ProMateria GmbH
Same addressPowder metallurgy
Basic information of the organization
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Gerald Priegnitz since 11/10/2009 | Managing Director |
Markus Dr. Berkenheide since 11/10/2009 | Procura |
Jürgen Dr. Olbrich since 11/10/2009 | Managing Director |
Franz-Josef Dr. Wahlers since 11/10/2009 | Managing Director |
Dr. mont. Frank Ehrenberg since 9/10/2009 | Procura |
Christian Bernhard Dettmer since 9/10/2009 | Procura |
Marcel Verweinen since 9/10/2009 | Procura |
Mathias Rist since 9/10/2009 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
ThyssenKrupp Stainless AG | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Official financial statements and annual reports
ThyssenKrupp Titanium GmbHEssenJahresabschluss zum 30. September 2007Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2006 - 30. September 20071. Allgemeine LageDas Geschäftsjahr 01. Oktober 2006 - 30. September 2007 war durch die anhaltende positive Entwicklung sowohl in der Luft- und Raumfahrtindustrie als auch im chemischen Anlagenbau gekennzeichnet. Der Bedarf an Halbzeugen aus Titan war in diesem Berichtszeitraum der höchste in der Geschichte der Titanindustrie. Die im Vorjahr noch zu verzeichnende weltweite Verknappung der zur Verfügung stehenden Rohstoffe - im Wesentlichen Titan-Schwamm und -Schrott - entspannte sich durch die einsetzende Erschließung neuer Kapazitäten. Das weiterhin hohe Preisniveau bei den Halbzeugen und eine im Vergleich hierzu, insbesondere durch die Rohstoff kosten beeinflusste, günstige Kostensituation führte im Zusammenhang mit einer Erweiterung der Produktionskapazitäten zu einem nochmaligen deutlichen Anstieg der Ergebnisse. Trotz der vorübergehenden Schwierigkeiten bei der Produktion des Airbus A 380 und der Terminverschiebung bei der Entwicklung des Airbus A 350 wurde der Trend nach steigendem Titanbedarf in der Luftfahrtindustrie nicht abgeschwächt. Die neuen Modelle des Airbus Konkurrenten Boeing, wie die Boeing 787, führen mit einem hohen Anteil an Titanbauteilen zu weiter steigender Nachfrage nach Titanhalbzeugen für die Luftfahrtindustrie. Die Kapazitäten zum Bau von Großraum- Flugzeugen sind für die nächsten 3-4 Jahre ausgebucht. Marktforschungen zum Passagier- und Frachtaufkommen für diesen Industriezweig zeigen einen stetig steigenden Bedarf und dürften neben der Notwendigkeit der Flottenmodernisierung zu einer dauerhaften Nachfrage nach neuem Fluggerät führen. Die wesentlichen industriellen Anwendungsbereiche für Titanerzeugnisse sind der chemische Anlagenbau, der Kraftwerksbau, der Bau von Meerwasser-Entsalzungsanlagen und Großprojekte zur Erschließung von Nickelvorkommen. Zusätzlich war eine steigende Nachfrage nach speziellen Titanblechen für die Marineindustrie zu verzeichnen. Der Bau von großen Schiffen zum Transport von Gütern aller Art und besonders für die Verschiffung von Flüssiggas führte zu einem weiteren Anstieg des Titanbedarfs. Aufgrund des geltenden Langfristvertrages für Titanschwamm ist ein Großteil der Schwammversorgung der Gesellschaft zu vorteilhaften Konditionen gesichert worden. Entsprechend war die Versorgung mit Rohstoffen wie Titanschwamm, aber auch Legierungselementen und Schrotten im Geschäftsjahr gewährleistet. Zudem wirkte sich der stetige Anstieg des € gegen über dem US-$ positiv auf die Beschaffungskosten aus. 2. Umsatz- und AuftragsentwicklungUmsatz Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz mengen- und wertmäßig nochmals deutlich gesteigert werden. Die höheren Mengen resultieren einerseits aus einer Veränderung der Produktzusammensetzung mit einem höherem Ausbringen sowie der Inbetriebnahme des dritten Vakuum-Lichtbogenofens (VAR Ofen). Die wertmäßige Steigerung resultiert aus einem im Vergleich zum Vorjahr deutlichen Anstieg der Erlöse über alle Produktgruppen. Das weitere Wachstum der Luftfahrtindustrie hat sich auch in diesem Geschäftsjahr fortgesetzt und sich zu Lasten des Lieferanteils des industriellen Bereichs ausgewirkt. Das Luftfahrtgeschäft verbesserte sich mengenmäßig auf 30 %, während sich der industrielle Bereich auf 70% der Gesamtlieferungen verringerte. Auftragseingang Die Erweiterung der Fertigungsmöglichkeiten durch die Inbetriebnahme des Vacuum Creep Flattener (VCF) führte zu einem Anstieg des Auftragseingangs aus der Luftfahrt-, Medizin- und Fahrzeugschutzindustrie für legierte Platten. Durch diese Aufträge konnte die neue Anlage im Jahr der Inbetriebnahme auf einem guten Niveau ausgelastet werden. Der Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt eine Auslastung der gesamten Produktionsanlagen für das Geschäftsjahr 2007/08 sicher. 3. ProduktionDie hohe Nachfrage vonseiten des Titanmarktes führte zur Vollauslastung des Schmelzbetriebs. Zusätzlich zu der bereits im Vorjahr vorgenommen Ausweitung auf einen 18-Wochenschichten-Betrieb wurde weitere Kapazität durch Sonderschichten an Wochenenden geschaffen. Insbesondere führte die in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres erreichte deutliche Erhöhung der Stundenleistung der VAR-Öfen zu einer Erhöhung der Schmelzkapazität. Die Produktion des Geschäftsjahres 2006/07 stieg im Wesentlichen aufgrund der im Vorjahr erfolgten Inbetriebnahme eines weiteren VAR-Ofens um 35 % an. Neue Fertigungswege wurden durch die Inbetriebnahme des VCF erfolgreich im Geschäftsjahr eingeführt. Die Ausbringenswerte der hauptsächlichen Halbzeugprodukte konnten im Berichtsjahr auf dem hohen Niveau des Vorjahres weitergeführt werden. Im Rahmen der Zertifizierungen wurden im Geschäftsjahr neue Kundenzulassungen erreicht. Des Weiteren wurden die Zulassungen nach EN AS 9100 (Luftfahrtqualitätssicherungssystem), DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) und EN ISO 9001:2000 durch Wiederholungsaudits erfolgreich verlängert. Investitionen Im Geschäftsjahr 2006/2007 wurden von der ThyssenKrupp Titanium GmbH zwei wesentliche Investitionen vorangetrieben. Zum einen nahm der neue VCF mit Beginn des Geschäftsjahres die Produktion erfolgreich auf. Darüber hinaus wurden die baulichen Vorbereitungsmaßnahmen zur Errichtung eines Electron-Beam-Ofens (EB-Ofen) weitgehend abgeschlossen. Die Montage des EB-Ofens ist weit vorangeschritten, die Aufnahme des Produktionsbetriebs ist für Mitte des neuen Geschäftsjahres geplant. Im Rahmen einer weiteren Investition wurden die für eine Ausweitung der Brammenproduktion benötigten Sägekapazitäten aufgebaut. Kleinere Investitionsmaßnahmen betrafen Ersatz- und Erhaltungsmaßnahmen im Schmelzbetrieb und in der Titan-Weiterverarbeitung. Die Anlagenzugänge in Höhe von insgesamt 23.146 T€ entfallen im Wesentlichen mit 21.003 T€ auf den EB-Ofen. 4. Forschung und EntwicklungZu den Hauptprojekten im Bereich Forschung und Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr gehörten Untersuchungen und Erprobungen von Titananwendungen in der Architektur. Dekorative Oberflächen, gefertigt durch gezielte mechanische und elektrochemische Behandlung von Fassadenblechen, wurden entwickelt und befinden sich in der Erprobung. Optimierte Oberflächenzustände von Bandmaterial wurden eingestellt und erprobt, die ihre ersten Probeläufe bei Kunden in der Plattenwärmetauscherindustrie erfolgreich durchliefen. Ein Projekt im Bereich des Triebwerksbaus wurde zur Erzielung von Gefügeverbesserungen im legierten Stabmaterial begonnen. 5. BeschaffungDie weiterhin hohe Nachfrage nach Titan-Halbzeugen sowie die sich weiter fortsetzende starke Nachfrage aus der Stahlindustrie, die erhebliche Mengen an Titanschwamm und Ferrotitan verwendet, haben in 2006/07 wieder zu einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Knappheit an Rohstoffen geführt. Dies bedingte ein weiterhin hohes Rohstoffpreisniveau auf dem Spotmarkt. Aufgrund des abgeschlossenen Langfristvertrages war die Titanschwamm-Beschaffung des Unternehmens jedoch im Berichtszeitraum zu einem festen Preis größtenteils gesichert. Der restliche Bedarf wurde mit höherpreisigen Käufen auf dem Spotmarkt abgedeckt. Der moderate Einsatz von Schrottmengen in der Produktion entsprach dem Vorjahresniveau. Insgesamt bleibt der Beschaffungsmarkt für Titanschwamm weiterhin durch eine hohe Nachfrage und aufgrund der noch knappen Produktionskapazitäten durch ein hohes Preisniveau gekennzeichnet. Geplante Kapazitätsausweitungen und Erschließungsinvestitionen könnten in den folgenden Jahren zu einer Entspannung auf dem Beschaffungsmarkt führen. In Anbetracht der Bedeutung des Werkstoffs Titan für den Flugzeugbau, aber auch für diverse industrielle Anwendungen wird der Markt für Titanschwamm immer mehr auch durch politische Interessen bestimmt. Hieraus können sich für die ThyssenKrupp Titanium GmbH insbesondere Risiken im Hinblick auf die nicht gedeckten Schwammmengen ergeben. Der Markt für Vorlegierungen war im laufenden Geschäftsjahr erneut durch das allgemein hohe Preisniveau für Rohstoffe und Legierungen geprägt. Dies hat sich in der Entwicklung der Ersatzkosten entsprechend niedergeschlagen. Aufgrund der nach wie vor hohen Kosten für Titanschwamm, aber auch für Vorlegierungen verfolgt die ThyssenKrupp Titanium GmbH Projekte zur besseren Nutzung der Rohstoffe, zur Erhöhung des Einsatzanteils von Rücklaufmaterial und zur weiteren Erhöhung der Ausbringungsmenge. 6. PersonalIm Zusammenhang mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten erhöhte sich die Belegschaftsstärke der ThyssenKrupp Titanium GmbH gegenüber dem Vorjahr um 45 Belegschaftsmitglieder. Es wurden zusätzliche Planstellen im Arbeiter- und Angestelltenbereich aufgrund der Neuinvestitionen besetzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ereignete sich kein meldepflichtiger Arbeitsunfall. Im Bereich Arbeitsschutz geplante technische und organisatorische Maßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt. Das betriebliche Vorschlagswesen konnte, gegenüber dem Vorjahr, einen erheblichen Zuwachs an eingereichten Verbesserungsvorschlägen verbuchen. Die Krankenquote im Angestelltenbereich lag mit 2,07 % um rd. 0,7 % über dem Vorjahresniveau. Im Arbeiterbereich erhöhte sich die Krankenquote um 0,5% auf 3,73 %. Der Krankenstand hat sich somit gegenüber dem Vorjahr insgesamt nur geringfügig verändert. 7. Vermögens- und FinanzlageDer Anstieg der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr von 39,7 Mio. € auf 66,6 Mio. € basiert auf der Aktivseite im Wesentlichen auf dem Anstieg des Vorratsvermögens sowie des Sachanlagevermögens aufgrund der Investitionstätigkeit in den EB-Ofen. Auf der Passivseite wirkten sich insbesondere höhere Steuerrückstellungen, der Jahresüberschuss sowie deutlich höhere Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung aus. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 21,2 Mio. € auf 28,6 Mio. €. Den Investitionen, im Wesentlichen für den EB-Ofen, in Höhe von 23,1 Mio. € standen Abschreibungen von 2,0 Mio. € gegenüber. Das Vorratsvermögen stieg von 14,4 Mio. € in 2006/07 auf 20,3 Mio. € in 2006/07 an. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch einen Aufbau der Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen aufgrund der Erweiterung der Produktionskapazitäten durch den VAR-Ofen sowie den VCF begründet. Der Bestand an Titanschwamm war aufgrund der bereits im Vorjahr antizipierten Erhöhung der Schmelzkapazitäten im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr. Zusätzlich zu dem Bestandsaufbau wirkte sich eine weitere Erhöhung des spezifischen Bestandswertes im Vorjahresvergleich auf den Anstieg des Vorratsvermögens aus. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferung und Leistung gegenüber Dritten wurde geringfügig durch den leichten Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen überkompensiert. Auf der Passivseite veränderte sich die Eigenkapitalquote aufgrund des positiven Jahresergebnisses von 14,8 Mio. € und einer um 26,9 Mio. € höheren Bilanzsumme von 47,9 % im Vorjahr auf 32,76 % im Berichtsjahr. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung resultiert aus einer gestiegenen Vormaterialversorgung im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie aus den Investitionen in den EB-Ofen. Die Gesellschaft nimmt am Konzernverrechnungsverkehr der ThyssenKrupp AG teil. Die Verzinsung der Salden erfolgt zum Konzernrefinanzierungssatz. Zum Stichtag des Geschäftsjahres 2006/07 hatte unsere Gesellschaft ein Guthaben in Höhe von 4,2 Mio. € gegenüber 7,8 Mio. € im Vorjahr. 8. ErtragslageAufgrund der weiterhin guten Nachfragesituation auf dem Titanmarkt im Geschäftsjahr 2006/2007 sowie der Inbetriebnahme des neuen VAR-Ofens zum Ende des letzten Geschäftsjahres, erhöhte sich der Versand gegenüber dem Vorjahr nochmals von 3.956 to auf 5.356 to. Im Vergleich zum Vorjahr hat der weiter anhaltende Anstieg der Effektivpreise zu einer erneuten Verbesserung der durchschnittlichen Verkaufserlöse geführt. Entsprechend sind die Umsatzerlöse unserer Gesellschaft im Berichtszeitraum weiter von 79,8 Mio. € um 50,9 % auf 120,5 Mio. € gestiegen. Diesem Anstieg der Umsatzerlöse steht ein mengen- und preisbedingter Anstieg der Herstellungskosten von 57,7 Mio. € um 54,6 % auf 89,2 Mio. € entgegen. Entsprechend der geringfügig höheren Materialeinstandskosten verringerte sich die Bruttomarge leicht von 27,8 % auf 26,0 % im Vorjahresvergleich. Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2006/07 ein wiederholter deutlicher Anstieg des Bruttoergebnisses von 22,2 Mio. € im Vorjahr auf 31,3 Mio. € verzeichnet werden. Entsprechend des Anstieges des Geschäftsvolumens erhöhten sich die Vertriebs- und die allgemeinen Verwaltungskosten. Das Zinsergebnis verschlechterte sich einhergehend mit dem Aufbau der Verbindlichkeiten aus dem Konzernverrechnungsverkehr mit der ThyssenKrupp AG um 408 T€ auf - 465 T€. Der Jahresüberschuss nach Steuern lag bei 14,8 Mio. € gegenüber 12,1 Mio. € Vorjahr. Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite nach Steuern in Höhe von 12,2 % gegenüber 15,1% im Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den im Vorjahresvergleich gestiegenen Steueraufwand zurückzuführen. 9. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Ausführungen zum RisikomanagementsystemChancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung ergeben sich insbesondere aus den allgemeinen konjunkturellen Rahmendaten. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft kann nur im Zusammenhang mit ihrer Muttergesellschaft und im ThyssenKrupp Konzern gesehen werden. Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement-System des ThyssenKrupp Konzerns einbezogen. Dem Risiko, dass eine kontinuierliche Rohstoffversorgung unterbleibt, hat unsere Gesellschaft durch den Abschluss eines langfristigen Liefervertrages Rechnung getragen. Bei einem nachhaltigen Rückgang der Marktpreise für Titanschwamm unter die im Lieferkontrakt vereinbarte Preisuntergrenze können sich Ergebnisrisiken für die Gesellschaft ergeben. Währungskursrisiken wird durch geeignete Kurssicherungen begegnet. Aufgrund unterschiedlicher Fristigkeiten von Export- und Import-Kurssicherungen können sich gleichwohl Ergebnisrisiken in Abhängigkeit von der US-Dollar-Kursentwicklung ergeben. 10. AusblickAufgrund der starken Nachfrage und unverändert hohen Preisniveaus konnte die Gesellschaft die im kommenden Geschäftsjahr verfügbaren Kapazitäten weitgehend mit Aufträgen belegen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2007/2008 geht die ThyssenKrupp Titanium GmbH von einem gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin guten Preisniveau auf der Absatzseite sowie einer noch immer insgesamt positiven Marktentwicklung aus, so dass durch den zu erwartenden hohen Auftragseingang auch das Folgegeschäftsjahr 2008/2009 mit Aufträgen belegt werden kann. Der neue EB-Ofen wird im Laufe des Geschäftsjahres 2007/2008 in Betrieb genommen. Der neue Ofen wird der ThyssenKrupp Titanium GmbH zum einen die Möglichkeit geben, auf die weiterhin steigende Nachfrage nach Titanhalbzeugen zu reagieren sowie in der Rohstoffbeschaffung durch die Einsatzmöglichkeit von Schrotten ein höheres Maß an Flexibilität zu erlangen. Risiken der Entwicklung für das kommende Geschäftsjahr bestehen im Wesentlichen in einer Fortsetzung der Produktions- und Lieferschwierigkeiten der größeren Flugzeughersteller und sich aus der Abnahmeverzögerung zusätzlich ergebenden Angebotsmengen an Titanhalbzeugen. Auf der Kostenseite wird sich neben den eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen insbesondere die Einsatzmöglichkeit von Titanschrottmengen ergebnisverbessernd auswirken. Die Gesellschaft geht auf Grund des vorhandenen Auftragsportfolios und der insgesamt weiterhin positiven Marktentwicklung im Titanbereich sowie der Investitionspolitik für das kommende Geschäftsjahr von einem gegenüber dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres nochmals gesteigerten Ergebnis aus.
Essen, den 29. November 2007 ThyssenKrupp Titanium GmbH Geschäftsführung Dr Markus Holz Dr. Markus Berkenheide Maurizio Grisanti Bilanz zum 30. September 2007Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Oktober 2006 bis 30. September 2007
Anhang zum 30. September 2007Die ThyssenKrupp Titanium GmbH ist ein Tochterunternehmen der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss nach IFRS für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen. Die ThyssenKrupp Titanium GmbH ist in den Konzernabschluss der ThyssenKrupp AG einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. (1) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und planmäßig abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt: technische Anlagen und Maschinen 4 -15 Jahre, andere Anlagen 3-25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 -10 Jahre. Die planmäßigen Abschreibungen sind, soweit steuerlich zulässig, für Zugänge des Geschäftsjahres 2006/07 nach der degressiven Methode errechnet. Bei der degressiven Methode wird der steuerlich höchstzulässige Abschreibungssatz - maximal 30 % - zu Grunde gelegt. Sobald die lineare Methode zu höheren Abschreibungen führt, wird linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 410 EUR, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Reserveteile bestehen Festwerte in Höhe von 40 % der Anschaffungs- und Herstellungskosten. Reserveteile mit Einzelwerten bis einschließlich 205 EUR werden in den Vorräten ausgewiesen. Die im Festwert geführten Reserveteile wurden im Rahmen einer Festwertinventur zum 01. September 2007 aufgenommen. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht aktiviert. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Herstellungskosten der Erzeugnisse wurden nach der gleitenden Durchschnittswertmethode ermittelt. Unter den Vorräten sind Vertriebsrisiken und Risiken aus eingeschränkter Verwertbarkeit angemessen berücksichtigt. Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit Ausnahme von Altersteilzeitverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen in Höhe des steuerlichen Teilwertes unter Anwendung der an konzernspezifischen Verhältnisse angepassten "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Es wurde ein Diskontierungssatz von 4% verwendet. Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich wie beispielsweise für Jubiläumszuwendungen und Urlaubsansprüche werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet. Für vorübergehende Unterschiede zwischen dem zu versteuernden Ergebnis und dem Handelsergebnis wird eine Steuerabgrenzung durchgeführt. Auf den Ausweis eines aktivischen Abgrenzungspostens wird verzichtet. Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. (2) WährungsumrechnungFremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Anschaffungskurs oder zum jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. (3) Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenDie Entwicklung der Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagespiegel (Seite 4 dieses Anhangs) dargestellt. Die Anlagenzugänge sind im Lagebericht in den Ausführungen zu den Investitionen erläutert. (4) Vorräte
Die Herstellungskosten der Erzeugnisse wurden zum 30. September 2007 nach der gleitenden Durchschnittskostenmethode ermittelt. Anlagevermögen
(5) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 6.149 (Vj. TEUR 3.817) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 2.078 (Vj. TEUR 1.463) sowie Forderungen aus dem Konzernfinanzverkehr mit der ThyssenKrupp AG in Höhe von TEUR 4.147 (Vj. TEUR 7.809) ausgewiesen. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Restlaufzeit der Forderungen liegt unter einem Jahr. (6) EigenkapitalDas gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt am 30. September 2007 TEUR 1.534 und wird ausschließlich von der ThyssenKrupp Titanium S.p.A., Terni/Italien gehalten. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von TEUR 21.817 (Vj. TEUR 19.027) aus. (7) Sonderposten mit RücklageanteilDer Sonderposten mit Rücklageanteil nach R 6.6 EStR beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 44 (Vj. TEUR 80). (8) Rückstellungen
Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 459 (Vj. TEUR 869) ergebniswirksam im Personalaufwand zugeführt. Die Pensionsverpflichtungen sind mit dem steuerlichen Teilwert nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der an konzernspezifische Verhältnisse angepassten "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Dabei wurde ein Rechnungszins von 4,0 % p.a. verwendet. Im Berichtsjahr wurde den Rentenempfängern der Gesellschaft eine Mindestanpassung ihrer Betriebsrenten für die Jahre 2008 bis 2012 bzw. für Versorgungsberechtigte des Essener Verbandes für die Jahre 2008 bis 2013 in Höhe von 1 % p.a. zugesagt. Die Zusage der Mindestanpassung wurde bei den Pensionsrückstellungen entsprechend berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken ab. Sie betreffen vor allem Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, Gewährleistungen, Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere Jubiläumszuwendungen, Urlaubsansprüche und Jahressonderzahlungen sowie für weitere ungewisse Verbindlichkeiten. Der Diskontierungssatz für Jubiläumsrückstellungen beträgt wie im Vorjahr 4%. (9) Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber der Gesellschafterin handelt es sich ausschließlich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern TEUR 421 (Vj. TEUR 395). Weitere TEUR 36 (Vj. TEUR 18) betreffen die soziale Sicherheit. (10) Sonstige finanzielle VerpflichtungenVerpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig:
Die Verpflichtungen aus Mieten/Pachten betreffen verbundene Unternehmen. Die ThyssenKrupp Titanium GmbH hat sich in einem bis zum 31. Dezember 2008 laufenden Vertrag zur Abnahme von Titanschwamm verpflichtet. Die zum Bilanzstichtag bestehende Abnahmeverpflichtung aus dem Vertrag beläuft sich auf ca. EUR 11,5 Mio. Das Bestellobligo für Investitionen hält sich im üblichen Rahmen. (11) Derivative FinanzinstrumenteDie Gesellschaft verwendet folgende derivative Finanzinstrumente: Zur Absicherung gegen Fremdwährungsrisiken werden Devisentermingeschäfte geschlossen. Die mit einem Nominalvolumen von EUR 33,5 Mio. zur Exportsicherung und EUR 38,4 Mio. zur Importsicherung abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von TEUR 1.270 (Vj. TEUR 371). Die Ermittlung des Zeitwerts ergibt sich aus der Glattstellung der Sicherungsgeschäfte zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Terminkurs aus dem Ursprungsgeschäft. Die Sicherungsgeschäfte für Fremdwährungen werden bei dem Konsortium für Kurssicherung Sal. Oppenheim Jr. & Cie., Düsseldorf, abgeschlossen. (12) UmsatzerlöseUmsatzerlöse nach Absatzgebieten
Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 78.963 (Vj. TEUR 53.484) auf verbundene Unternehmen, davon auf die Gesellschafterin TEUR 48.792 (Vj. TEUR 34.622). (13) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Kursgewinne. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von TEUR 36 (Vj. TEUR 37) enthalten. (14) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen insbesondere Kursverluste. (15) Zinsergebnis
(16) Steuern vom Einkommen und vom ErtragAls Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer ausgewiesen. Angaben bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens (17) Materialaufwand des Geschäftsjahres, gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB
In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren sind überwiegend Aufwendungen für Einsatzstoffe, Hilfs- und Betriebsstoffe, Werksgeräte und Reserveteile enthalten. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um Energien, Lohn- und Instandhaltungsarbeiten sowie Transport- und Laborleistungen. (18) Personalaufwand des Geschäftsjahres, gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB
(19) MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der Mitarbeiter
(20) Bezüge der GeschäftsführerGeschäftsführer sind:
Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern sind TEUR 282 (i.Vj. TEUR 263) zurückgestellt.
Essen, den 29. November 2007 ThyssenKrupp Titanium GmbH Die Geschäftsführung Dr Markus Holz Dr. Markus Berkenheide Maurizio Grisanti Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss -- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ThyssenKrupp Titanium GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ThyssenKrupp Titanium GmbH, Essen. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 30. November 2007 KPMG
Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Nunnenkamp, Wirtschaftsprüfer Pritzer, Wirtschaftsprüfer |
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