Fritzenschaft & Partner GmbH

Gutenbergstraße 1, 06889 Wittenberg, DEU

Master Data

Registry
Register court Stendal HRB 10132
Registered
5/17/1990
Industry
Wholesale of books, newspapers, journals, periodicals and music and video recordingsPublishing of newspapersWholesale of machine tools
Purpose
Betrieb eines Großhandels mit Zeitungen und Zeitschriften jeder Art (Presse-Grosso)

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Ines Krüger
since 9/29/2023
Managing Director
Florian Fritzenschaft
since 3/4/2010
Managing Director

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Fritzenschaft Grünheide GmbH & Co. KG
Germany
€350,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Fritzenschaft & Partner GmbH

Lutherstadt Wittenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Fritzenschaft & Partner GmbH, Lutherst. Wittenberg

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.536,28 6.015,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 567.214,59 586.542,77
2. technische Anlagen und Maschinen 17.814,88 38.253,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 138.978,03 218.475,27
724.007,50 843.271,28
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.799,39 11.261,50
2. sonstige Ausleihungen 2.600,00 200,00
8.399,39 11.461,50
Summe Anlagevermögen 734.943,17 860.748,77
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 52.597,21 60.702,55
2. fertige Erzeugnisse und Waren 537.348,12 604.245,04
589.945,33 664.947,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 419.344,45 558.501,92
2. sonstige Vermögensgegenstände 269.196,64 122.679,67
688.541,09 681.181,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.012.402,70 1.942.160,13
Summe Umlaufvermögen 3.290.889,12 3.288.289,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.312,49 15.772,58
4.040.144,78 4.164.810,66

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 350.000,00 350.000,00
II. Bilanzgewinn 952.156,85 1.254.929,75
Summe Eigenkapital 1.302.156,85 1.604.929,75
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 36.064,61 36.064,61
2. sonstige Rückstellungen 823.260,00 604.567,00
859.324,61 640.631,61
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.295.848,69 1.409.138,90
2. sonstige Verbindlichkeiten 582.814,63 510.110,40
1.878.663,32 1.919.249,30
4.040.144,78 4.164.810,66

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Fritzenschaft & Partner GmbH, Lutherst. Wittenberg

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Rohergebnis 6.877.961,64 6.909.604,62
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.272.115,17 -2.315.482,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -490.360,65 -486.916,94
-3.762.475,82 -2.802.399,22
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -133.606,51 -106.585,96
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.306.054,88 -3.188.886,77
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.477,11 0,00
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -10.262,11 -7.938,50
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9,79 -285,70
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 64.820,98 -226.566,12
9. Ergebnis nach Steuern -227.149,38 576.942,35
10. sonstige Steuern -75.623,52 -8.761,93
11. Jahresfehlbetrag -302.772,90 568.180,42
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.210.755,38 686.749,33
13. Bilanzgewinn 907.982,48 1.254.929,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Fritzenschaft & Partner GmbH, Lutherst. Wittenberg

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Fritzenschaft & Partner GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Lutherstadt Wittenberg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Stendal
Register-Nr.: HRB 10132

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen - immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen - ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Bemessung der Abschreibungen richtet sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Da der Geschäftsbetrieb nur noch bis zum 31.12.2024 fortgeführt wird, wurde die Restnutzungsdauer für Wirtschaftsgüter, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig abgeschrieben sind und danach auch nicht veräußert werden können, auf den Zeitraum bis zum 31.12.2024 verkürzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Einzelwert unter EUR 800 (netto) wurden ebenfalls auf eine Nutzungsdauer von 2 Jahren (bis 31.12.2024) abgeschrieben.

Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Abschreibungen auf den beizulegenden Wert bewertet.

Sonstige Ausleihungen sind mit dem Nennwert bewertet.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Fertige Erzeugnisse und Waren werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Dabei wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für Leistungen nach dem Abschlussstichtag ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Lauzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Nutzungsdauer für Anlagegegenstände, die nach Aufgabe des Geschäftsbetriebs nicht veräußert werden können, wurde auf den 31.12.2024 verkürzt. Dies führte zu einem zusätzlichen Abschreibungsaufwand von 31 T€.

Ansonsten konnten beim Jahresabschluss die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen sowie der Finanzanlagen ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt.

Vorräte

Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten im Wesentlichen Heizölbestände und Verpackungsmaterial. In der Position fertige Erzeugnisse und Waren wird im Wesentlichen Remissionsware ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Es handelt sich wie im Vorjahr ausschließlich um Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 40 sowie Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 193 enthalten. Ferner enthält dieser Posten noch nicht verbrauchte Einzahlungen in einen Solidarfonds des Presse-Grosso von T€ 34 (Vj. T€ 28) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Restlaufzeit der übrigen sonstigen Vermögensgegenstände beträgt bis zu einem Jahr.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enhalten die Ertragsteuernachzahlungen für das Vorjahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
ausstehende Rechnungen 5 0
Remissionen 509 496
Urlaub/Überstunden 35 45
Zinsen Kautionen 3 3
Berufsgenossenschaft 11 11
Tantieme, Abfindungen 240 30
Abschlusskosten 20 20
Summe 823 605

Die Rückstellung für Remissionen betrifft zum Bilanzstichtag ausgelieferte und fakturierte Zeitschriften, die von den Kunden im neuen Jahr wieder zurück geschickt werden. Nach der Rücksendung erhalten die Kunden eine Gutschrift und die Gesellschaft belastet entsprechend die Zeitschriftenverlage. In Höhe der Marge zwischen Einkauf und Verkauf verbleibt bei der Gesellschaft eine Rohgewinnminderung die zurück gestellt wird.

Durch die bereits in 2023 beschlossene Aufgabe des Geschäftsbetriebs zum 31.12.2024 fallen im Folgejahr noch Aufwendungen für Abfindungen von voraussichtlich T€ 240 an.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten:

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Kundenkautionen von T€ 226 (Vorjahr T€ 239), die erst nach Ausscheiden der Kunden ausgezahlt werden. Die Laufzeit dieser Verbindlichkeiten beträgt daher im Wesentlichen mehr als ein Jahr.

Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten

betreffen Steuern in Höhe von TEUR 93 (VJ TEUR 53)

bestehen im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 1 (VJ TEUR 0).

Im Übrigen betreffen die sonstigen Verbindlichkeiten kreditorische Debitoren von TEUR 150 (VJ TEUR 127) und den Lohn- und Gehaltsbereich mit TEUR 112 (VJ TEUR 90).

Die Verbindlichkeiten sind nicht gesichert.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Folgende längerfristige Verträge wurden abgeschlossen:

Beförderungs- und Kommissionierungsvertrag über die termingerechte Auslieferung der Presseerzeugnisse und die Remissionsverarbeitung.

Pachtvertrag über die Anpachtung des Betriebsgrundstücks in Freienbrink.

Die Verträge enden im Wesentlichen zum 31.12.2024.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Alle Umsatzerlöse stammen aus Inlandsgeschäften.

Von den Umsätzen entfallen TEUR 24.541 (VJ TEUR 24.792) auf Presseerzeugnisse und der Restbetrag auf Non-Press Artikel sowie Dienstleistungen.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Sachbezüge aus KfZ-Überlassungen, um Eingänge bereits abgeschriebener Forderungen sowie die Auflösung von Pauschlawertberichtigungen.

Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Abfindungen in Zusammenhang mit der Aufgabe des Geschäftsbetriebs zum 31.12.2024 von TEUR 922.

Die sozialen Aufwendungen enthalten TEUR 19 für Altersversorgung (VJ TEUR 21). Es handelt sich um Beiträge an Direktversicherungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Transportkosten, Aufwendungen für externe Dienstleister, Mieten, Kraftfahrzeugkosten und Beratungskosten.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Auf die Beteiligung an einer Personengesellschaft war eine Abschreibung von TEUR 10 auf den beilzugenden Wert der Beteiligung vorzunehmen.

Sonstige Angaben

Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2023 2022
Durchschnitt Durchschnitt
Angestellte 28 28
Arbeiter 67 73
Aushilfen 1 1
96 102

Geschäftsführer

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Herr Florian Fritzenschaft, Verlagskaufmann, Herr Frank Schmalenberger, Dipl.-Betriebswirt (BA) (bis 30.09.2023) und Frau Ines Krüger, Kauffrau (ab 01.10.2023). Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Der Geschäftsbetrieb wurde mit Wirkung zum 01.01.2025 auf die 4Press GmbH & Co. KG übertragen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Bilanzgewinn von Euro 952.156,85 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Lutherstadt Wittenberg, den 30. Juni 2024

Florian Fritzenschaft

Ines Krüger

Der Jahresabschluss wurde am 26.09.2024 festgestellt.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Fritzenschaft & Partner GmbH Großhandel mit Zeitungen und Zeitschriften, 06889 Lutherst. Wittenberg

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbne Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 790.144,85 0,00 6.872,98 783.271,87
Summe Immaterielle Vermögengegenstände 790.144,85 0,00 6.872,98 783.271,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.855.128,65 0,00 0,00 3.855.128,65
2. technische Anlagen und Maschienen 1.623.668,43 0,00 0,00 1.623.668,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.204.411,62 50.502,40 68.875,56 1.186.038,46
Summe Sachanlagen 6.683.208,70 50.502,40 68.875,56 6.664.835,54
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 19.200,00 4.800,00 0,00 24.000,00
2. sonstige Ausleihungen 200,00 3.000,00 600,00 2.600,00
Summe Finanzanlagen 19.400,00 7.800,00 600,00 26.600,00
Summe Anlagevermögen 7.492.753,55 58.302,40 76.348,54 7.474.707,41
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbne Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 784.128,86 3.479,20 6.872,47 780.735,59
Summe Immaterielle Vermögengegenstände 784.128,86 3.479,20 6.872,47 780.735,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.268.585,88 19.328,18 0,00 3.287.914,06
2. technische Anlagen und Maschienen 1.585.415,19 20.438,36 0,00 1.605.853,55
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 985.936,35 90.360,77 29.236,69 1.047.060,43
Summe Sachanlagen 5.839.937,42 130.127,31 29.236,69 5.940.828,04
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 7.938,50 10.282,11 0,00 18.220,61
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 7.938,50 0,00 0,00 7.938,50
Summe Anlagevermögen 6.632.004,78 133.606,51 36.109,16 6.729.502,13
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbne Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.536,28 6.015,99
Summe Immaterielle Vermögengegenstände 2.536,28 6.015,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 567.214,59 586.542,77
2. technische Anlagen und Maschienen 17.814,88 38.253,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 138.978,03 218.475,27
Summe Sachanlagen 724.007,50 843.271,28
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.779,39 11.261,50
2. sonstige Ausleihungen 2.600,00 200,00
Summe Finanzanlagen 18.661,50 11.461,50
Summe Anlagevermögen 745.205,28 860.748,77

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Fritzenschaft & Partner GmbH, Lutherst. Wittenberg

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Fritzenschaft & Partner GmbH vertreibt als Großhändler Presseerzeugnisse und Convenience Produkte in einem großen Teil der Gebiete Brandenburgs, Sachsen-Anhalts und Sachsens.

In einem Vertriebsgebiet von 15.008 Quadratkilometern und eine Einwohnerzahl von rund 1,2 Mio. werden die Einzelhändler von dem Hauptsitz in Kropstädt (Lutherstadt Wittenberg) und dem weiteren Standort in Freienbrink (Gemeinde Grünheide) aus beliefert.

Die Gesellschaft ist Mitglied des Gesamtverbandes Pressegroßhandel e.V., dem alle Grossisten in Deutschland angehören.

2. Forschung und Entwicklung

Ziel der Vertriebsabteilung ist es die Sortimente der belieferten Kunden weiter zu optimieren, um auch im Interesse der Verlage eine optimale Marktausschöpfung zu erreichen und Remissionen möglichst gering zu halten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Anfang März 2023 konnten die Verhandlungen zwischen Presse-Grosso und Verlagen über eine neue Branchenvereinbarung abgeschlossen werden. Ziel war es, verbindliche Regelungen und auskömmliche Margen für die Zusammenarbeit zu treffen. In der Vergangenheit musste der Presse-Grosso regelmäßig erhebliche Margenkürzungen hinnehmen, gleichzeitig sind die Anforderungen an die Leistungen stetig gestiegen. Durch die Existenz des Presse-Grosso bleiben Printprodukte weiterhin ein elementarer Bestandteil der Medienvielfalt. Die angekündigte Unterstützung seitens der Politik für eine Infrastrukturförderung für Presse lässt allerdings weiter auf sich warten. Bedingt durch den Kostendruck geht die Fusionswelle in der Branche weiter. Die Anzahl der Grosso Firmen ging in 2023 von 19 auf 15 zurück.

Der Absatz- und Umsatzrückgang der Branche hat sich in 2023 verlangsamt. Der Branchenabsatz für Presseerzeugnisse ist gegenüber dem Vorjahr um 10,2% zurückgegangen (2022: - 12,4%), der Umsatz sank dagegen nur um 2,8 % (2022: 8,3%). Im Non-Press- Bereich ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 17,6% zurück.

2. Geschäftsverlauf

a) Absatzmarkt Presse

Das Unternehmen sah sich, wie auch in den Vorjahren, einem schwierigen Marktumfeld gegenüber. Neben den strukturellen Veränderungsprozessen durch das geänderte Mediennutzungsverhalten sowie die Konkurrenz der digitalen Medien war das Jahr 2023 durch anhaltend hohe Kosten für Treibstoff, Energie und Personal geprägt. Das geht an die Substanz.

Dennoch erwies sich die Gesellschaft in der Funktion eines Großhändlers für gedruckte Zeitungen und Zeitschriften erneut als verlässlicher Marktteilnehmer. Die rückläufigen Frequenzen am PoS, einhergehend mit den starken Kostensteigerungen, stellten das Unternehmen vor große Herausforderungen. Trotz aller Widrigkeiten ist es gelungen, die Lieferkette zum Einzelhandel aufrecht zu erhalten und Presse in der Fläche des Vertriebsgebietes erneut vollumfänglich verfügbar zu machen.

Demnach: Das Geschäftsjahr 2023 war ein schwieriges Jahr.

Im Kerngeschäft Presse gab der Umsatz in 2023 um -1,0 % (BRD gesamt: - 2,80 %) auf 24.541 T€ nach, einhergehend mit einem Absatzrückgang in Höhe von -8,70 % (BRD gesamt: - 10,2 %) auf 15.159.568 Exemplare.

Erfreulicherweise ist die stückbezogene und kostenintensive Remissionsmenge um 13,50 % zurückgegangen.

Im Jahr 2023 reduzierte sich der Gesamtumsatz um 3,8 % auf 28.368 T€. Im gleichen Zeitraum reduzierte sich der Gesamtabsatz um -8,60 % auf 15.934.238 Ex. Der Gesamtumsatz enthält das Kerngeschäft Presse, das Geschäftsfeld Non Press.

Ferner ging der Umsatz mit Altpapier von 295 T€ auf 256 T€ zurück.

b) Absatzmarkt Non Press

Im Geschäftsfeld Non Press reduzierte sich der Umsatz in 2023 von 3.115 T€ auf 2.359 T€, folglich um -24,3 %. Grund für diese Entwicklung ist der Umstand, dass die großen Konkurrenten wie Lekkerland mit einer aggressiven Margenpolitik Marktanteile gewonnen und das Unternehmen verloren hat.

c) Dienstleistung

Kapazitäten im Logistik - Standort Freienbrink werden seit Mai 2017 genutzt zur Remissionsverarbeitung benachbarter (Grosso-) Unternehmen als Dienstleiter und im Jahr 2018 und 2020 weiter ausgebaut. Eine Zertifizierung der Abläufe durch Vertreter des VDZ und des BDZV erfolgte im Juni 2018. Diese Dienstleistung wurde zum 31. Dezember 2023 gekündigt und somit ersatzlos eingestellt.

d) Einkaufsmarkt Presse und Non Press

Die Verlage gewähren flächendeckend Lieferkonditionen, die sich nach einem einheitlichen gültigen Konditionenabschluss ausrichten, den der mandatierte Bundesverband Presse-Grosso mit mehreren Verlagen ausgehandelt hat. Für BILD wurde (vorzeitig) eine HSP Vereinbarung mit Gültigkeit vom 01.03.21 -28.02.25 geschlossen.

Das klassische Großhandelsgeschäft mit allen bekannten Großhandelsfunktionen für Tabak, wie z. B. Lager, Kommissionierung etc. wurde, aufgrund der Einführung von Track&Trace, ab März 2019 in ein Streckengeschäft gewandelt. Die Bestellung und Auslieferung via Track&Trace erfolgt über unsere Logistik, Lager und Kommissionierung erfolgen bei einem Dienstleister mit dem Ziel der wirtschaftlichen Optimierung des Geschäfts.

e) Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von rd. 58 T€ getätigt.

f) Personalbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug in 2023 88 Personen (Vorjahr 96). Im Kerngeschäft des Pressegroßhandels waren in der Verwaltung 25 MA und im Gewerbe 34 MA beschäftigt.

3. Darstellung der Lage

a) Ertragslage

Der Rohertrag aus dem Presse Geschäft ist im Vergleich zum Vorjahr um 2 % von 5.222 T€ auf 5.326 T€ gestiegen. Der Rohaufschlag im Kerngeschäft beträgt 21,7 %.

Der Rohertrag aus dem Non-Press Geschäft ist im Vergleich zum Vorjahr um 28 % von 162 T€ auf 116 T€ gesunken. Der Rohaufschlag im Non Press Geschäft beträgt 4,8 %.

Die Erlöse aus dem Verkauf von Altpapier sowie aus Provisionen und Dienstleistungen haben sich um 112 T€ auf 1.468 T€ vermindert.

Der Verminderung des Rohergebnisses um T€ 32 stehen Kostensteigerungen bei den Personalkosten (960 T€), den Abschreibungen (27 T€) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (117 T€) gegenüber. Die Erhöhung der Personalkosten beruht im Wesentlichen auf Abfindungszahlungen. Die Ertragsteuererstattung von T€ 65 resultiert aus einem Verlustrücktrag nach 2022. Ursächlich für den Jahresfehlbetrag von T€ 303 waren die Abfindungszahlungen an Mitarbeiter aufgrund betriebsbedingter Kündigungen zum 31.12.2024.

b) Finanzlage

Die liquiden Mittel bewegen sich mit 2.012 T€ (Vj.: 1.942 T€) trotz Jahresfehlbetrag weiterhin auf hohem Niveau.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Gesellschaft weist durch die unterschiedliche Fälligkeit von Forderungen und Schulden (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) regelmäßig liquide Mittel aus, die das Eigenkapital übersteigen.

c) Vermögenslage

Das Gesamtvermögen verringerte sich um 125 T€ auf 4.040 T€. Durch den Jahresfehlbetrag von 303 T€ vermindert sich das Eigenkapital auf 1.302 T€. Die Eigenkapitalquote beträgt 32,2 % gegenüber 38,5 % im Vorjahr. Die Höhe des Fremdkapitals liegt bei höheren Rückstellungen und höheren sonstigen Verbindlichkeiten bei gleichzeitigem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 178 T€ über dem Vorjahresniveau.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interen Unternehmenssteuerung steht im Wesentlichen die wöchentlichen Absatz- und Umsatzzahlen im Blickfeld.

Darüber hinaus werden monatlich anhand von Auswertungen des Rechnungswesens Abweichungsanalysen mit den Vorjahreswerten durchgeführt, vor allem bezüglich der einzelnen Bereiche der Umsatzerlöse, des Materialaufwands, des Personalaufwands sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des Ergebnisses.

5. Gesamtaussage

Zusammenfassend können wir festhalten, dass das operative Ergenbis unter den schwierigen Bedingungen befriedigend ausgefallen ist. Der Jahresfehlbetrag ist einzig auf betriebsbedingte Abfindungszahlungen zurückzuführen.

III. Zweigniederlassungsbericht

Betriebsstätten befinden sich in der Lutherstadt Wittenberg (Sitz der Gesellschaft mit Verwaltung und Logistikstandort) und in Freienbrink (Logistikstandort).

IV. Prognosebericht

Am 4. Oktober 2023 wurde der Kauf- und Übertragungsvertrag mit 4Press GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2025 gezeichnet. Das Unternehmen hat auf Basis des Gesellschafterbeschlusses vom 27.03.2024 die Schließung der Betriebsstätten Lutherstadt Wittenberg und Grünheide zum 31.12.2024 beschlossen.

Das letzte operative Geschäftsjahr 2024 entwickelt sich hinsichtlich Umsatz und Ertrag zufriedenstellend. Der Überschuss im operativen Bereich ist vergleichbar mit dem Jahr 2023.

V. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Risiken im letzten aktiven Geschäftsjahr sind begrenzt. Weiter steigenden Personalkosten werden durch eine restriktive Personalpolitik begrenzt. Die Ausgaben für Treibstoff erhöhen sich derzeit nicht weiter. Die Kosten für die Abfindungen von Mitarbeitern zum Jahresende wurden bereits im Jahresabschluss 2023 berücksichtigt. Die Gesellschaft verfügt über genügend Mittel um die anschließende Abwicklung der Gesellschaft (Verkauf des Anlagevermögens, administrative Aufgaben) geordnet zu betreiben.

2. Chancenbericht

Im letzten Jahr kann mit einem geordneten Geschäftsgang nochmals ein Überschuss erzielt werden, der die Eigenkapitalbasis stärkt.

3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Alle Finanztransaktionen werden über das laufende Bankkonto abgewickelt. Kreditverbindlichkeiten bestehen nicht. Risiken in diesem Bereich sind nicht vorhanden.

4. Gesamtaussage

Das letzte operative Geschäftsjahr verläuft voraussichtlich in normalen Bahnen. Auch aus der anschließenden Abwicklung der Gesellschaft sind Überschüsse insbesondere aus der Verwertung (Veräußerung, Vermietung) des Firmengrundstücks zu erwarten.

 

Lutherstadt Wittenberg, den 30. Juni 2024

Florian Fritzenschaft

Ines Krüger

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fritzenschaft & Partner GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fritzenschaft & Partner GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fritzenschaft & Partner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ludwigshafen, den 11. September 2024

ALLTREU Revision & Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl .- Kfm. Reiner Junker, Wirtschaftsprüfer

Dipl .-Kfm. Jörg Bauer, Wirtschaftsprüfer

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