Master Data

Registry
Register court Mannheim HRB 751520
Registered
7/11/2024
Industry
Manufacture of testing machinesManufacture of irradiation, electromedical and electrotherapeutic equipmentManufacture of multiple use industrial robots
Purpose
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Analysegeräten aller Art.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Detlef Dr. Bahr
since 7/11/2024
Procura
Managing Director
Managing Director

Holdings

NameOwnership
100.00%
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

BRUKER AXS GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT

I. Das Unternehmen im Überblick

1. Globale wirtschaftliche Lage

Nach Schätzung des IMF betrug das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr 3,1% und lag damit etwas unterhalb der Steigerung des Jahres 2022. 1 Wie im Vorjahr, wurde der Anstieg durch die Emerging Markets und Entwicklungsländer getragen. Sie wiesen ein Wachstum von 4,1% auf. China erholte sich nach einem schwächeren Vorjahr mit einem Plus von 5.2%, Indien verzeichnete weiterhin ein hohes Wachstum von 6.7% im Jahresvergleich. Die entwickelten Volkswirtschaften wuchsen dagegen lediglich mit 1,6%, wobei der Euroraum mit 0,5% gegenüber der US-amerikanischen Wirtschaft, die ihrerseits mit 2.5% wuchs, eine deutlich geringere Dynamik verzeichnete. 2

Für die Folgejahre erwartet der IMF in seinem Januar Outlook für das Jahr 2024 gleichbleibendes Wachstum der globalen Wirtschaft um 3,1% und für das Jahr 2025 3,2%. Die russische Invasion in der Ukraine sowie die Inflationsbekämpfung der Notenbanken werden weiterhin einen dämpfenden Einfluss auf das Weltwirtschaftswachstum haben. Die globale Inflationsrate sinkt schneller als erwartet von 6.8% im Jahr 2023 auf 5,8% im Jahr 2024 und 4,4% im Jahr 2025. 3

Risiken für die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung der kommenden Jahre bleiben weiterhin der Krieg in der Ukraine, ein weltweit zu beobachtendes, stark ansteigendes, Defizit der öffentlichen Haushalte sowie der noch immer schwelende Handelskrieg zwischen den USA und China. Hinzukommen der Gaza-Konflikt und die Bedrohungen im toten Meer, die zu einem Anschwellen der Rohstoff-Preise sowie erneuten Belastungen für der weltweiten Lieferketten führen können. 4

2. Geschäftsmodell der Bruker Gruppe

Bruker ist Entwickler, Hersteller und Vertreiber von leistungsstarken wissenschaftlichen Instrumenten und analytischen und diagnostischen Lösungen, die es unseren Kunden ermöglichen, an Lebewesen und Material auf mikroskopischen, molekularen und zellulären Ebenen zu forschen. Viele der Produkte werden verwendet, um strukturelle Eigenschaften von chemischen, biologischen und industriellen Materialproben zu erkennen, zu messen und zu visualisieren. Die Produkte wenden sich an die schnell wachsenden Bedürfnisse einer Vielzahl von Kunden in der Life-Science-Forschung, Pharma, Biotechnologie, angewandten Märkten, Zellbiologie, klinische Forschung, Mikrobiologie, in-vitro Diagnostik, Nanotechnologie und Materialwissenschaften. Unsere Technologieplattformen sind die magnetischen Resonanztechnologien, Massenspektrometrie Technologien, Gas- und Flüssigkeitschromatographien, Triple-Quadrupol-Massenspektrometrie-Technologien, Röntgen-Technologien, Funken-optische Emissionsspektroskopien, Atomkraftmikroskopien, Stylus und optische Metrologie Technik, Fluoreszenzoptische Mikroskopie und Infrarot- und Raman-Molekularspektroskopie-Technologien. Bruker entwickelt, produziert und vertreibt eine breite Palette von Feldanalysesystemen für chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Erkennung. Die Bruker Gruppe entwickelt, produziert und vermarktet auch hohe und niedrige Temperaturen supraleitende Materialien und Vorrichtungen, die hauptsächlich auf metallischen Niedertemperatur-Supraleitern basieren. Die Bruker Corporation hat ihren Sitz in Billerica, Massachusetts, USA und hält direkt oder mittelbar große technische Fertigungszentren in Europa, Asien und Nordamerika, sowie Vertriebsbüros in der gesamten Welt.

3. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Bruker AXS GmbH (das 'Unternehmen') ist auf dem Gebiet der Entwicklung, Fertigung, dem Vertrieb und Service von Instrumenten zum Zwecke der Materialanalyse auf Basis der Röntgentechnologie, maßgeblich der Röntgenspektrometrie (XRF), der Röntgendiffraktometrie (XRD) und der Einkristalldiffraktometrie (SCD), sowie der Optischen Emissionsspektroskopie (OES) und Verbrennungsanalyse (CGA) tätig. Einsatz finden unsere Instrumente sowohl im wissenschaftlichen Bereich der Materialforschung an Universitäten und Forschungsinstituten als auch in Industrieunternehmen, dort insbesondere in der Qualitäts- und Prozesskontrolle.

Die Bruker AXS GmbH bildet das operative Headquarter der AXS-Division und vertreibt deren Produkte weltweit. Den Zugang zu den wichtigsten Weltmärkten sichern wir uns durch eigene Tochterunternehmen in Österreich, Polen, Südafrika, Mexiko, Brasilien und Indien, über die Zusammenarbeit mit verbundenen Unternehmen innerhalb des Bruker Konzerns, sowie über lokale Distributoren, über die wir sowohl den Vertrieb als auch den Service für unsere Kunden organisieren.

Unsere Tochtergesellschaften vertreiben auch Produkte anderer Geschäftsbereiche (Bruker Biospin, Bruker Optics und Bruker Daltonics), die sich unter dem Dach der Holding Bruker Corporation befinden.

Die Entwicklung zukünftiger Produktgenerationen und Komponenten hat ihren Schwerpunkt in der AXS GmbH und erfolgt darüber hinaus in verbundenen Unternehmen im In- und Ausland.

Montage und Test der Systeme der AXS-Division erfolgen im Wesentlichen durch die Bruker AXS GmbH in Karlsruhe oder durch verbundene Unternehmen in Malaysia und Belgien.

II. Geschäftsverlauf im Jahre 2023

Der Geschäftsverlauf gestaltete sich im Jahre 2023 deutlich positiver als im Vorjahr. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 25,2% zu.

Die Entspannung der Lieferkette und die damit einhergehende Behebung der Lieferengpässe ermöglichte es uns unseren Output gegenüber dem Vorjahr um mehr als 15% zu steigern. Ein höherer Anteil komplexer Geräte an den Auslieferungen und eine verbesserte Preisqualität gegenüber dem Vorjahr trug ebenfalls positiv zur Umsatzentwicklung bei. Wir beobachteten weiterhin eine starke Nachfrage aus Nordamerika und Asien sowie eine deutliche Erholung des Geschäfts in Europa. Insgesamt verzeichneten wir ein weiterwachsendes Industriegeschäft und eine starke Nachfrage im akademischen Bereich, insbesondere aus China. Wachstumstreiber war die industrielle Forschung und Entwicklung.

Für die interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren und Kennzahlen heran:

 

A) Umsatz,

 

B) Bruttoergebnis vom Umsatz im Verhältnis zu Umsatz der Periode,

 

C) Jahresüberschuss,

 

D) Eigenkapitalquote als Verhältnis von Eigenkapital zu Gesamtkapital zum jeweiligen Stichtag.

Die Leistungsindikatoren haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Leistungsindikatoren (Tsd. €) 2023 2022 Veränderung
A) Umsatz 220.238 175.889 44.349
B) Bruttoergebnis vom Umsatz 89.315 67.559 21.756
in Verhältnis zum Umsatz 40,6% 38,4% 214 bps
C) Jahresüberschuss 20.012 10.725 9.287
D) Eigenkapitalquote 55,2% 67,3% (1220 bps)

bps = Basispunkte

Umsatzerlöse nach Regionen (Tsd. €) 2023 2022 Veränderung
Deutschland 20.689 19.450 1.239
Europa (ohne D) 41.146 30.172 10.974
übrige Regionen 158.403 126.267 32.136
Gesamt 220.238 175.889 44.349

Aus der oben dargestellten Entwicklung lagen Umsatz, Bruttoergebnis und Jahresüberschuss im Rahmen unserer im Vorjahr abgegebenen Prognose. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund einer Dividendenausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von EUR 45,0 Mio. gesunken.

1. Entwicklung der Ertragslage

Der Markt für Röntgengeräte zum Zwecke der Materialforschung und -analyse setzte im Jahr 2023 seine Erholung fort. Getragen von den Kernmärkten Europa, Nordamerika und Asien und über eine breite Produktpalette erhöhte sich unser Umsatz gegenüber dem Vorjahr um EUR 44,3 Mio. oder 25,2%.

Das Bruttoergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2023 aufgrund des gestiegenen Umsatzes von EUR 67,5 Mio. auf EUR 89,3 Mio. Die Bruttomarge stieg um 214 bps von 38,4% im Vorjahr auf 40,6% im Jahr 2023.

Die Kosten für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr EUR 23,4 Mio. und lagen damit um rd. EUR 5,2 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 18,2 Mio. Die F&E Quote gemessen am Umsatz betrug 10,6% und stieg trotz steigendem Umsatz gegenüber dem Vorjahreswert von 10,4% um 0,2% Punkte an. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Bruker AXS GmbH im Bereich Forschung und Entwicklung 95 Mitarbeiter (Vorjahr 89 Mitarbeiter). Der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit lag im Bereich der Entwicklung neuer Systeme sowie von Hard- und Softwareprodukten in den Produktlinien Diffraktometrie, Spektrometrie, Verbrennungsanalyse und Laborautomatisierung.

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 38,9 Mio., EUR 5,2 Mio. höher als im Jahr 2022, bedingt durch erhöhte Personal- und Frachtkosten.

In Summe stiegen die Kosten in Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Allgemeiner Verwaltung von EUR 52,0 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 62,3 Mio. in 2023.

Der Jahresüberschuss betrug im Jahre 2023 EUR 20,0 Mio. Damit lag das Jahresergebnis um EUR 9,3 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 10,7 Mio., im Wesentlichen getrieben durch eine deutliche Umsatzsteigerung.

Die Bruker AXS GmbH beschäftigte zum 31.12.2023 insgesamt 448 Mitarbeiter, 1 Mitarbeiter mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

2. Entwicklung der Finanzlage

Die Bruker AXS GmbH finanziert sich im Konzernverbund. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Seit dem 1. Dezember 2013 ist die Bruker AXS GmbH in einen durch die Bruker Finance B.V., Niederlande, geführten Cash Pool eingebunden. Infolgedessen weist die Bruker AXS GmbH liquide Mittel aus EUR/USD Guthaben nicht mehr als Bestand an Zahlungsmitteln, sondern als Forderung gegen verbundene Unternehmen aus. Die Forderungen gegenüber der Bruker Finance B.V. betrugen im Jahr 2022 EUR 59,1 Mio. und EUR 41,4 Mio. zum Ende des Geschäftsjahres 2023. Der Rückgang ist verursacht durch eine Dividendenzahlung in Höhe von EUR 45,0 Mio. Der Bestand an Schecks und Kasse steigerte sich geringfügig von EUR 648 im Jahr 2022 auf EUR 716 im Jahr 2023. Der operative Cashflow betrug im Jahre 2023 EUR 28,8 Mio. Ursächlich hierfür waren das positive Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 20,1 Mio., erhöhte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 10,4 Mio., Rückstellungen von EUR 9,8 Mio., Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von EUR 2,6 Mio. sowie Veränderungen der Vorratsbewertung in Höhe von EUR 1,5 Mio. Diesen positiven Effekten stehen insbesondere der Aufbau von Forderungen Höhe von EUR 4,1 Mio. im Zuge des gestiegenen Umsatzvolumens sowie ein Aufbau von Vorräten in Höhe von EUR 9.2 Mio. und geringere Anzahlungen von EUR -2,5 Mio. gegenüber.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten betrug EUR -1,7 Mio. und war bedingt durch die Umgestaltung des Produktionsgebäudes und Investitionen in die feinmechanische Fertigung.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug EUR -27,1 Mio., getrieben durch eine Dividendenzahlung in Höhe von EUR 45,0 Mio. Mitte des Jahres.

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage des Unternehmens hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Dividendenzahlung an den Gesellschafter negativ entwickelt. Die Summe der Aktiva sank von EUR 181,5 Mio. zum 31. Dezember 2022 um EUR 5,5 Mio. auf EUR 176,1 Mio. zum 31. Dezember 2023.

Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 25,3 Mio. auf EUR 24,7 Mio. um EUR 0.6 Mio. verringert. Der niedrigere Wert resultiert aus einem Übergewicht der Abschreibungen gegenüber den Neuzugängen in diesem Jahr.

Das Umlaufvermögen verringerte sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 von EUR 138,0 Mio. um EUR 4,1 Mio. auf EUR 133,9 Mio. zum 31. Dezember 2023.

Die Vorräte (ohne erhaltene Anzahlungen) stiegen um EUR 7,7 Mio. von EUR 43,6 Mio. auf EUR 51,3 Mio. zum 31.12.2022. Mit EUR 1,5 Mio. lagen die erhaltenen Anzahlungen im Geschäftsjahr 2023 um EUR 2,4 Mio. unter dem Vorjahresniveau von EUR 3,9 Mio.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sanken im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um EUR 14,2 Mio. von EUR 98,3 Mio. auf EUR 84,1 Mio. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sanken trotz gestiegenen Umsatzvolumens gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Dividendenzahlung von EUR 84,6 Mio. um EUR 19,0 Mio. auf EUR 65,6 Mio.

Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von EUR 4,5 Mio. auf EUR 5,9 Mio. an.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten lagen zum 31.12.2023 mit EUR 12,6 Mio. um EUR 3,4 Mio. über dem Vorjahresniveau von EUR 9,2 Mio.

Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 betrugen EUR 28,4 Mio. und stiegen um EUR 9,7 Mio. gegenüber dem Vorjahresbetrag von EUR 18,7 Mio. Der Aufbau ergibt sich im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 9,6 Mio.

Die Rückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2023 EUR 45,6 Mio. und stiegen gegenüber dem Vorjahr um EUR 9,0 Mio., getrieben durch eine Erhöhung der Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 4,9 Mio sowie durch die erhöhte Personalrückstellungen in Höhe von EUR 3,5 Mio.

Trotz des Jahresüberschusses sank das Eigenkapital infolge einer Dividendenzahlung in Höhe von EUR 45,0 Mio. von EUR 122,2 Mio. zum 31. Dezember 2022 um EUR 25,0 Mio. auf EUR 97,2 Mio. zum 31. Dezember 2023. Die Eigenkapitalquote sank entsprechend von 67,3% im Jahr 2022 auf 55,2% im Jahr 2023.

In der Produktion legt das Unternehmen hohen Wert auf einen schonenden und effizienten Umgang mit den eingesetzten Ressourcen. Das Unternehmen ist nach den internationalen Standards der DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) und DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem) zertifiziert. Neben den von unabhängigen Dritten durchgeführten Audits wird die Leistungsfähigkeit des Umwelt- und Energiemanagementsystems regelmäßig auch durch interne Audits überprüft.

Die Kundenbasis ist durch eine Diversifikation in eine Vielzahl staatlicher und privater Forschungseinrichtungen und Kunden verschiedenster Industrien unterschiedlichster Unternehmensgrößen gekennzeichnet. Auch intern, gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, zeigt sich das Unternehmen verantwortungsbewusst. Im Ergebnis enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat wurde dem Anliegen nach langfristiger Sicherheit der Arbeitsbedingungen Rechnung getragen und im Februar 2016 ein Haustarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen. Flankierende Betriebsvereinbarungen erhöhen die Flexibilität des Unternehmens, sich ändernden Nachfragebedingungen anpassen zu können.

III. Chancen- und Risikobericht

Als Tochtergesellschaft der, in den USA registrierten und an der NASDAQ notierten Muttergesellschaft Bruker Corporation, USA unterliegt die Bruker AXS GmbH dem Sarbanes Oxley Act. Im Rahmen der Verpflichtung, ein standardisiertes internes Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung zu führen, wird bei der Gesellschaft ein System zur Früherkennung von Risiken gelebt. In diesem Zusammenhang wurden alle relevanten Unternehmensprozesse dokumentiert und mit Schlüsselkontrollen versehen. Die Wirksamkeit und Einhaltung dieser Kontrollen werden regelmäßig geprüft. Das zeitnahe Monitoring der geschäftlichen Entwicklung wird durch eine detaillierte Überwachung auf AXS-Divisionsebene gewährleistet. Darüber hinaus werden regelmäßig Monatsabschlüsse und Abweichungsanalysen erstellt und an die Konzernleitung berichtet.

1. Risikobericht

Globale Risiken:

Als global agierendes Unternehmen ist auch die Bruker AXS GmbH abhängig von der konjunkturellen Entwicklung der einzelnen Teilmärkte. Ferner können globale Krisen, ebenso wie politische Spannungen, so der Krieg in der Ukraine, im Gaza-Streifen oder der US-chinesische Handelsstreit, einen negativen Einfluss auf unsere zukünftige Geschäftsentwicklung haben. Regionale Krisen, soweit sie sich nicht nachhaltig und schwerwiegend auf unsere Kernmärkte Europa, USA und China auswirken, haben aufgrund unserer weltweiten Präsenz hingegen nur begrenzten Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit. Der Umsatzverlust aus der Einstellung unseres Geschäftes in Russland und Weißrussland aufgrund der Sanktionen der Europäischen Gemeinschaft ist nur gering.

Branchenspezifische Risiken:

Unser Geschäft ist in beträchtlichem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft und dem Forschungsbudget von Universitäten und Forschungseinrichtungen. Eine Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage verbunden mit einer Verschlechterung der Finanzlage der öffentlichen Haushalte kann die Fähigkeit der akademischen Einrichtungen zur Investition in eines unserer Systeme signifikant beeinträchtigen. Dem begegnen wir mit einem weltweit agierenden Vertriebsnetz und verringern so unsere Abhängigkeit von regionalspezifischen Schwankungen der Investitionsbereitschaft.

Ertragsorientierte Risiken:

Eine Verschärfung des Preisdrucks in unseren Märkten, begünstigt durch Fremdwährungseinflüsse oder eine aggressive Preisstrategie unserer Wettbewerber, kann sich negativ auf unsere Bruttomarge auswirken und damit unsere Ertragskraft schwächen. Wir begegnen diesem Trend durch eine Optimierung unserer Fertigungsprozesse und Fertigungstiefe sowie durch die Entwicklung innovativer Produkte, deren Qualitätsstandard und Kundennutzen sich von dem unserer Wettbewerber abhebt.

Wir vermarkten unsere Produkte weltweit. Politische Krisen, verbunden mit Sanktionen und Liefersperren in einzelne Länder, können unseren Auftragseingang und Umsatz negativ beeinflussen. Andererseits sind wir gerade aufgrund unserer weltweiten Präsenz von ausschließlich regional begrenzten politischen Entwicklungen nur eingeschränkt betroffen, so dass eine substanzielle Ertragsgefährdung aufgrund der Veränderung politischer Rahmenbedingungen weniger wahrscheinlich ist.

Wir sind bei der Herstellung unserer Produkte auf die Lieferfähigkeit wichtiger Lieferanten angewiesen. Wir begegnen diesem Risiko mit einer sorgfältigen Lieferantenauswahl und der Vermeidung einer singulären Abhängigkeitsbeziehung. Wir beobachten eine deutliche Entspannung in den Lieferketten und gehen davon aus, dass sich die Liefertreue und -fähigkeit unserer Lieferanten gegenüber einer sehr angespannten Lage in den vergangenen Jahren weiter verbessert. Aufgrund unserer diversifizierten Absatzmärkte und getroffenen Maßnahmen wird derzeit das Marktpreisrisiko als gering und das Risiko der Lieferfähigkeit unserer Lieferanten insgesamt als moderat angesehen.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Die fortgesetzte Internationalisierung unserer Absatzmärkte führt tendenziell zu einer stärkeren Abwicklung unserer Geschäfte in Fremdwährung. Wechselkursschwankungen bezogen auf diese Fremdwährungen können unsere Ertragslage beeinträchtigen. Wir behalten uns daher vor, potenzielle Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auf Projektbasis abzusichern.

2. Chancenbericht

Wir sehen uns mit unseren Produkten, unserem Service- und Softwareangebot sehr gut positioniert, um uns auch in Zukunft in unseren Marktsegmenten als Markt- und Technologieführer behaupten zu können. Hierzu tragen die neu im Markt positionierten Produktlösungen ebenso bei wie die veränderte Ausrichtung unseres Vertriebs- und Servicenetzes unter Einbezug eines erweiterten Netzwerkes von Distributionspartnern.

Überdurchschnittliche Chancen sehen wir weiterhin in den Wachstumsmärkten in Asien und Nordamerika, für die wir mit guten Absatzperspektiven für die an 2023 anschließenden Geschäftsjahre rechnen.

Insgesamt haben sich die Chancen und Risiken gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.

IV. Prognosebericht

Nach einem starken - auch der Verbesserung der Liefersituation geschuldetem - Wachstum im Jahr 2023, gehen wir für die Folgejahre vor Normalisierung der Wachstumsraten im mittleren bis höheren einstelligen Bereich aus. Auf die Geschäftsentwicklung der Bruker AXS GmbH haben die überdurchschnittlichen Wachstumsperspektiven in Indien und China einen positiven Einfluss.

Für die Jahre 2024 und 2025 rechnen wir mit einer im niedrigen zweistelligen Prozentbereich Bereich liegenden Verbesserung des Umsatzes und Bruttoergebnisses gegenüber 2023. Wir leiten dies ab aus einem weiterhin komfortablen Auftragsbestand. Die Prognose von Umsatz und Bruttoergebnis bleibt aufgrund des Ukraine Krieges, seiner weiteren Entwicklung und deren Auswirkungen auf die globalen Märkte, insbesondere die Beschaffungsmärkte, jedoch mit hoher Unsicherheit behaftet.

Für die Jahre 2024 und 2025 gehen wir von moderaten Kostensteigerungen auf den Beschaffungsmärkten aus, soweit keine verschärfte Krisensituation - wie etwa im Schwarzen Meer zu kurzfristigen Angebotsschocks führt. Insbesondere im Bereich der elektronischen Komponenten sind weiterhin kurzfristige Lieferengpässe nicht auszuschließen. Ferner erwarten wir ansteigende Lohnforderungen der Gewerkschaften und entsprechend erhöhte Tarifabschlüsse.

Trotz des Kostenanstiegs erwarten wir bei erhöhten Umsätzen für das Jahr 2024 einen gegenüber dem Vorjahr leicht steigenden Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote wird aufgrund der auch zukünftig erwarteten positiven Geschäftsergebnisse dauerhaft oberhalb der 50% Marke liegen.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen und unsere Investitionen aus eigener Liquidität zu bedienen.

Die Gesellschaft plant ihre Rechtsform im Geschäftsjahr 2024 zu ändern. Dies hat keine Änderung des Geschäftszwecks zur Folge und nimmt keinen Einfluss auf die operative Geschäftsentwicklung.

V. Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Cash-Pooling Guthaben. Derivative Finanzinstrumente kommen derzeit nicht zur Anwendung, da diese auf Konzernebene abgeschlossen werden, sofern Bedarf besteht.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend aus eigenen Mitteln.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Die Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden als gering eingestuft.

VI. Gesamtaussage

Nach wie vor zeigt sich die Bruker AXS GmbH aufgrund ihres qualitativen hochwertigen und breiten Produktspektrums sowie ihrer anhaltenden Innovationskraft sehr gut für die Zukunft gerüstet. Um dies auch weiterhin zu gewährleisten, investieren wir, wie bereits in den Vorjahren, einen beträchtlichen Teil unseres Budgets in Forschung und Entwicklung sowie in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter.

Ebenso führen wir die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse in Produktion und Logistik sowie die stetige Erneuerung unserer Produktpalette konsequent weiter fort.

In den relevanten Beschaffungsmärkten erwarten wir für die nächsten zwei Jahre eine weniger dynamische Entwicklung.

Wir gehen davon aus, dass die weltweite Wirtschaftsleistung im Verlauf der Jahre 2024 und 2025 moderat zunimmt, sofern dies nicht durch eine Verschärfung der geopolitischen Spannungen verhindert wird.

Insgesamt blicken wir daher positiv in die Zukunft und sehen keine Risiken, die das Unternehmen in seinem Bestand gefährden würden.

 

Karlsruhe, den 02. Mai 2024

Dr. Frank Burgäzy, Geschäftsführer

Dr. Klaus Gohlke, Geschäftsführer

1 Vgl. IMF (Hrsg.), WORLD ECONOMIC OUTLOOK update, Januar 2024, S. 6.
2 Vgl. IMF (Hrsg.), WORLD ECONOMIC OUTLOOK update, Januar 2024, S. 6.
3 Vgl. IMF (Hrsg.), WORLD ECONOMIC OUTLOOK update, Januar 2024, S. 5.
4 Vgl. IMF (Hrsg.), WORLD ECONOMIC OUTLOOK update, Januar 2024, S. 7.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.349,14 391
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1
46.349,14 392
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.825.074,55 16.485
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.440.529,58 5.990
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.937.952,74 1.919
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 528.799,81 954
24.732.356,68 25.348
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.352.915,31 12.353
12.352.915,31 12.353
Summe Anlagevermögen 37.131.621,13 38.093
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.832.101,72 15.503
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 12.172.658,31 11.437
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 23.103.158,57 16.490
4. Geleistete Anzahlungen 1.151.368,03 162
5. Erhaltene Anzahlungen -1.464.966,41 -3.938
49.794.320,22 39.654
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.565.725,13 9.166
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 65.635.216,63 84.613
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.870.602,56 4.535
84.071.544,32 98.314
III. Kassenbestand 716,36 1
Summe Umlaufvermögen 133.866.580,90 137.968
C. Rechnungsabgrenzungsposten 346.025,33 256
D. Aktive latente Steuern 4.717.481,00 5.222
176.061.708,36 181.538

Passiva

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.000.000,00 6.000
II. Kapitalrücklage 1.431.617,27 1.432
III. Andere Gewinnrücklagen 1.003.494,32 1.003
IV. Gewinnvortrag 68.763.317,92 103.039
V. Jahresüberschuss 20.012.466,85 10.725
97.210.896,36 122.198
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 19.909.783,11 19.849
2. Steuerrückstellungen 6.853.555,00 1.948
3. Sonstige Rückstellungen 18.800.090,57 14.778
45.563.428,68 36.575
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.328.301,23 6.767
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.680.524,48 9.109
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.386.711,29 2.787
davon aus Steuern EUR 721.090,79 (Vj. TEUR 663)
28.395.537,00 18.664
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.093.775,32 3.129
E. Passive latente Steuern 798.071,00 972
176.061.708,36 181.538

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
EUR 2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 220.237.967,94 175.889
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -130.922.987,84 -108.330
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 89.314.980,10 67.559
4. Forschungs- und Entwicklungskosten -23.426.881,38 -18.239
5. Vertriebskosten -27.330.056,39 -22.018
6. Allgemeine Verwaltungskosten -11.564.678,23 -11.713
7. Sonstige betriebliche Erträge 5.140.765,65 2.461
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 3.523.910,35 (Vj. TEUR 2.205)
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.894.323,37 -2.303
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 3.822.658,89 (Vj. TEUR 2.292)
-61.075.173,72 -51.811
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.453.308,02 454
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.415.940,41 (Vj. TEUR 449)
davon Erträge aus der Abzinsung EUR 37.367,61 (Vj. TEUR 4)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -315.183,00 -523
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 1)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 315.183,00 (Vj. TEUR 523)
1.138.125,02 -69
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.242.361,06 -4.830
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 330.373,00 (Vj. TEUR 163)
12. Ergebnis nach Steuern 20.135.570,34 10.849
13. Sonstige Steuern -123.103,49 -124
14. Jahresüberschuss 20.012.466,85 10.725

JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

ANHANG

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Bruker AXS GmbH hat Ihren Sitz in Karlsruhe und ist im Handelsregister von Mannheim unter HRB Nr. 107524 eingetragen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Die Bruker AXS GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Von dem Gliederungsschema des § 275 Abs. 3 HGB wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB hinsichtlich des Ausweises der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung abgewichen. Da die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung einen wesentlichen Umfang aufweisen, werden sie gesondert ausgewiesen. Diese Aufwendungen dienen im Wesentlichen der Entwicklung neuer Anwendungsbereiche und Produktgenerationen und werden demnach nicht dem Herstellungsbereich zugeordnet.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (zwischen 3 und 5 Jahre) vermindert.

Sachanlagevermögen bewerten wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Zugänge der Vorjahre (bis zum Geschäftsjahr 2008) werden planmäßig linear bzw. degressiv mit späterem Übergang auf die lineare Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände analog den steuerrechtlichen Vorschriften abgeschrieben. Neuzugänge ab dem 1. Januar 2009 werden linear gemäß handelsrechtlichen Vorschriften über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll als Aufwand erfasst.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren Wert angesetzt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. niedrigeren Marktpreisen. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten aktiviert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde neben Einzelwertberichtigungen das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % von dem, um die einzelwertberichtigten Forderungen reduzierten, Nettoforderungsbestand berücksichtigt.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten erfasst.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Sätze 4 und 5 HGB unter Zugrundelegung eines seitens der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, restlaufzeitspezifischen, Durchschnittszinssatzes abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,04 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Das Guthaben aus der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitverträgen wurde mit der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet.

Die Rückstellungen für Pensionen sowie Sterbe- und Übergangsgelder wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Von der Vereinfachung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, eine einheitliche Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde zu legen, wurde Gebrauch gemacht. Als durchschnittlicher Zinssatz für den 31. Dezember 2023 wurde daher 1,83 % p. a. angenommen. Weiterhin wurden folgende dynamische Komponenten berücksichtigt:

Gehalts- und Karrieretrend: 3,00 % p. a.

Fluktuationsrate: 0,00 % p. a. (Da es sich hierbei um einen bereits geschlossenen Pensionsfonds handelt, wurde aufgrund der Unverfallbarkeitsfristen auf die Berücksichtigung einer Fluktuationsrate verzichtet).

Die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen werden nach dem Projected Unit Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) versicherungsmathematisch ermittelt unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G". Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt T€ 96.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Nach § 250 Abs. 2 HGB sind als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite der Bilanz Einnahmen vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Der verwendete Steuersatz beträgt 31,58 %.

Fremdwährungsbewertung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 3 Jahre
Entgeltlich erworbener Geschäftswert (Kundenstamm) 5 Jahre
Entgeltlich erworbener Firmenwert 15 Jahre
Gebäude 30 - 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 23 Jahre

Angaben zum Anteilsbesitz

Direkt gehaltene Anteile Währung Beteiligung
(%)
Eigenkapital
(Tsd. LW)
Ergebnis
(Tsd. LW)
Inland
Bruker Nano GmbH, Berlin 1) 8) EUR 100 6.633 3.190
IncoaTec GmbH, Geesthacht 1) 9) EUR 100 8.003 395
Ausland
Bruker Austria GmbH, Wien, Österreich 1) 9) EUR 100 634 90
Bruker South Africa (Pty) Ltd, Johannesburg, Südafrika 1) 2) 9) ZAR 100 48.992 28.017
Bruker India Scientific Private Limited., Mumbai, Indien 1) 3) 7) INR 22,27 4.141.100 2.525.200
Bruker Polska Sp. Z o.o., Poznan, Polen 1) 4) 9) PLN 100 3.821 506
Bruker Mexicana S.A. de C.V., Mexico, Mexico 1) 5) 9) MXN 100 63.273 -197
Bruker do Brasil Ltda., Sao Paulo, Brasilien 1) 6) 9) BRL 99,8 19.877 6.302
Indirekt gehaltene Anteile Währung Beteiligung
(%)
Ergebnis (Tsd. LW)
Ausland
Bruker do Brasil Ltda., Sao Paulo, Brasilien 1) 6) 9) BRL 0,2 19.877 6.302

1) Abschluss gemäß lokalem Recht.

2) Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023: EUR 1 = ZAR 20,3477

3) Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023: EUR 1 = INR 91,9045

4) Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023: EUR 1 = PLN 4,3395

5) Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023: EUR 1 = MXN 18,7231

6) Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023: EUR 1 = BRL 5,3618

7) Abschluss zum 31. März 2023

8) Abschluss zum 31.12.2019 gemäß lokalem Recht

9) Abschluss zum 31.12.2022 gemäß lokalem Recht

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 24.210 (Vj. T€ 25.493) sowie Forderungen von T€ 41.425 (Vj. T€ 59.120 aus dem Finanzverkehr (Cashpool)).

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten T€ 0 (Vj. T€ 0) Forderungen gegenüber Gesellschaftern.

Ausschüttungs-, Abführungs- und Entnahmesperre (vgl. § 253 Abs. 6 sowie § 285 Nr. 28 HGB)

Bei der Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung i.d.F. vom 11. März 2016 beträgt der Rückstellungsbetrag T€ 19.910. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zur Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt T€ 96 (Vj. T€ 432) und unterliegt gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Aus der Aktivierung von aktiven latenten Steuern ergibt sich eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 3.919.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 18.800 (Vj. T€ 14.778) betreffen Rückstellungen aus verschiedenen Personalverpflichtungen T€ 8.799 (Vj. T€ 5.073), Rückstellungen für Gewährleistungen T€ 4.579 (Vj. T€ 4.067), Rückstellungen für die Abschlussprüfung T€ 275 (Vj. T€ 236) sowie Rückstellungen für fehlende/ausstehende Kosten T€ 2.457 (Vj. T€ 1.660).

Rückstellungspflichtige Altersteilzeitvereinbarungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 1.067 (Vj. T€ 565). Diese wurden mit Deckungsvermögen von T€ 1.069 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

(Tsd. €) 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen 7.328 7.328 0 0
und Leistungen (Vj. 6.767) (Vj. 6.767) (Vj.0) (Vj.0)
Verbindlichkeiten gegenüber 18.681 18.681 0 0
verbundenen Unternehmen (Vj. 9.109) (Vj. 9.109) (Vj. 0) (Vj. 0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.387 2.387 0 0
(Vj. 2.787) (Vj. 2.787) (Vj. 0) (Vj. 0)
Gesamt 28.396 28.396 0 0
(Vj. 18.663) (Vj. 18.663) (Vj. 0) (Vj. 0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 18.681

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 1.205 (Vj. T€ 238).

Latente Steuern / Steueraufwand

Die aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2023 beruhen gemäß § 285 Nr. 29 HGB im Wesentlichen auf temporären bzw. quasipermanenten Differenzen bei der Bilanzierung der Rückstellungen für Pensionen und sonstigen Rückstellungen, der Bewertung des Sachanlagevermögens sowie der Bewertung von (Fremdwährungs-)Forderungen. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

Das sog. Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz wurde am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist am Tag nach der Veröffentlichung, d.h. am 28. Dezember 2023, in Kraft getreten. Kernstück des Gesetzes ist das sog. Mindeststeuergesetz. Flankiert wird dieses durch Anpassungen an anderen Gesetzen, u.a. auch am Handelsgesetzbuch (HGB) und am Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB).

Die Mindestbesteuerung für 2023 hat auf den laufenden Steueraufwand keine Auswirkung, da sie auf das Wirtschaftsjahr zum 31.12.2023 keine Anwendung findet.

Für latente Steuern zum 31.12.2023 hat dies ebenfalls keine Auswirkungen, da es um eine Mindestbesteuerung geht, und der für die latente Steuern bei der Gesellschaft angesetzte Steuersatz höher ist als der Mindeststeuersatz von 15%.

Für die Mindestbesteuerung haben wir bereits ein Projekt gestartet und werden das Thema aufbereiten, so dass dann der Sachverhalt im Geschäftsjahr 2024 Berücksichtigung findet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Regionen (Tsd. €) 2023 2022
Deutschland 20.689 19.450
Europa (ohne D) 41.146 30.172
übrige Regionen 158.403 126.267
Gesamt 220.238 175.889

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten neben Erträgen aus der Fremdwährungsumrechnung des laufenden Jahres (T€ 3.524) auch Erträge aus der Realisierung von Forschungsprojekten (T€ 196), Forschungszulagen (T€ 605), Zuschuss aus der Strompreisbremse (T€ 692) sowie Erträge aus dem Abgang des Anlagevermögens (T€ 10).

Materialaufwand

Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:

Materialaufwand (Tsd. €) 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 105.531 71.847
Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.790 5.761
Gesamt 112.321 77.608

Personalaufwand

Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:

Personalaufwand (Tsd. €) 2023 2022
Löhne und Gehälter 42.579 35.148
Soziale Abgaben 6.399 5.960
Aufwendungen für Altersversorgung 488 391
Gesamt 49.466 41.499

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 19,2% auf T€49.466 angestiegen. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf die jährliche Gehaltserhöhung sowie erhöhte Rückstellungen für erfolgsbasierte Mitarbeitervergütungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung des laufenden Jahres (T€ 3.823). Periodenfremde Aufwendungen waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind wie im Vorjahr keine Aufwendungen für Vorperioden enthalten.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat für die zwischen der Konzernmuttergesellschaft - Bruker Corporation, Billerica, USA - und den beteiligten Bankpartnern am 18. Januar 2024 vereinbarte Konsortialkreditvereinbarung eine Mithaftungserklärung abgegeben. Der Konsortialkredit hat ein Volumen über USD 900 Mio. bei einer Laufzeit bis zum Jahre 2029. Aufgrund der Marktstellung von Bruker und der Profitabilität des Bruker-Geschäftsmodells ist eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich.

Weiterhin gab es zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten aus Bürgschaften durch unsere Hausbank. Die nicht aus der Bilanz ersichtlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 2.333. Mit einer Inanspruchnahme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist nicht zu rechnen.

Für die Incoatec GmbH hat die Gesellschaft mit Datum vom 08. März 2013 eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, über die gesamte Laufzeit des Mietvertrages von 25 Jahren zu gewährleisten, dass die Mietzahlungen von ca. T€ 563 p.a. geleistet werden.

Die Gesellschaft geht aufgrund der gegenwärtigen Vermögens- und Finanzlage der verbundenen Unternehmen davon aus, dass die Sicherheiten nicht beansprucht werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Tsd. €) 2024-2026
Verpflichtung aus laufenden Mietverträgen 1.817
EDV-Leasing 0
Kfz-Leasing 793
Gesamt 2.610

Anteilsbasierte Mitarbeitervergütungen

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Bruker AXS letztmalig Aktienoptionen auf Aktien der Bruker Corporation, Billerica, Massachusetts, USA, an ihre Mitarbeiter ausgegeben. Zum Bilanzstichtag waren 40.485 anteilsbasierte Mitarbeitervergütungen ausübbar. Für die positive Differenz zwischen Ausübungspreis und Stichtagskurs der Aktie wurde eine Rückstellung in Höhe von T€ 1.924 gebildet (Marktbewertung).

Geschäftsführung

 

Herr Dr. Frank Burgäzy, Diplom-Physiker, President Bruker AXS Division

 

Herr Dr. Klaus Gohlke, Diplom-Kaufmann, Vice President of Finance Bruker AXS Division

Herr Dr. Burgäzy ist einzelvertretungsberechtigt, Herr Dr. Gohlke vertritt die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Die Geschäftsführer sind gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezüge der Geschäftsführung

Unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 2023 2022
Anzahl der durchschnittlich während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer 449 435
- davon gewerbliche Mitarbeiter 150 146

Konzernverhältnisse / Befreiung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses

Die Anteile an der Gesellschaft werden mittelbar zu 100 % von der börsennotierten Bruker Corporation, Billerica, USA, gehalten, welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird nach US GAAP aufgestellt [§292 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabed HGB]; materielle Abweichungen zu den EU IFRS sind nicht enthalten. Die BRUKER AXS GmbH ist daher von der Verpflichtung, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.

Nahestehende Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr fanden keine Transaktionen zu marktunüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen statt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Abschlussprüferhonorar beträgt T€ 250 inkl. Auslagen.

Ergebnisverwendung / Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gesellschafterversammlung vom 10. November 2023 beschloss aufgrund der vorgenommenen Vorabausschüttung von T€ 45.000, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von T€ 68.763 auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem starken Anstieg des Geschäfts im Jahre 2023 verzeichnen wir in den ersten Monaten des Jahres 2024 eine leicht rückgängige Nachfrage nach unseren Produkten. Für das Gesamtjahr 2024 rechnen wir dennoch mit einem moderaten mittleren einstelligen Wachstum gegenüber 2023.

Wir beobachten eine fortgesetzte Normalisierung an den Beschaffungsmärkten, allerdings bei weiterhin anhaltendem, wenn auch nachlassendem, Inflationsdruck. Eine Verschärfung der geo-politischen Krisen, wie etwa eine vollständige Blockade des Roten Meeres, könnte dies allerdings ändern. Aufgrund unseres starken Engagements im chinesischen Markt könnte eine Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China oder eine Eskalation des Taiwan-Konflikts eine deutlich negative Auswirkung auf unsere Umsatz- und Ertragslage haben. Darüber hinaus sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres eingetreten.

Die Gesellschaft plant ihre Rechtsform im Geschäftsjahr 2024 zu ändern. Dies hat keine Änderung des Geschäftszwecks zur Folge und nimmt keinen Einfluss auf die operative Geschäftsentwicklung.

 

Karlsruhe, 02. Mai 2024

Dr. Frank Burgäzy, Geschäftsführer

Dr. Klaus Gohlke, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1/1/2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen / Umgliederungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 12/31/2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.874.770,88 22.437,50 - 133.214,17 3.763.994,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.458.119,52 - - - 2.458.119,52
6.332.890,40 22.437,50 - 133.214,17 6.222.113,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.573.327,61 63.538,76 40.229,64 - 24.677.096,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.454.160,49 1.896.249,04 825.414,31 1.331.852,97 13.843.970,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.756.987,37 610.037,49 27.503,85 573.537,32 7.820.991,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 953.825,02 505.665,39 (893.147,80) 37.542,80 528.799,81
45.738.300,49 3.075.490,68 - 1.942.933,09 46.870.858,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.255.404,39 - - 18.255.404,39
18.255.404,39 - - - 18.255.404,39
70.326.595,28 3.097.928,18 - 2.076.147,26 71.348.376,20
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1/1/2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen / Umgliederungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 12/31/2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.484.091,96 362.215,93 - 128.662,82 3.717.645,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.457.151,53 967,99 - - 2.458.119,52
5.941.243,49 363.183,92 - 128.662,82 6.175.764,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.087.899,50 764.121,96 - - 8.852.021,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.464.024,55 2.263.343,81 - 1.323.927,07 7.403.441,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.837.935,27 596.996,27 - 551.892,89 5.883.038,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
20.389.859,32 3.624.462,04 - 1.875.819,96 22.138.501,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.902.489,08 - - - 5.902.489,08
5.902.489,08 - - - 5.902.489,08
32.233.591,89 3.987.645,96 - 2.004.482,78 34.216.755,05
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.349,14 390,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,97
46.349,14 391,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.825.074,55 16.485,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.440.529,58 5.990,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.937.952,74 1.919,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 528.799,81 953,83
24.732.356,68 25.348,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.352.915,31 12.352,92
12.352.915,31 12.352,92
37.131.621,13 38.093,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BRUKER AXS GmbH, Karlsruhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BRUKER AXS GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BRUKER AXS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 2. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Landau, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thu Trang Tran, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 07.05.2024 festgestellt.

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