CBRE GWS IFM Industrie GmbH

Wittekindstraße 1A, 45131 Essen, DEU

Master Data

Registry
Register court Essen HRB 26068
Previous
Johnson Controls GWS IFM Industrie GmbH
Registered
1/27/2015
Industry
Management of non-residential real estate on a fee or contract basisBuying and selling of own non-residential real estateActivities of real estate agencies relating to non-residential real estate
Purpose
Der Handel mit und die Ausführung von Dienstleistungen für das Facilitymanagement (Gebäude und Bewirtschaftung), das Immobilienmanagement, Gebäudemanagement, der Gebäudebetrieb, die Planung und Wartung von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen, insbesondere von Industrieanlagen, sowie Dienstleistungen aller Art für Gebäude und Gebäudebesitzer und der Handel mit Waren aller Art.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Fikria Astitouh
since 11/10/2025
Procura
Joachim Klee
since 9/3/2025
Procura
Robert Branschofsky
since 6/17/2025
Procura
Fatma Ejder
since 5/15/2025
Procura
Dennis Vorberg
since 5/22/2024
Procura
Elena Gifon
since 5/22/2024
Managing Director
David Corral
since 5/22/2024
Managing Director
Alexander Kisfeld
since 2/2/2023
Procura
Steffen Jakobi
since 10/18/2022
Procura
Moritz von der Wehl
since 3/3/2021
Procura
Managing Director
Felix Klaus Mathiowetz
since 5/15/2020
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Relam Amsterdam Holdings B.V.NLD
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€25,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

CBRE GWS IFM Industrie GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

A. Geschäftsmodell der Gesellschaft

1. Organisation und rechtliche Struktur

Die CBRE GWS IFM Industrie GmbH, Essen (im Folgenden auch „CBRE GWS IFM“ genannt), ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist eine 100- prozentige Tochter der CBRE Germany Holdings GmbH, Frankfurt am Main, und in den Konzernverbund der CBRE Group Inc. eingebunden. Sie ist im Wesentlichen am Standort Essen tätig.

Zwischen der CBRE Germany Holdings GmbH, Frankfurt am Main, und der CBRE GWS IFM wurde zum 1. Januar 2016 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

Zum 1. September 2015 wurde das „Global Operating GWS Agreement“ eingeführt. Dieses bildet die Grundlage dafür, die assoziierten Gesellschaften auf ein vorbestimmtes Ergebnisniveau zu steuern und damit Ergebnisrisiken in den Landesgesellschaften zu reduzieren. Damit wird die unternehmerische Führung des GWS-Geschäftes auf die britische Gesellschaft konzentriert. Zentrale Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen in Großbritannien werden nicht einzeln auf die Landesgesellschaften verrechnet, wie auch Mitarbeiter oder Funktionen von allgemeiner bzw. zentraler Natur, wie z.B. Interne Revision, die in den Landesgesellschaften vorgehalten werden, nicht an die Zentrale einzeln abgerechnet werden.

CBRE führt unter dem Begriff "Global WorkPlace Solutions (GWS)“ seine gesamten Aktivitäten für integrierte Real Estate- und Facility-Management-Lösungen. Global WorkPlace Solutions ist dabei als ein ganzheitlicher, strategischer und lebenszyklusbezogener Managementansatz zu sehen, um Gebäude, ihre Systeme, Prozesse und Inhalte kontinuierlich bereitzustellen, funktionsfähig zu halten und an die wechselnden organisatorischen und marktgerechten Bedürfnisse anzupassen.

CBRE bietet ein breites Servicespektrum, das Mehrwert im gesamten Lebenszyklus einer Immobilie schafft. Das Ziel ist es, den Geschäftserfolg unserer Kunden zu fördern, indem GWS Kosten senkt, Prozesse optimiert und das Arbeitsumfeld der Arbeitnehmer der Kunden verbessert. GWS ist dabei der globale Outsourcing-Partner für diese integrierten Real Estate- und Facility-Management-Lösungen mit langjährigen Erfahrungen auf diesem Gebiet. CBRE GWS plant, erstellt, betreibt und erneuert Arbeitsumfelder - überall in der Welt. Mit dieser Ausrichtung ist CBRE GWS eines der weltweit führenden Outsourcing-Unternehmen.

Beschaffung

Die Funktionen der Beschaffung werden über eine Zentralabteilung in Essen wahrgenommen, die in enger Zusammenarbeit mit den Standorten bei den Kunden agiert.

Geschäftsbereiche

Die CBRE GWS IFM arbeitet im Gebäudemanagement u.a. in den folgenden Bereichen:

Infrastrukturelle Services im weiteren Sinne

Technische Services

Kaufmännische Services sowie

Weitere Mehrwertdienste wie: Projektmanagement; Real Estate und Consulting

Das Leistungskonzept der CBRE GWS IFM beinhaltet u.a. die Übernahme der Gesamtverantwortung für die Betreuung von gewerblich genutzten Liegenschaften.

Das infrastrukturelle Gebäudemanagement betreut die gesamte Dienstleistungspalette einer Immobilie, die sich mit der Flächennutzung beschäftigt. Hierzu gehören z.B. die Verwaltung der Reinigungsdienste oder Sicherheitsdienste sowie die Organisation von Logistik- und Umzugsdiensten und das Fuhrparkmanagement. Diese Dienste werden sowohl durch eigenes Personal als auch über Subunternehmer (in der Mehrzahl) angeboten.

Das technische Gebäudemanagement beschäftigt sich damit, die Gebäude und Anlagen funktionsfähig zu halten. Zu den Aufgaben des technischen Gebäudemanagements zählen die Betriebsführung, der Umbau und die Sanierung, Versorgung sowie das Umweltmanagement durch eigenes Personal oder Subunternehmer.

Die Einheit „Projektmanagement“ ist der Spezialist für alle Design- und Projektmanagement-Dienstleistungen in den Bereichen Bau, Renovierung, Aus- und Umbau - insbesondere bei laufendem Betrieb.

Die Einheit „Real Estate“ umfasst insbesondere eine konzernweite Portfoliostrategie, die bereits vorhandene Standorte hinsichtlich Anzahl und Größe optimiert, wie auch die Umsetzung von Transaktionen im Sinne von Abmietungen, Anmietungen und Verkäufen. Eine Ausweitung dieses Geschäftsbereiches auch für andere Drittkunden ist das erklärte Ziel der Gesellschaft.

B. Forschung und Entwicklung

Unsere Gesellschaft tätigt keine unmittelbaren Investitionen in Forschung und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

A. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Da das Geschäft im Wesentlichen auf Beziehungen mit international tätigen Kunden beruht, folgen anbei Ausführungen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf entsprechend globaler Ebene.

Das Jahr 2023 war überraschend resilient trotz Warnungen vor Stagflation und einer globalen Rezession. Die Inflation ging stetig zurück seit ihres Hochpunkts Mitte 2022 und die Wirtschaft wuchs beständig mit 3,2% global (Quelle: World Economic Outlook, April 2024: Steady but Slow: Resilience amid Divergence).

Nach einer langen Reihe beispielloser Schocks schien sich die Weltwirtschaft mit stabilen, wenn auch enttäuschenden Wachstumsraten zu stabilisieren. Allerdings hat sich die Lage geändert, da Regierungen weltweit ihre politischen Prioritäten neu ordnen und die Unsicherheiten einen neuen Höchststand erreicht haben. Die Prognosen für das globale Wachstum wurden gegenüber dem World Economic Outlook (WEO) Update vom Januar 2025 deutlich nach unten auf nunmehr 2,8% korrigiert, was auf die seit einem Jahrhundert nicht mehr gesehenen effektiven Zollsätze und das höchst unvorhersehbare Umfeld zurückzuführen ist. Die globale Headline-Inflation dürfte etwas langsamer zurückgehen als im Januar erwartet.

Angesichts eskalierender Handelsspannungen und Anpassungen an den Finanzmärkten dominieren zunehmende Abwärtsrisiken die Aussichten. Divergierende und sich rasch ändernde politische Positionen oder eine sich verschlechternde Stimmung könnten zu einer weiteren Verschärfung der globalen Finanzbedingungen führen. Eine Eskalation des Handelskriegs und eine erhöhte Unsicherheit in der Handelspolitik könnten die kurz- und langfristigen Wachstumsaussichten weiter beeinträchtigen. Eine Einschränkung der internationalen Zusammenarbeit könnte die Fortschritte auf dem Weg zu einer widerstandsfähigeren Weltwirtschaft gefährden (Quelle: World Economic Outlook, April 2025: A Critical Juncture amid Policy Shifts).

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Facility-Service-Markt mit seinem externen Gesamtvolumen von EUR 65 Mrd. weist für das Geschäftsjahr 2023 eine positive Entwicklung auf. Im Jahr 2023 wurde ein Umsatzanstieg von 9,8 % verzeichnet, nach einem Umsatzanstieg im Jahr 2022 von 7,3 % und 1,9% in 2021. Gründe für das deutliche Wachstum waren Lohn- und Preiseffekte, Übernahmen von spezialisierten Unternehmen, und Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie. Die wesentlichen Herausforderungen für Facility-Services-Anbieter sind vor allem der hohe Personalbedarf und die regulatorischen Eingriffe in die Lohnentwicklung. (Quelle: Facility-Service-Unternehmen wachsen 2023 deutlich)

Die in Deutschland agierenden Facility-Management-Anbieter (FM-Anbieter) erwirtschafteten ihren Umsatz mit infrastrukturellen Services (Gebäudereinigung, Sicherheit, Catering, Parkraumbewirtschaftung und Garten-/Grünanlagenpflege) und technischen Services (Gebäudetechnik, Produktionstechnik, Kleinanlagenbau und Instandhaltung). In diesen Bereichen agiert auch die CBRE GWS IFM. Ein weiteres Tätigkeitsfeld der in Deutschland agierenden FM-Anbieter sind die kaufmännischen Leistungen (kaufmännische Verwaltung, Property und Asset Management), in denen die CBRE GWS IFM nicht aktiv ist.

Die deutschlandweit wichtigsten Wettbewerber haben sich entweder über die Gebäudereinigung in dem Markt etablieren können oder haben einen Hintergrund aus der Baubranche. Die Top 25 Facility-Service-Unternehmen in Deutschland wuchsen im Jahr 2023 um durchschnittlich 11,8 % Prozent nach Umsatz. Die Belegschaft der Top 25 legt um durchschnittlich 3,2 % Prozent zu (Quelle: Lünendonk® -Liste 2024: Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland, Stand 17.06.2024).

Die CBRE differenziert sich im Wesentlichen durch ihre Vorgehensweise in der Marktbearbeitung: Durch die Zugehörigkeit zu einem globalen Konzern liegen länder- bzw. Kontinent übergreifende Ausschreibungen im Fokus. Außerdem stellt die weltweite Präsenz in der Nähe des jeweiligen Kunden aus Sicht der Geschäftsführung einen klaren Wettbewerbsvorteil dar. So ist die CBRE für eine möglichst effiziente, kundenorientierte Abwicklung der gewonnenen internationalen Aufträge in Deutschland verantwortlich.

B. Personal

Der Personalstand beträgt zum Bilanzstichtag 913 Mitarbeiter (Vorjahr 925 Mitarbeiter).

Im Unternehmen existieren insgesamt drei lokale Betriebsräte, der Gesamtbetriebsrat setzt sich entsprechend aus 13 Mitgliedern zusammen. Die Mitbestimmung in der Gesellschaft erfolgt nach dem Betriebsverfassungsgesetz.

Es besteht kein Haustarifvertrag.

C. Umweltschutz

Die Gesellschaft ist seit Dezember 2009 nach EN ISO 45001, nach EN ISO 9001 sowie nach EN ISO 14001 zertifiziert.

D. Geschäftsverlauf

Der zur internen Steuerung verwendete finanzielle Leistungsindikator des Konzerns, sowie der Gesellschaft, ist das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sowie die Umsatzerlöse. Das EBIT für das Geschäftsjahr betrug TEUR 1.854 (Vorjahr TEUR 1.781). Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur Steuerung der Gesellschaft verwendet.

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr auf TEUR 196.215 (Vorjahr TEUR 187.449). Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich auf TEUR 1.083 (Vorjahr: TEUR 1.527). Für weitere Informationen verweisen wir auf den Abschnitt „Ertragslage“.

E. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatz 196.215 187.449
Rohertrag (Umsatz zzgl. Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwand) 73.100 73.732
EBIT 1.854 1.781
Ergebnis nach Steuern 1.083 1.527

Das für das Geschäftsjahr geplante Umsatzziel von EUR 196,3 Mio. wurde in der Berichtsperiode fast erreicht. Bedingt durch die Beendigung der Verträge mit zwei Großkunden im März 2021 bzw. Oktober 2021 ist es in den Folgejahren zu Umsatz- und Ertragsrückgängen gekommen. Dies war der Hauptgrund für den Umsatzrückgang im Jahr 2022, worauf in der Folge wieder ein jährliches Wachstum erzielt wurde. Die Umsatzerlöse stiegen auf TEUR 196.215 (Vorjahr: TEUR 187.449). Das prognostizierte EBIT i.H.v. EUR 1,85 Mio. wurde im Geschäftsjahr erreicht.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge auf TEUR 1.656 resultiert im Wesentlichen aus einem Ertrag, anstatt wie im Vorjahr Aufwendungen aus dem „Global Operating GWS- Agreement“.

Der Anstieg im Materialaufwand in Höhe von TEUR 11.011 ist im Wesentlichen einher mit dem Umsatzanstieg.

Der Anstieg der Personalaufwendungen auf TEUR 62.578 (Vorjahr TEUR 60.717) beruht im Wesentlichen auf Lohn- und Gehaltssteigerungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 4.117 (Vorjahr TEUR 2.331), sonstige Dienstleistungen in Höhe von TEUR 308 (Vorjahr TEUR 2.336), und Wartung und Instandhaltung in Höhe von 2.299 (Vorjahr TEUR 1.122).

Der erzielte Jahresüberschuss ist aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags an die Alleingesellschafterin CBRE Germany Holdings GmbH, Frankfurt am Main, abzuführen. Das erwirtschaftete Jahresergebnis (TEUR 1.083; Vj. TEUR 1.527) wurde folglich als Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern in der Bilanz berücksichtigt.

2. Finanzlage

Der ausgewiesene Finanzmittelbestand am Ende der Periode spiegelt das Bankguthaben der Gesellschaft wider.

Bei der Beurteilung der Finanzlage ist zu berücksichtigen, dass es zudem eine unlimitierte Unterstützungszusage der CBRE Inc. zugunsten von CBRE GWS gibt, die eine Übernahme von Verbindlichkeiten bis Dezember 2026 vorsieht. Außerdem besteht eine unternehmensinterne Schuldverschreibung, die die konzerninterne kurzfristige Refinanzierung regelt. Des Weiteren werden im Zuge des Risikomanagements die Zahlungsziele der Lieferanten und der Kunden überprüft und falls nötig Handlungsszenarien entwickelt, um die Liquidität sicherzustellen. Die Liquidität war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Im Geschäftsjahr erfolgte ein Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten auf TEUR 4.354 (Vorjahr TEUR 3.414), sowie ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf TEUR 14.196 (Vorjahr TEUR 12.800). Die Veränderung ist im normalen Geschäftsverlauf begründet.

Investitionen

Wesentliche Investitionen wurden im Geschäftsjahr nicht getätigt.

3. Vermögenslage

Vermögensstruktur

2023 2023 2022 2022
TEUR Anteil TEUR Anteil
Langfristiges Vermögen 509 0,6% 537 0,6%
Kurzfristiges Vermögen 88.950 99,4% 87.039 99,4%
Gesamt 89.459 100,0% 87.576 100,0%

Zur Zusammensetzung des kurzfristigen Vermögens verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.

Der Anstieg des kurzfristigen Vermögens resultiert im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 18.511 (Vorjahr TEUR 5.091) in den sonstigen Vermögensgegenständen, sowie einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 10.519.

Das kurzfristige Vermögen besteht im Wesentlichen aus Forderungen gegen Drittkunden und verbundene Unternehmen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Das langfristige Vermögen betrifft im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Kapitalstruktur

2023 2023 2022 2022
TEUR Anteil TEUR Anteil
Eigenkapital 15.031 16,8% 15.031 17,2%
Langfristiges Kapital 5.573 6,2% 5.582 6,4%
Kurzfristiges Fremdkapital 68.855 77,0% 66.963 76,5%
Gesamt 89.459 100,0% 87.576 100,0%

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 16,8 % (Vorjahr 17,2 %). Das Eigenkapital, setzt sich aus dem originär gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 25, dem der Kapitalrücklage zugeordneten positiven Differenzbetrag aus der Verschmelzung von zwei Schwestergesellschaften in Höhe von TEUR 6 sowie der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 15.000 zusammen.

Das Jahresergebnis nach Steuern von TEUR 1.083 (Vorjahr TEUR 1.527) wird im Rahmen des im Geschäftsjahr 2016 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt.

Das langfristige Fremdkapital besteht zum Stichtag aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als ausreichend gesichert an und erwartet durch die Zugehörigkeit zum CBRE-Konzern weitere Wachstumspotentiale in der Region.

Das kurzfristige Fremdkapital besteht aus Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen sowie für Personalverpflichtungen, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern sowie den sonstigen Verbindlichkeiten. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.506 resultiert aus geringeren Personalrückstellungen und sowie niedrigeren Rückstellungen für Beratungs- und sonstige Dienstleistungen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind stichtagsbedingt. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 4.470 resultiert im Wesentlichen aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

Gesamtaussage

Die Gesamtentwicklung entspricht im Wesentlichen unseren Erwartungen.

III. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Gesellschaft ist gem. § 267 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Leitung der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung wahrgenommen, einen Aufsichtsrat gibt es nicht. Die Gesellschafterin nimmt ihre Rechte unmittelbar wahr.

Die Geschäftsführung bestand im Jahr 2023 zeitweise aus drei Personen. Der Frauenanteil betrug 0%. Es ist vorgesehen, den Frauenanteil in den kommenden fünf Geschäftsjahren wieder auf 33% zu erhöhen und langfristig auf demselben Niveau zu halten. Zum Aufstellungszeitpunkt beträgt der Frauenanteil 25%. Eine durchgängige zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung existiert in der Gesellschaft nicht, da das Geschäftsmodell aufgrund der inhomogenen Kundenstruktur unterschiedliche Führungsstrukturen in Deutschland und - innerhalb der Matrixorganisation - im Ausland erfordern.

IV. Chancen- und Risikobericht sowie Prognosebericht

A. Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der CBRE-Gruppe eingebunden. Darüber hinaus werden durch die Konzerngeschäftsleitung in periodischen Abständen aktuelle Einschätzungen über Risikopotentiale der Gesellschaft vorgenommen und ausgewertet.

Ein wesentlicher Teil des Risikomanagementsystems ist eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres. Hinsichtlich des rechtzeitigen Erkennens von wesentlichen Risiken erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der kurz- und langfristigen Unternehmensplanung sowie die regelmäßige Überwachung und Aktualisierung des internen Kontrollsystems. Die Planung wird im Rahmen von quartalsmäßigen Fortschreibungen („Forecast“) an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst.

Ferner werden im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an die Sektor- bzw. Segmentleitung die Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Funktionsbereichen frühzeitig zu erkennen. Schließlich werden regelmäßige bereichsübergreifende Ergebnisdurchsprachen durchgeführt. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Besprechungen werden operativ dazu genutzt, Kontrollen sowie Effizienzen in den Prozessabläufen zu verbessern.

Hinsichtlich des rechtzeitigen Erkennens von wesentlichen Risiken erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der kurz- und langfristigen Unternehmensplanung sowie die regelmäßige Überwachung und Aktualisierung des internen Kontrollsystems

2. Risiken

Im Folgenden werden die Risiken ihrer Bedeutung nach in absteigender Reihenfolge erläutert.

Als bedeutendstes Risiko wird die Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden angesehen.

Im Falle einer Nichtverlängerung der bestehenden Verträge mit diesen Kunden oder einer signifikanten Reduzierung des Geschäftsvolumens hätte dies einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft.

Bedingt durch die Beendigung der bestehenden Verträge mit zwei Großkunden im März 2021 bzw. Oktober 2021 ist es in den Folgejahren zu deutlichen Umsatz- und Ertragsrückgängen gekommen. Bis Ende 2024 konnte der Kundenverlust aus 2021 noch nicht vollständig kompensiert werden.

Risikoerhöhend stehen Folgewirkungen der Corona-Pandemie und daraus abgeleitete Volumenanpassungen den risikominimierenden Effekten aus einem ausgewogenen Kunden- /Vertragsportfolio, Vertragslaufzeiten und vertraglichen Konditionen sowie in Anspruch genommenen Sonderleistungen gegenüber. Das CBRE-Management hat bereits frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um einer verminderten Nachfrage Rechnung zu tragen. Die Pandemie hat zu keinen Kundenverlusten geführt.

Bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft werden nicht gesehen.

B. Chancenbericht

Im Folgenden werden die Chancen ihrer Bedeutung nach in absteigender Reihenfolge erläutert.

Weiterhin sehen wir große Erfolgsaussichten in der gewählten Spezialisierung auf technische Services (siehe Ausführungen zur Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft). Daher werden die Kompetenzen im Bereich der Plant-Maintenance (Wartung, Instandhaltung und Reparatur des Produktionsstandortes) und der Production-Maintenance (Wartung, Instandhaltung und Reparatur der Produktionsanlagen) weiter ausgebaut werden. Hier sind eher Differenzierungsmöglichkeiten durch Qualität, Servicegrad und Know-how möglich als im Bereich der infrastrukturellen „soft“-Services, bei denen überwiegend der Preis das ausschlaggebende Moment ist (Bsp. Reinigung).

So werden im Global WorkPlace Solutions-Bereich von CBRE weitere Tätigkeiten aus den Gebieten Real Estate (Vermietung, Verwaltung und Optimierung von Gewerbeflächen) sowie Design & Projektmanagement (Koordination von Bauleistungen von der Zeichnung zur Inbetriebnahme) am Markt international angeboten, um eine weitere Differenzierung zum Wettbewerb aufbauen zu können.

Insgesamt werden die Chancen der Umsatzausweitung als realistisch angesehen, da der Markt weiterhin ein wachsender Markt ist.

C. Prognosebericht

Wie unter Abschnitt II. D. „Geschäftsverlauf“ dargestellt, ist das EBIT und die Umsatzerlöse die zur internen Steuerung verwendeten finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft.

Die Akquisition zusätzlicher Neukunden auf internationaler, wie auf nationaler Ebene verläuft auf hohem Niveau, wobei jede Beauftragung häufig erst im folgenden Geschäftsjahr zu entsprechenden Umsätzen und Ergebnisbeiträgen führt.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir auf Basis des ungeprüften Jahresabschlusses einen Umsatz von ca. EUR 214,7 Mio. und einem EBIT von EUR 2,19 Mio. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen wir mit einem Umsatz von EUR 248,7 Mio. und einem EBIT in Höhe von EUR 2,05 Mio.

 

Essen, den 5. September 2025

CBRE GWS IFM Industrial GmbH, Essen

Die Geschäftsführung

Felix Klaus Mathiowetz

Matthew Alexander Guthrie Forbes

David M. Corral Aragon

Elena Gifon

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.026 537.297
509.026 537.297
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50.688.622 55.374.920
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.067.438 18.899.795
3. Sonstige Vermögensgegenstände 20.461.268 9.098.822
84.217.328 83.373.536
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.354.026 3.413.839
88.571.353 86.787.376
C. Rechnungsabgrenzungsposten 378.917 251.696
89.459.295 87.576.369

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
II. Kapitalrücklage 15.006.278 15.006.278
15.031.278 15.031.278
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.573.428 5.582.585
2. Sonstige Rückstellungen 19.573.555 22.080.027
25.146.983 27.662.612
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsituten 14.195.759 12.799.766
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.196.719 17.603.735
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.401.681 2.542.354
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.144.917 10.065.114
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.341.958 1.871.511
(davon aus Steuern TEUR 6.342, i. Vj. TEUR 1.349) 49.281.034 44.882.480
89.459.295 87.576.369

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 196.214.615 187.448.912
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen - (1.613.093)
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.655.698 257.183
4. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen (123.114.356) (112.103.558)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (53.521.623) (51.013.029)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung (9.056.837) (9.704.517)
(davon für Altersversorgung TEUR 10 (i. Vj. TEUR 469)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (229.643) (774.197)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (10.094.305) (10.717.096)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (770.722) (253.623)
(davon an verbundene Unternehmen TEUR 0 (i.Vj. TEUR 0)
9. Ergebnis nach Steuern 1.082.828 1.526.983
10. Aufgrund eines Gewinnaführungsvertrags abgeführter Gewinn (1.082.828) (1.526.983)
11. Jahresergebnis 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

1. Jahresabschluss

Die CBRE GWS IFM Industrie GmbH, Essen, (im Folgenden auch „CBRE GWS IFM“ genannt) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und gemäß § 264 HGB verpflichtet, einen Jahresabschluss sowie einen Lagebericht aufzustellen.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter HRB 26068 eingetragen und hat ihrem Firmensitz am Wittekindstrasse 1 a, 45131 Essen, Deutschland.

Der Jahresabschluss der CBRE GWS IFM Industrie GmbH, Essen, wird nach den für alle Kaufleute geltenden allgemeinen handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss der CBRE GWS IFM Industrie GmbH wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuzuordnenden Anschaffungsnebenkosten und die nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Für die Abschreibung der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden Nutzungsdauern von 1 bis 10 Jahren angesetzt.

Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 800 nicht übersteigen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Rückdeckungsversicherungsansprüche werden aufgrund berichteter Aktivwerte der Versicherung bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft sowie Rücklagen werden zum Nennbetrag bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden (Projected Unit Credit Method) auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden, jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,20 % (Vorjahr 2,20 %) zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation gemäß Standardwert unterstellt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wurde gemäß RückAbzinsV unter Berücksichtigung von § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren mit 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) angesetzt. Bei der Anwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre (1,75 %, Vorjahr 1,44 %) im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB ein Unterschiedsbetrag von TEUR 73 (Vorjahr TEUR 476); dieser ist zur Ausschüttung gesperrt, jedoch nicht zur Abführung im Rahmen eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet und nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,04 % (Vorjahr 0,51 %) p. a. (Durchschnittszinssatz bei einer Restlaufzeit von zwei Jahren) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden, wie im Vorjahr, jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden zum Bilanzstichtag für bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Jubiläumsrückstellungen werden ebenfalls nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,75 % (Vorjahr 1,44 %) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Jubiläen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) sowie eine Fluktuation gemäß Standardwert unterstellt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft ist ein Ansatz latenter Steueransprüche oder latenter Steuerschulden nicht erfolgt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen gegen den Gesellschafter existieren - wie im Vorjahr - nicht.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen ein Versicherungsunternehmen ausgewiesen. Unter Berücksichtigung weiterer Prämienzahlungen und Zinserträge ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 2.003 (Vorjahr TEUR 1.833), der kein Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellt. Die Restlaufzeit des Aktivwertes aus der Rückdeckungsversicherung beträgt mehr als ein Jahr. Darüber hinaus enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentliche Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 18.511 (Vorjahr TEUR 5.091).

Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital i. H. v. TEUR 25 sowie der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 15.006 (Vorjahr TEUR 15.006) zusammen.

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 5.573 (Vorjahr: TEUR 5.583). Hinsichtlich der Bewertung verweisen wir auf die Ausführungen unter II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Eingangsrechnungen und Personalverpflichtungen.

Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter resultieren aus der Abführung des Jahresergebnisses sowie der vergangenen Jahresergebnisse in Höhe von TEUR 10.145 (Vorjahr: TEUR 10.065). Die Gesellschaft hat in 2024 die Verbindlichkeiten aus den Jahren vor 2021 an die Gesellschafter abgeführt.*

* Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Zahlung aus dem Gewinnabführungsvertrag aus dem Jahr 2019 zwischen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zu Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umklassifiziert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 6.342 (Vorjahr: TEUR 1.349).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse nahezu ausschließlich im Inland. Die Umsatzerlöse mit Dritten betragen TEUR 194.973 (Vorjahr 175.653) und die Umsätze mit verbundenen Unternehmen TEUR 1.242 (Vorjahr TEUR 11.796).

Nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Gliederung:

2023 2022
TEUR TEUR
Gebäudemanagement 145.076 150.163
Projektmanagement 51.113 37.273
Sonstige 26 13
Summe 196.215 187.449

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie im Vorjahr keine Erträge aus Fremdwährungsgeschäften sowie keine periodenfremden Erträge. Im Wesentlichen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen die Erträge aus dem Global Operating Agreement enthalten.

Von den Personalaufwendungen entfallen TEUR 10 (Vorjahr TEUR 469) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten - wie im Vorjahr - keine periodenfremden Aufwendungen und keine Aufwendungen aus Fremdwährungsgeschäften.

Wesentliche Positionen sind Beratungsdienstleistungen i.H.v. TEUR 4.117, sonstige Dienstleistungen i.H.v. TEUR 308, und Wartung und Instandhaltung i.H.v TEUR 2.299.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 771 (Vorjahr TEUR 253) enthalten Zinsaufwendungen für langfristige Rückstellungen und beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr TEUR 97) und der Jubiläumsrückstellung in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr TEUR 11).

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen zurzeit keine Haftungsvereinbarungen zu anderen Konzerngesellschaften.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

unter 1 Jahr über 1 Jahr Total
Miet- und Leasingverträge 2023 TEUR TEUR TEUR
Gebäude 400 1.888 2.288
Fahrzeuge 990 1.888 2.878
Summe 1.390 3.776 5.166

Bei allen Verträgen handelt es sich um Operating Lease, das zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führt. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen resultieren aus üblichem Lieferungs- und Leistungsaustausch.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 917 (Vorjahr 918) Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer, Auszubildende und Dauerabwesende) bei der Gesellschaft beschäftigt. Davon waren 813 (Vorjahr 823) Mitarbeiter operativ und 104 (Vorjahr 95) Mitarbeiter nicht operativ tätig.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr wurden folgende Aufwendungen des zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 bestellten Abschlussprüfers erfasst (§ 285 Nr. 17 HGB):

Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 189.

Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und bis zur Bilanzaufstellung gehören folgende Personen der Geschäftsführung an:

Felix Mathiowetz, Executive Managing Director, Freiburg, wurde mit Beschluss vom 23. April 2020 mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer bestellt.

Matthew Forbes, Sr. Vice President Op&Countries, London, Vereinigtes Königreich, wurde mit Beschluss vom 25. Februar 2020 mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer bestellt.

Jamie McHugh wurde mit Beschluss vom 21. Juli 2022 zum Geschäftsführer bestellt. Mit dem Beschluss vom 26. Juli 2023 wurde er als Geschäftsführer abberufen.

David Corral, Finance Director Central Europe, Zug, Schweiz, wurde mit Beschluss vom 11. April 2024 mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer bestellt.

Elena Gifon, Global Finance Director, Zürich, Schweiz, wurde mit Beschluss vom 11. April 2024 mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer bestellt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur Herr Mathiowetz Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CBRE Group Inc., Los Angeles, Kalifornien/USA, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der von dieser Gesellschaft aufzustellende Konzernabschluss wird in englischer Sprache veröffentlicht. Als verbundene Unternehmen werden entsprechend der Definition des § 271 Abs. 2 HGB alle zum Konsolidierungskreis der CBRE Group Inc. zu rechnenden Mutter- und Tochterunternehmen angesehen.

Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft und unter www.ir.cbre.com erhältlich.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss haben.

 

Essen, den 5. September 2025

CBRE GWS IFM Industrie GmbH, Essen

Felix Klaus Mathiowetz

Matthew Alexander Guthrie Forbes

David M. Corral Aragon

Elena Gifon

Mit Gesellschaftsbeschluss vom 25. September 2025 wurde der Jahresabschluss festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- zw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.508.252 201.372 0 1.709.624
1.508.252 201.372 0 1.709.624
1.508.252 201.372 0 1.709.624
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 970.954 229.643 0 1.200.597
970.954 229.643 0 1.200.597
970.954 229.643 0 1.200.597
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.026 537.297
509.026 537.297
509.026 537.297

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CBRE GWS IFM Industrie GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CBRE GWS IFM Industrie GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CBRE GWS IFM Industrie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt Abschnitt „III. Erklärung zur Unternehmensführung des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt „III. Erklärung zur Unternehmensführung des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 5. September 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tokple, Wirtschaftsprüfer

Brzenk, Wirtschaftsprüfer

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