Modulartec GmbH
Same addressManufacture of multiple use industrial robots
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Patrik Carus-Lacolade since 1/16/2020 | Managing Director |
Yannic Louis Carus-Lacolade since 3/22/2019 | Managing Director |
Thomas Hennenberger since 7/24/2006 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Techtory Automation GmbHAppenweierJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss per 31.12.2023TECHTORY Automation GmbH, Appenweier1. Geschäftstätigkeit und Strategie Struktur und Geschäftstätigkeit Die TECHTORY Automation GmbH ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen. Unter Einsatz wegweisender Technologien gehört TECHTORY seit über 30 Jahren zu den führenden und innovativen Anbietern von standardisierten Systemlösungen in der Automation. Außerdem versteht sich TECHTORY als Dienstleister im Bereich der Zerspanungstechnik. Das vielseitige und anspruchsvolle Leistungsspektrum in der Automation und CNC-Fertigung sowie höchste Ansprüche an Qualität und Liefertreue bilden die Grundlage für die positive Entwicklung dieses weiteren Geschäftszweigs. Die TECHTORY-Produkte, unter dem zertifizierten Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001+ ISO 14001 Umweltmanagement, tragen dazu bei, den stetig wachsenden Anforderungen an schnelleren Produktionsprozessen, bei gleichzeitig hoher Qualität der Endprodukte, gerecht zu werden. Das Leistungsspektrum der TECHTORY Automation GmbH gliedert sich wie folgt: Industrielle Automation Zerspanungstechnik Automatisierungssysteme Kompetenzfeld Fertigung Prüftechnik Kompetenzfeld Baugruppenfertigung Vorrichtungsbau Dienstleistungen Märkte und Wettbewerbsposition Die TECHTORY Automation GmbH zählt bei führenden Systemlieferanten in verschiedensten Branchen als verlässlicher Problemlöser und kann auf den erfolgreichen, langjährigen Partnerschaften mit seinen wichtigsten Kunden aufbauen. Darüber hinaus nutzt die TECHTORY Automation GmbH ihr Know-how aus der Automobilindustrie gezielt, um das Geschäft in Branchen außerhalb der Automobilindustrie auszubauen. Dabei ist die Marke TECHTORY in definierten Märkten wie Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Feinwerktechnik, Sanitär und Pharmazie gut etabliert. Durch den hohen Branchenmix besitzt keine Branche einen größeren Anteil als 15 Prozent am Gesamtumsatz von der TECHTORY Automation GmbH. Dies verhindert eine Abhängigkeit von einem Industriezweig. Die hohen Anforderungen der Automobilindustrie und Medizintechnik an Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit haben die TECHTORY Automation GmbH zu einer anerkannten Marke für innovative Lösungen und Technologien gemacht. Die TECHTORY Automation GmbH selbst sieht sich als einer der regionalen Marktund Technologieführer für anspruchsvolle und individuelle Kundenanforderungen. Der Vertrieb wird von erfahrenen Mitarbeitern der TECHTORY Automation GmbH wahrgenommen, wobei die langjährigen Kundenbeziehungen sowie die positiven Empfehlungen durch Kunden einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für den Vertrieb darstellen. Strategie Die TECHTORY Automation GmbH verfolgt auf Basis der bisherigen Etablierung der Marke TECHTORY, ihrer hohen Innovationskraft und Kundennähe weiterhin eine nachhaltige Strategie des profitablen internen Wachstums. Dabei soll die Innovations- und Technologieführerschaft ausgebaut werden. Hierzu dient der hochqualifizierte und erfahrene Stamm von über 130 Mitarbeitern bestehend aus Ingenieuren, Technikern sowie Fachpersonal. Des Weiteren soll die Diversifizierung der Geschäftstätigkeit in neuen Märkten und Regionen fortgesetzt werden. Insbesondere soll der Export, welcher noch einen relativ geringen Anteil der TECHTORY Automation GmbH einnimmt, weiter ausgebaut werden. Die TECHTORY Automation GmbH will durch die Innovations- und Technologieführerschaft bei der Qualität und Kundenzufriedenheit in ihren Bereichen führend sein. Eine hohe Kundenzufriedenheit ist für die TECHTORY Automation GmbH die wichtigste Voraussetzung für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Die innovativen Produkte sowie die flexiblen Prozesse tragen wesentlich dazu bei, dass TECHTORY die Stärken des Unternehmens weiter nutzt und die Vorteile gegenüber dem Wettbewerb konsequent ausbauen kann. 2. Wirtschaftliches Umfeld Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 zeigte sich die Weltwirtschaft nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Januar 2024 widerstandsfähiger als ursprünglich erwartet. Trotz hoher Inflation und der daraufhin restriktiven Geldpolitik vieler Zentralbanken sowie zahlreicher geopolitischer Spannungen wuchs die globale Wirtschaft vermutlich um 3,1 %. Dies entspricht einer Steigerung von 0,1 Prozentpunkten gegenüber der Prognose vom Oktober 2023. Die etwas bessere Entwicklung ist unter anderem auf die unerwartet robuste Konjunktur in den USA und in einigen großen Schwellen- und Entwicklungsländern zurückzuführen. Zudem sank die weltweite Inflation schneller als vorhergesagt, und China leistete einen größeren Beitrag zum globalen Wachstum als angenommen. Historisch gesehen bleibt das Jahr 2023 jedoch, abgesehen von Rezessionsjahren, eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte, da das Wachstum 2022 noch bei 3,5 % lag. Laut IWF erzielten die Industrieländer im Jahr 2023 insgesamt ein Wachstum von 1,6 % (Vorjahr 2,6 %), während Entwicklungs- und Schwellenländer wie im Vorjahr um 4,1 % zulegten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA stieg voraussichtlich um 2,5 % (Vorjahr 1,9 %), während China ein Plus von 5,2 % (Vorjahr 3,0 %) verzeichnete. In der Eurozone wirkte sich die Zurückhaltung bei Konsum und Investitionen sowie die Belastung durch hohe Energiepreise und Finanzierungskosten aus, sodass die Wirtschaft nur um 0,5 % wuchs (Vorjahr 3,4 %). Deutschland entwickelte sich besonders schwach, mit einem preisbereinigten Rückgang des BIP um 0,3 % nach einem Zuwachs von 1,8 % im Jahr 2022, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtet. Hauptursachen waren laut Destatis weiterhin hohe Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Besonders das produzierende Gewerbe verzeichnete Rückgänge, während viele Dienstleistungsbereiche die Wirtschaft stützten. Branchensituation Das anhaltend unsichere politische und wirtschaftliche Umfeld sowie die gestiegenen Finanzierungskosten dämpften die Nachfrage nach Investitionsgütern, was auch im Maschinen- und Anlagenbau spürbar war. Nach Schätzungen des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) stagnierte der weltweite Maschinenumsatz 2023 preisbereinigt. Während die Euro-Länder und die USA Rückgänge verzeichneten, zeigte China nur ein schwaches Wachstum. Der preisbereinigte Umsatz deutscher Maschinen- und Anlagenbauer blieb im vergangenen Jahr stabil, jedoch führte eine Reihe von Preisanpassungen nominal zu einem Plus von rund 7 %. Eine wichtige Stütze dieser Entwicklung war der Bereich Robotik und Automation, der laut VDMA den Umsatz schätzungsweise um 13 % steigern konnte. Die Produktion der inländischen Maschinen- und Anlagenbauer verringerte sich laut VDMA preisbereinigt um 1 %. Während Unternehmen im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen profitierten, ließ die Nachfrage im zweiten Halbjahr allmählich nach. Der Auftragseingang deutscher Maschinen- und Anlagenbauer sank 2023 insgesamt real um 12 %. Im Inland verzeichneten die Unternehmen ein Auftragsminus von 11 %, und aus dem Ausland kamen 13 % weniger Bestellungen. Nominal gingen die neuen Bestellungen um 5 % zurück. Ähnlich verlief die Entwicklung im Werkzeugmaschinenbau: Der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) meldete 2023 für seine Mitgliedsunternehmen beim Auftragseingang ein nominales Minus von 11 %, wobei der Rückgang im Inland mit 14 % stärker ausfiel als im Ausland mit 9 %. Der Umsatz deutscher Werkzeugmaschinenbauer konnte hingegen nominal sowohl insgesamt als auch im Bereich der Zerspanung um 10 % gesteigert werden. Technologisch bleibt das Thema Industrie 4.0, insbesondere die Automation und Digitalisierung der Produktionsprozesse, für die Branche entscheidend. Ein treibender Faktor ist der ausgeprägte Fachkräftemangel in Deutschland, den die Unternehmen durch verstärkte Automatisierung ausgleichen, was den Trend zur autonomen Fertigung weiter beschleunigt. Neben dem steigenden Automatisierungsgrad wird die einfache und komfortable Bedienung der Produktionssysteme immer wichtiger. Zudem gibt es weiterhin eine hohe Nachfrage sowohl nach leistungsfähigen und hochpräzisen Maschinen als auch nach hochwertigen, standardisierten Einstiegsmodellen, die preisgünstig sind. Darüber hinaus gewinnen additive oder generative Fertigungsverfahren (z. B. 3D-Druck) in spezialisierten Anwendungen zunehmend an Bedeutung. Im Bereich Automatisierungstechnik sah die Lage günstiger aus. Laut vorläufigen Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) stieg der Umsatz der deutschen Hersteller im Jahr 2023 nominal um 13 %. Die Unternehmen verfügten über ein großes Auftragspolster, das sowohl auf die hohe Nachfrage als auch auf den anhaltenden Investitionsstau zurückzuführen war. Im technologischen Bereich spielt für die Automatisierungstechnik das Thema Industrie 4.0, insbesondere die Automation und Digitalisierung der Herstellungsprozesse, weiterhin eine wichtigere Rolle. Dies wird vor allem durch den zunehmenden Fachkräftemangel in Deutschland vorangetrieben, den die Unternehmen durch vollautomatische Produktionsanlagen kompensieren. Dies verstärkt den Trend in Richtung voll automatisierten Prozessen. 3. Geschäftsjahresverlauf Gesamtaussage Mit dem Geschäftsjahr 2023 kann die TECHTORY Automation GmbH trotz der schwierigen Rahmenbedingungen auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 von T€ 14.507 um T€ + 1.314 (+9,1 %) auf T€ 15.821 gestiegen. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen hat sich die Betriebsleistung von T€ 16.005 um T€ + 449 (+2,8 %) auf T€ 16.454 gesteigert. Bei niedrigerem Materialaufwendungen von T€ 4.634 (Vorjahr T€ 4.919) und deutlich gestiegenen Personalaufwendungen von T€ 7.932 (Vorjahr T€ 7.381) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 2.720 (Vorjahr T€ 2.530) verbessert sich das Ergebnis nach Steuern auf T€ 614 (Vorjahr T€ 490). Somit liegen die Betriebsleistung und das Jahresergebnis geringfügig unterhalb der Planung, ist jedoch aufgrund der allgemeinen Marktlage zufriedenstellend. Die wichtigsten Kennzahlen stellen sich somit wie folgt dar:
Finanzlage Die liquiden Mittel haben sich von T€ 1.421 um T€ 1.518 (106,8 %) auf T€ 2.939 erhöht. Dies ist insbesondere auf den positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Die Investitionen wurden größtenteils durch bereits zugesagte Kredite finanziert. Somit haben sich die Bankverbindlichkeiten trotz der hohen Tilgungen nur geringfügig reduziert. Die Gesellschaft ist in der Lage seine fälligen Verbindlichkeiten unter Ausnutzung von Skontoerträgen zu begleichen. Zukünftige Investitionen können aus den vorhandenen liquiden Mittel, dem laufenden Cashflow sowie der Aufnahme zusätzlicher Kredite finanziert werden. Die Finanzlage kann weiterhin als stabil bezeichnet werden. Vermögenslage Das Unternehmen verfügt - bei einer Bilanzsumme von T€ 9.199 (im Vorjahr T€ 8.018) über ein Eigenkapital in Höhe von T€ 2.617 (im Vorjahr T€ 2.503). Die Eigenkapitalquote beträgt somit 28,4 % (im Vorjahr 31,2 %). Das Anlagevermögen hat sich von T€ 2.371 um T€ +607 auf T€ 2.978 erhöht. Das Anlagevermögen beträgt somit 32,4 % (im Vorjahr 29,6 %) der Bilanzsumme und ist Ausfluss der umfangreichen Investitionen in der Vergangenheit. Das Anlagevermögen ist vollständig durch das vorhandene Eigenkapital in Höhe von T€ 2.617 (im Vorjahr T€ 2.503) sowie mittelund langfristige Darlehen gedeckt. Somit übersteigt das mittel- und langfristige Kapital das langfristige Vermögen bzw. die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind vollständig durch das kurzfristige Vermögen gedeckt. Die Regeln zur Fristenkongruenz wurden eingehalten. 4. Risikobericht Risikopolitik Die Geschäftsprozesse der TECHTORY Automation GmbH sind in verschiedenen Bereichen einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln und der Geschäftstätigkeit verbunden sind und sich trotz aller Fürsorge und Sorgfalt nicht vollständig eliminieren bzw. ausschließen lassen. Gleichzeitig ist jedes negative Risiko mit einer positiven Chance für die Unternehmensgruppe verbunden und beide Gesichtspunkte sind untrennbar vom unternehmerischen Handeln. Die Unternehmensphilosophie und -strategie ist grundsätzlich dadurch gekennzeichnet, mit den potenziellen Risiken sorgsam umzugehen. Die sich bietenden Chancen werden unter Abwägung der möglichen Folgen konsequent genutzt, die damit zusammenhängenden Risiken aber nur dann eingegangen, wenn der zu erwartende Ergebnisbeitrag dieses Risiko rechtfertigt. Das Risikomanagementsystem der TECHTORY Automation GmbH ist darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu kommunizieren und zu steuern. Dieses System wird fortlaufend überprüft und gegebenenfalls an geänderte Rahmenbedingungen angepasst. Im Rahmen unseres Risikomanagement werden die einzelnen Chancen und Risiken wie folgt definiert bzw. klassifiziert: Branchenspezifische Risiken Die TECHTORY Automation GmbH ist dem zyklischen Investitionsverhalten ihrer Kunden in den relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Dabei stellt die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens dar. Bedingt durch das zyklische Geschäft wird stets darauf geachtet, hinreichende Flexibilität in Form der eigenen Kapazitäten und Kostenbasis zu gewährleisten. Ebenso ist das Unternehmen bestrebt den Umsatz in anderen Branchen -unter Beibehaltung des Automobilumsatzes - zu erhöhen, so dass sich die Branchenabhängigkeit entsprechend reduziert. Personalrisiken Der Erfolg eines hochtechnologisch geprägten Unternehmens wie die TECHTORY Automation GmbH, hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken erwachsen dem Unternehmen im Wesentlichen aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Die verbesserten wirtschaftlichen wie auch konjunkturellen Aussichten ermöglichen es dem Unternehmen, das Stammpersonal langfristig zu binden und neue hoch qualifizierte Mitarbeiter auszubilden bzw. für eine Tätigkeit im Unternehmen zu gewinnen. Energie- und Rohstoffrisiken Mit einer Materialaufwandsquote zwischen 25 % und 35 % ist der Unternehmenserfolg u.a. auch von den Metallpreisen sowie den Preisen der Vorlieferanten für Zukaufteile abhängig. Dadurch ergibt sich zwangsläufig ein strategisch zu steuerndes Risiko hinsichtlich der Preisentwicklungen bei den Rohstoffen wie bei den Zukaufteilen auf den entsprechenden Einkaufsmärkten. Diesem Risiko wird versucht durch lang- oder mittelfristigen Preisfestschreibungen auf der Lieferantenseite, ständige Lieferantenkontrolle sowie einer gleitenden Preisfindung auf der Vertriebsseite zu begegnen. Zahlungsausfallrisiken Da die TECHTORY Automation GmbH mit einzelnen Kunden "relativ" hohe Einzelumsätze aus dem Verkauf von diversen Anlagen erzielt, stellt das Zahlungsausfallrisiko durch Insolvenzen von Kunden ein bedeutendes Risiko dar. Um diesem Liquiditäts- und Finanzrisiko effizient zu begegnen, werden diverse Abschlagszahlungstermine bei größeren Anlagen vereinbart sowie ein IT-gestütztes Debitoren- und Zahlungsmanagementsystem implementiert. Im Ergebnis konnten die Forderungsausfälle in der Vergangenheit auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Für eventuelle Ausfallrisiken in den bestehenden Kundenforderungen wurden ausreichende Einzelwertberichtigungen gebildet. Außerdem wurde für allgemeine Ausfallrisiken eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Umweltrisiken Im Geschäftsbereich Engineering bestehen keine Umweltrisiken und die in der Produktion eingesetzten Gefahrenstoffe sind vernachlässigbar bzw. werden nicht freigesetzt, da sie sich in einem geschlossenen Kreislauf befinden. Somit können die Umweltrisiken als sehr gering und vernachlässigbar betrachtet werden. EDV und IT-Risiken Da mittlerweile alle Unternehmensbereiche IT-gestützt arbeiten und teilweise auf einen zentralen, vernetzten Server arbeiten, besteht eine sehr hohe Abhängigkeit hinsichtlich der Verfügbarkeit der IT-Systeme. Um diesem Risiko effizient zu begegnen wurde eine IT-Analyse erstellt und aufgrund diesen Ergebnissen werden bereits im Vorfeld von Störungen geeignete Maßnahmen ergriffen, um eine maximale Redundanz zu gewährleisten und einen Datenverlust sowie einen größeren Ausfall zu verhindern. Durch die bestehenden Notfallpläne und ein Desaster-Recovery ist das IT-Risiko minimiert. Währungsrisiken Da im Beschaffungs- als auch Vertriebssektor ausschließlich in der Euro-Währung fakturiert wird, ist dieses Risiko für das Unternehmen nicht vorhanden und kann als zu bewertendes Risiko vernachlässigt werden. Gewährleistungs- und Haftungsrisiken Das Gewährleistungsrisiko ist aufgrund der branchenspezifischen Ausrichtung des Unternehmens sowie dem Einsatz der Anlagen ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Insbesondere die Folgeschäden beim Einsatz der einzelnen Anlagen und Automatisierungsvorrichtungen können existenzbedrohende Schadensfälle verursachen. Durch die Intensivierung der Qualitätssicherungsmaßnahmen, Standardisierungen von Projektabläufen und der permanenten Weiterbildung der hochqualifizierten Mitarbeiter wird versucht diesen Risikofeldern bereits in der frühen Phase der Entstehung wirksam zu begegnen. Für die allgemeinen Gewährleistungsrisiken wurde eine pauschalierte Gewährleistungsrückstellung in Höhe von 0,5 Prozent des Jahresumsatzes, welche die betrieblichen Erfahrungen sowie die Branchenwerten widerspiegeln, gebildet. Gesamtrisikoeinschätzung Unter der Berücksichtigung aller Faktoren und nach Bewertung der jeweils getroffenen Einzelmaßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -minimierung, kommen wir zu der abschließenden Beurteilung, dass aktuell keine zusätzlichen, wesentlichen und bewertbaren Risiken vorliegen, die zu einer deutlichen und dauerhaften Beeinträchtigung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzsituation des Unternehmens führen könnten. 5. Prognosebericht Die Planung für das Jahr 2024 haben wir aufgrund der aktuellen Marktsituation bei der TECHTORY Automation GmbH bewusst konservativ gestaltet. Wir planen im Jahr 2024 die Mitarbeiterzahl konstant zu halten und nur selektiv neue Mitarbeiter einzustellen. Diese Entscheidung werden wir basierend auf der Marktentwicklung und des Auftragseingangs treffen. Daneben planen wir für die Folgejahre wieder eine Steigerung der Betriebsleistung und des Ergebnisses. Hierzu müssen wir ggfls. vorbereitend und mit Weitsicht für die Zukunft weitere Kapazitäten aufbauen. Die Maschinenbauindustrie dürfte sich 2024 global weiterhin verhalten entwickeln. Nach Prognosen des VDMA und des Forschungsinstituts Oxford Economics wird der weltweite Branchenumsatz preisbereinigt erneut stagnieren. Wie bereits 2023 sollten Einbußen in Europa und den USA unter anderem von einem leicht positiven Verlauf in China ausgeglichen werden. Insgesamt fehlt es laut VDMA in den großen Absatzmärkten Europa, USA und China an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung, den gerade die Investitionsgüterindustrie benötigen würde. Für die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer wird im laufenden Jahr ein Umsatzrückgang von preisbereinigt 2 % vorhergesagt. Nominal rechnet der VDMA mit minus 1 %, wobei sich der Teilbereich Robotik und Automation mit voraussichtlich plus 4 % erneut überdurchschnittlich entwickeln wird. Die Produktion soll sich dem VDMA zufolge insgesamt um real 4 % reduzieren. Nach den vorliegenden aktuellen Analysen wird sich die TECHTORY Automation GmbH im Jahr 2024 dem deutlich verbesserten Trend des Vorjahres anschließen und sich entgegen den Aussichten positiv entwickeln. Zum aktuellen Zeitpunkt ist der Auftragseingang sowie die Umsatzentwicklung auf Plan. Vor diesem Hintergrund wird im laufenden Geschäftsjahr 2024 mit einer Erhöhung der Betriebsleistung in Höhe von ca. 4 % sowie einer Verbesserung des Jahresüberschusses gerechnet.
Appenweier, den 25. November 2024 Herr Yannic Carus-Lacolade Herr Patrik Carus-Lacolade HandelsrechtAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedriger Wert beizulegen war. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellkosten - unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung - aktiviert. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Von dem Wahlrecht einen Aktivüberhang nicht zu aktivieren wurde Gebrauch gemacht. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetarg bewertet, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit dem einer Restlaufzeit von fünfzehn Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Rückstellung für Pensionen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Zinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Zinssatz aus den vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 5.253 (im Vorjahr Euro 24.922): Dieser Betrag ist nach § 253 HGB ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Nachtragsbericht Im Geschäftsjahr 2024 sind keine Sachverhalte eingetreten, die sich auf den Jahresabschluss zum 31.12.2023 ausgewirkt haben. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Der als Anlage beigefügte Anlagespiegel ist integraler Anteil des Anhangs. Die Gesellschaft ist zu 100 % an der prukon automotive GmbH mit Sitz in Appenweier beteiligt. Im Geschäftsjahr 2023 hat diese einen Jahresüberschuss von Euro 2.384,25 (im Vorjahr Euro 3.475,38) erwirtschaftet. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 betrug Euro 151.045,69 (im Vorjahr Euro 148.661,44). Die Gesellschaft ist zu 100 % an der konteca engineering GmbH mit Sitz in Appenweier beteiligt. Im Geschäftsjahr 2023 hat diese einen Jahresfehlbetrag von Euro 1.119,95 (im Vorjahr Euro 1.670,57) erwirtschaftet. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 betrug Euro 8.856,79 (im Vorjahr Euro 9.976,74). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr vollumfänglich um sonstige Vermögensgegenstände. Pensionsrückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Hierbei wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt: Ø durchschnittlicher Marktzins von 1,82% für eine Laufzeit von 10 Jahren, der von der deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde Ø Rentensteigerungen von 2,0 % p. a. Ø Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Personalrückstellungen. Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ist wie folgt:
Die Vergleichszahlen des Vorjahres lauten wie folgt:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEuro 2.377,2 (im Vorjahr TEuro 2.461,9) sind durch Sicherungsübereignungen diverser Maschinen besichert. Die erhaltenen Anzahlungen sind durch Bankbürgschaften und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Eigentumsvorbehalte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschafter sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind unbesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 475.945,40 (im Vorjahr Euro 416.432,87) und im Rahmen der sozialen Sicherheit von Euro 23.166,95 (Euro 35.268,74) enthalten. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von Euro 23.190,29 (im Vorjahr Euro 32.314,12) enthalten. Die Aufwendungen für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf Euro 10.824,00 (im Vorjahr Euro 11.722,00). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 2.485.999,65 (im Vorjahr Euro 2.853.356,88) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen. Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse im Sinne von §251 HGB: Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften Euro 2.456.657,00 (im Vorjahr Euro 2.878.172,21) Die Inanspruchnahme aufgrund der o.g. Haftungsverhältnisse schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhalten der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB). Sonstige Angaben Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode gem. § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 117 (im Vorjahr 112) Arbeitnehmer beschäftigt. Diese teilen sich in 52 Angestellte (im Vorjahr 50) und 65 Arbeitnehmer (im Vorjahr 62) auf. Darüber hinaus wurden 18 Auszubildende (im Vorjahr 17) beschäftigt. Geschäftsführer sind bzw. waren Herr Yannic Carus-Lacolade, B.Eng. und Herr Patrik Carus-Lacolade, B.Eng. Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Der Bilanzgewinn in Höhe von Euro 2.517.088,60 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden sonstige Berichtsbestandteile
gez. Geschäftsführer Angaben zur FeststellungDer Jahresabschluss wurde am 05.02.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Techtory Automation GmbH, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Techtory Automation GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Techtory Automation GmbH vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden, sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Offenburg, den 30. Januar 2025 Dehmer
audit & tax Offenburg GmbH
JUDr. Hans Holger Dehmer, Wirtschaftsprüfer Patrick Ludwig, Wirtschaftsprüfer |
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