Master Data

Registry
Register court Ulm HRB 630989
Registered
1/22/1990
Industry
Activities of holding companiesManufacture of power-driven hand toolsManufacture of testing machines
Purpose
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Apparaten, Anlagen, Geräten und Materialien, insbesondere der Filtertechnik, der Feinmechanik und der Elektrotechnik. Zu diesem Zweck kann die Gesellschaft, soweit zulässig, im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten, sich bei anderen Unternehmungen des In- und Auslandes beteiligen, auch solche errichten oder erwerben, Interessengemeinschaftsund Gesellschaftsverträge eingehen, Grundstücke und Liegenschaften kaufen, verkaufen und erwerben sowie Rechte und Patente und Lizenzen erwerben und übertragen und verkaufen und alle sonstigen Geschäfte tätigen, die geeignet sind, den Gegenstand des Unternehmens zu fördern.

Financial Overview

History

No events found for this filter

Management

NameRole
Procura
Vera Christmann
since 3/17/2021
Procura
Frank Peter Nagel
since 1/18/2017
Procura
Managing Director
Markus Walek
since 1/10/2011
Procura

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
HYDAC AGCHE
100.00%

Shareholders
Beta

1 shareholder

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
HYDAC AG
Switzerland
DEM 500,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

RT-Filtertechnik GmbH

Friedrichshafen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

RT-FILTERTECHNIK GMBH, FRIEDRICHSHAFEN

GESCHÄFTSJAHR 2023

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Geschäftsmodell des Unternehmens

Unternehmensstruktur

Die RT-Filtertechnik GmbH geht auf ein Unternehmen zurück, dass 1949 von Dipl. Ing. Friedrich Landwehr gegründet wurde. Das Ausscheiden des Firmengründers führte im Jahr 1990 zur Gründung der Regeltechnik Friedrichshafen GmbH, die später zu RT-Filtertechnik GmbH umfirmierte wurde.

Als Teil des HYDAC-Firmenverbundes richtet sich die Gesellschaft an den Anforderungen des Weltmarktes aus. Die Anforderungen des Marktes und deren schnelle Umsetzung sind die Basis unserer unternehmerischen Tätigkeit und wirken in das Tätigkeitsfeld jedes Mitarbeiters hinein.

Geschäftstätigkeit

Die RT-Filtertechnik GmbH entwickelt seit Jahrzehnten in Zusammenarbeit mit ihren Kunden Filtrationssysteme, Filterelemente und Zubehör auf höchstem Niveau. Unser Augenmerk liegt auf einer effektiven Filtration, der Benutzerfreundlichkeit und auf einem Optimum an Umweltverträglichkeit.

Durch die spezifische Ausrichtung und Entwicklung unserer Produkte im Hinblick auf die gewünschte Kundenanwendung, etwa durch die Einbringung von Zusatzfunktionen in die Filter, sind wir in der Lage, die hohen Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen.

Die RT-Filtertechnik GmbH befindet sich neben einer Vielzahl von kleinen Produzenten und Händlern mit großen weltweit tätigen Unternehmen im Wettbewerb.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung sind in unserem Hause ständige Herausforderungen. Unsere Entwicklungstätigkeit bezieht sich dabei häufig auf die Lösung spezieller Kundenprobleme und -wünsche. Dazu führt das Unternehmen technische Weiterentwicklungen vorhandener Produkte sowie Neuentwicklungen durch. Diese Weiterentwicklungen werden von unseren Mitarbeitern (Konstruktion und technischer Vertrieb) betrieben. In Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Unternehmensbereichen werden in Projektarbeit bestehende Unternehmensprozesse der Kunden durch Innovationen optimiert.

Ziel des Unternehmens ist es, die Neuentwicklungen schnellstmöglich in marktreife Produkte umzusetzen. Entscheidend hierbei ist die Effizienz der Produkte und Systeme, um im Zusammenspiel mit einem ergänzenden Dienstleistungsspektrum dem Kunden einen entscheidenden Mehrwert und gleichzeitig der Gesellschaft einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen.

Die unternehmenseigene Forschung und Entwicklung wird ergänzt durch die Vergabe von Forschungsprojekten an Institute und Hochschulen. Darüber hinaus werden punktuell Aufgaben an andere Gesellschaften der HYDAC-Gruppe vergeben.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten.

Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (- 5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen.

Deutscher Maschinenbau

Die Branche Fluidtechnik als Teilbereich des deutschen Maschinenbaus, der auch die RT-Filtertechnik GmbH zuzurechnen ist, ist unverändert durch einen scharfen globalen Wettbewerb mit entsprechendem Druck auf die Verkaufspreise sowie einem zunehmenden Konzentrationsprozess geprägt.

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen.

Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut.

In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro.

[Quelle: VDMA Vorlage für den Geschäftsbericht 2023 Stand 12. März 2024]

Geschäftsverlauf

Entgegen unserer Vorjahresprognose erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr, infolge der schlechteren 2. Jahreshälfte, nicht stark, sondern nur deutlich. Das Jahresergebnis vor Steuern liegt - entgegen unserer Erwartungen - deutlich oberhalb des Vorjahres.

Die Verbesserung des Jahresergebnisses vor Steuern ist im Wesentlichen auf folgende Umstände zurückzuführen:

Die Umsatzerlöse stiegen auftragsbedingt gegenüber dem Vorjahr deutlich an.

Die Materialaufwendungen sanken in Relation zur Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich, konnte aber durch den Anstieg der Gesamtleistung kompensiert werden.

Das Unternehmen betätigt sich mit der Filtration in den Bereichen Hydraulik und Ölfiltration auf den Teilmärkten Mobil- und Stationärhydraulik. Die Exportquote liegt im Geschäftsjahr bei rund 16 %.

Der Auftragseingang für die Produktgruppe Filter erhöhte sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 %. Der Auftragseingang für die Produktgruppe Filterelemente reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 %.

Der Umsatz verteilte sich auf die Produktgruppen Filter und Filterelemente, wobei die Filter einen Umsatzanteil von ca. 44 % und die Filterelemente von ca. 56 % besitzen.

Einkaufsseitig wurden die größten Einsparungen durch Preisverhandlungen mit Lieferanten erzielt. Es wurden außerdem einige Anstrengungen unternommen, speziell bei der Filterelementeherstellung auf andere Filtermedien umzusteigen, um so durch den Einsatz kostengünstigerer Technologien den latenten Preisdruck im Markt abfangen zu können.

Der Abhängigkeit von bestimmten Zulieferern wurde durch eine Mehrlieferanten-Strategie für wesentliche Materialien und dem Abschluss längerfristiger Verträge begegnet. Ebenso erfolgt eine regelmäßige Auditierung von Zulieferern.

Zum 31. Dezember 2023 waren 263 Arbeiter und Angestellte, 3 Aushilfen sowie 4 Auszubildende, in Summe 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen tätig, das sind 2 Personen oder 0,7 % weniger als vor Jahresfrist. Die Belegschaft erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt von 266 Mitarbeitern im Vorjahr auf 281. Die Personalaufwendungen stiegen aufgrund des höheren durchschnittlichen Personalbestands im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Im Verhältnis zu Gesamtleistung stiegen sie von 19,5 % im Vorjahr auf 21,3 %.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 870 in das Sachanlagevermögen getätigt. Diese betraf Investitionen in technische Anlagen und Maschinen (TEUR 390), in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 471) sowie Anlagen im Bau (TEUR 9).

Die Geschäftsprozesse sowie die betrieblichen Strukturen werden ständig systematisch auf Verbesserungsmöglichkeiten analysiert. Es werden konsequent Optimierungsmaßnahmen in der Fertigung durchgeführt um die Wettbewerbsposition weiterhin zu stärken.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Für die Ertragslage sind die nachfolgend aufgeführten Ergebnisquellen wesentlich:

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung 2023:2022
TEUR
Umsatzerlöse 72.317 68.532 3.785
Gesamtleistung 71.507 69.664 1.843
Materialaufwand 43.201 43.602 -401
Personalaufwand 15.216 13.590 1.626
Sonstiger betrieblicher Aufwand 8.317 8.354 -37
Jahresergebnis vor Steuern 4.268 3.350 918
Jahresüberschuss 2.872 2.365 507

Der Umsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr um 5,5 % auf TEUR 72.317. Der Umsatz stieg - wie bereits ausgeführt - im Wesentlichen auftragsbedingt, d. h. durch Anstieg der abgesetzten Menge. Die Preise lagen überwiegend auf Vorjahresniveau.

Die Gesamtleistung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 % auf TEUR 71.507. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen das Umsatzwachstum sowie die Bestandsminderung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 810 (Vorjahr: Bestandserhöhung in Höhe von TEUR 1.132).

Die Materialaufwendungen betrugen 2023 TEUR 43.201 und sie reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 401 (-0,9 %). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) verbesserte sich von 62,6 % im Vorjahr auf 60,4 %.

Der Personalaufwand erhöhte sich aus den bereits dargestellten Gründen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.626 (+12 %) auf TEUR 15.216.

Der sonstige betriebliche Aufwand blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant.

Das Unternehmen erzielte in 2023 ein Jahresergebnis vor Steuern von TEUR 4.268. Das Ergebnis lag aus den oben genannten Gründen um TEUR 918 oberhalb des Vorjahres

Der Jahresüberschuss erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.365 auf TEUR 2.872. Der Ertragsteueraufwand betrug im Geschäftsjahr TEUR 1.384.

Finanzlage

Unsere Gesellschaft weist eine sehr sichere Finanzlage auf. Die Ziele des Finanzmanagements unserer Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele.

Das Anlagevermögen der Gesellschaft ist vollständig und das Umlaufvermögen zu rund 83 % durch Eigenkapital finanziert. Die Differenz zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigen Schulden (Working Capital) weist einen positiven Saldo von TEUR 29.539 auf.

Der Cashflow aus dem operativen Bereich beträgt TEUR +7.307. Er resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresergebnis 2023 in Höhe von TEUR +2.872, den Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR +1.492, aus der Abnahme der Vorräte, Lieferforderungen und sonstigen Aktiva in Höhe von TEUR 4.389, sowie aus der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Passiva in Höhe von TEUR -1.150. Aus der Investitionstätigkeit errechnet sich ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR -936. Dieser resultiert überwiegend aus Auszahlungen für Investitionen ins Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR -870. Unter der Berücksichtigung des Mittelabflusses aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -2.401, resultierend aus gezahlten Zinsen, ergibt sich eine zahlungswirksame Veränderung des gesamten Finanzmittelbestandes um TEUR +3.970 auf TEUR +4.912.

Die Liquidität 2. Grades (liquide Mittel und kurzfristige Forderungen im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) beträgt 661 % und stieg gegenüber dem Vorjahr (176 %). Das Unternehmen ist weiterhin in der Lage jederzeit problemlos seine Lieferverbindlichkeiten zu tilgen.

Die flüssigen Mittel (Finanzmittelbestand) betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 4.912 und setzen sich wie im Vorjahr aus Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Durch die liquiden Mittel sowie die nicht ausgenutzten Kreditlinien verfügt die Gesellschaft über genügend finanziellen Spielraum für die geplanten Investitionen und ist jederzeit in der Lage die fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Bei der RT-Filtertechnik GmbH wurden in 2023 keine Derivate verwendet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 2023 TEUR 2.560 und sanken gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.178. Die Restlaufzeit beträgt bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich in 2023 um TEUR 2.008 auf TEUR 598. Die Restlaufzeit beträgt bis zu einem Jahr.

Das Unternehmen ist frei von Bankverbindlichkeiten. Durch den bestehenden Kreditrahmen stehen dauerhaft über die vorhandenen liquiden Mittel ausreichend weitere liquide Mittel zur Verfügung.

Das Unternehmen ist durch den hohen Bestand an Liquiden Mitteln, die hohe Liquidität 2. Grades und die nicht ausgenutzten Kreditrahmenlinien sehr solide finanziert

Vermögenslage

Das Eigenkapital hat sich absolut um TEUR 2.872 auf TEUR 48.820 erhöht.

Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr von rund 83 % auf rund 89 % gestiegen.

Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 720 auf TEUR 54.720.

Die gesunkene Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die Vorräte (TEUR -3.756), das Anlagevermögen (TEUR -636), sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -464) zurückzuführen, welche sich im Vergleich zum Vorjahr reduzierten. Gegenläufig erhöhten sich die liquiden Mittel um TEUR 3.970 und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 336.

Die Vermögensstruktur zeigt ein Verhältnis von Anlagevermögen zu Umlaufvermögen von 37 % zu 63 % (Vorjahr 38 % zu 62 %).

Das langfristige Fremdkapital in Höhe von TEUR 1.002 ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Das langfristige Fremdkapital beinhaltet die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen.

Das kurzfristige Fremdkapital, hat einen Anteil von 9,0 % an der Bilanzsumme, und reduzierte sich um TEUR 3.519 auf TEUR 4.898.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Umsatz und die Materialintensität (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) stellen bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren für unser Unternehmen dar.

Der Umsatz ist, wie bereits dargestellt, im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

Die Materialintensität verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozentpunkte auf 60,4 %.

Als Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere die Kunden- sowie Mitarbeiterzufriedenheit herangezogen.

Der Kunde steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir pflegen einen intensiven und partnerschaftlichen Informations- und Erfahrungsaustausch zur permanenten Erfüllung von Kundenforderungen nach dem "Null Fehler-Prinzip", hohem Serviceleistungsgrad, Just-in-time-Belieferung und qualitätsgerechten Produkten. Der Lieferservicegrad wird monatlich ermittelt als Abweichung des tatsächlichen vom zugesagten Liefertermin.

Ziel ist es außerdem, unsere hoch qualifizierten Mitarbeiter durch tarifliche Entlohnung, ein gutes Arbeitsklima sowie durch das Eingehen auf individuelle Belange langfristig an uns zu binden. Unser Erfolg zeigt sich deutlich an der geringen Fluktuation sowie der langen Betriebszugehörigkeit.

Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2023 verlief aufgrund der schwächeren 2. Jahreshälfte schlechter als prognostiziert. Der Umsatz erhöhte sich jedoch gegenüber dem Vorjahr um +5,5 % auf TEUR 72.317. Das Jahresergebnis vor Steuern liegt mit TEUR +4.268 deutlich oberhalb des Vorjahres. Insgesamt ist der Verlauf des Geschäftsjahres daher als gut zu bewerten.

Unsere Gesellschaft verfügt unverändert über eine sehr hohe Eigenkapitalausstattung und damit eine sehr solide Vermögenslage. Aufgrund des hohen Bestandes an liquiden Mitteln, einer hohen Liquidität 2. Grades und den uns zur Verfügung stehenden, aber nicht ausgenutzten Kreditrahmenlinien, weist unsere Gesellschaft eine sehr sichere Finanzlage auf. Daher bestehen zu keiner Zeit Liquiditätsengpässe, so dass keine Beeinträchtigung der Innovations- und Investitionsfähigkeit gegeben ist.

Die Lage der Gesellschaft kann damit insgesamt als sehr gut bezeichnet werden.

PROGNOSEBERICHT

Weltwirtschaft

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent).

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern.

Globaler Maschinenbau

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 Prozent) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 Prozent) auf einen vergleichsweisen hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 Prozent fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 Prozent prognostiziert.

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen.

[Quelle: VDMA Vorlage für den Geschäftsbericht 2023 Stand 12. März 2024]

RT-Filtertechnik GmbH

In 2024 erwarten wir wieder ein anspruchsvolles Geschäftsjahr. Die Inflation konnte durch die eingeleiteten Maßnahmen der Notenbanken glücklicherweise abgebremst werden. Die Preiserhöhungsforderungen von Lieferanten haben sich aufgrund sinkender Auftragseingänge verringert, was unsere Verhandlungsposition deutlich verbessert. Jedoch sind wir auch in 2024 mit gestiegenen Preisen für Energie und dem hohen Tarifabschluss im Metallbereich konfrontiert. Auch den Krieg in der Ukraine sowie den Nahostkonflikt beobachten wir weiterhin mit großer Sorge. Insgesamt gehen wir für 2024 daher von einem Umsatzrückgang in einem Korridor von 10 bis 15 % aus.

Die Auftragseingänge der RT- Filtertechnik GmbH sind von Januar bis Juni 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Umsatzentwicklung zeigte in der ersten Jahreshälfte ein negatives Bild mit einem starken Umsatzrückgang.

Die Materialintensität erhöhte sich von Januar bis Juni 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht. Auch für das Gesamtjahr 2024 gehen wir im Vergleich zu 2023 von einem leichten Anstieg aus.

Basierend auf unserer Umsatzprognose und der leicht gestiegenen Materialintensität erwarten wir unter Berücksichtigung gestiegener Personalkosten ein Jahresergebnis vor Steuern stark unterhalb des Vorjahres.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen

Risiken und Risikomanagement

Unternehmerische Tätigkeit ist stets dadurch gekennzeichnet, dass zur Erreichung der sich bietenden Chancen, Risiken einzugehen sind. Beide müssen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Unser Geschäftserfolg ist daher davon abhängig, dass die eingegangenen Risiken beherrscht werden und die Chancen überwiegen. Das Risikomanagement der RT-Filtertechnik GmbH ist auf das gesamte Unternehmen ausgerichtet und bezieht grundsätzlich alle wesentlichen betrieblichen Prozesse, Funktions-, Geschäfts- und Unternehmensbereiche ein. Es ist damit eine Kernaufgabe für das gesamte Management auf allen Ebenen der Gesellschaft. Die Identifikation und die Steuerung der Risiken erfolgen soweit möglich am Ort des Entstehens, also vor allem in den Geschäftsbereichen. Diese tragen auch in erster Line die Verantwortung dafür, Maßnahmen zur Reduzierung beziehungsweise Beherrschung der Risiken einzuleiten. Dazu verfügen wir über Planungs- und Kontrollsysteme, die geeignet sind, frühzeitig Risiken zu erkennen. Dies betrifft z. B. Marktbeobachtung, Controlling, Qualitäts- und Terminsicherung sowie die Personal- und Kapazitätsplanung. Nicht zuletzt im Zuge des Risikomanagements haben Qualitäts- und Produkthaftungsrisiken an Bedeutung gewonnen.

Marktrisiken / Branchenrisiken

Marktrisiken können sich aus den Folgen des andauernden Ukraine-Krieges, des Nahostkonfliktes sowie der Forcierung Deutschlands auf Klimaneutralität ergeben, mit der Folge einer Verteuerung von Energie und Rohstoffen, einer erneuten Verunsicherung über die weitere Entwicklung sowie einer höheren und anhaltenden Inflation.

Der Fluidtechnikmarkt ist weiterhin durch einen scharfen globalen Wettbewerb mit entsprechendem Druck auf die Verkaufspreise sowie einem zunehmenden Konzentrationsprozess gekennzeichnet. Zur Verbesserung der Wettbewerbssituation und zur Erschließung neuer Märkte hat das Unternehmen seine Vertriebskapazität in der RT-Filtertechnik GmbH im letzten Geschäftsjahr weiter erhöht. Optimierungsmaßnahmen wurden und werden weiterhin konsequent durchgeführt.

Die RT-Filtertechnik GmbH befindet sich neben einer Vielzahl von kleinen Produzenten und Händlern mit großen Unternehmen im Wettbewerb.

Um dem weltweiten Wettbewerb zu begegnen und den international tätigen Kunden eine lokale Präsenz und Kompetenz zu bieten, hat das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2023 seine Auslandsrepräsentanz weiter ausgebaut.

Unsere Ausbildungstätigkeit auch mit Unterstützung der dualen Studiengänge, sowie eine Verstärkung der Personalentwicklungsaktivitäten sollen unseren Bedarf an Fachkräften in der Zukunft absichern. So kann gewährleistet werden, dass die Herausforderungen im globalen Wettbewerb mit seinen immer kürzeren Zyklen bewältigt werden können.

Qualitätsrisiken

Der Kunde steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir pflegen einen intensiven und partnerschaftlichen Informations- und Erfahrungsaustausch zur permanenten Erfüllung von Kundenforderungen nach dem "Null Fehler-Prinzip", hohem Serviceleistungsgrad, Just-in-time-Belieferung und qualitätsgerechten Produkten.

Produktions- und Beschaffungsrisiken

Im Bereich der Produktion wurde die Möglichkeit eines Ausfalls unserer Anlagen durch nachhaltige Investitionstätigkeit, durch regelmäßige Instandhaltung und andere Vorsorgemaßnahmen wie etwa im Brandschutz und im Bereich Hygiene minimiert.

Die Versicherungen sowohl im Haftpflicht- als auch Sachversicherungsbereich wurden dem veränderten Geschäftsvolumen angepasst. Eventuelle Produkthaftungsfälle sind durch entsprechende Versicherungen - unter Berücksichtigung der üblichen Selbstbehalte - in ausreichendem Maße abgedeckt.

Dem Risiko in der Beschaffung wird durch eine Mehrlieferanten-Strategie für wesentliche Materialien und dem Abschluss längerfristiger Verträge begegnet. Selbstverständlich werden regelmäßig eine Auditierung von Zulieferern sowie eine aussagekräftige Lieferantenbewertung durchgeführt. Das aktive A-Lieferantenmanagement (Expediting) wurde weiter ausgebaut.

Ausfallrisiken

Im Bereich des Umlaufvermögens wird dem Ausfall von Forderungen durch ein effizientes Debitorenmanagement begegnet. Durch die Bildung von Wertberichtigungen in dieser Bilanzposition ist zudem ausreichend Risikovorsorge getroffen worden.

Währungsrisiken

Aufgrund des relativ hohen Auslandsanteils unserer Geschäfte sind Risiken aus Währungsschwankungen vorhanden. Diese Risiken werden, wenn möglich, durch Abrechnung in EURO vermieden.

Liquiditätsrisiken

Eine ausreichende Liquiditätsversorgung wird durch eine implementierte Liquiditätsplanung sichergestellt. Außerdem stehen dem Unternehmen ausreichend Kreditlinien zur Erfüllung seiner Zahlungsverpflichtungen und einer weiteren Geschäftsausweitung zur Verfügung.

Darüber hinaus hat die RT-Filtertechnik GmbH weitere Maßnahmen ergriffen, um den zukünftigen Finanzbedarf noch genauer abschätzen zu können sowie Liquidität im Unternehmen freizusetzen. Dabei steht im Vordergrund, das Working Capital zu reduzieren.

Sonstige betriebliche Risiken

Die Versicherungen wurden dem höheren Geschäftsvolumen angepasst.

Sonstige betriebliche Risiken, außer den jedes Unternehmen betreffenden Unternehmensrisiken, sind nicht zu erkennen.

Die internen Kontroll- und Steuerungssysteme wurden unter Berücksichtigung der aktuellen und zukünftigen Gegebenheiten weiter verbessert. Zudem wurde durch die Bildung von Rückstellungen für Gewährleistung und Drohverluste zukünftigen Risiken ausreichend Rechnung getragen.

IT-Risiken

Durch die zunehmende Vernetzung von Maschinen, Sensoren und komplexen Systemen besteht die Gefahr, Opfer von Cyberangriffen zu werden. Durch die Digitalisierung und die Vernetzung der Daten von Geschäfts- und Privatbereichen stellen des Weiteren Computerkriminalität, Spionage und Sabotage von ganzen Netzwerken ein hohes Gefährdungspotenzial dar.

Unsere Gesellschaft wappnet sich gegen diese Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Chancen und Chancenmanagement

Unternehmerisches Handeln besteht auch darin, Chancen zu erschließen und zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen.

Die laufende Beobachtung und Analyse der relevanten Produkt-, Technologie-, Markt- und Wettbewerbsentwicklungen im Umfeld des HYDAC Firmenverbunds sind zentrale Bestandteile des Chancenmanagements. Diese Aufgaben erledigen sowohl die Zentralbereiche als auch die operativen Tochtergesellschaften. Deren Durchführung stellt die Basis für das zeitnahe Erkennen potenzieller Chancen und das Ableiten geeigneter Strategien dar.

Unter den im Folgenden dargestellten Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von unserer Prognose führen können.

Umfeld- und Branchenchancen

Sollte sich die wirtschaftliche Lage in einzelnen Branchen deutlich positiver als erwartet entwickeln, sehen wir zusätzliche Geschäftschancen.

Beschaffungsmarktchancen

Dem Risiko von Schwankungen des Beschaffungspreises steht die Chance gegenüber, dass sich die genannten Einflussfaktoren in eine für die RT-Filtertechnik GmbH vorteilhafte Richtung entwickeln.

Finanzwirtschaftliche Chancen

Den unter finanzwirtschaftlichen Risiken genannten Währungs- und Zinsrisiken steht die Chance gegenüber, dass sich die entsprechenden Einflussfaktoren in eine für die RT-Filtertechnik GmbH vorteilhafte Richtung entwickeln.

Chancen aus Forschung und Entwicklung

Durch Entwicklung neuer Produkte und insbesondere auch für neue Anwendungen bestehen Chancen einer überdurchschnittlichen Entwicklung der Gesellschaft im Vergleich zu den im VDMA organisierten Unternehmen der Ölhydraulik.

Chancen durch Digitalisierung

Durch die zunehmende Digitalisierung (Automatisierung und Flexibilisierung) der Unternehmensprozesse besteht die Chance, Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen in allen Bereichen der Wertschöpfungskette zu erzielen. Des Weiteren können mithilfe der digitalen Technik Arbeitserleichterung und Arbeitsbeschleunigung weiter forciert werden.

Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld und steigenden Rohstoffpreisen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und der Branchenvielfalt unserer Kunden sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren.

Die Gesellschaft fakturiert den größten Teil ihrer Umsätze in Euro, so dass bei diesen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung in Euro, d.h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Für Lieferungen an Kunden sowie von Lieferanten außerhalb Europas in fremder Währung bestehen Währungsrisiken.

 

Friedrichshafen, den 26. August 2024

RT-Filtertechnik GmbH

gez. Mathias Dieter

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 20.283.326,76 20.919.386,10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.039,00 21.746,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.039,00 21.746,00
II. Sachanlagen 8.513.335,65 9.141.687,99
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.207.980,72 4.430.689,72
2. technische Anlagen und Maschinen 2.462.743,00 2.545.913,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.744.480,00 1.585.764,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 98.131,93 579.321,27
III. Finanzanlagen 11.755.952,11 11.755.952,11
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 11.755.952,11 11.755.952,11
B. Umlaufvermögen 34.436.836,62 34.520.537,57
I. Vorräte 13.556.155,00 17.312.449,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.352.212,00 12.298.654,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.009.788,00 2.872.156,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.194.155,00 2.141.639,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.968.508,79 16.266.435,51
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.608.828,11 2.073.164,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.985.713,11 13.649.974,07
3. sonstige Vermögensgegenstände 373.967,57 543.297,18
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.912.172,83 941.653,06
Summe Aktiva 54.720.163,38 55.439.923,67

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 48.819.621,28 45.947.848,77
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 255.645,94 255.645,94
1. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
II. Kapitalrücklage 12.782,30 12.782,30
III. Gewinnvortrag 45.679.420,53 43.314.127,30
IV. Jahresüberschuss 2.871.772,51 2.365.293,23
B. Rückstellungen 2.742.349,36 3.148.412,78
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.002.314,00 1.074.679,00
2. Steuerrückstellungen 766.016,52 971.200,00
3. sonstige Rückstellungen 974.018,84 1.102.533,78
C. Verbindlichkeiten 3.158.192,74 6.343.662,12
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.560.163,40 3.737.932,50
2. sonstige Verbindlichkeiten 598.029,34 2.605.729,62
Summe Passiva 54.720.163,38 55.439.923,67

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 72.316.626,87 68.531.640,11
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -809.852,00 1.131.920,86
3. sonstige betriebliche Erträge 771.338,39 452.803,20
4. Materialaufwand 43.201.456,67 43.602.065,01
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 41.246.427,15 41.761.199,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.955.029,52 1.840.865,82
5. Personalaufwand 15.216.252,70 13.590.063,92
a) Löhne und Gehälter 12.645.681,82 11.388.888,89
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.570.570,88 2.201.175,03
6. Abschreibungen 1.492.046,03 1.386.391,79
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.317.153,56 8.354.445,22
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 85.663,87 84.854,55
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 177.069,12 114.177,37
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 45.769,73 31.998,48
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.384.477,43 973.617,83
12. Ergebnis nach Steuern 2.883.690,13 2.376.813,84
13. sonstige Steuern 11.917,62 11.520,61
Jahresüberschuss 2.871.772,51 2.365.293,23

Anhang

RT-FILTERTECHNIK GMBH, FRIEDRICHSHAFEN

ANHANG

ALLGEMEINE ANGABEN

Die RT-Filtertechnik GmbH hat ihren Sitz in Friedrichshafen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HR B 630989 eingetragen.

ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN ZU

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss der RT-Filtertechnik GmbH, Friedrichshafen, für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über den Jahresabschluss von großen Kapitalgesellschaften sowie den relevanten Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Methodenerläuterungen

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer bemessen.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, wenn ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten; Anschaffungskostenminderungen wurden abgesetzt.

Soweit ein Investitionszuschuss gewährt wurde, sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten um diesen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen ermitteln sich grundsätzlich durch gleichmäßige Verteilung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über die voraussichtliche Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände (lineare Abschreibung).

Bei Vermögensgegenständen, die vor dem 1. Januar 2009 angeschafft oder hergestellt wurden, haben wir stattdessen von der Möglichkeit degressiver Abschreibung in steuerlich zulässigem Umfang Gebrauch gemacht, wenn dies zu einem höheren Abschreibungsbetrag führte als die lineare Abschreibung.

Für Zugänge bei den Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten entsprechend der Regelung in R 7.4 Absatz 9 Satz 3 EStR mit dem vollen Jahresbetrag berücksichtigt. Des Weiteren wurden bei den bebauten Grundstücken in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 410,00, bei Zugängen ab dem 1. Januar 2018 mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Wertpapiere des Anlagevermögens bestehend aus Fondsanteilen und Aktien sind überwiegend zu Anschaffungskosten bewertet. Ein geringer Aktienbestand wurde wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Vorjahren vollständig außerplanmäßig abgeschrieben.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind, bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren, zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie auf unfertige und fertige Erzeugnisse sind - soweit notwendig - Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 4 Satz 2 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zu ihrem Nennwert abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % des um die einzelwertberichtigten Forderungen und die enthaltene Umsatzsteuer gekürzten Forderungsbestandes vorgenommen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Ansatz der Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgte zum Nennwert bzw. gemäß § 256a HGB mit dem höheren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

Sonstige Vermögensgegenstände

Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Vorauszahlungen für zukünftige Zeiträume sind zeitanteilig abgegrenzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen bestehen für Rentner und sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Verfahren) unter Berücksichtigung zukünftiger Rentensteigerungen in Höhe von 4,00 % und einer individuell berechneten Fluktuationswahrscheinlichkeit errechnet worden.

Die Rückstellungen für Pensionen basieren auf den Richttafeln 2018 G von Professor Dr. Klaus Heubeck sowie auf einem Rechnungszins von 1,83 %.

Der Rechnungszins ermittelt sich aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Erfolgsänderungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Die Pauschalrückstellung für Gewährleistung beträgt 0,5 % vom jeweiligen gewährleistungspflichtigen Jahresumsatz.

Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind auf Vollkostenbasis ermittelt.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen; sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinsten Betrag angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Wertansatz der Eventualverbindlichkeiten entspricht dem bestehenden Haftungsvolumen.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Auf Fremdwährungen lautende Forderungen und Verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag der Erstverbuchung in EURO umgerechnet.

Die Umrechnung für Forderungen und Verbindlichkeiten, die am Abschlussstichtag auf fremde Währung lauten, wird wie folgt vorgenommen:

Ist der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag für Forderungen niedriger bzw. für Verbindlichkeiten höher als der entsprechende Kurs am Tag der Erstverbuchung, so werden die Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden - ungeachtet des Kurses am Tag ihrer Erstverbuchung - mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Eine Umrechnung unterbleibt, sofern die Beträge von untergeordneter Bedeutung sind.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Absatz 2 HGB) gegliedert.

ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Erläuterungen zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens

AHK
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen 343.735,52 6.750,00 35.253,15 0,00 315.232,37
Zwischensumme 343.735,52 6.750,00 35.253,15 0,00 315.232,37
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließl. der Bauten auf fremden Grundstücken 7.580.613,86 0,00 0,00 0,00 7.580.613,86
Technische Anlagen und Maschinen 8.581.889,92 390.009,79 53.366,35 275.478,10 9.194.011,46
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausst. 7.955.509,82 470.900,16 119.294,43 199.066,87 8.506.182,42
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 579.321,27 8.995,63 15.640,00 -474.544,97 98.131,93
Zwischensumme 24.697.334,87 869.905,58 188.300,78 0,00 25.378.939,67
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.765.586,18 0,00 0,00 0,00 11.765.586,18
Zwischensumme 11.765.586,18 0,00 0,00 0,00 11.765.586,18
Gesamtsumme 36.806.656,57 876.655,58 223.553,93 0,00 37.459.758,22
AfA Buchwert
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen 321.989,52 14.457,00 35.253,15 301.193,37 14.039,00
Zwischensumme 321.989,52 14.457,00 35.253,15 301.193,37 14.039,00
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließl. der Bauten auf fremden Grundstücken 3.149.924,14 222.709,00 0,00 3.372.633,14 4.207.980,72
Technische Anlagen und Maschinen 6.035.976,92 746.488,00 51.196,46 6.731.268,46 2.462.743,00
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausst. 6.369.745,82 508.392,03 116.435,43 6.761.702,42 1.744.480,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 98.131,93
Zwischensumme 15.555.646,88 1.477.589,03 167.631,89 16.865.604,02 8.513.335,65
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.634,07 0,00 0,00 9.634,07 11.755.952,11
Zwischensumme 9.634,07 0,00 0,00 9.634,07 11.755.952,11
Gesamtsumme 15.887.270,47 1.492.046,03 202.885,04 17.176.431,46 20.283.326,76

Mitzugehörigkeitsvermerk

Im Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie im Vorjahr, ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind im Geschäftsjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Im Vorjahr waren in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 6.025 enthalten.

Forderungen gegen Gesellschafter

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen, wie im Vorjahr, ausschließlich gegen die Gesellschafterin.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 500.000,00 (EUR 255.645,94). Es blieb im Jahr 2023 unverändert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Beträge für Gewährleistungen (TEUR 335), Urlaubsansprüche und Zeitguthaben (TEUR 113), Berufsgenossenschaft (TEUR 98) sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 114).

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit Gesamt 31.12.2023
TEUR
Gesamt 31.12.2022
TEUR
RLZ bis 1 Jahr 31.12.2023
TEUR
RLZ bis 1 Jahr 31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.560 3.738 2.560 3.738
Sonstige Verbindlichkeiten 598 2.606 598 2.606
Summe 3.158 6.344 3.158 6.344
Art der Verbindlichkeit RLZ größer 1 Jahr 31.12.2023
TEUR
RLZ größer 1 Jahr 31.12.2022
TEUR
RLZ davon mehr als 5 Jahre 31.12.2023
TEUR
durch Pfandrechte oder ähnl. Rechte gesichert
TEUR
Art und Form Sicherheit
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Summe 0 0 0 0

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Eventualverbindlichkeiten:

- Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen TEUR 3.127 (31.12.2022 TEUR 3.548)

Der jeweilige Bestand der Hauptverbindlichkeit des Schuldners am Abschlussstichtag ist grundsätzlich maßgebend für die Angabe der Haftungsverhältnisse. Daher werden nicht genutzte Kreditzusagen - insbesondere nicht genutzte Kontokorrentrahmen - nicht angegeben.

Die Gesellschaft bildet zusammen mit 12 anderen inländischen Gesellschaften der HYDAC-Gruppe einen Haftungsverbund. Soweit die Haftungsverhältnisse in den Haftungsverbund einbezogen sind, haften neben der Gesellschaft auch weitere in den Haftungsverbund einbezogene Gesellschaften gesamtschuldnerisch für diese Verpflichtungen.

Unter Berücksichtigung der zum Aufstellungszeitpunkt bestehenden Erkenntnisse über die finanzielle Lage der Hauptschuldner, gehen wir derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zu Grunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Wir schätzen daher eine Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich ein.

Insbesondere die fortlaufende Überwachung der finanziellen Lage der begünstigten Unternehmen und der zeitnahe Informationsaustausch zwischen den in die Haftungsgemeinschaft einbezogenen Unternehmen geben uns die Möglichkeit einer verlässlichen Risikoeinschätzung.

Latente Steuern

Die Differenzen resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Sachanlagen, der Finanzanlagen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (passive latente Steuern). Die übrigen Differenzen führen zu aktiven latenten Steuern und resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Rückstellungen für Pensionen, der sonstigen Rückstellungen und der aktiven Rechnungsabgrenzung.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes in Höhe von 30,9 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

Im Geschäftsjahr ergibt sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Unterschiedsbetrag zwischen dem am Abschlussstichtag angesetzten Rückstellungsbetrag für Pensionen, der sich nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre ergibt, und dem Betrag, der sich aus dem Ansatz unter Berücksichtigung des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergeben würde (TEUR 7; Vorjahr TEUR 34) ist zur Ausschüttung gesperrt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung des Umsatzes

Der Umsatz wurde auf folgenden geographischen Märkten erzielt:

%
Bundesrepublik Deutschland 83,7
Übrige EU 9,8
Übriges Europa 1,4
Sonstige Absatzgebiete 5,1
100,0

Erträge und Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind

2023
TEUR
Sonstige betriebliche Erträge
- Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 157
- Erträge aus der Herabsetzung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 4
- Gewinne aus Abgängen im Sachanlagevermögen 13
- Erträge aus Vorjahren 87
Sonstige betriebliche Aufwendungen
- Verluste aus Abgängen im Sachanlagevermögen 18
Zinsen und ähnliche Erträge
- Zinsertrag Vorjahre 2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- Zinsaufwand Vorjahre 1
Steuern vom Einkommen und Ertrag
- Steuern Vorjahre (Aufwand) 18

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Im Folgenden werden sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen im Inland und Ausland angegeben.

Art des Geschäfts Art der Beziehung Absatz
TEUR
Beschaffung
TEUR
Finanzierung
TEUR
Sonstige
TEUR
Verbundene Unternehmen 138 - 13.986 -
Assoziierte Unternehmen - - - -
Sonstige nahest. Unternehmen 59.198 -4.428 -31 -

Abschlussprüferhonorar

Das berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 27 und besteht ausschließlich aus dem Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen.

SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 953. Er resultiert aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen.

Beziehungen zu Unternehmensorganen

Geschäftsführung und deren Bezüge

Alleiniger Geschäftsführer war während des Geschäftsjahres 2023 Herr Dipl.-Ing. Mathias Dieter.

Der Geschäftsführer erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

Konzernverhältnisse

Die TIB GmbH, Sulzbach, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Konzernunternehmen auf. Der Abschluss ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen.

Weitere Angaben

Zahl der Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt stellt sich wie folgt dar:

Angestellte 62
Arbeiter 212
Aushilfen 4
278
Auszubildende 3

 

Friedrichshafen, den 26. August 2024

RT-Filtertechnik GmbH

gez. Mathias Dieter

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 5. und 6. November 2024.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RT-Filtertechnik GmbH, Friedrichshafen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RT-Filtertechnik GmbH, Friedrichshafen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RT-Filtertechnik GmbH, Friedrichshafen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Friedrichshafen, den 19. September 2024

W U B Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bardo Bruchmüller, Wirtschaftsprüfer

Karl-Heinz Barth, Wirtschaftsprüfer

News & Media Coverage

Insolvency Notices

Current insolvency proceedings

Check if there are any insolvency proceedings for this company

Commercial Register Documents

Shareholder List
Current Print (Aktueller Abdruck)
Chronological Print (Chronologischer Abdruck)

Organizations at this Address

1 nearby organization

List of companies and organizations located at or near this business address. Data includes company names, addresses, registration details, and industry classifications.
The information on this page is sourced from public sources, official registries, or provided by third-party providers. Fusionbase does not guarantee the accuracy, completeness, or timeliness of the data. If you have any questions or suggestions, feel free to contact us via the contact form.