Master Data

Registry
Register court Bonn HRB 26922
Registered
2/7/2022
Industry
Intermediation of loansActivities of holding companiesManagement activities of holding companies with predominantly financial shareholdings
Purpose
die Beratung, Vermittlung und Verwaltung von Vermögensanlagen, Finanzierungen und Versicherungen. Genehmigungspflichtige Tätigkeiten nach dem Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz - KWG) und Rechtsberatung gehören nicht zum Gegenstand des Unternehmens.

Financial Overview

History

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Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
BlackFin Financial Services Fund II (Fonds Professionnel de Capital Investissement)FRA
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€601,088
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Bonnfinanz GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Verwaltungsorgane der Gesellschaft

Geschäftsführung

Stefan Mertes

Sprecher der Geschäftsführung*

Ressort: Finanzen* IT, Operations, Recht & Compliance, Personal*

* Ab 01.07.204

Sebastian Wallusch

Geschäftsführung

Ressort: Vertrieb, Produktmanagement, Marketing

Julia Keller

Geschäftsführung

Ressort: Finanzen, Personal

Bis 30.06.2024

Lagebericht

Geschäftstätigkeit

Die Bonnfinanz bietet qualitativ hochwertige Allfinanzberatung für private Haushalte und Kleinunternehmen über ein bundesweites Netz von über 300 selbstständig tätigen Handelsvertreterinnen an. Um ihr Beraternetzwerk stetig zu verjüngen und auszubauen, hat das Unternehmen in 2024 37 neue Finanzberaterinnen gewonnen und stellt so personell sicher, dass Kundinnen und Kunden auch künftig umfassend und kompetent betreut werden.

Als eine der führenden deutschen Plattformen für Mehrfachagenten liegt der Schwerpunkt der Bonnfinanz in der ganzheitlichen Beratung und lebensbegleitenden Betreuung von rund 535.000 Kunden. Zentraler Bestandteil dieses Angebots sind eine etablierte Beratungssystematik sowie die kontinuierliche fachliche Aus- und Weiterbildung der Finanzberaterinnen. Flankiert wird dies durch ein wettbewerbsfähiges Produktportfolio, moderne IT-Systeme für den digitalen Beratungsprozess, Marketingunterstützung, die Funktion als Haftungsdach sowie die Abwicklung und Provisionsabrechnung.

Die Bonnfinanz befindet sich im Besitz von BlackFin Capital Partners, die über die Allfinanz Holding GmbH 100 % des Stammkapitals hält. Ihre Unabhängigkeit von Konzerninteressen ermöglicht es, das Leistungsversprechen und Produktangebot konsequent am Bedarf der Kundinnen und Kunden auszurichten. 2025 feiert die Bonnfinanz ihr 55-jähriges Jubiläum und unterstreicht damit ihre langfristige Rolle als verlässlicher Marktteilnehmer.

Im Leitbild der Bonnfinanz spiegelt sich das Leistungsversprechen "Immer gut leben" wider, ergänzt durch den im Unternehmen verankerten Wert "Ankommen". Dabei setzt die Bonnfinanz auf eine marktprägende IT-Plattform, die eine schnelle und effektive Anbindung neuer Beraterinnen ermöglicht. Damit ist das Unternehmen technisch bestens aufgestellt, um die anstehende Konsolidierungswelle am Markt aktiv mitzugestalten.

Kundinnen und Kunden profitieren vom PlusPrinzip der Bonnfinanz, das sämtliche finanzielle Fragen abdeckt: Statt einzelner Produkte stehen ganzheitliche Finanzkonzepte im Vordergrund. Diese orientieren sich an den persönlichen Zielen, der Absicherung gegen existenzielle Risiken und den individuellen Lebensphasen. Abgebildet wird das volle Leistungsspektrum aus den Bereichen Existenzsicherung, Ruhestandsplanung, Immobilienwerte sowie Vermögensaus- und -aufbau. Ergänzend zur seit über 50 Jahren bewährten Beratungssystematik greift die Bonnfinanz dabei auch auf die branchenweit etablierte Methodik nach DIN-Norm 77230 zurück. Die Beratung erfolgt zunehmend digital, um Kundinnen und Kunden flexibel und ortsunabhängig zu unterstützen.

Ein breites Angebotsspektrum in allen Leistungsfeldern wird durch Premium-Produktpartnerschaften gesichert, bei denen die Bonnfinanz strenge Qualitätsrichtlinien anwendet und auf führende Versicherer, Investmentgesellschaften sowie Finanzierungsplattformen setzt. Transparente Produktanalysen bilden die Basis für die individuelle Produktauswahl.

Um eine hohe und nachhaltige Beratungsqualität zu gewährleisten, legt die Bonnfinanz großen Wert auf Aus- und Weiterbildung. Der Bonnfinanz Campus dient als zentrale Ausbildungsplattform - sowohl physisch als auch digital. In Zusammenarbeit mit der IHK Bonn/Rhein-Sieg wird zudem der "Finanzplaner (IHK)" als eigenständige Qualifizierungsmaßnahme angeboten, die das Kompetenzniveau der Beraterinnen weiter stärkt.

Die allgemeine wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland

Die Entwicklung der Bonnfinanz ist wesentlich beeinflusst durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Die Bonnfinanz erwirtschaftet ihre Provisionserlöse zu 100 % in Deutschland.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Jahr 2023. "Die deutsche Exportwirtschaft sah sich auf wichtigen Absatzmärkten stärkerer internationaler Konkurrenz ausgesetzt, nicht zuletzt aus der Volksrepublik China. Die deutschen Exporte sanken, obwohl der Welthandel im Jahr 2024 insgesamt zunahm. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Verarbeitenden Gewerbes geriet weiter unter Druck. Dazu trugen die immer noch hohen Energiekosten bei. Darüber hinaus hielten sich die privaten Haushalte trotz steigender Einkommen mit Käufen zurück, auch aus Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Ein erhöhtes Zinsniveau und unsichere wirtschaftliche Aussichten hemmten auch die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Die Bauinvestitionen wurden zusätzlich durch weiterhin hohe Baupreise belastet. In diesem Umfeld schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 weiter", so Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2024 ging ebenfalls leicht zurück (- 0,2 %). Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Im Baugewerbe nahm die Bruttowertschöpfung 2024 gegenüber dem Vorjahr mit - 3,8 % noch etwas stärker ab. Die nach wie vor hohen Baupreise und Zinsen führten dazu, dass insbesondere weniger Wohngebäude errichtet wurden. Auch das Ausbaugewerbe musste Produktionsrückgänge hinnehmen. Die Modernisierung und der Neubau von Straßen, Bahnverkehrsstrecken und Leitungen führten dagegen zu einem Plus im Tiefbau.

Der private Konsum hat im Jahr 2024 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen, liegt damit jedoch weiterhin unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Dies dürfte vor allem auf die anhaltende Unsicherheit der Verbraucherinnen zurückzuführen sein.

Die staatlichen Haushalte beendeten nach vorläufigen Berechnungen das Jahr 2024 mit einem Finanzierungsdefizit von 113 Mrd. Euro. Dies entspricht etwa 5,5 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr. Die Länder, Gemeinden und die Sozialversicherung erhöhten ihr Finanzierungsdefizit, vor allem durch mehr Ausgaben für soziale Sachleistungen und monetäre Sozialleistungen. Dies lag in erster Linie an höheren Ausgaben für Renten und Pensionen. Erheblich mehr wurde auch für das Pflegegeld und für das Bürgergeld ausgegeben. Dagegen konnte der Bund als einziger Teilsektor sein Defizit verringern. Entlastend wirkte dabei insbesondere, dass die Maßnahmen zur Abmilderung der Energiekrise - vor allem die Gas- und Strompreisbremse - Ende 2023 ausgelaufen sind. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für Deutschland im Jahr 2024 eine Defizitquote von 2,6 %. Diese fällt damit so hoch aus wie im Vorjahr und liegt unterhalb des Referenzwertes von 3 % aus dem europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt.

Ausblick der deutschen Wirtschaft

Die aktuelle Deutschland-Prognose der Deutschen Bundesbank geht von einer Schwächephase der deutschen Wirtschaft aus. So erwartet man für das kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 einen Rückgang um 0,2 %. Für 2025 wird lediglich ein leichtes Wachstum von 0,2 % prognostiziert.

Die Inflation in Deutschland wird sich im Jahr 2025 voraussichtlich weiter abschwächen. Prognosen zufolge könnte die Inflationsrate auf etwa 2,1 % sinken. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die nach lassende Teuerung bei Energie und Nahrungsmitteln zurückzuführen.

Die Defizitquote im Jahr 2025 sinkt voraussichtlich auf 2,5 %. Entlastend wirken die auslaufenden staatlichen Hilfsmaßnahmen aus der Energiekrise. Andere Ausgaben, etwa der Sozialversicherungen sowie für Zinsen und Verteidigung, steigen hingegen stark.

Die Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft 2024

Auf der am 13. Februar 2025 vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veranstalteten Jahresmedienkonferenz wurden die Geschäftszahlen für das Jahr 2024 präsentiert. GDV-Präsident Dr. Norbert Rollinger berichtete, dass die deutsche Versicherungswirtschaft im Jahr 2024 ein Beitragswachstum von 5,3 % auf insgesamt 238 Milliarden Euro verzeichnete.

Im Jahr 2024 verzeichnete die deutsche Lebensversicherungsbranche eine positive Entwicklung. Die Beitragseinnahmen stiegen um 2,6 % auf rund 94 Milliarden Euro. Dieser Zuwachs wurde maßgeblich durch das Einmalbeitragsgeschäft getragen, das im Vergleich zum Vorjahr um etwa 10 % zunahm.

Im Jahr 2024 verzeichnete die Schaden- und Unfallversicherung aufgrund der inflationsbedingten Entwicklungen der Vorjahre ein Beitragswachstum von 7,8 % und erreichte ein Gesamtvolumen von rund 92 Milliarden Euro. Im Gegensatz zu 2023 stiegen die Schadenaufwendungen im vergangenen Jahr jedoch langsamer als die Beitragseinnahmen. Dies führte insgesamt zu einer spürbaren Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses, das mit einem Gewinn von rund 1,9 Milliarden Euro abschloss.

Der Gesamtverband erwartet für die Private Krankenversicherung im laufenden Jahr ein Beitragswachstum von 7,5 % auf insgesamt 56 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 verzeichneten die privaten Krankenversicherer bereits einen Anstieg der Beitragseinnahmen um 6,3 % auf knapp 52 Milliarden Euro.

Deutsche Versicherungswirtschaft - Ausblick

Die deutsche Versicherungswirtschaft blickt optimistisch auf das Geschäftsjahr 2025 und erwartet ein spartenübergreifendes Beitragswachstum von 5 % auf 250 Milliarden Euro.

In der Lebensversicherung werden die Beitragseinnahmen voraussichtlich um 1,3 % auf knapp 96 Milliarden Euro steigen. Haupttreiber bleibt das Einmalbeitragsgeschäft, das um 4,8 % zulegen dürfte, unterstützt durch steigende Löhne und eine sinkende Inflationsrate.

Die Schaden- und Unfallversicherung rechnet mit einem Wachstum von 7,5 % auf 99 Milliarden Euro. Während sich die inflationsbedingten Nachholeffekte abschwächen, bleibt die Kfz-Versicherung mit einem erneut zweistelligen Beitragszuwachs ein zentraler Wachstumstreiber.

Für die Private Krankenversicherung prognostiziert der GDV ein Beitragsplus von 7,5 % auf 56 Milliarden Euro, was die anhaltend hohe Nachfrage nach privater Absicherung widerspiegelt.

Geschäftsverlauf der Bonnfinanz GmbH

Gesamtsituation

Trotz anhaltender Herausforderungen auf den Märkten durch dynamisch hohe Zinsen, einer Inflation weiterhin über der Zielmarke der EZB und geopolitischer Unsicherheiten konnte das Nettoprovisionsergebnis im Jahr 2024 erneut gesteigert werden. Im Vergleich zu 2023 verzeichnete es ein positives Wachstum von nahezu 4 %. Das marktbedingt rückläufige Finanzierungsgeschäft konnte dabei weitgehend durch ein starkes Wachstum, insbesondere im Versicherungsbereich, kompensiert werden.

Besonders erfreulich wirkte sich der erfolgreiche Transformationsprozess aus, der nicht nur Effizienzsteigerungen ermöglichte, sondern auch nachhaltige Erfolge in der Kundenbetreuung und Beratung brachte. Wiederkehrende Provisionen konnten sowohl für die Bonnfinanz als auch für unsere Finanzberaterinnen weiter gesteigert werden. Die gezielte Optimierung von Prozessen, verbunden mit innovativen digitalen Lösungen, führte zu einer spürbaren Effizienzsteigerung und einer noch besseren Servicequalität für unsere Kundinnen und Kunden.

Lebensversicherung

Mit einem Anteil von 37,4 % an den Gesamterlösen ist das Segment weiterhin eines der wichtigsten im Produktportfolio der Bonnfinanz.

Der Baustein Altersvorsorge ist weiterhin wichtig mit wachsender Bedeutung, da die Rentensysteme auf Grund der demographischen Entwicklung unter Druck geraten. Die Menschen sind zunehmend aufgeklärter und damit offen für entsprechende Lösungen. Bonnfinanz bietet hier mit exzellenten Partnern gute Lösungen an.

Schaden- und Unfallversicherung

Die in den vergangenen Jahren beobachtete Diversifizierung der Geschäftsverteilung setzte sich auch im Jahr 2024 fort. Der Vertrieb der Bonnfinanz hat das Dienstleistungsangebot in allen SHUR-Sparten (Schaden, Haftpflicht, Unfall, Rechtsschutz) weiter vertieft und die Bedarfsdeckung gemäß DIN 77230 noch stärker in die Beratung integriert.

Durch die gezielte Aufnahme der neuen Produktpartner Alte Leipziger, Baloise und PROKUNDO in das Qualitätsportfolio konnte in 2024 das Produktangebot noch einmal erweitert werden. Dadurch wurden den Finanzberaterinnen sowie ihren Kundinnen und Kunden weitere hochwertige Absicherungsmöglichkeiten an die Hand gegeben.

Krankenversicherung

Im Bereich der privaten Krankenversicherungen gab es bei den Abschlussprovisionen einen leichten Rückgang von 3 % gegenüber dem Vorjahr.

Im Bereich der privaten Pflegerentenversicherung konnte an das starke Jahr 2023 auf gutem Niveau angeknüpft werden.

Bei den Bestandsprovisionen gab es in der privaten Krankenversicherung inkl. Pflegeversicherung ein stabiles Wachstum von 5 %.

Bausparen

Die eingelöste Bausparsumme belief sich in 2024 auf 30,2 Mio. EUR (Vorjahr: 80,4 Mio. EUR). Das Antragsvolumen Bausparen war rückläufig.

Das Zinsniveau ist anhaltend hoch, und die Notwendigkeit zur energetischen Sanierung in den nächsten Jahren besteht weiterhin. Aufgrund der Verunsicherung der Verbraucher durch das Gebäudeenergiegesetz ist eine deutliche Zurückhaltung bezüglich anstehender Sanierungsmaßnahmen spürbar. Bausparen als Zinssicherungsinstrument erscheint dennoch vielen Kundinnen und Kunden weiterhin ratsam, weil man sich gegen steigende Zinsen bei in der Zukunft ablaufenden Festzinsbindungen absichern oder sich für künftige Bauwünsche günstige Zinsen sichern kann.

Finanzierungen

Das provisionierte Plattformvolumen betrug im Berichtsjahr 218,0 Mio. EUR, eine Steigerung von rund 11 % gegenüber dem Vorjahr. In der Baufinanzierung nahmen auch die Stückzahlen wieder zu (+ 6,6 %).

Diese positive Entwicklung spiegelt die schrittweise Erholung des Marktes wider, die insbesondere durch die verbesserten Finanzierungsbedingungen und die gestiegene Nachfrage nach Immobilienkäufen begünstigt wurde. Trotz der anhaltenden Herausforderungen im Marktumfeld zeigt sich, dass sich das Vertrauen der Käufer*innen allmählich wieder stabilisiert und die Zurückhaltung bei Immobilienfinanzierungen nachlässt.

Realimmobilien

In diesem Geschäftsbereich wurden im Berichtsjahr Pflegeimmobilien, Bestandsimmobilien und Immobilien mit Denkmalschutz-/Sanierungsabschreibung über rund 14,0 Mio. EUR abgesetzt. Dies entspricht einer Steigerung von rund 8 % gegenüber dem Vorjahr. Dies ist auf die immer noch spürbare Inflation und den Trend hin zu Sachwerten zurückzuführen.

Über unseren neuen Kooperationspartner PlanetHome haben unsere Kundinnen und Kunden Immobilien für rd. 10,3 Mio. EUR (Vorjahr: 13,0 Mio. EUR) verkauft.

Geschlossene Alternative Investmentfonds (AIF)

Im Neugeschäft wurden insgesamt 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 9,5 Mio. EUR) umgesetzt. Die Fonds werden von ausgewählten und erfahrenen Finanzberaterinnen vermittelt.

Offene Immobilienfonds

Die Bestände der offenen Immobilienfonds verteilen sich regional auf Deutschland, Europa und Global, mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 87,2 Mio. EUR (Vorjahr: 111,4 Mio. EUR).

Offene Investmentfonds: Direktgeschäft

Im Segment der Investmentfonds konnte im Jahr 2024 ein Nettomittelzufluss in Höhe von 19,8 Mio. EUR verbucht werden.

Der gesamte Fondsbestand (ohne Vermögensverwaltung) ist im Jahr 2024 um 71,0 Mio. EUR und somit um 9 % gestiegen.

Die Gesamterlöse sind insgesamt um 28 % gestiegen.

Investmentfonds: Vermögensverwaltung

Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr (39,5 Mio. EUR) um 3,8 % auf 38,0 Mio. EUR.

Die Kapitalmärkte unterliegen zum Teil kurzfristigen politischen und wirtschaftlichen Einflüssen, die sich auf Anlageentscheidungen auswirken können.

Edelmetallhandel

Im Jahr 2024 wurden Umsätze in Höhe von 11,4 Mio. EUR (Vorjahr 6,1 Mio. EUR) aus der Vermittlung von Edelmetallen (Gold, Silber, Platin und Palladium) und Technologiemetallen erwirtschaftet. Dies entspricht einem deutlichen Zuwachs von 86,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch in diesem Segment spürt man den deutlichen Trend hin zu Sachwertanlagen.

Ertragslage

Die Bonnfinanz generiert ihre Umsätze primär aus der Vereinnahmung von Abschlussprovisionen und in geringerem Umfang aus Bestands- und Folgeprovisionen. Wesentliche Umsatzträger in 2024 waren die Lebensversicherung, das Finanzierungsgeschäft, Kapitalanlagen in offenen und geschlossenen Fonds sowie die Schaden- und Unfallversicherung.

Die Erträge der Gesellschaft sanken leicht auf 47,6 Mio. EUR (Vorjahr: 48,7 Mio. EUR). Davon entfielen 46,3 Mio. EUR auf Provisionserlöse (Vorjahr: 47,0 Mio. EUR), 0,4 Mio. EUR auf übrige Umsatzerlöse (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) und 0,9 Mio. EUR auf sonstige betriebliche Erträge (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR).

Die Provisionsaufwendungen reduzierten sich im Verhältnis zur Ertragsentwicklung auf 29,0 Mio. EUR (Vorjahr: 30,6 Mio. EUR). Personalaufwand, Abschreibungen und sonstiger betrieblicher Aufwand sanken auf insgesamt 13,7 Mio. EUR (Vorjahr: 14,6 Mio. EUR).

Das Betriebsergebnis beträgt 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR), das Finanzergebnis beläuft sich auf 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). Aufgrund des mit der Allfinanz GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages führt die Bonnfinanz 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR) ab und weist wie im Vorjahr keinen Jahresüberschuss aus.

Der Bilanzgewinn beträgt unverändert 4,9 Mio. EUR.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2024 beläuft sich auf 30,3 Mio. EUR (Vorjahr: 30,8 Mio. EUR). Das Anlagevermögen umfasst 8,4 Mio. EUR (Vorjahr: 9,6 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Forcierungen betragen zum Bilanzstichtag 20,9 Mio. EUR (Vorjahr: 20,0 Mio. EUR), während sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 13,6 Mio. EUR (Vorjahr: 12,5 Mio. EUR) belaufen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 8,9 Mio. EUR.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren sieht Bonnfinanz in erster Linie die Höhe der Provisionserlöse, der Provisionsaufwendungen und Kosten sowie das Betriebsergebnis.

2024
in EUR
2023
in EUR
Provisionserlöse 46.297.696 46.974.944
Provisionsaufwendungen 29.032.517 30.565.747
Kosten 13.673.076 14.558.340
Betriebsergebnis 4.872.804 3.613.294

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren spielen auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren eine entscheidende Rolle für die Bonnfinanz. Unsere langfristige Strategie setzt auf eine nachhaltige und zukunftsweisende Positionierung im Wettbewerbsumfeld. Dabei verfolgen wir mit Nachdruck folgende Kernaspekte:

Etablierung als Qualitätsführer, um den Nutzen der Kundinnen und Kunden durch das Beratungs-, Produkt- und Serviceangebot nachhaltig zu steigern.

Wahrnehmung als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber, um dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen an sich zu binden.

Stabilisierung des Geschäftsmodells sowie des Beratungsansatzes, um hoch qualifizierte und motivierte Finanzberaterinnen zu gewinnen und eine dauerhafte Geschäftsbeziehung aufzubauen.

ESG-Kriterien (Environmental Social Governance) im Arbeitsalltag verankern.

Digitalisierung als Schlüssel zur Effizienzsteigerung.

Durch die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen positioniert sich Bonnfinanz nicht nur als leistungsstarker Finanzdienstleister, sondern auch als verantwortungsbewusstes Unternehmen mit langfristigem Blick auf Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterbindung und nachhaltiges Wirtschaften.

Risikomanagement-Prozess

Die Geschäftsaktivitäten werden permanent von Chancen und Risiken begleitet.

Mit ganzheitlich ausgerichteten Risikomanagement-Aktivitäten verfolgen wir die Optimierung unserer Risikolage, d. h. eine Begrenzung der Risiken auf ein akzeptables Niveau unter Berücksichtigung der ihnen gegenüberstehenden Chancen. Bei unseren Aktivitäten berücksichtigen wir die Anforderungen von FinVermV, VVG sowie der weiteren einschlägigen gesetzlichen Vorgaben. Durch die regelmäßige Anwendung von standardisierten Verfahren identifizieren und bewerten wir unser Risikopotenzial. Überschreiten die Analyseergebnisse dabei unseren definierten Toleranzbereich, leiten wir risikomindernde oder -verhindernde Maßnahmen ein. Deren Umsetzung und Wirksamkeit werden überwacht. Darüber hinaus wird gewährleistet, dass das Management zeitnah über neu auftretende Risiken informiert wird und so die frühzeitige Einleitung von erforderlichen Bewältigungsmaßnahmen sichergestellt ist.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden die bestehenden Prozesse auf die strategische Ausrichtung angepasst und werden fortführend über das Geschäftsjahr hinaus optimiert und erweitert.

Vor dem Hintergrund der weiterhin andauernden Ukraine-Krise, etwaiger gesetzlicher Änderungen und der spürbaren Inflation in Deutschland wurden die diesbezüglichen Risiken überwacht und teilweise neu bewertet. Darüber hinaus wurden die möglichen Auswirkungen und Risiken der Kl-Verordnung sowie insgesamt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmenskontext beleuchtet und in die Risikobeurteilung eingestellt.

Dem Risikomanagement obliegt dabei die Organisation, Verantwortlichkeitsregelung, Koordination, Überwachung und Kommunikation des Risikomanagementprozesses. Eine Bewertung und Definition wurde im Geschäftsjahr durchgeführt und wird regelmäßig angepasst. Nennenswerte Risiken wurden jedoch selbstverständlich beobachtet, und die betroffenen Bereiche wurden entsprechend zur Risikoreduzierung sensibilisiert.

Das operative Risikomanagement findet in den Fachbereichen statt und ist somit in die Geschäfts- und Entscheidungsprozesse integriert.

Unsere maßgeblichen Risiken sind Marktrisiken, Liquiditätsrisiken, Risiken aus dem Ausfall von Forderungen, operationelle Risiken und sonstige Risiken.

Chancen und Risiken aus der Vermittlungstätigkeit von Versicherungs- und Finanzprodukten

Marktrisiken

Marktrisiken können für uns insbesondere hinsichtlich der Vermittlungstätigkeit von Finanzprodukten an Kundinnen und Kunden entstehen. Diese können sich zum Beispiel in einem unerwarteten Rückgang der Nachfrage nach Finanzvermittlungsgeschäften, durch veränderte Rahmenbedingungen bei Produktlinien, Erhöhung der regulatorischen Anforderungen an die Zusammenarbeit mit Finanzberater*innen oder Änderungen bei den Vergütungen zeigen.

Diesen Risiken begegnen wir unter anderem in einer permanenten und aufmerksamen Beobachtung des Marktgeschehens, insbesondere hinsichtlich gesetzlicher Rahmensetzungen, und in der frühzeitigen Ergreifung von Maßnahmen bei festgestellten Umfeldveränderungen. Von erheblichen Marktschwankungen auf den Finanzmärkten wäre auszugehen, sofern es den Mitgliedsländern nicht gelingt, die Europäische Union stabil zu halten. Hier hat die Politik in den Mitgliedstaaten einen wesentlichen Einfluss. Wir nehmen aus den möglichen Entwicklungen die Gefahren daraus wahr.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, seinen Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit mangels ausreichend vorhandener liquider Mittel nicht gerecht werden zu können.

Zur Bewältigung dieses Risikos stellen wir eine mittelfristige Liquiditätsplanung auf. Für das jeweilige Geschäftsjahr wird dabei eine Prognose der Zahlungsströme erstellt, die regelmäßig anhand der aktuellen Liquiditätsentwicklung überprüft wird. Insbesondere in der Coronakrise, aber auch seit dem Beginn des Ukrainekrieges, wurde die Liquiditätssituation noch intensiver beobachtet. Hierzu wurden adverse Liquiditäts-Szenarien definiert, um etwaige negative Auswirkungen der globalen Situation zu simulieren und zu steuern.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen

Unter Forderungsausfallrisiken wird das Risiko verstanden, dass eine ausstehende Forderung gegenüber einem unserer Finanzberater*innen im Außendienst beispielsweise aufgrund von dessen Nichtzahlung oder Insolvenz nicht vereinnahmt werden kann.

Diese Risiken managen wir unter anderem durch Sicherheitshinterlegungen, durch Stornoeinbehalte, mit der systematischen Überwachung unserer Forderungsbestände sowie der rechtzeitigen Einleitung von Maßnahmen zur Wahrung unserer Ansprüche bei überfälligen Forderungen. Die Forderungen gegenüber Finanzberaterinnen, beliefen sich zum Bilanzstichtag 31.12.2024 auf rund 3,3 Mio. EUR (Vorjahr 2,9 Mio. EUR).

Aktuell beträgt der Stand an Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber unseren Finanzberaterinnen 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR). Im Durchschnitt der letzten drei Jahre hatte die Gesellschaft einen Wertberichtigungsbedarf von 0,2 Mio. EUR pro Jahr (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR).

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken bezeichnen Risiken, die aus unzulänglichen internen Prozessen, menschlichem Handeln, Systemen oder externen Ereignissen, wie Rechtsrisiken, entstehen.

Diese Risiken können zum einen originär in unserer Gesellschaft anfallen oder indirekt auf unsere Gesellschaft über die verschiedenen für uns tätigen Dienstleister einwirken. Die sich durch diese Auslagerungen ergebenden operationellen Risiken werden durch ein systematisches und konsequentes Management der Auslagerungen inkl. Überwachung und erforderlichenfalls frühzeitige Eskalation gesteuert.

Als wesentliche Schutzvorrichtung vor operationellen Risiken dient uns unser internes Kontrollsystem, das eigens auf die Reduktion von Risiken ausgerichtet ist. Hierbei wird auch fehlerhaften Bearbeitungen oder dolosen Handlungen durch Stichprobenkontrollen, Vier-Augen-Prinzip, Berechtigungs- und Vollmachten-Regelungen und Ähnlichem vorgebeugt. Regelmäßig erfolgt für wesentliche Prozesse eine Überprüfung durch die jeweiligen Fachbereiche

Zur Minimierung der Cyber- sowie der Ausfallrisiken geschäftskritischer Systeme und Anwendungen existieren bei uns bzw. unseren Dienstleistern gespiegelte Systeme und umfangreiche Datensicherungsverfahren, die auch im Katastrophenfall eine Wiederherstellung kritischer Infrastruktur, Systeme, Anwendungen und Daten sicherstellen. Durch den Einsatz von geeigneten Sicherheitsmaßnahmen sowie ständiger Systemüberwachung werden sensible Daten geschützt und die hohe Systemzuverlässigkeit weiter gesichert.

Einen weiteren wichtigen Baustein zu unserer Absicherung vor operationellen Risiken stellt das Business Continuity Management dar. Hierbei werden zur Begegnung von Risiken aus externen Ereignissen wie zum Beispiel Katastrophenfällen infolge von Feuer oder Naturkatastrophen für alle kritischen Prozesse unseres Unternehmens Notfallpläne für eine möglichst baldige Wiederherstellung des Geschäftsbetriebes nach Eintritt einer Katastrophe entwickelt. Regelmäßige Aktualisierungen sowie Tests dieser Pläne reduzieren das Risiko längerer Geschäftsunterbrechungen infolge von Katastrophenfällen.

Rechtsrisiken

Ferner versuchen wir und unsere Dienstleister, Risiken aus neuen gesetzlichen Regelungen oder für uns nachteiligen Änderungen bestehender Gesetze und Auslegungen durch Gerichte durch ständige Beobachtung unseres Branchenumfeldes frühzeitig zu identifizieren. Hierzu zählen u. a. die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MIFID II), die Richtlinie zur Vermittlung von Versicherungen (IDD) und die Kl-Verordnung der EU.

Sonstige Risiken

Für uns als Vertriebsgesellschaft bestehen neben den zuvor genannten Risikoarten primär Reputationsrisiken. Die Reputationsrisiken, die für uns existieren, resultieren dabei nahezu ausschließlich aus Ereignissen, die aufgrund von unzulänglichen internen Prozessen, menschlichem Handeln, Systemen oder externen Ereignissen zu einem Reputationsschaden führen können. Reputationsrisiken im Zusammenhang mit operationellen Risiken werden im Rahmen der dort beschriebenen Verfahren systematisch erfasst, und bei Bedarf werden risikominimierende Maßnahmen eingeleitet.

Zur Abwehr von Reputationsschäden wurden ein Krisenkommunikationsstab und definierte Krisenkommunikationsprozesse etabliert, die ein zeitnahes kommunikatives Reputationsmanagement sicherstellen und diesbezügliche Risiken minimieren.

Chancen aus der aktuellen Marktlage

Auch im Jahr 2024 hat die Bonnfinanz wichtige strategische Weiterentwicklungen vorangetrieben und somit ihre Position als führende Plattform für Mehrfachagenten weiter gefestigt. Im Fokus standen dabei insbesondere:

Gewinnung und technische Anbindung neuer Premium-Produktpartnerschaften zur weiteren Abrundung des Produktangebots für unsere Kundinnen und Kunden.

Optimierung des Prozesses zur Rekrutierung neuer Finanzberater*innen und Erweiterung des Rekrutierungsnetzwerks.

Erfolgreicher Start von Mission 5, einem innovativen, weit über rein fachliche Inhalte hinausgehenden Programm zur Persönlichkeitsentwicklung unserer Finanzberaterinnen.

Kontinuierliche Weiterentwicklung der Beratungsplattform und fortlaufende Verbesserung der IT-Plattform.

Erster produktiver Einsatz von Kl in Form eines Kl-gestützten Chatbots, zur Entlastung und Unterstützung unserer Finanzberaterinnen.

Mit diesen und weiteren Maßnahmen setzt die Bonnfinanz konsequent auf Vorsprung durch Innovation und steigert damit ihre Attraktivität sowohl für neue Beraterinnen als auch für Kundinnen und Kunden. Die moderne Technik gewährleistet die Skalierbarkeit der Plattform und unterstreicht die Attraktivität der Bonnfinanz, in der anstehenden Phase der Marktkonsolidierung aktiv mitzuwirken und die sich bietenden Chancen für anorganisches Wachstum profitabel zu nutzen.

Risiken aus der aktuellen Marktlage

Für die Bonnfinanz ergeben sich aus der aktuellen Marktlage diverse Herausforderungen, denen das Unternehmen jedoch bereits proaktiv und erfolgreich begegnet. Der zunehmende Wettbewerb durch digitale Akteure wie FinTechs und InsurTechs fordert zwar kontinuierliche Innovation, doch hat Bonnfinanz durch die ständige Weiterentwicklung seiner Plattform und Angebote bereits eine starke Positionierung erreicht. Auch die Risiken der technologischen Abhängigkeit und Digitalisierung, einschließlich Cybersicherheitsbedrohungen und technischer Störungen, werden durch fortlaufende Investitionen in Sicherheitstechnologien und robuste IT-Infrastrukturen gemindert. Die schnelle Einführung neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz wird durch strenge Datenschutz- und Compliance-Richtlinien flankiert. Regulatorische Veränderungen und globale wirtschaftliche Unsicherheiten werden durch eine flexible Anpassungsfähigkeit und vorausschauende Planung effizient verwaltet, sodass Bonnfinanz gut aufgestellt ist, um sowohl bestehende als auch zukünftige Marktbedingungen erfolgreich zu navigieren.

Ausblick 2025: Wachstum und nachhaltige Profitabilität

Die Bonnfinanz wird ihre Positionierung als führender Qualitätsvertrieb auch im Jahr 2025 weiter stärken und den Kundennutzen noch fokussierter in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen. Wir setzen dabei auf exzellente Beratung, nachhaltige Finanzlösungen und langfristige Kundenbindung.

Ein wesentliches Element bleibt die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung unserer Finanzberater*innen auf höchstem Niveau in unserem hauseigenen Campus. Unser Anspruch spiegelt sich im Markenversprechen "Immer gut leben" wider, das für eine individuelle und bedarfsgerechte Beratung steht.

Die Bonnfinanz setzt weiterhin auf hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen im Innendienst und Finanzberaterinnen. Im Jahr 2025 liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem weiteren Aufbau der Vertriebskapazitäten.

Die grundsätzlichen Motive unserer Kundinnen und Kunden - die Absicherung existenzieller Risiken, der gezielte Vermögensaufbau, die Altersvorsorge und die Nachlassplanung - bleiben weiterhin unverändert relevant. Die anhaltend hohe Nachfrage nach individuellen und maßgeschneiderten Finanzlösungen bestätigt das stabile und nachhaltige Geschäftspotenzial der Bonnfinanz.

Marktvolatilität und geopolitische Unsicherheiten könnten die Nachfrage nach bestimmten Finanzprodukten beeinträchtigen, während regulatorische Änderungen zusätzliche Compliance-Kosten verursachen könnten.

Dank unseres branchenweit sehr ausgewogenen Produktmixes sind wir flexibel aufgestellt, um sich ändernden Marktbedingungen proaktiv zu begegnen.

Die Bonnfinanz blickt sehr optimistisch auf das Geschäftsjahr 2025 und setzt ihren Wachstumskurs mit einer klaren strategischen Ausrichtung fort. Ein zentrales Ziel ist die Steigerung der Brutto-Provisionen um mehr als 10 %, während die Verwaltungsaufwendungen (Anstieg ca. 2 %) weiterhin effizient gesteuert werden.

Dank an die Mitarbeiter*innen

Das Jahr 2024 war erneut ein ereignisreiches Geschäftsjahr, das von wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen im In- und Ausland geprägt war. Dank der hohen Fachkompetenz, des unermüdlichen Einsatzes und des außergewöhnlichen Engagements unserer Mitarbeiterinnen konnten wir diese Herausforderungen erfolgreich meistern und unser Unternehmen weiter voranbringen.

Durch ihre produktive Zusammenarbeit, Innovationskraft und Teamgeist haben sie maßgeblich dazu beigetragen, unsere strategischen Ziele weiterzuverfolgen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Ihr kontinuierlicher Einsatz und ihre Leidenschaft sind die Grundlage unseres nachhaltigen Wachstums und unseres Erfolgs.

Unser besonderer Dank gilt auch den Interessenvertretungen des Hauses, die mit ihrer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit einen wertvollen Beitrag zu unserem Unternehmenserfolg leisten.

Wir schätzen die tägliche Leistung jedes Einzelnen und freuen uns darauf, gemeinsam auch im Jahr 2025 weiter zu wachsen und Erfolge zu feiern.

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

Anhang EUR 2024
EUR
2023
EUR
Anlagevermögen 1
Immaterielle Vermögensgegenstände 2 7.581.361 8.806.299
Sachanlagen 785.735 830.958
8.367.096 9.637.257
Umlaufvermögen
Vorräte 3 115.466 134.507
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4 9.204.953 14.002.650
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5 12.127.240 6.340.334
21.447.659 20.477.491
Rechnungsabgrenzungsposten 6 528.588 649.165
Summe der Aktiva 30.343.343 30.763.913

Passiva

Anhang EUR 2024
EUR
2023
EUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 7 601.088 601.088
Kapitalrücklage 8 647.263 647.263
Gewinnrücklagen 9 2.704.807 2.704.807
Bilanzgewinn 10 4.909.823 4.909.823
8.862.982 8.862.982
Rückstellungen 11 5.113.947 5.899.527
Verbindlichkeiten 12 16.366.414 15.911.404
Summe der Passiva 30.343.343 30.763.913

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Anhang EUR 2024
EUR
2023
EUR
Provisionserlöse und übrige Umsatzerlöse 13 46.680.243 47.377.140
Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 14 -5.230 -14.628
Sonstige betriebliche Erträge 15 903.384 1.374.869
Provisionsaufwendungen 16 29.032.517 30.565.747
Personalaufwand 17 6.180.280 5.820.550
Abschreibungen 18 1.511.439 1.524.895
Sonstige betriebliche Aufwendungen 19 5.981.357 7.212.895
42.705.593 45.124.087
Betriebsergebnis 4.872.804 3.613.294
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20 436.969 460.159
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21 82.635 69.326
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22 53.236 18.164
Ergebnis nach Steuern 5.173.901 3.985.964
Sonstige Steuern 23 248 265
Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 24 5.173.653 3.985.699
Jahresüberschuss - -
Gewinnvortrag 4.909.823 4.909.823
Bilanzgewinn 4.909.823 4.909.823

Anhang

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Angaben im Geschäftsbericht erfolgen generell auf volle Euro gerundet. Im Anhang werden Rundungsdifferenzen billigend in Kauf genommen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt.

In der Bilanz sind zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung Positionen zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang erläutert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, abzüglich zeitanteiliger, linearer Abschreibung, mit einer Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren bewertet.

Das Sachanlagevermögen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) wurde zu den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Absetzungen für Abnutzung, mit einer Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren bilanziert.

Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Anwendung eines anerkannten Verbrauchsfolgeverfahrens angesetzt.

Forderungen sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für erkennbare Ausfallrisiken bei den Forderungen an die Finanzberaterinnen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen; auf den um die einzeln wertberichtigten Forderungen bereinigten Forderungsbestand erfolgt zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung.

Der Kassenbestand und die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB besteht für Deckungsvermögen eine Saldierungspflicht, sodass Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit diesen Verpflichtungen verrechnet auszuweisen sind. Die darin enthaltenen Investmentfonds wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB mit den Anschaffungskosten aktiviert. Die Fonds, die ausschließlich zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements dienen, wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB i. V. m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB nachfolgend mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei handelt es sich um den Marktwert der Fondsanteile.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Bei Rückstellungen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, ergibt sich der Wertansatz gem. § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB aus dem Maximum von Mindestleistung und Aktivwert der Rückdeckungsversicherung.

Für die Beendigung der Dienstverhältnisse ohne Versorgungsfall wird eine unternehmensspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt, die sich nach dem Alter und der im jeweiligen Alter abgeleisteten Dienstzeit richtet.

Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung wird gemäß § 253 Abs. 2 HGB grundsätzlich der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren der Bewertung zugrunde gelegt.

In diesem Jahr wurde für die Bewertung ein prognostizierter Jahresendzins von 1,90 % verwendet, der dem zum 31.12.2024 von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren exakt entspricht.

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde nach der Projected Unit Credit Method (Projizierte Einmalbeiträge) in Verbindung mit § 253 Abs.1 HGB, unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richtabel GmbH Köln, berechnet. Folgende versicherungsmathematische Parameter wurden verwendet:

Rechnungszins: 1,90%

Gehaltssteigerung: 2,60 %

Inflationsrate: 1,90%

Der Bewertung der Jubiläumsrückstellungen wurde ebenfalls ein durchschnittlicher Marktzins mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Im Gegensatz zu den Pensionsverpflichtungen ist für die Jubiläumsrückstellungen weiterhin ein 7-Jahres-Durchschnittszinssatz zu verwenden. In diesem Jahr wurde für die Bewertung ein prognostizierter Jahresendzins von 1,96 % verwendet, der dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz zum 31.12.2024 exakt entspricht.

Die Rückstellung für Jubiläumsaufwendungen wurde ebenfalls nach der Projected Unit Credit Method (Projizierte Einmalbeiträge) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB, unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richtabel GmbH Köln, berechnet. Folgende versicherungsmathematische Parameter wurden verwendet:

Rechnungszins: 1,96%

Gehaltssteigerung: 2,60 %

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2024
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.195.463 59.956 76.348 12.331.767
Geleistete Anzahlungen 186.066 - - -76.348 109.718
12.381.529 59.956 - - 12.441.485
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.540.111 187.918 -19.323 - 1.708.706
1.540.111 187.918 -19.323 - 1.708.706
Anlagevermögen insgesamt 13.921.640 247.874 -19.323 - 14.150.191
Abschreibungen (kumuliert) Buchwerte
Stand 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2024
EUR
Stand 31.12.2024
EUR
Vorjahr 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.575.230 1.284.894 4.860.124 7.471.643 8.620.233
Geleistete Anzahlungen - - - - 109.718 186.066
3.575.230 1.284.894 - 4.860.124 7.581.361 8.806.299
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 709.154 225.821 -12.004 922.971 785.735 830.958
709.154 225.821 -12.004 922.971 785.735 830.958
Anlagevermögen insgesamt 4.284.384 1.510.715 -12.004 5.783.095 8.367.096 9.637.257

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Es handelt sich hierbei um erworbene Software.

(3) Vorräte

Der Warenbestand belief sich am 31.12.2024 auf 115.466 EUR (Vorjahr: 134.507 EUR).

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2024
EUR
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr
EUR
2023
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.187.621 - 7.002.708
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.624.724 - 6.686.875
Sonstige Vermögensgegenstände 392.608 107.987 313.067
davon aus Steuern (-) (-) (-)
Stand 31.12. 9.204.953 107.987 14.002.650

Unter den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" werden hauptsächlich Forderungen gegen Finanzberaterinnen im Sinne der §§ 92 und 92 b HGB ausgewiesen.

Die wesentlichen Posten unter der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind Forderungen an Finanzberaterinnen aus Darlehen und aus dem Bonnfinanz-Beteiligungsplan in Höhe von 329.604 EUR (Vorjahr: 291.389 EUR).

(5) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

2024
EUR
2023
EUR
Kassenbestand - -
Guthaben bei Kreditinstituten 12.127.240 6.340.334
Stand 31.12. 12.127.240 6.340.334

Im "Guthaben bei Kreditinstituten" ist an den VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G. und die VOLKSWOHL BUND Sachversicherung Aktiengesellschaft abgetretenes Festgeld bei der Deutsche Bank AG Bonn i. H. v. 1.408.250 EUR enthalten.

(6) Rechnungsabgrenzungsposten

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um vorausbezahlte Lizenzen und Anzahlungen für Wettbewerbe.

(7) Gezeichnetes Kapital

2024
EUR
2023
EUR
Stand 31.12. 601.088 601.088

Die Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, hält am Bilanzstichtag 100 % der Anteile am Stammkapital unserer Gesellschaft.

Das Stammkapital der Gesellschaft ist eingeteilt in 1.174 auf den Namen lautende Anteile mit einem rechnerischen Anteil am Stammkapital von 512,00 EUR je Stück.

(8) Kapitalrücklage

2024
EUR
2023
EUR
Stand 31.12. 647.263 647.263

(9) Gewinnrücklagen

2024
EUR
2023
EUR
a) gesetzliche Rücklage
Stand 31.12. 51.129 51.129
b) andere Gewinnrücklagen
Stand 31.12. 2.653.678 2.653.678
Gewinnrücklagen insgesamt 2.704.807 2.704.807

(10) Bilanzgewinn

2024
EUR
2023
EUR
Stand 01.01. 4.909.823 4.909.823
Jahresüberschuss - -
Stand 31.12. 4.909.823 4.909.823
davon Gewinnvortrag 4.909.823 4.909.823

(11) Rückstellungen

2024
EUR
2023
EUR
Pensionsrückstellungen 234.226 304.017
Steuerrückstellungen - -
Sonstige Rückstellungen 4.879.721 5.685.510
Stand 31.12. 5.113.947 5.989.527

In der Position "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" weisen wir neben der Pensionsrückstellung in Höhe von 2.301.506 EUR (Vorjahr: 2.291.460 EUR) treuhänderisch durch die Willis Towers Watson Treuhand GmbH verwahrtes Vermögen aus.

Anschaffungswert: 2.000.829 EUR

Zeitwert per 31.12.2024: 2.067.280 EUR

Vorjahreswert: 1.987.443 EUR

Dieses Vermögen dient ausschließlich der Sicherung eingegangener Pensionsverpflichtungen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA).

Die Position ergibt sich somit aus der Verrechnung der Verpflichtungen aus Pensionszusagen mit dem Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände.

Der Betrag aus der Bewertung der Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu ihrem beizulegenden Wert, sofern dieser die Anschaffungskosten der jeweiligen Vermögensgegenstände übersteigt, unterliegt einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von - EUR (Vorjahr: - EUR).

2016 hat der Gesetzgeber beschlossen, dass bei der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen zukünftig anstelle des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet wird. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des 1O-Jahres-Durchschnittszinssatzes (2.301.506 EUR) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (2.293.428 EUR) beträgt - 8.078 EUR (Vorjahr: 12.393 EUR). Gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ist der Betrag, um den die auf Basis des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes ermittelte Rückstellung den nach dem siebenjährigen Durchschnittszinssatz berechneten Wertansatz unterschreitet, eine Ausschüttungssperre zu beachten. Demnach liegt keine Ausschüttungssperre vor.

Bei den sonstigen Rückstellungen entfallen 3.361.500 EUR (Vorjahr: 3.592.000 EUR) auf Verpflichtungen gegenüber Finanzberaterinnen. Im Wesentlichen handelt es sich um Bonifikationen.

Für Schadenersatzansprüche wurden 54.084 EUR (Vorjahr: 620.171 EUR) zurückgestellt, für Prozesskosten 101.043 EUR (Vorjahr: 124.535 EUR).

(12) Verbindlichkeiten

2024
EUR
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
EUR
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
EUR
2023
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 281.250 281.250 - - 656.250
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.040.353 7.262.636 1.777.717 - 9.564.714
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.173.653 5.173.653 - - 3.985.699
Sonstige Verbindlichkeiten 1.871.157 1.178.158 693.000 - 1.704.741
davon aus Steuern (194.161) (194.161) (-) (-) (251.448)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (-) (-) (-) (-) (-)
Stand 31.12. 16.366.414 13.895.697 2.470.717 - 15.911.404

Die "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber Finanzberaterinnen im Sinne der §§ 92 und 92b HGB.

Unter den "Sonstigen Verbindlichkeiten" befinden sich hauptsächlich Verpflichtungen gegenüber Finanzberaterinnen.

Von den bilanzierten Verbindlichkeiten sind keine durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Provisionserlöse und übrige Umsatzerlöse

2024
EUR
2023
EUR
Provisionserlöse 46.297.696 46.974.944
Übrige Umsatzerlöse 382.547 402.196
46.680.243 47.377.140

Von den Provisionserlösen entfallen 17.331 Tsd. EUR (Vorjahr: 18.336 Tsd. EUR) auf Lebensversicherungen, 11.246 Tsd. EUR (Vorjahr: 13.179 Tsd. EUR) auf SHUK und Rechtsschutz, 5.660 Tsd. EUR (Vorjahr: 5.405 Tsd. EUR) auf Finanzierungen und Bausparen, 9.641 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.203 Tsd. EUR) auf Kapitalanlagen, 1.715 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.731 Tsd. EUR) auf Krankenversicherungen sowie 706 Tsd. EUR (Vorjahr: 121 Tsd. EUR) auf Sonstiges.

Die Provisionserlöse werden ausschließlich in Deutschland erzielt.

Die übrigen Umsatzerlöse enthalten hauptsächlich Erlöse aus Weiterbelastungen an Finanzberaterinnen.

(14) Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Es handelt sich um Bestandsveränderungen im Lager Häuser und im Lager Auszeichnungen.

(15) Sonstige betriebliche Erträge

2024
EUR
2023
EUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 421.907 836.617
Übrige Erträge 481.477 538.252
903.384 1.374.869

Die übrigen Erträge enthalten hauptsächlich periodenfremde Erträge in Höhe von 450.214 EUR (Vorjahr: 534.037 EUR). Es handelt sich dabei hauptsächlich um Erträge aus abgeschriebenen Forderungen.

(16) Provisionsaufwendungen

2024
EUR
2023
EUR
Abschlussprovision 21.740.355 23.224.369
Betreuungsprovision 6.390.044 6.261.773
sonstige Bezüge 902.118 1.079.605
29.032.517 30.565.747

(17) Personalaufwand

2024
EUR
2023
EUR
Löhne und Gehälter 5.293.687 5.014.804
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 886.593 805.746
davon für:
soziale Abgaben 808.153 726.507
Altersversorgung 78.440 79.239
Unterstützung - -
6.180.280 5.820.550

(18) Abschreibungen

Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Anlagengitter.

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2024
EUR
2023
EUR
Gebühren und andere Kosten 2.360.216 2.423.448
IT-Kosten und lnventarmiete/-wartung 1.539.713 2.572.946
Allgemeine Betriebskosten 1.037.707 1.122.841
Mieten 773.373 799.635
Werbekosten 270.348 294.025
5.981.357 7.212.895

In den IT-Kosten sind hauptsächlich Wartungskosten für Hardware und Software sowie Software-Leasing enthalten. Die Gebühren und anderen Kosten beinhalten Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 330.172 EUR (Vorjahr: 424.389 EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Abschreibungen auf Forderungen an Finanzberaterinnen.

(20) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinserträgen entfallen 248.548 EUR (Vorjahr: 325.000 EUR) auf verbundene Unternehmen.

Der Ertrag aus CTA-Vermögen in Höhe von 99.258 EUR (Vorjahr: 102.590 EUR) wird mit den Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 36.509 EUR (Vorjahr: 37.432 EUR) saldiert ausgewiesen.

(21) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Es handelt sich hauptsächlich um den Zinsaufwand für die drei Nachrangdarlehen in Höhe von 61.770 EUR (Vorjahr: 36.990 EUR).

Honorar des Abschlussprüfers

2024
EUR
2023
EUR
Abschlussprüfungsleistungen 39.344 38.064
Andere Bestätigungsleistungen 91.634 80.922
Gesamthonorar 130.978 118.986

(22) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2024
EUR
2023
EUR
53.236 18.164

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag.

(23) Sonstige Steuern

2024
EUR
2023
EUR
248 265

Die sonstigen Steuern beinhalten ausschließlich Kfz-Steuer.

(24) Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne

2024
EUR
2023
EUR
3.985.699 504.736

Mit der Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, als herrschendem Unternehmen, wurde am 18./19.12.2019 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen; der Eintrag ins Handelsregister erfolgte am 27.01.2020.

Allgemeine Angaben

Identifikation der Gesellschaft

Bonnfinanz GmbH, Soenneckenstraße 10-12, 53119 Bonn

Sitz der Gesellschaft: Bonn; Handelsregister: Amtsgericht Bonn HRB 26922

Organe

Die Namen der Mitglieder der Geschäftsführung sind auf der Seite 3 aufgeführt. Diese Seite ist Bestandteil des Anhangs.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt beschäftigten wir 62 lnnendienstmitarbeiter*innen (Vorjahr: 66).

Zum 31.12.2024 beschäftigte die Gesellschaft 62 Mitarbeiterinnen (Vorjahr: 61) im Innendienst.

Im Außendienst waren zum selben Zeitpunkt 313 Finanzberaterinnen (Vorjahr: 331) nach § 84 ff. HGB für das Unternehmen tätig.

Bezüge, Vorschüsse, Kredite und eingegangene Haftungsverhältnisse an Mitglieder der Organe

Die Geschäftsführung wurde direkt über die Gesellschaft vergütet. Eine Angabe der Bezüge unterbleibt gern. § 286 Abs. 4 HGB, da die Nennung der Gesamtvergütung Rückschlüsse auf die individualisierte Vergütung der Geschäftsführung zuließe.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihren Hinterbliebenen sind keine Rückstellungen zu bilden. Bestehende Pensionsverpflichtungen sind im Rahmen des Verkaufs der Bonnfinanz per Schuldübernahme übertragen worden. Dafür besteht eine Nachhaftung der Bonnfinanz GmbH.

Vorschüsse und Kredite wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse an Mitglieder der Organe bestehen nicht.

Haftungsverhältnisse

Alle Pensionsverpflichtungen für ausgeschiedene und pensionierte Mitarbeiter*innen sind im Rahmen des Verkaufs der Bonnfinanz per Schuldübernahme übertragen worden. Dafür besteht eine Nachhaftung der Bonnfinanz.

Die Pensionsverpflichtungen aus Direktzusage für alle aktiven Mitarbeiterinnen sind auf einen eigenen Abrechnungsverband des einstufigen CTAs mit der Willis Towers Watson Treuhand GmbH als Treuhänder übertragen worden. Dafür ergibt sich das Recht des Unternehmens, geleistete Zahlungen an Versorgungsberechtigte unter bestimmten Voraussetzungen aus dem CTA-Vermögen erstatten zu lassen. Darüber hinaus bestehen weitere Pensionsverpflichtungen des Unternehmens aus Direktzusage an inzwischen ausgeschiedene Mitarbeiterinnen, für die ein Schuldbeitritt der Deutscher Herold AG besteht. Da hier wirtschaftlich nicht mit einer Inanspruchnahme des Unternehmens zu rechnen ist, werden diese Verpflichtungen nicht passiviert.

Verbindlichkeiten aus Pensionsdirektzusagen sind zum Stichtag in Höhe von 159.102 EUR (Vorjahr 75.683 EUR) bilanziert.

Zudem besteht für alle mittelbaren Pensionsverpflichtungen eine subsidiäre Haftung nach § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG der Gesellschaft Bonnfinanz.

Es bestehen Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB aus Bürgschaften gegenüber Dritten in Höhe von 125.100 EUR (Vorjahr: 125.100 EUR).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 3.876 TEUR (Vorjahr 4.659 TEUR), die in den Jahren 2025 bis 2030 fällig werden. Davon gegenüber verbundenen Unternehmen - EUR (Vorjahr: - EUR).

Verbundene Unternehmen und Konzernzugehörigkeit

Die Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, hat uns gemäß § 20 Absatz 4 AktG mitgeteilt, dass sie mit Mehrheit am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt ist.

Die Bonnfinanz GmbH gehört unmittelbar zu 100 % der Allfinanz Holding GmbH. Der BlackFin Financial Services Fund II - vertreten und verwaltet durch BlackFin Capital Partners SAS, Paris (Frankreich) - hält mittelbar eine 100 %ige Beteiligung an unserer Gesellschaft. Der Abschluss der Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, wird im Bundesanzeiger oder im Unternehmensregister veröffentlicht.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.

Vorgänge nach Geschäftsjahresschluss

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bonnfinanz nachhaltig beeinflussen würden.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Vortrag auf neue Rechnung = 4.909.823 EUR

Bilanzgewinn 2024 = 4.909.823 EUR

Berechnung Ausschüttungssperre §268 Absatz 8 HGB

2024
EUR
Passive latente Steuern 2024
EUR
Ausschüttungssperre 2024
EUR
Bewertungsunterschied §246 Absatz 2 HGB (Deckungsvermögen) 0,00 0,00 0,00
Unterschiedsbetrag Durchschnittszinssatz § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB 0,00 0,00
Summe ausschüttungsgesperrt 0,00
Dem stehen gegenüber 2024
EUR
2024
EUR
Kapitalrücklage laut Bilanz 647.263,13 EUR, davon 8.980,00 EUR gebunden 638.284,00
Gewinnrücklagen 2.653.678,11
Gewinnvortrag aus 2023 4.909.823,45
8.201.785,56
Summe ausschüttungsgesperrt 0,00
Summe ausschüttungsfähig 8.201.785,56

 

Bonn, den 28. März 2025

Die Geschäftsführung

Stefan Mertes

Sebastian Wallusch

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bonnfinanz GmbH, Bonn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bonnfinanz GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bonnfinanz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1 .Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrung und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. März 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Sack, Wirtschaftsprüfer

Sandro Trischmann, Wirtschaftsprüfer

Impressum

Bonnfinanz GmbH

Soenneckenstraße 10-12

53119 Bonn

Telefon 0228-533-0

info@bonnfinanz.de

Geschäftsführung

Stefan Mertes (Sprecher)

Sebastian Wallusch

Handelsregister

Amtsgericht Bonn HRB 26922

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

DE 811 32 6 111

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