Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH
Same addressActivities of holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Oliver Pfirrmann since 11/29/2024 | Managing Director |
Matthias Millers since 11/29/2024 | Managing Director |
Peter Thomas since 11/29/2024 | Procura |
Anja Wenke since 11/29/2024 | Procura |
Marc Rahmel since 4/7/2016 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 89.75% | |
Tenneco Automotive Operating Company LLC | 10.24% |
Company ownership and partner structure
2 shareholders
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Tenneco GmbHEdenkobenJahresabschluss zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen der Gesellschaft1A Geschäftsmodell der GesellschaftDie Tenneco GmbH ist in einen weltweiten Konzern unter US-amerikanischer Leitung eingebettet. Der Konzern ist im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Teilen für die Automobilindustrie insbesondere für Verbrennungsmotoren tätig. Die Tenneco GmbH gehört als Tochterunternehmen der Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH (TDH) zum europäischen Geschäftszweig des Tenneco-Konzerns, hier näher dem Segment "Clean Air". Die Tenneco Inc. ist seit November 2022 im Eigentum von Fonds der Apollo Global Management, New York. Tenneco gehört zu den weltweit größten Zulieferern von Abgas- und Fahrwerksystemen im Erstausrüstungs- und Ersatzteilmarkt. Im Zentrum der europäischen Aktivitäten steht die Tenneco GmbH, ein führender europäischer Entwicklungspartner und Erstausrüster der Automobilindustrie im Abgasbereich. 1B Forschung und Entwicklung (F&E)Das Forschungs- und Entwicklungszentrum Edenkoben arbeitet für die gesamte Tenneco Gruppe und entwickelt Produkte die in den Regionen Europa, Asien, Afrika und Amerika gefertigt werden. Das europäische F&E-Zentrum ist fester Bestandteil und tragende Säule der globalen F&E Strategie und der globalen Entwicklungsprozesse. Die Leitung verschiedener Engineering Kompetenzcenter ist am Standort Edenkoben beheimatet. Hierzu gehören unter anderem die Leitung der weltweiten Test-Aktivitäten sowie die Leitung der Basisentwicklung, um auf zukünftige Technologiesprünge vorbereitet zu sein. Im Rahmen dieser Entwicklung wird das F&E Zentrum der Tenneco GmbH weiterhin eine führende Rolle in der Tenneco Gruppe spielen und neue Technologien zur Abgasreinigung und Emissionsreduktion entwickeln. Dies sichert die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Original Equipment Abgassysteme. Aufgrund aktueller Vorhaben der Europäischen Union und lokaler Gesetzgebung wird parallel an einer Erweiterung des Produktportfolios gearbeitet. Der F&E-Aufwand betrug in 2023 nach Kundenerstattungen und Intercompany Erlösen und ohne Prototypenverkäufe sowie Umstrukturierungsaufwendungen 12,6 Mio. Euro (2,0% vom Umsatz). Die Produktentwicklung wird durch interdisziplinäre Projektteams aus Entwicklung, Vertrieb, Konstruktion, Fertigung, Einkauf und Controlling vorangetrieben. Die Teamarbeit umfasst die gesamte Prozesskette einschließlich Musterteilen und Prototypen. Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 287 (Vorjahr: 343) Mitarbeiter im Bereich F&E, Prototypenbau und Kundenteams beschäftigt. Aufgrund geänderter Kundenbedarfe wurde die Mitarbeiterkapazität gleichmäßig über alle Entwicklungsbereiche reduziert. Die Entwicklungsleistungen werden teils als Einmalzahlung nach Milestones abgegolten, teils über den Serienverkaufspreis bezahlt. Die Finanzierung erfolgt über den bei der Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH (TDH) eingerichteten Cash Pool. 2. Wirtschaftsbericht2A Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Darstellung des Geschäftsverlaufs2A1 Branchenentwicklung von Zulieferindustrie und Automobilherstellern in Deutschland und weltweitDer konjunkturelle Verlauf des Jahres 2023 war durch die globalen Krisen beeinträchtigt, unter anderem durch die Folgen des weiter anhaltenden Krieges in der Ukraine und weiteren Eskalationen im Nahen Osten. Insgesamt wuchs die Wirtschaft global. Jedoch zeigt sich für das vierte Quartal 2023 für die weltweite Konjunktur ein unterschiedliches Bild. Im Euroraum und China stagnierte die Wirtschaftsleistung, wohingegen in den USA die Wirtschaft expandiert. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Industrieproduktion. Diese erhöhte sich weltweit leicht aufgrund wachsender Aktivitäten in den Schwellenländern. Bei den Industrien im Euroraum sinkt die Produktion tendenziell seit einem Jahr. (Monatsbericht Deutsche Bundesbank Februar 2024, S. 7) Auch im Jahr 2024 setzt sich ein uneinheitliches Bild fort. Während Chinas Wirtschaftswachstum nachlässt, wächst der Euroraum moderat. In den USA wächst die Wirtschaft weiter. Weltweit, insbesondere in den USA und Japan, stieg die industrielle Produktion in der ersten Hälfte des Jahres 2024 deutlich an. Einzig der Euroraum konnte hinsichtlich der industriellen Produktion nicht mithalten. Dort nahm die Produktionsleistung ab. (Monatsbericht Deutsche Bundesbank August 2024, S. 5). In der Bundesrepublik Deutschland entwickelte sich die gesamtwirtschaftliche Leistung im Jahr 2023 negativ. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3%. Hier machte sich die schwächere Auslandsnachfrage und die hohen Energiekosten bemerkbar, die auf der Industrieproduktion lasten. Weiterhin dämpfen die stark gestiegenen Finanzierungskosten die Investitionstätigkeit. (Monatsbericht Deutsche Bundesbank Januar 2024, S.5) Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei 6,0% (2022: 8,7%). Dabei war die Inflationsrate im Jahresverlauf stark rückläufig: von 8,6% im Januar auf 2,9% im Dezember. (Monatsbericht Deutsche Bundesbank Januar 2024, S.8) Auch im ersten Halbjahr 2024 war für die Bundesrepublik Deutschland keine Trendwende spürbar. Nach kurzem Aufwind im ersten Quartal 2024 mit einem BIP-Wachstum von 0,2% sank das reale Bruttoinlandsprodukt saisonbereinigt im zweiten Quartal wieder um 0,1% gegenüber dem Vorquartal. Die Kernrate der Inflation blieb im bisherigen Verlauf des Jahres 2024 weitgehend unverändert bei 3,3%. (Monatsbericht Deutsche Bundesbank August 2024, S. 9-11) Im Schlussquartal 2023 ging die Industrieproduktion gegenüber dem Vorquartal zurück. Diesem Trend konnten auch die rückläufigen Energiepreise nicht bremsen. Neben den höheren Finanzierungskosten wirkt sich die Unsicherheit über die zukünftige Fiskal- und Klimapolitik belastend auf das Wirtschaftsgeschehen aus. Entgegen dem rückläufigen Trend der Industrieproduktion zeigte sich die Automobilproduktion stabil. Zwar gingen in diesem Bereich die Zahl der verkauften PKWs im Dezember 2023 etwas zurück. Hauptursache war ein Sondereffekt (Änderung der Förderung von E-Autos). Über das gesamte Jahr jedoch stieg die Anzahl der verkauften Autos um 13,7% in der EU (inkl. EFTA und UK). Dieses Bild zeigt sich auch weltweit, da fast alle Märkte zweistellig gewachsen sind. (https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-Märkte-im-Jahr-2023-mit-kräftigem-Wachstum) Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie e.V. (VDA) betrug die Anzahl der 2023 in Deutschland neu zugelassenen PKW 2,8 Mio. Fahrzeuge. Dies entspricht einer Steigerung von rund 7% gegenüber 2022. Weltweit wuchs die Anzahl der Neuzulassungen ebenfalls deutlich. Erwähnt sei dabei der europäischen Pkw-Markt mit rund 14% mehr zugelassenen Fahrzeugen und der US-Light-Vehicle-Markt mit einem Anstieg von 12%. Bei den Nutzfahrzeugen wurden 359.689 Einheiten zugelassen. Dies entspricht einer Steigerung von 15% gegenüber 2022 (312.391 Einheiten). (https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/neuzulassungen-und-besitzumschreibungen). Ebenso wie die Neuzulassungen legten die PKW-Exporte aus Deutschland mit rund 17% deutlich auf 3,11 Mio. Einheiten zu gegenüber 2,65 Mio. Einheiten in 2022. Dies entspricht einer Exportquote von 75,7%. Dabei ist Europa nach wie vor der wichtigste Exportmarkt mit einem Anteil von 57% (2022: 54%). (https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/export) Der VDA berichtet, dass der Umsatz der Zulieferindustrie im Jahr 2023 mit 92,1 Mrd. Euro 9% über den Vorjahreswerten lag. Dabei stieg das Geschäft mit den ausländischen Kunden um 12% stärker an als der Inlandsumsatz. Die Exporterlöse beliefen sich auf 40,8 Mrd. Euro. Die Inlandsumsätze stiegen um 7% und lagen damit bei 51,3 Mrd. Euro. (https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/allgemeines) Die gesamte Automobilindustrie am Standort Deutschland konnte im Jahr 2023 weiterhin einen zweistelligen Anstieg der Gesamtumsätze verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr 2022 stiegen die Erlöse um 11% auf 564,2 Mrd. Euro. In den Zahlen spiegelt sich eine deutlich verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit für die Kunden wider. Insgesamt steigerte sich der Umsatz mit inländischen Kunden auf 171,1 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 11% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bei den Exporten zeigt sich ein noch positiverer Verlauf. Hier stiegen die Umsätze auf 393,1 Mrd. Euro, dies entspricht einer Steigerung von 12% im Vergleich zum Vorjahr. (https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/allgemeines). Die Anzahl der Mitarbeiter in der Zulieferindustrie verringerte sich im Jahresdurchschnitt minimal auf 273.476. Dies entspricht -0,15% gegenüber dem Vorjahr. In der gesamten Automobilindustrie hingegen erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten leicht auf 779.662. Dies entspricht +0,69% gegenüber dem Vorjahr. (https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/allgemeines). 2A2 Darstellung des GeschäftsverlaufsGeschäfts- und UmsatzentwicklungDie bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und EBIT. Im Jahr 2023 erhöhte sich der Umsatz der Tenneco GmbH um 3,8% von 615,3 Mio. Euro auf 638,5 Mio. Euro. Der Umsatz mit Drittkunden erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 % auf 419 Mio. Euro. Die signifikanten Erhöhungen haben die Kunden IVECO und Scania zu verzeichnen. Die Umsätze an verbundene Unternehmen erhöhten sich im Jahr 2023 um rund 10,5 auf 219 Mio. Euro. Unsere Umsätze erzielten wir hauptsächlich mit den Nutzfahrzeugherstellern Caterpillar, IVECO, Scania und MAN sowie mit dem europäischen Kraftfahrzeughersteller Mercedes-Benz (A- und B-Klasse). Eine Stärke des Tenneco-Konzerns ist es, unseren Kunden weltweit unsere Leistungen anbieten zu können. Produkte, die die Tenneco GmbH fertigt, werden in drei Kontinenten (Europa, Asien, Amerika) an unsere Kunden und Schwestergesellschaften verkauft. Wir fertigen bei der Tenneco GmbH zudem Komponenten, die wir an rechtlich selbständige Schwesterunternehmen in räumlicher Nähe der Kunden liefern. Dort erfolgt die Endmontage Just-in-Time beziehungsweise auch Just-in-Sequence. Die Umsatzerlöse entwickelten sich wie folgt:
Die Umsätze mit Fremdkunden teilen sich wie folgt auf:
Die Umsätze mit Komponenten und Fertigerzeugnissen bei Drittkunden erhöhte sich um 2,1 Mio. Euro. Die sehr wertvollen Materialkomponenten (edelmetallbeschichtete Substrate und Metalithen) werden im Wesentlichen durch unsere Kunden mit unseren Lieferanten verhandelt, von der Tenneco GmbH bezogen und kostendeckend in den Abgasanlagen wiederverkauft. Die Umsatzerlöse aus Lieferungen von Komponenten an Unternehmen des Tenneco Konzerns ohne Joint Ventures in Höhe von 219,6 Mio. Euro haben einen Anteil von 34,4 % an unserem Gesamtumsatz im Vergleich zu 32,2 % im Vorjahr. Die Umsätze mit Beteiligungen umfassen ausschließlich Umsätze mit dem Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) Montagewerk Abgastechnik Emden GmbH, Emden. Die Umsätze mit Wertschöpfung bei Fremdkunden erhöhten sich um 9,4% gegenüber dem Vorjahr. Die Umsätze mit Wertschöpfung bei Unternehmen des Tenneco Konzerns erhöhten sich um 16,5. Neuanläufe des Jahres 2023Durch die stetig steigenden gesetzlichen Umweltanforderungen sowie Reduzierung der Emissionsgrenzwerte ändert sich unsere Produktpalette analog zu den Fahrzeugen und Anforderungen unserer Kunden, diese zeigt sich in den eingeführten neuen Produktvarianten für unserer Kunden SCANIA, MAN, Caterpillar und IVECO. Das Projekt IVECO CNG, Abgasanlagen für Schwerlast-LKWs mit LNG und CNG-Motoren, hatte Anfang 2023 seinen Produktionsstart in Edenkoben. Des Weiteren wurde die Produktionslinie für das Projekt TRATON CAS1 aufgebaut und in Betrieb genommen. Die Serienproduktion startete wie geplant im Quartal 4 2024. Darüber hinaus wurden verstärkt Optimierungs- und Kosteneinsparmaßnahmen umgesetzt und implementiert. Des Weiteren wurden verschiedenste technische Änderungen bei der bereits vorhandenen Produktpalette implementiert, um die Anforderungen auch in Zukunft zu erfüllen. AbsatzpreiseAufgrund der langfristigen Lieferverträge mit den Automobilherstellern sind wir verpflichtet, die Absatzpreise für laufende Serien regelmäßig zu senken. Dieser Preisdruck erfordert kontinuierliche Kostensenkungsmaßnahmen, um ihn nicht auf das Ergebnis durchschlagen zu lassen. Für nicht kostendeckende Lieferverträge mussten zum 31.12.2023 Drohverlustrückstellungen in Höhe von 1,9 Mio. Euro, nach 1,9 Mio. Euro im Vorjahr, gebildet werden. Produktion und RationalisierungDie Produktion verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen deutlichen Volumenanstieg. Die negativen Einflüsse der Covid-19 Pandemie sind weitgehend überwunden. Der Russland-Ukraine Krieg führte zu geplanten Produktionsunterbrechungen bei unseren Kunden aufgrund der Engpässe bei einzelnen Komponenten. Dies hatte keinen wesentlichen Einfluss auf das Produktionsvolumen der Tenneco GmbH. Die Produktionsstunden stiegen um 9,7% gegenüber dem Vorjahr. Die Planung wurde mit einem Plus von 22,7% übertroffen. Im Jahr 2023 wurden weiter Leiharbeitnehmer in der Produktion beschäftigt. Mit unseren Continuous Improvement (CI) Projekten zur Reduzierung der Kosten verbessern wir unsere Produktions- und Logistikprozesse und optimieren den Materialeinsatz. CI ist ein wichtiger Bestandteil des Tenneco P3 Programms und trägt einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen unserer Kostenziele bei. In der Abteilung CI ist auch das betriebliche Verbesserungsvorschlagswesen angesiedelt, wo unsere Mitarbeiter Ideen zur Verbesserung der Prozesse einreichen können. Das Verbesserungsvorschlagswesen besteht aus einem digitalen Ideenmanagement und einem digitalen Kaizen Management. Die Digitalisierung der Kennzahlen über Kennzahlenboards ist nach wie vor eines der Hauptprojekte zum Erreichen eines Industrie 4.0 Standards. Dazu gehören digitale Kennzahlenboards in allen Meisterbereichen und das Verbessern des MES (Manufacturing Execution System) TEN PI. Im Bereich der Produktion wurden verschiedene Fertigungslinien optimiert, um die Ausbringung den Kundenanforderungen anzupassen und die Produktionskosten zu reduzieren. Ein weiterer Meilenstein war die Reduzierung der Schrottkosten. Unser Produktmix blieb im Vergleich zu 2022 gleich. Die Umsätze mit Wertschöpfung an LKW und Nutzfahrzeugen (Caterpillar, IVECO, Scania, MAN) betrugen 55%. Insgesamt sind die Produktionsmengen im Jahr 2023 auf 24,1 Mio. Einheiten (+13% zum Vorjahr) gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 21,3 Mio. Einheiten hergestellt. MitarbeiterIm Jahr 2023 waren durchschnittlich 989 Mitarbeiter bei der Tenneco GmbH beschäftigt. Wir setzen gezielt Leiharbeitskräfte zur flexiblen Kapazitätsanpassung ein. Die durchschnittliche Anzahl der Leiharbeitskräfte wurde im Jahr 2023 gegenüber 2022 (115 Leiharbeitskräfte) bedingt durch höhere Auftragsvolumina um 12 auf 127 Leiharbeitskräfte erhöht. Am Jahresende waren 115 Leiharbeiter beschäftigt (Vorjahresende: 119). Im Jahresmittel 2023 waren 51 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt (rund 5 % der eigenen Mitarbeiter). Das Unternehmen ist sich seiner gesellschaftlichen Verpflichtung für die Ausbildung der Jugend weiterhin bewusst und hält die Zahl der Auszubildenden auch im Jahr 2023 nahezu konstant. Die strukturelle Zusammensetzung der Belegschaft im Jahresdurchschnitt ist nachfolgend dargestellt:
Die Gesellschaft hat ihren Mitarbeitern Versorgungszusagen entsprechend der "Betriebsvereinbarung über die Gewährung einer betrieblichen Altersversorgung" vom 21. Dezember 1988 gewährt. Als Versorgungsberechtigte gelten alle Mitarbeiter, die bis zum Zeitpunkt der Erteilung der Versorgungszusage durch die Gesellschaft in der "Unterstützungs- und Wohlfahrtskasse der Firma Heinrich Gillet e.V." verfallbare oder unverfallbare Ansprüche erworben haben. Weiterhin hat die Gesellschaft leitenden Angestellten Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zugesagt. Zusätzlich wurden Mitarbeitern entsprechend Entgeltumwandlungsplan vom 2. September 2002 Leistungen der betrieblichen Altersversorgung gegen Entgeltumwandlung zugesagt. Diese Zusagen sind rückgedeckt. Logistik und VorratsmanagementWir bieten unseren Kunden umfangreiche Logistikdienstleistungen. Wir beliefern unsere Kunden Just-in-Time bzw. Just-in-Sequence direkt bei Kunden vor Ort. Teile der Logistik (Lagerverwaltung, interne Transporte und Wareneingang) werden durch externe Dienstleister durchgeführt. Die in 2011 erfolgte Übertragung weiterer Aufgaben in der Materialversorgung der Produktionslinien von den eigenen Facharbeitern an den Logistikdienstleister wurde auch im Jahr 2020 beibehalten. Die Zusammenarbeit mit dem im Oktober 2020 beauftragten Logistikdienstleister wurde in 2023 fortgesetzt. Die gemietete Fläche bei unserem Kunden Daimler AG in Rastatt dient zur Versorgung des Kunden vor Ort Just-in-Sequence mit Abgasanlagen für die A- und B-Klasse. BeschaffungDie Herstellungskosten unserer Erzeugnisse werden wesentlich durch den relativ hohen Materialkostenanteil geprägt. Bezogen werden im Wesentlichen Bleche (Coils) sowie edelmetallbeschichtete Substrate und Metalithen. Für die Produktion von Abgasanlagen für die Kunden im Nutzfahrzeugsegment kommen Montageteile hinzu, die wir von kundennominierten Lieferanten sowohl aus Europa als auch aus den USA und China beziehen. Das bedeutendste Rohmaterial in seinen verschiedenen Qualitäten ist Edelstahl. Die Stahlpreise orientieren sich an den Weltmarktpreisen und sind durch politische Entscheidungen wie Zölle und Subventionen beeinflusst. Die Marktsituation für Edelstahl ist gekennzeichnet durch einige sehr große Lieferanten, die Preisanpassungen im Markt durchsetzen können. Materialpreise 1Wir verwenden eine Vielzahl von Stahllegierungen, wobei überwiegend Edelstähle zum Einsatz kommen. Die Preise für die Legierungszuschläge im Edelstahl waren sehr volatil. Die Preisänderungen geben wir in der Regel an unsere Kunden weiter. Die Preise für Legierungszuschläge stiegen im Jahresdurchschnitt 2022 um 12,5% und erreichten im ersten Quartal ihren Höchstpunkt. Danach fielen sie kontinuierlich und waren im Dezember 2023 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Umweltschutz und ArbeitsschutzEin wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur bildet der Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. Als zertifiziertes Unternehmen in den Normen 14001, 45001 und 50001 arbeiten wir fortlaufend daran, die Arbeitsbedingungen und die Sicherheit unserer Beschäftigten am Arbeitsplatz zu verbessern, sowie durch Effizienzsteigerungen Energie einzusparen und Ressourcen zu schonen. Hierzu zählen ein sehr hohes Maß an Maschinensicherheit, unsere Standards gehen über die Anforderungen der Maschinenrichtlinie hinaus, intensive Trainings vor Aufnahme der Tätigkeit, die Nutzung erneuerbarer Energien sowie Projekte zur Abfallvermeidung. Genauere Informationen sind dem jährlich veröffentlichten Environmental, Social and Governance (ESG) Report von Tenneco zu entnehmen. Die Rückstellung für Umweltrisiken beträgt 2,5 Mio. Euro. Diese betrifft die zukünftigen Aufwendungen für unsere in den Vorjahren errichtete Mauer zur Grundwasserreinigung. UnternehmensverbindungenMit der Hauptgesellschafterin, der Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH (TDH), besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, in dem sich die Tenneco GmbH verpflichtet, den handelsrechtlichen Jahresüberschuss an die Gesellschafterin TDH abzuführen. Die Gesellschafterin TDH ist im Gegenzug verpflichtet, einen eventuellen Jahresfehlbetrag der Tenneco GmbH zu übernehmen. Aufgrund des mit der TDH bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird der Tenneco Inc. auf ihren Geschäftsanteil in Höhe von TEUR 55 eine Garantiedividende von jährlich 9% gewährt, die von der Hauptgesellschafterin ausbezahlt wird. Mit der Tochtergesellschaft der Tenneco GmbH, der Tenneco Zwickau GmbH, Zwickau, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, in dem sich die Tenneco Zwickau GmbH verpflichtet einen eventuellen Jahresüberschuss abzuführen (Geschäftsjahr 2023: Gewinnabführung 43.925 TEUR ; Vorjahr: Gewinnabführung TEUR 17.913). Weiter besteht eine direkte Beteiligung von 50% am Joint Venture-Unternehmen Montagewerk Abgastechnik Emden GmbH, Emden. Das gezeichnete Kapital dieser Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 260. Der Beteiligungsbuchwert der Montagewerk Abgastechnik Emden GmbH wurde in den Büchern der Tenneco GmbH auf null abgewertet, da das Joint Venture zum 30. Juni 2024 planmäßig geschlossen wurde. 2A3 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB 2Der Geschäftsführung der Tenneco GmbH gehörte zum Ablauf des Kalenderjahres 2023 keine Frau an. Die Geschäftsführung hat eine Zielquote von Frauen in der Geschäftsführungsebene von 0% im Dezember 2021 für fünf Jahre beschlossen. Die Geschäftsführung wird nach Ablauf der fünf Jahre die Frauenquote neu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Vorgaben eingehalten werden. Aufgrund der Besetzung der Geschäftsführung mit nur drei Geschäftsführern war eine andere Festlegung zu diesem Zeitpunkt nicht sachgerecht. Der Frauenanteil in der Automobilindustrie ist traditionell sehr gering. An dieser Situation wird sich auch im derzeit laufenden Wandel der Industrie nichts ändern. Die Gesellschaft ist bestrebt, Geschäftsführer üblicherweise aus dem Kreise der Mitarbeitenden zu besetzen. Im November 2024 wurden die Geschäftsführer abberufen und zwei neue Geschäftsführer bestellt. Die neuen Geschäftsführer haben langjährige Erfahrungen in der Automobilindustrie. Die Tenneco GmbH hat in der ersten und zweiten Führungsebene unter der Geschäftsführung einen Frauenanteil von zusammen 10 %. Dieser Status soll auch für 2024 beibehalten werden. Für die folgenden Jahre bis Ende Dezember 2026 hat die Geschäftsführung eine Zielgröße für den Frauenanteil an der 1. Führungsebene von 5% und an der 2. Führungsebene von 17% beschlossen. 2B Darstellung der Lage2B1 ErtragslageIm Jahr 2023 erhöhte sich der Gesamtumsatz einschließlich der Verkaufserlöse aus kundenbezogenen Serienwerkzeugen, Entwicklungserlösen, Prototypenwerkzeugen und Prototypenschalldämpfern um 23,2 Mio. Euro (+3,8%) im Vergleich zum Vorjahr auf 638,5 Mio. Euro. Erhöhungen bei Intercompany Kunden, bei CAT, IVECO und Mercedes-Benz (jeweils Erholung von der Pandemie und Abbau der Rückstände der Kunden) waren zu verzeichnen. Die darin enthaltenden sonstigen Erlöse (im Wesentlichen bestehend aus Entwicklungserlösen, Musterschalldämpfererlösen, Werkzeugerlösen und Prototypenwerkzeugerlösen) reduzierten sich um 1,2 Mio.. Euro, was auf einen Rückgang der Kundenanfragen zurückzuführen ist. Der Rohertrag, unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen, erhöhte sich um 3,0 Mio. Euro auf 171,4 Mio. Euro, wobei die Umsatzerlöse um 3,8% und der Materialaufwand um 2,1% gestiegen sind. Neben der mengenbedingten Anpassung erhöhte sich der Materialaufwand relativ zur Erhöhung der Umsatzerlöse, aufgrund höherer Beschaffungspreise, welche nicht an die Kunden weiterbelastet werden konnten. Dadurch ergibt sich eine nahezu gleichbleibende Rohertragsmarge von 27,1% im Vorjahr und 27,0% im Geschäftsjahr 2023. Der gestiegene Rohertrag wird verstärkt von einer Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1,9 Mio. Euro (+82,3%) und einer leichten Reduzierung der Abschreibungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (-5,8%). In Summe sind die betrieblichen Aufwendungen zwar mit 39,2 Mio. Euro relativ gleichbleibend gegenüber dem Vorjahr, in einzelnen Kategorien sind hier aber auch Reduzierungen zu verzeichnen: vor allem niedrigere Aufwendungen für Fremdreparaturen und Wartungen (-1,1 Mio. Euro), reduzierte Leistungen von verbundenen Unternehmen (-3,0 Mio. Euro) sowie gesunkene Transportleistungen (-0,3 Mio. Euro). Dagegen haben sich die Fremdleistungen erhöht (+ 2,0 Mio. EUR). Der Personalaufwand erhöhte sich um 1,6 Mio. Euro (+1,7%), im Wesentlichen bedingt durch Restrukturierungsmaßnahmen. Der Ertrag aus Gewinnabführung betrug in 2023 20,8 Mio. Euro. Der erhöhte Ertrag aus Gewinnabführung für 2023 im Vergleich zu 2022 trug ebenfalls dazu bei, dass sich der EBIT erhöhte von 39,4 Mio. Euro in 2022 auf 45,7 Mio. Euro in 2023. Nach dem Jahresgewinn vor Ergebnisabführung von 37,4 Mio. Euro im Vorjahr entstand im Jahr 2023 ein Jahresgewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von 43,2 Mio. Euro. 2B2 Finanzlage und LiquiditätDie Tenneco GmbH war zum Bilanzstichtag eine 89,8% Tochter der TDH; 10,2% Minderheitsanteil werden von einer Konzerngesellschaft, Tenneco Inc., gehalten. Alle Finanzaktivitäten im deutschen Raum werden durch die TDH wahrgenommen. Auch im Jahr 2023 wurden alle über die im geschäftsüblichen Rahmen angefallenen Lieferantenkredite hinausgehenden Finanzierungsmaßnahmen über den mit der TDH bestehenden Cash Pool durchgeführt. In 2023 ersetzte die Tenneco Inc. ihre bestehende revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 600 Mio. USD durch eine Asset Backed Lending (ABL) Finanzierung in Höhe von 1,2 Mrd. USD. Diesem Kredit ist die Gesellschaft Tenneco GmbH als gesamtschuldnerisch haftender Kreditnehmer beigetreten. Diese Finanzierung besteht aus einem Darlehen mit fester Laufzeit und mehreren revolvierenden Tranchen. Die Gesamtfinanzierung unterteilt sich in ein 125 Mio. USD FILO (First In Last Out) Darlehen und eine 1.075 USD revolvierende ABL-Finanzierung. Die Tenneco GmbH hat im Jahr 2023 2,5 Mio. USD (umgerechnet rund 2,3 Mio. EUR) aus dieser Finanzierung erhalten. Diese Liquidität steht der Tenneco GmbH über den Cash Pool zur Verfügung. Zusätzlich zu den bisherigen Finanzierungsmaßnahmen hat die Gesellschaft im September 2008 das Forderungsverkaufsprogramm mit der Commerzfactoring GmbH, Mainz, mit einem maximalen Finanzierungsvolumen für die Firmen Tenneco GmbH, Edenkoben, Tenneco Automotive Deutschland GmbH, Edenkoben, und Tenneco Zwickau GmbH, Zwickau, von insgesamt 90 Mio. Euro (Vorjahr: 90 Mio. Euro) auf revolvierender Basis abgeschlossen. 32,6 % der Bilanzsumme entfallen auf Lieferantenkredite (72,6 Mio. Euro). Auch im Jahr 2023 wurden alle über die im geschäftsüblichen Rahmen angefallenen Lieferantenkredite hinausgehenden Finanzierungsmaßnahmen über den bei der TDH bestehenden Cash Pool durchgeführt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 Forderungen gegenüber dem Cash Pool in Höhe von 2,3 Mio. Euro aus (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro). Die Refinanzierung der innerhalb der deutschen Gruppe gewährten Cash-Pool-Darlehen durch die TDH erfolgt über den von der Muttergesellschaft Tenneco Inc. kontrollierten europäischen BMG Cash Pool. Gleichzeitig legt die TDH die ihr über den Cash Pool zufließenden überschüssigen Mittel verzinslich im europäischen Cash Pool an. Aus den Investitionen in das Sachanlagevermögen ergibt sich ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 8,8 Mio. Euro. Der Anteil von Anlagevermögen und Vorräten an der Bilanzsumme beträgt im Berichtsjahr 45,5% (Vorjahr: 52,9%). Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 0,2% bei konstantem Eigenkapital. Aufgrund des Eigenkapitals der deutschen Muttergesellschaft und der Einbindung in den deutschen Konzern über den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag sowie der Teilnahme der Gesellschaft am deutschen und europäischen Cash Pool sehen wir in der geringen Eigenkapitalquote sowie dem geringen Anlagendeckungsgrad kein Risiko. Die Muttergesellschaft Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH (TDH) verfügt zum 31. Dezember 2023 über ein gezeichnetes Kapital in Höhe von 21,7 Mio. Euro. Zahlungsschwierigkeiten bzw. Liquiditätsprobleme erwarten wir aufgrund der Cash Pool-Einbindung ebenfalls nicht. 2B3 InvestitionenMit Wirkung zum 1. April 2012 hat die Gesellschaft von anderen Tenneco Clean Air Gesellschaften immaterielle Vermögenswerte im Bereich der Vor- und Grundlagenentwicklung der Abgastechnologie (sog. Advanced Engineering Intellectual Property) im Wert von 22,2 Mio. Euro erworben. Im Gegenzug erhält die Gesellschaft von den anderen Firmen Lizenzerlöse für die Nutzung dieser Technologien. Im Geschäftsjahr 2023 waren dies 8,0 Mio. Euro (Vorjahr: 7,8 Mio. Euro). Die Investitionen in Sachanlagen lagen mit 8,8 Mio. Euro stark über dem Niveau des Vorjahres von 5,0 Mio. Euro. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau erhöhte sich in 2023 von 2,7 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro. Die gesamten Abschreibungen in 2023 auf immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 2,3 Mio. EUR sowie auf Sachanlagen 8,6 Mio. EUR (Vorjahr zusammen: 11,45 Mio. Euro). 2B4 VermögenslageDie Bilanzsumme erhöhte sich leicht auf 222,7 Mio. Euro im Vergleich zu 194,6 Mio. Euro im Vorjahr um 28,1 Mio. Euro (+14,4 %). Auf der Aktivseite reduzierte sich das Anlagevermögen (-1,9 Mio. Euro), die Vorräte stiegen leicht (+0,3 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken (-5,4 Mio. Euro), während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erheblich stiegen (+34,1 Mio. Euro), hauptsächlich aufgrund einer gegenüber dem Vorjahr erhöhten Gewinnabführung der Tochtergesellschaft Tenneco Zwickau GmbH, Zwickau (+2,9 Mio. Euro). Unsere Vermögensgegenstände sind seit 2023 nicht mehr unbelastet (siehe 2B2 Finanzlage und Liquidität). Die Besicherung der neu abgeschlossenen Asset Backed Lending Finanzierung erfolgt auch über umfassende Vermögensgegenstände der Tenneco GmbH, wie Kundenforderungen, Vorratsbestände sowie technische Anlagen und Maschinen. Auf der Passivseite sind folgende wesentlichen Entwicklungen zu nennen:
3. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtBei dem weltweiten Tenneco-Konzern, dessen oberste Konzernmutter die Apollo Global Management Inc., New York, ist, ist ein konzernweites Risikomanagementsystem eingerichtet, an dem auch die Tenneco GmbH partizipiert. Durch die Integration der Risikobetrachtung in den konzernweiten Controlling- und Planungsprozess. sowie die Einrichtung, Überwachung und Selbstüberprüfung des internen Kontrollsystems zur Erfüllung der Vorschriften des Sarbanes-Oxley Act 404 ist eine kontinuierliche Erfassung sowie eine Bewertung der aktuellen Risikosituation sichergestellt. Das interne Kontrollsystem des internationalen Tenneco Konzerns wird regelmäßig durch die konzerninterne Revision (Internal Audit) geprüft. Chancen der weiteren Entwicklung sieht die Geschäftsführung insbesondere darin, dass die Tenneco GmbH über die letzten Jahre tiefgreifendes fertigungsspezifisches Wissen aufgebaut hat und dieses kontinuierlich weiterentwickelt. Die Gesellschaft stellt für den internationalen Tenneco Konzern ein Knowhow-Zentrum, unter anderem für die Bereiche Tiefziehtechnologie und Schweißtechnik, und einen Schwerpunkt für die Prozessoptimierung bei der Fertigung von Abgassystemen dar. Die gesetzlichen Anforderungen und unsere Kunden verlangen die Belieferung mit immer komplexeren Systemen bei immer kürzeren Produktlaufzeiten. Durch die Einbindung in einen weltweit operierenden Konzern und unsere Fähigkeit, in den ebenfalls kürzer werdenden Industrialisierungszeiträumen flexibel und schnell zu reagieren, eröffnen sich hierdurch weitere Chancen gegenüber kleineren Mitbewerbern. Das in Edenkoben angesiedelte Entwicklungszentrum bleibt ein wesentlicher strategischer Aktivposten für unseren Standort. Durch die Einbindung des Entwicklungszentrums in die neue globale Strategie für F&E Prozesse wird der Standort gestärkt und ein weiterer Schritt zur Modernisierung und strategischen Weiterentwicklungen unternommen. Dies ermöglicht es uns, den Anforderungen neuer Antriebssysteme und vor allem neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Ein flexibles Team und langjährige Entwicklungserfahrung ermöglichen uns, Trends zu erkennen und in die Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte einfließen zu lassen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden im Bereich der Forschung und Entwicklung ergeben sich auch zukünftig zahlreiche Möglichkeiten, wachsende Kundenansprüche zur Zufriedenheit unserer Kunden zu erfüllen. Die Geschäftsführung erwartet daher, auch in Zukunft mit an der Spitze bei Neuentwicklungen zu stehen. Finanzrisiko:Wesentliches Finanzinstrument der Tenneco GmbH ist der bestehende Cash Pool mit der TDH. Das Risiko von Zahlungsstromschwankungen infolge variabler Verzinsung wird durch die Einbindung in den internationalen Cash Pool mit BMG über die TDH minimiert. Wir sind durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der TDH in den deutschen Konzern eingebunden. Durch die Einrichtung des Cash Pools erscheint aus unserer Sicht eine jederzeitige Liquidität gewährleistet. Aus heutiger Sicht werden wir daher unseren Zahlungsverpflichtungen mittelfristig nachkommen können. Die Tenneco GmbH verfügt über eine nur sehr geringe Eigenkapitaldeckung in Höhe von 0,3% der Bilanzsumme. Zwischen der Tenneco GmbH und der Gesellschafterin TDH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, der die Tenneco GmbH verpflichtet, alle Gewinne an die Muttergesellschaft abzuführen. Hierdurch können bei der Tenneco GmbH keine Reserven gehalten werden, die zu einer Stärkung der Eigenkapitaldecke führen würden. Der Ergebnisabführungsvertrag ist unbefristet. Er kann mit einer Frist von 3 Monaten auf das Ende des Geschäftsjahres gekündigt werden. Wir gehen aufgrund der Bedeutung der Tenneco GmbH für den deutschen Konzern und der Vorteile einer steuerlichen Organschaft bis auf weiteres nicht von einer Kündigung der Ergebnisabführungsverträge innerhalb des Organkreises aus. Wegen der bestehenden Management-Identität bei der TDH und der Tenneco GmbH und aufgrund des Bestehens der Cash Pool-Vereinbarungen, sind für uns finanzielle Risiken derzeit nicht erkennbar. Durch die bestehenden Konzernvereinbarungen bleibt die Zahlungsfähigkeit auch für die Zukunft gesichert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 16,6 Mio. Euro (Vorjahr: 22,1 Mio. Euro) werden durch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 72,6 Mio. Euro (Vorjahr: 81,9 Mio. Euro) finanziert. Der größte Teil unserer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 besteht mit dem Baumaschinenhersteller Caterpillar und dem italienischen Hersteller von Nutzfahrzeugen IVECO. Die überfälligen Forderungen bewegen sich in überschaubarem Rahmen, weshalb wir derzeit kein erhöhtes Ausfallrisiko sehen. Bedingt durch die letzte Automobilkrise haben wir unsere Maßnahmen zur Überwachung der Bonität und Liquidität der Kunden intensiviert. Absatzmarktrisiko:Der wertschöpfende Umsatz des Unternehmens hat sich sowohl zu externen Kunden als auch an die Schwestergesellschaften im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 erhöht. Die Abhängigkeit von wenigen großen Automobil-, LKW-, Bau- und Landmaschinenherstellern zeigt sich darin, dass wie im Vorjahr mit den TOP 3 Kunden Caterpillar, Mercedes und IVECO 66% (Vorjahr: 68,6%) der gesamten Produkt-Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten erzielt wurden. Der prozentuale Anteil der TOP 3 Kunden am Gesamtumsatz ist unverändert hoch geblieben. Der generelle Trend einer Verminderung des Umsatzanteils der PKW-Kunden und einer Erhöhung des Umsatzanteils der LKW- und Bau- und Landmaschinen-Kunden wird in den nächsten Jahren durch zunehmende Umsätze mit den Kunden Caterpillar und IVECO sowie durch weiter rückläufige Umsätze mit PKW-Kunden weiter anhalten. Beschaffungsmarktrisiko:Die Versorgungssituation mit Rohmaterial und dessen preisliche Entwicklung wird von uns genauestens verfolgt. Wir selektieren unsere Lieferanten nach strategischen Gesichtspunkten und entwickeln diese zu langfristigen strategischen Partnern für unser zukünftiges Wachstum. Preisänderungen beim Stahl und den edelmetallbeschichteten Substraten sowie den Metalithen können vertragsbedingt in der Regel an unsere Kunden weitergeben werden. Risiken aus dem Russisch-Ukrainischen Krieg:Infolge des seit Februar 2022 andauernden Russland-Ukraine-Krieges zeigen sich die Risiken vor allem in der Energiepreissteigerung, Inflation und gestiegenen Zinssätzen. Auf der Absatzseite sind nur geringe Auswirkungen auf unser Produktspektrum zu erkennen, sei es durch direkte Kriegsauswirkungen oder indirekt durch politische bzw. unternehmenspolitische Maßnahmen im Konzernverbund sowie bei unseren Kunden. Die Geschäftsführung ist auch hier in regelmäßigen Abstimmungen mit allen relevanten Unternehmensabteilungen. Auf der Beschaffungsseite beobachten wir insbesondere die Marktpreisentwicklungen im Energie- und Transportsektor sowie deren Auswirkungen auf unsere Einkaufspreise und versuchen auch hier, alle beeinflussbaren Größen im Unternehmen aktiv sowohl gegenüber unseren Lieferanten als auch unseren Kunden zu steuern. Gewährleistungsrisiko:Unsere Kunden setzen höchste Maßstäbe an Haltbarkeit und Funktionalität der Produkte. Als Systemlieferant mit Entwicklungsverantwortlichkeit werden vermehrt Forderungen nach längeren Gewährleistungsfristen an uns gestellt. Dem Risiko von Gewährleistungsansprüchen unserer Kunden tragen wir mit unserem Qualitätsmanagementsystem in ausreichendem Maße Rechnung. Aufgrund der bisherigen Reklamationserfahrungen ist mit keiner wesentlichen Steigerung des Garantieaufwandes zu rechnen. Der weitere Trend zur E-Mobilität, Risiken aus Folgewirkungen der Diesel-Problematiken sowie steigende Kraftstoffpreise können den Verbrennermarkt in Zukunft negativ beeinflussen. 3A PrognoseberichtBeurteilung der Prognosen des Lageberichts 2022Die im Lagebericht 2022 geäußerte Erwartung einer Steigerung der Umsätze im Bereich der Abgassysteme für 2023 in Höhe von ungefähr 7,4% liegt mit einer Erhöhung von 27,3% und einem Umsatz von 532 Mio. Euro oberhalb der Erwartungen. Für das Jahr 2023 hatten wir in unserer Prognose im Lagebericht des Vorjahres mit einer Umsatzsteigerung von 4,5 % gerechnet. Tatsächlich liegen die Umsatzerlöse für das Kalenderjahr 2023 bei 638,5 Mio. Euro, also ergibt sich eine Steigerung von 3,8 %. Unsere Umsatzsteigerungsprognose ist damit nicht voll erreicht worden, dies bedingt durch kurzfristig reduzierte Kundenabrufe. AusblickIm Jahr 2023 industrialisierte Tenneco GmbH das neue Projekt für den Nutzfahrzeug- und Bushersteller Traton SE. Damit sind die Weichen für die Weiterführung des Standorts gestellt. Wesentliche weitere Nominierungen für Neuaufträge erhielten wir im Jahr 2023 keine. Nach der hohen Inflation im Jahr 2023 folgte die Entspannung des Marktes, die Stahl- und Energiepreise fielen deutlich. Die Umsatzerwartung für 2024 beträgt gemäß der Vorschau 538 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 15,8 % gegenüber dem Jahresgesamtumsatz 2023. In den ersten 6 Monaten haben der tatsächliche Umsatz und das Bruttoergebnis die operative Planung 2024 zunächst weit übertroffen, jedoch hat sich der Absatz im zweiten Halbjahr reduziert, sodass die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024 im Plan bewegen. Neben den Produktumsätzen der Abgassysteme werden wir auch im Jahr 2024 Umsätze aus dem Bau von Werkzeugen und Vorrichtungen erzielen. Die Jahresbudgetplanung 2024 hinsichtlich der Fertigungskosten, bezogen auf deren Umsatzanteil bzw. je Standardfertigungszeiteinheit, enthält eine Fortschreibung der Effizienzziele aus 2023. Wie im Jahr 2023 wird auch für 2024 mit einem neutralen Einfluss des Pass Through-Anteils sowie der Legierungen gerechnet. Bedingt im Wesentlichen durch die Veränderung der Zusammensetzung des Produktspektrums, verschlechtert sich die Rohertragsmarge im Vergleich zum Vorjahr. Die Entwicklung der ersten Monate 2024 ist positiv. Trotz der anhaltenden Einflüsse aus dem Russisch-Ukrainischen Krieg in der Automobilindustrie im Jahr 2024 war der Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 über der Erwartung der Jahresplanung. Die EBIT-Erwartungen liegen knapp über dem Niveau des Vorjahres (nach Berücksichtigung der Gewinnabführung Tenneco Zwickau GmbH). Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen wir mit leicht sinkenden Umsatzerlösen und einem EBIT deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2024. Aus jetziger Sicht sind keine weiteren Tatsachen erkennbar, die den Verlauf des Gesamtjahres wesentlich negativ beeinflussen können oder die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Edenkoben, den 20. Januar 2025 Oliver Pfirrmann Matthias Millers Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023
I. Grundlagen der RechnungslegungDie Tenneco GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss der Tenneco GmbH ist nach den Vorschriften der § 264 ff. HGB, der §§ 242 bis 283 HGB sowie für den Anhang nach den §§ 284 bis 287 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Angaben, die in der Bilanz beziehungsweise Gewinn- und Verlustrechnung oder wahlweise im Anhang zu machen sind, wurden zur verbesserten Übersichtlichkeit insgesamt im Anhang aufgeführt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss ist in EUR aufgestellt. Die Tenneco GmbH gehört zum weltweiten Tenneco Konzern, dessen oberste Konzernmutter die Tenneco Inc., Northville, Michigan, USA, ist. Am 23. Februar 2022 gab Tenneco die Übernahme durch den Finanzinvestor Apollo bekannt. Seit dem 17. November 2022 steht Tenneco Inc. als Portfoliogesellschaft im Eigentum der Fonds der Apollo Global Management Inc. Tenneco operiert weiterhin unter dem Namen und der Marke Tenneco. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die unverändert zum Vorjahr beibehalten wurden. Ausweisänderungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht ergeben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig über 12,5 Jahre linear abgeschrieben. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Zu den Herstellkosten gehören alle Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten entstehen. Dazu gehören die Materialkosten, Fertigungskosten und Sonderkosten der Fertigung. Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten geringwertiger Vermögensgegenständen werden im Geschäftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 800 nicht übersteigen. Folgende Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern für das Sachanlagevermögen wurden zugrunde gelegt:
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Nach Würdigung der Ergebnisplanungen der verbundenen Unternehmen ergab sich am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 keine Notwendigkeit für eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert für die Tenneco Zwickau GmbH, Zwickau. Die Bilanzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs von Anlagevermögen, soweit er durch die Herstellung veranlasst ist, umfassen. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken werden Bewertungsabschläge basierend auf Reichweitenermittlungen vorgenommen. Kundengebundene Werkzeuge werden als separater Posten unter den Vorräten ausgewiesen. Sie werden zu Anschaffungskosten oder, sofern es selbst erstellte Werkzeuge betrifft, zu Herstellungskosten (Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten) angesetzt. Soweit kundenbeauftragte Entwicklungsprojekte, bei denen ein kombinierter Entwicklungs- und Serienauftrag vorliegt und die Entwicklungskosten separierbar, noch nicht abgeschlossen sind, werden die aufgelaufenen Entwicklungskosten bis zur vertraglich vereinbarten Höhe als unfertige Leistungen unter den Vorräten aktiviert. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von kundengebundenen Werkzeugen werden unter den Vorräten offen abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen die bisher angefallenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten übersteigen, werden sie unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf der Passivseite ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich (soweit erforderlich) Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bilanziert. Die Pauschalwertberichtigung wird in Höhe von 0,5% auf die Nettoforderungen ohne einzelwertberichtigte Forderungen ermittelt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Konzernkurs (1 EUR = 1,10387 US-$), der nur unwesentlich vom Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag abweicht, bewertet. Die Ansprüche auf Vergütung der angefallenen Entwicklungskosten im Rahmen von Kundenentwicklungsaufträgen wurden, soweit die Projekte abgeschlossen sind, kombinierte Entwicklungs- und Serienaufträge vorliegen und die Entwicklungskosten separierbar sind, unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die die Folgejahre betreffen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018G bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Darüber hinaus werden Gehalts- bzw. Rententrends sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die zweckexklusiv ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlicher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Dementsprechend werden zugehörige Aufwendungen und Erträge verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen werden den erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang Rechnung getragen. Sie werden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, künftige Kosten- und Preissteigerungen werden einbezogen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der monatlich von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Bewertung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfolgt unter Berücksichtigung der aus der Abwicklung der Geschäfte zu erwartenden Erlöse und der diesen gegenüberstehenden Kosten (Vollkosten). Rückstellungen für besondere Garantie werden für bekannte Einzelfälle in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme zu Einzelkosten bewertet. Die Rückstellungen für allgemeine Garantie werden auf Basis der Entwicklung des Umsatzes unter Berücksichtigung möglicher Änderungen des Garantieverlaufs ermittelt. Sie werden mit einer Laufzeit von über einem Jahr abgezinst. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Altersteilzeitrückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Darüber hinaus werden Gehaltstrends berücksichtigt Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Konzernkurs (1 EUR = 1,10387 US-$), der nur unwesentlich vom Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag abweicht, bewertet. Es besteht seit dem 6. November 2002 ein Organschaftsverhältnis mit der Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH als Organträgerin. Latente Steuern werden auf Ebene der Organträgerin erfasst. III. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens der Gesellschaft ist in einer gesonderten Übersicht (Anlagenspiegel) in der Anlage zum Anhang dargestellt. Mit Wirkung zum 1. April 2012 hat die Gesellschaft von verbundenen Unternehmen immaterielle Vermögenswerte im Bereich der Vor- und Grundlagenentwicklung der Abgastechnologie (sog. Advanced Engineering Intellectual Property) in Höhe von Mio. EUR 22,2 gekauft. Für die Nutzung dieser Technologien seitens anderer Gesellschaften der Tenneco-Gruppe werden ab 1. April 2012 Lizenzzahlungen erzielt. Das Advanced Engineering Intellectual Property wird über eine Laufzeit von 12,5 Jahren abgeschrieben; die Laufzeit ergibt sich aus der voraussichtlichen Dauer der Nutzung der erworbenen Grundlagentechnologien in den Produkten der Tenneco-Gruppe. Der Restbuchwert zum 31. Dezember 2023 beträgt Mio. EUR 1,3. (2) Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
(3) VorräteDer Ausweis der Vorräte umfasst unter anderem Werkzeuge, die zu einem späteren Zeitpunkt zum Übergang in das Kundeneigentum vorgesehen sind. Erhaltene Kundenzuschüsse für diese Werkzeuge werden zum Bilanzstichtag als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen gezeigt (TEUR 17.603; Vorjahr: TEUR 25.925). Aktivierte Entwicklungsleistungen werden, soweit die Projekte noch nicht abgeschlossen sind, unter den Vorräten ausgewiesen. Nach Abschluss des Projekts werden die Entwicklungskosten abgerechnet und unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. (4) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen 20 % auf inländische sowie 80 % auf ausländische Abnehmer. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Zum 31. Dezember 2023 bestehen TEUR 2.313 (Vorjahr: TEUR 3.778) Forderungen gegen die Gesellschafterin Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH, Edenkoben, resultierend aus dem Cashpool. Am 29. September 2008, zuletzt geändert am 29. August 2023, schloss die Tenneco GmbH mit der Commerzfactoring GmbH, Mainz, Vereinbarungen über ein Forderungsverkaufsprogramm auf revolvierender Basis ab. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das maximale Finanzierungsvolumen TEUR 90.000 (Vorjahr: TEUR 90.000) für die gesamte deutsche Tenneco-Gruppe. Im Rahmen dieses Programms wurden von der Tenneco GmbH zum Jahresende 2023 Forderungen in Höhe von TEUR 23.874 (Vorjahr: TEUR 31.500) übertragen, wovon zum 31. Dezember 2023 TEUR 17.959 (Vorjahr: TEUR 24.878) bezahlt wurden. Die im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms (echtes Factoring) abgetretenen, aber noch nicht bezahlten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 5.915 (Vorjahr: TEUR 6.622) werden in den sonstigen Vermögensgegenständen erfasst. Weitere sonstige Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen ausstehende Lieferantenboni (TEUR 1.713; Vorjahr: TEUR 424) sowie Erstattungsansprüche aus ausländischer Vorsteuer (TEUR 129; Vorjahr: TEUR 200). In den oben genannten sonstigen Vermögensgegenständen sind geleistete Kautionen (TEUR 43; Vorjahr: TEUR 43) sowie Reisekostenvorschüsse (TEUR 17; Vorjahr: TEUR 21) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. (5) RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (Vorjahr: zehn Jahre) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum Dezember 2023 1,83% (Vorjahr: 1,79%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden - wie im Vorjahr - jährliche Rentensteigerungen von 2,0% und grundsätzlich mit einem Lohn- und Gehaltstrend von 3,65% zugrunde gelegt sowie geschlechts- und altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten unterstellt. Die Rückstellungen für Pensionen wurden mit Vermögensgegenständen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet:
Bei Anwendung des Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben sich Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 13.945 vor Verrechnung mit Deckungsvermögen. Diese liegen um TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 475) (Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Personalaufwand erfasst. Als Deckungsvermögen wurden folgende zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Vereinbarungen klassifiziert: verpfändete Bankguthaben sowie Rückdeckungsversicherungen. Der Zeitwert des Deckungsvermögens in Form der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung). Der Ertrag aus dem Deckungsvermögen (TEUR -28; Vorjahr: TEUR -23) wurden mit den Zinszuführungen (TEUR 261; Vorjahr: TEUR 22) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 289 (Vorjahr: TEUR 45) ist im Finanzergebnis im Posten "Zinsen und ähnliche Erträge" enthalten. Wesentliche sonstige Rückstellungen wurden gebildet für Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich (TEUR 16.243; Vorjahr: TEUR 10.877), für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.789; Vorjahr: TEUR 1.819), für ausstehende Rechnungen für Entwicklungsprojekte (TEUR 6.257; Vorjahr: TEUR 11.984) sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 1.949; Vorjahr: TEUR 1.912). Die Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich enthalten Rückstellungen für Altersteilzeit (TEUR 4.032; Vorjahr: TEUR 2.852), für Überstunden sowie Urlaubsansprüche (TEUR 1.974; Vorjahr: TEUR 2.435), für Restrukturierung (TEUR 6.251; Vorjahr: TEUR 3.231), für Erfolgsbeteiligungen (TEUR 3.440; Vorjahr: TEUR 1.847), Jubiläumsrückstellungen (TEUR 508; Vorjahr: TEUR 483) sowie übrige Rückstellungen (TEUR 38; Vorjahr: TEUR 29). Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,08 % (Vorjahr: 1,43%). Die Verpflichtungen sind über eine Gruppenbürgschaft zwischen der Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH, Edenkoben, und der Commerzbank AG, Neustadt an der Weinstraße, als Bürge abgesichert. (6) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten mit TEUR 94.608 (Vorjahr: TEUR 38.366) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH, Edenkoben. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 13.091 (Vorjahr: TEUR 23.035). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 1.133; Vorjahr: TEUR 1.263) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 51; Vorjahr: TEUR 26). Sämtliche Verbindlichkeiten haben - bis auf die oben aufgeführte Pensionsposition - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) UmsatzerlöseAufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen:
Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 418.804 (Vorjahr: TEUR 416.704) auf Fremdkunden, TEUR 219.204 (Vorjahr: TEUR 198.429) auf verbundene Unternehmen der Tenneco-Gruppe und TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 163) auf Beteiligungen. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
(2) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Pass Through-Erträge aus Serviceleistungen an verbundene Unternehmen der Tenneco Gruppe (TEUR 406; Vorjahr: TEUR 97) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 671; Vorjahr: TEUR 294) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 1.997; Vorjahr: TEUR 1.130) (3) MaterialaufwandDie Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen größtenteils externe Produktionsleistungen durch verlängerte Werkbänke sowie Aufwendungen für Leiharbeiter. (4) PersonalaufwandDer Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 2.147 TEUR (Vorjahr: TEUR 2.356). (5) Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aus der Währungsumrechnung TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 425) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten - mit Ausnahme der Abgangsverluste von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 3) und Erhöhungen der Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR 2.047 (Vorjahr: TEUR 534) - keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen. (6) Erträge aus GewinnabführungDer Posten betrifft den aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Tenneco Zwickau GmbH, Zwickau, abzuführenden Gewinn dieser Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 (TEUR 20.783; Vorjahr: TEUR 17.913). (7) ZinsergebnisDie "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, der Jubiläumsrückstellungen sowie der Altersteilzeitrückstellungen (TEUR 65; Vorjahr: TEUR 317). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 817 (Vorjahr: TEUR 1.184). (8) Sonstige SteuernDie sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus ausländischer Quellensteuer (TEUR 606; Vorjahr: TEUR 419) V. Nachtragsbericht (oder Ereignisse nach dem Bilanzstichtag)Als Teil der neuen Finanzierung über Tenneco Inc. wurden der Tenneco GmbH zusätzlich zu dem Betrag von Mio. USD 2,5 (Mio. EUR 2,3) aus 2023 zur langfristigen Finanzierung weitere Darlehensbeträge zur Verfügung gestellt. Im März 2024 wurden Mio. EUR 16,6 und im Juni 2024 Mio. EUR 3,0 als neue Kreditbeträge an die Tenneco GmbH ausgezahlt. Im August 2024 kam es zu einer Teilrückzahlung dieser Beträge in Höhe von Mio. EUR 15,0. Die Grundstücke und Gebäude der Tenneco GmbH wurden im ersten Quartal 2024 über eine Sale-und-Leaseback-Transaktion an einen externen Investor für Mio. EUR 35,7 verkauft. Der Buchwert der abgegangenen Vermögensgegenstände betrug etwa Mio. EUR 14,0. Die Tenneco GmbH hat am 26. Juni 2024 einen Verschmelzungsvertrag mit der Walker Gillet (Europe) GmbH, Edenkoben geschlossen. Hierin beschließt die Tenneco GmbH die Übernahme des Vermögens der Walker Gillet (Europe) GmbH im Innenverhältnis mit Wirkung zum 1. Januar 2024 mit allen Rechten und Pflichten. Die Walker Gillet (Europe) GmbH überträgt Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 157,8. Die Auswirkungen und Risiken des seit Februar 2022 andauernden Russland-Ukraine Krieges sind weiterhin noch nicht vollständig absehbar. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet. VI. Sonstige AngabenAngaben nach § 285 Nr. 30a HGBDer Tenneco-Konzern fällt zukünftig in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für den Tenneco-Konzern noch keine Anwendung findet, hat der Konzern für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Auf die Tenneco GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da die TDH als Organträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne des § 3 MinStG künftig eine etwaige entstehende Steuermehrbelastung zu tragen hat. Allerdings ist die Tenneco GmbH der TDH zum Ausgleich für etwaige durch die Tenneco GmbH verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. HaftungsverhältnisseDie Haftungsverhältnisse der Gesellschaft gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB betragen insgesamt TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 47) und resultieren aus Bürgschaften gegenüber dem Zollamt. Bei den Bürgschaften gegenüber dem Zollamt würde eine Inanspruchnahme nur im Falle einer Zahlungsunfähigkeit eintreten. Aufgrund der Einbindung von Tenneco GmbH in den konzerninternen Cashpool geht die Geschäftsführung nicht von einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen aus. Die Liquiditätslage bzw. Zahlungsfähigkeit der Tenneco GmbH ist durch die Einbindung in den Cashpool langfristig gesichert. Tenneco Inc. ersetzte im Jahr 2023 seine bestehende revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 600 Mio. USD durch eine Asset Backed Lending (ABL) Finanzierung in Höhe von Mrd. USD 1,2 1. Diese besteht aus einem Darlehen mit fester Laufzeit und mehreren revolvierenden Tranchen. Die Gesamtfinanzierung unterteilt sich in ein Mio. USD 125 FILO (First In Last Out) Darlehen und eine Mio. USD 1.075 revolvierende ABL-Finanzierung. Diesem Kredit ist die Tenneco GmbH als gesamtschuldnerisch haftender Kreditnehmer beigetreten und kann die eingeräumten Kreditlinien anteilig in Anspruch nehmen. Die Besicherung der Darlehen erfolgt unter anderem über umfassende Vermögensgegenstände der Tenneco GmbH wie Kundenforderungen, Vorratsbestände, technische Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Soweit rechtlich möglich dienen die Sicherungswerte gesamtschuldnerisch zur Besicherung des gesamten Darlehens. Diese Form der Besicherung ist in international agierenden Konzernen eine übliche Vorgehensweise, um den Finanzierungsbedarf bestmöglich abzudecken. Hierdurch wird auch die Tenneco GmbH insoweit begünstigt. Diese Liquidität steht der Tenneco GmbH über den konzerninternen Cashpool zur Verfügung.
1 Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag 1 EUR =
1,10387 USD
Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 38.402 (Vorjahr: TEUR 13.395) und resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Logistikdienstleistungen. Innerhalb eines Jahres sind TEUR 10.129 (Vorjahr: TEUR 6.783) fällig, innerhalb von einem bis fünf Jahren weitere TEUR 28.273 (Vorjahr: TEUR 6.612). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen. Das Bestellobligo aus Aufträgen für Investitionen in das Anlagevermögen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 TEUR 2.695. Abführungsgesperrte Beträge (§ 268 Abs. 8 HGB)Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat im Schreiben vom 23. Dezember 2016 bestätigt, dass die Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 HGB n.F. hinsichtlich des jährlich zu ermittelnden Unterschiedsbetrags, der sich aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für sieben bzw. zehn Geschäftsjahre ergibt (TEUR 105; Vorjahr: TEUR 475), keine Abführungssperre bei der Organgesellschaft begründet; eine analoge Anwendung der Abführungssperre kommt somit nicht in Betracht. Honorar des AbschlussprüfersDas vom Abschlussprüfer berechnete Honorar für das Geschäftsjahr 2023 beträgt (einschließlich geschätzter Auslagen) TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 168) und ist ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen angefallen. Beschäftigte Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt
GeschäftsführerDer Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr und bis zum Berichtsdatum an:
Die Geschäftsführer erhielten direkte Bezüge in Höhe von TEUR 1.603 (Vorjahr: TEUR 2.540) von der Gesellschaft. Daneben wurden der Tenneco GmbH von verbundenen Unternehmen keine weiteren Aufwendungen für die Tätigkeit ihrer Geschäftsführer belastet. Hinsichtlich der Angabe der Bezüge ehemaliger Geschäftsführer wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da lediglich ein ehemaliger Geschäftsführer Pensionen erhält. Die für ehemalige Geschäftsführer und Hinterbliebene gebildeten Rückstellungen für Pensionen betragen TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 789). Mutterunternehmen und verbundene UnternehmenGesellschafter der Tenneco GmbH waren bis zum 24. Juli 2019 die Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH, Edenkoben, die einen Anteil von TEUR 512 bzw. 94,5% am Stammkapital der Gesellschaft hielt, sowie die Tenneco Inc., Lake Forest, Illinois/USA, die einen Anteil von TEUR 30 bzw. 5,5% am Stammkapital der Gesellschaft hielt. Seit dem 24. Juli 2019 hält die Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH, Edenkoben, einen Anteil von TEUR 487 bzw. 89,8% am Stammkapital der Gesellschaft, sowie die Tenneco Inc., Lake Forest, Illinois/USA, einen Anteil von TEUR 55 bzw. 10,2% am Stammkapital der Gesellschaft. Das Stammkapital ist voll eingezahlt. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Tenneco Inc., Lake Forest, Illinois, USA. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Apollo Global Management, Inc., New York, USA. Der Kreis der verbundenen Unternehmen umfasst das oberste Mutterunternehmen der Gesellschaft, die Apollo Global Management, Inc., und sämtliche Tochtergesellschaften dieses obersten Mutterunternehmens. Der nach den Regelungen der United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) erstellte Konzernabschluss der Tenneco Inc. ist am Sitz dieser Gesellschaft (Lake Forest, Illinois, USA) erhältlich. Der nach den Regelungen der United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) erstellte Konzernabschluss der Apollo Global Management, Inc. ist am Sitz dieser Gesellschaft (New York, USA) erhältlich. Anhangangabe aufgrund § 292 HGBDie Tenneco GmbH macht hinsichtlich der Aufstellungspflicht für einen Teilkonzernabschluss von der Befreiungsregelung nach § 292 HGB Gebrauch. Der befreiende Konzernabschluss der Apollo Global Management, Inc., New York, USA, ist beim Betreiber des elektronischen Unternehmensregisters einzureichen und im elektronischen Unternehmensregister bekannt machen zu lassen. Der von der Apollo Global Management, Inc. New York, USA, aufgestellte Konzernabschluss erfüllt die Befreiungsvoraussetzungen des § 292 HGB:
Damit sind der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der Apollo Global Management, Inc. New York, USA, einem nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig. Die Tenneco GmbH ist demnach von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Abweichungen zwischen dem nach den United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellten Konzernabschluss der Apollo Global Management, Inc. New York, USA, und dem deutschen Handelsrecht hinsichtlich Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden ergeben sich im Wesentlichen wie folgt: KundenwerkzeugeNach HGB werden Aufwendungen und Erlöse im Zusammenhang mit der Herstellung von Kundenwerkzeugen bei Produktionsstart in die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht, während nach US-GAAP der Erlösüberschuss abgegrenzt und über 5 Jahre ratierlich aufgelöst wird. PensionsrückstellungenNach HGB werden die Pensionsrückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Unter US-GAAP wird ein aus Kapitalmarktdaten abgeleiteter, stichtagsbezogener Zinssatz verwendet. Die Pensionsrückstellungen werden nach HGB saldiert mit Vermögenswerten ausgewiesen, die die Anforderungen als Deckungsvermögen erfüllen. Weiterhin wird nach HGB der Aufwand aus der Zuführung der Pensionsrückstellungen vollständig in die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht, während nach US-GAAP Teile der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst werden. Sonstige UnterschiedeWeitere Unterschiede zwischen den US-GAAP und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, den unterschiedlichen Kriterien bei der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei Leasinggeschäften, dem Ansatz und der Bewertung sonstiger Rückstellungen sowie dem Gewinnrealisierungszeitpunkt. ErgebnisverwendungDer Gewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 43.157 wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages an die Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH, Edenkoben, abgeführt.
Edenkoben, den 20. Januar 2025 Oliver Pfirrmann Matthias Millers Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Tenneco GmbH, Edenkoben PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Tenneco GmbH, Edenkoben, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tenneco GmbH, Edenkoben, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 2A3 "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie die als "ungeprüft" gekennzeichneten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 20. Januar 2025 Deloitte
GmbH
Michael Paul, Wirtschaftsprüfer Dr. Marcus Brocard, Wirtschaftsprüfer |
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