Master Data

Registry
Register court Würzburg HRB 6955
Registered
4/13/2000
Industry
Processing and preserving of meat of animals n.e.c.Processing and preserving of meat of bovine animalsProduction of bovine meat
Purpose
ist der Betrieb eines EG-Schlacht- und Zerlegebetriebs.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Jürgen Förster
since 4/11/2012
Managing Director

Beneficial Owners

100.00% identified0.00% unresolved

Identified persons (2)

NameOwnership
66.66%
33.34%

Shareholders

2 shareholders

GmbH structure

97947 Grünsfeld
€16,666
66.66%
97947 Grünsfeld
€8,334
33.34%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Friedrich Neckermann GmbH

Aub

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

für den Schlachthof Friedrich Neckermann GmbH

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Gegenstand des Unternehmens ist das Schlachten und Zerlegen von Schweinen, Großvieh (Rinder, Kühe, Bullen und Kälber) und Schafen und des dazugehörigen Vertriebs der geschlachteten Ware.

Ferner gehören im weiteren Umfeld mit zum Geschäftsbereich der Handel mit Ferkeln und Jungvieh, also Versorgung der Landwirtschaft mit lebenden Tieren als Basis für die nachweisbare und überschaubare Herkunft und Aufzucht der künftigen Schlachttiere.

Das Unternehmen bedient nahezu ausschließlich den süddeutschen inländischen Raum und teilweise Lieferung in EU-Länder, um für bestimmte Produkte eine bessere Wertschöpfung zu erreichen.

Entwicklung der Branche

Die Fleischwirtschaft in Deutschland war 2023 von einem Rückgang der Produktion, steigenden Kosten, politischen Regulierungen und einem veränderten Konsumverhalten geprägt. Diese Faktoren führten zu einer Umstrukturierung der Branche und einem verschärften Wettbewerb sowohl auf dem nationalen als auch auf dem internationalen Markt. Die Branche steht weiterhin vor der Herausforderung, sich an die veränderten Marktbedingungen, den Druck zur Nachhaltigkeit und das sich wandelnde Konsumverhalten anzupassen. Die folgende Darstellung bezieht sich auf Veröffentlichungen vom Verband der Fleischwirtschaft, Destatis und Agrarheute.

a) Versorgung und Marktentwicklung in EU und am Weltmarkt

Der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) hat in seinem Lagebericht 2023 die Entwicklungen in der Fleischversorgung und Marktentwicklung in der EU und auf dem Weltmarkt analysiert.

Fleischproduktion in der EU:

Schweinefleisch: Die Schweinefleischproduktion in der EU verzeichnete einen Rückgang. In Deutschland sank die Schweinefleischerzeugung 2022 um 9,8 ?% auf 4,481 Millionen Tonnen. Dieser Abwärtstrend setzte sich Anfang 2023 fort.

Geflügel und Rindfleisch: Die Produktion von Geflügel blieb weitgehend stabil, während die Rindfleischproduktion leichte Rückgänge verzeichnete.

Fleischverbrauch in der EU:

Pro-Kopf-Verzehr: Der durchschnittliche Fleischverzehr pro Person in Deutschland sank 2022 um 4,2 ?kg auf 52 ?kg. Davon entfielen 29 ?kg auf Schweinefleisch, das damit weiterhin die meistkonsumierte Fleischart blieb. Der Anteil von Fleischersatzprodukten am Gesamtverbrauch lag mit 2,5 ?% weiterhin auf niedrigem Niveau.

Außenhandel:

Exporte: Die deutschen Fleischexporte reduzierten sich 2022 um 6,2 ?% auf rund 3,4 Millionen Tonnen. Trotz dieses Mengenrückgangs stiegen die Exporterlöse aufgrund gestiegener Preise um 16,7 ?% auf fast 10 Milliarden Euro. Besonders betroffen waren die Exporte von Schweinefleisch in Drittländer, die aufgrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und damit verbundener Importverbote deutlich zurückgingen.

Importe: Die Importe von Fleisch und Schlachtnebenerzeugnissen sanken um 5,1 ?% auf 2,03 Millionen Tonnen.

Globale Marktentwicklungen:

Weltweite Trends: Die globale Fleischproduktion stagnierte oder sank leicht, bedingt durch die Verknappung von Futtermitteln und steigende Energiepreise. Die Nachfrage in asiatischen Märkten, vor allem China, bleibt hoch, obwohl Importbarrieren bestehen.

Preissteigerungen: Die Preise für Fleisch stiegen weltweit durch hohe Produktionskosten und eine knappe Angebotslage.

Regionale Unterschiede: Nordamerika und Brasilien profitieren von Exportmöglichkeiten nach Asien, während die EU Marktanteile aufgrund von Handelsbeschränkungen und regulatorischen Hürden verliert.

Herausforderungen und Chancen:

Herausforderungen:

Die deutsche Fleischwirtschaft sieht sich mit politischen Unsicherheiten, Regulierungsdruck und steigenden Kosten für Arbeitskräfte und Energie konfrontiert. Diese Faktoren beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Schlachtbetriebe. Zudem erschweren Importverbote aus asiatischen Ländern den Export.

Chancen:

Der VDF betont die Bedeutung von Exportmärkten für die deutsche Fleischwirtschaft und setzt sich für erfolgreiche Regionalisierungsverhandlungen zur Wiederaufnahme von Schweinefleischexporten nach China ein. Zudem fordert der Verband praxisgerechte und bürokratiearme Umsetzungen von EU-Verordnungen, wie der Verordnung (EU) 2023/1115 für entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR), um zusätzliche Belastungen für die Branche zu minimieren.

b) Versorgung und Marktentwicklung in Deutschland

Marktentwicklung:

Fleischproduktion: Die Fleischerzeugung in Deutschland ging im siebten Jahr in Folge zurück und sank 2023 um 4 ?% auf 6,8 ?Mio. ?t Schlachtgewicht.

Schweineschlachtungen: Die gewerblichen Schweineschlachtungen reduzierten sich um 7 ?% (3,3 ?Mio. Tiere) auf 43,8 ?Mio. Stück.

Rinderschlachtungen: Die Zahl der geschlachteten Rinder blieb nahezu konstant bei 2,99 ?Mio. Tieren, wobei das durchschnittliche Schlachtgewicht leicht anstieg.

Selbstversorgung:

Trotz des Rückgangs bleibt Deutschland einer der größten Schweinefleischproduzenten in Europa. Im ersten Halbjahr 2023 importierte Deutschland etwa 322.200 Tonnen Schweinefleisch und exportierte rund 609.400 Tonnen, was einen Exportüberschuss von über 287.100 Tonnen ergib. Trotz der vielen Schweinehalter, die aufgeben, ist Deutschland (Stand 2023) noch immer der zweitgrößte Schweinfleisch-Erzeuger in Europa.

Fleischverbrauch in Deutschland:

Gesamtverbrauch: Der durchschnittliche Fleischverzehr sank um 0,4 ?kg auf 51,6 ?kg pro Person, was einem Rückgang von 0,7 ?% entspricht.

Schweinefleisch: Seit 2012 verringerte sich der Verzehr von Schweinefleisch um rund 10 ?kg und lag 2023 bei etwa 28,5 ?kg pro Kopf.

Rind- und Geflügelfleisch: Der Konsum von Rind- und Geflügelfleisch blieb weitgehend stabil.

Importe und Exporte:

Fleischexporte: Die Ausfuhr von Fleisch und Fleischwaren verringerte sich um 18.000 ?t auf 528.900 ?t, wobei die Exporterlöse aufgrund gestiegener Preise um 166,7 ?Mio. ?€ auf 2,909 ?Mrd. ?€ stiegen.

Fleischimporte: Die Einfuhr von Fleischwaren nahm um 4,6 ?% (18.000 ?t) auf etwa 398.000 ?t zu, während die Einfuhr von Fleisch- und Schlachtnebenerzeugnissen um 3,7 ?% (78.000 ?t) auf 2,02 ?Mio. ?t zurückging.

Verbraucherverhalten:

Konsumtrends: Der Rückgang des Fleischverzehrs im privaten Bereich verlangsamte sich; 2023 betrug der Rückgang 0,7 ?%, während er 2022 noch bei 8,1 ?% lag.

Wurst und Schinken: Der Pro-Kopf-Verzehr von Wurst und Schinken lag stabil bei rund 26 ?kg.

c) Preisentwicklung:

Erzeugerpreise:

Die Erzeugerpreise für Fleisch und Fleischwaren in Deutschland stiegen im Jahr 2023 um etwa 12,86 ?% gegenüber dem Vorjahr.

Verbraucherpreise:

Auch die Verbraucherpreise für Fleisch erhöhten sich im Jahr 2023 um 8,33 ?% im Vergleich zu 2022.

Laut dem Verband der Deutschen Fleischwirtschaft (VDF) hat sich der Trend zu pflanzlichen Alternativen weiter verstärkt, und der Verbrauch von Fleisch ist in Deutschland leicht rückläufig. Die Fleischwirtschaft sieht sich einem zunehmend regulierten Markt gegenüber, insbesondere im Hinblick auf Tierschutzstandards und Umweltauflagen. Zusätzlich stiegen die Produktionskosten durch höhere Energiepreise, gestiegene Futterkosten sowie Lohnerhöhungen.

Dennoch blieb die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Fleischprodukten, insbesondere im Premium-Segment, stabil. Exportmärkte trugen weiterhin erheblich zum Gesamtumsatz bei.

Wirtschaftsbericht

Darstellung der Lage

Trotz der insgesamt herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage, die auch durch politische Einschränkungen beeinflusst wurde, insbesondere durch die starken Beschränkungen im Export nach China, konnte die Friedrich Neckermann GmbH seinen Umsatz um 9,45 % steigern. Der Jahresüberschuss verzeichnete eine deutliche Verbesserung um 52,78 %.

Das Unternehmen weist keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf. Sämtliche Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen wurden im Berichtszeitraum vollständig aus dem Cashflow finanziert.

a) Ertragslage

Trotz der anhaltenden Herausforderungen durch die weltpolitischen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist es dem Unternehmen dank intensiver Anstrengungen und des außergewöhnlichen Einsatzes aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelungen, die Umsatzentwicklung im Vergleich zu 2022 stabil zu gestalten und positive Fortschritte zu erzielen.

Der Umsatz in 2023 (43,65 Mio. €) hat im Vergleich zum Vorjahresumsatz (39,80 Mio. €) einen Zuwachs von 9,45 % verzeichnet.

b) Finanzlage

Die finanzielle Situation des Unternehmens ist stabil. Unser Finanzmanagement sorgt dafür, dass Forderungen fristgerecht innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele eingezogen werden und Verbindlichkeiten termingerecht beglichen werden. Die eingeräumten Kontokorrentlinien unserer Banken wurden nicht in Anspruch genommen. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gewährleistet. Insgesamt kann die Finanzlage als solide und zuverlässig eingestuft werden.

c) Vermögenslage

Die Vermögensstruktur des Unternehmens wird hauptsächlich durch das Anlagevermögen sowie durch Vorräte und Forderungen bestimmt. Das Anlagevermögen wird planmäßig abgeschrieben. Die Vermögenslage ist als stabil zu bewerten. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 0,38 Mio. € getätigt.

d) Mitarbeiter

Im Jahr 2023 waren im Durchschnitt, umgerechnet auf Vollzeitäquivalente, insgesamt 119 Mitarbeitende (Vorjahr: 115 Mitarbeitende) im Unternehmen beschäftigt.

e) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerungsinstrumente des Unternehmens umfassen in erster Linie die Überwachung der Gesamtumsatzrendite sowie die fortlaufende Kontrolle von Forderungen, Verbindlichkeiten und Liquidität. Dadurch wird sichergestellt, dass jederzeit ein aktuelles und umfassendes Bild der Unternehmenssituation vorliegt. Die Ergebnisse bestätigen die Effektivität der eingesetzten internen Steuerungsmechanismen.

Die Gesamtumsatzrendite liegt im Durchschnitt bei 2,52 % (Vorjahr: 1,80 %).

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risikobericht

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein weiterhin herausforderndes Umfeld erwartet. Als Unternehmen der Lebensmittelbranche bewegt sich die Friedrich Neckermann GmbH operativ auf einem Markt mit einer Vielzahl an speziellen Risiken.

Unsere Branche ist weiterhin gekennzeichnet durch die schwierigen Marktbedingungen. Die globale Wettbewerbssituation hat sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung in der Fleischbranche weiter verschärft. Starker Wettbewerb, schwierige Marktbedingungen infolge zunehmender Globalisierung und erhöhter Markttransparenz, veränderte Kundengewohnheiten, strengere Vorschriften sowie die Konkurrenz von angebotenen Leistungen und Servicequalitäten kennzeichnen unsere Branche.

Daneben sind auch besondere Entwicklungen zu betrachten, die sowohl den Gesamtmarkt als auch das einzelne Unternehmen betreffen können.

Dazu zählen u.a. unvorhersehbare Umweltfaktoren wie Dürreperioden oder extreme Wetterereignisse, die die Verfügbarkeit von Rohstoffen und die Produktionsbedingungen beeinträchtigen und somit die Fleischproduktion gefährden können.

Die Preise für Futtermittel, Energie und andere Produktionsressourcen sind starken Schwankungen unterworfen, was sich auf die Produktionskosten und die Rentabilität auswirken kann.

Risiken bestehen bei auftretenden Krankheiten im Viehbestand der Erzeuger oder bei Seuchen (z.B. ASP).

Ein besonderes Risiko bleibt der Fachkräftemangel. Die fortschreitende Schließung von Metzgereien in Deutschland und der Mangel an ausgebildeten Metzgern zwingt unsere Branche, weiterhin auf ausländisches Personal zu setzen. Dies könnte zu zusätzlichen Belastungen bei der Integration der Mitarbeiter und den steigenden Lohnkosten führen.

Der Konzentrationsprozess auf der Abnehmerseite wird sich weiterhin fortsetzen, sodass sich die Kunden- und Absatzstruktur weiter verengen wird. So bestimmen derzeit in Deutschland 5 Handelsketten mit rd. 75 % des Lebensmittelumsatzes den Absatz für Fleischprodukte. Für alle Marktteilnehmer bestehen zwischenzeitlich erhebliche Abhängigkeiten verbunden mit Liefer-, Produktions- und Preisrisiken.

Zu beachten ist der Einfluss des Tierwohls auf das Verhalten der Gesellschaft, da immer mehr Menschen wissen wollen, wie die Tiere gehalten werden, deren Fleisch sie verzehren. Hier würde es darauf ankommen welches Vertrauen die Initiativen und das Label in der Bevölkerung genießen.

Potentiellen Produkthaftungsrisiken begegnen wir mit laufenden Kontrollen der Qualitätsstandards. Zusätzlich sind wir durch eine Produkthaftpflichtversicherung abgesichert. So besteht in Bezug auf Hygiene und Fleischqualität kein Risiko.

Das Liquiditätsrisiko, d.h. das Risiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, besteht aufgrund der eingeräumten Kredite derzeit nicht.

Die Firma ist nach International Featured Standards (IFS) zertifiziert.

 

Aub, den 3. Januar 2025

gez. Jürgen Förster, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 518.472,00 272.086,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.823,00 7.695,00
II. Sachanlagen 514.649,00 264.391,00
1. technische Anlagen und Maschinen 68.933,00 48.898,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.186,00 210.963,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.530,00 4.530,00
B. Umlaufvermögen 5.732.642,80 5.626.744,64
I. Vorräte 1.202.768,96 1.210.922,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.509.883,36 3.014.580,36
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 6.757,94
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.509.883,36 3.007.822,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.019.990,48 1.401.241,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 136.209,44 170.004,11
Summe Aktiva 6.387.324,24 6.068.834,75

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.095.217,14 2.525.516,98
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 2.070.217,14 2.500.516,98
davon Gewinnvortrag 1.300.511,98 1.996.909,17
B. Rückstellungen 2.608.872,76 1.995.150,66
C. Verbindlichkeiten 1.683.234,34 1.548.167,11
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 89.897,21
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 132.670,18 30.307,23
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.550.564,16 1.427.962,67
Summe Passiva 6.387.324,24 6.068.834,75

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.588.066,89 10.394.951,91
2. Personalaufwand 4.487.972,20 4.150.368,14
a) Löhne und Gehälter 3.746.587,52 3.447.520,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 741.384,68 702.847,59
3. Abschreibungen 105.944,68 76.633,65
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 105.944,68 76.633,65
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.889.857,56 5.439.458,48
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.299,61 1.414,91
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 147,13 0,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 326.792,62 214.212,22
8. Ergebnis nach Steuern 778.652,31 515.694,33
9. sonstige Steuern 8.947,15 12.086,52
10. Jahresüberschuss 769.705,16 503.607,81
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.300.511,98 1.996.909,17
12. Bilanzgewinn 2.070.217,14 2.500.516,98

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

1. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 der Friedrich Neckermann GmbH mit Sitz in Aub ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter HRB 6955 eingetragen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB .

Die Gesellschaft wählt zur Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB.

Die Wertansätze des Jahresabschlusses der Friedrich Neckermann GmbH zum 31.12.2022 wurden unverändert übernommen.

Die in den Vorjahren angewandten Abschreibungsmethoden wurden im Geschäftsjahr beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung entsprechend der Nutzungsdauer, bewertet.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer und den Zugängen mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet.

Die Anlagegegenstände werden linear und monatsgenau abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Bei der Darstellung um Anlagespiegel wird ein fiktiver Abgang im gleichen Jahre unterstellt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt nachfolgenden Grundsätzen:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Waren sind zu den Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzten sich aus dem in direktem Zusammenhang mit der Herstellung in der Fertigung entstandenen Kosten und den notwendigen Gemeinkosten zusammen unter der Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertung. Fremdkapitalzinsen sind nicht berücksichtigt.

Die Bewertung der versandfertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd, wobei ein Abschlag vom Nettoverkaufspreis für die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten, sowie für den Gewinn vorgenommen wird.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferung und Leistung ist das Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Eigenkapitalpositionen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen werden erkennbare Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Sie werden in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

B. Erläuterung zu Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.713,27 0,00 5.402,79
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 68.713,27 0,00 5.402,79
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 51.805,45 29.820,80 1.650,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 438.948,60 329.840,29 8.319,33
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.530,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 495.284,05 359.661,09 9.969,33
Summe Anlagevermögen 563.997,32 359.661,09 15.372,12
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 63.310,48
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 63.310,48
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 79.976,25
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 760.469,56
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.530,00
Summe Sachanlagen 0,00 844.975,81
Summe Anlagevermögen 0,00 908.286,29
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.018,27 3.862,00 5.392,79 0,00 59.487,48
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 61.018,27 3.862,00 5.392,79 0,00 59.487,48
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.907,45 9.785,80 1.650,00 0,00 11.043,25
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.985,60 91.558,29 260,33 0,00 319.283,56
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 230.893,05 101.344,09 1.910,33 0,00 330.326,81
Summe Anlagevermögen 291.911,32 105.206,09 7.303,12 0,00 389.814,29
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 3.823,00 7.695,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 3.823,00 7.695,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 68.933,00 48.898,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 441.186,00 210.963,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.530,00 4.530,00
Summe Sachanlagen 0,00 514.649,00 264.391,00
Summe Anlagevermögen 0,00 518.472,00 272.086,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind TEUR 12.2 Ansprüche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten (Vorjahr: TEUR 13.4)

3. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

4. Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 1.300,50.

5. Sonstige Rückstellungen

In dieser Position sind Rückstellungen für Personalkosten, Archivierung, Rechtsberatungskosten, im Geschäftsjahr unterlassene Instandhaltungen, Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, für in Rechnung gestellte, aber bestrittene, Dienstleistungen, sowie Aufwendungen für eine drohende Haftungsinanspruchnahme, enthalten.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf ein Unternehmen aus dem Liefer- und Warenverkehr und gegenseitiger Verrechnung.

Es ergibt sich folgende Gliederung der Verbindlichkeiten:

Verbindlichkeiten Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
TEUR
Insgesamt 2023
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 1.433,3 0,00 1.433,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen 80,4 0,00 80,4
Sonstige Verbindlichkeiten 169,6 0,00 169,6
(davon aus Steuern) (69,3) (0,7)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (69,3) (0,7)
1.683,2 0,00 1.683,2

Alle Verbindlichkeiten hatten im Vorjahr auch eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Für Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 631.1) aus Verlusten durch Insolvenz eines Kunden enthalten.

D. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mit Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrag das gesamte bewegliche und unbewegliche Sachanlagevermögen des Betriebsteils in Aub, Rothenburgerstr. 1 der Förster GmbH & Co. KG gepachtet. Darüber hinaus wurden auch alle materiellen und immateriellen Gegenstände und Rechte aller Art, die dem Betrieb der verpachteten Anlagen zu dienen bestimmt sind oder die mit diesem Betrieb im Zusammenhang stehen der Gesellschaft zur Nutzung überlassen. Die monatliche Festpacht beträgt TEUR 50 (netto). Der Pachtvertrag von 2012 ist am 31.03.2022 abgelaufen. Die Verlängerungsoption wurde nicht ausgeübt. Eine vertragliche Neugestaltung konnte bisher nicht erreicht werden. Die Pacht wurde in 2023 bis auf 4 Monate vollständig entrichtet.

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für diverse Darlehen der Förster GmbH & Co. KG. Diese Darlehen valutieren zum Stichtag noch mit TEUR 994. Aufgrund der Geschäftsentwicklung und Liquiditätslage der Förster GmbH & Co. KG halten wir das Risiko einer Inanspruchnahme als vernachlässigbar, sofern es gelingt den Pachtvertrag langfristig zu prolongieren.

Wechselverbindlichkeiten und sonstige Bürgschaften bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

2. Personal

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer lag im Geschäftsjahr bei 119 Mitarbeitern.

3. Geschäftsführung

Alleiniger Geschäftsführer war Herr Jürgen Förster, Groß- und Außenhandelskaufmann, Grünsfeld.

Herr Jürgen Förster ist einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Geschäftsführung macht von der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

4. Wichtige Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Eine Verlängerung des Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrages konnte bis jetzt nicht erreicht werden, obwohl der Gesellschafterkreis bei beiden Firmen identisch ist.

5. Gewinnverwendung

Die Gesellschaft hat in 2023 aus dem Gewinnvortrag EUR 1.200.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 952.537,92 auf neue Rechnungen vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

Hiermit bestätige ich die Richtigkeit des vorstehenden Jahresabschlusses der Friedrich Neckermann GmbH mit Sitz in Aub für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und unterschreibe diesen gemäß § 245 HGB.

 

Aub, den 3. Januar 2025

gez. Jürgen Förster, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) handelt es sich um die nach §§ 327, 276, 288 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Friedrich Neckermann GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Friedrich Neckermann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Friedrich Neckermann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Coburg, den 3. Januar 2025

BNHS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Mathis Neumann, Wirtschaftsprüfer

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