Master Data

Registry
Register court Stuttgart HRB 765502
Registered
12/18/2013
Industry
Manufacture of irradiation, electromedical and electrotherapeutic equipmentManufacture of orthopaedic appliancesManufacture of multiple use industrial robots
Purpose
Weltweit innovative und gewinnträchtige Produkte im Bereich der Medizinprodukte zu identifizieren, um diese Produkte in Eigenfertigung herzustellen, aufzubauen und in den Markt zu bringen. Die Gesellschaft ist auf die Fertigung von Wirbelsäulenimplantatsysteme mit hoher Qualität spezialisiert. Ergänzend hierzu wird nach marktfähiger Handelsware der Medizintechnik gesucht, um diese in das Produktportfolio der Gesellschaft zu integrieren. Des Weiteren ist die Gesellschaft darauf ausgerichtet, fertig entwickelte Ware, die den europäischen Standard bereits erfüllt, aber noch keine diesbezügliche Zulassung besitzt, für den europäischen Markt als CE gekennzeichnetes Produkt zuzulassen und anschließend zu vermarkten.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Maxine (Linlin) Wang
since 6/21/2018
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (2)

NameOwnership
Naton Holdings Netherlands B.V.NLD
80.00%
Naton International Group Co. Limited
20.00%

Shareholders

2 shareholders

GmbH structure

Naton Holdings Netherlands B.V.
Netherlands
€20,000
80.00%
Naton International Group Co. Limited
VGB
€5,000
20.00%

Holdings

NameOwnership
100.00%
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Bricon GmbH

Wurmlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Geschäftstätigkeit der Bricon GmbH umfasst die Identifikation weltweit innovativer und gewinnträchtiger Produkte im Bereich der Medizinprodukte, um diese Produkte in Eigenfertigung herzustellen, aufzubauen und in den Markt zu bringen. Die Gesellschaft ist auf die Fertigung von Wirbelsäulenimplantatsystemen mit hoher Qualität spezialisiert. Ergänzend hierzu wird nach marktfähiger Handelsware der Medizintechnik gesucht, um diese in das Produktportfolio der Gesellschaft zu integrieren. Dies Weiteren ist die Gesellschaft darauf ausgerichtet, fertig entwickelte Ware, die den europäischen Standard bereits erfüllt, aber noch keine diesbezügliche Zulassung besitzt, für den europäischen Markt als CE-gekennzeichnetes Produkt zuzulassen und anschließend zu vermarkten.

2. Forschung und Entwicklung

Die F&E-Aufwendungen beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 690. Dies entspricht 3,2 % unseres Umsatzes. Schwerpunkte lagen auf der Weiterentwicklung bestehender Produktgruppen, Aufgaben im Zuge der MDR (Medical Device Regulation) Zulassung sowie die Prüfung neuer Projekte. Entwicklungskosten wurden im Jahr 2023 nicht aktiviert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin von einer Vielzahl herausfordernder Rahmenbedingungen geprägt. Neben den anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere infolge des Ukraine-Konflikts und dessen Auswirkungen auf Energiepreise und Lieferketten, belasteten hohe Inflationsraten und ein spürbarer Rückgang der industriellen Nachfrage die konjunkturelle Entwicklung.

Laut dem Statistischen Bundesamt verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 %. Wesentliche Bremseffekte gingen dabei von der Industrieproduktion aus, die insbesondere unter Investitionszurückhaltung im Maschinenbau, hohen Produktionskosten und einer schwächeren Exportnachfrage litt. Hinzu kamen steigende Kosten für Rohstoffe und Energie sowie eine angespannte Lage auf dem Fachkräftemarkt, die sich ebenfalls negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirkten.

Im Gegensatz dazu zeigte sich die Medizintechnikbranche deutlich stabiler und konjunkturunabhängiger. Getrieben von demografischen Entwicklungen, einem steigenden Bedarf an Gesundheitsleistungen sowie einem zunehmenden Einsatz von Hightech-Komponenten, verzeichnete der deutsche Medizintechnikmarkt ein kontinuierliches Wachstum. Nach Angaben des Industrieverbandes Spectaris lag das Umsatzwachstum der Branche im Jahr 2023 bei rund 5 % (Spectaris, 2024). Vor allem Unternehmen, die zertifizierte Komponenten für medizintechnische Geräte in hoher Präzision und Zuverlässigkeit liefern, profitierten von dieser Entwicklung

2. Geschäftsverlauf

a. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Entwicklung der Auftragseingänge und Umsatzerlöse war insgesamt sehr positiv und bewegten sich auf einem hohen Niveau. Die Umsatzerwartungen aus der Planung für das Geschäftsjahr 2023 wurden übertroffen. Die Gesellschaft erzielte Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 21.842.

Dies entspricht einem deutlichen Anstieg von 36,6 % gegenüber dem Vorjahr und liegt 55,4 % über der geplanten Zielgröße.

Die Abweichung gegenüber der Planung resultiert im Wesentlichen aus höheren Abnahmemengen von verbundenen Unternehmen im chinesischen Markt.

Der Auftragseingang lag im Berichtszeitraum auf einem hohen Niveau und spiegelt die positive Umsatzentwicklung wider.

b. Beschaffung

Die Bricon GmbH beschafft und entwickelt ihre medizintechnischen Produkte vollständig in eigener Verantwortung. Die Fertigung erfolgt überwiegend über externe Partner, wobei ein wesentlicher Teil der Produktionsleistungen durch verbundene Unternehmen erbracht wird.

Die Zusammenarbeit mit diesen verbundenen Fertigungspartnern ermöglicht eine hohe Flexibilität, Kosteneffizienz sowie die Einhaltung internationaler Qualitätsstandards. Die technische Kontrolle, Validierung und Endprüfung der Produkte erfolgt nach definierten Prozessen durch das Unternehmen selbst, um die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen wie bspw. der MDR sicherzustellen.

Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird durch die enge Integration in die Konzernstruktur mit den verbundenen Unternehmen gesteuert. Gleichwohl bestehen Risiken in Bezug auf Lieferkettenstörungen, regulatorische Änderungen oder geopolitische Entwicklungen.

Die Materialaufwandsquote hat sich von 60,5 % um 15,9 Prozentpunkte auf 76,4 % verschlechtert. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen Abwertungen im Vorratsvermögen. Ohne diese Abwertungen hätte nur eine Verschlechterung um 5,0 Prozentpunkte ausgewiesen werden müssen.

c. Personal

Der Personalaufwand stieg im Berichtszeitraum aufgrund inflationsbedingter Lohnanpassungen um 6,7 % auf TEUR 2.976. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Angestellten und Arbeiter sank leicht von 34 auf 33. Die Personalaufwandsquote konnte aufgrund der hohen Umsätze und der moderaten Steigerung der Personalkosten von 17,4 % im Vorjahr auf 13,6 % gesenkt werden.

d. Ergebnis

Das Geschäftsjahr wurde belastet mit erforderlichen Abschreibungen auf Finanzanlagen mit TEUR 8.366, mit einer Ausbuchung von Anzahlungen auf Entwicklungen in Höhe von TEUR 2.240, Wertberichtigungen im Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 2.382 sowie einem um TEUR 681 höheren Zinsaufwand. Daher muss trotz der positiven Entwicklung unserer Umsätze ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 10.833 ausgewiesen werden. Ohne die vorgenannten Einflüsse hätten wir ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 3.015 erzielt.

3. Lage

a. Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 wurden überwiegend im Ausland erwirtschaftet. Der Umsatzanteil des Chinageschäfts über verbundene Unternehmen betrug 87,8 % des Gesamtumsatzes.

Das aus der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf TEUR -10.602, mit einer EBIT-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse von -46,07 %. Die Profitabilität wurde insbesondere durch die erforderlichen Abschreibungen auf Finanzanlagen, die Ausbuchung von Anzahlungen für Entwicklungskosten sowie durch erforderliche Wertberichtigung im Vorratsvermögen belastet. Ohne die vorgenannten Effekte würde sich das EBIT auf TEUR 2.926, mit einer EBIT-Marge von 13,4 % belaufen.

b. Finanzlage

Das Eigenkapital reduzierte sich im Geschäftsjahr signifikant von TEUR 14.629 auf TEUR 3.796. Die Eigenkapitalquote von 10,5 % liegt dennoch auf einem positiven Niveau. Das Unternehmen verfügt damit über eine stabile bilanzielle Basis.

Die Zahlungsfähigkeit ist durch vorhandene Bankguthaben sowie verfügbarer finanzieller Mittel bei verbundenen Unternehmen jederzeit sichergestellt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen; zudem erfolgt die Begleichung von Lieferantenrechnungen weitgehend unter Ausnutzung von Skonti.

Die Liquiditätslage ist als zufriedenstellend zu bewerten. Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 122.

c. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellte sich zum Bilanzstichtag als stabil dar. Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich um 18,3 %.

Auf der Aktivseite ist der Rückgang im Wesentlichen auf zwei Effekte zurückzuführen: zum einen aufgrund notwendiger Abschreibungen auf Finanzanlagen um 34,3 %, zum anderen auf die teilweise erforderliche Ausbuchung der immateriellen Vermögensgegenstände um 91,2 %.

Auf der Passivseite spiegelt sich diese Entwicklung in einer Reduzierung des Eigenkapitals um 74,1 % wider. Darüber hinaus erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 18,3 % infolge der erhöhten Beschaffung von Produkten.

Zum Bilanzstichtag entfielen 36,5 % der Bilanzsumme auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Im Geschäftsjahr erhöhte sich diese Position um 12,1 % auf TEUR 13.138 und ist im Wesentlichen auf die erhöhten Umsätze mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich trotz der signifikanten Reduzierung des Eigenkapitals aufgrund der Bewertungen im Anlagevermögen weiterhin als stabil dar und bietet eine solide Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft zählen der Gesamtumsatz (TEUR 21.842), der Umsatz je Mitarbeiter (TEUR 624), EBIT (TEUR -10.602) sowie das Jahresergebnis (TEUR -10.833). Der Gesamtumsatz und damit auch einhergehend der Umsatz je Mitarbeiter haben sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr sehr positiv entwickelt. Aufgrund erforderlichen Korrekturen im Bereich des immateriellen Anlagevermögens, der Finanzanlagen sowie Wertberichtigungen im Vorratsvermögen spiegelt sich die Entwicklung leider im EBIT sowie im Jahresergebnis nicht wider.

b. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Sicherstellung höchster Produktqualität und Patientensicherheit hat für unser Unternehmen oberste Priorität. Im Berichtsjahr konnte - wie bereits im Vorjahr - eine Rückrufquote von 0 % erreicht werden. Dies unterstreicht die Wirksamkeit unseres Qualitätsmanagementsystems und bestätigt die Zuverlässigkeit unserer Produkte im praktischen Einsatz. Sämtliche ausgelieferte Medizinprodukte erfüllten die geltenden regulatorischen Anforderungen, und es wurden keine sicherheitsrelevanten Vorkommnisse festgestellt, die einen Produktrückruf erforderlich gemacht hätten.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft insgesamt nach als gut zu bewerten. Das negative Ergebnis dieses Jahres ist im Wesentlichen auf einmalige Effekte zurückzuführen.

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine rückläufige Entwicklung des Gesamtumsatzes von circa 35 % und korrespondierend des Umsatzes je Mitarbeiter erwartet. Diese Entwicklung resultiert aus einer Abschwächung der Tender-Aktivitäten mit verbundenen Unternehmen sowie einem anhaltend hohen Preisdruck im Marktumfeld. Die Gesellschaft rechnet mit einer Gesamtleistung auf hohem Niveau und einem positiven operativen Ergebnis. Darüber hinaus geht die Gesellschaft von einem leicht positiven Jahresergebnis und somit einem ebenfalls positiven EBIT aus.

Für das Geschäftsjahr 2025 geht die Gesellschaft aufgrund veränderter Marktbedingungen - insbesondere im Zusammenhang mit Ausschreibungen (Tenderverfahren) bei verbundenen Unternehmen - von einer weiteren deutlich rückläufigen Umsatzentwicklung im hohen zweistelligen Prozentbereich aus. Zusätzlich belasten gestiegene Kosten sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten, vor allem infolge des andauernden Kriegs in der Ukraine, die wirtschaftliche Lage. Vor diesem Hintergrund rechnet die Gesellschaft mit einer signifikant niedrigeren Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser Herausforderungen wird weiterhin ein positives operatives Ergebnis sowie positives EBIT angestrebt.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a. Branchenspezifische Risiken

Eine zentrale Herausforderung für die Branche stellt die Umsetzung der verschärften Anforderungen der EU-Medizinprodukte-Verordnung (Medical Device Regulation - MDR) dar. Laut dem Branchenbericht Medizintechnologien 2020 des BVMed werden die neuen regulatorischen Vorgaben von vielen Unternehmen als erhebliche Belastung empfunden. Insbesondere kleine und mittelständische Medizintechnikunternehmen sehen sich - bedingt durch begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen - mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert, etwa bei der Erbringung umfassender klinischer Daten sowie der Einhaltung weitreichender Dokumentations- und Berichtspflichten.

Zusätzlich belasten strukturelle Marktentwicklungen den inländischen Medizintechniksektor. Dazu zählen insbesondere ein zunehmender Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften sowie die Absenkung sachkostenintensiver DRG-Fallpauschalen, die Investitions- und Innovationsanreize im Inland weiter einschränken.

b. Ertragsorientierte Risiken

Durch die hohe Inflation und den geopolitischen Krisen - insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine - können sich weitere Verteuerungen der Rohstoffe sowie der Lohnkosten ergeben, die sich unmittelbar auf unsere künftige Ertragslageauswirken. Genauere Entwicklungen sind derzeit noch nicht abzusehen.

c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Unsere Kunden bestehen aus namhaften und solventen Adressen. Wenn auch das Delkredere- risiko gering ist, so verfügen wir doch über ein entsprechendes Debitorenmanagement.

Gegebenenfalls sich abzeichnenden Bonitäts- oder Ausfallrisiken tragen wir durch entsprechende bilanzielle Vorsorge Rechnung.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar und es sind derzeit keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Bereich Medizintechnik bietet zukünftig weitere interessante Wachstumsmöglichkeiten für die Bricon GmbH durch die verbundenen Unternehmen, die in dieser Branche tätig sind. Zusätzlich sehen wir Chancen in der Gewinnung neuer Kunden sowie dem Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden.

3. Gesamtaussage

Auf Grundlage der aktuellen Unternehmensplanung sind derzeit keine Entwicklungen erkennbar, die den Fortbestand der Bricon GmbH gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich beeinträchtigen könnten. Gleichwohl kann das Eintreten bestandsgefährdender Risiken - etwa infolge externer Schocks oder unvorhersehbarer Marktveränderungen - grundsätzlich nicht vollständig ausgeschlossen werden.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen eingesetzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen stabilen und solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle treten nur in Einzelfällen auf und sind von untergeordneter Bedeutung. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen zuverlässig bedient.

Das Finanz- und Risikomanagement der Bricon GmbH verfolgt das Ziel, den Unternehmenserfolg nachhaltig gegen finanzielle Risiken abzusichern. Dabei wird eine konservative Risikostrategie verfolgt. Erkennbare Ausfall- oder Bonitätsrisiken im Bereich der finanziellen Vermögensgegenstände werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Zur weiteren Risikominimierung setzt das Unternehmen auf ein strukturiertes Debitorenmanagement. Im Rahmen der Neukundenakquise erfolgt zudem eine Bonitätsprüfung, um Ausfallrisiken bereits im Vorfeld zu identifizieren und möglichst auszuschließen.

 

Wurmlingen, 2. Juli 2025

Bricon GmbH

Geschäftsführung

Maxine Wang

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 13.916.102,82 23.327.865,90
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 221.673,09 2.525.357,17
II. Sachanlagen 47.876,00 40.012,00
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.307,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.876,00 38.705,00
III. Finanzanlagen 13.646.553,73 20.762.496,73
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.396.553,73 20.762.496,73
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.250.000,00 0,00
B. Umlaufvermögen 22.064.877,72 20.706.007,42
I. Vorräte 8.804.479,77 7.980.637,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.138.376,50 11.719.156,57
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.161.143,62 8.499.862,43
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 122.021,45 1.006.212,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.130,76 31.631,39
Bilanzsumme, Summe Aktiva 36.012.111,30 44.065.504,71

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.796.148,61 14.628.900,27
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 9.711.121,17 9.711.121,17
III. Gewinnvortrag 4.892.779,10 3.145.111,44
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -10.832.751,66 1.747.667,66
B. Rückstellungen 750.911,00 3.017.011,00
C. Verbindlichkeiten 31.465.051,69 26.419.593,44
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.117.391,64 25.450.608,56
Bilanzsumme, Summe Passiva 36.012.111,30 44.065.504,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.250.157,36 6.428.506,69
2. Personalaufwand 2.975.577,59 2.788.261,18
a) Löhne und Gehälter 2.525.484,74 2.367.473,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 450.092,85 420.787,92
3. Abschreibungen 341.843,11 238.149,41
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 341.843,11 238.149,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.787.277,07 904.130,96
5. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 0,00 15.386,45
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 35.541,67 0,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 97.138,84 133.338,64
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 8.365.943,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 903.377,33 222.350,75
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 19.098,76 0,00
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -178.962,12 657.540,80
12. Ergebnis nach Steuern -10.831.316,87 1.766.798,68
13. sonstige Steuern 1.434,79 19.131,02
Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) 10.832.751,66 -1.747.667,66

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Bricon GmbH hat ihren Sitz in Wurmlingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB Nr. 765502 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 3 und 5 Jahren betragen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für die Abschreibungen von Gegenständen des beweglichen Sachanlagevermögens werden Nutzungsdauern zwischen 3 und 20 Jahren abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag werden grundsätzlich nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Die Vorräte werden mit Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der ggf. nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde. Langfristige Rückstellungen werden, sofern vorhanden, mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden von der deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden, sofern vorhanden, am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger (bei Aktivposten) oder höher waren (bei Passivposten).

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Es wurden im Jahr 2023 Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 750 umgebucht. Diese wurden im Vorjahr in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden auf Finanzanlagen wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung in Höhe von TEUR 8.366 vorgenommen.

Angaben zum Anteilsbesitz Währung Beteiligung
%
Kapital
in TLW
Ergebnis
in TLW
Inland
Bricon Technology GmbH, Wurmlingen EUR 100 10.530 2.074
Ortho Select GmbH, Wurmlingen * EUR 100 373 -19
Bella Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co. EUR 6 -185 -10
Verpachtungs-KG, Wurmlingen **
Ausland
PINA Medizintechnik Vertriebs AG, Winterthur
Schweiz CHF 100 1.209 88

* Mit der Ortho Select GmbH, Wurmlingen, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der vorstehende Ergebnisausweis erfolgt vor Ergebnisübernahme.

** Die Bricon GmbH ist Komplementärin der Bella Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co. Verpachtungs KG.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 10.017 (Vj. TEUR 7.596) solche aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 144 (Vj. TEUR 905) sonstige Forderungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 288 (Vj. TEUR 750) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Gegen Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 1.883 (Vj. TEUR 1.816).

Es handelt sich um sonstige Vermögensgegenstände.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 7.800 (Vj. TEUR 4.422) solche aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 22.318 (Vj. TEUR 21.029) sonstige Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestehen in Höhe von TEUR 19.875.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen sowie sonstige Verpflichtungen bis zu einem Jahr in Höhe von insgesamt TEUR 156 und mit einer Laufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 52. Die Verpflichtungen enden zwischen 2024 und 2027.

Von den finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 101 verbundene Unternehmen.

Außerdem besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.246.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 9) solche aus der Währungsumrechnung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.326 entstanden. Diese beruhen auf der Ausbuchung von geleisteten Anzahlungen auf Entwicklungen sowie einer unterlassenen Weiterverfolgung von Entwicklungen.

2. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens stammen in Höhe von TEUR 36 aus verbundenen Unternehmen. Im Vorjahr wurden diese in Höhe von TEUR 5 in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen.

3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge stammen in Höhe von TEUR 118 (Vj. TEUR 133) aus verbundenen Unternehmen.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 898 (Vj. TEUR 222) verbundene Unternehmen.

Aufgrund der erstmaligen Bildung der Rückstellungen für Jubiläen wurde der Erfüllungsbetrag netto eingebucht, sodass kein Zinsaufwand/Zinsertrag aus der Abzinsung der Rückstellung angefallen ist.

VI. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 1
Angestellte 32
33

2. Angabe zu den Organmitgliedern

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung ist bestellt:

Frau Maxine Wang, Managing Director

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -10.832.751,66 auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Betreffend der Auswirkungen durch geopolitische Krisen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

 

Wurmlingen, 2. Juli 2025

Bricon GmbH

Geschäftsführung

Maxine Wang

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 23.994.317,44 788.773,80 750.000,00 2.363.033,36 23.170.057,88
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.117.159,24 159.032,32 0,00 2.240.306,89 1.035.884,67
II. Sachanlagen 114.661,47 129.741,48 0,00 122.726,47 121.676,48
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.570,00 0,00 0,00 1.570,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.091,47 129.741,48 0,00 121.156,47 121.676,48
III. Finanzanlagen 20.762.496,73 500.000,00 750.000,00 0,00 22.012.496,73
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.762.496,73 0,00 0,00 0,00 20.762.496,73
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 500.000,00 750.000,00 0,00 1.250.000,00
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 666.451,54 8.707.786,11 120.282,59 9.253.955,06
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 591.802,07 222.409,51 0,00 814.211,58
II. Sachanlagen 74.649,47 119.433,60 120.282,59 73.800,48
1. Bauten auf fremden Grundstücken 263,00 196,00 459,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 74.386,47 119.237,60 119.823,59 73.800,48
III. Finanzanlagen 0,00 8.365.943,00 0,00 8.365.943,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 8.365.943,00 0,00 8.365.943,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 13.916.102,82 23.327.865,90
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 221.673,09 2.525.357,17
II. Sachanlagen 47.876,00 40.012,00
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.307,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.876,00 38.705,00
III. Finanzanlagen 13.646.553,73 20.762.496,73
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.396.553,73 20.762.496,73
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.250.000,00 0,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.07.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bricon GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bricon GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bricon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Wir wurden am 12. Januar 2024 als gesetzlicher Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und Lageberichts der Bricon GmbH bestellt und haben daher die Inventur zu Beginn des Jahres nicht beobachten können. Wir waren nicht in der Lage, uns durch alternative Prüfungshandlungen von den am 31. Dezember 2022 gehaltenen Vorratsmengen in Höhe von TEUR 7.981 mit hinreichender Sicherheit zu überzeugen. Da die Vorräte zu Beginn der Periode in die Bestimmung der Ertragslage eingehen, können wir nicht ausschließen, dass Änderungen des in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres ausgewiesenen Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Villingen-Schwenningen, 2. Juli 2025

Wirtschaftsrevision Süd GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pfeifer, Wirtschaftsprüfer

Mader, Wirtschaftsprüfer

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