Thule GmbH
Same addressManufacture of sports goods
Basic information of the organization
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Per Lennart Mauritzson since 11/6/2012 | Managing Director |
Alexander Emmerling since 10/27/2010 | Procura |
Official financial statements and annual reports
Thule GmbHNeumarkt / OberpfalzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014der Thule GmbH, Neumarkt i. d. Oberpfalz1 Allgemeine AngabenDer vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches gem. §§ 242 ff. und 264 ff. sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird seit dem 1. Januar 2010 nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. 2 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. In den immateriellen Vermögensgegenständen ist ein in 2006 erworbener und zum Barwert bewerteter Kundenstamm enthalten. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten über eine angenommene Nutzungsdauer von 5 Jahren. Der Berechnung des Barwertes liegen geplante Umsätze für eine Zeit von 5 Jahren und ein Zinssatz von 10 % zugrunde. Der Kundenstamm ist zum 31. Dezember 2014 bis zu einem Erinnerungswert von EUR 1,00 abgeschrieben. Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen entgeltlich erworbene Software, die über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben wird. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 5 und 30 Jahren. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Technische Anlagen und Maschinen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der tatsächlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 2 und 8 Jahren. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Seit 2012 werden auch Formen, welche bisher über einen Festwert gebildet wurden, über diese Bilanzposition bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 2 und 13 Jahren. Die Zugänge wurden linear abgeschrieben. Für Werkzeuge wurde ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Dieser wird unter der Position "Werkzeuge" gemäß § 265 Abs. 5 HGB ausgewiesen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellkosten bis zu einem Wert von EUR 150,00 wurden ab 2008 im Zugangsjahr sofort als Aufwand gebucht. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 150,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00 betrugen, wurde in 2008 und 2009 ein Sammelposten gebildet. Dieser Posten wurde gewinnmindernd über 5 Jahre zum 31. Dezember 2013 komplett aufgelöst, unabhängig vom Ausscheiden der einzelnen Wirtschaftsgüter. Seit dem 1. Januar 2010 werden im Zugangsjahr Zugänge der geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellkosten bis zu einem Wert von EUR 410,00 wieder sofort als Aufwand gebucht und ihr Abgang im Folgejahr unterstellt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Wertverluste, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Herstellungskosten der Unfertigen und Fertigen Erzeugnisse umfassen gem. § 255 Abs. 2 HGB die Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und die Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Handelswaren sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bewertet. Soweit erforderlich werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge aufgrund niedrigerer erzielbarer Verkaufserlöse vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen sind mit Konzernverrechnungskursen (entsprechend den Devisenkassamittelkursen) umgerechnet. Die Kassen- und Bankbestände sind mit dem Nennwert angesetzt. Einige Konten nehmen an einem Cash-Pool teil, wonach ein täglicher Kontoausgleich mit der Konzernholding erfolgt. Daraus resultieren Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen, die zum Nennwert in der Bilanz angesetzt werden. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert angesetzt und planmäßig über die Laufzeit der zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle aufgelöst. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Konzernverrechnungskurs (entsprechend dem Devisenkassamittelkurs) am Bilanzstichtag umgerechnet. 3 Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Unter den Finanzanlagen wird die 1 %ige Beteiligung an der Thule Brasil Comércio de Acess. Automotivos Ltda, São Paulo, Brasilien, ausgewiesen:
Die Vorräte stellten sich zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die Forderungen an Kunden aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zu vereinbarten Zahlungszielen in Höhe von TEUR 4.011 (i. Vj. TEUR 4.150) ausgewiesen. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 622 (i. Vj. TEUR 250). Aus dem mit der Konzerngesellschaft Thule Holding AB, Schweden, in 2011 abgeschlossenen Cash-Pool Agreement ergibt sich eine Finanzforderung gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.818 (i. Vj. TEUR 4.806). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 17 (i. Vj. TEUR 12), Reisekostenvorschüsse an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 13) sowie Kostenabgrenzungen zur Weiterbelastung i. H. v. TEUR 211 (i. Vj. TEUR 282). Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 51.129,19 (=DM 100.000,00). Der Umfang der sonstigen Rückstellungen wird unter Beachtung kaufmännischer Grundsätze ermittelt. Die Bildung erfolgt in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Kundenansprüche auf Bonuszahlungen aus dem Einkaufs- und Vertriebsbereich i. H. v. TEUR 1.458 (i. Vj. TEUR 1.395). Weitere sonstige Rückstellungen wurden für variable Gehaltsbestandteile (TEUR 217, i. Vj. TEUR 222), Urlaubsansprüche (TEUR 298, i. Vj. TEUR 287), Gleitzeitguthaben (TEUR 90, i. Vj. TEUR 94), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 313, i. Vj. TEUR 264) und für Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 58, i. Vj. TEUR 90) gebildet. Fremdwährungspositionen werden in der Bilanz zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet. Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 5.558, i. Vj. TEUR 5.357) beinhalten den aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft Thule Deutschland Holding GmbH abzuführenden Jahresüberschuss (TEUR 4.875, i. Vj. TEUR 4.280), Verbindlichkeiten aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 629, i. Vj. TEUR 939) und die von der Muttergesellschaft als Organträgerin abzuführende Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 54 (i. Vj. TEUR 138). Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 184 (i. Vj. TEUR 242) im Wesentlichen kreditorische Debitoren i. H. v. TEUR 31 (i. Vj. TEUR 85) und Verbindlichkeiten aus der Abführung der Lohnsteuer i. H. v. TEUR 92 (i. Vj. TEUR 88). 4 Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse betrugen in 2014 TEUR 84.024. Sie gliedern sich wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen i. H. v. TEUR 438 (i. Vj. TEUR 582), Frachterlöse i. H. v. TEUR 411 (i. Vj. TEUR 185) Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen i. H. v. TEUR 130 (i. Vj. TEUR 123), Erträge aus Währungsumrechnungen i. H. v. TEUR 57 (i. Vj. TEUR 225) sowie periodenfremde Erträge (Erlöse aus Anlageverkäufen und Erstattung von Energiekosten) i. H. v. TEUR 60 (i. Vj. TEUR 26) enthalten. Ebenfalls sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen anteilige von der Konzerngesellschaft Thule Sweden AB übernommene Kosten in Höhe von TEUR 98 (i. Vj. TEUR 22) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen i. H. v. TEUR 115 (i. Vj. TEUR 157). Die sonstigen periodenfremden Aufwendungen (Tantiemen, Boni, Beiträge und Mieten aus Vorjahren) belaufen sich auf TEUR 148 (i. Vj. TEUR 77) und die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen auf TEUR 70 (i. Vj. TEUR 207). Bei einem Ausweis nach dem Gesamtkostenverfahren stellt sich der Materialaufwand wie folgt dar:
Bei einem Ausweis nach dem Gesamtkostenverfahren stellt sich der Personalaufwand wie folgt dar:
Verwendung des JahresergebnissesDer Jahresüberschuss 2014 wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Thule Deutschland Holding GmbH, Neumarkt, abgeführt. 5 Sonstige AngabenHaftungsverhältnisseVerbindlichkeiten aus eigenen Bürgschaften und Garantien bestehen nicht. Jedoch sind die Anteile an der Thule GmbH als Sicherheit im Rahmen der Konzernfinanzierung an die Nordea Bank AG verpfändet. Die Gesellschaft schätzt das Risiko einer Inanspruchnahme aufgrund der stabilen finanziellen Lage basierend auf der Planung der Thule-Gruppe als äußerst gering ein. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Leasingverträge haben eine Laufzeit bis zu 72 Monaten, die Mietverträge eine Laufzeit bis 31.03.2015. Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken. MitarbeiterWährend des Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt:
GeschäftsführungGeschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Per Lennart Mauritzson, Ängelholm/Schweden Auf die Offenlegung der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben zum KonzernabschlussDie Thule GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Thule Deutschland Holding GmbH, Neumarkt/Oberpfalz. Über diese Gesellschaft wird die Thule GmbH in den Konzernabschluss der Thule Investment AB Malmö, Schweden, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich.
Neumarkt i.d. Oberpfalz, den 26. März 2015 Der Geschäftsführer Per Lennart Mauritzson Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014der Thule GmbH, Neumarkt i. d. Oberpfalz1 Allgemeine Situation und Grundlagen der GesellschaftDie Gesellschaft befasste sich im Geschäftsjahr 2014 mit der Herstellung und dem Vertrieb von Autodachboxen, Autodach- und Heckträgern - zusammengefasst als "Sport & Cargo" (SAC) bezeichnet - und Schneeketten, sowie mit Montage- und Serviceleistungen. Seit September 2011 erfolgt zudem der Vertrieb des Child Transport Systems (Active With Kids - AWK), früher die Marke Chariot. Der kanadische Hersteller von Kinder-Anhängern wurde 2011 von der Thule Gruppe übernommen. Der Zentraleuropäische Vertrieb wurde, mit Ausnahme von Deutschland, der Thule GmbH übertragen. Seit 2013 wurde auch der Vertrieb in Deutschland übernommen. Der Thule Group Konzern ist seit 26. November 2014 an der Börse in Stockholm notiert. Die Thule GmbH erwirtschaftet ihre Erlöse hauptsächlich im Geschäftsbereich Sport & Cargo, zu dem auch die Bereiche AWK und Bags zählen. Daneben werden Erlöse in kleinerem Umfang durch den Vertrieb von Schneeketten erzielt. Die Thule GmbH in Neumarkt ist zentraler Hersteller von Dachboxen für alle Märkte mit Ausnahme von Nord-, Südamerika und Großbritannien. Als Gesellschaft mit eigener Vertriebsabteilung vertritt die Thule GmbH die Thule Gruppe nach außen hin in Zentraleuropa (d.h. in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Tschechien) und ist zugleich konzerninterner Lieferant für die Schwestergesellschaften. Die Belieferung der Kunden erfolgt direkt ab Werk oder über das Zentrallager der Thule Gruppe in Duisburg. In Prag nutzt die Thule GmbH eine Vertriebsgesellschaft (Thule s.r.o.), welche den tschechischen Markt bedient. Angebotserstellung und Rechnungsstellung erfolgen von der Thule GmbH in Deutschland. Zum Oktober 2014 wurde zudem in Tschechien ein Schneeketten- Konsignationslager eröffnet, aus welchem der tschechische Markt beliefert wird. Die Gesellschaft nutzt zur internen Steuerung die folgenden finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren:
Die Entwicklung der Umsatzerlöse in 2014 im Bereich SAC entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr wieder positiv. Die Umstrukturierung der Vertriebsstruktur in 2013 wirkte sich auch im Jahr 2014 positiv aus. Damit ergeben sich höhere Umsätze und auch höhere Margen. Der Umsatz lag mit TEUR 2.417 unter den Planzahlen, aber mit 10 % über dem Umsatz im Vorjahr. Das operative Ergebnis lag knapp unter dem Vorjahreswert. Die Umsatzentwicklung im Bereich der Dachboxen verlief positiv und der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Wie in 2014 gehen wir auch im Jahr 2015 von einer weltweiten Stagnation im Dachboxenbereich aus. Die Anzahl der in 2014 produzierten Dachboxen war höher als im Jahr 2013. Im Bereich Active With Kids konnte aufgrund einer zweiten Forward Integration (Änderung der Vertriebsstruktur und Übernahme des gesamten Marktes) ein sehr starker Zuwachs erzielt werden. Die Umsatzentwicklung im Bereich Schneeketten blieb aufgrund einer witterungsbedingten Marktabschwächung zu Beginn des Geschäftsjahres wiederum deutlich unter dem Budget und hinter den Vorjahreszahlen (inkl. Professionelle Schneeketten). In allen vier Märkten Zentraleuropas ist Thule der Markführer im Bereich Sport & Cargo und zwar in allen Segmenten (Racks, Cargo, AKW und Bike). Die Sortimentsbreite und die außerordentlich gute Qualität, dazu eine hohe Innovationsfähigkeit und Verfügbarkeit haben bewirkt, dass Thule beim Endverbraucher ein hohes Ansehen genießt. Die Nachfrage wird generell auch nicht durch konjunkturelle Schwächen gedrosselt. Wichtiger für unser Geschäft ist ein aktives Freizeitverhalten (Ski, Bike, Wassersport, etc.), das - ungeachtet der wirtschaftlichen Entwicklung - deutlich positive Trends zeigt. Auf der Wettbewerbsseite gibt es keine nennenswerten, insbesondere für Thule nachteiligen Veränderungen. 2 Wirtschaftsbericht2.1 ErtragslageDie Ertragslage stellt sich zusammenfassend wie folgt dar:
Der in 2014 erzielte Umsatz von TEUR 84.024 lag deutlich über dem Vorjahr (TEUR 76.646). In den Produktbereichen gab es folgende Entwicklungen (Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen):
Die externen Beschaffungskosten lagen in 2014 über dem Vorjahr. Dies ist vor allem auf die Preiserhöhungen bei Rohwaren (Kunststoff) und auf eine höhere Anzahl produzierter Dachboxen zurückzuführen. Die internen Beschaffungskosten für den Warenbezug (fertige Erzeugnisse: Dachträger, Fahrradträger) innerhalb der Thule-Gruppe sind ebenfalls gestiegen, da die Transferpreise innerhalb der Thule-Gruppe aufgrund allgemeiner Kostensteigerungen erhöht wurden. Die einzelnen Bereiche zeigten dabei im Geschäftsjahr 2014 folgende Entwicklung:VertriebskostenBei den Vertriebskosten sind als wesentliche Positionen die Ausgangsfrachten (TEUR 2.313, Vj. TEUR 1.816) zu nennen. Die Steigerung ist auf die erhöhte Absatzmenge und gestiegene Preise der Spediteure zurückzuführen. Auch mit der Intensivierung des Vertriebskonzepts (Forward Integration) erhöhten sich vor allem die unter den Vertriebskosten gebuchten Werbekosten. Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen i. H. v. TEUR 438 (i. Vj. TEUR 582), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen i. H. v. TEUR 130 (i. Vj. TEUR 123), Erträge aus Währungsumrechnungen i. H. v. TEUR 57 (i. Vj. TEUR 225) sowie periodenfremde Erträge i. H. v. TEUR 60 (i. Vj. TEUR 26) enthalten. Ebenfalls sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen anteilige von der Konzerngesellschaft Thule Sweden AB übernommene Kosten in Höhe von TEUR 98 (i. Vj. TEUR 22), sowie Frachterlöse in Höhe von TEUR 411, die zum Teil anteilig i. H. von TEUR 231 (Vj. TEUR 185) an die Thule Sweden AB weiterverrechnet wurden, enthalten. Sonstige betriebliche AufwendungenDer Rückgang beruht im Wesentlichen auf den Rückgang konzerninterner Verrechnungen in Höhe von TEUR 839 sowie des um TEUR 163 geringerem Werkzeugkostenaufwandes und der niedrigeren Zuführung zur Einstellung auf PWB/EWB um TEUR 43. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen im Geschäftsjahr 2014 bei TEUR 376 (i. Vj. TEUR 419). Die Hauptprojekte waren die Touring Linie mit dem neuen FastClick Befestigungssystem und die Einführung einer neuen Boxenlinie mit drei Boxengrößen und neuartigen Seitenverkleidungen im Bereich OES. GesamtDer auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags an die Muttergesellschaft Thule Deutschland Holding GmbH abzuführende Jahresüberschuss von TEUR 4.875 liegt um TEUR 595 über dem Vorjahresergebnis von TEUR 4.280. Der Anstieg resultiert aus höheren Umsatzerlösen. Insgesamt sind wir 2014 mit der Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr zufrieden. 2.2 VermögenslageDie Vermögenslage stellt sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt dar:
Die Vermögenslage der Thule GmbH ist weiterhin als gut einzustufen. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2014 eine Eigenkapitalquote von 24,5 %. Das Vorratsvermögen fiel von TEUR 1.821 im Vorjahr auf TEUR 1.742. Durch Weiterentwicklung einer verbesserten Produktionsplanung und internen Logistik konnte die Lagerung erheblich verbessert werden. Durch diese Maßnahmen (Canban-System und Milkrun-System) konnte auch der Bestand an Halbfertigteilen verkleinert werden, da diese effizienter produziert und eingesetzt werden. Es wurden mit weiteren Lieferanten Konsignationslagerverträge abgeschlossen (Metallprofile und Nieten). Somit konnte der Bestand an Rohmaterialien auch verringert werden. Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden in erster Linie die kurzfristigen Forderungen gegenüber Kunden mit TEUR 4.011 (i. Vj. TEUR 4.150) und gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 5.439 (i. Vj. TEUR 5.056) ausgewiesen. Die Rückstellungen enthalten insbesondere noch zu gewährende Kundenansprüche auf Bonuszahlungen, Tantiemen, Urlaub und Mehrarbeitsstunden sowie ausstehende Rechnungen. Zudem wurden langfristige Rückstellungen für Archivierungskosten gebildet. Unter den Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen solche gegenüber Lieferanten (TEUR 2.033, i. Vj. TEUR 2.068) und gegenüber verbundenen Gesellschaften (TEUR 5.558, i. Vj. TEUR 5.357) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft Thule Deutschland Holding GmbH sind aufgrund des höheren abzuführenden Jahresüberschusses (TEUR 4.875, i. Vj. TEUR 4.280) gestiegen. 2.3 Liquidität
Die liquiden Mittel sind überwiegend im Cash Pool der Konzerngesellschaft Thule Holding AB, Schweden, angelegt. Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgt aus dem laufenden Cashflow bzw. aus dem Cash Pool-Kreditrahmen. Das Netto-Umlaufvermögen veränderte sich aufgrund der Erhöhung der Finanzmittelforderungen gegenüber der Konzernmutter mit TEUR 12 und durch den Rückgang des Finanzmittelfonds i. H. v. TEUR 40. Dagegen stiegen im Wesentlichen die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 222. Die Gesellschaft verfügte im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit über ausreichende Barmittel. Für die Zukunft ergeben sich anhand des positiven Netto-Umlaufvermögens und der Liquiditätsplanung keine Anzeichen von Liquiditätsengpässen für das gegenwärtige Geschäftsvolumen. 3 NachtragsberichtEreignisse von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 nicht eingetreten. 4 PrognoseberichtDas Jahr 2015 wird vorsichtig eingeschätzt. Für 2015 geht die Thule Gruppe davon aus, dass sich die Nachfrage weltweit nach einer leichten Abschwächung Anfang 2015 wieder erholt. Für Thule Deutschland wird eine Umsatzerhöhung im hohen einstelligen Bereich für 2015 geplant. Einen Großteil davon machen die Bereiche Dachboxen, Bike und Active With Kids aus. Für 2015 erwarten wir nur eine leichte Erhöhung der Rohstoffpreise, welche durch bereits durchgeführte Preiserhöhungen zu Beginn des Jahres kompensiert werden dürften. Voraussichtliche Entwicklung der Thule GmbHWir rechnen mit folgenden Entwicklungen in unseren Bereichen in 2015:
Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2015 ein höheres Ergebnis als 2014, da erhöhte Vertriebsaktivitäten und höhere Deckungsbeiträge sich auf das Ergebnis auswirken. Einen Überblick über die Prognosen für 2014 und deren Eintritt sowie über die Prognosen für 2015 gibt nachfolgende Tabelle:
5 Chancen- und RisikoberichterstattungDie voraussichtliche Entwicklung der GmbH ist mit den folgenden Chancen und Risiken für die beiden nächsten Geschäftsjahre wie folgt zu beurteilen:
Seit August 2008 hat die Thule GmbH als zusätzlicher Garant für die bestehenden Kreditrahmenverträge der Thule-Gruppe gedient. Die Garantie wurde zum 27. November 2014 aufgelöst. Unseren Erkenntnissen zufolge bestehen keine wesentlichen, die Entwicklung beeinträchtigenden oder den Bestand gefährdenden Risiken.
Neumarkt, 26. März 2015 Der Geschäftsführer Lennart Mauritzson Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Thule GmbH, Neumarkt i. d. Oberpfalz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 30. März 2015 KPMG
AG
Renner, Wirtschaftsprüfer Dr. Schroff, Wirtschaftsprüfer |
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