Huber GmbH
Flößerstraße 8, 77723 Gengenbach, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Nicolas Andreas Knäble since 12/2/2016 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Huber GmbHGengenbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZAKTIVA
ANHANGI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Huber GmbH, Gengenbach ist beim Amtsgericht Freiburg unter der Nummer HRB 480078 ins Handelsregister eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Huber GmbH wurde durch Eigenantrag des Schuldners vom 14.02.2024 eingeleitet. Zum 15.02.2024 wurde Herr RA Dr. Thorsten Schleich vorerst zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Durch Beschluss des Amtsgerichts Offenburg vom 01.05.2024 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet und RA Dr. Thorsten Schleich zum Sachwalter bestellt. Im Laufe des Insolvenzverfahrens stellte sich heraus, dass eine Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Dauer nicht möglich ist, so dass in Abkehr von der Going-Concern-Prämisse die Bewertung und Bilanzierung der Vermögensgegenstände in dem vorliegenden Jahresabschluss grundsätzlich zu Zerschlagungswerten erfolgte. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Kleine Gesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Größenabhängige Erleichterungen wurden bei der Erstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den Vorschriften des GmbHG i.V.m. § 155 InsO aufgestellt. Zur Verbesserung der Darstellungsklarheit werden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke grundsätzlich im Anhang gemacht III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden orientieren sich grundsätzlich an den handelsrechtlichen Bestimmungen. In Abkehr von der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prämisse) gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB werden die Vermögensgegenstände grundsätzlich zu Zerschlagungswerten bewertet. Soweit die fortgeschriebenen Anschaffungskosten unter den Zerschlagungswerten liegen, sind die fortgeschriebenen Anschaffungskosten angesetzt. Der Jahresabschluss enthält alle ansatzfähigen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Das Saldierungsverbot gem. § 246 Abs. 2 HGB wurde beachtet. Die gebildeten Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen werden nur aufgelöst, soweit der Grund für die Rückstellung entfallen ist. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgte gemäß dem Grundsatz der Vorsicht und berücksichtigt alle erkennbaren Risiken. Den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen des § 252 Abs. 1 HGB wurde Rechnung getragen. Aufgrund der Insolvenz der Gesellschaft sind die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens grundsätzlich wie Umlaufvermögen zu behandeln. Zur Wahrung der Bilanzklarheit erfolgt der Ausweis dennoch im Anlagevermögen. Soweit die aus dem Verkauf des Sachanlagevermögens erzielten Erlöse geringer sind, als die ausgewiesenen Buchwerte, wurden die Veräußerungserlöse angesetzt. Aus der Bewertung zu Zerschlagungswerten ergaben sich in den Sachanlagen außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 12.068,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Zerschlagungswert am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt verlustfrei auf Basis der erbrachten Leistungen abzüglich pauschalem Gewinnabschlag. Die Herstellungskosten können nicht zur Bewertung herangezogen werden, da die Zuordnung der Kosten auf bereits berechnete Leistungen eines Projektes nicht mehr ermittelbar ist. Die Bauprojekte wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2024 abgeschlossen, so dass keine Anpassung aufgrund Abkehr von Going-Concern notwendig ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Vorauszahlungen für künftige Zeiträume, die zeitanteilig abgegrenzt werden. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Angaben zur Bilanz Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In der Bilanz sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1.652.345,50 (Vorjahr: EUR 940.735,43) enthalten. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 29.737,00 (Vorjahr: EUR 35.151,00) enthalten. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von einem Jahr. Gegenüber der Georg Knäble & Sohn KG bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 373.465,10 (Vorjahr: EUR 35.970,13). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 25.217,52 (Vorjahr: EUR 24.626,59) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 37.007,82 (Vorjahr: EUR 19.085,78). VI. Sonstige Angaben Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 28 Arbeitnehmer (Vorjahr: 22 Arbeitnehmer) beschäftigt. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Leasing- und Pachtverträgen für das Folgejahr in Höhe von mtl. EUR 16.894,45. Im Berichtsjahr war Nicolas Andreas Knäble Geschäftsführer der Gesellschaft. Der Geschäftsführer war einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Huber GmbH wurde durch Eigenantrag der Schuldnerin vom 14.02.2024 eingeleitet. Mit Beschluss des Amtsgerichts Freiburg vom 15.02.2024 wurde das vorläufige Eigenverwaltungsverfahren gemäß § 270b Abs. 1 S. 1 InsO angeordnet und Rechtsanwalt Dr. Thorsten Schleich, Schleich & Partner, Lahr, zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Aufgrund des durch den Sachwalter erstatteten Insolvenzeröffnungsgutachtens ist sodann mit Beschluss des Amtsgerichts vom 01.05.2024 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden. Es wurde ein Sanierungs- und Durchführungskonzept ermittelt, das, soweit möglich, bereits im (vorläufigen) Insolvenzverfahren umgesetzt werden konnte. Daneben wurde die Unternehmens- und Liquiditätsplanung fortlaufend aktualisiert sowie die wirtschaftliche Entwicklung fortlaufend kontrolliert. Des Weiteren wurde die InsoConsult GmbH aus München mit der Durchführung eines strukturierten M&A-Prozesses beauftragt, sodass in der Folge und in Zusammenarbeit mit der Eigenverwaltung eine Vielzahl von potenziellen Interessenten angeschrieben sowie Betriebsbesichtigung und Investorengespräche durchgeführt wurden. Nach Genehmigung durch die Bundesagentur für Arbeit wurde gemeinsam mit der Bankhaus E. Mayer AG für die Mitarbeiter der Schuldnerunternehmen eine Insolvenzgeldvorfinanzierung organisiert. Diese umfasste den Zeitraum Februar bis April 2024. Die Eigenverwaltung hatte Kontakt mit den wesentlichen Lieferanten und Dienstleistern aufgenommen, um die weitere Belieferung sicherzustellen. Außerdem wurden die Kunden kontaktiert um die Fortführung der bestehenden Aufträge sicherzustellen. Im Eröffnungsverfahren konnten darüber hinaus noch weitere neue Aufträge akquiriert werden, sodass die Auslastung der Sommermonate gesichert werden konnte. Bis Anfang Juli 2024 war die Durchführung einer Due Diligence geplant. Ziel war es, danach verbindliche Angebote zu erhalten, um sodann abschließend über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Nachdem verschiedene Angebote eingeholt wurden, konnte die Huber GmbH mit einem Asset-Deal vom 11.09.2024 erfolgreich an die Swietelsky Baugesellschaft m.b.H. verkauft werden. Mit Betriebsübergang am 1.11.2024 wurde der Geschäftsbetrieb auf die Swietelsky Baugesellschaft m.b.H. übertragen. Die Huber GmbH hat im November damit den Betrieb eingestellt und wird in der Folge liquidiert.
Gengenbach, den 21. November 2024 gez. Nicolas Andreas Knäble Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 28. November 2024 |
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