Karl Pollmann GmbHLiquidated

Graf-Galen-Straße 35, 59269 Beckum, DEU

Master Data

Registry
Register court Münster HRB 7579
Registered
4/30/1981
Industry
Activities of holding companiesSpecialised construction activities in civil engineeringConstruction of roads and motorways
Purpose
Gegenstand der Gesellschaft sind Tief- und Strassenbauarbeiten sowie alle Geschäfte, die mit dem Baugewerbe in Zusammenhang stehen. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an gleichen oder ähnlichen Unternehmen zu beteiligen sowie Zweigniederlassungen zu gründen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Alfred Tonder
since 7/30/2015
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Karl Pollmann GmbH & Co. KG
100.00%

Shareholders
Beta

1 shareholder

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
Karl Pollmann GmbH & Co. KG
Germany
DEM 200,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Karl Pollmann GmbH

Beckum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Karl Pollmann GmbH, Beckum

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 1,00
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 22.126,30 20.388,66
22.276,30 20.538,66
22.277,30 20.539,66
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 118.146,20 101.516,41
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 27.368.412,00 26.771.002,00
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -27.486.558,20 -25.644.304,75
0,00 1.228.213,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.410.311,98 6.724.016,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 339.904,47 20.646,32
3. sonstige Vermögensgegenstände 299.420,21 144.892,18
8.049.636,66 6.889.554,61
Hl, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.095.511,67 2.772.199,94
10.145.148,33 10.889.968,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.037,00 18.248,50
10.178.462,63 10.928.756,37

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Kapitalrücklage 3.050.000,00 3.150.000,00
III. Verlustvortrag -49.441,06 -766.863,10
IV. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -585.558,13 717.422,04
B. Rückstellungen 2.517.259,19 3.202.817,32
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.928.004,00 1.866.279,00
2. sonstige Rückstellungen 1.395.212,11 1.920.609,04
3.323.216,11 3.786.888,04
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 437.514,09 0,00
2, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.403.298,23 2.882.341,24
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahn EUR 2.403.298,23 (Vorjahr: EUR 2.882.341,24)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.293,54 49.187,18
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 14.293,54 (Vorjahr: EUR 49.187,18)
- davon gegenüber Gesellschafter: EUR 0,00 (Vorjahr EUR 46.669,25)
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.482.881,47 1.007.522,59
- davon aus Steuern: EUR 1.138.752,34 (Vorjahr: EUR 656.446,80)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 61.261,66 (Vorjahr EUR 80.205,27)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.482.881,47 (Vorjahr: EUR 1.007.522,59)
4.337.987,33 3.939.051,01
10.178.462,63 10.928.756,37

Gewinn- und Verlustrechnung 2021

Karl Pollmann GmbH, Beckum

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 28.610.243,74 41.502.319,36
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 597.410,00 203.725,00
3. sonstige betriebliche Erträge 1.462.504,60 460.644,66
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -7.919.848,14 -11.583.379,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.772.872,27 -16.103.881,55
-19.692.720,41 -27.687.261,39
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.665.127,46 -5.946.758,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.795.093,71 -3.033.333,62
- davon für Altersversorgung: EUR 98.363,81 (Vorjahr: EUR 157.329,61)
-8.460.221,17 -8.980.092,33
6. Abschreibungen auf Sachanlagen -7.059,09 -13.457,66
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.037.962,74 -4.697.327,13
8. Erträge aus Genossenschaftsanteilen 2,21 0,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.527,32 26,01
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -44.799,00 -49.214,00
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 44.799,00 (Vorjahr: EUR 49.214,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 304,21 48,54
12. Ergebnis nach Steuern -563.770,33 739.411,06
13. sonstige Steuern -21.787,80 -21.989,02
14. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -585.558,13 717.422,04

Anhang 2021

Karl Pollmann GmbH, Beckum

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma der Gesellschaft lautet Karl Pollmann GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Münster unter HRB B 7579 eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist Beckum. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs-/Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden auf Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Genossenschaftsanteile sind mit ihren Anschaffungskosten, die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen mit den versicherungsmathematisch ermittelten Aktivwerten angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind mit ihren Herstellungskosten inklusive der Verwaltungsgemeinkosten berücksichtigt. Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der Projected Unit Credit (PUC) Methode gebildet. Gemäß Regelung im § 253 Abs. 2 S. 1 HGB wurde der zum Bilanzstichtag von der deutschen Bundesbank vorliegende Rechnungszins über 10 Jahre mit 20 Jahren Laufzeit in Höhe von 2,01 % angesetzt (Vorjahr: 2,44 %). Der Gehaltstrend p.a. wird mit unverändert 0,0 %, der Rententrend, p.a; wird mit unverändert 2,0 % angenommen. Der Gesamtbetrag der Unterdeckung der Pensionsrückstellung gern. Art. 67 Abs. 1 EGHGB, der sich aufgrund der geänderten Bewertung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergibt, beläuft sich auf TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 18). Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 213). Der Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt (§ 253 Abs. 6 HGB).

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen werden in die Bewertung einbezogen.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist im Anlagenspiegel der Karl Pollmann GmbH (Anlage 3a) dargestellt.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TDM 200 (umgerechnet TEUR 102). Für die Ausschüttung sind TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 213) gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorwiegend Gewährleistungsverpflichtungen, Personalverpflichtungen und Abrechnungskosten für bereits fertiggestellte Baustellen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen TEUR 4 die ratierliche Zuführung des Unterschiedsbetrags aufgrund der geänderten Bewertung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz.

V. Sonstige Angaben

Im Jahr 2021 waren durchschnittlich 131 Arbeitnehmer und sechs Auszubildende beschäftigt. Die Arbeitnehmerzahl setzt sich wie folgt zusammen: 32 kaufmännische und technische Mitarbeiter sowie 99 gewerbliche Mitarbeiter.

Der Geschäftsführung gehört an: Dipl.-Ing. Alfred Tonder, Hamm.

Dem Beirat gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 an:

Dipl.-Kfm. Michael Heck, Rechtsanwalt, Vorsitzender,

Hans Dieter Oesterwinter, Rechtsanwalt und Notar a.D., stellvertretender Vorsitzender,

Hans-Georg Raschka und

Jörg Austermann, Rechtsanwalt und Notar.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Beiratsvergütungen TEUR 73.

Aus mehrjährigen Wartungs- und Mietverpflichtungen bestehen bei der Karl Pollmann GmbH p.a. Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.521.

Die Karl Pollmann GmbH, Beckum, wird in den Konzernabschluss der Karl Pollmann GmbH & Co. KG, Beckum, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

VI. Nachtragsbericht

Am 24. Februar 2022 begann der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Aufgrund dieses Ereignisses haben sich die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und im Euro-Raum drastisch verschlechtert. Steigende Energie- und Materialpreise sowie gestörte Lieferketten erschweren das aktuelle Baugeschehen besonders. Für viele Baumaterialien gibt es nur noch tagesaktuelle Preise, wodurch seriöse Kalkulation von Angeboten nur schwer möglich ist. Dem versucht das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen durch Bundeserlasse entgegenzuwirken. Bei Ausschreibungen des Bundes sollen für bestimmte Produktgruppen Stoff-Preis-Gleitklauseln vereinbart werden. Für laufende Bauvorhaben wird diese Vereinbarung separat geprüft und im Einzelfall entschieden.

Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen im Prognose-, Chancen- und Risikobericht im Lagebericht.

 

Beckum, den 13. Dezember 2022

Karl Pollmann GmbH

gez. Alfred Tonder

Entwicklung des Anlagevermögens

Karl Pollmann GmbH, Beckum

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 7.060,09 7.060,09 1,00
1,00 7.060,09 7.060,09 1,00
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 150,00 0,00 0,00 150,00
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 20.388,66 1.737,64 0,00 22.126,30
20.538,66 1.737,64 0,00 22.276,30
20.539,66 8.797,73 7.060,09 22.277,30
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 7.059,09 7.059,09 0,00
0,00 7.059,09 7.059,09 0,00
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 7.059,09 7.059,09 0,00
NETTOBUCHWERTE
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 1,00
1,00 1,00
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 22.126,30 20.388,66
22.276,30 20.538,66
22.277,30 20.539,66

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Karl Pollmann GmbH, ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Beckum, bietet Dienstleistungen in den Bereichen Kanal-, Tief- und Straßenbau an sowie alle Geschäfte, die mit dem Baugewerbe im Zusammenhang stehen. Das relevante Einzugsgebiet erstreckt sich gegenwärtig vom westlichen Ruhrgebiet über das Münsterland nach Ostwestfalen bis ins Sauerland.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die baugewerblichen Spitzenverbände hatten für das Jahr 2021 nur mit einer verhaltenen Dynamik bei der Bauproduktion gerechnet. Man ging davon aus, dass es durch die Corona-Pandemie weiterhin Lockdowns und Kurzarbeit geben würde, was sich auf die Umsatzentwicklung auswirken würde. Diese gedämpfte Prognose hat sich im Jahresverlauf bestätigt. Das Umsatzplus für das Bauhauptgewerbe liegt bei nominal 0,5 %, was zu einem Gesamtumsatz von 143,5 Mrd. Euro geführt hat. Im Vorjahr betrug der Gesamtumsatz 143 Mrd. Euro.

Trotz einer insgesamt gestiegenen Nachfrage nach Bauleistungen konnte der Umsatz in 2021 nicht wesentlich gesteigert werden, da die ab dem Frühjahr aufgetretene Materialknappheit bei Bauholz, Baustahl, sowie Kunststoffprodukten zu großen Lieferschwierigkeiten geführt hat. Diese Lieferschwierigkeiten haben weltweit zu Problemen in der Produktion und Logistik geführt. Dadurch sind die Materialpreise bei diesen knappen Gütern stark angestiegen. Außerdem hat die Verknappung dazu geführt, dass die Unternehmen ihre guten Auftragsbestände nicht abgearbeitet bekommen haben. Die Preissteigerungen bei Bauholz betragen +92 %, bei Betonstahl +68 %, bei Bitumen +46 % und bei Kunststoffen +30 % gegenüber dem Preisniveau des Vorjahres.

Bei laufenden Verträgen konnten diese starken Preiserhöhungen nicht an die Kunden weiterberechnet werden. Bei neuen Aufträgen gelingt es inzwischen zunehmend, den Druck auf der Einkaufsseite über höhere Baupreise an den Markt weiterzugeben.

Die Baukonjunktur wurde in 2021 im Wesentlichen durch den Wohnungsbau und den Wirtschaftsbau gestützt. Laut Statistischem Bundesamt nahmen die Umsätze im Wohnungsbau um 2 % (nominal) auf etwa 55,4 Mrd. Euro zu. Es wurden etwa 310.000 Wohnungen fertiggestellt. Die Auftragseingänge haben das Vorjahresniveau gehalten.

Der Wirtschaftsbau erreichte mit 50,3 Mrd. Euro ein Plus von 1 % nominal gegenüber dem Vorjahr. Anders als nach dem Trend zu Homeoffice zu vermuten war, hat die Nachfrage nach Bürogebäuden wieder angezogen. Bei den Fabrikgebäuden war die Nachfrage weiterhin gedämpft.

Der Umsatz im öffentlichen Bau ist nominal um 3 % eingebrochen. Es wurde nur noch ein Umsatz von 37,8 Mrd. Euro erreicht. Dabei wurden im Tiefbau 29,8 Mrd. Euro (-3 %) und im Hochbau 8 Mrd. Euro (-2,5 %) umgesetzt.

Die bauwirtschaftliche Umsatzentwicklung lag in Nordrhein-Westfalen, dem Kernmarkt der Karl Pollmann GmbH, mit +3,0 % über dem Bundesdurchschnitt. Der Auftragseingang lag mit +7 % deutlich über dem Niveau des Vorjahres, so dass sich die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen wieder als wichtige Konjunkturstütze erwiesen hat. Diese Steigerung konnte trotz erschwerter Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie und den Lieferengpässen bei verschiedenen Baustoffen erzielt werden. Dabei haben sich die einzelnen Sparten jedoch sehr heterogen entwickelt. Während der Auftragseingang im Wohnungsbau mit einem Minus von 2,4 % nach einem starken Vorjahr abgeschlossen hat, haben sich der öffentliche Hochbau mit einem Plus von 11,5 % sowie der Straßenbau mit einem Plus von 11,3 % von den starken coronabedingten Einbrüchen des Vorjahres wieder erholt.

Die Baupreise sind in 2021 auf Grund der Preissteigerungen auf der Einkaufsseite nach dem Rückgang in 2020 wieder angestiegen; bei Wohngebäuden (Rohbau) von -0,9 % in 2020 auf +14,4 % in 2021 sowie im Straßenbau von -0,7 % in 2020 auf +10,0 % in 2021. Diese Rahmenbedingungen haben sich auch auf den Geschäftsverlauf der Karl Pollmann GmbH ausgewirkt.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsführung hatte schon bei der Festlegung der Jahresziele für die Gesamtleistung und das Unternehmensergebnis im Blick, dass die guten Zahlen des vorherigen Geschäftsjahres nicht erreicht werden konnten. Der Jahresstart mit starkem Schneefall Ende Februar und längeren Frostperioden sowie der schleppende Baubeginn bei neuen Objekten haben dazu geführt, dass das Unternehmen bis in das zweite Quartal hinein Kurzarbeit angemeldet hatte. Auch die Lieferschwierigkeiten und Materialpreissteigerungen bei Bauholz, Betonstahl und Kunststoffprodukten haben zu Störungen und zu Verzögerungen bei den Bauprojekten geführt.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden von der Karl Pollmann GmbH der Auftragsbestand, die Entwicklung der halbfertigen Arbeiten sowie das Jahresergebnis herangezogen. Der Auftragsbestand ist ein Indikator für die Auslastung der Gesellschaft im Geschäftsjahr und für die zu erzielende Gesamtleistung. Die Auftragseingänge lagen im Berichtsjahr bei 29,8 Mio. Euro. Die Ausschreibungstätigkeit der öffentlichen Gebietskörperschaften hat sich trotz Corona und Homeoffice nach dem starken Einbruch in 2020 wieder stabilisiert. Der Auftragsbestand zum Jahresende liegt bei 24,7 Mio. Euro (Vorjahr: 17,8 Mio. Euro). Das Geschäftsjahr 2021 konnte mit einer erzielten Gesamtleistung von 29,2 Mio. Euro abschließen. Die Umsatzerlöse in Höhe von 28,6 Mio. Euro weisen gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 31,1 % aus. Der Bestand an halbfertigen Arbeiten hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. Euro erhöht. Auch die erhaltenen Anzahlungen haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Start in das Geschäftsjahr ist witterungsbedingt und durch Verzögerungen auf den Baustellen nur sehr schleppend erfolgt. Erst im zweiten Halbjahr konnte ohne Unterbrechung bei Vollauslastung aller Kapazitäten gearbeitet werden.

Der Gesamtleistung von 29,2 Mio. Euro stand ein Materialaufwand von 19,7 Mio. Euro gegenüber, wovon 7,9 Mio. Euro auf die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und 11,8 Mio. Euro auf die Aufwendungen für bezogene Leistungen entfielen. Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 8,5 Mio. Euro und lagen damit unter dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr mit 3,04 Mio.. Euro deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Verlust in Höhe von 586 TEuro ab. Dieser Verlust ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass auf Grund des Imparitätsprinzips die positiven Ergebnisse aus den halbfertigen Baustellen nicht berücksichtigt werden dürfen. Die positiven Effekte dieser Baustellen werden erst in den Bilanzen der Jahre 2022 und 2023 zum Tragen kommen und dann zu einem positiven Gesamtergebnis führen.

Die Bilanzsumme hat sich um 0,7 Mio. Euro von 10,9 Mio. Euro auf 10,2 Mio. Euro verringert.

Die Gesellschaft besitzt nahezu kein Anlagevermögen, sondern deckt ihren Bedarf an Baugeräten und Baumaschinen vollständig bei der Besitzgesellschaft, der Karl Pollmann GmbH & Co. KG, ab. Werden für einzelne Baustellen temporär Spezialgeräte oder Spezialausrüstungen benötigt, erfolgt die Anmietung über den Markt. Gleiches gilt für die Abdeckung von temporären Bedarfsspitzen. Mit den Vermietern und Baumaschinenhändlern sind Rahmenverträge abgeschlossen. Die Karl Pollmann GmbH weist im Umlaufvermögen - nach Abzug der erhaltenen Anzahlungen - Vorräte in Höhe von 0 Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) aus. Die Höhe der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beläuft sich auf 8,0 Mio. Euro und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 16,8 % erhöht. Zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt. Die ausgewiesenen Forderungen werden als werthaltig angesehen. Die liquiden Mittel in Form von Bankguthaben und Kassenbestand beliefen sich am Jahresende auf 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro). Das Unternehmen ist jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen innerhalb der Skontofristen zu erfüllen.

Das Eigenkapital weist im Berichtsjahr einen Wert von 2,5 Mio. Euro aus und hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Eigenkapitalquote beträgt 24,73 %. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr auf 2,4 Mio. Euro verringert. Die Gesamtverbindlichkeiten sind hingegen auf 4,3 Mio. Euro angestiegen.

4. Personal

Die Qualität der Mitarbeiter ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Trotz der Zunahme an maschineller Unterstützung auf den Baustellen sind die Arbeiten im Straßen-, Kanal- und Ingenieurbau weiterhin sehr personalintensiv. Der zunehmende Einzug der Digitalisierung in den Baumaschinen und im Baustellenalltag stellt die Mitarbeiter darüber hinaus vor weitere Herausforderungen. Mit individuellen Schulungen und Weiterbildungen wird das Qualitätsniveau und die soziale Kompetenz der Mitarbeiter kontinuierlich verbessert. Ziel ist es, jeden Mitarbeiter für die Position zu entwickeln, in der er seine Fähigkeiten und Vorstellungen bestmöglich einbringen kann. Wegen der mit dem Coronavirus verbundenen Kontaktbeschränkungen und Lockdowns konnten die Schulungen nicht im geplanten Umfang als Präsenzveranstaltung stattfinden. Stattdessen wurden Onlineschulungen durchgeführt oder die Mitarbeiter in Kleingruppen unter Beachtung der geltenden Corona-Schutzverordnungen individuell geschult. Fluktuation war im abgeschlossenen Geschäftsjahr weiterhin kaum zu verzeichnen. Freiwerdende Stellen im gewerblichen Bereich und in der Verwaltung konnten ohne nennenswerte Verzögerungen wiederbesetzt werden. Das Personal wurde gezielt verstärkt.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sieht die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland weiterhin gedämpft. Die Experten erwarten für das Jahr 2022 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um höchstens 1,8 %. Diese Einschätzung wird auch von den Vertretern der beiden Bauverbände geteilt. Für das Baugewerbe erwarten sie konkret einen realen Zuwachs von 1,5 %, da die auf Grund der hohen Auftragsbestände zu erwartenden Umsatzsteigerungen durch die veranschlagten Preisentwicklungen für Bauleistungen wieder zu großen Teilen kompensiert werden.

Der Wohnungsneubau ist auch in den Zeiten der Corona-Pandemie der Stützpfeiler der Baukonjunktur geblieben. Die Verbände erwarten für 2022 ein Wachstum von nominal 7 %, da die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ungebrochen vorhanden ist. Auch für den Wirtschaftsbau wird ein erfreuliches Wachstum von rund 6 % nominal prognostiziert.

Säulen des Wachstums werden die weiterhin steigende Nachfrage nach Lagerflächen für den Onlinehandel sowie der wieder angestiegene Bedarf an Bürogebäuden sein. Auch der Wirtschaftstiefbau, bei dem die Deutsche Bahn als wichtigster Auftraggeber die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene durch Investitionen in das Schienennetz vorantreibt, trägt zu dieser positiven Entwicklung bei. Beim öffentlichen Bau stehen die Investitionen in die Infrastruktur weiterhin im Fokus. Zwar wird der Verkehrsetat des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr um gut 5 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr geringer ausfallen, doch stehen weiterhin 36,1 Mrd. Euro für Investitionen in das Fernstraßen-, Schienen- und Wassernetz zur Verfügung. Auch die kommunalen Spitzenverbände erwarten einen Rückgang der Bautätigkeit, wodurch sich der Investitionsstau bei den Kommunen wieder verfestigen wird.

In Nordrhein-Westfalen stehen dem Verkehrsminister in seinem Gesamtetat für 2022 insgesamt 3,387 Mrd. Euro zur Verfügung. Damit wurde der Etat gegenüber dem Vorjahr noch leicht aufgestockt, so dass die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur auf Rekordniveau bleiben. Für den Landesbetrieb Straßenbau sind dabei rund 754 Mio. Euro vorgesehen, die in den Straßen- und Brückenbau investiert werden sollen. Für Straßenverkehr und kummunalen Straßenbau stehen rund 148 Mio. Euro zur Verfügung.

Trotz dieser insgesamt positiven Rahmenbedingungen für Nordrhein-Westfalen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen, ob es durch die weiterhin vorhandene Corona-Pandemie und die immer noch vorhandenen Engpässe bei verschiedenen Baumaterialien und steigenden Materialpreisen noch zu gravierenden Einschränkungen für die Baubetriebe kommen kann. Die Geschäftsleitung geht jedoch davon aus, dass trotz dieser herrschenden Unsicherheit in 2022 eine Bauleistung von 35 Mio. Euro und ein positives Ergebnis von 500 TEuro erzielt werden kann. Dabei handelt es sich aber um ambitionierte Ziele, deren Umsetzung nur mit großem Einsatz aller Mitarbeiter im Unternehmen erreicht werden kann.

Das Risikomanagement ist eine permanente und nachhaltige Aufgabe der Führungsebene der Karl Pollmann GmbH. Zur Risikoerkennung werden laufend die relevanten Märkte beobachtet und Indikatoren aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Umfeld analysiert und interpretiert. Ziel ist es, alle Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere auf den Umsatz und das Ergebnis, auswirken können. Durch die kontinuierliche Verbesserung der Prozess-Kenntnisse erhöht sich das Risikobewusstsein auf allen Unternehmensebenen kontinuierlich.

Die Geschäftsentwicklung der Karl Pollmann GmbH wird in hohem Maße durch die Investitionen der öffentlichen Gebietskörperschaften in die Infrastruktur beeinflusst. Der aufgelaufene Investitionsstau bei Straßen und Brücken wird in der Öffentlichkeit verstärkt wahrgenommen, da über die damit verbundenen Verkehrsbelastungen der Umleitungsstrecken zum Beispiel bei der Rheinbrücke in Leverkusen und bei der Rahmede-Talbrücke in Lüdenscheid täglich in den Staunachrichten berichtet wird. Durch die Investitionsoffensive im Bereich der Bundesfernstraßen und die Erhöhung der Landesmittel erfolgt eine Verstetigung der öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur, wodurch der Investitionsstau mittelfristig abgebaut werden kann.

Die Gesellschaft ist über die Verkehrswegeplanung des Bundes und den Verkehrshaushalt des Landes informiert. Informationen über Anpassungen der öffentlichen Ausgaben werden über die Verbände so rechtzeitig kommuniziert, dass die Geschäftsleitung mit dem nötigen zeitlichen Vorlauf gegensteuern kann. Während auf Bundes- und Landesebene trotz der Corona-Pandemie die Haushaltslage auf Grund der Nachtragshaushalte weiterhin solide ist, ist die Lage der Kommunalhaushalte weiterhin sehr angespannt.

Die bestehenden Kontakte zu den als Generalübernehmer tätigen Baukonzernen werden genutzt, um das Auftragsportfolio abzurunden. Dabei sind besonders die Baumaßnahmen im Wirtschaftsbau interessant, bei denen im Vorfeld die Baufelder erschlossen werden müssen. Auf Grund der heterogenen Kundenstruktur gibt es keine Konzentrationsrisiken in der Forderungsstruktur, so dass das Absatzmarktrisiko überschaubar ist.

Nachunternehmerleistungen und Baustofflieferanten sind im relevanten Einzugsgebiet der Karl Pollmann GmbH in ausreichender Anzahl vorhanden. Auf den Beschaffungsmärkten herrscht überwiegend eine gesunde Wettbewerbssituation, so dass für die Baustellen ausreichend Beschaffungsalternativen vorhanden sind. Durch permanente Marktbeobachtung kann auf Veränderungen bei den Beschaffungspreisen kurzfristig reagiert werden. Durch starke Logistikpartner wird sichergestellt, dass die Anlieferung von Schüttgütern und die Entsorgung von Bodenmassen und Abbruchmaterialien auf den Baustellen reibungslos von statten geht. Abhängigkeiten bei der Beschaffung bestehen trotz langjähriger Geschäftsbedingungen zu einzelnen Lieferanten nicht, da die Leistungen jederzeit bei anderen Anbietern gedeckt werden können.

Um die Vertrags- und Projektrisiken durch das operative Geschäft so weit wie möglich zu minimieren, erfolgt bereits in der Angebotsphase eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem zu kalkulierenden Projekt. Nach Anforderung der Ausschreibungsunterlagen durch die Kalkulationsabteilung erfolgt eine ausführliche Sichtung der Unterlagen, an die sich eine Chancen- und Risikobewertung des Projekts anschließt. Auf Basis dieser Einschätzung wird nur dann mit der Kalkulation des Bauvorhabens begonnen, wenn eine realistische Auftragschance besteht. Bel der Ermittlung des Angebotspreises arbeiten die Kalkulationsabteilung und die Einkaufsabteilung sehr eng zusammen, um kostenintensive Nachunternehmer- und Materialpositionen durch tagesaktuelle Angebote preislich abzusichern. Zur Sicherstellung der gewählten Leistungsansätze für die auszuführenden Eigenleistungen bekommt die Kalkulationsabteilung regelmäßig ein Feedback von dem technischen Führungspersonal. Vertragliche Risiken spielen bei öffentlichen Auftraggebern wegen der Anwendung von VOB-Standardverträgen nur eine untergeordnete Rolle. Bei Projekten mit privaten Auftraggebern, bei denen die VOB nicht als Ganzes Vertragsbestandteil wird, werden die vertraglichen und finanziellen Risiken detailliert geprüft und strittige Positionen mit dem potentiellen Auftraggeber im Vorfeld geklärt. Im Auftragsfall erfolgt eine Übergabe des Projekts im Rahmen eines Baustellenstartgesprächs von der Kalkulationsabteilung an alle am Projekt beteiligten Mitarbeiter. In diesem Gespräch werden alle Vorüberlegungen sowie die bewerteten Chancen und Risiken den Projektbeteiligten aufgezeigt.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend, so dass keine Engpässe zu erwarten sind. Die Karl Pollmann GmbH finanziert sich selbständig aus dem Cashflow der laufenden Baustellen. Durch die Art der Aufträge und die damit verbundene Kundenzusammensetzung sind die öffentlichen Auftraggeber deutlich in der Überzahl. Bei dieser Struktur sind finanzielle Risiken durch insolvenzbedingte Forderungsausfälle kaum vorhanden. Mit einem funktionierenden Mahnwesen wird bei auftretenden Zahlungsverzögerungen offensiv auf die säumigen Zahler zugegangen.

Sollten private Neukunden akquiriert werden, ist es vorgesehen, dass bereits in der Angebotsphase Bonitätsauskünfte eingeholt werden. Dadurch sollen mögliche finanzielle Risiken besser beurteilt und eingepreist werden können. Sollte die Bonitätsauskunft zu keinem befriedigenden Ergebnis führen, wird versucht, eine Anzahlung oder eine Sicherheit für die Werklohnforderung vertraglich zu vereinbaren. Darüber hinaus besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Sicherheit nach §§ 650 f. BGB zu verlangen.

Die starke Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal ist auf Grund der guten konjunkturellen Lage in der Bauindustrie weiterhin ungebrochen. Gleichzeitig sinkt die Anzahl der verfügbaren Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt seit Jahren. Daher ist es wichtig, dass der vorhandene Mitarbeiterstamm eine emotionale Bindung mit dem Unternehmen aufbaut und sich mit ihm und seinen Zielen identifiziert. Um das Qualitätsniveau der Mitarbeiter auf dem jetzigen hohen Level zu halten, werden jährlich verschiedene Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu unterschiedlichen Themenbereichen durchgeführt. Um der drohenden Facharbeiterlücke in Zukunft entgegenzuwirken, rückt die kontinuierliche Ausbildung im gewerblichen Bereich verstärkt in den Fokus der Bemühungen. Dabei ist zu beobachten, dass das Baugewerbe trotz seiner auch in der Coronakrise sicheren Arbeitsplätze im Wettbewerb um die Jugendlichen immer mehr an Attraktivität verliert. Es wird ein enger Kontakt zu ausgesuchten Hochschulen in der Region gepflegt, um Studierende und Absolventen für einen beruflichen Einstieg bei der Karl Pollmann GmbH zu begeistern.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr hat die Geschäftsleitung der Karl Pollmann GmbH keine Einzelrisiken festgestellt, die alleine oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft hätten gefährden können. Es existieren aber immer Projekte, die sich auf Grund ihrer Komplexität und ihres Volumens verstärkt im Fokus der Geschäftsleitung befinden.

 

Beckum, den 13. Dezember 2022

Karl Pollmann GmbH

gez. Alfred Tonder

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Karl Pollmann GmbH, Beckum

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Karl Pollmann GmbH, Beckum, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karl Pollmann GmbH, Beckum, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in alten wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Osnabrück, den 22. Dezember 2022

Dr. Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Voß, Wirtschaftsprüfer

Dr. Joswig, Wirtschaftsprüfer

A. RECHTLICHE VERHÄLTNISSE

I. Handelsregister und Gesellschaftsvertrag

Die Firma der Gesellschaft lautet Karl Pollmann GmbH. Sie ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Münster unter HR B 7579. Die Eintragung ist am 30. April 1981 erfolgt.

Sitz der Gesellschaft ist Beckum. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort.

Geschäftsanschrift: Graf-Galen-Straße 35/37
59269 Beckum

Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 30. Dezember 1980 zuletzt geändert am 13. Juni 1995.

Gegenstand des Unternehmens sind Tief- und Straßenbauarbeiten sowie alle Geschäfte, die mit dem Baugewerbe in Zusammenhang stehen. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an gleichen oder ähnlichen Unternehmen zu beteiligen sowie Zweigniederlassungen zu errichten.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

II. Stammkapital, Beteiligungsverhältnisse

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt (umgerechnet) EUR 102.258,38. Sämtliche Anteile werden von der Karl Pollmann GmbH & Co. KG gehalten. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt.

III. Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis

Als Geschäftsführer ist bestellt:

Dipl.-Ing. Alfred Tonder, Hamm

Prokura ist erteilt an:

Frank Bastian, Bochum,

Margot Becker-Pollmann, Beckum,

Thomas Michael Rickel, Gelsenkirchen.

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

IV. Beirat

Dem Beirat gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 an:

Dipl.-Kfm. Michael Heck, Rechtsanwalt, Vorsitzender,

Hans Dieter Oesterwinter, Rechtsanwalt und Notar a.D., stellvertretender Vorsitzender,

Hans-Georg Raschka,

Jörg Austermann, Rechtsanwalt und Notar.

V. Gesellschafterversammlung

Auf der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 14. Dezember 2021 wurden die folgenden Beschlüsse gefasst:

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020

Der Jahresüberschuss wird i. H. v. 717.422,04 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2020

Entlastung des Beirates für das Geschäftsjahr 2020

Wahl von Dr. Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH, Osnabrück, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021

Ausschüttung von TEUR 100 aus der Kapitalrücklage

VI. Verbundene Unternehmen und Beteiligungen

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Karl Pollmann GmbH & Co. KG. Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 14 HGB im Anhang weisen wir hin.

B. STEUERLICHE VERHÄLTNISSE

Die Gesellschaft wird beim Finanzamt Beckum unter der Steuernummer 304/5985/1215 geführt.

Bei der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr eine steuerliche Außenprüfung durchgeführt, die die Veranlagungszeiträume von 2016 bis 2018 erfasst. Die Prüfung war bis zum Ende unserer Tätigkeit noch nicht abgeschlossen.

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