Helmut Hund GmbH
Artur-Herzog-Straße 2, 35580 Wetzlar, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Alexander Lenz since 2/23/2021 | Procura |
Chris Sven Geller since 2/23/2021 | Procura |
Verena Schön since 7/7/2017 | Managing Director |
Stefan Dr. Schäfer since 1/21/2015 | Managing Director |
Holdings
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Helmut Hund GmbHWetzlarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024
Anhang 2023/2024I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben Die Helmut Hund GmbH hat ihren Sitz in Wetzlar und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wetzlar unter HRB 465. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Wir sind nach den in § 267 Abs. 2 HGB bestimmten Größenmerkmalen eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und haben den zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 unter Inanspruchnahme der für diese Gesellschaften geltenden Erleichterungen und nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig unter Anwendung einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt. Auf das abnutzbare Anlagevermögen werden unter Anwendung der für steuerliche Zwecke geltenden Abschreibungstabellen planmäßige Abschreibungen vorgenommen, wobei technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung linear mit Nutzungsdauern zwischen 2 und 20 Jahren abgeschrieben werden. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Regelungen mit dem höchstzulässigen Betrag abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten aktiviert. Die für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe angesetzten Anschaffungskosten sind nach dem gewogenen Durchschnitt ermittelt bzw. entsprechen dem letzten Einkaufspreis. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt, in die Material-, Fertigungs- und darauf entfallende Gemeinkosten sowie Abschreibungen und Pachten auf das dem Fertigungsprozess dienende Sachanlagevermögen eingerechnet sind. Bei den unfertigen Erzeugnissen wird der Fertigungsgrad berücksichtigt. Notwendige Abwertungen wurden vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel wurden grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Bestehende Ausfallrisiken bei Debitoren sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Rechnungsabgrenzungsposten sind für vorausgezahlte Ausgaben bzw. Einnahmen aktiviert respektive passiviert worden, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Der Ansatz erfolgt jeweils zum Nominalwert. Rückstellungen für Pensionen sind für Anwartschaften nach der Projected-Unit-Credit-Methode und für laufende Renten nach dem Barwertverfahren auf der Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem dieser Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,84 % (Stand Juni 2024), der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Dabei wurde ein Rententrend von 1,0 % bzw. 1,4 % berücksichtigt. Daraus ergab sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, in Höhe von TEUR - 2. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Passivierung von Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden entsprechend § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. II. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagengitter: 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die zusätzlichen Angaben sind aus der folgenden Aufstellung ersichtlich:
3. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von EUR 3.866.704,04 (30.6.2023: EUR 3.437.152,81) enthalten. Das Eigenkapital enthielt im Vorjahr aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen gem. § 253 Abs. 2 HGB einen Betrag von EUR 29.125,00, der einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB unterlag. 4. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und weiteren Angaben ergeben sich aus der anschließenden Übersicht:
Die in den übrigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 330.836,22 (30.6.2023: EUR 443.546,48) sind durch die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gesichert. 5. sonstige finanzielle Verpflichtungen a) Für Verpflichtungen aus verschiedenen Leasingverträgen werden voraussichtlich folgende Beträge fällig:
Daneben besteht ein Betriebspachtvertrag gegenüber verbundenen Unternehmen mit unbestimmter Laufzeit. Hieraus ergeben sich jährliche Verpflichtungen von EUR 403.434,00 (30.6.2023: EUR 413.754,00). b) Es existiert eine Verpflichtung zur Leistung noch ausstehender, nicht eingeforderter Einlagen auf Geschäftsanteile der NANOTEC Gesellschaft für Microstrukturtechnik mbH, Wetzlar, in Höhe von unverändert EUR 306.775,13. III. sonstige Angaben 1. Beteiligungen Am folgenden Unternehmen ist die Gesellschaft mit mindestens 20 % beteiligt:
2. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
3. Pensionsrückstellung für ehemalige Geschäftsführer Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten einen Betrag von EUR 1.107.829,00 (30.6.2023: EUR 1.150.599,00) für ehemalige Geschäftsführer. 4. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023/2024
Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. 5. Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender Herr Diplom-Ingenieur Helmut Hund, Wetzlar, ist.
Wetzlar, den 14. Februar 2025 Dr. Stefan Schäfer Verena Schön Ergänzende Informationen: Der Jahresabschluss wurde am 21. März 2025 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt. Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023/2024 von 1.002.115,70 EUR ist unter Einbeziehung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 3.866.704,04 EUR und unter Verrechnung der bereits erfolgten Vorabausschüttung von 500.000,00 EUR als Bilanzgewinn 2023/2024 mit 4.368.819,74 EUR auf neue Rechnung vorgetragen worden. Die bereits erfolgte Vorabausschüttung wird hiermit nochmals bestätigt. Lagebericht 2023/2024A. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Unternehmensgrundlagen Die Helmut Hund GmbH, Wetzlar, ist als Anbieter von kundenspezifischen Lösungen auf den Gebieten Elektronik, Feinwerktechnik und Optik tätig. Außerdem stellen wir Mikroskope und Geräte für die Medizin- und Umweltmesstechnik her und vertreiben diese im In- und Ausland. Die Philosophie des Unternehmens lautet: "We bring technologies together". Auf dieser Basis entwickeln und produzieren wir vielfältigste Komponenten und Baugruppen bis hin zu Komplettgeräten für unsere anspruchsvollen Industriekunden sowie für Unternehmen der Umweltmess- und Medizintechnik. In dem Bereich Forschung und Entwicklung ist ein Team interdisziplinärer Ingenieure und Physiker mit komplexen Aufgaben betraut. Wir arbeiten sehr eng mit Forschungseinrichtungen und den Entwicklungsabteilungen unserer Kunden zusammen. Dadurch sind unsere Mitarbeiter stetig auf dem neuesten Stand der technologischen Entwicklung. Die Mitarbeiter erweitern ihr Fachwissen auch durch regelmäßige Fortbildungen. Unsere betrieblichen Einrichtungen sind auf dem neuesten und modernsten Stand der Technik. Aufgrund unserer heterogenen Kunden- und Produktstruktur sowie unseren vielfältigen Technologien in Elektro- und Feinwerktechnik, Faseroptik sowie Optik sehen wir uns am Markt gut positioniert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir unser Umsatzziel, bedingt durch die allgemeine konjunkturelle Abkühlung in Deutschland, nicht erreichen. Dennoch ist es uns gelungen, die Gesamtleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr auf dem hohen Niveau des Vorjahres zu halten bzw. leicht zu verbessern. In der Sparte CMS (Contract Manufacturer Services), die mit ca. 80 % den größten Umsatzanteil ausmacht, haben wir ein breites und heterogenes Kundenspektrum. Nach wie vor können wir eine stabile Nachfrage nach unseren Leistungen verzeichnen. Um uns insgesamt als Akteur im Bereich Elektronikfertigungsdienstleistungen (EMS) breiter aufzustellen und um notwendige Synergien mit unseren Technologien zu schaffen, haben wir zum 1. Januar 2024 die TEBA Electronic Solutions GmbH in Greifenstein zu 100 % übernommen. In der Sparte Geräte umfasst unser Programm Mikroskope sowie Medizin- und Umweltmessgeräte sowie unseren automatischen Pollenmonitor POMO. Im Bereich POMO sind wir bestrebt, unsere sehr gute Positionierung am Markt als Innovationsführer weiter auszubauen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir außerdem ein Kompaktgerät BAA500e dieser Baureihe eingeführt, welches preis- und ressourcengünstiger ist und uns neue Marktpotenziale eröffnen soll. Im Rahmen des EU-Projekts SYLVA konnte im vergangenen Halbjahr eine weitere Teststellung am finnischen Polarkreis installiert werden. Das Geschäftsmodell, die Geräte mit integriertem Wartungs- und Servicevertrag am Markt zu positionieren, wurde erfolgreich mit Hilfe der zu unserer Unternehmensgruppe gehörigen NANOTEC Gesellschaft für Microstrukturtechnik mbH, Wetzlar, umgesetzt. 2. Umsatz und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr nur geringfügig gesteigert werden. Durch in Summe geringeren Gesamtaufwendungen erzielten wir dennoch ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 72 verbessertes Jahresergebnis. Zum Ende des Geschäftsjahres ist der Auftragsbestand unter Berücksichtigung der allgemeinen unsicheren wirtschaftlichen Lage noch als gut zu bezeichnen. Der Grund dafür ist neben der Strategie einer nachhaltigen Partnerschaft mit unseren Kunden, unsere Lieferfähigkeit aufgrund einer langfristigen Bedarfsplanung, die an Bedeutung durch die Versorgungsengpässe von Elektronikkomponenten stark zugenommen hat. Dennoch bemerken wir vor allem in den Bereichen Mechanik, Kunststofftechnik und Faseroptik eine allgemeine Zurückhaltung unserer Kunden, sodass hier der Auftragsbestand nicht so weit reicht wie im Bereich Elektronik. Unsere Anstrengungen, insbesondere im Vertrieb und in der Entwicklung, haben nach wie vor das Ziel, eine stetige Ausweitung unseres Kundenstammes herbeizuführen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir erneut einige neue Kunden aus den Bereichen Medizintechnik und Maschinenbau/Automation als strategisch wichtige Partner gewinnen. Es bleibt unverändert unser Bemühen, mit neuen Produkten und Projekten ein moderates, qualitatives Wachstum zu erreichen. 3. Produktion Unsere Produktionsanlagen werden stets auf dem neuesten, technisch aktuellen Stand gehalten, laufend gewartet und durch Neuanschaffungen erweitert und aktualisiert. Alle Produktionsverfahren und -abläufe sind eindeutig dokumentiert und werden von unserem qualifizierten Mitarbeiterteam beherrscht. Unsere Mitarbeiter nehmen regelmäßig an geeigneten Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen teil. Unser Unternehmen ist zertifiziert nach DIN-EN ISO 9001:2000 und ISO 14001 sowie nach Richtlinie ATEX (EXAM) und dem Medizinproduktegesetz (MPG). Sämtliche Zertifizierungen werden regelmäßig aktualisiert und auch unseren Kunden als Nachweis unseres Qualitätssystems vorgelegt. So wurde im Berichtszeitraum im Rahmen eines Überwachungsaudits unser QM-System nach den neuen Revisionen der DIN-EN ISO 9001:2015 und DIN-EN ISO 13485:2016 erfolgreich rezertifiziert. 4. Beschaffung Wir benötigen für unsere Produkte ein umfangreiches Spektrum an Rohstoffen, Komponenten und Leistungen. Unsere Lieferanten sind weltweit ansässig. Die Bestände mussten im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der langen Lieferzeiten und Versorgungsengpässen, insbesondere auf dem Elektronikkomponentenmarkt, erneut moderat aufgebaut werden. Unser ständiges Bestreben ist es weiterhin, mit bestehenden und neuen Partnern im Beschaffungswesen verbesserte Einkaufsbedingungen auszuhandeln sowie in absehbarer Zeit die Materialeinsatzquote wieder auf ein Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie zu senken. 5. Investitionen Sämtliche Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in das bewegliche Sachanlagevermögen werden durch unsere Gesellschaft durchgeführt. So ist im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der Investition in eine zweite automatische Bestückungslinie für die Elektronikfertigung begonnen worden. Im Rahmen dieses Projekts haben wir außerdem ein neues Montageplatzkonzept entwickelt und erste Teilbereiche mit diesen ausgestattet. Die Investition in die zweite Bestückungslinie wird im aktuellen Geschäftsjahr abgeschlossen werden. Des Weiteren haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umstellung der Beleuchtung auf energiesparende LED-Beleuchtung im gesamten Unternehmen beauftragt; dieses Projekt wurde jedoch aus Kapazitätsgründen erst im laufenden Geschäftsjahr begonnen. Investitionen in Grundstücke und Gebäude tätigt unsere Muttergesellschaft, die Helmut Hund Vermögens GmbH & Co KG, Wetzlar. 6. Finanzierungsmaßnahmen Die Liquidität unserer Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gesichert und auf einem hohen Niveau. Alle Investitionsmaßnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden ohne Aufnahme von Fremdmitteln innenfinanziert. Der überwiegende Teil des Fuhrparks sowie punktuelle Ergänzungen unseres Maschinenparks sind geleast, es erfolgt vor Investitionen stets eine Prüfung der optimalen Finanzierungsstruktur. 7. Personal- und Sozialbereich Ohne Geschäftsführer und Auszubildende haben wir im Jahresdurchschnitt 107 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 56 Angestellte mit technischer bzw. kaufmännischer Qualifikation. Die gewerblichen Arbeitnehmer haben eine Qualifikation als Facharbeiter oder sind angelernte Kräfte mit entsprechender beruflicher Erfahrung. Wir beschäftigten zum Bilanzstichtag acht Auszubildende, die zum Elektroniker für Geräte und Systeme, zum Feinoptiker, zum Industriemechaniker, zur Fachkraft für Metalltechnik und zur Industriekauffrau ausgebildet werden. Mit unserem stabilen Angebot von Ausbildungsplätzen sowie unserer ständigen Bereitschaft, Praktikanten- und Diplomandenstellen in verschiedensten Bereichen zur Verfügung zu stellen, versuchen wir dem Fachkräftemangel in unserer Region zu begegnen. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 37 Stunden. Für eine Vielzahl unserer Mitarbeiter bestehen einzelvertragliche Regelungen von Teilzeit bis zu 40 Stunden pro Woche. Flexibilität in unserer Produktion erreichen wir durch entsprechende Gleitzeitvereinbarungen mit unseren Mitarbeitern. 8. Umweltschutz Nach wie vor unterzieht sich unser Unternehmen einer freiwilligen Prüfung gemäß der Öko-Audit Verordnung. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir diese Prüfung wieder ohne Beanstandungen absolviert. Es ist ein Sicherheitsbeauftragter benannt und unser Unternehmen beschäftigt zudem als Sicherheitsfachkraft einen externen Berater, der allen Mitarbeitern auch zu Fragen des Umweltschutzes zur Verfügung steht. Alle Mitarbeiter unseres Unternehmens sind vertraglich verpflichtet, sich über die Umwelt- und Sicherheitsbestimmungen zu informieren und diese einzuhalten. Zudem finden regelmäßig entsprechende Schulungen statt. B. Darstellung der Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft lässt sich tabellarisch wie folgt darstellen:
Eine verminderte Materialeinsatzquote sowie geringe Steigerungen bei der Gesamtleistung ergaben ein um TEUR 416 verbessertes Rohergebnis, was bei annähernd gleichen bzw. sich gegenseitig aufwiegenden Veränderungen im Aufwandsbereich zu einem um TEUR 72 gestiegenen Jahresüberschuss im Berichtsjahr führte. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich am Abschlussstichtag im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Aufgrund unserer moderaten Ausschüttungspolitik und dem positiven Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 konnten wir unser Eigenkapital weiter steigern. Zudem bewerten wir die Zusammensetzungen von Vermögens- und Kapitalstruktur positiv. Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 682 (5,8 %) auf TEUR 11.064 vermindert, was insbesondere aus Rückführungen von Verrechnungskonten innerhalb unserer Unternehmensgruppe resultiert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit TEUR 54 positiv. Neben den Mittelabflüssen aus der Investitionstätigkeit, die durch den Anteilserwerb an der TEBA Electronic Solutions GmbH, Greifenstein, wesentlich geprägt sind, ergibt sich aufgrund der Gewinnausschüttung ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 523. Insgesamt hat sich dadurch der Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr um TEUR 1.623 gemindert. Der Bestand der liquiden Mittel beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.308. Wir waren und sind daher in der Lage allen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognose Infolge unserer umfangreichen Leistungs- und Produktpalette, der heterogenen Kundenstruktur und unseres kompetenten Mitarbeiterstammes gehen wir von einer positiven Unternehmensentwicklung aus. Wir sehen unsere strategische Stärke neben der nach wie vor bestehenden Fertigung in Deutschland in der Vielfalt der Technologien, der Branchenunabhängigkeit und der Flexibilität unseres Unternehmens. Aufgrund des teilweise hohen Auftragsbestandes, besonders im Bereich der Elektronik, erwarten wir für das Geschäftsjahr trotz der konjunkturellen Lage eine nahezu stabile Gesamtleistung und ein erneut zufriedenstellendes Betriebsergebnis. Allerdings sehen wir, wie es sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits angekündigt hatte, besonders in den Bereichen Optik und Faseroptik eine deutliche Abkühlung der Konjunktur und damit einhergehend eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft unserer Kunden verbunden mit einem Rückgang der Anfragen. Das könnte sich im laufenden und mehr noch im nächsten Geschäftsjahr 2025/2026 negativ auf den Wachstumskurs des Unternehmens auswirken. Ein belastbares Umsatzwachstum haben wir deshalb für das laufende Geschäftsjahr nicht eingeplant. 2. Chance In unserem Kernbereich CMS (Contract Manufacturer Services) gibt es ständig vielfältigste Möglichkeiten, die Geschäftsbeziehungen mit bestehenden oder neuen Kunden in der Medizintechnik, der Industrie und der Umwelttechnik auf- bzw. auszubauen. Es ist unser Ziel, die Anzahl der Stammkunden kontinuierlich zu erweitern. Im Bereich Pollenmessungen sehen wir aufgrund hoher Marktdynamik ein steigendes Interesse nach neuen automatischen Messsystemen, welches wir mit unseren Lösungen bedienen können. Der im eigenen Hause entwickelte neue Auswertealgorithmus zur Klassifizierung der Pollen auf Basis neuronaler Netzwerte (künstliche Intelligenz, Deep Learning) wurde im laufenden Geschäftsjahr auf allen Geräten im Feld übernommen. Überdies konnte im laufenden Geschäftsjahr ein Auftrag des Deutschen Wetterdienstes gewonnen werden, in Deutschland innerhalb der nächsten drei Jahre 16 Pollenmonitore aufzustellen. Dieses Projekt gewährleistet für das laufende und das folgende Geschäftsjahr eine stabile Auslastung des Bereichs Pollenmonitoring und hat ebenfalls Signalwirkung im Markt, wovon wir uns weitere mögliche Anfragen erhoffen. Das Potenzial unserer Mitarbeiter, die langjährigen Kundenbeziehungen sowie unser Qualitätsmanagementsystem und die verschiedensten Zertifizierungen wie DIN-EN ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 und ATEX (RL 2014/34/EU) sowie die Zertifizierung nach dem Medizinproduktegesetz (ISO 13485:2016) sind eine gute und wichtige Grundlage für den erfolgreichen Ausbau unseres Geschäfts. Unsere logistischen Einrichtungen sowie die Überwachungsprozesse sind hierauf vorbereitet und werden kontinuierlich angepasst und verbessert. 3. Finanzrisiken Unsere Gesellschaft verfügt über verschiedene Planungs- und Kontrollinstrumente, die Geschäftsrisiken frühzeitig erkennbar machen können. Diese Instrumente werden durch regelmäßigen und intensiven Kundenkontakt sowie entsprechende Marktbeobachtungen unterstützt. Daneben wird das Zahlungsverhalten unserer Kunden mit entsprechenden Buchhaltungskennzahlen stetig überwacht. Vor Anbahnung einer neuen Geschäftstätigkeit werden insbesondere bei Neukunden Bonitätsbeurteilungen durchgeführt. Dabei machen wir uns auch die Unterstützung von externen Dienstleistern zu eigen. Neukunden aus dem Ausland werden nur gegen Vorkasse oder bei höheren Volumina ggf. mit Dokumenten-Akkreditiv bedient. Um Preiserhöhungen bei Bauteilen auf US-Dollarbasis abzufedern, haben wir mit einigen Kunden die Zahlung ihrer Rechnung in US-Dollar vereinbart. Dabei nutzen wir unsere US-Dollar Bestände, um Bauteileinkäufe auf US-Dollarbasis abzuwickeln. 4. Beschaffungs- und Produktionsrisiken Beschaffungsrisiken begegnen wir mit ausreichender Bevorratung der benötigten Rohstoffe bzw. Zukaufteilen und einer breit gestreuten Anzahl an langjährigen und zuverlässigen Lieferanten. Auf der anderen Seite gehen wir weiterhin bei der Disposition zunächst in Teilmengen und konservativ vor, um Beschaffungsfehlplanungen insbesondere aufgrund von Absatzfehlprognosen unserer Kunden oder unerwarteten technischen Änderungen zu vermeiden. Aufgrund der Beschaffungskrise und der damit verbundenen noch immer sehr langen Lieferzeiten von Zukaufteilen, sind wir in Rücksprache mit unseren Kunden bei bestimmten Produkten von dieser Strategie abgewichen und haben diese langfristig disponiert und bestellt, um eine zukünftige Lieferfähigkeit anzustreben. Die SMD-Fertigung läuft weiterhin im dauerhaften Zwei-Schichtbetrieb. Sobald die Installation der zweiten Linie abgeschlossen ist, werden wir zunächst auf zwei Linien im Ein-Schichtbetrieb umstellen. Diese Investition bedeutet für uns zudem ein erheblich geringeres Risiko in Bezug auf Produktionsausfälle, sollte eine der beiden Linien Ausfallszeiten aufweisen, da wir dann entsprechend mit der anderen Linie weiterproduzieren können. Ziel ist, langfristig die dauerhafte Zwei-Schicht-Auslastung beider Linien zu erreichen. Dies wird uns jedoch aufgrund der wirtschaftlichen Situation und der kapazitiven Anpassung der Folgeprozesse nicht kurzfristig gelingen. Zahlreiche Kontrollen bei Eingang der Materialien sowie bei der Produktion beschränken das Prozessrisiko erheblich. Aufgrund unserer in der Vergangenheit erworbenen Erfahrungen erreichen wir einen hohen Qualitätsstandard. 5. IT-Risiken Ziel ist es, unser ERP-System weiterhin stetig zu verbessern und unsere Prozesse weitestgehend möglich zu integrieren. Zudem arbeiten wir stetig daran, die bestehenden Fertigungsanlagen besser in unsere IT-Infrastruktur zu integrieren und die Digitalisierung im gesamten Unternehmen voranzutreiben. Im laufenden Geschäftsjahr sind neue Hard- und Softwarekonfigurationen für die Serverlandschaft in Betrieb genommen worden, um zukunftsgerichtet und wettbewerbsfähig aufgestellt zu sein. Zur Sicherung unserer Datenbestände werden diese täglich gesichert und die Sicherungen im wöchentlichen Turnus außerhalb des Unternehmensgebäudes aufbewahrt. 6. Weitere Risiken Aufgrund des guten Auftragsbestands und der gegenwärtigen Nachfragesituation sind keine von uns beeinflussbaren Risiken für die Gesellschaft erkennbar, jedoch bleibt die unsichere wirtschaftliche Lage in der Welt und besonders die schwächelnde Konjunktur in Deutschland ein Risiko für den Geschäftsverlauf. Hier lassen sich die Auswirkungen für das nächste Geschäftsjahr wiederum kaum seriös abschätzen. Wir verfügen über einen ausreichenden Bestand an liquiden Mitteln und Kreditzusagen, sodass wir unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen können. Besondere Risiken mit wesentlichem negativem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen derzeit nicht.
Wetzlar, den 14. Februar 2025 Geschäftsleitung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersVorstehender zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zum vollständigen Jahresabschluss zum 30. Juni 2024 und Lagebericht 2023/2024 der Helmut Hund GmbH, Wetzlar, haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die Helmut Hund GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Helmut Hund GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Helmut Hund GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschenburg, den 14. Februar 2025 Siegwolf, Wirtschaftsprüfer" Bilanz zum 30. Juni 2024Aktiva
Passiva
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