Master Data

Registry
Register court Stuttgart HRB 725580
Previous
Asterium GmbH
Registered
2/21/2008
Industry
Manufacture of power-driven hand toolsActivities of holding companiesProvision of occupational therapy services
Purpose
Gegenstand geändert; nun: Die Erbringung von Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen auf der Basis von Werk- und Dienstverträgen sowie Arbeitnehmerüberlassung in allen Phasen des Produktentstehungsprozesses für Unternehmen der Branchen Automobil, Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenund Anlagenbau, Medizintechnik, Elektronik- und Konsumgüter, sowie alle damit verbundenen Nebengeschäfte, insbesondere Schulungen, Herstellung von Prototypen und Kleinserien und Versuchsabwicklung.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Arthur Kessler
since 1/5/2024
Procura
Sebastian Thern
since 2/29/2008
Managing Director
Lukas Immer
since 2/21/2008
Managing Director

Beneficial Owners

Identified persons (3)

NameOwnership
47.50%
47.50%

Shareholders

3 shareholders

GmbH structure

2 of 3 shown

Im Kaisemer 13a, 70191 Stuttgart
€38,000
47.50%
Herweghstraße 2, 70197 Stuttgart
€38,000
47.50%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

EVOMOTIV GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 318.371,00 397.904,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.259.775,20 1.289.661,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.573,00 23.306,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 747.002,00 475.177,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 47.922,01
2.021.350,20 1.836.066,21
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 34.200,00 34.200,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 279.416,25 220.578,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.022.031,56 6.189.846,03
III. Flüssige Mittel 311.586,11 4.815.577,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 112.402,26 82.665,80
18.099.357,38 13.576.837,98

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 85.000,00 85.000,00
II. Kapitalrücklage 61.666,66 61.666,66
III. Gewinnvortrag 6.180.250,46 0,00
IV. Jahresüberschuss 3.421.316,39 0,00
V. Bilanzgewinn 0,00 7.280.250,46
9.748.233,51 7.426.917,12
B. Rückstellungen 2.970.366,00 2.592.234,00
C. Verbindlichkeiten 5.351.514,81 3.532.485,47
D. Rechnungsabgrenzungsposten 29.243,06 25.201,39
18.099.357,38 13.576.837,98

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 40.085.285,32 30.104.579,51
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 25.586.163,39 19.425.626,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.274.570,92 29.860.734,31 3.341.121,97 22.766.747,98
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 641.908,76 565.550,58
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.813.044,31 3.614.333,47
5. Erträge aus Beteiligungen 72.000,00 24.000,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.740,38 38,73
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57.526,88 30.213,50 28.893,47 -4.854,74
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.355.559,57 910.081,50
9. Ergebnis nach Steuern 3.444.251,87 2.243.011,24
10. Sonstige Steuern 22.935,48 19.302,48
11. Jahresüberschuss 3.421.316,39 2.223.708,76
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.280.250,46 5.256.541,70
13. Ausschüttung 1.100.000,00 200.000,00
14. Bilanzgewinn 9.601.566,85 7.280.250,46

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 790.072,39 145.515,50 0,00 0,00 935.587,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.594.596,11 12.944,91 0,00 0,00 1.607.541,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.307,55 0,00 0,00 0,00 60.307,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.061.519,96 589.199,34 47.922,01 194.914,29 1.503.727,02
4. Geleistete Anzahlungen 47.922,01 0,00 -47.922,01 0,00 0,00
2.764.345,63 602.144,25 0,00 194.914,29 3.171.575,59
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 34.200,00 0,00 0,00 0,00 34.200,00
3.588.618,02 747.659,75 0,00 194.914,29 4.141.363,48
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 392.168,39 225.048,50 0,00 617.216,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 304.934,91 42.830,91 0,00 347.765,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.001,55 8.733,00 0,00 45.734,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 586.342,96 365.296,35 194.914,29 756.725,02
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
928.279,42 416.860,26 194.914,29 1.150.225,39
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.320.447,81 641.908,76 194.914,29 1.767.442,28
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 318.371,00 397.904,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.259.775,20 1.289.661,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.573,00 23.306,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 747.002,00 475.177,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 47.922,01
2.021.350,20 1.836.066,21
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 34.200,00 34.200,00
2.373.921,20 2.268.170,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die EVOMOTIV GmbH hat Ihren Sitz in Stuttgart. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 725580 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Anhangs wurden in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 Abs. 1, § 266 ff., § 275 HGB).

Projektkosten wurden in der Vergangenheit im "Materialaufwand, Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren" ausgewiesen. Im Berichtsjahr erfolgt der Ausweis unter "sonstige betriebliche Aufwendungen". Die Vorjahreszahlen wurden angepasst. Im Übrigen wurde der Grundsatz der Ausweisstetigkeit beachtet.

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Der Grundsatz der Bilanzierungsstetigkeit wurde beachtet.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einzelner Posten

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Als Nutzungsdauer wird bei Software drei Jahre unterstellt.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen gemindert.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Die Zugänge der Jahre 2020 bis 2022 wurden nach der degressiven Methode abgeschrieben, sofern gesetzlich zulässig. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die unfertigen Leistungen werden zu Material- und Fertigungseinzel- und -gemeinkosten angesetzt. Die Ermittlung erfolgt retrograd durch einen Abschlag vom Auftragswert unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrads. Der Abschlag für Gewinn und Verwaltungs- und Vertriebskosten wurde aus dem betrieblichen Rechnungswesen ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nicht abgezinst, da davon ausgegangen wird, dass die Zinseffekte sich durch eventuelle nicht berücksichtigte Kostensteigerungen ausgleichen. Im Übrigen handelt es sich um geringfügige Beträge.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag in Höhe von EUR 66.912,15 (i. V. EUR 44.965,35) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von EUR 1.781,84 (i. V. EUR 842,50), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen; es handelt sich um im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 3.236,97).

3. Flüssige Mittel

Die Position enthält den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag Restlaufzeit bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
Art der Verbindlichkeit EUR EUR EUR EUR
Gegenüber Kreditinstituten 2.476.455,41 1.844.473,41 279.046,00 352.936,00
im Vorjahr 1.059.630,00 233.824,00 414.046,00 411.760,00
Gegenüber verbundenen
Unternehmen 67.422,39 67.422,39 0,00 0,00
im Vorjahr 124.375,17 124.375,17 0,00 0,00
Übrige 2.807.637,01 2.807.637,01 0,00 0,00
im Vorjahr 2.348.480,30 2.348.480,30 0,00 0,00
5.351.514,81 4.719.532,81 279.046,00 352.936,00
Summe Vorjahr 3.532.485,47 2.706.679,47 414.046,00 411.760,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 647.056,00 durch Grundschulden besichert. EUR 1.589,80 sind durch ein Pfandrecht am Guthabenkonto der entsprechenden Bank besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen EUR 158.722,63 (i. V. EUR 1.264,05) und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Allgemeines

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Aufwendungen für Altersversorgung

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 21.339,47 (i. V. EUR 21.186,46) enthalten.

3. Verbundene Unternehmen

Der Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" betrifft mit EUR 3.940,41 (i. V. EUR 1.447,18) verbundene Unternehmen.

E. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Anzahl
Angestellte Vollzeit 324
Angestellte Teilzeit und Werkstudenten 15
339

2. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:

Firmenname/Sitz Anteilshöhe Jahres-Ergebnis Eigenkapital
% TEUR TEUR
EVOMOTIV Ulm GmbH, Ulm 80 241 588

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie sonstigen Verträgen:

Restlaufzeit bis 1 Jahr EUR 1.558.380,55
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 1.669.559,85
Restlaufzeit über 5 Jahre 385.816,00
EUR 3.613.756,40

Zum Bilanzstichtag bestanden Bestellobligo in Höhe von EUR 58.950,00 (i. V. EUR 71.921,93).

4. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat zur Absicherung eines Darlehens der Tochtergesellschaft EVOMOTIV Ulm GmbH eine Bürgschaft in Höhe von insgesamt TEUR 200 zugunsten eines Kreditinstituts abgegeben. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 30.

Das Risiko aus der Inanspruchnahme ist gering, da die Tochtergesellschaft positive Ergebnisse erwirtschaftet und auch aufgrund der Planzahlen mit positiven Ergebnissen zu rechnen ist.

Die Gesellschaft hat zur Absicherung von drei Ratentilgungsdarlehen der Schwestergesellschaft KIT Immobilien GmbH & Co. KG gegenüber einem Kreditinstitut die gesamtschuldnerische Mithaftung in Höhe von insgesamt TEUR 1.805 übernommen. Die Darlehen valutieren zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 1.223.

Das Risiko aus der Inanspruchnahme ist gering, da die Mieteinnahmen der Grundstücksgesellschaft ausreichen, um den Kapitaldienst zu leisten.

5. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

 

Lukas Immer, Dipl.-Ing., Stuttgart

 

Gerhard Krebs, Dipl.-Ing., Altenriet (bis 5. Januar 2024)

 

Sebastian Thern, Dipl.-Ing., Durmersheim

6. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, vom Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 9.601.566,85 einen Betrag von EUR 1.000.000,00 auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von EUR 8.601.566,85 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Weissach, 11. April 2024

EVOMOTIV GmbH

gez. Lukas Immer

gez. Sebastian Thern

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2007 wurde die EVOMOTIV GmbH, Stuttgart (EVOMOTIV), von drei Ingenieuren aus den Fachbereichen Maschinenbau, Elektrotechnik sowie Luft- und Raumfahrt mit dem Ziel gegründet, Erfolg mit Menschlichkeit und Spaß bei der Arbeit zu verbinden.

Angewachsen auf mehr als 430 Mitarbeitende inklusive der Tochtergesellschaft EVOMOTIV Ulm GmbH hat sich die EVOMOTIV Gruppe mit 5 Standorten als professioneller Partner namhafter Unternehmen hauptsächlich aus der Automobilindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt etabliert. Die 5 Standorte befinden sich in Flacht (Hauptstandort), Ulm, München, Friedrichshafen und in Ingolstadt. Neben Büroarbeitsplätzen verfügen unsere Standorte in Flacht und Ingolstadt zusätzlich über TISAX akkreditierte Entwicklungswerkstätten. In Flacht gibt es außerdem - ebenfalls TISAX akkreditiert - ein Elektroniklabor mit Hochvoltprüfständen für E-Drive Anwendungen sowie ein Testgelände zur Entwicklung und Absicherung automatisierter Parkfunktionen. Unterstützt durch moderne Rapid Prototyping Verfahren lassen sich komplexe Auf- und Umbauten von Fahrzeugen und Prüfständen flexibel und schnell realisieren. Für das Jahr 2024 ist der Aufbau von zwei weiteren Standorten in Bosnien und Herzegowina und Tschechien geplant. Die beiden Standorte sind als Tochtergesellschaften der EVOMOTIV GmbH geplant und sollen zum einen neue Märkte erschließen und zum anderen Zugang auf neue Personalressourcen schaffen sowie Kosteneinsparpotential heben.

Im Top 50 Ranking der Engineering-Unternehmen verbesserte sich EVOMOTIV mit Platz 36 im Jahr 2023 gegenüber Platz 39 im Jahr 2022. Außerdem gehört EVOMOTIV zu den TOP Arbeitgebern in der Branche, was im Jahr 2023 durch den Gewinn des kununu.com Siegel Top Company erneut unterstrichen werden konnte.

Die Strategie von EVOMOTIV zielt darauf ab, die Kompetenz aufzubauen ein serienreifes Fahrzeug entwickeln zu können, weshalb die Schwerpunkte ähnlich der Struktur eines Fahrzeugherstellers aufgestellt sind.

2. Leistungsspektrum

Das Leistungsspektrum von EVOMOTIV reicht von der Entwicklung über Versuch und Applikation bis zum Projektmanagement. Über das gesamte V-Modell hinweg übernehmen wir Projekte in unseren Entwicklungszentren oder beim Kunden vor Ort. Durch eigene Produkt-, Tool- und Prozessentwicklung bauen wir stetig mehr Knowhow auf, um die zentralen Herausforderungen der Zukunft safe, smart und sauber zu lösen. Neben Kundenprojekten arbeitet EVOMOTIV auch kontinuierlich an eigenen Produkten und Prozessen zur Unterstützung der Dienstleistung in zukunftsweisenden Technologiefeldern wie Vernetzung, E-Mobilität und Automatisiertes Fahren. Davon profitieren die Kunden unmittelbar.

In prototypsicheren Werkstätten verfügen wir über die komplette Infrastruktur, um moderne Fahrzeuge für die anstehende Validierungs- oder Applikationsaufgabe vorzubereiten. Dazu gehören:

Auf- und Umbau von Testfahrzeugen

Einbau und Inbetriebnahme von Messtechnik

Flashen und Inbetriebnahme von Softwareständen

Absicherung und Testing

Applikation und Inbetriebnahme

Betreuung von Hochvoltfahrzeugen

Testfläche für Kamerasysteme nach FMVSS-111 und KMVSS-Tests

Auf dem ebenfalls prototypsicheren Testgelände werden mittels selbst entwickelter Roboter hoch automatisiert autonome Fahrfunktionen im niedrigen Geschwindigkeitsbereich getestet. Im Einzelnen umfassen diese Tests:

Performance Bewertung von Parkfunktion mittels automatisierter Messtechnik

Homologation von Parkfunktionen mittels automatisierter Positionierung von Hindernissen

In den eigenen Laboren bietet EVOMOTIV den Kunden flexible Lösungen im Hoch- und Niedervoltbereich an. Dazu sind die Labore mit komplexen Prüfständen, hochgenauen Messgeräten sowie Umweltsimulationseinrichtungen ausgestattet. Je nach Bedarf können Kundenanforderungen rund um die Uhr teil- und vollautomatisiert validiert werden. Die Laborleistungen umfassen:

Hochvoltprüfungen bis 1500 V

Umweltsimulation (Feuchte, Wärme, Vibration, Hochtemperatur und Klimaschock)

Bauteiltests nach ZVEI-Vorgaben

System- und Komponententests nach LV 123 und LV 124

Inbetriebnahme von HV- und LV-Komponenten

Funktionale Tests mit kundenspezifischen Aufbauten

Automatisiertes Messdaten-Logging sowie Auswertung der Daten

Durchführung von Benchmarktests

Projektspezifischer Prüfstandsbau inkl. Automatisierung

Dauerlauferprobungen im 24/7-Betrieb

Die Akkreditierung des Labors nach ISO17025 war für das Jahr 2022 geplant, konnte aber aufgrund von Kapazitätsengpässen auf Seiten der Akkreditierungsstelle sowie an internen Stellen nicht durchgeführt werden. Im Jahr 2023 konnte die Akkreditierung ebenfalls noch nicht abgeschlossen werden, da die Auslastung zu hoch war und somit die notwendigen Ressourcen nicht zur Verfügung standen. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Die Infrastruktur ist zum Teil im Eigentum von EVOMOTIV selbst oder sie wird von der Schwestergesellschaft KIT Immobilien GmbH & Co. KG (KIT) angemietet. In Flacht ist zusätzliche Bürofläche in der näheren Umgebung von extern angemietet. Der Standort in Ingolstadt ist ebenfalls extern angemietet. Alle Standorte der EVOMOTIV GmbH sind hinsichtlich Informationssicherheit nach TISAX inkl. Prototypenschutz akkreditiert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

In der für EVOMOTIV besonders wichtigen Automobilbranche lief es hingegen etwas besser. In Deutschland sind im abgelaufenen Jahr 2023 signifikant mehr Neuwagen zugelassen worden. Die Pkw-Neuzulassungen stiegen im Gesamtjahr um 7,3 % auf 2,84 Millionen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mitteilte. Vor allem die Zahl der gewerblichen Neuzulassungen legte kräftig zu, während etwas weniger private Autos neu zugelassen wurden als 2022. Der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen lag bei 67,1 %.

Dabei dämpfte ein Minus von 23 % im Dezember noch den positiven Trend. Die deutschen Oberklasse-Autobauer BMW, Mercedes-Benz und Porsche verzeichneten im Jahr 2023 jeweils zweistellige Zuwächse. Volkswagen legte nur um knapp 8 % zu, blieb aber mit einem Marktanteil von 18,8 % die meistverkaufte Marke.

Laut der Lünendonk Blitzumfrage lag das durchschnittliche Umsatzwachstum im Bereich Digital & IT, zu dem auch die Entwicklungsdienstleistungen zählen für 2023 bei 13,7 %. Es war also ein sehr erfolgreiches Jahr für die Branche.

EVOMOTIV sorgt durch die konsequente Fokussierung auf eine herausragende Mitarbeiterauswahl und -entwicklung für eine sehr hohe Kundenzufriedenheit. Die Position in zukunftsträchtigen Feldern wie dem automatisierten Fahren, der Vernetzung und des elektrischen Antriebs konnte durch die Akquise von Großprojekten verbessert werden. Ebenfalls konnten wichtige Rahmenverträge verlängert werden, die das zukünftige Wachstum tragen werden.

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Das Jahr 2023 verlief aus betriebswirtschaftlicher Sicht sehr erfolgreich. Die Auslastung war kontinuierlich hoch und somit konnten Umsatz- und Ergebnisplan übertroffen werden. Beim Personalwachstum konnte der Plan zum Jahresende ebenfalls knapp übertroffen werden.

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Betriebsergebnis 4.747 3.139 1.608 51,2
Finanzergebnis 30 - 5 35
Ertragsteuern 1.356 910 446 49,0
Jahresergebnis 3.421 2.224 1.197 53,8

Die Gesamtleistung konnte im Vergleich zum Vorjahr um 33,3 % also EUR 10,1 Mio. auf EUR 40,3 Mio. gesteigert werden.

Mit einer um 25,7 % höheren durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitenden erhöhten sich auch die Personalaufwendungen um 31,2 % auf EUR 29,9 Mio.

Die übrigen Betriebsaufwendungen haben sich um 33,2 % auf EUR 4,8 Mio. erhöht. Ein Großteil dieser Kostenerhöhungen ist ebenfalls auf das Personalwachstum zurückzuführen:

Hard- und Software, IT-Zubehör um 34,5 % auf TEUR 425

Fahrzeugkosten um 37,5 % auf TEUR 1.574

Reisekosten um 33,9 % auf TEUR 657

Personalnebenkosten um 33,4 % auf TEUR 576 (hier sind auch die Aufwendungen für unser 15-jähriges Jubiläum enthalten, das wir mit unseren Mitarbeitern im Sommer gefeiert haben)

Durch die Anmietung weiterer Flächen in München und Flacht haben sich auch die Raumkosten um 41,2 % auf TEUR 675 erhöht. Die Verwaltungsaufwendungen sind um 48,4 % auf TEUR 335 gestiegen.

Gegenläufig hat sich eine Reduzierung der Werbekosten um 35,0 % auf TEUR 176 ausgewirkt. Hier wurden weniger Aufträge nach außen vergeben als in den vergangenen Jahren und in der Verwaltung entsprechende Kapazitäten aufgebaut.

Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund von Investitionen um 13,5 % auf TEUR 642.

Aufgrund des besseren Jahresergebnisses haben sich die Ertragsteuern erhöht.

Trotz gestiegener Kosten konnte aufgrund der deutlich gestiegenen Gesamtleistung der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 53,9 % auf TEUR 3.421 gesteigert werden.

b) Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist in der Stichtagsbetrachtung mit TEUR - 4.032 negativ. Dies resultiert vor allem aus einem sehr hohen Forderungsbestand zum Bilanzstichtag. Bereits am 3. Januar 2024 konnte ein Zahlungseingang in Höhe von TEUR 5.536 verbucht werden. Wäre dieser noch im Jahr 2023 erfolgt, hätte der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR 1.504 betragen.

Auch die Flüssigen Mittel waren durch diese Verschiebung am Bilanzstichtag sehr viel niedriger als im Vorjahr, es wurde sogar der Kontokorrentkredit in Anspruch genommen. Die Bankdarlehen wurden im Geschäftsjahr 2023 planmäßig getilgt.

Die Ertragsteuerzahlungen haben im Jahr 2023 TEUR 1.716 zu TEUR 363 im Jahr 2022 betragen.

Es wurde eine Ausschüttung an die Anteilseigner in Höhe von TEUR 1.100 vorgenommen.

c) Vermögenslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
AKTIVA
Anlagevermögen 2.374 2.268 106 4,7
Unfertige Leistungen 279 221 58 26,2
Langfristige Forderungen 67 45 22 48,9
Kurzfristige Forderungen 15.067 6.145 8.922 145,2
Flüssige Mittel 312 4.898 - 4.586 - 93,6
PASSIVA
Eigenkapital 9.748 7.427 2.321 31,3
Rückstellungen 2.970 2.592 378 14,6
Langfristige Verbindlichkeiten 632 826 - 194 - 23,5
Kurzfristige Verbindlichkeiten 4.749 2.732 2.017 73,8
Bilanzsumme 18.099 13.577 4.522 33,3

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 146 betrafen projektnotwendige Software. Im Jahr 2023 wurde ein drittes Labor in Betrieb genommen. In die drei Labore wurden insgesamt TEUR 130 investiert. Weitere Investitionen betrafen Büromöbel und EDV-Zubehör (TEUR 165), sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 116) und Mietereinbauten (TEUR 80).

Aufgrund des Umsatzwachstums und der Tatsache, dass ein Teil der Aufträge erst zum Jahresende abgerechnet wurde, haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich auf TEUR 14.772. erhöht.

Das Eigenkapital stellt mit TEUR 9.748 die wesentliche Passivposition dar und konnte gegenüber 2022 um TEUR 2.321 gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der Erhöhung der Bilanzsumme leicht von 54,7 % auf 53,9 % vermindert.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt mittels der Balanced Score Card (BSC). Dabei werden folgende Parameter betrachtet:

• Kunden:

Kundenanzahl (um 24 % gegenüber Vorjahr gefallen und 14 % gegenüber Plan)

Zufriedenheit (Vergleich mit Vorjahr nicht möglich, da neue Basis aber 7 % über Plan)

Umsatz größter Kunde (Gleich wie Vorjahr und 53 % über Plan)

• Mitarbeitende:

Zufriedenheit (Steigerung um 5 % gegenüber Vorjahr und auf Plan)

• BWL:

Gesamtleistung (33 % über Vorjahr und 4 % über Plan)

EBT vor erfolgsabhängigen Bezügen (48 % über Vorjahr und 56 % über Plan)

Auslastung (gleich wie Vorjahr und 2 % unter Plan)

Anzahl Mitarbeitende im Schnitt (26 % über Vorjahr, jedoch 2 % unter Plan)

• Prozesse:

Rechnungstellung (2 % über Vorjahr und 10 % unter Plan)

Vertrieb (10 % über Vorjahr und 13 % über Plan)

Werkvertrag/Dienstvertrags Quote: (10 % über Vorjahr und 23 % über Plan)

Informationssicherheits-Ereignisse: (18 % über Vorjahr und 160 % über Plan)

Mit der Entwicklung unserer Kennzahlen sind wir zufrieden.

Die Kundenanzahl hat sich etwas rückläufig entwickelt, weggefallen sind jedoch nur Kunden mit geringem Umsatzanteil. Dennoch sollen 2024 wieder mehr Neukunden gewonnen werden. Die Zufriedenheit unserer Kunden lag mit durchschnittlich 4,29 von 5 möglichen Sternen auf einem sehr hohen Niveau. Die Bewertung auf Basis von Sternen wurde analog der Bewertung der Mitarbeitendenzufriedenheit zu Beginn des Jahres 2023 eingeführt. Daher ist ein Vergleich mit dem Vorjahr auf Basis von Prozenten nicht möglich. Wir lagen jedoch über dem selbst gesteckten Ziel von 4 Sternen.

Der Umsatz mit dem größten Kunden lag wie auch schon in 2021 und 2022 über unserem Zielwert. Zwar konnte der Umsatz mit den Kunden auf den nachfolgenden Plätzen gesteigert werden, jedoch ist der Umsatz mit dem größten Kunden ebenfalls gestiegen.

Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden ist von durchschnittlich 3,9 (von 5) Sternen in 2022 auf 4,1 (von 5) in 2023 gestiegen, was wir auf eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserer "AG Mitarbeitendenzufriedenheit" und dem EVOMOTIV-Mitarbeiterinteressenkomitee zurückführen. Dabei wurde konsequent an Maßnahmen zur Steigerung der Zufriedenheit gearbeitet und diese umgesetzt.

Mit der Entwicklung der BWL-Kennzahlen sind wir besonders zufrieden. Bis auf die Auslastung, die bereits im Vorjahr sehr gut und nahe dem Zielwert lag, haben sich alle Kennzahlen deutlich nach oben entwickelt. Wir haben den geplanten Umsatz um ca. 1,45 Mio. EUR übertreffen können. Da das durchschnittliche Personalwachstum jedoch knapp unter Plan lag, lagen die Kosten ebenfalls unter Plan, was zu einem deutlich gesteigerten EBT geführt hat.

Die Prozesskennzahlen bewegen sich im Rahmen unserer Erwartungen. Die Termintreue in der Rechnungstellung hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert, lag allerdings noch unter dem Zielwert. Der Hauptgrund liegt hier im Bereich der Kundenprozesse und wir können nur bedingt Einfluss nehmen. Der Vertriebsprozess lief sehr gut und wir konnten die Quote der erfolgreich gelaufenen Projektgespräche steigern. Der Umsatzanteil der Aufträge aus Werk- und Dienstverträgen hat sich gegenüber dem Umsatz aus der Arbeitnehmerüberlassung erhöht. In 2024 wollen wir das Verhältnis etwa auf diesem Niveau halten. Im Bereich der Informationssicherheit gab es eine deutliche Zunahme der gemeldeten Ereignisse. Da die Ereignisse aber im Großen und Ganzen eher unkritisch waren, werten wir diese Entwicklung positiv, da sie das Bewusstsein der Belegschaft zu diesem Thema widerspiegelt.

Das Projektmanagement ist bei EVOMOTIV ebenfalls ein wichtiger Leistungsindikator. Zur Bewertung der Effizienz des Projektmanagementsystems wurde daher bereits im Jahr 2017 ein Controllingsystem eingeführt. In monatlichen Steuerkreisen werden auf Projektebene mittels Kostenträgerauswertung folgende Parameter analysiert:

Projektgesamtbewertung: Stand, Risiken

Termine: Zeitplan

Qualität: Lastenhefterfüllung, Zufriedenheit

BWL: Marge, Mitarbeitereinsatz

Innovationen: Welche technischen oder prozessverbessernden Innovationen werden entwickelt

4. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein.

Die Umsatzentwicklung lag 4 % über Plan und die Ergebnisentwicklung lag mit 56 % ebenfalls sehr deutlich über Plan.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr konnten bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisiert werden.

In Summe war das Jahr 2023 wie auch bereits das Jahr 2022 ein besonders erfolgreiches Jahr.

III. Prognosebericht

Nach einem Bericht der Tagesschau vom 05.02.2024 dürfte die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr kaum wachsen.

Die Ökonomen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr um 0,3 % wächst. Die Prognose hat sich damit halbiert. Noch im November des vergangenen Jahres waren die Fachleute davon ausgegangen, dass die deutsche Wirtschaft 2024 um 0,6 % wächst.

Damit hinkt Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin hinterher. In Spanien, Italien oder Frankreich dürfte das Wachstum laut der aktualisierten Prognose größer ausfallen. "Dies liegt vor allem daran, dass die energieintensive Industrie ein größeres Gewicht in der deutschen Wirtschaft hat als in anderen Ländern der Eurozone", begründet OECD-Expertin Isabell Koske das erwartete schwache Abschneiden von Europas größter Volkswirtschaft. Besonders deutlich ist jedoch der Unterschied zu den USA. Die Wirtschaftsforscher prognostizieren einen Zuwachs von 2,6 % für die US-Wirtschaft.

Die Zahlen der OECD zeigen, wie angespannt die Lage für die Unternehmen in der deutschen Wirtschaft derzeit aussieht. Die Gründe sind vielfältig: Exportunternehmen leiden weiterhin unter der schwachen Weltkonjunktur. Viele Unternehmen klagen über einen Rückgang der Aufträge. "Zudem hat die Haushaltskrise die Unsicherheit für die Unternehmen und Haushalte erhöht", nannte OECD-Expertin Koske auch ein hausgemachtes Problem.

Der Ausblick für das Jahr 2024 ist also aus gesamtwirtschaftlicher Sicht durchwachsen. Auf der anderen Seite gibt es für die Branche der Entwicklungsdienstleistungen speziell auch positive Aussichten.

Die branchenspezifische Lünendonk Blitzumfrage aus dem Dezember 2023 blickt optimistisch auf das Jahr 2024. Demnach erwarten die Unternehmen der Digital und IT Branche, zu denen EVOMOTIV zählt, nach einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 13,7 % ein noch höheres Wachstum von 14,4 % in 2024.

Ebenfalls optimistisch ist eine andere branchenspezifische Studie:

Laut einer Studie der Firma mordorintelligence soll der Markt für Entwicklungsdienstleistungen von 1,60 Billionen USD im Jahr 2023 auf 1,96 Billionen USD im Jahr 2028 wachsen, was im Prognosezeitraum eine jährliche Wachstumsrate von 4,2 % bedeutet.

Dabei hält der Automobilsektor einen großen Anteil. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Innovationen bei fortschrittlichen Konnektivitätsfunktionen entwickeln Automobilhersteller regelmäßig Elektronik und Software für Personen- und Nutzfahrzeuge, um ihren Mitbewerbern einen Schritt voraus zu sein. Darüber hinaus kurbeln die steigende Nachfrage nach Fahrerassistenzsystemen für die Fahrzeugsicherheit und die behördlichen Vorschriften für den obligatorischen Einsatz von Fahrerassistenzsystemen in Neufahrzeugen das Marktwachstum weiter an. So wurde beispielsweise im Juli 2022 ein neues europäisches Regelwerk eingeführt, das vorschreibt, dass neue Fahrzeuge mit obligatorischen fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet sein müssen, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Allein in diesem Segment wird ein Marktwachstum der Entwicklungsdienstleistungen von 15,5 Milliarden Dollar in 2022 auf 36 Milliarden Dollar im Jahr 2025 prognostiziert.

Die Studie geht ebenfalls davon aus, dass der Markt für batterieelektrische Fahrzeuge weiterwachsen wird. Die weltweit zunehmende Einführung neuer Elektrofahrzeuge und der Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge werden das Marktwachstum stützen. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) wird die gesamte EV-Flotte (ohne Zwei- und Dreiräder) voraussichtlich von über 30 Millionen im Jahr 2022 auf etwa 240 Millionen im Jahr 2030 ansteigen und eine durchschnittliche Wachstumsrate von etwa 30 % erreichen.

EVOMOTIV möchte an diesem Marktwachstum partizipieren und plant für das Jahr 2024 mit weiterem Personalaufbau um etwa 25 %. Die Größe des Personalstamms ist in Verbindung mit der Auslastung ein wesentlicher Faktor für den erreichbaren Umsatz. Im kurzfristigen Ausblick in das Jahr 2024 wurde eine gegenüber dem Normalzustand geringere Auslastung gesehen und entsprechend für Januar und Februar eingeplant. Ab März wird wieder mit der Normalauslastung von 95 % geplant. Daraus resultiert ein geplantes Umsatzwachstum von 20 %. Die Kosten sind ebenfalls maßgeblich durch die Größe des Personalstamms geprägt, weshalb wir auch hier mit entsprechender Steigerung planen. Eine zusätzliche Steigerung im Rahmen der Tariferhöhungen haben wir berücksichtigt. Aufgrund der etwas geringeren Auslastung als im Vorjahr erwarten wir einen leicht rückläufigen Jahresüberschuss. Wir planen einen Rückgang, der zwischen 5 % und 10 % liegen sollte. Die finanziellen Leistungsindikatoren sollten sich im Rahmen unserer Planung entwickeln.

IV. Chancen- und Risikobericht

Wie oben ausgeführt befinden wir uns gesamtwirtschaftlich in einem schwierigen Marktumfeld, auch wenn der branchenspezifische Ausblick und auch unsere eigene Einschätzung positiver ausfällt. Dadurch ist besonders Augenmerk auf die Aufrechterhaltung einer guten Auslastung zu legen, da eine geringe Auslastung ein direktes wirtschaftliches Risiko darstellt. Wir werden die Entwicklung der Auslastung sehr eng beobachten und ggfs. Maßnahmen einleiten.

Bei unseren Kunden haben wir aufgrund der kontinuierlich hohen Qualität in unserer Dienstleistungserbringung eine starke Positionierung und werden bei vielen neuen Ausschreibungen angefragt. Alle größeren Rahmenverträge laufen über das Jahr 2024 hinaus oder es sind Verlängerungen geplant.

Ein Risiko entsteht durch ansteigende Personalkosten (3,3 % Tariferhöhung im Mai 2024). Dies ist allerdings planerisch berücksichtigt. In manchen Aufträgen werden sich die Kostensteigerungen auch durch Preissteigerungen kompensieren lassen. Dies haben wir planerisch nicht berücksichtigt, wodurch ein Ergebnispotential entsteht.

Im Jahr 2023 haben wir die Quote aus Aufträgen in Arbeitnehmerüberlassung und Aufträgen in Werkverträgen weiter zu Gunsten der Werkverträge verschoben. Bei den Werkverträgen hält der Trend in Richtung der Vergabe immer größerer Pakete bei gleichzeitiger Übertragung höherer Verantwortung an. EVOMOTIV ist in der Lage, auch größere Aufträge mit Teams von 20-30 Mitarbeitenden zu übernehmen und kann von diesem Trend profitieren. Innerhalb dieser größeren Aufträge lassen sich mit zunehmender Automatisierung, dem Einsatz von künstlicher Intelligenz und unter Einbeziehung unserer neuen Auslandsgesellschaften Potentiale heben, woran wir in den kommenden Jahren konsequent arbeiten werden. Die Annahme größerer Aufträge bietet langfristige Beauftragungsperspektiven. Das höhere Risiko durch Gewährleistung und potenzielle Nacharbeit minimieren wir durch intensive Steuerung und genaues Controlling. Die entsprechenden Systeme sind installiert und haben sich bewährt.

Trotz des angespannten wirtschaftlichen Umfelds gehen wir von einem Wachstum der Branche aus. Mit dem Fokus auf den konsequenten Ausbau der Infrastruktur mit zusätzlicher Werkstatt- und Laborfläche sowie der nun voll einsatzfähigen Testfläche für automatisierte Einparksysteme inkl. unsere Roboterplattformen sehen wir uns gut aufgestellt, um an diesem Wachstum zu partizipieren. Insbesondere werden regelmäßig Investitionen in Equipment und Ausstattung für den Test von hochautomatisierten Fahrfunktionen und Komponenten der Elektromobilität getätigt. Diese werden unsere Position als Entwicklungspartner der Mobilitätsindustrie weiter stärken.

Wie auch in Vorjahren werden wir in allen Bereichen mit kundenunabhängigen Projekten weiter daran arbeiten, unser Know-how zu vergrößern und Produkte und Prozesse zu entwickeln, die unsere Dienstleistung verbessern. Die Finanzierung erfolgt aus Eigenmitteln unter Nutzung der steuerlichen F&E Förderung.

 

Weissach, 11. April 2024

EVOMOTIV GmbH

gez. Lukas Immer

gez. Sebastian Thern

Feststellung des Jahresabschlusses der EVOMOTIV GmbH, Stuttgart

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 16. April 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Darüber hinaus wurde folgendes beschlossen:

"Vom Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 9.601.566,85 wird ein Betrag von EUR 1.000.000,00 ausgeschüttet und der Restbetrag in Höhe von EUR 8.601.566,85 auf neue Rechnung vorgetragen."

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Vorstehender, zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss und Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EVOMOTIV GmbH, Stuttgart:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EVOMOTIV GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EVOMOTIV GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1 Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen wir Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen wir Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir Gesamtdarstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Waiblingen, 11. April 2024

FRITZ Mittelstandsberatung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Karin Fritz, Wirtschaftsprüferin

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