Master Data

Registry
Register court Regensburg HRB 14269
Registered
6/13/2014
Industry
Research and experimental development on biotechnologyActivities of holding companiesManufacture of testing machines
Purpose
Entwicklung und Vermarktung von innovativen Mess- und Analyseverfahren mit Schwerpunkt auf spektroskopischen Methoden, z.B. der NMR-Spektroskopie sowie sämtliche damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Andreas Wolf
since 11/29/2024
Board Member
Florian Voß
since 2/24/2022
Board Member
Lutz Niggl
since 5/21/2019
Procura
Markus Dr. Fuhrmann
since 8/7/2018
Procura

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

numares AG

Regensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

der numares AG

I. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die numares AG mit ihrem Sitz in Regensburg ist auf dem Gebiet der Entwicklung und des Vertriebs von In-Vitro-diagnostischen (IVD) Tests tätig.

Die numares AG entwickelt Testsysteme, auf denen verschiedene diagnostische Tests und Untersuchungen durchgeführt werden können. Diagnostische Tests ermöglichen die Analyse von Metaboliten und Lipoproteinen in Körperflüssigkeiten (z.B. Blut und Urin) unter Nutzung der von der numares AG entwickelten Magnetic Group Signaling® (MGS®}-Technologie. Diese Tests werden auf Kernspinresonanzspektroskopen (sogenannte NMR) durchgeführt, welche von einem externen Anlagenbauer hergestellt werden. Die numares AG vertreibt diese Anlagen zusammen mit den Tests als Systemgeschäft.

Die auf der Plattform AXINON® basierenden diagnostischen Tests ermöglichen Ärzten und medizinischem Personal sowohl in der klinischen Routine als auch in der medizinischen Forschung in kürzester Zeit wertvolle Daten über Entstehung, Ausmaß und Schweregrad von Krankheiten zu gewinnen und diese für Diagnose, therapeutische Entscheidungen und Patientenmanagement einzusetzen.

2. Forschung und Entwicklung

Die numares AG hat im Geschäftsjahr 2022 TEUR 4.525 für Entwicklungsleistungen eingesetzt, wovon 0,04 % als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert wurden. Weiterhin wurden im Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 421 auf aktivierte Entwicklungskosten erfasst. Im Entwicklungsbereich waren im Geschäftsjahr 41 Personen beschäftigt, was 85 % aller Mitarbeiter (inkl. Vorstand) entspricht.

Die Test-Entwicklungsprojekte werden so angelegt und gestaltet, dass die daraus entstehenden Tests auf der Plattform AXINON® angewendet werden können und damit unsere Plattform an Attraktivität gewinnt und wertvoller für unsere Kunden wird. Die AXINON® Software ist modular strukturiert und ermöglicht jedem Kunden die für Ihn interessanten Tests auf der Plattform als Software-Update zu installieren.

Die numares AG arbeitet aktuell an vier Testentwicklungen in unterschiedlichen Indikationen (Nierenerkrankungen, Leberkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen). Davon wird ein Tests kurzfristig und zwei Test mittelfristig priorisiert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Steuerung des Unternehmens werden der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) herangezogen und repräsentieren die finanziellen Leistungsindikatoren. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr TEUR 2.784 (Vorjahr: TEUR 3.173), das EBIT betrug im Berichtsjahr TEUR -7.441 (Vorjahr: TEUR -6.993). Darüber hinaus beeinflusst die Übernahme des von der US-Tochtergesellschaft erzielten Verlustes, die den US Markt erschließt, das EBIT des Jahresabschlusses in Höhe von TEUR -2.352 (Vorjahr: TEUR -1.533).

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die seit 2004 bestehende numares AG erzielt ihre Umsätze fast ausschließlich in den USA. Durch die Akzeptanz der Panels in den USA und der damit einhergehenden Erstattungsbereitschaft der amerikanischen Krankenkassen für derartige Tests haben sich die USA als Absatzmarkt etabliert. Die USA sind mit einem Anteil von 42 % der größte Einzelmarkt für Diagnostik. Aktuelle Marktforschungsstudien schätzen den gesamten weltweiten Markt für Diagnostika im Jahr 2022 auf 110 Milliarden USD und gehen von einem jährlichen Wachstum von 3 Prozent in den nächsten Jahren aus.1 Haupttreiber des Wachstums sind die immer älter werdende Bevölkerung, die Zunahme von Zivilisationskrankheiten und der steigende Zugang zu Leistungen von gesetzlichen oder privaten Krankenversicherungen. Innerhalb des Gesamtmarktes sind die Indikationen Diabetes (ca. 10 Milliarden USD), Onkologie (ca. 7 Milliarden USD), Kardiologie (ca. 5 Milliarden USD) und Nephrologie (ca. 2 Milliarden USD) für bereits eingeführte IVD Tests bzw. für in der Entwicklung befindliche Tests relevant. Diese Indikationen zeichnen sich durch ein zum Teil überdurchschnittliches Wachstum aus. Der stetige Kostendruck im Gesundheitswesen (durchschnittlich ca. 1-2 % Preisverfall pro Jahr) wird durch die Volumensteigerung (steigender Anteil der älteren Bevölkerung >65 Jahre) mehr als kompensiert. Da die von der numares AG angebotenen Tests zur Regelversorgung gehören, ist mit keinen Einschränkungen in der Erstattung zu rechnen2.

Die in 2020 ausgebrochene CoVid-19 Pandemie stellt Gesundheitssysteme weltweit unter erheblichen Druck. Eine zunehmende Diskussion über die Funktionsfähigkeit der Gesundheitsbranche zeigt, dass zusätzliche Investitionen und Förderung der Gesundheitsbranche ein wichtiges Element für deren Funktionalität darstellen. Die Gesellschaft erwartet daher, dass die CoVid-19 Pandemie auch positive Effekte auf die mittel- und langfristigen Rahmenbedingungen der Gesundheitsbranche und Diagnostik haben wird.

3. Geschäftsverlauf und Lage

Es ist anzumerken, dass sich die numares AG langsam aus der langen Start Up-Phase, in der die Software für die Tests entwickelt wurde, herausbewegt, jedoch aufgrund der hohen Entwicklungsinvestitionen nach wie vor ein negatives Jahresergebnis und einen negativen Cash-Flow aufweist. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 12,3 % gesunken, wobei sich das Bruttoergebnis um 5,9 % auf TEUR 1.935 (Vorjahr: TEUR 1.826) verbessert hat. Ursächlich für diese Entwicklung, dass im Vorjahr ein NMR Gerät nach einer langen CoVid-19-bedingten Verzögerung bei einem Kunden platziert wurde. Die Gesellschaft arbeitet zunehmend mit US-Partnern in der Akquise von klinischen Proben und der Durchführung klinischer Studien. Besonders in den USA sind seit der Pandemie Kosten für Patientenproben signifikant höher. Es ist nicht zu erwarten, dass die Kosten klinischer Studien

1 https://www.mckinsey.com/industries/life-sciences/our-insights/digital-diagnostics-a-path-forward-for-ivd 2 William Blair - Healthcare Backstreets

kurzfristig auf ein Niveau vor 2020 sinken. Durch Einbindung zusätzlicher Studienzentren wurde und wird versucht Verzögerungen der Pandemie teilweise auszugleichen.

Durch den Ausbau der Vertriebsbasis in den USA beim Tochterunternehmen numares Group Corporation (NGC) erwartet die numares AG zukünftig eine breitere Basis für den Vertrieb von bestehenden und neuen Panels und Tests, sowie den Verkauf von NMR-Geräten.

Das Unternehmen befindet sich nach einer langjährigen Phase der Entwicklung und des Aufbaus seiner diagnostischen Tests in der Vermarktungsphase. Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein NMR Instrument bei einem Kunden validiert.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 48 Mitarbeiter bei der numares AG beschäftigt.

a. Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung zum Vorjahr
T€ T€ T€ %
Betriebsergebnis (EBIT} -7.441 -6.993 -448 -6,4%
Zinsergebnis -609 -68 -541 795,6%
Jahresergebnis -8.050 -7.061 -989 -14,0%

Das Betriebsergebnis verschlechterte sich um TEUR 448 im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist auf gestiegene Vertriebsausgaben zurückzuführen, die konzernintern von dem US-Tochterunternehmen verrechnet werden. Als Vertriebsgesellschaft bereitet die numares Group Corporation den US Markt für die diagnostischen Tests der numares AG vor. Das negative Ergebnis aus dieser Marktvorbereitung, Marktbearbeitung und Kundenbetreuung vor Ort wurde zu großen Teilen durch die numares AG übernommen (TEUR 2.352).

b. Finanzlage Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum Abschlussstichtag bei einer Bilanzsumme von TEUR 17.561 auf 28,9 %. Der Gesellschaft flossen im Jahr 2022 Mittel aus einem Venture Debt Loan mit der Europäischen Investmentbank in Höhe von TEUR 10.000 zu. Im Vorjahr wurde bei einer Bilanzsumme von TEUR 10.536 eine Eigenkapitalquote von 82,7 % erreicht. In Summe beträgt die Anzahl der vom Unternehmen selbst gehaltenen Aktien 5.638 Stück.

Der Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit ist wie im Vorjahr weiterhin negativ.

Die liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 6.780 erhöht und betragen zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 8.729.

Auf die nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 des Aktiengesetzes im Anhang des Berichts gemachten Angaben sei verwiesen.

c. Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 4.818 5.063 -245 -4,8%
Kurzfristige Vermögenswerte inkl. RAP 4.015 3.524 491 13,9%
Liquide Mittel 8.729 1.949 6.780 347,9%
Passiva T€ T€ T€ %
Eigenkapital 4.956 8.716 -3.760 -43,1%
Sonderposten 137 137 0 0,0%
Rückstellungen 559 638 -79 -12,4%
Verbindlichkeiten 11.909 1.043 10.866 1.041,8%
Bilanzsumme 17.561 10.536 7.025 66,7%

Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 245 gesunken, was im Wesentlichen auf die laufenden Abschreibungen zurückzuführen ist.

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 481 in materielles Anlagevermögen investiert. Des Weiteren wurden Aktivierungen von immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 45 vorgenommen. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Aktivierung von Entwicklungskosten.

Die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne die liquiden Mittel} sind im Geschäftsjahr 2022 insbesondere im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 491 gesunken und zeigen eine stabile Entwicklung.

Die Verbindlichkeiten haben sich insbesondere aufgrund des Kredites mit der Europäischen Investmentbank um TEUR 11.866 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten inkl. des venture debt loan betragen somit zum Bilanzstichtag TEUR 10.621 (Vj. TEUR 0).

Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 10.536 zum 31. Dezember 2021 um TEUR 7.025 (66,7 %) auf TEUR 17.561 zum 31. Dezember 2022 erhöht.

4. Gesamtaussage

Die Vermögens- und Finanzlage schätzen wir aufgrund des nach wie vor großen Engagements der Investoren der numares AG als gut ein. Die Ertragslage schätzen wir, in Anbetracht der langen Entwicklungsphasen zur Erlangung der Marktreife der Produkte und der damit einhergehenden hohen Entwicklungskosten, trotz der daraus resultierenden negativen Ergebnisse, ebenfalls als gut ein.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt.

III. Prognosebericht

Insgesamt ist die Prognose für das Unternehmen positiv.

Die Prognosen des Unternehmens basieren auf den Annahmen über die zukünftige Marktentwicklung für IVD Tests, insbesondere auf dem Markt in den USA und den potenziell in den USA erreichbaren Neukunden. Die im Berichtsjahr erzielte Anzahl von ca. 341 Tsd. abrechenbaren Tests soll im kommenden Geschäftsjahr gesteigert werden. Dies führt zu einem geplanten leichten Umsatzanstieg im Konzern bzw. zu einer stabilen Umsatzprognose der numares AG. Die Annahmen basieren auf einem neu gewonnenen Kunden und dessen Prognosen zur Anzahl der geplanten Testdurchführungen sowie Umsätzen aus einem neuen Test. Der finanzielle Leistungsindikator EBIT wird in der Prognose eine zum Vorjahr leichte bis merkliche Verschlechterung erfahren. Hintergrund ist, dass zur Vermarktung der Panels und Tests zusätzliche Aufwendungen für die Vermarktung, insbesondere klinische Studien, anfallen werden.

Auf der Entwicklungsseite ist geplant, weitere Testentwicklungen im Jahr 2023 voranzutreiben. Ein Leberpanel befindet sich in der fortgeschrittenen Entwicklung und soll Mitte 2023 fertiggestellt werden. Insgesamt ist das Interesse von "key-opinion-leadern" in den jeweiligen Indikationen sehr groß, was an der hohen Bereitschaft zur Teilnahme an den Validierungsstudien gemessen werden kann. Auch für die Zukunft kann von neuen attraktiven Testentwicklungen ausgegangen werden.

Auf der vertrieblichen Seite wird erwartet, dass mit der Markteinführung des GFR-NMR Tests (Nierenfunktionstest) das Testvolumen zunehmen wird. Die Gesellschaft arbeitet eng mit key-opinion- leadern in der Nephrologie und Transplantationszentren zusammen, um zusätzliche Evidenz für die Vermarktung zu veröffentlichen. In 2022 reichte die Gesellschaft eine Zulassung zum US Markt bei der FDA (US-amerikanische Zulassungsbehörde) ein.

Als zukünftige Herausforderung sind die noch nicht final bekannte Performance der aktuell in der Entwicklung befindlichen Tests, die Testentwicklungen von Wettbewerbern, die Erstattung durch Krankenkassen sowie die grundsätzlich hohen Markteintrittsbarrieren in der Diagnostik zu nennen. So ist ein erheblicher Aufwand - etwa an klinischen Studien - zu betreiben, um die entwickelten Tests in der Routine zu etablieren. Sind Tests schließlich in der Routine etabliert, halten sich diese typischer- weise lange, so dass mit einem längerfristigen, konstanten bzw. wachsenden Ergebnisbeitrag gerechnet werden kann.

In der Prognose wird davon ausgegangen, dass die Erholung des Marktes nach der Pandemie weiterhin stabil bleibt. Es sind aktuell keine Anhaltspunkte erkennbar, dass die Nachfrage nach den Tests der Gesellschaft zusätzlich risikobehaftet sind.

IV. Interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme

Das Unternehmen verfügt über ein internes Kontrollsystem und setzt regelmäßig verschiedene geeignete Instrumente für das Risikomanagement im Controlling und in der Qualitätssicherung ein. Das Unternehmen ist nach EN ISO 13485:2016 zertifiziert und das Qualitätsmanagement-Handbuch umfasst auch die Kapitel "Verantwortung der Leitung" und "Messung, Analyse und Verbesserung". Im Mai 2021 wurde ein Überwachungsaudit durch eine externe Zertifizierungsstelle erfolgreich bestanden. Das Risikomanagementsystem wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr kontinuierlich weiterentwickelt, um die Transparenz zu erhöhen und Risiken schneller erkennen und bewerten zu können. Risiken von wesentlicher Tragweite und hinreichender Eintrittswahrscheinlichkeit werden wöchentlich kontrolliert. Ein zusätzlicher monatlicher Abgleich zwischen Plan- und Ist-Zahlen erleichtert es, Risiken zu identifizieren und schnellstmöglich entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wesentliche Gefährdungspotenziale sind Bestandteil der monatlichen internen Berichterstattung.

Risikofelder werden durch die Systeme und durch das Management im Rahmen eines monatlichen Berichtswesens regelmäßig überwacht (Ergebnisrechnungen, Liquiditätsrechnungen sowie nichtfinanzielle und leistungswirtschaftliche Bereiche).

Neben kontinuierlichen Besprechungen des Vorstands und der Geschäftsleitung findet einmal monatlich eine Geschäftsleitungssitzung statt. An diesen Sitzungen nahmen 2022 neben den Mitgliedern des Vorstands (CEO, COO und CTO) die Mitglieder der Geschäftsleitung teil, die sich aus dem Leiter Service und dem President USA zusammensetzen.

Die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt der Geschäftsführung.

V. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsleitung der numares AG klassifiziert die Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzieller Auswirkung.

Grundsätzlich ist der von der numares AG gewählte Multiparameter-Ansatz vielversprechend und chancenreich, da es sich um ein leicht generalisierbares Konzept handelt, d.h. die Methode kann prinzipiell auf sehr viele diagnostische Fragestellungen angewendet werden. Zu zeigen ist jedoch, wo hiermit eine den Ansprüchen genügende diagnostische Qualität erzielt werden kann und wie robust diese Methode tatsächlich ist. Dieses Risiko versucht die numares AG dadurch zu verringern, indem mehrere Entwicklungen parallel durchgeführt werden, um etwaige Ausfälle verkraften zu können.

Neben dem Risiko, dass neu entwickelte Tests von Mitbewerbern eine höhere Performance aufweisen, besteht auch das Risiko, dass unsere Geschäftstätigkeit durch preisaggressive Angebote von Mitbewerbern negativ beeinflusst wird. Niedrige Preise oder deutliche Preissenkungen von Mitbewerbern oder neu in den Markt eintretenden Unternehmen könnten zu einer schwächeren als der erwarteten Umsatz- und Ertragsentwicklung führen. Durch einen in der Regel hohen Erstinvestitionsaufwand der Kunden in die notwendigen Kernspinresonanzspektroskope ist die Gesellschaft gegenüber einem eventuell zunehmenden Preiswettbewerb jedoch teilweise abgesichert.

Des Weiteren bestehen Risiken für die künftige Entwicklung in der Abhängigkeit von bisher wenigen Großkunden und deren Fähigkeit, für neue Tests eine Erstattung durch Krankenkassen zu erwirken bzw. die Tests entsprechend der Prognosen im Markt zu platzieren. In der Regel bestehen bei größeren Aufträgen jedoch gegenseitige Abhängigkeitsverhältnisse. Im Fokus unseres Vertriebes steht dennoch die Akquirierung von Neukunden, um die Abhängigkeit vom bestehenden Kundenkreis zu verringern.

Die numares AG ist bemüht, den Währungsrisiken im US-Markt durch eine entsprechende flexible Kalkulation bei den NMR-Anlagen und durch die zeitnahe Fakturierung und Forderungseintreibung zu begegnen. Sollte aufgrund der Währungsentwicklung des US-Dollars weiterer Handlungsbedarf entstehen, wird die numares AG Währungsabsicherungsgeschäfte in Erwägung ziehen.

Durch die nach wie vor großen Entwicklungsanstrengungen des Unternehmens und des Liquiditätsabflusses für die damit verbundenen Aufwendungen, sowie der Risiken der nicht- plangemäßen Vermarktung der Tests durch unsere Kunden, besteht das Risiko einer nicht zeitgerechten Bereitstellung von Refinanzierungsmitteln zur ausreichenden Liquiditätsversorgung des Unternehmens.

Im Juli 2018 wurde mit der Mayo Clinic ein weitreichender Kooperationsvertrag abgeschlossen. Neben der Unterstützung durch die Mayo Clinic bei der Vermarktung neuer Tests in den USA (u.a. Erstattung durch die Krankenkassen) geht es auch um die gemeinsame Entwicklung neuer Tests. Durch einen Technologietransfer wird die Mayo Clinic in die Lage versetzt werden, auf Basis unserer Technologie-Plattform, gemeinsam mit der numares AG oder eigenständig, neue Tests entwickeln zu können. Aufgrund dieser Kooperation hat die numares AG nicht nur Zugang zu einer Vielzahl von klinischen Proben und Daten, sondern auch auf technisches und klinisches Know-how sowie zusätzliche Ressourcen für die Entwicklung neuer Tests. Insbesondere durch die Gewinnung möglicher weiterer Neukunden sowie eines zukünftig verbreiterten Angebotes von Tests können die Potenziale des Unternehmens gehoben werden.

Im Jahr 2022 wurde mit der Mayo Clinic ein Convertible Loan Agreement in Höhe von TEUR 3.000 geschlossen. Über diesen Mechanismus werden klinische Studien im Auftrag der Gesellschaft durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden noch keine Leistungen im Rahmen dieses Vertrages erbracht.

Die angebotenen und in Entwicklung befindlichen Tests sind, neben dem Verkauf der Verbrauchsmaterialen, jeweils Softwaretests, die auf der AXINON® Plattform dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Dadurch können hohe Margen erzielt werden. Traditionelle Diagnostik hat überwiegend geringere Margen und erheblich höhere Herstellkosten. Das Unternehmen sieht diesen Punkt als eine große Chance sich im Markt und im Wettbewerb dauerhaft durchsetzen zu können.

Das sich in Entwicklung befindliche Ecosystem soll es Partnern erlauben, eigenständig Tests auf der AXINON® Plattform zu entwickeln. Dazu werden Schnittstellen geschaffen, die es erlauben auf einfache Weise Kernfunktionen der Software Plattform zu nutzen, ohne den Quellcode sichtbar zu machen. Die numares AG hält die weltweiten Vermarktungsrechte für alle auf der Technologie entwickelten Tests. Diese zusätzliche Entwicklung schafft zusätzlich Chancen, neue Tests auf der Plattform anbieten zu können.

Bewertung der Gesamt-Chancen- und Risikosituation

Die numares AG unterliegt den typischen Branchen- und Marktrisiken bei der Entwicklung neuer diagnostischer Tests. Auf Basis der Überprüfung der Chancen- und Risikolage zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts und trotz der relevanten Risiken, ist der Vorstand der numares AG der Ansicht, dass die Chancen der Gesellschaft im Markt für IV-Diagnostik überwiegen und somit positive Zukunftsaussichten für das Unternehmen bestehen. Der Vorstand sieht derzeit keine den Bestand des Unternehmens oder seine Geschäftstätigkeit wesentliche gefährdende Einflüsse aus den beschriebenen Risiken. Insgesamt stellt sich die Chancen-Risiko-Bilanz der numares AG in etwa gleich dar wie zum Vorjahreszeitpunkt.

VI. Nachtragsbericht

Im November 2023 hat die Gesellschaft eine Eigenkapitalfinanzierung über TEUR 4.491 abgeschlossen. Weitere Mittel in Höhe von TEUR 5.000 werden der Gesellschaft über den Kredit der EIB im Dezember 2023 zufließen. Der weiter verbleibende Kreditbetrag in Höhe von TEUR 5.000 ist unter dem Vorbehalt der Erreichung definierter Meilensteine.

 

Regensburg, den 20. Dezember 2023

numares AG

gez. Dr. Claus Botzler, Vorstand

gez. Florian Voß, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 4.817.584,82 5.062.638,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.236.477,03 3.654.170,24
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.231.721,03 3.642.008,24
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.756,00 12.162,00
II. Sachanlagen 944.803,00 772.163,00
1. technische Anlagen und Maschinen 803.148,00 663.548,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.655,00 108.615,00
III. Finanzanlagen 636.304,79 636.304,79
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 636.304,79 636.304,79
B. Umlaufvermögen 12.634.062,35 5.346.144,11
I. Vorräte 167.855,77 225.312,43
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 167.855,77 225.312,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.737.346,08 3.171.880,43
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 497.937,72 553.727,92
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.094.463,07 2.478.194,27
3. sonstige Vermögensgegenstände 144.945,29 139.958,24
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.728.860,50 1.948.951,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 109.515,56 127.274,58
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.561.162,73 10.536.056,72

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 4.955.861,66 8.715.946,46
I. gezeichnetes Kapital 317.523,00 290.797,00
1. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt -5.638,00 -5.638,00
2. eingefordertes Kapital 311.885,00 285.159,00
II. Kapitalrücklage 44.630.357,51 40.367.613,96
III. Bilanzverlust 39.986.380,85 31.936.826,50
B. zur Durchführung der Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 0,00 1.367,00
C. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 137.385,70 137.385,70
D. Rückstellungen 558.573,34 637.994,50
1. sonstige Rückstellungen 558.573,34 637.994,50
E. Verbindlichkeiten 11.909.342,03 1.043.363,06
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.621.344,30 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 346.630,25 614.433,43
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 793.764,82 329.555,42
4. sonstige Verbindlichkeiten 147.602,66 99.374,21
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.561.162,73 10.536.056,72

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 1.935.468,65 1.826.014,69
2. Forschungs- und Entwicklungskosten -4.522.819,41 -4.193.418,46
3. Vertriebskosten -3.666.784,97 -2.732.450,09
4. allgemeine Verwaltungskosten -1.559.509,13 -990.599,37
5. sonstige betriebliche Erträge 545.850,88 860.898,21
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -172.812,78 -1.763.374,17
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 51.771,31 11.656,68
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -660.533,90 -79.788,61
9. Ergebnis nach Steuern -8.049.369,35 -7.061.061,12
10. sonstige Steuern -185,00 0,00
Jahresfehlbetrag 8.049.554,35 7.061.061,12

Ergebnisverwendung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Jahresfehlbetrag 8.049.554,35 7.061.061,12
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 31.936.826,50 24.875.765,38
3. Bilanzverlust 39.986.380,85 31.936.826,50

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (II) HGB ihren Jahresabschluss unter Beachtung der §§ 242 ff. HGB sowie der sie ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und des Aktiengesetzes aufzustellen und gemäß der §§ 325 ff. HGB offenzulegen.

Die Gesellschaft mit Sitz in Regensburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 14269 eingetragen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und "Davon-Vermerke" in diesem Anhang gemacht.

Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Das gesetzliche Gliederungsschema wurde in der Bilanz auf der Passivseite um den Posten "Sonderposten für Investitionszuschüsse im Anlagevermögen" und "Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleisteten Einlage" erweitert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zehn bis zwanzig Jahre. Ein Teil der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände befindet sich derzeit noch in Entwicklung. Daher erfolgt für diesen Teil noch keine Abschreibung.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und zehn Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen bewertet.

Die Anschaffungskosten enthalten anteilige Anschaffungsnebenkosten und sind um Anschaffungskostenminderungen gekürzt.

Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode gerechnet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und dreizehn Jahren.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit Anschaffungskosten angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittswertmethode ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung wurde nicht gebildet.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Flüssige Mittel in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Der Sonderposten wurde für Investitionszuschüsse gebildet und wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede zwischen den Bilanzansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge ermittelt, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Die gesamten ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern werden sodann saldiert. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 (1) Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit kleiner als ein Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt die Bewertung zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 85 (Vj.: T€ 366) ausgewiesen.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 793 (Vj.: T€ 327) ausgewiesen.

III.1 Anlagevermögen

Die Aufteilung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage diesem Anhang beigefügt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten belief sich im abgelaufenen Jahr auf T€ 4.525 (Vj.: T€ 4.207). Hiervon wurden im Geschäftsjahr Kosten für in der Entwicklung befindliche selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 2 (Vj.: T€ 14) aktiviert.

Im Vorjahr wurden zwei in Entwicklung befindliche Projekte neu bewertet. Aufgrund dieser Neubewertung wurden die Projekte im Vorjahr um insgesamt T€ 1.450 auf jeweils € 1,0 abgeschrieben.

Die Gesellschaft bilanziert zum Abschlussstichtag technische Anlagen und Maschinen aus einem Finanzierungsleasing in Höhe von T€ 436 (Vj.: T€ 664).

III.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind insgesamt kurzfristig fällig.

III.3 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 311.885 Aktien im Nennbetrag von je € 1,00. Je € 1,00 Nennbetrag der Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Gesellschaft hält 5.638 eigene Anteile, die nicht stimmberechtigt sind.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. September 2019 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 10. September 2024 gegen Bareinlagen einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu € 41.812 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Am 25. Oktober 2021 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 25. Oktober 2021 die Erhöhung des Grundkapitals durch die Ausgabe von Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von € 1,00 je Aktie um € 1.367 gegen Bareinlagen und die Änderung des § 6 (Grundkapital) der Satzung beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde durchgeführt und am 11. Januar 2022 in das Handelsregister eingetragen. Das Genehmigte Kapital beträgt danach noch € 40.445,00 (Genehmigtes Kapital 2019/I).

Am 9. Dezember 2022 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 9. Dezember 2022 die Erhöhung des Grundkapitals durch die Ausgabe von Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von € 1,00 je Aktie um € 25.359 gegen Bareinlagen und die Änderung des § 6 (Grundkapital) der Satzung beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde durchgeführt und am 15. Dezember 2022 in das Handelsregister eingetragen. Das Genehmigte Kapital beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch € 15.086,00 (Genehmigtes Kapital 2019/I).

Im Zuge der Kapitalerhöhungen wurde im Geschäftsjahr ein Betrag in Höhe von T€ 4.263 in die freie Kapitalrücklage eingestellt.

Darüber hinaus ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juli 2021 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31. Dezember 2024 gegen Bareinlagen einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu € 22.177 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2021/I).

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juli 2021 zudem ermächtigt, eigene Aktien in einem Volumen von bis zu insgesamt 2,5% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis einschließlich 12. Juli 2026.

Der in den Bilanzverlust einbezogene Verlustvortrag beträgt T€ 31.937.

III.4 Ausschüttungssperre

Zum Abschlussstichtag besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 (8) HGB in Höhe von T€ 3.232. Davon entfallen auf:

31.12.2022
T€
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände 3.232

Damit sind zum Abschlussstichtag folgende Gewinne ausschüttbar:

31.12.2022
T€
Jahresfehlbetrag -8.050
Frei verfügbare Rücklagen 44.630
Verlustvortrag -31.937
Gesamt 4.643
Ausschüttungssperre -3.232
Gesamt 1.411

III.5 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

davon mit Restlaufzeit von
31.12.2022
T€
bis 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
mehr als 5 Jahre
T€
Vorjahr bis 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.621 62 10.559 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 347 343 4 0 49
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 794 794 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 148 93 55 0 0
11.910 1.292 10.617 0 49

Zum Abschlussstichtag sind in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von T€ 49 (Vj.: T€ 421) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind über eine Garantie der numares group corporation (NGC) besichert. Danach garantiert die NGC unwiderruflich und bedingungslos im Wege einer selbständigen Zahlungsverpflichtung, jeden Betrag an Kapital, Zinsen, Kosten, Aufwendungen oder sonstigen Beträgen unter oder im Zusammenhang mit den Finanzierungsdokumenten an die Bank zu zahlen, der vom Darlehensnehmer bei Fälligkeit nicht vollständig und unwiderruflich gezahlt wurde.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 63 (Vj.: T€ 85) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 10 (Vj.: T€ 9).

IV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Art der Verpflichtung 2023
T€
Gesamt
T€
Laufzeit
Kfz-Leasingverträge 12 32 bis 2025
Mietverträge Immobilien 240 321 bis 2024
Mietverträge bewegliche Wirtschaftsgüter 31 46 bis 2025

V. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat unter Liquiditätsgesichtspunkten Miet- und Leasingverträge abgeschlossen, die nicht in der Bilanz abgebildet werden. Die Höhe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen sind der Tabelle unter Punkt IV. zu entnehmen. Risiken aus den Miet- und Leasingverträgen bestehen nicht.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

VI.1 Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus der Währungsumrechnung im Sinne von § 256a HGB in Höhe von T€ 61 ausgewiesen.

VI.2 Personalaufwand

Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:

2022
T€
2021
T€
a) Löhne und Gehälter 3.883 3.946
b) Soziale Abgaben 625 605
4.508 4.551

Unter den Sozialen Abgaben werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 11 (Vj.: T€ 3) ausgewiesen.

VI.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung im Sinne von § 256a HGB in Höhe von T€ 35 ausgewiesen.

VI.4 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Unter den Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge werden Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 48 (Vj.: T€ 12) ausgewiesen.

VI.5 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen werden Aufwendungen aus Abzinsung in Höhe von T€ 30 (Vj.: T€ 77) ausgewiesen.

VII. Sonstige Angaben

VII.1 Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 48 (Vj.: 58) Mitarbeiter.

VII.2 Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2022 waren folgende Herren zum Vorstand gewählt:

Vorname Name Berufsbezeichnung
Winton Gibbons (Vorsitzender, seit Mai 2022) Chief Executive Officer
Dr. Volker Pfahlert (Vorsitzender, bis April 2022) Chief Executive Officer
Dr. Claus Botzler, MBA Chief Technology Officer
Florian Voß (seit 1.1.2022) Chief Operating Officer

Auf die Angabe der Organbezüge wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet.

VII.3 Angaben zum Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2022 waren folgende Damen und Herren zum Aufsichtsrat bestellt:

Vorname Name Berufsbezeichnung
Uwe Steinbacher (Vorsitzender, seit 24.06.2022) Managing Partner der SHS Gesellschaft für Beteiligungsmanagement mbH
Dr. Bernhard Schirmers (Vorsitzender, bis 23.06.2022) Managing Partner der SHS Gesellschaft für Beteiligungsmanagement mbH
Dr. Rainer Kutzner Advisory Board MemberVermögensverwaltung SE
Dr. Gerhard Ries Geschäftsführer, Nenzlingen (Schweiz)
Kathy L. Bates (MBA) Senior Director, Laboratory Services and Partnership Development der Mayo Clinic
Gregory F. Heath Advisory Board Member and Consultant
Dr. Volker Pfahlert (ab 24.06.2022) Advisory Board Member and Consultant

Die Aufsichtsräte haben vereinbarungsgemäß keine laufende Vergütung erhalten. Ein Aufsichtsratsmitglied erhält im Falle eines Unternehmensverkaufs oder eines Börsengangs einen Exitbonus im Gegenwert des auf einen Aktienanteil von derzeit insgesamt bis zu 100 Stück (2021: 0 Stück) entfallenden Veräußerungsanteils nach Veräußerungskosten. Eine Rückstellung wird zum 31.12.2022 nicht gebildet, da der Eintritt der beschriebenen Ereignisse derzeit als nicht Wahrscheinlich gesehen werden.

VII.4 Angaben zum Anteilsbesitz

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von mindestens 20 % hat.

Name Sitz Beteiligungsquote
in %
Eigenkapital
in T€
Letztes Jahresergebnis
in T€
numares Group Corporation Boston / USA 100 - 1.935 - 6
NUMARES SINGAPORE PTE. LTD Singapur 100 - 2 4

VII.5 Angaben zum Mutterunternehmen

Die numares AG erstellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen (IFRS). Dies ist gleichzeitig der kleinste und größte Konsolidierungskreis, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

VII.6 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

VII.7 Nachtragsbericht

Im November 2023 hat die Gesellschaft eine Eigenkapitalfinanzierung über TEUR 4.491 abgeschlossen. Weitere Mittel in Höhe von TEUR 5.000 werden der Gesellschaft über den Kredit der EIB im Dezember 2023 zufließen. Der weiter verbleibende Kreditbetrag in Höhe von TEUR 5.000 ist unter Vorbehalt der Erreichung definierter Meilensteine.

 

Regensburg, 20. Dezember 2023

numares AG

Vorstand

gez. Dr. Claus Botzler

gez. Florian Voß

Der ausgewiesene Jahresfehlbertag der Gesellschaft des Geschäftsjahres 2022 wird mit dem bisherigen Verlustvortrag der Vorjahre auf neue Rechnung vorgetragen.

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.101.860,15 45.026,83 1.484.912,80 0,00 5.661.974,18
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 118.578,63 382,00 0,00 0,00 118.960,63
7.220.438,78 45.408,83 1.484.912,80 0,00 5.780.934,81
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.523.532,97 383.061,00 0,00 0,00 1.906.593,97
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 605.005,98 98.147,84 2.339,46 0,00 700.814,36
2.125.315,46 481.208,84 2.339,46 0,00 2.604.184,84
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 807.610,61 0,00 0,00 0,00 807.610,61
807.610,61 0,00 0,00 0,00 807.610,61
10.156.588,34 526.617,67 1.487.252,26 0,00 9.195.953,75
Abschreibungen
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.459.851,91 420.814,48 1.450.413,24 2.430.253,15
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.416,63 7.788,00 0,00 114.204,63
3.566.268,54 428.602,48 1.450.413,24 2.544.457,78
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 859.984,97 243.461,00 0,00 1.103.445,97
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 496.390,98 65.107,84 2.339,46 559.159,36
1.353.152,46 308.568,84 2.339,46 1.659.381,84
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 171.305,82 0,00 0,00 171.305,82
171.305,82 0,00 0,00 171.305,82
5.093.950,31 737.171,32 1.452.752,70 4.378.368,93
Buchwerte
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.231.721,03 3.642.008,24
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.756,00 12.162,00
3.236.477,03 3.654.170,24
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 803.148,00 663.548,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.655,00 108.615,00
944.803,00 772.163,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 636.304,79 636.304,79
636.304,79 636.304,79
4.817.584,82 5.062.638,03

Bericht des Aufsichtsrats

Der Unterzeichner ordnete als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gesellschaft eine Beschlussfassung des Aufsichtsrats durch Abstimmung per E-Mail an. Alle Aufsichtsratsmitglieder waren mit diesem Verfahren einverstanden und verzichteten insoweit auf Form- und Fristerfordernisse für die Beschlussfassung. Alle Aufsichtsratsmitglieder, d.h.

1. Uwe Steinbacher (Vorsitzender / Chairman),

2. Dr. Rainer Kutzner,

3. Dr. Gerhard Ries,

4. Kathy L. Bates,

5. Gregory F. Heath und / and

6. Dr. Volker Pfahlert

nahmen an der Beschlussfassung teil.

Aufgrund der Stimmabgaben, die dem Unterzeichner per E-Mail zugegangen sind, hat der Aufsichtsrat im Weg der Beschlussfassung per E-Mail einstimmig mit den Stimmen aller Aufsichtsratsmitglieder wie folgt beschlossen:

1. Prüfung und Berichterstattung des Aufsichtsrats nach § 171 AktG

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31.12.2022, aufgestellt nach den Regelungen des deutschen Handelsrechts und bestehend aus dem Einzelabschluss der numares AG inklusive Anhangsangaben und Lagebericht, erhalten. Zudem erhielt der Aufsichtsrat den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zum Konzernabschluss 31.12.2022 nach IFRS. Der Einzelabschluss und Konzernabschluss enthielten keine Anhaltspunkte für das Vorhandensein von Unregelmäßigkeiten oder kritischen Punkten über das normale Geschäftsrisiko eines Start-up-Unternehmens hinaus. Der Aufsichtsrat hat im Hinblick auf den Einzelabschluss nach deutschem Handelsrecht sowie auf den vom Abschlussprüfer erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Konzernabschluss nach IFRS keine weiteren Prüfungshandlungen über die Ordnungsmäßigkeit der Abschlüsse durchgeführt.

Der Aufsichtsrat schließt sich den Ergebnissen des durch den Vorstand der numares AG aufgestellten Einzelabschlusses sowie der Prüfung des Konzernabschlusses des Abschlussprüfers an. Es bestehen keine Einwendungen gegen den Einzelabschluss und den Konzernabschluss.

Der Aufsichtsrat billigt daher hiermit den Einzelabschluss und den Konzernabschluss. Der Einzelabschluss und der Konzernabschluss sind somit gemäß § 172 AktG festgestellt.

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Dr. Claus Botzler

gez. Florian Voß

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.02.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Veröffentlichung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die numares AG, Regensburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der numares AG, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der numares AG, Regensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Regensburg, den 20. Dezember 2023

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Prof. Dr. Bromelburg, Wirtschaftsprüfer

gez. Leupold, Wirtschaftsprüfer

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