Avnet Integrated Solutions GmbH
Same addressManufacture of electronic components n.e.c.
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Thilo Hans Balb since 12/20/2023 | Procura |
Thomas Staudinger since 9/14/2023 | Procura |
Mark Patrick Herbert Kempf since 7/25/2023 | Managing Director |
Holger Herbstritt since 12/16/2022 | Procura |
Jian Bao since 10/1/2021 | Procura |
Silvano Geißler since 2/7/2020 | Managing Director |
Darrel Scott Jackson since 7/16/2019 | Managing Director |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
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Official financial statements and annual reports
Avnet Embedded (Freiburg) GmbHEschbach (vormals: Freiburg im Breisgau)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
I. Allgemeine AngabenDie Avnet Embedded (Freiburg) GmbH hat seit 14.06.2023 ihren Sitz in Eschbach (zuvor Freiburg im Breisgau) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg (HRB Reg.Nr. 6445). Der Jahresabschluss der Avnet Embedded (Freiburg) GmbH, Eschbach, auf den 30. Juni 2023 wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß den Größenkriterien des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die erforderlichen Vermerke zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung sind vollständig in diesen Anhang aufgenommen. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Der Jahresabschluss wurde gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. 1. AktivaAnlagevermögenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre abgeschrieben. Vermögensgegenstände des abnutzbaren Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und unterliegen einer planmäßigen Abschreibung nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich linear und im Jahr der Anschaffung oder Herstellung zeitanteilig abgeschrieben. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von über EUR 250 bis EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser wird über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände bis EUR 250 werden im Jahr des Zugangs direkt im Aufwand erfasst. Übersicht über die Nutzungsdauer der Sachanlagen
Außerplanmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Geleistete Anzahlungen und angefallene Teilherstellungskosten auf noch nicht fertiggestellte Investitionen unterliegen keiner Abschreibung, soweit nicht Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen sind. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung entsprechend abgeschrieben. Vom Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Soweit Gründe für frühere außerplanmäßige Abschreibungen wegfallen, werden Zuschreibungen nach Maßgabe des § 253 Abs. 5 HGB bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen. UmlaufvermögenIn den Vorräten werden Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten zum Bilanzstichtag angesetzt. Fertige Erzeugnisse und Waren sowie unfertige Erzeugnisse werden inklusive der darin enthaltenen aktivierten Entwicklungsleistungen und Vorleistungen für langfristige Serienlieferverträge mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach § 255 Abs. 1 bzw. Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die für die Herstellung aufgewandten Einzelkosten (Material- und Fertigungskosten sowie Sonderkosten der Fertigung) einschließlich angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Bei unfertigen Erzeugnissen wird der jeweilige Fertigstellungsgrad berücksichtigt. Soweit notwendig, wurden Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Dabei werden auch die Verkaufschancen und die Marktentwicklung berücksichtigt. Für die Folgebewertung von Vorräten findet das so genannte Turn-Verfahren (Niederstwertermittlung anhand der Reichweite) Anwendung: Reichweite eines Materials in Monaten = Durchschnittsbestand der letzten zwölf Monate / Durchschnittsverbrauch der letzten zwölf Monate.
Ausgenommen von der Abwertung sind die Materialien, die in den letzten sechs Monaten zugegangen sind und deren Zugangsmenge > 1 % des Vormonatsbestandes waren. Ein manueller Abgleich gewährleistet, dass reservierte Waren und fertige Erzeugnisse nicht abgewertet werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert oder zu niedrigeren Tageswerten des Abschlussstichtages angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit und Höhe des Ausfalls gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vermindert um Zahlungen aus dem Verkauf und der Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (stilles Factoring). Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenDie Bewertung der Guthaben und flüssigen Mittel erfolgt mit dem Nennwert. RechnungsabgrenzungspostenAusgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen (insb. Miet- und Wartungskosten, Personalkosten wie Urlaubsgeld und Tarifvertragsbestandteile sowie sonstige Aufwendungen, die das kommende Geschäftsjahr betreffen), sind unter den Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt und zum Nennwert bewertet. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungFür bestimmte Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche an die Pensionäre verpfändet sind. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sind entsprechende Mittel in Rückdeckungsversicherungen, Wertpapieren, Termingeldern und Spezialfonds angelegt. Sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert; dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Versicherungen, Termingelder und Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. 2. PassivaEigenkapitalDas gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt. RückstellungenFür bestehende Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert. Der ausgewiesene Bilanzwert beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Method (PUC). Der ermittelte Betrag wird pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins abgezinst, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins). Dabei wurden folgende Annahmen getroffen:
Das Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB, die erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen auf maximal 15 Jahre zu verteilen, wurde ausgeübt. Die Pensionsverpflichtungen werden mit den an die Arbeitnehmer verpfändeten Aktivwerten der entsprechenden Rückdeckungsversicherungen und den Zeitwerten der Wertpapiere, Termingelder und Anteile an Spezialfonds verrechnet. Für den Wertansatz der Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen wurde im Fiskaljahr 2022/2023 erstmals die kongruente Bewertung gemäß IDW RH FAB 1.021 angewandt. Die Aktivwerte der mit den Pensionsverpflichtungen verrechneten Rückdeckungsversicherungen wurden unter Ausübung des Wahlrechts für das Passivprimat analog zu den Passivwerten der Pensionsrückstellungen ermittelt. Zur Berechnung wurde das Deckungskapitalverfahren (faktorbasiertes Verfahren) angewandt. In der Steuerrückstellung und den sonstigen Rückstellungen bildet die Gesellschaft für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in angemessenem Umfang individuelle Vorsorge. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Passive RechnungsabgrenzungspostenEinnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter den Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt und zum Nennwert bewertet. 3. Latente SteuernAufgrund der steuerlichen Organschaft werden etwaige latente Steuern bei der Organträgerin Avnet Embedded GmbH erfasst. 4. GewinnrealisierungDie Umsatzerlöse der Gesellschaft resultieren aus dem Verkauf von elektronischen Geräten und Systemen. Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Lediglich bei einem geringen Anteil der Umsatzerlöse ist eine Abnahme durch den Kunden vorgesehen. In diesem Fall wird der Umsatz erst mit dieser Abnahme ausgewiesen. 5. WährungsumrechnungFremdwährungsgeschäfte werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des jeweiligen Geschäftsvorfalls umgerechnet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 6. Währungs- und ZinsrisikenZur Sicherung von Fremdwährungsrisiken aus Beschaffungsvorgängen nutzt das Unternehmen Devisentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem beizulegenden Zeitwert (Marktwert) am Stichtag bewertet und unter Berücksichtigung des Realisations- sowie des Vorsichtsprinzips bilanziert. III. Erläuterungen zur Bilanz zum 30. Juni 2023AnlagevermögenBezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf das als Anlage zu diesem Anhang beigefügte Anlagengitter. Finanzanlagen: Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB (Anteilsbesitzliste):
[1] Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 [2] Ergebnis nach Ergebnisabführung Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIm Geschäftsjahr wurde wie im Vorjahr zur Verbesserung der Liquidität Factoring durchgeführt. Zum Bilanzstichtag wurden TEUR 21.175 durch den Factor bevorschusst. Das Factoring umfasst ausschließlich echtes Factoring (das Ausfallrisiko geht auf den Factor über). Pauschalwertberichtigungen wurden aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit unverändert zum Vorjahr mit 0,5 % gebildet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit TEUR 10.107 (Vj. TEUR 6.766) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 15.619 (Vj. TEUR 56) auf Forderungen aus dem Finanzverkehr sowie mit TEUR 23.786 (Vj. TEUR 18.718) auf Forderungen aus Gewinnabführung. Alle Forderungen haben wie bereits im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen den Gesellschafter belaufen sich auf TEUR 3.807 (Vj. TEUR 116). Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 2.189 (Vj. TEUR 2.529), sonstige geleistete Anzahlungen auf Umlaufvermögen TEUR 459 (Vj. TEUR 0) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 94 (Vj. TEUR 23). Alle sonstigen Forderungen haben wie bereits im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/2023 weist einen Gewinn von EUR 29.705.752,71 aus. Der Gewinn wird aufgrund Ergebnisabführungsvertrag vom 17.11.2022 in voller Höhe an die Avnet Embedded GmbH abgeführt. Ausschüttungsgesperrte BeträgeAufgrund § 253 Abs. 6 HGB n.F. besteht zum Abschlussstichtag ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 244 (Vj. TEUR 387). Dieser Betrag entspricht dem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen den Pensionsrückstellungen, bewertet mit einem 10-jährigen Durchschnittszinssatz, und den Pensionsrückstellungen nach bisheriger Bewertung mit einem 7-jährigen Pensionszinssatz. RückstellungenZum Bilanzstichtag beläuft sich die Unterdeckung der Pensionsrückstellungen nach Art. 67 Abs. 2 EGHGB auf TEUR 123 (Vj. TEUR 204). Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen TEUR 820 (Vj. TEUR 863). Der beizulegende Zeitwert bzw. Buchwert der verrechneten Vermögenswerte beläuft sich auf TEUR 820 (Vj. TEUR 863), der Erfüllungsbetrag der Schulden vor Verrechnung beträgt TEUR 983 (Vj. TEUR 931). Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung beträgt TEUR 136 und wird unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag aus der Umbewertung der Aktivwerte der verrechneten Vermögensgegenstände unter Anwendung der kongruenten Bewertung gemäß IDW RH FAB 1.021 beläuft sich auf TEUR -10 (Aufwand). Unter Berücksichtigung des Zuführungsbetrags zu den Pensionsrückstellungen von TEUR 632 (Vj. TEUR 487) wird dieser im Personalaufwand ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Bonusgutschriften, Rückstellung für noch ausstehende Rechnungen, für Gewährleistungen, Einmalzahlungen an Mitarbeiter und nicht genommenen Urlaub gebildet. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden branchenüblich durchschnittlich nach 30 bis 60 Tagen zur Zahlung fällig. Ebenfalls branchenüblich bestehen bis zur vollständigen Bezahlung Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 8.205 (Vj. TEUR 3.591) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 1.236 (Vj. TEUR 13.911) auf Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr (Cash-Pooling). Gegenüber dem Gesellschafter bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 33.020 (Vj. TEUR 2.847), davon 29.706 TEUR (Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Steuerverbindlichkeiten TEUR 1.790 (Vj. TEUR 3.040) und kreditorische Debitoren TEUR 1.786 (Vj. TEUR 75). Passive RechnungsabgrenzungspostenDie passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Umweltboni (BAFA-Prämien) für geleaste E-Autos. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023Aufgliederung der UmsatzerlöseDie erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: Nach geografisch bestimmten Märkten:
Nach Tätigkeitsbereichen:
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten im Geschäftsjahr 2021/2022 Erlöse aus der Veräußerung des Kundenstamms in Höhe von TEUR 6.300. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von TEUR 588 (Vj. TEUR 227) periodenfremde Erträge im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, sonstigen periodenfremden Erträgen und aus der Herabsetzung der Wertberichtigung aus Forderungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4.766 (Vj. TEUR 3.754). PersonalaufwandIm Personalaufwand enthalten sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 547 (Vj. TEUR 382). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in diesem Geschäftsjahr keine periodenfremden Aufwendungen (Vj. TEUR 72 aus Wertberichtigungen und Abschreibung auf Forderungen sowie sonstige Aufwendungen für Vorjahre sowie TEUR 38 aus Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten darüber hinaus Aufwendungen in Höhe von TEUR 82 (Vj. TEUR 82) nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EG-HGB. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Kursverlusten in Höhe von TEUR 4.340 (Vj. TEUR 4.172). Zinsen und ähnliche ErträgeIn den Zinsen enthalten sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 115 (Vj. TEUR 5). Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.788 (Vj. TEUR 613) enthalten Aufwendungen für Factoring in Höhe von TEUR 983 (i. Vj. TEUR 74). In den Zinsaufwendungen enthalten sind weiterhin Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 354 (Vj. TEUR 364) sowie Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen TEUR 136 (Vj. TEUR 144). Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 214 (Vj. TEUR 184 periodenfremde Aufwendungen) aus Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer jeweils aus Vorjahren. ErgebnisabführungDurch den Ergebnisabführungsvertrag vom 6. September 2019 zwischen der Avnet EMG GmbH, Poing, und der Avnet Embedded (Freiburg) GmbH, Eschbach, werden Gewinne an die Muttergesellschaft Avnet Embedded (Freiburg) GmbH abgeführt. Für das Geschäftsjahr 2022 / 2023 wurde ein Gewinn von EUR 23.790.449,62 erwirtschaftet und abgeführt. Durch den Ergebnisabführungsvertrag vom 17. November 2022 zwischen der Avnet Embedded (Freiburg) GmbH und der Avnet Embedded GmbH werden Gewinne an die Muttergesellschaft Avnet Embedded GmbH abgeführt. Für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde ein Gewinn von EUR 29.705.752,71 erwirtschaftet und abgeführt. Sonstige Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer betragen TEUR 53 und betreffen ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. V. Sonstige AngabenDerivative FinanzinstrumenteZur Sicherung von Fremdwährungsrisiken in der Bilanz nutzt die Avnet Embedded (Freiburg) GmbH Devisentermingeschäfte über die Schwestergesellschaft AVNET Europe BV. Positive wie negative Marktwerte werden der Avnet Embedded (Freiburg) GmbH über die konzerninterne Verrechnung in Rechnung gestellt. Der Betrag an positiven Hedges beträgt zum Bilanzstichtag 201TEUR, der Betrag an negativen Hedges für den eine Rückstellung gebildet wurde betägt 142 TEUR. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAm Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Leasingverträge umfassen im Wesentlichen Kfz sowie diverse Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Mietverträge umfassen im Wesentlichen die Anmietung von Büroräumen und Produktionshallen. Leasing- und Mietverträge wurden abgeschlossen, um die Kapitalbindung innerhalb des Unternehmens zu verringern. Stellung im KonzernDie Avnet Embedded (Freiburg) GmbH ist über die Avnet Embedded GmbH eine indirekte Tochtergesellschaft der AVNET Business Services GmbH, Poing. Das Stammkapital der AVNET Business Services GmbH, Poing, wird wiederum indirekt zu 100 % von der AVNET Holding Europe BVBA, Belgien, gehalten. Damit ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen der AVNET Inc., Phoenix, USA, und deren Tochterunternehmen und wird entsprechend in den Konzernabschluss der AVNET Inc., der nach US-amerikanischen Grundsätzen aufgestellt wird, einbezogen. Die AVNET Inc. erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen. Dieser Konzernabschluss ist sowohl auf der Internetseite als auch am Sitz der AVNET Inc. erhältlich. Befreiender Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach § 292 HGBDie Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der AVNET Inc., Phoenix, USA, und deren Tochterunternehmen. Die AVNET Inc. stellt einen befreienden Konzernabschluss nach US-amerikanischen Grundsätzen für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist sowohl auf der Internetseite als auch am Sitz der AVNET Inc. erhältlich. Die wesentlichen Abweichungen der im befreienden Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind:
PersonalstandDie durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer beträgt
Geschäftsführung
Die Nennung der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)Am 07.07.2023 wurde die Tenva Eschbach GmbH & Co. KG gegründet. Dabei fungiert die Avnet Embedded (Freiburg) GmbH als Komplementär und hält 89,90% der Anteile. Ziel ist es, dass die Gesellschaft Tenva Eschbach GmbH &Co. KG den im Rahmen des Projekts FrEsch23 gebauten Neubau von Lager-, Produktions- und Bürogebäuden an die Avnet Embedded (Freiburg) GmbH vermieten wird. Ansonsten liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.
Eschbach, den 29. September 2023 Silvano Geissler, Geschäftsführer Darrel Scott Jackson, Geschäftsführer Mark Kempf, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 20231. GrundlagenGeschäftszweck Die Avnet Embedded (Freiburg) GmbH (kurz: AvE) ist spezialisiert auf Systemtechnologien und komplexe Design-Ins von intelligenten Embedded-Lösungen, mit denen eine schnelle und effiziente Markteinführung von industriellen Applikationen realisiert werden kann. In der Produktpalette findet sich eine große Auswahl an System-Lösungen für nahezu jede Anforderung. Die Gesellschaft bietet als Original Design Manufacturer (ODM) eine einzigartige Kombination aus umfassender Entwicklungskompetenz und Fertigungserfahrung. An unserem neuen, auf unsere Zwecke maßgeschneiderten Produktionsstandort in Eschbach mit modernen vollautomatischen Fertigungsgeräten können Projekte in hoher Qualität und mit großer Flexibilität erfolgreich realisiert werden. 1.1 StrukturDie Avnet Embedded (Freiburg) GmbH, Eschbach, ist eine 100%ige Tochter der Avnet Embedded GmbH, Stutensee. Die Avnet Embedded GmbH ist die operativ tätige Muttergesellschaft der AvE-Gruppe, welche in den AVNET-Konzern einbezogen ist. Die AvE-Gruppe besteht operativ aus drei inländischen und zwei ausländischen Gesellschaften: Die Avnet Embedded GmbH, Stutensee sowie ihre Tochtergesellschaften Avnet Embedded (Freiburg) GmbH, Eschbach, und Avnet Embedded (Malta) Ltd., San Gwann (Malta), sind produzierende Unternehmen. Während Leiterplatten in Stutensee und alternativ in Malta bestückt werden, ist die Fertigung von komplexen Systemen sowie die Konfiguration von Servern am Standort Eschbach konzentriert. Die Enkelgesellschaft Avnet Electronics Turkey, Istanbul, sowie die Tochtergesellschaft AVNET EMG GmbH, Poing, bilden als Distributoren die Vertriebskanäle für die vier Geschäftsbereiche des Avnet Konzerns, "AVNET Silica", "AVNET Abacus", "AVNET United" und "AVNET Integrated". 1.2 GeschäftsprozesseVertrieb Sämtliche Vertriebsaktivitäten unter dem Markennamen "AVNET Embedded" werden über die EBV GmbH & Co. KG und ihre europäischen Tochtergesellschaften ausgeführt. Die Vertriebsaktivitäten unter dem Markennamen "AVNET Integrated" werden über die Avnet Europe BV, Belgien und ihre europäischen Tochtergesellschaften ausgeführt. Unterstützt werden diese Vertriebsaktivitäten durch Program Management und Marketing im eigenen Haus. Zum 30. Juni 2023 haben wir 24 Mitarbeiter in diesem Bereich beschäftigt. Unsere wesentlichen Absatzmärkte liegen in Deutschland, Großbritannien und Österreich sowie in Italien und Osteuropa. Entwicklung und Produktion Unsere Kernkompetenz sind kundenspezifische Entwicklungen und die Produktion von elektronischen Baugruppen und (Sub-) Systemen. Hier beschäftigen wir 174 Mitarbeiter. Im vergangenen Geschäftsjahr lagen die Schwerpunkte auf Kapazitätserweiterungen in den Werken, wobei der Bau der neuen Systemfertigung in Eschbach im Mittelpunkt stand. So konnte Bauabschluss, Inbetriebnahme und Umzug aus dem alten Gebäude in der geplanten Zeit und reibungslos umgesetzt, und der bisherige Standort geschlossen werden. Das nach neuesten energetischen Gesichtspunkten konzipierte Werk ist Teil des Wachstumsplans. Auch im Bereich der Embedded Boards der Muttergesellschaft als einer unserer größten Lieferanten wurden Kapazitätserweiterung und Optimierungen umgesetzt, die dem erweiterten Kapazitätsbedarf Rechnung tragen und die bereits zu einer deutlichen Steigerung des Outputs in den Werken geführt haben. Die Abarbeitung kapazitätsbedingter Backlogs nahm dabei einen nicht unerheblichen Teil der Anstrengungen ein, wobei flexible Reaktionen auf Bedarfsänderungen unserer Kunden im Vordergrund standen. Im Entwicklungsbereich der Avnet Embedded Gruppe wurden wichtige Projekte sowohl im Kunden- als auch im Standardmodulbereich fertiggestellt und neu im Zulauf befindliche Projekte eingesteuert. Im Produktbereich der Computermodule wurde ein neuer Technologiestandard eingeführt, um durch Miniaturisierung, Verarbeitbarkeit und Performance neue Kunden bzw. Märkte zu erschließen. Abschließend lässt sich bemerken, dass auch im zurückliegenden Jahr die Geschäftserwartungen deutlich erfüllt, werden konnten. Einkauf und Beschaffung Die Produkte werden als fertige oder unfertige elektronische Komponenten von namhaften Herstellern weltweit bezogen und innerhalb der AvE-Gruppe verarbeitet (z. B. zu Board Level- oder Endprodukten). Eine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten besteht nicht, die Lieferantenbeziehungen existieren teilweise bereits seit Jahrzehnten. 1.3 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenLaut Statistischem Bundesamt verzeichnete Deutschland im 2. Halbjahr 2022 einen robusten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP), angetrieben durch eine Erholung der Wirtschaft nach der Pandemie. Die positiven Entwicklungen wurden jedoch durch Engpässe in der Lieferkette und steigende Rohstoffpreise gedämpft. Im 1. Halbjahr 2023 setzte sich das Wirtschaftswachstum fort, aber in einem moderateren Tempo, da die Herausforderungen der globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten und strukturellen Anpassungen anhielten. Trotzdem zeigte sich die deutsche Wirtschaft insgesamt auf einem positiven Kurs der Erholung, die erwartete Rezession ist nicht eingetreten. Die Umsätze der deutschen Bauelemente-Distribution verzeichneten im Sommerquartal 2022 ein starkes Wachstum von 44%, doch bei den Auftragseingängen begann sich bereits eine Normalisierung bzw. ein Abwärtstrend abzuzeichnen. Im vierten Quartal 2022 fielen bei weiterhin hohen Umsätzen die Auftragseingänge schwächer aus. Im ersten Quartal 2023 verlangsamen sich die Auftragseingänge weiter bei einem weiteren Rekordumsatz von 23,2% gegenüber dem Vorjahresquartal, was zu einer Book-to-Bill-Rate von 0,73 führte. Es wird erwartet, dass sich diese Normalisierung in den nächsten Quartalen auf den Umsatz auswirken wird. 1.4 Einbindung in den Avnet-KonzernDie AvE ist 100%ige Tochter der globalen Avnet-Gruppe, einem der weltgrößten Distributoren für den Vertrieb elektronischer Komponenten, Unternehmensnetzwerken und Computerprodukten sowie von Embedded Systemen, dessen Kultur auf innovativen Ideen und neuen Technologien basiert. Mit über 15.000 Mitarbeitern in 140 Ländern in Nordamerika, Europa und Asien (Field Application Engineers (FAEs), Vertriebs-, Lieferketten-, Fertigungs-, Design- und Serviceteams) verfügt die Avnet-Gruppe über fundiertes Fachwissen und die Fähigkeit, auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen und sie zu verstehen. Die zunehmend globale Vernetzung im Konzern ermöglicht auch der AvE, sich global breiter aufzustellen und von Synergie-Effekten zu profitieren. 2. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageFür die Avnet Embedded (Freiburg) GmbH sind Umsatz, Rohertragsquote und Betriebsergebnis die wesentlichen Steuerungsgrößen. Der Rohertrag ergibt sich aus der Differenz zwischen Umsatz, plus/minus Bestandsveränderung abzüglich Materialeinsatz. Das Betriebsergebnis ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Einmaleffekten. Im Vergleich zur Vorjahresprognose haben wir das Umsatzziel überschritten, das gesetzte Ziel für die Rohertragsquote erreicht, jedoch das geplante Betriebsergebnis nicht erreicht. 2.1 Darstellung der ErtragslageIm laufenden Geschäftsjahr wurde ein Betriebsergebnis (EBIT) von 7,4 Mio. € (Vorjahr 7,7 Mio. €) erzielt, wobei das EBIT des Vorjahres durch einen außerordentlichen Ertrag von 6,3 Mio. € beeinflusst war.
2.1.1 UmsatzIm laufenden Geschäftsjahr konnte ein Umsatz von 189,3 Mio. € (Vorjahr 142,4 Mio. €) erwirtschaftet werden, was einer Steigerung von 33,0 % gegenüber dem Vorjahr und somit der Entwicklung des Gesamtmarktes entspricht und sowohl aus Volumenanstieg als auch aus der Weitergabe gestiegener Rohstoffpreise an die Kunden resultiert. 2.1.2 Materialaufwand / RohertragDer Materialeinsatz ist mit 75,9 % unverändert gegenüber dem Vorjahreswert. Die gestiegenen Kosten konnten an den Kunden weitergegeben werden. 2.1.3 Sonstige betriebliche ErträgeDer Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 4,9 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Erlös aus der Veräußerung des Kundenstamms von 6,3 Mio. € im Vorjahr zurückzuführen. Darüber hinaus lagen die Erträge aus Währungsumrechnung rund 1,0 Mio. € über Vorjahresniveau. Den Erträgen aus Währungsumrechnung stehen entsprechende Aufwendungen gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind. 2.1.4 PersonalkostenDie durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist von 221 auf 236 angestiegen. Die Personalkosten verzeichnen einen Anstieg um 1,5 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr, was durch den Personalaufbau und tarifliche Gehaltssteigerungen sowie durch die höhere Auszahlung variabler Gehälter aufgrund der guten Auftragslage begründet ist. 2.1.5 AbschreibungenDie Abschreibungen belaufen sich auf 0,6 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Abschreibungen auf Maschinen und technische Anlagen, Geschäftsausstattung und Anlagevermögen im Bereich IT. Erhöhte Abschreibungen aus Erweiterungsinvestitionen am neuen Standort in Eschbach werden sich erst im kommenden Fiskaljahr zur vollen Höhe zeigen. 2.1.6 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 25,0 Mio. € (Vorjahr 22,1 Mio. €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Umzugskosten zum neuen Standort (1,0 Mio: €), eine Erhöhung der Frachtkosten im Einklang mit der Umsatzsteigerung sowie allgemeine Kostensteigerungen in vielen Bereichen zurückzuführen. Die Aufwendungen aus Währungsdifferenzen sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht angestiegen. Diesen stehen jedoch entsprechende Erträge aus Währungsdifferenzen in den sonstigen betrieblichen Erträgen gegenüber. 2.1.7 Betriebsergebnis (EBIT)Das Betriebsergebnis beläuft sich auf 7,4 Mio. € (i. Vj. 7,7 Mio. €). Bereinigt um den einmaligen sonstigen betrieblichen Ertrag im Vorjahr aus dem Verkauf des Kundenstamms ist das E-BIT von 1,4 Mio. € auf 7,4 Mio. € angestiegen. Wesentliche Treiber hierfür waren der starke Anstieg der Umsatzerlöse bei unterproportionaler Erhöhung der Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. 2.1.8 Ergebnis nach Steuern und JahresüberschussBegründet durch Zinsen und Steuern beläuft sich das Ergebnis nach Steuern auf 5,9 Mio. €. Der Anstieg der Zinsaufwendungen resultiert aus erhöhtem Finanzierungsaufwand durch Factoring. Aufgrund der Ergebnisabführungen innerhalb des Organkreises beläuft sich der Jahresüberschuss auf 0 Mio. €. 2.2 Darstellung der Vermögenslage
Die Aktiva sind im Wesentlichen durch die kurzfristigen Forderungen, das Vorratsvermögen und das Anlagevermögen bestimmt. Die Veränderungen im Anlagevermögen sind in Höhe von 2,3 Mio. € bedingt durch Ersatzinvestitionen sowie Erweiterungsinvestitionen am neuen Standort. Wesentliche Investitionen am neuen Standort waren die Ausstattung und Erweiterung des Lager- und Logistikbereichs (Regale, Stapler- und Hubfahrzeuge, Scanner) sowie das Zutrittskontrollsystem und die Kantine. Zum Jahresabschluss lag das Vorratsvermögen um 5,1% unter dem Vorjahresniveau. Es setzt sich aus Rohmaterialien sowie Halb- und Fertigerzeugnissen zusammen. Im Verhältnis zum Umsatzvolumen ist der Bestand damit deutlich gesunken, da sich die Lage am Beschaffungsmarkt deutlich entspannt hat und die Notwendigkeit höhere Losgrößen zu bevorraten nicht mehr in demselben Umfang wie noch im letzten Jahr besteht. Die kurzfristigen Forderungen in Höhe von 59,6 Mio. € (Vorjahr 39,4 Mio. €) setzen sich zu 12 % aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und zu 83 % aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie zu 5 % aus sonstigen Vermögensgegenständen zusammen. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund Ergebnisabführung begründet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind bedingt durch die Erhöhung des Factoringvolumens im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Passiva enthalten Eigenkapital von 100,4 Mio. €, das aufgrund der Ergebnisabführung zum Vorjahr unverändert geblieben ist. Andere wesentliche Posten sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten/Rückstellungen von 56,9 Mio. € (Vorjahr 38,0 Mio. €). Hauptbestandteile sind hier Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, wobei die Veränderung getrieben ist durch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Erhöhung um 21,6 Mio. € in dieser Position resultiert im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung. Dieser steht eine Reduktion der Cash-Pooling-Verbindlichkeiten gegenüber. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt zurückgegangen. Demgegenüber stehen erhöhte Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Bonusgutschriften. Die Gesellschaft ist im Wesentlichen finanziert über die Gesellschaft Avnet Europe BV, Belgien, mit einem Nettoguthaben aus Cash-Pooling von 14,4 Mio. € (Vorjahr Nettoverschuldung 16 Mio. €). In diese Gesellschaft integriert ist die Division Avnet Financial Services, Diegem/Belgien, die in der Avnet-Gruppe Treasury und Cash-Pooling der angebundenen Konzerngesellschaften zentral betreut und koordiniert. Es bestehen keine externen Bankverbindlichkeiten. 2.3 Darstellung der FinanzlageDie Avnet Embedded (Freiburg) GmbH hat im Geschäftsjahr einen operativen Cash-Flow von 14,5 Mio. € (Vorjahr 4,1 Mio. €) verbucht. Wesentlicher Treiber des operativen Cash-Flows sind das Jahresergebnis sowie die relativ zum Umsatz reduzierten Vorratsbestände. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von 15,7Mio. € ist im Wesentlichen durch Zuflüsse aus Ergebnisabführung sowie Abflüsse in Investitionen am neuen Standort in Eschbach begründet. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf minus 30,4 Mio. € (Vorjahr minus 13,4 Mio. € bereinigt um Auszahlungen an Gesellschafter (50 Mio. €)) und resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen in das Cash-Pooling der Avnet-Gruppe. Durch die Integration der Avnet Embedded (Freiburg) GmbH in das Cash-Pooling der Avnet-Gruppe war die Liquidität im abgelaufenen Geschäftsjahr gesichert. Die formal kurzfristigen Cash-Pool-Verbindlichkeiten werden uns auch zukünftig nachhaltig zur Verfügung stehen, sodass diese nicht als Teil des Finanzmittelbestandes anzusehen sind. Insgesamt beurteilen wir die wirtschaftliche Lage als gut, insbesondere im Hinblick auf unsere wesentlichen Steuerungsgrößen Umsatz, Rohertrag und Betriebsergebnis. Insbesondere durch die weiterhin große Nachfrage nach unseren Produkten, welche sich in einer anhaltend positiven Entwicklung im Auftragseingang widerspiegelt, blicken wir positiv in die Zukunft. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1. PrognoseberichtIm Geschäftsjahr 2023/2024 werden wir den Schwerpunkt auf die strukturelle Optimierung und die Weiterentwicklung unserer Geschäftsbereiche legen, um ein nachhaltig profitables Wachstum sicherzustellen. Darüber hinaus sind dedizierte Maßnahmen zur weiteren Optimierung des Working Capitals geplant, um die Cash-Flow Situation nachhaltig zu stabilisieren bzw. zu verbessern. Das turbulente makroökonomische und geopolitische Umfeld wird auch im neuen Geschäftsjahr einen entscheidenden Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben. Volatile Preisentwicklungen für Material, Energie und Transport erschweren eine verlässliche Gesamtjahresprogose für Umsatz und Ergebnis. Die anhaltend hohen Inflationsraten sowie die deutlich gestiegenen Kapitalkosten aufgrund des signifikant gestiegenen Zinsniveaus werden weiterhin Einfluss auf unsere Liquiditäts- und Profitabilitätssituation haben. Die Zukunft des Marktes für elektronische Bauelemente sieht allen Schwankungen zum Trotz weiterhin sehr positiv aus. Die digitale Transformation in allen Lebens- und Geschäftsbereichen, der weltweite Vormarsch der Elektromobilität sowie die grüne Energiewende sind nur einige der Megatrends, die auch in der Zukunft eine hohe Marktnachfrage nach intelligenten Embedded-Lösungen sicherstellen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir aufgrund des anhaltend hohen Nachfrageniveaus einen weiteren Anstieg des Gesamtabsatzes im prozentual zweistelligen Bereich. Wir rechnen unter Berücksichtigung der oben dargestellten Einflüsse für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Umsatz in einer Bandbreite von 197 Mio. € bis 217 Mio. €, der zu einem positiven Betriebsergebnis in einer Bandbereite von 11 Mio. € bis 13 Mio. € führt. Unsere Rohertragsquote erwarten wir in einer Bandbreite zwischen 24% und 27%. 3.2 ChancenberichtTrotz der aktuell schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage sehen wir insgesamt nachhaltige Wachstumschancen im Embedded Markt. Unsere innovativen Technologien sind zentrale Bausteine zur Realisierung von Industrie 4.0, der Digitalisierung, des Umbaus der Mobilität und der Energieinfrastruktur. Durch die Anpassung an die Anforderungen des Kunden gibt es in allen Branchen Einsatzgebiete von AvE-Produkten. Durch die Fokussierung und die Spezialisierung auf die Entwicklung und Produktion von Embedded Boards und Systemen werden die individuell auf den Kunden zugeschnittenen Embedded Systems optimal geplant und umgesetzt. Dabei profitieren die Kunden von einem Zugang zum gesamten Avnet-Ökosystem und minimieren gleichzeitig die Anzahl der Handelspartner. Durch unser gut etabliertes, weltweit agierendes Distributionsnetzwerk unterstützen wir unsere Kunden bestmöglich bei der Planung und Entwicklung der Produkte und der Umsetzung der Kundenwünsche. Der Umzug an den neuen Standort im Gewerbepark Eschbach bei Freiburg im Breisgau ermöglicht es zukünftig die Produktionskapazitäten zu erweitern und somit auf die steigende Nachfrage zu reagieren. Im Zentrum unseres Handelns steht der Kunde. Daher werden wir auch in der Zukunft unsere Teams in den Bereichen Forschung und Entwicklung, technische Spezialisten und Projektmanagement ausbauen, um unseren Kunden durch umfassende Beratungskompetenz und Full-Service-Angebot einen Vorsprung im Markt zu sichern. 3.3 Risiken und RisikomanagementUnternehmerische Aktivitäten sind immer auch mit Risiken verbunden. Diese Risiken frühzeitig zu erkennen, zu kontrollieren und damit zu begrenzen, ist die dauerhafte Aufgabe der Geschäftsführung sowie aller im Unternehmen tätigen Mitarbeiter. Aufgrund der Einbindung in einen international tätigen Konzern mit einem breit angelegten konzernweiten Risikomanagementsystem ist die AvE-Gruppe verminderten Risiken ausgesetzt. Besonders hervorzuheben sind hier die Steuerung von Geldflüssen und Währungsabsicherung durch ein global agierendes Treasury-Team, die Überwachung und Steuerung von Steuern und Abgaben durch eine globale konzerninterne Steuerabteilung, die Überwachung und Steuerung des Vertragsmanagements durch eine globale konzerninterne Rechtsabteilung sowie der regelmäßige Review der Geschäftsprozesse und ihrer Risiken durch eine global agierende Innenrevision. Durch die enge Vernetzung von Kontroll- und Managementsystemen wird ein gesamtheitliches, vorausschauendes Risikomanagementsystem sichergestellt. Das Risikomanagement des Unternehmens beruht auf der Analyse der monatlichen Plan-Ist-Abweichungen sowie der Auswertung von Forecast-Berichten der verschiedenen Fachbereiche. Im Rahmen der Berichterstattung, des monatlichen Reportings zum Auftragseingang und dessen Profitabilität werden zeitnah bei Bedarf erforderliche Anpassungsmaßnahmen durchgeführt. Die Unternehmen der AvE-Gruppe haben Risikomanagementsysteme etabliert, um proaktiv und prospektiv schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können. Kernelement hierbei ist das Line-Management-Cockpit (LMC). Das LMC liefert zeitnah u. a. Kennzahlen zu Umsatz je Produktgruppe, Hersteller und Disponent sowie Rohertragsquoten, Book-to-Bill Ratio (Quote Auftragseingang im Vergleich zum Umsatz), Turn (Umschlagshäufigkeit) ebenfalls auch auf Produktgruppen-, Hersteller- und Disponenten-Ebene. Daneben verfügt die AvE-Gruppe über ein ausführliches Reporting sowie ein umfangreiches Controllingsystem (Vertriebscontrolling, Werkscontrolling, Working-Capital- Controlling, Investitionscontrolling, R&D Controlling, Kostenmanagementsystem). Ein Nachfragerückgang, ggf. auch verbunden mit technologischen Risiken durch Fehleinschätzungen von Märkten und Trends, stellt für uns ein Risiko dar. Durch die Diversifikation der Kunden und langfristige Kundenbindung können wir die negativen Auswirkungen eines Nachfragerückgangs zwar nicht vollständig verhindern, aber doch abschwächen. Diese Risikostreuung trifft auch auf das Risiko des vollständigen oder teilweisen Ausfalls von Kundenforderungen (Adressausfallrisiko) zu. Durch erhöhte Sensibilität und intensiven Kundenkontakt versuchen wir, Adressausfallrisiken rechtzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen ergreifen zu können. Bilanzielle Risiken, soweit sie bei der Abschlusserstellung erkennbar waren, wurden durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt. Elementar-, Schadens- und Haftungsrisiken, Risiken durch Produkthaftung sowie sonstige Risiken sind durch entsprechenden Versicherungsschutz abgesichert. Das Kundenausfallrisiko wird durch die Warenkreditversicherung im Wesentlichen abgedeckt, wobei wir hier unsere Kreditlimits auf die Nachfragevolumina regelmäßig anpassen. Werthaltigkeitsrisiken bei Beteiligungen können durch ein entsprechendes Beteiligungscontrolling frühzeitig erkannt werden. Die Beschaffungsseite und Absatzseite weisen Geschäfte in fremden Währungen auf, die auch durch Nutzung von Netting-Effekten und Preisgleitklauseln gesichert werden. Der Großteil der Fremdwährungsgeschäfte betrifft Fremdwährungsgeschäfte in USD und zu einem geringen Umfang GB-Pounds und Japanische Yen. Ungleichgewichte im Währungsportfolio werden über das Treasury-Management des Konzerns mittels Devisentermingeschäften abgesichert. Zudem ist es, u. a. bedingt durch die demographische Entwicklung und den derzeit arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsmarkt, sehr schwierig, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Hier tritt die AvE verstärkt als attraktiver Arbeitgeber in Erscheinung und hat ein breit gefächertes Ausbildungsprogramm etabliert. Insgesamt werden alle oben in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellten Risiken als beherrschbar und nicht bestandsgefährdend eingeschätzt.
Eschbach, den 29. September 2023 Silvano Geissler, Geschäftsführer Darrel Scott Jackson, Geschäftsführer Mark Kempf, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Avnet Embedded (Freiburg) GmbH, Eschbach PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Avnet Embedded (Freiburg) GmbH, Eschbach, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Avnet Embedded (Freiburg) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 22. Dezember 2023 KPMG
AG
Leistner, Wirtschaftsprüfer Kirch, Wirtschaftsprüfer |
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