TLS Tief- und Leitungsbau Stahnsdorf GmbH
Same addressConstruction of utility projects for fluids
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Frank Wendrich since 11/4/2021 | Procura |
Steffen Reichert since 1/31/2020 | Managing Director |
Elke Sommer since 12/16/2019 | Procura |
Maximilian Beer since 11/22/2018 | Procura |
Uwe Langleist since 1/30/2006 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Beneficial owner data is only accessible to registered users.
Company ownership and partner structure
6 shareholders
GmbH structure
3 of 6 shown
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% | |
| 12.52% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
TRP Bau GmbHTeltowJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die TRP Bau GmbH ist im Handelsregister unter HR B 10843, Amtsgericht Potsdam eingetragen. Die Gesellschaft führt überwiegend Bauleistungen im Bereich des Tief- und Rohrleitungsbaus aus, gesteuerte Rohrvortriebsleistungen und Horizontalbohrungen decken spezielle technologische Anforderungen ab. Das Unternehmen besteht seit 1997. Die TRP Bau GmbH beschäftigt per 31.12.2023 44 Angestellte und 158 gewerbliche Arbeitnehmer, zusätzlich 24 Auszubildende. Die TRP Bau besitzt eine anerkannte technische Kompetenz, die über entsprechende Zertifizierungen regelmäßig bestätigt wird. Für die Leistungsplanung und -erstellung steht hochqualifiziertes Personal im Ingenieur- und Facharbeiterbereich zur Verfügung. Die Struktur der Auftraggeber besteht vor allem aus Versorgungsunternehmen, Kommunen, Zweckverbänden, Wohnungsbaugesellschaften und privaten Investoren. Die Leistungen der Gesellschaft werden überwiegend in den Bundesländern Brandenburg und Berlin erbracht. Die Gesellschaft betreibt keine eigenen Forschungs- oder Entwicklungsleistungen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Der deutschlandweite Umsatz im Bauhauptgewerbe sank in 2023 das dritte Jahr in Folge. Hierbei ist allerdings eine recht uneinheitliche Entwicklung zu beobachten, Betriebe mit weniger als 20 Mitarbeiter hatten einen Umsatzverlust zu beklagen, größere Betriebe konnten noch Umsatzzuwächse ausweisen. Der Hochbau schloss mit einem nominalen Umsatzrückgang von 2,2 %, der Tiefbau konnte seine Umsätze jedoch um 7,5 % steigern. Für die Teilbranche Rohrleitungstiefbau, Brunnen- und Kläranlagenbau stiegen gemäß Amt für Statistik die Umsätze in Brandenburg nennenswert um 13,0%, die Auftragseingänge sanken dagegen um 6,5 %. In Berlin wurde ein Umsatzzuwachs von 3,4 % und ein Zuwachs der Auftragseingänge um 5,6% festgestellt. Die Zahl der Marktteilnehmer in unserem Leistungssegment ist in Berlin fast gleichgeblieben, in Brandenburg dagegen leicht gesunken. Der Auftragsbestand der TRP Bau betrug zum Jahresende über 27,6 Mio. € und hat sich damit verringert (Vorjahr 34,4 Mio. €). 2.2 Geschäftsverlauf Das geplante Ergebnis in Höhe von 830,0 T€ wurde im Geschäftsjahr 2023 mit 735,2 T€ zwar nicht vollständig erreicht (Vorjahresergebnis 1.000,2 T€), liegt jedoch grundsätzlich im Zielkorridor. Die Gesamtleistung übersteigt mit 36.018,2 T€ signifikant den Planansatz von 33.463,0 T€. Sie ergibt sich aus einem Umsatz von 39.221,6 T€ (Vorjahr 38.395,8 T€), einer Reduzierung des Bestandes an in Ausführung befindlichen Bauaufträgen i.H.v. 3.957,8 T€ (Vorjahr Bestandsminderung 3.732,8 T€), den sonstigen betrieblichen Erträgen von 647,3 T€ (Vorjahr 590,4 T€) und den aktivierten Eigenleistungen für den Neubau i.H.v. 107,1 T€ (Vorjahr 0 T€). Mit 49,6% der Gesamtleistung erhöhte sich der Materialaufwand auf 17.865,3 T€ (Vorjahr 17.009,9 T€ bzw. 48,3%). Der Einsatz für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sank hierbei auf 7.275,9 T€ (Vorjahr 7.581,7 T€), die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen hingegen auf 10.589,4 (Vorjahr 9.428,2 T€). Der Rohertrag sank geringfügig auf 18.152,9 T€ (Vorjahr 18.243,5 T€). Die Personalkosten stiegen nunmehr auf 13.276,9 T€ bzw. 36,9 % (Vorjahr 13.170,2 T€ bzw. 37,4%). Investitionen wurden i.H.v. 10.759,9 T€ vorgenommen (Vorjahr 4.272,4 T€). Neben den jährlich revolvierenden Geräteinvestitionen ist darin vor allem die Aktivierung des Neubauvorhabens i.H.v. 5.821,4 T€ enthalten. Es entstanden Abschreibungen i.H.v. 1.546,9 T€ (Vorjahr 1.371,5 T€). Der sonstige betriebliche Aufwand blieb mit 1.963,8 T€ bzw. 5,5 % der Gesamtleistung auf Vorjahresniveau (Vorjahr 1.984,8 T€ bzw. 5,6 %). Der Bestand an unfertigen Bauleistungen reduzierte sich um 3.957,8 T€ auf insgesamt 13.561,2 T€ (Vorjahr 17.519,0 T€), davon sind 10.653,5 T€ über erhaltene Anzahlungen gedeckt (Vorjahr: 14.768,3 T€). Liquide Mittel sind i.H.v. 1.901,4 T€ vorhanden (Vorjahr 3.050,9 T€), davon sind 22,9 T€ für Avalkredite hinterlegt. Die gesunkene Liquidität liegt im geplanten Eigenmitteleinsatz zum Neubauvorhaben begründet. Sämtliche Kapitaldienste aus Finanzierungsverträgen wurden planmäßig bedient. 2.3 Lage Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist durchgehend und strukturell stabil, stets steht eine ausreichende Finanz- und Liquiditätslage zur Verfügung. Das Neubauvorhaben ist langfristig durchfinanziert. 2.3.1 Ertragslage Zu den Umsatzträgern gehören konstant Leistungen des Tief-, Rohr- und Fernwärmebaus. Die Kundenstruktur besteht zum großen Anteil aus öffentlichen, gebührenfinanzierten Auftraggebern. Auch Wohnungsbaugesellschaften und private Investoren gehören zum Kundenkreis. Der Auftragsbestand hat sich auf 27.649,6 T€ gemindert, liegt damit aber weiter auf hohem Niveau (Vorjahr 34.443,3 T€). Die absolute Margensituation sank im Jahr 2023 in beiden Geschäftsbereichen leicht. Die Umsatzrentabilität vor Steuern reduziert sich auf 2,6 % (Vorjahr 3,9 %). Die Gesamtkapitalrentabilität sinkt auf 5,0 % (Vorjahr 6,8 %), der Return on Investment (ROI) verbleibt auf 6,0% (Vorjahr 9,5 %). 2.3.2 Finanzlage Im Jahr 2023 wurde auf die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien verzichtet, die freien Linien betragen zum Bilanzstichtag weiterhin 2,0 Mio. €. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt, die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Die Avalkredite i. H. von 13,7 Mio. € bei Banken und Kreditversicherern werden mittels Vertragserfüllungs-, Gewährleistungs-, und sonstigen Bürgschaften zum Bilanzstichtag i.H.v. 60,6 % in Anspruch genommen. Der Bestand liquider Mittel ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken, da ein nennenswerter Eigenmittelanteil für die Finanzierung des Neubauvorhabens eingesetzt wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen unwesentlich auf 16,0% der Bilanzsumme (Vorjahr 15,9 %), in dieser Bilanzposition sind auch mehrjährige Gerätefinanzierungen enthalten. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele unter Skontonutzung bedient. Die Quote der Gesamtverbindlichkeiten stieg leicht auf 50,7% (Vorjahr 50,0%). Das Sachanlagevermögen beansprucht mit Fertigstellung des Verwaltungsneubaus nun 57,2 % der Bilanzsumme (Vorjahr 46,6 %). 2.3.3 Vermögenslage Die Vermögenslage bleibt stabil. Das langfristig gebundene Vermögen ist fristenkongruent gedeckt. Bei deutlicher Erhöhung der Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote auf 31,5 % reduziert (Vorjahr 33,5 %). Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden. Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist stabil. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg auf 2.678,0 T€ (Vorjahr 1.733,0 T€), der Cashflow aus Investitionen betrug -5.197,0 T€ (Vorjahr -4.325,0 T€) und der Cashflow aus Finanzierungen reduzierte sich auf 1.369,0 T€ (Vorjahr 1.971,0 T€). 3. Prognosebericht Die regionale Baukonjunktur im Tiefbau bewegt sich zum Berichtszeitpunkt weiterhin auf hohem Niveau. Pandemiebedingte Preiseffekte bestehen nicht mehr. Vor allem die wiederholt gestiegenen Personalkosten haben starken Einfluss auf die Produktionskosten, das Einkaufspreisniveau im Materialbereich blieb konstant. Die andauernde Krise im Wohnungsneubau zeigt bisher noch keine nennenswerten Auswirkungen in unserem regionalen Infrastrukturbau. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 lässt weiterhin eine stabile Umsatzentwicklung für das laufende Geschäftsjahr erwarten. Wir planen für das Geschäftsjahr 2024 mit einer Gesamtleistung von über 33,3 Mio. €, es wird ein Ergebnis von 608,6 T€ erwartet. Die geplanten Geräteinvestitionen liegen bei 1,9 Mio. €, die Investitionen für den Verwaltungsneubau sind abgeschlossen. Die Akquisition wird unter Beachtung der langjährigen Kundenbeziehungen stets der Marktlage angepasst. Dem Fachkräftemangel und den zunehmenden Demografieeffekten wird durch einen verstärkten Fokus auf Personalentwicklungs- und Personalbindungsmaßnahmen Rechnung getragen. Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Fachkräfte halten die Belegschaft auf einem aktuellen und hohen Qualifikationsniveau. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Risikobericht 4.1.1 Branchenspezifische Risiken Das Jahr 2023 hat trotz der anhaltenden, angespannten geopolitischen Situation keine weitere Beunruhigung in den Märkten verursacht. Die TRP Bau ist als Dienstleister für die kritische Versorgungsinfrastruktur tätig. Unsere öffentlichen Kunden sind gebührenfinanziert und besitzen damit eine relativ stabile Einnahmestruktur. Die Tendenz der Bevölkerung in größere Ballungsräume zu ziehen ist ungebrochen. Die Standorte der TRP Bau GmbH liegen ausschließlich in der Metropolregion Berlin-Brandenburg bzw. in präferierten Brandenburger Standorten. Damit ist die Gesellschaft leistungstechnisch als auch geografisch überdurchschnittlich gut positioniert. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend wertmäßig quantifizieren. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben. 4.1.2 Ertragsorientierte Risiken Mögliche Ertragsrisiken sehen wir weiterhin in den möglichen Auswirkungen eingeschränkter Lieferketten aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation. Haushaltspolitisch geprägte Rückgänge des Auftragsvergabeverhalten der öffentlichen Hand sowie eine entsprechend ausgerichteten Preispolitik des Wettbewerbs bleiben abzuwarten. Angesichts dessen lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ergebnissituation nicht ausschließen. Darüber hinaus sind aktuell keine ertragsorientierten Risiken erkennbar. 4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund unserer stabilen Finanzierungsstruktur erkennen wir derzeit keine negativen finanzwirtschaftlichen Einflüsse auf unsere Gesellschaft. Die Kreditaufnahmen für das Neubauvorhaben wurden mit langer Laufzeit abgeschlossen, die günstigen Konditionen konnten noch vor dem erheblichen Anstieg der Marktzinsen gesichert werden. Die revolvierenden Gerätefinanzierungen können aufgrund der Bonität und der Anzahl alternativer Finanzierungsgesellschaften zu günstigen Konditionen abgeschlossen werden. Andere Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten sowie rein spekulative Geschäfte werden nicht eingegangen. Bei erwartetem Geschäftsverlauf ist kein Risiko erkennbar. 4.2 Chancenbericht Die Auftragsvergabesituation Anfang des Jahres 2024 war weiterhin stabil, die rechnerische Auftragsreichweite deckt wesentliche Teile des Geschäftsjahrs ab. Eine bewusste Annahme von nicht vollkostendeckenden Aufträgen wird weiterhin vermieden. Für die laufenden Investitionen der öffentlichen Hand in umweltverträgliche Infrastrukturmaßnahmen sehen wir die Chance, unser Leistungsangebot verstärkt einsetzen zu können. Den steigenden Ansprüchen an notwendigen Qualifizierungsnachweisen kommen wir stets fristgerecht nach. 4.3 Gesamtaussage Die TRP Bau GmbH konnte im Jahr 2023 von der bestehenden Marktsituation profitieren, der Wettbewerb bei gleichzeitigem Kostendruck ist jedoch spürbar gestiegen. Der Bestand an unfertigen Leistungen beinhaltet Ergebnisreserven, die mit der Erstellung der Schlussrechnungen realisiert werden. Im Geschäftsjahr 2024 wird der Bestand unfertiger Leistungen in vergleichbarer Größenordnung zum Jahr 2023 eingeschätzt. Der Auftragsbestand besitzt eine gute Auftragsreichweite. Im Zusammenhang mit dem bestehenden Risikomanagementsystem werden die Bruttorisiken rollierend evaluiert. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen und eigenen Guthaben bei Kreditinstituten. Die Höhe der Verbindlichkeiten hat sich aufgrund der Kreditaufnahme für den Verwaltungsneubau zwar erhöht, das Verhältnis Fremdkapital zum Eigenkapital hat sich aber nur geringfügig verändert. Die Verbindlichkeiten werden unter entsprechender Nutzung von Skonti und damit innerhalb der Zahlungsziele bezahlt. Die Liquidität wird durch Guthaben bei Kreditinstituten sichergestellt. Darüber hinaus stehen zur laufenden Disposition freie Liquiditätslinien bei den Kreditinstituten zur Verfügung. Das interne Controllingsystem ermöglicht laufend die erforderliche Transparenz, um das Unternehmen steuern zu können. Es erfolgt eine kontinuierliche Liquiditätssteuerung und ein monatlicher Soll-/Ist-Abgleich. Die vollintegrierte Unternehmensplanung erhöht die Sicherheit der unternehmerischen Entscheidungen nennenswert und bildet plausibel alternative Szenarien ab. Mittels turnusgerechtem Mahnverfahren werden Forderungen auf ihren Bestand hin bewertet und erkennbare Risiken durch entsprechende Wertberichtigungen abgeschirmt. Neue Geschäftsbeziehungen werden grundsätzlich nur nach Bonitätsbewertung aufgenommen. 6. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Stahnsdorf, der 10. Juli 2024 Uwe Langleist, Geschäftsführer Steffen Reichert, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die TRP Bau GmbH hat ihren Sitz in Stahnsdorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter 10843 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagen- und Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden diejenigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen des Vorjahres umgegliedert, für die die Voraussetzungen gemäß Kreditwesengesetz (KWG) gegeben sind. Die Werte wurden mit ihren aktiven Abrechnungsposten saldiert. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschluss-Stichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Posten wurden wie folgt bilanziert und bewertet: Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Bemessung der Nutzungsdauer beruht auf betrieblichen Erfahrungen. Bauten auf eigenen Grundstücken werden über die Nutzungsdauer von dreiunddreißig Jahren, Bauten auf fremden Grundstücken innerhalb fünf bis zwanzig Jahren, Technische Anlagen und Maschinen von eins bis zwanzig Jahren und Betriebs- und Geschäftsausstattung von einem bis sechs Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen für alle Wirtschaftsgüter im Anschaffungsjahr 2023 wurden linear bemessen. Die Abschreibungsbeträge für Zugänge sind pro-rata-temporis ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert von € 800,00 wurden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 II 2 HGB) bewertet. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind für zweifelhafte Forderungen Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Zusätzlich wurde eine Pauschalwertberichtigung i.H.v. 3 % auf den umsatzsteuer- und einzelwertberichtigten Forderungsbestand abgesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Der Wert für die Pensionsverpflichtung basiert auf vertraglichen Zusagen und ist einem versicherungsmathematischen Gutachten entnommen worden. Die Steuerrückstellungen resultieren aus Steuern des Jahres 2023 und enthalten keine latenten Steuern. Sonstige Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ergibt sich aus dem Anlagespiegel. Auf dem bebauten Grundstück in Eberswalde lastet eine brieflose Grundschuld i.H.v. T€ 500,0 als Sicherung für Darlehen der Berliner Volksbank e.G. und auf dem bebauten Grundstück in Stahnsdorf lastet eine brieflose Grundschuld i.H.v. T€ 1.500,0 als Sicherung für Darlehen der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Die Finanzanlagen enthalten eine Beteiligung. Die TRP Bau GmbH ist alleinige Gesellschafterin der S Drei Rohr GmbH. Die S Drei Rohr GmbH hat ein gezeichnetes Kapital von T€ 25,0 und weist zum 31. Dezember 2023 einen voraussichtlichen Jahresgewinn vor Steuern i.H.v. T€ 293,6 aus, das Eigenkapital dieser Gesellschaft beträgt T€ 1.144,2. Die TRP Bau GmbH hat zum 21.11.2023 die Gesellschaft EWU Engineering GmbH mit Sitz in Berlin zum Kaufpreis von 29,0 T€ erworben. Die Gesellschaft wurde in TLS Tief- und Leitungsbau Stahnsdorf GmbH umfirmiert und der Gesellschaftssitz zum 22.12.2023 von Berlin nach Stahnsdorf verlegt. Die TLS Tief- und Leitungsbau Stahnsdorf GmbH hat ein gezeichnetes Kapital von 25,0 T€ und weist einen Jahresverlust vor Steuern von ca. 13,9 T€ aus, das Eigenkapital beträgt 23,5 T€. In Höhe von T€ 52,0 wurden Genossenschaftsanteile der Berliner Volksbank eG gezeichnet.
Eigenkapital Die Gesellschaft ist mit einem Stammkapital von 260.000,00 € im Handelsregister eingetragen und hat dieses vollständig eingezahlt. Rückstellungen Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Verwendung der Bewertungsmethode: Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method nach IAS 19) ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 253 Abs. 2 Satz 2, 4 und 5 HGB): - durchschnittlicher Marktzins von 1,82 % 10-Jahres-Durchschnittszins - Rententrend 1% jährlich - Rechnungsgrundlagen nach Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Das Planvermögen mit Anschaffungskosten in Höhe von T€ 458,4 und einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 523,2 wurde gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen von T€ 884,1 saldiert. Der Erfüllungsbetrag der saldierten Pensionsverpflichtungen wurde zum 31.12.2023 mit einem Wert in Höhe von T€ 360,8 angesetzt. Die Aufwendungen aus den Zuführungen zum Planvermögen von T€ 21,2 und die Zinsaufwendungen aus den Pensionsrückstellungen von T€ 24,2 wurden mit den Erträgen aus dem Zeitwertansatz des Planvermögens von T€ 33,7 saldiert. Der angewandte Zinssatz wurde bereits in 2015 umgestellt, vom Durchschnittszins der letzten 7 Jahre auf den Durchschnittszins der letzten 10 Jahre. Zum 31.12.2023 ergibt sich daraus ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 4,0, der solange einer Ausschüttungssperre unterliegt, bis die frei verfügbaren Rücklagen zzgl. der Gewinnvorträge und abzgl. der Verlustvorträge mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen zum weitaus überwiegenden Teil ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit den noch nicht abgeschlossenen Bauvorhaben der Gesellschaft. Ferner bestehen Verpflichtungen im Wesentlichen gegenüber dem Personal und aus Gewährleistungsverpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen: Restlaufzeit bis 1 Jahr € 5.902.761,26 (Vj. € 5.115.522,04); 1-5 Jahre € 2.715.142,98 (Vj. € 3.063.608,57) und über 5 Jahre € 1.737.425,98 (Vj. € 659.964,69); Gesamt € 10.355.330,22 (Vj € 8.839.095,30) V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse wurden sämtlich im Inland, vorwiegend in der Region Berlin-Brandenburg erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus Kostenweiterbelastungen, Entschädigungen für Versicherungsleistungen und Auflösungen von Rückstellungen. Der Umsatz mit dem verbundenen Unternehmen betrug insgesamt T€ 671,1 (Vorjahr T€ 839,9). Im Materialaufwand sind T€ 439,5 (Vorjahr T€ 404,2) bezogene Bauleistungen von verbundenen Unternehmen enthalten. Die sozialen Abgaben i.H.v. T€ 3.321,8 enthalten Altersvorsorgeaufwendungen für die Alterssicherung i.H.v. T€ 25,8 (Vorjahr T€ 38,6). Das Finanzergebnis enthält einen Betrag von T€ -24,2 (Vorjahr T€ -25,6) aus dem Zinsanteil der Pensionsrückstellungen. VI. Sonstige Pflichtangaben Es bestehen folgende finanziellen Verpflichtungen in T€:
Sämtliche Mietverträge sind innerhalb eines Jahres kündbar. Der Gesellschaft steht als Bürgschaftskredit für bauvertragliche Verpflichtungen ein Rahmen i.H.v. T€ 13.653,4 zur Verfügung. Es wurden Avale im Gesamtwert von T€ 8.276,9 (Vorjahr T€ 9.236,3) ausgereicht. Weiterhin sind T€ 22,9 Guthaben zur Besicherung von Avalkrediten hinterlegt. Seit Unternehmensgründung wurde die TRP Bau GmbH aus keiner Bürgschaft in Anspruch genommen, so dass die Gesellschaft das Risiko der Inanspruchnahme als sehr gering einschätzt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr T€ 373,1, die des Beirates T€ 26,5. Aufgliederung der Arbeitnehmer Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 202 Mitarbeiter, im Vorjahr 205 Mitarbeiter beschäftigt:
Mitglieder der Gesellschaft Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an: Herr Dipl.-Ing. Uwe Langleist, Stahnsdorf, Geschäftsführer zuständig für die Region Brandenburg Herr Dipl.-Ing. Steffen Reichert, Ludwigsfelde, Geschäftsführer zuständig für die Region Berlin Mitglieder des Beirats Herr Dipl.-Ing. Dr. Lutz Mackebrandt, Berlin, (Vorsitzender), Unternehmensberater Herr Dipl.-Ing. Thomas Schürer, Potsdam, Ingenieur Herr Dipl.-Staatswiss. Ulrich Junghanns, Frankfurt/Oder, Unternehmensberater Herr Dipl.-Finanzwirt Michael Krug, Schönwalde-Glien, vereidigter Buchprüfer und Steuerberater Herr Dipl.-Ing. Wolfgang Frey, Kleinmachnow, Ingenieur Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag vor Ergebnisverwendung von € 5.310.305,85.
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 5.833.610,83 auf neue Rechnung vorzutragen. Ein Gesellschafterbeschluss liegt zurzeit nicht vor. VII. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkung auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 besitzen. sonstige Berichtsbestandteile
Stahnsdorf, den 10. Juli 2024 Uwe Langleist, Geschäftsführer Steffen Reichert, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.09.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TRP Bau GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TRP Bau GmbH, Stahnsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRP Bau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafürverantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 16. Juli 2024 Weber,
Stäps & Partner mbB
Holger Stäps |
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