Master Data

Registry
Register court Charlottenburg (Berlin) HRB 164045
Registered
1/13/2015
Industry
Logistics service activitiesIntermediation service activities for postal and courier activitiesPostal activities under universal service obligation
Purpose
Erbringung von postalischen Dienstleistungen aller Art, insbesondere Dienstleistungen gemischter Post und Zustellung von Expresspost sowie sämtlicher begleitender Dienstleistungen im Namen und im Auftrag des Betreibers des Postdienstes; Erbringung von Dienstleistungen zur Aufbewahrung und Bearbeitung von Postsendungen, Fracht und Waren, Erbringung von Lagerdienstleistungen; Ausübung von Reklame- und Marketingtätigkeit in Bezug auf die oben genannten Dienstleistungen; Erbringung von Transport- und Speditionsleistungen für natürliche und juristische Personen; Organisation und Ausübung von Tätigkeiten im Bereich der Erbringung von Leistungen eines Zollbrokers sowie Leistungen zur Deklarierung und Zollabfertigung und andere Arten von Tätigkeiten, die mit den soeben genannten vergleichbar sind oder mit ihnen in Zusammenhang stehen und nicht den gesetzlichen Vorschriften widersprechen. Eine Tätigkeit, die der Lizenzierung bedarf, wird bei Vorliegen der entsprechenden Lizenz ausgeübt.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Joint-Stock Company "Pochta Rossii"RUS
100.00%

Shareholders
Beta

Name
Location
Share
Joint-Stock Company “Pochta Rossii”
Russia
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

RusPost GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Firma RusPost GmbH

A. Das Unternehmen

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Firma RusPost GmbH mit Sitz in Berlin wurde am 10. Oktober 2014 gegründet und ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Aktiengesellschaft „Potschta Rossii“.

Die Gesellschaft bietet folgende Leistungen an:

• Erbringung von postalischen Dienstleistungen aller Art, insbesondere Dienstleistungen gemischter Post und Zustellung von Expresspost sowie sämtlicher begleitender Dienstleistungen im Namen und im Auftrag des Betreibers des Postdienstes.

• Erbringung von Dienstleistungen zur Aufbewahrung und Bearbeitung von Postsendungen, Fracht und Waren, Erbringung von Lagerdienstleistungen.

• Ausübung von Werbe- und Marketingtätigkeit für angebotene Dienstleistungen.

• Erbringung von Transport- und Speditionsleistungen für natürliche und juristische Personen.

• Organisation und Ausübung von Tätigkeiten im Bereich der Erbringung von Leistungen eines Zollbrokers sowie Leistungen zur Deklarierung und Zollabfertigung.

II. Forschung und Entwicklung

Die Firma RusPost GmbH arbeitet weiterhin kontinuierlich an ihrer internen Prozessoptimierung und der Weiterentwicklung ihres Dienstleistungsportfolios.

B. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und wirtschaftliches Umfeld

Im Geschäftsjahr 2023 kam es aufgrund des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Sanktionen zu einem weiteren Umsatzeinbruch im Vergleich zum Vorjahr von ca. 39%. Der Jahresüberschuss ist im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um ca. 70% gestiegen und betrug T€ 895. Die gesamte Kurier-Express-Paket-Branche konnte deutschlandweit einen Umsatz von ca. 26,5 Milliarden Euro erwirtschaften, im Jahr 2022 wurden ca. 26 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von ca. 2,2%.

Strategieziel der Gesellschaft ist es, die Produktivität und Rendite nachhaltig zu stabilisieren. Die Ziele der Firmengruppe wurden durch die Erschließung des chinesischen Marktes mit der Tochtergesellschaft in Hongkong fortgeführt.

C. Geschäftsverlauf

Mit dem Geschäftsverlauf 2023 wurden die Erwartungen der Geschäftsführung erfüllt.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sanken im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr von T€ 59.431 auf T€ 36.453. Dies ist auf den Markteinbruch in Russland, in der Ukraine und in anderen Drittländern, aufgrund des Krieges und der damit verbundenen Sanktionen zurückzuführen Der Jahresüberschuss weist dagegen im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von T€ 527 im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 895 im Geschäftsjahr 2023 aus. Dies ist auf den Rückgang des Drittlandsgeschäfts und Wegfall der dazugehörigen Fremdleistungen und aufgrund höherer Margen aus anderen Geschäftsbereichen zurückzuführen.

Das Kerngeschäft der Gesellschaft bleibt unverändert bestehen. Im Jahr 2023 hat die Firma RusPost GmbH 1.007.676 (Vorjahr 1.631.340) Sendungen befördert. Die Gesamtprofitabilität entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch positiv.

Die administrativen Abläufe gestalten sich durch die Sanktionen zunehmend schwieriger.

D. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie Liquidität

I. VFE-Lage

Die Produktivität und Effektivität in der Sendungsabfertigung sind weiterhin auf gutem Niveau geblieben. Die Umsatzerlöse, bezogen auf je einen Euro Personalaufwand sind von € 18,14 im Jahr 2022 auf € 10,51 im Jahr 2023 gesunken. Die erhebliche Umsatzminderung ist auf die Sanktionen aufgrund des Ukraine-Krieges zurückzuführen.

Das ordentliche Betriebsergebnis (EBIT) hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um T€ 456 auf T€ 1.152 verbessert. Im Jahr 2023 betrug bezogen auf den Jahresüberschuss die Umsatzrendite 2,46% und die Eigenkapitalrendite 8,67%. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte das Unternehmen einen Cashflow (DVFA) in Höhe von T€ 1.003 und einen EBITDA in Höhe von T€ 1.390.

Die Bilanzsumme hat sich trotz Umsatzverlusten im Vergleich zum Vorjahr von T€ 35.856 auf T€ 39.358 erhöht. Die Erhöhung ergibt sich auf der Aktivseite aus den höheren Geldbeständen sowie auf der Passivseite aus den höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern.

Die Geldmengenerhöhung resultiert aus der durch Sanktionen nicht möglichen Gewinnausschüttung und Verbindlichkeitstilgungen an den russischen Gesellschafter.

Die Höhe des Anlagevermögens hat sich im Wesentlichen nicht verändert.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr 2023 26%. Im Geschäftsjahr 2023 lag die Forderungsquote bei 26% und die Quote der flüssigen Mittel bei 73%.

Die Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich bei 40 Tagen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die Laufzeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lag für den gleichen Zeitraum bei durchschnittlich 7 Tagen und ist gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Die Finanzierung der Gesellschaft wird weiterhin ausschließlich von der Gesellschafterseite geleistet.

II. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Anzahl der beförderten Pakete ist in allen Geschäftsbereichen aufgrund der Sanktionen rückläufig, der Trend wird sich voraussichtlich fortsetzen. Für die RusPost GmbH stellen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern zentrale operative Steuerungsgrößen und somit wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren dar.

E. Personal- und Sozialbereich

Die Arbeitsverhältnisse in der Gesellschaft richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften, den Arbeitsverträgen und der Betriebsordnung. Zu den wichtigsten Aufgaben der Personalpolitik der Gesellschaft gehören unter anderem:

• Personalplanung für den Personalbedarf, Personalausstattung und -struktur sowie deren rechtzeitige Anpassung und Förderung von Nachwuchskräften.

• Einrichtung und Unterstützung eines Personalinformationssystems.

• Gestaltung eines Anreizsystems für die Mitarbeiter.

• Organisation der Programme zur Personalentwicklung, Laufbahnberatung und Einarbeitung der Mitarbeiter sowie individuelle berufliche Förderung, Teamaufbau, Schulungen und berufliche Fortbildung.

• Analyse der Übereinstimmung der Personalpolitik der Gesellschaft mit den personellen Ressourcen.

• Vorschriften über die Personalverwaltung.

• Aufgabenbeschreibungen für Mitarbeiter.

• Vorschriften über die Evaluierung der Mitarbeiter.

F. Investitionstätigkeit und Finanzierung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in das Anlagevermögen (Betriebsvorrichtungen und Sachanlagen) in Höhe von T€ 31 getätigt. Die Finanzierung erfolgte bis auf den Elektro-Hochhubwagen und den Elektroniederhubwagen aus Eigenkapital.

Weitere größere Anschaffungen sind derzeit keine geplant.

G. Risikomanagement

Mit dem Management-Informationssystem der Gesellschaft werden Strategierisiken überwacht. Trotz der starken Marktposition der russischen Post in Russland bestehen, aufgrund des Krieges in der Ukraine, für die RusPost GmbH weiterhin nicht absehbare und nicht beeinflussbare Risiken hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft.

Risiken, die die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage nachhaltig beeinflussen könnten, liegen aus Sicht der Geschäftsführung im Wegfall der auf dem russischen Markt tätigen europäischen und ausländischen Großkunden, sowie den bereits verhängten und den weiteren zu erwartenden Sanktionen hinsichtlich der Einfuhr von bestimmten Gütern auf das Territorium der russischen Föderation und im Bereich des Finanzsektors aufgrund des eingeschränkten Geldtransfers in und aus dem Drittland.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit, Flexibilität und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von externen Dienstleistern zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche werden durch unser Qualitätsmanagementsystem gesichert.

Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist weiterhin stark geprägt durch das hohe Eigenkapital. Aufgrund der Sicherstellung des gesamten Vermögens durch die zentrale Stelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) können die Zahlungsverbindlichkeiten erst nach Freigabe der Bundesbank aus eigenen Mittel geleistet werden.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Wechselkursrisiken bestehen aktuell nicht, da ausschließlich Geschäfte in Euro abgerechnet werden.

H. Compliance

Unsere Gesellschaft hat sich außer betriebswirtschaftlichen Anforderungen auch sozialpolitischen und anderen Anforderungen unserer Gesellschaft zu stellen. Wesentliche Bestandteile des Kodex betreffen die Einhaltung ethischer Maßstäbe im Umgang mit Geschäftspartnern und Mitarbeitern gemäß den Konzernvorgaben.

I. Nachtrags- und Prognosebericht sowie besondere Ereignisse im Geschäftsjahr 2024 und daraus resultierende Auswirkungen und Folgen für die Jahre 2025 ff.

Im Jahr 2024 ist in den Bereichen Post- und Logistikdienstleistungen sowie Fulfillment der Umsatz im Vergleich zum Jahr 2023 leicht gesunken. Im Jahr 2024 wurden 926.248 Sendungen versendet. Im Jahr 2025 werden voraussichtlich ca. 200.000 Sendungen versendet. Der Geschäftsverlauf ist rückläufig, es wird mit einem geringen, aber weiterhin positiven Jahresergebnis 2025 gerechnet.

Zum 31.12.2024 betrugen die Netto-Umsatzerlöse T€ 23.436 und das vorläufige Ergebnis zum 31.12.2024 T€ 860. Im Jahr 2025 plant die Geschäftsführung mit einem Nettoumsatz von ca. T€ 4.500 bis 5.000 und einem vorläufigen Ergebnis vor Steuern von ca. T€ 235.

Die wesentlichen Risiken bestehen nach meiner Einschätzung durch zusätzliche Beschränkungen der Aktivitäten des Unternehmens durch die zentrale Stelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) und andere Regierungsbehörden in Deutschland. Weitere Risiken, die die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage nachhaltig beeinflussen könnten, liegen aus Sicht der Geschäftsführung in den zusätzlichen administrativen Einschränkungen durch deutsche Regierungsbehörden gegenüber der RusPost GmbH.

Am 13. August 2024 führte die Zentrale Stelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) eine Durchsuchung der Büro- und Lagerräume der Gesellschaft durch. Grundlage hierfür war der Beschluss des Amtsgerichts vom 26. Juli 2024.

Im Rahmen der Durchsuchung legte die ZfS eine Sicherstellungsanordnung vor, nach der das Finanzvermögen der Gesellschaft (Firmenkonten/Kassenbestand) gemäß § 3 Abs. 1 S. 1 SanktDG sichergestellt wurde. Es wurde verfügt, dass Verfügungen über bestehende Guthaben sowie künftig eingehende Gutschriften auf diesen Konten untersagt sind. Sämtlicher Zahlungsverkehr (Bezahlung von Eingangsrechnungen, Mieten, Gehältern, Steuern und Abgaben) wird von der Bundesbank überprüft und muss einzeln freigegeben werden.

Die Gesellschaft hat Widerspruch gegen die Sicherstellungsanordnung der ZfS eingelegt. Dabei wurde beantragt, dass die Sicherstellungsanordnung der Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung aufgehoben wird.

Die rechtlichen Verfahren sind derzeit anhängig, und bis heute wurde in keinem der Fälle eine abschließende Entscheidung getroffen.

Trotz dieser erheblichen Herausforderungen arbeiten wir kontinuierlich daran, die Interessen unseres Unternehmens und unserer Mitarbeiter bestmöglich zu schützen und eine Lösung herbeizuführen.

Aufgrund der sanktionsbedingt auferlegten Beschränkungen hat die Gesellschafterin aktuell beschlossen die Aktivitäten in Geschäftsbereichen B2C und C2C einzustellen und den damit verbundenen Personalabbau bis zum Ende des Jahres 2025 durchzuführen.

 

Berlin, 10. März 2025

gez. Alexander Kraftsov

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 446.564,58 524.752,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.221,00 46.357,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.221,00 46.357,00
II. Sachanlagen 399.995,00 455.047,00
1. technische Anlagen und Maschinen 248.115,00 277.011,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 151.880,00 178.036,00
III. Finanzanlagen 23.348,58 23.348,58
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.348,58
2. Beteiligungen 0,00 23.348,58
B. Umlaufvermögen 38.897.966,64 35.289.735,43
I. Vorräte 3.501,47 22.058,47
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.500,00 10.157,00
2. geleistete Anzahlungen 1,47 11.901,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.056.019,22 19.072.954,55
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.483.808,34 17.677.466,29
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.051.750,19 319.903,56
3. sonstige Vermögensgegenstände 520.460,69 1.075.584,70
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 28.838.445,95 16.194.722,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.977,61 41.508,97
Aktiva 39.357.508,83 35.855.996,98

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.320.191,09 9.425.222,88
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 75.000,00 75.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 75.000,00 75.000,00
III. Gewinnvortrag 9.325.222,88 8.797.814,47
IV. Jahresüberschuss 894.968,21 527.408,41
B. Rückstellungen 821.057,00 806.963,00
1. Steuerrückstellungen 0,00 51.208,00
2. sonstige Rückstellungen 821.057,00 755.755,00
C. Verbindlichkeiten 28.210.883,74 25.623.811,10
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.789,29 6.996,70
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25.342,69 25.342,69
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.053.989,27 24.645.934,94
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 533.697,23
5. sonstige Verbindlichkeiten 114.762,49 411.839,54
davon aus Steuern 78.475,58 401.894,92
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.241,61 5.074,71
D. Passive latente Steuern 5.377,00
Passiva 39.357.508,83 35.855.996,98

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 36.452.790,33 59.431.427,04
2. sonstige betriebliche Erträge 467.488,35 1.355.749,69
3. Materialaufwand 29.198.543,18 53.307.064,27
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 200.230,19 14.831,01
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 28.998.312,99 53.292.233,26
4. Personalaufwand 3.467.784,77 3.275.706,23
a) Löhne und Gehälter 2.929.063,46 2.773.308,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 538.721,31 502.397,84
5. Abschreibungen 108.344,71 158.361,44
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 108.344,71 158.361,44
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.994.066,13 3.216.143,57
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 130.436,72 3.108,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.053,80 8.704,30
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 385.193,00 296.544,86
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 5.377,00
10. Ergebnis nach Steuern 895.729,81 527.760,06
11. sonstige Steuern 761,60 351,65
12. Jahresüberschuss 894.968,21 527.408,41

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Firma RusPost GmbH mit Sitz in Berlin ist beim Registergericht Charlottenburg unter HRB 164045B registriert.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend der Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Ermittlung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 II HGB gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 I bis III HGB), vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen 3 und 14 Jahren) bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bis zu drei Jahren), bewertet.

Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgten ausschließlich linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Für Rohstoffe werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Lifo-Methode, für Hilfs- und Betriebsstoffe überwiegend nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Aktiva

1.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als integraler Bestandteil des Anhangs beigefügt (Anlagespiegel).

1.2 Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips bei Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet, im Übrigen wurden die Nominalwerte angesetzt. Es wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von € 989.109,04 (Vorjahr € 318.985,62) gebildet. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung (0,75%) in Höhe von € 29.409,37 (Vorjahr € 100.912,82) gebildet.

Forderungen gegenüber Gesellschaftern aus Lieferungen und Leistungen lagen in Höhe von € 4.422.905,47 (Vorjahr € 1.932.495,78) vor. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen lagen in Höhe von € 323.262,16 (Vorjahr € 239.552,48) vor. Weitere Forderungen lagen gegenüber Gesellschafter in Höhe von € 250.562,96 (Vorjahr € 251.564,15) und gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 728.488,03 (Vorjahr € 80.351,08) vor, die auch als sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen werden können.

1.3 Aktive Rechnungsabgrenzung

Die den Folgejahren zuordenbare Beträge wurden periodengerecht abgegrenzt.

2. Passiva

2.1 Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von € 504.683,00 und für Prozesskosten in Höhe von € 250.000,00 sowie Archivierungsaufwendungen von € 3.374,00 enthalten.

Die Rückstellungen für Personalkosten wurden von der Gesellschaft anhand der festgelegten Prämien und Resturlaubstagen unter Berücksichtigung von Sozialversicherungsbeiträgen errechnet.

2.2 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter einem Jahr lagen in Höhe von € 5.799,48 und zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von € 10.989,81 vor.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr lagen aus erhaltenen Anzahlungen in Höhe von € 25.342,69 (Vorjahr € 25.342,69), aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 28.053.989,27 (Vorjahr € 25.179.632,17), davon gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 27.509.359,33 (Vorjahr € 14.396.789,33) vor. Sonstige Verbindlichkeiten lagen in Höhe von € 114.762,49 (Vorjahr € 411.839,54), davon aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 40.389,82 (Vorjahr € 34.521,05) vor.

2.3 Passive latente Steuern

Der kombinierte Effektivertragssteuersatz beträgt 30,175%. Die gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von € 5.377,00 entfallen auf temporäre Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Einzelne Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung lagen sowohl im laufenden Geschäftsjahr als auch im Vorjahr nicht vor.

Erträge aus Währungsumrechnungen lagen in Höhe von € 72.281,02 und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von € 125.546,13 vor.

Von den Gesamtumsätzen in Höhe von T€ 36.453 entfallen auf Drittländer T€ 16.518 und auf die EU-Länder T€ 8.097.

V. Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach meiner Einschätzung durch zusätzliche Beschränkungen der Aktivitäten des Unternehmens durch die zentrale Stelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) und andere Regierungsbehörden in Deutschland. Weitere Risiken, die die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage nachhaltig beeinflussen könnten, liegen aus Sicht der Geschäftsführung in den zusätzlichen administrativen Einschränkungen durch deutsche Regierungsbehörden gegenüber der RusPost GmbH.

Am 13. August 2024 führte die Zentrale Stelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) eine Durchsuchung der Büro- und Lagerräume der Gesellschaft durch. Grundlage hierfür war der Beschluss des Amtsgerichts vom 26. Juli 2024. Im Rahmen der Durchsuchung legte die ZfS eine Sicherstellungsanordnung vor, nach der das Finanzvermögen der Gesellschaft (Firmenkonten/Kassenbestand) gemäß § 3 Abs. 1 S. 1 SanktDG sichergestellt wurde. Es wurde verfügt, dass Verfügungen über bestehende Guthaben sowie künftig eingehende Gutschriften auf diesen Konten untersagt sind. Sämtlicher Zahlungsverkehr (Bezahlung von Eingangsrechnungen, Mieten, Gehältern, Steuern und Abgaben) wird von der Bundesbank überprüft und muss einzeln freigegeben werden. Die Gesellschaft hat Widerspruch gegen die Sicherstellungsanordnung der ZfS eingelegt.

Dabei wurde beantragt, dass die Sicherstellungsanordnung der Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung aufgehoben wird. Die rechtlichen Verfahren sind derzeit anhängig, und bis heute wurde in keinem der Fälle eine abschließende Entscheidung getroffen.

Aufgrund der sanktionsbedingt auferlegten Beschränkungen hat die Gesellschafterin im Jahr 2025 beschlossen die Aktivitäten im Geschäftsbereich B2C und C2C einzustellen und den damit verbundenen deutlichen Personalabbau durchzuführen. Es wird im Jahr 2025 mit einem sehr starken Umsatzrückgang (85%) geplant, wobei gleichzeitig mit einem Kostenrückgang in mindestens gleicher prozentualer Höhe gerechnet wird. Aus diesem Grund ist mit einer Gefährdung der Geschäftstätigkeit und der Liquidität der Gesellschaft durch die Einstellung der einzelnen Geschäftsbereiche nicht zu rechnen.

VI. Schlussangaben

1. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer:

Herr Alexander Kraftsov, Speditionskaufmann (ab 23.09.2024)

Auf die Angabe seiner Bezüge wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Mitarbeiteranzahl

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 61 (Vorjahr 57) Mitarbeiter beschäftigt.

3. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB.

4. Beteiligungsbesitz

Es besteht eine 100%ige Beteiligung an der RP Logistics HK Co. Ltd. mit Sitz in Hongkong. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 1.000 HKD. Zum 31.12.2023 beträgt das Eigenkapital 75.191.851 HKD und das Jahresergebnis 23.237.929 HKD.

5. Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von T€ 18 berechnet, welches vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt.

6. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von € 894.968,21 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 10. März 2025

gez. Alexander Kraftsov

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anlagevermögen Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.810,69 62.810,69 38.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 100.810,69 62.810,69 38.000,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 310.418,56 2.445,00 312.863,56
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 285.022,35 28.307,89 12.523,24 300.807,00
Summe Sachanlagen 595.440,91 30.752,89 12.523,24 613.670,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 23.348,58 23.348,58
2. Beteiligungen 23.348,58 23.348,58- 0,00
Summe Finanzanlagen 23.348,58 0,00 23.348,58
Summe Anlagevermögen 719.600,18 30.752,89 75.333,93 675.019,14
Anlagevermögen kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.453,69 23.136,00 62.810,69 14.779,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 54.453,69 23.136,00 62.810,69 14.779,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 33.407,56 31.341,00 64.748,56
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.986,35 53.867,71 11.927,06 148.927,00
Summe Sachanlagen 140.393,91 85.208,71 11.927,06 213.675,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 194.847,60 108.344,71 74.737,75 228.454,56
Anlagevermögen Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.221,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 23.221,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 248.115,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 151.880,00
Summe Sachanlagen 399.995,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.348,58
2. Beteiligungen 0,00
Summe Finanzanlagen 23.348,58
Summe Anlagevermögen 446.564,58

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.09.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

RusPost GmbH, Berlin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RusPost GmbH, Berlin Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der RusPost GmbH, Berlin, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RusPost GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und des Lageberichts zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart,den 10. März 2025

KMS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ppa. Karsten Dumann, Wirtschaftsprüfer

gez. Philipp Lupp, Wirtschaftsprüfer

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