Matino Besitz GmbH
Same addressManagement of non-residential real estate on a fee or contract basis
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Kathrin Boleslawsky since 3/22/2024 | Managing Director |
Stefan Altmeyer since 8/4/2023 | Procura |
Olaf Dipl.-Ing. Leifheit since 7/3/2023 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Alutrim International (HK) Limited | 74.10% |
Hong Kong Anchor Industrial Holding Limited | 25.90% |
Company ownership and partner structure
2 shareholders
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Alutrim Europe GmbHKyritzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Gliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Alutrim Europe GmbH (kurz: ,,Alutrim GmbH" oder "Gesellschaft") entwickelt und produziert an den Standorten Kyritz und Lindau/Bodensee hochwertige und maßgeschneiderte Aluminiumteile und Edelstahllautsprechergitter für die Innenausstattung von Fahrzeugen, klassische Tiefziehteile sowie Stanz und Tiefziehwerkzeuge, Fräs- und Messvorrichtungen. Zu unserem Kundenkreis zählen überwiegend Automobilhersteller, die sog. OEM (Original Equipment Manufacturer) sowie deren Lieferanten (Tier 1) in der Automobilindustrie. Diese befinden sich im Wesentlichen im Inland und im europäischen Ausland. Die Alutrim GmbH wird grundsätzlich mit dem für die Automobilbranche typischen Wettbewerb sowie dem Preis- und Innovationsdruck ihrer Kunden konfrontiert. Vorteilhaft ist, dass in ihrem Marktsegment nur eine begrenzte Anzahl kompetenter Mitbewerber tätig ist. Sie ist daher aufgrund ihrer antriebsunabhängigen Technologie sowie der hohen Fertigungs- und Produktqualität auf dem Markt der Automobilzulieferer wettbewerbsfähig aufgestellt. Die Geschäftsführung legt einen besonderen Wert auf die Wertigkeit und die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen: die Alutrim GmbH ist nach den anspruchsvollen Qualitätsnormen IATF (International Automotive Task Force) 16949:2016 und ISO (Internationale Organisation für Normung) 9001, ihr Umweltmanagement nach ISO 14001 und das Informationssicherheitsmanagement nach TISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) zertifiziert. 2. Forschung und Entwicklung Für die unter hohem Innovations- und Rationalisierungsdruck stehenden Kunden entwickeln wir unsere hochproduktiven Werkzeuge und Produkte stetig weiter. Darüber hinaus forscht unsere interne Produkt-, Design- und Techno logieentwicklungsabteilung über den branchenüblichen Umfang hinaus an neuen Produkten, Fertigungs- und Prüfverfahren. So wurde in 2023 unter dem Projektnamen "Dekorazzo" damit begonnen, neue Materialien für lnterieuroberflächen zu entwickeln und herzustellen, die den wachsenden Anforderun gen der Kunden an ressourcenschonende, langlebige und recyclingfähige Produkte gerecht werden. Der Aufwand für FuE-Tätigkeiten lag im Berichtsjahr bei TEUR 730 oder 2,3 % vom Umsatz. Gegenüber dem Vorjahr stellt das eine Verringerung um 6,5 % dar, die der in 2022 begonnenen und weiterhin sinkenden Zahl von Neuanläufen von Projekten im Bereich Aluminiumzierteile geschuldet ist. Neben der internen Entwicklung mit fünf bis sechs Mitarbeitern innerhalb der Alutrim- Gruppe bediente sich die Gesellschaft dabei zum Teil der Zusammenarbeit mit externen Partnern. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 ei nen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahres werte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Ins besondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu ei ner gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem ver haltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 % mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 %) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden1 . 1 PM VDA vom 18.1.2024: Internationale Automobilmärkte I VDA Die deutsche Wirtschaftsleistung schrumpfte im vierten Quartal 2023. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging saisonbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zurück, nachdem es in den ersten drei Quartalen nahezu stagniert hatte2• Die Industrie "bewegt sich weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld und hat mit den Folgen der (...) erhöhten Energiekos ten zu kämpfen"3. Die Lage an den Energiemärkten entspannte sich im laufe des vierten Quartals merklich, und die Preise für Energierohstoffe gaben nach. Zudem blieb die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt widerstandsfähiger als gedacht. Dazu trug bei, dass die Lieferengpässe weiter zurückgin gen und die noch vorhandenen Auftragsbestände die sinkenden Neuaufträge auffingen. Der Arbeitsmarkt verhielt sich im Jahr 2023 neutral. Deutliche Beschäftigungseinbußen gab es der Bundesagentur für Arbeit nach im Handel und in der Arbeitnehmerüberlassung, die der Industrie als Anpassungsreserve bei schwankender Auftragslage dient. Die Arbeitslosigkeit stieg im Ver gleich zum Vorjahr leicht (+0,4 %) auf 5,7 % an.4 ,,Die Tarifverdienste nahmen im Herbst 2023 mit 3,6 % vorübergehend weniger stark als im Sommer zu, als sie um 4,7 % zugelegt hatten"5. Die Tarifabschlüsse im Jahr 2023 fielen deutlich höher aus als in den vorangegangenen Jahren. Die Verbraucherpreise stiegen im Herbst 2023 erstmals seit Ende 2020 nur geringfügig, die Inflationsrate fiel deutlich auf 3 % (nach 5,7 % im Vorquartal). 2 Deutsche Bundesbank Monatsbericht Februar 2024, S. 9 3 Deutsche Bundesbank Monatsbericht Dezember 2023, S.5 4 Deutsche Bundesbank Monatsbericht Dezember 2023, S. 7 5 Deutsche Bundesbank Monatsbericht Februar 2024, S. 9 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage Die Alutrim Europe GmbH ist neben der gesamtwirtschaftlichen und eigenen Entwicklung vor allem von der Entwicklung der Automobilbranche abhängig, hier insbesondere den OEMs (Original Equipment Manufacturer) und deren Stückzahlen. In den letzten Jahren sind Automobilzulieferer im Allgemeinen, und auch Alutrim mit verschiedenen Herausforderungen im Markt konfrontiert. Störungen in der Lieferkette für Elektronikbauteile sowie die internationalen Spannungen infolge des Ukraine-Krieges beeinträchtig ten die weltweite Automobilproduktion und auch die Volumina der deutschen Fahrzeughersteller. Stückzahlreduzierungen führen bei einem Groß teil der Zulieferer zu nicht beeinflussbaren Veränderungen gegenüber dem Plan. Vorteilhaft für Alutrim in der aktuell angespannten Situation der Automobil zulieferindustrie ist, dass unsere Produkte vor allem im oberen und Premi umsegment eingesetzt werden. Daher wird der Umsatz von Alutrim nicht im gleichen Maß beeinträchtigt, wie die durchschnittlichen Produktionszahlen. Darüber hinaus kommt Alutrim zugute, dass unsere Teile unabhängig von der jeweiligen Antriebstechnologie eingesetzt werden und nicht vom Ver brennungsmotor abhängig sind. Im Rahmen der Entemotionalisierung des Fahrzeugantriebs kommt es zu einem für Alutrim positiven Trend der Innen raumaufwertung. Allerdings haben wir uns auch immer mit der Veröffentlichung von technischen Produkteigenschaften und Funktionskosten und kontinuierlichen Kostenreduzierungsbemühungen der Automobilhersteller auseinanderzusetzen. Die technisch und qualitativ sehr erfolgreich umgesetzten Anläufe mit ver schiedenen OEM- und Tier-1-Kunden haben es uns auch im Berichtsjahr ermöglicht, mit Erfolg an weiteren Vergaben teilzunehmen. Der Geschäftsverlauf in 2023 war durch stabile, teils steigende Stückzahlen und Umsätze im Vergleich zum Vorjahr geprägt. Besonders im Bereich der Produktion der Lautsprechergitter für die Kunden BMW und Daimler hat sich die Nachfrage im laufe des Jahres erhöht. Die Kosten für zusätzlich zu schaffende Kapazitäten konnten im großen Umfang an die Kunden weiter gegeben werden. Personalengpässe wurden durch die Einstellung von Leiharbeitern ausgegliehen. In Summe hat Alutrim durch den Einsatz der gesamten Belegschaft trotz vieler externer Störfaktoren, wie z.B. Störung der Lieferketten durch Behin derung der Transporte im Suezkanal, kurzfristige Abrufänderungen durch die Kunden und damit verbundene Rohmaterialengpässe und erhöhte Kos ten für den Transport der Rohstoffe im Gesamtjahr einen um 18 % höheren Umsatz als 2022 erzielt. Der Umsatz stieg von 27,3 Mio. € auf 32,2 Mio. €, hauptsächlich durch die Steigerung der Stückzahlen von Projekten im Geschäftsfeld Edelstahl-Laut sprechergitter, die in 2022 angelaufen waren. Der Rohertrag stieg um 13,42 % oder 1,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Der Personalaufwand ist im Vergleich zu 2022 um 319 T€ gestiegen (hauptsächlich im Bereich der Löhne aufgrund der erneuten Mindestlohnerhöhung zum 1. Januar 2023), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Berichtsjahr um 28 % im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die zur Optimierung der vorhandenen Produktionsanlagen und Schaffung zusätzlicher Kapazitäten im Zusammenhang mit den neuen Projekten der Automobilindustrie angeschafften Maschinen und Anlagen hatten in 2023 einen Investitionswert von 706 TEUR. In 2023 ist es Alutrim gelungen, die gestiegenen Material- und Produktions kosten zum Teil an die Kunden weiterzugeben bzw. durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Ausschussverminderung die Margen des Vorjahres zu halten. b) Finanzlage Die Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung aller eigenkapitalartigen Mittel beträgt wie im Vorjahr 28 %. Daraus ergibt sich ein Verhältnis von Eigen zu Fremdkapital von 1:2,5 oder ein Verschuldungsgrad von 247 %. Die ein geräumte Kontokorrentlinie i.H.v. 750 T€ wurde selten (mit bis zu 160 TEUR) in Anspruch genommen. Die Liquidität der Gesellschaft hat sich im Jahresverlauf um 199 T€ erhöht: aus laufender Geschäftstätigkeit wurden 2.867 T€ generiert, -764 T€ aus Investitionstätigkeit und -1.904 T€ aus Finanzierungstätigkeit. Die Finanzierung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowie weiterer Projektanläufe erfolgte aus eigenen Mitteln und der steuerlichen For schungszulage des Bundes. c) Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft setzt sich aus 4,3 Mio. € Sachanlage vermögen (davon 742 T€ langfristige Finanzierungen über Mietkauf), 6,4 Mio.€ Vorräten und 2,75 Mio.€ Forderungen aus Lieferungen und Leis tungen zusammen. Dazu kommen Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 2,1 Mio.€ und sonstige Vermögensgegenstände i.H.v. 860 T€, liquide Mittel waren i.H.v. 246 T€ vorhanden. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Für Zwecke der internen Unternehmenssteuerung bedienen wir uns finanzieller Leistungsindikatoren. Die Geschäftsführung verwendet hierfür im Wesentlichen die folgenden Kennzahlen: Zielerreichung und Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs Für die Überwachung der Zielerreichung benutzen wir folgende Kennzah len: Umsatz (Budgetplan SOLL/ IST) = 105 % Die geplanten 30,8 Mio. € Umsatz wurden mit 32,2 Mio. EUR Umsatz um 5 % überschritten. Das reale EBIT von 727 TEUR liegt unter dem Budget von 1.928 TEUR. Rohertrag/Personalkosten = 1,87 (Budget = 1,9) Umsatz pro Mitarbeiter= 172 TEUR (Budget= 147 TEUR) Gesamtaussage Die Gesellschaft hat sich vor dem Hintergrund der auch in 2023 anhalten den Markteinschränkungen als stabil und widerstandsfähig aufgestellt erwiesen. Die Umsatzsteigerung konnte nicht nur wie geplant stattfinden, sondern hat im Vergleich zum Vorjahr 18 % betragen. Das EBIT konnte mit 2,5 % vom Umsatz auf Vorjahresniveau gehalten werden. Insgesamt können die Vermögens-, Finanzlage und Ertragslage als stabil gegenüber 2022 bezeichnet werden. Die Geschäftsleitung beurteilt die Entwicklung der Gesellschaft in 2023 daher insgesamt als positiv. Bezüglich unserer Prognose im Lagebericht 2022 ist einzuschätzen, dass die Umsatzsteigerung und damit die Kennzahl Umsatz pro Mitarbeiter über troffen wurden, das Ergebnis aber hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Trotzdem konnte ein Ergebnis (EBIT) über Vorjahresniveau erzielt werden. III. PrognoseberichtAufgrund der aktuell vorliegenden Abrufe, Auftragsbestände und noch kommenden Anläufe gehen wir grundsätzlich auch für 2024 und 2025 von einer Fortsetzung der positiven Unternehmensentwicklung aus. Allerdings wird diese grundsätzlich stabile Prognose von dem immer noch nicht überstandenen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und den damit verbundenen Lieferengpässen in der Automobilindustrie sowie der verhaltenen Nachfrage im Automobilsektor überlagert. Vor diesem Hintergrund erwarten wir die Entwicklung der folgenden Leistungsindikatoren wie unten dargestellt: Prognose 2024: Umsatz = 28,2 Mio. EUR EBIT von 1.240 TEUR Rohertrag/Personalkosten = 1,88 Umsatz pro Mitarbeiter= 157 T€ Im Vergleich zu den Vorjahren sind spürbar erhöhte Anstrengungen notwendig, um die Versorgung mit Vor- und Rohmaterial für die Produktion sicherzustellen. Doch bisher und absehbar können wir unsere gesamte Produktion aufrechterhalten und unsere vertraglichen Verpflichtungen erfüllen, falls es nicht zu einer weiteren Verschlechterung der Versorgungslage kommen sollte. Insgesamt blicken wir positiv auf die unternehmerische Entwicklung im Jahr 2024 und sehen dies durch die positiven Ergebnisse im ersten Quartal 2024 bestätigt. Daher und aufgrund der erwartet deutlich verbesserten Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage in den folgenden Jahren wird die Alutrim GmbH weiter ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Darüber hinaus ist die weitere Finanzierung durch eine bestehende Betriebsmittellinie sowie die Einräumung von Zahlungszielen auf der Lieferantenseite gesichert. IV. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Bei unserer Geschäftstätigkeit sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt. Die Risiken werden durch die Geschäftsführung beurteilt und überwacht, ggfs. werden erforderliche Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Wesentli che Funktionen und Kontrollen des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft sind unmittelbar bei der Geschäftsführung angesiedelt. Die folgenden Risiken werden von der Geschäftsführung als wesentlich erachtet: Fokussierung auf den Bereich Automotive Konzentration auf Premium- Automobilhersteller und deren Fahrzeugmodelle, dadurch Abhängigkeit von den dort erzielten Stückzahlen Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten und dadurch möglicherweise verursachte Störungen in der OEM-Lieferkette Die Alutrim GmbH hat erfolgreich weiterhin an einer Streuung des Umsatzes auf eine größere Zahl von Kunden sowie mehr verschiedene Fahr zeuge und Fahrzeugtypen gearbeitet und sich im Verlaufe des Jahres 2023 dadurch inzwischen sehr breit und stabil aufgestellt. Wesentliche Abnehmer der Alutrim GmbH kommen aus der Automobilbranche. Die gegenwärtig im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht steigen den Verkaufszahlen der Automobilbranche in dem für die Gesellschaft relevanten Sektor fördern das Umsatzwachstum. Ein bedeutender Einbruch in dieser Branche kann die wirtschaftliche Entwicklung der Alutrim GmbH wesentlich beeinflussen. Die Geschäftsführung begegnet dem Risiko, in dem versucht wird, den Umsatzanteil anderer Branchen, insbesondere Konsumgüterhersteller auszuweiten. Dazu wird unter anderem der Ver trieb personell verstärkt. Die Liquiditätslage ist gut bis sehr gut; es sind, wenn sich keine besonderen Vorkommnisse ergeben, keine Engpässe zu erwarten. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Eigenkapital, Maschinenfinanzierungen über Mietkauf, Betriebsmittellinien sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind auch in 2023 nicht eingetreten. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden üblicherweise innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adä quates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen sowie regelmäßig während der Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Chancenbericht Die Alutrim GmbH hat sich seit Jahren im Wettbewerb am Markt behauptet. Durch das hohe Maß an Erfahrung, Zuverlässigkeit und Qualität kommen wir bei Auftragsvergaben zum Zuge, bei denen es sich um überdurch schnittlich anspruchsvolle Zierteilefertigungen im lnterieurbereich handelt. Hier haben wir uns etabliert und grenzen uns von unseren Wettbewerbern ab. Aufgrund eines immer höheren Anspruchs der Automobil- und Konsumgüterhersteller an ressourcenschonende, langlebige und recyclingfähige Materialien sowie Regionalität der Zulieferer wird der Anteil von Teilen aus neuen, umweltschonenden und recycelbaren Rohstoffen tendenziell auch in unserer Produktion zunehmen. Darauf haben wir unsere Forschungs und Entwicklungstätigkeit in 2023 fokussiert und sehen hier für die Zukunft weitere Wachstumschancen. Gesamtaussage Aus der Gesamtbetrachtung der Risiken und Chancen der Alutrim Europe GmbH sehen wir uns als gut aufgestellt und den Herausforderungen unseres geschäftlichen Umfeldes gewachsen. Nach unserer Bewertung sind derzeit nur einige Risiken erkennbar, die kurz- oder mittelfristig einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben oder gar ihren Fortbestand gefährden.
Kyritz, den 3. Juni 2024 Gez. Olaf Leifheit, Geschäftsführer Gez. Kathrin Boleslawsky, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Alutrim Europe GmbH mit Sitz in 16866 Kyritz ist beim Amtsgericht Neuruppin im Handelsregister unter der Nr. HRB 5292 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach den Grundsätzen des § 265 HGB. Die Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Reihenfolge der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Weiterhin erfolgen Angaben zu Posten, die in Ausübung eines Wahlrechts nicht in die Bilanz oder in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen wurden. 3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Das Anlagevermögen wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (die aktivierten Eigenleistungen berücksichtigen Materialeinzelkosten, Materialgemeinkosten, Fertigungseinzelkosten, Fertigungsgemeinkosten und Sonderkosten der Fertigung) und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Verwendung der Mindestsätze der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen, aktiviert. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der entgeltlich erworbene Geschäftswert wird gemäß § 7 Abs 1 S. 3 EStG über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens sowohl unter den Zugängen als auch unter den Abgängen ausgewiesen. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert von über EUR 150,00, jedoch nicht mehr als EUR 1.000,00, wird in Übereinstimmung mit den steuerrechtlichen Vorschriften (§ 6 Abs. 2a EStG) unverändert ein jahresbezogener Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre jeweils mit 20 % p.a. aufgelöst wird. Die Rohstoffe werden mit den Anschaffungskosten (gewogenes Durchschnittsverfahren), Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu einem Festwert bilanziert. Der Ansatz der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung direkt zurechenbarer Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne und Sondereinzelkosten sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie etwaiger Wertminderungen. Auf die Aktivierung von Kosten der allgemeinen Verwaltung wurde gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB verzichtet, Fremdkapitalzinsen sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Der Warenbestand wird zu Anschaffungskosten (gewogenes Durchschnittsverfahren) bewertet. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips unter Berücksichtigung niedrigerer Tagespreise bzw. Verkaufspreise abzgl. noch anfallende Kosten. Die Forderungen werden, soweit keine Einzelwertberichtigungen auf den Nettoforderungsbetrag vorzunehmen waren, mit den jeweiligen Nennbeträgen bewertet. Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände, des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte ebenfalls zum Nennwert. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag gebildet. Sofern Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, werden diese auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB, 7-Jahres-Durchschnitt, abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 4. Angaben zur Bilanz Gemäß § 327 Satz 1 Nr. 1 HGB werden nachfolgend die gesondert anzugebenden Bilanzposten aufgeführt: Aktiva
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 wird in der Anlage zum Anhang dargestellt. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen in Höhe von TEUR 79,7 (VJ: TEUR 94,3), Leistungen in Höhe von TEUR 796 (VJ: TEUR 464) sowie Darlehen in Höhe von TEUR 1.207,5 (VJ: TEUR 0). Das Stammkapital beträgt TEUR 262 gemäß Gesellschaftsvertrag und Eintragung im Handelsregister. Der Jahresüberschuss beträgt 427.374,91 EUR. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 397 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen TEUR 190, für Provisionen TEUR 110 sowie für Abschluss und Prüfung TEUR 54. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen am Abschlussstichtag Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 742 erfolgt die Besicherung gegenüber den finanzierenden Unternehmen durch Eigentumsvorbehalt. 5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie in den Vorjahren nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 6. Sonstige Angaben Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 4.580.
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2023 183 (VJ: 181) Arbeitnehmer, davon 55 (VJ: 55) Angestellte und 128 (VJ: 126) Arbeiter. Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind die folgenden Personen bestellt: - Olaf Leifheit, als Geschäftsführer bestellt am 14. Dezember 2022 - Kathrin Boleslawsky, als Geschäftsführerin bestellt am 26. Februar 2024. Die Geschäftsführung hat Alleinvertretungsbefugnis und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Alutrim International (HK) Limited mit Sitz in Hongkong, China einbezogen. Die Alutrim International (HK) Limited stellt den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Alutrim International (HK) Limited ist bei ICRIS CSC Companies Registry unter der Nummer 3117774 einsehbar. Ergebnisverwendungsvorschlag: der Gewinnvortrag von TEUR 731,2 wird fortgeschrieben, der Jahresüberschuss von EUR 427.374,91 soll vorgetragen werden.
Kyritz, den 3. Juni 2024 Gez. Olaf Leifheit, Geschäftsführer Gez. Kathrin Boleslawsky, Geschäftsführerin Anlage zum Anhang Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.03.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Alutrim Europe GmbH, Kyritz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Alutrim Europe GmbH, Kyritz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Alutrim Europe GmbH, Kyritz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 3. Juni 2024 Deloitte
GmbH
gez. Andreas Otter, Wirtschaftsprüfer gez. Max Dietrich, Wirtschaftsprüfer |
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