechtigte Chance auf positive geldpolitische Impulse, die zu einer Belebung des privaten Konsums führen können, der sich mittelbar und zeitverzögert auf die Investitionsgüterkonjunktur auswirken würde. Für das erste Halbjahr 2025 erwartet der VDMA daher noch Minusraten zum Vorjahr bei der Produktion, für das Gesamtjahr 2025 wird ein Rückgang der realen Produktion im Maschinenbau um 2 % erwartet. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit den geo- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen sind jegliche wirtschaftliche Prognosen jedoch deutlich mit Vorsicht zu betrachten. 2. Gesamtaussage und Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 Die SHW-Gruppe musste seit dem 2. Halbjahr 2023 eine Eintrübung der Dynamik im Auftragseingang hinnehmen, so dass zum 31. Dezember 2023 der Auftragsbestand für Neumaschinen knapp 25 % hinter dem Vorjahreswert liegt. Dem gegenüber setzt sich die Dynamik im Servicegeschäft und bei der Vermarktung von Gebrauchtmaschinen auf hohem Niveau fort. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die SHW Geschäftsführung einen Rückgang der Gesamtleistung (2023: TEUR 42.333) um ca. 10 %. Aufgrund steigender Energie- und Raumkosten und eines weiterhin preissensitiven Marktumfeldes wird mit einem Rückgang des EBITDA (2023: TEUR 1.469) um ca. 20 % und einer noch stärkeren Verminderung des Jahresergebnisses gerechnet, sofern die eingeleiteten Einkaufsmaßnahmen nicht frühzeitige Wirkung entfalten. Piller erwartet für das Geschäftsjahr 2024 durch die gezielte Einsteuerung profitabler Aufträge eine deutliche Stabilisierung der Ertragslage. Während die Gesamtleistung signifikant unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 erwartet wird, geht die Geschäftsführung davon aus, eine Verbesserung des Ergebnisses zu erreichen, da sich die erwähnten Großprojekte nunmehr im Zielkorridor befinden. Das Jahresergebnis verbleibt jedoch deutlich im negativen Bereich von etwa -1 Mio. EUR. Im November 2023 wurde mit einem Private Equity Unternehmen ein Anteilskaufvertrag über die Veräußerung der Anteile an der Nayak-Gruppe unterzeichnet, der im Januar 2024 wirksam geworden ist, mit entsprechenden positiven Auswirkungen für die Ertragslage des Konzerns. Diese Transaktion dominiert die wirtschaftliche Lage des Konzerns in 2024 durch das Erzielen eines Veräußerungsgewinnes im zweistelligen Mio. EUR Bereich. Wegen der Entkonsolidierung der Nayak-Gruppe aus dem SFO-N Konzern wird sich die Bilanzsumme auf etwa die Hälfte, Aufwendungen und Erträge ohne den Veräußerungserfolg in einer Größenordnung von deutlich mehr als der Hälfte gegenüber 2023 verringern.
München, den 09. Oktober 2024 gez. Wolfgang Schepp, Geschäftsführer Konzern-KapitalflussrechnungSFO-N
KonzerneigenkapitalspiegelSFO-N
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SFO-N GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der SFO-N GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SFO-N GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 28. März 2025 PLYUS
Audit GmbH
Gez. Funcke, Wirtschaftsprüfer Gez. Wember, Wirtschaftsprüfer |
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